[0001] Die Erfindung betrifft ein Schlosselement mit einem Schlosskörper, einem gegenüber
dem Schlosskörper verdrehbaren Schließelement und einem mit dem Schließelement koppelbaren
und gegenüber dem Schlosskörper verdrehbaren Betätigungselement.
[0002] Solche Schlosselemente kommen beispielsweise bei herkömmlichen Einsteckschlössern
zum Einsatz, bei denen ein Profilzylinder als Schlosskörper und ein Türdrücker oder
Türknauf als Betätigungselement dient. Beim Einbau derartiger Einsteckschlösser in
eine Tür steht man vor der Aufgabe, die Betätigungselemente auf möglichst einfache,
Platz sparende und optisch ansprechende Weise am Schlosskörper zu befestigen. Im Allgemeinen
ist es nicht möglich, bereits vor der Montage des Schlosselements in der Tür beidseitig
Betätigungselemente am Schlosskörper zu montieren, da die in der Tür vorgesehene Durchbrechung
für das Schlosselement in der Regel kleiner ist, als die Betätigungselemente, so dass
erst das z.B. mit einem Betätigungselement gekoppelte Schlosselement mit seiner diesem
Betätigungselement abgewandten Seite voran durch die Durchbrechung gesteckt werden
muss, bevor anschließend das andere Betätigungselement am Schlosskörper montiert werden
kann. Zumindest auf einer Seite des Türschlosses muss also ein Betätigungselement
nach dem Einbau des Schlosskörpers in die Tür nachträglich montiert werden. Insbesondere
bei elektronischen Schließsystemen existiert dabei zusätzlich das Problem, dass in
einem z.B. als Türknauf ausgebildeten Betätigungselement mechanische und elektronische
Bauteile untergebracht werden müssen, so dass vergleichsweise wenig Platz für die
Befestigung des Betätigungselements am Schlosskörper zur Verfügung steht.
[0003] Eine gängige, aus dem Stand der Technik bekannte Lösung schlägt vor, zumindest eines
der beiden Betätigungselemente auf eine sich durch das Türschloss erstreckende Welle
aufzustecken und mit Hilfe eines radial auf die Welle einwirkenden Befestigungselements,
z.B. eines Gewindestifts zu fixieren. Diese Lösung ist jedoch optisch nicht zufrieden
stellend, da das Befestigungselement auf der Außenseite des Betätigungselements sichtbar
ist. Zudem ist für eine ausreichend stabile Befestigung eine massive Welle erforderlich,
was den für mechanische und elektronische Bauelemente zur Verfügung stehenden Bauraum
begrenzt. Zudem sind Montage und Demontage eines auf diese Weise befestigbaren Betätigungselements
relativ aufwändig.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, ein Schlosselement der eingangs genannten
Art zur Verfügung zu stellen, an dem ein Betätigungselement auf einfache und platzsparende
Weise lösbar befestigbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Das
Schlosselement weist dabei einen in den Schlosskörper hineinragenden Hohlraum auf,
in welchem das Betätigungselement mit einem zylindrischen Befestigungsabschnitt lösbar
befestigbar ist. Der zylindrische Befestigungsabschnitt des Betätigungselements weist
außenseitig eine umlaufende Nut auf, die mit einem Rastelement verrastbar ist, welches
radial zu der Achse des zylindrischen Befestigungsabschnitts verschiebbar im Schlosskörper
geführt und mittels einer Feder in Richtung der Nut des Betätigungselements beaufschlagt
ist. Das Betätigungselement wird also durch die Verrastung der Nut mit dem dazu korrespondierenden
Rastelement gegen axiales Verschieben gesichert. Insgesamt geht auf Seiten des Betätigungselements
praktisch kein Einbauraum für die Befestigung verloren, so dass beispielsweise in
einem Türknauf eines elektronischen Türschlosses der gesamte Innenraum des Türknaufs
für mechanische und elektronische Bauteile zur Verfügung steht. Zudem sind von außen
bei der erfindungsgemäßen Konstruktion keinerlei Befestigungselemente sichtbar, was
hinsichtlich des Designs des Schlosses sehr vorteilhaft ist.
[0006] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in der Beschreibung, den Figuren
sowie den Unteransprüchen beschrieben.
[0007] Der zylindrische Befestigungsabschnitt kann an seinem in den Schlosskörper hineinragende
Ende eine konische Verjüngung aufweisen, welche ein Verschieben des Rastelements gegen
die Federspannung beim Einführen des Betätigungselements in den Hohlraum des Schlosskörpers
ermöglicht. Wenn der Schlosskörper bereits in einem Türschloss montiert ist, kann
das Betätigungselement somit auf einfache Weise am Schlosselement befestigt werden.
Beim Einschieben des Betätigungselements mit seinem konisch verjüngten Befestigungsabschnitt
in den Hohlraum des Schlosskörpers wird die beim Einschieben aufgewandte Kraft durch
die schräge Fläche an dem konisch zulaufenden Befestigungsabschnitt in eine radial
verlaufende Kraft, welche die Feder komprimieren kann, umgewandelt. Wenn das Betätigungselement
weit genug in den Hohlraum eingesteckt ist, gelangt seine umlaufenden Nut mit dem
Rastelement in Eingriff, wobei dieses dabei von der Feder in Richtung der Nut gedrückt
wird. Das Betätigungselement kann also durch einfaches Aufstecken befestigt werden,
ohne dass dazu ein Werkzeug nötig wäre, wobei zugleich Montagefehler zuverlässig vermieden
werden.
[0008] Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann das Rastelement entlang
einer im Inneren des Schlosskörpers verlaufenden, insbesondere linearen Führungsbahn
geführt sein, wobei seine Bewegung in zwei entgegengesetzten, radial zu der Achse
des zylindrischen Befestigungsabschnitts verlaufenden Richtungen mittels Anschlagelementen
begrenzt ist. Entlang der komplett außerhalb des Befestigungselements verlaufenden
Führungsbahn ist das Rastelement somit bezogen auf den Innenraum des Befestigungselements
Platz sparend untergebracht und mit Hilfe der Anschlagselemente wird der Weg, um den
das Rastelement radial zu der Achse des zylindrischen Befestigungsabschnitts verschiebbar
ist, begrenzt. In der einen Extremposition des Rastelementes ist der Befestigungsabschnitt
des Betätigungselements mit dem Rastelement verrastet, in der entgegengesetzten Extremposition
ist das Rastelement von der Nut des Befestigungsabschnitts beabstandet, so dass zwischen
Rastelement und Nut kein Eingriff existiert, wodurch das Betätigungselement mit seinem
zylindrischen Befestigungsabschnitt im Schlosskörper axial verschoben werden kann.
[0009] Als Anschlagelemente können beispielsweise ein im Rastelement vorgesehenes Langloch
und ein im Schlosskörper vorgesehener Stift, welcher sich durch das Langloch erstreckt,
dienen. Je größer die Längserstreckung des Langlochs im Vergleich zum Durchmesser
des genannten Stifts ist, desto größer wird die Strecke, um die das Rastelement in
radialer Richtung verschoben werden kann. Eine derartige Konstruktion ist einfach
realisierbar und zudem dauerhaft und wartungsfrei.
[0010] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann die Feder, welche das Rastelement
in Richtung der Nut des Befestigungsabschnitts beaufschlagt, in einer sich radial
zur Achse des zylindrischen Befestigungsabschnittes erstreckenden Aussparung des Rastelements
angeordnet sein. Der vorstehend bereits erwähnte Stift, welcher als Anschlagselement
dient, kann mit einem sich in diese Aussparung hineinerstreckenden Bereich ein Abstützelement
für die Feder bilden. Die Aussparung, in der die Feder angeordnet ist, kann an der
Oberfläche des Schlosskörpers offen sein, genauso ist aber auch eine kammerartige
geschlossene Aussparung denkbar.
[0011] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weisen sowohl das Rastelement
als auch der Schlosskörper jeweils eine Bohrung auf, wobei die beiden Bohrungen zumindest
im Wesentlichen den gleichen Durchmesser haben und parallel zur Achse des zylindrischen
Befestigungsabschnittes verlaufen. Die beiden Bohrungen sind dabei so angeordnet,
dass die schlosskörperseitige Bohrung sich von dem Ende des Schlosskörpers, an dem
das Betätigungselement befestigbar ist, bis zu der Bohrung des im Schlosskörper gelagerten
Rastelements erstreckt, und dass die beiden Bohrungen bei komprimierter Feder miteinander
ausgerichtet sind und sich bei entspannter Feder bereichsweise überlappen. Bei komprimierter
Feder liegen die beiden Bohrungen also axial hintereinander. Eine derartige Anordnung
ermöglicht ein Lösen der Verrastung des Rastelements mit dem Betätigungselement mit
Hilfe eines speziellen Exzenterwerkzeugs. Ein solches Werkzeug ähnelt einem Schraubendreher
mit einem Griff und einem daran befestigten runden Metallstab. Die Spitze dieses Metallstabes
bildet ein zylindrischer Fortsatz, dessen Querschnitt kleiner als der des Metallstabes
ist, und der am stirnseitigen Ende des Metallstabs exzentrisch an diesem angeordnet
ist. Bei entspannter Feder überlappen sich die beiden Bohrungen nur bereichsweise
und ein Exzenterwerkzeug kann mit seinem zylindrischen Fortsatz durch die schlosskörperseitige
Bohrung in den Überlappungsbereich der im Rastelement vorgesehenen Bohrung eingeführt
werden. Wenn das Exzenterwerkzeug nun gedreht wird, wird das Rastelement von der Nut
des Befestigungsabschnitts weggezogen und die Feder komprimiert. Die beiden Bohrungen
werden miteinander ausgerichtet und die Verrastung des Rastelements mit dem Betätigungselement
wird gelöst.
[0012] Der Durchmesser der beiden parallel zur Achse des zylindrischen Befestigungsabschnitts
verlaufenden Bohrungen kann jeweils zwischen 2 mm und 5 mm, insbesondere etwa 3 mm
betragen. Bei entspannter Feder überlappen sich die beiden Bohrungen vorzugsweise
etwa um die Hälfte ihres Durchmessers. Auf diese Weise wird bei einer sinnvollen Eingrifftiefe
zwischen Rastelement und Nut eine optimale Kraftübertragung beim Ansetzen eines Exzenterwerkzeugs
zum Lösen der Verrastung erzielt.
[0013] Das Betätigungselement ist auf die erläuterte Weise relativ einfach vom Schlosskörper
lösbar, trotzdem bietet die Tatsache, dass zum Lösen der Verrastung ein spezielles
Werkzeug nötig ist, einen gewissen Schutz gegen ein missbräuchliches Entfernen des
Betätigungselements. Von besonderem Vorteil ist dabei, dass das Betätigungselement
beliebig oft montiert und demontiert werden kann, ohne dass das Schlosselement dabei
beschädigt wird bzw. ohne dass Verschleißerscheinungen auftreten.
[0014] Das erfindungsgemäße Schlosselement kann eine mittig im Hohlraum des Schlosskörpers
drehbar gelagerte Welle aufweisen, welche an einem Ende drehfest mit einem zweiten
Betätigungselement verbunden ist, wohingegen das erste Betätigungselement eine Aufnahme
für das andere Ende der Welle besitzt. Mit Hilfe zusätzlicher Koppelelemente ist es
aufgrund der vorhandenen Welle möglich, eine kraftschlüssige Verbindung zwischen den
beiden Betätigungselementen herzustellen. Da die Welle erfindungsgemäß nicht zur Fixierung
des ersten Betätigungselements verwendet wird, kann sie auch als Hohlwelle ausgebildet
sein, wodurch zusätzlicher Platz für elektronische Bauteile, Kabel oder ähnliches
zur Verfügung steht.
[0015] Der Befestigungsabschnitt kann an seinem in den Hohlraum des Schlosskörpers hineinragenden
Ende stirnseitig ein erstes Kraftübertragungselement aufweisen, welches mit einem
dazu korrespondierenden zweiten Kraftübertragungselement in Eingriff bringbar ist,
welches seinerseits drehfest mit dem Schließelement gekoppelt ist. Auf diese Weise
kann eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem lösbar befestigten Befestigungsabschnitt
und dem Schließelement hergestellt werden, so dass sich das Schließelement bei Betätigung
des Betätigungselements dreht. Als Kraftübertragungselemente sind beispielsweise eine
radial verlaufende Nut und zumindest ein dazu korrespondierender Vorsprung möglich.
[0016] Der Schlosskörper kann beispielsweise die Form eines handelsüblichen, genormten Profilzylinders
haben. Ein solcher Schlosskörper kann, ohne dass zusätzliche Adapter notwendig sind,
in üblichen Türschlössern mit genormten Abmessungen verwendet werden.
[0017] Ein derart geformter Schlosskörper besteht aus einem oberen Abschnitt mit zylindrischem
Querschnitt und einem unteren Abschnitt mit einem lang gestreckten Querschnitt. Der
im unteren Abschnitt des Schlosskörpers geführte Bereich des Rastelements muss in
einer senkrecht zur Längsmittelebene des Schlosselements verlaufenden Richtung schmaler
als der untere Abschnitt des Schlosskörpers sein. Um eine bessere Kraftübertragung
zwischen dem Rastelement und dem Befestigungsabschnitt zu erreichen, kann das Rastelement
an seinem oberen Ende einen in die umlaufende Nut des Befestigungsabschnitts passenden
Verriegelungsbereich aufweisen, welcher in einer senkrecht zur Längsmittelebene des
Schlosselements verlaufenden Richtung eine größere Bereite als der untere Abschnitt
des Profilzylinders besitzt. Derjenige Bereich der Nut, mit dem sie mit dem Rastelement
in Eingriff steht, wird auf diese Weise vergrößert, wodurch ein besserer Halt erzielbar
ist.
[0018] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch die Längsmittelebene eines erfindungsgemäßen Schlosselements,
wobei das Rastelement mit dem Betätigungselement verrastet ist, mit einem in das Schlosselement
eingeführten Exzenterwerkzeug;
- Fig. 1A
- einen vergrößerten, das Rastelement und die Spitze des Exzenterwerkzeugs umfassenden
Ausschnitt aus der Fig. 1;
- Fig. 1B
- den gleichen Ausschnitt wie die Fig. 1A, wobei im Gegensatz zur Fig. 1A das Rastelement
nicht mit dem Betätigungselement verrastet und der Befestigungsabschnitt des Betätigungselements
nicht vollständig in den schlosskörperseitigen Hohlraum eingeschoben ist;
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch ein Exzenterwerkzeug zum Lösen der Verrastung des Rastelements
mit dem Betätigungselement;
- Fig. 2A
- einen vergrößerten, die Spitze des Exzenterwerkzeugs umfassenden Ausschnitt aus Fig.
2;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Schlosselements mit zur Montage
eines Türknaufs geeigneten Betätigungselementen, und
- Fig. 4
- eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Verriegelungsabschnitt des Rastelements mit senkrecht
zur Längsmittelebene des Schlosselements verlaufender Blickrichtung.
[0019] Der in Fig. 1 dargestellten Schlosskörper 2 besitzt die äußere Form eines Profilzylinders.
Etwa in der Mitte des Schlosskörpers 2 befindet sich bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ein gegenüber dem Schlosskörper verdrehbares Schließelement 4 mit einem Schließbart
6 an seinem unteren Ende. Bei anderen Ausführungsbeispielen kann das Schließelement
auch asymmetrisch im Schlosskörper angeordnet sein. Das dargestellte Schlosselement
2 besitzt zwei, jeweils für die Montage eines Türknaufs geeignete Betätigungselemente
8, 8' an seinen beiden entgegengesetzten Enden. Das rechte Betätigungselement 8' ist
drehfest mit einer Welle 18 verbunden. Die Welle 18 ist mittig in einem zylinderförmigen
Hohlraum 3 (siehe Fig. 1B) in der Mitte des zylinderförmigen oberen Bereichs des Schlosskörpers
2 angeordnet und drehbar im Schlosskörper 2 gelagert. Sie weist ihrerseits wiederum
einen zylindrischen, sich über die gesamte Länge der Welle 18 erstreckenden Hohlraum
19 auf, durch welchen beispielsweise Kabel geführt werden können. Das linke Betätigungselement
8 ist beispielsweise zum Montieren eines Türknaufes geeignet. An seiner dem Schlosskörper
2 zugewandten Seite besitzt es einen zylindrische Befestigungsabschnitt 9, der sich
innerhalb des zylindrischen Hohlraums 3 im Inneren des Schlosskörpers 2 befindet und
seinerseits mittig einen Durchtrittsraum für die Welle 18 aufweist. Durch diesen Durchtrittsraum
erstreckt sich die Welle 18 durch den gesamten Befestigungsabschnitt 9 bis in das
Betätigungselement 8.
[0020] In Fig. 1 ist der Befestigungsabschnitt 9 mit dem Schlosskörper 2 verrastet und so
weit in den Hohlraum 3 des Schlosskörpers 2 eingeschoben, dass er stirnseitig an einen
Zwischenring 7 anstößt, welches seinerseits mit dem Schließelement 4 kraftschlüssig
verbunden ist. Der Hohlraum 3 ist somit durch den Befestigungsabschnitt 9 fast völlig
ausgefüllt.
[0021] Im unteren lang gestreckten Abschnitt des Schlosskörpers 2 ist senkrecht zu dessen
Längsmittelebene eine Bohrung 20 ausgebildet, welche zur Befestigung des Schlosselements
in einer Tür mittels einer nicht dargestellten Stulpschraube dient.
[0022] In Fig. 1A ist der Mechanismus zum Verrasten des Betätigungselements 8 in dem Hohlraum
3 des Schlosskörpers 2 vergrößert dargestellt. Die Fig. 1A und 1B zeigen dabei jeweils
den gleichen Ausschnitt des Schlosselements 2. Der in der Fig. 1 dargestellte verrastete
Zustand ist in der Fig. 1A gezeigt, während in der Fig. 1B das Betätigungselement
8 nur teilweise in den Hohlraum 3 des Schlosskörpers 2 eingeschoben und noch nicht
mit dem Rastelement 10 verrastet ist.
[0023] In Fig. 1A kann man das Rastelement 10 erkennen, welches in einer Führungsbahn 32
im Innern des Schlosskörpers 2 geführt ist, und radial zur Achse m des zylindrischen
Befestigungsabschnitts 9 verschoben werden kann. An seiner Oberseite weist das Rastelement
10 einen Verriegelungsbereich 16 auf, welcher genauer in Fig. 3 gezeigt ist. Der Verriegelungsbereich
16 wird von einem bolzenartigen Befestigungselement 34 in dem Rastelement 10 gehalten.
[0024] Der Befestigungsabschnitt 9 des Betätigungselements 8 weist außenseitig eine umlaufende
Nut 24 auf. Der Verriegelungsabschnitt 16 des Rastelements 9 sitzt in dieser Nut 24,
so dass das Betätigungselement 8 zwar um die Achse m gedreht, aber nicht in axialer
Richtung verschoben werden kann.
[0025] Eine Feder 22 ist in einer im Querschnitt runden Aussparung 30 im Innern des Rastelements
10 angeordnet, wobei der Querschnitt der Aussparung 30 im Wesentlichen dem Durchmesser
der Feder 22 entspricht. Die Aussparung 30 ist nach unten offen; die Feder 22 ist
mit ihrem unteren Ende an einem Stift 14 abgestützt, welcher senkrecht zur Längsmittelebene
des Schlosskörpers 2 durch dessen unteren, lang gestreckten Bereich gesteckt ist.
Der Stift 14 ist dabei in einer kreisförmigen Bohrung des Schlosskörpers 2 gehalten,
welche den gleichen Durchmesser wie der Stift 14 besitzt. Gleichzeitig verläuft der
Stift 14 durch ein Langloch 15 im Rastelement 10, welches ein radiales Verschieben
des Rastelements 10 ermöglicht. Durch das Zusammenwirken von Langloch 15 und Stift
14 ist die radiale Verschiebbarkeit des Rastelements 10 nach oben und unten begrenzt.
In Fig. 1A ist die Feder entspannt und drückt das Rastelement 10 nach oben und somit
das Verriegelungselement 16 in die Nut 24. Der Stift 14 berührt in dieser Position
das obere Ende des Langlochs 15.
[0026] In Fig. 1B ist der zylindrische Befestigungsabschnitt 9 des Betätigungselements 8
nicht vollständig in den Hohlraum 3 des Schlosskörpers 2 eingeführt.
[0027] Der Befestigungsabschnitt 9 weist gemäß Fig. 1B an seiner in den Schlosskörper 2
hineinragenden Stirnseite 9' eine konische Verjüngung 5 auf. Beim Einführen des Betätigungselements
8 mit seinem Befestigungsabschnitt 9 in den Hohlraum 3 wird durch die angeschrägte
Fläche an der Vorderseite des Befestigungsabschnitts 9 das Rastelement 10 nach unten
gedrückt und die Feder 22 somit komprimiert, wie in Fig. 1B gezeigt. Wenn das Betätigungselement
8 bis zum Anschlag in den Hohlraum 3 eingeführt wird, gerät das Rastelement 10 mit
seinem Verriegelungsabschnitt 16 mit der Nut 24 in Eingriff. Die Feder 22 entspannt
sich und das Betätigungselement ist wie in Fig. 1A dargestellt mit dem Schlosskörper
verrastet.
[0028] Des Weiteren kann man in den Fig. 1A und 1B Bohrungen 12 und 28 erkennen, welche
zum Lösen der erläuterten Verrastung dienen. Eine Bohrung 12 im Schlosskörper 2 und
eine Bohrung 28 im Rastelement 10 haben jeweils den gleichen Durchmesser d und verlaufen
beide parallel zur Achse m des zylindrischen Befestigungsabschnitts 9. Bei komprimierter
Feder 22 (Fig. 1B) sind die Bohrung 12 im Schlosskörper 2 und die Bohrung 28 im Rastelement
10 miteinander ausgerichtet und bilden somit eine durchgehende zylindrische Bohrung.
Wenn das Rastelement 10 mit dem Betätigungselement 8 verrastet ist, d.h. wenn die
Feder wie in Fig. 1A gezeigt entspannt ist, sind die beiden Bohrungen 12, 28 gegeneinander
versetzt und überlappen sich etwa um die Hälfte ihres Durchmessers d.
[0029] Zum Lösen der Verrastung kann ein Exzenterwerkzeug 40 verwendet werden. In den Fig.
1, 1A und 1B ist ein Exzenterwerkzeug 40 zu erkennen, welches durch die Bohrung 12
und in die Bohrung 28 gesteckt ist. In den Fig. 2 und 2A ist das Werkzeug alleine
dargestellt. Ein solches Werkzeug besteht aus einem Griff 37 und einem Metallstab
36 mit einem runden Querschnitt, wobei der Durchmesser des Stabes 36 in etwa dem Durchmesser
d der Bohrungen 12, 28 im Schlosskörper 2 bzw. im Rastelement 10 entsprechen muss.
Am stirnseitigen Ende des Werkzeugs befindet sich ein exzentrisch angeordneter kleinerer
Zylinderfortsatz 38, dessen Durchmesser maximal der Überlappung der beiden Bohrungen
12, 28 in dem in Fig. 1A dargestellten Zustand des Schlosselements entsprechen darf.
Durch die Bohrung 12 im Schlosskörper hindurch kann das Exzenterwerkzeug 40 bei entspannter
Feder 22 mit seinem Zylinderfortsatz 38 in die Bohrung 28 im Rastelement 10 eingeführt
werden (Fig. 1A). Wenn das Werkzeug nun gedreht wird, wird das Rastelement 10 durch
den Zylinderfortsatz 40 nach unten gezogen und die Verbindung zwischen dem Betätigungselement
8 und dem Schlosskörper 2 somit gelöst, so dass das Betätigungselement 8 aus dem Hohlraum
3 im Schlosskörper 2 heraus gezogen werden kann (Fig. 1B).
[0030] In Fig. 3 ist das erfindungsgemäße Schlosselement 2 perspektivisch dargestellt. Durch
die nach unten offene Führungsbahn 32 ist das Rastelement 10 mit der nach unten offenen
Aussparung 30 in seiner Mitte erkennbar. Oberhalb ist der Stift 14 zu erkennen, welcher
als Anschlagelement dient und gleichzeitig die in Fig. 2 nicht sichtbare Feder 22
abstützt. Der Verriegelungsbereich 16 des Rastelements 10 liegt in einer schlitzartigen
Aussparung des Schlosskörpers 2 senkrecht zu dessen Längsmittelebene.
[0031] In Fig. 4 ist der Verriegelungsbereich 16 des Rastelements 10 vergrößert dargestellt.
Bei dem Verriegelungsbereich 16 handelt es sich um ein flaches Metallteil, dessen
Oberfläche im Wesentlichen senkrecht zur Achse m des zylindrischen Befestigungsabschnitts
9 liegt. An seinem unteren Ende besitzt der Verriegelungsbereich 16 eine Bohrung 17,
durch welche ein Bolzen zum Fixieren des Verriegelungsbereichs 16 im Rastelement 10
gesteckt werden kann. Der Verriegelungsbereich 16 des Rastelements 10 ist in einer
senkrecht zur Längsmittelebene des Schlosselements verlaufenden Richtung schmaler
als der untere Abschnitt des Schlosskörpers 2. Oberhalb dieses Bereichs dehnt sich
der Verriegelungsbereich 16 in besagter Richtung seitlich aus und besitzt dann eine
größere Breite als der untere Abschnitt des Schlosskörpers 2. An seinem oberen Ende
ist der Verriegelungsbereich 16 sichelförmig, so dass er zu der ringförmigen Nut 24
im Befestigungsabschnitt 9 komplementär ist und gleichzeitig nicht über die Außenkontur
des Schlosskörpers 2 hinausragt.
[0032] Zusammengefasst betrifft die Erfindung ein Schlosselement mit einem Schlosskörper
2, einem gegenüber dem Schlosskörper 2 verdrehbaren Schließelement 4 und einem in
den Schlosskörper 2 hineinragenden Hohlraum 3, in dem ein mit dem Schließelement 4
koppelbares und gegenüber dem Schlosskörper 2 drehbares Betätigungselement 8 mit einem
zylindrischen Befestigungsabschnitt 9 lösbar befestigbar ist. Der Befestigungsabschnitt
9 des Betätigungselements 8 weist außenseitig eine umlaufende Nut 24 auf, welche mit
einem Rastelement 10 verrastbar ist. Das Rastelement 10 ist entlang einer innerhalb
des Schlosskörpers 2 verlaufenden Führungsbahn 32 geführt und radial zu der Achse
m des zylindrischen Befestigungsabschnitts 9 zwischen zwei Extrempositionen verschiebbar.
Mit einer Feder 22 ist das Rastelement 10 in Richtung der Nut 24 des Befestigungsabschnitts
9 vorgespannt.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 2
- Schlosskörper
- 3
- zylindrischer Hohlraum
- 4
- Schließelement
- 5
- konische Verjüngung
- 6
- Schließbart
- 7
- Zwischenring
- 8
- Betätigungselement
- 8'
- Betätigungselement
- 9
- zylindrischer Befestigungsabschnitt
- 9'
- Stirnseite des zylindrischen Befestigungsabschnitts
- 10
- Rastelement
- 12
- Bohrung
- 14
- Stift
- 15
- Langloch
- 16
- Verriegelungsbereich
- 17
- Bohrung im Verriegelungsbereich
- 18
- Welle
- 19
- Hohlraum
- 20
- Montagebohrung
- 22
- Feder
- 24
- Nut
- 28
- Bohrung
- 30
- Aussparung
- 32
- Führungsbahn
- 34
- Befestigungselement
- 36
- Metallstab
- 37
- Griff
- 38
- Zylinderfortsatz
- 40
- Exzenterwerkzeug
- d
- Durchmesser der Bohrungen 12 und 28
- m
- Achse des zylindrischen Befestigungsabschnitts 9
1. Schlosselement mit einem Schlosskörper (2), einem gegenüber dem Schlosskörper (2)
verdrehbaren Schließelement (4), einem in den Schlosskörper (2) hinein ragenden Hohlraum
(3), in welchem ein mit dem Schließelement (4) koppelbares und gegenüber dem Schlosskörper
(2) verdrehbares Betätigungselement (8) mit einem zylindrischen Befestigungsabschnitt
(9) lösbar befestigbar ist, wobei der Befestigungsabschnitt (9) des Betätigungselements
(8) außenseitig eine umlaufende Nut (24) aufweist, welche mit einem Rastelement (10)
verrastbar ist, das radial zu der Achse (m) des zylindrischen Befestigungsabschnitts
(9) verschiebbar im Schlosskörper (2) geführt und mittels einer Feder (22) in Richtung
der Nut (24) des Betätigungselements (8) beaufschlagt ist.
2. Schlosselement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (9) an seinem in den Schlosskörper hineinragenden Ende
eine konische Verjüngung (5) aufweist, welche ein Verschieben des Rastelements (10)
gegen die Federspannung beim Einführen des Betätigungselements (8) in den Hohlraum
(3) des Schlosskörpers (2) ermöglicht.
3. Schlosselement nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Rastelement (10) entlang einer innerhalb des Schlosskörpers (2) verlaufenden
Führungsbahn (32) geführt ist, wobei seine Bewegung in zwei entgegengesetzten, radial
zu der Achse (m) des zylindrischen Befestigungsabschnitts (9) verlaufenden Richtungen
mittels Anschlagelementen (14, 15) begrenzt ist.
4. Schlosselement nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagelemente (14, 15) mittels eines im Rastelement (10) vorgesehenen Langlochs
(15) und eines schlosskörperseitig vorgesehenen, sich durch das Langloch (15) erstreckenden
Stifts (14) realisiert sind.
5. Schlosselement nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (22) in einer sich radial zur Achse (m) des zylindrischen Befestigungsabschnittes
(9) erstreckenden Aussparung (30) des Rastelements (10) angeordnet ist, wobei der
Stift (14) mit seinem, sich in diese Aussparung (30) hinein erstreckenden Bereich
ein Abstützelement für die Feder (22) bildet.
6. Schlosselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Rastelement (10) und der Schlosskörper (2) jeweils eine Bohrung (12, 28) aufweisen,
wobei beide Bohrungen (12, 28) zumindest im wesentlichen den gleichen Durchmesser
(d) haben und parallel zur Achse (m) des zylindrischen Befestigungsabschnitts (9)
verlaufen,
dass die schlosskörperseitige Bohrung (12) sich von dem Ende des Schlossköpers (2),
an dem das Betätigungselement (8)befestigbar ist, bis zu dem im Schlosskörper (2)
gelagerten Rastelement (10) erstreckt, und
dass die beiden Bohrungen (12, 28) bei komprimierter Feder (22) miteinander ausgerichtet
sind und sich bei entspannter Feder (22) bereichsweise überlappen.
7. Schlosselement nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser (d) der beiden parallel zur Achse (m) des zylindrischen Befestigungsabschnitts
(9) verlaufenden Bohrungen (12, 28) im Rastelement (10) und im Schlosskörper (2) jeweils
zwischen 2 mm und 5 mm, insbesondere etwa 3mm beträgt und sich die beiden Bohrungen
(12, 28) bei entspannter Feder (22) etwa um die Hälfte ihres Durchmessers (d) überlappen.
8. Schlosselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass es eine mittig im Hohlraum (3) des Schlosskörpers (2) drehbar gelagerte Welle (18)
aufweist, welche an einem Ende drehfest mit einem zweiten Betätigungselement (8')
verbunden ist, wohingegen das erste Betätigungselement (8) eine Aufnahme für das andere
Ende der Welle (18) besitzt.
9. Schlosselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (9) an seinem in den Hohlraum (3) hineinragenden Ende stirnseitig
ein Kraftübertragungselement aufweist, welches mit einem dazu korrespondierenden zweiten
Kraftübertragungselement in Eingriff bringbar ist, das drehfest mit dem Schließelement
(4) gekoppelt ist.
10. Schlosselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schlosskörper (2) die Form eines Profilzylinders hat.
11. Schlosselement nach Anspruch 10,
wobei der Profilzylinder aus einem oberen Abschnitt mit zylindrischem Querschnitt
und einem unteren Abschnitt mit einem lang gestreckten Querschnitt besteht,
dadurch gekennzeichnet,
dass der im unteren Abschnitt des Profilzylinders geführte Bereich des Rastelements (10)
in einer senkrecht zur Längsmittelebene des Schlosselements (2) verlaufenden Richtung
schmaler als der untere Abschnitt des Profilzylinders ist, und
dass das Rastelement (10) oberhalb dieses Bereichs einen in die umlaufende Nut (24) des
Befestigungsabschnitts (9) passenden Verriegelungsbereich (16) aufweist, welcher in
der genannten Richtung eine größere Breite als der untere Abschnitt des Profilzylinders
besitzt.