[0001] Die Erfindung betrifft einen Falzschwertantrieb für eine Falzmaschine nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Aus der DE 102 05 550 C1 ist ein gattungsgemäßer Falzmesserantrieb bekannt, wie er
in Fig. 1 gezeigt ist. Der Falzmesserantrieb umfasst einen Umlenkrollen 7 umlaufenden
Antriebsriemen 6, an dem ein Falzschwert 1 angrenzend an seine Enden befestigt ist.
Das Falzschwert 1 ist für eine vertikale Hubbewegung linear geführt. Der Antriebsriemen
6 wird von einem Linearmotor 3 angetrieben, der einen in einem Linearmotorstator 4
laufenden Linearmotorläufer 5 aufweist, der mit dem Antriebsriemen 6 verbunden ist.
Eine Bewegung des Linearmotorläufers 5 wird auf die beiden Enden des Falzschwerts
1 so übertragen, dass eine gleichmäßige Bewegung des Falzschwertes 1 stattfindet.
[0003] Zur Anpassung an eine Bogenstärke kann es erforderlich sein, ein Falzmesser in der
Höhe einzustellen. Eine solche Verstellmöglichkeit ist bei dem aus der DE 102 05 550
C1 bekannten Falzschwertantrieb nicht vorgesehen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit konstruktiv einfachen Mitteln eine
Höhenverstellung für den gattungsgemäßen Falzschwertantrieb zu schaffen.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Falzschwertantrieb mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Falzschwertantriebes
sind Gegenstand der Patentansprüche 2 bis 6.
[0006] Bei dem erfindungsgemäßen Falzschwertantrieb kann durch die Einstellung der Befestigungsstellen
des Antriebsriemens bezüglich des Hubelements auf einfache Weise die Falzschwerthöhe
eingestellt werden.
[0007] Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird der Linearantrieb von einem Kolbenantrieb,
beispielsweise einem pneumatischen Antrieb, gebildet, der einen in einem Zylinder
laufenden Kolben aufweist, der in einem zwischenliegenden Bereich einer das Hubelement
bildenden Kolbenstange angebracht ist. Das Antriebselement ist mit beiden Enden an
einem Befestigungselement befestigt, dessen Lage bezüglich der Kolbenstange in deren
Längsrichtung einstellbar ist.
[0008] In einem Ende der Kolbenstange ist bevorzugt eine in Längsrichtung der Kolbenstange
verlaufende Gewindebohrung ausgebildet, in die ein gegen eine Verdrehung gesicherter
Gewindebolzen mit einem Ende eingreift, wobei an beiden Enden des Gewindebolzens jeweils
ein Ende des Antriebselements befestigt ist.
[0009] Bevorzugt ist eine mit einem Antrieb in Verbindung stehende Drehverstelleinrichtung
zur Verstellung der Drehlage der Kolbenstange vorgesehen. Der Antrieb kann von einer
zentralen Steuerung in Gang gesetzt werden.
[0010] Über die Höhenverstellung hinaus kann eine Schrägverstellung des Falzschwertes dadurch
erreicht werden, dass das Falzschwert an einer Stelle an dem Antriebselement schwenkbar
gelagert ist und die Lage einer anderen Stelle, an der Falzschwert an dem Antriebselement
befestigt ist, bezüglich des Antriebselementes einstellbar ist.
[0011] Zur Einstellung ihrer Lage ist die andere Stelle des Falzschwertes bevorzugt an einem
Exzenter angelenkt, der um eine bezüglich des Antriebselements feste Schwenkachse
schwenkbar ist.
[0012] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand von Zeichnungen näher
erläutert.
Es zeigen:
[0013]
- Fig. 1
- einen bekannten Falzschwertantrieb;
- Fig. 2
- einen Falzschwertantrieb mit einer Verstelleinrichtung zur Einstellung der Höhe des
Falzschwertes;
- Fig. 3
- eine Einstelleinrichtung zur Winkelverstellung des Falzschwertes.
- Fig. 4
- den Schnitt IV-IV von Fig. 3 in vergrößertem Maßstab.
[0014] Der in Fig. 2 gezeigte Falzschwertantrieb 10 weist wie der in Fig. 1 gezeigte bekannte
Falzschwertantrieb ein in vertikaler Richtung geführtes Falzschwert 12 auf, das an
seinen Längsenden an einem Antriebsriemen 14 befestigt ist, der mehrere Umlenkrollen
16 so umläuft, dass das Falzschwert 12 bei einer Bewegung des Antriebsriemens 14 eine
gleichmäßige Hubbewegung durchführt.
[0015] Für den Antrieb des Antriebsriemens 14 ist ein Linearantrieb vorgesehen, der von
einer pneumatischen Kolbeneinrichtung 18 gebildet wird. Die pneumatische Kolbeneinrichtung
18 umfasst einen zweiteiligen gestellfesten Zylinder 20, in dem ein Kolben 22 im wesentlichen
parallel zur Längsrichtung des Falzschwertes 12 geführt ist. Der Kolben 22 ist in
einem zwischenliegenden Bereich einer durch den Zylinder 20 hindurchgehenden Kolbenstange
24 befestigt. Zwischen dem Kolben 24 und dem in Fig. 2 rechten Kolbenboden 25 ist
eine die Kolbenstange 24 umgebende Kolbenfeder 26 angeordnet, die sich mit einem Ende
gegen den Kolben 22 und mit ihrem anderen Ende gegen den Kolbenboden 25 abstützt und
eine nach links gerichtete Kraft auf den Kolben 22 ausübt.
[0016] Durch die Kolbenstange 24 geht koaxial eine Gewindebohrung 34 hindurch, in deren
in Fig. 2 linkes Ende ein Gewindebolzen 32 eingreift. An dem sich in der Gewindebohrung
34 angeordneten Ende 35 des Gewindebolzens 32 ist ein durch die Gewindebohrung 34
eingeführtes Ende des Antriebselements 14 befestigt. Das andere Ende des Antriebselements
14 ist an dem aus der Gewindebohrung 34 vorstehenden Ende 30 des Gewindebolzens 32
befestigt. In eine in der Oberseite des Gewindebolzens 32 vorgesehene Längsaussparung
(nicht gezeigt) greift eine Leiste 36 ein, die an einer gestellfesten Seitenplatte
38 befestigt ist. Die Leiste 36 verhindert eine Verdrehung des Gewindebolzens 32 um
seine Längsachse. Eine Bewegung des Gewindebolzens 32 in seine Längsrichtung ist jedoch
möglich.
[0017] Es ist jedoch auch möglich anstatt nur einen Gewindebolzens 32 zwei Gewindebolzen
zu verwenden, die jeweils in eine Gewindebohrung in den gegenüberliegenden Stirnseiten
der Kolbenstange 24 geschraubt und gegen Verdrehung gesichert sind. Das Antriebselement
14 ist dann jeweils mit einem Ende an einem Gewindebolzen befestigt.
[0018] Auf dem sich nach links aus dem Zylinder 20 herauserstreckenden Abschnitt der Kolbenstange
24 ist eine Rändelmutter 40 so befestigt, dass bei einer Drehung der Rändelmutter
40 die Kolbenstange 24 um ihre Längsachse gedreht werden kann. Da sich der Gewindebolzen
32 nicht um seine Längsachse drehen kann und mit der Kolbenstange 24 in Gewindeeingriff
steht, wird der Gewindebolzen 32 bei einer Drehung der Rändelmutter 40 in Richtung
der Kolbenstange 24 oder von dieser weg bewegt. Hierdurch ist eine Einstellung der
Befestigung der Enden des Antriebsriemens 14 in Längsrichtung der Kolbenstange 24
und somit eine Verstellung der Höhe des Falzschwertes 12 möglich.
[0019] Anstatt eines pneumatischen Kolbenantriebs 18 kann der Linearantrieb auch von einem
Solenoidantrieb oder Linearmotor mit einem Translator gebildet werden.
[0020] In den Fig. 3 und 4 ist eine Möglichkeit gezeigt, die Neigung des Falzschwertes 12
bezüglich eines Bogens einzustellen. Hierzu ist an dem in Fig. 3 linken Enden des
Falzschwertes 12 ein sich nach oben erstreckender plattenförmiger Vorsprung 42 vorgesehen,
der zwischen zwei Klemmplatten 44, 46 geklemmt ist. Durch die Klemmplatten 44, 46
und den Vorsprung 42 geht eine Achse 48 hindurch. Hierdurch wird eine Schwenklagerung
des Falzschwertes 12 um die Achse 48 gebildet.
[0021] Das andere Ende des Falzschwertes 12 ist an einem Exzenter 50 angelenkt, der um eine
außermittige Achse 52 dreht, die durch eine Klemmplatten 54 hindurchgeht. Durch Drehen
des Exzenters 50 um die Achse 52 wird das Falzschwert um die Drehachse 48 der in Fig.
3 linken Schwertaufhängung verkippt. Die Klemmplatten 54 sowie das darauf geklemmte
Antriebselement bleiben während der Drehung des Exzenters 50 ortsfest.
[0022] Hierzu ist in der Seitenfläche der Klemmplatte 54 eine Gewindebohrung 56 ausgebildet,
in die ein Zapfengewinde 58 eines Schwenkzapfens 60 eingreift, der einen Abschnitt
62 mit größerem Durchmesser aufweist, der an der Außenfläche der Klemmplatte 54 anliegt.
Auf dem Abschnitt 62 ist der Exzenter 50 drehbar gelagert, der auf der der Klemmplatte
54 zugewandten Seite einen Exzenterabschnitt 64 und auf der der Klemmplatte 54 abgewandten
Seite einen koaxialen Abschnitt 66 aufweist. Zwischen dem Exzenterabschnitt 64 und
dem Kopfabschnitt 66 ist ein sich nach außen erstreckender koaxialer Ringflansch 68
ausgebildet. Der Exzenterabschnitt 64 ist in einem Langloch 70 angeordnet, das in
dem Falzschwert 12 ausgebildet ist. Durch Drehung des Exzenters 50 wird der Exzenterabschnitt
64 gedreht, wodurch die Höhe des Falzschwertes 12 eingestellt wird. Durch das Langloch
70 wird erreicht, dass sich das Falzschwert 12 in seiner Längsrichtung möglichst wenig
bewegt. An dem äußeren Ende des Schwenkzapfens 60 ist ein Zapfenkopf 72 ausgebildet,
der an der Außenseite des Kopfabschnitts 66 anliegt. Durch Drehung des Schwenkzapfens
60 in eine Richtung übt der Zapfenkopf 72 eine Klemmkraft auf den Exenter 50 aus,
wodurch dieser in seiner Lage fixiert wird.
1. Falzschwertantrieb für eine Falzmaschine, mit einem linear geführten Falzschwert (12),
das an wenigstens zwei Stellen an einem Umlenkelemente (16) umlaufenden Antriebselement
(14) befestigt ist, dessen beide Enden an einem linear hin- und herbewegbaren Hubelement
(24) eines Linearantriebs (18) befestigt sind, wobei das Antriebselement (14) die
Umlenkelemente (16) so umläuft, das bei einer Bewegung des Linearantriebs (18) eine
lineare Hubbewegung des Falzschwertes (12) erfolgt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsstellen der beiden Enden (28, 30) des Antriebselements (14) an dem
Hubelement in dessen Hubrichtung durch eine Verstelleinrichtung (24, 32, 40) einstellbar
sind.
2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Linearantrieb von einem Kolbenantrieb (18) gebildet ist, der einen in einem Zylinder
(20) laufenden Kolben (22) aufweist, der in einem zwischenliegenden Bereich einer
das Hubelement bildenden Kolbenstange (24) angebracht ist, wobei das Antriebselement
(14) mit beiden Enden an einem Befestigungselement (32) befestigt ist, dessen Lage
bezüglich der Kolbenstange (24) in deren Längsrichtung einstellbar ist.
3. Antrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Ende der Kolbenstange (24) eine in Längsrichtung der Kolbenstange (24) verlaufende
Gewindebohrung (34) ausgebildet ist, in die ein gegen eine Verdrehung gesicherter
Gewindebolzen (32) mit einem Ende (28) eingreift, wobei an beiden Enden (28, 30) des
Gewindebolzens (32) jeweils ein Ende des Antriebselements (14) befestigt ist.
4. Antrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Drehverstelleinrichtung (40) zur Verstellung der Drehlage der Kolbenstange (24)
vorgesehen ist.
5. Antrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Falzschwert (12) an einer Stelle an dem Antriebselement (14) schwenkbar gelagert
ist, und die Lage einer anderen Stelle an der das Falzschwert (12) an dem Antriebselement
(14) befestigt ist bezüglich des Antriebselementes (14) einstellbar ist.
6. Antrieb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die andere Stelle des Falzschwertes (12) an einem Exzenter (50) angelenkt ist, der
um eine bezüglich des Antriebselements (14) feste Schwenkachse (52) verschwenkbar
ist.