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(11) |
EP 1 576 217 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.02.2010 Patentblatt 2010/07 |
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Anmeldetag: 17.12.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2003/014369 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/057072 (08.07.2004 Gazette 2004/28) |
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BELAG FÜR STRECKWERKSWALZEN
COVERING FOR DRAFTING ROLLERS
GARNITURE POUR ROULEAUX D'ETIRAGE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
19.12.2002 DE 10260025
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.09.2005 Patentblatt 2005/38 |
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Patentinhaber: DEUTSCHE INSTITUTE FÜR
TEXTIL- UND FASERFORSCHUNG STUTTGART
Stiftung des öffentlichen Rechts |
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73770 Denkendorf (DE) |
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Erfinder: |
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- ARTZT, Peter
72766 Reutlingen (DE)
- AUSHEYKS, Larisa
73773 Aichwald (DE)
- GRÜN, Theo
73734 Esslingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Bergmeier, Werner et al |
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Patentanwälte
CANZLER & BERGMEIER
Friedrich-Ebert-Strasse 84 85055 Ingolstadt 85055 Ingolstadt (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 033 425 GB-A- 643 666 US-A- 1 456 458
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DE-U- 1 815 739 NL-C- 42 235 US-A1- 2001 018 823
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Walzenstreckvorrichtung für Spinnereimaschinen, bei welcher
der Belag für die Druckroller aus einer äußeren und einer inneren Schicht besteht
und die Außenschicht dünnwandiger als die Innenschicht ist, sowie ein Riemchen oder
Hülse zur Verwendung als Belag für Druckroller von derartigen Streckvorrichtungen
für Spinnereimaschinen, wobei die dünnwandigere Außenschicht die dickere Innenschicht
lose umgibt, so daß sich die Außenschicht relativ zur Innenschicht bewegen kann.
[0002] Beim Verzug von Faserbändern in Streckwerken spielt für die Übertragung der Verzugskräfte
auf den Faserverband die Klemmwirkung der Walzenpaare eine entscheidende Rolle. Die
Streckwerkswalzenpaare bestehen deshalb aus einem geriffelten Stahlzylinder, dem sog.
Unterzylinder, und einem Druckroller, die sog. Oberwalze, der auf den Stahlzylinder
durch Belastung gedrückt wird. Dieser Druckroller besitzt in der Regel einen elastischen
Belag, so daß keine Klemmlinie entsteht, sondern durch die Verformung des elastischen
Belages eine Klemmfläche, die eine wesentlich bessere Faserrückhaltung bewirkt. Es
wird eine gute Klemmwirkung auf den Faserverband ausgeübt, ohne die Fasern zu beschädigen.
Erfahrungsgemäß ergeben deshalb weiche Walzenbeläge bessere Verzugsergebnisse, da
die Klemmfläche um so größer ist, je weicher der Belag ist. Die weichen Walzenbeläge
haben jedoch den Nachteil; daß sie sich sehr schnell abnutzen und vor allem im Bereich
des Faserdurchlaufes Rillen entstehen. Dieses sogenannte "Einlaufen" wird durch Überschleifen
der gesamten Belagoberfläche beseitigt. Dadurch verändert sich die Geometrie der Streckwerkswalze
und damit auch die Eigenschaften des Belages, was sich wiederum nachteilig auf die
Verzugsverhältnisse und damit auf die Garnwerte auswirkt. Das Nachschleifen der Walzenbezüge
ist zudem eine recht aufwendige Maßnahme.
[0003] Es ist deshalb bereits versucht worden, durch einen mehrschichtigen Walzenbelag diesem
Nachteil Abhilfe zu verschaffen. Durch die
DE 1 815 739 U ist ein Druckroller bekannt, dessen elastischer Mantel in mindestens zwei Schichten
unterteilt ist, wobei die äußere Schicht als elastische Hülle aus einem dünnen Schlauch
gebildet wird, der über den elastischen Mantel des Druckzylinders aufgezogen werden
kann. Die Ausbildung der äußeren Schicht als Schlauch erlaubt ein leichtes Überziehen
des elastischen Mantels und auch ein leichtes Abstreifen von diesem, wenn diese äußere
Umfangsfläche verschlissen ist. Das Festliegen des elastischen Schlauches wird durch
die natürliche Reibung zwischen Gummi und Gummi gewährleistet. Diese bekannte Ausführung
hat zwar ein leichtes Auswechseln der elastischen äußeren Schicht ermöglicht, konnte
jedoch das Problem des schnellen Verschleißes und des Einlaufens nicht lösen.
[0004] Durch die
DE 1 685 634 A1 ist ein Belag für Streckwerkswalzen von Spinnereimaschinen bekannt, der aus zwei
aufeinanderliegenden zylindrischen Schichten zusammengesetzt ist, wobei die Außenschicht
härter und dünnwandiger ist als die Innenschicht. Die beiden Schichten sind miteinander
verklebt. Dadurch können sehr unterschiedliche Werkstoffe miteinander kombiniert werden,
um Wickelbildung und elektrostatische Aufladung zu vermeiden. Es hat sich jedoch gezeigt,
daß das Problem der guten Verzugsfähigkeit und des Verschleißes nicht befriedigend
gelöst werden konnte. Durch das Verkleben ist das Wechseln der Außenschicht zudem
aufwendig.
[0005] Die deutsche Patentschrift
DE 635 372 C sowie deren korrespondierende niederländische Patentschrift
NL 42 235 C offenbaren eine Vorrichtung, bei der ein als Kugellageraußenring ausgebildeter Lagerkörper
auf einem Achszapfen leichtlaufend gelagert ist. Auf dem Achszapfen wiederum ist mit
geringem Spiel eine Mantelhülse angeordnet, welche mit einer Belederung versehen ist.
Der aus Leder bestehende Belag der Mantelhülse verschleißt sehr schnell und bewirkt
eine unzureichende Klemmung der Faserbänder.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu beseitigen und einen Walzenbelag
zu finden, der eine hohe Verschleißfestigkeit und Dauerelastizität in der Laufschicht
aufweist und damit optimale Verzugsbedingungen über einen langen Zeitraum gewährleistet.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruch 1 gelöst.
[0008] Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß bei einem mehrschichtigen Belag mit
einer dünnen Außenschicht und einer dickeren Innenschicht es darauf ankommt, daß eine
Relativbewegung zwischen den beiden Schichten stattfinden kann. Die Walkbewegung des
weichen Belages und die dabei erzeugten Spannungskräfte werden dann nur auf die Innenseite
der äußeren dünnwandigen Schicht übertragen, nicht aber auf die Fasern und den Riffelzylinder.
Es findet praktisch kaum noch Verschleiß, insbesondere keine Rillenbildung (Einlaufen)
statt, so daß die Außenschicht eine mehr als dreifache Lebensdauer hat.
[0009] Zweckmäßiger Weise wird die Außenschicht auf ihrer Außenseite als Faserkontaktschicht
den Erfordernissen einer guten Faserklemmung und auf ihrer Innenseite als Laufschicht
einem möglichst glatten, reibungsarmen Lauf des Druckrollers angepaßt. Dies wird beispielsweise
in einfacher Weise durch die Wahl entsprechender Materialzusammensetzungen für die
Faserkontaktschicht und die Laufschicht der Außenschicht erreicht. Diese Außenschicht
kann sowohl als Hülse um den inneren Druckrollerbelag als auch als endloses Riemchen
ausgeführt sein. Sie muß lediglich so flexibel sein, daß sie sich der Verformung der
weichen inneren Schicht anpaßt. Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, die
Außenschicht in Laufrichtung des Faserverbandes, also quer zur Walzenachse möglichst
unelastisch, d.h. dehnungsarm auszubilden. Die Verschleiß erzeugenden und sich negativ
auf den Verzug auswirkenden Spannungskräfte in der Klemmfläche sind dadurch beseitigt,
während in Achsrichtung die Außenschicht sich den Unebenheiten des Faserverbandes
anpassen kann. Es wird auf diese Weise eine ausgezeichnete Klemmung erreicht. Durch
eine Fadeneinlage wird die gewünschte Reduzierung der Dehnung der Außenschicht quer
zur Druckwalzenachse besonders gut erreicht ohne Einschränkung der Dehnbarkeit in
Richtung der Walzenachse. Durch eine möglichst glatte Oberfläche der Laufschicht der
Außenschicht werden die Relativbewegung zwischen Außenschicht und Innenschicht begünstigt
und infolgedessen der Abbau der Spannungskräfte noch besser gefördert.
[0010] Für eine hohe Liefergeschwindigkeit ist es zweckmäßig, eine als Riemchen ausgebildete
Außenschicht zu verwenden und dieses Riemchen durch eine Umlenkschiene zu führen.
Zusätzlich kann diese Umlenkschiene noch Seitenborde zur sicheren Führung auf weisen.
Bei hohen Liefergeschwindigkeiten hat es sich auch als besonders vorteilhaft für einen
störungsfreien Lauf erwiesen, wenn das Riemchen unter einem Winkel α > 30° zur Ebene
des Faserverbandes vom Druckroller abläuft. Das Riemchen besteht zweckmäßig aus mehreren
Schichten, wobei die Innenseite als glatte Laufschicht, die Außenseite als Faserkontaktschicht
ausgebildet ist. Zwischen den Schichten ist eine Fadeneinlage vorgesehen, die die
Dehnung in Laufrichtung des Riemchens verhindert, ohne eine gewünschte Querdehnung
zu beeinträchtigen.
[0011] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Figuren erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- den erfindungsgemäßen Aufbau des zweischichtigen Walzenbezuges im Längsschnitt,
- Figur 2
- einen Querschnitt durch die Vorrichtung gemäß Figur 1.
- Figur 3
- die Ausführung der Außenschicht als Riemchen.
- Figuren 4 und 5
- schematisch den Aufbau der Außenschicht mit einer Einlage zur Versteifung in Richtung
quer zur Achse des Zylinders.
- Figur 6
- die Führung des Riemchens mittels einer Umlenkschiene im Schnitt.
- Figur 7
- eine Draufsicht zu Figur 6.
[0012] In den Figuren 1 und 2 ist über dem Streckwerkszylinder 5 ein Druckroller 3 angeordnet,
der einen Belag 2 aufweist, der in üblicher Weise mit dem Druckroller 3 fest verbunden
ist. Der Streckwerkszylinder 5 und der Druckroller 3 bilden das Ausgangswalzenpaar
eines Streckwerkes, das entsprechend der Lieferung mit hoher Drehzahl läuft. Über
diesen Belag 2 des Druckrollers 3 als Innenschicht ist ein weiterer Belag 1 als Außenschicht
vorgesehen. Diese Außenschicht besteht bei der hier gezeigten Ausführung aus einer
dünnwandigen Hülse 1 aus flexiblem Material, das in Laufrichtung der Hülse 1 sich
nahezu dehnungslos verhält gegenüber dem Material der Innenschicht 2. Diese Hülse
1 ist locker über die Innenschicht 2 des Druckrollers 3 gestülpt, so daß sich ein
Zwischenraum 6 in dem nicht belasteten Bereich zwischen Innen- und Außenschicht bilden
kann. Wesentlich ist, daß sich die Hülse 1 relativ zur Innenschicht 2 des Druckrollers
3 bewegen kann. Die Innenschicht 2 ist dagegen wie üblich fest auf den Druckroller
3 aufgezogen. Unter der Belastung des Druckrollers 3 wird die weiche Innenschicht
2 auf den Streckwerkszylinder 5 gedrückt und verformt, so daß keine linienförmige
Berührung mit dem Streckwerkszylinder 5 stattfindet, sondern eine Flächenauflage erfolgt.
Da die Außenschicht 1 dünn und flexibel ist, paßt sie sich der Verformung der Innenschicht
2 an, ohne selbst wesentlich zusammengedrückt zu werden. Bei der Außenschicht 1 wird
daher im Gegensatz zur Innenschicht keine nennenswerte Walkarbeit geleistet. Die durch
die Verformung der Innenschicht 2 erzeugte Klemmfläche wird durch die Außenschicht
1 weitergegeben, so daß der für den Verzug vorgesehene Faserverband F mittels dieser
Klemmfläche beim Durchlaufen des Walzenpaares 3 und 5 geklemmt wird.
[0013] Bei den üblichen Druckwalzenbezügen wird durch den weichen elastischen Belag eine
Klemmfläche gebildet, die eine gute Klemmwirkung erzeugt. Durch die Walkarbeit des
Belages entstehen jedoch Spannungskräfte im Bereich der Klemmfläche, die sich auf
den Faserverband beim Verzug negativ auswirken und auch den bekannten hohen Verschleiß
des Belages verursachen. Die Anordnung einer äußeren Schicht 1, die flexibel sich
der Verformung des weichen und elastischen Belages 2 des Druckrollers 3 anpaßt, jedoch
durch ihre geringere Stärke und Verformbarkeit keine oder nur eine ganz geringe Walkarbeit
erzeugt, hat überraschend zu dem Ergebnis geführt, daß diese Außenschicht 1 eine ganz
erheblich größere Standfestigkeit aufweist und auch die weiche Innenschicht 2 keine
der üblichen Verschleiß- und Einlauferscheinungen zeigt. Bei umfangreichen Versuchen
hat sich gezeigt, daß die Außenschicht 1 selbst nach dreifacher Laufzeit noch immer
ohne jede Probleme lief und nicht ausgewechselt werden mußte. Die Verzugswerte konnten
durch den Einsatz der Außenschicht 1 auch gegenüber neuen herkömmlichen Bezügen sogar
verbessert werden. Es ist anzunehmen, daß dieses überraschende Ergebnis darauf zurückzuführen
ist, daß die durch die Walkarbeit der weichen und elastischen Innenschicht 2 des Druckrollers
3 bedingten Spannungskräfte sich nicht auf den geklemmten Faserverband auswirken können.
Diese Spannungskräfte werden durch die mögliche Relativbewegung zwischen der weichen
Innenschicht 2 und der glatten Laufschicht 102 der Außenschicht 1 abgebaut. Zwischen
den Fasern und dem Streckwerkszylinder 5 sowie der Außenschicht 1 findet keine Relativbewegung
statt, so daß die Klemmung im Haftreibungsbereich stattfindet. Ein Verschleiß durch
Gleiten kann somit nicht eintreten.
[0014] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1 und 2 ist die Außenschicht als zylindrische
Hülse 1 ausgeführt. Sie kann aber auch als längeres Endlosriemcheh ausgeführt werden.
Sowohl diese zylindrische Hülse 1, als auch ein Riemchen 10 oder 100, kann im Falle
des Verschleißes bzw. einer Rillenbildung im Bereich des Faserverbandes F problemlos
ausgewechselt werden. In Figur 3 ist ein Endlosriemchen 10 gezeigt, das den Druckroller
3 mit seiner weichen, elastischen Innenschicht 2 umgibt und durch eine Umlenkschiene
4 geführt wird. Die Ausbildung als längeres Endlosriemchen 10 oder 100 und dessen
Führung mittels der Umlenkschiene 4 hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn
hohe Liefergeschwindigkeiten gefahren werden.
[0015] Es ist zu berücksichtigen, daß bedingt durch den jeweiligen Verzug die das Lieferwalzenpaar
bildenden Streckwerkswalzen 3 und 5 etwa 20 bis 30 mal schneller laufen als die vor
dem Hauptverzugsfeld angeordneten Walzenpaare, die üblicherweise mit Faserführungsriemchen
umgeben sind. Diese bekannten Faserführungsriemchen haben sich als ungeeignet für
die Verwendung als Außenschicht 1 am Ausgangswalzenpaar 3 und 5 erwiesen. Diese Riemchen
sind in ihren Eigenschaften ungenügend. So hat sich beispielsweise gezeigt, daß es
darauf ankommt, daß die Außenschicht 1 bzw. das Riemchen 10 oder 100 in der Laufrichtung
des Faserverbandes F, d. h. quer zur Walzenachse 31 möglichst unelastisch ist, so
daß es sich nicht dehnen kann.
[0016] Selbstverständlich läßt sich im physikalischen Sinne nicht jegliche Dehnung ausschalten,
jedoch sollte diese so gering wie möglich sein. Dies wird durch eine Fadeneinlage
103 in einfacher Weise erreicht. Ferner begünstigen die bekannten Riemchen das Gleiten
der Fasern beim Verstrecken, was beim Ausgangswalzenpaar unerwünscht ist.
[0017] Figur 4 zeigt den Aufbau einer Außenschicht 1, 10 oder 100 im Querschnitt, die speziell
auf diese gewünschten Eigenschaften ausgerichtet ist. Die als Hülse 1 oder verlängertes
Endlosriemchen 10 bzw. 100 ausgebildete Außenschicht setzt sich zweckmäßig aus mehreren
Schichten zusammen: aus einer Faserkontaktschicht 101 und einer Laufschicht 102. Zwischen
beiden Schichten 101 und 102 ist zur Beseitigung der Dehnung in Längsrichtung eine
Fadeneinlage 103 angeordnet, die sowohl mit der Faserkontaktschicht 101, als auch
mit der Laufschicht 102 fest verbunden ist. Die Faserkontaktschicht 101 ist in ihrer
Oberfläche sowie in ihrem Material auf den Kontakt mit dem Faserverband F für die
Aufnahme der beim Verzug notwendigen Rückhaltekräfte ausgelegt. Dies wird beispielsweise
durch Verwendung eines Materials erreicht, wie es für Druckrollerbezüge verwendet
wird. Die Laufschicht 102 ist dagegen mit einer glatten, das Gleiten begünstigenden
Oberfläche versehen, um der Innenschicht 2 eine Relativbewegung gegenüber der Außenschicht
100, 10 oder 1 zu ermöglichen. Für die Laufschicht 102 wird vorzugsweise ein das Gleiten
begünstigendes Material eingesetzt, wie es beispielsweise für die bekannten Riemchen
zur Faserführung im Hauptverzugsfeld verwendet wird.
[0018] Die Fadeneinlage 103 nimmt dem Riemchen 100 in Laufrichtung die Elastizität, so daß
eine Dehnung praktisch nicht möglich ist. Quer zur Laufrichtung, das heißt in Richtung
der Druckrollerachse 31 bleibt jedoch die Dehnbarkeit erhalten. Das Riemchen kann
sich den Unebenheiten des verzogenen Faserverbandes F anpassen, so daß stets eine
gute Klemmung gewährleistet ist. Trotz dieser Mehrschichtigkeit der Außenschicht darf
diese natürlich nicht zu dick sein, um ihr eine gute Flexibilität zur Anpassung an
die Verformung der Innenschicht 2 und den Faserverband F zu geben. Eine Gesamtstärke
von 0,8 bis 1,0 mm hat sich dabei sowohl hinsichtlich der Standfestigkeit als auch
der Verzugsergebnisse sehr gut bewährt: Es konnte selbst nach mehrjähriger Laufzeit
keine Rillenbildung (Einlauf) festgestellt werden.
[0019] Die gewünschten Eigenschaften der Laufschicht 102 und der Faserkontaktschicht 101
kann auch durch entsprechende physikalische Gestaltung der Oberflächen erreicht werden.
Vorzugsweise bestehen die Laufschicht 102 und die Faserkontaktschicht 101 jedoch aus
unterschiedlichen Materialien, die die gewünschten Gleiteigenschaften bzw. den notwendigen
"Gripp" aufweisen. Messungen nach DIN 53375 haben gezeigt, daß zum Beispiel das oben
beschriebene Material für die Faserkontaktschicht 101 einen Reibkraftwert aufweist,
der mindestens doppelt so hoch ist, wie der Reibkraftwert des Materials der Laufschicht
102, wenn diese aus einem Material besteht, wie es für Riemchen zur Faserführung im
Hauptverzugsfeld eingesetzt wird. Die Laufschicht 102 hat damit gute Gleiteigenschaften,
während die Faserkontaktschicht 101 eine hervorragende Klemmung der Fasern bewirkt.
[0020] Die Herstellung eines solchen Endlosriemchens gemäß den Figuren 4 und 5 erfolgt beispielsweise
so, daß auf einem rohrföhrmigen Körper mit dem Umfang entsprechend der Länge des Riemchens
zunächst die Laufschicht 102 aufgebracht wird, auf die ein Faden gewickelt wird, der
die Fadeneinlage 103 bildet. Anschließend wird diese Fadeneinlage 103 mit der Faserkontaktschicht
101 überdeckt.
[0021] Bei der Ausführung gemäß den Figuren 6 und 7 ist ein Riemchen 100 durch eine Umlenkschiene
4 geführt. Um einen leichten Lauf des Riemchens 100 zu gewährleisten ist die Umlenkschiene
4 nicht nur gerundet, sondern zusätzlich mit einer reibungsarmen Beschichtung versehen.
An diese Umlenkschiene 4 schließt sich ein Käfig 42 an mit Führungsborden 41. Durch
diesen Käfig 42 und seine Führungsborde 41 ist der Raum zwischen der Umlenkschiene
4 und der Streckwerkswalze 3 gekapselt, so daß Flugansammlungen in diesem Raum vermieden
werden. Das Riemchen 100 läuft von der Streckwerkswalze 3 in einem Winkel α gegenüber
der Ebene des Faserverbandes F ab. Dadurch werden Turbulenzen und Flugbildung im Austrittsbereich
des Faserverbandes F vermieden. Der Käfig 42 wird an der Halteschiene 44 über Druckfedern
43 abgestützt, so daß die Umlenkschiene 4 eine Spannung auf das Riemchen 100 ausübt.
Die Seitenborde 41 dienen zur seitlichen Führung des Riemchens 100.
[0022] Auch bei dieser Ausführung ist ein leichtes und schnelles Austauschen des Riemchens
100 möglich. Durch Zurückdrücken der Umlenkschiene 4 wird das Riemchen 100 entlastet
und kann auch leicht über die Seitenborde 41 hinweggehoben werden. Diese Seitenborde
41 dienen neben der Abkapselung des Raumes zwischen Druckroller 3 und Umlenkschiene
4 auch zur seitlichen Führung des Riemchens 100. Wird die Außenschicht 1 des Druckrollers
3 asymmetrisch zum Faserverband F angeordnet, so kann die Außenschicht 1 gewendet
werden, so daß die linke Seite sich auf der rechten Seite befindet und somit der Faserverband
F über eine unbenutzte Fläche der Außenschicht läuft.
1. Walzenstreckvorrichtung für Spinnereimaschinen, bei welcher der Belag (1, 10, 100,
2) für den Druckroller (3) am Ausgang eines Verzugsfeldes aus einer äußeren Schicht
(1, 10, 10) und einer auf dem Druckrollerkem (3) befestigten inneren Schicht (2) besteht
und die Außenschicht (1, 10, 100) dünnwandiger und härter als die Innenschicht (2)
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenschicht (1, 10, 100) die Innenschicht (2) lose umgibt, so daß sich die Außenschicht
(1, 10, 100) relativ zur Innenschicht (2) bewegen kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenschicht (1, 10, 140) als Hülse (1) ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenschicht (1, 10, 100) als endloses Riemchen (10, 100) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die der Innenschicht (2) zugewandte Seite der Außenschicht (1, 10, 100) reibungsärmer
als die der Innenschicht (2) abgewandte Seite der Außenschicht (1, 10, 100) ausgeführt
ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenschicht (1, 10, 100) quer zur Walzenachse (31) dehnungsärmer als in Richtung
der Walzenachse (31) ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenschicht (1, 10, 100) eine Fadeneinlage (103) aufweist, die quer zur Achse
(31) des Druckrollers (3) verläuft.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenschicht (1, 10, 100) mehrere Schichten (101, 102, 103) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenschicht (1, 10, 100) eine der Innenschicht (2) des Druckrollers (3) zugewandte
Laufschicht (102) und eine dem Faserverband (F) zugewandte Faserkontaktschicht (101)
aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Laufschicht (102) und der Faserkontaktschicht (101) eine Fadeneinlage
(103) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufschicht (102) eine Oberfläche aufweist, welche glatter als die Oberfläche
der Faserkontaktschicht (101) ist.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Lauffläche (102) aus einem Material besteht, welches eine geringere Reibkraft
als das Material der Faserkontaktschicht (101) aufweist.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Führung des Riemchens (10, 100) eine Umlenkschiene (4) vorgesehen ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Riemchen (10, 100) in Berührung kommende Oberfläche der Umlenkschiene
(4) gerundet ist und eine reibungsarme Beschichtung aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkschiene (4) federnd gelagert ist, so daß sie eine Spannkraft auf das Riemchen
(10, 100) ausübt.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkschiene (4) Seitenborde (41) zur seitlichen Führung des Riemchens (10,
100) aufweist.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Riemchen (10, 100) beim Ablaufen vom Druckroller (3) aus der Ebene des Faserverbandes
(F) herausgeführt wird.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Riemchen (10, 100) vorzugsweise unter einem Winkel α > 30° zur Ebene des Faserverbandes
(F) abläuft.
18. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Riemchen (10, 100) umschlossene Raum zwischen Umlenkschiene (4) und Druckroller
(3) seitlich gekapselt ist.
19. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenschicht (1, 10, 100) asymmetrisch zum Faserverband (F) angeordnet ist.
20. Endlosriemchen (10, 100) oder Hülse (1) zur Verwendung als äußere Schicht (1, 10,
100) eines Belags für Druckroller (3) von Streckvorrichtungen für Spinnereimaschinen,
wobei der Belag aus einer äußeren Schicht (1, 10, 100) und einer inneren Schicht (2)besteht
und die Außenschicht (1, 10, 100) dünnwandiger als die Innenschicht (2) ist und die
Innenschicht (2) lose umgibt, so daß sich die Außenschicht (1, 10, 100) relativ zur
Innenschicht (2) bewegen kann, dadurch gekennzeichnet, daß das Endlosriemchen (10, 100) oder die Hölse (1) in Laufrichtung dehnungsärmer als
quer zur Laufrichtung ausgebildet ist.
21. Endlosreimchen oder Hölse nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Riemchen (10, 100) oder die Hölse (1) eine Fadeneinlage (103) aufweist, die in
Laufrichtung des Riemchens oder der Hölse (1) verläuft.
22. Endlosreimchen oder Hölse nach einem der Ansprüche 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenseite des Riemchens (10, 100) oder der Hölse (1) reibungsämer als die Außenseite
des Riemchens (10, 100) oder Hölse (1) ausgeführt ist.
23. Endlosreimchen oder Hölse nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß das Riemchen (10, 100) oder die Hölse (1) aus mehreren Schichten (101, 102, 103)
besteht.
24. Endlosreimchen oder Hölse nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenseite des Riemchens (10, 100) oder der Hölse (1) als Laufschicht (102) und
die Außenseite des Riemchens (10, 100) oder der Hölse (1) als Faserkontaktschicht
(101) ausgebildet ist.
25. Endlosreimchen oder Hölse nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Laufschicht (102) und der Faserkontaktschicht (101) eine Fadeneinlage
(103) angeordnet ist.
26. Endlosreimchen oder Hölse nach einem oder mehreren der Ansprüche 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufschicht (102) eine Oberfläche aufweist, welche glatter als die Oberfläche
der Faserkontaktschicht (101) ist.
27. Endlosreimchen oder Hölse nach einem oder mehreren der Ansprüche 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufschicht (102) aus einem Material besteht, welches eine geringere Reibkraft
als das Material der Faserkontaktschicht (101) aufweist.
28. Endlosreimchen oder Hölse nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß das Material der Laufschicht (102) etwa den halben Reibwert der Faserkontaktschicht
(101) aufweist.
1. A roller drafting device for spinning machines in which the covering (1, 10, 100,
2) for the pressure roller (3) on the exit of a drafting zone consists of an outer
(1, 10, 100) and an inner layer (2), the inner layer (2) being fixed to the core of
the pressure roller (3) and the outer layer (1, 10, 100) being thinner and harder
than the inner layer (2), characterized in that the outer layer (1, 10, 100) loosely surrounds the inner layer (2) so that the outer
layer (1, 10, 100) can move relatively to the inner layer (2).
2. The device according to Claim 1, characterized in that the outer layer (1, 10, 100) is designed as a casing (1).
3. The device according to Claim 1, characterized in that the outer layer (1, 10, 100) is designed as an endless belt (10, 100).
4. The device according to one or more of Claims 1 to 3, characterized in that the side of the outer layer (1, 10, 100) facing the inner layer (2) is designed to
have lower friction than the side of the outer layer (1, 10, 100) facing away from
the inner layer (2).
5. The device according to one or more of Claims 1 to 4, characterized in that the outer layer (1, 10, 100) is designed to have lower expansion transversely to
the roller axis (31) than it has in the direction of the roller axis (31).
6. The device according to Claim 5, characterized in that the outer layer (1, 10, 100) comprises a yarn insert (103) running transversely to
the axis (31) of the pressure roller (3).
7. The device according to one or more of Claims 1 to 6, characterized in that the outer layer (1, 10, 100) comprises several layers (101, 102, 103).
8. The device according to Claim 7, characterized in that the outer layer (1, 10, 100) comprises a run layer (102) facing the inner layer (2)
of the pressure roller (3) and comprises a fiber contact layer (101) facing the fiber
structure (F).
9. A device according to Claim 7 or 8, characterized in that a yarn insert (103) is arranged between the run layer (102) and the fiber contact
layer (101).
10. The device according to one or several of Claims 7 to 9, characterized in that the run layer (102) has a surface that is smoother than the surface of the fiber
contact layer (101).
11. The device according to one or several of Claims 7 to 10, characterized in that the run surface (102) consists of a material that has a lower frictional force than
the material of the fiber contact layer (101).
12. The device according to one or several of Claims 7 to 11, characterized in that a deflection rail (4) is provided for guiding the belt (10, 100).
13. The device according to Claim 12, characterized in that the surface of the deflection rail (4) coming in contact with the belt (10, 100)
is designed to be rounded and to have a low-friction coating.
14. The device according to one of Claims 12 or 13, characterized in that the deflection rail (4) is resiliently mounted in such a manner that it exerts a
tension force on the belt (10, 100).
15. The device according to one or several of Claims 12 to 14, characterized in that the deflection rail (4) comprises side rims (41) for the lateral guidance of the
belt (10, 100).
16. The device according to one or several of Claims 4 to 15, characterized in that the belt (10, 100) is guided out of the plane of the fiber structure (F) when running
off from the pressure roller (3).
17. The device according to Claim 16, characterized in that the belt (10, 100) preferably runs off at an angle α > 30° to the plane of the fiber
structure (F).
18. The device according to one or several of Claims 7 to 17, characterized in that the space surrounded by the belt (10, 100) and between the deflection rail (4) and
the pressure roller (3) is laterally encapsulated.
19. The device according to one or several of Claims 1 to 18, characterized in that the outer layer (1, 10, 100) is arranged asymmetrically to the fiber structure (F).
20. An endless belt (10, 100) or casing (1) for use as the outer layer (1, 10, 100) of
a covering for pressure rollers (3) of drafting devices for spinning machines, which
covering consists of an outer (1, 10, 100) and of an inner layer (2) and which outer
layer (1, 10, 100) has a thinner wall than the inner layer (2) and loosely surrounds
the inner layer (2) in such a manner that the outer layer (1, 10, 100) can move relative
to the inner layer (2), characterized in that the endless belt (10, 100) or the casing (1) is designed to have a lower expansion
in the direction of travel than it has in the transverse direction .
21. The endless belt or casing according to Claim 20, characterized in that the belt (10, 100) or the casing (1) comprises a yarn insert (103) that runs in the
direction of travel of the belt.
22. The endless belt or casing according to Claim 20 or 21, characterized in that the inside of the belt (10, 100) or of the casing (1) has a lower friction than the
outside of the belt (10, 100) or of the casing (1).
23. The endless belt or casing according to one of Claims 20 to 22, characterized in that the belt (10, 100) or the casing (1) consists of several layers (101, 102, 103).
24. The endless belt or casing according to Claim 23, characterized in that the inside of the belt (10, 100) or of the casing (1) is designed as a run layer
(102) and that the outside of the belt (10, 100) or of the casing (1) is designed
as a fiber contact layer (101).
25. The endless belt or casing according to Claim 24, characterized in that a yarn insert (103) is arranged between the run layer (102) and the fiber contact
layer (101).
26. The endless belt or casing according to one or both of Claims 24 and 25, characterized in that the run layer (102) has a surface that is smoother than the surface of the fiber
contact layer (101).
27. The endless belt or casing according to Claims 24 to 26, characterized in that the run layer (102) consists of a material that comprises a lower friction force
than the material of the fiber contact layer (101).
28. The endless belt or casing according to Claim 27, characterized in that the material of the run layer (102) has approximately one half the frictional value
of the fiber contact layer (101).
1. Dispositif de cylindres étireurs pour métiers à filer, dans lequel le revêtement (1,10,
100, 2) pour le cylindre presseur (3) à la sortie d'une zone d'étirage se compose
d'une couche extérieure (1, 10, 100) et d'une couche intérieure (2) fixée sur l'âme
du cylindre presseur (3) et la couche extérieure (1, 10, 100) est plus dure et à paroi
plus mince que la couche intérieure (2), caractérisé en ce que la couche extérieure (1, 10,100) enveloppe lâchement la couche intérieure (2), de
telle manière que la couche extérieure (1, 10, 100) puisse bouger par rapport à la
couche intérieure (2).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couche extérieure (1, 10, 100) se présente sous la forme d'un mandrin (1).
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couche extérieure (1, 10, 100) se présente sous la forme d'une lanière sans fin
(10, 100).
4. Dispositif selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la face de la couche extérieure (1, 10, 100) orientée vers la couche intérieure (2)
se présente sous une forme à plus faibles frottements que la face de la couche extérieure
(1, 10, 100) détournée de la couche intérieure (2).
5. Dispositif selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la couche extérieure (1, 10, 100) se présente sous une forme à plus faible extensibilité
dans le sens perpendiculaire à l'axe (31) du cylindre que dans le sens de l'axe (31)
du cylindre.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que la couche extérieure (1, 10, 100) comporte une insertion en fils (103), laquelle
s'étend perpendiculairement à l'axe (31) du cylindre presseur (3).
7. Dispositif selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la couche extérieure (1, 10, 100) comporte plusieurs couches (101, 102, 103).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que la couche extérieure (1, 10, 100) comporte une couche de glissement (102) orientée
vers la couche intérieure (2) du cylindre presseur (3) et une couche de contact de
fibres (101) orientée vers l'ensemble de fibres (F).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 ou 8, caractérisé en ce qu'ne insertion en fils (103) est disposée entre la couche de glissement (102) et la
couche de contact de fibres (101).
10. Dispositif selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que la couche de glissement (102) comporte une surface plus lisse que la surface de la
couche de contact de fibres (101).
11. Dispositif selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 7 à 10, caractérisé en ce que la couche de glissement (102) se compose d'une matière présentant une force frictionnelle
inférieure à celle de la matière de la couche de contact de fibres (101).
12. Dispositif selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 7 à 11, caractérisé en ce qu'une barre de renvoi (4) est prévue pour le guidage de la lanière (10, 100).
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que la surface de la barre de renvoi (4) entrant en contact avec la lanière (10, 100)
est arrondie et comporte un revêtement à faibles frottements.
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 12 ou 13, caractérisé en ce que la barre de renvoi (4) est montée sur ressorts, si bien qu'elle exerce une force
de tension sur la lanière (10, 100).
15. Dispositif selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 12 à 14, caractérisé en ce que la barre de renvoi (4) comporte des bords latéraux (41) pour le guidage latéral de
la lanière (10, 100).
16. Dispositif selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 4 à 15, caractérisé en ce que la lanière (10, 100) est transportée hors du plan de l'ensemble de fibres (F) lors
de la descente depuis le cylindre presseur (3).
17. Dispositif selon la revendication 16, caractérisé en ce que la lanière (10, 100) quitte le plan de l'ensemble de fibres (F) de préférence sous
un angle de α > 30° par rapport au plan de l'ensemble de fibres (F).
18. Dispositif selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 7 à 17, caractérisé en ce que l'espace enfermé par la lanière (10, 100) entre la barre de renvoi (4) et le cylindre
presseur (3) est capsulé latéralement.
19. Dispositif selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 18, caractérisé en ce que la couche extérieure (1, 10, 100) est disposée de manière asymétrique par rapport
à l'ensemble de fibres (F).
20. Lanière sans fin (10, 100) ou mandrin (1) pour l'utilisation comme couche extérieure
(1, 10, 100) d'un revêtement pour cylindres presseurs (3) de dispositifs d'étirage
pour métiers à filer, sachant que le revêtement se compose d'une couche extérieure
(1, 10, 100) et d'une couche intérieure (2), que la couche extérieure (1, 10, 100)
est à paroi plus mince que la couche intérieure (2) et enveloppe lâchement ladite
couche intérieure (2), de telle manière que la couche extérieure (1, 10, 100) puisse
bouger par rapport à la couche intérieure (2), caractérisée en ce que la lanière sans fin (10, 100) ou le mandrin (1) se présente sous une forme à plus
faible extensibilité dans le sens de marche que dans le sens perpendiculaire au sens
de marche.
21. Lanière sans fin ou mandrin selon la revendication 20, caractérisé en ce que la lanière (10, 100) ou le mandrin (1) comporte une insertion en fils (103), qui
s'étend dans le sens de marche de la lanière ou du mandrin.
22. Lanière sans fin ou mandrin selon l'une quelconque des revendications 20 ou 21, caractérisé en ce que la face intérieure de la lanière (10, 100) ou du mandrin (1) se présente sous une
forme à plus faibles frottements que la face extérieure de la lanière (10, 100) ou
du mandrin (1).
23. Lanière sans fin ou mandrin selon l'une quelconque des revendications 20 à 22, caractérisé en ce que la lanière (10, 100) ou le mandrin (1) se compose de plusieurs couches (101, 102,
103).
24. Lanière sans fin ou mandrin selon la revendication 23, caractérisé en ce que la face intérieure de la lanière (10, 100) ou du mandrin (1) se présente en forme
de couche de glissement (102) et la face extérieure de la lanière (10, 100) ou du
mandrin (1) se présente en forme de couche de contact de fibres (101).
25. Lanière sans fin ou mandrin selon la revendication 24, caractérisé en ce qu'une insertion en fils (103) est disposée entre la couche de glissement (102) et la
couche de contact de fibres (101).
26. Lanière sans fin ou mandrin selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications
24 ou 25, caractérisé en ce que la couche de glissement (102) comporte une surface plus lisse que la surface de la
couche de contact de fibres (101).
27. Lanière sans fin ou mandrin selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications
24 à 26, caractérisé en ce que la couche de glissement (102) se compose d'une matière présentant une force frictionnelle
inférieure à celle de la matière de la couche de contact de fibres (101).
28. Lanière sans fin ou mandrin selon la revendication 27, caractérisé en ce que la matière de la couche de glissement (102) présente un coefficient de friction approximativement
égal à la moitié de celui de la couche de contact de fibres (101).


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