| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 578 564 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
10.10.2007 Patentblatt 2007/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.07.2003 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/DE2003/002512 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2004/060616 (22.07.2004 Gazette 2004/30) |
|
| (54) |
BOHRHAMMER
DRILL HAMMER
MARTEAU PERFORATEUR
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
CH DE GB LI |
| (30) |
Priorität: |
24.12.2002 DE 10261030
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
28.09.2005 Patentblatt 2005/39 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
|
70442 Stuttgart (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- KUHNLE, Axel
71691 Freiberg A. N. (DE)
- BRAUN, Willy
72149 Neustetten (DE)
- SCHNERRING, Heinz
72135 Dettenhausen (DE)
- MEIXNER, Gerhard
70794 Filderstadt (DE)
- FRAUHAMMER, Karl
70771 Leinfelden-Echterdingen (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 884 138 DE-A- 19 716 976 US-B1- 6 176 321
|
DE-A- 10 058 994 US-A- 4 236 588
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Bohrhammer nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein Beispiel für so einen Bohrhammer wird im Dokument
US 6 176 321 B1 offenbart.
[0002] Es ist heute üblich, Bohrhämmer bestimmter Leistungsgröße so auszustatten, daß mit
ihnen sowohl in der Betriebsart "Schlag- oder Hammerbohren", bei der das Schlagwerk
in axialer Richtung auf das Werkzeug hämmert und zugleich das Werkzeug über den Werkzeughalter
in Rotation versetzt wird, als auch in der Betriebsart "Meißeln" gearbeitet werden
kann, in der lediglich das Schlagwerk aktiviert ist und der Drehantrieb für den Werkzeughalter
abgeschaltet ist. Da ein einziger Elektromotor sowohl über ein Zahnradgetriebe ein
mit dem Werkzeughalter drehfest verbundenes Hammerrohr antreibt, als auch über einen
Kurbeltrieb das Schlagwerk antreibt, dessen Kolben in dem Hammerohr eine hin- und
hergehende Hubbewegung ausführt und einen Schläger beaufschlagt, der wiederum über
einen Döpper die Schläge auf das Werkzeugende überträgt, ist ein Betriebsartenumschalter
vorgesehen, der in der Betriebsart "Meißeln" das Hammerrohr von dem Zahnradgetriebe
trennt und gegen Drehung im Gehäuse festsetzt. Dabei wird die Trennung zwischen dem
das Hammerohr umschließenden, drehbar gelagerten Abtriebszahnrad des Zahnradgetriebes
und dem Hammerohr vorgenommen.
Vorteile der Erfindung
[0003] Der erfindungsgemäße Bohrhammer mit den Merkmalen des Anspruchs 1, hat den Vorteil,
daß das Schaltwerk des Betriebsartenumschalters sehr flach baut und die axiale Ausdehnung
des Betriebsartenumschalters insbesondere durch einen schmal ausgeführten Schaltring
klein gehalten werden kann. Durch die flache Bauweise kann der den manuell betätigbaren
Schaltknopf aufnehmende Gehäusedeckel niedrig gemacht und das Eckenmaß des Bohrhammers,
das ist der Abstand zwischen Schlagwerkmitte und Gehäuseoberkante, klein gehalten
werden. Zur drehfesten Verbindung zwischen dem auf dem Hammerrohr drehfest und axial
verschieblich fixierten Schaltring und dem Abtriebsrad des Getriebes ist ein einziger
Verriegelungsnocken ausreichend. Vorzugsweise werden eine Vielzahl von über den Umfang
des Schaltrings verteilt angeordnete Verriegelungsnocken vorgesehen, die in eine entsprechende
Vielzahl von Axialausnehmungen im Abtriebsrad axial einschiebbar sind. Durch die Vielzahl
der Verriegelungsnocken und Axialausnehmungen kann der aus Metall gefertigte Schaltring
ein höheres Drehmoment übertragen und kann ggf. auch aus Kunststoff hergestellt werden.
Außerdem ist bei nicht fluchtender Ausrichtung von Verriegelungsnocken und Axialausnehmungen
ein sehr viel kleiner Drehweg des Hammerrohrs zum Einrasten des Schaltrings in das
Antriebsrad erforderlich. Sind die zur drehfesten Verbindung vorgesehenen Führungsnocken
am Schaltring und Führungsnuten im Hammerrohr äquidistant angeordnet, so kann der
Schaltring in beliebiger Relativlage auf das Hammerrohr aufgeschoben werden, was die
Montage erleichtert. Das Schaltwerk kann trotz Baukleinheit sehr kompakt und stabil
ausgeführt werden, so daß es eine hohe Standzeit gewährleistet.
[0004] Durch die in den weiteren Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im Anspruch 1 angegeben Bohrhammers möglich.
[0005] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung liegt der Schaltring auf
der von dem Schaltknopf abgekehrten Seite des Abtriebsrads und ist unter dem Antriebsrad
hindurch mit einem auf der anderen Seite des Abtriebsrads auf das Hammerohr aufgeschobenen
Koppelring fest verbunden, der an den Schaltknopf so angekoppelt ist, daß eine Schaltknopfumschaltung
eine axiale Verschiebung des Schaltrings bewirkt. Durch diese konstruktive Gestaltung
wird das Schaltwerk am Hammerrohr unter dem Abtriebsrad des Getriebes plaziert, so
daß das Eckenmaß des Bohrhammers ausschließlich von dem Außendurchmesser des durch
das üblicherweise als Tellerrad ausgeführten Abtriebsrads bestimmt und dadurch minimiert
wird.
[0006] Die Verbindung zum vorzugsweise aus Kunststoff hergestellten Koppelring wird gemäß
einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung über zwei Kragarme realisiert, die
einstückig mit dem Koppelring axial von diesem abstehen und den Schaltring in nahe
ihren Enden angeordneten Ausnehmungen aufnehmen. Durch Zusammendrücken der beiden
elastisch nach außen vorgespannten Kragarme kann der Schaltring leicht montiert werden.
Das Umfangsspiel der Kragarme ist dabei größer gehalten als das des Schaltrings auf
dem Hammerrohr, so saß die Kragarme kein Drehmoment übertragen müssen.
[0007] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Koppelring über eine
Schaltgabel, die mit einer Nase in einer Ringnut im Koppelring geführt ist, an dem
Schaltknopf angekoppelt, wobei die Kopplung über eine an der Schaltgabel gehaltene
Synchronisationsfeder und einen an dem Schaltknopf angeordneten Exzenterzapfen vorgenommen
ist, an dem die Schenkel der Schaltgabel an diametralen Stellen kraftschlüssig anliegen.
Die große Synchronisationsfeder erlaubt ein leichtgängiges und sicheres Umschalten
des Betriebsartenumschalters. Die Schaltgabel und der Koppelring können kostengünstig
aus Kunststoff gefertigt werden. Die Größe des Schaltknopfs erleichtert die Bedienung
und erlaubt auch eine Handhabung mit Arbeitshandschuhen.
[0008] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist dem Schaltknopf eine
weitere Einstellposition für die Betriebsrat "Bohren" zugeordnet, in der bei rotierendem
Hammerrohr das Schlagwerk von seinem Antrieb abgekoppelt ist. Diese Abkopplung wird
nicht durch die axiale Verschiebung des Schaltrings auf dem Hammerrohr, sondern durch
eine hierzu rechtwinklig ausgerichtete Verschiebung eines Schaltwerkteils bewirkt,
das eine in der Antriebskette des Schlagwerks angeordnete Kupplung trennt. Hierzu
ist am Schaltknopf, vorzugsweise auf dessen Unterseite, eine über einen Drehwinkel
sich erstreckende Schaltrampe ausgebildet, die in Richtung der Drehachse des Schaltknopfs
ansteigt. Das Schaltwerkteil ist vorteilhafterweise als axial verschieblicher Trennschieber
ausgebildet, der kraftschlüssig einerseits an der Schaltrampe und andererseits an
einem verschieblichen Kupplungsteil der Kupplung anliegt, durch dessen axiales Verschieben
gegen die Kraft einer Kupplungsfeder die Kupplung gelöst werden kann. Die geringe
Federkraft der Kupplungsfeder und einer an dem Trennschieber zum kraftschlüssigen
Anlegen an die Schaltrampe vorgesehene Feder erlaubt ein leichtgängiges und trotzdem
sicheres Umschalten des Betriebsartenumschalters.
Zeichnung
[0009] Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ausschnittweise einen Längsschnitt eines Bohrhammers mit einem Betriebsartenumschalter,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung eines Schaltglieds des Betriebsartenumschalters in
Fig. 1,
- Fig. 3
- das teilweise von einem Hammerrohr des Bohrhammers in Fig. 1 abgezogene Schaltglied
gemäß Fig. 2 in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 4
- eine Draufsicht eines Schaltknopfs des Betriebsartenumschalters in Fig. 1,
- Fig. 5 bis 8
- eine Draufsicht eines Schaltknopf-Unterteils und einer angekoppelten Schaltgabel des
Betriebsartenumschalters in Fig. 1 in vier verschiedenen Einstellpositionen des Schaltknopfs,
- Fig. 9
- eine Abwicklung des Schaltknopf-Unterteils mit Schaltrampe zur Betätigung eines vertikalen
Trennschiebers des Betriebsartenumschalters in Fig. 1.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0010] Der in Fig. 1 ausschnittweise mit seinem hinteren Bereich im Längsschnitt dargestellte
Bohrhammer weist ein Gehäuse 10 mit einer Gehäuseöffnung 11 auf, die von einem Gehäusedeckel
12 verschlossen ist. An seinem in Fig. 1 nicht dargestellten linken Ende steht aus
dem Gehäuse 10 ein Werkzeughalter zur begrenzt axial verschieblichen Aufnahme eines
Werkzeugs vor. Der Werkzeughalter ist mit einem im Gehäuse 10 drehbar gelagerten Hammerrohr
13 drehfest verbunden. Im Hammerrohr 13 ist ein Luftpolster-Schlagwerk 14 mit einem
im Hammerrohr 13 axial verschiebbaren Kolben 15 angeordnet, der mittels eines in einer
Antriebskette zwischen einem Elektromotor 27 und dem Kolben 15 liegenden Kurbeltriebs
16 in eine hin- und hergehenden Hubbewegung versetzt werden kann. Zu dem Luftpolster-Schlagwerk
14 gehört ferner noch ein von dem Kolben 15 angetriebener Schläger, der über einen
Döpper auf das Ende des im Werkzeughalter aufgenommenen Werkzeugs wirkt. Insoweit
stimmt der hier beschriebene Bohrhammer mit dem in der
DE 38 26 213 A1 beschriebenen Bohrhammer überein, wobei die dortige Anordnung und Ausbildung von
Werkzeughalter, Hammerrohr 13 und Luftpolster-Schlagwerk 14 mit Kolben 15 auch auf
den hier beschriebenen Bohrhammer zutrifft.
[0011] Der Kurbeltrieb 16 umfaßt ein Kurbelrad 18 mit einem angeformten Lagerstutzen 181
und einem exzentrisch zur Drehachse angeordneten Kurbelzapfen 19, auf dem eine Schubstange
20 drehbeweglich sitzt ,die ihrerseits mit dem Kolben 15 des Luftpolster-Schlagwerks
14 schwenkbeweglich verbunden ist. Das Kurbelrad 18 ist mit seinem Lagerstutzen 181
auf einer gehäusefesten Achse 17 drehend gelagert. Auf dem Lagerstutzen 181 ist drehbar
und axial verschiebbar ein Zahnrad 21 mit Außenverzahnung 22 angeordnet. Zwischen
dem Kurbelrad 18 und dem Zahnrad 21 stützt sich eine als Schraubendruckfeder ausgebildete
Kupplungsfeder 23 ab, die das Zahnrad 21 stirnseitig gegen eine später noch im einzelnen
beschriebenen Trennschieber 24 drückt. In dieser in Fig. 1 gezeigten Verschiebestellung
des Zahnrads 21 ist über eine Verzahnung 25 zwischen Zahnrad 21 und Lagerstutzen 181
des Kurbelrads 18 eine drehfeste Verbindung zwischen Kurbelrad 18 und Zahnrad 21 hergestellt,
die durch Verschieben des Zahnrads 21 in Fig. 1 nach oben aufgehoben werden kann.
In der Antriebskette ist damit eine Kupplung angeordnet, deren einer Kupplungsteil
von dem Kurbelrad 18 mit Lagerstutzen 181 und dessen anderer, durch den Trennhebel
24 betätigbarer Kupplungsteil von dem Zahnrad 21 gebildet ist. Die Kupplung wird von
der Kupplungsfeder 23 geschlossen gehalten. Das Zahnrad 21 kämmt mit seiner Außenverzahnung
22 in einem auf einer Abtriebswelle 26 des Elektromotors 27 ausgebildeten Antriebsritzel
28. Anzumerken bleibt, daß in Fig. 1 der Kurbeltrieb 16 in einer Position dargestellt
ist, in der der Kolben 15 seine vordere, in Fig. 1 linke Totpunktlage einnimmt. Aus
Gründen der Übersichtlichkeit in der zeichnerischen Darstellung ist dabei der Kolben
15 allerdings stärker nach links verlagert als es den tatsächlichen Verhältnissen
entspricht.
[0012] Das im Gehäuse 10 drehbar gelagerte Hammerohr 13 wird von dem Elektromotor 27 über
ein Zahnradgetriebe 30 in Rotation versetzt, so daß das in dem Werkzeughalter begrenzt
axial verschieblich und undrehbar aufgenommene Werkzeug ebenfalls rotiert. Das Zahnradgetriebe
30 umfaßt ein auf dem Hammerrohr 13 sitzendes Tellerrad 31, das axial verschieblich
und drehbar auf dem Hammerrohr 13 gehalten ist, ein mit Verzahnung des Tellerrads
31 kämmendes Kegelrad 32 und ein mit dem Kegelrad 32 drehfest verbundenes Zahnrad
33 mit Außenverzahnung 34. Kegelrad 32 und Zahnrad 33 sind drehbar im Gehäuse 10 gehalten,
und die Außenverzahnung 34 kämmt mit dem Antriebsritzel 28 auf der Abtriebswelle 26
des Elektromotors 27.
[0013] Der so beschriebene Bohrhammer läßt sich in drei Betriebsarten einsetzen. In der
Betriebsart "Schlagbohren" wird durch den eingeschalteten Elektromotor 27 sowohl das
Hammerrohr 13 in Rotation versetzt, als auch das Luftpolster-Schlagwerk 14 aktiviert,
wozu die Kupplung in der Antriebskette des Luftpolster-Schlagwerks 14 (wie in Fig.
1 dargestellt) geschlossen ist und das Tellerrad 31 drehfest mit dem Hammerrohr 13
verbunden ist. In der Betriebsart "Meißeln" ist lediglich das Luftpolster-Schlagwerk
14 aktiviert, wozu die Kupplung in der Antriebskette des Luftpolster-Schlagwerks 14
geschlossen und das Tellerrad 31 vom Hammerrohr 13 abgekoppelt ist. In der Betriebsart
"Bohren" ist das Luftpolster-Schlagwerk 14 stillgesetzt und das Hammerrohr 13 in Rotation
versetzt, wozu die Kupplung in der Antriebskette des Luftpolster-Schlagwerks 14 geöffnet
und das Tellerrad 31 drehfest mit dem Hammerrohr 13 verbunden ist.
[0014] Zur Einstellung dieser drei verschiedenen Betriebsarten des Bohrhammers dient ein
Betriebsartenumschalter 35, der einen einzigen, manuell bedienbaren Schaltknopf 36
und ein stabil und kompakt ausgeführtes Schaltwerk 37 umfaßt. Der Schaltknopf 36 liegt
geschützt und benutzerfreundlich im Gehäusedeckel 12.
[0015] Er weist einen Schaltknopf-Unterteil 38 und eine Schaltknopf-Kappe 39 auf, die einen
am Gehäusedeckel 12 ausgeformten Bund 121 übergreift. Der Schaltknopf-Unterteil 38
ist in einer von dem Bund 21 umschlossenen, gestuften Bohrung eingesetzt und an der
Unterseite der Schaltknopf-Kappe 39 befestigt. Der Schaltknopf-Unterteil 38 besitzt
einen Exzenterzapfen 40, der rechtwinklig von der Unterseite des Schaltknopf-Unterteils
38 absteht, und eine Schaltrampe 41, die an der Unterseite des Schaltknopf-Unterteils
38 angeordnet ist, sich in Umfangsrichtung des Schaltknopfs-Unterteils 38 erstreckt
und dabei in Richtung der Drehachse des Schaltknopfs 36, in Fig. 1 also nach unten,
ansteigt.
[0016] Zu dem Schaltwerk 37 gehört ferner der bereits erwähnte Trennschieber 24, der im
Gehäuse 10 vertikal verschieblich geführt ist und mit einem abgebogenen Schieberende
241 an der Unterseite des Schaltknopf-Unterteils 38 bzw. an der Schaltrampe 41 anliegt
und mit seinem anderen umgebogenen Schieberende 242 das den verschieblichen Kupplungsteil
der Kupplung in der Antriebskette des Luftpolster-Schlagwerks 14 bildende Zahnrad
21 stirnseitig übergreift. Das obere Schieberende 241 wird von einer in Fig. 1 nur
schematisch angedeuteten Feder 42 an die Unterseite des Schaltknopf-Unterteils 38
bzw. an die Schaltrampe 41 angedrückt, wobei die Federkraft der Feder 42 größer bemessen
ist als die Federkraft der Kupplungsfeder 23, so daß in demjenigen Drehbereich des
Schaltknopf-Unterteils 38 , in dem das obere Schieberende 241 die Schaltrampe 41 verläßt,
über die Feder 42 und das untere Hebelende 242 das Zahnrad 21 unter Spannen der Kupplungsfeder
23 in Fig. 1 nach oben soweit verschoben wird, daß die Verzahnung 25 zwischen Kurbelrad
18 und Zahnrad 21 aufgehoben ist, die Kupplung in der Antriebskette des Luftpolster-Schlagwerks
14 also geöffnet und das Schlagwerk 14 abgeschaltet ist. Wie in der in Fig. 9 dargestellten
Abwicklung der Schaltrampe 41 verdeutlicht ist, erstreckt sich die Schaltrampe über
ca. 270° Umfangswinkel des Schaltknopf-Unterteils 38, so daß nur in einem Drehbereich
von ca. 90° des Schaltknopfes 36 der Trennschieber 24 zur Verschiebung durch die Feder
42 freigegeben ist.
[0017] Zu dem Schaltwerk 37 gehört weiterhin ein auf das Hammerrohr 13 aufgeschobenes Schaltglied
43, das in Fig. 2 und 3 perspektivisch dargestellt ist, sowie eine das Schaltglied
43 an den Schaltknopf 36 anbindende Schaltgabel 44. Das Schaltglied 43 ist zusammengesetzt
aus einem Koppelring 45 aus Kunststoff, von dem zwei mit dem Koppelring 45 einstückige,
diametral angeordnete Kragarme 46 axial abstehen. Die Kragarme 46 sind an ihrem ringfernen,
freien Ende jeweils mit einer Ausnehmung 47 versehen und sind in Radialrichtung des
Koppelrings 45 nach außen vorgespannt. Durch Zusammendrücken der beiden Kragarme 46
läßt sich in die Ausnehmungen 47 ein Schaltring 48 einsetzen, der vorzugsweise aus
Metall gefertigt wird. Der Schaltring 48 trägt auf seiner dem Hammerrohr 13 zugekehrten
Innenseite zwei diametral angeordnete, radial vorstehende Führungsnocken 49, die in
entsprechenden Führungsnuten 50, die auf der Außenseite des Hammerrohr 13 eingearbeitet
sind, einliegen. In dem Hammerrohr 13 sind noch zwei weitere Führungsnuten 50 eingearbeitet,
die jeweils einen der beiden Kragarme 46 aufnehmen. Vorzugsweise sind die Abmessungen
der Kragarme 46 und der Führungsnocken 49 gleich gemacht, so daß die insgesamt vier
Führungsnuten 50 gleich ausgebildet werden können. Auf seiner vom Hammerrohr 13 abgekehrten
Außenseite trägt der Schaltring 45 eine Mehrzahl von äquidistant angeordneten, radial
abstehenden Verriegelungsnocken 51, die so ausgebildet sind, daß sie in korrespondierende
Axialausnehmungen 52 an der dem Hammerrohr 13 zugekehrten Unterseite des Tellerrads
31 axial eingeschoben werden können. Den Einschiebeöffnungen der Axialausnehmungen
52 im Tellerrad 31 gegenüberliegend ist ein gehäusefestes Rastteil 53 angeordnet,
dessen Rastzähne so ausgebildet sind, daß die Verriegelungsnocken 51 in das Rastteil
53 axial eingeschoben werden können und in Drehrichtung formschlüssig einliegen. Das
Rastteil 53 ist in einem solchen Axialabstand von den Axialausnehmungen 52 im Tellerrad
31 angeordnet, daß nach Ausschieben des Schaltrings 48 aus dem Tellerrad 31 der Schaltring
48 noch eine Stellung einzunehmen vermag, in dem seine Verriegelungsnocken 51 noch
nicht in das Rastteil 53 eingreifen. In dieser sog. Neutral- oder Nullstellung des
Schaltrings 48 ist das Hammerrohr 13 weder an das Tellerrad 31 noch an das gehäusefeste
Rastteil 53 angekoppelt, so daß das Hammerrohr 13 frei drehen kann. Der Koppelring
45 weist einen Einstich oder eine Ringnut 54 auf, in die eine radial ausgerichtete
Nase 45 der Schaltgabel 44 eingreift.
[0018] Die in Fig. 1 im Schnitt und in den Fig. 5 - 8 in Draufsicht zu sehende flache Schaltgabel
44, die vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt ist, erstreckt sich mit ihrem die Nase
tragenden, freien Ende über das Hammerrohr 13 bis zur Ringnut 54 im Koppelring 45,
ist am Ende des Hammerrohrs 13 abgekröpft und verläuft unterhalb des Schaltknopf-Unterteils
38. Die Ankopplung der Schaltgabel 44 an den Schaltknopf 36 erfolgt über eine Synchronisationsfeder
56 und dem Exzenterzapfen 40 am Schaltknopf-Unterteil 38. Die Synchronisationsfeder
56 ist als Schraubenfeder mit rechtwinklig zur Federachse abgebogenen, langen Schenkeln
561, 562 ausgebildet, die auf einem von der Schaltgabel 44 rechtwinklig nach oben
abstehenden Bolzen 57 aufgeschoben ist und mit ihren beiden langen Schenkeln 561 und
562 kraftschlüssig an diametralen Stellen des Exzenterzapfens 40 anliegt, die in Verschieberichtung
der Schaltgabel 44 in etwa miteinander fluchten (Fig. 5 - 8). Der Exzenterzapfen 40
ist an dem Schaltknopf-Unterteil 38 um einen Winkel α gegenüber der Längsachse der
Schaltgabel 44 so angeordnet, daß sich beim Drehen des Schaltknopfs 36 um jeweils
90° vier Schwenkstellungen des Exzenterzapfens 40 ergeben, die in Verschieberichtung
der Schaltgabel 44 gesehen jeweils um einen Abstand von a/2 voneinander versetzt sind,
wie dies in Fig. 5 eingezeichnet ist. Der Gesamtverschiebeweg der Schaltgabel 44 beträgt
a, wonach die Schaltgabel 44 an einem gehäusefesten Anschlag 59 anliegt. In der Darstellung
der Fig. 5 - 8 ist noch das obere Schieberende 241 des Trennschiebers 24 zu sehen,
das über die Unterseite des Schaltknopf-Unterteils 38 hinweggreift und über nahezu
270° Umfangswinkel auf der Schaltrampe 41 aufliegt.
[0019] In Fig. 4 ist die Schaltknopf-Kappe 39 in Draufsicht dargestellt. Sie weist einen
Griffsteg 58 auf, an dem eine Markierungsspitze 581 ausgebildet ist. Die Markierungsspitze
581 zeigt die Einstellposition des Schaltknopfes 36 an und damit die vom Betriebsartenumschalter
35 eingestellt Betriebsart "Meißeln" M, "Schlagbohren" S und "Bohren" B. Außerdem
ist noch eine "Neutral- oder Nullstellung" 0 vorgesehen, in welcher nur das Luftpolster-Schlagwerk
14, aber nicht der Rotationsantrieb für das Hammerrohr 13 wirksam ist und das Hammerrohr
13 frei und willkürlich im Gehäuse 10 zu drehen vermag.
[0020] Die Funktionsweise des Betriebsartenumschalters 35 ist wie folgt:
[0021] Ist - wie dies in Fig. 4 dargestellt ist - der Schaltknopf 36 so eingestellt, daß
die Markierungsspitze 581 auf die Position M weist, so ist - wie dies in Fig. 5 dargestellt
ist - die Schaltgabel 44 am weitesten in Fig. 1 nach links um den maximalen Verschiebeweg
a verschoben. Entsprechend wird von der Schaltgabel 44 das Schaltglied 43 maximal
nach links verschoben, wodurch der Schaltring 48 mit seinen Verriegelungsnocken 51
in das gehäusefeste Rastteil 53 eingedrungen ist. Durch die über die Führungsnocken
49, Kragarme 46 und Führungsnuten 50 erhaltene drehfeste Anbindung des Schaltrings
48 an das Hammerrohr 13 ist das Hammerrohr 13 drehfest am Gehäuse 10 festgelegt, und
es besteht keine Verbindung zwischen dem Hammerrohr 13 und dem Tellerrad 31. Bei Einschalten
des Elektromotors 27 wird sowohl über das Zahnradgetriebe 30 das freidrehende Tellerrad
31 als auch das Luftpolster-Schlagwerk 14 angetrieben, da der Trennschieber 24 mit
seinem oberen Schieberende 241 auf der Schaltrampe 41 aufliegt und - wie in Fig. 1
dargestellt - nach unten verschoben ist, so daß die Kupplungsfeder 23 die Kupplung
zwischen Kurbelrad 18 und Zahnrad 21 geschlossen hält. Da lediglich das Lüftpolster-Schlagwerk
14 aktiviert ist, wird das Werkzeug ausschließlich von dem Luftpolster-Schlagwerk
14 in einer axialen Schlagbewegung angetrieben.
[0022] Wird der Schaltknopf 36 aus der Position M in die Position 0 um 90° in Fig. 4 entgegen
Uhrzeigersinn gedreht, so wird - wie dies in Fig. 6 dargestellt ist - über den Exzenterzapfen
40 und die Synchronisationsfeder 56 die Schaltgabel 44 um den Verschiebeweg a/2 in
Fig. 1 nach rechts verschoben. Über den Koppelring 45 wird das Schaltglied 43 in Fig.
1 nach rechts um den gleichen Verschiebeweg verschoben, wodurch die Verriegelungsnocken
51 am Schaltring 48 aus dem Rastteil 53 austreten und der Schaltring 48 - wie in Fig.
1 dargestellt ist - eine mittlere Position zwischen Rastteil 53 und Tellerrad 21 einnimmt.
Das Hammerrohr 13 ist dabei zur freien Drehbewegung freigegeben, wird aber nicht vom
Elektromotor 27 in Rotation versetzt. Das Luftpolster-Schlagwerk 14 bleibt aktiviert,
da der Trennschieber 24 auch in dieser Drehstellung des Schaltknopfs 36 durch die
Schaltrampe 41 in der in Fig. 1 dargestellten Lage gehalten wird.
[0023] Wird der Schaltknopf 36 in die Schaltknopfposition SB verdreht so wird die Schaltgabel
44 wiederum um den Verschiebeweg a/2 in Fig. 1 nach rechts verschoben und stößt nach
der Hälfte des Schwenkwegs des Exzenterzapfens 40 an dem gehäusefesten Anschlag 59
an. Der sich weiter verschiebende Exzenterzapfen 40 lenkt den Federschenkel 561 der
Synchronisationsfeder 56 aus (Fig. 7). Die sich um a/2 verschiebende Schaltgabel 44
verschiebt den Schaltring 48 in Fig. 1 soweit nach rechts, daß sich die Verriegelungsnocken
51 in die Axialausnehmungen 52 im Tellerrad 31 formschlüssig einschieben und damit
das Hammerrohr 13 drehfest an das Tellerrad 31 anbinden. Der Elektromotor 27 versetzt
nunmehr das Hammerrohr 13 und damit den Werkzeughalter und das im Werkzeughalter drehfest
aufgenommen Werkzeug in Rotation. Das Luftpolster-Schlagwerk 14 bleibt nach wie vor
aktiviert, da das obere Schieberende 241 des Trennschiebers 24 die Schaltrampe 41
noch nicht verlassen hat (vgl. Position SB in Fig. 9).
[0024] Wird nunmehr der Schaltknopf 36 nochmals um 90° in die Einstellposition B weitergedreht,
so verlagert sich der Exzenterzapfen 40 um den Schwenkweg a/2 wieder zurück. Da aber
zuvor der Exzenterzapfen 40 in der Einstellposition SB bei einem Verschiebeweg der
Schaltgabel 44 um a/2 sich unter Auslenkung des Federschenkels 561 um den Schwenkweg
a verlagert hat (Fig. 7) wird durch diese Rückverlagerung des Exzenterzapfen 40 eine
Verschiebung der Schaltgabel 44 nicht bewirkt (Fig. 8). Der Schaltring 48 behält daher
seine Eingriffstellung im Tellerrad 31 bei. Infolge der Drehung des Schaltknopf-Unterteils
38 um diese weiteren 90° hat sich die Schaltrampe 41 aus dem Bereich des oberen Hebelendes
241 des Trennschiebers 24 herausgeschoben, so daß der Trennschieber 24 durch die Feder
42 in Fig. 1 nach oben zur Anlage an den schaltrampenfreien Bereich des Schaltknopf-Unterteils
38 verschoben wird und dabei sein unteres Hebelende 242 das Zahnrad 21 unter Zusammendrücken
der Kupplungsfeder 23 nach oben verschiebt, so daß die Außenverzahnung zwischen Zahnrad
21 und Lagerstutzen 181 des Kurbelrads 18 außer Eingriff gelangt und damit die Kupplung
in der Antriebskette des Luftpolster-Schlagwerks 14 gelöst ist. Damit ist das Luftpolster-Schlagwerk
14 von dem Elektromotor 27 abgekoppelt und ausschließlich das Hammerrohr 13 von dem
Elektromotor 27 in Rotation versetzt. Mit dem drehfest im Werkzeughalter gehaltenen
Werkzeug können nunmehr reine Bohrarbeiten ausgeführt werden.
[0025] Selbstverständlich ist es möglich, den Schaltknopf 36 aus einer Einstellposition
M in entgegengesetzte Drehrichtung direkt in die Einstellposition B zu drehen und
dann von dieser aus weiter nacheinander in die Einstellposition SB und 0. An der Wirkungsweise
des Schaltwerks 37 ändert sich dadurch nichts.
1. Bohrhammer mit einem in einem Gehäuse (10) drehbar gelagerten Hammerrohr (13), das
über ein auf dem Hammerrohr (13) sitzenden Abtriebsrad (31) eines Getriebes (30) rotatorisch
antreibbar ist, mit einem im Hammerrohr (13) angeordneten Schlagwerk (14), das einen
zu einer hin- und hergehenden Hubbewegung antreibbaren Kolben (15) aufweist, und mit
einem Betriebsartenumschalter (35) für die Betriebsarten "Schlagbohren" und "Meißeln",
der einen manuell betätigbaren Schaltknopf (36) und ein mit dem Schaltknopf (36) verbundenes
Schaltwerk (37) aufweist, das das Hammerrohr (13) in der Einstellposition des Schaltknopfs
(36) "Schlagbohren" an das Abtriebsrad (31) ankuppelt und in der Einstellposition
"Meißeln" undrehbar im Gehäuse (10) festlegt, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltwerk (37) einen auf dem Hammerrohr (13) drehfest und axial verschiebbar
fixierten Schaltring (48) aufweist, der auf seiner vom Hammerrohr (13) abgekehrten
Außenseite mindestens einen radial abstehenden Verriegelungsnocken (51) trägt, der
zum in Umfangsrichtung formschlüssigen Einschieben einerseits in mindestens eine antriebsradfeste
Axialausnehmung (52) und andererseits in eine gehäusefeste Axialverzahnung (53) ausgebildet
ist.
2. Bohrhammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur drehfesten und axialverschieblichen Fixierung des Schaltrings (48) auf dem Hammerrohr
(13) der Schaltring (48) auf seiner dem Hammerrohr (13) zugekehrten Innenseite mindestens
einen radial abstehenden Führungsnocken (49), vorzugsweise zwei diametral angeordnete
Führungsnocken (49), trägt und das Hammerrohr (13) auf seiner dem Schaltring (48)
zugekehrten Außenseite mindestens eine axiale Führungsnut (50), vorzugsweise zwei
diametral angeordnete Führungsnuten, aufweist, in der der Führungsnocken (49) in Umfangsrichtung
formschlüssig einliegt.
3. Bohrhammer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltring (48) auf der von dem Schaltknopf (36) abgekehrten Seite des Abtriebsrads
(31) liegt und unter dem Antriebsrad (31) hindurch mit einem auf der anderen Seite
des Abtriebsrads (31) auf dem Hammerrohr (13) aufgeschobenen Koppelring (45) verbunden
ist, der an dem Schaltknopf (36) so angekoppelt ist, daß eine Schaltknopfumschaltung
eine axiale Verschiebung des Schaltrings (48) bewirkt.
4. Bohrhammer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen Schaltring (48) und Koppelring (45) mittels mindestens zweier
vom Koppelring (45) axial abstehender Kragarme (46) hergestellt ist.
5. Bohrhammer nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kragarme (46) einstückig an dem Koppelring (45) angeformt sind und daß der Schaltring
(48) in Ausnehmungen (47) aufgenommen ist, die nahe dem koppelringfernen Ende der
Kragarme (46) in die vom Hammerrohr (13) abgekehrte Außenseite der Kragarme (46) eingeformt
sind.
6. Bohrhammer nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kragarme (46) axial verschieblich und in Umfangsrichtung des Hammerrohrs (13)
formschlüssig in Axialnuten (50) im Hammerrohr (13) aufgenommen sind.
7. Bohrhammer nach einem der Ansprüche 3-6, dadurch gekennzeichnet, daß in die Außenseite des Koppelrings (45) eine Ringnut (54) eingearbeitet ist, in der
eine radial ausgerichtete Nase (55) einer mit dem Schaltknopf (36) gekoppelten Schaltgabel
(44) gleitend geführt ist.
8. Bohrhammer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltknopf (36) um eine Drehachse drehbar im Gehäuse (10) festgelegt ist und
die Schaltgabel (44) über eine Synchronisationsfeder (56) an einem vom Schaltknopf
(36) abstehenden, im Radialabstand zur Drehachse angeordneten Exzenterzapfen (40)
angekoppelt ist.
9. Bohrhammer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Synchronisationsfeder (56) eine Schraubenfeder mit rechtwinklig zur Federachse
abgebogenen, langen Schenkeln (561, 562) ist und daß die Schenkelfeder (56) auf einem
an der Schaltgabel (44) ausgebildeten Bolzen (57) aufgenommen ist und mit ihren beiden
Schenkeln (561, 562) an in Verschieberichtung der Schaltgabel (44) voneinander abgekehrten
diametralen Stellen des Exzenterzapfens (40) kraftschlüssig anliegt.
10. Bohrhammer nach einem der Ansprüche 1 - 9, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schaltknopf (36) eine Einstellposition zugeordnet ist, in der eine solche Verschiebestellung
des Schaltrings (48) des Schaltwerks (37) eingestellt ist, daß der Schaltring (48)
weder im drehfesten Eingriff mit dem Abtriebsrad (31) noch im drehfesten Eingriff
mit dem Gehäuse (10) ist.
11. Bohrhammer nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltknopf (36) eine Einstellposition für die Betriebsart "Bohren aufweist,
in der das Schlagwerk (14) abgekoppelt ist und daß die Abkopplung des Schlagwerks
(14) durch eine vom Schaltknopf (36) ausgelöste, zur Verschiebebewegung des Schaltrings
(48) auf dem Hammerrohr (13) rechtwinklige Verschiebebewegung eines Schaltwerkteils
(37) herbeigeführt ist.
12. Bohrhammer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß in der Antriebskette für das Schlagwerk (14) eine Kupplung mit zwei durch eine Kupplungsfeder
(23) miteinander in Eingriff gehaltenen Kupplungsteilen angeordnet ist, von denen
das eine Kupplungsteil gegen die Kraft der Kupplungsfeder (23) von dem über den Schaltknopf
(36) betätigten Schaltwerkteil verschiebbar ausgebildet ist.
13. Bohrhammer nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß am Schaltknopf (36) eine Schaltrampe (41) ausgebildet ist, die in Drehrichtung des
Schaltknopfs (36) rechtwinklig zur Unterseite des Schaltknopfs (36) ansteigt und daß
das Schaltwerkteil ein axial verschieblich geführter Trennschieber (24) ist, der kraftschlüssig
einerseits an der Schaltrampe (41) und andererseits an dem verschiebbaren Kupplungsteil
anliegt.
14. Bohrhammer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftschluß zwischen Trennschieber (24) und Kupplungsteil einerseits und Trennschieber
(24) und Schaltrampe (41) andererseits durch eine am Trennschieber (24) angreifende
Feder (42) hergestellt ist, deren Federkraft größer als die der Kupplungsfeder (23)
und der Kupplungsfederkraft entgegengerichtet ist.
15. Bohrhammer nach einem der Ansprüche 12 - 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebskette für das Schlagwerk (14) ein Kurbelrad (18) eines an dem Kolben
(15) des Schlagwerks (14) angreifenden Kurbeltriebs (16) und ein Zahnrad (21) aufweist,
das mit einem von einem Elektromotor (27) angetriebenen Antriebsritzel (28) kämmt,
daß das Kurbelrad (18) und das Zahnrad (21) die Kupplungsteile bilden, die über eine
Axialverzahnung (25) miteinander in Eingriff stehen, und daß die Kupplungsfeder (23)
als Druckfeder ausgebildet ist, die sich zwischen Kurbelrad (18) und Zahnrad (21)
axial abstützt.
1. Hammer drill comprising a hammer tube (13) which is rotatably mounted in a housing
(10) and can be rotationally driven via an output gear (31), sitting on the hammer
tube (13), of a gear unit (30), comprising a percussion mechanism (14) which is arranged
in the hammer tube (13) and has a piston (15) which can be driven with a reciprocating
stroke movement, and comprising an operating-mode changeover switch (35) for the operating
modes "percussion drilling" and "chiselling", said operating-mode changeover switch
(35) having a manually operable switch button (36) and a switch mechanism (37) which
is connected to the switch button (36) and couples the hammer tube (13) to the output
gear (31) in the setting position of the switch button (36) "percussion drilling"
and secures it in the housing (10) in a non-rotatable manner in the setting position
"chiselling", characterized in that the switch mechanism (37) has a switch ring (48) which is fixed on the hammer tube
(13) in a rotationally locked and axially displaceable manner and has on its outer
side facing away from the hammer tube (13) at least one radially projecting locking
lug (51) which is designed for sliding in a positive-locking manner in the circumferential
direction into at least one axial recess (52), fixed with respect to the drive gear,
on the one hand and into an axial tooth system (53), fixed with respect to the housing,
on the other hand.
2. Hammer drill according to Claim 1, characterized in that, to fix the switch ring (48) on the hammer tube (13) in a rotationally locked and
axially displaceable manner, the switch ring (48) has at least one radially projecting
guide lug (49), preferably two diametrically arranged guide lugs (49), on its inner
side facing the hammer tube (13), and the hammer tube (13) has at least one axial
guide groove (50), preferably two diametrically arranged guide grooves, on its outer
side facing the switch ring (48), in which guide groove (50) the guide lug (49) rests
in position in a positive-locking manner in the circumferential direction.
3. Hammer drill according to Claim 1 or 2, characterized in that the switch ring (48) lies on the side of the output gear (31) facing away from the
switch button (36) and is connected through beneath the output gear (31) to a coupling
ring (45) which is pushed into place on the hammer tube (13) on the other side of
the output gear (31) and is coupled to the switch button (36) in such a way that turning
the switch button effects an axial displacement of the switch ring (48).
4. Hammer drill according to Claim 3, characterized in that the connection between switch ring (48) and coupling ring (45) is produced by means
of at least two cantilevers (46) projecting axially from the coupling ring (45).
5. Hammer drill according to Claim 3 or 4, characterized in that the cantilevers (46) are integrally formed in one piece on the coupling ring (45),
and in that the switch ring (48) is accommodated in recesses (47) which are integrally formed
in the outer side, facing away from the hammer tube (13), of the cantilevers (46)
close to the end of the cantilevers (46) which is remote from the coupling ring.
6. Hammer drill according to Claim 4 or 5, characterized in that the cantilevers (46) are accommodated in axial grooves (50) in the hammer tube (13)
in an axially displaceable manner and in a positive-locking manner in the circumferential
direction of the hammer tube (13).
7. Hammer drill according to one of Claims 3 to 6, characterized in that an annular groove (54) is incorporated in the outer side of the coupling ring (45),
a radially oriented nose (55) of a switch fork (44) coupled to the switch button (36)
being guided in said annular groove (54) in a sliding manner.
8. Hammer drill according to Claim 7, characterized in that the switch button (36) is secured in the housing (10) in such a way as to be rotatable
about an axis of rotation, and the switch fork (44) is coupled via a synchronization
spring (56) to an eccentric pin (40) projecting from the switch button (36) and arranged
at a radial distance from the axis of rotation.
9. Hammer drill according to Claim 8, characterized in that the synchronization spring (56) is a helical spring having long legs (561, 562) bent
at right angles to the spring axis, and in that the leg spring (56) is accommodated on a stud (57) formed on the switch fork (44)
and bears frictionally with its two legs (561, 562) against diametrical points of
the eccentric pin (40) facing away from one another in the displacement direction
of the switch fork (44).
10. Hammer drill according to one of Claims 1 to 9, characterized in that assigned to the switch button (36) is a setting position in which such a displacement
position of the switch ring (48) of the switch mechanism (37) is set that the switch
ring (48) is neither in rotationally locked engagement with the output gear (31) nor
in rotationally locked engagement with the housing (10).
11. Hammer drill according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the switch button (36) has a setting position for the operating mode "drilling",
in which the percussion mechanism (14) is uncoupled, and in that the percussion mechanism (14) is uncoupled by a displacement movement of a switch
mechanism part (37) which is initiated by the switch button (36) and is at right angles
to the displacement movement of the switch ring (48) on the hammer tube (13).
12. Hammer drill according to Claim 11, characterized in that a clutch having two clutch parts held in engagement with one another by a clutch
spring (23) is arranged in the drive chain for the percussion mechanism (14), of which
clutch parts the one clutch part is designed to be displaceable against the force
of the clutch spring (23) by the switch mechanism part actuated via the switch button
(36).
13. Hammer drill according to Claim 12, characterized in that a switch ramp (41) is formed on the switch button (36), said switch ramp (41) rising
in the direction of rotation of the switch button (36) at right angles to the underside
of the switch button (36), and in that the switch mechanism part has a separating slide (24) which is guided in an axially
displaceable manner and which bears frictionally against the switch ramp (41) on the
one hand and the displaceable clutch part on the other hand.
14. Hammer drill according to Claim 13, characterized in that the friction grip between separating slide (24) and clutch part on the one hand and
separating slide (24) and switch ramp (41) on the other hand is produced by a spring
(42) which acts on the separating slide (24) and whose spring force is greater than
that of the clutch spring (23) and is opposed to the clutch spring force.
15. Hammer drill according to one of Claims 12 to 14, characterized in that the drive chain for the percussion mechanism (14) has a crank wheel (18) of a crank
drive (16), acting on the piston (15) of the percussion mechanism (14), and a gear
(21) which meshes with a drive pinion (28) driven by an electric motor (27), in that the crank wheel (18) and the gear (21) form the clutch parts, which are in engagement
with one another via an axial tooth system (25), and in that the clutch spring (23) is designed as a compression spring which is supported axially
between crank wheel (18) and gear (21).
1. Marteau perforateur comportant un tube de marteau (13) logé tournant dans un boîtier
(10) et entraîné en rotation par une roue menée (31) d'un engrenage (30) située sur
le tube de marteau (13), un mécanisme de percussion (14) dans le tube de marteau (13)
qui présente un piston (15) pouvant être entraîné dans un mouvement linéaire de va-et-vient,
et un sélecteur de fonctions (35) pour les fonctions « perforer par percussion » et
« buriner » qui présente un bouton de commutation (36) pouvant être actionné manuellement
et un mécanisme de commutation (37) relié au bouton de commutation (36) qui accouple
le tube de marteau (13) à la roue menée (31) dans la position de réglage du bouton
de commutation (36) « perforer par percussion » et le fixe dans le boîtier (10) de
façon non pivotante dans la position de réglage « buriner »,
caractérisé en ce que
le mécanisme de commutation (37) présente une bague de commutation (48) fixée sur
le tube de marteau (13) de façon à résister à la rotation et de façon à pouvoir être
déplacée axialement, et qui porte sur sa face externe détournée du tube de marteau
(13) au moins une came de verrouillage radialement distante (51) formée d'une part
dans au moins un évidement axial (52) solidaire de la roue d'entraînement et d'autre
part dans une denture axiale (53) solidaire du boîtier permettant une insertion par
complémentarité de forme dans la direction périphérique.
2. Marteau perforateur selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la bague de commutation (48) porte sur sa face interne tournée vers le tube de marteau
(13) au moins une came de guidage (49) écartée radialement et permettant de fixer
la bague de commutation (48) sur le tube de marteau (13) de façon à résister à la
rotation et mobile axialement, de préférence deux cames de guidage (49) diamétralement
opposées et le tube de marteau (13) présente sur sa face externe tournée vers la bague
de commutation (48) au moins une rainure de guidage axial (50), de préférence deux
rainures de guidage diamétralement opposées, dans lesquelles la came de guidage (49)
est insérée par complémentarité de forme dans une direction périphérique.
3. Marteau perforateur selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la bague de commutation (48) est sur la face de la roue menée (31) détournée du bouton
de commutation (36), et reliée sous la roue motrice (31) à une bague d'accouplement
(45) poussée sur le tube de marteau (13) de l'autre côté de la roue menée (31), cette
bague étant accouplée au bouton de commutation (36) de sorte qu'une commutation du
bouton de commutation provoque un déplacement axial de la bague de commutation (48).
4. Marteau perforateur selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
la liaison entre la bague de commutation (48) et la bague d'accouplement (45) est
établie à l'aide d'au moins deux bras en porte-à-faux (46) axialement écartée de la
bague d'accouplement (45).
5. Marteau perforateur selon la revendication 3 ou 4,
caractérisé en ce que
les bras en porte-à-faux (46) sont moulés d'une seule pièce sur la bague d'accouplement
(45) et la bague de commutation (48) est logée dans des évidements (47) moulés dans
la face externe des bras en porte-à-faux détournée du tube de marteau (13) à proximité
de l'extrémité éloignée de la bague d'accouplement des bras en porte-à-faux (46).
6. Marteau perforateur selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que
les bras en porte-à-faux (46) sont logés par complémentarité de forme dans des rainures
axiales (50) dans le tube de marteau (13), mobiles axialement et dans la direction
périphérique du tube de marteau (13).
7. Marteau perforateur selon l'une quelconque des revendications 3 à 6,
caractérisé en ce que
la face externe de la bague d'accouplement (45), comporte une rainure annulaire (54)
dans laquelle un ergot (55) aligné radialement d'une fourchette de commande (44) accouplée
au bouton de commutation (36) est guidé de façon coulissante.
8. Marteau perforateur selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
le bouton de commutation (36) est fixé de façon pivotante dans le boîtier (10) autour
d'un axe de rotation et la fourchette de commande (44) est accouplée par un ressort
de synchronisation (56) à un tourillon excentrique (40) écarté du bouton de commutation
(36), dans l'intervalle radial à l'axe de rotation.
9. Marteau perforateur selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
le ressort de synchronisation (56) est un ressort hélicoïdal comportant des branches
(561, 562) longues et pliées de façon perpendiculaire à l'axe du ressort, le ressort
à branches (56) est logé sur un boulon (57) formé sur la fourchette de commande (44)
et ses deux branches (561, 562) s'appuient par liaison de force sur des emplacements
du tourillon d'excentrique (40) diamétralement opposées l'un à l'autre dans la direction
de déplacement de la fourchette de commande (44).
10. Marteau perforateur selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que
le bouton de commutation (36), à une position de réglage dans une position de déplacement
qui règle la bague de commutation (48) du mécanisme de commutation (37) telle que
la bague de commutation (48) n'est ni engagé avec la roue menée (31) de façon à résister
à la rotation, ni engagé avec le boîtier (10) de façon à résister à la rotation.
11. Marteau perforateur selon l'une quelconque des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que
le bouton de commutation (36) présente une position de réglage pour la fonction «
perforer », dans laquelle le mécanisme de percussion (14) est désaccouplé et le désaccouplement
du mécanisme de percussion (14) est provoqué par un mouvement de déplacement perpendiculaire
d'un élément du mécanisme de commutation (37) déclenché par le bouton de commutation
(36), permettant un mouvement de déplacement de la bague de commutation (48) sur le
tube de marteau (13).
12. Marteau perforateur selon la revendication 11,
caractérisé en ce qu'
un dispositif d'accouplement comportant deux parties d'accouplement maintenues en
engagement l'une avec l'autre par un ressort d'accouplement (23) est agencé dans la
chaîne de commande pour le mécanisme de percussion (14), et une partie d'accouplement
est mobile contre la force du ressort d'accouplement (23) par l'élément du mécanisme
de commutation actionné par le bouton de commutation (36).
13. Marteau perforateur selon la revendication 12,
caractérisé en ce que
le bouton de commutation (36) comporte une rampe de commutation (41) qui s'élève de
façon perpendiculaire à la face inférieure du bouton de commutation (36) dans le sens
de rotation du bouton de commutation (36), et l'élément du mécanisme de commutation
est un coulisseau de séparation (24) axialement mobile qui s'appuie de force d'une
part sur la rampe de commutation (41) et d'autre part sur la partie d'accouplement
mobile.
14. Marteau perforateur selon la revendication 13,
caractérisé en ce que
la liaison de force entre le coulisseau de séparation (24) et la partie d'accouplement
d'une part et le coulisseau de séparation (24) et la rampe de commutation (41) d'autre
part est établie par un ressort (42), s'appliquant au coulisseau de séparation (24),
dont la tension du ressort est plus grande que celle du ressort d'accouplement (23)
et est en sens inverse de la force du ressort d'accouplement.
15. Marteau perforateur selon l'une quelconque des revendications 12 à 14,
caractérisé en ce que
la chaîne de commande pour le mécanisme de percussion (14) présente une roue à manivelle
(18) d'une commande à manivelle (16) s'appliquant au piston (15) du mécanisme de percussion
(14) et une roue dentée (21), qui engrène avec un pignon de commande (28) entraîné
par un moteur électrique (27), la roue à manivelle (18) et la roue dentée (21) forment
les parties d'accouplement qui sont en engagement l'une avec l'autre par une denture
axiale (25), et le ressort d'accouplement (23) est un ressort de pression qui s'appuie
axialement entre la roue à manivelle (18) et la roue dentée (21).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente