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(11) |
EP 1 570 130 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.06.2006 Patentblatt 2006/25 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.12.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2003/014012 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/053232 (24.06.2004 Gazette 2004/26) |
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| (54) |
VIBRATIONSPLATTE
VIBRATING PLATE
PLAQUE VIBRANTE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE IT LI |
| (30) |
Priorität: |
11.12.2002 DE 10257892
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.09.2005 Patentblatt 2005/36 |
| (73) |
Patentinhaber: BOMAG GmbH |
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56154 Boppard (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KREMER, Klaus
56332 Lehmen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Lang, Friedrich et al |
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Patentanwälte,
Lang & Tomerius,
Bavariaring 29 80366 München 80366 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 4 307 993
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US-B1- 6 213 681
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Grundplatte für eine Vibrationsplatte gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Üblicherweise weist eine derartige Grundplatte eine Bodenplatte auf,
deren Unterseite flächig und vibrierend auf das zu verdichtende Material einwirkt.
Aufgrund der hohen dynamischen Belastung werden die meisten Grundplatten aus massiven
dicken Stahlplatten hergestellt, die gegebenenfalls über angeschweißte Träger weiter
stabilisiert werden.
[0002] Aus der DE 4307993 C2 ist-eine Bodenverdichtungsplatte bekannt, bei der die Grundplatte
als verripptes hohles Kunststoffteil ausgebildet ist, welches mit Sand oder Wasser
vor dem Einsatz gefüllt wird. Diese zu ballastende Kunststoffgrundplatte soll eine
geringere Geräuschentwicklung während der Bodenverdichtung aufweisen und eine günstigere
Herstellung ermöglichen. Im Einzelnen erstrecken sich die Rippen von einer obenliegenden
Deckelplatte bis zur Bodenplatte und werden insbesondere als offenzellige Wabenstruktur
ausgebildet. Die Wabenstruktur dient dabei der Erhöhung der mechanischen Festigkeit
des Kunststoffbauteils, und die Offenzelligkeit ermöglicht das Einfüllen und Verteilen
von Wasser oder Sand zur Ballastung der Grundplatte.
[0003] Diese bekannten Vibrationsplatten werden in vielen Anwendungsbereichen erfolgreich
bei der Bodenverdichtung eingesetzt. Es hat sich jedoch gezeigt, dass es beim Einsatz
der herkömmlichen Platten unter anderem bei der Verdichtung gleichförmiger und eng
abgestufter Sande zu Kornverfeinerungen durch Kornbrüche und Abrasionen kommt. Nachteilig
ist dabei, dass Kornverfeinerungen infolge der mechanischen Einwirkung beim Einbau
die bodenmechanischen Eigenschaften des Gemisches, z.B. Durchlässigkeit, Frostempfindlichkeit,
Verdichtungsmerkmale verändern.
[0004] Problematisch ist auch die Laufruhe der bekannten Vibrationsplatten. So kann es bei
zunehmender Verdichtung des Untergrundes zu unregelmäßigen Schwingungen und Kippbewegungen
der herkömmlichen Vibrationsplatten kommen.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Grundplatte für eine Vibrationsplatte
worin die Grundplatte von einer Erregervorrichtung in Vibrationen versetzbar ist zu
schaffen, bei deren Einsatz es nicht mehr zu starker Kornverfeinerung kommt und deren
Laufruhe gleichzeitig verbessert ist.
[0006] Diese Aufgabe wird mit einer Grundplatte gemäß Anspruch 1 gelöst. Eine Vibrationsplatte
mit einer erfindungsgemäßen Grundplatte wird in Anspruch 2 beausprucht. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0007] Die Vibrationsplatte hat eine von einer Erregervorrichtung in Schwingung versetzbare
Grundplatte, die als tragende Bauteile wenigstens eine Bodenplatte, eine Oberplatte
und eine zwischen der Boden- und der Oberplatte angeordnete, die Grundplatte versteifende
Zellenstruktur aufweist, wobei die tragenden Bauteile eine Grundplatte mit einer Steifigkeit
bilden, bei der die niedrigste Eigenfrequenz der Grundplatte mindestens das 2 bis
5-fache, bevorzugt mindestens das 3 bis 4-fache, der Frequenz ihrer Schwingung beträg,
wobei die Schwingung der Grundplatte wahlweise mit einer Frequenz zwischen 30 Hz und
60 Hz einstellbar ist.
[0008] Bei dieser neuen Vibrationsplatte werden also die tragenden Bauteile nunmehr so miteinander
verbunden, dass sie einen Körper mit ganz spezifischen Schwingungseigenschaften bilden.
Die Laufeigenschaften einer Vibrationsplatte verbessern sich immer dann deutlich,
wenn die tragenden Bauteile zumindest die Bodenplatte derart versteifen, dass die
niedrigste Eigenfrequenz der Grundplatte in den oben genannten Bereichen der Frequenz
ihrer Schwingungen bei der Bodenverdichtung liegt. Grundsätzlich erzeugt eine hohe
Steifigkeit bei geringem Gewicht hohe Eigenfrequenzen, wobei hier die niedrigste Eigenfrequenz
aus der Bandbreite der Eigenfrequenzen der Bodenplatte einen Mindestwert erreichen
soll. Eine solche Grundplatte schwingt bei zunehmender Verdichtung des Untergrundes
länger harmonisch bevor sie zu unregelmäßigen und unerwünschten Taumel- oder Kippbewegungen
übergeht.
[0009] Anders als in der DE '993 muss dazu die Grundplatte gerade während der Verdichtung
besonders leicht sein. Dazu werden die an sich bekannten tragenden Bauteile in aus
dem Flugzeugbau bekannter Weise zur Versteifung und zum Leichtbau benutzt. So entsteht
eine besonders steife und trotzdem leichte Grundplatte, welche die erfindungsgemäßen
Eigenfrequenzwerte hat.
[0010] Insbesondere wird die Zellenstruktur dazu benutzt, eine wesentlich dünnere Bodenplatte
oder Oberplatte als bisher zu verwenden. Erfindungsgemäß erlaubt diese Konstruktion
die Verwendung von 4 bis 8 mm starken Stahlblechplatten, was gegenüber den bekannten
Vibrationsplatten aus Stahl eine erhebliche Gewichtseinsparung ergibt.
[0011] Die Vibrationsplatte weist daher eine deutlich geringere schwingende Masse auf. Dies
hat den Vorteil, dass die notwendige Amplitude zur Sicherstellung der ausreichenden
Verdichtung mit geringeren Fliehkräften erzeugt werden kann. Daher können geringere
Unwuchtmassen benutzt werden, die wiederum mit einer geringeren Leistung angetrieben
werden können. So können die unerwünschten Kornverfeinerungen reduziert werden und
zugleich kann die Erregervorrichtung wirtschaftlicher betrieben werden.
[0012] Auch ermöglicht erst diese deutliche Gewichtsreduzierung den Einsatz der Vibrationsplatte
zur Verdichtung von Haufwerken allgemeinerer Art. Unter Haufwerken versteht man in
diesem Zusammenhang ein aus mehr oder weniger ungleich großen und lose aneinander
gereihten Einzelkörnern gebildetes lockeres Lagerungsgefüge mit großen Porenräumen.
Durch Verdichtung kann dieses lockere Lagerungsgefüge in ein porenfüllend abgestuftes,
dichtes und hohlraumarmes Lagerungsgefüge überführt werden. Dabei können die Körner
z.B. Sand oder Kieskörner aber auch Schnee- und Eiskristalle sein. So kann die Vibrationsplatte
auch bei der Pflege und Präparation von Skipisten, Loipen oder Skisprungausläufen
zur Erlangung längerer Standzeiten genutzt werden, ohne dass sie dabei im Schnee versinkt.
Dieses Einsatzgebiet ist den herkömmlichen Vibrationsplatten aufgrund der massiven
oder gebalasteten Ausführung der Bodenplatten und den daraus resultierenden hohen
Gewichten nicht erschlossen.
[0013] Die Schwingungserregung der Grundplatte erfolgt dabei mit Hilfe einer Erregervorrichtung.
Diese kann z.B. ein auf oder auch in der Grundplatte montierter Kreiserreger oder
Richtschwinger sein. Denkbar ist in diesem Zusammenhang auch die Erregung durch einen
einzelnen Erreger oder aber durch mehrere hydraulisch oder mechanisch synchronisierte
Erreger. Alternativ sind auch durchgehende Wellen mit einem oder mehreren Erregergewichten
als Kreiserreger oder Richtschwinger verwendbar. Auch exzentrisch gelagerte Wellen
können hier benutzt werden.
[0014] In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung werden die tragenden Bauteile miteinander
zu einem sich selbst tragenden Körper verschweißt. Durch die Verschweißung der Bodenplatte
mit der Zellenstruktur und der Oberplatte entsteht ein außerordentlich steifer Körper
mit weiter verbesserten Schwingungseigenschaften, der sich bereits während der Produktion
leicht handhaben lässt.
[0015] Diese leichte Bauweise ermöglicht auch eine zur Arbeitsrichtung orthogonal verlaufend
deutlich breitere Ausführung der Platten. So sind Grundplatten aus dünnem, hochfesten
Stahl mit Breiten von ca. 2,25 m und einer Aufstandsfläche von ca. 10000 cm
2 ausführbar, die zu einem Gesamtgewicht der Vibrationsplatte von unter 400 kg führen.
Die entsprechende Flächenpressung einer solchen Vibrationsplatte beträgt dann nur
noch 0,4 N/cm
2 statt üblicher 5 N/cm
2. Grundsätzlich vorteilhaft ist es, wenn die Flächenpressung der Vibrationsplatte
infolge ihres Eigengewichtes zwischen 0,1 N/cm
2 und 3 N/cm
2 beträgt. Unter dem Eigengewicht der Vibrationsplatte ist hier das Gesamtgewicht der
einsatzbereiten Vibrationsplatte zu verstehen. Dazu gehört unter anderem das Gewicht
der Grundplatte, das Gewicht der Erregervorrichtung inklusive dem Gewicht eventuell
vorhandener Antriebe und / oder Aufhängungsvorrichtungen der Vibrationsplatte. Dabei
ist die Flächenpressung infolge Eigengewichtes, die sich aus dem Eigengewicht ergebende
Gewichtskraft, welche die Vibrationsplatte auf die von ihr berührte ebene Bodenfläche
ausübt.
[0016] Erfindungsgemäß ist die Schwingung der Grundplatte wahlweise mit einer Frequenz zwischen
30 Hz und 60 Hz einstellbar. So kann die Frequenz von 30 Hz hin zu größeren Frequenzwerten
stufenlos, stufig oder fest in einem Schritt erfolgen. Diese Frequenzanpassung ist
insbesondere bei der Verdichtung von Haufwerken notwendig, wobei Sand bei etwa 60
Hz verdichtet wird.
[0017] In einer weiteren Ausführungsform ist die Schwingung der Grundplatte wahlweise mit
einer Amplitude von mehr als 0,1 mm und weniger als 10 mm, bevorzugt 5 mm, einstellbar.
Auch die Einstellung der Amplitude von einem Wert von 0,1 mm hin zu größeren Amplitudenwerten
kann stufenlos, stufig oder fest in einem Schritt erfolgen.
[0018] Weiterbildend wird die Grundplatte dadurch verstärkt, dass sie als weiteres tragendes
Bauteil wenigstens einen mit der Zellenstruktur verschweißten Längsträger aufweist.
Dieser erstreckt sich parallel und über einen wesentlichen Teil einer Längsseite der
Grundplatte. Unter der Längsseite der Grundplatte wird hierbei die längste Seite der
Grundplatte verstanden. Wesentlich an dieser Ausführungsform ist, dass der Längsträger
die Grundplatte in Bezug auf ihre Biege- und Torsionssteifigkeit maßgeblich verstärkt.
Zudem wird durch den Träger auch die mit ihm verschweißte Zellenstruktur besser gehalten,
was wiederum die Gesamtsteifigkeit der Grundplatte weiter zu erhöht. Besonders geeignete
Träger sind aus geschlossenen ring- oder kastenförmigen Hohlprofilen hergestellt.
[0019] Zweckmäßig ist es, wenn der Längsträger unterhalb der Erregervorrichtung angeordnet
ist. So wird die Grundplatte insbesondere in dem hochbelasteten Bereich unterhalb
der Erregervorrichtung zusätzlich versteift und zugleich die Möglichkeit geschaffen,
die Erregervorrichtung in einfacher Weise zum Beispiel mittels anschrauben, verschweißen
oder annieten an der Grundplatte zu befestigen.
[0020] Um die Gesamtsteifigkeit der Vibrationsplatte und insbesondere der Grundplatte weiter
zu erhöhen, ist der Längsträger als auf der Bodenplatte liegender Rahmen ausgebildet.
Dadurch ergibt sich eine deutlich vergrößerte räumliche Steifigkeit des Längsträgers
selber, die noch weiter dadurch erhöht werden kann, dass in den vom Rahmen eingeschlossenen
Zwischenraum die versteifende Zellenstruktur eingeschweißt wird. Zudem wird wie bereits
oben geschildert auch um den Rahmen herum die Zellenstruktur angeschweißt. Diese Ausführung
des Trägers ermöglicht die Befestigung einer relativ breiten Erregervorrichtung auf
der Vibrationsplatte.
[0021] In einer besonders bevorzugten Weiterbildung haben die einzelnen Zellen der Zellenstruktur
jeweils eine Grundfläche, deren maximale seitliche Ausdehnung 20 mm bis 200 mm, bevorzugt
56 mm bis 162 mm beträgt. Diese sehr feinzellige Zellenstruktur erlaubt es aufgrund
des engen Stützabstandes der Zellenwände insbesondere die Bodenplatte sehr dünn auszuführen
ohne dass sich ein starkes Einbeulen dieser nur 4 mm bis 8 mm dünnen Bodenplatte ergibt.
[0022] Üblicherweise weist die Zellenstruktur zumindest teilweise geschlossene Zellen mit
mehreckigen Grundflächen auf. Die Ausführung der Zellenstruktur aus teilweise geschlossenen
Zellen führt zu einer weiteren Versteifung. Die Ausführung mit verschiedenen mehreckigen
Grundflächen hat den Vorteil, dass die Zellenstruktur auch an kompliziertere Geometrien
des Grundrisses der Bodenplatte angepasst werden kann. Vorteilhaft sind drei-, vier,
fünf-, oder sechs- und mehreckigere regel- oder auch unregelmäßige Formen.
[0023] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Zellenstruktur Zellen mit zumindest
bereichsweise runden Grundflächen auf. Dadurch ist es möglich, auch abgerundete Grundflächen
der Bodenplatte mit einer Zellenstruktur zu versehen. Auch ist es vorteilhaft, dass
die Zellenstruktur aus Rohren hergestellt wird, wobei einzelne Rohrabschnitte einfach
aneinandergefügt werden. Dazu könnten z.B. auch kreiszylindrische Rohre verwendet
werden.
[0024] In einer vorteilhaften Weiterbildung weist die Zellenstruktur zumindest teilweise
unterschiedliche Zellenformen auf. Dies hat den Vorteil, dass die versteifende Wirkung
der Zellenstruktur über die Bodenplatte verteilt variiert werden kann. Dies kann zur
Anpassung der Steifigkeit an die Belastungssituation erfolgen. So würde eine Zellenstruktur
mit besonders vielen kleinen Zellen in Bereichen mit besonders großer Beanspruchung
z.B. am Rand der Bodenplatte oder im Bereich der Schwingungserregung verwendet. Auch
können mit unterschiedlichen Zellenformen kompliziertere Geometrien der Grundplatte
hergestellt werden. So kann z.B. die Zellenstruktur an einen tropfenförmigen Querschnitt
der Grundplatte angepasst werden.
[0025] Vorzugsweise weist die Zellenstruktur geschlossene Zellenseitenwände auf. Dadurch
ergibt sich eine hohe Steifigkeit und Festigkeit der Zellenstruktur in den jeweiligen
Zellenwandebenen. Zugleich ermöglicht dies ein durchgängiges Verschweißen der Zellenstruktur
mit anliegenden tragenden Bauteilen wie etwa der Bodenplatte, der Oberplatte oder
dem Längsträger. Die Schweißnähte sind länger als bei einer offenzelligen Bauweise,
bei der die Zellwände in den Wandfußbereichen Ausnehmungen aufweisen. Dies erhöht
die Festigkeit und erlaubt es dünnere Zellenwände zu verwenden. Dabei könien die Wände
des Längsträgers oder den Querschnitt abschließende Seitenbleche der Grundplatte auch
als Zellenwände dienen.
[0026] Um eine gute und gleichmäßige Lastableitung und Produzierbarkeit der Zellen zu erreichen,
sind sie derart gestaltet, dass zur Grundfläche parallele Ebenen der Zellen jeweils
die gleiche Form und Fläche wie die Grundfläche aufweisen. Konkret bedeutet dies,
dass z.B. rechteckige Zellen zwar zur Grundfläche schiefwinklig angeordnete Seitenwände
haben können, aber die sich gegenüberliegenden Zellenseitenwände zueinander parallel
verlaufen. Vorzugsweise sind die Zellen so ausgeformt, dass die Zellenseitenwände
im Wesentlichen durch Normalkräfte belastet werden. Dazu sind die Zellenseitenwände
am besten rechtwinklig zur abzustützenden Bodenplatte bzw. Oberplatte angeordnet und
verlaufen von dort aus gerade weg.
[0027] Es ist nicht immer notwendig die Oberplatte genau wie die Bodenplatte durch die Zellenstruktur
abzustützen, z.B. wenn die Zellenstruktur nur zur bereichsweisen Verstärkung der Bodenplatte
verwendet wird. Dann ist es vorteilhaft, die Zellenstruktur nicht von der Bodenplatte
bis zur Oberplatte zu führen und so eine weitere Gewichtsreduktion zu erzielen. In
einem solchen Fall ist die Zellenstruktur zweckmäßiger Weise nach oben offen.
[0028] Bevorzugt wird die Zellenstruktur bereichsweise von der Oberplatte nach oben hin
verschlossen. Diese nur bereichsweise Abdeckung erfolgt in der Regel, wenn andere
Bauteile der Vibrationsplatte die Zellenstruktur nach oben abdecken. In jedem Falle
sollte die Zellenstruktur aber durch gegebenenfalls andere Abdeckungen vor dem Eindringen
von zu verdichtendem Material geschützt werden.
[0029] Unabhängig davon führt die Oberplatte bei fester Verbindung mit der Zellenstruktur
zu einer weiteren Versteifung der Grundplatte. Auch wird die Zellenstruktur nach oben
hin abgedeckt, sodass sich so kein zu verdichtendes Material in der Zellenstruktur
ansammeln kann. Dadurch bleibt das Gewicht der Vibrationsplatte bzw. der Grundplatte
auch bei längerem Einsatz konstant. Gewichtsänderungen durch Ansammlungen des zu verdichtenden
Materials können somit nicht zu einer Veränderung der Vibrationseigenschaften der
Vibrationsplatte führen. Weiterhin erleichtert die Oberplatte die Reinigung der Vibrationsplatte.
Vorteilhaft ist auch eine abnehmbare Oberplatte.
[0030] In einer anderen Weiterbildung wird die Unterseite der Bodenplatte zumindest bereichsweise
mit einem Verschleißschutz versehen. Dies hat den Vorteil, dass die aufgrund der angestrebten
Gewichtsreduzierung sehr dünn ausgeführte Bodenplatte nicht durch Reibung mit dem
zu verdichtenden Material verschlissen oder beschädigt wird. Ein solcher Verschleißschutz
kann z.B. eine auf die Bodenplatte aufgeklebte Beschichtung aus einem geeigneten Kunststoff
oder aber auch eine auf die Bodenplatte aufgespannte Kunststoff- oder Metallplatte
sein, die leicht auszuwechseln ist. Die Befestigung des Verschleißschutzes kann z.B.
durch Schrauben, Nieten oder Klemmen an der Grundplatte erfolgen.
[0031] In einer weiteren Ausführungsform sind an der Bodenplatte außenseitig Profilleisten
angebracht. Dies führt zum einen zu einer weiteren Versteifung der Grundplatte und
zum anderen zu einer Profilierung des Untergrunds. Dabei sind unterschiedliche Profile,
wie z.B. Trapez, Dreiecks oder auch Wellenprofile verwendbar. Auch hier kann die Befestigung
z.B. durch Schrauben, Nieten, Klemmen oder Ankleben an der Bodenplatte erfolgen.
[0032] Grundsätzlich kann die Vibrationsplatte selbst angetrieben und mit einem Griff versehen
sein, damit sie von einer Person in allgemein bekannter Weise vibrierend über den
Boden geschoben oder gezogen werden kann. Man spricht dann von einer selbstfahrenden
Vibrationsplatte. In einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Vibrationsplatte
allerdings eine schwingungsisolierte Aufhängung zum Anbau an ein selbstfahrendes Trägergerät
auf, die mit einem der tragenden Bauteile der Grundplatte verbunden ist. Es handelt
sich dann um eine nichtselbstfahrende Vibrationsplatte. Am besten wird die Aufhängung
mit dem Längsträger oder über die Zellenstruktur mit der Grundplatte verbunden. Durch
die direkte Verbindung mit der Zellenstruktur ist es möglich, auf ein weiteres Befestigungselement
zu verzichten. Die Schwingungsisolierung der Aufhängung kann dabei z.B. über Gummi
oder auch FederDämpfer-Elemente erfolgen und führt dazu, dass sich die Schwingungen
der Vibrationsplatte nicht auf das selbstfahrende Trägergerät übertragen. Ein solches
selbstfahrendes Trägergerät kann z.B. ein Traktor, eine Pistenraupe, ein Straßenbaufahrzeug
oder auch ein Walzenzug zur Bodenbearbeitung sein.
[0033] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Erregervorrichtung an wenigstens
einem der tragenden Bauteile der Grundplatte befestigt. Üblicherweise und besonders
zweckmäßig wird die Erregervorrichtung wie bereits vorstehend geschildert an dem Längsträger
befestigt. Zweckmäßig sind aber auch Ausführungsformen, bei denen die Erregervorrichtung
unmittelbar an einer gegebenenfalls speziell verstärkten Zellenstruktur befestigt
ist.
[0034] Normalerweise ist ein eigener Antrieb für die Erregervorrichtung, z.B. ein Benzinmotor
auf der Vibrationsplatte vorgesehen. Bei einer besonders leichten Vibrationsplatte
wird aber auf einen auf der Vibrationsplatte angeordneten Antrieb der Erregervorrichtung
verzichtet. Stattdessen ist die Erregervorrichtung an einen Antrieb des selbstfahrenden
Trägergerätes ankuppelbar und von diesem antreibbar. Der Antrieb der Erregervorrichtung
erfolgt dann in üblicher Art und Weise durch einen hydraulischen oder auch mechanischen
Antrieb. Dazu hat die Erregervorrichtung Kupplungen z.B. für Hydraulikleitungen oder
eine Antriebswelle die mit den entsprechenden Gegenkupplungen des selbstfahrenden
Trägergerätes verbunden werden können.
[0035] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Grundplatte eine im Wesentlichen ihrer Längsseite
entsprechende Arbeitsbreite aufweist, die zumindest etwa so breit wie das selbstfahrende
Trägergerät ist. Insbesondere soll die Arbeitsbreite breiter als die Fahrspur des
Trägergerätes sein. So glättet die Vibrationsplatte die vom Trägergerät hinterlassenen
Spuren, wenn die Vibrationsplatte hinter dem selbstfahrenden Trägergerät hergezogen
wird. Dazu ist die Vibrationsplatte mit ihrer Längsseite rechtwinklig zur Fahrtrichtung
ausgerichtet. Entlang der Arbeitsbreite wirkt die Vibrationsplatte verdichtend auf
das unter ihr liegende Material ein. Auf Grund der besonders breiten Ausführungsform
ergibt sich eine besonders effektive Arbeitsweise der Vibrationsplatte.
[0036] Besonders gut geeignet zur Haufwerksverdichtung ist eine Vibrationsplatte, deren
Grundplatte einen Querschnitt hat, bei dem der in Arbeitsrichtung vorne liegende Bereich
der Bodenplatte zusammen mit einem vorne liegendenden Bereich der Oberplatte nach
oben gebogen ist. Die in Arbeitsrichtung vorne liegende Aufbiegung der Bodenplatte
verhindert ein Eingraben der Platte in das zu verdichtende Material. Dadurch dass
die Oberplatte ebenfalls aufgebogen ist, kann zwischen den beiden Platten eine Zellenstruktur
angeordnet werden. Diese verleiht den beiden sehr dünnen nach oben gebogenen Bleche
eine gute räumliche Stabilität.
[0037] Damit gegebenenfalls auf die Vibrationsplatte gelangende Teile des zu verdichtenden
Materials sich dort nicht ansammeln, hat die Grundplatte (2) vorzugsweise einen Querschnitt,
bei dem der in Arbeitsrichtung hinten liegende Bereich der Oberplatte nach unten hin
zur Bodenplatte abfallend geneigt ist. So rutschen z.B. Schnee- oder Sandreste einfach
nach hinten von der Oberfläche der Grundplatte ab.
[0038] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
weiter erläutert. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- den Schnitt A-A durch eine mit einer Zellenstruktur verstärkten Vibrationsplatte;
- Fig. 2
- die Draufsicht auf einen Teil der in Fig. 1 dargestellten Vibrationsplatte mit Darstellung
der innenliegenden Zellenstruktur;
- Fig. 3
- die ausschnittsweise Darstellung des Schnittes B-B der in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten
Vibrationsplatte;
- Fig. 4
- eine Zellenstruktur mit rechteckiger Grundfläche; und
- Fig. 5
- eine Zellenstruktur mit dreieckiger Grundfläche.
[0039] Im einzelnen zeigt Fig. 1 den Schnitt A-A durch eine Vibrationsplatte 1 zur Verdichtung
und Glättung von Skipisten. Diese beinhaltet eine Grundplatte 2, die mit einer Zellenstruktur
5 versteift ist, eine Erregervorrichtung 9 zur Erzeugung von Vibrationen und einen
Geräteträger 10, welcher an einem selbstfahrenden Trägergerät befestigt ist.
[0040] Die Grundplatte 2 beinhaltet in der hier dargestellten Ausführungsform als tragende
Bauteile eine Bodenplatte 3, eine Oberplatte 4, eine dazwischenliegende Zellenstruktur
5 und einen Längsträger 8, die alle aus Stahl sind. Die Erregervorrichtung 9 ist auf
dem rahmenförmigen Längsträger 8 befestigt, der wiederum auf der Bodenplatte 3 aufgeschweißt
ist. Der Längsträger 8 verläuft dabei über die gesamte Längsseite der Grundplatte
2.
[0041] Die Zellenstruktur 5 besteht in dieser Ausführungsform aus zueinander rechtwinklig
angeordneten durchgehenden und senkrecht verlaufenden Zellenlängswänden 6 und Zellenquerwänden
7, die hier fest mit der Grundplatte 2 und der Oberplatte 4 verschweißt sind. Die
Zellenwände haben dabei einen Wandabstand von 50 mm bis 150 mm und weisen keinerlei
Öffnungen auf. Es handelt sich also um eine geschlossenzellige Zellenstruktur mit
hohlen Zellen, die im mittleren Bereich der Grundplatte quaderförmig sind. Im vom
rahmenförmigen Längsträger 8 eingeschlossenen Bereich und entlag der Seitenbleche
14 sind die Zellenwände 6, 7 enger angeordnet, da dieser Bereich durch die Erregerwellenvorrichtung
besonders stark belastet wird. Gleichzeitig stabilisiert die am Träger 8 angeschweißte
Zellenstruktur 5 den Träger 8, und bildet so zusammen mit den ebenfalls angeschweißten
Boden- und Oberplatten einen leichten, sich selbst tragenden Körper mit hoher Torsions-
und Biegesteifigkeit.
[0042] In dieser Ausführungsform ist die Grundplatte 2 an der in Arbeitungsrichtung vorne
liegenden Seite nach oben aufgebogen, um Schnee, der sich vor der Vibrationsplatte
ansammelt, unter die Vibrationsplatte zu drücken und gut über Bodenwellen hinwegzugleiten.
Um die 4 mm starke Oberplatte und ebenso starke Bodenplatte abzustützen, sind beide
Platten nach oben aufgebogen und der dazwischenliegende Innenraum ist mit der Zellenstruktur
5 aus 3 mm starken Stahlblechen verstärkt. Die Bodenplatte 3 und die Oberplatte 4
laufen dabei spitz aufeinander zu, wobei eine Umfalzung 15 der Bodenplatte 3 die Spitze
der Grundplatte 2 und zugleich eine Auflagerung für die Oberplatte 4 bildet. Im hinteren
Bereich der Grundplatte fällt die Oberplatte 4 zur Bodenplatte 3 ab, wobei eine sehr
enge Umfalzung 16 der Bodenplatte 3 eine hintere Auflagerung für die Oberplatte 4
bildet.
[0043] Die Bodenplatte 3 ist an ihrer Unterseite mit einem Verschleißschutz 12 aus abriebfestem
Kunststoff versehen. Dieser ist an die Bodenplatte 3 angeschraubt und verhindert eine
Beschädigung der Bodenplatte 3 z.B. durch spitze Steine, die aus dem Schnee herausragen.
Am hinteren Ende der Bodenplatte 3 befindet sich unterhalb der Bodenplatte 3 eine
quer zur Fahrtrichtung über die gesamte Breite montierte Profilleiste 13. Diese ist
ebenfalls austauschbar angebracht und dient einer weiteren Versteifung des Endabschnittes
des Grundplatte 2 wie auch der Profilierung des verdichteten Schnees und der Stabilisierung
der Lage der Vibrationsplatte beim Gleiten über den Schnee.
[0044] Die Vibrationsplatte 1 ist an ein vorher- und selbstfahrendes Trägergerät, wie in
diesem Fall eine Pistenraupe angehängt und wird von dieser über den Schnee gezogen.
Zur Aufhängung dient der Geräteträger 10 der Pistenraupe. Diese wird ohne dabei Modifikationen
am Trägergerät vorzunehmen an der schwingungsisolierten Aufhängung 11 der Vibrationsplatte
1 angebracht. Die Vibrationsplatte 1 hat keinen eigenen Antrieb der Erregervorrichtung
9. Stattdessen hat die Erregervorrichtung 9 eine mit einer Kupplung 17 versehenen
Welle 18, mit der die Erregervorrichtung an einen Antrieb der Pistenraupe angekuppelt
werden und dann von diesem angetrieben werden kann. Ein Hydraulikschlauch 19 mit Kupplung
20 dient zur Verbindung der Erregervorrichtung 9 mit dem Hydrauliksystem der Pistenraupe.
[0045] Aus der in Fig. 2 dargestellten Draufsicht auf einen Teil der in Fig. 1 dargestellten
Vibrationsplatte ist die Variation der Zellenstruktur 5 in Größe, Form und Querschnittsabmessungen
zu erkennen. So sind im Bereich unterhalb der Erregervorrichtung 9 die Zellenlängswände
6 und auch die Zellenquerwände dichter zueinander angeordnet. Der Rand der Grundplatte
2 ist ebenfalls mit dichter angeordneten Zellenquerwänden 7 versehen. Die restlichen
Bereiche der Zellenstruktur 5 weisen Zellen auf, die aus dünneren Zellenlängswänden
6 gebildet werden und bei denen die Trägerwände 8 beziehungsweise die vorne und hinten
aufgebogene Bodenplatte 3 die Zellenquerwände 7 bilden.
[0046] Die Zellenstruktur 5 wird dabei an den Seitenrändern der Vibrationsplatte 1 von Seitenwänden
14 begrenzt, wie im in Fig. 3 gezeigten Schnitt B-B zu sehen ist. Die Profilleiste
13 ist in dieser Ausführungsform ein Trapezprofil zur Herstellung einer geriffelten
Pistenoberfläche. Die schwingungsisolierten Aufhängungselemente 11 sind in diesem
Ausführungsbeispiel zwischen der mehrteiligen Erregervorrichtungen 9 angeordnet und
direkt mit der Zellenstruktur 5 verbunden.
[0047] In den Figuren 4 und 5 sind zwei Ausschnitte aus zwei unterschiedlichen Zellenstrukturen
5 dargestellt, wobei die in Fig. 4 dargestellte Zelle eine rechteckige und rechtwinklige
Grundfläche hat und die in Fig. 5 eine dreieckige. Die maximale seitliche Ausdehnung
22 der von den Zellenwänden 6 und 7 umschlossenen Grundfläche 23 entspricht in Fig.
4 dem Außenseitenabstand der am weitesten von einander beabstandeten und sich gegenüberliegenden
Zellenseitenwänden 6. In Fig. 5 ist die maximale seitliche Ausdehnung 22 der Grundfläche
23 die Außenseitenlänge 22 der hier diagonal verlaufenden dritten und längsten Zellenwände
21. Am Beispiel der in Fig. 4 gezeigten Zelle heißt das konkret bei einer Zellenwandstärke
von 3 mm und einem lichten Wandabstand der beiden sich gegenüberliegenden Zellenseitenwänden
6 von 50 mm, dass die maximale seitliche Ausdehnung 22 der Zelle einen Wert von 56
mm aufweist. Bei einer hier nicht dargestellten rohrförmigen Zelle mit einer kreisförmigen
Grundfläche entspricht die maximale seitliche Ausdehnung also dem Innendurchmesser
zuzüglich der zweifachen Wandstärke der Zellenwand.
1. Grundplatte (2) für eine vibrationsplatte (1) mit einer Erregervorrichtung (9), wobei
die Grundplatte von der Erregervorrichtung (9) in Schwingung versetzbar ist und als
tragende Bauteile wenigstens eine Bodenplatte (3), eine Oberplatte (4) und eine zwischen
der Bodenplatte (3) und der Oberplatte (4) angeordnete, die Grundplatte (2) versteifende
Zellenstruktur (5) aufweist,
dadurch gekennzeichnet
dass durch die tragenden Bauteile die Grundplatte (2) eine Steifigkeit aufweist, bei der
die niedrigste Eigenfrequenz der Grundplatte (2) mindestens das 2 bis 5-fache, bevorzugt
mindestens das 3 bis 4-fache, der Frequenz ihrer Schwingung beträgt, wobei die Schwingung
der Grundplatte (2) wahlweise mit einer Frequenz zwischen 30 Hz und 60 Hz einstellbar
ist.
2. Vibrationsplatte (1) mit einer von einer Erregervorrichtung (9) in Schwingung versetzbaren
Grundplatte (2) nach Anspruch 1.
3. Vibrationsplatte nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die tragenden Bauteile (3, 4, 5) miteinander zu einem sich selbst tragenden Körper
verschweißt sind.
4. Vibrationsplatte nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vibrationsplatte (1) eine Flächenpressung infolge ihres Eigengewichtes zwischen
0,1 N/cm2 und 3 N/cm2 aufweist.
5. Vibrationsplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schwingung der Grundplatte (2) wahlweise mit einer Amplitude von mehr als 0,1
mm und weniger als 10 mm, bevorzugt 5 mm, einstellbar ist.
6. Vibrationsplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Grundplatte (2) als weiteres tragendes Bauteil wenigstens einen mit der Zellenstruktur
(5) verschweißten Längsträger (8) aufweist, der sich parallel und über einen wesentlichen
Teil einer Längsseite der Grundplatte (2) erstreckt.
7. Vibrationsplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Längsträger (8) unterhalb der Erregervorrichtung (9) angeordnet ist.
8. Vibrationsplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Längsträger (8) als auf der Bodenplatte (3) liegender Rahmen ausgebildet ist.
9. Vibrationsplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die einzelnen Zellen der Zellenstruktur (5) jeweils eine Grundfläche (23) haben,
deren maximale seitliche Ausdehnung (22) 20 mm bis 200 mm, bevorzugt 56 mm bis 162
mm beträgt.
10. Vibrationsplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zellenstruktur (5) Zellen mit zumindest bereichsweise runden Grundflächen (23)
aufweist.
11. Vibrationsplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zellenstruktur (5) zumindest teilweise unterschiedliche Zellenformen aufweist.
12. Vibrationsplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zellenstruktur (5) geschlossene Zellenseitenwände (6, 7, 21) aufweist.
13. Vibrationsplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Grundfläche (23) parallele Ebenen der Zellen jeweils die gleiche Form und Fläche
wie die Grundfläche (23) aufweisen.
14. Vibrationsplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zellenstruktur (5) nach oben offen ist.
15. Vibrationsplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zellenstruktur (5) bereichsweise von der Oberplatte (4) nach oben hin verschlossen
ist.
16. Vibrationsplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Bodenplatte (3) außenseitig eine Profilleiste (13) angebracht ist.
17. Vibrationsplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vibrationsplatte eine schwingungsisolierte Aufhängung (11) zum Anbau an ein selbstfahrendes
Trägergerät aufweist, die mit einem der tragenden Bauteile der Grundplatte (2) verbunden
ist.
18. Vibrationsplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Erregervorrichtung (9) an wenigstens einem der tragenden Bauteile (3, 4, 5, 8)
der Grundplatte (2) befestigt ist.
19. Vibrationsplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Erregervorrichtung (9) an einem Antrieb des selbstfahrenden Trägergerätes ankuppelbar
sowie von diesem antreibbar ist.
20. Vibrationsplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Grundplatte (2) eine im Wesentlichen ihrer Längsseite entsprechende Arbeitsbreite
aufweist, die zumindest etwa so breit wie das selbstfahrende Trägergerät, insbesondere
breiter als die Fahrspur des Trägergerätes, ist.
21. Vibrationsplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Grundplatte (2) einen Querschnitt hat, bei dem der in Arbeitsrichtung vorne liegende
Bereich der Bodenplatte (3) zusammen mit einem vorne liegendenden Bereich der Oberplatte
(4) nach oben gebogen ist.
22. Vibrationsplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Grundplatte (2) einen Querschnitt hat, bei dem der in Arbeitsrichtung hinten
liegende Bereich der Oberplatte (4) nach unten hin zur Bodenplatte (3) abfallend geneigt
ist.
1. A baseplate (2) for a vibrating plate (1), with a driver device (9), in which the
baseplate can be set in vibration by the driver device (9), and which comprises, as
supporting components, at least one bottom plate (3), an upper plate (4) and a cell
structure (5), arranged between the bottom plate (3) and the upper plate (4), which
reinforces the baseplate (2),
characterized in that
through the supporting components the baseplate (2) has a rigidness such that the
lowest eigenfrequency of the baseplate (2) is at least 2 to 5 times, preferably at
least 3 to 4 times the frequency of its oscillation, whereby the oscillation of the
baseplate (2) can be set at a frequency of between 30 Hz and 60 Hz according to preference.
2. Vibrating plate (1) with a baseplate (2) according to claim 1, which baseplate can
be set in vibration by the driver device (9).
3. Vibrating plate according to claim 2, characterized in that the supporting components (3, 4, 5) are welded with one another to a selfsupporting
body.
4. Vibrating plate according to claim 2 or 3, characterized in that the vibrating plate (1) has a surface pressure due to its own weight between 0.1
N/cm2 and 3 N/cm2.
5. Vibrating plate according to one of the preceding claims, characterized in that the vibration of the baseplate (2) can be set optionally to an amplitude of greater
than 0.1 mm and less than 10 mm, preferably 5 mm.
6. Vibrating plate according to one of the preceding claims, characterized in that the base plate (2) comprises, as another supporting component, at least one longitudinal
girder (8), welded with the cell structure (5), which longitudinal girder extends
parallel to and over a substantial part of a longitudinal side of the baseplate (2).
7. Vibrating plate according to one of the preceding claims, characterized in that the longitudinal girder (8) is arranged below the driver device (9).
8. Vibrating plate according to one of the preceding claims, characterized in that the longitudinal girder (8) is built as a frame lying on the bottom plate (3).
9. Vibrating plate according to one of the preceding claims, characterized in that the individual cells of the cell structure (5) have each a base area (23), whose
maximum lateral extension (22) lies between 20 mm to 200 mm, preferably between 56
mm and 162 mm.
10. Vibrating plate according to one of the preceding claims, characterized in that the cell structure (5) comprises cells with, at least areawise, round base areas
(23).
11. Vibrating plate according to one of the preceding claims, characterized in that the cell structure (5) has, at least in part, different cell forms.
12. Vibrating plate according to one of the preceding claims, characterized in that the cell structure (5) has closed cell sidewalls (6, 7, 21).
13. Vibrating plate according to one of the preceding claims, characterized in that the planes of the cells parallel to the base area (23) each exhibit the same form
and area as the base area (23).
14. Vibrating plate according to one of the preceding claims, characterized in that the cell structure (5) is open at the top.
15. Vibrating plate according to one of the preceding claims, characterized in that the cell structure (5) is closed at the top in some areas by the upper plate (4).
16. Vibrating plate according to one of the preceding claims, characterized in that a profile strip (13) is attached at the outside of the bottom plate (3).
17. Vibrating plate according to one of the preceding claims, characterized in that the vibrating plate has an oscillation-proof suspension (11) for mounting on an automotive
support device, the suspension being connected with one of the supporting components
of the baseplate (2).
18. Vibrating plate according to one of the preceding claims, characterized in that the driver device (9) is attached at least to one of the supporting components (3,
4, 5, 8) of the baseplate (2).
19. Vibrating plate according to one of the preceding claims, characterized in that the driver device (9) can be coupled to a drive of the automotive support device
and can be driven by it.
20. Vibrating plate according to one of the preceding claims, characterized in that the baseplate (2) has a longitudinal side that essentially corresponds to the working
width, which is at least about so wide as the automotive support device, in particular
wider than the lane of the support device.
21. Vibrating plate according to one of the preceding claims, characterized in that the baseplate (2) has a cross section, for which the front part of the bottom plate
(3) in the working direction, together with the front part of the upper plate (4)
are bent upwards.
22. Vibrating plate according to one of the preceding claims, characterized in that the baseplate (2) has a cross section, such that the rear part of the upper plate
(4) in the working direction, has a declining slope downward towards the bottom plate
(3).
1. Plaque de base (2) pour une plaque vibrante (1) avec un dispositif d'excitation (9),
la plaque de base étant apte à être mise en oscillation par le dispositif d'excitation
(9) et comportant comme pièces porteuses au moins une plaque de fond (3), une plaque
supérieure (4) et, interposée entre la plaque de fond (3) et la plaque supérieure
(4), une structure alvéolaire (5) de raidissement de la plaque de base (2),
caractérisée en ce
que les pièces porteuses confèrent à la plaque de base (2) une raideur à laquelle la
fréquence naturelle la plus basse de la plaque de base (2) est au moins 2 à 5 fois,
de préférence au moins 3 à 4 fois, supérieure à la fréquence de son oscillation, l'oscillation
de la plaque de base (2) étant, au choix, réglable à une fréquence comprise entre
30 Hz et 60 Hz.
2. Plaque vibrante (1) avec une plaque de base (2) apte à être mise en oscillation par
un dispositif d'excitation (9) selon la revendication 1.
3. Plaque vibrante selon la revendication 2,
caractérisée en ce
que les pièces porteuses (3, 4, 5) sont soudées ensemble de manière à former un corps
autoportant.
4. Plaque vibrante selon la revendication 2 ou 3,
caractérisée en ce
que la plaque vibrante (1) comporte, du fait de son propre poids, une pression spécifique
de surface comprise entre 0,1 N/cm2 et 3 N/cm2.
5. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que l'oscillation de la plaque de base (2) est réglable au choix à une amplitude supérieure
à 0,1 mm et inférieure à 10 mm, de préférence égale à 5 mm.
6. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que la plaque de base (2) comporte comme pièce porteuse supplémentaire au moins une longrine
(8) soudée à la structure alvéolaire (5) et s'étendant parallèlement à un long côté
de la plaque de base (2) sur une partie substantielle de celle-ci.
7. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que la longrine (8) est disposée en dessous du dispositif d'excitation (9).
8. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que la longrine (8) est conformée en forme de cadre reposant sur la plaque de fond (3).
9. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que les différentes alvéoles de la structure alvéolaire (5) ont chacune une surface de
base (23) d'une dimension latérale maximale (22) comprise entre 20 mm et 200 mm, de
préférence entre 56 mm et 162 mm.
10. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que la structure alvéolaire (5) comporte des alvéoles avec du moins en partie des surfaces
de base (23) rondes.
11. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que la structure alvéolaire (5) comporte du moins en partie différentes formes d'alvéoles.
12. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que la structure alvéolaire (5) comporte des alvéoles aux parois latérales (6, 7, 21)
continues.
13. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que les plans des alvéoles parallèles à la surface de base (23) comportent chacun la
même forme et la même aire que la surface de base (23).
14. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que la structure alvéolaire (5) est ouverte vers le haut.
15. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que la structure alvéolaire (5) est localement fermée vers le haut par la plaque supérieure
(4).
16. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
qu'une baguette profilée (13) est montée sur la face extérieure de la plaque de fond
(3).
17. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que la plaque vibrante comporte une suspension (11) isolée contre les oscillations, destinée
à être montée sur un appareil porteur automoteur et reliée à l'une des pièces porteuses
de la plaque de base (2).
18. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que le dispositif d'excitation (9) est fixé à au moins une des pièces porteuses (3, 4,
5, 8) de la plaque de base (2).
19. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que le dispositif d'excitation (9) est apte à être couplé à un entraînement de l'appareil
porteur automoteur et à être entraîné par celui-ci.
20. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que la plaque de base (2) comporte une largeur de travail qui correspond sensiblement
à son long côté et qui est au moins à peu près aussi large que l'appareil porteur
automoteur, notamment plus large que la voie sur laquelle circule cet appareil.
21. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que la plaque de base (2) a une section où la partie, antérieure depuis un point de vue
suivant la direction de travail, de la plaque de fond (3) est recourbée vers le haut
en même temps qu'une partie antérieure de la plaque supérieure (4).
22. Plaque vibrante selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que la plaque de base (2) a une section où la partie, postérieure depuis un point de
vue suivant la direction de travail, de la plaque supérieure (4) est inclinée vers
le bas en rapprochement de la plaque de fond (3).

