[0001] Die vorliegende Patentanmeldung betrifft ein flüssiges wäßriges saures Waschmittel,
welches bei seiner Anwendung zu einer Reduktion der Keimzahl damit gewaschener Wäsche
beiträgt.
[0002] Die Entfernung bleichbarer Anschmutzungen, wie Flecke von Gras, Tee, Kaffee, Rotwein
und Fruchtsäften, auf Textilien wird üblicherweise mit Hilfe von bleichmittelhaltigen
Waschmitteln vorgenommen. Darin kommt normalerweise ein System aus einem persauerstoffhaltigen,
in Wasser Wasserstoffperoxid bildenden Oxidationsmittel, wie Natriumperborat oder
Natriumpercarbonat, mit einem sogenannten Bleichaktivator, wie TAED, zum Einsatz,
welches in der wäßrigen Waschlösung eine Peroxocarbonsäure (im Fall von TAED Peressigsäure)
bildet. Mit Hilfe dieses Systems gelingt es, bei einer Waschtemperatur von 40 °C eine
Bleichleistung zu erreichen, die bei Verzicht auf den Bleichaktivator erst bei deutlich
höheren Temperaturen von über 60 °C erreicht werden kann. Dennoch gibt es eine Vielzahl
von Anwendern, welche auch solche bleichmittelhaltige Waschmittel im Rahmen der sogenannten
Kochwäsche (95 °C-Waschgang) einsetzen. Dabei wird ein besonders gutes Bleichergebnis
erhalten. Als Nebeneffekt zeigt sich unter diesen Bedingungen eine deutliche Reduktion
der Keimzahl der so behandelten Wäsche, d.h. die durch normalen Gebrauch keimbelastete
Wäsche wie auch die verwendete Waschmaschine werden problemlos desinfiziert. Andererseits
vertragen bei weitem nicht alle Wäschestücke die Bedingungen der Kochwäsche. Im Gegenteil
verstärkt sich der Trend hin zu sogenannten pflegeleichten und funktionellen Textilien,
die nur bei niedrigen Waschtemperaturen von 30 °C oder höchstens 40 °C gewaschen werden
können. Bei diesen Temperaturen ist eine wirksame Desinfektion durch die bekannten
Bleichsysteme nicht immer zufriedenstellend gewährleistbar, insbesondere wenn die
zum Einsatz kommende Waschmaschine längere Zeit unbenutzt bleibt. Überdies sind die
genannten pflegeleichten Textilien oft farbig, so daß beim Einsatz der genannten zur
Desinfektion beitragenden bekannten in alkalischem Bereich wirkenden Bleichsysteme
auch bei diesen niedrigeren Temperaturen die Gefahr der oxidativen Farbschädigung
besteht. Die Gefahr von negativen Textilbeeinflussungen vergrößert sich noch, wenn
das Textil Imprägnierungen aufweist. Auch bei der Wäsche sogenannter funktioneller
Textilien, die aus mehreren Schichten texturierter Synthesefasern, in Form von feinen
porösen Gewirken oder Geweben bestehen, darunter in der Regel mikroporöse oder hydrophile
Membranen aus Materialien wie Gore-Tex® oder Sympatex® oder Feinstkapillargeweben,
bestehen, werden hohe Anforderungen an ein schonendes Verhalten des zum Einsatz kommenden
Waschmittels gestellt.
[0003] Es besteht demnach Bedarf für ein Waschmittel, welches auch bei seiner Anwendung
in Niedrigtemperaturwaschgängen zu einer signifikanten Verminderung der Keimzahl der
Wäsche führt, weder das Textilmaterial noch die Farbe der damit behandelten Textilien
schädigt und nicht zum Ausbluten der Farben führt, eine antistatische Ausrüstung der
gewaschenen Textilien ermöglicht, den weichen Griff von Fasern und Vliesen aufbessert
und den Erhalt einer eventuell vorhandenen wasserabweisenden Imprägnierung gewährleistet.
[0004] Gegenstand der Erfindung, mit der hier entsprechende Abhilfe geschaffen werden soll,
ist ein flüssiges wäßriges saures Waschmittel, enthaltend nichtionisches Tensid, Esterquat
und Phthaloylaminoperoxicapronsäure.
[0005] In unverdünnter Form weist es vorzugsweise einen pH-Wert im Bereich von 3 bis 5,
insbesondere von 3,8 bis 4,7 auf. Falls ein pH-Wert im genannten Bereich nicht schon
durch das einfache Zusammengeben der Inhaltsstoffe erreicht wird, kann er durch Zugabe
geringer Mengen systemverträglicher Säuren oder Basen, beispielsweise Carbonsäuren
wie Ameisensäure, Essigsäure, Zitronensäure, Malonsäure, Adipinsäure und/oder Maleinsäure,
Mineralsäuren wie Schwefelsäure, oder Natronlauge, eingestellt werden.
[0006] Phthaloylaminoperoxicapronsäure und Verfahren zu ihrer Herstellung sind aus den europäischen
Patentschriften EP 0 349 940 und EP 0 325 288 bekannt. Die europäische Patentschrift
EP 0 442 549 schlägt ein wäßriges flüssiges Bleichmittel mit einem pH-Wert im Bereich
von 1 bis 6, enthaltend 1 bis 40 Gew.-% einer im wesentlichen wasserunlöslichen Persäure,
insbesondere Phthaloylaminoperoxicapronsäure, 2 bis 50 Gew.-% Tensid, 1,5 bis 30 Gew.-%
Elektrolyt und 2 bis 10 Gew.-% Wasserstoffperoxid, vor. Aus der europäischen Patentschrift
EP 0 484 095 ist bekannt, daß man Phthaloylaminoperoxicapronsäure in flüssigen nichtwäßrigen
Mitteln durch nichtionische Tenside solubilisieren kann. Die europäische Patentschrift
EP 0 497 227 beschreibt wäßrige Suspensionen organischer Persäuren, insbesondere von
Phthaloylaminoperoxicapronsäure, die 1 bis 50 Gew.-% einer Tensidmischung, bestehend
aus verschieden hoch ethoxylierten C
8-22-Fettalkoholen, enthalten. Aus der europäischen Patentanmeldung EP 0 890 635 ist bekannt,
daß Mittel, die Alkylbenzolsulfonat, Phthaloylaminoperoxicapronsäure und Wasserstoffperoxid
enthalten, auch bei niedrigen Temperaturen eine desinfizierende Wirkung aufweisen.
Phthaloylaminoperoxicapronsäure ist in flüssigen wäßrigen Zubereitungen unter dem
Handelsnamen Eureco® erhältlich; diese kann zur Herstellung erfindungsgemäßer Mittel
verwendet werden.
[0007] Die erfindungsgemäßen Mittel enthalten vorzugsweise 1 Gew.-% bis 20 Gew.-%, insbesondere
4 Gew-% bis 10 Gew.-% Phthaloylaminoperoxicapronsäure, wobei sich hier wie auch im
Voranstehenden und Folgenden die Angaben von Gew.-% jeweils auf das gesamte Waschmittel
beziehen.
[0008] Unter Esterquats sollen hier Verbindungen der allgemeinen Formel I,

verstanden werden, in der R
1 für einen Alkyl- oder Alkenylrest mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen und 0, 1, 2 oder
3 Doppelbindungen, R
2 und R
3 unabhängig voneinander für H, OH oder O(CO)R
1, m, n und p jeweils unabhängig voneinander für den Wert 1, 2 oder 3 und X
- für ein Anion, insbesondere Halogenid, Methosulfat, Methophosphat oder Phosphat sowie
Mischungen aus diesen, steht. Bevorzugt sind Verbindungen, die für R
2 die Gruppe O(CO)R
1 und für R
1 einen Alkylrest mit 16 bis 18 Kohlenstoffatomen enthalten. Besonders bevorzugt sind
Verbindungen, bei denen R
3 zudem für OH steht. Beispiele für Verbindungen der Formel (I) sind Methyl-N-(2-hydroxyethyl)-N,N-di(talgacyl-oxyethyl)ammonium-methosulfat,
Bis-(palmitoyl)-ethylhydroxyethyl-methyl-ammonium-methosulfat oder Methyl-N,N-bis(acyloxyethyl)-N-(2-hydroxyethyl)ammonium-methosulfat.
Werden quarternierte Verbindungen der Formel (I) eingesetzt, die ungesättigte Gruppen
aufweisen, sind die Acylgruppen bevorzugt, deren korrespondierende Fettsäuren eine
Jodzahl zwischen 5 und 80, vorzugsweise zwischen 10 und 60 und insbesondere zwischen
15 und 45 aufweisen und/oder die ein cis/trans-Isomerenverhältnis (in Mol-%) von größer
als 30 : 70, vorzugsweise größer als 50 : 50 und insbesondere größer als 70 : 30 haben.
Handelsübliche Beispiele sind die von der Firma Stepan unter dem Warenzeichen Stepantex
® vertriebenen Methylhydroxyalkyldialkoyloxyalkylammoniummethosulfate oder die unter
dem Handelsnamen Dehyquart
® bekannten Produkte der Firma Cognis Deutschland GmbH beziehungsweise die unter der
Bezeichnung Rewoquat
® bekannten Produkte des Herstellers Goldschmidt-Witco. Derartige Esterquats sind in
erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise in Mengen von 2 Gew.-% bis 25 Gew-%, insbesondere
von 6 Gew.-% bis 15 Gew.% enthalten.
[0009] Als in erfindungsgemäßen Mitteln enthaltene nichtionische Tenside kommen beispielsweise
alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte, insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise
8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol
in Betracht, deren Alkoholrest linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt
sein kann bzw. lineare und methylverzweigte Reste im Gemisch enthalten kann, so wie
sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen. Insbesondere sind als Bestandteil
der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten
aus Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z.B. aus Kokos-, Palm-, Talgfett-
oder Oleylalkohol, und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den
bevorzugten ethoxylierten Alkoholen gehören beispielsweise C
12-14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C
9-11-Alkohol mit 7 EO, C
13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, sowie Mischungen aus
C
12-14-Alkohol mit 3 EO und C
12-18-Alkohol mit 5 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte
dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können.
Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow
range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch
Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol
mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO.
[0010] Eine weitere Klasse als Bestandteil der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen einsetzbarer
nichtionischer Tenside, die entweder als alleiniges nichtionisches Tensid oder in
Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden eingesetzt werden, sind alkoxylierte,
vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte und propoxylierte Fettsäurealkylester,
vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette, insbesondere Fettsäuremethylester,
wie sie beispielsweise in der japanischen Patentanmeldung JP 58/217598 beschrieben
sind oder die vorzugsweise nach dem in der internationalen Patentanmeldung WO-A-90/13533
beschriebenen Verfahren hergestellt werden.
[0011] Eine weitere Klasse von nichtionischen Tensiden, die als Bestandteil der erfindungsgemäßen
Zusammensetzungen eingesetzt werden kann, sind die Alkylpolyglycoside (APG). Einsetzbare
Alkylpolyglycoside genügen der allgemeinen Formel RO(G)
z, in der R für einen linearen oder verzweigten, insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten,
gesättigten oder ungesättigten, aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis
18 C-Atomen steht und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit 5 oder 6 C-Atomen,
vorzugsweise für Glucose, steht. Der Glycosidierungsgrad z liegt dabei zwischen 1,0
und 4,0, vorzugsweise zwischen 1,0 und 2,0 und insbesondere zwischen 1,1 und 1,4.
[0012] Nichtionisches Tensid ist in erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise in Mengen von
2,5 Gew.-% bis 30 Gew-%, insbesondere 6 Gew.-% bis 23 Gew.-% enthalten. Besonders
bevorzugt handelt es sich um 3- bis 12-fach ethoxylierte C
8-18-Alkohole oder deren Mischungen.
[0013] Der Wassergehalt erfindungsgemäßer Mittel ergibt sich in einfacher Weise als Differenz
der Mengen aller übrigen Inhaltsstoffe zu 100 Gew.-%. Vorzugsweise beträgt er 20 Gew.-%
bis 85 Gew.-%, insbesondere 35 Gew.-% bis 75 Gew.-%.
[0014] Ein erfindungsgemäßes Mittel ist vorzugsweise aniontensidfrei, was zu einer erhöhten
Stabilität insbesondere des Esterquats führt. Es kann aber neben den genannten Inhaltsstoffen
alle weiteren üblichen Waschmittelinhaltsstoffe enthalten, welche die beabsichtigte
Wirkung des erfindungsgemäßen Mittels nicht unzumutbar beeinträchtigen. So können
die erfindungsgemäßen Mittel beispielsweise Verdickungsmittel, Schauminhibitoren,
Parfüm, Farbstoffe und/oder optische Aufheller enthalten. Besonders bevorzugt ist,
wenn sie zusätzlich Dispergatoren in der Form von gegebenenfalls polymerer Polycarbonsäure
beziehungsweise entsprechendem Polycarboxylat, insbesondere Zitronensäure, Zitrat
und/oder Polyaspartat, mindestens einen Korrosionsinhibitor und/oder mindestens einen
Farbübertragungsinhibitor enthalten.
[0015] Geeignete Schauminhibitoren sind beispielsweise Organopolysiloxane und deren Gemische
mit mikrofeiner, gegebenenfalls silanierter Kieselsäure sowie Paraffine, Wachse, Mikrokristallinwachse
und deren Gemische mit silanierter Kieselsäure oder Bisfettsäurealkylendiamiden wie
Bistearylethylendiamid. Mit Vorteil werden auch Gemische aus verschiedenen Schauminhibitoren
verwendet, zum Beispiel solche aus Silikonen mit Paraffinen und/oder Wachsen.
[0016] Geeignete Dispergatoren sind Polycarbonsäuren, insbesondere Äpfelsäure, Weinsäure,
Citronensäure und Zuckersäuren, monomere und polymere Aminopolycarbonsäuren, insbesondere
Methylglycindiessigsäure, Nitrilotriessigsäure und Ethylendiamintetraessigsäure sowie
Polyasparaginsäure, Polyphosphonsäuren, insbesondere Aminotris(methylenphosphonsäure),
Ethylendiamintetrakis(methylenphosphonsäure) und 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure,
polymere Hydroxyverbindungen wie Dextrin sowie polymere (Poly-)carbonsäuren, insbesondere
die durch Oxidation von Polysacchariden beziehungsweise Dextrinen zugänglichen Polycarboxylate
der internationalen Patentanmeldung WO 93/16110 beziehungsweise der internationalen
Patentanmeldung WO 92/18542 oder der europäischen Patentschrift EP 0 232 202, polymere
Acrylsäuren, Methacrylsäuren, Maleinsäuren und Mischpolymere aus diesen, die auch
geringe Anteile polymerisierbarer Substanzen ohne Carbonsäurefunktionalität einpolymerisiert
enthalten können. Die relative Molekülmasse der Homopolymeren ungesättiger Carbonsäuren
liegt im allgemeinen zwischen 5 000 und 200 000, die der Copolymeren zwischen 2 000
und 200 000, vorzugsweise 50 000 bis 120 000, jeweils bezogen auf freie Säure. Ein
besonders bevorzugtes Acrylsäure-Maleinsäure-Copolymer weist eine relative Molekülmasse
von 50 000 bis 100 000 auf Geeignete, wenn auch weniger bevorzugte Verbindungen dieser
Klasse sind Copolymere der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Vinylethern, wie Vinylmethylethem,
Vinylester, Ethylen, Propylen und Styrol, in denen der Anteil der Säure mindestens
50 Gew.-% beträgt. Als wasserlösliche organische Buildersubstanzen können auch Terpolymere
eingesetzt werden, die als Monomere zwei ungesättigte Säuren und/oder deren Salze
sowie als drittes Monomer Vinylalkohol und/oder einem veresterten Vinylalkohol oder
ein Kohlenhydrat enthalten. Das erste saure Monomer beziehungsweise dessen Salz leitet
sich von einer monoethylenisch ungesättigten C
3-C
8-Carbonsäure und vorzugsweise von einer C
3-C
4-Monocarbonsäure, insbesondere von (Meth)-acrylsäure ab. Das zweite saure Monomer
beziehungsweise dessen Salz kann ein Derivat einer C
4-C
8-Dicarbonsäure, wobei Maleinsäure besonders bevorzugt ist, und/oder ein Derivat einer
Allylsulfonsäure, die in 2-Stellung mit einem Alkyl- oder Arylrest substituiert ist,
sein. Derartige Polymere lassen sich insbesondere nach Verfahren herstellen, die in
der deutschen Patentschrift DE 42 21 381 und der deutschen Patentanmeldung DE 43 00
772 beschrieben sind, und weisen im allgemeinen eine relative Molekülmasse zwischen
1 000 und 200 000 auf. Weitere bevorzugte Copolymere sind solche, die in den deutschen
Patentanmeldungen DE 43 03 320 und DE 44 17 734 beschrieben werden und als Monomere
vorzugsweise Acrolein und Acrylsäure/Acrylsäuresalze beziehungsweise Vinylacetat aufweisen.
Polyasparaginsäuren gehören zu den besonders bevorzugten. Diese können zur Herstellung
der Mittel in Form wäßriger Lösungen, vorzugsweise in Form 30- bis 50-gewichtsprozentiger
wäßriger Lösungen, eingesetzt werden.
[0017] Bekannte Farbübertragungsinhibitoren sind Polymere aus Vinylpyrrolidon, Vinylimidazol,
Vinylpyridin-N-Oxid oder Copolymere aus diesen. Es kommen insbesondere Polymere aus
Vinylimidazol, Vinylpyrrolidon und Copolymere aus diesen in Betracht. Brauchbar sind
aber auch sowohl die beispielsweise aus der europäischen Patentanmeldung EP 0 262
897 bekannten Polyvinylpyrrolidone mit Molgewichten von 15 000 bis 50 000 wie auch
die aus der internationalen Patentanmeldung WO 95/06098 bekannten Polyvinylpyrrolidone
mit Molgewichten über 1 000 000, insbesondere von 1 500 000 bis 4 000 000, die aus
den deutschen Patentanmeldungen DE 28 14 287 oder DE 38 03 630 oder den internationalen
Patentanmeldungen WO 94/10281, WO 94/26796, WO 95/03388 und WO 95/03382 bekannten
N-Vinylimidazol/N-Vinylpyrrolidon-Copolymere, die aus der deutschen Patentanmeldung
DE 28 14 329 bekannten Polyvinyloxazolidone, die aus der europäischen Patentanmeldung
EP 610 846 bekannten Copolymere auf Basis von Vinylmonomeren und Carbonsäureamiden,
die aus der internationalen Patentanmeldung WO 95/09194 bekannten pyrrolidongruppenhaltigen
Polyester und Polyamide, die aus der internationalen Patentanmeldung WO 94/29422 bekannten
gepfropften Polyamidoamine und Polyethylenimine, die aus der deutschen Patentanmeldung
DE 43 28 254 bekannten Polymere mit Amidgruppen aus sekundären Aminen, die aus der
internationalen Patentanmeldung WO 94/02579 oder der europäischen Patentanmeldung
EP 0 135 217 bekannten Polyamin-N-Oxid-Polymere, die aus der europäischen Patentanmeldung
EP 0 584 738 bekannten Polyvinylalkohole und die aus der europäischen Patentanmeldung
EP 0 584 709 bekannten Copolymere auf Basis von Acrylamidoalkenylsulfonsäuren. Eingesetzt
werden können aber auch enzymatische Systeme, umfassend eine Peroxidase und Wasserstoffperoxid
beziehungsweise eine in Wasser Wasserstoffperoxid-liefernde Substanz, wie sie zum
Beispiel aus den internationalen Patentanmeldungen WO 92/18687 und WO 91/05839 bekannt
sind. Der Zusatz einer Mediatorverbindung für die Peroxidase, zum Beispiel eines aus
der internationalen Patentanmeldung WO 96/10079 bekannten Acetosyringons, eines aus
der internationalen Patentanmeldung WO 96/12845 bekannten Phenolderivats oder eines
aus der internationalen Patentanmeldung WO 96/12846 bekannten Phenotiazins oder Phenoxazins,
ist in diesem Fall bevorzugt, wobei auch zusätzlich obengenannte polymere Farbübertragungsinhibitorwirkstoffe
eingesetzt werden können. Polyvinylpyrrolidon weist zum Einsatz in erfindungsgemäßen
Mitteln vorzugsweise eine durchschnittliche Molmasse im Bereich von 10 000 bis 60
000, insbesondere im Bereich von 25 000 bis 50 000 auf Unter den Copolymeren sind
solche aus Vinylpyrrolidon und Vinylimidazol im Molverhältnis 5:1 bis 1:1 mit einer
durchschnittlichen Molmasse im Bereich von 5 000 bis 50 000, insbesondere 10 000 bis
20 000 bevorzugt.
[0018] In den erfindungsgemäßen Mitteln brauchbare Korrosionsinhibitoren, welche zum Schutz
von an den zu waschenden Textilien befindlichen Metallteilen, wie Druckknöpfen oder
Reißverschlussen, beitragen können, gehören insbesondere Benzotriazol und Benzotriazolderivate.
Korrosionsinhibitor ist in erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise in Mengen von 0,05
Gew.-% bis 1 Gew.-%, insbesondere von 0,1 Gew.-% bis 0,4 Gew.-% enthalten.
[0019] Ein erfindungsgemäßes Mittel findet vorzugsweise Verwendung zur Verminderung der
Keimzahl beim Waschen von Textilien, insbesondere bei Temperaturen im Bereich von
20 °C bis 30 °C.
[0020] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum desinfizierenden Waschen
von Textilien unter Anwendung eines erfindungsgemäßen Mittels, wobei man es bei Temperaturen
im Bereich unter 60 °C, insbesondere unter 40 °C und besonders bevorzugt im Bereich
von 20 °C bis 30 °C anwendet. Besonders gute Ergebnisse erzielt man, wenn die Textilien
Wolle, Seide, Wildleder und/oder synthetisches Wildleder aufweisen, Füllungen aus
Daunen oder Vliesen vorliegen, und/oder funktionelle Textilien auf Basis von texturierten
Mikrofasern oder Mischungen aus Cellulose-, Celluloseregenerat-und/oder Synthesefasern
sind. Unter den letztgenannten kommen insbesondere Mischungen aus gegebenenfalls elastischen
Polyurethanfäden, Polyester-, Polyamid-und/oder Polyacryl-Fasern mit Wolle, Seide,
und/oder Baumwolle in Betracht. Die Polyurethanfäden, Polyester-, Polyamid- und/oder
Polyacryl-Fasern sind vorzugsweise nicht oder gering quellend. Die Textilien können
zum Wind- oder Wasserabweisen auch mit mikroporösen oder hydrophilen Membranen ausgestattet
sein und/oder Oberstoffe mit einer wasserabweisenden Imprägnierung aufweisen. Bei
der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens auf Wolle oder Seide enthaltende Textilien
wird es bevorzugt bei pH-Werten im isolektrischen Bereich von 4 bis 7 im Fall der
Wolle und von 4 bis 5 im Fall der Seide ausgeführt.
[0021] Die Anwendung eines erfindungsgemäßen Waschmittels führt zu einer signifikanten Verminderung
der Keimzahl der Wäsche, schädigt auch bei den sogenannten funktionellen Textilien
weder das Textilmaterial noch die Farbe der damit behandelten Textilien, führt nicht
zum Ausbluten der Farben und gewährleistet eine antistatische Ausrüstung sowie einen
weichen Griff der gewaschenen Textilien und den Erhalt einer eventuell vorhandenen
wasserabweisenden Imprägnierung.
1. Flüssiges wäßriges saures Waschmittel, enthaltend 2,5 Gew.-% bis 30 Gew-% nichtionisches
Tensid, Esterquat, und Phthaloylaminoperoxicapronsäure.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es in unverdünnter Form einen pH-Wert im Bereich von 3 bis 5, insbesondere von 3,8
bis 4,7 aufweist.
3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es 6 Gew.-% bis 23 Gew.-% nichtionisches Tensid enthält.
4. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das nichtionische Tensid aus den 3- bis 12- fach ethoxylierten C8-18-Alkoholen und deren Mischungen ausgewählt wird.
5. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es 2 Gew.-% bis 25 Gew-%, insbesondere 6 Gew.-% bis 15 Gew.-% Esterquat enthält.
6. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es 1 Gew.-% bis 20 Gew.-%, insbesondere 4 Gew-% bis 10 Gew.-% Phthaloylaminoperoxicapronsäure
enthält.
7. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich gegebenenfalls polymere Polycarbonsäure beziehungsweise entsprechendes
Polycarboxylat, insbesondere Zitronensäure, Zitrat und/oder Polyaspartat, enthält.
8. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich mindestens einen Farbübertragungsinhibitor enthält.
9. Mittel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man den Farbübertragungsinhibitor auswählt aus Polymeren von Vinylimidazol, Vinylpyrrolidon
und Copolymeren aus diesen.
10. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich mindestens einen Korrosionssinhibitor enthält.
11. Verwendung des Mittels gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10 zur Verminderung der Keimzahl
beim Waschen von Textilien, insbesondere bei Temperaturen im Bereich von 20 °C bis
30 °C.
12. Verfahren zum desinfizierenden Waschen von Textilien unter Anwendung eines Mittel
gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß man es bei Temperaturen im Bereich unter 60 °C, insbesondere unter 40 °C und besonders
bevorzugt im Bereich von 20 °C bis 30 °C anwendet.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Textilien Wolle, Seide, Wildleder und/oder synthetisches Wildleder aufweisen,
Füllungen aus Daunen oder Vliesen vorliegen, und/oder funktionelle Textilien auf Basis
von texturierten Mikrofasern oder Mischungen aus Cellulose-, Celluloseregenerat-und/oder
Synthesefasern sind.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die funktionellen Textilien Mischungen aus gegebenenfalls elastischen Polyurethanfäden,
Polyester-, Polyamid- und/oder Polyacryl-Fasern mit Wolle, Seide, und/oder Baumwolle
aufweisen.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Textilien mit mikroporösen oder hydrophilen Membranen ausgestattet sind.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Textilien Oberstoffe mit einer wasserabweisenden Imprägnierung aufweisen.
1. Liquid aqueous acidic washing composition containing 2.5% by weight to 30% by weight
of nonionic surfactant, ester quat and phthaloylaminoperoxycaproic acid.
2. Composition according to Claim 1, characterized in that it has, in undiluted form, a pH in the range from 3 to 5, in particular from 3.8
to 4.7.
3. Composition according to Claim 1 or 2,
characterized in that it contains 6% by weight to 23% by weight of nonionic surfactant.
4. Composition according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the nonionic surfactant is selected from the 3- to 12-tuply ethoxylated C8-18-alcohols and mixtures thereof.
5. Composition according to one of Claims 1 to 4, characterized in that it contains 2% by weight to 25% by weight, in particular 6% by weight to 15% by weight,
of ester quat.
6. Composition according to one of Claims 1 to 5, characterized in that it contains 1% by weight to 20% by weight, in particular 4% by weight to 10% by weight,
of phthaloylaminoperoxycaproic acid.
7. Composition according to one of Claims 1 to 6, characterized in that it additionally optionally comprises polymeric polycarboxylic acid or corresponding
polycarboxylate, in particular citric acid, citrate and/or polyaspartate.
8. Composition according to one of Claims 1 to 7, characterized in that it additionally comprises at least one dye transfer inhibitor.
9. Composition according to Claim 8, characterized in that the dye transfer inhibitor is selected from polymers of vinylimidazole, vinylpyrrolidone
and copolymers thereof.
10. Composition according to one of Claims 1 to 9, characterized in that it additionally comprises at least one corrosion inhibitor.
11. Use of the composition according to one of Claims 1 to 10 for reducing the microbial
count in the course of washing of textiles, especially at temperatures in the range
from 20°C to 30°C.
12. Process for disinfecting washing of textiles using a composition according to one
of Claims 1 to 10, characterized in that it is employed at temperatures in the range below 60°C, in particular below 40°C
and more preferably in the range from 20°C to 30°C.
13. Process according to Claim 12, characterized in that the textiles are wool, silk, suede and/or synthetic suede, fillings of feather down
or nonwovens, and/or functional textiles based on textured microfibres or mixtures
of cellulose fibres, regenerated cellulose fibres and/or synthetic fibres.
14. Process according to Claim 13, characterized in that the functional textiles comprise mixtures of elastic or nonelastic polyurethane threads,
polyester fibres, polyamide fibres and/or polyacrylic fibres with wool, silk and/or
cotton.
15. Process according to one of Claims 12 to 14, characterized in that the textiles are modified with microporous or hydrophilic membranes.
16. Process according to one of Claims 12 to 15, characterized in that the textiles have outer substances with water-repellent impregnation.
1. Agent de lavage acide liquide aqueux, contenant 2,5% en poids à 30% en poids d'agent
tensioactif non ionique, un ester quaternaire et de l'acide phtaloylaminoperoxycaproïque.
2. Agent selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il présente, sous forme non diluée, un pH dans la plage de 3 à 5, en particulier de
3,8 à 4,7.
3. Agent selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il contient 6% en poids à 23% en poids d'agent tensioactif non ionique.
4. Agent selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'agent tensioactif non ionique est choisi parmi les alcools en C8 à C18 triéthoxylés à dodécaéthoxylés et leurs mélanges.
5. Agent selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'il contient 2% en poids à 25% en poids, en particulier 6% en poids à 15% en poids
d'ester quaternaire.
6. Agent selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'il contient 1% en poids à 20% en poids, en particulier 4% en poids à 10% en poids
d'acide phtaloylaminoperoxycaproïque.
7. Agent selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'il contient en outre le cas échéant des acides polycarboxyliques polymères ou le polycarboxylate
correspondant, en particulier l'acide citrique, le citrate et/ou le polyaspartate.
8. Agent selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'il contient au moins un inhibiteur de transfert de couleur.
9. Agent selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'on choisit l'inhibiteur de transfert de couleur parmi les polymères du vinylimidazole,
de la vinylpyrrolidone et les copolymères de ceux-ci.
10. Agent selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'il contient en outre au moins un inhibiteur de corrosion.
11. Utilisation de l'agent selon l'une quelconque des revendications 1 à 10 pour diminuer
le nombre de germes lors du lavage de textiles, en particulier à des températures
dans la plage de 20°C à 30°C.
12. Procédé pour le lavage désinfectant de textiles en utilisant un agent selon l'une
quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'on l'utilise à des températures dans la plage inférieure à 60°C, en particulier inférieure
à 40°C et de manière particulièrement préférée dans la plage de 20°C à 30°C.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que les textiles présentent de la laine, de la soie, du daim et/ou du daim synthétique,
qu'il existe des remplissages en duvet ou en non-tissé et/ou sont des textiles fonctionnels
à base de microfibres texturées ou de mélanges en fibres de cellulose, de cellulose
régénérée et/ou synthétiques.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que les textiles fonctionnels présentent des mélanges de fils en polyuréthane, le cas
échéant élastiques, de fibres en polyester, polyamide et/ou polyacryle avec de la
laine, de la soie et/ou du coton.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 12 à 14, caractérisé en ce que les textiles sont apprêtés avec des membranes microporeuses ou hydrophiles.
16. Procédé selon l'une quelconque des revendications 12 à 15, caractérisé en ce que les textiles présentent des étoffes extérieures avec une imprégnation repoussant
l'eau.