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EP 1 574 447 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.05.2008 Patentblatt 2008/21 |
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Anmeldetag: 08.03.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Folienbeutel aus einer zwei- oder mehrlagigen Verbundfolie mit einer Griffausstanzung
Foil bag from two or multiple layer composite film with hand hole
Sac en film multicouche muni de poignées
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.09.2005 Patentblatt 2005/37 |
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Teilanmeldung: |
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05003837.1 / 1588953 |
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Patentinhaber: Nordenia Deutschland Halle GmbH |
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33790 Halle (DE) |
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Erfinder: |
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- Block, Joachim
33790 Halle (Westfalen) (DE)
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Vertreter: Albrecht, Rainer Harald et al |
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Patentanwälte
Andrejewski, Honke & Sozien
Theaterplatz 3 45127 Essen 45127 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 266 670 DE-A- 3 232 321
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EP-A- 1 129 960 FR-A- 2 359 759
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Folienbeutel aus einer zwei- oder mehrlagigen Verbundfolie
mit einer Griffausstanzung, die als gerade oder bogenförmige Schnittlinie ausgebildet
ist, wobei die Verbundfolie aus mindestens zwei durch Kaschieren verbundenen Folien
besteht und die beutelinnenseitige Folie des Kaschierverbundes eine siegelfähige Kunststofffolie
mit guten Dehnungseigenschaften ist, wobei die Folienfläche der Verbundfolie Funktionsbereiche
aufweist, in denen die Verbundfestigkeit zwischen der beutelinnenseitigen siegelfähigen
Kunststofffolie und der daran angrenzenden Folie des Kaschierverbundes kleiner ist
als in der die Funktionsbereiche umgebenden Fläche, und wobei die Griffausstanzung
zumindest zum Teil in diesen Funktionsbereichen angeordnet ist. Unter dem Begriff
"Folienbeutel" sollen sowohl offene Taschen als auch umfänglich geschlossene Produktverpackungen
fallen. Letzte können mit Aufreißhilfen und Wiederverschlüssen versehen sein.
[0002] Für Folienbeutel, insbesondere solche für Produktverpackungen, werden Verbundfolien
eingesetzt, deren eine Seite siegelfähig ist und deren andere Seite sich durch gute
optische Eigenschaften auszeichnet und bedruckbar ist. Häufig werden in der Praxis
zweilagige Kaschierverbundfolien aus Polyethylen und Polyester, insbesondere Polyethylenterephthalat
(PET), sowie dreilagige Kaschierverbundfolien mit einer beutelinnenseitigen Polyethylenfolie,
einer außenseitigen Folie aus Polyester sowie einer anwendungsspezifisch festgelegten
mittleren Folie verwendet. Die Grifffestigkeit der aus Verbundfolien gefertigten Folienbeutel
genügt den Anforderungen in der Praxis häufig nicht, denn der Folienabschnitt oberhalb
der Griffausstanzung reißt unter dem Gewicht des Pack- oder Füllgutes bisweilen aus.
[0003] Ein Folienbeutel mit den eingangs beschriebenen Merkmalen ist aus
EP 1 129 960 A1 bekannt. Um die Reißfestigkeit der Verbundfolie im Bereich der Griffausstanzung zu
verbessern, sind die Folienlagen der Verbundfolie im Bereich der Griffausstanzung
nicht miteinander verklebt. Unter Last kann sich die beutelinnenseitige Folie lokal
im Bereich der Griffausstanzung ungehindert ausdehnen, was sich günstig auf die Reißfestigkeit
der Verbundfolie im Griffbereich auswirkt. Sowohl unter optischen Gesichtspunkten
als auch hinsichtlich der Handhabung ist allerdings unbefriedigend, dass schon vor
dem erstmaligen Gebrauch des Folienbeutels die Folienlagen der Verbundfolie im Griffbereich
nicht fest aneinander liegen bzw. miteinander verbunden sind.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein mit einer Griffausstanzung versehenen
Folienbeutel aus einer zwei- oder mehrlagigen Verbundfolie anzugeben, deren Folienlagen
im Bereich der Griffausstanzung flächig miteinander verbunden sind und die sich gleichzeitig
durch eine hohe Reißfestigkeit im Bereich der Griffausstanzung auszeichnet.
[0005] Ausgehend von einem Folienbeutel mit den eingangs beschriebenen Merkmalen wird die
Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die siegelfähige Kunststofffolie des
Kaschierverbundes außerhalb der Funktionsbereiche eine durch Oberflächenbehandlung
modifizierte Oberfläche aufweist, an der die angrenzende Schicht des Kaschierverbundes
fest haftet, und dass an den Flächenabschnitten, welche die Funktionsbereiche bilden,
keine Oberflächenbehandlung erfolgte oder diese dort schwächer ausgeführt wurde und/oder
diese auf kleine Flächenstücke, die innerhalb der Funktionsbereiche ein Muster bilden,
beschränkt wurde. Oberflächenbehandlungen, welche die Hafteigenschaften der Folienoberfläche
beeinflussen, umfassen beispielsweise eine Behandlung der Oberfläche mit einer Gasflamme
unter Sauerstoffüberschuss oder eine oxidierend wirkende Oberflächenbehandlung durch
Koronaentladungen. Hier wird die Folie durch eine Lichtbogenbereich geführt bei dem
zahlreiche kleine Entladungen für winzige Narben auf der Kunststoffoberfläche sorgen
und dabei die physikalischen und chemischen Eigenschaften der Oberfläche verändern.
[0006] Der Erfindung liegt die Beobachtung zugrunde, dass die Reißfestigkeit der Verbundfolie
kleiner ist als die Reißfestigkeit der im Kaschierverbund verwendeten siegelfähigen
Kunststofffolie. Eine fest auf die siegelfähige Kunststofffolie aufkaschierte Folie
behindert die Dehnung der siegelfähigen Folie und verhindert bei einer Zugbelastung
eine gleichmäßige Krafteinleitung in diese Folie. Um Abhilfe zu schaffen, werden erfindungsgemäß
durch Funktionsbereiche Zonen innerhalb der Verbundfolie bereitgehalten, in denen
die Verbundfestigkeit zwischen den Schichten zumindest soweit herabgesetzt ist, dass
die Folien sich unter Zugbeanspruchung in einem lokal begrenzten bereich trennen und
die Dehnung der siegelfähigen Folie in diesem Bereich dadurch nicht oder nur wenig
behindert wird. Es wird eine auf die Funktionsbereiche beschränktes lokales Delaminieren
der Folienlagen unter Zuglast in Kauf genommen, um die Krafteinleitung in die siegelfähige
Kunststofffolie unter Last sicher zu stellen.
[0007] Im Rahmen der Erfindung liegt es, dass die Griffausstanzung vollständig innerhalb
der beschriebenen Funktionsbereiche angeordnet ist. Hierbei kann es auftreten, dass
sich die Lagen der Verbundfolie bei der Handhabung des Folienbeutels am Umfang der
Griffausstanzung voneinander ablösen. Dies beeinträchtigt zwar nicht die Funktion,
kann aber unter optischen Gesichtspunkten als störend empfunden werden. Gemäß einer
bevorzugten Ausführung der Erfindung sind die beschriebenen Funktionsbereiche Abschnitten
der Griffausstanzung zugeordnet, an der die Verbundfolie beim Tragen des gefüllten
Folienbeutels bevorzugt einreißt. Es handelt sich um Abschnitte, in denen die Krafteinleitung
beim Tragen des Folienbeutels bevorzugt erfolgt und die größten Zugspannungen auftreten.
Die Abschnitte sind abhängig von der Form der Griffausstanzung und lassen sich rechnerisch
oder anhand weniger orientierender Versuche ermitteln. Gemäß einer bevorzugten Ausführung
der Erfindung ist die Griffausstanzung als gerade oder bogenförmige Schnittlinie ausgebildet,
wobei die Enden der Schnittlinie jeweils innerhalb eines zugeordneten Funktionsbereiches
angeordnet sind und wobei ein mittlerer Abschnitt der Schnittlinie in eine die Funktionsbereiche
umgebende Folienfläche der Verbundfolie eingebracht ist, deren Verbundfestigkeit größer
ist als in den Funktionsbereichen. Beim Tragen des Folienbeutels unter Last sind bei
dieser bevorzugten Ausführung der Erfindung nur kleinflächige Ablösungen jeweils an
den Enden der Griffausstanzung möglich, die optisch nicht und nur wenig in Erscheinung
treten.
[0008] Erfindungsgemäß ist die beutelinnenseitige siegelfähige Kunststofffolie auch in den
Funktionsbereichen mit der angrenzenden Folie verbunden, und zwar mit der Maßgabe,
dass die Verbundfestigkeit hier geringer ist als in der den Funktionsbereich umgebenden
Fläche. Dies kann durch verschiedene technische Maßnahmen erreicht werden. Gemäß einer
bevorzugten Ausführung der Erfindung weist der Kaschierverbund in den Funktionsbereichen
eine Kontaktfläche mit einem Muster aus gut haftenden und schlecht haftenden Zonen
auf. Durch den Flächenanteil der schlecht haftenden Zonen ist die Verbundfestigkeit
veränderbar. Der Flächenanteil der schlecht haftenden Folie, bezogen auf die Fläche
des Funktionsbereiches, beträgt vorzugsweise mehr als 20 %. Das beschriebene Muster
kann aus parallelen oder sich kreuzenden Linien bestehen oder von einem Muster mit
einer zellenförmigen Struktur gebildet werden. Im Rahmen der Erfindung liegt es auch,
dass die siegelfähige Kunststofffolie mit der angrenzenden Folie in den Funktionsbereichen
punktförmig fest miteinander verbunden ist, also die gut haftenden Zonen des Musters
aus punktförmigen Flächen bestehen.
[0009] Im Rahmen der erfindungsgemäßen Lehre werden Verbundfolien verwendet, die aus mindestens
zwei flächig miteinander verklebten Folien bestehen, wobei die beutelinnenseitige
Folie eine siegelfähige Kunststofffolie mit guten Dehnungseigenschaften ist. Bei der
siegelfähigen Kunststofffolie kann es sich um eine Monofolie oder einer coextrudierten
Folie handeln. Bevorzugt sind Folien aus Polyethylen oder Polymeren mit vergleichbaren
Dehnungs- und Siegeleigenschaften. Die erfindungsgemäße Lehre ist insbesondere vorteilhaft
bei der Verwendung von Verbundfolien, die einen Kaschierverbund aus einer Polyethylenfolie
als beutelinnenseitige siegelfähige Kunststofffolie und eine im Vergleich dazu steife
und spröde Folie, insbesondere aus Polyethylenterephthalat (PET) oder einem orientierten
Polypropylen, aufweist. Die beutelaußenseitige Folie des Kaschierverbundes kann beispielsweise
mit einem Konterdruck an der Innenfläche bedruckt sein.
[0010] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung erläutert. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- einen aus einer Verbundfolie gefertigten Folienbeutel mit einer Griffausstanzung,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch die Verbundfolie,
- Fig. 3
- den Schnitt A-A aus Fig. 2.
[0011] Der in Fig. 1 dargestellte Folienbeutel besteht aus einer zwei- oder mehrlagigen
Verbundfolie 1 und weist eine Griffausstanzung 2 auf. Die Verbundfolie 1 besteht aus
mindestens zwei durch Kaschieren verbundenen Folien 3, 4, wobei die beutelinnenseitige
Folie 3 des Kaschierverbundes eine siegelfähige Kunststofffolie mit guten Dehnungseigenschaften,
z. B. eine Polyethylenfolie, ist.
[0012] Die Folienfläche der Verbundfolie weist Funktionsbereiche 5 auf, in denen die Verbundfestigkeit
zwischen der beutelinnenseitigen siegelfähigen Kunststofffolie 3 und der daran angrenzenden
Folie 4 des Kaschierverbundes kleiner ist als in der die Funktionsbereiche 5 umgebenden
Fläche 6. Die Funktionsbereiche 5 sind an der Außenseite der Folie optisch nicht erkennbar
und in Fig. 1 lediglich zum besseren Verständnis durch eine gestrichelte Linie angedeutet.
Die Fig. 1 macht deutlich, dass die Griffausstanzung 2 zumindest zum Teil in diesen
Funktionsbereichen 5 angeordnet ist.
[0013] Die Funktionsbereiche 5, die eine reduzierte Verbundfestigkeit zwischen der beutelinnenseitigen
siegelfähigen Kunststofffolie 3 und der angrenzenden Folie 4 des Kaschierverbundes
aufweisen, sind Abschnitten der Griffausstanzung 2 zugeordnet, an der die Verbundfolie
1 beim Tragen des gefüllten Folienbeutels bevorzugt einreißt. Im Ausführungsbeispiel
ist die Griffausstanzung 2 als bogenförmige Schnittlinie ausgebildet, wobei die Enden
der Schnittlinie jeweils innerhalb eines zugeordneten Funktionsbereiches 5 angeordnet
sind. Der mittlere Abschnitt a der Schnittlinie ist in eine die Funktionsbereiche
umgebende Folienfläche 6 der Verbundfolie eingebracht, deren Verbundfestigkeit größer
ist als in den Funktionsbereichen 5.
[0014] Die in den Fig. 2 und 3 dargestellte Verbundfolie 1 besteht aus einem Kaschierverbund
aus einer Polyethylenfolie als beutelinnenseitige siegelfähige Kunststofffolie 3 und
einer im Vergleich dazu steifen und spröden Folie 4 aus Polyester (PET), welche die
Außenseite der Verbundfolie bildet. Die beiden Folien sind flächig mit einem Kaschierklebstoff,
der als Klebstoffschicht 7 dargestellt ist, verklebt. Die beutelaußenseitige Folie
4 ist an der Innenfläche mit einem Konterdruck, der in Fig. 2 durch eine Farbschicht
8 dargestellt ist, bedruckt. Die verbundseitige Oberfläche 9 der Polyethylenfolie
ist oberflächenbehandelt worden, um die Haftung der angrenzenden Klebstoffschicht
7 zu verbessern. Außerhalb der Funktionsbereiche wurde die Oberflächenbehandlung flächig
durchgeführt, damit der Kaschierverbund eine hohe Verbundfestigkeit zwischen der beutelinnenseitigen
Polyethylenfolie 3 und der äußeren Polyesterfolie 4 aufweist. In den Funktionsbereichen
5 wird die Oberflächenbehandlung beschränkt auf kleine Flächenstücke 10, die innerhalb
der Funktionsbereiche ein in Fig. 3 dargestelltes Muster bilden. Die Flächenstücke
10 bilden gut haftende Zonen und bestehen im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 aus punktförmigen
Flächen, die durch Einfärbung der Folienoberfläche sichtbar gemacht werden können.
[0015] Aus einer vergleichenden Betrachtung der Fig. 2 und 3 wird auch deutlich, dass der
Kaschierverbund in den Funktionsbereichen 5 eine Kontaktfläche mit einem Muster aus
gut haftenden Zonen 10 und schlecht haftenden Zonen 11 aufweist, wobei die schlecht
haftenden Zonen 11 einen Flächenanteil von mehr als 20 % bezogen auf die Fläche des
Funktionsbereiches aufweisen sollten. Vielfältige Muster sind denkbar. Neben der in
Fig. 3 dargestellten punktförmigen Anordnung sind auch Muster aus parallel und sich
kreuzenden Linien sowie Muster mit einer zellenförmigen Struktur möglich.
1. Folienbeutel aus einer zwei- oder mehrlagigen Verbundfolie (1) mit einer Griffausstanzung
(2), die als gerade oder bogenförmige Schnittlinie ausgebildet ist,
wobei die Verbundfolie (1) aus mindestens zwei durch Kaschieren verbundenen Folien
(3, 4) besteht und die beutelinnenseitige Folie des Kaschierverbundes eine siegelfähige
Kunststofffolie (3) mit guten Dehnungseigenschaften ist,
wobei die Folienfläche der Verbundfolie Funktionsbereiche (5) aufweist, in denen die
Verbundfestigkeit zwischen der beutelinnenseitigen siegelfähigen Kunststofffolie (3)
und der daran angrenzenden Folie (4) des Kaschierverbundes kleiner ist als in der
die Funktionsbereiche (5) umgebenden Fläche, und
wobei die Griffausstanzung (2) zumindest zum Teil in diesen Funktionsbereichen (5)
angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die siegelfähige Kunststofffolie (3) des Kaschierverbundes außerhalb der Funktionsbereiche
eine durch Oberflächenbehandlung modifizierte Oberfläche aufweist, an der die angrenzende
Schicht (7) des Kaschierverbundes fest haftet, und dass an den Flächenabschnitten,
welche die Funktionsbereiche (5) bilden, keine Oberflächenbehandlung erfolgte oder
diese dort schwächer ausgeführt wurde und/oder diese auf kleine Flächenstücke (10),
die innerhalb der Funktionsbereiche (5) ein Muster bilden, beschränkt wurde.
2. Folienbeutel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der die Griffausstanzung bildenden Schnittlinie jeweils innerhalb eines
zugeordneten Funktionsbereiches (5) angeordnet sind, der eine reduzierte Verbundfestigkeit
zwischen der beutelinnenseitigen siegelfähigen Kunststofffolie (3) und der angrenzenden
Folie (4) des Kaschierverbundes aufweist, und dass ein mittlerer Abschnitt (a) der
Schnittlinie in eine diese Funktionsbereiche umgebende Folienfläche (6) der Verbundfolie
eingebracht ist, deren Verbundfestigkeit größer ist als in den Funktionsbereichen
(5).
3. Folienbeutel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kaschierverbund in den Funktionsbereichen (5) eine Kontaktfläche mit einem Muster
aus gut haftenden Zonen (10) und schlecht haftenden Zonen (11) aufweist.
4. Folienbeutel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die schlecht haftenden Zonen (11) einen Flächenanteil von mehr als 20 % bezogen auf
die Fläche des Funktionsbereiches (5) aufweisen.
5. Folienbeutel nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das aus gut haftenden und schlecht haftenden Zonen (10, 11) bestehende Muster ein
Muster aus parallelen oder sich kreuzenden Linien oder ein Muster mit einer zellenförmigen
Struktur bildet.
6. Folienbeutel nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die gut haftenden Zonen (10) aus punktförmigen Flächen bestehen.
7. Folienbeutel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbundfolie (1) einen Kaschierverbund aus einer Polyethylenfolie als beutelinnenseitige
siegelfähige Kunststofffolie (3) und einer im Vergleich dazu steifen und spröden Folie,
insbesondere aus Polyethylenterephthalat (PET) oder einem orientierten Polypropylen
aufweist.
1. Film bag composed of a double-layered or multilayered composite film (1) with a handle
cutout (2) which is designed as a straight or curved cut line,
wherein the composite film (1) consists of at least two films (3, 4) joined by lamination,
and the film of the laminated composite which forms the inner side of the bag is a
sealable plastic film (3) with good stretch properties,
wherein the film surface of the composite film has functional regions (5) in which
the bond strength between the sealable plastic film (3) which forms the inner side
of the bag and the adjoining film (4) of the laminated composite is lower than in
the area surrounding the functional regions (5), and
wherein the handle cutout (2) is arranged at least partially in these functional regions
(5),
characterised in that the sealable plastic film (3) of the laminated composite has, outside the functional
regions, a surface which has been modified by surface treatment and to which the adjoining
layer (7) of the laminated composite securely adheres, and in that no surface treatment took place on the surface sections which form the functional
regions (5), or said surface treatment was carried out to a lesser extent in these
regions and/or was restricted to small surface parts (10) which form a pattern within
the functional regions (5).
2. Film bag according to claim 1, characterised in that the ends of the cut line forming the handle cutout are in each case arranged within
an associated functional region (5) which has a reduced bond strength between the
sealable plastic film (3) which forms the inner side of the bag and the adjoining
film (4) of the laminated composite, and in that a central section (a) of the cut line is formed in a film surface (6) of the composite
film which surrounds these functional regions and in which the bond strength is greater
than in the functional regions (5).
3. Film bag according to claim 1 or 2, characterised in that the laminated composite has in the functional regions (5) a contact surface with
a pattern consisting of zones (10) of good adhesion and zones (11) of poor adhesion.
4. Film bag according to claim 3, characterised in that the zones (11) of poor adhesion comprise a surface area of more than 20% relative
to the surface area of the functional region (5).
5. Film bag according to claim 3 or 4, characterised in that the pattern consisting of zones (10, 11) of good adhesion and of poor adhesion forms
a pattern of parallel or intersecting lines or a pattern with a cellular structure.
6. Film bag according to claim 3 or 4, characterised in that the zones (10) of good adhesion consist of spot-shaped areas.
7. Film bag according to one of claims 1 to 6, characterised in that the composite film (1) comprises a laminated composite consisting of a polyethylene
film as the sealable plastic film (3) which forms the inner side of the bag and a
film which is stiff and brittle by comparison, in particular made from polyethylene
terephthalate (PET) or an oriented polypropylene.
1. Sac en feuille constitué d'une feuille bi- ou multicouche (1) avec une découpe de
poignée (2), réalisée sous forme de ligne de coupe rectiligne ou en arc,
la feuille multicouche (1) étant constituée d'au moins deux feuilles (3, 4) assemblées
par contre-collage et la feuille du côté intérieur du sac du compound contre-collé
étant une feuille de matière plastique (3) apte au scellement avec de bonnes propriétés
d'allongement,
la surface de la feuille multicouche comportant des zones fonctionnelles (5), dans
lesquelles la résistance du compound entre la feuille de matière plastique (3) apte
au scellement du côté intérieur du sac et la feuille (4) limitrophe du compound contre-collé
est plus faible que dans la surface entourant les zones fonctionnelles (5), et
la découpe de poignée (2) étant disposée au moins en partie dans ces zones fonctionnelles
(5),
caractérisé en ce que la feuille de matière plastique (3), apte au scellement, du compound contre-collé
présente à l'extérieur des zones fonctionnelles une surface modifiée par traitement
superficiel, sur laquelle adhère fixement la couche limitrophe (7) du compound contre-collé,
et que, sur les sections superficielles formant les zones fonctionnelles (5), aucun
traitement superficiel n'a été effectué ou ce dernier n'y a été réalisé que plus faiblement
et/ou ce traitement a été limité à de petites pièces superficielles (10), qui forment
un modèle à l'intérieur des zones fonctionnelles (5).
2. Sac en feuille suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les extrémités de la ligne de coupe, formant la découpe de poignée, sont respectivement
disposées à l'intérieur d'une zone fonctionnelle associée (5), qui présente une résistance
de compound réduite entre la feuille de matière plastique (3) apte au scellement,
du côté intérieur du sac, et la feuille limitrophe (4) du compound contre-collé, et
qu'une section centrale (a) de la ligne de coupe est pratiquée dans une surface (6)
de la feuille multicouche, entourant ces zones fonctionnelles, dont la résistance
de compound est plus élevée que dans les zones fonctionnelles (5).
3. Sac en feuille suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le compound contre-collé présente dans les zones fonctionnelles (5) une surface de
contact avec un modèle de zones (10) de bonne adhérence et de zones (11) de mauvaise
adhérence.
4. Sac en feuille suivant la revendication 3, caractérisé en ce que les zones de mauvaise adhérence (11) présentent un pourcentage surfacique de plus
de 20% rapporté à la surface de la zone fonctionnelle (5).
5. Sac en feuille suivant l'une des revendications 3 et 4, caractérisé en ce que le modèle constitué de zones de bonne adhérence et de zones de mauvaise adhérence
(10, 11) forme un modèle de lignes parallèles ou en croix ou un modèle avec une structure
cellulaire.
6. Sac en feuille suivant l'une des revendications 3 et 4, caractérisé en ce que les zones de bonne adhérence (10) sont constituées de surfaces ponctuelles.
7. Sac en feuille suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la feuille multicouche (1) présente un compound contre-collé constitué d'une feuille
de polyéthylène, en tant que feuille de matière plastique (3) apte au scellement du
côté intérieur du sac, et d'une feuille rigide et fragile par rapport à cette dernière,
en particulier en polyéthylènetéraphtalate (PET) ou en un polypropylène orienté.


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