[0001] Die gegenständliche Erfindung betrifft eine Siebleiste für Papiererzeugungsanlagen,
die eine Tragleiste und auf der Tragleiste befestigte, aus einem keramischen Material
bestehende Platten umfasst, wobei die Tragleiste an ihrer den Platten zugewandten
Seite mit einer sich über die Länge der Platten erstreckenden, hinterschnittenen Nut
und die Platten an ihrer der Tragleiste zugewandten Seite mit einer der hinterschnittenen
Nut der Tragleiste angenähert gegengleich ausgebildeten, sich in Richtung der Tragleiste
erstrekkenden Halteleiste ausgebildet sind, wobei die Halteleiste in der hinterschnittenen
Nut verklemmbar ist, wobei die hinterschnittene Nut durch eine an der Tragleiste vorgesehene
Leiste und eine einen Bestandteil der Tragleiste bildende Befestigungsleiste gebildet
ist, und wobei die Befestigungsleiste mittels eines die Tragleiste durchsetzenden
Schraubbolzens mit der Halteleiste und der Tragleiste verklemmbar ist.
[0002] Aus keramischen Materialien bestehende Platten, welche durch Pulversinterung hergestellt
werden, können nur in Längen von etwa 10 cm bis 20 cm hergestellt werden. Da demgegenüber
Siebbänder in Papiererzeugungsanlagen Breiten von über 6 m aufweisen, bedingt dies,
dass die Siebleisten mit einer Vielzahl von dicht aneinander angeordneten keramischen
Platten ausgebildet sind, welche an einer Tragleiste befestigt sind.
[0003] Zur Befestigung der Platten aus keramischem Material an den Tragleisten ist es bekannt,
sowohl die Tragleisten als auch die Platten aus keramischem Material an den einander
zugewandten Flächen mit Ausnehmungen auszubilden, in welche Verbindungselemente eingesetzt
werden, die mittels Kunststoffmassen in den Ausnehmungen verankert werden. Die Verwendung
von Kunststoffmassen zur Verankerung der Verbindungselemente ist jedoch deshalb nachteilig,
da die Kunststoffmassen gegenüber den Platten aus keramischem Material wesentlich
höhere Ausdehnungskoeffizienten aufweisen, wodurch die Platten aus keramischem Material
infolge von Wärmedehnungen auf den Tragleisten nicht mit der erforderlichen Starrheit
befestigt sind, sondern vielmehr gegenüber den Tragleisten und gegeneinander Lageveränderungen
ausführen können. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der gegenseitigen Höhenlagen
der einzelnen Platten aus keramischem Material. Da jedoch das Siebband an die Siebleisten
unter hohem Druck dicht anliegt, treten bei nicht vollständig ebenen Oberflächen der
Siebleisten mehrere nachteilige Effekte auf. So wird in Bereichen von Überhöhungen
der Siebleisten das Siebband überbelastet, wodurch es einem stark vergrößerten Verschleiß
unterliegt. Weiters liegen die Siebleisten in den neben den Überhöhungen befindlichen
Bereichen weniger dicht an das Siebband an, wodurch deren Abstreifwirkung vermindert
wird, weswegen die Papierqualität über die Breite des Siebbandes unterschiedlich ist.
[0004] Die
US-A 3393124 offenbart eine auf einem Traggestell befindliche Siebleiste, welche mit Platten aus
einem verschleißfesten Material ausgebildet ist, wobei die Tragleiste mit einer hinterschnittenen
Nut und die Platten mit dieser hinterschnittenen Nut gegengleichen Halteleisten ausgebildet
sind. Weiters ist eine Befestigungsleiste vorgesehen, welche einen Teil der hinterschnittenen
Nut bildet, welche mittels eines die Tragleiste durchsetzenden Bolzens an der Tragleiste
befestigt ist und durch welche die Platten mit der Tragleiste verklemmbar sind.
[0005] Der gegenständlichen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die durch die Befestigungsleiste
auf die Platten ausgeübte Klemmwirkung zu verbessern. Dies wird erfindungsgemäß dadurch
erzielt, dass die Tragleiste mit einer weiteren Nut ausgebildet ist, in welche eine
von der Befestigungsleiste abragende Klemmleiste einsetzbar ist.
[0006] Vorzugsweise sind die Platten an der der Tragleiste zugewandten Seite an ihren beiden
Längsseiten mit Hinterschneidungen ausgebildet, ragt die die hinterschnittene Nut
bildende Leiste der Tragleiste in eine der Hinterschneidungen der Platten ein und
ist eine zweite an der Befestigungsleiste vorgesehene Klemmleiste in die andere Hinterschneidung
der Platten einsetzbar.
[0007] Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt:
FIG.1 eine erfindungsgemäße Siebleiste, in einem Querschnitt.
[0008] Wie dies aus FIG.1 ersichtlich ist, besteht eine erfindungsgemäße Siebleiste aus
einer Tragleiste 1, welche an der einem Siebband 5 zugewandten Seite über ihre der
Breite des Siebbandes 5 entsprechenden Länge mit einer Vielzahl von aneinander schließenden
Platten 3 aus einem keramischen Material ausgebildet ist.
[0009] Die Platten 3 sind an ihrer dem Siebband 5 abgewandten Seite mit einer hinterschnittenen
Halteleiste 2 ausgebildet, welche in eine hinterschnittene Nut 4 einragt, die durch
eine an der Tragleiste 1 vorgesehene Leiste 11 und eine einen Bestandteil der Tragleiste
1 bildende Befestigungsleiste 12 gebildet ist. Weiters ist die Tragleiste 1 mit einer
Bohrung 14 ausgebildet, in welche ein Schraubbolzen 6 eingesetzt ist, welcher in die
Befestigungsleiste 12 eingeschraubt ist, wodurch diese mit der Tragleiste 1 und mit
der Halteleiste 2 verklemmt werden kann. Zudem ist die Tragleiste 1 mit einer Nut
16 ausgebildet, in welche eine von der Befestigungsleiste 12 abragende Klemmleiste
12a einsetzbar ist. Weiters ist die Befestigungsleiste 12 mit einer weiteren Klemmleiste
12b ausgebildet, welche mit der Leiste 11 die hinterschnittene Nut 4 bildet.
[0010] Die Befestigung der Platten 3 an der Tragleiste 1 erfolgt dadurch, dass der Bolzen
6 mit der Befestigungsleiste 12 verschraubt wird, wobei die Leiste 11 und die Klemmleiste
12b der Befestigungsleiste 12 die Halteleiste 2 der Platten 3 hintergreifen. Somit
ragen die Halteleisten 2 in eine hinterschnittene Nut 4 ein, welche durch die von
der Tragleiste 1 abragende Leiste 11 und die an der Befestigungsleiste 12 befindliche
Klemmleiste 12b gebildet ist. Weiters ragt die an der Befestigungsleiste 12 vorgesehene
Klemmleiste 12a in die Nut 16 der Tragleiste 1 ein.
[0011] Hierdurch erfolgt mittels der Befestigungsleiste 12 eine Verklemmung der Tragleiste
1 mit den Platten 3 aus einem keramischen Material. Da diese Befestigung lösbar ist,
sind einzelne Platten 3 auswechselbar.
[0012] Für die anmeldungsgemäße Siebleiste sind die folgenden Merkmale von maßgeblicher
Bedeutung:
Die Tragleiste und die Platten aus einem keramischen Material sind mit einer hinterschnittenen
Nut und mit einer der hinterschnittenen Nut im Querschnitt angenähert gegengleichen
Halteleiste ausgebildet, wobei die Halteleiste in die Nut eingesetzt ist und in dieser
formschlüssig verriegelt ist, wodurch die Tragleiste und die Platten aus einem ramischen
Material aneinander unmittelbar befestigbar sind. Die Tragleiste ist dabei mehrteilig
ausgebildet.
Diese Verriegelung kann für den Austausch von einzelnen Platten lösbar sein. Da sich
die Nuten bzw. die Halteleisten über die gesamte Länge der Siebleiste erstrecken,
sind sämtliche Platten gegenüber der Tragleiste genau ausgerichtet und weiters in
der gleichen Höhenlage befestigt.
[0013] Die Tragleisten sind aus einem durch Einlagen aus Glasfasern, Kohlefasern od.dgl.
verstärkten Kunststoffmaterial oder aus stranggepresstem Aluminium hergestellt. Die
Platten sind aus einem keramischen Material hergestellt.
1. Siebleiste für Papiererzeugungsanlagen, die eine Tragleiste (1)und auf der Tragleiste
(1) befestigte, aus einem keramischen Material bestehende Platten (3) umfasst, wobei
die Tragleiste (1) an ihrer den Platten (3) zugewandten Seite mit einer sich über
die Länge der Platten (3) erstreckenden, hinterschnittenen Nut (4) und die Platten
(3) an ihrer der Tragleiste (1) zugewandten Seite mit einer der hinterschnittenen
Nut (4) der Tragleiste (1) angenähert gegengleich ausgebildeten, sich in Richtung
der Tragleiste (1) erstreckenden Halteleiste (2) ausgebildet sind, wobei die Halteleiste
(2) in der hinterschnittenen Nut (4) verklemmbar ist, wobei die hinterschnittene Nut
(4) durch eine an der Tragleiste (1) vorgesehene Leiste (11) und eine einen Bestandteil
der Tragleiste (1) bildende Befestigungsleiste (12) gebildet ist, und wobei die Befestigungsleiste
(12) mittels eines die Tragleiste (1) durchsetzenden Schraubbolzens (6) mit der Halteleiste
(2) und der Tragleiste (1) verklemmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragleiste (1) mit einer weiteren Nut (16) ausgebildet ist, in welche eine von
der Befestigungsleiste (12) abragende Klemmleiste (12a) einsetzbar ist.
2. Siebleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (3) an der der Tragleiste (1) zugewandten Seite an ihren beiden Längsseiten
mit Hinterschneidungen ausgebildet sind, dass die die hinterschnittene Nut (4) bildende
Leiste (11) der Tragleiste (1) in eine der Hinterschneidungen der Platten (3) einragt,
und dass eine zweite an der Befestigungsleiste (12) vorgesehene Klemmleiste (12b)
in die andere Hinterschneidung der Platten (3) einsetzbar ist.
1. A drainage foil for papermaking installations, comprising a supporting bar (1) and
plates (3) consisting of a ceramic material fastened to the supporting bar (1), the
supporting bar (1) being provided on its side facing the plates (3) with an undercut
groove (4) extending over the length of the plates (3) and the plates (3) being provided
on their side facing the supporting bar (1) with a retaining bar (2) of approximately
mirror-inverted construction relative to the undercut groove (4) of the supporting
bar (1) and extending in the direction of the supporting bar (1), the retaining bar
(2) being capable of being clamped in the undercut groove (4), the undercut groove
(4) being formed by a bar (11) provided on the supporting bar (1) and a fastening
bar (12) forming a component of the supporting bar (1), and the fastening bar (12)
being capably of being clamped together with the retaining bar (2) and the supporting
bar (1) by means of a bolt (6) passing through the supporting bar (1), characterised in that the supporting bar (1) is provided with a further groove (16), intro which a clamping
bar (12a) projecting from the fastening bar (12) may be inverted.
2. A drainage foil according to claim 1, characterised in that the plates (3) are provided on the side facing the supporting bar (1) on their two
longitudinal sides with undercuts, in that the bar (11) of the supporting bar (1) forming the undercut groove (4) projects into
one of the undercuts of the plates (3), and in that a second clamping bar (12b) provided on the fastening bar (12) may be inserted into
the other undercut of the plates (3).
1. Barre pour tamis pour installations de fabrication de papier, qui comprend une barre
de support (1) et des plaques (3) qui se composent d'une matière céramique et qui
sont fixées sur la barre de support (1) ; étant précisé que la barre de support (1)
présente sur son côté tourné vers les plaques (3) une rainure contre-dépouillée (4)
qui s'étend sur la longueur des plaques (3) tandis que les plaques (3) présentent
sur leur côté tourné vers la barre de support (1) une barre de retenue (2) qui correspond
approximativement à la rainure contre-dépouillée (4) de la barre de support (1) et
qui s'étend dans le sens de celle-ci ; que la barre de retenue (2) est apte à être
bloquée par serrage dans la rainure contre-dépouillée (4) ; que ladite rainure contre-dépouillée
(4) est définie par un rebord (11) prévu sur la barre de support (1) et par une barre
de fixation (12) faisant partie de la barre de support (1) ; et que la barre de fixation
(12) est apte à être reliée par serrage à la barre de retenue (2) et à la barre de
support (1) à l'aide d'un boulon (6) qui traverse la barre de support (1),
caractérisée en ce que la barre de support (1) est pourvue d'une autre rainure (16) dans laquelle peut être
placé un rebord de serrage (12a) qui dépasse de la barre de fixation (12).
2. Barre pour tamis selon la revendication 1, caractérisée en ce que les plaques (3) sont pourvues de contre-dépouilles sur leurs deux côtés longitudinaux,
sur leur côté tourné vers la barre de support (1), en ce que le rebord (11) de la barre de support (1) qui définit la contre-dépouille (4) entre
dans l'une des contre-dépouilles des plaques (3), et en ce qu'un second rebord de serrage (12b) prévu sur la barre de fixation (12) est apte à être
placé dans l'autre contre-dépouille des plaques (3).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente