(19)
(11) EP 1 582 833 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
05.10.2005  Patentblatt  2005/40

(21) Anmeldenummer: 05006846.9

(22) Anmeldetag:  30.03.2005
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7F27B 9/24, B65G 17/30, B65G 17/38, A21B 1/48, F16C 29/02, F16C 32/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR LV MK YU

(30) Priorität: 30.03.2004 DE 102004016070

(71) Anmelder: SKS Sondermaschinen- und Fördertechnikvertriebs- GmbH
10245 Berlin (DE)

(72) Erfinder:
  • HOLZHÄUSER, Jürgen
    10997 Berlin (DE)

(74) Vertreter: Effert, Bressel und Kollegen 
Radickestrasse 48
12489 Berlin
12489 Berlin (DE)

   


(54) Endlosfördereinrichtung


(57) Die Erfindung betrifft eine Endlosfördereinrichtung zum Transportieren von Gegenständen, mit einer Antriebseinrichtung zum Antreiben zumindest eines Förderkörpers (4), mit dem zumindest einen Förderkörper (4), der ausgestaltet ist, zumindest einen Fördergegenstand (2) mitzunehmen, und mit einer Unterstützungseinrichtung zur Unterstützung des zumindest einen Förderkörpers (4), wobei die Unterstützungseinrichtung zumindest einen Druckkörper (3) aufweist, der ausgestaltet ist, ein Unterstützungselement (5), d. h. den zumindest einen Förderkörper (4) und/oder ein mit dem zumindest einen Förderkörper verbundenes erstes Element, durch ein unter Druck aus dem Druckkörper (3) ausströmendes Fluid zu unterstützen.
Durch diese Anordnung wird ein möglichst verschleißfreier Transport von Fördergegenständen erlaubt.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Endlosfördereinrichtung zum Transportieren von Gegenständen und ein Verfahren zum Betreiben einer derartigen Endlosfördereinrichtung.

[0002] Insbesondere in Tunnelöfen werden Endlosfördereinrichtungen eingesetzt, die z. B. vollständig in dem Tunnelofen untergebracht sind. Obwohl die Temperaturunterschiede, und damit die Belastung der Lager der Endlosfördereinrichtung, auf Grund von thermisch bedingter Ausdehnung und Kontraktion so gering wie möglich sind, ist der Verschleiß bei den Lagern hoch. So ist es beispielsweise erforderlich, die Lager einer mit Rollen ausgestatteten Endlosfördereinrichtung wöchentlich zu warten oder auszuwechseln. Dies gilt bereits bei verhältnismäßig niedrigen Ofentemperaturen von etwa 600°C. Für die Wärmebehandlung von Metallen und Maschinenteilen z. B. werden noch wesentlich höhere Ofentemperaturen erreicht.

[0003] Abhängig von dem Gewicht der von der Endlosfördereinrichtung geförderten Teile (einschließlich der umlaufenden Teile der Einrichtung selbst) und der Fördergegenstände werden die Lager, die auch der Unterstützung der geförderten Teile und Gegenstände dienen, unterschiedlich dimensioniert und ausgelegt. In der Praxis kommen Endlosfördereinrichtungen vor, die endlos umlaufende Förderkörper mit oder aus Stein aufweisen. Das Gewicht ist in solchen Fällen besonders hoch und die Kosten für eine Erneuerung der Lager beträchtlich.

[0004] Es sind bereits Endlosfördereinrichtungen vorgeschlagen worden, die eine Mehrzahl hintereinander geförderter Förderkörper aufweisen, wobei die Förderkörper endlos auf einem in sich geschlossen umlaufenden Förderweg gefördert werden und wobei die Förderkörper eine annähernd ebene Oberfläche aufweisen, auf der der jeweilige Fördergegenstand gelegt werden kann. Z. B. wird die Oberfläche von einer auswechselbaren Auflage aus Stein oder Metall gebildet, die den Betrieb in einem Durchlaufofen im Wesentlichen ohne Abnutzung übersteht. Die Förderkörper bilden eine Kette, indem sie jeweils mit einem vorauslaufenden und einem nachfolgenden Förderkörper verbunden sind. Da die Förderkörper endlos umlaufen, werden sie am Ende einer Förderstrecke umgelenkt und an den Anfang der Förderstrecke zurückgeführt, wobei die Fördergegenstände nur entlang der Förderstrecke von den Fördergegenständen transportiert werden. In einer Richtung senkrecht zu der Oberfläche, auf die die Fördergegenstände gelegt werden, weisen die Förderkörper eine Dicke auf, so dass die unmittelbar aufeinander folgenden Förderkörper einen Abstand zueinander haben müssen. Andemfalls können sie am Ende der Förderstrecke nicht umgelenkt werden. Aufgrund des Abstands ist aber keine durchgehende, sich über mehrere Förderkörper erstreckende Oberfläche vorhanden. Je nach Art der Fördergegenstände muss die von einem einzelnen Förderkörper gebildete Oberfläche unter Umständen in Förderrichtung so lang wie ein Förderkörper sein. Entsprechend große Förderkörper sind jedoch schwer zu handhaben und aufwändig in der Herstellung.

[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Endlosfördereinrichtung und ein Verfahren zum Betreiben einer Endlosfördereinrichtung anzugeben, die einen möglichst verschleißfreien Transport von Fördergegenständen erlauben, wobei die Endlosfördereinrichtung insbesondere für den Betrieb in einem Ofen geeignet sein soll.

[0006] Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Endlosfördereinrichtung und ein Verfahren zum Betreiben einer Endlosfördereinrichtung anzugeben, die es ermöglichen, dass aufeinanderfolgende Förderkörper entlang einer Förderstrecke einen möglichst geringen Abstand zueinander haben.

[0007] Es wird vorgeschlagen, ein Fluid (beispielsweise ein Gas, insbesondere Luft) zur Unterstützung zumindest eines Förderkörpers der Endlosfördereinrichtung zu verwenden. Insbesondere strömt das Fluid kontinuierlich aus einer oder mehreren Öffnungen eines Druckkörpers in Richtung des Förderkörpers aus und erzeugt auf diese Weise eine den zumindest einen Förderkörper unterstützende Kraft. Unter einem Förderkörper wird ein ein- oder mehrteiliger Körper verstanden, der von der Endlosfördereinrichtung auf einem in sich geschlossen umlaufenden Förderweg gefördert wird bzw. gefördert werden kann. Insbesondere kann der zumindest eine Förderkörper einen vordefinierten in sich geschlossen umlaufenden Förderweg aufweisen, wobei er zumindest über einen Teil des Weges von der Antriebseinrichtung angetrieben wird.

[0008] Der Förderkörper wirkt mit dem oder den eigentlichen zu transportierenden Fördergegenständen zusammen. Der Förderkörper ist also nicht der eigentliche Fördergegenstand, der zu transportieren ist. Beispielsweise werden die Fördergegenstände auf den oder die Förderkörper gelegt und/oder weist der Förderkörper eine Struktur und/oder Form auf, die es erlaubt den Fördergegenstand zu halten, zu schieben und/oder zu ziehen. In jedem Fall ist der Förderkörper ausgestaltet, zumindest einen Fördergegenstand auf einem Förderweg mitzunehmen. Insbesondere bewegt sich der zumindest eine Förderkörper im Wesentlichen mit gleicher Geschwindigkeit wie der von ihm mitgenommene Fördergegenstand.

[0009] Die Erfindung ist insbesondere für den Einsatz von Endlosfördereinrichtungen in heißer Umgebung (wie im Innem von Öfen) geeignet. Sie ist jedoch ebenso geeignet für verschmutzte Umgebungen sowie für den Einsatz in einer Atmosphäre mit aggressiven und/oder abrasiven Substanzen und/oder in feuchter Atmosphäre.

[0010] Es sind bereits Fördereinrichtungen vorgeschlagen worden, bei denen ein Fluid zur Unterstützung des zu transportierenden Fördergegenstandes eingesetzt wird. Dabei handelt es sich jedoch nicht um Endlosfördereinrichtungen. Auch wird nicht - wie bei der vorliegenden Erfindung - ein wiederholt umlaufender Förderkörper durch das Fluid unterstützt. Die Unterstützung des umlaufenden Förderkörpers hat den Vorteil, dass der eigentliche Fördergegenstand auf einfache Weise zu dem ohnehin vorhandenen Förderkörper hinzugefügt werden kann. Insbesondere kann der Förderkörper ausgestaltet sein, den Fördergegenstand ohne zusätzliche Mittel und/oder zusätzliche Maßnahmen mitzunehmen. Beispielsweise ist somit nicht ein zusätzliches Gestell und/oder eine zusätzliche Halterung erforderlich.

[0011] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass eine Fluidunterstützung auch bei einer Endlosfördereinrichtung mit einem umlaufenden Förderkörper möglich ist und gerade hierbei wesentliche Vorteile für die Entlastung und/oder Einsparung von mechanischen Lagern bestehen. Durch die Fluidunterstützung werden etwaig vorhandene mechanische Lager entlastet und/oder können ansonsten erforderliche mechanische Lager weggelassen werden. Beispielsweise kann durch Maßnahmen, die noch näher beschrieben werden, ein Druck oder Überdruck von nur etwa 0,1 bar des Fluids ausreichen, um das gesamte Gewicht der Förderkörper und der mit den Förderkörpern transportierten Fördergegenständen zu tragen. Mechanische Lager sind in diesem Fall allenfalls noch für ortsfeste bewegliche Teile der Endlosfördereinrichtung wie Umlenkräder erforderlich. Die Fluidlagerung (insbesondere Luftlagerung) selbst ist völlig verschleißfrei. Zur Erzeugung eines Fluiddruckes kann beispielsweise ein wartungsarmer Drehschieberverdichter eingesetzt werden.

[0012] Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird das Gewicht des Förderkörpers vollständig von der Fluid-Lagerung getragen, d. h. das Fluid (insbesondere die Druckluft) erzeugt eine der Gewichtskraft entgegengesetzte Kraft mindestens gleicher Größe. Dabei kann der Förderkörper beispielsweise zwei Druckflächen aufweisen (quer zur Förderrichtung an gegenüberliegenden Seiten des Förderweges), die jeweils Fluid-unterstützt bzw. Fluid-gelagert sind. Auf die Druckflächen trifft das Fluid von unten auf und erzeugt so den tragenden Druck.

[0013] Insbesondere kann eine Fluid-Umwälzeinrichtung vorgesehen sein, die ausgestaltet ist, zumindest einen Teil des Fluids aus einem Innenraum eines Ofens (insbesondere eines Durchlaufofens) unter Erhöhung des Fluiddruckes in zumindest einen Druckkörper zu leiten, aus dem das Fluid zur Erzeugung der Unterstützungswirkung ausströmt. Die Fluid-Lagerung (insbesondere Luftlagerung) hat in diesem Fall den Vorteil, dass zumindest Teile der Fluid-Umwälzeinrichtung außerhalb des Ofens angeordnet sein können und daher nur geringen thermischen Belastungen ausgesetzt sind. Bei einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Fluid-Umwälzeinrichtung eine Druckeinrichtung zur Erhöhung des Fluiddruckes auf, wobei die Druckeinrichtung außerhalb des Durchlaufofens angeordnet ist und wobei zumindest ein beweglicher Teil der Druckeinrichtung (z. B. ein Lager) mit einer Kühleinrichtung zum Kühlen des zumindest einen beweglichen Teils kombiniert ist. Hierdurch kann die thermische Belastung noch weiter reduziert werden.

[0014] Insbesondere wird eine Endlosfördereinrichtung zum Transportieren von Gegenständen vorgeschlagen, mit

a) einer Antriebseinrichtung zum Antreiben zumindest eines Förderkörpers,

b) dem zumindest einen Förderkörper, der ausgestaltet ist, zumindest einen Fördergegenstand mitzunehmen,

c) einer Unterstützungseinrichtung zur Unterstützung des zumindest einen Förderkörpers, wobei die Unterstützungseinrichtung zumindest einen Druckkörper aufweist, der ausgestaltet ist, ein Unterstützungselement, d. h. den zumindest einen Förderkörper und/oder ein mit dem zumindest einen Förderkörper verbundenes erstes Element, durch ein unter Druck aus dem Druckkörper ausströmendes Fluid zu unterstützen.



[0015] Ferner wird ein Verfahren zum Transportieren von Gegenständen auf einer Endlosfördereinrichtung vorgeschlagen, wobei die Endlosfördereinrichtung eine Antriebseinrichtung zum Antreiben zumindest eines Förderkörpers aufweist, der ausgestaltet ist, zumindest einen Fördergegenstand mitzunehmen, und wobei der zumindest eine Förderkörper durch ein aus einem Druckkörper ausströmendes Fluid unterstützt wird, während er den zumindest einen Fördergegenstand mitnimmt.

[0016] Vorzugsweise ist eine Vielzahl der Unterstützungselemente vorgesehen. Ferner ist eine Mehrzahl von Verbindungselementen vorgesehen, die jeweils zwei in der Förderrichtung aufeinander folgende Förderkörper miteinander verbinden. Auf diese Weise ist eine umlaufende Kette der Förderkörper gebildet. Auf Grund der Fluidunterstützung der Unterstützungselemente kann die Kette nahezu verschleißfrei bewegt werden. Außerdem ist der Kraftaufwand und Energieaufwand zum Antreiben der Kette auf Grund der Fluidunterstützung äußerst gering. Dies ermöglicht einerseits eine präzise, schnell wirksame Steuerung der Kettenbewegung und spart andererseits Antriebsenergie. Ferner kann die Antriebseinrichtung entsprechend schwächer dimensioniert sein, als dies sonst der Fall ist, sodass die Anschaffungs-und Montagekosten geringer sind.

[0017] Der zumindest eine Druckkörper kann sich entlang der Förderrichtung erstrecken, wobei der zumindest eine Druckkörper und/oder das Unterstützungselement ausgestaltet ist/sind, den zumindest einen Förderkörper bei der Bewegung in der Förderrichtung zu führen. Somit vereinigt der Druckkörper zwei Funktionen: zum einen unterstützt er durch das aus ihm austretende Fluid (z. B. Luft oder ein Inertgas) das Unterstützungselement und zum anderen führt er die Bewegung des Förderkörpers. Vorzugsweise wirkt der Druckkörper mit dem Unterstützungselement zusammen und wird die Führung der Bewegung hierdurch erreicht. Beispielsweise kann der Druckkörper in einer sich quer zu der Förderrichtung erstreckenden Querschnittsfläche ein nicht-lineares Oberflächenprofil aufweisen, wobei diese Oberfläche dem Unterstützungselement zugewandt ist und wobei das nicht-lineare Oberflächenprofil zumindest entlang einem Teil des Förderweges konstant ist. Ferner kann das Unterstützungselement eine entsprechend dem nicht-linearen Oberflächenprofil geformte, jedoch negativ geformte (erste) Oberfläche aufweisen. Der Abstand zwischen der Oberfläche des Druckkörpers und der ersten Oberfläche des Unterstützungselements kann daher über die Erstreckung des nicht-linearen Oberflächenprofils konstant sein, sodass das Fluid die Unterseite des Unterstützungselements gleichmäßig unterstützt. Vorzugsweise weist der Druckkörper hierzu eine Vielzahl von Austrittsöffnungen für das Fluid auf, die über die Oberfläche mit dem nicht-linearen Oberflächenprofil verteilt sind.

[0018] Insbesondere weist der zumindest eine Druckkörper einen sich entlang dem Förderweg erstreckenden Hohlraum auf, der sich vorzugsweise entlang dem gesamten Teil des Förderweges, über den die Fördergegenstände transportiert werden, erstreckt. Weiterhin sind vorzugsweise Austrittsöffnungen für ein Austreten des Fluids aus dem Hohlraum vorgesehen, die über diesen Teil des Förderweges verteilt in dem Druckkörper angeordnet sind.

[0019] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Endlosfördereinrichtung sind zumindest zwei der Druckkörper vorgesehen, die sich parallel zueinander entlang dem Förderweg erstrecken. Insbesondere weisen die zumindest zwei Druckkörper einen Abstand zueinander auf, sodass zwischen den Druckkörpern ein Zwischenraum definiert ist, über dem insbesondere die Fördergegenstände transportiert werden können.

[0020] Die Unterstützungseinrichtung kann zumindest einen zweiten Druckkörper aufweisen, der ausgestaltet ist, ein zweites Unterstützungselement, d. h. den zumindest einen Förderkörper und/oder ein zweites, mit dem zumindest einen Förderkörper verbundenes Element, durch ein unter Druck aus dem zweiten Druckkörper ausströmendes Fluid zu unterstützen, und wobei der zumindest eine zweite Druckkörper ausgestaltet ist, eine Ausdehnung, Kontraktion und/oder Verschiebung des zweiten Unterstützungselements in einer Richtung quer zu der Förderrichtung zu ermöglichen, während das zweite Unterstützungselement durch das ausströmende Fluid unterstützt ist. Insbesondere wenn der oben beschriebene erste Druckkörper eine Bewegung der Förderkörper in Förderrichtung führt und wenn die Förderkörper in einem Ofen gefördert werden, ermöglicht der zweite Druckkörper eine Relativbewegung zwischen dem Förderkörper und der Unterstützungseinrichtung quer zur Förderrichtung. Unerwünschte Verspannungen können somit vermieden werden. Auch erlaubt diese Ausgestaltung die Verwendung unterschiedlicher Materialien für die Unterstützungseinrichtung und den Förderkörper. Weiterhin ermöglicht diese Ausgestaltung, dass der Förderweg der Endlosfördereinrichtung sich durch Bereiche unterschiedlicher Temperatur erstreckt.

[0021] Vorzugsweise ist eine Vorrichtung zum Tragen eines Gewichts der Förderkörper und weiterer Teile der Fördereinrichtung auf der Seite des Druckkörpers angeordnet, der die Bewegung der Förderkörper in Förderrichtung führt.

[0022] Insbesondere weist das Unterstützungselement eine während der Unterstützung durch das Fluid dem Druckkörper zugewandte erste Oberfläche auf, wobei die erste Oberfläche zumindest eine Ausnehmung und/oder eine von der ersten Oberfläche in Richtung des Druckkörpers abragende Umrandung aufweist. Hierdurch kann sich ein Stau des Fluid in der Ausnehmung und/oder innerhalb der Umwandlung ausbilden. Insbesondere bei Verwendung eines Gases erhöht sich hierdurch der Druck des Fluids und wird ein direktes Ausströmen des Fluids in die Umgebung verhindert. Insgesamt kann hierdurch der Fluiddurchsatz (Volumenstrom) verringert werden. Auch können die Druckunterschiede innerhalb der Ausnehmung bzw. innerhalb der Umrandung gering sein, sodass sich über den entsprechenden Teil der ersten Oberfläche eine gleichmäßige Unterstützung einstellt. Die Unterstützung ist somit stabil gegen Störungen. Eine Mehrzahl der Ausnehmungen kann z. B. durch Rillen in der ersten Oberfläche erzielt werden.

[0023] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die erste Oberfläche beschichtet, sodass eine etwaige Abnutzung durch Reibung an der ersten Oberfläche oder an Teilen der ersten Oberfläche und/oder durch das Fluid reduziert ist. Eine Beschichtung kann aber nicht nur dann vorgesehen sein, wenn die erste Oberfläche wie in dem vorangegangenen Absatz beschrieben eine Ausnehmung und/oder eine Umrandung aufweist. Auch kann die Beschichtung so ausgestaltet sein, dass bei der Montage, bei einem Druckabfall des Fluid oder gar bei einem Ausfall der Fluid-Versorgung ein Gleiten des Unterstützungselements auf dem Druckkörper möglich ist. Alternativ oder zusätzlich kann auch die Oberfläche des Druckkörpers beschichtet sein. Beispielsweise kommt als Beschichtung eine Chromschicht, insbesondere eine Hartchromschicht in Frage.

[0024] Das Unterstützungselement kann eine zweite Oberfläche aufweisen, die der ersten Oberfläche gegenüberliegt, wobei die zweite Oberfläche eine Ausnehmung und/oder eine sich von dem Niveau der zweiten Oberfläche erhebende Umrandung aufweist. Das Unterstützungselement kann an der zweiten Oberfläche durch ein Fluid unterstützt werden, wenn das Unterstützungselement entlang einem zweiten Teil des umlaufenden Förderweges gefördert wird. Bei einer bevorzugten Ausgestaltung wird jedoch die erste Oberfläche sowohl beim eigentlichen Transport der Fördergegenstände als auch bei einem Rücktransport des Fördekörpers zu einer Ausgangsposition zur Unterstützung verwendet, d. h. es strömt tragendes Fluid gegen die erste Oberfläche.

[0025] Vorzugsweise weist die Endlosfördereinrichtung eine Vielzahl der Unterstützungselemente auf, wobei die Endlosfördereinrichtung derart ausgestaltet ist, dass eine Mehrzahl der Unterstützungselemente in der Förderrichtung hintereinander gefördert werden können, wobei die Mehrzahl der Unterstützungselemente eine durchgehende Oberfläche bildet, die von dem ausströmenden Fluid unterstützt wird. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass ein Teil des aus dem Druckkörper ausströmenden Fluids zwischen den hintereinander geförderten Unterstützungselementen hindurchtritt, ohne diese zu unterstützen. Diese Ausführungsform wird insbesondere dann bevorzugt, wenn die Unterstützungselemente jeweils Teil eines Kettengliedes einer Förderkette - oder mit einem Kettenglied einer Förderkette verbunden - sind, beispielsweise der bereits beschriebenen Förderkette oder der Förderkette in einer Ausgestaltung, die noch beschrieben wird.

[0026] Die Endlosfördereinrichtung kann ein Begrenzungselement zur Begrenzung eines Freiraums einer Bewegung des Unterstützungselements oder eines mit dem Unterstützungselement verbundenen Teils aufweisen, wobei das Begrenzungselement derart angeordnet ist, dass es in einer Richtung quer zu der Förderrichtung einen Freiraum für die Bewegung des Unterstützungselements oder des mit dem Unterstützungselement verbundenen Teils begrenzt. Insbesondere ist die Begrenzungseinrichtung über dem Niveau einer Oberfläche des zumindest einen Druckkörpers angeordnet. In diesem Fall kann sich der Förderkörper und/oder ein mit ihm verbundenes Teil zwischen dem Niveau einer Unterkante der Begrenzungseinrichtung und dem Niveau der Oberfläche des zumindest einen Druckkörpers erstrecken und bewegen. Die Oberfläche des zumindest einen Druckkörpers weist insbesondere, wie bereits beschrieben, eine Vielzahl von Ausströmöffnungen für das Fluid auf.

[0027] Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung weist die Endlosfördereinrichtung zwei Förderketten auf, die beim Betrieb der Endlosfördereinrichtung von der Antriebseinrichtung angetrieben werden und endlos umlaufen. Dabei weisen die Förderketten jeweils eine Vielzahl von Kettengliedern auf, wobei der Förderkörper derart an einander gegenüberliegenden Seiten mit jeweils einer der Förderketten verbunden ist, dass der Förderkörper von den Förderketten getragen wird. Eine Vielzahl der Unterstützungselemente ist jeweils derart mit einem der Kettenglieder verbunden, dass die Förderketten von den Unterstützungselementen getragen werden. Bei dieser Ausgestaltung kann das vollständige Gewicht aller hintereinander geförderten Förderkörper entlang einer bestimmten Förderstrecke von den Unterstützungselementen getragen werden. Daher ist es insbesondere möglich, dass das vollständige Gewicht von dem aus dem Druckkörper austretenden Fluid getragen wird.

[0028] Eine Vielzahl der Unterstützungselemente (erste Unterstützungselemente), die mit einer der Förderketten (erste Förderkette) verbunden sind, bildet vorzugsweise eine durchgehende Oberfläche, die beim Betrieb der Endlosfördereinrichtung von dem ausströmenden Fluid unterstützt wird. Dabei werden die ersten Unterstüfizungselemente in Förderrichtung hintereinander gefördert. Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung sind unmittelbar hintereinander geförderte erste Unterstützungselemente nicht mit unmittelbar aufeinander folgenden mettengliedem der ersten Förderkette verbunden, sondern ist zwischen zwei Kettengliedem, die mit den unmittelbar hintereinander geförderten ersten Unterstützungselementen verbunden sind, zumindest ein Kettenglied angeordnet, das mit keinem Unterstützungselement verbunden ist. Auf diese Weise kann die Anzahl der Unterstützungselemente reduziert werden. Dadurch wird der Herstellungsaufwand verringert und außerdem die Anzahl der Stoßflächen und/oder Grenzflächen zwischen den aufeinanderfolgenden Unterstützungselementen verringert. Insgesamt entweicht daher weniger Fluid an den Stoßflächen oder Grenzflächen.

[0029] Zumindest eines der Unterstützungselemente ist vorzugsweise drehbeweglich mit einem der Kettenglieder verbunden. Dies ermöglicht es, am Ende einer Förderstrecke das Unterstützungselement in eine Drehstellung zubringen, die von der Stellung des Förderkörpers und des Kettengliedes unabhängig ist. Daher ist es insbesondere möglich, den Förderkörper umzulenken (z. B. unter Verwendung eines Kettenrades) und die Orientierung des Unterstützungselements im Wesentlichen beizubehalten. Dies gilt insbesondere, wenn die Drehachse der Drehbewegung quer zur Förderrichtung verläuft. In diesem Fall kann bei einem Rücktransport des Förderkörpers wieder die Unterseite des Unterstützungselements für eine Druckunterstützung mit Fluid verwendet werden.

[0030] Die folgende Ausgestaltung betrifft wieder den Fall, dass eine Vielzahl der Unterstützungselemente (erste Unterstützungselemente) beim Betrieb der Endlosfördereinrichtung entlang einer ersten Förderstrecke hintereinander gefördert werden und eine durchgehende Oberfläche bilden, die beim Betrieb der Endlosfördereinrichtung von dem ausströmenden Fluid unterstützt wird. Bei der Ausgestaltung ist eine Auslenkungseinrichtung vorgesehen, die ausgestaltet ist, am Ende der ersten Förderstrecke mit jedem einzelnen der ersten Unterstützungselemente zusammenzuwirken und das Unterstützungselement relativ zu dem Förderkörper auszulenken, sodass das Unterstützungselement nicht mehr die durchgehende Oberfläche bildet. Auf diese Weise kann eine Relativbewegung gezielt und insbesondere durch einfache mechanische Mittel gesteuert werden. Beispielsweise ist das Unterstützungselement mit einem Vorsprung (z. B. einem Stift) versehen, mit dem am Ende der Förderstrecke eine Führung zusammen wirkt, sodass der Vorsprung und damit das Unterstützungselement bei ihrer Bewegung in einer gewünschten Weise geführt werden.

[0031] Insbesondere weist das Unterstützungselement eine Unterseite auf, an der es durch das aus dem Druckkörper austretende Fluid unterstützt wird. Dabei weist das Unterstützungselement an einer Oberseite ein Verbindungselement auf, über das es mit dem Förderkörper verbunden ist. Dieser Ausgestaltung hat den Vorteil, dass das Unterstützungselement sich vollständig in einem Raum bewegen kann, der dem Fluid ausgesetzt ist. Zwangsläufig auftretende Verluste an Fluid können so minimiert werden. Das Fluid muss erst um das Unterstützungselement herumtreten, bis es aus dem Raum entweichen kann. Vorzugsweise ist diese Ausgestaltung mit einer Fluid-Rückführung kombiniert, die vor dem Entweichen des Fluids an der Oberseite des Unterstützungselements das Fluid absaugt und zu einer Quelle zurückführt. An der Quelle ist beispielsweise ein Verdichter und/oder eine Pumpe angeordnet, der bzw. die das Fluid unter Druck setzt und gegen die Unterseite des Unterstützungselements strömen lässt. Z. B. wird das zwischen der Unterseite des Unterstützungselements und der Oberseite des Druckkörpers ausströmende Fluid zu der Quelle zurückgeführt. Auf Grund der geringen Verluste an Fluid wird außerdem Energie gespart. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Fördereinrichtung wie bei einem besonders bevorzugten Anwendungsfall in einem Ofen verwendet wird, also hohe Temperaturen annimmt. Um die Temperatur in dem Ofen konstant zu halten muss in diesem Fall entweder das Fluid aufgeheizt werden oder stellt das Fluid eine Wärme-Verlustquelle dar.

[0032] Vorzugsweise übernimmt das Verbindungselement mehrere Funktionen. Insbesondere kann es beim Betrieb der Endlosfördereinrichtung mit einer Führung zusammenwirken, sodass eine Bewegung des Unterstützungselement und des Förderkörpers entlang einem Förderweg auf einer definierten Bahn geführt ist.

[0033] Ferner wird eine Anordnung mit der Endlosfördereinrichtung in einer der bereits beschriebenen oder im Folgenden beschriebenen Ausführungsformen vorgeschlagen, wobei der zumindest eine Druckkörper der Endlosfördereinrichtung in einem Durchlaufofen angeordnet ist.

[0034] Im Folgenden wird ein Aspekt der Erfindung beschrieben, der sich auf die Einstellung des Abstandes zwischen den aufeinander folgenden Förderkörpem bezieht. Die darin beschriebene Endlosfördereinrichtung kann insbesondere so wie bereits beschrieben ausgestaltet sein. Sie kann jedoch auch ohne eine Fluidunterstützung ausgeführt sein. Beispielsweise ist es möglich, die Endlosfördereinrichtung mit einer Unterstützung durch gelagerte Rollen zu betreiben bzw. derart auszuführen.

[0035] Es wird eine Endlosfördereinrichtung zum Transportieren von Gegenständen vorgeschlagen, mit
  • einer Antriebseinrichtung zum Antreiben einer Vielzahl von Förderkörpern,
  • den Förderkörpem, die ausgestaltet sind, zumindest einen Fördergegenstand mitzunehmen, und die derart angeordnet sind, dass die Förderkörper sich aufeinander folgend in der Förderrichtung bewegen können,
  • einer Mehrzahl von Verbindungselementen, die jeweils zwei in der Förderrichtung aufeinander folgende Förderkörper miteinander verbinden, wobei zumindest ein Teil der Verbindungselemente ausgestaltet ist, eine Relativbewegung der zwei aufeinander folgenden Förderkörper in der Förderrichtung zu ermöglichen.


[0036] Insbesondere kann die Endlosfördereinrichtung derart ausgestaltet sein und/oder derart betrieben werden, dass unmittelbar aufeinander folgende Förderkörper in einer ersten, durch die Relativbewegung erreichbaren Relativposition miteinander in Kontakt sind und in einer zweiten, durch die Relativbewegung erreichbaren Relativposition einen Abstand zueinander aufweisen. Dabei bilden die unmittelbar aufeinander folgenden Förderkörper in der ersten Relativposition vorzugsweise eine durchgehende Oberfläche für einen an der Oberfläche angeordneten Fördergegenstand.

[0037] Ferner wird ein Verfahren zum Transportieren von Gegenständen auf einer Endlosfördereinrichtung vorgeschlagen, wobei die Endlosfördereinrichtung eine Antriebseinrichtung zum Antreiben einer Vielzahl von Förderkörpern aufweist, die ausgestaltet sind, zumindest einen Fördergegenstand mitzunehmen, und die derart angeordnet sind, dass die Förderkörper sich aufeinander folgend in einer Förderrichtung bewegen können, wobei während eines Umlaufes der Förderkörper auf einem in sich geschlossen umlaufenden Förderweg ein Abstand zwischen den Förderkörpem verändert wird, sodass unmittelbar aufeinander folgende Förderkörper entlang einem ersten Teil des umlaufenden Förderweges einen anderen Abstand zueinander haben als entlang einem zweiten Teil des umlaufenden Förderweges. Der Förderweg kann insbesondere vordefiniert sein und/oder während des Betriebes der Endlosfördereinrichtung unveränderlich sein.

[0038] Durch ein Vergrößern des Abstandes zwischen den unmittelbar aufeinander folgenden Förderkörpem kann ein mechanischer Kontakt zwischen den unmittelbar aufeinander folgenden Förderkörpem einerseits und zumindest einem Fördergegenstand andererseits gelockert und/oder teilweise gelöst werden.

[0039] Insbesondere ist es möglich, die Antriebseinrichtung derart zu betreiben, dass eine Mehrzahl der aufeinander folgenden Förderkörper von der Antriebseinrichtung auf einem Teil des Förderweges geschoben wird, wobei eine in der Förderrichtung wirkende Antriebskraft von Förderkörper zu Förderkörper übertragen wird.

[0040] Vorzugsweise weist die Antriebseinrichtung eine Aufweitungseinrichtung zum Aufweiten eines Abstandes zwischen unmittelbar aufeinander folgenden Förderkörpem auf. Dabei wird die Aufweitungseinrichtung derart gesteuert betrieben, dass die unmittelbar aufeinander folgenden Förderkörper auf einem ersten Teil des Förderweges unmittelbar vor der Aufweitungseinrichtung einen definierten, zeitlich konstanten Abstand zueinander aufweisen und der Abstand auf einem folgenden, zweiten Teil des Förderweges größer ist.

[0041] Alternativ oder zusätzlich ist es möglich, die Endlosfördereinrichtung derart zu betreiben, dass der Abstand der unmittelbar aufeinander folgenden Förderkörper entlang einem Umlauf des Förderweges mehrfach verändert wird.

[0042] Ein Vorteil des veränderbaren Abstandes zwischen den Förderkörpem besteht darin, dass auf eine Einrichtung zum Spannen der Förderkette verzichtet werden kann. Vielmehr können sich die Abstände vorzugsweise automatisch an den zur Verfügung stehenden Förderweg anpassen. Somit stellt auch die Alterung und/oder die thermisch bedingte Längenänderung der Förderkette kein Problem dar. Außerdem müssen auch andere Einrichtungen, wie z. B. ein Kettenrad zum Antreiben oder Führen der Förderkette, nicht zwangsläufig exakt auf einen bestimmten Abstand zwischen den Förderkörpem abgestimmt sein. Jedoch ist es sind verständlich möglich, durch Ausgestaltung solcher Einrichtungen einen definierten Abstand zwischen den Förderkörpem zu erzeugen.

[0043] Fördergegenstände können entlang dem Förderweg unterschiedliche Abstände zueinander einnehmen. Insbesondere ist es auf diese Weise möglich, die Fördergegenstände zu vereinzeln. Hierdurch können die Fördergegenstände beispielsweise einzeln geprüft, etikettiert, vermessen werden und/oder auf andere Weise einzelnen behandelt und/oder bearbeitet werden.

[0044] Ein weiterer Vorteil des veränderbaren Abstandes liegt in der Möglichkeit, die Förderkörper und damit die geförderten Gegenstände in verschiedenen Bereichen des Förderweges mit unterschiedlichen Fördergeschwindigkeiten zu fördern. In den Übergangsbereichen, in denen der Abstand verändert wird, findet eine Beschleunigung bzw. ein Verzögem der Bewegung der Fördergegenstände statt. Insbesondere ist es durch Gestaltung des Obergangsbereichs möglich, eine definierte Beschleunigung oder Verzögerung zu erzielen.

[0045] Insbesondere kann die Antriebseinrichtung derart betrieben werden, dass eine Mehrzahl der aufeinander folgender Förderkörper von der Antriebseinrichtung auf einem Teil des Förderweges (Schubstrecke) von der Antriebseinrichtung geschoben wird, wobei eine in der Förderrichtung wirkende Antriebskraft von Förderkörper zu Förderkörper übertragen wird. Weiterhin kann die Antriebseinrichtung eine Aufweitungseinrichtung zum Aufweiten eines Abstandes zwischen unmittelbar aufeinander folgenden Förderkörpern aufweisen. Die Aufweitungseinrichtung wird dabei derart gesteuert betrieben, dass die unmittelbar aufeinander folgenden Förderkörper auf einem ersten Teil des Förderweges unmittelbar vor der Aufweitungseinrichtung einen definierten, zeitlich konstanten Abstand zueinander aufweisen und der Abstand auf einem folgenden, zweiten Teil des Förderweges größer ist. Eine solche Aufweitungseinrichtung kann in besonders einfacher Weise dadurch realisiert werden, dass die an der Aufweitungseinrichtung eintreffenden Förderkörper von der Antriebseinrichtung geschoben werden und die Aufweitungseinrichtung der von Förderkörper zu Förderkörper übertragenen Antriebskraft einen Widerstand entgegengesetzt. Der größere Abstand der Förderkörper in dem folgenden Teil des Förderweges, kann in diesem Fall allein dadurch erreicht werden, dass der verbleibenden Förderweg bis zum Erreichen des Anfangs der Schubstrecke entsprechend lang ist. Vorzugsweise jedoch wird die Geschwindigkeit der Förderkörper durch einen entsprechenden Teil der Antriebseinrichtung gesteuert (beispielsweise durch eine Umlenkeinrichtung mit gesteuerter Umlenkgeschwindigkeit). Diese Geschwindigkeit der Förderkörper ist größer als die Geschwindigkeit auf der Schubstrecke.

[0046] Beispielsweise weist die Aufweitungseinrichtung am Ende der Schubstrecke ein Kettenrad auf. Eine Teilung (z. B. ein Abstand von Ausnehmungen am Umfang) des Kettenrades) muss nicht präzise dem Abstand der Förderkörper auf der Schubstrecke entsprechen, da es ausreicht, die Geschwindigkeit und/oder die Bremswirkung des Kettenrades zu steuern.

[0047] Die Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnung beispielhaft näher erläutert. Dabei ist die Erfindung nicht auf die Ausführungsbeispiele beschränkt. Die Ausführungsbeispiele beziehen sich sowohl auf den oben beschriebenen Aspekt, dass die Endlosfördereinrichtung eine Fluidunterstützung aufweist, als auch auf den Aspekt, dass die Endlosfördereinrichtung die Einstellung eines Abstandes zwischen den Förderkörpern ermöglicht. Die einzelnen Figuren der Zeichnungen zeigen:
Fig. 1
einen Querschnitt durch einen Durchlaufofen mit einer darin angeordneten Endlosfördereinrichtung;
Fig. 2
eine schematische Darstellung einer Endlosfördereinrichtung, insbesondere der in Fig. 1 gezeigten Endlosfördereinrichtung, mit einer Steuerungs- und Antriebseinrichtung;
Fig. 3
eine perspektivische Teilansicht der Endlosfördereinrichtung, insbesondere gemäß Fig. 1 und/oder Fig. 2, wobei Teile der Endlosfördereinrichtung der besseren Erkennbarkeit wegen weggelassen sind;
Fig. 4
eine Anordnung von Unterstützungselementen, Verbindungselementen und Förderkörpern für eine Endlosfördereinrichtung, insbesondere gemäß einer oder mehrerer der Fig. 1 bis 3;
Fig. 5
die in Fig. 4 dargestellte Anordnung, wobei jedoch ein Abstand zwischen aufeinander folgenden Unterstützungselementen und Förderkörpem vergrößert ist;
Fig. 6
die Verbindungselemente und damit verbundene Querstützen der Anordnung gemäß Fig. 4 und Fig. 5;
Fig. 7
einen Querschnitt durch einen Druckkörper und durch ein darüber gefördertes Unterstützungselement, insbesondere für eine Endlosfördereinrichtung gemäß einer oder mehrerer der Fig. 1 bis 3;
Fig. 8
eine perspektivische Ansicht des in Fig. 7 dargestellten Unterstützungselements;
Fig. 9
einen Druckkörper mit einer Mehrzahl hintereinander angeordneter Unterstützungselemente, insbesondere für eine Endlosfördereinrichtung nach einer oder mehrerer der Fig. 1 bis 3;
Fig. 10
eine zweite Ausführungsform einer Anordnung von Verbindungselementen und Querstützen, die an Stelle der in Fig. 4 und Fig. 5 dargestellten Anordnung bei einer Endlosfördereinrichtung eingesetzt werden kann;
Fig. 11
eine schematische Darstellung einer Vielzahl von hintereinander geförderten Förderkörper, die entlang verschiedener Abschnitte des Förderweges unterschiedliche Abstände zueinander einnehmen;
Fig. 12
eine perspektivische Draufsicht auf einen Teil einer Fördereinrichtung mit zwei Förderketten;
Fig. 13
eine vergrößerte Teil-Darstellung eines einzelnen Kettengliedes der Fördereinrichtung gemäß Fig. 12;
Fig. 14
ein Detail der Anordnung gemäß Fig. 13;
Fig. 15
die Fördereinrichtung gemäß Fig. 12 bis Fig. 14, wobei die Darstellung eine Unterstützungseinrichtung zeigt;
Fig. 16
die Anordnung gemäß Fig. 15, wobei jedoch eine Abdeckung weggelassen wurde;
Fig. 17
eine schematische Darstellung der Umlenkung von Kettengliedern der Fördereinrichtung gemäß Fig. 12 bis Fig. 16; und
Fig. 18
einen Querschnitt durch die Unterstützungseinrichtung gemäß Fig. 15 und Fig. 16.


[0048] Durch die Beschreibung der insgesamt durch die Fig. 12-18 dargestellten Endlosfördereinrichtung ist die nach derzeitigem Kenntnisstand bestmögliche Ausführungsform der Erfindung offenbart.

[0049] Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch einen Durchlaufofen 1, in dem eine Endlosfördereinrichtung Fördergegenstände (beispielsweise den Fördergegenstand 2) fördert. Die Figur zeigt einen vertikalen Schnitt durch den Durchlaufofen 1. Die Förderrichtung verläuft senkrecht zur Figurenebene. In dem dargestellten Beispiel werden die Fördergegenstände 2 in die Bildebene hinein gefördert. Dementsprechend weist die Endlosfördereinrichtung ein oberes Fördemiveau auf, auf dem Förderkörper 4 in die Bildebene hinein bewegt werden. Durch eine nicht dargestellt Umlenkeinrichtung werden die Förderkörper 4 am Ende einer Förderstrecke auf ein niedrigeres Niveau umgelenkt und an den Anfang des Förderweges zurückgefördert. Auf dem oberen Förderniveau erkennbar ist ein Förderkörper 4a, der den dargestellten Fördergegenstand 2 trägt. Der Förderkörper 4a ist an seinen seitlichen, einander gegenüber liegenden Enden jeweils mit einem Unterstützungselement 5a, 5b verbunden. Die Unterstützungselemente 5a, 5b werden jeweils durch einen Druckkörper 3a, 3b unterstützt, indem aus dem Druckkörper 3a, 3b Fluid nach oben ausströmt und sich auf diese Weise ein Fluidpolster zwischen dem Unterstützungselement 5a, 5b und dem Druckkörper 3a, 3b ausbildet. Bei dem Fluid handelt es sich insbesondere um ein Gas, z. B. um Luft oder um ein Inertgas. Z.B. sind die Fördergegenstände in dem Durchlaufofen 1 zu backende Lebensmittel, etwa Pizzastücke. Auf dem unteren Fördemiveau ist ein zweiter Förderkörper 4b erkennbar, der wiederum an seinen seitlichen Enden mit jeweils einem Unterstützungselement 5c, 5d verbunden ist. Die Unterstützungselemente 5c, 5d werden durch das aus den darunter angeordneten Druckkörpern 3c, 3d ausströmende Fluid gelagert.

[0050] Aus der in Fig. 2 gezeigten schematischen Seitenansicht ist der Umlaufbetrieb einer Endlosfördereinrichtung erkennbar. Auf einem höheren Fördemiveau läuft ein Obertrum in der Bilddarstellung von rechts nach links. Es wird an einer Umlenkeinrichtung 12a mit einem Umlenkrad umgelenkt und als Untertrum auf einem niedrigerem Förderniveau zurückgeführt. Am Ende der Wegstrecke des unteren Förderniveaus wird es wiederum durch eine Umlenkeinrichtung 12b mit einem Umlenkrad auf das höhere Fördemiveau umgelenkt. Das Obertrum und das Untertrum weisen insbesondere eine Vielzahl von Förderkörpem auf, die, wie noch erläutert wird, über Verbindungselemente zu einer Förderkette verbunden sind. Dabei sind die Förderkörper relativ zueinander beweglich, so dass der Abstand zwischen den Förderkörpem variiert werden kann. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform eines Verfahrens zum Betreiben der Endlosfördereinrichtung wird das in Fig. 2 rechts dargestellte Förderrad so betrieben, dass es das Obertrum schiebt. Anders ausgedrückt: Die von dem Antriebsrad ausgeübte Antriebskraft wird von Förderkörper zu Förderkörper in Förderrichtung übertragen. Der Abstand zwischen den Förderkörpem des Obertrums ist daher so gering wie möglich. Vorzugsweise liegen alle Förderkörper des Obertrums ohne Abstand aneinander an und bilden eine durchgehende, nahezu ebene Oberfläche, auf die flache Gegenstände, wie z. B. die Pizzastücke, aufgelegt und gebacken werden können.

[0051] Insbesondere wenn die Fördergegenstände aufwändig von der Oberfläche der Förderkörper 4 entfernt werden müssen, erleichtert die Vergrößerung des Abstandes, die in Förderrichtung an dem Steuerrad 16a durchgeführt wird, ihre Entfernung. Beispielsweise können Backwaren wie z. B. die Pizzastücke an der Oberfläche der Förderkörper 4 haften. Vorzugsweise sind die Förderkörper 4 in Förderrichtung kürzer als die Fördergegenstände, sodass die Fördergegenstände während des Transports auf einer Mehrzahl der Förderkörper 4 aufliegen. Durch die Vergrößerung des Abstandes werden die Fördergegenstände somit zumindest von einem Teil der Förderkörper 4 abgelöst, auf denen sie aufliegen. Hierdurch kann auch automatisch eine Reinigung der Oberflächen der Förderkörper 4 erzielt werden.

[0052] Weiterhin weist die in Fig. 2 dargestellte Anordnung zwei Steuerräder 16a, 16b auf. Das Steuerrad 16a befindet sich auf dem höheren Fördemiveau am Ende der Förderstrecke, entlang der die Fördergegenstände gefördert werden. Das Steuerrad 16a wird derart betrieben, dass es zumindest einen Teil der von Förderkörper zu Förderkörper übertragenen Antriebskraft aufnimmt. Weiterhin wird das links in Fig. 2 dargestellte Umlenkrad derart betrieben, dass die von ihm umgelenkten Förderkörper mit einer größeren Geschwindigkeit gefördert (bzw. umgelenkt) werden als die von dem rechts in Fig. 2 dargestellten Umlenkrad der Umlenkeinrichtung 12b geförderten bzw. umgelenkten Förderkörper. Folglich wird der Abstand zwischen den Förderkörpem ab dem Steuerrad 16a vergrößert. Dieser größere Abstand bleibt bestehen, bis die Förderkörper auf dem unteren Fördemiveau das andere Steuerrad 16b erreichen. Dieses Steuerrad wird derart betrieben, dass die Förderkörper wieder den geringeren Abstand zueinander erhalten, der auch auf dem Förderweg zwischen der rechts dargestellten Umlenkeinrichtung 12b und dem Steuerrad 16a eingenommen wird. Das Obertrum ist mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet, das Untertrum mit dem Bezugszeichen 30.

[0053] In Fig. 2 ist weiterhin die Steuerung der Umlenkreinrichtungen 12a, 12b und der Steuerräder 16a, 16b dargestellt. Mit der ersten Umlenkreinrichtung 12a ist eine erste Steuereinrichtung 14a verbunden, die z.B. eine Regeleinrichtung zum Regeln der Umfangsgeschwindigkeit des Umlenkrades und einen von der Regelung angesteuerten Antriebsmotor aufweist, der das Umlenkrad antreibt. Beispielsweise ist die genannte Anordnung derart ausgestaltet, dass ein elektromagnetisches Drehfeld des Antriebsmotors hinsichtlich seiner Drehfrequenz einstellbar ist. Die Einstellung kann insbesondere durch eine elektronische Stellvorrichtung erfolgen. Beispielsweise unter Verwendung eines Sensors, der die Drehfrequenz oder die Umdrehungsgeschwindigkeit des Umlenkrades misst, kann so die Drehzahl des Umlenkrades geregelt werden. Dabei dient die Drehfeldfrequenz als Stellgröße.

[0054] Es können jedoch auch andere Steuerungen eingesetzt werden. Weiterhin ist es auch nicht zwingend erforderlich, dass die Umlenkeinrichtungen 12a, 12b und die Steuerräder 16a, 16b alle gesteuert werden, wenn auch eine solche Ausführung bevorzugt wird.

[0055] Die Steuerungseinrichtung 14b, die mit der Umlenkeinrichtung 12b verbunden ist, kann insbesondere genauso wie die Steuereinrichtung 14a ausgeführt sein und/oder betrieben werden. Dabei ist jedoch, wie bereits beschrieben, die Fördergeschwindigkeit der Umlenkeinrichtungen verschieden.

[0056] Die Steuerräder 16a, 16b weisen beispielsweise wie in Fig. 2 dargestellt eine gemeinsame mit beiden Steuerrädern verbundene Steuereinrichtung 14c auf, die insbesondere so betrieben werden kann, dass die Steuerräder 16a, 16b die gleiche Anzahl von Förderkörpern pro Zeiteinheit passieren lassen. Vorzugsweise sind die Steuerräder 16a, 16b mit einem Antriebsmotor zum Antreiben der Förderräder verbunden, der wiederum über einen Frequenzrichter mit insbesondere einstellbarer Frequenz von einer Steuereinheit ansteuerbar ist. Durch Einstellen der Steuerfrequenz kann die Drehfrequenz der Steuerräder 16a, 16b verändert werden. Wiederum ist es möglich, die Drehfrequenz der Räder zu regeln. Dies ist jedoch nicht erforderlich, z.B. wenn eine übergeordnete, mit den Steuereinrichtungen 14a, 14b, 14c verbundene Koordinierungseinrichtung eine Drehfrequenz der Steuerräder 16a, 16b vorgibt und lediglich die Drehfrequenz und/oder die Fördergeschwindigkeit der Umlenkräder geregelt wird.

[0057] Die in Fig. 3 dargestellte schematische perspektivische Darstellung der Endlosfördereinrichtung lässt eine Vielzahl von Förderkörpem 4 erkennen, die alle gleich ausgestaltet sind und in Förderrichtung hintereinander gefördert werden. Erkennbar ist das Umlenkrad der Umlenkeinrichtung 12a im Vordergrund von Fig. 3. Zu dem Umlenkrad gehört noch ein zweites Umlenkrad, das in Fig. 3 nicht dargestellt ist und das sich links außerhalb der Fig. 3 befindet. Wie auch das entsprechende Umlenkrad-Paar der Umlenkeinrichtung 12b werden beide Umlenkräder eines Paars angetrieben und zwar mit der gleichen Drehfrequenz bei gleichem Außenumfang.

[0058] Die Förderkörper 4 sind entlang einer Längsachse langgestreckt ausgestaltet, wobei sich die Längsachse senkrecht zur Förderrichtung erstreckt (in der Darstellung gemäß Fig. 3 von rechts vorne nach links hinten). Die Förderkörper 4 weisen an ihren Enden in Längsrichtung jeweils ein Unterstützungselement 5 auf, das über eine Querstütze 24 mit einem zentralen Teil des Förderkörpers 4 verbunden ist. Dies ist am besten aus Fig. 4 und Fig. 5 erkennbar. Die Querstütze 24 kann insbesondere eine massive Stange oder ein Rohr sein, die bzw. das sich in der Längsrichtung der Förderkörper 4 über deren gesamte Länge erstreckt. Wie aus Fig. 4 und Fig. 5 erkennbar ist, ist der Querträger 24 jedoch nicht direkt mit dem Unterstützungselement verbunden. Vielmehr endet der Querträger 24 an einem Verbindungselement 11, das in dem Ausführungsbeispiel als Kettenlasche ausgestaltet ist. Mit dem Verbindungselement 11 wiederum ist das Unterstützungselement 5 verbunden.

[0059] Diese Verbindung ist bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel als Schraubverbindung realisiert. Ein Befestigungselement 20 weist einen Schraubenkopf 21 auf, der außenseitig angeordnet ist. Das Befestigungselement 20 erstreckt sich durch eine Durchgangsöffnung 27 (siehe auch Figur 8) und durch das gesamte Unterstützungselement 5 hindurch bis zu dem Verbindungselement 24. Es erstreckt sich weiter durch ein Befestigungsloch 17 des Verbindungselements 11a bzw. 11c (siehe Figur 6) hindurch und ist durch eine auf das Ende des Befestigungselements aufgeschraubte Mutter 22 gesichert. In Fig. 4 sind der Erkennbarkeit der Anordnung wegen nur drei der Unterstützungselemente 5 mit dem Befestigungselement 20 dargestellt.

[0060] Wie ebenfalls aus Fig. 4 und Fig. 5 erkennbar ist, ist parallel zu dem Verbindungselement 11 a ein zweites Verbindungselement 11 b angeordnet. Die Querstütze 24 erstreckt sich durch jeweils ein Stützloch 9 des zweiten Verbindungselements 11b und des ersten Verbindungselements 11a hindurch. Auf diese Weise werden zumindest die in Förderrichtung vorne liegenden Enden der Verbindungselemente 11a, 11b parallel zueinander gehalten. Die Querstütze 24 erlaubt keine Relativbewegung zwischen den parallelen Verbindungselementen 11 a, 11b und relativ zwischen der Querstütze und den Verbindungselementen 11a, 11b.

[0061] Im Gegensatz zu Fig. 4 zeigt Fig. 5 die Anordnung bei größerem Abstand zwischen den Förderkörpem 4, also beispielsweise in Förderrichtung hinter dem Steuerrad 16a (siehe Figur 2 und Fig. 3).

[0062] Wie am besten aus der in Fig. 6 dargestellten Anordnung der Querstützen 24 und der Verbindungselemente 11 von insgesamt sechs aufeinander folgenden Förderkörpem erkennbar ist, weisen die Verbindungselemente 11 an ihrem hinteren Ende jeweils ein Langloch 13 auf, dessen Längsachse sich in Förderrichtung erstreckt. Weiterhin erstrecken sich die Querträger 24 jeweils durch die Langlöcher 13 des in Förderrichtung davor liegenden Förderpaares von Verbindungselementen 11c, 11d hindurch. Da die Querträger 24 sich in der Längsrichtung der Langlöcher 13 relativ zu den Verbindungselementen 11 c, 11 d bewegen können, kann sich der Abstand der Querstützen 24 und damit der Abstand der Förderkörper 4 verändern.

[0063] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 bis 6 ist jeweils ein Paar von unmittelbar aufeinander folgenden Förderkörpem hinsichtlich der Anordnung der Verbindungselemente 11 und Querstützen 24 gleich aufgebaut. Jeweils eines der Paare von Verbindungselementen 11 a, 11 b ist mit seinen vorderen bzw. in Förderrichtung hinten liegenden Enden zwischen den Enden des nächst benachbarten Paares von Verbindungselementen 11 c, 11d angeordnet.

[0064] Es sind diverse andere und abgewandelte Ausführungsformen der Verbindungselemente und der damit kombinierten Querstützen möglich. Beispielsweise können die Langlöcher in Förderrichtung vorne an den Verbindungselementen angeordnet sein. Weiterhin kann das Langloch 33 in den Verbindungselementen 31 a, 31b, 31c, 31 d beispielsweise wie in Fig. 10 dargestellt ausgeführt werden. Dort weisen die Langlöcher 33 mehrere Vertiefungen 37a, 37 b, 37c an ihrem unteren Rand auf, die in Förderrichtung hintereinander angeordnet sind. Dadurch kann der Abstand zwischen den Querstützen 24 und damit zwischen den Förderkörpern 4 insgesamt stabil eingestellt sein.

[0065] Die in Fig. 10 dargestellte Ausführungsform der Verbindungselemente 31 erläutert das Prinzip, der auf unterschiedliche, insbesondere stabile Werte einstellbaren Abstände. In der Praxis können weitere Ausgestaltungen vorgenommen sein. Z.B. kann eine in Fig. 10 nicht dargestellte Sicherungseinrichtung vorgesehen sein, die die Querstützen 24 in der dargestellten Position, in der die Querstützen 24 jeweils in den mittleren Vertiefungen 37b liegen, gegen ein unbeabsichtigtes Heraustreten aus der Vertiefung 37b sichert. Beispielsweise wird die Sicherungseinrichtung bei Erreichen eines der Steuerräder entsichert, so dass die Abstände zwischen den Förderkörpem sich auf dem weiteren Förderweg bzw. an dem Steuerrad verändern können.

[0066] Anstelle eines Steuerrades kann auch eine andere Einrichtung vorgesehen sein, die eine Veränderung des Abstandes auslöst, wenn ein Förderkörper die am Förderweg liegende Einrichtung erreicht. Z. B. kann im Bereich unter den Querstützen 24 eine schräg ansteigende Erhebung vorgesehen sein, die fest positioniert ist. Die Erhebung ist derart ausgestaltet, dass die jeweilige Querstütze 24 auf der Erhebung aufläuft, wenn sie die Erhebung erreicht. Auf diese Weise wird die Querstütze 24 nach oben aus der Vertiefung 37 hinausgedrückt.

[0067] Auch kann anstelle der in Fig. 4 bis 6 und in Fig. 10 dargestellten Langlöcher eine andere Ausgestaltung der Verbindungselemente vorgenommen werden. Allgemein formuliert weisen die Verbindungselemente oder deren Kombination eine Struktur auf, die eine Veränderung des Abstandes der unmittelbar aufeinander folgenden Förderkörper ermöglicht.

[0068] Fig. 3 zeigt bei einem Teil der Förderkörper 4, dass diese jeweils eine Auflage 19 mit einer ebenen Oberfläche aufweisen, die beispielsweise aus Stein besteht. Dadurch dass die Förderkörper 4 auf dem in Fig. 3 oben dargestellten hohen Fördemiveau in Förderrichtung aneinander angrenzen, besteht kein Abstand oder allenfalls ein vernachlässigbar kleiner Abstand zwischen den Auflagen 19, die somit eine im Wesentlichen durchgehende ebene Oberfläche bilden. Auf diese ebene Oberfläche können die Fördergegenstände aufgelegt werden.

[0069] Weiterhin zeigt Fig. 3, dass das Umlenkrad der Umlenkeinrichtung 12a und das Steuerrad 16a jeweils an ihrem Außenumfang Ausnehmungen aufweisen, die in Umfangsrichtung einen konstanten Abstand (Teilung) zueinander haben. In diese Ausnehmungen greifen diejenigen Abschnitte der Querstützen 24 ein, die zwischen den parallelen Verbindungselementen 11 angeordnet sind. Da zu einem beliebigen Zeitpunkt nur eine der Querstützen 24 in eine der Ausnehmungen des Steuerrades 16a eingreift, kann die Wirkung des Steuerrades 16a auf den Abstand der Förderkörper 4 durch Variation der Umfangsgeschwindigkeit des Steuerrades 16a eingestellt werden. Dagegen legt die Teilung des Umlenkrades zumindest im Bereich der Umlenkung den Abstand der Unterstützungselemente 5 und damit der Förderkörper 4 fest.

[0070] In Fig. 3 ist auch ein Begrenzungselement 18 dargestellt, das langgestreckt ist und dessen Längsachse parallel zu der Förderrichtung verläuft. Es ist derart zwischen den parallelen Verbindungselementen 11a, 11b (siehe Fig. 4 und Fig. 5) angeordnet, dass eine Bewegung der Querstützen 24 nach oben begrenzt ist. Hierdurch kann ein unbeabsichtigtes Abheben der Querstützen 24 und damit der Förderkörper 4 vermieden werden.

[0071] Aus Fig. 7 ist erkennbar, dass der Druckkörper 3 einen sich in der Förderrichtung (senkrecht zur Bildebene von Fig. 7) erstreckenden Hohlraum 6 aufweist. An seiner Oberseite weist der Druckkörper 3 eine Mehrzahl von Austrittsöffnungen 8 auf, durch die das in dem Hohlraum 6 unter Druck stehende Fluid während des Betriebes der Endlosfördereinrichtung kontinuierlich austritt. Dass die Austrittsöffnungen 8 gleichmäßig über die Oberseite des Druckkörpers 3 verteilt sind, ist aus Fig. 9 erkennbar.

[0072] Das Querschnittsprofil des insbesondere als Rohr ausgestalteten Druckkörpers 3 ist beispielsweise rechteckig. Es kann jedoch auch eine andere Form haben. Vorzugsweise ist das Querschnittsprofil des Hohlraumes 6 über die gesamte Länge des Druckkörpers 3, d. h. in Förderrichtung konstant. Das in Fig. 7 dargestellte Unterstützungselement 5 hat an seiner Unterseite und an seiner Oberseite ein der Außenkontur des Druckkörpers 3 entsprechendes, jedoch negatives Profil. In dem Ausführungsbeispiel ist der Druckkörper 3 an seiner Oberseite nach oben konvex aufragend ausgeführt. Dementsprechend ist das Profil des Unterstützungselements 5 an seiner Unterseite konkav eingebuchtet. Insbesondere weisen die einander gegenüberstehenden Oberflächen des Druckkörpers 3 und des Unterstützungselements 5 hierzu zwei Knicklinien 26a, 26b bzw. 26c, 26d auf, die sich in Förderrichtung erstrecken und an denen die jeweilige Oberfläche abgewinkelt ist.

[0073] Es sind Abwandlungen diese Ausführungsform oder andere Ausgestaltungen möglich. Beispielsweise kann die Oberfläche des Druckkörpers 3 eingebuchtet bzw. konkav sein und die Oberfläche des Unterstützungselements dementsprechend ausgebucht bzw. konvex sein.

[0074] Wie ebenfalls aus Fig. 7 und auch aus Fig. 8 erkennbar ist, ist das Unterstützungselement 5 bezüglich einer horizontalen Schnittebene spiegelbildlich ausgestaltet. Insbesondere ist die Oberfläche an der Oberseite des Unterstützungselements 5 genauso ausgestaltet wie die Oberfläche an der Unterseite. Dadurch ist einerseits die Herstellung und Montage des Unterstützungselements 5 erleichtert. Andererseits kann das Unterstützungselement 5, nachdem es umgelenkt wurde, auch an der nun unten liegenden Oberseite durch ein Fluid unterstützt werden. Dabei kann insbesondere ein Druckkörper verwendet werden, der genauso ausgestaltet ist, wie der in Fig. 7 dargestellte Druckkörper 3. Ein solcher Druckkörper ist der in Fig. 3 dargestellte Druckkörper 3d. Der oben in Fig. 3 dargestellte Druckkörper ist mit dem Bezugszeichen 3b bezeichnet. Bei den Druckkörpern 3b, 3d ist der besseren Erkennbarkeit wegen in Fig. 3 nur ein Teil dargestellt. Insbesondere ist eine Zuführung zum Zuführen des Fluids zu den Druckkörpern 3b, 3d nicht dargestellt. Vorzugsweise bezieht eine solche Zuführung das Fluid aus dem Raum, in dem sich die Endlosfördereinrichtung befindet, sodass ein offener Umlaufbetrieb stattfindet.

[0075] Fig. 8 zeigt, dass das Unterstützungselement an seiner Oberseite (und wegen seiner spiegelbildlichen Konstruktion auch an der Unterseite) eine in sich geschlossen umlaufende Umrandung 25 aufweist, die über das Niveau der Oberfläche hinausragt. Wenn das Fluid aus dem Druckkörper 3 austritt, bildet sich in dem durch die Umrandung 25 umrandeten Raum ein Stau des Fluids aus, der die Wirkung eines Luftkissens hat. Aus Fig. 8 ist auch die Durchgangsöffnung 27 erkennbar, durch die sich das Befestigungselement 20 gemäß Fig. 4 erstreckt. Die Durchgangsöffnung 27 befindet sich etwa in der Mitte der einen seitlichen Wand des Unterstützungselements 5. An der gegenüberliegenden seitlichen Wand des Unterstützungselements 5 befindet sich eine weitere, nicht dargestellte Durchgangsöffnung 27.

[0076] Die Unterstützungselemente 5 sind vorzugsweise so dimensioniert, dass sie in der in Fig. 4 dargestellten Betriebsweise, in der die Förderkörper 4 einen minimalen Abstand in Förderrichtung zueinander haben, aneinander angrenzen. Dadurch kann kein Fluid zwischen den Unterstüfzungselementen 5 hindurchtreten.

[0077] Wie in Fig. 7 angedeutet ist, wird das Unterstützungselement 5 aus zwei gleichen, spiegelbildlichen Hälften zusammengesetzt und werden die Hälften miteinander verbunden, beispielsweise über eine Schweißnaht 29 in der Spiegelebene. Da das Unterstützungselement 5 in Förderrichtung vorne und hinten offen ist, kann es auf diese Weise besonders einfach hergestellt werden. Insbesondere ist es möglich, das Unterstützungselement aus einem Blech zu fertigen. Dadurch ist das Unterstützungselement auch besonders leicht.

[0078] In Fig. 9 ist nochmals die in Fig. 7 gezeigte Anordnung dargestellt, jedoch in perspektivischer Ansicht. Dabei sind einige der im Betrieb hintereinander angeordneten Unterstützungselemente 5 weggelassen, um die Oberseite des Druckkörpers 3 zu zeigen.

[0079] Durch das Zusammenwirken der positiv bzw. entsprechend negativ geformten Oberflächen des Druckkörpers und des Unterstützungselements wird die Förderkette in der Förderrichtung geführt. Vorzugsweise ist jedoch eine zusätzliche Führung vorgesehen, durch die Verbindungselemente, insbesondere die Verbindungselemente 11, und/oder andere Elemente der Förderkörper in Förderrichtung geführt werden. Beispielsweise sind hierzu zwei parallel zueinander angeordnete Schienen vorgesehen, in deren Zwischenraum die Verbindungselemente geführt werden. Die Schienen können entlang dem Förderweg unterbrochen sein, z. B. im Bereich einer Einrichtung zum Verändern des Abstandes der Förderkörper. Weiterhin ist es möglich, zumindest eine der Schienen mit einer Oberfläche auszustatten, die eine geringe Reibung erwarten lässt. An einer solchen Gleitschiene (z. B. aus Kunststoff oder mit Kunststoffoberfläche) können die Förderkörper ohne nennenswerte Reibungsverluste entlang gleiten.

[0080] Insbesondere ist der parallel zu dem Druckkörper 3 an dem gegenüberliegenden Ende der Förderkörper 4 angeordnete Druckkörper anders als der Druckkörper 3 ausgestaltet. Vorzugsweise sind die Oberflächen des parallelen Druckkörpers und des von dem Druckkörper durch ausströmendes Fluid unterstützten Unterstützungselements über ihre gesamte Breite eben. Dies erlaubt eine seitliche Verschiebung, Kontraktion und/oder Ausdehnung quer zur Förderrichtung.

[0081] Aus Fig. 11 ist erkennbar, dass der Abstand zwischen Förderkörpem 4 der Förderkette auch mehrfach verändert werden kann, ohne die Förderkette umzulenken. Die dargestellte Anordnung weist eine Umlenkeinrichtung 12 mit einem Umlenkrad auf. Ferner ist in Förderrichtung davor ein weiteres angetriebenes Rad 32 vorgesehen. In Förderrichtung vor dem angetriebenen Rad 32 sowie zwischen dem angetriebenen Rad 32 und der Umlenkeinrichtung 12 ist jeweils ein Steuerrad 16b bzw. 16a angeordnet. Insbesondere werden die Steuerräder 16a, 16b derart betrieben, dass sie eine durch die Umlenkeinrichtung 12 und durch das angetriebene Rad 32 angetriebene Bewegung der Förderkörper 4 gesteuert bremsen. Daher wird die Förderkette in dem Abschnitt A vor dem angetriebenen Rad 32 und in dem Abschnitt C vor der Umlenkeinrichtung 12 gezogen und wird die Förderkette in dem Abschnitt B in Förderrichtung hinter dem angetriebenen Rad 32 geschoben. Dementsprechend ist der Abstand der Förderkörper 4 in dem Abschnitt A größer als in dem Abschnitt B. Entsprechendes gilt für die Abschnitte C und D. Dementsprechend ist auch die Umfangsgeschwindigkeit der Steuerräder 16a, 16b kleiner als die Umfangsgeschwindigkeit des Umlenkrades und des angetriebenen Rades 32.

[0082] Anhand von Fig. 12 bis Fig. 18 wird nun eine besonders bevorzugte Ausführungsform einer Endlosfördereinrichtung beschrieben. Die im Folgenden beschriebenen technischen Merkmale können jedoch einzeln oder in beliebiger Kombination auch bei anderen Ausgestaltungen einer Endlosfördereinrichtung vorgesehen sein. Die gesamte in den Figuren 12 bis 18 gezeigte Anordnung befindet sich in einem Ofen, z. B. einem Tunnelofen.

[0083] Die perspektivische Darstellung gemäß Fig. 12 zeigt jeweils drei Kettenglieder 212, 213 von zwei Förderketten 210, 211, wobei drei Traversen 216 zwischen den Kettengliedern 212, 213 angeordnet sind. Die Darstellung zeigt lediglich einen Teil einer gesamten Endlosfördereinrichtung. Ähnlich der Darstellung von Fig. 3 gehört zu der Endlosfördereinrichtung eine Vielzahl weiterer Kettenglieder und Traversen.

[0084] Wie noch näher beschrieben wird, weisen die Traversen 216 Auflagen auf, auf denen die eigentlichen Fördergegenstände während des Betriebes aufliegen. Die Traversen 216 erstrecken sich zwischen den Förderketten 210, 211. Außerhalb der Förderkette 210, 211 sind Gleitschuhe 201 mit einem Teil der Kettenglieder verbunden. Die Gleitschuhe 201 tragen das Gewicht der mit ihnen verbundenen Kettenglieder und Traversen. Sie gleiten während des Betriebes auf einem Gaskissen, das durch von unten gegen die Oberfläche der Gleitschuhe 201 strömendes Gas erzeugt wird.

[0085] Der Begriff Gleitschuh ist nicht auf die gezeigte Ausführungsform beschränkt. Vielmehr umfasst der Begriff sämtliche Unterstützungselemente, die eine für eine Fluid-Unterstützung geeignete Unterseite und an ihrer Oberseite ein Verbindungselement aufweisen, über das sie mit einem oder mehreren Kettenglieder verbunden werden können. Insbesondere kann das Unterstützungselement wie in dem dargestellten Fall plattenförmig sein. Insbesondere kann dabei die nach unten weisende Oberfläche der Platte (wie auch die Oberfläche des Druckkörpers, aus dem das Gas ausströmt) poliert oder auf andere Weise geglättet sein, damit ein geringer Abstand zwischen der Platte und dem Druckkörper erzielt werden kann.

[0086] Wie gut aus Fig. 13 erkennbar ist, kann das Verbindungselement 205 winkelförmig gestaltet sein, mit einem hoch aufragenden langen Schenkel des Winkels und einem kurzen Schenkel, der mit der Platte befestigt ist. Der lange Schenkel weist im Bereich seines freien oberen Endes eine Durchgangsöffnung (Bohrung 206), siehe auch Fig. 18. Durch die Durchgangsöffnung ist ein Zapfen 207 (z. B. eine Stange) oder ein anderes vorspringendes Teil oder Element geführt, das eine Längsachse definiert, um die eine Drehbewegung möglich ist. Der Zapfen 207 ist fest mit einem Kettenglied 212 verbunden. Der lange Schenkel des Verbindungselements 205 kann eine Drehbewegung um die Längsachse ausführen. Im Ergebnis ist eine RelativDrehbewegung des Gleitschuhs 201 und des Kettengliedes 212 möglich. In Richtung der Längsachse ist die Relativbewegung z. B. durch den gezeigten Sicherungsstift 204 und einen nicht erkennbaren weiteren Sicherungsstift auf der gegenüberliegenden Seite des langen Schenkels verhindert oder begrenzt.

[0087] Die Verbindungselemente 205 sind vorzugsweise aus Bronze gefertigt, insbesondere aus einem für den Einsatz im Vakuum geeigneten Bronze-Material. Bronze hat den Vorteil, dass es bei geeigneter Oberflächengestaltung einen besonders niedrigen Reibungskoeffizienten aufweist. Somit kann es ohne erheblich Reibungsverluste an der Führung 248 gleiten (s.u.).

[0088] Wie am besten aus Fig. 12 und Fig. 15 erkennbar ist, ist nur mit jedem zweiten Kettenglied in der Reihenfolge der Kettenglieder ein Zapfen 207 und somit ein Gleitschuh 201 verbunden. Die Kettenglieder kann man unterscheiden in Außenglieder 212 und Innenglieder 213. Jedes der Kettenglieder weist zwei Kettenlaschen 214a, 214b auf, die über zwei in Förderrichtung voneinander beabstandete Kettenstäbe 218 miteinander verbunden sind (Fig. 13). Über jeden Kettenstab 218 sind die Kettenlaschen 214 auch mit dem folgenden bzw. vorausgehenden Kettenglied verbunden. Auf diese Weise liegen jeweils zwei Kettenlaschen 214 innen und zwei Kettenlaschen 214 außen (diese decken die innenliegenden Kettenlaschen 214 beidseits außenseitig ab). Daher wechseln sich in der Reihenfolge der Kette die Innenglieder 213 und die Außenglieder 212 ab. Alle Außenglieder 212 sind über jeweils einen Zapfen 207 mit einem Gleitschuh 201 verbunden.

[0089] Alle Kettenglieder 212, 213 sind (wie in Fig. 14 dargestellt) mit einer Traverse 216 verbunden. Im Ausführungsbeispiele werden hierzu jeweils eine an der Kettenlasche 214b befestigte Konsole 215a und eine an der Traverse 216 befestigte Konsole 215b verwendet, die z. B. über zwei Schrauben 217 miteinander verschraubt werden. Somit weist jede Traverse 216 jeweils an ihren gegenüberliegenden Enden quer zur Förderrichtung eine Verbindung zu einem Kettenglied auf. Dabei ist das Kettenglied an einem Ende ein Innenglied 213 und das Kettenglied an dem anderen Ende ein Außenglied 212. Jede Traverse 216 ist daher nur an einem Ende unmittelbar über ein Kettenglied 212 mit einem Gleitschuh 201 verbunden. Durch diese versetzte Anordnung der Gleitschuhe 201 wird eine stabile Tragkonstruktion für die Traversen 216 geschaffen und kann dennoch mit lediglich der Hälfte der maximal möglichen Gleitschuhe 201 ausgekommen werden. Zwar ist es denkbar, dass die Förderkette durch eine Knickbewegung zwischen zwei Kettengliedern geringfügig einknickt. Beim Betrieb kann dies jedoch durch eine entsprechende Zugspannung in Förderrichtung ausgeglichen werden, die beispielsweise von zwei Kettenrädern aufgebracht wird.

[0090] Fig. 14 und Fig. 12 zeigen außerdem, dass die Traversen 216 jeweils eine Tragkonstruktion mit zwei parallel zueinander verlaufenden stabförmigen, sich quer zur Förderrichtung erstreckenden Abstützungen 221, einer Mehrzahl von Stegen 220 und einer Mehrzahl von Steinauflagen 219 aufweisen. Auf die Steinauflagen 219 werden die Fördergegenstände aufgelegt, z. B. Backwaren wie Pizza. Die Steinauflagen 219 benachbarter Traversen 216 bilden eine nahezu durchgehende Oberfläche. Die Steinauflagen 219 werden beispielsweise unter Verwendung von Sicherungsdrähten an den Stegen 220 befestigt.

[0091] Fig. 15 zeigt einen Teil der Endlosfördereinrichtung mit insgesamt vier Traversen 216 und zwei außenseitig an den Kettengliedem 212, 213 befestigten Gleitschuhen 201. Die Gleitschuhe 201 werden während ihrer Bewegung in Förderrichtung (von rechts nach links oder von links nach rechts im Bild) von der im Bild vorn gezeigten Unterstützungseinrichtung unterstützt. An der anderen Seite der Traversen 216 ist eine gleichartig aufgebaute Unterstützungseinrichtung angeordnet.

[0092] Die Unterstützungseinrichtung weist eine Gaszuführung 240 auf, die auch als Druckkörper bezeichnet werden kann, da ein Hohlraum der Gaszuführung 240 während des Betriebes unter Druck steht und dementsprechend unter Druck stehende Gas von unten gegen die Oberfläche der plattenförmigen Unterstützungselemente 203 strömt. Die Gaszuführung 240 erstreckt sich (wie auch aus Fig. 16 erkennbar ist) in Förderrichtung.

[0093] Entlang einem Förderweg zwischen zwei Kettenrädern (eines der Kettenräder ist in Fig. 17 dargestellt) ist die Gaszuführung 240 ununterbrochen. An ihrer Oberseite strömt in einer in Förderrichtung verlaufenden Reihe von hintereinander liegenden Ausströmeröffnungen Gas aus, wobei die Öffnungen düsenförmig ausgestaltet sind. Dabei hat sich überraschenderweise gezeigt, dass eine einzige Reihe von hintereinander liegenden Ausströmeröffnungen 242 ausreicht, um bei der Oberflächengestaltung gemäß dem einer Querschnitt von Fig. 18 mit ebenen Oberflächen von Unterstützungselement 203 und Oberfläche des Druckkörpers 240 ein gleichmäßiges Gaskissen zu erzeugen. Jede einzelne Ausströmeröffnung 242 erstreckt sich von unten nach oben durch eine Abdeckung 244 (bzw. Decke des Gaszuführungskanals) der Gaszuführung 240. Das an der Oberseite der Ausströmeröffnungen 242 austretende Gas bildet das erwähnte Gaskissen zwischen der Abdeckung 244 und dem Unterstützungselement 203. Da die aufeinander folgenden Unterstützungselemente 203 Hinterkante an Vorderkante unmittelbar aneinander anschließen, kann das Gas lediglich seitlich wie durch einen nach rechts und einen nach links weisenden Pfeil angedeutet aus dem Zwischenraum zwischen der Abdeckung 244 und dem Unterstützungselement 203 austreten. Dort tritt es in einen Sammelkanal ein, der durch die Außenwand der Gaszuführung 240 und eine diese außenseitig umschließende Ummantelung 246 gebildet wird. Die Ummantelung 246 deckt außerdem das Unterstützungselement 203 an seiner Oberseite ab und lässt oben lediglich einen in Förderrichtung verlaufenden schlitzförmigen Spalt offen (siehe Fig. 15), durch den sich die Verbindungselemente 205 hindurch erstrecken. Dabei bildet die Ummantelung 246 eine Führung 248 zur Führung der Bewegung der Verbindungselemente 205 in Förderrichtung. Im Ausführungsbeispiel ist die Führung 248 als Knickprofil ausgebildet, das sich an der Oberseite des Sammelkanals in Förderrichtung erstreckt.

[0094] Das Unterstützungselement 203 wird so mit dem Gewicht der Förderkette und der Traversen belastet, dass es frei von Drehmomenten über der Oberfläche der Abdeckung 244 gleiten kann. Dies gewährleistet, dass der Abstand zwischen dem Unterstützungselement 203 und der Abdeckung 244 gleichmäßig ist. Bei der Vermeidung solcher Drehmomente oder entsprechender Fehlstellungen ist besonders auf die Fixierung des Verbindungselements 205 in Längsrichtung der Drehachse des Zapfens 207 zu achten. Insbesondere bei einer Drehbewegung des Verbindungselements 205 um den Zapfen 207 darf sich die Relativposition in der Längsrichtung nicht ändern.

[0095] Das in den Sammelkanal eintretende Gas wird zu einer Quelle zurückgeführt und wird dort wieder unter Druck gesetzt und wieder in die Gaszuführung 240 eingespeist. Das Gas ist vorzugsweise Luft.

[0096] Fig. 17 zeigt schematisch von der Seite das Ende eines Vorlaufs einer Förderkette, ein Kettenrad 223 und den Beginn eines Rücklaufs der Förderkette. Oben im Figurenteil erkennt man die Außenseite der Ummantelung 246 einer Unterstützungseinrichtung. Unten im Figurenteil ist die Außenseite der Ummantelung 246 einer weiteren Unterstützungseinrichtung dargestellt. Die Unterstützungseinrichtungen sind beispielsweise wie zuvor anhand von Fig. 15, Fig. 16 und Fig. 18 beschrieben aufgebaut. Dementsprechend werden während des Betriebes der Endlosfördereinrichtung Kettenglieder 212 mit daran befestigten Unterstützungselementen 203 oben im Figurenteil von links nach rechts bis zu dem Kettenrad 223 gefördert. Zähne des Kettenrades greifen in die Zwischenräume zwischen den Kettenstäben 218 ein und die Kette wird entlang dem Außenumfang des Kettenrades 223 umgelenkt und zu dem Rücklauf geführt. Die Drehachse des Kettenrades 223 ist mit dem Bezugszeichen 224 bezeichnet. Das Kettenrad 223 führt in der Darstellung von Fig. 17 eine Drehbewegung im Uhrzeigersinn um die Drehachse 224 aus.

[0097] Dabei führen die Kettenglieder 212 und die Unterstützungselemente 203 relativ zueinander eine Drehbewegung um die Drehachse des jeweiligen Zapfens aus, der sie miteinander verbindet. Um die Drehbewegung zu steuern und insbesondere dabei ein Abknicken der Kettenglieder gegeneinander zu ermöglichen, weisen die Unterstützungselemente 203 jeweils einen seitlich abstehenden Stift 208 auf, wie aus der Darstellung von Fig. 18 erkennbar ist. In Fig. 17 sind die Stifte 208 jeweils übertrieben deutlich durch einen schwarzen Kreis dargestellt. Die Stifte sind dabei im Vorlauf am vorderen Ende des Unterstützungselements 203 seitlich abragend angeordnet. Sobald ein Unterstützungselement 203 das Ende der Unterstützungseinrichtung erreicht hat, gelangt der Stift 208 in Auflage auf eine obere Führung 226 (z. B. eine Schiene). Im Verlauf der folgenden Drehbewegung des zugehörigen Kettengliedes 212 am Außenumfang des Kettenrades 223 beginnt sich das Kettenglied 212 im Uhrzeigersinn um die Drehachse 224 zu drehen. Da der Stift 208 jedoch zunächst weiterhin auf der oberen Führung 226 aufliegt und diese leicht nach oben verläuft, wird das vordere Ende des Unterstützungselement 203 angehoben, wodurch das Unterstützungselement 203 eine leichte Drehbewegung im Gegenuhrzeigersinn um den Verbindungs-Zapfen zu dem zugehörigen Kettenglied 212 ausführt (siehe Stellung des zweiten Unterstützungselements, das die obere Unterstützungseinrichtung verlassen hat). Im Ergebnis wird Platz für die Drehbewegung des Kettengliedes um die Drehachse 224 geschaffen. Das Unterstützungselement 203 würde sonst die Drehbewegung blockieren, da es bündig an der Kante des in Förderrichtung hinten benachbarten Unterstützungselements anliegen würde.

[0098] Im weiteren Verlauf der Drehbewegung des Kettengliedes am Außenumfang des Kettenrades 223 endet der Gleitkontakt zwischen dem Stift 208 und der oberen Führung 226. Das Unterstützungselement 203 kann nun frei um die Drehachse des Zapfens pendeln. Auf Grund der Tatsache, dass der Schwerpunkt des Unterstützungselements 203 und des Verbindungselements 205 außerhalb der Drehachse des Zapfens liegt, erreicht das Unterstützungselement 203 eine Drehstellung, in der es unterhalb der Drehachse des Zapfens liegt und der lange Schenkel des Verbindungselements etwa senkrecht nach unten verläuft.

[0099] Später im Verlauf der Drehbewegung des Kettengliedes erreicht der Stift 208 eine untere Führung 227 (z. B. Schiene) und gelangt in Gleitkontakt mit der Unterseite der Führung 227. Dadurch wird das Unterstützungselement 203 auf einer Bahn geführt, sodass es wieder bündig in Anlage zu dem unmittelbar vorauseilenden Unterstützungselement 203 gelangt und die Unterstützungselemente 203 mit ihrer Unterseite wieder eine ebene durchgehende Oberfläche bilden. Diese durchgehende Oberfläche wird von der unteren Unterstützungseinrichtung zur Gasdruck-Unterstützung genutzt.


Ansprüche

1. Endlosfördereinrichtung zum Transportieren von Gegenständen, mit

a) einer Antriebseinrichtung zum Antreiben zumindest eines Förderkörpers,

b) dem zumindest einen Förderkörper (216), der ausgestaltet ist, zumindest einen Fördergegenstand mitzunehmen,

c) einer Unterstützungseinrichtung (240, 246) zur Unterstützung des zumindest einen Förderkörpers (216), wobei die Unterstützungseinrichtung (240, 246) zumindest einen Druckkörper (240) aufweist, der ausgestaltet ist, ein Unterstützungselement (203), d. h. den zumindest einen Förderkörper und/oder ein mit dem zumindest einen Förderkörper verbundenes erstes Element, durch ein unter Druck aus dem Druckkörper (240) ausströmendes Fluid zu unterstützen.


 
2. Endlosfördereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer Vielzahl der Unterstützungselemente (203), wobei die Endlosfördereinrichtung derart ausgestaltet ist, dass eine Mehrzahl der Unterstützungselemente (203) in der Förderrichtung hintereinander gefördert werden können, wobei die Mehrzahl der Unterstützungselemente (203) eine durchgehende Oberfläche bildet, die von dem ausströmenden Fluid unterstützt wird.
 
3. Endlosfördereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Unterstützungselement (5) eine während der Unterstützung durch das Fluid dem Druckkörper (3) zugewandte erste Oberfläche aufweist, wobei die erste Oberfläche eine Ausnehmung und/oder eine von der ersten Oberfläche in Richtung des Druckkörpers abragende Umrandung aufweist.
 
4. Endlosfördereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Endlosfördereinrichtung zwei Förderketten (210, 211) aufweist, die beim Betrieb der Endlosfördereinrichtung von der Antriebseinrichtung angetrieben werden und endlos umlaufen, wobei die Förderketten (210, 211 ) jeweils eine Vielzahl von Kettengliedern (212, 213) aufweisen, wobei der Förderkörper (216) derart an einander gegenüberliegenden Seiten mit jeweils einer der Förderketten (210, 211) verbunden ist, dass der Förderkörper (216) von den Förderketten (210, 211) getragen wird, wobei eine Vielzahl der Unterstützungselemente (203) jeweils derart mit einem der Kettenglieder (212) verbunden ist, dass die Förderketten (210, 211) von den Unterstützungselementen (203) getragen werden.
 
5. Endlosfördereinrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei eine Vielzahl der Unterstützungselemente (erste Unterstützungselemente) (203), die mit einer der Förderketten (erste Förderkette) (210) verbunden sind, eine durchgehende Oberfläche bildet, die beim Betrieb der Endlosfördereinrichtung von dem ausströmenden Fluid unterstützt wird, wobei die ersten Unterstützungselemente (203) in Förderrichtung hintereinander gefördert werden und wobei unmittelbar hintereinander geförderte erste Unterstützungselemente (203) nicht mit unmittelbar aufeinander folgenden Kettengliedern (212, 213) der ersten Förderkette (210) verbunden sind, sondern zwischen zwei Kettengliedern (212), die mit den unmittelbar hintereinander geförderten ersten Unterstützungselementen (203) verbunden sind, zumindest ein Kettenglied (213) angeordnet ist, das mit keinem Unterstützungselement (203) verbunden ist.
 
6. Endlosfördereinrichtung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei zumindest eines der Unterstützungselemente (203) drehbeweglich mit einem der Kettenglieder (212) verbunden ist.
 
7. Endlosfördereinrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Drehachse der Drehbewegung quer zur Förderrichtung verläuft.
 
8. Endlosfördereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Vielzahl der Unterstützungselemente (erste Unterstützungselemente) (203) beim Betrieb der Endlosfördereinrichtung entlang einer ersten Förderstrecke hintereinander gefördert werden und eine durchgehende Oberfläche bilden, die beim Betrieb der Endlosfördereinrichtung von dem ausströmenden Fluid unterstützt wird, und wobei eine Auslenkungseinrichtung (226) vorgesehen ist, die ausgestaltet ist am Ende der ersten Förderstrecke mit jedem einzelnen der ersten Unterstützungselemente (203) zusammenzuwirken und das Unterstützungselement relativ zu dem Förderkörper (216) auszulenken, sodass das Unterstützungselement (203) nicht mehr die durchgehende Oberfläche bildet.
 
9. Endlosfördereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Unterstützungselement (203) eine Unterseite aufweist, an der es durch das aus dem Druckkörper (240) austretende Fluid unterstützt wird, wobei das Unterstützungselement (203) an einer Oberseite ein Verbindungselement (205) aufweist, über das es mit dem Förderkörper (216) verbunden ist.
 
10. Endlosfördereinrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Verbindungselement (205) beim Betrieb der Endlosfördereinrichtung mit einer Führung (248) zusammenwirkt, sodass eine Bewegung des Unterstützungselements und des Förderkörpers (216) entlang einem Förderweg auf einer definierten Bahn geführt ist.
 
11. Anordnung mit der Endlosfördereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der zumindest eine Druckkörper der Endlosfördereinrichtung in einem Durchlaufofen angeordnet ist und wobei die Anordnung eine Fluid-Umwälzeinrichtung aufweist, die ausgestaltet ist, zumindest einen Teil des Fluids aus einem Innenraum des Durchlaufofens unter Erhöhung des Fluiddruckes in den zumindest einen Druckkörper zu leiten.
 
12. Verfahren zum Transportieren von Gegenständen auf einer Endlosfördereinrichtung, wobei die Endlosfördereinrichtung eine Antriebseinrichtung zum Antreiben zumindest eines Förderkörpers aufweist, der ausgestaltet ist, zumindest einen Fördergegenstand mitzunehmen, und wobei der zumindest eine Förderkörper durch ein aus einem Druckkörper ausströmendes Fluid unterstützt wird, während er den zumindest einen Fördergegenstand mitnimmt.
 
13. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Endlosfördereinrichtung in einem Ofen angeordnet ist.
 




Zeichnung























































Recherchenbericht