[0001] Die Erfindung betrifft eine Umkehrosmoseanlage gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Durch ein Umkehrosmoseverfahren kann Wasser nahezu vollständig entsalzt werden. Der
Vorteil dieses Verfahrens liegt vor allem in der geringen Umweltbelastung. Für dieses
Verfahren sind keinerlei Chemikalien erforderlich.
[0003] Das auf diese Weise entsalzte Wasser wird insbesondere in der Industrie, Pharmazie
und in Krankenhäusern verwendet. Auch für die Luftbefeuchtung in Lüftungs- und Klimaanlagen
wird oftmals Wasser verwendet, das zuvor in einer Umkehrosmoseanlage entsalzt worden
ist. Weiterhin können Umkehrosmoseanlagen für die Aufbereitung von Meerwasser verwendet
werden. Meerwasser ist wegen des hohen Salzgehalts als Trinkwasser ungeeignet. Mit
Hilfe einer Umkehrosmoseanlage kann der Salzgehalt von Meerwasser soweit reduziert
werden, dass es als Trinkwasser geeignet ist. Solche Anlagen werden insbesondere in
Küstenregionen mit wenig oder keinem Süßwasservorkommen benötigt.
[0004] Aus dem Stand der Technik ist eine Umkehrosmoseanlage bekannt, der eine Enthärtungsanlage
vorgeschaltet ist. In dieser Enthärtungsanlage wird Rohwasser auf weniger als 1°dH
entkalkt. Der Ausgang der Enthärtungsanlage ist mit dem Eingang der Umkehrosmoseanlage
gekoppelt. Die Umkehrosmoseanlage weist am Eingang eine Pumpe auf, die das enthärtete
Wasser mit einem Druck von etwa 10 bar bis 80 bar durch Module presst. In diesen Modulen
findet das eigentliche Umkehrosmoseverfahren statt, indem das Wasser mit Druck gegen
halbdurchlässige Membranen gepresst wird. Dabei werden Salze und/oder Mineralien ausgefiltert.
Das Rohwasser spaltet sich in ein Permeat (Diluat) und ein Konzentrat auf. Das Permeat
wird als besonders salzarmes Wasser für zahlreiche Anwendungen eingesetzt. Das Konzentrat
ist ein Abfallprodukt und wird verworfen. Üblicherweise produziert ein Modul in etwa
75% Permeat und 25% Konzentrat. Bei der herkömmlichen Umkehrosmoseanlage sind der
Pumpendruck sowie die Permeat- und Konzentratmenge manuell einstellbar. Das Permeat
wird üblicherweise in einem drucklosen Behälter gespeichert und von dort an einen
Endverbraucher weitergepumpt.
[0005] Die herkömmliche Umkehrosmose-Anlage hat den Nachteil, dass das Wasser im drucklosen
Behälter aufkeimen kann. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass der Behälter
niemals ganz dicht ist und das Wasser oftmals längere Zeit im Behälter verbleibt.
Durch eine Erwärmung des Wassers im drucklosen Behälter, insbesondere im Sommer, wird
das Aufkeimen zusätzlich gefördert. Herkömmlicherweise werden zur Verhinderung der
Verkeimung UV-Lampen, Chemikalien oder zusätzliche Leitungen verwendet. Dadurch werden
jedoch der energetische und konstruktive Aufwand sowie die Umweltbelastung erhöht.
Außerdem hat die herkömmliche Umkehrosmose-Anlage, aufgrund des drucklosen Behälters
einen verhältnismäßig hohen Platzbedarf.
[0006] Ein weiterer bedeutender Nachteil wird durch die Einschaltphase bei der herkömmlichen
Umkehrosmoseanlage bewirkt. Während dieser Einschaltphase hat das Wasser einen höheren
Leitwert, etwa 150 bis 200 µS/cm, als erwünscht. Schließlich hat die manuelle Einstellung
wichtiger Größen unerwünschte Ungenauigkeiten zur Folge.
[0007] Ein weiterer Nachteil herkömmlicher Umkehrosmoseanlagen ist, dass der Salzgehalt
am Ausgang der Anlage nicht regelbar ist.
[0008] Eine Umkehrosmoseanlage, bei der der Salzgehalt am Ausgang der Anlage einstellbar
ist, ist aus der
DE 197 48 997 A1 bekannt. Dort wird - auch zur Überwindung des höheren Salzgehaltes in der Einschaltphase
- eine Permeatrückführung propagiert, wobei das Permeat solange an den Vorlauf der
Pumpe rückgeführt wird, bis die Leitfähigkeit - ermittelt durch einen Leitfähigkeitssensor
- einen Grenzwert unterschreitet. Allerdings wird bei der dort vorgeschlagenen Anlage
das salzarme Permeat nicht direkt dem Verbraucher zur Verfügung gestellt, sondern
in einem Speicher zwischengespeichert. Insofern entsteht die Problematik, dass das
bereits aufbereitete Wasser im Behälter aufkeimen kann.
[0009] In der
EP 0 599 281 wird ebenfalls eine Umkehrosmoseanlage mit einer Pumpe und einer Permeatausgangsleitung
vorgeschlagen, wobei eine Permeatrückflussleitung mit einem Permeatrückflussventil
vorgeschlagen wird, das als Druckhalteventil ausgebildet ist, so dass damit der in
der Permeatausgangsleitung herrschende Druck eingestellt werden kann. Dort wird allerdings
ein pulsierender Strom innerhalb der Permeat- bzw. der Konzentratrückführung propagiert.
Eine stetige Einstellung des Permeatflusses in Abhängigkeit von Druckwerten in der
Permeatausgangsleitung lässt sich dem Stand der Technik nicht entnehmen.
[0010] Auch aus der
DE 195 20 917 A1 ist es bekannt, einen Permeatrückfluss zur Rückführung von überschüssig erzeugtem,
nicht benötigtem Permeat in den Rohwasserzufluss vorzusehen. Aus der
DE 197 48 997 ist eine Umkehrosmoseanlage bekannt, wobei auch dort eine Permeatrückführung vorgesehen
ist. Das erzeugte Permeat wird in einem Druckspeicher für entsprechende Verbraucher
bereitgehalten, so dass auch hier das Problem der Verkeimung des bereits aufbereiteten
Wassers besteht.
[0011] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Umkehrosmoseanlage bereit zu stellen, bei der
die Probleme vom Stand der Technik wenigstens teilweise gemindert oder beseitigt sind.
[0012] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0013] Die Umkehrosmoseanlage gemäß der Erfindung umfasst wenigstens ein Umkehrosmosemodul
(22, 23) mit einem Rohwassereingang (21), einem Konzentratausgang (24), einem Permeatausgang
(25) sowie einem abstromseitig zum Permeatausgang angeordneten Permeatabfluss (29),
eine das wenigstens eine Umkehrosmosemodul (22, 23) mit dem Rohwasser beaufschlagende
Pumpe (18), eine Permeatrückführung (26), um das am Permeatausgang (25) austretende
Permeat erneut durch das wenigstens eine Umkehrosmosemodul (22, 23) zu führen, zur
Erfassung des Permeatdruckes P
P ein Drucksensor (33), der am abstromseitig zum Permeatausgang angeordneten Permeatabfluss
(29) vorgesehen ist, und eine Steuereinrichtung (36).
[0014] Die Umkehrosmoseanlage zeichnet sich weiterhin dadurch aus, dass in der Permeatrückführung
(26) ein Permeatregelventil (30) angeordnet ist zur Einstellung der Menge an Permeat,
das entsprechend ganz oder teilweise an den Vorlauf der Pumpe (18) rückgeführt wird,
dass an der Pumpe (18) oder zwischen Pumpe und Rohwassereingang (21) eine Druckregelungseinrichtung
vorgesehen ist, die einen Rohwasserdruck (PR) in Abhängigkeit von einem vorbestimmten
Permeatdruck (PP) am Permeatausgang (25) einstellt und dass die Druckregelungseinrichtung
einen Frequenzumwandler (19) zur Ansteuerung der Pumpe (18) umfasst, derart, dass
die Pumpe über einen Druckbereich, vorzugsweise 2 bar bis 140 bar, insbesondere 2
bar bis 80 bar, kontinuierlich so einstellbar ist, dass dem wenigstens einen Umkehrosmosemodul
(22, 23) soviel Rohwasser zugeführt wird, wie entsprechend Permeat von den Endverbrauchern
benötigt wird bzw. über die Permeatrückführung (26) rückgeführt wird.
[0015] Dadurch, dass ein Teil des Permeats in das Umkehrosmoseverfahren zurückgeführt wird,
wird gewährleistet, dass das bzw. die Umkehrosmosemodul(e) permanent gespült werden,
und zwar auch dann, wenn vom Endverbraucher kein Permeat entnommen wird. Auf diese
Weise wird das Versalzen der Umkehrosmose-Module verhindert. Zusätzlich eröffnen sich
durch diese Permeatrückführung für die Umkehrosmoseanlage vielfältige Steuerungs-
bzw. Regelungsmöglichkeiten. So lässt sich durch eine teilweise Rückführung des Permeats
auch die, von den Endverbrauchern angeforderte Permeatmenge einstellen.
[0016] Dadurch wird ein wirtschaftlicher Betrieb der Anlage gewährleistet. Es muss kein
Permeat in einem Behälter zwischengespeichert und von dort an einen Endverbraucher
weitergepumpt werden. Dies verringert den konstruktiven Aufwand. Da die Zwischenlagerung
des Permeats nicht mehr erforderlich ist, kann das Wasser auch nicht mehr aufkeimen
und es sind keine Einrichtungen zur Verhinderung der Verkeimung wie UV-Lampen oder
Chemikalien notwendig.
[0017] Durch eine teilweise Rückführung des Permeats lässt sich auch der Salzgehalt am Ausgang
der Umkehrosmosemodule regeln. Das ist von Vorteil wenn zum Beispiel sehr reines Wasser
vom Endverbraucher gefordert wird oder wenn der Salzgehalt im Rohwasser Schwankungen
unterworfen ist.
[0018] Durch die geregelte Permeatrückführung lässt sich auch die Ausbeute der Umkehrosmoseanlage
erheblich steigern. Durch die erfindungsgemäße Umkehrosmoseanlage wird es möglich,
die Permeatausbeute von den eingangs genannten Werten in Höhe von ca. 75 % auf Werte
im Bereich von 85 bis 95 %, ja sogar bis zu 97 % zu steigern.
[0019] Wie bereits erwähnt, ist vorgesehen, dass die Permeatrückführung ein Regelventil
umfasst, das eine vorbestimmte Menge des Permeats durch die Permeatrückführung leitet.
Die notwendige Menge rückzuführendes Permeat kann mit Hilfe einer hierfür vorgesehen
Einrichtung, beispielsweise ein oder mehrere Wasserzähler oder ein Drucksensor im
Permeatstrom, in Abhängigkeit der vom Endverbraucher angeforderten Permeatmenge bestimmt
werden.
[0020] Die rückzuführenden Permeatmenge kann auch mit Hilfe einer hierfür vorgesehen Einrichtung
in Abhängigkeit der Ionenkonzentration I
c bestimmt werden. In einer zweckmäßigen Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung wird
die Ionenkonzentration I
c im Permeat über einen Leitwertsensor im Permeatausgang bestimmt.
[0021] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann zusätzlich
eine Konzentratrückführung vorgesehen sein, um das am Konzentratausgang austretende
Konzentrat ganz oder teilweise erneut durch das Umkehrosmosemodul zu führen. Durch
diese Maßnahme werden die Regelungsmöglichkeiten der gesamten Anlage erhöht. Insbesondere
können die Permeatmenge und der Salzgehalt im Permeat entsprechend den Anforderungen
eingestellt werden.
[0022] In einer zweckmäßigen Ausführungsform umfasst die Konzentratrückführung ein zweites
Regelventil, das eine vorbestimmten Menge des Konzentrats durch die Konzentratrückführung
leitet.
[0023] Vorzugsweise ist eine Einrichtung vorgesehen, die die Menge des rückgeführten Konzentrats
in Abhängigkeit von der vom Endverbraucher angeforderten Permeatmenge bestimmt. Diese
Einrichtung kann beispielsweise durch einen oder mehrere Wasserzähler oder durch einen
Drucksensor im Permeatstrom gebildet sein.
[0024] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann zudem eine Einrichtung vorgesehen
sein, die die Menge des rückgeführten Konzentrats in Abhängigkeit von der Ionenkonzentration
I
c des Permeats bestimmt, beispielsweise ein Leitwertsensor im Permeatausgang.
[0025] Wie bereits erwähnt ist bei der erfindungsgemäßen Umkehrosmoseanlage auch an der
Pumpe oder zwischen Pumpe und Rohwassereingang eine Druckregelungseinrichtung vorgesehen,
die einen Rohwasserdruck P
R in Abhängigkeit von einem vorbestimmten Permeatdruck P
P am Permeatausgang einstellt. Durch diese Maßnahme wird dem Modul lediglich soviel
Rohwasser zugeführt, wie eine entsprechende Menge an salzarmem Permeat am Permeatausgang
benötigt wird. Dadurch wird kein überschüssiges Permeat produziert. Gleichzeitig wird
weniger Rohwasser zugeführt.
[0026] Dabei wird der vorbestimmte Permeatdruck P
p durch die Pumpe an die Anforderungen nachschaltbarer Verbraucher bzw. einer erfindungsgemäß
einstellbaren Rückführungsrate von Permeat und/oder Konzentrat angepasst werden.
[0027] Es ist vorgesehen, dass die Druckregelungseinrichtung der Umkehrosmoseanlage einen
Frequenzumwandler zur Ansteuerung der Pumpe umfasst derart, dass die Pumpe über einen
bestimmten Druckbereich, vorzugsweise 2 bar bis 140 bar insbesondere 2 bar bis 80
bar, kontinuierlich einstellbar ist. Die Verwendung eines Frequenzumwandlers ermöglicht
eine verlustlose Regelung. Der Pumpe wird nur die Energie zugeführt, die sie benötigt.
Es wird keine überflüssige Energie in Wärme umgewandelt.
[0028] In einer zweckmäßigen Ausführungsform der Umkehrosmoseanlage weist diese nach dem
Rohwassereintritt eine Härtegrad-Überwachungseinrichtung auf, um die Rohwasserzufuhr
bei Überschreitung eines vorbestimmten Härtegrades zu stoppen.
[0029] Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn Einrichtungen vorgesehen sind, insbesondere
Absperrventile, um die Umkehrosmosemodule separat zu- oder abzuschalten.
[0030] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist in der Umkehrosmoseanlage eine
Überbrückungsleitung mit einem dritten Regelventil vorgesehen, die zwischen dem Ausgang
der Pumpe und dem Permeatabfluss angeordnet ist. Die Überbrückungsleitung umfasst
vorzugsweise ein drittes Regelventil, dass eine vorbestimmte Menge gefiltertes Rohwasser
durch die Überbrückungsleitung leitet.
[0031] Nach einem besonders vorteilhaften Aspekt der vorliegenden Erfindung kann dem Permeatabfluss
ein weiterer Leitwertsensor zugeordnet sein. Dieser Leitwertsensor kann vorgesehen
sein, um die Menge gefiltertes Rohwasser durch die Überbrückungsleitung in Abhängigkeit
vom Leitwert zu bestimmen.
[0032] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der
dem Permeatausgang zugeordnete Leitwertsensor vorgesehen, um die Menge gefiltertes
Rohwasser durch die Überbrückungsleitung in Abhängigkeit vom Leitwert zu bestimmen.
[0033] In einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Pumpe
als Plungerpumpe ausgebildet ist. Die Plungerpumpe weist praktisch keine oder nur
eine sehr geringe Wärmeentwicklung auf, sodass dadurch auch das Wasser nicht erwärmt
werden kann. Dadurch wird die Keimbildung verhindert oder zumindest unterdrückt.
[0034] Weiterhin haben Plungerpumpen den Vorteil, dass sie kontinuierlich über den großen
Druckbereich von 2 bar bis 140 bar einstellbar sind.
[0035] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Zeichnungen weiter erläutert.
[0036] Hierbei zeigen:
Fig. 1 eine erste vorteilhafte Ausführungsform einer Umkehrosmoseanlage gemäß der
Erfindung,
Fig. 2 eine abgewandelte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Umkehrosmoseanlage
nach Fig. 1,
Fig. 3 eine abgewandelte Ausführungsform der Umkehrosmoseanlage gemäß der Erfindung
nach Fig. 2.
[0037] Fig. 1 zeigt eine erste vorteilhafte Ausführungsform der Umkehrosmoseanlage gemäß
der Erfindung.
[0038] Einem Rohwassereintritt 11 in eine Rohwasserleitung 27 sind eine Härtegrad-Überwachungseinrichtung
12, ein erster Drucksensor 13, ein Filter 14, ein zweiter Drucksensor 15 und ein Magnetventil
16 sowie ein Wasserzähler 34 und ein Druckschalter 17 nachgeschaltet. Eine nachfolgende
Pumpe 18 ist mit einem stufenlos einstellbaren Frequenzumrichter 19 gekoppelt. Dem
Ausgang der Pumpe 18 ist ein dritter Drucksensor 20 zugeordnet.
[0039] Der Ausgang der Pumpe 18 ist mit einem Rohwassereintritt 21 wenigstens eines, vorzugsweise
einer Mehrzahl parallel geschalteter Umkehrosmosemodule 22 und 23 gekoppelt. Die Umkehrosmosemodule
22 und 23 weisen außerdem einen Konzentratausgang 24 und einen Permeatausgang 25 auf.
Dem Konzentratausgang 24 sind ein Wasserzähler 35 und ein Konzentratabfluss 28 nachgeschaltet.
Dem Permeatausgang 25 sind ein Leitwertsensor 32, einen Zapfhahn 31, eine Permeatrückführung
26 und ein weiterer Drucksensor 33 nachgeschaltet. Anschließend wird das Permeat einem
Permeatabfluss 29 zugeführt, von dem es beispielsweise auf ein Permeatleitungssystem
verteilt werden kann. Die Permeatrückführung 26 ist über ein Regelventil 30 mit der
Rohwasserleitung 27 verbunden. Die Umkehrosmoseanlage lässt sich über eine Steuereinrichtung
36 steuern bzw. regeln.
[0040] Über den Rohwassereintritt 11 wird der Anlage Rohwasser zugeführt, das üblicherweise
in einer Enthärtungsanlage entkalkt wurde. Die Härtegradüberwachungseinrichtung 12
ist dazu vorgesehen, den Härtegrad des Rohwassers zu erfassen, sodass bei einer Überschreitung
eines vorbestimmten Grenzwertes die weitere Zufuhr von Rohwasser, beispielsweise durch
Schließen des Magnetventils 16, automatisch oder manuell unterbunden werden kann.
Vorzugsweise wird bei Überschreiten des Wertes 1° dH die Umkehrosmoseanlage automatisch
abgeschaltet. Auf diese Weise wird verhindert, dass das Wasser mit einem höheren Härtegrad
in die Umkehrosmosemodule 22 und 23 gelangt Dies hätte zur Folge, dass die Umkehrosmosemodule
verstopfen würden. Der Filter 14 in der Rohwasserleitung 27 sorgt dafür, dass Partikel
aus dem Rohwasser abgeschieden werden, die die Pumpe 18 sowie die Umkehrosmosemodule
22 und 23 verunreinigten, verstopfen oder beschädigen könnten. Durch die Verwendung
der Härtegrad-Überwachungseinrichtung 12 und des Filters 14 wird der gesamte Wartungsaufwand
der Anlage reduziert. Das Magnetventil 16 kann mit Abschalten der Anlage geschlossen
werden, um beispielsweise ein Spülen der Anlage zu ermöglichen.
[0041] Die Pumpe 18 dient dazu, das Rohwasser mit Druck, in der Größenordnung 2 bar bis
140 bar, insbesondere 2 bar bis 80 bar, in die Umkehrosmosemodule 22 und 23 zu pressen.
Die Pumpe 18 ist stufenlos einstellbar ausgeführt und kann mit einem stufenlos einstellbaren
Frequenzumrichter 19 zusammenwirken. Die stufenlose Einstellbarkeit kann für die Steuerung
bzw. Regelung der Permeatmenge genutzt werden. Die Pumpe 18 wird so eingestellt, dass
den Umkehrosmosemodulen 22 und 23 soviel Rohwasser zugeführt wird, wie entsprechend
Permeat von den Endverbrauchern benötigt bzw. erfindungsgemäß rückgeführt wird. Dadurch
ist eine Zwischenlagerung des Permeats in einem Behälter nicht erforderlich. Somit
wird auch eine Keimbildung wie sie in solchen Behältern auftreten kann unterbunden.
Der Druck am Ausgang der Pumpe 18 kann beispielsweise in Abhängigkeit von den Werten
eingestellt werden, die durch die Drucksensoren 20 und 33, den Leitwertsensor 32 und
die Wasserzähler 34 und 35 erfasst werden. Die Umkehrosmosemodule 22 und 23 sind vorzugsweise
jeweils einzeln zu- und abschaltbar, in Abhängigkeit der geforderten Permeatmenge.
[0042] Über das Permeatregelventil 30 in der Permeatrückführung 26 kann vorzugsweise automatisch,
aber auch manuell eingestellt werden, welche Menge an Permeat an den Vorlauf der Pumpe
18 zurückgeführt wird. Durch die steuer- bzw. regelbare Permeatrückführung 26 werden
die Steuerungs- bzw. Regelungsmöglichkeiten für den Salzgehalt in der Umkehrosmoseanlage
und die dem Permatabfluss 29 zugeführte Permeatmenge erhöht.
[0043] Durch die Permeatrückführung 20 ist insbesondere die Möglichkeit gegeben, den Salzgehalt
im Permeat sehr niedrig zu halten. Das ist von Vorteil wenn zum Beispiel sehr reines
Wasser vom Endverbraucher gefordert wird oder der Salzgehalt im Rohwasser Schwankungen
unterworfen ist. Durch die Rückführung einer entsprechenden Permeatmenge kann der
Salzgehalt im Permeat dann innerhalb vorbestimmter Unter- bzw. Obergrenzen eingestellt
werden. Des Weiteren kann vorgegeben werden, dass der Salzgehalt im Permeat einen
vorbestimmten Wert nicht über- oder unterschreitet. Die Steuerung bzw. Regelung des
Permeatrückflusses erfolgt in Abhängigkeit des durch den Leitwertsensor 32 am Permeatausgang
25 erfassten Leitwertes.
[0044] Gleichzeitig können durch die Permeatrückführung die Umkehrosmosemodule 22 und 23
gespült werden, auch wenn vom Endverbraucher nur wenig oder kein Permeat entnommen
wird. Auf diese Weise wird ein Versalzen der Umkehrosmose-Module verhindert.
[0045] Des Weiteren lässt sich über die Permeatrückführung 26 beispielsweise auch die, an
den Permeatabfluss 29 bzw. die Endverbraucher angelieferte Permeatmenge einstellen.
Die an den Endverbraucher abgegebene Permeatmenge ergibt sich aus der Differenz der
vom Wasserzähler 34 in der Rohwasserleitung 27 erfassten Menge an gefiltertem Rohwasser
abzüglich der vom Wasserzähler 35 am Konzentratabfluss 28 erfassten Menge verworfenes
Konzentrat. Die an den Wasserzählern 34, 35 erfassten Wassermengen, die vorzugsweise
automatisch an die Steuereinrichtung 36 übermittelt werden, können dazu dienen, die
Permeatmenge kontinuierlich zu regeln. Als weitere Regelgrößen für die Pumpe 18 und/oder
das Regelventil 30, die die an den Endverbraucher abgegebene Permeatmenge einstellen,
kann der Druck am Permeatabfluss 29 dienen, der über den Drucksensor 33 erfasst wird.
[0046] Alle Komponenten zur Steuerung bzw. Regelung der Umkehrosmoseanlage und alle Komponenten
zur Messwerterfassung sind vorzugsweise mit einer zentralen Steuereinrichtung 36 verbunden.
Die erfassten Messwerte sämtlicher Sensoren werden der Steuereinrichtung 36 zugeführt.
Auf der Grundlage der Messwerte werden der Frequenzumwandler 19 und vorzugsweise das
Regelventil 30 von der Steuereinrichtung 36 angesteuert und eingestellt, insbesondere
geregelt.
[0047] In besonders vorteilhafter Ausführung ist die Steuereinrichtung 36 mit einer Anzeigeeinrichtung
zur ständigen Überwachung der Anlage bzw. der einzelnen Parameter und einer Einrichtung
zur Archivierung der Daten ausgestattet. Die Steuereinrichtung 36 lässt sich beispielsweise
mit einem PC realisieren. Beispielsweise kann auch eine SPS verwendet werden. Über
eine Schnittstelle für eine vernetzte Anbindung der Anlage können sämtliche Daten
und Störfälle unmittelbar und unverzüglich von der Steuereinrichtung 36 an eine zentrale
Leitstelle weitergeleitet werden.
[0048] In einer bevorzugten abgewandelten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Umkehrosmoseanlage
nach Fig. 1 umfasst die Umkehrosmoseanlage neben der Permeatrückführung 26 zusätzlich
eine Konzentratrückführung 37 (Fig. 2). Dadurch werden die Steuerungs- und Regelungsmöglichkeiten
der Umkehrosmoseanlage erheblich erweitert. Mit einem Regelventil 38, das vorzugsweise
als 2-Wege-Regelventil ausgebildet ist, kann vorzugsweise automatisch, aber auch manuell
eingestellt werden, welche Menge des Konzentrats über die Konzentratrückrührung 37
an den Vorlauf der Pumpe 18 zurückgeführt wird. Der übrige Anteil des Konzentrats
wird über den Wasserzähler 35 dem Konzentratabfluss 28 zugeführt und üblicherweise
als Abfall verworfen.
[0049] Über die Konzentratrückführung 37 lassen sich beispielsweise die Permeatmenge sowie
der Salzgehalt im Permeat einstellen. Wird zum Beispiel ein erhöhter Salzgehalt im
Permeat toleriert, so lässt sich durch die Rückführung von Konzentrat bei einem konstanten
Permeatstrom zudem Rohwasser einsparen. Des Weiteren können durch die Konzentratrückführung
die Umkehrosmosemodule 22 und 23 gespült werden, auch wenn vom Endverbraucher sehr
viel Permeat entnommen wird. Auf diese Weise wird ein Versalzen der Umkehrosmosemodule
verhindert. Die Steuerungs- bzw. Regelungsmöglichkeiten durch die Permeat- und die
Konzentratrückführung 26, 37 beschränken sich jedoch nicht nur auf die hier genannten
Beispiele.
[0050] Fig. 3 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Umkehrosmoseanlage
gemäß Fig. 2. Die Umkehrosmoseanlage gemäß Fig. 2 wurde um eine Verschneideeinrichtung
erweitert. Die Verschneideeinrichtung umfasst eine Überbrückungsleitung 39 mit einem
Regelventil 40. Dadurch werden insbesondere die Umkehrosmosemodule 22 und 23 überbrückt,
sodass ein Teil des gefilterten Rohwassers direkt dem Permeatabfluss 29 und/oder der
Permeatrückführung 26 zugeführt werden kann. Damit wird eine weitere Steuerungs- bzw.
Regelungsmöglichkeit für die Umkehrosmoseanlage bereitgestellt. Ein Teil des gefilterten
Rohwassers kann nun an den Umkehrosmosemodulen 22 und 23 vorbeigeführt werden, wenn
ein entsprechend vorbestimmter Salzgehalt im Wasser toleriert werden kann. Je nach
tolerierbarem Salzgehalt, kann dann mittels des Regelventils 40 das Verhältnis von
aus den Umkehrosmosemodulen 22 und 23 austretendem Permeat und dem durch die Überbrückungsleitung
39 geführten Rohwasser manuell oder automatisch eingestellt werden. Die Überbrückungsleitung
39 kann vom Ausgang der Pumpe 18 wahlweise auf den Permeatausgang 25 oder auf den
Permeatabfluss 29 (hier nicht dargestellt) geführt werden. Mit der Verschneideeinrichtung
wird eine weitere Möglichkeit geschaffen, den konstruktiven und technologischen Aufwand
für die Umkehrosmoseanlage optimal an die jeweils vorliegenden Anforderungen anzupassen.
Ein weiterer Vorteil der Verschneideeinrichtung ist, dass die Durchflussrate der Umkehrosmosemodule
22 und 23 wesentlich geringer sein kann als die der gesamten Umkehrosmoseanlage. Dadurch
können unter Umständen die Wartungsintervalle der Umkehrosmosemodule erhöht werden.
[0051] Für die Steuerung bzw. Regelung der Verschneideeinrichtung wird vorzugsweise der
Leitwert nach der Zuleitung des Rohwassers in den Permeatstrom gemessen. Die Leitwertmessung
des verschnittenen Permeats erfolgt vorzugsweise mit einem Leitwertsensor 41, der
dem Permeatabfluss 29 zugeordnet ist. Weiterhin kann es vorteilhaft sein, zusätzlich
auch den aktuellen Leitwert des aus den Umkehrosmosemodulen 22 und 23 ausgegebenen
Permeats vor der Verschneidung mit gefiltertem Rohwasser zu erfassen. Die Einstellung
kann dadurch verbessert werden, da anhand der Qualität des aus den Umkehrosmosemodulen
22 und 23 austretenden Permeats, die mutmaßlich mögliche Zugabe von gefiltertem Rohwasser
aus der Überbrückungsleitung 39 abgeschätzt werden kann. Über den Leitwert des verschnittenen
Permeats kann dann eine Überprüfung erfolgen. Der Leitwert des aus den Umkehrosmosemodulen
22 und 23 austretendenden Permeats wird vorzugsweise mit dem Leitwertsensor 32 bestimmt.
[0052] In der erfindungsgemäßen Umkehrosmoseanlage gemäß Fig. 2 und Fig. 3 sind alle Komponenten
zur Steuerung bzw. Regelung der Umkehrosmoseanlage und alle Komponenten zur Messwerterfassung
vorzugsweise mit einer zentralen Steuereinrichtung 36 verbunden. Die erfassten Messwerte
sämtlicher Sensoren werden der Steuereinrichtung zugeführt. Auf der Grundlage der
Messwerte werden der Frequenzumwandler 19 und vorzugsweise alle Regelventile von der
Steuereinrichtung angesteuert und eingestellt, insbesondere geregelt.
[0053] Weiterhin sei darauf hingewiesen, dass die erfindungsgemäße Anlage einen sehr geringen
Platzbedarf hat. Schließlich kann mit dieser Anlage die für Keimbildung relevante
DIN 6022 problemlos eingehalten werden. Auch die gemäß der Trinkwasserverordnung relevante
DIN 2000, die ebenfalls die Keimbildung betrifft, kann mit der erfindungsgemäßen Umkehrosmoseanlage
erfüllt werden.
[0054] Die erfindungsgemäße Umkehrosmoseanlage kann in der Industrie verwendet werden. Für
zahlreiche Herstellungsverfahren und Produkte wird Wasser mit einem niedrigen Salzgehalt
benötigt. Insbesondere für die Pharmaindustrie ist diese Umkehrosmoseanlage vorteilhaft
geeignet. Neben dem, durch die Permeatrückführung 26 extrem niedrig einstellbaren
Salzgehalt ist auch die Keimbildung sehr gering, was insbesondere für pharmazeutische
Produkte wichtig ist.
[0055] Auch in Krankenhäusern kann die erfindungsgemäße Umkehrosmoseanlage verwendet werden,
wo ebenfalls die niedrige Keimbildung neben dem niedrigen Salzgehalt eine wichtige
Rolle spielt. Schließlich kann die erfindungsgemäße Umkehrosmoseanlage als Meerwasser-Aufbereitungsanlage
verwendet werden, so dass auf diese Weise Trinkwasser gewonnen werden kann.
Bezugszeichenliste
[0056]
- 11
- Rohwassereintritt
- 12
- Härtegradüberwachungseinrichtung
- 13
- Drucksensor
- 14
- Filter
- 15
- Drucksensor
- 16
- Magnetventil
- 17
- Druckschalter
- 18
- Pumpe
- 19
- Frequenzumrichter
- 20
- Drucksensor
- 21
- Rohwassereingang
- 22
- Umkehrosmosemodul
- 23
- Umkehrosmosemodul
- 24
- Konzentratausgang
- 25
- Permeatausgang
- 26
- Permeatrückführung
- 27
- Rohwasserleitung
- 28
- Konzentratabfluss
- 29
- Permeatabfluss
- 30
- Regelventil (Permeatrückführung)
- 31
- Zapfhahn
- 32
- Leitwertsensor
- 33
- Drucksensor
- 34
- Wasserzähler (Rohwasserleitung)
- 35
- Wasserzähler (Konzentratabfluss)
- 36
- Steuereinrichtung
- 37
- Konzentratrückführung
- 38
- Regelventil (Konzentratrückführung)
- 39
- Überbrückungsleitung
- 40
- Regelventil (Überbrückungsleitung)
- 41
- Leitwertsensor
1. Umkehrosmoseanlage für Rohwasser, insbesondere Stadt- oder Brunnenwasser, zur Gewinnung
von salzarmem Permeat oder Diluat, umfassend
- wenigstens ein Umkehrosmosemodul (22, 23) mit einem Rohwassereingang (21), einem
Konzentratausgang (24), einem Permeatausgang (25) sowie einem abstromseitig zum Permeatausgang
angeordneten Permeatabfluss (29),
- eine das wenigstens eine Umkehrosmosemodul (22, 23) mit dem Rohwasser beaufschlagende
Pumpe (18),
- eine Permeatrückführung (26), um das am Permeatausgang (25) austretende Permeat
erneut durch das wenigstens eine Umkehrosmosemodul (22, 23) zu führen,
- zur Erfassung des Permeatdruckes PP ein Drucksensor (33), der am abstromseitig zum Permeatausgang angeordneten Permeatabfluss
(29) vorgesehen ist, und
- eine Steuereinrichtung (36),
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Permeatrückführung (26) ein Permeatregelventil (30) angeordnet ist zur Einstellung
der Menge an Permeat, das entsprechend ganz oder teilweise an den Vorlauf der Pumpe
(18) rückgeführt wird,
dass an der Pumpe (18) oder zwischen Pumpe und Rohwassereingang (21) eine Druckregelungseinrichtung
vorgesehen ist, die einen Rohwasserdruck (PR) in Abhängigkeit von einem vorbestimmten
Permeatdruck (PP) am Permeatausgang (25) einstellt und
dass die Druckregelungseinrichtung einen Frequenzumwandler (19) zur Ansteuerung der Pumpe
(18) umfasst, derart, dass die Pumpe über einen Druckbereich, vorzugsweise 2 bar bis
140 bar, insbesondere 2 bar bis 80 bar, kontinuierlich so einstellbar ist, dass dem
wenigstens einen Umkehrosmosemodul (22, 23) soviel Rohwasser zugeführt wird, wie entsprechend
Permeat von den Endverbrauchern benötigt wird bzw. über die Permeatrückführung (26)
rückgeführt wird.
2. Umkehrosmoseanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung vorgesehen ist, die die Menge des rückgeführten Permeats in Abhängigkeit
von der Ionenkonzentration Ic des Permeats bestimmt.
3. Umkehrosmoseanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Permeatausgang (25) ein Leitwertsensor (32) zugeordnet ist.
4. Umkehrosmoseanlage nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Konzentratrückführung (37) vorgesehen ist, um das am Konzentratausgang (24)
austretende Konzentrat ganz oder teilweise erneut durch das Umkehrosmosemodul (22,
23) zu führen.
5. Umkehrosmoseanlage nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentratrückführung ein zweites Regelventil (38) umfasst, das eine vorbestimmten
Menge des Konzentrats durch die Konzentratrückführung (37) leitet.
6. Umkehrosmoseanlage nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung vorgesehen ist, die die Menge des rückgeführten Konzentrats in Abhängigkeit
von der vom Endverbraucher angeforderten Permeatmenge bestimmt.
7. Umkehrosmoseanlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung vorgesehen ist, die die Menge des rückgeführten Konzentrats in Abhängigkeit
von der Ionenkonzentration Ic des Permeats bestimmt.
8. Umkehrosmoseanlage nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese nach dem Rohwassereintritt (11) eine Härtegrad-Überwachungseinrichtung (12)
aufweist, um die Rohwasserzufuhr bei Überschreitung eines vorbestimmten Härtegrades
zu stoppen.
9. Umkehrosmoseanlage nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Einrichtungen, insbesondere Absperrventile vorgesehen sind, um die Umkehrosmose-Module
separat zu- oder abzuschalten.
10. Umkehrosmoseanlage nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese eine Überbrückungsleitung (39) umfasst, die zwischen dem Ausgang der Pumpe
(18) und dem Permeatabfluss (29) angeordnet ist.
11. Umkehrosmoseanlage nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass die Überbrückungsleitung (39) ein drittes Regelventil (40) umfasst, dass eine vorbestimmte
Menge gefiltertes Rohwasser durch die Überbrückungsleitung (39) leitet.
12. Umkehrosmoseanlage nach Anspruch 16 und 17,
dadurch gekennzeichnet, dass dem Permeatabfluss (29) ein weiterer Leitwertsensor (41) zugeordnet ist.
13. Umkehrosmoseanlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 16 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, dass der dem Permeatabfluss (29) zugeordnete Leitwertsensor (41) vorgesehen ist, um die
Menge gefiltertes Rohwasser durch die Überbrückungsleitung (39) in Abhängigkeit vom
Leitwert zu bestimmen.
14. Umkehrosmoseanlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 16 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, dass der dem Permeatausgang (25) zugeordnete Leitwertsensor (32) vorgesehen ist, um die
Menge gefiltertes Rohwasser durch die Überbrückungsleitung (39) in Abhängigkeit vom
Leitwert zu bestimmen.
15. Umkehrosmoseanlage nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe (18) als Plungerpumpe ausgebildet ist.
1. A reverse osmosis installation for raw water, in particular urban water or well water,
for recovering low-salt permeate or diluate, comprising
- at least one reverse osmosis module (22, 23) including a raw water inlet (21), a
concentrate outlet (24), a permeate outlet (25) as well as a permeate drain (29) arranged
on the downstream side of the permeate outlet,
- a pump (18) supplying the at least one reverse osmosis module (22, 23) with raw
water,
- a permeate recirculation (26) for recirculating the permeate exiting at the permeate
outlet (25) through the at least one reverse osmosis module (22, 23),
- a pressure sensor (33) provided at the permeate drain (29) arranged on the downstream
side of the permeate outlet for detecting the permeate pressure Pp, and
- a control means (36).
characterized in that
a permeate regulating valve (30) is arranged in the permeate recirculation (26) for
adjusting the amount of permeate which is correspondingly recirculated entirely or
partly to the flow line of the pump (18),
a pressure regulation means is provided at the pump (18) or between the pump and the
raw water inlet (21) which adjusts a raw water pressure (PR) at the permeate outlet
(25) as a function of a predetermined permeate pressure (PP), and
the pressure regulation means comprises a frequency transformer (19) for driving the
pump (18) such that the pump is continuously adjustable over a pressure range, preferably
from 2 to 140 bar, in particular from 2 to 80 bar, such that the at least one reverse
osmosis module (22, 23) is supplied with as much raw water as permeate is correspondingly
required by the end consumers, respectively is recirculated via the permeate recirculation
(26).
2. The reverse osmosis installation according to claim 1, characterized in that a means is provided which determines the amount of the recirculated permeate as a
function of the ion concentration IC of the permeate.
3. The reverse osmosis installation according to claim 1 or 2, characterized in that a conductance sensor (32) is associated to the permeate outlet (25).
4. The reverse osmosis installation according to one or more of the preceding claims,
characterized in that
a concentrate recirculation (37) is provided for guiding the concentrate exiting at
the concentrate outlet (24) entirely or partly through the reverse osmosis module
(22, 23).
5. The reverse osmosis installation according to claim 4, characterized in that the concentrate recirculation comprises a second regulating valve (38) guiding a
predetermined amount of concentrate through the concentrate recirculation (37).
6. The reverse osmosis installation according to claim 4 or 5, characterized in that
a means is provided which determines the amount of the recirculated concentrate as
a function of the permeate amount requested by the end consumer.
7. The reverse osmosis installation according to one or more of claims 4 to 6, characterized in that a means is provided which determines the amount of the recirculated concentrate as
a function of the ion concentration Ic of the permeate.
8. The reverse osmosis installation according to one or more of the preceding claims,
characterized in that same comprises a hardness degree monitoring means (12) downstream of the raw water
inlet (11) for stopping the raw water supply when a predetermined hardness degree
is exceeded.
9. The reverse osmosis installation according to one or more of the preceding claims,
characterized in that means, in particular shut-off valves are provided for separately switching on or
off the reverse osmosis modules.
10. The reverse osmosis installation according to one or more of the preceding
claims, characterized in that same comprises a bridging line (39) arranged between the outlet of the pump (18)
and the permeate drain (29).
11. The reverse osmosis installation according claim 10, characterized in that the
bridging line (39) comprises a third regulating valve (40) guiding a predetermined
amount of filtered raw water through the bridging line (39).
12. The reverse osmosis installation according claims 10 and 11, characterized in
that a further conductance sensor (41) is associated to the permeate drain (29).
13. The reverse osmosis installation according to one or more of claims 10 to 12,
characterized in that the conductance sensor (41) associated to the permeate drain (29) is provided for
determining the amount of filtered raw water through the bridging line (39) as a function
of the conductance.
14. The reverse osmosis installation according to one or more of claims 10 to 13,
characterized in that the conductance sensor (32) associated to the permeate outlet (25) is provided for
determining the amount of filtered raw water through the bridging line (39) as a function
of the conductance.
15. The reverse osmosis installation according to one or more of the preceding
claims, characterized in that the pump (18) is configured to be a plunger pump.
1. Installation d'osmose inverse pour de l'eau brute, en particulier de l'eau de ville
ou de puits, pour la récupération de perméat ou de diluat pauvre en sels, comportant
:
- au moins un module d'osmose inverse (22, 23) comportant une entrée d'eau brute (21),
une sortie de concentré (24), une sortie de perméat (25) ainsi qu'un écoulement de
perméat (29) disposé en aval de la sortie de perméat,
- une pompe (18) alimentant l'au moins un module d'osmose inverse (22, 23) en eau
brute,
- un retour de perméat (26) pour reconduire le perméat qui sort à la sortie de perméat
(25) par l'au moins un module d'osmose inverse (22, 23),
- pour la saisie de la pression de perméat Pp, un capteur de pression (33) qui est
prévu au niveau de l'écoulement de perméat (29) disposé en aval de la sortie de perméat,
et
- un dispositif de commande (36),
caractérisée en ce que
une vanne de régulation de perméat (30) est disposée dans le retour de perméat (26)
pour régler la quantité de perméat qui est retourné en conséquence en tout ou en partie
vers l'arrivée de la pompe (18),
un dispositif de régulation de pression, qui règle une pression d'eau brute (PR) au
niveau de la sortie de perméat (25) en fonction d'une pression de perméat prédéterminée
(PP), est prévu au niveau de la pompe (18) ou entre la pompe et l'entrée d'eau brute
(21), et
le dispositif de régulation de pression comporte un convertisseur de fréquence (19)
pour la commande de la pompe (18) de telle sorte que la pompe soit réglable en continu
sur une plage de pression, de préférence de 2 bars à 140 bars, en particulier de 2
bars à 80 bars, de telle manière que soit amenée à l'au moins un module d'osmose inverse
(22, 23) autant d'eau brute que du perméat est requis en conséquence par les consommateurs
finaux ou est retourné via le retour de perméat (26).
2. Installation d'osmose inverse selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'est prévu un dispositif qui détermine la quantité du perméat retourné en fonction
de la concentration ionique Ic du perméat.
3. Installation d'osmose inverse selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'un capteur de conductance (32) est affecté à la sortie de perméat (25).
4. Installation d'osmose inverse selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'est prévu un retour de concentré (37) pour reconduire en tout ou en partie par le
module d'osmose inverse (22, 23) le concentré qui sort à la sortie de concentré (24).
5. Installation d'osmose inverse selon la revendication 4,
caractérisée en ce que le retour de concentré comporte une deuxième vanne de régulation (38) qui dirige
une quantité prédéterminée du concentré par le retour de concentré (37).
6. Installation d'osmose inverse selon la revendication 4 ou 5,
caractérisée en ce qu'est prévu un dispositif qui détermine la quantité du concentré retourné en fonction
de la quantité de perméat demandée par le consommateur final.
7. Installation d'osmose inverse selon l'une ou plusieurs des revendications 4 à 6, caractérisée en ce qu'est prévu un dispositif qui détermine la quantité du concentré retourné en fonction
de la concentration ionique Ic du perméat.
8. Installation d'osmose inverse selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que celle-ci présente en aval de l'entrée d'eau brute (11) un dispositif de surveillance
de degré de dureté (12) pour arrêter l'arrivée d'eau brute en cas de dépassement d'un
degré de dureté prédéterminé.
9. Installation d'osmose inverse selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que sont prévus des dispositifs, en particulier des vannes d'arrêt, pour mettre en circuit
ou hors circuit séparément les modules d'osmose inverse.
10. Installation d'osmose inverse selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que celle-ci comporte une conduite de dérivation (39) qui est disposée entre la sortie
de la pompe (18) et l'écoulement de perméat (29).
11. Installation d'osmose inverse selon la revendication 10,
caractérisée en ce que la conduite de dérivation (39) comporte une troisième vanne de régulation (40) qui
dirige une quantité prédéterminée d'eau brute filtrée par la conduite de dérivation
(39).
12. Installation d'osmose inverse selon la revendication 10 et 11,
caractérisée en ce qu'un capteur de conductance supplémentaire (41) est affecté à l'écoulement de perméat
(29).
13. Installation d'osmose inverse selon l'une ou plusieurs des revendications 10 à 18,
caractérisée en ce que le capteur de conductance (41) affecté à l'écoulement de perméat (29) est prévu pour
déterminer la quantité d'eau brute filtrée passant par la conduite de dérivation (39)
en fonction de la conductance.
14. Installation d'osmose inverse selon l'une ou plusieurs des revendications 10 à 13,
caractérisée en ce que le capteur de conductance (32) affecté à la sortie de perméat (25) est prévu pour
déterminer la quantité d'eau brute filtrée passant par la conduite de dérivation (39)
en fonction de la conductance.
15. Installation d'osmose inverse selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la pompe (18) est conçue comme pompe à piston plongeur.