(19)
(11) EP 1 576 219 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
12.09.2007  Patentblatt  2007/37

(21) Anmeldenummer: 03789093.6

(22) Anmeldetag:  27.11.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
D03D 47/30(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2003/013338
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2004/059055 (15.07.2004 Gazette  2004/29)

(54)

VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM STRECKEN

DEVICE AND METHOD FOR STRETCHING

DISPOSITIF ET PROCEDE D'ETIRAGE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 20.12.2002 DE 10261774

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
21.09.2005  Patentblatt  2005/38

(73) Patentinhaber: Picanol N.V.
8900 Ieper (BE)

(72) Erfinder:
  • BAMELIS, Jean, Marie
    B-8900 Ieper (BE)
  • DELANOTE, Chris
    B-8900 Ieper (BE)
  • PEETERS, Jozef
    B-8900 Ieper (BE)

(74) Vertreter: Patentanwälte Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner 
Postfach 10 40 36
70035 Stuttgart
70035 Stuttgart (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 335 011
US-A- 3 908 710
US-A- 3 901 286
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Strecken eines in ein Webfach eingetragenen Schussfadens, insbesondere für Luftdüsenwebmaschinen.

    [0002] Schussfäden werden mit hohen Geschwindigkeiten in ein Webfach eingetragen. Aufgrund der Antriebskräfte und aufgrund der Bremskräfte am Ende des Webvorganges werden die Schussfäden elastisch gedehnt. Aufgrund dieser Dehnung haben die Schussfäden die Neigung, nach Beenden des Schusseintrags in das Webfach zurückzuspringen und dort Schlingen oder Schlaufen zu bilden. Derartige Schlingen oder Schlaufen bedeuten Webfehler. Um das Zurückspringen zu verhindern werden üblicherweise auf der der Eintragsseite gegenüberliegenden Seite des Webfaches sogenannte Streckdüsen angeordnet, die mit einem Luftstrom den eingetragenen Schussfaden spannen und gestreckt halten. Dieses Spannen und Strecken kann noch dadurch unterstützt werden, dass die sogenannten Hilfsblasdüsen oder Stafettendüsen nach dem Schusseintrag noch über einen gewissen Zeitraum eingeschaltet bleiben. Um eine ausreichend hohe Kraft für das Strecken aufzubringen, muss eine relativ große Länge an Schussfaden von der Streckdüse aufgenommen werden. Außerdem ist der Luftverbrauch einer derartigen Streckdüse relativ hoch.

    [0003] Aus der EP 0 335 011 A1 ist eine Luftdüsenwebmaschine mit einer Schussfadeneintragsvorrichtung bekannt, wobei die Schussfadeneintragsvorrichtung den Schussfaden über einen Schusseintragskanal in das Webfach einträgt, der Schussfaden im Webfach über eine Vielzahl nebeneinander angeordneter Staffettendüsen zur Fangseite getragen wird, an der Fangseite eine Klemmeinrichtung, bestehend aus einem Klemmbock und einem oder mehreren quer zum Schussfaden geführten Klemmfäden, angeordnet ist, welche das Schussfadenende während des Abbindevorganges klemmend festhält, und in Schussrichtung vor der Klemmeinrichtung eine Streckeinrichtung ausserhalb des Webblattes angeordnet ist, welche den in der Klemmeinrichtung festgelegten Schussfaden unter Bildung einer Schussfadenschlaufe streckt und damit spannt.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Vorrichtung zum Gestreckthalten eines eingetragenen Schussfadens zu schaffen.

    [0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass auf der der Eintragsseite gegenüberliegenden Seite eines Webfaches eine mittels einer Steuereinrichtung betätigbare Fadenklemme zum Klemmen des Schussfadens vorgesehen ist, vor der - gesehen in Schussfadentransportrichtung - eine mittels einer Steuereinrichtung betätigbare Einrichtung zum Auslenken des Schussfadens angeordnet ist, und die Einrichtung zum Auslenken als Betätigungsvorrichtung wenigstens eine pneumatische Kolben-Zylindereinheit enthält.

    [0006] Bei einer bevorzugten Weiterbildung wird vorgesehen, dass die Fadenklemme und die Einrichtung zum Auslenken auf der gleichen Seite, d.h. auf der der Eintragsseite gegenüberliegenden Seite eines Webfachs angeordnet sind. Auf dieser Seite ist sonst die Gefahr des Entstehens von Schlingen oder Schlaufen besonders hoch.

    [0007] Mittels der Fadenklemme wird verhindert, dass der eingetragene Schussfaden in das Webfach zurückspringt. Da es in den meisten Fällen nicht möglich sein wird, den Schussfaden exakt in dem Moment zu klemmen, in welchem er seine Eintragsbewegung vollendet hat, sich jedoch noch nicht wieder zurückbewegt hat, wird die Einrichtung zum Auslenken und Spannen vorgesehen. Diese stellt sicher, dass der Schussfaden auch dann gestreckt gehalten wird, wenn er sich schon wieder ein Stück zurück bewegt haben sollte. Auf diese Weise wird erreicht, dass die Spannung des Schussfadens über die Webbreite im wesentlichen gleich ist, so dass eine gute Gewebequalität erhalten wird.

    [0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird eine Einrichtung zum Erkennen der Bewegung eines Schussfadens vorgesehen, deren Signal in Betätigungssignale für die Fadenklemme und die Einrichtung zum Auslenken umgewandelt wird. Da Unterschiede in der Eintragsbewegung der Schussfäden auftreten können, ist es vorteilhaft, wenn die Betätigung der Fadenklemme und der Einrichtung zum Auslenken in Abhängigkeit der erkannten Bewegung des Schussfadens erfolgt, da dann eine bessere zeitliche Abstimmung möglich ist. In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass als Einrichtung zum Erfassen der Bewegung des Schussfadens ein Detektor eines Vorspulgerätes dient, der die Anzahl der bei einem Schusseintrag abgezogenen Windungen des Schussfadens erfasst. Damit wird das Signal auf der Eintragsseite ausgelöst, so dass auch bei sehr hohen Webgeschwindigkeiten ausreichend Zeit verbleibt, die Fadenbremse und die Einrichtung zum Auslenken rechtzeitig zu betätigen.

    [0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass die Größe der Auslenkkraft der Einrichtung zum Auslenken des Schussfadens einstellbar, steuerbar oder regelbar ist. Damit ist einer Anpassung an Schussfäden mit unterschiedlichen Materialien möglich, um einen Schussfaden ausreichend zu strecken ohne ihn zu zerreißen. Zu dem Zweck einer Anpassung an Schussfäden aus unterschiedlichen Materialien wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass der Verlauf der Auslenkkraft während des Auslenkens des Schussfadens einstellbar ist. Es kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass in weiterer Ausgestaltung der Erfindung wenigstens zwei unabhängig voneinander betätigbare Einrichtungen zum Auslenken vorgesehen sind. Unabhängig betätigbare Einrichtungen zum Auslenken können gegebenenfalls auch dann sinnvoll sein, wenn die Materialien von zwei aufeinanderfolgend einzutragenden Schussfäden so verschieden sind, dass für sie eine unterschiedliche Auslenkkraft sinnvoll ist und diese unterschiedliche Auslenkkraft durch Verändern der Einstellung der gleichen Vorrichtung nicht möglich ist.

    [0010] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird ein Verfahren zum Strecken vorgesehen, bei welchem der Schussfaden wenigstens annähernd mit dem Ende des Eintragens auf der der Eintragsseite gegenüberliegenden Seite geklemmt und dann durch Auslenken gespannt gehalten wird, bis er angeschlagen wird, wobei der Schussfaden mit einer Kolben-Zylindereinheit ausgelenkt wird, die steuerbar oder regelbar ist.

    [0011] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele und den Unteransprüchen.
    Fig. 1
    zeigt in schematischer Darstellung den Aufbau einer erfindungsgemäßen Vorrichtung für eine Luftdüsenwebmaschine,
    Fig. 2
    eine Teilansicht der Ausführungsform nach Fig. 1 in größerem Maßstab,
    Fig. 3
    eine Teilansicht einer abgewandelten Vorrichtung,
    Fig. 4
    eine Teilansicht einer nochmals abgewandelten Vorrichtung,
    Fig. 5
    ein Diagramm des Verlaufs einer Auslenkkraft während des Streckens eines eingetragenen Schussfadens und
    Fig. 6
    eine Aussicht auf die Vorrichtung nach Figur 1 entgegen der Schussfadentransportrichtung.


    [0012] Bei einer Luftdüsenwebmaschine, wie sie in Fig. 1 teilweise dargestellt ist, wird ein Schussfaden 10 von einer nicht dargestellten Vorratsspule mittels eines Vorspulgerätes 11 abgezogen und in mehreren Windungen auf eine Trommel dieses Vorspulgerätes aufgewickelt. Der Schussfaden 10 wird in zwei Hauptblasdüsen 12, 13 bereitgehalten. Zwischen dem Vorspulgerät 11 und den Hauptblasdüsen 12, 13 ist eine Fadenbremse 14 angeordnet. Der Schussfaden wird mittels der Hauptblasdüsen 12, 13 in ein Webfach eingeblasen, das im Bereich eines Webblattes 15 aus nicht dargestellten Kettfäden gebildet wird. Das Webblatt 15, das eine Vielzahl von in geringem Abstand nebeneinander angeordneten Lamellen besitzt, bildet einen Schussfadentransportkanal 16. Hierzu sind die Lamellen in bekannter Weise mit einer U-förmigen Aussparung versehen, die zu dem Warenrand des nicht dargestellten Gewebes offen ist. Der Transport des Schussfadens 10 in dem Schussfadentransportkanal 16 wird mittels Hilfsblasdüsen oder Stafettendüsen 17 unterstützt, die jeweils einen Blasluftstrom in den Schussfadentransportkanal 16 richten.

    [0013] Wenn ein Schussfaden 10 in das Webfach eingetragen wird, so wird ein Stift 18 an der Trommel des Vorspulgerätes 11 gelöst. Die Hauptblasdüsen 12, 13 werden mit Druckluft beaufschlagt. Ebenso werden die Stafettendüsen 17 gruppenweise nacheinander mit Druckluft beaufschlagt. Wenn der Schussfaden 10 die der Eintragsseite gegenüberliegende Seite des Webfachs erreicht, so wird dies von einem Schussfadendetektor 19 gemeldet. Bevor der Schussfaden 10 das gegenüberliegende Ende des Webfaches erreicht, wird er bereits mittels der Fadenbremse 14 abgebremst. Die Betätigung der Fadenbremse 14 wird mittels eines Detektors 20 gesteuert, der die Anzahl der Windungen an Schussfaden zählt, die von der Trommel des Vorspulgerätes 11 beim Eintragen des Schussfadens abgezogen werden. Das Eintragen der Schussfäden, d.h. das Öffnen des Fadenstoppers 18, das Einschalten der Druckluftbeaufschlagung der Hauptblasdüsen 12, 13, das Beaufschlagen der Stafettendüsen 17 werden in bekannter Weise über eine Steuereinrichtung 21 gesteuert, an welcher auch der Schussfadenwächter 19 angeschlossen ist, der die Ankunft eines Schussfadens auf der der Eintragsseite gegenüberliegenden Seite meldet.

    [0014] Schussfäden bestehen üblicherweise aus einem relativ elastischen Material. Aufgrund der hohen Arbeitsgeschwindigkeiten werden sie beim Eintragen in ein Webfach und insbesondere beim Abbremsen am Ende des Schusseintrages elastisch gedehnt. Diese elastische Dehnung ist Ursache dafür, dass ein eingetragener Schussfaden die Tendenz hat, in das Innere des Webfachs, bzw. in das Innere des Schussfadentransportkanals 16 zurückzuspringen. Er bildet dann in diesem Bereich Schlaufen, die zu einem Webfehler führen.

    [0015] Um dieses Zurückspringen zu verhindern und um den Schussfaden so zu halten, dass er in gestreckter Form an den Warenrand mit Hilfe des Webblattes 15 angeschlagen wird, ist eine Fadenklemme 22 vorgesehen, die den eingetragenen Schussfaden 10 auf der der Eintragsseite gegenüberliegenden Seite eines Webfaches ergreift und klemmt. Da nicht sichergestellt ist, dass der eingetragene Schussfaden rechtzeitig ergriffen wird, d.h. wenn er noch (ausreichend) gestreckt ist, ist auf der der Eintragsseite gegenüberliegenden Seite des Webfaches der Fadenklemme 22 noch eine Einrichtung 23 vorgeschaltet, mit welcher der Schussfaden 10 ausgelenkt und damit gespannt wird. Die Fadenklemme 22 und die Einrichtung 23 sind so gestaltet und angeordnet, dass sie das Eintragen eines Schussfadens nicht behindern. Ihre einzelnen Elemente, die später noch erläutert werden, sind in Verlängerung und außerhalb der Kontur des Schussfadentransportkanals 16 angeordnet. Sie werden von der Steuereinrichtung 21 so betätigt, dass sie auf den Schussfaden 10 einwirken, wenn dieser eingetragen ist, und dass sie ihn rechtzeitig freigeben, wenn sich die Weblade mit dem Webblatt nach dem Anschlagen des Schussfadens an den Warenrand zurückbewegt. Dadurch ist es möglich, den Schussfaden 10 über die gesamte Breite des Webfaches unter weitgehend gleichmässiger Spannung zu halten, so dass eine hohe Gewebequalität erzielt wird.

    [0016] Die Steuereinrichtung 21 bildet ein Betätigungssignal für die Fadenklemme 22 und die Einrichtung 23 in Abhängigkeit von der detektierten Bewegung des Schussfadens 10 beim Eintragen. Um eine ausreichende Zeitspanne für die Betätigung des Fadenklemme 22 und der Einrichtung 23 zu haben, wird die Bewegung des Schussfadens 10 auf der Eintragsseite detektiert. Bei dem Ausführungsbeispiel geschieht das mittels des Detektors 20, der die während des Schussfadeneintrags von der Trommel des Vorspulgerätes 11 abgezogenen Windungen zählt. Bevorzugt bildet die Steuereinrichtung 21 das Betätigungssignal für die Fadenklemme 22 und die Einrichtung 23 in Abhängigkeit von dem Signal, das der vorletzten abgezogenen Windung entspricht. Der Beginn und das Ende des Betätigens der Fadenbremse 22 und der Einrichtung 23 ist über die Steuereinrichtung 21 einstellbar, um eine Anpassung an das Material der Schussfäden und / oder die Art der Gewebebindung vorzunehmen.

    [0017] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 sind als Betätigungsvorrichtungen für die Fadenklemme 22 und die Einrichtung 23 pneumatische Kolben-Zylindereinheiten 24, 25 vorgesehen, die sehr kurze Schaltzeiten haben, da zwischen dem Anfang und Ende des Betätigens nur relativ kurze Zeitspannen zur Verfügung stehen, die in der Größenordnung von 20 ms liegen. Die Kolben-Zylindereinheiten 24, 25 des Ausführungsbeispiels sind in beiden Richtungen mit Druckluft angetrieben, so dass keine Rückstellfedern vorhanden sind.

    [0018] Der Anfang und das Ende des Betätigens der Fadenklemme 22 und der Einrichtung 23 wird von der Steuereinrichtung 21 bestimmt, die über Magnetventile 26, 27 die Druckluftversorgung zu den Kolben-Zylindereinheiten 24, 25 steuert. Die Magnetventile 26, 27 sind bevorzugt 5/3-Wege-Ventile.

    [0019] Als Druckluftquelle dient ein Druckluftreservoir oder Drucklufttank 28, in dem Druckluft mit relativ hohem Druck gespeichert wird, beispielsweise 6 bar. Die Kolben-Zylindereinheit 24 der Fadenklemme 22 wird direkt mit dem hohen Druck über das Ventil 26 versorgt, so dass für die Fadenklemme 22 sehr kurze Schaltzeiten erreichbar sind. Die Kolben-Zylindereinheit 25 der Einrichtung 23 zum Auslenken wird dagegen mit einem variierbaren Druck beaufschlagt. Dabei wird ein Druckverlauf angestrebt, wie er beispielsweise in Fig. 5 dargestellt ist. Zu Beginn der Betätigung wird die Kolben-Zylindereinheit 25 der Einrichtung 23 mit einem hohen Druck beaufschlagt, um die Bewegung möglichst schnell auszulösen. Danach wird der Druck auf einen geringeren Wert reduziert, so dass die Kraft reduziert ist, mit welcher der Schussfaden 10 gespannt gehalten wird. Gegebenenfalls wird dann gegen Ende des Betätigens noch einmal eine Druckerhöhung vorgenommen. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 wird der in Fig. 5 dargestellte Druckverlauf dadurch erreicht, dass dem Magnetventil 27 ein Drosselventil 29 und ein kleines Reservoir 30 vorgeschaltet sind. Solange das Magnetventil 27 die Leitung in Ausfahrrichtung zu der Kolben-Zylindereinheit 25 sperrt, baut sich in dem kleinen Reservoir 30 ein Druck auf, der im wesentlichen den Druck in dem Drucklufttank 28 entspricht. Stellt das Magnetventil 27 in Ausfahrrichtung die Verbindung zu der Kolben-Zylindereinheit 25 her, so wird diese kurzzeitig mit dem vollen Druck beaufschlagt, bis das Reservoir 30 soweit geleert ist, dass es mit dem von dem Drosselventil 29 gedrosselten Druck nachgefüllt wird. Dadurch ergibt sich der in Fig. 5 mit de durchgezogenen Linie dargestellte Druckverlauf, d.h. die Betätigung beginnt mit einer Druckspitze, wonach sich der Druck auf den gedrosselten Wert reduziert. Die Drosselung des Drosselventils 29 ist vorzugsweise über eine Eingabeeinrichtung und die Steuereinrichtung 21 einstellbar, um eine Anpassung an unterschiedliche Materialien der Schussfäden und / oder auch an unterschiedliche Gewebebindungen vorzunehmen. Die Drosselstellung des Drosselventils 29 kann auch während des Webens verstellt, gesteuert oder geregelt werden.

    [0020] Wenn die in Fig. 5 gestrichelt gezeigte zweite Druckspitze gegen Ende der Betätigung der Einrichtung 23 gewünscht wird, d.h. eine erhöhte Auslenkkraft, so wird das gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 dadurch erreicht, dass die Steuereinrichtung 21 mittels eines Elektromagnetventils 31 der Kolben-Zylindereinheit 25 eine zweite Druckluftzufuhr zuschaltet. Dem als Absperrventil ausgebildeten Elektromagnetventil 31 ist ein einstellbares Drosselventil 32 vorgeschaltet, das auf einen höheren Druckwert als das Drosselventil 29 eingestellt ist. Das Betätigen des Magnetventils 31 kann von der Steuereinrichtung 21 einer vorgegebenen Einstellung einer Zeitspanne oder einer Winkelposition der Hauptwelle der Webmaschine erfolgen. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 ist jedoch vorgesehen, dass ein Positionsdetektor 33 dem Kolben der Kolben-Zylindereinheit 25 der Einrichtung 23 zugeordnet ist, der abhängig von der Position des Kolbens oder in einer vorbestimmten Position ein Signal gibt, das die zweite Druckspitze veranlasst.

    [0021] Der Anfang und das Ende des Betätigens der Fadenklemme 22 und der Einrichtung 23 kann in vorgegebenen Zeitspannen nach dem Signal des Detektors 20 erfolgen. Bevorzugt wird jedoch der Anfang und das Ende des Betätigens auch in Abhängigkeit von den Winkelpositionen α der Hauptwelle der Webmaschine bestimmt, da auch die Bewegung der Weblade und damit des Webblattes 15 diesen Winkelpositionen zugeordnet ist. Um das Betätigen einzustellen, kann auch die Zeitspanne berücksichtigt werden, die zwischen der Ankunft des Schussfadens bei dem Schussfadenwächter 19 und dem Signal des Detektors 20 liegt.

    [0022] Die Elemente der Fadenklemme 22 und der Einrichtung 23 sind auf der Weblade der Webmaschine angeordnet, die das Webblatt 15 trägt. Die Anordnung ist dabei so vorgenommen, dass alle Elemente in der Ruhestellung außerhalb der Kontur des Schussfadentransportkanals liegen, wie das aus Figur 6 zu erkennen ist. Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, befindet sich ein stationäres Klemmteil 34 oberhalb des Schussfadentransportkanals 16. Die Kolben-Zylindereinheit 24 ist soweit unterhalb des Schussfadentransportkanals angeordnet, dass das äußerste Ende des Kolbens 35 in der Ruhestellung sich unterhalb des Schussfadentransportkanals 16 befindet. Die Kolben-Zylindereinheit 25 ist ebenfalls derart unterhalb des Schussfadentransportkanals 16 angeordnet, dass sich der Kolben 36 in der Ruhestellung vollständig unterhalb des Schussfadentransportkanals 16 befindet. Zu der Einrichtung 23 gehören zwei Umlenkelemente 37, 38, die oberhalb des Schussfadentransportkanals 16 angeordnet sind. Der Kolben 36 ist mitsamt dem Schussfaden 10 in den Bereich zwischen den beiden Umlenkelementen 37, 38 hineinbewegbar, und nimmt den Schussfaden 10 mit. Der Auslenkweg des Schussfadens 10 entspricht daher dem doppelten des Weges des Kolbens 36.

    [0023] Wie in Fig. 2 weiter dargestellt ist, kann der Fadenklemme 22 ein weiterer Schussfadenwächter 39 nachgeordnet werden. Des weiteren kann am Ende des Schussfadentransportkanals 16 noch eine Streckdüse 40 angeordnet sein, die aus einer unterhalb des Schussfadentransportkanals 16 angeordneten Blasöffnung einen Druckluftstrahl zusammen mit dem Ende des Schussfadens in einen lotrecht zu dem Schussfadentransportkanal 16 verlaufendes, oberhalb des Schussfadentransportkanal 16 angeordnetes Rohr einbläst. Bei einer abgewandelten Ausführungsform sind das Rohr und die Blasöffnung schräg oder parallel zum Schussfadentransportkanal 16 ausgerichtet.

    [0024] Wenn ein größerer Auslenkweg benötigt wird, um den Schussfaden ausreichend auszulenken und zu spannen, können zwei Einrichtungen 23 und 23' zum Auslenken des Schussfadens hintereinander angeordnet werden. Die Einrichtung 23' besitzt dann ebenfalls eine Kolben-Zylindereinheit 25', deren Kolben zwischen zwei stationären Umlenkelementen 37 und 37' nach oben bewegbar ist. Eine zweite Einrichtung 23' zum Auslenken eines eingetragenen Schussfadens kann auch dann sinnvoll sein, wenn die Webmaschine sehr schnell läuft und Schussfäden aus sehr unterschiedlichem Material hintereinander eingetragen werden müssen. In diesem Fall müsste die Kolben-Zylindereinheit 25' mit einem eigenen Magnetventil und einer eigenen Druckversorgungsleitung ausgerüstet sein, die unabhängig von der Steuereinrichtung 21 ansteuerbar ist.

    [0025] Wenn es nur darum geht, einen möglichst großen Weg für die Auslenkung vorzusehen, so kann die Einrichtung 23" gemäß Fig. 4 vorgesehen werden. Bei dieser Einrichtung 23" ist die Kolben-Zylindereinheit 25" mit einem gabelförmigen Kolben 41 versehen, dessen beide Zinken zwischen die Umlenkelemente 37', 37 und 38 hineinbewegbar sind.

    [0026] Anstelle der pneumatischen Kolben-Zylindereinheit 24, deren Kräfte gut einstellbar sind, sind auch andere Betätigungselemente für die Fadenklemme 22 einsetzbar. Für die Fadenklemme 22 kann auch ein elektromagnetischer Antrieb vorgesehen werden.

    [0027] Um die Bewegung der Kolben-Zylindereinheiten 24, 25 zu beschleunigen ist es möglich, die jeweils als Rückführteitung dienende Leitung mittels der Magnetventile 26, 27 nicht mit der Atmosphäre zu verbinden sondern an eine Absaugung anzuschließen.

    [0028] Die erfindungsgemäße Vorrichtung gestattet es auch, das Beheben eines Schussfadenbruches, beispielsweise nach der DE 37 30 480, ohne Behinderung durchzuführen. Für dieses Beheben eines Schussfadenbruches wird die Vorrichtung nicht betätigt, so dass alle Elemente sich in einer Position befinden, in welcher sich ein Schussfaden frei durch den Schussfadentransportkanal 16 bewegen kann.

    [0029] Um zu erreichen, dass die Schussfäden mit gleichen Längen außerhalb des Gewebes enden, wird eine Schussfadenschere unmittelbar nach dem Schussfadenwächter 19 vorgesehen.

    [0030] Bei den bisher geschilderten Ausführungsbeispielen ist die Einrichtung 23, 23' oder 23" jeweils auf der der Eintragsseite gewandten Seite des Webfaches angeordnet worden, d.h. auf der dem Vorspulgerät 11 abgewandten Seite. Es ist jedoch auch möglich, eine Einrichtung zum Auslenken auf der Eintragsseite anzuordnen. Hierzu kann auch die auf der Eintragsseite vorhandene Fadenbremse 14 eingesetzt werden, die so gesteuert wird, dass sie nach dem Betätigen der Fadenklemme 22 den eingetragenen Schussfaden auslenkt. Die Fadenbremse hat ein verstellbares Umlenkelement 42, dass zwischen zwei stationäre Umlenkelemente 43 hineinbewegbar ist.

    [0031] Wenn zwei Gewebebahnen nebeneinander auf der gleichen Webmaschine gewoben werden, so kann eine Einrichtung zum Auslenken zwischen beiden Gewebe angeordnet werden. Die Einrichtung zum Auslenken kann im Prinzip an beliebiger Stelle zwischen dem Fadenstopper 18 und der Fadenklemme 22 angeordnet werden.

    [0032] Es können auch mehrere Einrichtungen zum Auslenken des Schussfadens eingesetzt werden, beispielsweise die in Figur 1 dargestellte Einrichtung 23 und die ebenfalls in Figur 1 dargestellte Fadenbremse 14 als Einrichtung zum Auslenken. Mittels mehrerer Einrichtungen zum Auslenken ist es möglich, innerhalb sehr kurzer Zeit auch größere Fadenlängen aufzunehmen.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Strecken eines in ein Webfach eingetragenen Schussfadens (10) insbesondere für Luftdüsen-Webmaschinen, wobei eine mittels einer Steuereinrichtung (21) betätigbare Fadenklemme (22) zum Klemmen des Schussfadens (10) vorgesehen ist, vor der - gesehen in Schussfadentransportrichtung - eine mittels einer Steuereinrichtung (21) betätigbare Einrichtung (14, 23, 23', 23") zum Auslenken des Schussfadens (10) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (23, 23', 23") zum Auslenken als Betätigungsvorrichtung wenigstens eine pneumatische Kolben-Zylindereinheit (25, 25', 25") enthält.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenklemme (22) und die Einrichtung (23, 23', 23") auf der gleichen Seite nebeneinander angeordnet sind.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Einrichtung (20) zum Erkennen der Bewegung eines Schussfadens (10) vorgesehen ist, deren Signal in Betätigungssignale für die Fadenklemme (22) und die Einrichtung (14, 23, 23', 23") zum Auslenken umgewandelt wird.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Einrichtung zum Erfassen der Bewegung des Schussfadens (10) ein Detektor (20) eines Vorspulgerätes (11) dient, der die Anzahl der bei einem Schusseintrag abgezogenen Windungen des Schussfadens (10) erfasst.
     
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Größe der Auslenkkraft der Einrichtung (14, 23, 23', 23") zum Auslenken des Schussfadens (10) einstellbar, steuerbar oder regelbar ist.
     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verlauf der Auslenkkraft der Einrichtung (14, 23, 23', 23") zum Auslenken des Schussfadens einstellbar oder regelbar ist.
     
    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehr Einrichtungen (14, 23, 23', 23") zum Auslenken zwischen einem Fadenstopper (18) und der Fadenklemme (22) vorgesehen sind.
     
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei unabhängig voneinander betätigbare Einrichtungen (14, 23, 23') zum Auslenken des Schussfadens vorgesehen sind.
     
    9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Beginn und / oder das Ende der Betätigung der Fadenklemme (22) veränderbar sind.
     
    10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Beginn und / oder das Ende der Betätigung der Einrichtung (14, 23, 23', 23") zum Auslenken des Schussfadens (10) veränderbar sind.
     
    11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenklemme (22) und die Einrichtung (14, 23, 23', 23") zum Auslenken des Schussfadens auf einer Weblade der Webmaschine angeordnet sind.
     
    12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Weblade ein Webblatt (15) mit einem Schussfadentransportkanal (16) trägt, und dass die Fadenklemme (22) und die Einrichtung (14, 23, 23', 23") zum Auslenken in Verlängerung des Schussfadentransportkanals angeordnet sind.
     
    13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente (36, 37, 38, 36', 37', 42, 43) der Einrichtung (14, 23, 23', 23") zum Auslenken und die Elemente (34, 35) der Fadenklemme (22) in der Ruhestellung außerhalb der Kontur des Schussfadentransportkanals (16) angeordnet sind.
     
    14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (36, 36', 41) der Kolben-Zylindereinheit (25, 25', 25") in beiden Richtungen mit Druckluft antreibbar ist.
     
    15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung (33) zum Erfassen der Position des Kolbens (36) der Kolben-Zylindereinheit (25) der Einrichtung (23) zum Auslenken vorgesehen ist.
     
    16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, die die Höhe des Druckes und / oder den zeitlichen Verlauf des Druckes bestimmen, der der Kolben-Zylindereinheit (25, 25', 25") der Einrichtung (23, 23', 23") zum Auslenken zugeführt wird.
     
    17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolben-Zylindereinheit (25) der Einrichtung (23) zum Auslenken über ein Schaltventil (31) wahlweise an wenigstens zwei Zuführleitungen für Druckluft anschließbar ist.
     
    18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass als Betätigungseinrichtung für die Fadenklemme (22) eine pneumatische Kolben-Zylindereinheit (24) vorgesehen ist.
     
    19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (35) der Kolben-Zylindereinheit (24) in beide Richtungen mit Druckluft antreibbar ist.
     
    20. Verfahren zum Strecken eines Schussfadens nach dem Eintragen in ein Webfach einer Webmaschine, insbesondere eine Luftdüsenwebmaschine, wobei der Schussfaden wenigstens annähernd mit dem Ende des Eintragens auf der einer Eintragsseite gegenüberliegenden Seite geklemmt und dann durch Auslenken gespannt gehalten wird, bis er angeschlagen wird,
    dadurch gekennzeichnet, dass der Schussfaden mit einer Kolben-Zylindereinheit (25, 25', 25") ausgelenkt wird, die steuerbar oder regelbar ist.
     
    21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Schussfaden an mehreren Stellen ausgelenkt wird.
     


    Claims

    1. Device for stretching a weft thread (10) inserted into a weaving shed, in particular for air-jet weaving machines, wherein a thread clamp (22) that can be actuated by means of a control unit (21) to clamp the weft thread (10) is provided, upstream from which - viewed in the weft thread transport direction - a device (14, 23, 23', 23") that can be actuated by a control unit (21) is provided for deflecting the weft thread (10), characterised in that the device (23, 23', 23") for deflecting comprises at least one pneumatic piston-cylinder device (25, 25', 25") as its actuation device.
     
    2. Device according to claim 1, characterised in that the thread clamp (22) and the device (23, 23', 23") are arranged next to each other on the same side.
     
    3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that at least one device (20) for detecting the movement of a weft thread (10) is provided, whose signal is converted into actuation signals for the thread clamp (22) and the device (14, 23, 23', 23") for deflecting.
     
    4. Device according to claim 3, characterised in that the device for detecting the movement of the weft thread (10) is a detector (20) of a pre-winder (11), which detects the number of windings of the weft thread (10) drawn off at a weft insertion.
     
    5. Device according to any of claims 1 to 4, characterised in that the size of the deflection force exerted by the device (14, 23, 23', 23") for deflecting the weft thread (10) is adjustable, controllable or can be regulated.
     
    6. Device according to any of claims 1 to 5, characterised in that the variation of the deflection force exerted by the device (14, 23, 23', 23") for deflecting the weft thread is adjustable or can be regulated.
     
    7. Device according to any of claims 1 to 6, characterised in that two or more devices (14, 23, 23', 23") for deflecting are provided between a weft thread stopper (18) and the thread clamp (22).
     
    8. Device according to any of claims 1 to 7, characterised in that at least two devices (14, 23, 23') for deflecting the weft thread are provided, which can be actuated independently of one other.
     
    9. Device according to any of claims 1 to 8, characterised in that the beginning and/or the end of the actuation of the thread clamp (22) are variable.
     
    10. Device according to any of claims 1 to 9, characterised in that the beginning and/or the end of the actuation of the device (14, 23, 23', 23") for deflecting the weft thread (10) are variable.
     
    11. Device according to any of claims 1 to 10, characterised in that the thread clamp (22) and the device (14, 23, 23' 23") for deflecting the weft thread are arranged on a sley of the weaving machine.
     
    12. Device according to claim 11, characterised in that the sley carries a reed (15) having a weft thread guide duct (16) and that the thread clamp (22) and the device (14, 23, 23', 23") for deflecting are arranged on an extension of the weft thread guide duct.
     
    13. Device according to claim 12, characterised in that the elements (36, 37, 38, 36', 37', 42, 43) of the device (14, 23, 23', 23") for deflecting and the elements (34, 35) of the thread clamp (22) are arranged, in their rest position, outside the contour of the weft thread transport duct (16).
     
    14. Device according to any of claims 1 to 13, characterised in that the piston (36, 36', 41) of the piston-cylinder unit (25, 25', 25") can be driven in both directions with compressed air.
     
    15. Device according to any of claims 1 to 14, characterised in that a device (33) for detecting the position of the piston (36) of the piston-cylinder unit (25) of the device (23) for deflecting is provided.
     
    16. Device according to any of claims 1 to 15, characterised in that means are provided for determining the level of the pressure and/or the variation over time of the pressure that is delivered to the piston-cylinder unit (25, 25', 25") of the device (23, 23', 23") for deflecting.
     
    17. Device according to any of claims 1 to 16, characterised in that the piston-cylinder unit (25) of the device (23) for deflecting can be connected selectively via a switching valve (31) to at least two delivery lines for compressed air.
     
    18. Device according to any of claims 1 to 17, characterised in that a pneumatic piston-cylinder unit (24) is provided as actuating device for the thread clamp (22).
     
    19. Device according to claim 18, characterised in that the piston (35) of the piston-cylinder unit (24) can be driven in both directions with compressed air.
     
    20. Method for stretching a weft thread after its insertion into a weaving shed of a weaving machine, in particular an air-jet weaving machine, wherein the weft thread is clamped at least approximately at the end of the insertion on the side opposite to an insertion side and then held in tension by deflection until it is beaten up,
    characterised in that the weft thread is deflected by a piston-cylinder unit (25, 25', 25") which can be controlled or regulated.
     
    21. Method according to claim 20, characterised in that the weft thread is deflected at a plurality of locations.
     


    Revendications

    1. Dispositif pour étirer un fil de trame (10) inséré dans un pas de chaîne en particulier pour des métiers à tisser à buses d'air, dont un serre-fil (22) pouvant être actionné au moyen d'un dispositif de commande (21) est prévu pour le serrage du fil de trame (10), devant lequel est disposé, vu dans le sens de transport du fil de trame, un dispositif (14, 23, 23', 23") pouvant être actionné au moyen d'un dispositif de commande (21) pour la déviation du fil de trame (10), caractérisé en ce que le dispositif (23, 23', 23") pour la déviation contient comme dispositif d'actionnement au moins une unité de piston-cylindre (25, 25', 25") pneumatique.
     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le serre-fil (22) et le dispositif (23, 23', 23") sont disposés l'un à côté de l'autre sur le même côté.
     
    3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au moins un dispositif (20) est prévu pour la détection du mouvement d'un fil de trame (10), dont le signal est converti en signaux d'actionnement pour le serre-fil (22) et le dispositif (14, 23, 23', 23") pour la déviation.
     
    4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'un détecteur (20) d'un appareil de prébobinage (11) sert de dispositif pour la détection du mouvement du fil de trame (10), lequel détecteur détecte le nombre des spires du fil de trame (10) qui sont retirées lors d'une insertion de trame.
     
    5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la grandeur de la force de déviation du dispositif (14, 23, 23', 23") pour la déviation du fil de trame (10) peut être ajustée, commandée ou réglée.
     
    6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'évolution de la force de déviation du dispositif (14, 23, 23', 23") pour la déviation du fil de trame peut être ajusté ou réglé.
     
    7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que deux ou plusieurs dispositifs (14, 23, 23', 23") sont prévus pour la déviation entre un arrêt de fil (18) et le serre-fil (22).
     
    8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'au moins deux dispositifs (14, 23, 23') pouvant être actionnés indépendamment l'un de l'autre sont prévus pour la déviation du fil de trame.
     
    9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le début et/ou la fin de l'actionnement du serre-fil (22) sont modifiables.
     
    10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le début et/ou la fin de l'actionnement du dispositif (14, 23, 23', 23") pour la déviation du fil de trame (10) sont modifiables.
     
    11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le serre-fil (22) et le dispositif (14, 23, 23', 23") pour la déviation du fil de trame sont disposés sur un battant du métier à tisser.
     
    12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que le battant du métier à tisser porte un peigne (15) avec un canal de transport de fil de trame (16) et en ce que le serre-fil (22) et le dispositif (14, 23, 23', 23") pour la déviation sont disposés dans le prolongement du canal de transport de fil de trame.
     
    13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que les éléments (36, 37, 38, 36', 37', 42, 43) du dispositif (14, 23, 23', 23") pour la déviation et les éléments (34, 35) du serre-fil (22) sont disposés dans la position de repos à l'extérieur du contour du canal de transport de fil de trame (16).
     
    14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que le piston (36, 36', 41) de l'unité piston-cylindre (25, 25', 25") peut être entraîné dans les deux directions avec de l'air comprimé.
     
    15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en ce qu'un dispositif (33) est prévu pour détecter la position du piston (36) de l'unité piston-cylindre (25) du dispositif (23) pour la déviation.
     
    16. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que des moyens sont prévus qui déterminent le niveau de la pression et/ou l'évolution dans le temps de la pression, qui est amenée à l'unité piston-cylindre (25, 25', 25") du dispositif (23, 23', 23") pour la déviation.
     
    17. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que l'unité piston-cylindre (25) du dispositif (23) pour la déviation peut être raccordée au moyen d'une vanne de commutation (31) en option à au moins deux conduites d'alimentation pour l'air comprimé.
     
    18. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 17, caractérisé en ce qu'une unité piston-cylindre (24) pneumatique est prévue comme dispositif d'actionnement pour le serre-fil (22).
     
    19. Dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce que le piston (35) de l'unité piston-cylindre (24) peut être entraîné avec de l'air comprimé dans les deux directions.
     
    20. Procédé pour étirer un fil de trame après l'insertion dans un pas de chaîne d'un métier à tisser en particulier un métier à tisser à buses d'air, dont le fil de trame est serré au moins approximativement à la fin de l'insertion sur le côté opposé à un côté d'insertion et est alors maintenu tendu par déviation jusqu'à ce qu'il soit battu, caractérisé en ce que le fil de trame est dévié avec une unité piston-cylindre (25, 25', 25"), qui peut être commandée ou réglée.
     
    21. Procédé selon la revendication 20, caractérisé en ce que le fil de trame est dévié en plusieurs endroits.
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente