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EP 1 577 630 A2 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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21.09.2005 Patentblatt 2005/38 |
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Anmeldetag: 01.03.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: F28F 9/02 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL BA HR LV MK YU |
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Priorität: |
18.03.2004 DE 102004013687
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Anmelder: Behr GmbH & Co. KG |
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70469 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Hentschel, Gunther
73066 Uhingen (DE)
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Wärmeübertrager eines Kühlmittelkreislaufes eines Kraftfahrzeuges |
(57) Die Erfindung betrifft einen Wärmeübertrager eines Kühlmittelkreislaufes eines Kraftfahrzeuges
mit mindestens einem Kühlmittelkasten (2), in welchem ein gasgefüllter Hohlkörper
(5) mit druckdämpfenden und/oder druckabsorbierenden Eigenschaften angeordnet ist. Es wird vorgeschlagen, dass der Hohlkörper (5) einen nach außen geführten Druckanschluss
(6) aufweist.
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[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmeübertrager eines Kühlmittelkreislaufes eines Kraftfahrzeuges
nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 - bekannt durch die DE-C 30 38 487 der
Anmelderin.
[0002] Kühlmittelkreisläufe von Kraftfahrzeugen dienen primär der Motorkühlung und sekundär
der Beheizung des Fahrzeuginnenraumes. Der Kühlmittelkreislauf weist daher einen Kühlkreislauf
mit einem Kühlmittelkühler und einen parallel geschalteten Heizungskreislauf mit einem
Heizungswärmeübertrager auf, welcher die Wärme des Kühlmittels an dem Fahrzeuginnenraum
zugeführte Umgebungsluft abgibt. Das Kühlmittel, ein inkompressibles flüssiges Medium,
wird von einer Kühlmittelpumpe gefördert, teilweise sind auch elektrische Zusatzpumpen
im Kühlmittelkreislauf angeordnet. Ferner weist der Kühlmittelkreislauf verschiedene
Ventile, wie Thermostatventile im Kühlkreislauf und Schalt- oder Regelventile im Heizungskreislauf
auf. Ein solcher Kühlmittelkreislauf führt im Betrieb zu erheblichen Druckschwankungen
und Druckspitzen, welche die einzelnen Komponenten im Kühlmittelkreislauf stark belasten.
[0003] In der DE-C 30 38 487 der Anmelderin wurde daher bereits ein gasgefüllter Hohlkörper
mit druckdämpfenden und/oder druckabsorbierenden Eigenschaften vorgeschlagen, und
zwar insbesondere für einen Heizungswärmeübertrager. Eine Ausführungsform des bekannten
Hohlkörpers ist als gasgefüllter, verschlossener Gummi- oder Kunststoffschlauch ausgebildet,
welcher im Wasserkasten des Heizungswärmeübertragers angeordnet ist. Der Hohlkörper
weist elastische Wände oder eine elastische Membran auf, über welche die Druckstöße
abgefedert bzw. gedämpft werden. Nachteilig bei dem bekannten geschlossenen Hohlkörper
ist, dass der Druck im Hohlkörper konstant bleibt oder sich lediglich mit der Umgebungstemperatur
ändert.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Wärmeübertrager der eingangs genannten
Art hinsichtlich seiner druckdämpfenden und/oder druckabsorbierenden Eigenschaften
zu verbessern.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patenanspruches 1 gelöst, wobei erfindungsgemäß
ein nach außen geführter Druckanschluss vorgesehen ist. Damit wird der Vorteil erreicht,
dass das Druckniveau im Hohlkörper einstellbar ist, d. h. die Dämpfungs- und Federungsrate
kann an die jeweiligen Betriebsbedingungen angepasst werden. Der Hohlkörper weist
eine zumindest teilweise elastisch ausgebildete Wand auf und ist aus Gummi, Kunststoff
oder Metall, z. B. Aluminium herstellbar, kann somit auch in Ganzaluminiumkühler eingelötet
werden.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Vorzugsweise ist der ein Druckposter bildende Hohlkörper in einem Kühlmittelkühler,
und zwar in dessen Kühlmitteleintrittskasten angeordnet. Damit wird der Vorteil erreicht,
dass Druckstöße beim Eintritt des Kühlmittels in den Kühlmittelkasten gedämpft und
dadurch Schäden am Kühlmittelkühler vermieden werden. Von Vorteil ist ferner, dass
ein etwaiger Ausgleichsbehälter, der eine weitere Komponente des Kühlmittelkreislaufes
darstellt, in seinem Volumen reduziert werden kann.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
Folgenden näher beschrieben. Es zeigen
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch einen Kühlmittelkasten eines KühlmittelKühlers und
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch den Kühlmittelkasten gemäß Fig. 1.
[0008] Fig. 1 zeigt den oberen Teil eines vollständig nicht dargestellten Kühlmittelkühlers 1 mit
einem Kühlmittelkasten 2, welcher vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt und mit
einem metallischen Rohrboden 3 verbunden ist. Der Kühlmittelkühler 1 weist ferner
von Kühlmittel durchstömte Rohre 4 auf, die mit ihren Rohrenden im Rohrboden 3 dicht
aufgenommen sind. Zwischen den Rohren 4 sind nicht dargestellte Wellrippen angeordnet,
welche von Luft durchströmt werden. Der Kühlmittelkühler 1 ist an einen nicht dargestellten
Kühlmittelkreislauf einer Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges angeschlossen.
Im oberen Teil des Kühlmittelkastens 2 ist ein länglich ausgebildeter Hohlkörper 5
mit einem Druckanschlussrohr 6 angeordnet, welches durch eine Wand 2a des Kühlmittelkastens
2 geführt und gegenüber der Wand 2a abgedichtet ist. Der Hohlkörper 5 weist eine elastische
Wandung auf, z. B. aus Kunststoff oder Gummi und ist mit Druckgas gefüllt, welches
über den Druckanschluss 6 von außen zuführbar ist. Damit ist es auch möglich, das
Druckniveau in dem elastischen Behälter 5 einzustellen bzw. beliebig zu verändern,
d. h. auch während des Betriebes des Kühlmittelkühlers 1. Unterhalb des Hohlkörpers
5 sind die Querschnitte von Rippen 7 erkennbar (vgl. Fig. 2).
[0009] Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch den Kühlmittelkasten 2 und den Hohlkörper 5, welcher
hier einen annähernd elliptischen, d. h. auch an die Form des Kühlmittelkastens 2
angepassten Querschnitt aufweist. An den Kühlmittelkasten 2 sind nach innen ragende
Rippen 7 angeformt, welche den elastischen Druckbehälter 5 stützen, d. h. in seiner
oberen Lage unterhalb der Wandung 2a positionieren, damit ein hinreichender freier
Strömungsquerschnitt für das Kühlmittel erhalten bleibt. Die das Kühlmittel führenden
Rohre 4 sind als Flachrohre ausgebildet, zwischen welchen die nicht dargestellten
Wellrippen angeordnet sind, welche mit den Flachrohren einen gelöteten Kühlerblock
bilden. Der Kühlmittelkasten 2 ist der Eintrittskasten für das Kühlmittel in den Kühler
1 und weist daher einen hier nicht dargestellten Kühlmitteleintrittsstutzen auf. Der
elastische Druckbehälter 5 führt somit zu einer Dämpfung von Druckstößen beim Eintritt
des Kühlmittels in den Kühlmittelkasten 2. Damit werden der an sich steif ausgebildete
Kühlmittelkühler 1, insbesondere der Kühlmittelkasten 2 und die Verbindung zwischen
Rohrboden 3 und Kühlmittelkasten 2 entlastet.
[0010] Abweichend vom oben beschriebenen Ausführungsbeispiel kann der Kühlmittelkühler auch
als Ganzmetall-, insbesondere Ganzaluminiumkühler hergestellt werden. Der erfindungsgemäße
Hohlkörper ist in diesem Falle auch aus Aluminium mit elastisch ausgebildeter Behälterwand
ausgebildet und kann somit in den metallischen Kühlmittelkasten eingelötet werden.
1. Wärmeübertrager eines Kühlmittelkreislaufes eines Kraftfahrzeuges mit mindestens einem
Kühlmittelkasten (2), in welchem ein gasgefüllter Hohlkörper (5) mit druckdämpfenden
und/oder druckabsorbierenden Eigenschaften angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper (5) einen nach außen geführten Druckanschluss (6) aufweist.
2. Wärmeübertrager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper (5) im Kühlmitteleintrittskasten (2) angeordnet ist.
3. Wärmeübertrager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckanschluss als Rohr (6) ausgebildet ist, welches mit dem Inneren des Hohlkörpers
(5) verbunden und durch eine Wand (2a) des Kühlmittelkastens (2) hindurchgeführt ist.
4. Wärmeübertrager nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper (5) ein Druckniveau aufweist, welches über den Druckanschluss (6)
- auch während des Betriebes - einstellbar und/oder veränderbar ist.
5. Wärmeübertrager nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper (5) im Kühlmittelkasten (2) eines Kühlmittelkühlers (1) angeordnet
und durch am Kühlmittelkasten (2) angeordnete Haltemittel, insbesondere nach innen
ragende Rippen (7) gehalten ist.
