Anwendungsgebiet der Erfindung
[0001] Für die unterschiedlichsten Verwendungszwecke steht eine Vielzahl von Stühlen, Sitzmöbeln
und Sitzhilfen zur Verfügung.
[0002] Sie sind mehr oder weniger ergonomisch gestaltet. Durch sie wird eine bestimmte Körperhaltung
vorgegeben, die trotz der ergonomischen Gestaltung nach vergleichsweise kurzer Zeit
unangenehm wird, das Bedürfnis nach Veränderung besteht und es angenehmer scheint,
die vorgegebene ergonomisch günstige Haltung zu verlassen.
Stand der Technik
[0003] Aus der DE-OS 196 00 364 A1 ist bereits ein Arbeitsstuhl bekannt, der sich von einem
Sitz-Arbeitsplatz über einen Knie-Arbeitsplatz zu einem Steh-Sitz-Arbeitsplatz umwandeln
lässt. Es fehlt jedoch an konstruktiven Lösungen, bei denen die Körperunterstützung
durch einfache Handgriffe verändert werden kann, um Abhilfe zu schaffen, eine dem
momentanen Empfinden entsprechende Körperhaltung einnehmen zu können und gesundheitlichen
Schädigungen vorzubeugen.
Aufgabe der Erfindung
[0004] Um es kostengünstig zu ermöglichen, dass eine Körperunterstützung den individuellen
Körpermaßen entspricht und somit als ergonomisch gelten kann, muss die Körperunterstützung
einmalig und unabhängig von der dynamischen Verstellung an die Körpermaße angepasst
werden können. Dies ist Aufgabe der Erfindung.
Darlegung des Wesens der Erfindung
[0005] Bei der erfindungsgemäß einstell- und anpassbaren Körperunterstützung, mit der Möglichkeit
des Umwandelns von einem Sitz über einen Kniesitz zu einem unterstützten Stehen unter
beliebigen Zwischenstellungen, mit einem Grundgestell aus einem Blech-Stanz-Biegeteil
und einer Federstütze, einer Sitzschale, einer Rückenlehne und einer Nackenstütze,
ist erfindungsgemäß das Grundgestell ein Schiebeteil, die Sitzschale und die Rückenlehne
bauen jeweils auf einem Blech-Stanz-Biegeteil auf und sind zueinander in der genannten
Reihenfolge längsverschieblich geführt und feststellbar und weisen im Biegewinkel
veränderbare Biegezonen quer zur Längsverschieblichkeit der Blech-Stanz-Biegeteile
zum Zwecke des Umwandelns und Federns der Körperunterstützung auf, wobei eine erste
Federstütze im Grundgestell dessen freie Schenkelenden (Bodenplatte, Führungsbahn)
zwischen seiner Biegezone stützt und eine zweite Federstütze im Schiebeteil deren
freie Schenkelenden (Schiebeteile, Sitzführungsbahn) zwischen seiner Biegezone stützt.
[0006] Die anspruchsgemäß vorgelegte Konstruktion erfüllt im Unterschied zu bekannten konstruktiven
Lösungen, beide vorgenannte Forderungen. Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen
Körperunterstützung sind in den begleitenden Ansprüchen angegeben.
Kurze Erläuterung der Figuren
[0007] Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. In den
zugehörigen Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- Einstellbare Körperunterstützung, Ansicht von schräg hinten
- Fig. 2
- Einstellbare Körperunterstützung, ohne Polster, Ansicht von schräg hinten,
- Fig. 3
- Einstellbare Körperunterstützung, Ansicht von schräg vorn
- Fig. 4
- Grundgestell, komplett
- Fig. 5
- Grundgestell
- Fig. 6
- Federstütze, vollständig
- Fig. 7
- Schiebeteil, komplett
- Fig. 8
- Schiebeteil mit Sitzpolster und Beinpolstern
- Fig. 9
- Schiebeteil mit klappbarer Beinauflage
- Fig.10
- Federstütze mit Klemmgesperre
- Fig.11
- Sitzschale, komplett, mit Lehnenverstellung und Sitzklappe, Ansicht von schräg-vorn
- Fig.12
- Sitzschale, komplett, Lehne um 70° verstellt, Ansicht von schräg-hinten
- Fig.13
- Sitzschale, Einzelteil
- Fig.14
- Sitzklappe in verschiedenen Ansichten
- Fig.15
- Lehne, komplett, Ansicht von schräg-vorn
- Fig.16
- Lehne, ohne Polster, Ansicht von schräg-hinten
- Fig.17
- Einstellbare Körperunterstützung in drei Verschiedenen Stellungen für größte Körperhöhe
- Fig.18
- Einstellbare Körperunterstützung in drei Verschiedenen Stellungen für kleinste Körperhöhe.
Ausführungsbeispiel anhand der Figuren
[0008] Ein in Fig. 5 dargestellte Grundgestell 1 ist ein Blech-Stanz-Biegeteil. Zwei an
den Längsseiten verlaufende nach unten offene U-förmige Kanäle 1a geben dem Grundgestell
1 ausreichend Stabilität und dienen zur Aufnahme von vier Zwillings-Lenkrollen 3 (Fig.
1).
[0009] Eine Biegezone 1b mit großem Biegeradius verbindet die horizontale Grundfläche des
Grundgestells 1 mit einer Führungsbahn 1f im Winkel von 45°. Zwei Abkantungen 1e an
den Längsseiten der Führungsbahn 1f erhöhen deren Formsteife und dienen der Führung
der Schiebeteile 6a, 6b (Fig. 7). Zwei Schlitze 1c in der Führungsbahn 1f begrenzen
die Verschiebung von zwei in die Schiebeteile 6a, 6b eines Schiebeteils 6 eingeschraubten
Drehgriffe 13. Ein Durchzug 1g und eine Ausnehmung 1h dienen zur Aufnahme einer Federstütze
2 (Fig. 4). In zwei Aufnahmeschlitze 1d kann ein Trittblech 4 (Fig. 4) eingehängt
werden.
[0010] Bei der in Fig. 6 näher dargestellten Federstütze 2 sind über ein inneres Führungsrohr
2b zwei äußere Führungsrohre 2a, 2c geschoben. Die beiden Führungsrohre 2a, 2c sind
an den zueinanderweisenden Enden bis zur Hälfte abgefräst. Dadurch können die abgefrästen
Längsseiten der Führungsrohre 2a, 2b beim Zusammendrücken der Federstütze 2 aneinander
vorbei gleiten und begrenzen gleichzeitig den Federweg. Wenn das untere, äußere Führungsrohr
2c gegenüber dem oberen, äußeren Führungsrohr 2a verdreht wird, ist kein Federn mehr
möglich, die Federstütze 2 wird zum starren Bauteil. In den beiden Enden der Federstütze
2 sind Einsätze 2e befestigt. Sie dienen der Lagesicherung einer Druckfeder 2f und
der Aufnahme von Schrauben für die Befestigung der Federstütze 2 im Grundgestell 1.
mit 2d ist ein Sicherungsring bezeichnet.
[0011] Das komplette Grundgestell ist in Fig.4 abgebildet. Es besteht aus dem in Fig. 5
dargestellten Grundgestell 1, vier Zwillingsrollen 3, der Federstütze 2, und dem Trittblech
4.
[0012] Die Federstütze 2 ist am einen Ende in einem Durchzug 1g (Fig. 5) mit der horizontalen
Grundfläche des Grundgestells 1 und am anderen Ende über einen Befestigungswinkel
14 (Fig. 4) mit der Führungsbahn 1f verbunden. So kann bei Belastung die Führungsbahn
1f, mithin die gesamte einstellbare Köperunterstützung, unterstützt und begrenzt von
der Federstütze 2, eine Winkelbewegung um die Biegezone 1b ausführen. Dabei kann der
Winkel nur kleiner als 45° werden und somit die unbelastet horizontale Sitzfläche
eine negative Neigung annehmen. Damit wirkt die Drehbewegung dem bandscheibenschädigenden
krummen Rücken entgegen.
[0013] In Fig. 10 ist eine Federstütze 5 mit Klemmgesperre dargestellt. Im unteren Teil
ist ihr Aufbau der Federstütze 2 sehr ähnlich und wird daher nicht weiter beschrieben.
Das obere Ende, eines oberen äußeren Führungsrohrs ist mit einer Gesperregrundplatte
5c fest verbunden. In die Gesperregrundplatte 5c sind zwei Sperrhebel 5b eingelegt
und sind um die Einlegestelle drehbar. Durch eine Bohrung in beiden Sperrhebeln 5b
ist eine Stütze 5a gesteckt. Sie wird im Einsatz geführt.
[0014] Die Sperrhebel 5b sind im parallelen Zustand, d.h. die Stütze 5a ist ungesperrt,
dargestellt. Durch Drehung der Sperrhebel 5b wird die Stütze 5a in beiden Bewegungsrichtungen
gesperrt.
[0015] Fig. 9 zeigt ein Schiebeteil 6, bestehend aus zwei Schiebeteilen 6a, 6b mit einer
klappbarer Beinauflage 9. Zwischen das eine Ende des unteren Schiebeteils 6a und das
eine Ende des oberen Schiebeteils 6b ist ein Schenkel eines Biegescharniers 20 eingelegt
und fest verbunden. Der andere Schenkel des Biegescharniers 20 ist in gleicher Weise
zwischen das eine Ende einer unteren Sitzfläche 19a und das eine Ende einer oberen
Sitzfläche 19b eingelegt und fest verbunden. Dadurch entsteht zwischen dem unteren
Schiebeteil 6a und dem oberen Schiebeteil 6b sowie zwischen der unteren Sitzfläche
19a und der oberen Sitzfläche 19b ein Spalt, in den die Führungsbahn 1f am Grundgestell
1 und eine Sitzführungsbahn 11a an einer Sitzschale 11 eingeschoben werden und zur
Anpassung an die individuellen Körpermaße verschoben werden können.
[0016] In den Biegeradius des Biegescharniers 20 ist die Beinauflage 9 eingelegt und gesichert.
An der unteren Sitzfläche 19a ist ein Lagerbock 16 zur Aufnahme der Stütze 5a befestigt.
[0017] In Fig. 8 ist dargestellt, wie ein Sitzpolster 7 auf der oberen Sitzfläche 19b durch
Glätttechnik befestigt wird und die beiden Beinpolster 8 drehbar auf der Beinauflage
9 gelagert sind.
[0018] Fig. 7 zeigt wie die Federstütze mit Gesperre 5 über ein Widerlager 15 an dem oberen
Schiebeteil 6b und über den Lagerbock 16 an der unteren Sitzfläche 19a der Sitzfläche
19 montiert sind.
[0019] Mit den Drehgriffen 13 wird die Führungsbahn 1f am Grundgestell 1 zwischen dem unteren
Schiebeteil 6a und dem oberen Schiebeteil 6b sowie die Sitzführungsbahn 11a an der
Sitzschale 11 zwischen der unteren Sitzfläche 19a und der oberen Sitzfläche 19b in
der angepassten Lage geklemmt. In Fig. 7 ist auch die Lage und der Drehpunkt eines
Handgriffs 17 zur Betätigung der Sperrhebel 5b über einen Bowdenzug 18 dargestellt.
[0020] Zwischen der Sitzführungsbahn 11a und einer Rückenlehnen-Führungsbahn 11b befindet
sich eine Biegezone 11g (Fig. 11).
[0021] Abkantungen 11e an den Längsseiten der Sitzführungsbahn 11a und der Rückenlehnen-Führungsbahn
11b erhöhen deren Formsteife und dienen der Führung einer Rückenlehne 25 und der oberen
Sitzfläche 19b. Die Rückenlehnen-Führungsbahn 11b erhält zusätzlich Formsteife durch
angebogene Armlehnenauflagen 11f (Fig. 13). Zwischen den so versteiften Bereichen
liegt eine Rückenlehnenbiegezone 11h.
[0022] In die Sitzführungsbahn 11a sind zwei Sitzführungsschlitze 11c und in die Rückenlehnen-Führungsbahn
11b sind zwei Rückenlehnenführungsschlitze 11d eingestanzt.
[0023] Fig. 11 und 12 zeigen die komplette Sitzschale 11 in verschiedenen Ansichten. An
die beiden Armlehnenauflagen 11f sind äußere Armlehnenrohre 22 angeschweißt. Am freien
Ende der beiden äußeren Armlehnenrohre 22 sind je ein Armlehnengesperre 12 federnd
angebracht.
[0024] Eine Strebe 23 ist an die Abkantungen 11e angeschweißt. Durch zwei Lagerbolzen 24
sind zwei innere Armlehnenrohre 21 mit der Strebe 23 und damit mit der Sitzführungsbahn
11a drehbar verbunden. Die an den beiden Armlehnensperren 12 angebrachten Rasthaken
12a greifen in Arretiernuten 21a in den inneren Armlehnenrohren 21 und arretieren
die Lage der äußeren Armlehenrohre 22 gegenüber den inneren Armlehnenrohren 21.
[0025] Zwei Sitzklappenlagerbleche 26 sind an die Abkantungen 11e an der Sitzführungsbahn
11a angeschweißt. Mit zwei Sitzklappenlagerbolzen 27, die in die Bohrungen der SitzklappenLagerbleche
26 und in Klappenlagerbolzenaufnahmen 10a eingesetzt werden, wird eine gepolsterte
Sitzklappe 10 drehbar in der Sitzschale 11 gelagert.
[0026] Wenn beim unterstützten Stehen die gepolsterte Sitzklappe 10 ausgeklappt ist, liegt
die gepolsterte Sitzklappe 10 mit ihren Kanten auf den beiden Sitzklappenlagerblechen
26 auf und ihre in Fig. 17 dargestellte Lage ist gesichert.
[0027] In Fig. 14 ist die gepolsterte Sitzklappe 10 in verschiedenen Ansichten dargestellt.
[0028] Fig. 16 zeigt, wie in das eine Ende einer vorderen Rückenlehne 25a und das eine Ende
einer hinteren Rückenlehne 25b ein Nackenstützblech 25c eingelegt und fest verbunden
ist. Dadurch entsteht zwischen der vorderen Rückenlehne 25a und der hinteren Rückenlehne
25b ein Spalt, in den die Rückenlehnen-Führungsbahn 11b an der Sitzschale 11 eingeschoben
werden, zur Anpassung an die individuellen Körpermaße verschoben und mit Hilfe der
Drehgriffe 13 arretiert werden kann.
[0029] Die Fig. 15 zeigt, wie ein Nackenpolster 30, zwei Lehnenpolster 29 und ein Lendenpausch
28 mit Glätttechnik auf der Rückenlehne 25 befestigt werden.
[0030] Fig.1, Fig. 2, Fig. 3 zeigen in verschiedenen Ansichten, wie die oben beschriebenen
vormontierten Baugruppen durch einfaches Zusammenschieben durch den Käufer zum einsatzbereiten
Produkt - einstell- und anpassbare Körperunterstützung - montiert und durch Verschrauben
mit den Drehgriffen 13 gesichert werden können. Alle Figuren verdeutlichen den modularen
Aufbau des Produktes, das durch unterschiedliche Ausstattung an die vielfältigsten
Verwendungszwecke angepasst werden kann.
[0031] Beispielsweise wird durch Fig. 2 verdeutlicht, wie einfach die Polster mit ihren
Auflagen verbunden werden und dadurch leicht gewechselt, gereinigt oder lageverändert
werden können.
[0032] Die Schwingbewegungen, die Anpassungsbereiche sowie einige Einstellmöglichkeiten
sind in den Fig.17 und 18 dargestellt.
[0033] Die Schwing- oder Pendelbewegungen und die zugehörigen Drehpunkte sind sinnbildlich
dargestellt.
[0034] Es sind die Einstellungen für das
Sitzen, den
Kniesitz und das
unterstützte Stehen
dargestellt, weil bei diesen Einstellungen die Funktion und die Stellung von Beinauflage
und gepolsterter Sitzklappe zu erkennen ist.Die Anpassung ist für die angenommene
kleinste Person von 1,55m und für die angenommene größte Person von ca. 1,95m dargestellt.
Bezugszeichen
[0035]
- 1
- Grundgestell
- 1a
- U-förmiger Kanal
- 1b
- Biegezone
- 1c
- Schlitz
- 1d
- Aufnahmeschlitz
- 1e
- Abkantung
- 1f
- Führungsbahn
- 1g
- Durchzug
- 1h
- Ausnehmung
- 2
- Federstütze
- 2a
- oberes, äußeres Führungsrohr
- 2b
- inneres, Führungsrohr
- 2c
- unteres, äußeres Führungsrohr
- 2d
- Sicherungsring
- 2e
- Einsatz
- 2f
- Druckfeder
- 3
- Zwillings-Lenkrollen
- 4
- Trittblech
- 5
- Federstütze mit Gesperre
- 5a
- Stütze
- 5b
- Sperrhebel
- 5c
- Gesperregrundplatte
- 6
- Schiebeteil
- 6a
- unteres Schiebeteil
- 6b
- oberes Schiebeteil
- 7
- Sitzpolster
- 8
- Beinpolster
- 9
- Beinauflage
- 10
- gepolsterte Sitzklappe
- 10a
- Klappenlagerbolzenaufnahme
- 11
- Sitzschale
- 11a
- Sitzführungsbahn
- 11b
- Rückenlehnen-Führungsbahn
- 11c
- Sitzführungsschlitz
- 11d
- Rückenlehnen-Führungsschlitz
- 11e
- Abkantung
- 11f
- Armlehnenauflage
- 11g
- Biegezone
- 11h
- Rückenlehnen-Biegezone
- 12
- Armlehnengesperre
- 12a
- Rasthaken
- 13
- Drehgriff
- 14
- Befestigungswinkel
- 15
- Widerlager
- 16
- Lagerbock
- 17
- Handgriff
- 18
- Bowdenzug
- 19
- Sitzfläche
- 19a
- untere Sitzfläche
- 19b
- obere Sitzfläche
- 20
- Biegescharnier
- 21
- inneres Armlehnenrohr
- 21a
- Arretiernut
- 22
- äußeres Armlehnenrohr
- 23
- Strebe
- 24
- Lagerbolzen
- 25
- Rückenlehne
- 25a
- vordere Rückenlehne
- 25b
- hintere Rückenlehne
- 25c
- Nackenstützblech
- 26
- Sitzklappenlagerblech
- 27
- Sitzklappenlagerbolzen
- 28
- Lendenpausch
- 29
- Lehnenpolster
- 30
- Nackenpolster
1. Einstell- und anpassbare Körperunterstützung, mit der Möglichkeit des Umwandelns von
einem Sitz über einen Kniesitz zu einem unterstützten Stehen unter beliebigen Zwischenstellungen,
mit einem Grundgestell aus einem Blech-Stanz-Biegeteil und einer Federstütze, einer
Sitzschale und einer Rückenlehne und einer Nackenstütze,
dadurch gekennzeichnet, dass das Grundgestell (1), ein Schiebeteil (6), die Sitzschale (11) und die Rückenlehne
(25) auf jeweils einem Blech-Stanz-Biegeteil aufbauen, die zueinander in der genannten
Reihenfolge längsverschieblich geführt und feststellbar sind, und im Biegewinkel veränderbare
Biegezonen (1b, 20, 11g, 11h) quer zur Längsverschieblichkeit der Blech-Stanz-Biegeteile
(1, 6, 11) zum Zwecke des Umwandelns und Federns der Körperunterstützung aufweisen,
und wobei eine erste Federstütze (2) im Grundgestell (1) dessen freie Schenkelenden
(Bodenplatte 1, Führungsbahn 1f) zwischen seiner Biegezone (1b) stützt und eine zweite
Federstütze (5) im Schiebeteil (6) deren freie Schenkelenden (Schiebeteile 6a/b, Sitzführungsbahn
11a) zwischen seiner Biegezone (20) stützt.
2. Körperunterstützung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass an das Bodenblech des Grundgestells (1) ein Trittblech (4) ansetzbar ist.
3. Körperunterstützung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass aus der Biegezone (20) des Schiebeteils (6) ein Beinpolster (8) ausstellbar ist.
4. Körperunterstützung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass von der Sitzschale (11) beiderseits Armlehnenauflagen (11f) angeformt und abgebogen
sind, die je ein viertelkreisartiges äußeres Armlehnenrohr (22) tragen, in das ein
viertelkreisartiges inneres Armlehnen-Gegenrohr (21) beim Verstellen der Sitzschale
(11) eintauchen kann und durch eine Armlehnensperre (12) feststellbar ist.
5. Körperunterstützung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass im Grundgestell vier Zwillings-Lenkrollen (3) gelagert sind.
6. Körperunterstützung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass zu stabilisierende Stanz-Biegeteile außerhalb der Sollbiegezonen mit Sperrholzplatten
verstärkt sind.
7. Körperunterstützung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Federstützen (2, 5) aus zwei teleskopierenden, druckfederbeaufschlagten Führungsrohren
gefügt sind und durch gegenseitiges Verdrehen der Führungsrohre im entspannten Zustand
an Anschlägen feststellbar sind.
8. Körperunterstützung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Federstütze (5) am oberen Ende ein Gesperre aufweist, bestehend aus zwei Sperrhebeln
(5b) und einer Gesperregrundplatte (5c).
9. Körperunterstützung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass in beiden Schenkeln (11a, 11b) der Sitzschale (11) Sitzführungsschlitze 11a) und
Rückenlehnenführungsschlitze (11b) ausgestanzt sind, die mit zur Führung des Schiebeteils
(6) und der Rückenlehne (25) dienen.
10. Körperunterstützung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem vom Bodenblech des Grundgestells (1) abgehenden Führungsbahn (1f) Führungsschlitze
(1c) zum Führen des Schiebeteils (6) Sitzführungsbahn (11a) angeordnet sind.
11. Körperunterstützung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass ein federelastisches Nackenstützblech (25c) fest in einen Spalt zwischen einer vorderen
Rückenlehne (25a) und der hinteren Rückenlehne (25b) geklemmt ist.
12. Körperunterstützung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die zueinander verschieblichen Baugruppen: Grundgestell (1), ein Schiebeteil (6),
die Sitzschale (11) und die Rückenlehne (25) mittels Drehgriffen (13) feststellbar
sind, wobei die Spindeln der Drehgriffe (13) die Führungsschlitze (1c, 11c, 11d) durchsetzen.
13. Körperunterstützung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass an der Sitzführungsbahn (11a) zwei Sitzklappenlagerbleche (26) angeschweißt sind,
die eine Sitzklappe (10) schwenkbar in der Sitzschale (11) lagern.