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(11) |
EP 1 571 880 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.07.2010 Patentblatt 2010/29 |
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Anmeldetag: 18.02.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Hörgerät mit mehreren Mikrofonen
Hearing aid with a plurality of microphones
Prothèse auditive avec plusieurs microphones
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE DK FR GB LI |
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Priorität: |
05.03.2004 DE 102004010863
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.09.2005 Patentblatt 2005/36 |
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Patentinhaber: Siemens Audiologische Technik GmbH |
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91058 Erlangen (DE) |
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Erfinder: |
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- Rass, Uwe
90480, Nürnberg (DE)
- Weistenhöfer, Christian
91088, Bubenreuth (DE)
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Vertreter: Maier, Daniel Oliver et al |
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Siemens AG
Postfach 22 16 34 80506 München 80506 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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- THOMAS A. POWERS AND VOLKMAR HAMACHER: "Three-microphone instrument is designed to
extend benefits of directionality" THE HEARING JOURNAL, Bd. 55, Oktober 2002 (2002-10),
Seiten 38-45, XP002532166
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Hörgerät mit einem ersten Mikrofon zum Liefern
eines ersten Mikrofonsignals, einem zweiten Mikrofon zum Liefern eines zweiten Mikrofonsignals
und einer Signalverarbeitungseinrichtung zum Erzeugen eines Hörgeräteausgangssignals
aus dem ersten und dem zweiten Mikrofonsignal.
[0002] Das Eigenrauschen der Mikrofone in Hörgeräten beschränkt den Dynamikbereich, insbesondere
wenn differentielle Richtmikrofonalgorithmen eingesetzt werden. Diese haben zur Folge,
dass bei tiefen Frequenzen das Rauschen der Mikrofone deutlich angehoben wird. Je
höher die Ordnung des Richtmikrofons gewählt wird, desto gravierender wird dieser
Effekt, denn bekanntermaßen fällt die Übertragungsfunktion eines Richtmikrofon zweiter
Ordnung mit drei Mikrofonen zu niedrigen Frequenzen hin rascher ab als die Übertragungsfunktion
eines Richtmikrofons erster Ordnung mit zwei Mikrofonen. Folglich müssen die tiefen
Frequenzen bei einem Richtmikrofon zweiter Ordnung mehr nachverstärkt werden als die
tiefen Frequenzen bei einem Richtmikrofon erster Ordnung, so dass das Signal/Rausch-Verhältnis
bei tiefen Frequenzen für ein Richtmikrofon zweiter Ordnung ungünstiger ist.
[0003] Bislang wird die Richtwirkung für tiefe Frequenzen beschränkt, wie dies beispielsweise
bekannt ist aus "
Threemicrophone instrument is designed to extend benefits of directionality", The
Hearing Journal, Oktober 2002, Bd. 55, Nr. 10, Seiten 38 bis 45. Dabei wird unterhalb einer bestimmten Grenzfrequenz nur ein Richtmikrofon erster
Ordnung und für hohe Frequenzen ein Richtmikrofon zweiter Ordnung berechnet.
Dadurch ist für tiefe Frequenzen auch die Dämpfung der Störsignale, die nicht aus
der Vorzugsrichtung einfallen, geringer. Um das Rauschen für den Hörgeräteträger zu
reduzieren, wird deshalb bei leisen Eingangspegeln die Richtwirkung ganz weggenommen,
so dass das durch ein Richtmikrofon hervorgerufene Rauschen wegfällt. Die Mikrofoncharakteristik
entspricht in diesem Fall einem omnidirektionalen Mikrofon.
[0004] Aus der nicht vorveröffentlichten Druckschrift
DE 103 16 287 B3 ist ein Richtmikrofonsystem für Hörgeräte bekannt. Ein derartiges Mikrofonsystem
kann auf Silicium-Mikromechanik basieren. Alternativ könnte ein Elektret-Kondensatormikrofon
benutzt werden.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, eine Richtwirkung auch
im tieferfrequenten Bereich bei reduziertem Rauschen zu gewährleisten und ein entsprechendes
Hörgerät zum Erzeugen eines Hörgeräteausgangssignals bereitzustellen.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein Hörgerät mit einer ersten Mikrofoneinrichtung
zum Liefern eines ersten Mikrofonsignals, einer zweiten Mikrofoneinrichtung zum Liefern
eines zweiten Mikrofonsignals und einer Signalverarbeitungseinrichtung zum Erzeugen
eines Hörgeräteausgangssignals aus dem ersten und dem zweiten Mikrofonsignal, wobei
die erste Mikrofoneinrichtung ein Elektretmikrofon und die zweite Mikrofoneinrichtung
ein Silizium-Mikrofon umfasst.
[0007] Das günstige Rauschverhalten der Silizium-Mikrofone bei tiefen Frequenzen erlaubt
eine bessere Richtwirkung (größerer Directivity-Index) bei gleichem Rauschen. Anders
ausgedrückt kommt es zu einem geringeren Rauschen bei gleicher Richtwirkung. Die Signalqualität
bei höheren Frequenzen wird nicht beeinflusst, weil in diesem Bereich das herkömmliche
Elektretmikrofon zur Signalaufnahme verwendet wird.
[0008] Vorzugsweise wird bei dem erfindungsgemäßen Hörgerät der ersten Mikrofoneinrichtung
unmittelbar ein Hochpassfilter nachgeschaltet. Auf diese Weise wird das Mikrofonrauschen
des Elektretmikrofons bei niedrigen Frequenzen unterdrückt.
[0009] Ebenso günstig ist es, wenn der zweiten Mikrofoneinrichtung unmittelbar ein Tiefpassfilter
nachgeschaltet wird. Dadurch wird die weniger positive Übertragungscharakteristik
des Silizium-Mikrofons ausgeblendet.
[0010] Die Signalverarbeitungseinrichtung kann einen Addierer umfassen, mit dem die gegebenenfalls
gefilterten Mikrofonsignale addiert werden. Auf diese Weise lassen sich die beiden
Mikrofonsignale auf relativ einfache Weise kombinieren. Darüber hinaus kann die Signalverarbeitungseinrichtung
für das erste und das zweite Mikrofonsignal jeweils einen Analog/Digital-Wandler aufweisen,
so dass die beiden Mikrofonsignale digital miteinander kombiniert werden können. Hierdurch
können die Vorzüge der digitalen Signalverarbeitung genutzt werden.
[0011] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst die erste Mikrofoneinrichtung
mindestens zwei Elektretmikrofone. Somit lassen sich Richtmikrofone erster Ordnung
mit zwei Elektretmikrofonen, Richtmikrofone zweiter Ordnung mit drei Elektretmikrofonen
usw. für den Hochtonbereich realisieren.
[0012] In gleicher Weise kann die zweite Mikrofoneinrichtung mindestens zwei Silizium-Mikrofone
umfassen. Damit lassen sich Richtmikrofone erster Ordnung, zweiter Ordnung usw. für
den Tieftonbereich realisieren.
[0013] Die vorliegende Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert,
die ein Prinzipschaltbild eines erfindungsgemäßen Hörgeräts darstellt.
[0014] Die nachfolgend näher beschriebenen Ausführungsbeispiele stellen bevorzugte Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung dar.
[0015] In der Figur sind die Eingangskomponenten eines erfindungsgemäßen Hörgeräts vereinfacht
skizziert. Demnach besitzt das Hörgerät ein Silizium-Mikrofon SM und ein Elektretmikrofon
EM. Das Ausgangssignal des Silizium-Mikrofons SM wird einem Tiefpassfilter TP zugeführt.
Das Ausgangssignal des Elektretmikrofons EM wird seinerseits in ein Hochpassfilter
HP geleitet. Die Grenzfrequenz f
G beider Filter TP und HP ist etwa gleich hoch gewählt, so dass sich in erster Näherung
in der Summe eine flach ausgebildete Übertragungsfunktion für beide Filter zusammen
ergibt. Die beiden Ausgangssignale der Filter TP und HP werden in einem Addierer A
addiert. Das Summensignal des Addierers A wird der weiteren Hörgerätesignalverarbeitung
SV zugeführt.
[0016] Mit diesem Aufbau kann ausgenützt werden, dass Silizium-Mikrofone bei niedrigen Frequenzen
ein geringes Eigenrauschen besitzen, während sie bei höheren Frequenzen schlechter
abschneiden als herkömmliche Elektretmikrofone. Die dargestellte Kombination der beiden
Mikrofontypen ermöglicht, dass die tiefen Frequenzen von dem Silizium-Mikrofon SM
und die hohen Frequenzen von dem Elektretmikrofon aufgenommen werden, um das breitbandige
Hörgeräte-Eingangssignal für die Signalverarbeitung SV zu erzeugen. Die Kombination
kann analog in Form einer Frequenzweiche erfolgen, oder aber digital realisiert werden.
Für die digitale Signalverarbeitung sind entsprechend Analog/Digital-Konverter zusätzlich
erforderlich.
[0017] Um ein Richtmikrofon erster oder zweiter Ordnung zu realisieren werden zwei bzw.
drei solcher kombinierten Silizium-Elektret-Mikrofone jeweils einschließlich Hoch-
und Tiefpass sowie Addierer benötigt.
1. Hörgerät mit
- einer ersten Mikrofoneinrichtung (EM) zum Liefern eines ersten Mikrofonsignals,
- einer zweiten Mikrofoneinrichtung (SM) zum Liefern eines zweiten Mikrofonsignals
und
- einer Signalverarbeitungseinrichtung (SV, A) zum Erzeugen eines Hörgeräteausgangssignals
aus dem ersten und dem zweiten Mikrofonsignal,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die erste Mikrofoneinrichtung (EM) ein Elektretmikrofon und die zweite Mikrofoneinrichtung
(SM) ein Silizium-Mikrofon umfasst.
2. Hörgerät nach Anspruch 1, wobei der ersten Mikrofoneinrichtung (EM) unmittelbar ein
Hochpassfilter (HP) nachgeschaltet ist.
3. Hörgerät nach Anspruch 1 oder 2, wobei der zweiten Mikrofoneinrichtung (SM) unmittelbar
ein Tiefpassfilter (TP) nachgeschaltet ist.
4. Hörgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Signalverarbeitungseinrichtung
(SV, A) einen Addierer (A) umfasst, mit dem die gegebenenfalls gefilterten Mikrofonsignale
addierbar sind.
5. Hörgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Signalverarbeitungseinrichtung
(SV, A) für das erste und das zweite Mikrofonsignal jeweils einen Analog/Digital-Wandler,
aufweist, so dass die beiden Mikrofonsignale digital miteinander kombinierbar sind.
6. Hörgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Mikrofoneinrichtung
(EM) mindestens zwei Elektretmikrofone umfasst.
7. Hörgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Mikrofoneinrichtung
(SM) mindestens zwei Silizium-Mikrofone umfasst.
1. Hearing device comprising
- a first microphone device (EM) for delivering a first microphone signal,
- a second microphone device (SM) for delivering a second microphone signal and
- a signal processing device (SV, A) for generating a hearing device output signal
from the first and the second microphone signal,
characterised in that
- the first microphone device (EM) includes an electret microphone and the second
microphone device (SM) includes a silicon microphone
2. Hearing device according to claim 1, with the first microphone device (EM) being arranged
immediately downstream of a high pass filter (HP)
3. Hearing device according to claim 1 or 2, with the second microphone device (SM) being
arranged immediately downstream of a low pass filter (TP).
4. Hearing device according to one of the preceding claims, with the signal processing
device (SV, A) including an adder (A), which can be used to add the microphone signals
that may be filtered.
5. Hearing device according to one of claims 1 to 3, with the signal processing device
(SV, A) comprising an analogue-digital converter for the first and second microphone
signal respectively, so that the two microphone signals can be digitally combined
with one another.
6. Hearing device according to one of the preceding claims, with the first microphone
device (EM) including at least two electret microphones.
7. Hearing device according to one of the preceding claims, with the second microphone
device (SM) including at least two silicon microphones.
1. Prothèse auditive comprenant
- un premier dispositif ( EM ) de microphone, pour fournir un premier signal de microphone,
- un deuxième dispositif ( SM ) de microphone, pour fournir un deuxième signal de
microphone et
- un dispositif ( SV, A ) de traitement du signal, pour produire un signal de sortie
de la prothèse auditive à partir du premier signal de microphone et du deuxième signal
de microphone,
caractérisée en ce que
- le premier dispositif ( EM ) de microphone comprend un microphone à électret et
le deuxième dispositif ( SM ) de microphone comprend un microphone au silicium.
2. Prothèse auditive suivant la revendication 1, dans laquelle un filtre ( HP ) passe-haut
est monté directement en aval du premier dispositif ( EM ) de microphone.
3. Prothèse auditive suivant la revendication 1 ou 2, dans laquelle un filtre ( TP )
passe-bas est monté directement en aval du deuxième dispositif ( SM ) de microphone.
4. Prothèse auditive suivant l'une des revendications précédentes, dans laquelle le dispositif
( SV, A ) de traitement du signal comprend un additionneur ( A ), par lequel les signaux
de microphone, éventuellement filtrés, peuvent être additionnés.
5. Prothèse auditive suivant l'une des revendications 1 à 3, dans laquelle le dispositif
( SV, A ) de traitement du signal a, pour le premier signal de microphone et le deuxième
signal de microphone respectivement, un convertisseur analogique/numérique, de manière
à pouvoir combiner numériquement entre eux les deux signaux de microphone.
6. Prothèse auditive suivant l'une des revendications précédentes, dans laquelle le premier
dispositif ( EM ) de microphone comprend au moins deux microphones à électret.
7. Prothèse auditive suivant l'une des revendications précédentes, dans laquelle le deuxième
dispositif ( SM ) de microphone comprend au moins deux microphones au silicium.

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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente
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- Threemicrophone instrument is designed to extend benefits of directionalityThe Hearing
Journal, 2002, vol. 55, 1038-45 [0003]