[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von U-förmig gebogenen Rohren
aus einem Nichteisenmetall im unmittelbaren Anschluss an eine Rohrfertigungslinie.
Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Fertigungslinie zum Herstellen von U-förmig
gebogenen Rohren.
[0002] Zur Klimatisierung von Gebäuden, aber auch zur Erzeugung von Kälte im gewerblichen
Bereich (z.B. Kühlräume, Lagerhäuser) muss kalte Luft bereitgestellt werden. Hierfür
werden meist Kreisprozesse verwendet. Man unterscheidet Kompressions- und Absorptionsprozesse.
Zur Erzeugung von kalter Luft werden Lamellenwärmeaustauscher verwendet, in denen
Luft durch einen kalten Wärmeträger oder durch ein direkt verdampfendes Kältemittel
abgekühlt wird. In luftgekühlten Kälte/Klimaanlagen wird die entstehende Abwärme in
einem Kondensator oder einem Rückkühler an die Umgebungsluft abgeführt. Beide Wärmetauscherarten
werden typischerweise als Lamellenapparate ausgeführt. Diese bestehen aus Lamellenpaketen,
die auf Kupferrohre aufgebracht wurden.
[0003] Je nach den thermo-hydraulischen Anforderungen werden die Lamellenapparate mit einem
oder mehreren Rohrpässen ausgeführt. Während in Apparaten mit einem Pass in der Regel
gerade Rohre verwendet werden, muß in mehrpassigen Ausführungen der Kältemittel- bzw.
Wärmeträgerstrom umgelenkt und durch den Apparat zurückgeführt werden. Diese Umlenkungen
können durch an den Rohrenden angebrachte Fittinge (Bögen) oder durch U-förmig gebogene
Rohre ausgeführt werden. Letzteres ist sehr kostengünstig und daher die technisch
vorteilhafte Lösung.
[0004] Zur Herstellung der Lamellenpakete werden die meist in gespulter Form bezogenen dünnwandigen
Rohre mit einer Wanddicke von nur einigen Zehntel Millimetern beim Wärmeaustauscherproduzenten
abgespult, abgelängt und zu U-förmigen Rohren ("Haarnadeln") gebogen.
[0005] Biegemaschinen für U-Rohre ermöglichen das simultane Biegen von bis zu 8 Haarnadeln
(oder mehr) gleichzeitig. Allerdings führt bei Mehrfach-Biegemaschinen das Auslaufen
einer Spule zum Stillstand der gesamten Biegelinie. Die ausgegangene Spule muss dann
durch eine neue ersetzt werden. Große Spulengewichte führen zu weniger Stops, sind
jedoch in der Handhabung beim Transport und Spulenwechsel wesentlich aufwendiger.
Viele Abspuleinrichtungen sind für größere Spulengewichte nicht ausgelegt. Zur Vermeidung
von häufigen Spulenwechseln schreiben die Apparatehersteller minimale Spulengewichte
vor. Untergewichtige Spulen, die herstellungsbedingt beim Rohrhersteller anfallen,
sind häufig nicht verkäuflich und müssen verschrottet werden.
[0006] Während des Abspulens werden die Rohre im Wechsel beschleunigt und abgebremst. Hierbei
sind die dünnwandigen Rohre anfällig gegen Knicken. Bei ungebremsten Abspulern bilden
sich mitunter Schlaufen, wodurch sich die gespulten Lagen "aufdröseln" können, was
nach wenigen Umdrehungen zum Überlappen der Lagen mit Verknotungen und schließlich
zum Rohrabriss führen kann.
[0007] Des Weiteren ist die Herstellung von Rohren aus Kupfer und Kupferlegierungen für
die hier zu betrachtenden Anwendungsbereiche als Installationsrohre in der Haustechnik
und insbesondere als Wärmetauscherrohre für die Klima- und Kältetechnik bekannt.
[0008] Beispielsweise wird ausgehend von im Blockguss oder im Strangguss gegossenen zylindrischen
Brammen oder Bolzen das Strangpressen von Rohren und das Warmwalzen von Rohrluppen
als heute übliches Verfahren der Warmformgebung für hohe Querschnittsreduktionen angewandt.
In der nachfolgenden Fertigungsstufe werden Kaltformverfahren wie das Gleitziehen
mit Schlitten- oder Trommelziehmaschinen oder Rohrwalztechniken wie das Kaltpilgem
eingesetzt.
[0009] Mit dem Planetenschrägwalzverfahren wird durch einen kontinuierlich ablaufenden Rohrwalzprozess
eine Querschnittsreduktion der Rohrwandung bis über 90% in einem Stich erzielt. Die
dabei entstehende Reibungswärme in der Umformzone führt zu einer Erhitzung des Materials
bis in den Rekristallisationsbereich des Kupfers. Eine derartige Temperaturbehandlung
hat unmittelbare Auswirkung auf die Weichheit des Materials um ein ausreichendes Formänderungsvermögen
für die nachfolgenden Kaltziehstufen sicherzustellen. Um den enormen Temperaturanstieg
zumindest teilweise zu unterdrücken schlägt die Druckschrift EP 1 232 808 A2 eine
Kühleinrichtung für das Kaltwalzen vor.
[0010] In der Druckschrift EP 0 648 855 A1 wird beispielhaft ein Herstellverfahren für nahtlose
Rohre aus Kupfer und Kupferlegierungen beschrieben, in dem gezielte Rekristallisationsprozesse
in Bezug auf das Formänderungsvermögen eine besondere Rolle spielen. Das Verfahren
beschreibt auch den üblichen Umgang mit halbfertigen Rohren, die im Anschluss an Formprozesse
zu einem Coil (Spule) aufgewickelt werden. Der heutigen Fertigungspraxis von Wärmetauscherrohren
aus Kupfer und Kupferlegierungen ist zu eigen, dass die Fertigabmessung überwiegend
in mehrwindige Spulen mit engen Spulenradien und begrenztem Gewicht gewickelt und
in blankgeglühtem weichem Zustand ausgeliefert wird, um an anderer Stelle wieder abgewickelt,
gerichtet und abgelängt zu beispielsweise haarnadelförmig gebogenen Rohren für Lamellen-Wärmetauscher
weiterverarbeitet zu werden.
[0011] Diese bisher übliche Wertschöpfungskette von der Rohrherstellung über die Fertigung
von Wärmeaustauschern bis zur Montage kompletter Kälte/Klimaanlagen ist historisch
gewachsen. Sie beruht darauf, dass Rohre gängige Halbzeugfabrikate sind, die von der
Halbzeugindustrie hergestellt und an die Apparatehersteller geliefert werden. Da Rohrhersteller
und Apparatebauer häufig räumlich weit getrennt sind, hat sich der Versand von gespulten
Rohren, die nur wenig Transportvolumen benötigen, herausgebildet.
[0012] Gerade die enge Wicklung der Rohrspulen schafft grundlegende Probleme im Umgang mit
dem Werkstoff. Bei den üblichen Abmessungen der gespulten Ringe mit einem Durchmesser
von 0,6 m und einem max. Spulenaußendurchmesser von etwa dem Doppelten werden die
Rohre nach den mit der Korbentnahme und der Zuführung in den Spuler erfolgten Biegerichtvorgängen
mit vom Rohraußendurchmesser abhängigen Dehnungen und Stauchungen von 1-3% einer erneuten
Biegeumformung unterworfen. Das unter Längszugspannungen erfolgte Biegerichten zum
wieder geraden Rohrführt zu einer Reduktion seines mittleren Außendurchmessers und
das Einbiegen auf den Haspel zu einer Wanddickenabnahme im äußeren Dehnungs- und einer
Wandungsaufdickung im inneren Stauchbereich sowie zu einer Abflachung und Ovalisierung
seines Querschnitts. Weil die Spulengewichte begrenzt nur etwa ein Viertel bis max.
ungefähr die Hälfte des Gesamtgewichtes der im Korb abgelegten Rohraderlänge ausmachen,
fällt zudem häufig beträchtlicher Rohrabfall an.
[0013] Die Erweichung und Rekristallisation beim Blankglühen der hoch verfestigten und in
eng gespulten Ringen vorliegenden Wärmetauscherrohre führt zudem zu einer Anpassung
der Rohrquerschnitte an die geometrischen Zwangslagen der Spule und somit zu Formänderungen
des Rohrquerschnitts und der Lagendurchmesser einzelner Windungen, insbesondere aber
der äußeren Windungen.
[0014] Weitere Nachteile der Haarnadelfertigung von eng gespulten und weichen Rohren sind
Oberflächenbeschädigungen, klemmende Windungen, die zu Einknickungen führen und ein
hoher Schrottanfall durch nicht brauchbare Rohrenden am Spulenanfang und -ende.
[0015] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren bereitzustellen, bei
dem die genannten Nachteile einer Querschnittsverformung, Durchmesser- und Wanddickenänderung
bei Wärmetauscherrohren behoben werden sowie eine Vorrichtung zur Herstellung von
Wärmtauscherrohren anzugeben.
[0016] Die Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens zum Herstellen von U-förmig gebogenen
Rohren aus einem Nichteisenmetall im unmittelbaren Anschluss an eine Rohrfertigungslinie
gelöst durch die aufeinanderfolgenden Schritte:
a) Abspulen des Rohrziehgutes aus einer Aufbewahrungsvorrichtung,
b) Richten des Rohrziehgutes,
c) Glühen und nachfolgendes Kühlen des Rohrziehgutes vor oder nach einem Ablängen
zur Vereinzelung in Rohrabschnitte auf die Ausgangslänge für ein U-förmig gebogenes
Rohr,
d) Biegen der Rohrabschnitte in U-Form.
[0017] Die Erfindung geht dabei von der Überlegung aus, dass sich an einen Rohrzug unmittelbar
ein rationelles Fertigungsverfahren für Haarnadelrohre anschließen sollte. Hierzu
sollten die Aufwendungen für den Transport und Handhabung des gespulten und relativ
empfindlichen Halbzeugs möglichst gering gehalten werden. Zudem sollten die durch
Abspul- und Biegeprobleme verursachten Qualitätseinbußen und die daraus resultierenden
Beanstandungen seitens der Apparatehersteller von Wärmetauschern verringert werden,
um eine höhere Kundenzufriedenheit zu erzielen. Damit die beschriebenen Fertigungsschritte
bei den Herstellern von Lamellenwärmetauschem möglichst störungsfrei ablaufen, sollten
die Rohre den engen technischen Spezifikationen im Hinblick auf Abmessungen, Exzentrizität,
mechanische Kennwerte und Oberflächenzustand genügen. Gelegentlich verlangen die Apparatehersteller
zusätzlich zu den Normen explizit, dass die Rohre biegbar und insbesondere aufweitbar
sein müssen.
[0018] Das Verfahren ist dazu mit einer Fertigung von haarnadelförmig gebogenen Rohren für
Lamellen-Wärmetauscher als letzten Fertigungsschritt in die Kupferrohrfertigung verlegt.
Hierdurch wird die sonst übliche Halbzeugform "eng gespulter Ring" umgangen. Das im
vorletzten Fertigungsschritt in waagerechter Lage in großen oben offen Rundbehältern
abgelegte Rohrziehgut für Wärmetauscherrohre wird vorzugsweise direkt aus diesen sogenannten
Körben über eine Richt- und Prüfstrecke einer induktiven Durchlaufglühe mit nachfolgender
Kühlstrecke zugeführt und in rekristallisiertem Zustand wieder in Körbe abgelegt,
mit Maßnahmen, die den "weichen" Zustand berücksichtigen. Alternativ wird das Rohrziehgut
direkt als gestreckte Haarnadellängen vereinzelt und nach einer Gut-/Schlechtsortierung
direkt der Haarnadelmaschine zugeführt. Die Weiterverarbeitung zu U-förmig gebogenen
Haamadelrohren mit vom Auftraggeber bestimmten U-Bogenradien und parallelen Schenkellängen
erfolgt entweder mit schon abgelängten geraden Rohrabschnitten oder aber direkt aus
zugleich mehreren Körben, deren Anzahl jener der Biegeköpfe der herkömmlichen industrieüblichen
Mehrfach Haarnadelbiegemaschine entspricht, wobei die weichen Rohre auf dieser gerichtet,
vereinzelnd abgelängt, zu Haarnadeln gebogen und in Kisten gestapelt abgelegt werden.
[0019] In bevorzugter Ausführungsform wird in einem der Schritte a) bis c) das Rohrziehgut
oder die Rohrabschnitte einer Qualitätskontrolle, insbesondere einer Prüfung auf Dichtheit,
unterzogen. Bewährt hat sich die Wirbelstromprüfung, mit der feinste Inhomogenitäten
an der äußeren Rohroberfläche sicher detektiert werden können. Die als fehlerhaft
erkannten Bereiche werden kenntlich gemacht und ausgeschieden. Besonders vorteilhaft
ist, wenn das Richten des Rohrziehgutes im Schritt b) mit der Dichtheitsprüfung kombiniert
wird.
[0020] Ein wichtiges Qualitätsmerkmal von Rohren ist deren Innenreinheit. Während das gerade
Rohrziehgut die Glühzone eines Durchlaufofens durchläuft, wird in bevorzugter Ausführungsform
das Rohrziehgut im Inneren auf ganzer Länge mit Schutzgas gespült, bevorzugt mit Stickstoff
oder Stickstoff/Wasserstoff. Die geforderten geringen Rückstände einer Restkohlenstoffbelegung
lassen sich bei der Herstellung von Kupferrohren durch die Verwendung spezieller Öle
durch diesen Glühschritt erreichen, bei dem die in Gasphase gehenden Öldämpfe rückstandsfrei
aus den Rohren transportiert werden. Insbesondere die Schmiermittelreste in den Rohren
können so entfernt werden und damit nachteilige Wechselwirkungen mit den Arbeitsmitteln
des Kältekreislaufs, wie beipielsweise die Zersetzung des Kältemittels, und Korrosionsschäden
verhindern.
[0021] Vorteilhafterweise strömt hierbei das Schutzgas gegen die Abspulrichtung des Rohrziehgutes,
um Verunreinigungen entgegen der Fertigungsrichtung aus dem Rohr zu transportieren.
In der beheizten Zone der Glühöfen wird zusätzlich die Außenseite des Rohres mit Schutzgas
beaufschlagt.
[0022] Vorteilhafterweise werden nach dem Ablängen zur Vereinzelung nach der Qualitätskontrolle
die als fehlerhaft identifizierten Rohrabschnitte in einem möglichst frühzeitigen
Fertigungsstadium aussortiert.
[0023] Die Reinheit der Rohroberfläche kann in manchen Fertigungsprozessschritten auch durch
Verunreinigungen beeinträchtigt werden, die nicht durch einen Glühprozess beseitigt
werden können. In bevorzugter Ausgestaltung werden nach dem Ablängen zur Vereinzelung
die Rohrabschnitte einer Innen- und/oder Außenreinigung unterzogen. Zur Vereinzelung
in Rohrabschnitte kommen Sägen oder auch spanfreies Trennen in Betracht. Insbesondere
bei spanender Bearbeitung müssen durch den Reinigungsschritt Rückstände beseitigt
werden.
[0024] Die vorzugsweise unter Schutzgasatmosphäre durchgeführte sogenannte Blankglühung
dient dazu, die Rohre einer Rekristallisation zu unterziehen und wieder in ihrem "weichen"
Zustand für eine Biegeumformung vorzubereiten. Das Rohrziehgut wird hierzu vorteilhafterweise
entweder im Durchlaufbetrieb oder es werden die vereinzelten Rohrabschnitte im Batchbetrieb
geglüht.
[0025] Im Batchbetrieb wird das Material beispielsweise auf Transportgestellen angeordnet.
Die vereinzelten Rohrabschnitte werden der Reinigungsvorrichtung zugeführt und anschließend
in einer Ablagevorrichtung abgelegt. Die Glühung erfolgt im Batchbetrieb in einer
Glühvorrichtung unter Schutzgasatmosphäre, bevor die weichen Rohrabschnitte der Biegevorrichtung
zugeführt werden. Metallisch reine Rohrinnenoberflächen mit zulässig immer kleineren
Kohlenstoff-Rückstandswerten sind eine immer häufiger erhobene Qualitätsanforderung
an Wärmetauscherrohre.
[0026] In einer bevorzugten Ausgeführungsform wird nach dem Richten und vor dem Prüfen das
Rohrziehgut einem Berippungsprozess unterzogen. Hierbei müssen die Durchlaufgeschwindigkeiten
der Berippungsanlage und des Glühvorganges regelungstechnisch aufeinander abgestimmt
werden.
[0027] Im Hinblick auf eine rationelle Fertigung können auch Produktionsschritte dadurch
optimiert werden, indem die zeitaufwendigen Schritte parallel arbeiten. Hierzu wird
vorteilhafterweise bei einem Glühen des Rohrziehgutes vor einem Ablängen zur Vereinzelung
in Rohrabschnitte das Rohrziehgut in einer Korbhaspel abgelegt und an einer Einfach-
oder Mehrfachbiegevorrichtung parallel weiterverarbeitet. Besonderes Augenmerk muss
bei der Ablage der kratz- und beschädigungsanfälligen weichgeglühten Rohre auf eine
speziell hierfür geeignete Korbkonstuktion gelegt werden.
[0028] Die Aufgabe wird hinsichtlich der Vorrichtung durch eine Fertigungslinie zum Herstellen
von U-förmig gebogenen Rohren aus einem Nichteisenmetall im unmittelbaren Anschluss
an eine Rohrfertigungslinie gelöst, die Folgendes umfasst:
a) einer Aufbewahrungsvorrichtung mit Abspuleinheit für ein Rohrziehgut,
b) Richtvorrichtung für das abgespulte Rohrziehgut und Prüfvorrichtung,
c) Glüh- und nachfolgende Kühlvorrichtung für das Rohrziehgut vor oder nach einer
Trennvorrichtung zur Vereinzelung in Rohrabschnitte auf die Ausgangslänge oder ein
Vielfaches der Ausgangslänge für ein U-förmig gebogenes Rohr,
d) Biegevorrichtung für die Rohrabschnitte in U-Form.
[0029] Die Fertigungslinie setzt sich aus den apparativen Ausstattungen zusammen, die zur
Durchführung des Herstellungsverfahrens für Haarnadeln benötigt wird. Bei der Fertigungslinie
handelt es sich um eine funktionale Einheit, die die eingangs beschriebenen Nachteile
eng gespulter weicher Ringe überwinden soll. Dazu ist es nicht zwingend nötig, die
einzelnen Apparaturen räumlich im Sinne eines Fließbandes aneinanderzureihen, sondern
es ist auch vorstellbar gewisse Transportwege, beispielsweise in einer Fertigungshalle,
zu akzeptieren und so zu gestalten, dass dabei dennoch die von der erfindungsgemäßen
Lösung zugrundegelegten Vorteile erzielt werden.
[0030] In bevorzugter Ausführungsform ist zum Spülen des Rohrziehgutes eine Schutzgasspülvorrichtung
an einem rohrseitigen Ende angeordnet sowie eine Absaugvorrichtung am anderen Ende.
[0031] Komplexe Fertigungslinien müssen dennoch schnell auf unterschiedliche Anforderungen
anpassbar sein. Vorteilhafterwiese folgt dazu der Trennvorrichtung eine Sortiervorrichtung
für unterschiedliche Längen der Rohrabschnitte. Die jeweiligen Längen können dann
auch in kleineren Stückzahlen in der weiteren Fertigung auf verschiedenen Biegemaschinen
zu Haarnadeln gefertigt werden. Nur mit einer ausreichenden Flexibilität kann dem
Kundenwunsch zufriedenstellend entsprochen werden.
[0032] Vorteilhafterweise ist der Trennvorrichtung oder gegebenenfalls der Sortiervorrichtung
eine Reinigungsvorrichtung nachgeschaltet, um die Rohrabschnitte einer Innen- und/oder
Außenreinigung zu unterziehen.
[0033] In bevorzugter Ausführungsform ist die Glühvorrichtung für das Rohrziehgut im Durchlaufbetrieb
oder für die vereinzelten Rohrabschnitte im Batchbetrieb ein Induktions-, Strahlungs-
oder Konvektionsofen.
[0034] Eine weitere fertigungstechnische Besonderheit ist vorteilhafterweise eine der Richtvorrichtung
nachfolgende Berippungsvorrichtung für das Rohrziehgut. Durch die berippte Oberfläche
wird der Wärmeübertrag eines Rohres weiter gesteigert.
[0035] Die U-förmig gebogenen Rohre eignen sich besonders für Wärmetauscher, insbesondere
Lamellenwärmetauscher. Je nach Baugröße werden dazu ausgestanzte Lamellen auf die
senkrecht angeordneten Haarnadeln aufgefädelt oder die Haarnadeln in die waagrecht
liegenden Lamellenbündel eingeführt. Zur Verbindung der Kupferrohre mit den Lamellen
werden die Rohre von innen aufgeweitet, um einen möglichst innigen, dauerhaften Kontakt
sowie einen geringen Kontaktwiderstand zu gewährleisten. Bei den derzeit verwendeten
Aufweitverfahren, bei denen Rohre einseitig eingespannt und mit einem Dorn aufgeweitet
werden, schrumpfen die Rohre bei konstantem Metergewicht in Längsrichtung. Danach
werden die freien Rohrenden zur Aufnahme der Fittingsbögen leicht aufgeweitet. Schließlich
werden die Fittingsbögen aufgesteckt und manuell oder automatisch verlötet. Nach der
dann folgenden Montage der Verteiler- und Sammlerrohre werden die Apparate einer Dichtheitsprüfung
unterzogen. Je nach Integrationsgrad der Fertigung werden diese Arbeitsschritte an
entkoppelten Stationen oder komplett an einem Band durchgeführt. Manche Hersteller
trennen die Herstellung der Rohrbögen von der Fertigung der Lamellenapparate.
[0036] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass das ansonsten
übliche Wickeln der kaltverfestigten Wärmetauscherrohre zu mehrlagigen, engradialen
und im Gewicht beschränkten Spulen und das stapelweise Glühen dieser Spulen in einem
Blankglühofen umgangen und damit auch die der Fachwelt bekannten Nachteile von enggewickelten
Rohren wie Querschnittsformänderungen in Form einer Ovalisierung, Wanddickenänderungen,
einer inhomogenen Spannungsverteilung sowie ein hoher Anfall von Abfalllängen verhindert
wird.
[0037] Zudem gewährleistet eine effektive Innenspülung der Wärmetauscherrohre in Verbindung
mit der Schutzgasatmosphäre im Blankglühprozess eine höhere Innenreinheit.
[0038] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand einer schematischen Zeichnung näher
erläutert.
[0039] Darin zeigen:
Fig. 1 eine Fertigungslinie mit Schutzgasspülvorrichtung,
Fig. 2 eine Fertigungslinie mit Einzelrohrwaschstraße
Fig. 3 eine Fertigungslinie mit Korb in Korb-Arbeitsweise
Fig. 4 eine Fertigungslinie mit Glühvorrichtung für Batchbetrieb
Fig. 5 eine Fertigungslinie mit unterschiedlichen Rohrabschnittlängen
Fig. 6 eine Fertigungslinie mit Berippungsvorrichtung
[0040] Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0041] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist die Fertigung von haarnadelförmig gebogenen
Rohren für Lamellen-Wärmetauscher als letzten Fertigungsschritt in die Kupferrohrfertigung
dargestellt. Das im vorletzten Fertigungsschritt in waagerechter Lage in großen oben
offenen Rundbehältern als Aufbewahrungsvorrichtung abgelegte Rohrziehgut 1 wird vorzugsweise
direkt aus diesen Korbhaspeln 2 über eine Richt- und Prüfvorrichtung 3 einer induktiven
Durchlaufglühe 4 mit nachfolgendem Kühlbad 5 zugeführt, dabei innen aus einer Schutzgasspülvorrichtung
7 mit Stickstoff oder Stickstoff/Wasserstoff gespült, der über eine Absaugvorrichtung
8 wieder entfernt wird. In rekristallisiertem weichen Zustand wird das Rohrziehgut
1 mit einer Transportvorrichtung 6 einer Trennvorrichtung 11 zugeführt und direkt
zu einem vereinzelten Rohrabschnitt 10 abgelängt sowie nach einer anschließenden Gut-/Schlechtsortierung
12 zur Biegevorrichtung 21 weitertransportiert.
[0042] Die Weiterverarbeitung zu Haamadelrohren 20 mit vom Auftraggeber bestimmten U-Bogenradien
und parallelen Schenkellängen erfolgt bei dieser Ausgestaltung mit bereits abgelängten
geraden Rohrabschnitten 10. Die weichen Rohre werden auf der Biegevorrichtung 21 nochmals
gerichtet, zu Haarnadeln gebogen und mit einer weiteren Trennvorrichtung 22 auf Endmaß
abgelängt. In einer Ablageeinheit 23 und einer Verpackungseinheit 24 werden die U-förmig
gebogenen Rohre für den Transport vorbereitet.
[0043] Dieser Verfahrensablauf stellt eine auf hohe Innenreinheit abgestimmte Lösung dar,
die im Anschluss an die Rohrfertigungslinie für die Herstellung nahtlos gezogener
Rohre sowie auch für längsnaht geschweiste Wärmetauscherrohre Vorteile bietet.
[0044] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist eine Fertigungslinie mit Einzelrohnivaschstraße
13 dargestellt, die die vereinzelten Rohrabschnitte 10 durchlaufen. Bei der dargestellten
Lösung erfolgt die Reinigung der Innenoberflächen also an den schon weichen, abgelängten
und sortierten gestreckten Rohrabschnitten 10 in einer den Haarnadelbiegemaschinen
21 vorgelagerten Wascheinrichtung. Mit dieser Verfahrensvariante können höchste, den
Außenoberflächen entsprechende Reinheiten der Rohrinnenoberflächen garantiert werden.
[0045] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist die Fertigungslinie mit Korb in Korb-Arbeitsweise
dargestellt. Dabei werden die blankgeglühten Rohre ebenfalls weich und trocken in
die Korbhaspel 2 gelegt. Bekanntermaßen ist, wie auch schon oben ausgeführt, kaum
eine Metalloberfläche so kratz- und beschädigungsanfällig wie die von weichen trockenen
Kupferrohren. Deshalb wird in diesem Bearbeitungsschritt durch gezielte Führung der
Windungen in den Korb oder eine spezielle Korbkonstruktion mit besonderer Sorgfalt
mit den Rohren umgegangen. Das Einölen der Außenoberfläche oder die Verwendung von
Puffer-/Zwischenlagen kann ebenso zu einer Kratzbeständigkeit führen.
[0046] Die bei dieser Variante verwendeten Biegevorrichtungen 21 für U-Rohre ermöglichen
das simultane Biegen von bis zu 8 Haarnadeln oder mehr gleichzeitig. Die Maschine
zieht die jeweils benötigte Rohrlänge des Rohrziehgutes 1 von den Spulen ab. Während
des Biegens werden die Rohre gehalten. Im Bezug auf die Rohrbewegung ist das Biegen
damit ein instationärer Prozess. Zum Schutz vor Einfallen der Rohre werden Biegedorne
verwendet. Nach dem Biegen werden die als fehlerhaft ermittelten Rohre manuell oder
auch automatisch ausgesondert.
[0047] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist eine Fertigungslinie mit Glühvorrichtung für
Batchbetrieb dargestellt. Die vereinzelten Rohrabschnitte 10 werden der Reinigungsvorrichtung
13 zugeführt und anschließend in einer Ablagevorrichtung 14 abgelegt. Die Glühung
erfolgt im Batchbetrieb in einem Strahlungs- oder Konvektionsofen als Glühvorrichtung
15, bevor die weichen Rohrabschnitte 10 der Biegevorrichtung 21 zugeführt werden.
[0048] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 entspicht weitgehend der in Fig. 1 dargestellten
Fertigungslinie mit unterschiedlichen Rohrabschnittslängen. Die einzelnen Rohrlängen
werden in dieser Ausführungsform mit einer rotierenden mit Mehrfachschneidköpfen versehenen
Trennvorrichtung 11 abgeschnitten.
[0049] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 ist eine Fertigungslinie mit Berippungsvorrichtung
dargestellt, bei der innerhalb der Linie beispielsweise ein Innenberippen der Wärmetauscherrohre
erfolgt, wobei eine durchgehende Bohrung durch die Achse der Domstange, auf welcher
alle radialsymmetrischen Berippungswerkzeuge angeordnet sind, den Durchlass des Spülgases
gewährleistet. Hierbei müssen die Durchlaufgeschwindigkeiten der Berippungsanlage
und der Durchlaufglühe regelungstechnisch aufeinander abgestimmt werden. Die blankgeglühten
Rohre werden direkt nach der Durchlaufglühe auf die gestreckten Haarnadellängen getrennt
und diese nach einer Gut-/Schlecht-Sortierung 12 als Einzellängen der Biegemaschine
zugeführt. Das vorteilhafte dieser Lösung ist die kurze Rohrlänge nach der Glühstrecke,
wodurch die vom Spülgas gelösten Reaktionsprodukte vollständig ausgeblasen und abgesaugt
können, wodurch sich hohe Innenreinheiten der Haarnadeln ergeben.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 1
- Rohrziehgut
- 2
- Korbhaspel mit Abspuleinheit
- 3
- Richt- und Prüfvorrichtung
- 4
- Durchlaufglühofen
- 5
- Kühlbad
- 6
- Transporteinrichtung
- 7
- Schutzgasspülvorrichtung
- 8
- Absaugvorrichtung
- 9
- Berippungsvorrichtung
- 10
- vereinzelter Rohrabschnitt
- 11
- Trennvorrichtung zur Vereinzelung in Rohrabschnitte
- 12
- Sortiervorrichtung
- 13
- Reinigungsvorrichtung
- 14
- Ablagevorrichtung
- 15
- Glühvorrichtung
- 20
- U-förmig gebogenes Rohr (Haarnadelrohr)
- 21
- Biegevorrichtung
- 22
- Trennvorrichtung für U-Rohre zum Ablängen auf Endmaß
- 23
- Ablageeinheit
- 24
- Verpackungseinheit
1. Verfahren zum Herstellen von U-förmig gebogenen Rohren (20) aus einem Nichteisenmetall
im unmittelbaren Anschluss an eine Rohrfertigungslinie mit den aufeinanderfolgenden
Schritten:
a) Abspulen des Rohrziehgutes (1) aus einer Aufbewahrungsvorrichtung (2),
b) Richten des Rohrziehgutes (1),
c) Glühen und nachfolgendes Kühlen des Rohrziehgutes (1) vor oder nach einem Ablängen
zur Vereinzelung in Rohrabschnitte (10) auf die Ausgangslänge für ein U-förmig gebogenes
Rohr (20),
d) Biegen der Rohrabschnitte (10) in U-Form.
2. Verfahren zum Herstellen von U-förmig gebogenen Rohren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem der Schritte a) bis c) das Rohrziehgut (1) oder die Rohrabschnitte (10)
einer Qualitätskontrolle unterzogen werden.
3. Verfahren zum Herstellen von U-förmig gebogenen Rohren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrziehgut (1) mit Schutzgas gespült wird.
4. Verfahren zum Herstellen von U-förmig gebogenen Rohren nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzgas gegen die Abspulrichtung des Rohrziehgutes (1) strömt.
5. Verfahren zum Herstellen von U-förmig gebogenen Rohren nach einem der Ansprüche 2
bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Ablängen zur Vereinzelung die Rohrabschnitte (10) nach der Qualitätskontrolle
fehlerhafte Rohrabschnitt aussortiert werden.
6. Verfahren zum Herstellen von U-förmig gebogenen Rohren nach einem der Ansprüche 1
bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Ablängen zur Vereinzelung die Rohrabschnitte (10) einer Innen- und/oder
Außenreinigung unterzogen werden.
7. Verfahren zum Herstellen von U-förmig gebogenen Rohren nach einem der Ansprüche 1
bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass entweder das Rohrziehgut (1) im Durchlaufbetrieb geglüht wird oder die vereinzelten
Rohrabschnitte (10) im Batchbetrieb geglüht werden.
8. Verfahren zum Herstellen von U-förmig gebogenen Rohren nach einem der Ansprüche 1
bis 7 dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Richten und vor dem Prüfen das Rohrziehgut (1) einem Berippungsprozess unterzogen
wird.
9. Verfahren zum Herstellen von U-förmig gebogenen Rohren nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Glühen des Rohrziehgutes (1) vor einem Ablängen zur Vereinzelung in Rohrabschnitte
(10) das Rohrziehgut (1) in einer Korbhaspel abgelegt wird und an einer Einfach- oder
Mehrfachbiegevorrichtung (21) weiterverarbeitet wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die U-förmig gebogenen Rohre (20)
für Wärmetauscher verwendet werden.
11. Fertigungslinie zum Herstellen von U-förmig gebogenen Rohren aus einem Nichteisenmetall
im unmittelbaren Anschluss an eine Rohrfertigungslinie, bestehend aus:
a) einer Aufbewahrungsvorrichtung mit Abspuleinheit (2) für ein Rohrziehgut (1),
b) Richtvorrichtung für das abgespulte Rohrziehgut (1) und Prüfvorrichtung (3),
c) Glüh- (4) und nachfolgende Kühlvorrichtung (5) für das Rohrziehgut (1) vor oder
nach einer Trennvorrichtung (11) zur Vereinzelung in Rohrabschnitte auf die Ausgangslänge
oder ein Vielfaches der Ausgangslänge für ein U-förmig gebogenes Rohr (20),
d) Biegevorrichtung (21) für die Rohrabschnitte in U-Form.
12. Fertigungslinie zum Herstellen von U-förmig gebogenen Rohren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zum Spülen des Rohrziehguts (1) eine Schutzgasspülvorrichtung (7) an einem rohrseitigen
Ende angeordnet ist sowie eine Absaugvorrichtung (8) am anderen Ende.
13. Fertigungslinie zum Herstellen von U-förmig gebogenen Rohren nach Anspruch 11 oder
12, dadurch gekennzeichnet, dass der Trennvorrichtung (11) eine Sortiervorrichtung (12) für unterschiedliche Längen
der Rohrabschnitte (10) folgt.
14. Fertigungslinie zum Herstellen von U-förmig gebogenen Rohren nach einem der Ansprüche
11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Trennvorrichtung (11) oder gegebenenfalls der Sortiervorrichtung (12) eine Reinigungsvorrichtung
(13) nachgeschaltet ist, um die Rohrabschnitte (10) einer Innen-und/oder Außenreinigung
zu unterziehen.
15. Fertigungslinie zum Herstellen von U-förmig gebogenen Rohren nach einem der Ansprüche
11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Glühvorrichtung (4) für das Rohrziehgut (1) im Durchlaufbetrieb oder für die
vereinzelten Rohrabschnitte (10) im Batchbetrieb ein Induktions-, Strahlungs- oder
Konvektionsofen ist.
16. Fertigungslinie zum Herstellen von U-förmig gebogenen Rohren nach einem der Ansprüche
11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Richtvorrichtung (3) eine Berippungsvorrichtung (9) für das Rohrziehgut (1) nachfolgt.
1. Method for the manufacture of tubes (20) bent in a U-shape from a nonferrous metal,
immediately following a tube-production line, having the consecutive steps of:
a) uncoiling the drawn tube material (1) from a basket winder (2),
b) straightening the drawn tube material (1),
c) annealing and subsequently cooling the drawn tube material (1) before or after
cutting, for separation into tube portions (10), to the starting length for a tube
(20) bent in a U-shape,
d) bending the tube portions (10) into a U-shape.
2. Method for the manufacture of tubes bent in a U-shape according to claim 1, characterised in that the drawn tube material (1) or the tube portions (10) are subjected to quality control
in one of steps a) to c).
3. Method for the manufacture of tubes bent in a U-shape according to claim 1 or 2, characterised in that the drawn tube material (1) is flushed with inert gas.
4. Method for the manufacture of tubes bent in a U-shape according to claim 3, characterised in that the inert gas flows counter to the direction in which the drawn tube material (1)
is uncoiled.
5. Method for the manufacture of tubes bent in a U-shape according to any one of claims
2 to 4, characterised in that after cutting to length for separation into tube portions (10), defective tube portions
are sorted out after the quality control.
6. Method for the manufacture of tubes bent in a U-shape according to any one of claims
1 to 5, characterised in that, after cutting to length for separation, the tube portions (10) are subjected to
internal and/or external cleaning.
7. Method for the manufacture of tubes bent in a U-shape according to any one of claims
1 to 6, characterised in that either the drawn tube material (1) is annealed in continuous operation or the separated
tube portions (10) are annealed in batch operation.
8. Method for the manufacture of tubes bent in a U-shape according to any one of claims
1 to 7, characterised in that, after straightening and before testing, the drawn tube material (1) is subjected
to a ribbing process.
9. Method for the manufacture of tubes bent in a U-shape according to any one of claims
1 to 4, characterised in that, when the drawn tube material (1) is annealed before cutting to length for separation
into tube portions (10), the drawn tube material (1) is deposited on a basket winder
and further processed on a single- or multiple-bending device (21).
10. Production line for the manufacture of tubes bent in a U-shape from a nonferrous metal,
immediately following a tube-production line, comprising:
a) a basket winder having an uncoiling device (2) for drawn tube material (1),
b) a straightening facility for the uncoiled drawn tube material (1) and testing facility
(3),
c) an annealing unit (4) and a following cooling unit (5) for the drawn tube material
(1) before or after a cutting unit (11), for separation into tube portions, for cutting
to the starting length or a multiple of the starting length for a tube (20) bent in
a U-shape,
d) a bending device (21) for bending the tube portions into a U-shape.
11. Production line for the manufacture of tubes bent in a U-shape according to claim
10, characterised in that, in order to flush the drawn tube material (1), an inert gas flushing unit (7) is
arranged at one end of the tube and a suction apparatus (8) is arranged at the other
end.
12. Production line for the manufacture of tubes bent in a U-shape according to claim
10 or 11, characterised in that the cutting unit (11) is followed by a sorting apparatus (12) for different lengths
of the tube portions (10).
13. Production line for the manufacture of tubes bent in a U-shape according to claims
10 to 12, characterised in that a cleaning apparatus (13) is arranged downstream of the cutting unit (11) or optionally
downstream of the sorting apparatus (12).
14. Production line for the manufacture of tubes bent in a U-shape according to claims
10 to 13, characterised in that the annealing unit (4) for the drawn tube material (1) in continuous operation or
for the separated tube portions (10) in batch operation is an induction, radiation
or convection furnace.
15. Production line for the manufacture of tubes bent in a U-shape according to claims
10 to 14, characterised in that the straightening facility (3) is followed by a ribbing apparatus (9) for the drawn
tube material (1).
16. Use of the tubes (20) bent in a U-shape for heat exchangers.
1. Procédé pour la production de tubes cintrés en forme de U (20) à partir d'un métal
non ferreux, directement à la suite d'une chaîne de fabrication de tubes, présentant
les étapes successives que sont
a) déroulement à partir d'un dispositif de stockage (2) du produit tubulaire étiré
(1),
b) dressage du produit tubulaire étiré (1),
c) recuit et refroidissement successif du produit tubulaire étiré (1) avant ou après
une mise à longueur pour l'individualisation en tronçons tubulaires (10) à la longueur
initiale pour un tube cintré en forme de U (20),
d) cintrage des tronçons tubulaires (10) en forme de U.
2. Procédé pour la production de tubes cintrés en forme de U selon la revendication 1,
caractérisé en ce que dans l'une des étapes a) à c), on soumet le produit tubulaire étiré (1) ou les tronçons
tubulaires (10) à un contrôle de qualité.
3. Procédé pour la production de tubes cintrés en forme de U selon la revendication 1
ou 2, caractérisé en ce que l'on rince le produit tubulaire étiré (1) par un gaz inerte.
4. Procédé pour la production de tubes cintrés en forme de U selon la revendication 3,
caractérisé en ce que le gaz inerte s'écoule en sens opposé à la direction de déroulement du produit tubulaire
étiré (1).
5. Procédé pour la production de tubes cintrés en forme de U selon l'une des revendications
2 à 4, caractérisé en ce qu'après la mise à longueur pour l'individualisation des tronçons tubulaires (10), des
tronçons tubulaires défectueux sont évacués par triage.
6. Procédé pour la production de tubes cintrés en forme de U selon l'une des revendications
1 à 5, caractérisé en ce qu'après la mise à longueur pour l'individualisation, les tronçons tubulaires (10) sont
soumis à un nettoyage intérieur et/ou extérieur.
7. Procédé pour la production de tubes cintrés en forme de U selon l'une des revendications
1 à 6, caractérisé en ce que soit le produit tubulaire étiré (10) est recuit en fonctionnement continu soit les
tronçons tubulaires individualisés (10) sont recuits en fonctionnement par lots.
8. Procédé pour la production de tubes cintrés en forme de U selon l'une des revendications
1 à 7, caractérisé en ce qu'après le dressage et avant le contrôle, le produit tubulaire étiré (1) est soumis
à un processus de nervurage.
9. Procédé pour la production de tubes cintrés en forme de U selon l'une des revendications
1 à 4, caractérisé en ce que lors d'un recuit du produit tubulaire étiré (1), avant une mise à longueur pour l'individualisation
en tronçons tubulaires (10), le produit tubulaire étiré (1) est déposé dans un dévidoir
à panier et traité sur un dispositif de cintrage simple ou multiple (21).
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, dans lequel les tubes cintrés en forme
de U (20) sont utilisés pour des échangeurs thermiques.
11. Chaîne de fabrication pour produire des tubes cintrés en forme de U à partir d'un
métal non ferreux directement à la suite d'une chaîne de fabrication de tubes, constituée
par
a) un dispositif de stockage pourvu d'une unité de déroulement (2) pour un produit
tubulaire étiré (1),
b) un dispositif de dressage pour le produit tubulaire étiré (1) déroulé, et un dispositif
de contrôle (3),
c) un dispositif de recuit (4) suivi par un dispositif de refroidissement (5) pour
le produit tubulaire étiré (1) avant ou après un dispositif de séparation (11) pour
l'individualisation en tronçons tubulaires à la longueur initiale ou à un multiple
de la longueur initiale pour un tube cintré en forme de U (20),
d) un dispositif de cintrage (21) pour les tronçons tubulaires en forme de U.
12. Chaîne de fabrication pour produire des tubes cintrés en forme de U selon la revendication
11, caractérisée en ce que pour rincer le produit tubulaire étiré (1), un dispositif de rinçage à gaz inerte
(7) est agencé à une extrémité côté tube, et un dispositif d'aspiration (8) est agencé
à l'autre extrémité.
13. Chaîne de fabrication pour produire des tubes cintrés en forme de U selon la revendication
11 ou 12, caractérisée en ce que le dispositif de séparation (11) est suivi par un dispositif de triage (12) pour
différentes longueurs de tronçons tubulaires (10).
14. Chaîne de fabrication pour produire des tubes cintrés en forme de U selon l'une des
revendications 11 à 13, caractérisée en ce qu'en aval du dispositif de séparation (11) ou le cas échéant du dispositif de triage
(12) est agencé un dispositif de nettoyage (13) pour soumettre les tronçons tubulaires
(10) à un nettoyage intérieur et/ou extérieur.
15. Chaîne de fabrication pour produire des tubes cintrés en forme de U selon l'une des
revendications 11 à 14, caractérisée en ce que le dispositif de recuit (4) pour le produit tubulaire étiré (1) en fonctionnement
continu ou pour les tronçons tubulaires individualisés (10) en fonctionnement par
lots est un four à induction, un four à rayonnement ou un four à convection.
16. Chaîne de fabrication pour produire des tubes cintrés en forme de U selon l'une des
revendications 11 à 15, caractérisée en ce que le dispositif de dressage (3) est suivi par un dispositif de nervurage (9) pour le
produit tubulaire étiré (1).