[0001] Die Erfindung betrifft eine Reinigungsvorrichtung für einen Zylinder in einer Verarbeitungsmaschine,
vorzugsweise einer Druckmaschine bzw. Lackiermaschine, nach dem Oberbegriff von Anspruch
1, 2 bzw. 3. Die Reinigungsvorrichtung weist eine mit einem Bürstenbesatz versehene
Waschwalze (Bürstenwalze) auf und ist bevorzugt zum Reinigen der Mantelfläche eines
Zylinders oder zum Reinigen einer auf einem Zylinder fixierten Druckform in einer
derartigen Verarbeitungsmaschine einsetzbar.
[0002] Eine Reinigungsvorrichtung dieser Art ist aus DE 200 08 043 U1 bekannt. Die Vorrichtung
ist mit einem ein drehbeweglich antreibbares Reinigungselement aufnehmenden Gehäuse
mit einem Ablauf ausgebildet, welches eine einem Zylinder zugekehrte Öffnung aufweist.
Das Gehäuse weist weiterhin mindestens zwei voneinander getrennte Zuführleitungen
für unterschiedliche Reinigungsfluide auf, wobei jede Zuführleitung leitungsseitig
mit einem eigenen Vorratsbehälter und mit separaten Sprührohren im Gehäuse gekoppelt
ist. Das Reinigungselement ist bevorzugt eine antreibbare, mit einem Bürstenbesatz
versehene Waschwalze (Bürstenwalze), welche mit einem Rakelelement ständig in Eingriff
ist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Reinigungsvorrichtung der eingangs
genannten Art zu schaffen, die insbesondere bei der Reinigung einer empfindlichen,
aus Erhebungen und Vertiefungen gebildeten Oberfläche auf einem Zylinder eine schonende
Reinigung gestattet und einen gesteigerten Reinigungseffekt erzielt.
[0004] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Ausbildungsmerkmale von Anspruch 1, 2
bzw. 3 gelöst. Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0005] Ein erster Vorteil ist dadurch gegeben, dass die Reinigungsvorrichtung, speziell
die Bürstenwalze, universell an Zylindern mit unterschiedlichen Oberflächen, vorzugsweise
mit einer aus Erhebungen und Vertiefungen gebildeten empfindlichen Oberfläche einsetzbar
ist. Derartige Oberflächen sind insbesondere Oberflächenprofile, welche
- auf bedruckstoffführenden Zylindermantelflächen, einschließlich Bogenführungszylindern
angeordnet sind,
- auf Aufzügen angeordnet sind, die lösbar auf Zylindern, einschließlich Bogenführungszylindern,
fixierbar sind, bzw.
- eine Druckform ausbilden.
[0006] Die Aufzüge schließen metallische bzw. keramische Platten mit derartigen Oberflächenprofilen
ein. Weiterhin sind bei Bedarf die Oberflächenprofile auf den Zylindermantelflächen
bzw. den Aufzügen mit einem relativ verschleißempfindlichen Siegelstoff beschichtet.
Die Druckformen sind bevorzugt Flexodruckformen (Hochdruckformen) oder Gummitücher
(vollflächig oder insbesondere ausgespart), welche auf einem Formzylinder bzw. einem
Gummituchzylinder lösbar anordenbar sind.
[0007] Ein zweiter Vorteil ergibt sich dadurch, indem durch die spezielle Ausbildung des
Bürstenbesatzes der Bürstenwalze ein spürbar gesteigerter Reinigungseffekt am zu reinigenden
Zylinder, dem Aufzug, dem Gummituch bzw. der Flexodruckform erzielbar ist.
[0008] Ein dritter Vorteil besteht darin, dass die Bürstenwalze durch die spezielle Ausbildung
des Bürstenbesatzes die betreffende, insbesondere das empfindliche Oberflächenprofil
schonend reinigt, so dass die zu reinigende Oberfläche einem spürbar verringerten
Verschleiß unterliegt. Die Bürstenwalze eignet sich insbeondere zum Reinigen von mit
einem verschleißempfindlichen Siegelstoff beschichteten Oberflächenprofilen auf Zylindern
bzw. deren Aufzügen, aber auch für empfindliche Flexodruckformen bzw. ausgesparte
Gummitücher, bei denen in schonender Weise die Relieftiefen und Flanken der Druckform
reinigbar sind.
[0009] Vorteilhaft ist ebenso, dass bei rotationssymmetrischen Bauteilen, insbeondere Zylindern
mit wenigstens einem Zylinderkanal, die Reinigungsvorrichtung bzw. die Bürstenwalze
beim Zylinderkanaldurchgang bevorzugt von der Zylindermantelfläche abstellbar und
anschließend wieder an diese anstellbar ist. Damit ist ein Transport von Reinigungsflüssigkeit
in den Zylinderkanal vermeidbar.
[0010] Von Vorteil ist es ebenso, dass die Bürstenwalze in Bezug zur Drehrichtung des zu
reinigenden Zylinders mit alternierenden Drehrichtungen innerhalb einer Waschfolge
antreibbar ist. Dadurch sind die Erhöhungen, Vertiefungen bzw. Flanken des Oberflächenprofils
umfassend reinigbar. Bevorzugt ist die Bürstenwalze zusätzlich in Achsrichtung changierbar
antreibbar. In einer vorteilhaften Weiterbildung weist der Bürstenbesatz über die
Breite der Bürstenwalze (in Achsrichtung) einen Bürstenbesatz mit einem äußeren und
einem inneren Durchmesser auf. Durch die unterschiedlichen Durchmesser des Bürstenbesatzes
ist ein verbessertes Eindringen der Borsten in die Vertiefungen und ein verbesserter
Reinigungseffekt an den Flanken bzw. den Erhöhungen des jeweiligen Oberflächenprofils
realisierbar.
[0011] Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Dabei zeigen
schematisch:
- Fig. 1
- eine Reinigungsvorrichtung mit einer Bürstenwalze als Reinigungselement und Zuführleitungen
für Reinigungsflüssigkeiten (Seitenansicht),
- Fig. 2
- die erfindungsgemäße Bürstenwalze im Detail,
- Fig. 3
- eine Ausbildung der Bürstenwalze mit unterschiedlichen Durchmessern in Draufsicht.
[0012] Die in Figur 1 gezeigte Reinigungsvorrichtung ist an einem Zylinder 1, vorzugsweise
einem Bogenführungszylinder bzw. einem Formzylinder einer Druckmaschine bzw. Lackiermaschine,
benachbart angeordnet. Die Reinigungsvorrichtung besitzt ein Gehäuse 2 von annähemd
rechteckigem Querschnitt, das sich über die gesamte Breite des Zylinders 1 erstreckt.
Das Gehäuse 2 besteht aus einem Gehäuseoberteil und einem daran lösbar angebrachten
Gehäuseunterteil mit einem daran angeordneten Ablauf 11 für verunreinigte Reinigungsflüssigkeit.
Ferner weist das Gehäuse 2 eine der zu reinigenden Mantelfläche (bzw. Druckform) des
Zylinders 1 zugewandte Öffnung auf, durch welche eine in dem Gehäuse 2 drehbar gelagerte
Bürstenwalze 3 als Reinigungselement soweit herausragt, daß sie in der in Figur 1
gezeigten Anstellposition mit dem Zylinder 1 in Kontakt ist.
[0013] Parallel zur Bürstenwalze 3 erstrecken sich in dem Gehäuse 2 ein erstes Sprührohr
4 mit einer vorgeordneten ersten Zuführleitung 5 für eine erste Reinigungsflüssigkeit,
ein zweites Sprührohr 6 mit einer vorgeordneten zweiten Zuführleitung 7 für eine zweite
Reinigungsflüssigkeit und ein drittes Sprührohr 8 mit einer vorgeordneten dritten
Zuführleitung 9 für eine dritte Reinigungsflüssigkeit, insbesondere für Wasser. Die
Sprührohre 4, 6, 8 weisen eine Vielzahl kleiner Öffnungen bzw. Düsen auf, die in regelmäßigen
Abständen voneinander über die gesamte Länge der Sprührohre 4, 6, 8 verteilt sind.
Die Sprührohre 4, 6, 8 sind dem oberen Bereich der Bürstenwalze 3 benachbart und befinden
sich in einem Abstand von dieser.
Alternativ sind zu den Sprührohren 4, 6, 8 auch einzelne Düsen anordenbar, welche
mit der entsprechenden Zuführleitung 5, 7, 9 leitungsseitig gekoppelt sind. Am Gehäuse
2 ist ferner ein aus einem zylindrischen Stab bestehendes Rakel 10 angeordnet, das
bevorzugt mit einem Bürstenbesatz 13 der Bürstenwalze 3 in ständigem Eingriff ist.
[0014] Vom ersten Sprührohr 4 führt die erste Zuführleitung 5, vom zweiten Sprührohr 6 führt
die zweite Zuführleitung 7 und vom dritten Sprührohr 8 führt die dritte Zuführleitung
9 zu einem als 3/3-Wege-Ventil ausgebildeten; mit einer Maschinensteuerung gekoppelten
Ventilblock, dem aus drei voneinander getrennten Vorratsbehältern über bevorzugt drei
separate Pumpen die Reinigungsflüssigkeiten wahlweise zugeführt werden.
[0015] Die im Gehäuse 2 als Reinigungselement gelagerte Bürstenwalze 3 weist einen Walzenkern
12 auf, auf dem vorzugsweise konzentrisch fixiert der Bürstenbesatz 13 in Achsrichtung
angeordnet ist. In einer Ausbildung ist der Bürstenbesatz 13 (über die Walzenbreite)
von gleichem äußeren Durchmesser D
1 und bevorzugt geschliffen, so dass ein guter Rundlauf der Bürstenwalze 3 sowie ein
gleichmäßiges Reinigungsergebnis gewährleistet ist. In einer ersten Ausbildung ist
dieser Bürstenbesatz 13 spiralförmig und in einer weiteren Ausbildung ist der Bürstenbesatz
13 büschelförmig (s. Fig. 2) auf dem Walzenkern 12 angeordnet.
[0016] In Fig. 2 ist der Bürstenbesatz 13 beispielhaft durch einen Büschel von Borsten 14
dargestellt. Der Bürstenbesatz 13 ist durch eine Vielzahl einzelner Borsten 14 gebildet,
welche endseitig fest am Walzenkern 12 angeordnet sind und bevorzugt radial eine gleiche
Länge aufweisen. Am freien Ende ist jede einzelne Borste 14 fein gespaltet (gespleißt)
und weist somit mehrere Borstenspitzen 15 auf. Jede einzelne Borste 14 weist radial
endseitig ab einer Spaltstelle 16 zumindest zwei Borstenspitzen 15 auf, welche in
Bezug zur Stärke einer Borste 14 reduzierte Borstenspitzenstärken aufweisen. Je nach
eingesetztem Spleißwerkzeug sind alternativ mehr als zumindest zwei Borstenspitzen
15 erzeugbar. Durch das Aufspalten der einzelnen Borsten 14 an deren freien Ende im
Bereich einer Spaltstelle 16 in mehrere Borstenpitzen 15 wird die einzelne Borstenspitzenstärke
(Durchmesser) je nach Anzahl der Borstenspitzen 15 entsprechend reduziert. Dies ergibt
- im Vergleich zur einzelnen Borste 14 - einen weicheren Bürstenbesatz (geringerer
Elastizitätsmodul).
[0017] Die bevorzugte Spleißtiefe (Länge der Borstenspitzen 15 von der Spaltstelle 16 bis
zum freien Ende (Durchmesser D
1) beträgt etwa 3 bis 8 mm bei jeder Borste 14. Die bevorzugte einzelne Borstenspitzenstärke
(Durchmesser) beträgt etwa 0,10 bis 0,30 mm pro Borste 14. Die bevorzugte Länge (vom
Walzenkern 12 bis zum Durchmesser D) der Borsten 14, einschließlich der Borstenspitzen
15, beträgt etwa 10 bis 35 mm pro Borste 14.
[0018] Der Bürstenbesatz 13 weist vorzugsweise Borsten 14 (mit Borstenspitzen 15) aus Polyamid
und/oder Polyester auf oder enthält zumindest derartige Materialien. Beispielsweise
ist ebenso eine Mischung aus Polyamid und Polyester, z.B. mit jeweils einem Anteil
von 50 %, als Bürstenbesatz 13 einsetzbar. Jede einzelne Borste 14 ist glatt oder
gewellt ausführbar. Bevorzugt ist der Bürstenbesatz 13 aus einheitlichen Borsten 14,
beispielsweise glatten Borsten 14 gebildet. Alternativ ist ebenso eine Mischung aus
glatten und gewellten Borsten 14 einsetzbar.
[0019] Die derart ausgebildete Bürstenwalze 3 ist rotativ bevorzugt alternierend antreibbar,
bei Bedarf zusätzlich axial changierend antreibbar. Die Antriebe sind vorzugsweise
mit der Maschinensteuerung gekoppelt. Die bei einer Waschfolge an den Zylinder 1 angestellte
Bürstenwalze 3 ist bevorzugt in Abhängigkeit des Durchganges eines Zylinderkanals
vom Zylinder 1 abstellbar und anschließend wieder an den Zylinder 1 anstellbar.
[0020] In einer ersten Ausbildung ist die Bürstenwalze 3 einem Zylinder 1 an- /abstellbar
zugeordnet, welcher eine flexible Hochdruckform, vorzugsweise eine Flexodruck-/ Flexolackform,
oder ein Gummituch, einschließlich ein ausgespartes Gummituch, trägt. Ein derartiger
Zylinder 1 ist bevorzugt als ein Gummituch-/Formzylinder ausgebildet. Bekanntlich
weisen derartige Druckformen Erhebungen, Vertiefungen sowie Flanken auf. Die einsetzbaren
Flexodruck-/Flexolackformen sind insbesondere Fotopolymer-Druckformen mit einem Substrat
auf Metall- oder Kunststoffbasis, beispielsweise Aluminiumbasis oder Polyesterbasis.
Die dem Zylinder 1 zugeordnete Bürstenwalze 3 weist wie beschrieben als Bürstenbesatz
13 eine Vielzahl einzelner, auf dem Walzenkern 12 endseitig fixiert angeordneter Borsten
14 auf. Jede einzelne Borste 14 ist am freien Ende in mehrere Borstenspitzen 15 aufgespaltet.
Die Bürstenwalze 3 ist rotativ alternierend antreibbar, so dass wechselseitig die
Vertiefungen, Erhebungen sowie die Flanken der o.g. Druckformen effektiv reinigbar
sind. Bei Bedarf ist die Bürstenwalze 3 zusätzlich axial changierend antreibbar.
[0021] In einer zweiten Ausbildung ist die Bürstenwalze 3 einem Zylinder 1 an-/abstellbar
zugeordnet, welcher ein bedruckstoffführender Zylinder 1 ist. Der bedruckstoffführende
Zylinder 1, beispielsweise ein Gegendruckzylinder und/oder ein Transferzylinder, weist
ein Oberflächenprofil auf der Mantelfläche auf oder trägt einen lösbar fixierbaren
Aufzug mit einem Oberflächenprofil. Ein derartiges Oberflächenprofil ist beispielsweise
durch Chrom gebildet. Die dem Zylinder 1 zugeordnete Bürstenwalze 3 weist wie beschrieben
als Bürstenbesatz 13 eine Vielzahl einzelner, auf dem Walzenkern 12 endseitig fixiert
angeordneter Borsten 14 auf. Jede einzelne Borste 14 ist am freien Ende in mehrere
Borstenspitzen 15 aufgespaltet. Die Bürstenwalze 3 ist rotativ alternierend antreibbar,
so dass wechselseitig die Vertiefungen, Erhebungen sowie die Flanken des Oberflächenprofils
effektiv reinigbar sind.
Bei Bedarf ist die Bürstenwalze 3 zusätzlich axial changierend antreibbar.
[0022] In einer dritten Ausbildung ist die Bürstenwalze 3 einem Zylinder 1 an-/abstellbar
zugeordnet, welcher ein Bogenführungszylinder mit einem Oberflächenprofil auf der
Mantelfläche ist oder welcher einen lösbar fixierten Aufzug mit einem Oberflächenprofil
tragt. Auf dem jeweiligen Oberflächenprofil ist eine haftfeste Beschichtung aus einem
verschleißgefährdeten Siegelstoff angeordnet. Ein derartiges Oberflächenprofil (mit
Siegelstoff) für Zylinder 1 ist beispielsweise aus DE 201 07 183 U1 bekannt.
In bevorzugten Ausbildung ist das Oberflächenprofil aus Molybdän oder Wolframcarbid/Kobalt
gebildet oder enthält zumindest diese Materialien. Der Siegelstoff auf dem Oberflächenprofil
ist bevorzugt aus der Gruppe der Polyorganosiloxane.
Die dem Zylinder 3 zugeordnete Bürstenwalze 3 weist wie beschrieben als Bürstenbesatz
13 eine Vielzahl einzelner, auf dem Walzenkern 12 endseitig fixiert angeordneter Borsten
14 auf. Jede einzelne Borste 14 ist am freien Ende in mehrere Borstenspitzen 15 aufgespaltet.
Die Bürstenwalze 3 ist rotativ alternierend antreibbar, so dass wechselseitig die
Vertiefungen, Erhebungen sowie die Flanken des jeweiligen Oberflächenprofils mit Siegelstoff
effektiv reinigbar sind.
[0023] In weiteren Ausbildungen ist auf dem Walzenkern 12 der Bürstenbesatz 13 in Achsrichtung
mit einem äußeren Durchmesser D
1 in einer ersten Bürstenbreite B
1 und mit einem inneren Durchmesser D
2 in einer zweiten Bürstenbreite B
2 über die
Breite der Bürstenwalze 3 zonenförmig angeordnet. Der Bürstenbesatz 13 ist somit in
Achsrichtung durch abwechselnde Durchmesser D
1 bzw. D
2 gebildet.
[0024] Alternativ ist gem. Fig. 3 auf dem Walzenkern 12 der Bürstenbesatz 13 in Achsrichtung
mit einem äußeren Durchmesser D
1 in einer ersten Bürstenbreite B
1 und mit einem inneren Durchmesser D
2 in einer zweiten Bürstenbreite B
2 über die Breite der Bürstenwalze 3 schraubenförmig angeordnet ist. Die Bürstenwalze
3 ist wiederum rotativ alternierend antreibbar.
[0025] Bei Bedarf ist zusätzlich ein axial changierender Antrieb bei den beschriebenen Bürstenwalzen
3 realisierbar.
Die Bürstenbreiten B
1 bzw. B
2 sind ungleich oder bevorzugt gleich dimensionierbar.
Der Durchmesser D
2 liegt bei den Borsten 14 bevorzugt im Bereich der durch die Spaltstelle 16 und das
freie Ende der Borsten 14 (Durchmesser D
1) gebildet ist (Fig. 2). Dadurch weist der Bürstenbesatz 13 auch bei unterschiedlichen
Durchmessern (D
1, D
2) stets an jeder Borste 14 aufgespaltete, relativ weiche Borstenspitzen 15 auf.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 1-
- Zylinder
- 2-
- Gehäuse
- 3-
- Bürstenwalze
- 4-
- erstes Sprührohr
- 5-
- erste Zuführleitung
- 6-
- zweites Sprührohr
- 7-
- zweite Zuführleitung
- 8-
- drittes Sprührohr
- 9-
- dritte Zuführleitung
- 10
- - Rakel
- 11
- - Ablauf
- 12
- - Walzenkern
- 13
- Bürstenbesatz
- 14
- Borste
- 15
- Borstenspitze
- 16
- Spaltstelle
- B1
- erste Bürstenbreite
- B2
- zweite Bürstenbreite
- D1
- äußerer Durchmesser
- D2
- innerer Durchmesser
1. Reinigungsvorrichtung für einen Zylinder in einer Verarbeitungsmaschine, vorzugsweise
einer Druckmaschine bzw. Lackiermaschine, mit einem eine dem Zylinder zugekehrte Öffnung
aufweisenden Gehäuse zur Aufnahme einer mit diesem Zylinder in Kontakt bringbaren,
drehbeweglichen Bürstenwalze mit einem Walzenkern und einem daran angeordneten Bürstenbesatz,
mit wenigstens einer Zuführleitung für eine Reinigungsflüssigkeit und mit einem Ablauf
zur Abführung der verschmutzten Reinigungsflüssigkeit,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Zylinder (1) eine flexible Hochdruckform oder ein Gummituch, einschließlich ein
ausgespartes Gummituch, trägt und dass die Bürstenwalze (3) rotativ alternierend antreibbar
ist und als Bürstenbesatz (13) eine Vielzahl einzelner, auf dem Walzenkern (12) endseitig
fixiert angeordneter Borsten (14) aufweist und jede einzelne Borste (14) am freien
Ende in mehrere Borstenspitzen (15) aufgespaltet ist.
2. Reinigungsvorrichtung für einen Zylinder in einer Verarbeitungsmaschine, vorzugsweise
einer Druckmaschine bzw. Lackiermaschine, mit einem eine dem Zylinder zugekehrte Öffnung
aufweisenden Gehäuse zur Aufnahme einer mit diesem Zylinder in Kontakt bringbaren,
drehbeweglichen Bürstenwalze mit einem Walzenkern und einem daran angeordneten Bürstenbesatz,
mit wenigstens einer Zuführleitung für eine Reinigungsflüssigkeit und mit einem Ablauf
zur Abführung der verschmutzten Reinigungsflüssigkeit,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Zylinder (1) ein bedruckstoffführender Zylinder (1) mit einem Oberflächenprofil
oder mit einem lösbar fixierten Aufzug mit einem Oberflächenprofil ist und dass die
Bürstenwalze (3) rotativ alternierend antreibbar ist und als Bürstenbesatz (13) eine
Vielzahl einzelner, auf dem Walzenkern (12) endseitig fixiert angeordneter Borsten
(14) aufweist und jede einzelne Borste (14) am freien Ende in mehrere Borstenspitzen
(15) aufgespaltet ist.
3. Reinigungsvorrichtung für einen Zylinder in einer Verarbeitungsmaschine, vorzugsweise
einer Druckmaschine bzw. Lackiermaschine, mit einem eine dem Zylinder zugekehrte Öffnung
aufweisenden Gehäuse zur Aufnahme einer mit diesem Zylinder in Kontakt bringbaren,
drehbeweglichen Bürstenwalze mit einem Walzenkern und einem daran angeordneten Bürstenbesatz,
mit wenigstens einer Zuführleitung für eine Reinigungsflüssigkeit und mit einem Ablauf
zur Abführung der verschmutzten Reinigungsflüssigkeit,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Zylinder (1) ein Bogenführungszylinder mit einem Oberflächenprofil oder ein Bogenführungszylinder
mit einem lösbar fixierten Aufzug mit einem Oberflächenprofil ist und auf dem Oberflächenprofil
eine haftfeste Beschichtung aus einem verschleißgefährdeten Siegelstoff angeordnet
ist und dass die Bürstenwalze (3) rotativ alternierend antreibbar ist und als Bürstenbesatz
(13) eine Vielzahl einzelner, auf dem Walzenkern (12) endseitig fixiert angeordneter
Borsten (14) aufweist und jede einzelne Borste (14) am freien Ende in mehrere Borstenspitzen
(15) aufgespaltet ist.
4. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Bürstenbesatz (13) konzentrisch auf dem Walzenkern (12) angeordnet ist und einen
gleichen äußeren Durchmesser (D1) aufweist.
5. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass jede Borste (14) ab einer Spaltstelle (16) zumindest zwei Borstenspitzen (15) von
reduzierter Borstenspitzenstärke aufweist.
6. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spleißtiefe der Borstenspitzen (15) etwa 3 bis 8 mm beträgt.
7. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass jede Borste (14) eine Borstenspitzenstärke von etwa 0,10 bis 0,30 mm aufweist.
8. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Länge der Borsten (14), einschließlich der Borstenspitzen (15), etwa 10 bis 35
mm beträgt.
9. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf dem Walzenkern (12) der Bürstenbesatz (13) in Achsrichtung mit einem äußeren
Durchmesser (D1) in einer ersten Bürstenbreite (B1) und mit einem inneren Durchmesser (D2) in einer zweiten Bürstenbreite (B2) über die Breite der Bürstenwalze (3) zonenförmig angeordnet ist.
10. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf dem Walzenkern (12) der Bürstenbesatz (13) in Achsrichtung mit einem äußeren
Durchmesser (D1) in einer ersten Bürstenbreite (B1) und mit einem inneren Durchmesser (D2) in einer zweiten Bürstenbreite (B2) über die Breite der Bürstenwalze (3) schraubenförmig angeordnet ist.