(19)
(11) EP 1 582 614 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
05.10.2005  Patentblatt  2005/40

(21) Anmeldenummer: 04008159.8

(22) Anmeldetag:  03.04.2004
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7D04B 15/48, D04B 15/52
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL HR LT LV MK

(71) Anmelder: H. Stoll GmbH & Co. KG
72760 Reutlingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Schmodde, Hermann
    72160 Horb (DE)

(74) Vertreter: Kohler Schmid Möbus 
Patentanwälte Kaiserstrasse 85
72764 Reutlingen
72764 Reutlingen (DE)

   


(54) Vorrichtung zur Lieferung einer Fadenmenge


(57) Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (1) zur Lieferung der für jede Phase des Strickvorgangs gerade erforderlichen Fadenmenge an einen Fadenführer (11) einer Strickmaschine. Die Vorrichtung (1) weist zwischen einer Fadenspule (10) und dem Fadenführer (11) angeordnete Mittel zur Speicherung einer Fadenmenge und Mittel zur Fadenförderung zum Fadenführer und von diesem weg auf. Es wird exakt die Fadenmenge der Maschenbildung zugeführt, die auch tatsächlich benötigt wird.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Lieferung einer Fadenmenge von einer Fadenspule an einen Fadenführer.

[0002] Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise durch die EP 1 231 310 A1 beschrieben.

[0003] Im Vergleich der Maschinen, welche textile Flächen bilden können, hat die Flachstrickmaschine unter anderem ihre Stärke darin, dass bei flächigen Gestricken die Kontur und bei räumlichen Gestricken die dreidimensionale Form während des Strickprozesses gebildet werden kann. Dadurch kann ein Gestrickstück mit minimaler Strickfadenmenge gebildet werden, zudem wird bei der weiteren Konfektion keine Zeit für Zuschneidearbeiten benötigt.

[0004] Die Entwicklung dieser Gestricke begann mit den flächigen Gestricken, die international "fully fashioned" genannt werden. Da für ein komplettes Gestrickstück, z. B. für einen Pullover, mehrere "fully fashioned" - gestrickte Teile, nämlich Vorderteil, Rückenteil, Ärmel, miteinander verbunden werden müssen, ist es wichtig, dass alle Teile mit einer möglichst gleichmäßigen Kontur produziert werden können.

[0005] Die Gleichmäßigkeit der Gestricke wird bisher dadurch erreicht, dass der Strickfaden mit möglichst gleichmäßiger Spannung der Maschenbildung zugeführt wird. Hierzu sind diverse Einrichtungen, insbesondere Fournisseure, entwickelt worden.

[0006] In der EP 1 231 310 A 1 ist außerdem eine Fadenliefervorrichtung beschrieben, mit welcher der Maschenbildung eine definierte Fadenmenge zugeführt wird. Ein Förderwalzen-Paar, welches von einem ansteuerbaren E-Motor angetrieben wird, soll von der Strickfadenspule die Fadenmenge abziehen, welche im selben Moment für die Maschenbildung vorgegeben ist. Zwischen dem Förderwalzen-Paar und dem Fadenführer ist der Faden durch eine Öse geführt. Diese Öse befindet sich an einem mit Federkraft beaufschlagten Arm, welcher mit einem Sensor zusammen wirkt. Ist die von den Walzen geförderte Fadenmenge identisch mit der für die Maschenbildung benötigten Fadenmenge, so ist der Arm in seiner Normalposition. Wird von den Walzen mehr Faden gefördert, als für die Maschenbildung benötigt wird, schwenkt der Arm in Richtung seiner Federkraftbeaufschlagung aus, und der Sensor erkennt an der Winkeländerung, um wie viel die Fadenförderung vermindert werden muss. Wird weniger Faden gefördert, als für die Maschenbildung benötigt wird, so wird der Arm entgegen seiner Beaufschlagungsrichtung durch die Feder ausgelenkt. Dadurch erkennt der Sensor wiederum aus dem Auslenkwinkel, um wie viel die Fadenförderung erhöht werden muss.

[0007] Die Fadenmenge, welche durch den Schwenkbereich des Arms aufgenommen werden kann, ist eine Fadenreservemenge, die dann benötigt wird, wenn das Fördersystem beim Start zuerst sein Massenträgheitsmoment überwinden muss, bevor die Fadenförderung beginnt. Die Schwenkbewegung des Arms in Richtung seiner Federkraftbeaufschlagung wird auch ausgenutzt zur Fadenrückholbewegung, wenn sich der Fadenführer von seiner Position außerhalb des Nadelraums zum Nadelraum hin in Richtung Fadenliefervorrichtung bewegt. Da bei dieser Einrichtung der Faden mittels Förderwalzen direkt von der Spule abgezogen wird, hat er immer noch die unterschiedlichen Spannungen, wie sie beim Wickeln der Spule entstanden sind. Da jeder Faden eine mehr oder weniger große Elastizität hat, verfälschen die unterschiedlichen Spannungen im Faden die Fadenmenge, die der Maschenbildung zugeführt wird. Deshalb ist bei diesem System der Arm, mit welchem eine Fadenmenge reguliert werden kann, schon vom Funktionsprinzip her nötig. Nachteilig an der Vorrichtung entsprechend der EP 1 231 310 A 1 ist, dass eine Fadenmenge nur zum Fadenführer hin gefördert werden kann und nicht auch vom Fadenführer weg. Dadurch kann ein Fadenführer nur so weit vom Gestrickende abgestellt werden, dass der Arm die Fadenmenge aufholen kann, wenn sich der Fadenführer zum Gestrick hin in Richtung zur Fadenliefervorrichtung bewegt. Die Fadenmenge, die dann zur Maschenbildung verwendet wird, ist so lange keine definierte Fadenmenge für diese Maschenbildungssektion, bis der Arm in seine Normalposition geschwenkt ist und die Fadenförderung durch die Walzen einsetzt.

[0008] Der Anmelder hat sich die Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung zur Lieferung einer Fadenmenge bei einer Flachstrickmaschine unter Berücksichtigung jeder Fadenführerbewegung zu schaffen, sodass exakt die Fadenmenge der Maschenbildung zugeführt wird, die auch tatsächlich benötigt wird.

[0009] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zur Lieferung der für jede Phase des Strickvorgangs gerade erforderlichen Fadenmenge an einen Fadenführer einer Strickmaschine gelöst, wobei die Vorrichtung zwischen einer Fadenspule und dem Fadenführer angeordnete Mittel zur Speicherung einer Fadenmenge und Mittel zur Fadenförderung zum Fadenführer und von diesem weg aufweist. Vorteilhafterweise kann damit dem Fadenführer immer bei jeder seiner Bewegungen die exakte, für den Strickvorgang gerade benötigte Fadenmenge zugeführt werden.

[0010] Durch eine Fadenführerbewegung auf die erfindungsgemäße Vorrichtung zu wird nicht benötigter Faden von den Mitteln zur Fadenförderung durch eine entsprechende Richtungsumkehr der Förderrichtung wieder den Mitteln zur Speicherung einer Fadenmenge zugeführt.

[0011] In technischer Umsetzung der Lösung der Erfindung sind zwei Alternativen denkbar: Es können die Mittel zur Speicherung einer Fadenmenge durch einen Fournisseur ausgebildet sein, auf den eine von der Fadenspule abgezogene Fadenmenge aufgewickelt und von den Mitteln zur Fadenförderung an den Fadenführer abgegeben und der durch die Fadenführerbewegung auf die Vorrichtung zu nicht benötigte Faden wieder aufgenommen werden kann.

[0012] Die Mittel zur Fadenförderung können beispielsweise eine Fadenöse umfassen, die in beiden Rotationsrichtungen entlang des Umfangs des Fournisseurs bewegbar ist. Damit ist eine Lieferung der exakt benötigten Fadenmenge möglich.

[0013] Die Mittel zur Speicherung einer Fadenmenge können aber auch durch einen schwenkbar angeordneten Arm mit einer Öse, durch die der Faden hindurchgeführt ist, gebildet sein.

[0014] Als Mittel zur Fadenförderung kann ein Förderwalzenpaar, das in der Förderrichtung umkehrbar ist, eingesetzt werden.

[0015] In Weiterbildung der Erfindung kann eine Einrichtung zur Bestimmung der benötigten Fadenmenge beispielsweise aus Muster-, Maschinen- und Garndaten vorgesehen sein, die mit dem Antrieb der Mittel zur Fadenförderung gekoppelt ist.

[0016] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen erfindungsgemäßer Vorrichtungen anhand der Zeichnung näher beschrieben.

[0017] Im Einzelnen zeigt:
Fig. 1
eine schematische Darstellung einer ersten erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Lieferung einer Fadenmenge;
Fig. 2
einen Schnitt längs einer Linie A-A durch die Vorrichtung gemäß Fig. 1;
Fig. 3
eine erste zugeführte Fadenmenge;
Fig. 4
eine zweite zugeführte Fadenmenge;
Fig. 5
eine schematische Darstellung einer zweiten erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Lieferung einer Fadenmenge.


[0018] Aus der Fig. 1 ist eine Vorrichtung 1 zur Lieferung einer Fadenmenge dargestellt, mit deren Hilfe während des Strickprozesses in jeder Strickreihe jeder Nadel exakt die Fadenmenge zugeführt wird, die sie benötigt, um entsprechend den Vorgaben bezüglich Muster - Größe - Form ein Gestrick zu bilden. Die Vorrichtung 1 besteht aus einem Fournisseur 2 als Mittel zur Speicherung einer Fadenmenge und einer Einrichtung 3 zur Förderung der erforderlichen Fadenmenge, welche über eine Halterung 4 miteinander verbunden sind.

[0019] Der Fournisseur 2 umfasst einen Wickelring 22, welcher von einem ansteuerbaren Elektromotor 21 in Pfeilrichtung 23 angetrieben werden kann. Dadurch wird ein durch eine Öse 24 zugeführter Faden 100 auf den zylinderförmigen starr angeordneten Wickelkörper 25 gewickelt. Der Elektromotor 21 wird so angesteuert, dass sich ständig eine vorgegebene Anzahl von Fadenwicklungen 26 auf dem Wickelkörper 25 befindet. Beim Aufbringen der Fadenwicklungen 26 auf den Wickelkörper 25 können sich die unterschiedlichen Spannungen im Faden ausgleichen, die beim Wickeln auf eine Fadenspule 10 entstanden sind. Eine weitestgehend einheitliche Spannung im Faden 100' ist die Voraussetzung, dass eine exakte Dosierung der Fadenmenge realisiert werden kann.

[0020] Die Einrichtung 3 umfasst einen Arm 32, welcher von einem Elektromotor 31 so angetrieben werden kann, dass er mit einer Öse 33 den Wickelkörper 25 umkreist. Dabei kann die Umkreisung entgegen der Fadenwicklung durchgeführt werden, so dass der Faden von dem Wickelkörper 25 abwickelt wird. Die Umkreisung kann auch in Richtung der Fadenwicklung durchgeführt werden, so dass der Faden auf den Wickelkörper 25 aufgewickelt wird.

[0021] Die Fadenmenge für jede Masche entspricht einem Teilumfang des Wickelkörpers 25. Diese Fadenmenge muss mithilfe des Arms 32 in der zur Verfügung stehenden Zeiteinheit von dem Wickelkörper 25 abgewickelt werden. Damit die exakte Fadenmenge genau der betreffenden Nadel zugeführt werden kann, wird der Elektromotor 31 über eine Steuersignalleitung 5 von einer Steuerungseinheit 6 angesteuert. Eine Maschinensteuerungseinheit 8 liefert über eine Datenleitung 7 folgende Informationen an die Steuerungseinheit 6 zur Steuerung des Elektromotors 31:
  • Fadenmenge für jede Nadel, welche am Strickvorgang beteiligt ist;
  • Verteilung der aktiven Nadeln im vorderen und/oder hinteren Nadelbett (Gestrickbreite);
  • Geschwindigkeit des Fadenführers;
  • Bewegungsrichtung des Fadenführers, von der Spule weg und zur Spule hin;
  • Überlaufweg des Fadenführers über die jeweiligen Randnadeln des Gestricks.


[0022] Aus diesen Daten berechnet die Steuerungseinheit 6 diejenige Fadenmenge, welche in einer bestimmten Zeit von dem Wickelkörper 25 abgewickelt werden muss, und steuert den Elektromotor 31 so an, dass der Arm 32 mit der Öse 33 in der benötigten Geschwindigkeit eine entsprechende Kreisbewegung um den Wickelkörper 25 ausführt.

[0023] Der Weg des Fadens 100, 100', 100" von der Spule 10 zur Maschenbildung 12 ist in Fig. 1 beispielhaft dargestellt. Der Faden 100, welcher mit unterschiedlichen Spannungen durch die Spulenwicklung behaftet ist, wird über eine Umlenkstelle U1 von der Spule 10 abgezogen. Nachdem er einen Fadenbruchsensor 15 passiert hat, wird er über eine Umlenkstelle U2 durch eine Hohlachse des Fournisseurs 2 geführt und mit dem Wickelring 22 und dessen Öse 24 um den Wickelkörper 25 gewickelt. Dabei gleichen sich die Spannungen im Faden 100 aus und der Faden 100' liegt mit gleichmäßiger Spannung am Wickelkörper 25 an. Dieser Faden 100' wird als dosierte Fadenmenge 100" mit Hilfe des Arms 32 vom Wickelkörper 25 abgewickelt und durch die Hohlwelle der Einrichtung 3 über den Fadenbruchsensor 15, die Umlenkstellen U3 und U4 sowie mit Hilfe eines Fadenführers 11 der Maschenbildung 12 zugeführt.

[0024] Es ist beispielhaft gezeigt, dass die Maschenbildung 12 mit unterschiedlichen Nadeleinteilungen und Maschengrößen erfolgen kann. In einer Sektion 12' werden mittelgroße Maschen auf einem vorderen und einem hinteren Nadelbett gebildet. In einer Sektion 12" werden Maschen derselben Größe nur auf dem hinteren Nadelbett gebildet. In Sektion 12"' werden mittelgroße Maschen nur auf dem vorderen Nadelbett und in Sektion 12"" werden relativ große Maschen auf dem vorderen und hinteren Nadelbett gebildet.

[0025] Für jede einzelne Masche, egal in welchem Maschenverband oder in welcher Größe sie gebildet wird, dosiert die Einrichtung 3 die richtige Fadenmenge für die betreffende Masche.

[0026] Fig. 2 zeigt in vergrößerter Darstellung den Arm 32 und die Öse 33 der Einrichtung 3. Wird der Arm 32 in Richtung des Pfeils 40 bewegt, so wird eine definierte Fadenmenge vom Wickelkörper 25 abgewickelt. Bei einer Bewegung des Arms 32 in Richtung des Pfeils 50 wird eine definierte Fadenmenge auf den Wickelkörper 25 aufgewickelt.

[0027] Figuren 3 und 4 veranschaulichen die Lieferung unterschiedlicher Fadenmengen, wie sie von der Einrichtung 3 für dasselbe Gestrick in demselben Nadelraum NR zugeführt werden müssen, wenn sich der Fadenführer 11 von der Vorrichtung 1 weg oder auf diese zu bewegt.

[0028] Gemäß Fig. 3 bewegt sich der Fadenführer 11 in Richtung des Pfeils X von der Vorrichtung 1 weg. Von der Parkposition des Fadenführers 11 bis zu einer Anfangsnadel NA des Nadelraums NR (Strecke S1) muss keine Fadenmenge vom Wickelkörper abgewickelt werden. Von der Fadenführerposition über der Nadel NA bis zur Fadeneinlageposition für die Nadel NA (Strecke S2) muss die Fadenmenge vom Wickelkörper abgewickelt werden, welche dem Fadenführerweg S2 entspricht. Bei der Fadeneinlagebewegung des Fadenführers über den gesamten Nadelraum (Strecke S3) muss eine Fadenmenge vom Wickelkörper abgewickelt werden, welche den Maschengrößen und der Nadeleinteilung aller Nadeln des Nadelraums zuzüglich des Fadenführerwegs S3 entspricht. Von der Fadenführerendposition bis zur Fadenführerparkposition (Strecke S4) muss die Fadenmenge vom Wickelkörper abgewickelt werden, welche dem Fadenführerweg S4 entspricht.

[0029] Fig. 4. stellt dagegen die Bewegung des Fadenführers 11 in Pfeilrichtung X' auf die Vorrichtung 1 zu dar. Von der Parkposition des Fadenführers bis zur Anfangsnadel NE des Nadelraums NR (Strecke S1') muss die Fadenmenge auf den Wickelkörper gewickelt werden, welche dem Fadenführerweg S1' entspricht. Von der Fadenführerposition über der Nadel NE bis zur Fadeneinlageposition für die Nadel NE (Strecke S2') muss keine Fadenmenge auf oder vom Wickelkörper gewickelt werden. Bei der Fadeneinlagebewegung des Fadenführers über den gesamten Nadelraum (Strecke S3') muss eine Fadenmenge vom Wickelkörper abgewickelt werden, welche den Maschengrößen und der Nadeleinteilung aller Nadeln des Nadelraums abzüglich des Fadenführerwegs S3 entspricht. Von der Fadenführerendposition bis zur Fadenführerparkposition (Strecke S4') muss keine Fadenmenge auf oder vom Wickelkörper gewickelt werden.

[0030] Bei einer alternativen Ausführungsform, welche in der Fig. 5 dargestellt ist, umfasst eine Vorrichtung 200 zur Lieferung einer definierten Fadenmenge an einen Fadenführer 201 einen federbeaufschlagten Arm 202 und zwei Förderwalzen 203 und 204.

[0031] Der von einer Spule 205 abgezogene Faden 206 wird über eine Umlenkrolle 207 geführt. Der Arm 202 weist an seinem dem Faden 206 zugeordneten Ende eine Öse 208 auf, durch die der Faden 206 hindurchgeführt ist. Die Walzen 203 und 204 klemmen den Faden 206 ein. Drehbewegungen der Walzen 203 und 204 (siehe Doppelpfeile 209 und 210) führen eine Fadenmenge zum Fadenführer 201 hin bzw. von diesem weg. Eine Kompensation der Fadenmenge bei Bewegung des Fadenführers 201 auf die Vorrichtung zu kann durch die Bewegung des Arms 202 in Pfeilrichtung 211 in Richtung der Federkraft erreicht werden, wodurch der Faden 206 stets gespannt bleibt. Je nach Auslenkung des Arms 202 kann über die Strecke der Auslenkung Faden gespeichert werden.

BEZUGSZEICHEN



[0032] 
1
Vorrichtung zur Lieferung einer Fadenmenge
2
Fournisseur
3
Einrichtung zur Fadenförderung
4
Halterung
5
Steuersignalleitung
6
Steuerungseinheit
7
Datenleitung
8
Maschinensteuerungseinheit
12
Maschenbildung
12'
Sektion
12"
Sektion
15
Fadenbruchsensor
21
Elektromotor
22
Wickelring
23
Pfeilrichtung
24
Öse
25
Wickelkörper
26
Fadenwicklung
31
Elektromotor
32
Arm
33
Öse
40
Pfeil
50
Pfeil
100
Faden
100'
Faden
100"
Faden
200
Vorrichtung zur Lieferung einer Fadenmenge
201
Fadenführer
202
Arm
203
Walze
204
Walze
205
Spule
206
Faden
207
Umlenkrolle
208
Öse
209
Doppelpfeil
210
Doppelpfeil
211
Pfeilrichtung
U1
Umlenkstelle
U2
Umlenkstelle
U3
Umlenkstelle
U4
Umlenkstelle
NE
Nadel
NR
Nadelraum
NA
Anfangsnadel
S1
Strecke
S2
Strecke
S3
Strecke
S4
Strecke
S1'
Strecke
S2'
Strecke
S3'
Strecke
S4'
Strecke
X
Pfeil



Ansprüche

1. Vorrichtung (1; 200) zur Lieferung der für jede Phase des Strickvorgangs gerade erforderlichen Fadenmenge an einen Fadenführer (11; 201) einer Strickmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1; 200) zwischen einer Fadenspule (10; 205) und dem Fadenführer (11; 201) angeordnete Mittel zur Speicherung einer Fadenmenge und Mittel zur Fadenförderung zum Fadenführer und von diesem weg aufweist.
 
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Speicherung einer Fadenmenge durch einen Fournisseur (2) ausgebildet sind, auf den eine von der Fadenspule (10) abgezogene Fadenmenge (100) aufgewickelt und von den Mitteln zur Fadenförderung an den Fadenführer (11) abgegeben und der durch die Fadenführerbewegung auf die Vorrichtung zu nicht benötigte Faden wieder aufgenommen werden kann.
 
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Fadenförderung eine Fadenöse (33) umfassen, die in beiden Rotationsrichtungen in einer Kreisbewegung um den Fournisseur (2) bewegbar ist.
 
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Speicherung einer Fadenmenge durch einen schwenkbar angeordneten, federbeaufschlagten Arm (202) mit einer Öse (208), durch die der Faden (206) hindurchgeführt ist, ausgebildet sind
 
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Fadenförderung als ein Förderwalzenpaar (203, 204) zur Bewegung des Fadens (206) zum Fadenführer (201) und von diesem weg ausgebildet sind.
 
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung (6) zur Bestimmung der Fadenmenge vorgesehen ist, die mit dem Antrieb der Mittel zur Fadenförderung gekoppelt ist.
 




Zeichnung













Recherchenbericht