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EP 1 580 507 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.10.2011 Patentblatt 2011/43 |
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Anmeldetag: 17.03.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung zur Wärmebehandlung eines rieselfähigen Schüttgutes
Apparatus for heat treating pourable bulk material.
Dispositif pour le traitement d'un matériau en vrac pouvant s'écouler
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
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Priorität: |
26.03.2004 AT 5432004
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.09.2005 Patentblatt 2005/39 |
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Patentinhaber: Gyptech GmbH |
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86633 Neuburg/Donau (DE) |
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Erfinder: |
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- Stockhammer, Ernst
4492 Hofkirchen (DE)
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Vertreter: Hübscher, Helmut |
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Patentanwaltskanzlei Hübscher
Postfach 411 4010 Linz 4010 Linz (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 305 706 DE-A1- 3 320 192 DE-C- 19 079 US-A- 1 959 061 US-A- 3 274 698 US-A- 5 188 299
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CH-A- 550 272 DE-A1- 4 437 246 US-A- 770 823 US-A- 2 347 487 US-A- 4 612 711
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Wärmebehandlung eines rieselfähigen
Schüttgutes mit einem Gestell zur Lagerung einer liegenden Trommel, die zwischen zwei
einerseits einen Guteinlauf und anderseits einen Gutaustrag umfassenden Gehäuseteilen
des Gestells angeordnet ist und ein Bündel von achsparallelen Rohren aufweist, die
über einen Verteiler- und einen Sammelkopf an Zu- und Ableitungen für einen Wärmeträger
angeschlossen sind.
[0002] Um rieselfähige Schüttgüter einer Wärmebehandlung zu unterwerfen, ohne diese Schüttgüter
einer Verunreinigungsgefahr auszusetzen, wie dies beispielsweise für eine Pyrolyse,
ein Kalzinieren oder auch nur ein Trocknen gefordert wird, werden die rieselfähigen
Schüttgüter im Wärmeaustausch mit einem heißen Wärmeträger, beispielsweise Dampf oder
Verbrennungsgase, erwärmt. Zu diesem Zweck ist es bekannt, das jeweilige Schüttgut
durch eine liegende Trommel zu fördern, die ein Bündel achsparalleler Rohre aufweist,
durch die der heiße Wärmeträger vorzugsweise im Gegenstrom geleitet wird, siehe zum
Beispiel
US 5 100 299 A. Aufgrund der Trommeldrehung werden die Rohre des Rohrbündels durch das Schüttgut
geführt, das in Umlaufrichtung der Trommel entlang des Trommelmantels bis zu einer
durch den jeweiligen Schüttwinkel begrenzten Höhe mitgenommen wird. Da die Trommel
mit einer vergleichsweise niedrigen Umlaufgeschwindigekeit angetrieben wird, weisen
die Rohre für den Wärmeträger insbesondere auf der Seite eines Verteilerkopfes zum
Zuführen des heißen Wärmeträgers über den Trommelumfang unterschiedliche Temperaturen
auf, weil eben die Rohre des Rohrbündels während eines Trommelumlaufes nacheinander
durch das Schüttgut geführt werden. Dies führt unter Umständen dazu, daß das Schüttgut
während seiner Förderung durch die Trommel nicht ausreichend gleichmäßig erwärmt werden
kann.
[0003] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Wärmebehandlung
eines rieselfähigen Schüttgutes der eingangs geschilderten Art mit vergleichsweise
einfachen konstruktiven Mitteln so auszugestalten, daß eine vorteilhafte Temperaturführung
innerhalb des Schüttgutes über die Länge der Trommel gewährleistet werden kann.
[0004] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß die Rohre des Rohrbündels axial
unterteilt sind und daß die dem Verteilerkopf zugehörigen kürzeren Rohrabschnitte
mit den an den Sammelkopf angeschlossenen längeren Rohrabschnitten über eine mit radialem
Abstand vom Trommelmantel gehaltene Mischkammer in Strömungsverbindung stehen.
[0005] Durch das axiale Unterteilen der Rohre des Rohrbündels und das Verbinden der unterteilten
Rohrabschnitte über eine Mischkammer, wird ein Wärmeausgleich zwischen den einzelnen
Rohren des Rohrbündels erreicht, so daß in Strömungsrichtung des Wärmeträgers nach
der Mischkammer die weiterführenden Rohrabschnitte mit dem die Mischtemperatur aufweisenden
Wärmeträger beschickt werden, was eine ausreichend gleichmäßige Temperaturführung
innerhalb des Schüttgutes während der Förderung durch die Trommel mit sich bringt.
Da die größten Temperaturunterschiede zwischen den Rohren des Rohrbündels im Anschluß
an den Verteilerkopf für den heißen Wärmeträger auftreten, empfiehlt es sich, die
Mischkammer in das an den Verteilerkopf anschließende Längsdrittel der Trommel zu
verlagern. In diesem Bereich sind auch die Wärmebelastungen der Rohre des Rohrbündels
durch den heißen Wärmeträger am größten, so daß das Vorsehen der Mischkammer den Einsatz
unterschiedlicher Werkstoffqualitäten für die durch die Mischkammer voneinander getrennten
Rohrabschnitte erlaubt, ohne eine thermische Überlastung der Rohre des Rohrbündels
befürchten zu müssen. Die Mischkammer selbst muß mit radialem Abstand vom Trommelmantel
gehalten werden, um die Förderung des Schüttgutes entlang des Trommelmantels nicht
zu gefährden.
[0006] Die Temperaturführung innerhalb des Schüttgutes ist eine wesentliche Voraussetzung
für eine auch höheren Anforderungen genügende Wärmebehandlung des Schüttgutes. Eine
weitere Voraussetzung ist in der Einhaltung einer vorgegebenen Behandlungszeit, also
der Verweilzeit des Schüttgutes in der Trommel, zu sehen. Zur Einstellung der jeweils
geforderten Verweilzeit des Schüttgutes in der Trommel kann die Trommel auf der Gutaustragseite
einen im Gehäuseteil mit dem Gutaustrag mündenden Auslaufabschnitt, der von der übrigen
Trommel durch eine Stauscheibe abgetrennt ist, sowie wenigstens einen der Stauscheibe
vorgelagerten, radial an den Trommelmantel angesetzten Austragzylinder aufweisen,
der wenigstens eine Austrittsöffnung zum Auslaufabschnitt sowie einen über die axiale
Länge der Austrittsöffnung verstellbaren Kolben besitzt. Der radial an die Trommel
angesetzte Austragzylinder wird im Bereich des sich vor der Stauscheibe ergebenden
Schüttgutbettes unter vorgegebenen Bedingungen mit Schüttgut gefüllt, das über die
im Zylindermantel vorgesehene Austrittsöffnung dosiert in den Auslaufabschnitt der
Trommel ausgetragen und von dort dem Gutaustrag des angeschlossenen Gehäuseteils zugefördert
wird. Mit Hilfe des über die axiale Länge der Austrittsöffnung verstellbaren Kolbens
läßt sich der freie Durchtrittsquerschnitt der Austrittsöffnung feinfühlig einstellen,
so daß bei einer entsprechend dosierten Aufgabe des zu behandelnden Schüttgutes an
den Guteinlauf die Verweilzeit des Schüttgutes in Abhängigkeit von der Umlaufgeschwindigkeit
der Trommel und deren Neigung genau gesteuert werden kann.
[0007] Um die Verweilzeit des zu behandelnden Schüttgutes in der Trommel während der Förderung
des Schüttgutes durch die Trommel einstellen zu können, kann der Kolben des Austragzylinders
durch einen mit einem Antrieb zusammenwirkenden Spindeltrieb verstellt werden. Um
für diesen Antrieb einfache Konstruktionsverhältnisse zu erreichen, kann der Antrieb
für den Spindeltrieb aus einem auf der Spindel gelagerten Antriebsrad mit einer Triebstockverzahnung
bestehen, das mit zwei einander bezüglich einer zur Trommel senkrechten Ebene durch
die Spindel gegenüberliegenden, jeweils zwischen einer Freistellung und einer Eingriffstellung
verstellbaren, dem Gestell zugeordneten Mitnehmerzapfen zusammenwirkt. Wird der Austragzylinder
während eines Trommelumlaufes an einem der dem Gestell zugeordneten, sich in der Eingriffsstellung
befindlichen Mitnehmerzapfen vorbeigedreht, so greift dieser Mitnehmerzapfen in die
Triebstockverzahnung des Antriebsrades ein, so daß die Spindel des Spindeltriebes
um einen Drehschritt in einer Richtung gedreht wird. Beim Einsatz des gegenüberliegenden
Mitnehmerzapfens wird die Spindel in der entgegengesetzten Drehrichtung verdreht,
so daß der Kolben des Austragzylinders über die Mitnehmerzapfen im Schließ- und Öffnungssinn
der Austrittsöffnung des Austragzylinders verstellt wird.
[0008] Anstelle einer Triebstockverzahnung kann das Antriebsrad der Spindel einen Reibring
aufweisen, so daß das dadurch erhaltene Reibrad über gestellfeste Rollbahnen verdreht
werden kann, um den Kolben zur Einstellung der Austrittsöffnung des Austragzylinders
zu betätigen. Diese Rollbahnen, die wiederum bezüglich einer zur Trommel senkrechten
Ebene durch die Spindel einander gegenüberliegen, werden für ihren Einsatz in analoger
Weise zu den Mitnehmerzapfen von einer Freistellung in eine Arbeitsstellung verlagert.
[0009] Um unter Berücksichtigung der Wärmedehnungen im Bereich des Rohrbündels und der anschließenden
Verteiler- und Sammelköpfe vorteilhafte Anschlußbedingungen zwischen den mit der Trommel
mitdrehenden Verteiler- und Sammelköpfen einerseits und den drehfest abgestützten
Zu- und Ableitungen für den Wärmeträger anderseits zu schaffen, können die den zugehörigen
Gehäuseteil durchsetzenden Verteiler- und Sammelköpfe mit den Zu- und Ableitungen
über je einen Dichtungsflansch verbunden werden, an den ein kardanisch abgestützter,
mit der Zu- bzw. Ableitung über einen Ausgleichsbalg verbundener Gegenflansch unter
einer axialen Federvorspannung anliegt. Die kardanische Abstützung des Gegenflansches
gewährleistet ein sattes Anliegen des Gegenflansch an dem drehenden Dichtungsflansch
des Verteiler- bzw. Sammelkopfes, so daß eine alle Relativbewegungen zwischen den
Zu- und Ableitungen einerseits und den Verteiler- und Sammelköpfen anderseits aufnehmende
Gleitringdichtung erhalten wird. Zum Aufnehmen größerer axialer Relativbewegungen
reicht allerdings die axiale Federvorspannung des Gegenflansches nicht aus. Für diesen
Fall kann die kardanische Abstützung des Gegenflansches auf einer zur Zu- bzw. Ableitung
parallelen Führung verschiebbar gelagert und in Verschieberichtung gegenüber einem
Anschluß des Verteiler- bzw. Sammelkopfes abgestützt werden, so daß die kardanische
Abstützung des Gegenflansches axiale Bewegung des Anschlußendes der Verteiler- und
Sammelköpfe mitmacht.
[0010] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Wärmebehandlung eines riesel-fähigen Schüttgutes
in einem schematischen Längsschnitt,
- Fig. 2
- einen Austragzylinder in einem axialen Schnitt in einem größeren Maßstab,
- Fig. 3
- eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung eines Austragzylinder in einer Konstruktionsvariante,
- Fig. 4
- eine zum Teil aufgerissene Seitenansicht der Anschlußverbindung zwischen dem Verteiler-
bzw. Sammelkopf und der Zu- bzw. Ableitung für den Wärmeträger in einer zum Teil aufgerissenen
Seitenansicht in einem größeren Maßstab und
- Fig. 5
- einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 4.
[0011] Gemäß der Fig. 1 weist die dargestellte Vorrichtung zur Wärmebehandlung eines rieselfähigen
Schüttgutes eine Trommel 1 auf, die zwischen zwei stirnseitigen Gehäuseteilen 2, 3
eines nicht näher dargestellten Gestells 4 über Laufkränze 5 auf Rollen 6 drehbar
gelagert ist. Innerhalb der Trommel 1 ist ein achsparalleles Bündel von Rohren 7 vorgesehen,
die einerseits an einem Verteilerkopf 8 und anderseits an einem Sammelkopf 9 angeschlossen
sind. Der heiße Wärmeträger wird dem Verteilerkopf 8 über eine Zuleitung 10 zugeführt
und aus dem Verteilerkopf 9 über eine Ableitung 11 abgezogen. Die Anschlüsse 12 der
Köpfe 8, 9 durchsetzen die Gehäuseteile 2, 3, so daß die Verbindung zwischen den sich
mit der Trommel 1 mitdrehenden Anschlüssen 12 und den gestellfesten Zu- und Ableitungen
10, 11 außerhalb der Gehäuseteile 2, 3 liegen.
[0012] Die Rohre 7 des Rohrbündels sind axial in voneinander getrennte Rohrabschnitte 7a,
7b unterteilt, wobei die kürzeren Rohrabschnitte 7a vom Verteilerkopf 8 ausgehen und
die längeren Rohrabschnitte 7b im Sammelkopf 9 münden. Zwischen den Rohrabschnitten
7a, 7b ist eine Mischkammer 13, vorgesehen, in der die eine unterschiedliche Temperatur
aufweisenden Teilströme des Wärmeträgers aus den Leitungsabschnitten 7a vermischt
werden, um die Leitungsabschnitte 7b mit einem Wärmeträger einheitlicher Mischtemperatur
beaufschlagen zu können.
[0013] Zum Ausgleich unterschiedlicher Wärmedehnungen zwischen den Rohren 7 des Rohrbündels
und der Trommel 1 ist die Mischkammer 13, die mit radialem Abstand zum Trommelmantel
angeordnet ist, gegenüber der Trommel 1 in Umfangsrichtung drehfest, in axialer Richtung
aber verschiebbar in über den Trommelumfang verteilten Abstützungen 14 gelagert. In
ähnlicher Weise erfolgt die Lagerung des Verteilerkopfes 8 über Abstützungen 15 in
einem Auslaufabschnitt 16 der Trommel 1. Daß auch bezüglich der in die Trommel 1 eingesetzten,
scheibenförmigen Rohrhalterungen 17 die unterschiedlichen Wärmedehnungen berücksichtigt
werden müssen, braucht wohl nicht näher ausgeführt zu werden.
[0014] Das zu behandelnde Schüttgut wird über eine Dosierschleuse 18 einem im Gehäuseteil
2 vorgesehenen Guteinlauf 19 aufgegeben und gelangt in einen Einlaufkonus 20 der Trommel
1, der mit schraubenförmig verlaufenden Förderleisten 21 versehen ist. Vom Einlaufkonus
20 wird das zu behandelnde Schüttgut am Sammelkopf 9 vorbei einem von der Trommel
1 gebildeten Schaufelrad 22 zugefördert, über das das Schüttgut durch eine zentrale
Beschickungsöffnung 23 in den eigentlichen Behandlungsraum der Trommel 1 gelangt,
um entlang des Trommelmantels an den vorgesehenen Rohrhalterungen 17 vorbei zum Auslaufabschnitt
16 der Trommel 1 gefördert zu werden. Die Rohrhalterungen werden zu diesem Zweck wie
die Mischkammer 13 mit radialem Abstand von der Trommelwand gehalten. Der Auslaufabschnitt
16, der mit schraubenförmigen Förderleisten 24 versehen ist, ist von der übrigen Trommel
1 durch eine Stauscheibe 25 getrennt, die eine Überlauföffnung 26 aufweisen kann,
um einer Überfüllung der Trommel mit Schüttgut vorzubeugen. Der Stauscheibe 25 sind
über den Umfang der Trommel 1 verteilte Austragzylinder 27 vorgelagert, wie sie in
den Fig. 2 und 3 näher dargestellt sind. Diese Austragzylinder 27 sind radial zur
Trommel 1 angeordnet und weisen in den Auslaufabschnitt 16 mündende, im wesentlichen
axial zum Austragzylinder 27 verlaufende Austrittsöffnungen 28 auf, deren freier Durchtrittsquerschnitt
mit Hilfe eines Kolbens 29 eingestellt werden kann. Zu diesem Zweck kann der Kolben
29 über die axiale Erstreckung der Austrittsöffnungen 28 verstellt werden, und zwar
mit Hilfe eines Spindeltriebes 30, dessen Spindel gemäß der Fig. 2 ein Antriebsrad
31 mit einer Triebstockverzahnung 32 trägt. Diese Triebstockverzahnung 32 wirkt mit
einem von zwei Mitnehmerzapfen 33 zusammen, die auf einem Schlitten 34 angeordnet
sind. Der Schlitten 34 kann über eine zur Trommel 1 parallele Spindel 35 so verlagert
werden, daß entweder einer der beiden Mitnehmerzapfen 33 oder kein Mitnehmerzapfen
mit der Triebstockverzahnung 32 des Antriebrades 31 zusammenwirkt. Da der Schlitten
34 dem Gestell 4 zugeordnet ist, wird bei einer Trommelumdrehung das Antriebsrad 31
mit der Triebstockverzahnung 32 an dem aus einer Freistellung in eine Eingriffsstellung
gebrachten Mitnehmerzapfen 33 vorbeigedreht, was einen entsprechenden Drehschritt
der Spindel des Spindeltriebes 30 und damit eine Verstellung des Kolbens 29 zur Folge
hat. Über den Kolben 29 kann somit der freie Durchtrittsquerschnitt der Austrittsöffnungen
28 auch während des Betriebes verstellt und damit der Austrag des behandelten, sich
vor der Stauscheibe 25 anstauenden Schüttgutes feinfühlig eingestellt werden. Um Wärmedehnungen
zwischen dem Gestell 4 und der Trommel 1 zu berücksichtigen, ist der Schlitten 34
mit der Spindel 35 als Baueinheit entlang einer zur Trommel parallelen Führung 36
verschiebbar gelagert und an einem Führungskranz 37 der Trommel 1 abgestützt, der
zwischen Führungsrollen 38 dieser Baueinheit ragt.
[0015] Zum Unterschied zur Ausbildung nach der Fig. 2 zeigt die Fig. 3 einen Antrieb für
den Spindeltrieb 30, der aus einem mit der Spindel des Spindeltriebes 30 verbundenen
Reibrad 39 besteht, das wahlweise mit einer von zwei Rollbahnen 40 zusammenwirkt.
Diese Rollbahnen 40 sind wiederum auf einem Schlitten 34 vorgesehen, der über eine
Spindel 35 verlagert werden kann um die Rollbahnen 40 wahlweise aus einer Freistellung
in eine Eingriffsstellung zu verlagern.
[0016] Das gemäß den in den Fig. 2 und 3 eingezeichneten Richtungspfeilen über die Austragzylinder
27 aus der Trommel 1 in den Auslaufabschnitt 16 geförderte Schüttgut wird mit Hilfe
der Förderleisten 16 am Verteilerkopf 8 vorbei dem Gehäuseteil 3 zugefördert, der
einen Gutaustrag 41 in Form einer Austragsschleuse aufweist.
[0017] In den Fig. 4 und 5 ist eine vorteilhafte Verbindung zwischen dem Anschluß 12 des
Verteiler- bzw. Sammelkopfes 8, 9 und der Zu- bzw. Ableitung 10, 11 für den Wärmeträger
dargestellt. Wie insbesondere der Fig. 4 entnommen werden kann, ist der Anschluß 12
mit einem Dichtungsflansch 42 versehen, der mit einem Gegenflansch 43 der Zu- bzw.
Ableitung 10, 11 zusammenwirkt. Die Anordnung ist dabei so getroffen, daß der Gegenflansch
43 auf einer den Anschluß 12 mit Spiel um umschließenden Hülse 44 angeordnet ist,
die mit dem Zu- bzw. Ablauf 10, 11 über einen Ausgleichsbalg 45 verbunden ist. Die
Hülse 44 ist in einem Tragring 46 um Achsen 47 schwenkbar gelagert, wobei der Tragring
46 selbst um zu den Achsen 47 senkrechte Achsen 48 verschwenkbar in einem Tragbügel
49 gehalten wird. Damit ergibt sich für die Hülse 44 und den Gegenflansch 43 eine
kardanische Abstützung, die ein sattes Anliegen des undrehbar gehaltenen Gegenflansches
43 am drehenden Dichtungsflansch 42 erlaubt. Zum axialen Andrücken des Gegenflansches
43 an den Dichtungsflansch 42 ist der Tragbügel 49 um eine zum Anschluß 12 senkrechte
Achse 50 auf einem Schlitten 51 schwenkbar gelagert und wird mit Hilfe von vorgespannten
Schraubenfedern 52 im Sinne eines axialen Andrükkens des Gegenflansches 43 an den
Dichtungsflansch 42 beaufschlagt.
[0018] Zur Berücksichtigung axialer Verlagerungen der Anschlüsse 12 sind diese mit einem
Führungskranz 53 versehen, der zwischen zwei Führungsrollen 54 des Schlittens 51 ragt,
der auf einer zum Anschluß 12 parallelen Führung 55 des Gestells 4 frei verschiebbar
gelagert ist und somit über den Anschluß 12 bei dessen axialer Verlagerung mitgenommen
wird.
1. Vorrichtung zur Wärmebehandlung eines rieselfähigen Schüttgutes mit einem Gestell
zur Lagerung einer liegenden Trommel (1), die zwischen zwei einerseits einen Guteinlauf
und anderseits einen Gutaustrag umfassenden Gehäuseteilen (2,3) des Gestells (4) angeordnet
ist und ein Bündel von achsparallelen Rohren (7) aufweist, die über einen Verteiler-
und einen Sammelkopf (9,10) an Zu- und Ableitungen (10,11) für einen Wärmeträger angeschlossen
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohre (7) des Rohrbündels axial unterteilt sind und daß die dem Verteilerkopf
(8) zugehörigen kürzeren Rohrabschnitte (7a) mit den an den Sammelkopf (9) angeschlossenen
längeren Rohrabschnitten (7b) über eine mit radialem Abstand vom Trommelmantel gehaltene
Mischkammer (13) in Strömungsverbindung stehen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel (1) auf der Gutaustragseite einen im Gehäuseteil (3) mit dem Gutaustrag
(41) mündenden Auslaufabschnitt (16), der von der übrigen Trommel (1) durch eine Stauscheibe
(25) abgetrennt ist, sowie wenigstens einen der Stauscheibe (25) vorgelagerten, radial
an den Trommelmantel angesetzten Austragzylinder (27) aufweist, der wenigstens eine
Austrittsöffnung (28) zum Auslaufabschnitt (16) sowie einen über die axiale Länge
der Austrittsöffnung (28) verstellbaren Kolben (29) besitzt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (29) des Austragzylinders (27) durch einen mit einem Antrieb zusammenwirkenden
Spindeltrieb (30) verstellbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb für den Spindeltrieb (30) aus einem auf der Spindel gelagerten Antriebsrad
(31) mit einer Triebstockverzahnung (32) besteht, das mit zwei einander bezüglich
einer zur Trommel (1) senkrechten Ebene durch die Spindel gegenüberliegenden, jeweils
zwischen einer Freistellung und einer Eingriffsstellung verstellbaren, dem Gestell
(4) zugeordneten Mitnehmerzapfen (33) zusammenwirkt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb für den Spindeltrieb (30) aus einem auf der Spindel gelagerten Reibrad
(39) besteht, das mit zwei einander bezüglich einer zur Trommel (1) senkrechten Ebene
durch die Spindel gegenüberliegenden, jeweils zwischen einer Freistellung und einer
Arbeitsstellung verstellbaren, dem Gestell zugeordneten Rollbahnen (40) zusammenwirkt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die den zugehörigen Gehäuseteil (2, 3) durchsetzenden Verteiler- und Sammelköpfe
(8, 9) mit den Zu- und Ableitungen (10, 11) über je einen Dichtungsflansch (42) verbunden
sind, an dem ein kardanisch abgestützter, mit der Zu- bzw. Ableitung (10, 11) über
einen Ausgleichsbalg verbundener Gegenflansch (43) unter einer axialen Federvorspannung
anliegt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die kardanische Abstützung des Gegenflansches (43) auf einer zur Zu- bzw. Ableitung
(10, 11) parallelen Führung (55) verschiebbar gelagert und in Verschieberichtung gegenüber
dem Anschluß (12) des Verteiler- bzw. Sammelkopfes (8, 9) abgestützt ist.
1. Device for heat-treating pourable bulk material having a frame for mounting a horizontal
drum (1) which is disposed between two housing parts (2, 3) of the frame (4), one
housing part including a material inlet and the other housing part including a material
discharge, said drum comprising a bundle of axis-parallel tubes (7) which are connected
via a distributor and collector head (9, 10) to supply and discharge lines (10, 11)
for a heat carrier, characterised in that the tubes (7) of the tube bundle are axially divided, and in that the shorter tube sections (7a) associated with the distributor head (8) are in flow
communication, via a mixing chamber (13) kept at a radial distance from the drum casing,
with the longer tube sections (7b) connected to the collector head (9).
2. Device as claimed in Claim 1, characterised in that the drum (1) comprises on the material discharge side an outlet section (16), which
issues in the housing part (3) with the material discharge (41) and is separated from
the rest of the drum (1) by a baffle plate (25), as well as at least one discharge
cylinder (27) which is mounted upstream of the baffle plate (25), radially adjoins
the drum casing and has at least one outlet opening (28) to the outlet section (16)
and a piston (29) which can be displaced over the axial length of the outlet opening
(28).
3. Device as claimed in Claim 2, characterised in that the piston (29) of the discharge cylinder (27) can be displaced by a spindle drive
(30) co-operating with a drive.
4. Device as claimed in Claim 3, characterised in that the drive for the spindle drive (30) consists of a drive wheel (31) mounted on the
spindle and having lantern gear toothing (32), which drive wheel co-operates with
two tappets (33) which are allocated to the frame (4), can each be displaced between
a free position and an engaged position and oppose each other relative to a plane
through the spindle and perpendicular to the drum (1).
5. Device as claimed in Claim 3, characterised in that the drive for the spindle drive (30) consists of a friction wheel (39) which is mounted
on the spindle and co-operates with two running tracks (40) which are allocated to
the frame, can each be displaced between a free position and a working position and
oppose each other relative to a plane through the spindle and perpendicular to the
drum (1).
6. Device as claimed in any one of Claims 1 to 5, characterised in that the distributor and collector heads (8, 9) extending through the associated housing
part (2, 3) are connected to the supply and discharge lines (10, 11) via a sealing
flange (42) in each case, which is adjoined by a gimbal-supported counter flange (43)
under axial spring bias, which counter flange is connected to the supply or discharge
line (10, 11) via equalisation bellows.
7. Device as claimed in Claim 6, characterised in that the gimbal support of the counter flange (43) is displaceably mounted on a guide
(55) in parallel with the supply or discharge line (10, 11) and is supported in the
displacement direction with respect to the terminal (12) of the distributor or collector
head (8, 9).
1. Dispositif pour le traitement thermique d'un matériau en vrac pouvant s'écouler, avec
un châssis pour loger un tambour (1) horizontal, disposé entre deux parties de caisse
(2, 3), comprenant, d'une part, une entrée de matière et, d'autre part, une évacuation
de matière, du châssis (4) et présentant un faisceau de tubes (7) parallèles à l'axe,
raccordés par le biais d'une tête de collecteur et d'une tête de distributeur (9,
10), au niveau des conduite d'alimentation et dérivation (10, 11) pour un fluide caloporteur,
caractérisé en ce que les tubes (7) du faisceau tubulaire sont divisés axialement et en ce que les sections de tubes (7a) plus courtes associées à la tête de distributeur (8) sont
en liaison fluidique avec les sections de tubes (7b) plus longues raccordées à la
tête de collecteur (9), sur une chambre de mélange (13) espacée radialement de l'enveloppe
du tambour.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tambour (1) présente, sur le côté évacuation de matière, une section d'écoulement
(16) débouchant dans la partie de caisse (3) avec l'évacuation de matière (41), qui
est séparée du reste du tambour (1) par une plaque réductrice (25), ainsi qu'au moins
un cylindre d'évacuation (27) placé radialement au niveau de l'enveloppe du tambour,
en amont de la plaque réductrice (25) et possédant au moins une ouverture de sortie
(28) pour la section d'écoulement (16) ainsi qu'un piston (29) réglable sur la longueur
axiale de l'ouverture de sortie (28).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que le piston (29) du cylindre d'évacuation (27) peut être réglé par un dispositif d'entraînement
à broche (30) concourant avec une commande.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que la commande pour le dispositif d'entraînement à broche (30) est composée d'une roue
d'entraînement (31), logée sur la broche, avec un engrenage à fuseaux (32), qui concoure
avec deux tourillons d'entraînement (33) affectés au châssis (4), réglables respectivement
entre une position libre et une position d'engrènement, opposés l'un à l'autre, en
ce qui concerne un plan perpendiculaire au tambour (1), travers la broche.
5. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que la commande pour le dispositif d'entraînement à broche (30) est composée d'une roue
de friction (39) logée sur la broche, qui concoure avec deux chemins de roulement
(40) affectés au châssis, réglables respectivement entre une position libre et une
position de travail, opposés l'un à l'autre, en ce qui concerne un plan perpendiculaire
au tambour (1), à travers la broche.
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les têtes de collecteur et de distributeur (8, 9) traversant la partie de caisse
(2, 3) associée, sont reliées aux conduite d'alimentation et dérivation (10, 11) par
le biais d'une bride d'étanchéité (42) au niveau de laquelle une contre-bride (43)
supportée à la Cardan, reliée par un compensateur à soufflet à la conduite d'alimentation
ou à la dérivation (10, 11), est placée sous une précharge de ressort axiale
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que le support cardanique de la contre-bride (43) est placé mobile sur un guide (55)
parallèle à la conduite d'alimentation ou dérivation (10, 11) et est supporté, dans
le sens de déplacement, face au raccordement (12) de la tête de collecteur ou de la
tête de distributeur (8, 9).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente