[0001] Die Erfindung betrifft ein Fugendichtungselement zum Abdichten einer zwischen zwei
Betonierabschnitten ausgebildeten Fuge sowie einem Halter zur Befestigung der Fugendichtungselemente.
[0002] Aus der DE 199 35 578 C2 geht ein Fugenblech zum Abdichten von Arbeitsfugen in Betonbauteilen
hervor, die ein Trägerblech umfassen, welches mit einer Dichtungsschicht versehen
ist. Diese Dichtungsschicht ist aus einer Fasermatte hergestellt, die aus einem wasserabweisenden
oder aber auch aus einem quellfähigen Material bestehen kann. Je nach Anwendungszweck
kann die Dichtungsmasse bitumen- und/oder quellfähige Massen enthalten.
[0003] Dieses Fugenblech weist den Nachteil auf, dass die Fasermatte ungleichmäßig getränkt
ist beziehungsweise in Abhängigkeit deren Lagerung unterschiedlich stark getränkte
Bereiche umfasst. Eine zuverlässige Abdichtung ist nicht mit Sicherheit gegeben.
[0004] Aus der DE 297 10 007 U1 geht ein Stellblech zur Arbeitsfugenabdichtung im Betonbau
hervor. Dieses Stellblech besteht aus einem Metallblech und weist entlang seiner gesamten
Länge an einem Seitenkantenbereich eine streifenförmige Beschichtung aus wasserquellfähigem
Polymermaterial auf. Dieses wasserquellfähige Polymermaterial ist mit Mitteln zur
Quellverzögerung versehen, so dass das Aufquellen des wasserquellfähigen Polymermaterials
nach Einbetonieren wenigstens so lange verzögert wird, bis die Aushärtung des Betons
genügend fortgeschritten ist, um Spannungen, Risse oder Brüche im Beton sowie Veränderungen
des Frischbetons durch das Aufquellen des Polymermaterials zu verhindern.
[0005] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein Fugendichtungselement zu
schaffen, das eine hohe Sicherheit für die gewünschte Wassersperrfunktion erzielt
und ohne Betonaufkantung eingebaut werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. In
den weiteren Ansprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des
Fugendichtungselementes sowie eines Halters zur Befestigung der Fugendichtungselemente
vorgesehen.
[0007] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung eines Fugendichtungselementes mit zumindest einer
auf dem Trägerelement haftenden Schicht, die zumindest eine Komponente aufweist, welche
durch Kristallisation die Fuge kapillar abdichtet, wird ermöglicht, dass ein Selbstheilungseffekt
gegeben ist. Die die Kristallisation bewirkende Komponente wächst beziehungsweise
schlängelt sich durch die Poren beziehungsweise Kapillare, durch die Feuchtigkeit
eindringt und verdämmt so auch kleinstmögliche wasserführende Kapillare. Insbesondere
bei Haarrissen bis 0,4 mm werden diese vollständig durch das Wachsen der Kristalle
abgedichtet. Dieser Kristallisationseffekt führt sich so lange selbst fort, so lange
Feuchtigkeit in der Fuge oder den Mikrorissen enthalten ist. Dadurch wird ermöglicht,
dass unabhängig des anstehenden Wasser- oder Dampfdruckes eine Kristallisation erfolgt,
welche die Fuge zwischen den Betonierabschnitten und mögliche Kapillare zwischen dem
Fugendichtungselement und den Betonierabschnitten vollständig abdichtet. Gleichzeitig
wird durch diese Kristallisation der Vorteil erzielt, dass in dem kritischen oder
abzudichtenden Bereich, beispielsweise eine Arbeitsfuge, eine Qualitätserhöhung des
Betons entsteht. Durch die Auskristallisation kann zumindest die Erhöhung der Betonqualität
um eine Klasse im Bereich des Fugendichtungselements erzielt werden.
[0008] Dieses erfindungsgemäße Fugendichtungselement kann in sämtlichen Anwendungsgebieten
eingesetzt werden, insbesondere auch für stark unter Wasserdruck stehende Betonierabschnitte.
[0009] Vorteilhafterweise ist wenigstens ein Anteil von 1% der Kristallisationskomponente
in der haftenden Schicht vorgesehen. Bevorzugt wird der Kristallisationskomponente
eine haftende Komponente beigemischt, so dass die Kristallisationskomponente bis zum
Einbau auf dem Trägerelement haften bleibt. Alternativ kann auch vorgesehen sein,
dass die Kristallisationskomponente auf die haftende Schicht am Trägerelement aufgeblasen,
aufgestreut, aufgewalzt, aufgesprüht oder dergleichen wird.
[0010] Vorteilhafterweise ist vorgesehen, dass zumindest eine Seitenfläche des Trägerelementes
eine raue Oberfläche aufweist, auf welcher die haftende Schicht aufgebracht ist. Durch
die Rauhigkeit der zumindest einen Seitenfläche des Trägerelementes, die entlang seiner
gesamten Länge zumindest streifenförmig vorgesehen ist, wird die Oberfläche vergrößert,
so dass eine bessere Haftung der Schicht mit der zumindest einen Kristallisationskomponente
gegeben ist. Zusätzlich weist diese Oberflächenrauhigkeit den Vorteil auf, dass nach
einem zumindest teilweisen Auskristallisieren die Kristallstrukturen sich auch an
der rauen Oberfläche des Trägerelementes verhaken können beziehungsweise an diese
heran oder zumindest teilweise in diese hineinwachsen können, um eine kapillare Abdichtung
zu ermöglichen.
[0011] Die obere Oberflächenrauhigkeit des Trägerelementes wird vorteilhafterweise durch
eine Rändelung, Riffelung, durch Ätzen, Schleifen, Erodieren, Laserbehandeln, Sputtern
oder ähnlichen Verfahren eingebracht. In Abhängigkeit der verwendeten Materialien
für das Trägerelement werden die einzelnen Verfahren zur Herstellung der Oberflächenrauhigkeit
eingesetzt. Gleichzeitig können in Abhängigkeit der gewünschten Oberflächenrauhigkeit
die entsprechenden Verfahren zur Herstellung der Rauhigkeit ausgewählt werden.
[0012] Das Fugendichtungselement weist nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ein
die Oberflächenrauhigkeit erhöhendes körniges Material auf, das in die haftende Schicht
teilweise eingebracht ist. Bei dieser Ausführungsform ist die haftende Schicht zur
Aufnahme des körnigen Materials vorteilhafterweise etwas dicker ausgebildet als zur
ausschließlichen Aufnahme der Kristallkomponente, so dass einerseits eine sichere
Aufnahme des körnigen Materials gegeben ist und andererseits das körnige Material
aus der Schicht hervorsteht oder herausragt. Selbst nach Auskristallisieren der zumindest
einen Kristallisationskomponente der haftenden Schicht verbleibt diese haftende Schicht
zumindest geringfügig auf dem Trägerelement, so dass die Kristalle zwischen das körnige
Material hineinwachsen können.
[0013] Das körnige Material ist vorzugsweise in Form von Quarzsand vorgesehen. Bevorzugt
wird Siliciumcarbid eingesetzt, um eine stabile und feste Verbindung zwischen dem
Fugendichtungselement und den angrenzenden Betonierabschnitten zu schaffen. Des Weiteren
können alternativ Glasteilchen, Keramik-, Porzellan- und weitere metallische Teilchen
als körniges Material eingesetzt werden. Die Beschichtung des körnigen Materials ist
vorteilhafterweise vollflächig mit einem hohen Überdeckungsgrad vorgesehen sein. Ebenso
kann in einigen Anwendungsfällen auch eine geringe Streuung oder eine abschnittsweise
vorgesehene Streuung mit unterschiedlichen Konzentrationen aufgebracht sein.
[0014] Vorteilhafterweise ist vorgesehen, dass das Trägerelement eine Profilierung aufweist,
die insbesondere eine wellenförmige, zick-zack-förmige, mehrfach gekantete Querschnittsform
oder dergleichen umfassen. Dadurch kann betragsmäßig die Oberfläche eines Trägerelementes
im Hinblick auf die Länge einer Fuge erhöht werden. Dementsprechend sind auch die
auf dem Trägerelement angeordneten Elemente in erhöhter Menge vorgesehen, wodurch
die Qualität der Abdichtung erhöht wird.
[0015] Vorteilhafterweise ist vorgesehen, dass der zumindest einen haftenden Schicht eine
Komponente aus bituminösem und/oder quellfähigem Material beigemischt wird. Bei dem
quellfähigen Material kann es sich beispielsweise um Bentonit handeln.
[0016] Die vorteilhafte Beimischung an zumindest einer haftenden Schicht durch eine Komponente
aus quellfähigem Material wird bevorzugt in körniger Form oder als Granulat vorgesehen.
Dieses quellfähige Material, wie beispielsweise Bentonit oder Polymermaterial, ist
mit einem Mittel umgeben, welches vor dem Einbau das Quellen verhindert, jedoch nach
dem Einbau aufgrund des umgebenden Betons sich nach und nach zumindest teilweise,
bevorzugt vollständig, auflöst. Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass nach dem
Aufbringen des quellfähigen Materials, insbesondere in gekörnter Form oder als Granulat
oder durch Aufsprühen, eine nachträgliche Beschichtung durch eine Schutzbelackung
oder Klebebeschichtung oder dergleichen erfolgt, die das quellfähige Material als
auch die Kristallisationskomponente vor dem Eindringen von Wasser schützt.
[0017] Das Mittel zum Schutz des in körniger Form oder als Granulat ausgebildete quellfähige
Material ist bevorzugt durch ein Polymermaterial, ein Schutzlack oder ein Klebemittel
oder eine Kombination dieser Bestandteile vorgesehen, wodurch vorteilhafterweise auch
mehrere Funktionen erfüllt werden können. Beispielsweise bei einem Klebemittel kann
eine Schutz- und Haftfunktion gleichzeitig gegeben sein.
[0018] Alternativ kann vorgesehen sein, dass der zumindest einen haftenden Schicht Kalkanteile
beigemischt werden. Die prozentualen Anteile und die Kombination der der haftenden
Schicht beigemengten Komponenten werden auf entsprechenden Einsatzfälle abgestimmt
und sind beliebig miteinander kombinierbar.
[0019] Als Trägerelement ist beispielsweise für den Einsatz in einer Einsatzfuge oder in
einer Sollrissfuge ein Fugenblech vorgesehen. Dieses Fugenblech ist bevorzugt aus
metallischem Material. Ebenfalls kann eine Aluminiumlegierung oder ein Trägermaterial
mit metallischen oder sonstigen Beschichtungen vorgesehen sein.
[0020] Alternativ kann das Trägerelement auch als Fugenband ausgebildet werden, so dass
ein flexibles Trägermaterial vorgesehen ist, das die Anlieferung des Trägerelementes
als Rollenware ermöglicht. Analoges gilt für das Trägerelement in Form einer Folie,
aus einem Gewebe, Kunststoff und/oder Metall. Des Weiteren kann vorteilhafterweise
vorgesehen sein, dass das Trägerelement als gefüllter Schlauchbeutel ausgebildet ist,
der in seinem Inneren zumindest die Kristallisationskomponente aufweist, wobei der
Schlauchbeutel zumindest teilweise flüssigkeitsdurchlässig ist, um die Kristallisation
in Verbindung mit dem Zement in Gang zu setzen.
[0021] Eine bevorzugte Ausgestaltung des Fugendichtelementes sieht vor, dass an einer Seitenfläche
des Trägerelementes eine haftende Schicht und zumindest eine Kristallisationskomponente
vorgesehen ist und an der anderen Seitenfläche des Trägerelementes zumindest eine
raue Oberfläche, eine haftende Schicht oder ein körniges Material ohne Kristallisationskomponente
aufgebracht ist. Dadurch kann erzielt werden, dass auf der einen Seitenfläche eine
Auskristallisation der Fuge erfolgt, wodurch diese kapillar abgedichtet wird. Auf
der anderen Seite entsteht eine Verbundwirkung des angrenzenden Betons aufgrund der
zumindest rauen Oberfläche, der haftenden Schichten oder des körnigen Materials. Dadurch
kann die Abdichtungswirkung auf der Seitenfläche des Trägerelementes ohne Kristallisationsfläche
erhöht werden. Die ohne Kristallisationskomponenten vorgesehene Seitenfläche kann
auch sowohl eine raue Oberfläche, eine haftende Schicht und körniges Material oder
nur einzelne Komponenten oder weitere Komponenten umfassen. Wahlweise kann das quellfähige
Material in körniger oder granulierter Form hinzugefügt werden, ebenso wie eine Schutzbeschichtung,
Klebebeschichtung oder -komponente.
[0022] Zur Befestigung des erfindungsgemäßen Fugendichtungselementes ist vorteilhafterweise
vorgesehen, dass in dem Trägerelement mehrere U-förmige Ausstanzungen zur Bildung
von Laschen vorgesehen sind, welche aus einer Ebene des Trägerelementes heraus bewegbar
oder biegbar sind. Dadurch kann ermöglicht werden, dass Befestigungsbügel oder Befestigungsklammern
durch diese Laschen zumindest teilweise umgriffen werden können, um das Fugendichtungselement
in einer vertikalen Einbaulage zu sichern. Diese Laschen sind vorteilhafterweise ebenfalls
mit der haftenden Schicht und der zumindest einen Kristallisationskomponente versehen.
Dadurch wird sichergestellt, dass auch in diesem Bereich eine Auskristallisation und
somit eine kapillare Abdichtung der Fuge gegeben ist.
[0023] Nach einer alternativen Ausgestaltung eines Fugendichtungselementes ist vorgesehen,
dass zwei einander gegenüberliegende Laschen durch U-förmige Ausstanzungen ausgebildet
sind, die gegenläufig aus der Ebene heraus bewegbar oder biegbar sind. Dadurch kann
eine Art Klammerwirkung erzielt werden, wobei die Laschen jeweils teilweise einen
Bewehrungsstab, eine Befestigungsklammer oder einen Haltebügel umgreifen. Die Laschen
können auch bereits ausgestellt bei der Auslieferung des Fugendichtungselements angeordnet
sein. Vorteilhafterweise wird dies jedoch anwendungsorientiert unmittelbar bei einem
Einbau vorgenommen.
[0024] Zur Positionierung des Fugendichtungselementes in seiner vorbestimmten Einbaulage
ist des Weiteren erfindungsgemäß vorgesehen, dass ein Halter ausgebildet ist, der
an einem Ende zur Positionierung des Trägerbleches eine Umkantung aufweist und an
einem gegenüberliegenden Ende eine Halteabschnitt umfasst, der einen Bewehrungsstab
zumindest teilweise umgreift. Nach einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass der
Halteabschnitt als gekrümmter oder als 2/3 oder 3/4 Kreisausschnitt ausgebildet ist,
um eine Selbsthaltefunktion zum Bewehrungsstab zu erfüllen. Durch diese Ausgestaltung
wird ermöglicht, dass das Trägerelement eine Klemmposition über die Befestigungsklammer
einnimmt. Diese Befestigungsklammern sind alternierend auf jeder Seitenfläche vorgesehen,
so dass eine sichere Positionierung des Fugendichtungselementes zur Bewehrung gegeben
ist.
[0025] Nach einer weiteren alternativen Ausführungsform für einen Halter eines Fugendichtungselementes
ist ein Befestigungsbügel vorgesehen, der an einem Ende zur Positionierung und lagerichtigen
Anordnung des Trägerelementes eine Umkantung aufweist und an einem gegenüberliegenden
Ende zumindest einen parallel zur Längskante verlaufenden Schenkel aufweist, der zumindest
auf zwei Stäben einer Bewehrung aufliegt. Dadurch kann eine selbständige Ausrichtung
und Fixierung eines Fugendichtungselementes erfolgen: Der parallel zum Trägerelement
verlaufende Schenkel kann ohne zusätzliche Verwendung eines Rödeldrahtes eine sichere
Positionierung des Fugendichtungselementes ermöglichen.
[0026] Nach einer weiteren alternativen Ausgestaltung für einen Halter eines Fugendichtungsbleches
ist ein Befestigungsbügel vorgesehen, der an einer Anschlussbewehrung befestigbar
ist und das Fugendichtungselement durch eine zwischen den Befestigungsstellen vorgesehene
Halterung fixiert. Dadurch ist eine leichte Montage gegeben, die ein schnelles Einsetzen
des Fugendichtungselementes ermöglicht.
[0027] Eine weitere alternative Ausgestaltung eines Halters umfasst einen streifenförmigen
Körper, der einen U-förmigen Halteabschnitt aufweist, an den sich ein winklig dazu
angeordneter Distanzabschnitt anschließt, welcher eine Verschränkung des streifenförmigen
Körpers um 90° entlang seiner Längsachse umfasst und in einen geradlinig verlaufenden
Halteanschnitt übergeht. Dieser Halter weist den Vorteil auf, dass eine einfache Montage
ermöglicht ist. Der U-förmige Halteabschnitt kann auf das auf der Bewehrung aufgestellte
Fugendichtungselement aufgesteckt werden. Im Anschluss daran kann der Halteabschnitt
in einfacher Weise an einem senkrecht stehenden Bewehrungsstab durch Umbiegen des
Halteabschnitts befestigt werden. Durch den streifenförmig ausgebildeten Körper, insbesondere
im Bereich des Halteabschnitts, können unterschiedliche Distanzen zwischen dem Fugendichtungselement
und dem senkrecht stehenden Bewehrungsstab überbrückt werden, so dass eine flexible
Anordnung und Anpassung in der Position des Fugendichtungselements ermöglicht ist.
[0028] Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten alternativen Ausgestaltung sieht
vor, dass der Halter einen U-förmigen Abschnitt mit zwei zueinander beabstandeten
Schenkeln aufweist, deren Abstand zueinander kleiner als die Dicke von einem Fugendichtungselement
oder zwei sich überlappende Bereiche der Fugendichtungselemente ist. Dadurch kann
eine selbsthaltende Wirkung des Halters an dem Fugendichtungselement gegeben sein.
Insbesondere beim Anbringen des U-förmigen Abschnitts im Überlappungsbereich von zwei
einander zugeordneten Fugendichtungselementen wird ein dichtes Anliegen der beiden
Endabschnitte des Fugendichtungselementes erzielt.
[0029] Insbesondere durch die Länge des Schenkels des U-förmigen Halteabschnitts, der in
den Distanzabschnitt übergeht und sich zumindest über ein Fünftel der Breite des Fugendichtungselementes
erstreckt, wird eine Führung und Halterung des Fugendichtungselementes in einer senkrecht
stehenden Position erzielt. Zusätzliche weitere Elemente, die das Fugendichtungselement
in einer stehenden Position entlang der Fuge positionieren, sind nicht erforderlich.
[0030] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der vorgenannten alternativen Ausführungsform
sieht vor, dass der streifenförmige Körper einen U-förmigen Abschnitt aufweist und
dem U-förmigen Abschnitt gegenüberliegend eine Umkantung umfasst. Der Abstand der
Umkantung zum U-förmigen Abschnitt entspricht der Breite eines Fugendichtungselementes.
Dadurch kann mit einem Halteelement das Fugendichtungselement fixiert und insbesondere
der Überlappungsbereich am oberen und unteren Rand des Fugendichtungselementes umgriffen
und dicht aneinander anliegend fixiert werden. Zusätzliche Halteklammern sind entbehrlich.
Durch einfaches Aufstecken des U-förmigen Abschnittes auf eine Längskante des Fugenbleches
und ein anschließendes Aufklippsen der Umkantung an der gegenüberliegenden Längskante
des Fugenbleches ist eine einfach Montage ohne Hilfsmittel gegeben.
[0031] Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben
werden im Folgenden anhand den in den Zeichnungen dargestellten Beispielen näher beschrieben
und erläutert. Die der Beschreibung und den Zeichnungen zu entnehmenden Merkmale können
einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfindungsgemäß angewandt
werden. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Schnittdarstellung eines in einer Arbeitsfuge angeordneten erfindungsgemäßen
Fugendichtungselementes,
- Figur 2a/b
- eine erfindungsgemäße Ausgestaltung eines Halters für ein Fugendichtungselement,
- Figur 3a/b
- eine schematische Darstellung einer alternativen Ausgestaltung eines Halters für ein
Fugendichtungselement,
- Figur 4 a-e
- weitere schematiche Darstellungen von alternativen Ausführungsformen von Haltern für
Fugendichtungselemente,
- Figur 5
- eine weitere alternative Ausgestaltung eines Halters,
- Figur 6 a/b
- eine schematische Darstellung einer weiteren alternativen Ausgestaltung eines Halters
,
- Figur 7
- eine schematische Seitenansicht einer alternativen Ausgestaltung zu einem Halter zu
Figur 6 a und b und
- Figur 8
- eine schematische Schnittdarstellung eines beschichteten Trägerelementes.
[0032] In Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes Fugendichtungselement 11 im Bereich einer Arbeitsfuge
12 angeordnet. Das Fugendichtungselement 11 wird vor dem Betonieren auf einer Bewehrung
14 fixiert. Das Fugendichtungselement 11 ist bevorzugt zwischen einer Anschlussbewehrung
16 angeordnet, die mit der Bewehrung 14 verdrahtet ist. Nach dem Positionieren des
Fugendichtungselementes 11 wird eine Bodenplatte als erster Betonierabschnitt 17 betoniert.
Nachdem der Beton des ersten Betonierabschnittes 17 zumindest teilweise abgebunden
hat, wird der zweite Betonierabschnitt 18, beispielsweise in Form einer Wand, betoniert.
Das Fugendichtungselement 11 dichtet die Arbeitsfuge 12 zwischen dem ersten und zweiten
Betonierabschnitt 17, 18 ab.
[0033] Das Fugendichtungselement 11 umfasst ein band- oder streifenförmiges Trägerelement
19. Das Trägerelement 19 ist beispielsweise aus Metall, Kunststoff, aus einem Gewebe
oder Gewirke, aus einem Verbundmaterial aus Kunststoff und/oder Metall und /oder textilen
Material und/oder Holz ausgebildet. Auf zumindest einer Seitenfläche des Trägerelementes
19 ist eine haftende Schicht als Streifen entlang seiner Längsrichtung vorgesehen.
Diese Schicht erstreckt sich zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, über die
gesamte Breite oder gemäß der in Figur 1 dargestellten Einbaulage über die gesamte
Höhe des Trägerelementes 19. Die haftende Schicht kann beispielsweise durch ein Klebeband,
einen Sprühkleber, einen Heiß- oder Kaltkleber, ein Ein- oder Mehrkomponentenkleber,
aus Kunstharz oder dergleichen ausgebildet sein. Während dem Abbinden des Betons findet
aufgrund zumindest einer in der haftenden Schicht vorgesehenen Kristallisationskomponente
eine Auskristallisation statt, wodurch ein kristallisierter Bereich 21 ausgebildet
ist, der nach dem Betonieren des ersten und zweiten Betonierabschnitts 17, 18 entsteht.
Durch die zumindest eine erfindungsgemäße Kristallisationskomponente wird in dem kritischen
Bereich der Arbeitsfuge 12 eine kapillare Abdichtung erzielt. Zusätzlich weist die
zumindest eine Kristallisationskomponente als Schicht auf dem Trägerelement 19 den
Vorteil auf, dass bei weiterem Eindringen von Feuchtigkeit ein Nachwachsen der Kristalle
und vollständiges Abdichten der Undichtigkeiten gegeben ist.
[0034] Das Fugendichtungselement 11 ist gemäß Figur 1 zur Anordnung in einer Arbeitsfuge
dargestellt. Das Fugendichtungselement 11 ist auf diesen Anwendungsbereich nicht beschränkt.
Es können jegliche weiteren Fugen, Einbauorte oder Einbaulagen zwischen zwei Betonierabschnitten
vorgesehen sein.
[0035] Das Fugendichtungselement 11 gemäß Figur 1 kann beispielsweise auf einer Seite eine
haftende Schicht umfassen, auf der die Kristallisationskomponente aufgebracht ist.
Die andere Seite des Trägerelementes 19 kann beispielsweise ausschließlich durch eine
aufgeraute Oberfläche des Trägerelementes ausgebildet sein. Zusätzlich oder alternativ
zur aufgerauten Oberfläche kann eine haftende Schicht vorgesehen sein. Darüber hinaus
kann sowohl an der die Kristallisationskomponente aufweisenden Seite als auch der
gegenüberliegenden Seite ein quellfähiges Material vorgesehen sein, welches eine Schutzumhüllung,
Schutzbelackung oder Klebebeschichtung aufweist, welche das quellfähige Material,
insbesondere in Form von Körnern oder Granulat, vor dem Eindringen von Wasser schützt,
jedoch sich nach dem Betonieren teilweise oder vollständig auflöst, um gegebenenfalls
sich ergebende Zwischenräume durch das Schwinden des Betons zusätzlich abzudichten.
[0036] Das Fugendichtungselement 11 kann folglich auf der einen und der anderen Seiten einen
identischen Aufbau der einzelnen Beschichtungen aufweisen, jedoch auch derart ausgestaltet
sein, dass die Komponente, die auf einer Seite aufgebracht ist, auf der anderen Seite
gerade nicht oder auch nur zum Teil vorgesehen sind.
[0037] In den Figuren 2a und b ist ein erfindungsgemäßer Halter 24 für das Fugendichtungselement
11 dargestellt. Dieser Halter 24 ist als Befestigungsklammer ausgebildet, der an einem
Ende eine Umkantung 26 aufweist, die einen V-förmigen Endabschnitt bildet. Am gegenüberliegenden
Ende ist ein Biegeradius eingebracht, um einen Bewehrungsstab 27 zu umgreifen. Dieser
Halter 24 weist den Vorteil auf, dass insbesondere an aneinandergrenzenden Bereichen
zwischen dem ersten Betonierabschnitt 17 und dem zweiten Betonierabschnitt 18 eine
Kristallisation erfolgen kann, ohne dass der Halter 24 diesen Prozess behindert. Die
Halter 24 sind vorteilhafterweise abwechselnd auf der linken und rechten Seite des
Trägerelementes 19 angeordnet, so dass ein selbständiges Ausrichten, beispielsweise
bei einer Anordnung in einer Arbeitsfuge gemäß Figur 1, ermöglicht ist. Diese Halter
24 sind einfach und schnell zu montieren, ohne dass zusätzlich ein Rödeldraht oder
dergleichen erforderlich ist.
[0038] Nach einer alternativen Ausgestaltung ist gemäß den Figuren 3a und b vorgesehen,
dass in dem Trägerelement 19 U-förmige Ausstanzungen 29 eingebracht sind, wodurch
Laschen 31 ausgebildet sind, die sich aus der Ebene des Trägerelementes 19 herausbiegen
lassen. Beispielsweise ist dadurch ermöglicht, dass die Laschen 31 an einem Bewehrungsstab
27 angreifen oder diesen teilweise umgreifen und das Trägerelement 19 lagerichtig
positionieren.
[0039] In den Figuren 3c und d ist eine alternative Ausführungsform eines Halters 24 zu
den Figuren 3a und b dargestellt. Die U-förmigen Ausnehmungen 29 sind derart vorgesehen,
dass zwei sich einander gegenüberliegende Laschen 31 ausgebildet sind, die gemäß Figur
3c einen Bewehrungsstab 27 umgreifen. Der Halter 24 gemäß Figur 3c ist bevorzugt als
winkelförmiger Bügel ausgebildet. Durch die Ausgestaltung von zwei in einer Ebene
liegenden Schenkeln 33, die rechtwinklig zueinander angeordnet sind, wird ermöglicht,
dass dieser Halter 24 ohne Verwendung eines Rödeldrahtes das Fugendichtungselement
11 in einer Einbaulage positioniert. Der freie Schenkel 33 ist vorteilhafterweise
in seiner Länge derart vorgesehen, dass dieser zumindest zwei in einem Rastermaß angeordnete
Bewehrungsstäbe 27 überdeckt.
[0040] In Figur 3c ist des Weiteren eine alternative Ausgestaltung eines Halters 24 vorgesehen.
Anstelle der Einbringung von Laschen 31 in das Trägerelement 19 sind Klammern oder
Klipse vorgesehen, die einerseits an dem Trägerelement 19 angreifen und andererseits
einen Bewehrungsstab 27 oder ein Haiterelement umgreifen. Hierbei handelt es sich
um Klipselemente, die aufgrund ihrer Vorspannung ebenfalls ohne weitere Hilfsmittel
befestigbar sind. Diese Klipselemente ermöglichen auch die zusätzliche Positionierung
eines Injektionsschlauches zum Trägerelement 19.
[0041] In Figur 4a ist eine weitere alternative Ausgestaltung eines Halters 24 dargestellt.
Dieser Halter 24 umfasst eine Umkantung 26, die in einen vertikalen Abschnitt 36 übergeht,
welcher eine Verschränkung um 90° aufweist. Daran schließt sich ein horizontaler Abschnitt
37 an, der vorzugsweise sich zumindest über zwei Bewehrungsstäbe 27 erstreckt. Dieser
Halter 24 ist vorteilhafterweise als Blech-Stanz-Biegeteil kostengünstig herstellbar.
Des Weiteren ist die Montage leicht durchzuführen.
[0042] Eine alternative Ausgestaltung eines Halters 24 ist in Figur 4b dargestellt. Dieser
Halter 24 ist im Unterschied zu dem in Figur 4a dargestellten Halter 24 ohne Verschränkung
ausgebildet. Durch einen abwechselnd zu jeder Seite des Trägerelementes 19 positionierten
Halter 24 ist wiederum eine einfache, schnelle und sichere Positionierung des Fugendichtungselementes
11 gegeben.
[0043] In Figur 4c ist eine weitere alternative Ausgestaltung eines Halters 24 dargestellt.
Dieser Halter 24 ist vorteilhafterweise an der Anschlussbewehrung 16 befestigbar oder
einklipsbar. Im mittleren Bereich des Haltes 24 ist eine Zentrierhilfe oder eine Aufnahme
oder dergleichen vorgesehen, um das Fugendichtungselement 11 zu positionieren.
[0044] In Figur 5 ist eine weitere alternative Ausgestaltung eines Halters 24 dargestellt.
Dieser Halter 24 weist eine Lasche 31 auf, welche an einem Ende einen Stab 38 aufweist,
der sich entlang des Trägerelementes 19 erstreckt. In vorzugsweise regelmäßigen Abständen
sind Laschen 31 angeordnet, um das Trägerelement 19 zu stützen. Die Laschen 31 sind
bevorzugt fest an dem Trägerelement 19 angebracht, und können in der dargestellten
Form gemäß Figur 5 bereitgestellt werden. Alternativ kann vorgesehen sein, dass vor
dem Einbau die am Trägerelement 19 anliegende Lasche 31 mit dem Stab 38 nach außen
gebogen wird, so dass das Trägelement 19 selbständig steht. Alternativ kann des weiteren
vorgesehen sein, dass die linke und rechte Lasche 31 miteinander verbunden sind und
über eine Umkantung, die am oberen Ende des Trägerelementes 19 angreift, das Trägerelement
19 in seiner stehenden Position fixiert.
[0045] In Figur 6 a und b ist eine alternative Ausgestaltung eines Halters 24 dargestellt,
der beispielhaft an einem Überlappungsbereich 41 von zwei einander zugeordneten Fugendichtelementen
11 angreift. Ein solcher Halter 24 kann auch außerhalb des Überlappungsbereiches 41
an dem Fugendichtelement 11 angreifen. Der Halter 24 weist einen streifenförmigen
Körper 40 auf, der unterschiedliche Abschnitte umfasst. An einem Ende ist ein U-förmiger
Halteabschnitt 43 mit einem ersten Schenkel 44 und ein parallel dazu angeordneter
weiterer Schenkel 46 vorgesehen, der strichliniert dargestellt ist. Der U-förmige
Halteabschnitt 43 liegt nach dem Aufbringen bevorzugt unter Vorspannung an den Seitenflächen
der Fugendichtelemente 11 an, um diese aneinanderliegend zu fixieren. Die Länge des
Schenkels 46 erstreckt sich vorteilhafterweise über die halbe Breite des Trägerelements
19, insbesondere umfasst die Länge des Schenkels 46 zwei Drittel der Breite des Trägerelements
19. Der Schenkel 46 weist vorteilhafterweise eine Aufkantung 47 auf, welche als Einführschräge
zum erleichterten Aufstecken des U-förmigen Halteabschnittes 43 des Halters 24 dient.
Der der Aufkantung 47 gegenüberliegende Schenkel 44 entspricht in seiner Länge zumindest
einem Fünftel der Breite des Fugendichtungselementes 11, so dass der Halteabschnitt
43 eine Ausrichtfunktion des Fugendichtungselementes 11 ermöglicht. Gleichzeitig kann
die aufgestellte Position auf den Bewehrungsstäben 27 sichergestellt sein. An den
Schenkel 44 schließt sich ein Distanzabschnitt 49 an, welcher bevorzugt rechtwinklig
zum Schenkel 44 gebogen ist. Dieser Distanzabschnitt 49 umfasst beispielsweise eine
Verschränkung 51 um 90° entlang der Längsachse des streifenförmigen Körpers 40, so
dass ein sich daran anschließender Halteabschnitt 52 mit einer Seitenfläche parallel
zu einem senkrecht stehenden Bewehrungsstab 27 ausgerichtet ist. Der Halteabschnitt
52 ist bevorzugt als geradlinig verlaufender Körper ausgebildet. In Abhängigkeit des
Abstandes des Fugendichtelementes 11 zum Bewehrungsstab 27 beziehungsweise zur gewünschten
Distanz wird der Halteabschnitt 52 um den Bewehrungsstab 27 gebogen. Im Anschluss
daran kann mittels einer Beißzange jeweils eine Sicke 54 in den Halteabschnitt 52
eingebracht werden, wodurch der Abstand des Fugendichtelementes 11 zum Bewehrungsstab
27 festgelegt und der Halteabschnitt 52 eine Haltelasche zur weiteren Fixierung des
Halters 24 bildet.
[0046] Diese Ausführungsform eines Halters 24 weist den Vorteil auf, dass eine schnelle
und einfache Befestigung ohne Zuhilfenahme eines Rödeldrahtes erforderlich ist. Zusätzlich
kann aufgrund der Ausgestaltung des Halteabschnittes 52 eine schnelle und einfache
Montage unabhängig des Abstandes des stehenden Fugendichtelementes 11 zum Bewehrungsstab
27 ermöglicht sein.
[0047] Die Halter 24 sind bevorzugt an dem Trägerelement 19 derart angeordnet, dass diese
abwechselnd eine obere und untere Stirnseite des Trägerelementes 19 mit ihrem Halteabschnitt
43 umgreifen. Dadurch kann sichergestellt werden, dass während dem Einfüllen von Beton
oder dem Betonrütteln das Trägerelement 19 in seiner senkrechten Position zur Bewehrung
gehalten werden kann. Insbesondere ist vorgesehen, dass der eine Überlappungsbereich
41 des Trägerelementes 19 unterseitig und der andere Überlappungsbereich 41 des Trägerelementes
19 oberseitig durch den Halteabschnitt 43 des Halters 24 fixiert wird. Dadurch wird
in einfacher Weise eine sichere Befestigung und Fixierung der Trägerelemente 19 vorgesehen.
Zusätzlich zum Halter 24 kann insbesondere im Überlappungsbereich dem Halteabschnitt
43 gegenüberliegend eine Halteklammer angebracht werden, um den Überlappungsbereich
41 an beiden Stirnseiten zu fixieren.
[0048] Der Halter 24 gemäß den Figuren 6 a und b kann alternativ einen Distanzabschnitt
49 aufweisen, der in einem Winkel zwischen 0° und 90° zum Schenkel 44 angeordnet ist.
Beispielsweise kann ein Winkel zwischen 30° und 60° vorgesehen und der Distanzabschnitt
49 ohne Verschränkung ausgebildet sein, so dass der Halteabschnitt 52 an einen horizontal
verlaufenden Bewehrungsstab anliegt und zur Befestigung um diesen gebogen wird. Mittels
einer Beißzange kann in analoger Weise jeweils eine Sicke 54 in den Halteabschnitt
52 eingebracht werden.
[0049] In Figur 7 ist eine alternative Ausgestaltung eines Halters 24 gemäß den Figuren
6 a und b dargestellt. Der Schenkel 46 erstreckt sich über die gesamte Breite des
Fugendichtelementes 11 und weist eine Umkantung 56 auf, welche an einer Seitenkante
des Fugendichtungselementes 11 angreift. Dieser Halter 24 weist den Vorteil auf, dass
ein einfaches Aufbringen ermöglicht ist, indem zunächst der U-förmige Halteabschnitt
43 auf eine Seitenkante des Fugendichtungselementes 11 aufgesteckt wird und anschließend
die Umkantung 56 an der anderen Seitenkante aufgeklipst wird. Bei der Positionierung
des Halters 24 in einem Überlappungsbereich 41 kann gleichzeitig ein dichtes Aneinanderliegen
der beiden Endabschnitte des Fugendichtungselementes 11 erzielt werden.
[0050] In Figur 8 ist schematisch und nicht maßstäblich ein Trägerelement 19 dargestellt,
welches beispielsweise auf einer Seite eine raue Oberfläche 61 aufweist, auf der eine
haftende Schicht, ein Lack, ein bituminöses oder quellfähiges Material aufgebracht
ist. Abweichend von dieser Seite ist die gegenüberliegende Seite des Trägerelementes
19 ausgebildet. Beispielsweise ist auf einer haftenden Schicht eine grobe Körnung
vorgesehen. Dieses körnige Material 62 kann beispielsweise Quarzsand, Siliciumcarbid
oder weitere alternative körnige Materialteilchen sein. Diese Materialteilchen 62
sind durch die haftende Schicht auf dem Trägermaterial 19 gehalten und/oder durch
eine Haftkomponente, die zwischen dem Trägermaterial 19 und dem körnigen Material
62 wirkt. Zusätzlich können Kristallkomponenten 63 eingestreut sein, welche nach dem
Betonieren auskristallisieren. Des Weiteren kann ein Granulat 64 eingebracht werden,
welches aus einem quellfähigen Material und einer Schutzumhüllung ausgebildet ist.
Bevorzugt ist jedes Granulatteilchen mit einer Schutzumhüllung versehen, so dass erst
beim Auflösen der Schutzumhüllung durch den Beton aufgrund dessen alkalischen PH-Wertes
eine Quellung erfolgt. Die prozentualen Anteile der jeweiligen beschriebenen Komponenten,
die auf dieser einen Seite des Trägermaterials 19 aufgebracht sind, können beliebig
variiert werden. Von Vorteil ist eine Mischung, bei der die Materialteilchen 62 gegenüber
den weiteren in den Zwischenräumen angeordneten Bestandteilen hervorstehen, um eine
Verkrallung mit dem angrenzenden Beton zu bewirken. Alternativ zur granulierten oder
körnigen Form des quellfähigen Materials 64 mit einer Schutzumhüllung kann vorgesehen
sein, dass nach dem Aufbringen dieser Bestandteile die Seite des Trägermaterials 19
mit einer Schutzbelackung besprüht oder mit einer Schutzschicht abgedeckt wird, die
ein Eindringen von Wasser verhindert.
[0051] Die in den Ausführungsbeispielen beschriebenen Merkmale sind jeweils für sich erfindungswesentlich
und können beliebig miteinander kombiniert werden.
1. Fugendichtungselement zum Abdichten einer zwischen zwei Betonierabschnitten (17, 18)
ausgebildeten Fuge (12), wobei das Fugendichtungselement (11) in die Betonierabschnitte
(17, 18) eingebettet ist, mit einem Trägerelement (19), das dünnwandig und streifenförmig
ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest längs einer Seitenfläche des Trägerelementes (19) und in der Breite des
Trägerelementes (19) zumindest abschnittsweise eine haftende Schicht vorgesehen ist,
die zumindest eine Komponente aufweist, welche durch Kristallisation die Fuge (12)
kapillar abdichtet.
2. Fugendichtungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anteil von wenigstens 1% der Kristallisationskomponente auf dem Trägerelement
(19) vorgesehen ist.
3. Fugendichtungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Seitenfläche des Trägerelementes (19) eine raue Oberfläche aufweist,
auf der die haftende Schicht aufgebracht ist.
4. Fugendichtungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Trägerelementes durch Rändelung, Riffelung, Schleifen, Ätzen,
Erodieren, Laserbehandeln oder Sputtern aufgeraut ist.
5. Fugendichtungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der haftenden Schicht die Rauhigkeit der Oberfläche erhöhendes körniges Material
eingearbeitet ist.
6. Fugendichtungselement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass als körniges Material Quarzsand, Siliciumcarbid, Glas-, Keramik-, Porzellan- oder
metallische Teilchen eingesetzt sind.
7. Fugendichtungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (19) eine Profilierung, insbesondere eine wellenförmige, zickzackförmige,
mehrfach gekantete Querschnittsform aufweist.
8. Fugendichtungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der haftenden Schicht ein bituminöses Material beigemischt ist.
9. Fugendichtungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der haftenden Schicht zumindest ein quellfähiges Material, insbesondere Ton oder
Betonit, beigefügt ist.
10. Fugendichtungselement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das quellfähige Material gekörnt oder als Granulat ausgebildet ist, welches mit einem
Mittel umgeben ist, welches die Körnung oder das Granulat vor dem Einbau des Trägerelementes
(19) vor Wasser schützt und unter Einfluss des umgebenden Betons in eingebautem Zustand
zumindest zum überwiegenden Teil sich auflöst.
11. Fugendichtungselement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel ein Schutzlack, ein Klebemittel, ein Polymermaterial oder eine Kombination
aus mehreren Bestandteilen ist.
12. Fugendichtungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest einen haftenden Schicht Kalk- oder Zementanteile beigemischt sind.
13. Fugendichtungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (19) aus Metall, aus Kunststoff, aus einem Gewebe, aus einem Gewirke,
aus einem Verbundmaterial hergestellt ist und als Fugenblech, Fugenband, Fugenfolie
oder als gefüllter Schlauchbeutel ausgebildet ist.
14. Fugendichtungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Seitenfläche des Trägerelementes (19) eine haftende Schicht und zumindest
eine Kristallisationskomponente und an der anderen Seitenfläche des Trägerelementes
(19) zumindest eine raue Oberfläche, eine haftende Schicht oder ein körniges Material
ohne Kristallisationskomponente vorgesehen ist.
15. Fugendichtungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere U-förmige Ausstanzungen (29) zur Bildung von Laschen (31) in dem Trägerelement
(19) vorgesehen sind, die aus einer Ebene des Trägerelementes (19) heraus bewegbar
sind.
16. Fugendichtungselement nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass zwei einander gegenüberliegende U-förmige Ausstanzungen (29) in einer Ebene des Trägerelementes
(19) vorgesehen sind; die einen Halteabschnitt bilden und zwei Laschen (31) gegenläufig
aus der Ebene des Trägerelementes (19) heraus bewegbar sind.
17. Halter, insbesondere für ein Fugendichtungselement nach einem der Ansprüche 1 bis
16, dadurch gekennzeichnet, dass ein streifenförmiger Körper vorgesehen ist, der an einem Ende zur Positionierung
des Trägerelementes (19) eine Umkantung (26) aufweist und an dem gegenüberliegenden
Ende einen Halteabschnitt aufweist, der einen Bewehrungsstab (27) zumindest teilweise
umgreift.
18. Halter, insbesondere für ein Fugendichtungselement nach einem der Ansprüche 1 bis
16, dadurch gekennzeichnet, dass ein streifenförmiger Körper vorgesehen ist, der an einem Ende zur Positionierung
des Trägerelementes (19) eine Umkantung (26) aufweist und an dem gegenüberliegenden
Ende einen parallel zur Längskante des Trägerelementes (19) verlaufenden Schenkel
(33) umfasst, der sich zumindest über zwei parallel verlaufende Bewehrungsstäbe (27)
erstreckt.
19. Halter, insbesondere für ein Fugendichtungselement nach einem der Ansprüche 1 bis
16, dadurch gekennzeichnet, dass ein streifenförmiger Körper vorgesehen ist, der in einer Anschlussbewehrung (16)
befestigbar ist und das Fugendichtungselement (11) in einer zwischen der Anschlussbewehrung
(16) liegenden Position ausrichtet.
20. Halter, insbesondere für ein Fugendichtungselement (11) nach einem der Ansprüche 1
bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass ein streifenförmiger Körper (40) vorgesehen ist, der einen U-förmigen Halteabschnitt
(43) aufweist, an den sich ein winklig dazu angeordneter Distanzabschnitt (49) anschließt,
der geradlinig oder mit einer Verschränkung (51) des streifenförmigen Körpers um 90°
entlang seiner Längsachse in einen Halteabschnitt (52) übergeht.
21. Halter nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der U-förmige Halteabschnitt (43) zwei zueinander beabstandete Schenkel (44, 46)
aufweist, deren Abstand zueinander kleiner als die Dicke von einem oder von zwei sich
überlappenden Fugendichtungselementen (11) ist und insbesondere einen in den Distanzabschnitt
(49) übergehenden Schenkel (44) aufweist, der sich zumindest über ein Fünftel der
Breite des Fugendichtungselementes (11) erstreckt.
22. Halter nach einem der Ansprüche 18 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Distanzabschnitt (49) entfernt angeordnete Schenkel (46) des U-förmigen Halteabschnitts
(43) sich vollständig entlang der Breite des Fugendichtungselementes (11) erstreckt
und am freien Ende eine Umkantung (56) umfasst.