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EP 1 582 318 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.08.2006 Patentblatt 2006/33 |
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Anmeldetag: 16.03.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Messer für eine motorgetriebene Schneidmaschine
Knife for a motor driven cutting machine
Couteau pour une machine motorisée pour la coupe
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
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Priorität: |
03.04.2004 DE 102004016615
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.10.2005 Patentblatt 2005/40 |
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Patentinhaber: Reifenhäuser, Uwe, Dipl.-Ing. |
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57632 Flammersfeld (DE) |
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Erfinder: |
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- Reifenhäuser, Uwe, Dipl.-Ing.
57632 Flammersfeld (DE)
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| (74) |
Vertreter: Bauer, Dirk |
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BAUER WAGNER PRIESMEYER
Patent- und Rechtsanwälte,
Am Keilbusch 4 52080 Aachen 52080 Aachen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-98/57785 DE-A1- 19 612 055 US-A- 5 988 033
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DE-A1- 2 911 818 US-A- 5 635 002 US-A1- 2003 150 306
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Messer für eine motorgetriebene Schneidmaschine zum Schneiden
von Lebensmitteln, insbesondere von Wurstwaren, Käse, Gemüse und dergleichen, mit
einer im Betrieb der Schneidmaschine einem Laib des Lebensmittels zugewandten Rückseite
und mit einer dem Laib abgewandten Vorderseite, mit mindestens einem Einspannbereich,
in dem das Messer mit einem Antriebsorgan der Schneidmaschine verbindbar ist, sowie
mit einer Schneidkante, die in einer im Wesentlichen zu Rückseite und Vorderseite
parallelen Schnittebene verläuft und an der die Rückseite und die Vorderseite unter
einem spitzen Keilwinkel aufeinander zulaufen, mit einer an die Schneidkante angrenzenden
und im Wesentlichen parallel zu dieser begrenzten, glatt geschliffenen Keilwinkelfläche
mit einer Oberflächenrauhtiefe zwischen 1 und 10
µm und mit einer Messeransichtsfläche, die auf einer der Schneidkante abgewandten Seite
der Keilwinkelfläche angeordnet ist. Ein solches Messer ist, z.B., aus der US-5,988,033
bekannt.
[0002] Unter Oberflächenrauhtiefe wird im Rahmen dieser Anmeldung der Anteil eines gemessenen
Abstands zwischen der Spitze einer Erhebung und dem Tal einer naheliegenden Vertiefung
in der Oberfläche, der auf einer durch Mittelung über der Oberfläche ermittelten Referenzfläche
senkrecht steht, verstanden. Bei im Bereich der gemessenen Größenordnung im Wesentlichen
zufällig entstandenen Oberflächenstrukturen - beispielsweise im mikroskopischen Bereich
bei urgeformten Oberflächen - wird als Oberflächenrauhtiefe ein statistischer Mittelwert
dieses Längenwertes bezeichnet.
[0003] Messer der eingangs beschriebenen Art sind in einer Vielzahl von Ausführungen seit
langem allgemein bekannt. Typischer Weise beträgt der Keilwinkel bei Hochleistungsschneidmaschinen,
sogenannten "Slicern", für den industriellen Einsatz etwa 20° bis 25°, die Breite
der Keilwinkelfläche beträgt zwischen 0,1 und 5 mm, in der Regel zwischen 0,2 und
3 mm. Diese Fläche ist typischer Weise glatt geschliffen und geschlichtet. An die
Keilwinkelfläche schließt sich ein konkav gewölbter Bereich an, der im Übergang zur
Keilwinkelfläche etwa parallel zu der Schnittebene verläuft, so dass sich durch den
Materialabtrag beim Nachschleifen des Messers die zu schleifende Fläche nicht oder
nur ganz unwesentlich vergrößert.
[0004] Im Betrieb der bekannten Messer bildet der Übergang zwischen Keilwinkelfläche und
dem konkav gewölbten Bereich eine sogenannte "Abrisskante", an der sich die mit der
Schneidkante geschnittene Scheibe von der Oberfläche des Messers lösen soll. Bei Verwendung
der bekannten Messer entsteht jedoch - insbesondere beim Schneiden feuchter sowie
fettiger Produkte - häufig ein schlechtes Ablagebild und eine geringe Schneidqualität,
weil diese Produkte auch über die Abrisskante hinaus an der Messerfläche anhaften.
Die geschnittenen Scheiben werden dadurch nicht sauber abgelegt, sondern durch zu
große Reibung und dadurch bedingte zu große Impulsübertragung auf die Scheiben unkontrolliert
bewegt. Außerdem wird das Schneidgut durch die bewegte Messerfläche zusammengezogen,
was insbesondere bei verpackten SB-Lebensmitteln als Qualitätsbeeinträchtigung angesehen
wird.
Aufgabe der Erfindung
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Messer für eine motorgetriebene Schneidmaschine
vorzuschlagen, das das Anhaften der von dem Laib geschnittenen Lebensmittelscheiben
vermeidet.
Lösung
[0006] Ausgehend von den bekannten Messern wird nach der Erfindung ein Antihaftbereich vorgeschlagen,
der sich unmittelbar an die Keilwinkelfläche anschließt und einen Teil der Messeransichtsfläche
bildet, wobei der Antihaftbereich eine Oberflächenrauhtiefe zwischen 50 und 600
µm, vorzugsweise zwischen 200 und 400
µm aufweist.
[0007] In einem derart profilierten Antihaftbereich haftet aufgrund des an sich aus anderen
Technikgebieten bekannten "Lotoseffekts" das Produkt in weitaus geringerem Maß, als
dies bei einer glatt geschliffenen Oberfläche der Fall ist: Feuchtigkeit und Fett
können die in der Oberfläche ausgebildeten Vertiefungen nicht ausfüllen und stehen
daher nur auf den Erhebungen mit dem Messer in Kontakt. Diese Verminderung der Kontaktfläche
des Schneidguts im mikroskopischen Bereich führt auch makroskopisch zu deutlich geringeren
Haft- und Reibungseffekten zwischen Schneidgut und Messeroberfläche.
[0008] Die Anordnung eines solchen Antihaftbereichs unmittelbar im Anschluss an die Keilwinkelfläche
bewirkt ein frühzeitiges Ablösen einer Schneidgutscheibe von dem Messer. Insbesondere
durch die hohen Schnittgeschwindigkeiten, wie sie an industriellen Schneidmaschinen
auftreten, wird dieses Ablösen gefördert und ein erneutes Anlagern vermieden.
[0009] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Messers ist der Antihaftbereich
im Wesentlichen parallel zu der Schneidkante begrenzt und die Messeransichtsfläche
weist eine Oberflächenrauhtiefe auf, die deutlich geringer ist als die in dem Antihaftbereich.
Jede Begrenzung der Größe des Antihaftbereichs ermöglicht - da dessen Herstellung
aufwändig ist - eine preisgünstigere Herstellung des erfindungsgemäßen Messers. Gerade
bei Messern für industrielle Schneidmaschinen wird die gewünschte Ablösung des Schneidguts
von dem Messer bereits durch einen schmalen - mit einer Breite von wenigen Millimetern
bis ca. wenigen Zentimetern - streifenförmig parallel zu der Schneidkante ausgebildeten
Antihaftbereich zuverlässig erreicht. Die Bearbeitung der angrenzenden Messeransichtsfläche
kann dann deutlich weniger aufwändig gehalten werden. Die genannte Oberflächenrauhtiefe
entspricht insbesondere dem Ausgangszustand eines aus Blechmaterial hergestellten,
unbearbeiteten Rohlings.
[0010] Besonders bevorzugt ist an einem erfindungsgemäßen Messer nur auf der dem Laib des
Lebensmittels abgewandten Vorderseite ein Antihaftbereich ausgebildet. Auch durch
diese Maßnahme werden die Herstellungskosten des erfindungsgemäßen Messers möglichst
gering gehalten. Anhaftungen des ungeschnittenen Laibs an der Rückseite des Messers
sind einerseits weniger kritisch, da sie sich nicht unmittelbar auf die optische Qualität
des Schnittguts (mit den oben genannten Kriterien Ablagebild und Schneidqualität)
auswirken. Der ungeschnittene Laib haftet auch durch die im Vergleich zur geschnittenen
Scheibe deutlich höhere Festigkeit nur kurzfristig an und wird durch die Anhaftung
nicht wesentlich verformt. Darüber hinaus kann die Anhaftung des Laibs an der Rückseite
des Messers auch durch andere, preisgünstigere Maßnahmen - wie beispielsweise durch
eine hinterschnittene Ausbildung des Messers an der Rückseite (Hohlschliff) - wirksam
vermieden werden.
[0011] Vorzugsweise ist an einem erfindungsgemäßen Messer die Neigung der Keilwinkelfläche
gegenüber der Schnittebene größer, als die Neigung des Antihaftbereichs gegenüber
der Schnittebene. Insbesondere ist vorteilhaft die Grenze zwischen der Keilwinkelfläche
und dem Antihaftbereich durch eine Abrisskante in einer Oberflächenkontur des Messers
markiert. Hierdurch wird die Ablösung der geschnittenen Scheibe, die sich beim Schneidvorgang
relativ zum Messer von der Schneidkante über die Keilwinkelfläche und den Antihaftbereich
in Richtung der Messeransichtsfläche bewegt, weiter verbessert, weil die Massenträgheit
der geschnittenen Scheibe deren - insbesondere scharfkantiger - Umlenkung entgegensteht.
[0012] Fertigungstechnisch vorteilhaft weist der Antihaftbereich eines erfindungsgemäßen
Messers eine gravierte oder geprägte Struktur auf. Eine Vielzahl bekannter, ausgereifter
und kostengünstiger Verfahren stehen zur spanabhebenden oder umformenden Gestaltung
einer solchen Struktur zur Verfügung.
[0013] Bevorzugt besteht die Struktur im Antihaftbereich eines solchen erfindungsgemäßen
Messers aus im Wesentlichen parallelen Linien. Eine solche regelmäßige Struktur lässt
sich sowohl spanabhebend wie umformend besonders einfach herstellen. Die Linien sollten
insbesondere ungefähr senkrecht zu der Schneidkante beziehungsweise zu der Grenze
zwischen Keilwinkelfläche und Antihaftbereich verlaufen. Die Linien können zusätzlich
in Schnittrichtung auf die Schneidkante zu geneigt sein, so dass die Linien etwa senkrecht
zur Vorschubrichtung das Schneidgut passieren. Die Linien bilden dann eine Reihe aufeinander
folgender "Abrisskanten", wodurch wiederum das Ablösen des Schneidguts verbessert
werden kann.
[0014] Wenn die Linien erst in der Abrisskante enden, weist diese eine sägezahnartig "gezackte"
Struktur auf, wodurch das Ablösen des Schnittguts von der Messeroberfläche zusätzlich
befördert wird. Durch den Verlauf der Linien senkrecht zu der Schneidkante bleibt
diese gezackte Struktur auch beim Nachschleifen des erfindungsgemäßen Messers erhalten.
[0015] Vorzugsweise weisen diese den Antihaftbereich eines solchen erfindungsgemäßen Messers
kennzeichnenden Linien jeweils eine Länge zwischen 5 und 15 mm auf und verlaufen in
einem Abstand zwischen 0,2 und 2 mm zueinander parallel. Eine derartige Strukturierung
hat sich als besonders effektiv gezeigt.
[0016] Die Struktur im Antihaftbereich eines solchen erfindungsgemäßen Messers ist vorteilhafter
Weise mittels Laserbearbeitung eingebracht. Die Laserbearbeitung bietet zum Einen
auch die Möglichkeit, gehärtete Messerstähle mit der beschriebenen Strukturierung
zu versehen. Darüber hinaus können mittels Laserbearbeitung Oberflächenstrukturen
mit auch im mikroskopischen Bereich weitgehend konstanten Parameter erzeugt werden
und dies auf recht wirtschaftliche Weise.
[0017] An einem erfindungsgemäßen Messer ist bevorzugt der Antihaftbereich in einem konkaven
Bereich der Oberfläche des Messers angeordnet, der Abstand zwischen der Schneidkante
und der Grenze zwischen Keilwinkelfläche und Antihaftbereich liegt zwischen 0,1 und
5 mm, vorzugsweise zwischen 0,2 und 3 mm. Diese Merkmale entsprechen der Gestaltung
des aus dem Stand der Technik bekannten Messers, so dass das erfindungsgemäße Messer
ohne Modifikation einer vorhandenen Schneidmaschine als Ersatz für ein konventionelles
Messer zum Einsatz kommen kann.
[0018] Ein erfindungsgemäßes Messer kann einerseits eine in der Schnittebene gekrümmte Schneidkante
aufweisen, wobei ein solches Messer im Betrieb der Schneidmaschine um eine zu der
Schnittebene senkrechte Drehachse rotatorisch bewegbar ist. Solche Messer kommen insbesondere
in industriellen Schneidmaschinen für hohe Schnittgeschwindigkeiten, sogenannten "Slicern",
zum Einsatz.
[0019] Alternativ kann ein erfindungsgemäßes Messer auch eine geradlinig ausgebildete Schneidkante
aufweisen, wobei das Messer an gegenüber liegenden Enden eingespannt und im Betrieb
der Schneidmaschine in der Schnittebene translatorisch bewegbar ist. Derartige Messer
werden beispielsweise in Brotschneidemaschinen, insbesondere mit Messergattern, und
in sogenannten Brötchenteilern für den Einzelhandel eingesetzt.
[0020] Schließlich lässt sich das Messer nach der Erfindung dadurch sehr wirtschaftlich
herstellen, dass die Oberfläche im Antihaftbereich von dem Material des Messerkörpers,
das heißt aus Metall, gebildet wird. Die Möglichkeit des Verzichts auf jegliche Art
der Beschichtung spart Kosten und führt zu einer langen Haltbarkeit, weil ein Abnutzen
oder Ablösen einer Beschichtung nicht auftreten kann.
Ausführungsbeispiel
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend beispielhaft anhand von Zeichnungsfiguren erläutert.
Diese zeigen in
- Fig. 1
- die Vorderseite eines erfindungsgemäßen Messers und
- Fig. 2
- ein Detail dieser Vorderseite,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch dieses Messer senkrecht zur Schnittebene und
- Fig. 4
- ein Detail dieses Schnitts.
[0022] Das in den Figuren dargestellte erfindungsgemäße Messer 1 ist zum Betrieb in einer
nicht weiter dargestellten motorgetriebenen Schneidmaschine - einem sogenannten "Slicer"
- zum Schneiden von gleichfalls nicht dargestellten, insbesondere laibförmigen Lebensmitteln
wie Wurstwaren und Käse, aber auch von stückigem Gemüse wie Salatgurken oder Weißkohl
geeignet und vorgesehen.
[0023] Das Messer 1 ist in einem zentralen standardisierten Einspannbereich 2 mit einem
nicht dargestellten Antriebsorgan der Schneidmaschine, insbesondere einem Wellenzapfen,
verbindbar und mit diesem um seine Rotationsachse 3 rotierbar. Aufgrund der spiralig
gewendelten Schneidkante 4 des Messers 1 weist dieses im Anschluss an den Übergang
vom größten Radius 5 zum kleinsten Radius 6 einen etwa dreiecksförmigen Zwischenraum
7 auf, der bei jeder Umdrehung des Messers einen weiteren Vorschub des Lebensmittels
um die gewünschte Scheibendicke ermöglicht, ohne dass eine zusätzliche Zustellbewegung
in der Schnittebene 8 erforderlich wäre.
[0024] Im Betrieb ist die (in den Figuren 1 und 2 nicht dargestellte) Rückseite 9 des Messers
1 dem aufzuschneidenden Laib oder dem stückigen Gemüse, die Vorderseite 10 den abgeschnittenen
Scheiben zugewandt. Die Rückseite 9 weist zwecks Materialreduzierung sowie zur Verbesserung
der Schneidqualität eine konkave Hinterschneidung 11 in Form eines Hohlschliffs auf.
[0025] Auf der Vorderseite 10 weist das Messer 1 eine glatt geschliffene Keilwinkelfläche
12 mit einer - auf die Schnittebene 8 projizierten - Breite 13 von ca. 0,5 mm auf,
die mit der Rückseite 9 einen Keilwinkel 14 von 23 ° einschließt. An die Keilwinkelfläche
12 schließt sich ein konkaver Bereich 15 mit (wiederum projizierter) Breite 16 von
ca. 40 mm und ein zu der Schnittebene 8 paralleler Bereich 17 an. Zwischen der Keilwinkelfläche
12 und dem hier zunächst zu der Schneidkante 4 parallelen, konkaven Bereich 15 ist
eine zu der Schneidkante 4 parallel verlaufende Abrisskante 18 ausgebildet. Die auf
der Vorderseite 10 befindliche zentrale Messeransichtsfläche 22 addiert sich mit der
Keilwinkelfläche 12 zu der Gesamtfläche der Vorderseite 10. Die Fläche des parallelen
Bereichs 17 und die Fläche des konkaven Bereichs 15 ergeben zusammen die Messeransichtsfläche
22. Der Antihaftbereich 19 bildet einen Teil des konkaven Bereichs 15, und zwar den
der Keilwinkelfläche 12 zugewandten.
[0026] Unmittelbar im Anschluss an die Abrisskante 18, schon in dem konkaven Bereich 15
weist das Messer 1 einen Antihaftbereich 19 mit einer durch Laserbearbeitung gravierten
Struktur auf. Die gravierte Struktur besteht aus parallel verlaufenden, im Wesentlichen
senkrecht zu der Abrisskante 18 angeordneten Linien 20. Die Linien 20 weisen eine
über die gesamte Länge der Abrisskante 18 im Wesentlichen konstante Länge 21 von 10
mm, einen Abstand voneinander von ca. 1,5 mm, eine Breite von 0,3 mm und eine Tiefe
von 0,3 mm auf. Abstand, Breite und Tiefe der Linien 20 sind in den Figuren nicht
bemaßt. Die Linien 20 sind mittels Laserbearbeitung eingebracht.
[0027] In den Figuren sind
1.Messer
2.Einspannbereich
3.Rotationsachse
4.Schneidkante
5.größter Radius
6.kleinster Radius
7.Zwischenraum
8.Schnittebene
9.Rückseite
10. Vorderseite
11.Hinterschneidung
12.Keilwinkelfläche
13.Breite
14.Keilwinkel
15.konkaver Bereich
16.Breite
17.paralleler Bereich
18.Abrisskante
19.Antihaftbereich
20.Linie
21.Länge
22. Messeransichtsfläche
1. Messer (1) für eine motorgetriebene Schneidmaschine zum Schneiden von Lebensmitteln,
insbesondere von Wurstwaren, Käse, Gemüse und dergleichen, mit einer im Betrieb der
Schneidmaschine einem Laib des Lebensmittels zugewandten Rückseite (9) und mit einer
dem Laib abgewandten Vorderseite (10), mit mindestens einem Einspannbereich (2), in
dem das Messer (1) mit einem Antriebsorgan der Schneidmaschine verbindbar ist sowie
mit einer Schneidkante (4), die in einer im Wesentlichen zu Rückseite (9) und Vorderseite
(10) parallelen Schnittebene (8) verläuft und an der die Rückseite (9) und die Vorderseite
(10) unter einem spitzen Keilwinkel (14) aufeinander zulaufen, mit einer an die Schneidkante
(4) angrenzenden und im Wesentlichen parallel zu dieser begrenzten, glatt geschliffenen
Keilwinkelfläche (12) mit einer Oberflächenrauhtiefe zwischen 1 und 10 µm und mit
einer auf der Vorderseite (10) befindlichen Messeransichtsfläche, die auf einer der
Schneidkante (4) abgewandten Seite der Keilwinkelfläche (12) angeordnet ist, gekennzeichnet durch einen sich unmittelbar an die Keilwinkelfläche (12) anschließenden und einen Teil
der Messeransichtsfläche bildenden Antihaftbereich (19), der eine Oberflächenrauhtiefe
zwischen 50 und 600 µm, vorzugsweise zwischen 200 und 400 µm aufweist.
2. Messer (1) nach dem vorgenannten Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Antihaftbereich (19) im Wesentlichen parallel zu der Schneidkante (4) begrenzt
ist und dass die Messeransichtsfläche eine Oberflächenrauhtiefe aufweist, die geringer
ist als die Oberflächenrauhtiefe in dem Antihaftbereich.
3. Messer (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nur auf der dem Laib des Lebensmittels abgewandten Vorderseite (10) ein Antihaftbereich
(19) ausgebildet ist.
4. Messer (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung der Keilwinkelfläche (12) gegenüber der Schnittebene (8) größer ist,
als die Neigung des Antihaftbereichs (19) gegenüber der Schnittebene (8).
5. Messer (1) nach dem vorgenannten Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Grenze zwischen der Keilwinkelfläche (12) und dem Antihaftbereich (19) durch
eine Abrisskante (18) in einer Oberflächenkontur des Messers (1) markiert ist.
6. Messer (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antihaftbereich (19) eine gravierte oder geprägte Struktur aufweist.
7. Messer (1) nach dem vorgenannten Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Struktur aus im Wesentlichen parallelen Linien (20) besteht.
8. Messer (1) nach dem vorgenannten Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Linien (20) ungefähr senkrecht zu der Schneidkante (4) verlaufen.
9. Messer (1) nach einem der beiden vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Linien (20) ungefähr senkrecht zu der Grenze zwischen Keilwinkelfläche (12) und
Antihaftbereich (19) verlaufen.
10. Messer (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Linien (20) jeweils eine Länge (21) zwischen 5 und 15 mm aufweisen.
11. Messer (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Linien (20) in einem Abstand zwischen 0,2 und 2 mm zueinander parallel verlaufen.
12. Messer (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Struktur mittels Laserbearbeitung eingebracht ist.
13. Messer (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antihaftbereich (19) in einem konkaven Bereich (15) angeordnet ist.
14. Messer (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der Schneidkante (4) und der Grenze zwischen Keilwinkelfläche
(12) und Antihaftbereich (19) zwischen 0,1 und 5 mm, vorzugsweise zwischen 0,2 und
3mm, beträgt.
15. Messer (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidkante (4) in der Schnittebene (8) gekrümmt und dass das Messer (1) im
Betrieb der Schneidmaschine um eine zu der Schnittebene (8) senkrechte Drehachse rotatorisch
bewegbar ist.
16. Messer (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidkante geradlinig ausgebildet ist und dass das Messer an gegenüber liegenden
Enden eingespannt und im Betrieb der Schneidmaschine in der Schnittebene translatorisch
bewegbar ist.
17. Messer (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche im Antihaftbereich (19) von dem Material des Messerkörpers gebildet
ist.
1. A knife (1) for a motor-driven cutting machine for slicing foodstuffs, especially
sausages, cheese, vegetables and the like, comprising a backside (9) facing the body
of the foodstuff in the operation of the cutting machine and a front side (10) averted
from the body of the foodstuff, at least one clamping zone (2) in which the knife
(1) can be connected to a drive member of the cutting machine, and a cutting edge
(4) which extends in a cutting plane (8) substantially parallel to the rear side (9)
and the front side (10) and on which the rear side (9) and the front side (10) taper
towards one another under an acute wedge angle (14), a wedge angle surface (12) which
is adjacent to the cutting edge (4), substantially delimited from the same in a parallel
manner, is ground in a smooth manner with a surface roughness depth of between 1 and
10 µm, and a visible knife surface situated on the front side (10), which surface
is arranged on a side of the wedge angle surface (12) which is averted from the cutting
edge (4), characterized by an anti-stick region (19) which is directly adjacent to the wedge angle surface (12),
forms a portion of the visible knife surface and has a surface roughness depth of
between 50 and 600 µm, preferably between 200 and 400 µm.
2. A knife (1) according to the preceding claim, characterized in that the anti-stick region (19) is delimited substantially parallel to the cutting edge
(4) and that the visible knife surface has a surface roughness depth which is lower
than the surface roughness depth in the anti-stick region.
3. A knife (1) according to one of the preceding claims, characterized in that an anti-stick region (19) is only provided on the front side (10) averted from the
body of the foodstuff.
4. A knife (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the inclination of the wedge angle surface (12) relative to the cutting plane (8)
is larger than the inclination of the anti-stick region (19) relative to the cutting
plane (8).
5. A knife (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the boundary between wedge angle surface (12) and anti-stick region (19) is marked
by a tear-off edge (18) in a surface contour of the knife (1).
6. A knife (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the anti-stick region (19) has an engraved or embossed structure.
7. A knife (1) according to the preceding claim, characterized in that the structure consists substantially of parallel lines (20).
8. A knife (1) according to the preceding claim, characterized in that the lines (20) extend approximately perpendicular to the cutting edge (4).
9. A knife (1) according to one of the two preceding claims, characterized in that the lines (20) extend approximately perpendicular to the boundary between wedge angle
surface (12) and anti-stick region (19).
10. A knife (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the lines (20) each have a length (21) of between 5 and 15 mm.
11. A knife (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the lines (20) extend at a distance of between 0.2 and 2 mm parallel with respect
to each other.
12. A knife (1) according to one of the claims 6 to 11, characterized in that the structure is introduced by means of laser machining.
13. A knife (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the anti-stick region (19) is arranged in a concave region (15).
14. A knife (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the distance between the cutting edge (4) and the boundary between wedge angle surface
(12) and the anti-stick region (19) is between 0.1 and 5 mm, preferably between 0.2
and 3 mm.
15. A knife (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the cutting edge (4) is curved in the cutting plane (8) and that the knife (1) can
be moved in a rotational way during the operation of the cutting machine about a rotational
axis perpendicular to the cutting plane (8).
16. A knife (1) according to one of the claims 1 to 14, characterized in that the cutting edge is provided with a configuration in a straight line and that the
knife is clamped at opposite ends and can be moved in a translatory manner in the
cutting plane during the operation of the cutting machine.
17. A knife (1) according to one of the claims 1 to 16, characterized in that the surface in the anti-stick region (19) is formed by the material of the knife
body.
1. Couteau (1) pour une machine à découper à moteur destinée à découper des produits
alimentaires, en particulier des charcuteries, des fromages, des légumes et similaires,
avec une face arrière (9) tournée vers un bloc de produit alimentaire pendant le fonctionnement
de la machine à découper et une face avant (10) tournée à l'opposée du bloc, avec
au moins une zone de serrage (2) dans laquelle le couteau (1) peut être relié à un
organe d'entraînement de la machine à découper et avec un bord coupant (4) qui se
trouve dans un plan de coupe (8) sensiblement parallèle à la face arrière (9) et à
la face avant (10) et au niveau duquel la face arrière (9) et la face avant (10) se
rejoignent en formant un angle de taillant aigu (14), avec une surface d'angle de
taillant (12) lissée par meulage, contiguë au bord coupant (4) et délimitée de façon
sensiblement parallèle à celui-ci, ayant une rugosité de surface de 1 à 10 µm, et
avec une surface visible du couteau située sur la face avant (10), disposée d'un côté
de la surface d'angle de taillant (12) opposé au bord coupant (4), caractérisé en ce qu'il comporte une zone antiadhésive (19) immédiatement limitrophe de la surface d'angle
de taillant (12) et formant une partie de la zone visible du couteau, dont la rugosité
de surface est comprise entre 50 et 600 µm, de préférence entre 200 et 400 µm.
2. Couteau (1) selon la revendication précédente, caractérisé en ce que la zone anti-adhésive (19) est délimitée de façon sensiblement parallèle au bord
coupant (4) et en ce que la surface visible du couteau a une plus faible rugosité de surface que la zone anti-adhésive.
3. Couteau (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il n'y a une zone anti-adhésive (19) que sur la face avant (10) tournée à l'opposé
du bloc de produit alimentaire.
4. Couteau (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'inclinaison de la surface d'angle de taillant (12) par rapport au plan de coupe
(8) est plus grande que l'inclinaison de la zone anti-adhésive (19) par rapport au
plan de coupe (8).
5. Couteau (1) selon la revendication précédente, caractérisé en ce que la limite entre la surface d'angle de taillant (12) et la zone anti-adhésive (19)
est marquée par un bord de séparation (18) dans le contour de surface du couteau (1).
6. Couteau (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la zone anti-adhésive (19) présente une structure gravée ou estampée.
7. Couteau (1) selon la revendication précédente, caractérisé en ce que la structure est formée par des lignes (20) sensiblement parallèles.
8. Couteau (1) selon la revendication précédente, caractérisé en ce que les lignes (20) sont à peu près perpendiculaires au bord coupant (4).
9. Couteau (1) selon l'une des deux revendications précédentes, caractérisé en ce que les lignes (20) sont à peu près perpendiculaires à la limite entre la surface d'angle
de taillant (12) et la zone anti-adhésive (19).
10. Couteau (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les lignes (20) ont chacune une longueur (21) comprise entre 5 et 15 mm.
11. Couteau (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les lignes (20) sont espacées parallèlement les unes des autres de 0,2 à 2 mm.
12. Couteau (1) selon l'une quelconque des revendications 6 à 11, caractérisé en ce que la structure est créée par usinage au laser.
13. Couteau (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la zone anti-adhésive (19) est disposée dans une zone concave (15).
14. Couteau (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la distance entre le bord coupant (4) et la limite entre la surface d'angle de taillant
(12) et la zone anti-adhésive (19) est comprise entre 0,1 et 5 mm, de préférence entre
0,2 et 3 mm.
15. Couteau (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le bord coupant (4) est courbe dans le plan de coupe (8) et en ce que le couteau (1) peut être entraîné en rotation autour d'un axe de rotation perpendiculaire
au plan de coupe (8) pendant le fonctionnement de la machine à découper.
16. Couteau (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que le bord coupant est rectiligne et en ce que le couteau est serré à des extrémités opposées et peut être entraîné en translation
dans le plan de coupe pendant le fonctionnement de la machine.
17. Couteau (1) selon l'une quelconque des revendications 1 bis 16, caractérisé en ce que la surface de la zone anti-adhésive (19) est formée par le matériau du corps du couteau.