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EP 1 572 336 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.03.2006 Patentblatt 2006/11 |
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Anmeldetag: 13.11.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2003/012894 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/047969 (10.06.2004 Gazette 2004/24) |
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VORRICHTUNG ZUR ERZEUGUNG VON MEDIZINISCHEM SCHAUM
DEVICE FOR PRODUCING MEDICAL FOAM
DISPOSITIF PERMETTANT DE PRODUIRE UNE MOUSSE MEDICALE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
28.11.2002 DE 20218493 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.09.2005 Patentblatt 2005/37 |
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Patentinhaber: CHEMISCHE FABRIK KREUSSLER & CO. GMBH |
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D-65203 Wiesbaden (DE) |
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Erfinder: |
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- WOLLMANN, Jan-Christoph
55127 Mainz (DE)
- SCHLIEPHAKE, Dorothee
55130 Mainz (DE)
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Vertreter: von Kirschbaum, Alexander |
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Bahnhofsvorplatz 1 (Deichmannhaus am Dom) 50667 Köln 50667 Köln (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-96/08227 US-A- 2 630 183 US-A- 4 538 920
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WO-A-02/058834 US-A- 3 767 085
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung von insbesondere reproduzierbarem
medizinischem Schaum bzw. Bläschensuspension aus einem gasförmigen und einem flüssigen
Medium. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Mischvorrichtung für die reproduzierbare
Zubereitung und Verabreichung von Injektabilia - wie z.B. Verödungsmittel, Diagnostika,
Therapeutika, Homöopathika und Eigenblut.
[0002] Unter der Verödungstherapie versteht man die planvolle Ausschaltung von intra-, subkutanen
und/ oder transfascialen Varizen sowie die Verödung subfascialer Gefäße bei venösen
Fehlbildungen durch das Einspritzen eines Verödungsmittels. Die verschiedenen Verödungsmittel
führen zu einer Schädigung des Endothels der Gefäße. Im Anschluss kommt es zu einem
sekundären Gefäßverschluss und längerfristig zur Umwandlung der Venen in einen bindegewebigen
Strang, zur Sklerose. Ziel der Verödungsbehandlung ist die, definitive Umwandlung
in einen fibrösen Strang. Dieser kann nicht rekanalisieren und entspricht in seinem
funktionellen Ergebnis dem operativen Vorgehen zur Entfernung einer Varize. Neben
der Verödung mit flüssigen Sklerosierungsmitteln gewinnt zunehmend die Verödung mit
geschäumten Sklerosierungsmitteln an Bedeutung. Der Schaum verbleibt länger in der
Vene. Hierbei werden oberflächenaktive Verödungsmittel, wie z.B. Polidocanol, meistens
durch Hin- und Herpumpen zwischen zwei Spritzen oder durch Aufschütteln in einen schaumartigen
Zustand gebracht und dann konventionell injiziert. Zur Zeit gibt es noch kein zugelassenes
Verfahren, das die reproduzierbare Zubereitung eines standardisierten Schaums ermöglicht.
[0003] Ferner sind zahlreiche als Echokontrastmittel geeignete Zubereitungen bekannt, die
z.T. oberflächenaktive Stoffe enthalten, die die Bildung von Mikrobläschen unterstützen
und diese stabilisieren. Die Ultraschall reflektierenden Mikrobläschen bzw. ein Schaum
sind das eigentliche Kontrastmittel und werden erst unmittelbar vor Verabreichung
erzeugt.
[0004] Eine Mischeinrichtung zur Herstellung von medizinischem Schaum bzw. zur Herstellung
von Bläschen ist aus EP 0 564 505 bekannt. Hierin ist ein Mischer mit einem wendelförmigen
Mischelement beschrieben. Bei dem Mischer handelt es sich um ein Zusatzelement, das
mit einer Spritze unlösbar verbunden werden kann. Beim Herausdrücken von flüssigem
und/oder gasförmigem Medium aus einer zweiten Spritze gelangt das Medium in den Mischer,
welcher das Gas in definiertem Volumen und Art enthält, Hierbei werden Gasphase und
Flüssigphase entlang des wendelfömigen Mischelements durchmischt. Hierdurch kann ein
therapeutischer und/oder diagnostischer Schaum erzeugt werden.
[0005] Die in EP 0 564 505 beschriebene Mischeinrichtung weist den Nachteil auf, dass der
mit der Spritze fest verbundene Mischer, insbesondere beim Hin- und Herbewegen der
Lösung, auf Grund des langen Hebels leicht abbrechen oder verkantet werden kann. Ferner
handelt es sich bei dem Mischer um ein Bauteil, das auf Grund der in dem Mischer angeordneten
spiralförmigen Mischelemente nur mit aufwändigen Spritzgussformen als Spritzgussteil
hergestellt werden kann.
[0006] Eine Doppelkammer Spritze verbunden mit einem Statikmischer die zum Schaum erzeugen
geeignet ist, ist in der US-A-3767085 offenbart.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der auf einfache
Weise medizinischer Schaum aus einem gasförmigen und einem flüssigen Medium erzeugt
werden kann.
[0008] Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1.
[0009] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist eine Wirkstoffkammer und eine Gaskammer auf.
Beide Kammern sind mit jeweils einem Kolben verschlossen. Ferner weist die Vorrichtung
einen Schaumerzeuger, der insbesondere ein oder mehrere Siebe aufweist, auf. Sowohl
die Wirkstoffkammer als auch die Gaskammer sind mittelbar oder unmittelbar mit dem
Schaumerzeuger verbunden. Erfindungsgemäß sind die beiden Kolben in der jeweiligen
Kammer verschiebbar angeordnet. Insbesondere sind die beiden Kolben miteinander verbunden
bzw. während des Betätigens der Vorrichtung verbindbar, so dass die beiden Kolben
gemeinsam jeweils in einer der beiden Kammern verschoben werden. Hierdurch erfolgt
eine Erhöhung des Drucks in den Kammern und somit ein Fördern bzw. Transportieren
des Wirkstoffes und des Gases in Richtung des Schaumerzeugers bzw. durch den Schaumerzeuger
hindurch. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist somit sehr einfach handhabbar, da durch
eine Bewegung beide Kolben bewegt und somit beide Medien in Richtung des Schaumerzeugers
gedrückt bzw. transportiert werden. Der aus dem Schaumerzeuger austretende medizinische
Schaum muss sodann nur noch aufgefangen werden, kann jedoch auch unmittelbar appliziert
werden.
[0010] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist ein Hin- und Herbewegen eines Gases und
einer Flüssigkeit bzw. eines Gases und eines Detergens zwischen zwei Spritzen nicht
erforderlich. Die Herstellung eines standardisierten sterilen Schaums ist somit erheblich
einfacher. Ferner ist das Vorsehen eines Druckgasbehälters bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung nicht erforderlich.
[0011] Vorzugsweise sind die beiden Kolben über ein Verbindungselement miteinander verbunden.
Das Verbindungselement ist hierbei vorzugsweise derart ausgestaltet, dass beim Verschieben
des Verbindungselementes eine der beiden Kammern geöffnet wird. Ferner kann durch
das Verschieben des Verbindungselementes ein Verbinden der beiden Kolben erfolgen.
Vorzugsweise erfolgt das Verbinden der beiden Kolben erst durch das Betätigen der
Vorrichtung. Dies hat den Vorteil, dass die beiden Kammern vollständig voneinander
getrennt sind und dicht abgeschlossen werden können. Besonders bevorzugt ist es hierbei,
das Verbindungselement als Förderkanal, beispielsweise als Hohlnadel, auszubilden.
Durch das Bewegen des Verbindungselements zusammen mit einem der beiden Kolben erfolgt
ein Einführen des Verbindungskanals in eine der beiden Kammern. Sofern das Verbindungselement
als Hohlnadel ausgebildet ist, erfolgt ein Aufstechen einer der beiden Kammern, indem
die Hohlnadel beispielsweise durch den zweiten Kolben hindurch sticht.
[0012] Besonders bevorzugt ist es, an dem Verbindungselement ein Mitnahmeelement, das insbesondere
als Wulst oder Teller ausgebildet sein kann, vorzusehen. Hierdurch ist es möglich,
beim Bewegen des Verbindungselements in Richtung eines der beiden die Kammern verschließenden
Kolben nach dem beispielsweise Durchstechen bzw. Öffnen des Kolbens diesen in die
entsprechende Kammer einzudrücken und somit den Druck in der Kammer zu erhöhen, so
dass das in der Kammer befindliche Medium vorzugsweise in die Hohlnadel und durch
diese zu dem Schaumerzeuger strömt.
[0013] Anstelle eines gemeinsamen Verschiebens der beiden Kolben, die vorzugsweise über
das Verbindungselement miteinander verbunden sind, ist auch ein Verschieben der beiden
Kammern möglich. Relevant ist lediglich die Relativbewegung zwischen den Kammern und
den Kolben.
[0014] Vorzugsweise ist einer der beiden Kolben mit dem Schaumerzeuger insbesondere fest
verbunden. Ferner kann einer der beiden Kolben auch lose mit dem Schaumerzeuger verbunden
sein. Vorzugsweise strömt das Medium durch den Kolben hindurch in den Schaumerzeuger.
Ferner ist es bevorzugt, dass auch das Medium aus der zweiten Kammer durch diesen
Kolben hindurchströmt. Die beiden Medien mischen sich bei dieser bevorzugten Ausführungsform
vorzugsweise im Schaumerzeuger und/ oder unmittelbar vor dem Schaumerzeuger. Besonders
bevorzugt ist es, das Medium aus der von dem Schaumerzeugung weiter entfernten Kammer
durch einen im Verbindungselement vorgesehenen Förderkanal hindurchzudrücken und zumindest
teilweise unmittelbar dem Schaumerzeuger zuzuführen. Bei dieser Ausführungsform erfolgt
ein Mischen der beiden Medien unmittelbar im Schaumerzeuger. Ggf. kann in oder vor
dem Schaumerzeuger ein Mischelement vorgesehen sein, in dem ein Vormischen der beiden
Medien erfolgt bevor diese durch den Schaumerzeuger gedrückt werden. Bei diesem Mischelement
kann es sich beispielsweise um eine Art Schwämmchen oder ein Sintermaterial handeln,
das gleichzeitig zum Abbremsen des Wirkstoffes dient. Hierdurch ist die Schaumerzeugung
verbessert.
[0015] Ferner ist es möglich, den Schaumerzeuger innerhalb der Spritze, beispielsweise in
dem Ansatz, der z.B. auch den Luer-Lock ausbildet, vorzusehen.
[0016] Vorzugsweise ist eine Schaumaustrittsöffnung des Schaumerzeugers mit einem Schaumauffangbehälter
verbindbar. Bei dem Schaumauffangbehälter kann es sich beispielsweise um eine herkömmliche
Spritze handeln, die sodann beispielsweise über einen Luer-Lock mit der Schaumaustrittsöffnung
verbunden werden kann.
[0017] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist auf Grund ihres einfachen und kostengünstigen
Aufbaus aus vorzugsweise einzeln herstellbaren einfachen Teilen insbesondere für den
Einweg-Gebrauch geeignet. Insbesondere auf Grund des Einweg-Gebrauchs kann die erforderliche
Sterilität gewährleistet werden. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung
besteht darin, dass das Arzneimittel und das Gas erst unmittelbar vor der Applikation
miteinander in Kontakt kommen.
[0018] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme
auf die anliegenden Zeichnungen näher erläutert.
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1 - 3
- eine schematische, teilweise geschnittene Seitenansicht der Vorrichtung in drei unterschiedlichen
Mischzuständen und
- Fig.4
- eine schematische Explosionszeichnung der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0020] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Erzeugung von medizinischem Schaum weist eine
Wirkstoffkammer 10 und eine Gaskammer 12 auf. Die Wirkstoffkammer 10 ist als Carpule
14 (Fig. 4) ausgebildet und mit einem ersten Kolben 16, bei dem es sich um einen Gummistopfen
oder dgl. handeln kann, dicht verschlossen. Die Carpule 14 wird in einer Halterung
18 gehalten, in dem die Carpule 14 in Richtung eines Pfeils 20 in die Halterung 18
in die in den Fign. 1 - 3 dargestellte Lage eingeschoben wird. Die Carpule 14 wird
hierbei durch Rastelemente 22 und gegenüber den Rastelementen 22 angeordneten Anschlägen
24 (Fig. 4) in der Lage fixiert. Die Halterung 18, die in der zylindrischen Öffnung
26, die vorzugsweise ebenfalls kreiszylindrisch ausgebildete Carpule 14 aufnimmt,
ist mit einem zylindrischen Ansatz 28 verbunden. Innerhalb des zylindrischen Ansatzes
28 ist die Gaskammer 12 ausgebildet.
[0021] Die Gaskammer 12 ist durch einen zweiten Kolben 30 ebenfalls dicht verschlossen.
Die Gaskammer kann wahlweise auch als Carpule ausgebildet sein. Die ebenfalls zylindrisch
ausgebildete Gaskammer 12 weist einen größeren Durchmesser als die Wirkstoffkammer
10 auf. Selbstverständlich kann das Vorsehen von Wirkstoff bzw. Gas in den beiden
Kammern auch vertauscht werden. Dies ist insbesondere bei Wirkstoffen zweckmäßig,
bei denen nur eine geringe Menge an Gas zum Aufschäumen erforderlich ist, d.h. bei
Wirkstoffen, die bereits selbst leicht schäumbar sind. Die Höhe der Gaskammer 12 sowie
der Wirkstoffkammer 10 ist im Wesentlichen gleich, wobei vorzugsweise die Gaskammer
12 geringfügig höher ist, um bei vollständig eingedrückten Kolben 16, 30 beide Kammern
10, 12 ggf. vollständig entleeren zu können.
[0022] Mit dem zweiten Kolben 30 ist ein als Hohlnadel ausgebildetes Verbindungselement
32 verbunden. Hierzu weist der Kolben 30 einen geeigneten, beispielsweise zylindrischen
Ansatz 34 (Fig. 4) auf, in den die Hohlnadel 32 einsteckbar und beispielsweise durch
Verkleben gehalten ist.
[0023] Ferner ist mit dem Kolben 30, der an der Innenwandung 36 der Gaskammer 12 abdichtend
anliegt, ein Schaumerzeuger 38 fest oder lose und ggf. lösbar verbunden. Der Schaumerzeuger
38 weist insbesondere zwei Siebe 40 auf, die ein Verwirbeln und Vermischen der beiden
Medien und somit das Erzeugen von Schaum hervorrufen. Der Schaumerzeuger 38 ist über
eine Halterung 42 mit dem Kolben 30 verbunden.
[0024] Zusätzlich oder anstatt eines oder mehrerer Siebe kann der Schaumerzeuger 38 beispielsweise
auch jeweils einen oder mehrere Sinteifilter, Propeller, Wendeln und/ oder Spiralen
aufweisen.
[0025] Ein loses bzw. lösbares Verbinden des Schaumerzeugers 38 mit dem Kolben 30 hat den
Vorteil, dass der Schaumerzeuger 38 zusammen mit der Spritze 46 aus dem zylindrischen
Ansatz 38 der erfindungsgemäßen Vorrichtung herausgezogen werden kann. Beim Herausdrücken
des Schaums aus der Spritze 46 wird diese erneut durch den Schaumerzeuger 38 gedrückt,
so dass die Qualität des hergestellten Schaums weiter verbessert werden kann. Ferner
ist es möglich, dass an der Innenseite des zylindrischen Ansatzes 28 Rastelemente
vorgesehen sind, durch die verhindert ist, dass der Kolben 30 aus dem zylindrischen
Ansatz 28 herausgezogen werden kann. Ebenso kann der Kolben 30 Rastelemente aufweisen,
die beispielsweise in Ausnehmungen einrasten, die an dem Ansatz 28 vorgesehen sind,
wenn der Kolben 30 zu weit aus dem Ansatz 28 herausgezogen wird.
[0026] Die Halterung 42 weist eine Schaumaustrittsöffnung 44 (Fig. 4) auf, durch die der
in dem Schaumerzeuger 38 erzeugte Schaum austritt. In dem dargestellten besonders
bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung handelt es sich bei der Schaumaustrittsöffnung
um einen Luer, mit dem eine herkömmliche Spritze 46 verbunden werden kann. Die Spritze
46 dient hierbei als Schaumauffangbehälter, wie anhand der Fign. 2 und 3 ersichtlich.
[0027] Zur Herstellung von Schaum wird die Halterung 18 auf eine Unterlage gestellt, so
dass die Vorrichtung, wie in den Fign. 1 - 3 dargestellt, vertikal ausgerichtet ist.
Anschließend wird der Spritzenkörper z.B. mit Hilfe der Ansätze 48 in den Fign. nach
unten in Richtung eines Pfeils 50 gedrückt. Der Spritzenkolben oder Spritzenstempel
52 wird hierbei in seiner Lage nicht verändert. Durch die Verschiebung des Spritzenkörpers
nach unten in die Halterung 28 hinein wird insbesondere der Schaumerzeuger 38 sowie
der zweite Kolben 30 nach unten verschoben. Zusammen mit dem Kolben 30 wird die mit
dem Kolben 30 fest verbundene Hohlnadel 32 nach unten geschoben. Hierbei durchstößt
eine Spitze 54 der Hohlnadel 32 den ersten Kolben 16 und öffnet somit die Wirkstoffkammer
10.
[0028] Da mit dem Verbindungselement bzw. der Hohlnadel 32 ein Mitnahmeelement 56, wie ein
Teller, fest verbunden ist, drückt der Teller 56 den ersten Kolben 16 in die Wirkstoffkammer
10. Durch die Verschiebung der beiden Kolben 30, 16 erfolgt sowohl eine Druckerhöhung
in der Wirkstoffkammer 10 als auch in der Gaskammer 12. Hierdurch wird Wirkstoff durch
die Hohlnadel 32 in den Schaumerzeuger 38 gedrückt. Ferner wird Gas aus der Gaskammer
12 durch Öffnungen 58, die sich in dem Kolben 30 befinden und/oder durch Querbohrungen
in der Hohlnadel 32, in den Schaumerzeuger 38 gedrückt. Der hierbei entstehende Schaum
gelangt durch die Schaumaustrittsöffnung 44 des Schaumerzeugers 38 in den durch die
Bewegung des Spritzenkörpers frei werden Raum 60 innerhalb des Spritzenkörpers.
[0029] Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, dass durch
einen einmaligen Kolbenhub, d.h. das in den Fign. 1 - 3 nachunten-Drücken der beiden
Kolben 16, 30 ein Schaum in der Spritze 46 erzeugt wird. Die Spritze 46 kann nach
Erzeugen des Schaums wieder von dem Luer-Adapter gelöst werden, so dass anschließend
der Schaum unmittelbar appliziert werden kann.
1. Vorrichtung zur Erzeugung von medizinischem Schaum, mit
einer mit einem ersten Kolben (16) verschlossenen Wirkstoffkammer (10),
einer mit einem zweiten Kolben (30) verschlossenen Gaskammer (12) und
einem mit der Wirkstoffkammer (10) und der Gaskammer (12) verbundenen Schaumerzeuger
(38),
wobei die beiden Kolben (16, 30) zum Fördern des Wirkstoffs und des Gases zum Schaumerzeuger
(38) miteinander verbunden und gemeinsam verschiebbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden Kolben (16, 30) über ein Verbindungselement (32) miteinander verbunden
sind, das beim Verschieben eine der beiden Kammern (10) öffnet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (32) einen Förderkanal aufweist, durch den der Wirkstoff und/
oder das Gas in Richtung des Schaumerzeugers (38) strömen kann.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (32) ein Mitnahmeelement (56) zur Mitnahme eines der beiden
Kolben (16) aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderkanal die durch das Verbindungselement (32) geöffnete Kammer (10) unmittelbar
mit dem Schaumerzeuger (38) und/ oder mit der anderen Kammer (12) verbindet.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammern (10, 12) aneinander angrenzen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass einer der beiden Kolben (16, 30) mit dem Schaumerzeuger (38) insbesondere fest verbunden
ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumerzeuger (38) eine mit einem Schaumauffangbehälter (46) oder einer Applikationshilfe
verbindbare Schaumaustrittsöffnung (44) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumerzeuger (38) mindestens ein, vorzugsweise mindestens zwei Siebe (40) zur
Schaumerzeugung aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 8, gekennzeichnet durch ein Abbremselement, das dem Schaumerzeuger (38) vorgeschaltet ist, um insbesondere
ein Abbremsen des Wirkstoffs und somit ein Vormischen des Wirkstoffs und des Gases
zu bewirken.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (32) Öffnungen zum Austritt des Wirkstoffes und/oder des Gases
aus dem Förderkanal des Verbindungselements (32) in eine Kammer (12) aufweist.
1. Device for producing medicinal foam, comprising:
an active agent chamber (10) closed with a first piston (16),
a gas chamber (12) closed with a second piston (30), and
a foam producing means (38) connected with the active agent chamber (10) and the gas
chamber (12),
wherein both pistons (16, 30) may be interconnected and displaced in common to feed
the active agent and the gas to the foam producing means (38)
characterized in that
the two pistons (16, 30) are interconnected through a connecting element (32) which
opens one of the chambers (10) when it is displaced.
2. Device of claim 1, wherein the connecting element (32) comprises a feed channel through
which the active agent and/or the gas can flow towards the foam producing means (38).
3. Device of claim 1 or 2, wherein the connecting element (32) comprises an entrainment
element (56) for entraining one of the two pistons (16).
4. Device of one of claims 1 - 3, wherein the feed channel connects the chamber (10)
opened by the connecting element (32) immediately with the foam producing means (38)
and/or the other chamber (12).
5. Device of one of claims 1 - 4, wherein the chambers (10, 12) adjoin each other.
6. Device of one of claims 1 - 5, wherein one of the two pistons (16, 30) is in particular
rigidly connected to the foam producing means (38).
7. Device of one of claims 1 - 6, wherein the foam producing means (38) has a foam exit
opening (44) connectable to a foam collecting vessel (46) or an application aid.
8. Device of one of claims 1-7, wherein the foam producing means (38) includes at least
one, preferably at least two sieves (40) for producing foam.
9. Device of one of claims 1 - 8, wherein a slow-down element is provided that is arranged
upstream of the foam producing means (38) to cause, in particular, a slowing of the
active agent and thus a pre-mixing of the active agent and the gas.
10. Device of one of claims 1 - 9, wherein the connecting element (32) has openings for
the active agent and/or the gas to exit from the feed channel of the connecting element
(32) into a chamber (12).
1. Dispositif de production d'une mousse médicale, avec
une chambre à principe actif (10) fermée par un premier piston (16),
une chambre à gaz (12) fermée par un deuxième piston (30) et
un générateur de mousse (38) raccordé sur la chambre à principe actif (10) et sur
la chambre à gaz (12),
les deux pistons (16, 30) étant reliés entre eux et mobiles ensemble, pour transporter
du principe actif et du gaz vers le générateur de mousse (38),
caractérisé en ce que
les deux pistons (16, 30) sont reliés entre eux par l'intermédiaire d'un élément de
liaison (32) qui, lorsqu'il se déplace, ouvre l'une des deux chambres (10).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de liaison (32) comporte une canalisation de transport à travers laquelle
le principe actif et/ou le gaz peut s'écouler en direction du générateur de mousse
(38).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément de liaison (32) comporte un élément d'entraînement (56) pour entraîner
l'un des deux pistons (16).
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la canalisation de transport relie directement la chambre (10) ouverte par l'élément
de liaison (32) avec le générateur de mousse (38) et/ou avec l'autre chambre (12).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les chambres (10, 12) sont adjacentes.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'un des deux pistons (16, 30) est relié au générateur de mousse (38) de façon particulièrement
fixe.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le générateur de mousse (38) comporte un orifice de sortie de mousse (44) pouvant
être relié avec un récipient collecteur de mousse (46) ou avec un applicateur.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le générateur de mousse (38) comporte au moins un, de préférence au moins deux cribles
(40) pour la génération de mousse.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé par un élément de freinage, qui est monté en amont du générateur de mousse (38), pour
assurer notamment un freinage du principe actif et donc un mélange préalable du principe
actif et du gaz.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'élément de liaison (32) comporte des orifices pour la sortie du principe actif
et/ou du gaz hors de la canalisation de transport de l'élément de liaison (32) vers
une chambre (12).

