[0001] Die Erfindung betrifft ein elektrisches Haarformgerät mit einem in einem Griffstück
integrierten Warmluftgebläse und mit einer elektromotorisch rotierend angetriebenen
und von einem durch das Warmluftgebläse geförderten Luftstrom angeströmten Haarbürste
mit einem Schaft und einer von dem Schaft abragenden Beborstung.
[0002] Derartige Haarformgeräte dienen zum Formen von Locken in dem Haar einer Person. Dabei
erfolgt ein Formen der Haare durch die elektrisch motorisch rotierend angetriebene
Haarbürste, unterstützt von einem Warmluftstrom, der die zum Umformen benötigte Wärme
an das umzuformende Haar bringt. Der Elektromotor sowie das Warmluftgebläse samt Heizeinrichtung
sind typischerweise in einem rohrförmigen als Griffstück dienenden Gehäuse untergebracht.
Durch Eindrehen der Haarbürste in das umzuformende Haar bei rotierender Haarbürste
werden die einzelnen Locken geformt. Eingerollt werden die zu einer Locke auszubildenden
Haare infolge eine Drehmitnahme der von der Beborstung und/oder der Mantelfläche der
Haarbürste ergriffenen Haare als Folge der Rotation der Haarbürste. Die umzuformenden
Haare werden grundsätzlich von der in Drehung befindlichen Haarbürste über mehr als
eine Haarbürstenumdrehung mitgenommen, was das vorbeschriebene Einrollen bzw. Eindrehen
zur Folge hat. Die Haarbürste wird in das umzuformende Haar eingerollt wie ein Lockenwickler.
[0003] Bei einer Benutzung eines solchen Haarformgerätes ist darauf zu achten, dass der
die Haarbürste antreibende Elektromotor rechtzeitig ausgeschaltet wird, bevor die
Haarbürste in das zum Formen einer Locke vorgesehene Haarbüschel vollständig eingedreht
wird, damit der durch die sich drehende Haarbürste auf das Haarbüschel wirkende Zug
nicht zu groß und gegebenenfalls schmerzhaft wird. Um das auf die Haare einwirkende
Drehmoment in einem solchen Fall zu begrenzen, ist die dem Elektromotor zugeführte
elektrische Leistung dadurch begrenzt, dass die Stromversorgung des die Haarbürste
antreibenden Elektromotors über einen Spannungsabgriff an der Heizeinrichtung realisiert
ist.
[0004] Ein solches elektrisches Haarformgerät stellt eine Alternative zu einem Einsatz von
Lockenwicklern dar. Mit diesem elektrischen Haarformgerät lassen sich jedoch keine
Wellen ausbilden, wie dieses mitunter jedoch gewünscht wird. Sogenannte Föhnwellen
lassen sich herkömmlich nur mit einer Handbürste und einem Haartrockner formen, wobei
es sehr viel Geschicklichkeit verlangt, Föhnwellen auszubilden.
[0005] Ausgehend von diesem diskutierten Stand der Technik liegt der Erfindung daher die
Aufgabe zugrunde, ein eingangs genanntes elektrisches Haarformgerät dergestalt weiterzubilden,
dass mit diesem Haarwellen, insbesondere sogenannte Föhnwellen ohne weiteres geformt
werden können.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein eingangs genanntes, gattungsgemäßes
Haarformgerät gelöst, bei dem die bei einer Benutzung des Haarformgeräts in Kontakt
mit den zu formenden Haaren stehende Mantelfläche des Schaftes der Haarbürste eine
Oberfläche aufweist, durch die ein Drehmitnahmeeffekt bei rotierender Handhaarbürste
von an der Mantelfläche anliegenden Haaren für das gewünschte Haarformergebnis vernachlässigbar
klein oder gleich null ist und die Haarbürste eine Beborstung aufweist, die aufgrund
ihrer Dichte und/oder ihrer Steifigkeit bei rotierender Haarbürste zwar eine Drehmitnahme
von zu formenden Haaren gewährleistet, die jedoch andererseits dafür verantwortlich
ist, dass die gewünschte Haarmitnahme nur über einen Teil einer Haarbürstenumdrehung
erfolgt.
[0007] Bei diesem elektrischen Haarformgerät ist die Haarbürste dergestalt ausgebildet,
dass eine Drehmitnahme auf das zu formende Haar nur soweit erfolgt, dass grundsätzlich
ein vollständiges Eindrehen der Haarbürste in das zu formende Haar vermieden ist.
Eine gewisse Drehmitnahme ist notwendig, um das zu formende Haar in eine die zu erstellende
Welle nachbildenden Form für die zum Formen der Welle notwendigen Zeit zu halten.
Die durch den Warmluftstrom bereitgestellte Wärme unterstützt den Haarformprozess,
wobei zweckmäßigerweise die Haarbürste nach Art eines Airbrush ausgebildet ist und
der die Haarbürste anströmende Warmluftstrom in einen inneren Einströmkanal der Haarbürste
eintritt und aus diesem durch in der Haarbürste befindliche Luftaustrittsöffnungen
in radialer Richtung herausgeführt ist.
[0008] Die vorbeschriebene bedingte Drehmitnahme der zu formenden Haare bei rotierender
Haarbürste wird dadurch erreicht, dass die radial nach außen weisende Oberseite der
Mantelfläche des Schaftes der Haarbürste eine solche Beschaffenheit aufweist, dass
von dieser kein Drehmoment auf das zu formende Haar oder allenfalls nur ein vernachlässigbar
kleines übertragen wird. Diese Oberfläche ist daher zweckmäßigerweise hoch glatt und/oder
weist eine Beschichtung auf, an der das zu formende Haar bei rotierender Haarbürste
nicht haftet, wie dieses beispielsweise bei einer Pholytetrafluorethylen-Beschichtung
(PTFE-Beschichtung) der Fall ist. Durch Ausbildung der Oberfläche des Schaftes der
Haarbürste in dieser Art und Weise ist für eine Drehmitnahme der zu formenden Haare
somit ausschließlich die Beborstung verantwortlich. Diese ist bezüglich ihrer Dichte
und/oder ihrer Steifigkeit so konzipiert, dass einerseits zwar eine Drehmitnahme bei
rotierender Haarbürste von zu formenden Haaren erfolgt, dass andererseits diese Drehmitnahme
nur über einen Teil einer Haarbürstenumdrehung, beispielsweise über 180° erfolgt.
Dadurch ist ein Eindrehen der rotierenden Haarbürste in das zu formende Haar wirksam
verhindert. Zweckmäßig ist die Ausgestaltung einer Haarbürste, mit der eine Drehmitnahme
des zu formenden Haares um 180° bis max. 270° erfolgt. Je nach Behandlungsdauer und
Behandlungsart können mit einer solchen Haarbürste unterschiedlichste Haarwellen geformt
werden.
[0009] Die Beborstung einer solchen Haarbürste wird hinsichtlich der Dichte ihrer Beborstung
als mäßig geborstet angesprochen werden können. Die einzelnen Borstenbüschel selbst
sind zweckmäßigerweise gegenüber der Mantelfläche des Haartrockners vertieft verankert,
wobei vorgesehen ist, dass die eigentliche Verankerung des Fußes der Borstenbüschel
von der Mantelfläche durch eine Abstandsöffnung beabstandet ist. Die nach Innen weisende
Seite der Abstandsöffnung ist von der Mantelfläche eines Borstenbüschels beabstandet,
so dass dieses innerhalb der Abstandsöffnung hin- und herbewegt werden kann. Die Abstandsöffnung
dient dem Zweck, dass die Borstenbüschel bereits an der Oberseite der Mantelfläche
des Schaftes der Haarbürste eine gewisse Weichheit bzw. Nachgiebigkeit aufweisen und
in diesem Bereich nur noch lose aneinander liegen. Von einem solchen Borstenbüschel
ergriffenes Haar kann dann, wenn es zur Mantelfläche des Haartrockners hingezogen
wird auch zwischen den einzelnen Haaren eines Borstenbüschels hindurchgleiten, ohne
zwischen den einzelnen Borstenhaaren verklemmt zu werden.
[0010] Die für die Nachgiebigkeit der Borstenbüschel im Bereich der Mantelfläche des Haartrockners
verantwortliche Abstandsöffnung kann von unterschiedlicher Geometrie sein. Die Abstandsöffnung
kann beispielsweise eine Öffnung kreisrunden Querschnittes sein. Ebenso ist es möglich,
die Abstandsöffnung als Langloch zu konzipieren, wobei bei einer solchen Ausgestaltung
zweckmäßigerweise die Längserstreckung des Langloches zumindest einen in Drehrichtung
der Haarbürste weisenden Anteil aufweist. Dieses ist beispielsweise bei einem Langloch
der Fall, dessen Langsachse in Drehrichtung der Haarbürste weist oder dessen Langachse
in einer diagonalen Richtung dazu ausgerichtet ist.
[0011] Die Abstandsöffnung kann unmittelbar an ein Verankerungsloch zum Verankern eines
Borstenbüschels angrenzen, wodurch ein gestuftes Loch ausgebildet ist. Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Borstenbüschel in einem Rohrkern verankert
sind, das von einer konzentrisch den Rohrkern einschließenden Hülse eingeschlossen
ist. Die Außenseite der Hülse bildet sodann die Oberseite der Mantelfläche der Haarbürste.
Die Hülse kann außenseitig beispielsweise eine verchromte und somit hoch glatte Oberfläche
aufweisen. Diese Hülse weist Borstenöffnungen in der Kontur der vorgesehenen Abstandsöffnungen
auf. Gemäß einer Ausgestaltung ist vorgesehen, eine solche Hülse mit Abstand zum Rohrkern
anzuordnen, wodurch ein Ringspalt zwischen dem Rohrkern und der Hülse vorgesehen ist.
Der Ringspalt dient zum einen zum Beabstanden des Borstenaustrittes aus ihren Verankerungslöchern
und der Mantelfläche des durch die Hülse gebildeten Schaftes. Zum anderen dient dieser
zum Leiten eines Luftstromes, der sodann durch die als Abstandsöffnungen dienenden
Borstenöffnungen der Hülse dem umzuformenden Haar zugeführt wird.
[0012] Da bei diesem elektrischen Haarformgerät ein Eindrehen der Haarbürste in das zu formende
Haar bei bestimmungsgemäßem Einsatz nicht möglich ist, kann die Leistung des Elektromotors
stärker ausgelegt sein. Dieses erfolgt zweckmäßigerweise dadurch, dass der Elektromotor
nicht über einen Spannungsabgriff an die Heizeinrichtung des Warmluftgebläses angeschlossen
ist, sondern dass das Haarformgerät einen eigenen Stromanschluss für den zum Drehen
der Haarbürste eingesetzten Elektromotor aufweist, beispielsweise einen Transformator.
Es ist dann möglich, die Haarbürste auch mit einer höheren Drehgeschwindigkeit anzutreiben,
vor allem auch ohne eine Einbuße hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der Heizeinrichtung
hinnehmen zu müssen.
[0013] Nachfolgend ist die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf
die beigefügten Figuren beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine schematisierte perspektivische Ansicht eines elektrischen Haarformgerätes mit
einer rotierend angetriebenen Haarbürste,
- Fig. 2:
- einen Ausschnitt eines vergrößerten Längsschnittes durch die Haarbürste der Figur
1 und
- Fig. 3:
- einen Ausschnitt eines Längsschnittes durch eine Haarbürste gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
eines elektrischen Haarformgerätes.
[0014] Ein elektrisches Haarformgerät 1 besteht aus einem Griffstück 2 und einer Haarbürste
3. In dem Griffstück 2 ist ein elektrisches Warmluftgebläse angeordnet. Zu diesem
Zweck weist das Griffstück 2 an seinem hinteren Ende Lufteinlassöffnungen auf. Das
Warmluftgebläse selbst umfasst einen Lüfter sowie eine elektrische Heizeinrichtung,
über die der von dem Lüfter geförderter Luftstrom zu seiner Erwärmung geführt wird.
Ferner ist in dem Griffstück 2 ein Elektromotor angeordnet. Der Elektromotor dient
zum Antreiben der Haarbürste 3, die drehmomentschlüssig mit der Antriebswelle des
Elektromotors, gegebenenfalls getrieblich untersetzt, verbunden ist. Die motorisch
angetriebene Welle, auf der die Haarbürste 3 aufsitzt, ist in Figur 1 mit dem Bezugszeichen
4 gekennzeichnet. Die Welle 4 ist aus dem vorderseitigen Ausgang des Griffstücks 2
axial herausgeführt. Diese vordere Öffnung 5 des Griffstücks 2 dient gleichfalls als
Luftaustrittsöffnung für den von dem in dem Griffstück 2 geförderten Warmluftstrom.
Die Welle 4 selbst ist als Hohlwelle ausgebildet und verfügt über Einströmöffnungen
6, so dass der von dem Warmluftgebläse geförderte Warmluftstrom in das Innere der
Hohlwelle 4 eintreten kann. Dieses dient dem Zweck, dass der Warmluftstrom oder ein
Teil des Warmluftstroms in einen inneren Einströmkanal der Haarbürste 3 hineingefördert
wird. Dieser Einströmkanal ist über Luftaustrittsöffnungen 7 mit der Mantelfläche
8 der Haarbürste 3 verbunden, so dass der in den Einströmkanal der Haarbürste 3 einströmende
Luftstrom aus den Luftaustrittsöffnungen 7 austreten und dem zu formenden Haar zugeführt
wird. Die Haarbürste 3 ist an ihrem vorderen, der Welle 4 gegenüberliegenden Ende
verschlossen.
[0015] Die Haarbürste 3 besteht aus einem im Wesentlichen zylindrischen Schaft 9 mit der
Mantelfläche 8. Die Mantelfläche 8 des Schaftes 9 wird bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
durch eine Hülse 10 gebildet, die unter Belassung eines Ringspaltes 11 (vgl. Figur
2) einen Rohrkern 12 konzentrisch einschließt. Der Rohrkern 12 wiederum schließt den
vorbeschriebenen Einströmkanal 13 der Haarbürste 3 ein. Die Hülse 10 stützt sich an
an dem Rohrkern 12 angeformten zylindrischen Fortsätzen 14 ab.
[0016] Der Rohrkern 12 dient zum Verankern der Borstenbüschel B der Haarbürste 3. Zu diesem
Zweck sind in den Rohrkern 12 Verankerungslöcher 15 eingebracht, in die die Borstenbüschel
B mit ihrem Fuße festgesetzt bzw. verankert sind. Die Hülse 10 weist Borstenöffnungen
16 auf, durch die die Borstenbüschel B hindurchtreten. Die Borstenöffnungen 16 der
Hülse 10 weisen eine innere Weite auf, die deutlich größer ist als der Durchmesser
eines zum Verankern eines Borstenbüschels B vorgesehenen Verankerungsloches 15. Somit
kann jedes Borstenbüschel B innerhalb einer Borstenöffnung 6 ohne weiteres hin- und
herbewegt werden. Insbesondere werden die einzelnen Borsten des Borstenbüschels B
durch die Borstenöffnung 16 nicht zusammengedrückt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
weist die Kontur der Bürstenöffnungen 16 die Kontur eines Langloches auf, das in seiner
Längserstreckung diagonal zur Drehbewegung der Haarbürste 3 verläuft, wie dieses in
Figur 1 erkennbar ist. Der Übersicht halber sind in Figur 1 nur einzelne Borstenbüschel
B eingezeichnet.
[0017] Der Rohrkern 12 ist drehmomentschlüssig mit der Welle 4 verbunden.
[0018] Bei einem Betrieb des elektrischen Haarformgerätes 1 zum Formen einer Locke strömt
der von dem Warmluftgebläse geförderte Luftstrom zumindest anteilig in den Einströmkanal
13 der Haarbürste 12 sowie in den durch die Hülse 10 gebildeten Ringspalt 11 ein.
Aus dem Einströmkanal 13 tritt dieser Warmluftstrom durch die Luftaustrittsöffnungen
7 in radialer Richtung aus der Haarbürste 3 heraus. Fluchtend mit den Luftaustrittsöffnungen
7 des Rohrkerns 12 weist auch die Hülse 10 entsprechende Luftaustrittsöffnungen auf,
wobei innerhalb des Ringspaltes 11 eine Vermischung mit dem in dem Ringspalt 11 geförderten
Luftstrom erfolgt und die erwärmte Luft auch aus den Borstenöffnungen 16 austritt.
Die durch den Warmluftstrom mitgeführte Wärme wird somit unmittelbar dem zu formenden
Haar zugeführt.
[0019] Die Beborstung der Haarbürste 3 hinsichtlich ihrer Dichte und der Steifigkeit der
Borstenbüschel B ist ausgebildet, damit bei rotierender Haarbürste 3 eine Drehmitnahme
des an der Haarbürste 3 anliegenden Haars nur über etwa 180° oder etwas mehr erfolgt.
Aus diesem Grunde weist die Hülse 10 eine verchromte Oberfläche auf, damit diese besonders
glatt ist. Daher erfolgt eine Drehmitnahme bei rotierender Haarbürste 3 von Haaren
nicht, wenn diese lediglich an der Mantelfläche 8 des Schaftes 9 anliegen. Die Beabstandung
der Borstenbüschelverankerung in den Verankerungslöchern 5 des Rohrkerns 12 von der
Mantelfläche 8 des Schaftes 9 hat zur Folge, dass die Borstenbüschel B bei ihrem Durchtritt
durch die Borstenöffnungen 16 relativ weiche Eigenschaften aufweisen. Daher verklemmen
die von den Borstenbüscheln B ergriffenen Haare nicht zwischen den einzelnen Borsten
eines Borstenbüschels B, was die bedingte Drehmitnahme der Haare bei rotierender Haarbürste
zur Folge hat. Auch sind die Borstenbüschel B hinsichtlich ihrer Nachgiebigkeit bei
rotierender Haarbürste 3 in den Borstenöffnungen 16 kaum beeinträchtigt, was den gewünschten,
nur bedingten Mitnahmeeffekt des zu formenden Haares unterstützt. Die Haarbürste 3
ist insgesamt als mäßig beborstet anzusprechen.
[0020] Beim Formen von Haaren mit diesem Haarformgerät 1 können durch die Drehmitnahme der
Haare durch die Haarbürste 3 um lediglich etwa 180° Wellen geformt werden. Dabei dient
die Mitnahme der Haare durch die Haarbürste 3 vornehmlich dem Zweck, die gewünschte
Wellenform auszubilden. Die rotierende Haarbürste 3 dient daher als Formwerkzeug,
wobei der Haarformprozess von der durch den Warmluftstrom herangeführten Wärme unterstützt
wird.
[0021] Figur 3 zeigt eine weitere Haarbürste 17 zum Formen von Wellen in dem Haar einer
Person, die prinzipiell aufgebaut ist wie die Haarbürste 3 der Figuren 1 und 2. Im
Unterschied zu der Haarbürste 3 weist die Haarbürste 17 jedoch keinen Ringspalt 11
auf. Der Rohrkern 18 schließt ebenfalls einen Einströmkanal 19 ein, der durch Luftaustrittsöffnungen
20 mit der äußeren Mantelfläche der Haarbürste 17 verbunden ist. Die Borstenbüschel
B sind in gestuft ausgebildeten, radial in den Rohrkern 18 eingebrachten Löchern 21
festgesetzt, wobei nur der tiefste Abschnitt als Verankerungsloch 22 dient. Der obere
Teil eines Loches 21 ― der Teil 23 ― dient als Abstandsöffnung, dessen lichte Weite
größer ist als der Durchmesser des Verankerungsloches 22, um die gewünschten Eigenschaften
der Borstenbüschel B zu erzielen. Die Mantelfläche 24 der Haarbürste 17 ist PTFE-beschichtet.
Diese Beschichtung ist in Figur 3 mit dem Bezugszeichen 25 bezeichnet. Die Beschichtung
25 ist dafür verantwortlich, dass keine Haftung zwischen den zu formenden Haaren und
der Mantelfläche 24 der Haarbürste 17, zumindest keine nennenswerte, vorhanden ist.
Die Borstenbüschel B reagieren bei rotierender Haarbürste 17 ebenso wie die Borstenbüschel
B der zuvor beschriebenen Haarbürste 3.
[0022] In einer ersten Weiterbildung ist vorgesehen, dass das elektrische Haarformgerät
zusätzlich über eine lonisierungseinrichtung verfügt, um den Haarformprozess durch
Elektronenabgabe zu unterstützen. Als zweite Weiterbildung kann vorgesehen sein, die
Haarbürste lösbar auf der motorisch angetriebenen Welle anzuordnen, so dass diese
durch eine im Durchmesser unterschiedliche ausgetauscht werden kann. Eine solche Haarbürste
ist sodann als Aufsatz konzipiert.
Bezugszeichenliste
[0023]
- 1
- Haarformgerät
- 2
- Griffstück
- 3
- Haarbürste
- 4
- Welle
- 5
- Öffnung
- 6
- Einströmöffnung
- 7
- Luftaustrittsöffnung
- 8
- Mantelfläche
- 9
- Schaft
- 10
- Hülse
- 11
- Ringspalt
- 12
- Rohrkern
- 13
- Einströmkanal
- 14
- Fortsatz
- 15
- Verankerungsloch
- 16
- Bürstenöffnung
- 17
- Haarbürste
- 19
- Rohrkern
- 19
- Einströmkanal
- 20
- Luftaustrittsöffnung
- 21
- Loch
- 22
- Verankerungsloch
- 23
- Abstandsöffnung
- 24
- Mantelfläche
- 25
- PTFE-Beschichtung
- B
- Borstenbüschel
1. Elektrisches Haarformgerät mit einem in einem Griffstück (2) integrierten Warmluftgebläse
und mit einer elektromotorisch rotierend angetriebenen und von einem durch das Warmluftgebläse
geförderten Luftstrom angeströmten Haarbürste (3, 17) mit einem Schaft (9) und einer
von dem Schaft (9) abragenden Beborstung, dadurch gekennzeichnet, dass die bei einer Benutzung des Haarformgeräts (1) in Kontakt mit den zu formenden Haaren
stehende Mantelfläche (8, 24) des Schaftes der Haarbürste (3, 17) eine Oberfläche
aufweist, durch die ein Drehmitnahmeeffekt bei rotierender Handhaarbürste (3, 17)
von an der Mantelfläche (8, 24) anliegenden Haaren für das gewünschte Haarformergebnis
vernachlässigbar klein oder gleich null ist und die Haarbürste (3, 17) eine Beborstung
aufweist, die aufgrund ihrer Dichte und/oder ihrer Steifigkeit bei rotierender Haarbürste
(3, 17) zwar eine Drehmitnahme von zu formenden Haaren gewährleistet, die jedoch andererseits
dafür verantwortlich ist, dass die gewünschte Haarmitnahme nur über einen Teil einer
Haarbürstenumdrehung erfolgt.
2. Haarformgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beborstung ausgebildet ist, um eine Drehmitnahme der zu formenden Haare über
etwa 180° einer Haarbürstenumdrehung zu erlauben.
3. Haarformgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Borstung der Haarbürste (3, 17) durch eine Anordnung von Borstenbüscheln (B)
gebildet ist, wobei die einzelnen Borstenbüschel (B) in einem Verankerungsloch (15,
22) der Haarbürste (3, 17) verankert sind, dessen Borstenaustrittsöffnung (16) durch
eine mit ihrer Innenseite von dem Borstenbüschel (B) beabstandeten Abstandsöffnung
mit Abstand von der Mantelfläche (8, 24) des Schaftes (9) der Haarbürste (3, 17) angeordnet
ist.
4. Haarformgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandsöffnung als Langloch mit seiner Langachse in Rotationsrichtung der Haarbürste
verlaufend ausgebildet ist.
5. Haarformgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandsöffnung (16) als Langloch mit seiner Längsachse etwa diagonal zur Rotationsrichtung
der Haarbürste (3) verlaufend ausgebildet ist.
6. Haarformgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandsöffnung (23) durch eine Stufe an das Verankerungsloch (22) grenzt.
7. Haarformgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Haarbürste (3) einen Rohrkern (12) umfasst, in dem die Borstenbüschel (B) verankert
sind und dass eine die Mantelfläche (8) der Haarbürste (3) bildende, Borstenöffnungen
(16) aufweisende Hülse (10) den Rohrkern (12) konzentrisch umgibt.
8. Haarformgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (10) unter Belassung eines Ringspaltes (11) konzentrisch den Rohrkern (12)
umgebend angeordnet ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86(2) EPÜ.
1. Elektrisches Haarformgerät zum Formen von Wellen mit einem in einem Griffstück (2)
integrierten Warmluftgebläse und mit einer elektromotorisch rotierend angetriebenen
und von einem durch das Warmluftgebläse geförderten Luftstrom angeströmten Haarbürste
(3, 17) mit einem Schaft (9) und einer von dem Schaft (9) abragenden Beborstung, dadurch gekennzeichnet, dass die bei einer Benutzung des Haarformgeräts (1) in Kontakt mit den zu formenden Haaren
stehende Mantelfläche (8, 24) des Schaftes der Haarbürste (3, 17) eine Oberfläche
aufweist, durch die ein Drehmitnahmeeffekt bei rotierender Haarbürste (3, 17) von
an der Mantelfläche (8, 24) anliegenden Haaren für das gewünschte Haarformergebnis
vernachlässigbar klein oder gleich null ist und die Haarbürste (3, 17) eine Beborstung
aufweist, die aufgrund ihrer Dichte und/oder ihrer Steifigkeit bei rotierender Haarbürste
(3, 17) zwar eine Drehmitnahme von zu formenden Haaren gewährleistet, die jedoch andererseits
dafür verantwortlich ist, dass die gewünschte Haarmitnahme nur über einen Teil einer
Haarbürstenumdrehung erfolgt.
2. Haarformgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beborstung ausgebildet ist, um eine Drehmitnahme der zu formenden Haare über
etwa 180° einer Haarbürstenumdrehung zu erlauben.
3. Haarformgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Borstung der Haarbürste (3, 17) durch eine Anordnung von Borstenbüscheln (B)
gebildet ist, wobei die einzelnen Borstenbüschel (B) in einem Verankerungsloch (15,
22) der Haarbürste (3, 17) verankert sind, dessen Borstenaustrittsöffnung (16) durch
eine mit ihrer Innenseite von dem Borstenbüschel (B) beabstandeten Abstandsöffnung
mit Abstand von der Mantelfläche (8, 24) des Schaftes (9) der Haarbürste (3, 17) angeordnet
ist.
4. Haarformgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandsöffnung als Langloch mit seiner Langachse in Rotationsrichtung der Haarbürste
verlaufend ausgebildet ist.
5. Haarformgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandsöffnung (16) als Langloch mit seiner Längsachse etwa diagonal zur Rotationsrichtung
der Haarbürste (3) verlaufend ausgebildet ist.
6. Haarformgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandsöffnung (23) durch eine Stufe an das Verankerungsloch (22) grenzt.
7. Haarformgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Haarbürste (3) einen Rohrkern (12) umfasst, in dem die Borstenbüschel (B) verankert
sind und dass eine die Mantelfläche (8) der Haarbürste (3) bildende, Borstenöffnungen
(16) aufweisende Hülse (10) den Rohrkern (12) konzentrisch umgibt.
8. Haarformgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (10) unter Belassung eines Ringspaltes (11) konzentrisch den Rohrkern (12)
umgebend angeordnet ist.