| (19) |
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(11) |
EP 1 578 607 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.11.2010 Patentblatt 2010/45 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.12.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2003/014208 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/056569 (08.07.2004 Gazette 2004/28) |
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| (54) |
MODULARE DRUCKEINHEIT
MODULAR PRINTING UNIT
UNITE D'IMPRESSION MODULAIRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
21.12.2002 DE 10260574
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.09.2005 Patentblatt 2005/39 |
| (73) |
Patentinhaber: manroland AG |
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63075 Offenbach/Main (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- RIESCHER, Georg
08547 Jössnitz (DE)
- HAMMER, Josef
08525 Plauen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Ulrich, Thomas et al |
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manroland AG
Intellectual Property (IP) 86219 Augsburg 86219 Augsburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 101 611 DE-A- 19 833 468 US-A- 5 979 316
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WO-A-02/070259 US-A- 5 832 821 US-A- 6 085 650
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Druckeinheit zum Bedrucken von Bahnen.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist die
DE 198 33 468 A1 bekannt, die eine Druckeinheit in Modulbauweise zum Bedrucken von Bahnen aufweist.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Druckeinheit zu schaffen, welche mit möglichst
geringem baulichen Aufwand und hoher Flexibilität auskommt.
[0004] Die Aufgabe wird erfingdungsgemäß mit dem kennzeichnenden Merkmal des Patentanspruches
1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0005] Die modulare Druckeinheit besteht in vorteilhafter Weise aus drei Hauptgruppen:
- einem Rahmen, der die tragende Funktion übernimmt sowie alle Installationen und Bedienelemente
aufnimmt, alternativ kann auch ein rahmenartig ausgestaltetes Gestell verwendet werden,
- im Rahmen oder Gestell gelagerte formatunabhängige "Untereinheiten", welche die zum
Druckprozess notwendigen Hilfsbaugruppen enthalten. Beim heute üblichen Offsetverfahren
sind dies hauptsächlich Farb- und Feuchtwerke,
- mindestens eine als "Riegel" ausgestaltete Traverse, welche im Rahmen angeordnet ist
oder beidseitig mit dem Gestell verbunden ist und in denen die zum Drucken notwendigen
Hauptbaugruppen - beim Offsetdruck Platten- und Gummizylinder - gelagert sind.
Zusätzlich können Zusatzausrüstungen wie z.B. Plattenbeladesysteme oder digitale Bebilderung
(Direktbebilderung) in der Traverse gelagert sein.
[0006] Jede Traverse ist mit einer oder zwei Schwingen für die sogenannten Druckwerke ausgestattet,
um die Gummizylinder zu verschwenken.
[0007] Ein großer Vorteil dieses Systems ist die Unabhängigkeit vom Druckverfahren, so dass
Anpassungen an künftige Neuerungen durch Tausch der entsprechenden Baugruppen zu jeder
Zeit möglich sind. Auch die prinzipielle Änderung oder Anpassung an andere Druckverfahren
wie auch alle Spielarten des Offsetdrucks können abgedeckt werden. Durch die entsprechende
Anpassung der Untereinheiten und/oder der Traverse kann die Druckeinheit aus- oder
umgerüstet werden zu Anilox, wasserlosem Offsetdruck, Tiefdruck oder jedem künftig
entwickelten Druckverfahren mit dessen Voraussetzungen.
[0008] Eine als H- Druckeinheit ausgestaltete modulare Druckeinheit kann mit 1, 2, 3, 4
oder mehr Druckstellen, eine als I-Druckeinheit ausgestaltete modulare Druckeinheit
mit 1, 2 oder mehr Druckstellen ausgestattet werden. In I-Bauweise können dadurch
auch Eindruckwerke gebaut werden. Die Untereinheiten der modularen Druckeinheit sind
dazu vormontiert und werden im Rahmen angedockt.
[0009] Das Verhältnis der in der Traverse gelagerten Plattenzylinder zu Gummizylinder kann
x:x oder x:y (für y > x) betragen, vorteilhafter Weise aber 1:1, 1:2 und 2:2. Genauso
vorstellbar sind jedoch auch 2:3, 3:3 usw.
[0010] Der Wandanteil für Farb- und Feuchtwerke ist getrennt vom Wandanteil für Plattenzylinder
und Gummizylinder und wird hier "Untereinheit" genannt. Das Farbwerk kann alternativ
1, 2, 3 oder 4 und mehr Farbauftragwalzen enthalten sowie beliebig viele Reibzylinder.
Das Feuchtwerk kann alternativ 1 oder 2 Feuchtmittelübertragungswalzen enthalten sowie
beliebig viele Reibzylinder. Farb- und Feuchtwerke können auch mit einer oder mehrer
"Koppelwalzen" für indirekte Feuchtung verbunden werden.
[0011] Der Gummizylinder wird für gute Zugänglichkeit (z.B. Tausch des Gummizylinderüberzugs,
Entfernen eines Wicklers) mittels der in der Traverse angeordneten Schwinge herausgeschwenkt,
der Drehpunkt dazu liegt in vorteilhafter Weise auf Mitte Plattenzylinder. Translatorische
Bewegungen sind nicht zwingend notwendig, es besteht aber die Möglichkeit die in der
Traverse angeordneten Gegendruck-, Gummi- und Plattenzylinder in translatorischer
Richtung zueinander zu verschieben.
[0012] Die Untereinheiten sind in modularer Bauweise ausgeführt, welche in vorteilhafter
Weise identisch aufgebaut sind, wobei diese hauptsächlich Farb- und Feuchtwerke aufnehmen.
Durch den identischen Aufbau der Untereinheiten können diese in vorteilhafter Weise
mit gleichen Abmessungen ausgestaltet werden, was die Austauschbarkeit verbessert
und die Herstellungskosten minimiert.
[0013] Daraus lassen sich bei identischen Untereinheiten
- a) H-Druckeinheiten mit identischer Höhe und gegebenenfalls formatabhängig unterschiedlicher
Breite mit waagrechter Traverse sowie
- b) I-Druckeinheiten mit identischer Breite und gegebenenfalls formatabhängig unterschiedlicher
Höhe mit senkrechter Traverse
ableiten.
[0014] Durch die Kombination einer oberen linken und unteren rechten in Modulbauweise ausgeführten
Untereinheit lässt sich eine I-Druckeinheit für eine Links- Rechts-Maschine bauen,
durch die Kombination einer oberen rechten und unteren linken in Modulbauweise ausgeführten
Untereinheit lässt sich eine I-Druckeinheit für eine Rechts- Links-Maschine bauen.
[0015] Die Zylinder für Plattenzylinder und Gummizylinder können in der Traverse gestreckt
- d.h. in einer Linie - , geschränkt in jedwede Richtung oder winklig zueinander angeordnet
sein.
[0016] Die modulare Druckeinheit kann mit verschiedenen Antriebsarten ausgerüstet sein:
- H-Antrieb für den gleichzeitigen Antrieb von vier Druckwerken, integriert im Rahmen
- Brückenantrieb für den gleichzeitigen Antrieb von zwei Druckwerken, integriert in
der Traverse, vorteilhafter Weise auf Mitte Plattenzylinder positioniert und den Gummizylinder
über Antriebselemente antreibend
- Einzelantrieb für jedes Druckwerk, integriert in der Traverse, vorteilhafter Weise
auf Mitte Plattenzylinder positioniert und den Gummizylinder über Antriebselemente
antreiben, oder integriert in der jeweiligen Untereinheit.
[0017] Für die Druckan- und Druckabstellung sind Plattenzylinder und Gummizylinder über
Exzenter zueinander beweglich.
[0018] Die Rahmen, Traversen und Schwingen sind konstruktiv einfach und dadurch kostengünstig
erstellbar. So sind beispielsweise die Traversen mit handelsüblichen Profilen realisierbar.
Auch zeichnen sich die mittels des Rahmens, der Traversen und der Schwingen ausgestalteten
Druckeinheiten durch eine gewichtsreduzierte, kompakte und platzsparende Bauweise
aus.
[0019] So ist mit ein und derselben Druckeinheit wahlweise im Tiefdruck- oder Offsetdruckverfahren
druckbar, wobei die Maschine einfach durch die Modulbauweise und den Austausch der
mit den entsprechenden Zylindern bestückten Traverse und Austausch der entsprechenden
modulartigen Untereinheiten von dem einen auf das andere Verfahren umbaubar ist. Auch
können beide Druckverfahren gleichzeitig zur Anwendung kommen. Darüber hinaus kann
beispielsweise das eine Druckverfahren für den Schöndruck und das andere Druckverfahren
für den Widerdruck angewandt werden. Der Druckmaschinenhersteller kann die Maschinen
für beide Verfahren gleichartig aus gleichen Bauteilen erstellen, was eine kostengünstige
Fertigung ermöglicht. Auch sind die Druckeinrichtungen im Format variabel ausführbar,
d. h. sie können einfach auf andere Formate, also andere Durchmesser der Druckwerkzylinder
und Abschnittlängen, umgerüstet werden. Weiterhin ist die Druckeinheit schnell auf
verschiedene Produktionsvarianten umstellbar. Darüber hinaus kann die Druckeinheit
auch in eine Lackiereinrichtung oder zumindest entweder für den Schöndruck oder für
den Widerdruck als Lackierwerk umgerüstet werden.
[0020] Bedeutungsvoll ist, dass eine Druckeinheit in Modulbauweise zum Bedrucken von Bahnen
geschaffen wird, die ein Gestell aufweist, das an beiden Stirnseiten (Antriebs- und
Bedienseite) mit mindestens einer Traverse versehen ist, wobei in den Traversen Druckzylinder
gelagert sind, derart dass eine Baueinheit aus Traversen und Druckzylindern komplett
aus dem Gestell heraus- und hereinnehmbar ist.
[0021] Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen in Verbindung
mit der Beschreibung.
[0022] Die Erfindung soll nachfolgend an einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
In den Zeichnungen zeigt schematisch:
- Fig. 1:
- eine als H-Druckeinheit ausgestaltete erfindungsgemäße Druckeinheit mit vier Druckstellen,
- Fig. 2:
- einen Antrieb eines Druckwerkes nach Fig. 1,
- Fig. 3:
- einen weiteren Antrieb eines Druckwerkes nach Fig. 1,
- Fig. 4:
- eine als I-Druckeinheit ausgestaltete erfindungsgemäße Druckeinheit,
- Fig. 5:
- eine Darstellung der Untereinheiten bei verschiedenen Formaten.
[0023] Figur 1 zeigt eine Druckeinheit 1 einer Rollenrotationsdruckmaschine bestehend aus
einem rahmenartig aufgebauten Gestell 2 mit zwei beidseitig mit diesem zu verbindenden
Traversen 3; 4, wobei in den Traversen 3; 4 jeweils zwei Druckwerke 5 bis 8 mit Plattenzylindern
9 bis 12 und Gummizylindern 13 bis 16 angeordnet sind und die Traversen 3; 4 waagrecht
im Gestell 2 angeordnet sind. Die Plattenzylinder 9 bis 12 und die Gummizylinder 13
bis 16 sind hier in der Traverse 3; 4 in einer Linie angeordnet. Sie können, nicht
näher dargestellt, in der Traverse 3; 4 geschränkt in jedwede Richtung oder winklig
zueinander angeordnet sein. Jedes Druckwerk 5 bis 8 bzw. jeder Plattenzylinder 9 bis
12 steht mit einer modulartig aufgebauten Untereinheit 17 bis 20 in Verbindung, wobei
die Untereinheit 17 bis 20 zwischen der jeweiligen Traverse 3; 4 und dem Gestell 2
angeordnet ist. In den Untereinheiten 17 bis 20 sind, nicht näher dargestellt, Farb-
und Feuchtwerke integriert.
[0024] Die derart mit vier Druckwerken 5 bis 8 ausgestaltete Druckeinheit 1 stellt eine
sogenannte H-Druckeinheit mit vier Druckstellen dar, wobei eine zu bedruckende Bahn
29 zwischen den Gummizylindern 13 bis 16 hindurchgeführt ist. Die Druckwerke 5 bis
8 bedrucken die Bahn 29 beidseitig.
[0025] Alternativ kann der Gummizylinder 13; 15 oder der Gummizylinder 14; 16 als Gegendruckzylinder
50 ausgestaltet sein, wobei der jeweilige Formzylinder 9 bis 12 zum nun als Gegendruckzylinder
42 ausgeführten Gummizylinder 13 bis 16 entfällt. Somit wird die Bahn 29 einseitig
bedruckt.
[0026] Der jeweilige Gummizylinder 13 bis 16 ist an der Traverse 3; 4 mittels einer Schwinge
21 bis 24 verschwenkbar, wobei der Drehpunkt der Schwinge 21 bis 24 vorzugsweise eine
Achse 25 bis 28 des jeweiligen Plattenzylinders 9 bis 12 ist.
[0027] Die Traverse 3; 4 ist, nicht näher dargestellt, beidseitig mit dem Gestell 2 verschraubt,
so dass beispielsweise ein Austausch der jeweiligen Druckwerke 5 bis 8 schnell bewerkstelligt
werden kann.
[0028] Die Traverse 3; 4 besteht beispielsweise aus abgekanteten Blechen oder Blechprofilen.
[0029] Die Druckzylinder 9 bis 16 sind für die Druckan- /Druckabstellung über als Exzenter
ausgestaltete Lagerstellen zueinander beweglich.
[0030] Figur 2 zeigt einen Antrieb 30 des Druckwerkes 5. Der Antrieb 30 besteht aus einem
Antriebsmotor 31, der über eine Kupplung 32 mit dem Plattenzylinder 9 in Antriebsverbindung
steht. Der Plattenzylinder 9 ist mit dem Gummizylinder 13 über an ihren Achsen 25;
35 angeordneten Zahnrädern 33; 34 verbunden. Der Antriebsmotor 31 ist an einer mit
der Traverse 3 verbundenen Konsole 36 angeordnet. Auf der Achse 25 des Plattenzylinders
9 ist die Schwinge 21 gelagert, welche mittels eines an der Konsole 36 befestigten
und mit einem an der Schwinge 21 angeordneten Zahnsegmentes 37 im Eingriff befindlichen
Ausschwenkmotors 38 um die Achse 25 verschwenkt werden kann. Vor dem Verschwenken
muss eine Verriegelungseinrichtung 39 gelöst werden, welche bei Druckbetrieb die Schwinge
21 mit der Konsole 36 in arretierender Weise verbindet. Es versteht sich von selbst,
dass die Traverse 3 entlang des Verschwenkweges der Achse 35 des Gummizylinders 13
mit einer Aussparung 40 ausgestaltet ist. Nicht näher dargestellt kann die Schwinge
21 auch mittels eines druckmittelbetriebenen Arbeitszylinders anstatt mittels des
Ausschwenkmotors verschwenkt werden.
[0031] Figur 3 zeigt eine Variante zur Figur 2. Der Antriebsmotor 31 treibt hier den Gummizylinder
13 beispielsweise über ein Antriebselement 41, beispielsweise einen Zahnriemen, an.
Der Antriebsmotor 31 liegt analog zu Fig. 2 in seiner Position auf Mitte M
P des Plattenzylinders 9, damit er beim Ausschwenken des Gummizylinders 13 seine Position
nicht ändert.
[0032] Figur 4 zeigt eine Druckeinheit 50, welche als I-Druckeinheit ausgestaltet ist. Bei
einer I-Druckeinheit 50 ist die Traverse 51 beispielsweise T-förmig ausgestaltet und
die Bahn 29 wird in horizontaler Richtung durch die Druckeinheit 50 geführt. Die I-Druckeinheit
50 kann mit 1 oder 2 Druckstellen ausgestattet werden. Somit können in I-Bauweise
auch Eindruckwerke gebaut werden. Die Untereinheiten 52; 53 sind dazu analog zu Fig.
1 vormontiert und werden im Gestell 54 angedockt.
[0033] Durch die Kombination eines oberen linken 52 und unteren rechten in Modulbauweise
ausgeführten Untereinheit 53 lässt sich eine I-Druckeinheit 50 für eine Links- Rechts-Maschine
bauen (siehe Fig. 4, obere Abbildung), durch die Kombination eines oberen rechten
55 und unteren linken in Modulbauweise ausgeführten Untereinheit 56 lässt sich eine
I-Druckeinheit 50 für eine Rechts- Links-Maschine bauen (siehe Fig. 4, untere Abbildung).
[0034] In Figur 5 sind die Untereinheiten 17 bis 20 gezeigt. Die Untereinheiten 17 bis 20
weisen immer die gleichen Abmessungen auf, wobei die Gestelle 2; 2' in ihrem Format
bzw. in ihren Abmessungen unterschiedlich sein können, wobei die Abmessung bzw. das
Format der Gestelle 2; 2' von der Anzahl und der Dimension der verwendeten Druckzylinder
abhängig ist. Während des Betrachtens der beiden in Figur 5 dargestellten Abbildungen
erkennt man die gleich dimensionierten Untereinheiten 17 bis 20, jedoch den mit ΔB
dargestellten Formatunterschied der Gestelle 2; 2'.
Bezugszeichen
[0035]
- 1
- Druckeinheit
- 2; 2'
- Gestell
- 3
- Traverse
- 4
- Traverse
- 5
- Druckwerk
- 6
- Druckwerk
- 7
- Druckwerk
- 8
- Druckwerk
- 9
- Plattenzylinder
- 10
- Plattenzylinder
- 11
- Plattenzylinder
- 12
- Plattenzylinder
- 13
- Gummizylinder
- 14
- Gummizylinder
- 15
- Gummizylinder
- 16
- Gummizylinder
- 17
- Untereinheit
- 18
- Untereinheit
- 19
- Untereinheit
- 20
- Untereinheit
- 21
- Schwinge
- 22
- Schwinge
- 23
- Schwinge
- 24
- Schwinge
- 25
- Achse
- 26
- Achse
- 27
- Achse
- 28
- Achse
- 29
- Bahn
- 30
- Antrieb
- 31
- Antriebsmotor
- 32
- Kupplung
- 33
- Zahnrad
- 34
- Zahnrad
- 35
- Achse
- 36
- Konsole
- 37
- Zahnsegment
- 38
- Ausschwenkmotor
- 39
- Verriegelungseinrichtung
- 40
- Aussparung
- 41
- Antriebselement
- 42
- Gegendruckzylinder
- 43
- 44
- 45
- 46
- 47
- 48
- 49
- 50
- Druckeinheit
- 51
- Traverse
- 52
- Untereinheit
- 53
- Untereinheit
- 54
- Gestell
- 55
- Untereinheit
- 56
- Untereinheit
- 57
- 58
- 59
- 60
- 61
- 62
- MP
- Mitte Plattenzylinder
- ΔB
- Unterschied im Format
1. Druckeinheit in Modulbauweise zum Bedrucken von Bahnen, die ein Gestell an der Antriebs-
und Bedienseite aufweist, das an der Antriebs- und Bedienseite mit mindestens einer
Traverse versehen ist und die Traverse waagrecht oder senkrecht im Gestell ausgerichtet
ist, wobei in den Traversen Druckzylinder derart gelagert sind, dass eine Baueinheit
aus Traversen und Druckzylindern komplett aus dem Gestell heraus- und hereinnehmbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass zum Druckprozess notwendige Hilfsbaugruppen, wie Feucht- und Farbwerke, in austauschbaren
Untereinheiten untergebracht sind, wobei die Untereinheiten zwischen Traverse und
Gestell den jeweiligen Plattenzylinder berührend angeordnet sind.
2. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahn (29) ein und/oder beidseitig bedruckbar ist, wobei die Bahn (29) zwischen
Gummizylindern (13 bis 16) hindurchläuft.
3. Druckeinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Gummizylinder (13 bis 16) als Gegendruckzylinder (42) ausgestaltet ist
4. Druckeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckzylinder (9 bis 16) in der Traverse (3; 4; 51) in einer Linie oder geschränkt
in jedwede Richtung oder winklig zueinander angeordnet sind.
5. Druckeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gummizylinder zum Verschwenken in einer Schwinge gelagert ist und die Schwinge
um eine Achse des Plattenzylinders schwenkbar ist.
6. Druckeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Antriebe (30) der Druckzylinder (9 bis 15) an der Traverse (3; 4; 51) oder am Gestell
(2; 2'; 54) angeordnet sind.
7. Druckeinheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Antrieb (30) für in der Traverse (3;4;51) angeordnete Druckwerke (5
bis 8) an oder in dieser gelagert ist, wobei der Antrieb (30) auf Mitte Plattenzylinder
(MP) positioniert ist und den jeweiligen Plattenzylinder (9 bis 12) oder den jeweiligen
Gummizylinder (13 bis 16) antreibt.
8. Druckeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfsbaugruppe formatunabhängig ist.
9. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfsbaugruppe ein Druckplattenbeladesystem oder eine digitale Bebilderungsvorrichtung
ist.
10. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckprozess ein Anilox- oder wasserloses Offsetdruck- oder Tiefdruckverfahren
ist.
11. Druckeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die modulare Druckeinheit als H-Druckeinheit oder I-Druckeinheit ausgelegt ist.
12. Druckeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der in der Traverse gelagerten Plattenzylinder zu Gummizylinder 1:1
oder 1:2 oder 2:2 oder 2:3 oder 3:3 ist
13. Druckeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Farbwerk mehr als eine Farbauftragswalze und mindestens eine Feuchtmittelauftragswalze
enthält
1. Modular printing unit for printing webs, which comprises a stand on the drive side
and operating side that is provided with at least one cross member on the drive side
and operating side, and the cross member is aligned horizontally or vertically in
the stand, printing cylinders being mounted in the cross members so that a sub-assembly
made up of cross members and printing cylinders is able to be taken completely out
of and put into the stand, characterised in that the auxiliary sub-assemblies necessary for the printing process, such as dampening
and inking units, are accommodated in replaceable sub-units, the sub-units being arranged
between cross member and stand, abutting the respective plate cylinder.
2. Printing unit according to Claim 1, characterised in that the web (29) can be printed on one and/or on both sides, the web (29) passing through
between rubber cylinders (13 to 16).
3. Printing unit according to Claim 2, characterised in that one of the rubber cylinders (13 to 16) is designed as an impression cylinder (42).
4. Printing unit according to one of the preceding claims, characterised in that the printing cylinders (9 to 16) are arranged in the cross member (3; 4; 51) in a
line or offset in any direction or at angles to one another.
5. Printing unit according to one of the preceding claims, characterised in that the rubber cylinder is mounted for pivoting in a swinging arm and the swinging arm
is pivotable about an axis of the plate cylinder.
6. Printing unit according to one of the preceding claims, characterised in that drives (30) of the printing cylinders (9 to 15) are arranged on the cross member
(3; 4; 51) or on.the stand (2; 2'; 54).
7. Printing unit according to Claim 6, characterised in that at least one drive (30) for printing mechanisms (5 to 8) arranged in the cross member
(3; 4; 51) is mounted thereon or therein, the drive (30) being positioned at the centre
(Mp) of the plate cylinder and driving the respective plate cylinder (9 to 12) or
the respective rubber cylinder (13 to 16).
8. Printing unit according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the auxiliary sub-assembly is format-independent.
9. Printing unit according to Claim 1, characterised in that the auxiliary sub-assembly is a printing plate loading system or a digital imaging
device.
10. Printing unit according to Claim 1, characterised in that the printing process is an anilox printing process or dry offset printing process
or gravure printing process.
11. Printing unit according to Claim 1, characterised in that the modular printing unit is configured as an H-type printing unit or an I-type printing
unit.
12. Printing unit according to one of the preceding claims, characterised in that the ratio of the plate cylinders to the rubber cylinders mounted in the cross member
is 1:1 or 1:2 or 2:2 or 2:3 or 3:3.
13. Printing unit according to one of the preceding claims, characterised in that the inking unit contains more than one ink application roller and at least one dampening
agent application roller.
1. Unité d'impression en construction modulaire pour imprimer des bandes, unité comprenant
un côté d'entraînement et un côté de service, le côté d'entraînement et le côté de
service comportant au moins une traverse qui est alignée horizontalement ou verticalement
dans le bâti,
les traverses recevant des cylindres d'impression, de façon qu'une unité constructive
composée des traverses et des cylindres d'impression puisse se dégager complètement
du bâti ou s'installer complètement, unité d'impression caractérisée en ce que
les groupes auxiliaires nécessaires au procédé d'impression tels que le groupe de
mouillage et le groupe d'encrage, sont logés dans des sous-unités remplaçables,
les sous-unités étant installées entre la traverse et le bâti en touchant le cylindre
porte-plaques respectif.
2. Unité d'impression selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la bande (29) s'imprime sur une face et/ou sur les deux faces,
la bande (29) passant entre les cylindres porte-blanchet (13-16).
3. Unité d'impression selon la revendication 2,
caractérisée en ce que
l'un des cylindres porte-blanchet (13-16) constitue un cylindre de contrepression
(42).
4. Unité d'impression selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
les cylindres d'impression (9-16) sont logés dans la traverse (3, 4 ; 51), en ligne
ou en biais dans la direction respective ou en faisant entre eux un angle.
5. Unité d'impression selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le cylindre porte-blanchet est monté sur un bras pour être pivoté et le bras pivote
autour d'un axe du cylindre porte-plaques.
6. Unité d'impression selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
des entraînements (30) des cylindres d'impression (9-15) sont installés sur la travers
(3, 4 ; 51) ou sur le bâti (2 ; 2' ; 54).
7. Unité d'impression selon la revendication 6,
caractérisée en ce qu'
au moins un entraînement (30) pour des groupes d'impression (5-8) installés dans la
traverse (3, 4 ; 51) est monté sur ou dans celle-ci, l'entraînement (30) étant positionné
sur le cylindre porte-plaques, médian (MP) et entraîne le cylindre porte-plaques respectif (9-12) ou le cylindre porte-blanchet
(13-16).
8. Unité d'impression selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que
les groupes auxiliaires indépendent du format.
9. Unité d'impression selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le groupe auxiliaire est un système de chargement de plaques d'impression ou un dispositif
d'illustration numérique.
10. Unité d'impression selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le procédé d'impression est un procédé Anilox ou un procédé offset sans mouillage
ou un procédé d'impression en taille douce.
11. Unité d'impression selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'unité d'impression modulaire est conçue comme unité d'impression en forme de H ou
comme unité d'impression en forme de I.
12. Unité d'impression selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le rapport des cylindres porte-plaques montés dans la traverse par rapport aux cylindres
porte-blanchet, est de 1:1 ou 1:2 ou 2:2 ou 2:3 ou 3:3.
13. Unité d'impression selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le groupe encreur comporte plus d'un cylindre applicateur d'encre et au moins un cylindre
applicateur d'agent mouillant.
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