[0001] Die Erfindung betrifft eine Leiter, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Eine derartige Leiter ist beispielsweise aus der DE-GM 201 06 086 bekannt. Diese
Leiter zeichnet sich durch eine besonders stabile und gut verankerte Lagerung der
Leiternstufen in dem je zugeordneten Holm aus. Hierdurch lässt sich eine signifikante
Erhöhung der Standfestigkeit gegenüber den bekannten Leitern gewährleisten. Durch
die dortige mittige Abstützung über die zentrale Verdickung wird auch der Neigung
breiter Stufen entgegengewirkt, sich im Bereich ihrer Längsmittenachse durchzubiegen,
wenn sie lediglich seitlich abgestützt sind.
[0003] Andererseits bedingt eine derartige Leiter die Realisierung spezieller Holme, die
zwar als Strangpressprofil kostengünstig herstellbar sind, jedoch aufgrund der seitlichen
Schlitze etwas verschmutzungsgeneigter sind.
[0004] Ferner ist auch aus der US-PS 4,716,988 eine Leiter bekannt, bei der für die Stufen
Strangpressprofile verwendet werden. Bei dieser Lösung durchtreten die Holme die Stufen.
Die Holme sind dementsprechend vergleichsweise dünn und nicht besonders momentenstabil.
Eine derartige Lösung ist dementsprechend eher für den dort angegebenen Anwendungszweck,
nämlich als Bootsleiter, geeignet.
[0005] Strangpressprofile bieten grundsätzlich eine günstige Gestaltungsmöglichkeit und
eine besonders gute Festigkeit, bezogen auf ihr Gewicht und die Herstellkosten. Probleme
bei Leitern mit Stufen bestehen hauptsächlich im Bereich der Verankerung zwischen
Stufen und Holm. Für Sprossenleitern ist es seit langem bekannt, die Sprosse endseitig
die beiden Holmwände durchtreten zu lassen und dort umzubördeln. Gegebenenfalls in
Kombination mit der dem Bördelrand gegenüberliegenden Aufweitungen lässt sich so eine
momentenfeste und stabile Lagerung der Sprosse an einem Holm bereitstellen. Ein Beispiel
für eine derartige Lösung ist aus der DE-OS 100 05 598 ersichtlich. Zwar ist es bei
einer Ausführungsform dieser Patentveröffentlichung vorgesehen, die Sprosse zur Stufen
zu verbreitern. Um die Drehmomentabstützung zu gewährleisten sind bei dieser Lösung
dann die Enden dieser Stufe als sich nach unten erstreckende Flügel ausgebildet, die
in Nuten laufen, die in der Leiter vorgesehen sind. Bei dieser Lösung müssen mittels
eines recht aufwendigen Stanzwerkzeuges die Sprossenenden in einer besonderen Weise
ausgeglinkt werden, um praktisch ein Rundrohr endseitig der Sprosse oder Stufe bereitzustellen.
Die Realisierung von derartigen Ausglinkungen erfolgt jedoch regelmäßig durch spanabhebende
Bearbeitung, so dass sie recht aufwendig ist und ein spezielles Werkzeug erfordert.
Meinst müssen auch die Schnittflächen nachbearbeitet werden, zumindest wenn sie freiliegen.
Dennoch erlaubt diese Lösung lediglich ein recht verschmutzungsanfällige Leiter.
[0006] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Leiter gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1 zu schaffen, die ein besonders gutes Festigkeits-/Gewichts-Verhältnis
aufweist, ausgesprochen verbindungssteif ist und sowohl unter ergonomischen Gesichtspunkten
als auch unter Verschmutzungsgesichtspunkten verbessert ist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0008] Die erfindungsgemäße Lösung zeichnet sich durch ein Rohr aus, das in den Leiternstufen
integriert ist, aber separat von dem Strangpressprofil vorgesehen ist. Überraschend
lässt sich mit einem derartigen Rohr trotz des zusätzlichen Materialaufwands ein geringes
Gewicht gepaart mit einer großen Festigkeit bereitstellen, wobei die zentrale Anordnung
unten mittig offenbar besonders aussteifend wirkt. In vorteilhafter Weiterbildung
ist die Oberseite der Leiternstufe zusätzlich auf einen Steg auf dem Rohr abgestützt.
[0009] In erfindungsgemäß besonders günstiger Weise kann das Strangpressprofil der Leiterstufe
als geschlossenes Profil, bevorzugt auch als durch das Rohr geschlossene Profil eingesetzt
werden. Hierdurch ist die Verschmutzungsanfälligkeit auch im Bereich der Leiterstufe
deutlich reduziert. Auch als Holmprofil kann ein geschlossenes Profil realisiert werden,
wobei die Lagerung bei Sprossen bekannterweise sehr fest realisierbar ist.
[0010] Überraschend zeigt es sich, dass durch die Realisierung der Sprosse/Holmverbindung
eine verbesserte Verwindungssteifheit erzielbar ist, als wenn ein Strangpressprofil
spanabhebend zur Bereitstellung einer Endsprosse umgeformt wird.
[0011] Offenbar erlaubt ein symmetrisch bereitgestelltes Rohr ein besseren Bördelrand, insbesondere,
wenn es als kreisrundes Rohr in einem Arbeitsgang umgebördelt wird.
[0012] Die erfindungsgemäße Lösung zeichnet sich dennoch durch die Bereitstellung eines
Schrägstellungswinkels der Stufen in beliebiger geeigneter Weise aus. Die Verdrehsicherheit
der Stufen lässt sich beispielsweise dadurch herstellen, dass das Rohr beim Einführen
in den Stufenkanal des Strangpressprofils auf einer deutlich geringeren Temperatur
als das Strangpressprofil ist. Hierdurch lässt sich die gewünschte Klemmwirkung bereitstellen,
und die Stufe wird gegenüber dem Rohr verdrehsicher. Zusätzlich wird zur Bereitstellung
der Drehsicherheit zwischen Holm und Sprosse ein Formteil in erfindungsgemäß bevorzugter
Ausgestaltung eingesetzt, das als Kunststoffformteil die Holme seitlich umgreift und
zugleich das Strangpressprofil der Stufen zum Holm hin abschließt. Diese Formteil
kann mit einer geringen Materialstärke preisgünstig hergestellt werden und dient zugleich
der verletzungssicheren Abdeckung der Strangpressprofile.
[0013] Weitere Vorteile, Einzelheiten und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
zweier Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen.
Es zeigen:
[0014]
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht eines Teils einer erfindungsgemäßen Ausführungsform, unter
Darstellung eines Holms, eines Formteils, des erfindungsgemäßen Rohrs und des erfindungsgemäßen
Strangpressprofils in Explosionsdarstellung;
- Fig. 2
- ein Schnitt durch die erfindungsgemäße Leiterstufe bei der Leiter gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht eines Teils einer erfindungsgemäßen Leiter in der Ausführungsform
gemäß Fig. 1;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform eines Teils einer erfindungsgemäßen
Leiter in einer Ansicht;
- Fig. 5
- die Ausführungsform gemäß Fig. 4 in einer weiteren Ansicht; und
- Fig. 6
- eine weitere Ausführungsform eines Teils einer erfindungsgemäßen Leiter, nämlich eines
Formteils.
[0015] Die in Fig. 1 lediglich in Teilen dargestellte Leiter 10 weist ein Strangpressprofil
12 auf, das auf einem runden Rohr 14 abgestützt ist.
[0016] Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, dass das Rundrohr 14 in das Strangpressprofil
12 integriert ist. Hierzu ist der Stufenkanal 16 vorgesehen, der das Rohr 14 mindestens
über die Hälfte, bevorzugt beispielsweise über 270° umschließt und umgibt. Die Passung
zwischen Rohr uns Strangpressprofil ist als Presspassung, mindestens aber als stielfreie
Passung gewählt, wobei es sich versteht, dass das Rohr 14 durch Erwärmung des Strangpressprofils
12 in an sich bekannter Weise leicht in den Stufenkanal 16 einschiebbar ist.
[0017] Hierzu ist es vorgesehen, dass das Rohr 14 auch an seinem Rohrstummel 20, der das
Strangpressprofil 12 seitlich überragt, keinen Durchmesser aufweist, der den Innendurchmesser
des Stufenkanals 16 übersteigt.
[0018] Endseitig des Rohrstummels 20 ist ein Bördelrand 22 ausgebildet, der in Fig. 1 bereits
dargestellt ist. Tatsächlich erfolgt das Bördeln erst, wenn der Rohrstummel 20 eine
Durchtrittsausnehmung 24 in einem Holm 26 durchtreten hat und dort arretiert werden
soll.
[0019] In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist allerdings eine modifizierte
Ausgestaltung des Rohrs 14 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform ist der Rohrstummel
20 im Bereich seiner beiden äußeren Drittel, jedoch nicht im Bereich des Bördelrands
22 im Durchmesser reduziert. Eine entsprechende Durchmesserreduktion kann durch ein
geeignetes Presswerkzeug bereitgestellt werden. Bei einem Rohr guter Qualität, beispielsweise
aus Leichtmetall lässt sich ein derartiges Pressen mit einer Durchmesserreduktion
beispielsweise 5 mm ohne weiteres realisieren, wobei lediglich darauf zu achten ist,
dass die Durchmesserübergänge eher flach verlaufen.
[0020] Erfindungsgemäß lässt sich durch diese Durchmesserreduktion in dem Bereich 28 auch
eine Materialverdichtung bereitstellen, so dass die Wandstärke des Rohrs 14 insgesamt
etwas dünner gewählt werden kann. Gerade im Bereich der Lastaufnahme, also in den
Bereichen in denen das Rohr 14 in den Durchtrittsausnehmungen 24 aufliegt und dort
Last übertragen soll, ist damit die Festigkeit erhöht. Dennoch lässt sich das Umbördeln
ohne weiteres Bereitstellen, weil durch die in vorteilhafte Ausführungsform vorgesehene
Durchmesserreduktion zugleich bereits der Bördelrand 22 etwas aufgestellt wird, so
dass das Bördeln noch leichter möglich ist.
[0021] Die Längenauslegung des Bereichs 28 lässt sich in weiten Bereichen an die Erfordernisse
anpassen. In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen der Leiterstufe
11 und dem Holm 26 ein Formteil 30 vorgesehen. Das Formteil 30 wird von dem Rohr 14
durchtreten. Es weist in der Ansicht aus Sicht des Holms 26 im Wesentlichen die gleiche
Form wie das Strangpressprofil 12 auf und deckt es vollständig ab. Durch Arretiervorsprünge
32 wird es in an sich bekannter Weise in Position gehalten. Das Formteil 30 weist
ferner zwei Stützzungen 34 und 36 auf, die den Holm 26 seitlich umgreifen.
[0022] Erfindungsgemäß in diesem Zusammenhang ist es besonders günstig, wenn die Stützungen
sich mit konkaven Radien aus dem Formteil 30 heraus erstrecken. Hierdurch lassen sich
Kerbwölbungen vermeiden, und die Verletzungsgefahr ist auch dann gering, wenn der
Benutzer die Stufen seitlich umgreift.
[0023] Aus Fig. 2 ist der Aufbau einer Leiterstufe 11 im einzelnen ersichtlich. Hier wie
auch in den weiteren Figuren entsprechen gleiche Bezugszeichen gleichen Teilen.
[0024] Aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass die Leiternstufe 11 mit dem Strangpressprofil 12
den Holm 26 deutlich überragt. In an sich bekannter Weise ist eine Schrägstellung
vorgesehen, um ein bequemes Besteigen der Leiter zu ermöglichen. Das Strangpressprofil
12 weist eine im Wesentliche flach-dreieckige Form auf, wobei die Spitze des Dreiecks
unten ist. Die Oberseite 40 der Stufe 11 ist mit Rillen 42 versehen, die beim Strangpressen
mit erzeugt werden und der Rutschsicherung dienen. Der Stufenkanal 16 ist durch eine
entsprechend Profilierung des Strangpressprofils 12 vorgegeben und nimmt das Rohr
14 auf. Das Rohr 14 weist im Bereich 28 die bereits erläuterte Verjüngung auf, wobei
aus Fig. 2 ersichtlich ist, dass die Verjüngung um nahezu die Wandstärke des Rohres
erfolgt.
[0025] Durch einen Stützsteg 44 ist das Strangpressprofil 12 in zwei zueinander symmetrische
Teile geteilt. Jeder Teil ist wiederum im Wesentlichen dreieckförmig. In dem dargestellten
Ausführungsbeispiel verlaufen die unteren Schrägflächen 46 und 48 des Strangpressprofils
12 etwa im Winkel von 30° etwa zur Oberseite 40, wobei es sich versteht, das anstelle
dessen auch ein Winkel von 35° oder 20° aber auch ein noch stärker reduzierter Winkel
von 15° möglich ist.
[0026] Aus Fig. 3 ist ersichtlich, in welcher Weise die Leiterstufe 11 an dem Holm 26 befestigt
ist. Der Bördelrand 22 ist dicht auf den Holm 26 aufgepresst und verformt dessen äußere
Wand gleich zur Mitte der Stufe 11 hin. Die Verbindung steht insofern unter Vorspannung,
wobei die Momentenabstützung hebelgünstig über das Formteil 30 erfolgt.
[0027] Es versteht sich, dass anstelle dessen auch beliebige andere Momentenabstützungen
möglich sind. Beispielsweise ist es auch möglich, dass Formteil in zwei Einzelstücke
aufzuteilen, die je eine Seitenabstützung gewährleisten. Die gewählte Konstruktion
ist jedoch auch besonders handfreundlich beim Übergreifen der Holme im Bereich der
Stufen. Durch die Zwischenschaltung des aus elastischen Kunststoff bestehenden Formteils
30 kann die Vorspannung durch die Umbördelung des Bördelrands 22 auch langfristig
aufrecht erhalten bleiben. Um dies zu gewährleisten ist der Kunststoff des Formteils
30 bevorzugt formstabil und auch UVstabil, um eine Verschlechterung der Eigenschaften
auch langfristig zu vermeiden.
[0028] In einer modifizierten Ausgestaltung ist es vorgesehen, als weitere Verdrehsicherung,
also zusätzlich zu den Stützzungen 34 und 36 des Formteils 30, Vorsprünge auszubilden,
die in den Holm 26 eintreten. Die Vorsprünge sind bevorzugt symmetrisch ausgebildet
und von dem Rohr 14 so weit wie möglich beabstandet, so dass ein recht großer Lastarm
zur Verfügung steht und das eingeleitete Drehmoment mit geringer Flächenpressung aufgenommen
werden kann. Bei dieser Ausführungsform ist die Verdrehsicherheit so groß, dass auf
die Unterstützung durch das Rundrohr 14 verzichtet werden kann, so dass eine Drehmomentunabhängige
Lagerung zwischen Strangpressprofil 12 und Rohr 14 realisierbar ist.
[0029] Die Ausführungsform gemäß den Figuren 4 und 5 ist modifiziert und bietet eine noch
bessere Verankerung zwischen Stufe und Holm. Gleiche Bezugszeichen weisen hier auf
gleiche Teile wie in den anderen Figuren hin und bedürfen keiner weiteren Erläuterung.
In dem dargestellten Zustand gemäß Figuren 4 und 5 ist der Rohrstummel 20, der die
Durchtrittsausnehmung 24 des Holms 26 durchtritt, noch nicht umgebördelt, wobei es
sich versteht, dass das Umbördeln in an sich bekannter Weise erfolgt, wenn Stufe und
Holm gegeneinander montiert sind und damit der Rohrstummel 20 beide Wände des Holms
26 durchtreten hat. Bei dieser Lösung ist die vorstehend beschriebene Durchmesserreduktion
des Rohrstummels 20 nicht vorgesehen. Das Formteil 30, das bevorzugt als Kunststoffteil
ausgebildet ist, also bevorzugt in Spritzgussausführung, aber beispielsweise auch
als Aluminium-Druckgussteil hergestellt werden könnte, weist zwei Stützzungen 34 und
36 auf, die seitlich an dem Holm anliegen, wie es sich schematisch aus den Figuren
4 und 5 ergibt. Die Stützzungen 34 und 36 erstrecken sich etwa über die halbe Stärke
des Holms nach auswärts. In dieser Ausführungsform sind jedoch keine konkaven Radien
innen, sondern regelrechte Innenecken vorgesehen. Hierdurch ergibt sich ein kleiner
Hohlraum zwischen dem Holm und dem Vorteil im Bereich der Innenecken der Stützzungen,
so dass dort eintrender Staub und dergleichen leicht durchfallen kann.
[0030] Über die Stützzungen 34 und 36 hinausgehend weist die Ausführungsform gemäß den Figuren
4 und 5 auch zwei Stützzapfen pro Verbindung zwischen Holm und Stufe auf, wobei ein
Stützzapfen 50 aus Fig. 4 ersichtlich ist. Der Stützzapfen 50 ist für das Eintreten
in entsprechende Stützausnehmungen 52, 54 in dem Holm bestimmt. Die Stützausnehmungen
52 und 54 sind recht weit außen an der Innenwand des Holms 26 angebracht und höhenversetzt,
um möglichst geringe Materialschwächungen zu induzieren. Die Kombination aus Stüzzapfen
und Stützausnehmungen ergibt eine noch deutlich verbesserte Torsionssteifigkeit bei
einseitiger Belastung der Vorder- oder Hinterkante der Stufe 11.
[0031] Auch die Verbindung zwischen dem Formteil 30 und der Stufe 11 ist noch verbessert.
Hierzu ist anstelle der Arretierungsvorsprünge 32 ein Stützflansch 56 vorgesehen,
der nahezu umlaufend ausgebildet ist und eine Außenprofilierung aufweist, die genau
in das Strangpressprofil 12 der Stufe 11 passt. Der Stützflansch 56 springt beispielsweise
um 3 mm vor und hat eine Stärke von beispielsweise 1,5 mm. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist er oben/innen, also an der Stelle, an der die beiden Stufenkanäle 16 in dem Stützsteg
44 zusammenlaufen, zusätzlich verstärkt. Diese Maßnahme bietet eine verbesserte Krafteinleitung
zwischen der vertikal belasteten Oberseite der Stufe 11 und dem Formteil 30, das an
dem Holm 26 abgestützt ist.
[0032] Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Leiter ist in Teilen in Fig. 6
dargestellt. Fig. 6 zeigt ein Formteil 30, das im Grunde dem Formteil 30 beispielsweise
gemäß Fig. 1 entspricht. So sind auch - in Fig. 6 gestrichelt dargestellte - Stützzungen
34 und 36 vorgesehen, die den Holm seitlich übergreifen. Die Stützzungen verlaufen
in einem Winkel von 20° zur Oberseite und Unterseite des Formteils, wobei die plane
Oberseite in ihrer Ausrichtung der Stufenoberfläche entspricht. Es versteht sich,
dass der Schrägstellungswinkel bei diesem und den weiteren Ausfühungsbeispielen in
weiten Bereichen an die Erfordernisse anpassbar ist.
[0033] Bei dieser Ausführungsform ist ebenfalls ein Stützflansch 56 vorgesehen, der dem
Profil der Stufe entsprechend innen an diese anliegend umläuft, abgesehen von einem
recht schmalen Spalt 60 im oberen mittleren Bereich des Stützflansches und einem größeren
Spalt 62 unten, der dort von dem Stufenkanal 16 durchtreten wird.
[0034] Auch bei dieser Ausführungsform sind Stützzapfen 50 vorgesehen, die auf der dem Holm
zugewandten Seite ausgebildet sind und wohl seitlich voneinander beabstandet als auch
höhenversetzt angeordnet sind, um eine möglichst tragfähige Momentenabstützung zu
gewährleisten. Die Stützzapfen 50 treten in die entsprechenden Stützausnehmungen 52
und 54 (vgl. Fig. 5) ein. Auch hier sind Verstärkungen 64, 66 des Stützflansches 56
oben mittig den Spalt 60 begrenzend vorgesehen.
1. Leiter mit zwei Holmen, an denen je Leiterstufen gelagert sind, wobei die Leiterstufen
ein Strangpressprofil aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterstufen (11) zusätzlich zu dem Stangpressprofil ein Rohr (14) aufweisen,
über das sie am Holm (26) gelagert sind.
2. Leiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (14) als Rundrohr ausgebildet ist und insbesondere aus dem gleichen Material
wie das Strangpressprofil (12) und der Holm (26) besteht.
3. Leiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (14) den Holm (26) an jeder Lagerstelle mindestens teilweise, insbesondere
vollständig durchtritt und endseitig umgebördelt ist.
4. Leiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Strangpressprofil (12) einen Stufenkanal (16) aufweist, dessen Ausgestaltung
an die äußere Form des Rohrs (14) angepasst ist und der das Rohr (14) aufnimmt.
5. Leiter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (14) in den Stufenkanal (16) eingepresst ist und der Stufenkanal (16) das
Rohr (14) zu deutlich mehr als 180°, insbesondere zu etwa 260°, umgibt.
6. Leiter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (14) in den Stufenkanal (16) eingeklebt ist und der Stufenkanal (16) das
Rohr (14) zu deutlich mehr als 180°, insbesondere zu etwa 260°, umgibt.
7. Leiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Strangpressprofil (12) einen im Wesentlichen flach dreieckigen Querschnitt aufweist,
in dem das Rohr (14) eingeschlossen ist.
8. Leiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Strangpressprofil (12) eine im Wesentlichen plane, jedoch insbesondere in Richtung
des Stranpressprofils (12) gerillte Oberfläche aufweist.
9. Leiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Formteil (30) je endseitig des Strangpressprofils vorgesehen ist, das das Strangpressprofil
(12) abschließt.
10. Leiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Formteil (30) endseitig des Strangpressprofils zwischen diesem und dem Ende benachbarten
Holm (26) vorgesehen ist, das das Strangpressprofil (12) drehfest mit dem Holm (26)
verbindet.
11. Leiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Formteil (30) zwischen Strangpressprofil und Holm (26) vorgesehen ist, das das
Rohr (14) mindestens teilweise umgibt und den Holm (26) seitlich umgreift.
12. Leiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Strangpressprofil (12) als Hohlprofil ausgebildet ist, das einen zentralen Steg
(44) aufweist, über den sich die im Wesentlichen plane Oberseite (40) des Strangpressprofil
(12) auf dem Stufenkanal (16) abstützt.
13. Leiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Formteil (30) für die drehfeste Lagerung des Strangpressprofils an dem Holm (26)
sich über die gesamte Breite des Strangpressprofils (12) erstreckt und eine Stützzunge
(34, 36) aufweist, die an Holm-Seitenflächen anliegt, und das insbesondere Radien
am Übergang zwischen der Zunge und dem Strangpressprofil im Übrigen ausgebildet sind.
14. Leiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bördelverbindung des Rohrs (14) eine kreisrunde Bördelverbindung ist und dass
Rohr (14) ein Formteil (30) zwischen Strangpressprofil (12) und Holm (26) sowie beide
Holmwände durchtritt.
15. Leiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Formteil (30) eine Wandstärke von weniger als einem Zentimeter, insbesondere
etwa 1 mm aufweist, und das der Abstand zwischen dem Ende des Strangpressprofils (12)
und dem Holm (26) deutlich weniger als 1 cm beträgt.
16. Leiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Formteil, das sich zwischen dem Strangpressprofil (12) und dem Holm (26) erstreckt,
einen Vorsprung aufweist, der bezogen auf das Rohr (14) außermittig zum Holm hin vorspringt
und in mindestens eine Holmwand eintritt.
17. Leiter nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass zwei zueinander symmetrische Vorprünge vorgesehen sind, die nach der Art von Zapfen
in die Holmwand eintreten und diese zur Bildung einer Verdrehsicherung insbesondere
durchtreten.
18. Leiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Stützzungen (34, 36) des Formteils (30) den Holm (26) mindestens teilweise umgreifen
und insbesondere eine Torsionsabstützung der Stufe (11) durch in Stützausnehmungen
(52) eintretende Stützzapfen (50) zwischen Holm (26) und Formteil (30) ausgebildet
ist.
19. Leiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Formteil (30), das zwischen Holm (26) und Stufe (11) eingefügt ist, auf der der
Stufe (11) zugewandten Seite einen Stützflansch (56) aufweist, der im Wesentlichen,
jedoch nicht vollständig, umläuft und innen in ein Strangpressprofil (12) der Stufe
passt und dieses randseitig abstützt.