[0001] Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung für ein Arbeitsgerät mit einer an einem
Ausleger gehaltenen Schaufel gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei einem derartigen Arbeitsgerät, z. B. einem Radlader, ist der Ausleger drehbar
an dem Rahmen des Arbeitsgeräts gehalten. Die Betätigung des Auslegers erfolgt durch
einen ersten hydraulischen Zylinder, der an dem Rahmen des Arbeitsgeräts und an dem
Ausleger angreift. Der Drehwinkel des Auslegers ist durch den Hub des ersten Zylinders
begrenzt. Die Schaufel ist an dem Ausleger drehbar gehalten. Für die Betätigung der
Schaufel ist ein zweiter hydraulischer Zylinder vorgesehen, der an dem Ausleger und
an der Schaufel angreift. Der Drehwinkel der Schaufel ist durch den Hub des zweiten
Zylinders begrenzt. Die Betätigung der Zylinder erfolgt bei doppeltwirkenden Zylindern
durch Zufuhr von Druckmittel zu der einen Kammer eines Zylinders und gleichzeitige
Abfuhr von Druckmittel aus der jeweils anderen Kammer des Zylinders. Um die Schaufel
eines derartigen Arbeitsgerätes anzuheben, wird der Ausleger um seinen Anlenkpunkt
an dem Rahmen des Arbeitsgeräts gedreht. Erfolgt dabei keine Druckmittelzufuhr zu
dem für die Drehbewegung der Schaufel vorgesehenen Zylinder, behält die Schaufel ihren
Winkel zu dem Ausleger bei, d. h. die Schaufel wird - wie bei einer starren Verbindung
zwischen dem Ausleger und der Schaufel - entsprechend der Drehbewegung des Auslegers
mitgenommen. Dies führt dazu, daß die Schaufel gegenüber ihrer ursprünglichen Winkellage
bezüglich des Untergrunds gekippt wird. Dabei besteht die Gefahr, daß Material aus
der gekippten Schaufel herausfällt. Aus der Schaufel fallendes Material kann den Bediener
gefährden, insbesondere dann, wenn sich die Kabine des Arbeitsgeräts in diesem Bereich
befindet. Auch um eine derartige Gefährdung auszuschließen, wird gefordert, daß die
Schaufel beim Anheben ihre auf den Untergrund bezogene Winkellage unabhängig von der
Drehbewegung des Auslegers beibehält.
[0003] Um dieser Forderung nachzukommen, sind bereits unterschiedliche Maßnahmen ergriffen
worden. So wurde z. B. durch eine besondere Ausgestaltung der Kinematik des Auslegers
und der Schaufel anstelle von Drehgelenken für den Ausleger und die Schaufel eine
mechanische Parallelführung der Schaufel beim Anheben des Auslegers verwirklicht.
Eine andere Lösung besteht darin, den Lagewinkel der Schaufel zu einer Bezugsebene,
z. B. zur Horizontalen, zu regeln. Hierzu wird der Lagewinkel der Schaufel mit einem
elektrischen Lagesensor gemessen und mit einem Lagesollwert verglichen. Bei einer
Abweichung des Ausgangssignals des Lagesensors von dem Lagesollwert wird der für die
Drehbewegung der Schaufel vorgesehene Zylinder während des Anhebens des Auslegers
derart mit Druckmittel beaufschlagt, daß die Schaufel ihre ursprüngliche Lage bezüglich
der Horizontalen wieder annimmt. Damit ist dafür gesorgt, daß die Schaufel beim Anheben
ihre Winkellage beibehält. Eine weitere Möglichkeit, dafür zu sorgen, daß die Schaufel
beim Anheben ihre Winkellage beibehält, besteht darin, zusätzlich zu den Ventilen,
die die den Zylindern zugeführte Druckmittelmenge steuern, einen Steuerblock vorzusehen,
der einen vorbestimmten Teil des Druckmittels, das beim Anheben des Auslegers aus
dem Zylinder für die Betätigung des Auslegers verdrängt wird, dem Zylinder für die
Drehbewegung der Schaufel zuführt. Der Einsatz eines derartigen Steuerblocks ist mit
nicht zu vernachlässigenden Kosten verbunden. Außerdem beansprucht ein derartiger
Steuerblock zusätzlichen Platz und erfordert eine Verrohrung seiner Anschlüsse mit
den Zylindern und den Ventilen für die Betätigung des Auslegers und der Schaufel.
[0004] Aus der
JP-A-2001-090703 und
US 6 561 751, die eine Steuereinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 offenbart, ist
eine hydraulische Steuereinrichtung nach dem Load-Sensing-Prinzip mit zwei hydraulischen
Zylindern bekannt, mit denen der Ausleger und die Schaufel eines Radladers betätigbar
sind. Zu der Steuereinrichtung gehören zwei Ventile, von denen das erste Ventil die
Druckmittelzufuhr von einer Pumpe zu einem ersten der beiden Zylinder steuert und
das zweite Ventil die Druckmittelzufuhr von der Pumpe zu dem zweiten Zylinder steuert.
Jedes Ventil weist einen Schieber, der an einer Fläche von einem einstellbaren, gegen
die Kraft einer Feder wirkenden Steuerdruck beaufschlagbar ist und der mit seiner
Position die Größe eines Durchlaßquerschnitts bestimmt. Die beiden Ventile können
über dasselbe Vorsteuerventil gleichzeitig angesteuert werden, wobei dann die den
beiden Zylindern zuströmenden Druckmittelmengen in einem festen Verhältnis zueinander
stehen und dadurch die Schaufel beim Heben oder Senken des Auslegers ihre Ausrichtung
bezüglich der Horizontalen weitgehend beibehält.
[0005] Die bekannte Steuereinrichtung weist außerdem zwei Druckwaagen auf, von denen die
eine stromauf des Durchlaßquerschnitts des ersten Ventils und die andere stromauf
des Durchlaßquerschnitts des anderen Ventils angeordnet ist und die in Schließrichtung
von dem Druck stromauf des jeweiligen Durchlaßquerschnitts und in Öffnungsrichtung
von dem Druck nach dem jeweiligen Durchlaßquerschnitt, also vom individuellen Lastdruck,
und von einer Feder beaufschlagt sind.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kostengünstige hydraulische Steuereinrichtung
zu schaffen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebene Steuereinrichtung gelöst.
Für die Realisierung der Erfindung kann auf Baugruppen zurückgegriffen werden, die
üblicherweise bei in Scheibenbauweise aufgebauten Steuerblöcken für eine lastunabhängige
Durchflußverteilung verwendet werden und z. B. aus der
EP 566 449 B1 bekannt sind.
[0008] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Sie betreffen Einzelheiten einer erfindungsgemäßen Steuereinrichtung mit druckgesteuerten
Ventilen für die Zufuhr von Druckmittel zu den Zylindern.
[0009] Die Erfindung wird im folgenden mit ihren weiteren Einzelheiten anhand von in den
Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Arbeitsmaschine mit einer an einem Ausleger gehaltenen
Schaufel sowie einer erfindungsgemäßen Steuereinrichtung für eine derartige Arbeitsmaschine,
- Figur 2
- eine erste Ausgestaltung der in der Figur 1 dargestellten Steuereinrichtung,
- Figur 3
- Einzelheiten der in den Figuren 1 und 2 dargestellten Steuereinrichtung soweit sie
für eine Beschreibung der Aufwärtsbewegung des Auslegers erforderlich sind,
- Figur 4
- Einzelheiten des Druckmittelflusses bei der Abwärtsbewegung des Auslegers,
- Figur 5
- den Zusammenhang zwischen den den Ventilen zugeführten Steuerdrücken und den den Zylindern
zugeführten Druckmittelmengen in Form eines Diagramms,
- Figur 6
- eine Ausgestaltung des Schiebers des die Schaufel betätigenden Ventils in schematischer
Darstellung und
- Figur 7
- eine weitere Ausgestaltung der in der Figur 1 dargestellten Steuereinrichtung.
[0010] Die Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Arbeitsmaschine 10, an deren
Rahmen 11 ein Ausleger 12 gehalten ist, der um einen Anlenkpunkt 13 drehbar ist. An
dem Ausleger 12 ist eine Schaufel 14 gehalten, die um einen Anlenkpunkt 15 gegenüber
dem Ausleger 12 drehbar ist. Der Untergrund, auf dem die Arbeitsmaschine 10 steht,
ist mit dem Bezugszeichen 16 versehen. Ein erster doppeltwirkender hydraulischer Zylinder
18 ist zwischen dem Rahmen 11 und dem Ausleger 12 angeordnet. Die entsprechenden Anlenkpunkte
sind mit den Bezugszeichen 19 bzw. 20 versehen. Der Drehwinkel des Auslegers 12 ist
durch den Hub des Zylinders 18 begrenzt. Ein zweiter doppeltwirkender hydraulischer
Zylinder 22 ist zwischen dem Ausleger 12 und der Schaufel 14 angeordnet. Die entsprechenden
Anlenkpunkte sind mit den Bezugszeichen 23.bzw. 24 versehen. Der Drehwinkel der Schaufel
14 ist durch den Hub des Zylinders 22 begrenzt. Eine Steuereinrichtung 27 mit sechs
Anschlüssen P, T, A1, B1, A2, B2 für hydraulisches Druckmittel steuert den Druckmittelfluß
von einer Pumpe 28 zu den Zylindern 18 und 22 und von den Zylindern 18 und 22 zurück
zu einem Tank 29. Die Pumpe 28 ist in vorteilhafter Weise als Verstellpumpe ausgebildet.
Sie ist über eine erste hydraulische Leitung 31 mit dem Tank 29 und über eine weitere
Leitung 32 mit dem Anschluß P der Steuereinrichtung 27 verbunden. Der Tank 29 ist
über eine weitere hydraulische Leitung 33 mit dem Anschluß T der Steuereinrichtung
27 verbunden. Die beiden Kammern des Zylinders 18 sind über Leitungen 35 und 36 mit
den Anschlüssen A1 bzw. B1 der Steuereinrichtung 27 verbunden. In gleicher Weise sind
die Kammern des Zylinders 22 über Leitungen 38 und 39 mit den Anschlüssen A2 bzw.
B2 der Steuereinrichtung 27 verbunden. Zwei schematisch dargestellte hydraulische
Ventile 41 und 42 steuern die den Zylindern 18 bzw. 22 zugeführten Druckmittelmengen.
Ein dem Ventil 41 zugeführtes Steuersignal y
st1 bestimmt die dem Zylinder 18 zugeführte Druckmittelmenge, die im Folgenden mit Q
1 bezeichnet ist. In gleicher Weise bestimmt ein dem Ventil 42 zugeführtes Steuersignal
y
st2 die dem Zylinder 22 zugeführte Druckmittelmenge, die im Folgenden mit Q
2 bezeichnet ist. Das dem Ventil 41 zugeführte Steuersignal y
st1 ist zusätzlich einem Block 44 zugeführt. Dessen Ausgangssignal ist dem Ventil 42
als Steuersignal y
st2 zugeführt. Das Übertragungsverhalten des Blocks 44 ist dabei so gewählt, daß das
Verhältnis Q
2/Q
1 der den Zylindern 22 und 18 zugeführten Druckmittelmengen Q
2 bzw. Q
1 unter Berücksichtigung des konstruktiven Aufbaus der Ventile 41 und 42 unabhängig
von der Größe des Steuersignals y
st1 auf einem konstanten Wert gehalten ist, der im Folgenden mit K
Q bezeichnet ist. Für die dem Zylinder 22 zugeführte Druckmittelmenge Q
2 gilt somit die Beziehung Q
2 = K
Q × Q
1.
[0011] Zum Heben der Schaufel 14 führt die Steuereinrichtung 27 dem Zylinder 18 über die
Leitung 35 Druckmittel zu. Die zugeführte Druckmittelmenge Q
1 ist durch das dem Ventil 41 zugeführte Steuersignal y
st1 bestimmt. Der Kolben des Zylinders 18 fährt entsprechend der zugeführten Druckmittelmenge
Q
1 aus und dreht den Ausleger 12 im Gegenuhrzeigersinn. Ohne eine gleichzeitige Druckmittelzufuhr
zu dem Zylinder 22 würde sich die Oberkante der Schaufel 14 im Gegenuhrzeigersinn
gegenüber dem Untergrund 16 drehen. Damit die Schaufeloberkante ihre ursprüngliche
Winkellage zu dem Untergrund 16 beibehält, führt die Steuereinrichtung 27 dem Zylinder
22 - gleichzeitig mit der Druckmittelzufuhr zu dem Zylinder 18 - über die Leitung
38 eine durch das Steuersignal y
st2 bestimmte Druckmittelmenge Q
2 zu. Dadurch fährt der Kolben des Zylinders 22 aus, und die Schaufel 14 dreht sich
im Uhrzeigersinn. Die dem Zylinder 22 zugeführte Druckmittelmenge Q
2 ist dabei so auf die dem Zylinder 18 zugeführte Druckmittelmenge Q
1 abgestimmt, daß die im Uhrzeigersinn erfolgende Drehbewegung der Schaufel 14 die
durch das Heben des Auslegers 12 hervorgerufene, im Gegenuhrzeigersinn erfolgende
Drehbewegung der Schaufel 14 gerade ausgleicht. Hierfür ist das Ventil 42 so angesteuert,
daß die Druckmittelmenge Q
2 unabhängig von der Größe des dem Ventil 41 zugeführten Steuersignals y
st1, das die Druckmittelmenge Q
1 bestimmt, in einem festen Verhältnis zu der dem Zylinder 18 für die Betätigung des
Auslegers 12 zugeführten Druckmittelmenge Q
1 steht. Die Steuereinrichtung 27 steuert somit das Ventil 42 derart an, daß für die
Druckmittelmengen Q
1 und Q
2 die Beziehung Q
2 = K
Q × Q
1 unabhängig von der Größe des Steuersignals y
st1 erfüllt ist. Bei dem Faktor K
Q handelt es sich um einen konstanten Wert, der durch den konstruktiven Aufbau der
Arbeitsmaschine 10 und die Dimensionierung der Zylinder 18 und 22 bestimmt ist. Der
Wert von K
Q gibt an, in welchem Verhältnis die dem Zylinder 22 zugeführte Druckmittelmenge Q
2 zu der dem Zylinder 18 zugeführten Druckmittelmenge Q
1 stehen muß, damit beim Heben oder Senken des Auslegers 12 die Schaufel 14 ihre Winkellage
bezüglich des Untergrunds 16 im Wesentlichen beibehält. Die Größe des Faktors K
Q läßt sich durch Berechnungen, in die die konstruktive Ausgestaltung der Arbeitsmaschine
10 und die Dimensionierung der Zylinder 18 und 22 eingehen, bestimmen. Eine andere
Möglichkeit, die Größe des Faktors K
Q zu ermitteln, besteht darin, in der Erprobungsphase der Arbeitsmaschine 10 vorübergehend
einen Lageregler für die Schaufel 14 vorzusehen, der insbesondere beim Heben und Senken
des Auslegers 12 die Winkellage der Oberkante der Schaufel 14 bezüglich des Untergrunds
16 konstant hält. In dieser Zeit ist die Verbindung zwischen den Steuersignalen y
st1 und y
st2 über den Block 44 unterbrochen. Als Steuergröße y
st2 ist dem Ventil 42 stattdessen die Stellgröße des in der Figur 1 nicht dargestellten
Lagereglers zugeführt. Die den Zylindern 18 und 22 zugeführten Druckmittelmengen Q
1 bzw. Q
2 werden in Abhängigkeit von dem Steuersignal y
st1 aufgezeichnet. Der Faktor K
Q ergibt sich durch einen Vergleich der dem Zylinder 22 zugeführten Druckmittelmenge
Q
2 mit der dem Zylinder 18 zugeführten Druckmittelmenge Q
1, die durch das Steuersignal y
st1 vorgegeben ist. Nachdem der Faktor K
Q in der beschriebenen Weise ermittelt worden ist, wird der Lageregler nicht mehr benötigt.
Der Lageregler wird entfernt und die Verbindung zwischen den Steuersignalen y
st1 und y
st2 über den Block 44 wieder hergestellt. Danach wird das Übertragungsverhalten des Blocks
44 auf der Grundlage des zuvor ermittelten Wertes für den Faktor K
Q so eingestellt; daß die Beziehung Q
2 = K
Q × Q
1 erfüllt ist.
[0012] Die Figur 2 zeigt eine detailliertere Darstellung der in der Figur 1 zunächst in
allgemeiner Form dargestellten Steuereinrichtung 27. Aus Platzgründen sind in der
Figur 2 nur die Zylinder 18 und 22 jedoch keine konstruktiven Einzelheiten der Arbeitsmaschine
10, wie der Rahmen 11, der Ausleger 12 oder die Schaufel 14, dargestellt. Die Ventile
41 und 42 sind in diesem Ausführungsbeispiel als druckgesteuerte Wegeventile ausgebildet.
Als Steuersignale für das Ventil 41 dienen mit p
st1A und p
st1B bezeichnete Steuerdrücke. Als Steuersignale für das Ventil 42 dienen mit p
st2A und p
st2B bezeichnete Steuerdrücke.
[0013] Das Ventil 41 weist einen Schieber 47 auf, der zwischen zwei Federn 48 und 49 eingespannt
ist. Der Schieber 47 ist in der einen Richtung von dem Steuerdruck p
st1A gegen die Kraft der Feder 48 beaufschlagt. In der entgegengesetzten Richtung ist
der Schieber 47 von dem Steuerdruck p
st1B gegen die Kraft der Feder 49 beaufschlagt. Die Federn 48 und 49 halten den Schieber
47 in einer definierten Ruhelage, wenn er weder von der einen noch von der anderen
Seite mit einem Steuerdruck beaufschlagt ist. Ist der Schieber 47 mit dem Steuerdruck
p
st1A beaufschlagt, drückt er die Feder 48 so weit zusammen; bis das Produkt aus dem Steuerdruck
P
st1A und der von ihm beaufschlagten Fläche des Schiebers 47 gleich der Kraft der Feder
48 ist. Die sich dabei ergebende Stellung des Schiebers 47 ist ein Maß für den Steuerdruck,
mit dem der Schieber 47 beaufschlagt ist. Der Schieber 47 ist mit einer ersten den
Druckmittelfluß zu dem Zylinder 18 steuernden Kerbe versehen. Eine derartige Kerbe
ist weiter unten anhand der Figur 5 im Zusammenhang mit einer Ausgestaltung des Ventils
42 näher beschrieben. Die Kerbe verläuft in der Längsrichtung des Schiebers 47 und
bestimmt zusammen mit einer Steuerkante die Größe des Durchlaßquerschnitts A
A1 des Ventils 41 bei einem Druckmittelfluß von dem Anschluß A1 des Ventils 41 über
die Leitung 35 in die bodenseitige Kammer des Zylinders 18. Die Kerbe ist so ausgebildet,
daß zwischen der auf die Steuerkante bezogenen Stellung des Schiebers 47 und dem Durchlaßquerschnitt
A
A1 ein linearer Zusammenhang besteht. Somit besteht auch zwischen dem Steuerdruck p
st1A und dem Durchlaßquerschnitt A
A1 ein linearer Zusammenhang. Die Zuordnung zwischen dem Steuerdruck p
st1A und der dem Zylinder 18 zugeführten Druckmittelmenge Q
1 ist in diesem Ausführungsbeispiel so gewählt, daß bei Beaufschlagung des Schiebers
47 mit dem Steuerdruck p
st1A das Druckmittel wie oben beschrieben von dem mit A1 bezeichneten Anschluß des Ventils
41 in die bodenseitige Kammer des Zylinders 18 fließt. Wie bereits anhand der Figur
1 beschrieben, führt ein derartiger Druckmittelstrom zu einem Heben des Auslegers
12.
[0014] Wird dem Schieber 47 von der entgegengesetzten Seite der Steuerdruck p
st1B zugeführt, drückt er die Feder 49 so weit zusammen, bis das Produkt aus dem Steuerdruck
p
st1B und der von ihm beaufschlagten Fläche des Schiebers 47 gleich der Kraft der Feder
49 ist. Der Schieber 47 ist mit einer weiteren ebenfalls in Längsrichtung des Schiebers
47 verlaufenden Kerbe versehen. Diese Kerbe bestimmt zusammen mit einer weiteren Steuerkante
die Größe des Durchlaßquerschnitts A
B1 des Ventils 41 für einen Druckmittelfluß von dem Anschluß B1 des Ventils 41 über
die Leitung 36 zu der stangenseitigen Kammer des Zylinders 18. Auch diese Kerbe ist
so ausgebildet, daß zwischen der auf die Steuerkante bezogenen Stellung des Schiebers
47 und dem Durchlaßquerschnitt A
B1 ein linearer Zusammenhang besteht. Damit besteht auch zwischen dem Steuerdruck p
st1B und dem Durchlaßquerschnitt A
B1 ein linearer Zusammenhang. Bei Beaufschlagung des Schiebers 47 mit dem Steuerdruck
p
st1B fließt das Druckmittel von dem mit B1 bezeichneten Anschluß in die stangenseitige
Kammer des Zylinders 18. Dieser Druckmittelfluß fährt den Kolben des Zylinders 18
ein und senkt damit den Ausleger 12.
[0015] Das Ventil 42 ist in gleicher Weise aufgebaut wie das Ventil 41. Ein Schieber 50
ist zwischen zwei Federn 51 und 52 gehalten. Die dem Ventil 42 zugeführten Steuerdrücke
sind mit p
st2A und p
st2B bezeichnet. Der Schieber 50 ist beidseitig mit Kerben versehen, die im Zusammenwirken
mit einer Steuerkante des Ventils 42 die Größe der mit A
A2 und A
B2 bezeichneten Durchlaßquerschnitte in Abhängigkeit von der Auslenkung des Schiebers
50 bestimmen. Dabei besteht sowohl zwischen dem Durchlaßquerschnitt A
A2 und dem dem Schieber 50 von der einen Seite zugeführten Steuerdruck p
st2A als auch zwischen dem mit A
B2 bezeichneten Durchlaßquerschnitt und dem dem Schieber 50 von der entgegengesetzten
Seite zugeführten Steuerdruck p
st2B ein linearer Zusammenhang. Bei einer Beaufschlagung des Schiebers 50 mit dem Steuerdruck
p
st2A wird der Schieber 50 gegen die Feder 51 gedrückt, und es fließt Druckmittel von dem
Anschluß A2 über die Leitung 38 in die bodenseitige Kammer des Zylinders 22. Wie bereits
anhand der Figur 1 beschrieben, führt ein derartiger Druckmittelstrom zu einer Drehung
der Schaufel 14 im Uhrzeigersinn. Bei einer Beaufschlagung des Schiebers 50 mit dem
Steuerdruck p
st2B wird der Schieber 50 gegen die Feder 52 gedrückt, und es fließt Druckmittel von dem
Anschluß B2 über die Leitung 39 in die stangenseitige Kammer des Zylinders 22. Dieser
Druckmittelstrom führt zu einer Drehung der Schaufel 14 im Gegenuhrzeigersinn.
[0016] Für die Realisierung der Erfindung können Baugruppen von in Scheibenbauweise aufgebauten
Steuerblöcken verwendet werden. Bei derartigen Baugruppen sind die Durchmesser der
Bohrungen für die Schieber der Ventile im Allgemeinen gleich groß. Damit sind auch
die von dem Steuerdruck beaufschlagten Flächen der Schieber gleich groß. Als Variable
für den von dem Steuerdruck abhängigen Durchlaßquerschnitt der Ventile stehen damit
noch die Federkonstante und die Ausgestaltung der mit einer Steuerkante zusammenwirkenden
Kerben zur Verfügung. Sind auch die Federkonstanten der Federn gleich, verbleibt als
Variable für den von dem Steuerdruck abhängigen Durchlaßquerschnitt der Ventile nur
noch die Ausgestaltung der Kerben.
[0017] Ein erstes Vorsteuergerät 55, das vorzugsweise als Joystick ausgebildet ist, liefert
die Steuerdrücke p
st1A und p
st1B für das Ventil 41. Die Steuerdrücke p
st1A und p
st1B stellen sich entsprechend der Auslenkung des Joysticks ein. Der Steuerdruck p
st1A ist dem Schieber 47 über eine Leitung 56 zugeführt. In gleicher Weise ist der Steuerdruck
p
st1B dem Schieber 47 über eine weitere Leitung 57 zugeführt. Ein weiteres Vorsteuergerät
60, das vorzugsweise ebenfalls als Joystick ausgebildet ist, liefert mit p
st3A und p
st3B bezeichnete Steuerdrücke. Die Steuerdrücke p
st3A und P
st3B stellen sich entsprechend der Auslenkung des Joysticks des Vorsteuergeräts 60 ein.
Von dem Vorsteuergerät 60 führen Leitungen 61 und 62 zu dem Schieber 50 des Ventils
42. Dem Eingang des Ventils 42 für den Steuerdruck p
st2A ist ein Wechselventil 65 vorgeschaltet. Zwischen der Leitung 56 und dem einen Eingang
des Wechselventils 65 ist ein Schaltventil 66 angeordnet, das in seiner Arbeitsstellung
den einen Eingang des Wechselventils 65 mit dem Steuerdruck p
st1A beaufschlagt. In seiner in der Figur 2 dargestellten Ruhestellung unterbricht das
Schaltventil 66 die Verbindung zwischen der Leitung 56 und dem Wechselventil 65. Im
Folgenden wird jedoch der Fall betrachtet, daß sich das Schaltventil 66 in seiner
Arbeitsstellung befindet. Dem anderen Eingang des Wechselventils 65 ist über die Leitung
61 der Steuerdruck p
st3A zugeführt. Das Wechselventil 65 leitet den höheren der beiden ihm zugeführten Steuerdrücke
als Steuerdruck p
st2A an den Schieber 50 des Ventil 42 weiter. In entsprechender Weise ist dem Eingang
des Ventils 42 für den Steuerdruck p
st2B ein Wechselventil 68 vorgeschaltet. Zwischen der Leitung 57 und dem einen Eingang
des Wechselventils 68 ist ein weiteres Schaltventil 69 angeordnet. Das Schaltventil
69 beaufschlagt in seiner Arbeitsstellung den einen Eingang des Wechselventils 68
mit dem Steuerdruck p
st1B. In der in der Figur 2 dargestellten Ruhestellung unterbricht das Schaltventil 69
die Verbindung zwischen der Leitung 57 und dem Wechselventil 68. Im Folgenden wird
auch hier der Fall betrachtet, daß sich das Schaltventil 69 in seiner Arbeitsstellung
befindet. Dem anderen Eingang des Wechselventils 68 ist über die Leitung 62 der Steuerdruck
p
st3B zugeführt. Das Wechselventil 68 leitet den höheren der beiden ihm zugeführten Steuerdrücke
als Steuerdruck p
st2B an den Schieber 50 des Ventil 42 weiter.
[0018] Zwischen den Leitungen 35 und 36 sowie zwischen den Leitungen 38 und 39 ist jeweils
ein weiteres Wechselventil 71 bzw. 72 angeordnet. Das Wechselventil 71 leitet den
höheren der Kammerdrücke des Zylinders 18 an den einen Eingang eines weiteren Wechselventils
73 weiter. Das Wechselventil 72 leitet den höheren der Kammerdrücke des Zylinders
22 an den anderen Eingang des Wechselventils 73 weiter. Das Wechselventil 73 leitet
den höheren der ihm zugeführten Drücke als Führungsgröße an einen Pumpenregler 75
weiter sowie an den mit LS bezeichneten Anschluß der Ventile 41 und 42. Bei diesem
Druck handelt es sich um den höchsten Lastdruck, der im Folgenden mit p
Lmax bezeichnet ist. Der Pumpenregler 75 stellt das Fördervolumen der Pumpe 28 derart
ein, daß der mit pp bezeichnete Pumpendruck gleich der Summe aus dem Druck p
Lmax und dem Druckäquivalent p
0 einer in der gleichen Richtung wie der Druck p
Lmax auf den Pumpenregler 75 wirkenden Feder 76 ist. Bei sogenannter Mangelversorgung,
d. h. wenn das maximale Fördervolumen der Pumpe 28 nicht ausreicht, das obengenannte
Druckgleichgewicht zu erreichen, nimmt der Druck p
p einen Wert an, der entsprechend kleiner als die Summe von p
Lmax und p
0 ist.
[0019] Für die Beschreibung der Funktion der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung wird davon
ausgegangen, daß die Schaufel 14 auf dem Untergrund 16 aufliegt und die Oberkante
der Schaufel 14 parallel zu dem Untergrund 16 ausgerichtet ist. Um die Schaufel 14
aus dieser Stellung anzuheben, wird der Joystick des Vorsteuergeräts 55 aus seiner
Ruhelage ausgelenkt und dem Ventil 41 ein Steuerdruck p
st1A(50%) zugeführt, der z. B. 50 % des mit p
st1Amax bezeichneten maximalen Werts des Steuerdrucks p
st1A entspricht. Wie im Zusammenhang mit der Figur 3 noch erläutert wird, entspricht diesem
Steuerdruck ein Druckmittelstrom Q
1(50%), der in die bodenseitige Kammer des Zylinders 18 fließt. Dieser Druckmittelstrom
dreht den Ausleger 12 im Gegenuhrzeigersinn um den Anlenkpunkt 13 und hebt dabei die
Schaufel 14 an. Der Steuerdruck p
st1A(50%) ist außerdem dem Ventil 42 über das Schaltventil 66 und das Wechselventil 65 als
Steuerdruck p
st2A zugeführt. Der dem Ventil 42 zugeführte Steuerdruck p
st2A = P
st1A(50%) führt zu einem Druckmittelstrom Q
2 = K
Q × Q
1(50%) in die bodenseitige Kammer des Zylinders 22, der die Schaufel 14 im Uhrzeigersinn
gerade so stark dreht, daß die Oberkante der Schaufel 14 beim Anheben ihre ursprüngliche
Lage bezogen auf den Untergrund 16 beibehält. Bei diesen Überlegungen wurde davon
ausgegangen, daß der Steuerdruck p
st3A gleich Null, auf alle Fälle aber kleiner als der Steuerdruck p
st1A ist. Soll die Schaufel 14 während des Anhebens entleert werden, wird der Steuerdruck
p
st3A gegenüber dem Steuerdruck p
st1A erhöht. In diesem Fall dreht sich die Schaufel 14 mit der durch den Steuerdruck p
st3A bestimmten Geschwindigkeit im Uhrzeigersinn. Da die Schaufel 14 sich jetzt mit einer
Geschwindigkeit im Uhrzeigersinn dreht, die größer als die für das Aufrechterhalten
der Lage ihrer Oberkante ist, ist es möglich, auf diese Weise Material aus der Schaufel
14 zu kippen.
[0020] Ausgehend von den Figuren 1 und 2 zeigt die Figur 3 weitere Einzelheiten der Steuereinrichtung,
soweit sie für das Anheben der Schaufel 14 erforderlich sind. Der von dem Ventil 41
gesteuerte Druckmittelstrom Q
1 fließt über eine nachgeschaltete Druckwaage 79, ein Lasthalteventil 80 sowie die
Leitung 35 in die bodenseitige Kammer des Zylinders 18. Der Rückfluß des Druckmittels
aus der stangenseitigen Kammer des Zylinders 18 zum Tank 29 erfolgt über die Leitung
36. Der von dem Ventil 42 gesteuerte Druckmittelstrom Q
2 fließt über eine nachgeschaltete Druckwaage 85, ein Lasthalteventil 86 sowie die
Leitung 38 in die bodenseitige Kammer des Zylinders 22. Der Rückfluß des Druckmittels
aus der stangenseitigen Kammer des Zylinders 22 zum Tank 29 erfolgt über ein vom Druck
in der Leitung 38 gesteuertes Gegenhalteventil 87 in der Leitung 39. Das Gegenhalteventil
87 erlaubt es, die Schaufel 14 auch bei ziehender Last durch Steuerung des Zulaufquerschnitts
des Ventils 42 zu steuern. Der Druck p
st1A, der dem Ventil 41 als Steuerdruck zugeführt ist, ist auch dem Ventil 42 als Steuerdruck
zugeführt. Der Steuerdruck p
st2A ist somit gleich dem Steuerdruck p
st1A. Die Druckwaagen 79 und 85 sorgen dafür, daß sowohl der mit p
v1 bezeichnete Druck zwischen dem Ventil 41 und der Druckwaage 79 als auch der mit p
v2 bezeichnete Druck zwischen dem Ventil 42 und der Druckwaage 85 gleich dem höchsten
Lastdruck p
Lmax gehalten ist. Hierzu ist die dem Zylinder mit dem höchsten Lastdruck zugeordnete
Druckwaage voll geöffnet und die jeweils andere Druckwaage befindet sich in einer
Regelstellung, in der der an ihr abfallende Druck gleich der Differenz zwischen dem
höchsten Lastdruck und dem Lastdruck des ihr zugeordneten Zylinder ist. Der Druckabfall
Δp
1 = p
p - p
v1 über dem Ventil 41 ist dann gleich dem Druckabfall Δ
p2 = p
p - p
v2 über dem Ventil 42. Befindet sich der Pumpenregler 75 in seinem Regelbereich, ist
der Druckabfall Δp
1 über dem Ventil 41 ebenso wie der Druckabfall Δp
2 über dem Ventil 42 gleich dem Druckäquivalent p
0 der Feder 76. Die den Zylindern 18 und 22 zugeführten Druckmittelmengen Q
1 bzw. Q
2 entsprechen damit den Durchlaßquerschnitten der Ventile 41 und 42. Wählt man das
Verhältnis der Durchlaßquerschnitte der Ventile 41 und 42 entsprechend dem für eine
parallele Bewegung der Oberkante der Schaufel 14 erforderlichen Faktor K
Q, ist das Verhältnis der den Zylindern 18 und 22 zugeführten Druckmittelmengen Q
1 bzw. Q
2 bei gleichen Steuerdrücken (p
st2A = p
st1A) unabhängig von der Größe des Steuerdrucks. Dieser Zusammenhang gilt auch im Fall
der Mangelversorgung. In diesem Fall sind zwar die einzelnen Druckabfälle über den
Ventilen 41 und 42 kleiner als p
0, da die Druckabfälle aber unter sich gleich bleiben, ändert sich nichts an dem Verhältnis
zwischen den den Zylindern 18 und 22 zugeführten Druckmittelmengen Q
1 und Q
2.
[0021] Die Figur 4 zeigt den Druckmittelfluß beim Senken des Auslegers 12 mit gleichzeitiger
Drehbewegung der Schaufel 14 im Gegenuhrzeigersinn. In der von der bodenseitigen Kammer
des Zylinders 18 zum Tank 29 führenden Leitung 35 ist ein Gegenhalteventil 91 vorgesehen,
das von dem Druck in der zu der stangenseitigen Kammer des Zylinders 18 führenden
Leitung 36 gesteuert ist. Damit ist es möglich, den Ausleger 12 auch bei ziehender
Last durch Steuerung des Zulaufquerschnitts des Ventils 41 zu steuern.
[0022] Für die folgende Erläuterung wird wieder von der Figur 2 ausgegangen. Nach einer
vorteilhaften Ausgestaltung der Ventile 41 und 42 ist es möglich, die Schaufel 14
beim Anheben des Auslegers 12 nur über den Steuerdruck p
st1A zu entleeren. Hierfür ist das Ventil 41 mit einem Anschlag für den Schieber 47 versehen,
dessen Lage dem maximalen Wert Q
1max der Druckmittelmenge Q
1 entspricht. Die Federkonstante der Feder 48 ist so gewählt, daß der Schieber 47 bereits
bei ca. 65 % des maximalen Werts p
st1Amax des Steuerdrucks p
st1A den Anschlag erreicht. In dieser Lage des Schiebers 47 fließt die maximale Druckmittelmenge
Q
1max. Das Ventil 42 ist ebenfalls mit einem Anschlag für seinen Schieber 50 versehen.
Jedoch ist die Federkonstante der Feder 51 so gewählt, daß sie bei dem Druck, bei
dem der Schieber 47 bereits an seinem Anschlag anliegt, erst ca. 65 % seines Wegs
zurückgelegt hat. In diesem Bereich, in dem der Steuerdruck p
st1A einen Wert zwischen Null und 0,65 × p
st1Amax aufweist, ist der Zusammenhang zwischen den Druckmittelmengen Q
2 und Q
1 durch eine entsprechende Ausgestaltung der den Durchlaßquerschnitt der Ventile 41
und 42 bestimmenden Kerben gewährleistet. Erhöht man jetzt den Steuerdruck p
st1A über den Wert von 0,65 × p
st1Amax bis auf Pst1Amax, so bewegt sich der Schieber 50 in Richtung seines Anschlags während
der Schieber 47 an seinem Anschlag bleibt. Hierdurch verschiebt sich das Verhältnis
zwischen den Druckmittelmengen Q
2 und Q
1 derart, daß die Drehbewegung der Schaufel 14 im Uhrzeigersinn die Drehbewegung des
Auslegers 12 im Gegenuhrzeigersinn überwiegt, und die Schaufel 14 entleert sich. In
diesem zweiten Bereich ist die Beziehung Q
2 = K
Q × Q
1 nicht mehr erfüllt. Dies ist aber auch nicht erforderlich, da in diesem Bereich die
Schaufel 14 beim Anheben des Auslegers gezielt entleert werden soll.
[0023] Die Figur 5 zeigt den Zusammenhang zwischen dem Steuerdruck p
st und den den Zylindern 18 und 22 zugeführten Druckmittelmengen Q
1 bzw. Q
2 in Form eines Diagramms. Der Steuerdruck ist in der Figur 5 verkürzt mit p
st bezeichnet, da der dem Ventil 42 zugeführte Steuerdruck p
st2A gleich dem Steuerdruck P
st1A ist. Der Faktor K
Q weist in dem Diagramm für den Bereich von 5 % bis 65 % von p
stmax einen Wert von 0,5 auf. Der Bereich von 0 % bis 5 % von p
stmax entspricht einer positiven Überdeckung der Ventile 41 und 42, in dem noch kein Druckmittel
zu den Zylindern 18 bzw. 22 fließt.
[0024] Die Figur 6 zeigt eine Ausgestaltung des Schiebers 50 des die Schaufel 14 betätigenden
Ventils 42 in schematischer Darstellung. Mit 94 ist der Anschlag bezeichnet, an dem
der Schieber 50 anliegt, wenn der Steuerdruck p
st2A, mit dem der Schieber 50 beaufschlagt ist, gleich p
st1Amax ist. In der Figur 6 ist der Schieber 50 in der Lage dargestellt, die er einnimmt,
wenn er mit keinem Steuerdruck beaufschlagt ist. Der Schieber 50 ist mit einer Kerbe
95 versehen, die zwei Bereiche 96 und 97 aufweist. Zusammen mit einer Steuerkante
98 ergibt die Kerbe 95 bei Beaufschlagung des Schiebers 50 mit dem Steuerdruck p
st2A einen Durchlaßquerschnitt A
A2 von dem Anschluß P zu dem Anschluß A, der in dem ersten Bereich 96 in dem durch den
Faktor K
Q vorgegeben Verhältnis zu dem entsprechenden Durchlaßquerschnitt A
A1 des Ventils 41 steht. In dem zweiten Bereich 97 ist der Zusammenhang mit dem Durchlaßquerschnitt
A
A2 des Ventils 41 so gewählt, daß wie oben beschrieben ein Entleeren der Schaufel 14
während des Anhebens des Auslegers 12 möglich ist.
[0025] Die Figur 7 zeigt eine der Figur 2 entsprechende Darstellung einer weiteren Ausgestaltung
der in der Figur 1 dargestellten Steuereinrichtung 27. Anstelle der in der Figur 2
dargestellten elektrisch gesteuerten Schaltventile 66 und 69 sind in der Figur 7 hydraulisch
gesteuerte Schaltventile 66* und 69* vorgesehen. Die Schaltventile 66* und 69* sind
durch den Steuerdruck p
st1B für die Drehbewegung des Auslegers 12 in Senkrichtung derart gesteuert, daß sie bis
zu einem einstellbaren Schwellenwert p
sts die in der Figur 7 dargestellte Schaltstellung einnehmen. Übersteigt der Steuerdruck
p
st1B den Schwellenwert p
sts, nehmen die Schaltventile 66* und 69* die andere Schaltstellung ein, in der der eine
Eingang des Wechselventils 65 bzw. 68 mit dem Tank 29 verbunden ist. Das bedeutet,
daß z. B. dann, wenn der Steuerdruck p
st1B größer als der Schwellenwert p
sts ist, der dem Ventil 42 zugeführte Steuerdruck p
st2A oder p
st2B gleich dem Druck p
st3A bzw. p
st3B des Vorsteuergeräts 60 ist, da dieser Druck - sofern er nicht gleich dem Tankdruck
ist - immer größer als dieser ist. Die Schaltventile 66* und 69* erlauben die Verwendung
eines Ventils 42 mit einem Schieber 47, der eine vierte, auch als "Schwimmstellung"
bezeichnete Stellung für das Senken des Auslegers 12 besitzt. In der Schwimmstellung
des Schiebers 47 sinkt der Ausleger 12 mit einer von der Last abhängigen Geschwindigkeit.
Da in dieser Stellung des Schiebers 47 keine Steuerung der Sinkgeschwindigkeit durch
das Ventil 41 erfolgt, kann die oben in Verbindung mit den Figuren 1 bis 3 beschriebene
Volumenstromaufteilung nicht mehr exakt arbeiten. Um aber trotzdem eine unkontrollierte
Drehbewegung der Schaufel 14 zu verhindern, werden die Schaltventile 66* und 69* in
die Schaltstellung geschaltet, in der die Drehbewegung der Schaufel 14 allein durch
den Steuerdruck p
st3A oder p
st3B des Vorsteuergeräts 60 gesteuert ist. Um die Schwimmstellung zu aktivieren, wird
der Steuerdruck p
st1B auf einen Wert erhöht, der größer als der Schwellenwert p
sts ist, der seinerseits größer als der der maximalen Sinkgeschwindigkeit entsprechende
Wert ist. Dieser Steuerdruck bewirkt einerseits, daß der Schieber 47 des Ventils 41
so angesteuert wird, daß er die Schwimmstellung einnimmt, und andererseits, daß die
Lage des Schiebers 50 des Ventils 42 weder durch den Steuerdruck p
st1B noch durch den Steuerdruck p
st1A beeinflußt wird. Ist das Vorsteuergerät 55 so aufgebaut, daß der Steuerdruck Pst1A
zumindest dann, wenn der Steuerdruck p
st1B größer als der Schwellenwert p
sts ist, gleich dem Tankdruck ist, kann das Ventil 66* entfallen. Denn in diesem Fall
ist auch ohne das Ventil 66* sichergestellt, daß der Druck P
st1A kleiner als der Druck p
st3A oder höchstens gleich diesem ist. Somit ist es möglich, anstelle des hydraulisch
gesteuerten Ventils 66* ein elektrisch gesteuertes Ventil 66 (wie in der Figur 2 dargestellt)
zu verwenden. Diese Ausgestaltung erlaubt es, die erfindungsgemäße Volumenstromaufteilung
während des Hebens des Auslegers 12 willkürlich unwirksam zu machen.
1. Steuereinrichtung für ein Arbeitsgerät mit einer an einem Ausleger gehaltenen Schaufel;
insbesondere für einen Radlader,
- mit zwei hydraulischen Zylindern .(18, 22), von denen der erste den Ausleger und
der zweite die Schaufel betätigt,
- mit einer die Zylinder (18, 22) aus einem Tank (2.9) mit Druckmittel versorgenden
Pumpe (28) sowie
- mit zwei Ventilen (41, 42) von denen das erste Ventil (41) die Druckmittelzufuhr
von der Pumpe (28) zu dem ersten Zylinder (18) steuert und das zweite Ventil (42)
die Druckmittelzufuhr von der Pumpe (28) zu dem zweiten Zylinder (22) steuert und
von denen jedes mit einem Schieber (47, 50) versehen ist, der an einer Fläche von
einem einstellbaren, gegen die Kraft einer Feder (48 bzw. 49, 51 bzw. 52) wirkenden
Steuerdruck (pst1A bzw. pst1B, pst2A bzw. pst2B) beaufschlagbar ist und der mit einer in seiner Längsrichtung verlaufenden, die Größe
des Durchlaßquerschnitts (AA1 bzw. AB1, AA2 bzw. AB2) des Ventils (41, 42) bestimmenden Kerbe versehen ist, die so ausgebildet ist, daß
der jeweilige Durchlaßquerschnitt (AA1 bzw. AB1, AA2 bzw. AB2) des Ventils (41, 42) durch die Stellung des Schiebers (47, 50) bestimmt ist, gekennzeichnet durch
zwei Druckwaagen (79, 85), von denen die eine stromab des Durchlaßquerschnitts (A
A1 bzw. A
B1) des einen Ventils (41) und die andere stromab des Durchlaßqlierschnitts (A
A2 bzw. A
B2) des anderen Ventils (42) angeordnet ist und die in Schließrichtung vom höchsten
Lastdruck und in Öffnungsrichtung von dem Druck nach dem zugeordneten Durchlaßquerschnitt
beaufschlagt sind, wobei die Ventile (42, 41) derart ansteuerbar sind, daß das Verhältnis
(Q
2/Q
1) der den beiden Zylindern (22, 18) zugeführten Druckmittelmengen (Q
2, Q
1) unabhängig von der Größe des dem ersten Ventil (41) zugeführten Steuerdrucks (p
st1A bzw. p
st1B) auf einem konstanten Wert (K
Q) gehalten ist.
2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Durchlaßquerschnitt (AA1 bzw. AB1, AA2 bzw. AB2) der beiden Ventile (41, 42) linear mit dem ihnen zugeführten Steuerdruck (pst1A bzw. pst1B, pst2A bzw. pst2B) ändert.
3. Steuereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2; dadurch gekennzeichnet, daß die von dem Steuerdruck (Pst1A bzw. pst1B) beaufschlagte Fläche des Schiebers (47) des ersten Ventils (41) gleich der von dem
Steuerdruck (pst2A bzw. pst2B) beaufschlagten Fläche des Schiebers (50) des zweiten Ventils (42) ist.
4. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Eingang des zweiten Ventils (42) für den Steuerdruck (pst2A bzw. Pst2B) eine Ventilanordnung (65, 65; 68, 69) vorgeschaltet ist, über die ihm der Steuerdruck
(pst1A, pst1B) für die Drehbewegung des Auslegers (12) oder der Steuerdruck (pst3A, pst3B) für die Drehbewegung der Schaufel (14) zuführbar ist.
5. Steuereinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilanordnung als Wechselventil (65, 68) ausgebildet ist, dessen einem Eingang
der Steuerdruck (pst1A, pst1B) für die Drehbewegung des Auslegers (12) zuführbar ist und dessen anderem Eingang
der Steuerdruck (Pst3A, Pst3B) für die Drehbewegung der Schaufel (14) zugeführt ist.
6. Steuereinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der zu dem ersten Eingang des Wechselventils (65, 68) führenden Steuerdruckleitung
(56, 57) ein Schaltventil (66, 69) angeordnet ist, das in einer Stellung die Zuführung
des Steuerdrucks (pst1A, pst1B) für die Drehbewegung des Auslegers (12) zu dem Eingang für den Steuerdruck (pst2A, pst2B) des zweiten Ventils (42) unterbricht und gleichzeitig dem ersten Eingang des Wechselventils
(65, 68) einen Druck (Tankdruck) zuführt, der kleiner als der jeweilige Steuerdruck
(Pst3A, Pst3B) für die Drehbewegung der Schaufel (14) oder gleich diesem ist.
7. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilanordnung (69*, 68) die Zuführung des Steuerdrucks (pst1B) für die Drehbewegung des Auslegers (12) in Senkrichtung zu dem Eingang für den Steuerdruck
(Pst2B) des zweiten Ventils (42) unterbricht, wenn dieser Druck (pst1B) einen einstellbaren Wert (psts) überschreitet.
8. Steuereinrichtung.nach Anspruch'7, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltventil (66*) die Zuführung des Steuerdrucks (pst1A) für die Drehbewegung des Auslegers (12) in Hebenrichtung zu dem ersten Eingang des
zugeordneten Wechselventils (65) unterbricht; wenn der Druck (pst1B) für die Drehbewegung des Auslegers (12) in Senkrichtung einen einstellbaren Wert
(psts) überschreitet.
9. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche.1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kerbe (95) des Schiebers (50) des zweiten Ventils (42) so ausgebildet ist, daß
bei einer Beaufschlagung des Schiebers (50) des zweiten Ventils (42) mit einem Steuerdruck
(pst2A, pst2B), der größer als der für die maximale Druckmittelmenge (Q1max) erforderliche Steuerdruck (pst1A(65%), pst1B(65%)) für das erste Ventil (41) ist, der Durchlaßquerschnitt (AA2, AB2) des zweiten Ventils (42) mit steigendem Steuerdruck (pst2A, pst2B) stärker ansteigt als in dem Bereich unterhalb des für die maximale Druckmittelmenge
(Q1) erforderlichen Steuerdrucks (pst1A(65%), pst1B(65%) für das erste Ventil (41).
10. Steuereinrichtung einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Federkonstante der auf den ersten Schieber (47) wirkenden Feder (48 bzw. 49)
gleich der Federkonstante der auf den zweiten Schieber (50) wirkenden Feder (51, 52)
ist.
11. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß in einer von einem mit einer ziehenden Last beaufschlagten .Zylinder (18, 22) zum
Tank (29) führenden Leitung (35, 39) ein vom Zulaufdruck gesteuertes Gegenhalteventil-(91,
87) angeordnet ist.
1. A control device for a work appliance comprising a shovel held on an extension arm,
in particular for a wheeled loader,
- with two hydraulic cylinders (18, 22), of which the first actuates the extension
arm and the second actuates the shovel,
- with a pump (28) supplying the cylinders (18, 22) with pressure medium from a tank,
(29), and
- with two valves (41, 42), of which the first valve (41) controls the supply of pressure
medium from the pump (28) to the first cylinder (18) and the second valve (42) controls
the supply of pressure medium from the pump (28) to the second cylinder (22), each
valve (41, 42) being provided with a spool (47, 50) having a surface acted upon by
an adjustable control pressure (pst1A or pst1B, pst2A or pst2B) counter to the force of a spring (48 or 49, 51 or 52) and being provided with a
notch which runs in its longitudinal direction and determines the size of the passage
cross section (AA1 or AB1, AA2 or AB2) of the valve (41, 42) and which is formed in such a way that the respective passage
cross section (AA1 or AB1, AA2 or AB2) of the valve (41, 42) is determined by the position of the spool (47, 50), characterized by two pressure compensators (79, 85) of which one is arranged downstream of the passage
cross section (AA1 or AB1 of the one valve (41) and the other downstream of the passage cross section (AA2 or. AB2) of the other valve (42) and which are acted upon in the closing direction by the
highest load pressure and in the opening direction by the pressure downstream of the
assigned passage cross section, whereby the valves {42, 41) can be activated in such
a way that the ratio (Q2/Q1) of the pressure medium quantities (Q2, Q1) supplied to the two cylinders (22, 18) is held at a constant value (KQ) independently of the size of the control pressure (pst1A or pst1B) supplied to the first valve (41).
2. A control device according to claim 1, characterized by the fact that that the passage cross section (AA1 or AB1, AA2 or AB2) of the two valves (41, 42) changes linearly with the control pressure (pst1A or pst1B, pst2A or pst2B) supplied to them.
3. A control device according to claim 1 or 2, characterized by the fact that the surface of the spool (47) of the first valve (41) which is acted upon by the
control pressure (pst1A or pst1B) is equal to that surface of the spool (50) of the second valve (42) which is acted
upon by the control pressure (pst2A or pst2B).
4. A control device according to any of claims 1 to 3, characterized by the fact that the inlet of the second valve (42) for the control pressure (pst2A or Pst2B) is preceded by a valve arrangement (65, 66; 68, 69), via which said valve can be
supplied with the control pressure (pst1A, pst1B) for the rotational movement of the extension arm (12) or with the control pressure
(pst3A, Pst3B) for the rotational movement of the shovel (14).
5. A control device according to claim 4, characterized by the fact that the valve arrangement is constructed as a shuttle valve {65, 68), one
inlet of which can be supplied with the control pressure (pst1A, pst1B) for the rotational movement of the extension arm (12) and the other inlet of which
is supplied with the control pressure (pst3A, pst3B) for the rotational movement of the shovel (14).
6. A control device according to claim 5, characterized by the fact that in the control pressure line (56, 57.) leading to the first inlet of the shuttle
valve (65, 68), a switching valve (66, 69) is arranged, which, in one position, interrupts
the supply of the control pressure (pst1A, pst1B) for the rotational movement of the extension arm (12) to the inlet for the control
pressure (pst2A, pst2B) of the second valve (42) and at the same time supplies the first inlet of the shuttle
valve (65, 68) with a pressure (tank pressure) which is lower than the respective
control pressure (pst3A, pst3B) for the rotational movement of the shovel (14) or is equal to said control pressure.
7. A control device according to any of claims 4 to 6 characterized by the fact that the valve arrangement (69*, 68) interrupts the supply of the control
pressure (pst1B) for the rotational movement of the extension arm (12) in the lowering direction
to the inlet for the control pressure (pst2B) of the second valve (42) when this pressure (pst1B) overshoots an adjustable value (psts).
8. A control device according to claim 7 characterized by the fact that the switching valve (66*) interrupts the supply of the control pressure (pst1A) for the rotational movement of the extension arm (12) in the raising direction to
the first inlet of the assigned shuttle valve (65) when the pressure (pst1B) for the rotational movement of the extension arm (12) in the lowering direction
overshoots an adjustable value (psts).
9. A control device according to any of claims 1 to 8 characterized by the fact that the notch (95) of the spool (50) of the second valve (42) is formed in such a way
that, when the spool (50) of the second valve (42) is acted upon by a control pressure
(pst2A, pst2B) which is higher than the control pressure (pst1A(65%), pst1B(65%)) required for the maximum pressure medium quantity (Q1max) for the first valve (41), the passage cross section (AA2, AB2) of the second valve (42) increases with a rise in control pressure (pst2A pst2B) to a greater extent than in the range below the control pressure (pst1A(65%), pst1B(65%)) required for the maximum pressure medium quantity (Q1), for the first valve (41).
10. A control device according to any of, the claims 1 to 8, characterized by the fact that the spring constant of the spring (48. or 49) acting on the first spool
(47) is equal to the spring constant of the spring (51, 52) acting on the second spool
(50).
11. A control device according to any of the claims 1 to 10, characterized by the fact that a counterholding valve (91, 87) controlled by the inflow pressure is arranged in
a line (35, 39) leading from a cylinder (18, 22) acted upon by a pulling load to the
tank (29).
1. Dispositif de commande pour un engin de chantier, doté d'une pelle maintenue sur un
bras, en particulier pour un chargeur à roues,
- doté de deux vérins (18, 22) hydrauliques, desquels le premier actionne le bras
et le second la pelle,
- doté d'une pompe (28), qui alimente les vérins (18, 22) en fluide de pression.à
partir d'un réservoir (29), et
- doté de deux distributeurs (41, 42), dont le premier distributeur (41) commande
l'alimentation en fluide de pression de la pompe (28) vers le premier vérin (18) et
le second distributeur (42) commande l'alimentation en.fluide de pression de la pompe
(28) vers le second vérin (22) et dont chacun est doté d'un tiroir (47, 50), qui peut
être soumis, au niveau d'une surface, à une pression de commande (pst1A ou pst1B, pst2A ou pst2B, selon le cas), laquelle peut être calibrée et laquelle agit contre la force exercée
par un ressort. (48, ou 49, 52 ou 52, selon le cas), et qui est pourvu d'une entaille,
laquelle évolue dans le sens de sa longueur, laquelle détermine la taille de la section
transversale de débit (AA1 ou AB1, AA2 ou AB2, selon le cas) du distributeur (41, 42) et laquelle est conçue de façon à ce que
la section transversale de débit (AA, ou AB1, AA2 ou AB2, selon le cas) du distributeur (41, 42) à un instant donné soit déterminée par la
position du tiroir (47, 50),
caractérisé par deux balances (79, 85) de pression, desquelles l'une est disposée en aval de la section
transversale de débit (A
A1 ou A
B1' selon le cas) de l'un des distributeurs (41) et l'autre en aval de la section transversale
de débit (A
A2 ou A
B2, selon le cas) de l'autre distributeur (42), et qui dans le sens de la fermeture
sont soumises à la pression en charge la plus élevée et dans le sens de l'ouverture
sont soumises à la pression régnant en aval de la section transversale de débit correspondante,
cependant que les distributeurs (41, 42) peuvent être commandés de façon à maintenir
le rapport (Q
2/Q
1) des quantités de fluide de pression (Q
2, Q
1) ramenées vers les deux vérins (22, 18) à une valeur (K
Q) constante, indépendamment de l'amplitude de la pression (p
st1A ou p
st1B) de commande ramenée vers le premier distributeur (41).
2. Dispositif de commande selon la revendication n° 1, caractérisé en ce que la section transversale de débit (AA1 ou AB1, AA2 ou AB2, selon le cas) des deux distributeurs (41, 42) varie de façon linéaire avec la pression
(pst1A ou pst1B, Pst2A ou pst2B, selon le cas) de commande qui leur est ramenée.
3. Dispositif de commande selon la revendication n° 1 ou n° 2, caractérisé en ce que la surface du tiroir (47) du premier distributeur (41), qui est soumise à la pression
(pst1A ou pst1B, selon le cas) de commande, est égale à la surface du tiroir (50) du second distributeur
(42), qui est soumise à la pression (pst2A ou pst2B, selon le cas) de commande.
4. Dispositif de commande selon une des revendications n° 1 à n° 3, caractérisé en ce qu'un dispositif de valves (65, 66; 68, 69) est branché en amont de l'entrée de la pression
(pst2A ou Pst2B, selon le cas) de commande du second distributeur (42) et permet de lui transmettre
la pression (pst1A, pst1B) de commande du mouvement de rotation du bras (12) ou la pression (pst3A, pst3B) de commande du mouvement de rotation dé la pelle (14).
5. Dispositif de commande selon la revendication n° 4, caractérisé en ce que le dispositif de valves est conçu sous forme de valve (65, 68) de sélection, dont
l'une des entrées peut être soumise à la pression (pst1A, pst1B) de commande du mouvement de rotation du bras (12) et dont l'autre entrée est soumise
à la pression (pst3A, pst3B) de commande du mouvement de rotation de la pelle (14).
6. Dispositif de commande selon la revendication n° 5, caractérisé en ce que dans la conduite (56, 57) de pression de commande menant vers la première entrée
de la valve (65, 68) de sélection est disposée une valve (66, 69) de commutation,
qui dans une position, coupe l'alimentation de la pression (pst1A, pst1B) de commande du mouvement de rotation du bras (12) vers l'entrée de la pression (pst2A ou pst2B) de commande du second distributeur (42) et simultanément ramène vers la première
entrée de la valve (65, 68) de sélection une pression (pression du réservoir), qui
est inférieure ou égale à la pression (pst3A, pst3B) de commande du mouvement de rotation de la pelle (14) à l'instant donné.
7. Dispositif de commande selon une des revendications n° 4 à n° 6, caractérisé en ce que le dispositif de valves (69*, 68) coupe l'alimentation de la pression (pst1B) de commande du mouvement de rotation du bras (12) dans le sens de l'abaissement
vers l'entrée de la pression (pst2B) de commande du second distributeur (42), lorsque cette pression (Pst1B) dépasse une valeur (psts) pouvant être calibrée.
8. Dispositif de commande selon la revendication n° 7, caractérisé en ce que la valve (66*) de commutation coupe l'alimentation de la pression (pst1A) de commande du mouvement de rotation du bras (12) dans le sens du levage vers la
première entrée de la valve (65) de sélection dédiée, lorsque la pression (pst1B) pour le mouvement de rotation du bras (12) dans le sens de l'abaissement dépasse
une valeur (psts) pouvant être calibrée.
9. Dispositif de commande selon une des revendications n° 1 à n° 8, caractérisé en ce que l'entaille (95) du tiroir (50) du second distributeur (42) est conçue de telle façon,
que lorsque le tiroir (50) du second distributeur (42) est sollicité par une pression
(pst2A, pst2B) de commande, qui est supérieure à la pression (pst1A(65%), pst1B(65%)) de commande requise pour le premier distributeur (41) pour le débit (Q1max) maximum de fluide de pression, la section (AA2, AB2) transversale de débit du second distributeur (42) croît plus fort avec une pression
(pst2A, pst2B) de commande croissante, que dans la zone inférieure à la pression (Pst1A(65%), pst1B(65%)) de commande requise pour le premier distributeur (41) pour le débit (Q1) maximum de fluide de pression.
10. Dispositif de commande selon une des revendications n° 1 à n° 8, caractérisé en ce que la constante de ressort du ressort (48 ou 49, selon le cas) agissant sur le premier
tiroir (47) est égale à la constante de ressort du ressort (51, 52) agissant sur le
second tiroir (50).
11. Dispositif de commande selon une des revendications n° 1 à n° 10, caractérisé en ce que dans une conduite (35, 39), qui mène d'un vérin (18, 22) soumis à une charge en traction
vers le réservoir (29), est disposée une valve (91, 87) de retenue, commandée par
la pression d'alimentation.