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(11) |
EP 1 567 704 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.01.2010 Patentblatt 2010/01 |
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Anmeldetag: 26.11.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2003/013307 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/048666 (10.06.2004 Gazette 2004/24) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR APPLIKATION EINES TEXTILHILFSMITTELS BEI DER VERFESTIGUNG
VON GEOTEXTILIEN MITTELS EINES HYDRODYNAMISCHEN VERFESTIGUNGSVERFAHRENS
METHOD AND DEVICE FOR APPLYING A TEXTILE AUXILIARY DURING THE STITCH-BONDING OF GEOTEXTILES
INVOLVING A HYDRODYNAMIC STITCH-BONDING PROCESS
PROCEDE ET DISPOSITIF D'APPLICATION D'UN ADJUVANT TEXTILE LORS DE LA CONSOLIDATION
PAR COUTURES DE GEOTEXTILES A L'AIDE D'UN PROCEDE HYDRODYNAMIQUE DE CONSOLIDATION
PAR COUTURES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
27.11.2002 EP 02026436
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.08.2005 Patentblatt 2005/35 |
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Patentinhaber: TenCate Geosynthetics Austria Gesellschaft m.b.H. |
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4021 Linz (AT) |
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Erfinder: |
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- BORNMANN, Uwe
A-4060 Leonding (AT)
- SCHÖRGENHUBER, Heinz
A-4020 Linz (AT)
- HINTERMÜLLER, Franz
A-4020 Linz (AT)
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Vertreter: Landgraf, Elvira |
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Schulfeld 26 4210 Gallneukirchen 4210 Gallneukirchen (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 926 008 US-A1- 2001 000 585
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US-A- 6 108 879
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 017, Nr. 617 (C-1129), 15. November 1993 (1993-11-15)
& JP 05 186911 A (DAIWABO CREATE KK), 27. Juli 1993 (1993-07-27)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Applikation eines Textilhilfsmittels,
im wesentlichen einer Avivage bei der Verfestigung von Geotextilien mittels eines
hydrodynamischen Verfestigungsverfahrens.
[0002] Die Verwendung von Textilhilfsmitteln, also einer sogenannten Avivage bei der Verfestigung
von aus Stapel- oder Endlosfasern bestehenden Vliesen ist bekannt.
Derartige Textilhilfsmittel verringern die Reibung zwischen den Fasern und erlauben
so eine definierte und verbesserte Verfestigung der Vliese.
[0003] Üblicherweise werden diese Textilhilfsmittel, unabhängig von der angewandten Verfestigungsmethode,
also mechanische Verfestigung durch Vernadeln oder hydrodynamische Verfestigung direkt
auf die zu verfestigenden Fasern aufgebracht und wirken an der Oberfläche der Fasern
sozusagen als Schmiermittel für das leichtere und reibungsfreie Durchdringen der Nadeln
im Vemadelungsprozess bzw. für das leichtere Gleiten der Fasern auch in hydrodynamischen
Verfestigungsprozessen.
[0005] Zur Verriindgerung der Faser/Faserreibung und zur Erreichung einer gleichmäßigen
Verfestigung muss das Textilhilfsmittel gemäß der derzeit vertretenen Ansicht des
Fachmanns sehr gleichmäßig und mit ausreichender Flächendeckung auf die Oberfläche
aufgebracht werden um einen gleichmäßigen Erfolg sicherzustellen.
[0006] Aufgabe der Erfindung war es, ein Verfahren zur Aufbringung einer Avivage bei der
Verfestigung von Vliesen mittels eines hydrodynamischen Verfahren bereitzustellen,
bei dem die gewünschte Wirkung des Textilshilfsmittel ohne aufwendige Aufbringungsverfahren
eintritt und eine gleichmäßige Verfestigung erzielt werden kann.
[0007] Es konnte nun überraschenderweise gefunden werden, dass eine
Aufbringung des Textilhilfsmittels mit ausgezeichneter Gleichmäßigkeit und ohne Wirkungsverlust
durch einfache Zudosierung der Avivage zum Wasserstrahl erfolgen kann.
[0008] Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren zur
Aufbringung eines Textilshilfsmittel in einem hydrodynamischen Verfestigungsverfahren,
dadurch gekennzeichnet, dass die Avivage direkt in das zur hydrodynamischen Verfestigung verwendete Fluid dosiert
wird, bevor das Fluid aus den Hochdruckkapillaren austritt. Vorzugsweise wird die
Avivage im niederdruckteil des verfahrens zudosiert.
[0009] Geeignete Textilhilfsmittel sind dem Fachmann bekannt und im Handel erhältlich. Es
können alle zur Avivierung von Fasern bekannten Textilhilfsmittel verwendet werden.
[0010] Die Avivage wird direkt in das Fluid eingebracht und nicht auf die Oberfläche des
zu verfestigenden Vlieses. Mit dem Fluid wird das Textilhilfsmittel gleichmäßig in
auf und durch das zu verfestigende Fasergebilde transportiert. Durch den Fluidaustrag
mit dem feuchten Produkt, muss sowohl das Fluid, als auch die Avivage kontinuierlich
nach dosiert werden, damit sowohl die Fluidmenge als auch die Konzentration des Textilhilfsmittels
(Avivage) konstan bleiben. Eine Überprüfung der Konzentration ist durch Messung des
Brechungsindexes leicht möglich
[0011] Überraschenderweise zeigt sich dabei, dass im Gegensatz zu der bisher von de Fachmann
vertretenen Ansicht, auch bei Zudosierung des Textilhilfsmittels in das zur hydrodynamischen
Verfestigung verwendete Fluid eine gleichmäßige verbesserte Verfestigung erreicht
werden kann.
[0012] Die Menge des zudosierten Textilhilfsmittels ist abhängig von der Zusammensetzung
des Textilhilfsmittels, den Verfahrensparametern der hydrodynamischen Verfestigung
und der Art des zu verfestigenden Vlieses, insbesondere der Fasereigenschaften, Fasertextur
und den Eigenschaften, die das Vlies nach der Verfestigung aufweisen soll.
Das zu verfestigende Vlies kann aus Stapel- oder Endlosfasern bestehen. Vorzugsweise
bestehen die Fasern aus Kunststoffen, wie beispielsweise Polypropylen, Polyethylen,
Polyamid, Polyester oder aus Mischungen derselben.
Ferner können die Vliese auch Bikomponentenfasem aufweisen oder zur Gänze aus derartigen
Fasern bestehen.
Die Vliese können aber auch Anteile an natürlichen Fasern wie Cellulose, Hanf, Sisal,
Kokos, Kenaf und dergleichen enthalten.
[0013] Die Fasern können jeweils unterschiedliche Texturen und/oder Faserquerschnitte aufweisen.
[0014] Ferner können auch mehrere Vliese durch das erfindungsgemäße Verfahren miteinander
verbunden und verfestigt werden.
[0015] Dazu werden 2 oder mehrere unverfestigte oder vorfestigte Vliese übereinander abgelegt
und anschließend durch ein hydrodynamisches Verfestigungsverfahren unter Zudosierung
des Textilhilfsmittels miteinander verbunden.
[0016] Zur Durchführung des Verfahrens wird das gewählte Textilhilfsmittel vorzugsweise
in einem Vorlagebehälter bereitgestellt und über eine Zuleitung zum Wasserstrahlsystem
der hydrodynamischen Verfestigungseinrichtung kontinuierlich eingebracht. Vorzugsweise
ist die Dosiereinrichtung am Vorlagebehälter situiert. Zur Regelung des Zuflusses
werden im allgemeinen über eine geeignete Steuereinrichtung gesteuerte stufenlos regelbare
Dosierpumpen verwendet. Die gleichmäßige Vertelung des Textilhilfsmittels im Fluid
wird durch eine Mischeinrichtung gewährleistet.
[0017] Durch das beschriebene Verfahren kann auf einfache Weise eine gleichmäßige höhere
und einstellbare Verfestigung des Vlieses durch hydrodynamisches Verfahren erreicht
werden.
Beispiel 1:
[0018] Ein im spun lace Verfahren aus Polypropylengranulat hergestelltes Vlies wurde hydrodynamisch
verfestigt, wobei beim ersten Muster kein Textilhilfsmittel, beim zweiten Muster jedoch
ein Textilhilfsmittel in den Wasserkreislauf dosiert wurde:
| |
Muster 1 |
Muster 2 |
| Konzentration der Avivage im Wasserkreislauf, % |
0 |
0,3 |
| Flächengewicht des Geotextils, g/m2 |
152 |
149 |
| Streifenzugfestigkeit nach |
|
|
| EN ISO 10319 |
|
|
| Längs, N |
1856 |
2235 |
| Quer, N |
1790 |
2220 |
| Stempeldurchdrückfestigkeit nach EN ISO 12236, N |
1277 |
1850 |
Beispiel 2:
[0019] Analog zu Beispiel1 wurden zwei Geotextilien aus Polyestergranulat (PET) hergestellt:
| |
Muster 1 |
Muster 2 |
| Konzentration der Avivage im Wasserkreislauf, % |
0 |
0,1 |
| Flächengewicht des Geotextils, g/m2 |
95 |
97 |
| Streifenzugfestigkeit nach |
|
|
| EN ISO 10319 |
|
|
| Längs, N |
1266 |
1480 |
| Quer, N |
1235 |
1510 |
| Stempeldurchdrückfestigkeit nach EN ISO 12236, N |
978 |
1195 |
1. Verfahren zur Aufbringung eines Textilshilfsmittel in einem hydrodynamischen Verfestigungsverfahren
für aus Endlosfaser bestehenden Geotextilien, dadurch gekennzeichnet, dass die avivage direkt in das zur hydrodynamischen Verfestigung verwendete Fluid dosiert
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieAvivage mittels einer Dosierpumpe in das System der hydrodynamischen Verfestigung
eingebracht wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehrere unverfestigte oder vorverfestigte Vliese miteinander verbunden
werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zu verfestigende Vlies bzw. die zu verbindenden Vliese aus Kunststoffen, wie
Polypropylen, Polyethylen, Polyamid, oder Polyester oder Mischungen derselben bestehen.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zu verfestigende Vlies bzw. die zu verbindenden Vliese aus Bikomponentenfasem
bestehen oder diese enthalten.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass das/die Vlies(e) zusätzlich natürliche Fasern enthalten.
7. Geotextilien; verfestigt nach einem der Verfahren gemäß den Ansprüche 1 bis 6.
1. Process for applying a textile auxiliary in a hydrodynamic consolidating process for
geotextiles consisting of continuous filament fibre, characterized in that the finish is metered directly into the fluid used for hydrodynamic consolidation.
2. Process according to Claim 1, characterized in that the finish is introduced into the hydrodynamic consolidating system by means of a
metering pump.
3. Process according to either of Claims 1 and 2, characterized in that two or more unconsolidated or preconsolidated fibrous nonwoven webs are bonded to
one another.
4. Process according to any one of Claims 1 to 3, characterized in that the fibrous nonwoven web to be consolidated and the fibrous nonwoven webs to be bonded
together consist of plastics materials, such as polypropylene, polyethylene, polyamide
or polyester or mixtures thereof.
5. Process according to any one of Claims 1 to 3, characterized in that the fibrous nonwoven web to be consolidated and the fibrous nonwoven webs to be bonded
together consist of bicomponent fibres or contain these.
6. Process according to any one of Claims 1 to 5, characterized in that the fibrous nonwoven web or webs additionally contain natural fibres.
7. Geotextiles consolidated by any one of the processes according to Claims 1 to 6.
1. Procédé d'application d'un adjuvant textile au cours d'un procédé de consolidation
hydrodynamique pour géotextiles constitués de filaments, caractérisé en ce que l'avivage est dosé directement dans le fluide utilisé pour la consolidation hydrodynamique.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'avivage est introduit dans le système de la consolidation hydrodynamique au moyen
d'une pompe de dosage.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que deux non-tissés non consolidés ou préconsolidés ou plus sont reliés les uns aux autres.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le non-tissé à consolider et/ou les non-tissés à relier sont constitués de matières
synthétiques, comme le polypropylène, le polyéthylène, le polyamide, ou le polyester
ou leurs mélanges.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le non-tissé à consolider et/ou les non-tissés à relier sont constitués de fibres
à deux composants.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le/les non-tissé(s) contiennent en plus des fibres naturelles.
7. Géotextiles consolidés selon l'un des procédés selon les revendications 1 à 6.
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