[0001] Die Erfindung betrifft eine Endlosfördereinrichtung zum Transportieren von Gegenständen
und ein Verfahren zum Betreiben einer derartigen Endlosfördereinrichtung.
[0002] Insbesondere in Tunnelöfen werden Endlosfördereinrichtungen eingesetzt, die z. B.
vollständig in dem Tunnelofen untergebracht sind. Obwohl die Temperaturunterschiede,
und damit die Belastung der Lager der Endlosfördereinrichtung, auf Grund von thermisch
bedingter Ausdehnung und Kontraktion so gering wie möglich sind, ist der Verschleiß
bei den Lagern hoch. So ist es beispielsweise erforderlich, die Lager einer mit Rollen
ausgestatteten Endlosfördereinrichtung wöchentlich zu warten oder auszuwechseln. Dies
gilt bereits bei verhältnismäßig niedrigen Ofentemperaturen von etwa 600°C. Für die
Wärmebehandlung von Metallen und Maschinenteilen z. B. werden noch wesentlich höhere
Ofentemperaturen erreicht.
[0003] Abhängig von dem Gewicht der von der Endlosfördereinrichtung geförderten Teile (einschließlich
der umlaufenden Teile der Einrichtung selbst) und der Fördergegenstände werden die
Lager, die auch der Unterstützung der geförderten Teile und Gegenstände dienen, unterschiedlich
dimensioniert und ausgelegt. In der Praxis kommen Endlosfördereinrichtungen vor, die
endlos umlaufende Förderkörper mit oder aus Stein aufweisen. Das Gewicht ist in solchen
Fällen besonders hoch und die Kosten für eine Erneuerung der Lager beträchtlich.
[0004] Es sind bereits Endlosfördereinrichtungen vorgeschlagen worden, die eine Mehrzahl
hintereinander geförderter Förderkörper aufweisen, wobei die Förderkörper endlos auf
einem in sich geschlossen umlaufenden Förderweg gefördert werden und wobei die Förderkörper
eine annähernd ebene Oberfläche aufweisen, auf der der jeweilige Fördergegenstand
gelegt werden kann. Z. B. wird die Oberfläche von einer auswechselbaren Auflage aus
Stein oder Metall gebildet, die den Betrieb in einem Durchlaufofen im Wesentlichen
ohne Abnutzung übersteht. Die Förderkörper bilden eine Kette, indem sie jeweils mit
einem vorauslaufenden und einem nachfolgenden Förderkörper verbunden sind. Da die
Förderkörper endlos umlaufen, werden sie am Ende einer Förderstrecke umgelenkt und
an den Anfang der Förderstrecke zurückgeführt, wobei die Fördergegenstände nur entlang
der Förderstrecke von den Fördergegenständen transportiert werden. In einer Richtung
senkrecht zu der Oberfläche, auf die die Fördergegenstände gelegt werden, weisen die
Förderkörper eine Dicke auf, so dass die unmittelbar aufeinander folgenden Förderkörper
einen Abstand zueinander haben müssen. Andemfalls können sie am Ende der Förderstrecke
nicht umgelenkt werden. Aufgrund des Abstands ist aber keine durchgehende, sich über
mehrere Förderkörper erstreckende Oberfläche vorhanden. Je nach Art der Fördergegenstände
muss die von einem einzelnen Förderkörper gebildete Oberfläche unter Umständen in
Förderrichtung so lang wie ein Förderkörper sein. Entsprechend große Förderkörper
sind jedoch schwer zu handhaben und aufwändig in der Herstellung.
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Endlosfördereinrichtung und ein Verfahren
zum Betreiben einer Endlosfördereinrichtung anzugeben, die einen möglichst verschleißfreien
Transport von Fördergegenständen erlauben, wobei die Endlosfördereinrichtung insbesondere
für den Betrieb in einem Ofen geeignet sein soll.
[0006] Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Endlosfördereinrichtung
und ein Verfahren zum Betreiben einer Endlosfördereinrichtung anzugeben, die es ermöglichen,
dass aufeinanderfolgende Förderkörper entlang einer Förderstrecke einen möglichst
geringen Abstand zueinander haben.
[0007] Es wird vorgeschlagen, ein Fluid (beispielsweise ein Gas, insbesondere Luft) zur
Unterstützung zumindest eines Förderkörpers der Endlosfördereinrichtung zu verwenden.
Insbesondere strömt das Fluid kontinuierlich aus einer oder mehreren Öffnungen eines
Druckkörpers in Richtung des Förderkörpers aus und erzeugt auf diese Weise eine den
zumindest einen Förderkörper unterstützende Kraft. Unter einem Förderkörper wird ein
ein- oder mehrteiliger Körper verstanden, der von der Endlosfördereinrichtung auf
einem in sich geschlossen umlaufenden Förderweg gefördert wird bzw. gefördert werden
kann. Insbesondere kann der zumindest eine Förderkörper einen vordefinierten in sich
geschlossen umlaufenden Förderweg aufweisen, wobei er zumindest über einen Teil des
Weges von der Antriebseinrichtung angetrieben wird.
[0008] Der Förderkörper wirkt mit dem oder den eigentlichen zu transportierenden Fördergegenständen
zusammen. Der Förderkörper ist also nicht der eigentliche Fördergegenstand, der zu
transportieren ist. Beispielsweise werden die Fördergegenstände auf den oder die Förderkörper
gelegt und/oder weist der Förderkörper eine Struktur und/oder Form auf, die es erlaubt
den Fördergegenstand zu halten, zu schieben und/oder zu ziehen. In jedem Fall ist
der Förderkörper ausgestaltet, zumindest einen Fördergegenstand auf einem Förderweg
mitzunehmen. Insbesondere bewegt sich der zumindest eine Förderkörper im Wesentlichen
mit gleicher Geschwindigkeit wie der von ihm mitgenommene Fördergegenstand.
[0009] Die Erfindung ist insbesondere für den Einsatz von Endlosfördereinrichtungen in heißer
Umgebung (wie im Innem von Öfen) geeignet. Sie ist jedoch ebenso geeignet für verschmutzte
Umgebungen sowie für den Einsatz in einer Atmosphäre mit aggressiven und/oder abrasiven
Substanzen und/oder in feuchter Atmosphäre.
[0010] Es sind bereits Fördereinrichtungen vorgeschlagen worden, bei denen ein Fluid zur
Unterstützung des zu transportierenden Fördergegenstandes eingesetzt wird. Dabei handelt
es sich jedoch nicht um Endlosfördereinrichtungen. Auch wird nicht - wie bei der vorliegenden
Erfindung - ein wiederholt umlaufender Förderkörper durch das Fluid unterstützt. Die
Unterstützung des umlaufenden Förderkörpers hat den Vorteil, dass der eigentliche
Fördergegenstand auf einfache Weise zu dem ohnehin vorhandenen Förderkörper hinzugefügt
werden kann. Insbesondere kann der Förderkörper ausgestaltet sein, den Fördergegenstand
ohne zusätzliche Mittel und/oder zusätzliche Maßnahmen mitzunehmen. Beispielsweise
ist somit nicht ein zusätzliches Gestell und/oder eine zusätzliche Halterung erforderlich.
[0011] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass eine Fluidunterstützung auch bei
einer Endlosfördereinrichtung mit einem umlaufenden Förderkörper möglich ist und gerade
hierbei wesentliche Vorteile für die Entlastung und/oder Einsparung von mechanischen
Lagern bestehen. Durch die Fluidunterstützung werden etwaig vorhandene mechanische
Lager entlastet und/oder können ansonsten erforderliche mechanische Lager weggelassen
werden. Beispielsweise kann durch Maßnahmen, die noch näher beschrieben werden, ein
Druck oder Überdruck von nur etwa 0,1 bar des Fluids ausreichen, um das gesamte Gewicht
der Förderkörper und der mit den Förderkörpern transportierten Fördergegenständen
zu tragen. Mechanische Lager sind in diesem Fall allenfalls noch für ortsfeste bewegliche
Teile der Endlosfördereinrichtung wie Umlenkräder erforderlich. Die Fluidlagerung
(insbesondere Luftlagerung) selbst ist völlig verschleißfrei. Zur Erzeugung eines
Fluiddruckes kann beispielsweise ein wartungsarmer Drehschieberverdichter eingesetzt
werden.
[0012] Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird das Gewicht des
Förderkörpers vollständig von der Fluid-Lagerung getragen, d. h. das Fluid (insbesondere
die Druckluft) erzeugt eine der Gewichtskraft entgegengesetzte Kraft mindestens gleicher
Größe. Dabei kann der Förderkörper beispielsweise zwei Druckflächen aufweisen (quer
zur Förderrichtung an gegenüberliegenden Seiten des Förderweges), die jeweils Fluid-unterstützt
bzw. Fluid-gelagert sind. Auf die Druckflächen trifft das Fluid von unten auf und
erzeugt so den tragenden Druck.
[0013] Insbesondere kann eine Fluid-Umwälzeinrichtung vorgesehen sein, die ausgestaltet
ist, zumindest einen Teil des Fluids aus einem Innenraum eines Ofens (insbesondere
eines Durchlaufofens) unter Erhöhung des Fluiddruckes in zumindest einen Druckkörper
zu leiten, aus dem das Fluid zur Erzeugung der Unterstützungswirkung ausströmt. Die
Fluid-Lagerung (insbesondere Luftlagerung) hat in diesem Fall den Vorteil, dass zumindest
Teile der Fluid-Umwälzeinrichtung außerhalb des Ofens angeordnet sein können und daher
nur geringen thermischen Belastungen ausgesetzt sind. Bei einer bevorzugten Ausgestaltung
weist die Fluid-Umwälzeinrichtung eine Druckeinrichtung zur Erhöhung des Fluiddruckes
auf, wobei die Druckeinrichtung außerhalb des Durchlaufofens angeordnet ist und wobei
zumindest ein beweglicher Teil der Druckeinrichtung (z. B. ein Lager) mit einer Kühleinrichtung
zum Kühlen des zumindest einen beweglichen Teils kombiniert ist. Hierdurch kann die
thermische Belastung noch weiter reduziert werden.
[0014] Insbesondere wird eine Endlosfördereinrichtung zum Transportieren von Gegenständen
vorgeschlagen, mit
a) einer Antriebseinrichtung zum Antreiben zumindest eines Förderkörpers,
b) dem zumindest einen Förderkörper, der ausgestaltet ist, zumindest einen Fördergegenstand
mitzunehmen,
c) einer Unterstützungseinrichtung zur Unterstützung des zumindest einen Förderkörpers,
wobei die Unterstützungseinrichtung zumindest einen Druckkörper aufweist, der ausgestaltet
ist, ein Unterstützungselement, d. h. den zumindest einen Förderkörper und/oder ein
mit dem zumindest einen Förderkörper verbundenes erstes Element, durch ein unter Druck
aus dem Druckkörper ausströmendes Fluid zu unterstützen.
[0015] Ferner wird ein Verfahren zum Transportieren von Gegenständen auf einer Endlosfördereinrichtung
vorgeschlagen, wobei die Endlosfördereinrichtung eine Antriebseinrichtung zum Antreiben
zumindest eines Förderkörpers aufweist, der ausgestaltet ist, zumindest einen Fördergegenstand
mitzunehmen, und wobei der zumindest eine Förderkörper durch ein aus einem Druckkörper
ausströmendes Fluid unterstützt wird, während er den zumindest einen Fördergegenstand
mitnimmt.
[0016] Vorzugsweise ist eine Vielzahl der Unterstützungselemente vorgesehen. Ferner ist
eine Mehrzahl von Verbindungselementen vorgesehen, die jeweils zwei in der Förderrichtung
aufeinander folgende Förderkörper miteinander verbinden. Auf diese Weise ist eine
umlaufende Kette der Förderkörper gebildet. Auf Grund der Fluidunterstützung der Unterstützungselemente
kann die Kette nahezu verschleißfrei bewegt werden. Außerdem ist der Kraftaufwand
und Energieaufwand zum Antreiben der Kette auf Grund der Fluidunterstützung äußerst
gering. Dies ermöglicht einerseits eine präzise, schnell wirksame Steuerung der Kettenbewegung
und spart andererseits Antriebsenergie. Ferner kann die Antriebseinrichtung entsprechend
schwächer dimensioniert sein, als dies sonst der Fall ist, sodass die Anschaffungs-und
Montagekosten geringer sind.
[0017] Der zumindest eine Druckkörper kann sich entlang der Förderrichtung erstrecken, wobei
der zumindest eine Druckkörper und/oder das Unterstützungselement ausgestaltet ist/sind,
den zumindest einen Förderkörper bei der Bewegung in der Förderrichtung zu führen.
Somit vereinigt der Druckkörper zwei Funktionen: zum einen unterstützt er durch das
aus ihm austretende Fluid (z. B. Luft oder ein Inertgas) das Unterstützungselement
und zum anderen führt er die Bewegung des Förderkörpers. Vorzugsweise wirkt der Druckkörper
mit dem Unterstützungselement zusammen und wird die Führung der Bewegung hierdurch
erreicht. Beispielsweise kann der Druckkörper in einer sich quer zu der Förderrichtung
erstreckenden Querschnittsfläche ein nicht-lineares Oberflächenprofil aufweisen, wobei
diese Oberfläche dem Unterstützungselement zugewandt ist und wobei das nicht-lineare
Oberflächenprofil zumindest entlang einem Teil des Förderweges konstant ist. Ferner
kann das Unterstützungselement eine entsprechend dem nicht-linearen Oberflächenprofil
geformte, jedoch negativ geformte (erste) Oberfläche aufweisen. Der Abstand zwischen
der Oberfläche des Druckkörpers und der ersten Oberfläche des Unterstützungselements
kann daher über die Erstreckung des nicht-linearen Oberflächenprofils konstant sein,
sodass das Fluid die Unterseite des Unterstützungselements gleichmäßig unterstützt.
Vorzugsweise weist der Druckkörper hierzu eine Vielzahl von Austrittsöffnungen für
das Fluid auf, die über die Oberfläche mit dem nicht-linearen Oberflächenprofil verteilt
sind.
[0018] Insbesondere weist der zumindest eine Druckkörper einen sich entlang dem Förderweg
erstreckenden Hohlraum auf, der sich vorzugsweise entlang dem gesamten Teil des Förderweges,
über den die Fördergegenstände transportiert werden, erstreckt. Weiterhin sind vorzugsweise
Austrittsöffnungen für ein Austreten des Fluids aus dem Hohlraum vorgesehen, die über
diesen Teil des Förderweges verteilt in dem Druckkörper angeordnet sind.
[0019] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Endlosfördereinrichtung sind
zumindest zwei der Druckkörper vorgesehen, die sich parallel zueinander entlang dem
Förderweg erstrecken. Insbesondere weisen die zumindest zwei Druckkörper einen Abstand
zueinander auf, sodass zwischen den Druckkörpern ein Zwischenraum definiert ist, über
dem insbesondere die Fördergegenstände transportiert werden können.
[0020] Die Unterstützungseinrichtung kann zumindest einen zweiten Druckkörper aufweisen,
der ausgestaltet ist, ein zweites Unterstützungselement, d. h. den zumindest einen
Förderkörper und/oder ein zweites, mit dem zumindest einen Förderkörper verbundenes
Element, durch ein unter Druck aus dem zweiten Druckkörper ausströmendes Fluid zu
unterstützen, und wobei der zumindest eine zweite Druckkörper ausgestaltet ist, eine
Ausdehnung, Kontraktion und/oder Verschiebung des zweiten Unterstützungselements in
einer Richtung quer zu der Förderrichtung zu ermöglichen, während das zweite Unterstützungselement
durch das ausströmende Fluid unterstützt ist. Insbesondere wenn der oben beschriebene
erste Druckkörper eine Bewegung der Förderkörper in Förderrichtung führt und wenn
die Förderkörper in einem Ofen gefördert werden, ermöglicht der zweite Druckkörper
eine Relativbewegung zwischen dem Förderkörper und der Unterstützungseinrichtung quer
zur Förderrichtung. Unerwünschte Verspannungen können somit vermieden werden. Auch
erlaubt diese Ausgestaltung die Verwendung unterschiedlicher Materialien für die Unterstützungseinrichtung
und den Förderkörper. Weiterhin ermöglicht diese Ausgestaltung, dass der Förderweg
der Endlosfördereinrichtung sich durch Bereiche unterschiedlicher Temperatur erstreckt.
[0021] Vorzugsweise ist eine Vorrichtung zum Tragen eines Gewichts der Förderkörper und
weiterer Teile der Fördereinrichtung auf der Seite des Druckkörpers angeordnet, der
die Bewegung der Förderkörper in Förderrichtung führt.
[0022] Insbesondere weist das Unterstützungselement eine während der Unterstützung durch
das Fluid dem Druckkörper zugewandte erste Oberfläche auf, wobei die erste Oberfläche
zumindest eine Ausnehmung und/oder eine von der ersten Oberfläche in Richtung des
Druckkörpers abragende Umrandung aufweist. Hierdurch kann sich ein Stau des Fluid
in der Ausnehmung und/oder innerhalb der Umwandlung ausbilden. Insbesondere bei Verwendung
eines Gases erhöht sich hierdurch der Druck des Fluids und wird ein direktes Ausströmen
des Fluids in die Umgebung verhindert. Insgesamt kann hierdurch der Fluiddurchsatz
(Volumenstrom) verringert werden. Auch können die Druckunterschiede innerhalb der
Ausnehmung bzw. innerhalb der Umrandung gering sein, sodass sich über den entsprechenden
Teil der ersten Oberfläche eine gleichmäßige Unterstützung einstellt. Die Unterstützung
ist somit stabil gegen Störungen. Eine Mehrzahl der Ausnehmungen kann z. B. durch
Rillen in der ersten Oberfläche erzielt werden.
[0023] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die erste Oberfläche beschichtet, sodass
eine etwaige Abnutzung durch Reibung an der ersten Oberfläche oder an Teilen der ersten
Oberfläche und/oder durch das Fluid reduziert ist. Eine Beschichtung kann aber nicht
nur dann vorgesehen sein, wenn die erste Oberfläche wie in dem vorangegangenen Absatz
beschrieben eine Ausnehmung und/oder eine Umrandung aufweist. Auch kann die Beschichtung
so ausgestaltet sein, dass bei der Montage, bei einem Druckabfall des Fluid oder gar
bei einem Ausfall der Fluid-Versorgung ein Gleiten des Unterstützungselements auf
dem Druckkörper möglich ist. Alternativ oder zusätzlich kann auch die Oberfläche des
Druckkörpers beschichtet sein. Beispielsweise kommt als Beschichtung eine Chromschicht,
insbesondere eine Hartchromschicht in Frage.
[0024] Das Unterstützungselement kann eine zweite Oberfläche aufweisen, die der ersten Oberfläche
gegenüberliegt, wobei die zweite Oberfläche eine Ausnehmung und/oder eine sich von
dem Niveau der zweiten Oberfläche erhebende Umrandung aufweist. Das Unterstützungselement
kann an der zweiten Oberfläche durch ein Fluid unterstützt werden, wenn das Unterstützungselement
entlang einem zweiten Teil des umlaufenden Förderweges gefördert wird. Bei einer bevorzugten
Ausgestaltung wird jedoch die erste Oberfläche sowohl beim eigentlichen Transport
der Fördergegenstände als auch bei einem Rücktransport des Fördekörpers zu einer Ausgangsposition
zur Unterstützung verwendet, d. h. es strömt tragendes Fluid gegen die erste Oberfläche.
[0025] Vorzugsweise weist die Endlosfördereinrichtung eine Vielzahl der Unterstützungselemente
auf, wobei die Endlosfördereinrichtung derart ausgestaltet ist, dass eine Mehrzahl
der Unterstützungselemente in der Förderrichtung hintereinander gefördert werden können,
wobei die Mehrzahl der Unterstützungselemente eine durchgehende Oberfläche bildet,
die von dem ausströmenden Fluid unterstützt wird. Auf diese Weise kann verhindert
werden, dass ein Teil des aus dem Druckkörper ausströmenden Fluids zwischen den hintereinander
geförderten Unterstützungselementen hindurchtritt, ohne diese zu unterstützen. Diese
Ausführungsform wird insbesondere dann bevorzugt, wenn die Unterstützungselemente
jeweils Teil eines Kettengliedes einer Förderkette - oder mit einem Kettenglied einer
Förderkette verbunden - sind, beispielsweise der bereits beschriebenen Förderkette
oder der Förderkette in einer Ausgestaltung, die noch beschrieben wird.
[0026] Die Endlosfördereinrichtung kann ein Begrenzungselement zur Begrenzung eines Freiraums
einer Bewegung des Unterstützungselements oder eines mit dem Unterstützungselement
verbundenen Teils aufweisen, wobei das Begrenzungselement derart angeordnet ist, dass
es in einer Richtung quer zu der Förderrichtung einen Freiraum für die Bewegung des
Unterstützungselements oder des mit dem Unterstützungselement verbundenen Teils begrenzt.
Insbesondere ist die Begrenzungseinrichtung über dem Niveau einer Oberfläche des zumindest
einen Druckkörpers angeordnet. In diesem Fall kann sich der Förderkörper und/oder
ein mit ihm verbundenes Teil zwischen dem Niveau einer Unterkante der Begrenzungseinrichtung
und dem Niveau der Oberfläche des zumindest einen Druckkörpers erstrecken und bewegen.
Die Oberfläche des zumindest einen Druckkörpers weist insbesondere, wie bereits beschrieben,
eine Vielzahl von Ausströmöffnungen für das Fluid auf.
[0027] Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung weist die Endlosfördereinrichtung zwei
Förderketten auf, die beim Betrieb der Endlosfördereinrichtung von der Antriebseinrichtung
angetrieben werden und endlos umlaufen. Dabei weisen die Förderketten jeweils eine
Vielzahl von Kettengliedern auf, wobei der Förderkörper derart an einander gegenüberliegenden
Seiten mit jeweils einer der Förderketten verbunden ist, dass der Förderkörper von
den Förderketten getragen wird. Eine Vielzahl der Unterstützungselemente ist jeweils
derart mit einem der Kettenglieder verbunden, dass die Förderketten von den Unterstützungselementen
getragen werden. Bei dieser Ausgestaltung kann das vollständige Gewicht aller hintereinander
geförderten Förderkörper entlang einer bestimmten Förderstrecke von den Unterstützungselementen
getragen werden. Daher ist es insbesondere möglich, dass das vollständige Gewicht
von dem aus dem Druckkörper austretenden Fluid getragen wird.
[0028] Eine Vielzahl der Unterstützungselemente (erste Unterstützungselemente), die mit
einer der Förderketten (erste Förderkette) verbunden sind, bildet vorzugsweise eine
durchgehende Oberfläche, die beim Betrieb der Endlosfördereinrichtung von dem ausströmenden
Fluid unterstützt wird. Dabei werden die ersten Unterstüfizungselemente in Förderrichtung
hintereinander gefördert. Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung sind unmittelbar
hintereinander geförderte erste Unterstützungselemente nicht mit unmittelbar aufeinander
folgenden mettengliedem der ersten Förderkette verbunden, sondern ist zwischen zwei
Kettengliedem, die mit den unmittelbar hintereinander geförderten ersten Unterstützungselementen
verbunden sind, zumindest ein Kettenglied angeordnet, das mit keinem Unterstützungselement
verbunden ist. Auf diese Weise kann die Anzahl der Unterstützungselemente reduziert
werden. Dadurch wird der Herstellungsaufwand verringert und außerdem die Anzahl der
Stoßflächen und/oder Grenzflächen zwischen den aufeinanderfolgenden Unterstützungselementen
verringert. Insgesamt entweicht daher weniger Fluid an den Stoßflächen oder Grenzflächen.
[0029] Zumindest eines der Unterstützungselemente ist vorzugsweise drehbeweglich mit einem
der Kettenglieder verbunden. Dies ermöglicht es, am Ende einer Förderstrecke das Unterstützungselement
in eine Drehstellung zubringen, die von der Stellung des Förderkörpers und des Kettengliedes
unabhängig ist. Daher ist es insbesondere möglich, den Förderkörper umzulenken (z.
B. unter Verwendung eines Kettenrades) und die Orientierung des Unterstützungselements
im Wesentlichen beizubehalten. Dies gilt insbesondere, wenn die Drehachse der Drehbewegung
quer zur Förderrichtung verläuft. In diesem Fall kann bei einem Rücktransport des
Förderkörpers wieder die Unterseite des Unterstützungselements für eine Druckunterstützung
mit Fluid verwendet werden.
[0030] Die folgende Ausgestaltung betrifft wieder den Fall, dass eine Vielzahl der Unterstützungselemente
(erste Unterstützungselemente) beim Betrieb der Endlosfördereinrichtung entlang einer
ersten Förderstrecke hintereinander gefördert werden und eine durchgehende Oberfläche
bilden, die beim Betrieb der Endlosfördereinrichtung von dem ausströmenden Fluid unterstützt
wird. Bei der Ausgestaltung ist eine Auslenkungseinrichtung vorgesehen, die ausgestaltet
ist, am Ende der ersten Förderstrecke mit jedem einzelnen der ersten Unterstützungselemente
zusammenzuwirken und das Unterstützungselement relativ zu dem Förderkörper auszulenken,
sodass das Unterstützungselement nicht mehr die durchgehende Oberfläche bildet. Auf
diese Weise kann eine Relativbewegung gezielt und insbesondere durch einfache mechanische
Mittel gesteuert werden. Beispielsweise ist das Unterstützungselement mit einem Vorsprung
(z. B. einem Stift) versehen, mit dem am Ende der Förderstrecke eine Führung zusammen
wirkt, sodass der Vorsprung und damit das Unterstützungselement bei ihrer Bewegung
in einer gewünschten Weise geführt werden.
[0031] Insbesondere weist das Unterstützungselement eine Unterseite auf, an der es durch
das aus dem Druckkörper austretende Fluid unterstützt wird. Dabei weist das Unterstützungselement
an einer Oberseite ein Verbindungselement auf, über das es mit dem Förderkörper verbunden
ist. Dieser Ausgestaltung hat den Vorteil, dass das Unterstützungselement sich vollständig
in einem Raum bewegen kann, der dem Fluid ausgesetzt ist. Zwangsläufig auftretende
Verluste an Fluid können so minimiert werden. Das Fluid muss erst um das Unterstützungselement
herumtreten, bis es aus dem Raum entweichen kann. Vorzugsweise ist diese Ausgestaltung
mit einer Fluid-Rückführung kombiniert, die vor dem Entweichen des Fluids an der Oberseite
des Unterstützungselements das Fluid absaugt und zu einer Quelle zurückführt. An der
Quelle ist beispielsweise ein Verdichter und/oder eine Pumpe angeordnet, der bzw.
die das Fluid unter Druck setzt und gegen die Unterseite des Unterstützungselements
strömen lässt. Z. B. wird das zwischen der Unterseite des Unterstützungselements und
der Oberseite des Druckkörpers ausströmende Fluid zu der Quelle zurückgeführt. Auf
Grund der geringen Verluste an Fluid wird außerdem Energie gespart. Dies gilt insbesondere
dann, wenn die Fördereinrichtung wie bei einem besonders bevorzugten Anwendungsfall
in einem Ofen verwendet wird, also hohe Temperaturen annimmt. Um die Temperatur in
dem Ofen konstant zu halten muss in diesem Fall entweder das Fluid aufgeheizt werden
oder stellt das Fluid eine Wärme-Verlustquelle dar.
[0032] Vorzugsweise übernimmt das Verbindungselement mehrere Funktionen. Insbesondere kann
es beim Betrieb der Endlosfördereinrichtung mit einer Führung zusammenwirken, sodass
eine Bewegung des Unterstützungselement und des Förderkörpers entlang einem Förderweg
auf einer definierten Bahn geführt ist.
[0033] Ferner wird eine Anordnung mit der Endlosfördereinrichtung in einer der bereits beschriebenen
oder im Folgenden beschriebenen Ausführungsformen vorgeschlagen, wobei der zumindest
eine Druckkörper der Endlosfördereinrichtung in einem Durchlaufofen angeordnet ist.
[0034] Im Folgenden wird ein Aspekt der Erfindung beschrieben, der sich auf die Einstellung
des Abstandes zwischen den aufeinander folgenden Förderkörpem bezieht. Die darin beschriebene
Endlosfördereinrichtung kann insbesondere so wie bereits beschrieben ausgestaltet
sein. Sie kann jedoch auch ohne eine Fluidunterstützung ausgeführt sein. Beispielsweise
ist es möglich, die Endlosfördereinrichtung mit einer Unterstützung durch gelagerte
Rollen zu betreiben bzw. derart auszuführen.
[0035] Es wird eine Endlosfördereinrichtung zum Transportieren von Gegenständen vorgeschlagen,
mit
- einer Antriebseinrichtung zum Antreiben einer Vielzahl von Förderkörpern,
- den Förderkörpem, die ausgestaltet sind, zumindest einen Fördergegenstand mitzunehmen,
und die derart angeordnet sind, dass die Förderkörper sich aufeinander folgend in
der Förderrichtung bewegen können,
- einer Mehrzahl von Verbindungselementen, die jeweils zwei in der Förderrichtung aufeinander
folgende Förderkörper miteinander verbinden, wobei zumindest ein Teil der Verbindungselemente
ausgestaltet ist, eine Relativbewegung der zwei aufeinander folgenden Förderkörper
in der Förderrichtung zu ermöglichen.
[0036] Insbesondere kann die Endlosfördereinrichtung derart ausgestaltet sein und/oder derart
betrieben werden, dass unmittelbar aufeinander folgende Förderkörper in einer ersten,
durch die Relativbewegung erreichbaren Relativposition miteinander in Kontakt sind
und in einer zweiten, durch die Relativbewegung erreichbaren Relativposition einen
Abstand zueinander aufweisen. Dabei bilden die unmittelbar aufeinander folgenden Förderkörper
in der ersten Relativposition vorzugsweise eine durchgehende Oberfläche für einen
an der Oberfläche angeordneten Fördergegenstand.
[0037] Ferner wird ein Verfahren zum Transportieren von Gegenständen auf einer Endlosfördereinrichtung
vorgeschlagen, wobei die Endlosfördereinrichtung eine Antriebseinrichtung zum Antreiben
einer Vielzahl von Förderkörpern aufweist, die ausgestaltet sind, zumindest einen
Fördergegenstand mitzunehmen, und die derart angeordnet sind, dass die Förderkörper
sich aufeinander folgend in einer Förderrichtung bewegen können, wobei während eines
Umlaufes der Förderkörper auf einem in sich geschlossen umlaufenden Förderweg ein
Abstand zwischen den Förderkörpem verändert wird, sodass unmittelbar aufeinander folgende
Förderkörper entlang einem ersten Teil des umlaufenden Förderweges einen anderen Abstand
zueinander haben als entlang einem zweiten Teil des umlaufenden Förderweges. Der Förderweg
kann insbesondere vordefiniert sein und/oder während des Betriebes der Endlosfördereinrichtung
unveränderlich sein.
[0038] Durch ein Vergrößern des Abstandes zwischen den unmittelbar aufeinander folgenden
Förderkörpem kann ein mechanischer Kontakt zwischen den unmittelbar aufeinander folgenden
Förderkörpem einerseits und zumindest einem Fördergegenstand andererseits gelockert
und/oder teilweise gelöst werden.
[0039] Insbesondere ist es möglich, die Antriebseinrichtung derart zu betreiben, dass eine
Mehrzahl der aufeinander folgenden Förderkörper von der Antriebseinrichtung auf einem
Teil des Förderweges geschoben wird, wobei eine in der Förderrichtung wirkende Antriebskraft
von Förderkörper zu Förderkörper übertragen wird.
[0040] Vorzugsweise weist die Antriebseinrichtung eine Aufweitungseinrichtung zum Aufweiten
eines Abstandes zwischen unmittelbar aufeinander folgenden Förderkörpem auf. Dabei
wird die Aufweitungseinrichtung derart gesteuert betrieben, dass die unmittelbar aufeinander
folgenden Förderkörper auf einem ersten Teil des Förderweges unmittelbar vor der Aufweitungseinrichtung
einen definierten, zeitlich konstanten Abstand zueinander aufweisen und der Abstand
auf einem folgenden, zweiten Teil des Förderweges größer ist.
[0041] Alternativ oder zusätzlich ist es möglich, die Endlosfördereinrichtung derart zu
betreiben, dass der Abstand der unmittelbar aufeinander folgenden Förderkörper entlang
einem Umlauf des Förderweges mehrfach verändert wird.
[0042] Ein Vorteil des veränderbaren Abstandes zwischen den Förderkörpem besteht darin,
dass auf eine Einrichtung zum Spannen der Förderkette verzichtet werden kann. Vielmehr
können sich die Abstände vorzugsweise automatisch an den zur Verfügung stehenden Förderweg
anpassen. Somit stellt auch die Alterung und/oder die thermisch bedingte Längenänderung
der Förderkette kein Problem dar. Außerdem müssen auch andere Einrichtungen, wie z.
B. ein Kettenrad zum Antreiben oder Führen der Förderkette, nicht zwangsläufig exakt
auf einen bestimmten Abstand zwischen den Förderkörpem abgestimmt sein. Jedoch ist
es sind verständlich möglich, durch Ausgestaltung solcher Einrichtungen einen definierten
Abstand zwischen den Förderkörpem zu erzeugen.
[0043] Fördergegenstände können entlang dem Förderweg unterschiedliche Abstände zueinander
einnehmen. Insbesondere ist es auf diese Weise möglich, die Fördergegenstände zu vereinzeln.
Hierdurch können die Fördergegenstände beispielsweise einzeln geprüft, etikettiert,
vermessen werden und/oder auf andere Weise einzelnen behandelt und/oder bearbeitet
werden.
[0044] Ein weiterer Vorteil des veränderbaren Abstandes liegt in der Möglichkeit, die Förderkörper
und damit die geförderten Gegenstände in verschiedenen Bereichen des Förderweges mit
unterschiedlichen Fördergeschwindigkeiten zu fördern. In den Übergangsbereichen, in
denen der Abstand verändert wird, findet eine Beschleunigung bzw. ein Verzögem der
Bewegung der Fördergegenstände statt. Insbesondere ist es durch Gestaltung des Obergangsbereichs
möglich, eine definierte Beschleunigung oder Verzögerung zu erzielen.
[0045] Insbesondere kann die Antriebseinrichtung derart betrieben werden, dass eine Mehrzahl
der aufeinander folgender Förderkörper von der Antriebseinrichtung auf einem Teil
des Förderweges (Schubstrecke) von der Antriebseinrichtung geschoben wird, wobei eine
in der Förderrichtung wirkende Antriebskraft von Förderkörper zu Förderkörper übertragen
wird. Weiterhin kann die Antriebseinrichtung eine Aufweitungseinrichtung zum Aufweiten
eines Abstandes zwischen unmittelbar aufeinander folgenden Förderkörpern aufweisen.
Die Aufweitungseinrichtung wird dabei derart gesteuert betrieben, dass die unmittelbar
aufeinander folgenden Förderkörper auf einem ersten Teil des Förderweges unmittelbar
vor der Aufweitungseinrichtung einen definierten, zeitlich konstanten Abstand zueinander
aufweisen und der Abstand auf einem folgenden, zweiten Teil des Förderweges größer
ist. Eine solche Aufweitungseinrichtung kann in besonders einfacher Weise dadurch
realisiert werden, dass die an der Aufweitungseinrichtung eintreffenden Förderkörper
von der Antriebseinrichtung geschoben werden und die Aufweitungseinrichtung der von
Förderkörper zu Förderkörper übertragenen Antriebskraft einen Widerstand entgegengesetzt.
Der größere Abstand der Förderkörper in dem folgenden Teil des Förderweges, kann in
diesem Fall allein dadurch erreicht werden, dass der verbleibenden Förderweg bis zum
Erreichen des Anfangs der Schubstrecke entsprechend lang ist. Vorzugsweise jedoch
wird die Geschwindigkeit der Förderkörper durch einen entsprechenden Teil der Antriebseinrichtung
gesteuert (beispielsweise durch eine Umlenkeinrichtung mit gesteuerter Umlenkgeschwindigkeit).
Diese Geschwindigkeit der Förderkörper ist größer als die Geschwindigkeit auf der
Schubstrecke.
[0046] Beispielsweise weist die Aufweitungseinrichtung am Ende der Schubstrecke ein Kettenrad
auf. Eine Teilung (z. B. ein Abstand von Ausnehmungen am Umfang) des Kettenrades)
muss nicht präzise dem Abstand der Förderkörper auf der Schubstrecke entsprechen,
da es ausreicht, die Geschwindigkeit und/oder die Bremswirkung des Kettenrades zu
steuern.
[0047] Die Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnung beispielhaft näher erläutert.
Dabei ist die Erfindung nicht auf die Ausführungsbeispiele beschränkt. Die Ausführungsbeispiele
beziehen sich sowohl auf den oben beschriebenen Aspekt, dass die Endlosfördereinrichtung
eine Fluidunterstützung aufweist, als auch auf den Aspekt, dass die Endlosfördereinrichtung
die Einstellung eines Abstandes zwischen den Förderkörpern ermöglicht. Die einzelnen
Figuren der Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch einen Durchlaufofen mit einer darin angeordneten Endlosfördereinrichtung;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer Endlosfördereinrichtung, insbesondere der in Fig.
1 gezeigten Endlosfördereinrichtung, mit einer Steuerungs- und Antriebseinrichtung;
- Fig. 3
- eine perspektivische Teilansicht der Endlosfördereinrichtung, insbesondere gemäß Fig.
1 und/oder Fig. 2, wobei Teile der Endlosfördereinrichtung der besseren Erkennbarkeit
wegen weggelassen sind;
- Fig. 4
- eine Anordnung von Unterstützungselementen, Verbindungselementen und Förderkörpern
für eine Endlosfördereinrichtung, insbesondere gemäß einer oder mehrerer der Fig.
1 bis 3;
- Fig. 5
- die in Fig. 4 dargestellte Anordnung, wobei jedoch ein Abstand zwischen aufeinander
folgenden Unterstützungselementen und Förderkörpem vergrößert ist;
- Fig. 6
- die Verbindungselemente und damit verbundene Querstützen der Anordnung gemäß Fig.
4 und Fig. 5;
- Fig. 7
- einen Querschnitt durch einen Druckkörper und durch ein darüber gefördertes Unterstützungselement,
insbesondere für eine Endlosfördereinrichtung gemäß einer oder mehrerer der Fig. 1
bis 3;
- Fig. 8
- eine perspektivische Ansicht des in Fig. 7 dargestellten Unterstützungselements;
- Fig. 9
- einen Druckkörper mit einer Mehrzahl hintereinander angeordneter Unterstützungselemente,
insbesondere für eine Endlosfördereinrichtung nach einer oder mehrerer der Fig. 1
bis 3;
- Fig. 10
- eine zweite Ausführungsform einer Anordnung von Verbindungselementen und Querstützen,
die an Stelle der in Fig. 4 und Fig. 5 dargestellten Anordnung bei einer Endlosfördereinrichtung
eingesetzt werden kann;
- Fig. 11
- eine schematische Darstellung einer Vielzahl von hintereinander geförderten Förderkörper,
die entlang verschiedener Abschnitte des Förderweges unterschiedliche Abstände zueinander
einnehmen;
- Fig. 12
- eine perspektivische Draufsicht auf einen Teil einer Fördereinrichtung mit zwei Förderketten;
- Fig. 13
- eine vergrößerte Teil-Darstellung eines einzelnen Kettengliedes der Fördereinrichtung
gemäß Fig. 12;
- Fig. 14
- ein Detail der Anordnung gemäß Fig. 13;
- Fig. 15
- die Fördereinrichtung gemäß Fig. 12 bis Fig. 14, wobei die Darstellung eine Unterstützungseinrichtung
zeigt;
- Fig. 16
- die Anordnung gemäß Fig. 15, wobei jedoch eine Abdeckung weggelassen wurde;
- Fig. 17
- eine schematische Darstellung der Umlenkung von Kettengliedern der Fördereinrichtung
gemäß Fig. 12 bis Fig. 16; und
- Fig. 18
- einen Querschnitt durch die Unterstützungseinrichtung gemäß Fig. 15 und Fig. 16.
[0048] Durch die Beschreibung der insgesamt durch die Fig. 12-18 dargestellten Endlosfördereinrichtung
ist die nach derzeitigem Kenntnisstand bestmögliche Ausführungsform der Erfindung
offenbart.
[0049] Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch einen Durchlaufofen 1, in dem eine Endlosfördereinrichtung
Fördergegenstände (beispielsweise den Fördergegenstand 2) fördert. Die Figur zeigt
einen vertikalen Schnitt durch den Durchlaufofen 1. Die Förderrichtung verläuft senkrecht
zur Figurenebene. In dem dargestellten Beispiel werden die Fördergegenstände 2 in
die Bildebene hinein gefördert. Dementsprechend weist die Endlosfördereinrichtung
ein oberes Fördemiveau auf, auf dem Förderkörper 4 in die Bildebene hinein bewegt
werden. Durch eine nicht dargestellt Umlenkeinrichtung werden die Förderkörper 4 am
Ende einer Förderstrecke auf ein niedrigeres Niveau umgelenkt und an den Anfang des
Förderweges zurückgefördert. Auf dem oberen Förderniveau erkennbar ist ein Förderkörper
4a, der den dargestellten Fördergegenstand 2 trägt. Der Förderkörper 4a ist an seinen
seitlichen, einander gegenüber liegenden Enden jeweils mit einem Unterstützungselement
5a, 5b verbunden. Die Unterstützungselemente 5a, 5b werden jeweils durch einen Druckkörper
3a, 3b unterstützt, indem aus dem Druckkörper 3a, 3b Fluid nach oben ausströmt und
sich auf diese Weise ein Fluidpolster zwischen dem Unterstützungselement 5a, 5b und
dem Druckkörper 3a, 3b ausbildet. Bei dem Fluid handelt es sich insbesondere um ein
Gas, z. B. um Luft oder um ein Inertgas. Z.B. sind die Fördergegenstände in dem Durchlaufofen
1 zu backende Lebensmittel, etwa Pizzastücke. Auf dem unteren Fördemiveau ist ein
zweiter Förderkörper 4b erkennbar, der wiederum an seinen seitlichen Enden mit jeweils
einem Unterstützungselement 5c, 5d verbunden ist. Die Unterstützungselemente 5c, 5d
werden durch das aus den darunter angeordneten Druckkörpern 3c, 3d ausströmende Fluid
gelagert.
[0050] Aus der in Fig. 2 gezeigten schematischen Seitenansicht ist der Umlaufbetrieb einer
Endlosfördereinrichtung erkennbar. Auf einem höheren Fördemiveau läuft ein Obertrum
in der Bilddarstellung von rechts nach links. Es wird an einer Umlenkeinrichtung 12a
mit einem Umlenkrad umgelenkt und als Untertrum auf einem niedrigerem Förderniveau
zurückgeführt. Am Ende der Wegstrecke des unteren Förderniveaus wird es wiederum durch
eine Umlenkeinrichtung 12b mit einem Umlenkrad auf das höhere Fördemiveau umgelenkt.
Das Obertrum und das Untertrum weisen insbesondere eine Vielzahl von Förderkörpem
auf, die, wie noch erläutert wird, über Verbindungselemente zu einer Förderkette verbunden
sind. Dabei sind die Förderkörper relativ zueinander beweglich, so dass der Abstand
zwischen den Förderkörpem variiert werden kann. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform
eines Verfahrens zum Betreiben der Endlosfördereinrichtung wird das in Fig. 2 rechts
dargestellte Förderrad so betrieben, dass es das Obertrum schiebt. Anders ausgedrückt:
Die von dem Antriebsrad ausgeübte Antriebskraft wird von Förderkörper zu Förderkörper
in Förderrichtung übertragen. Der Abstand zwischen den Förderkörpem des Obertrums
ist daher so gering wie möglich. Vorzugsweise liegen alle Förderkörper des Obertrums
ohne Abstand aneinander an und bilden eine durchgehende, nahezu ebene Oberfläche,
auf die flache Gegenstände, wie z. B. die Pizzastücke, aufgelegt und gebacken werden
können.
[0051] Insbesondere wenn die Fördergegenstände aufwändig von der Oberfläche der Förderkörper
4 entfernt werden müssen, erleichtert die Vergrößerung des Abstandes, die in Förderrichtung
an dem Steuerrad 16a durchgeführt wird, ihre Entfernung. Beispielsweise können Backwaren
wie z. B. die Pizzastücke an der Oberfläche der Förderkörper 4 haften. Vorzugsweise
sind die Förderkörper 4 in Förderrichtung kürzer als die Fördergegenstände, sodass
die Fördergegenstände während des Transports auf einer Mehrzahl der Förderkörper 4
aufliegen. Durch die Vergrößerung des Abstandes werden die Fördergegenstände somit
zumindest von einem Teil der Förderkörper 4 abgelöst, auf denen sie aufliegen. Hierdurch
kann auch automatisch eine Reinigung der Oberflächen der Förderkörper 4 erzielt werden.
[0052] Weiterhin weist die in Fig. 2 dargestellte Anordnung zwei Steuerräder 16a, 16b auf.
Das Steuerrad 16a befindet sich auf dem höheren Fördemiveau am Ende der Förderstrecke,
entlang der die Fördergegenstände gefördert werden. Das Steuerrad 16a wird derart
betrieben, dass es zumindest einen Teil der von Förderkörper zu Förderkörper übertragenen
Antriebskraft aufnimmt. Weiterhin wird das links in Fig. 2 dargestellte Umlenkrad
derart betrieben, dass die von ihm umgelenkten Förderkörper mit einer größeren Geschwindigkeit
gefördert (bzw. umgelenkt) werden als die von dem rechts in Fig. 2 dargestellten Umlenkrad
der Umlenkeinrichtung 12b geförderten bzw. umgelenkten Förderkörper. Folglich wird
der Abstand zwischen den Förderkörpem ab dem Steuerrad 16a vergrößert. Dieser größere
Abstand bleibt bestehen, bis die Förderkörper auf dem unteren Fördemiveau das andere
Steuerrad 16b erreichen. Dieses Steuerrad wird derart betrieben, dass die Förderkörper
wieder den geringeren Abstand zueinander erhalten, der auch auf dem Förderweg zwischen
der rechts dargestellten Umlenkeinrichtung 12b und dem Steuerrad 16a eingenommen wird.
Das Obertrum ist mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet, das Untertrum mit dem Bezugszeichen
30.
[0053] In Fig. 2 ist weiterhin die Steuerung der Umlenkreinrichtungen 12a, 12b und der Steuerräder
16a, 16b dargestellt. Mit der ersten Umlenkreinrichtung 12a ist eine erste Steuereinrichtung
14a verbunden, die z.B. eine Regeleinrichtung zum Regeln der Umfangsgeschwindigkeit
des Umlenkrades und einen von der Regelung angesteuerten Antriebsmotor aufweist, der
das Umlenkrad antreibt. Beispielsweise ist die genannte Anordnung derart ausgestaltet,
dass ein elektromagnetisches Drehfeld des Antriebsmotors hinsichtlich seiner Drehfrequenz
einstellbar ist. Die Einstellung kann insbesondere durch eine elektronische Stellvorrichtung
erfolgen. Beispielsweise unter Verwendung eines Sensors, der die Drehfrequenz oder
die Umdrehungsgeschwindigkeit des Umlenkrades misst, kann so die Drehzahl des Umlenkrades
geregelt werden. Dabei dient die Drehfeldfrequenz als Stellgröße.
[0054] Es können jedoch auch andere Steuerungen eingesetzt werden. Weiterhin ist es auch
nicht zwingend erforderlich, dass die Umlenkeinrichtungen 12a, 12b und die Steuerräder
16a, 16b alle gesteuert werden, wenn auch eine solche Ausführung bevorzugt wird.
[0055] Die Steuerungseinrichtung 14b, die mit der Umlenkeinrichtung 12b verbunden ist, kann
insbesondere genauso wie die Steuereinrichtung 14a ausgeführt sein und/oder betrieben
werden. Dabei ist jedoch, wie bereits beschrieben, die Fördergeschwindigkeit der Umlenkeinrichtungen
verschieden.
[0056] Die Steuerräder 16a, 16b weisen beispielsweise wie in Fig. 2 dargestellt eine gemeinsame
mit beiden Steuerrädern verbundene Steuereinrichtung 14c auf, die insbesondere so
betrieben werden kann, dass die Steuerräder 16a, 16b die gleiche Anzahl von Förderkörpern
pro Zeiteinheit passieren lassen. Vorzugsweise sind die Steuerräder 16a, 16b mit einem
Antriebsmotor zum Antreiben der Förderräder verbunden, der wiederum über einen Frequenzrichter
mit insbesondere einstellbarer Frequenz von einer Steuereinheit ansteuerbar ist. Durch
Einstellen der Steuerfrequenz kann die Drehfrequenz der Steuerräder 16a, 16b verändert
werden. Wiederum ist es möglich, die Drehfrequenz der Räder zu regeln. Dies ist jedoch
nicht erforderlich, z.B. wenn eine übergeordnete, mit den Steuereinrichtungen 14a,
14b, 14c verbundene Koordinierungseinrichtung eine Drehfrequenz der Steuerräder 16a,
16b vorgibt und lediglich die Drehfrequenz und/oder die Fördergeschwindigkeit der
Umlenkräder geregelt wird.
[0057] Die in Fig. 3 dargestellte schematische perspektivische Darstellung der Endlosfördereinrichtung
lässt eine Vielzahl von Förderkörpem 4 erkennen, die alle gleich ausgestaltet sind
und in Förderrichtung hintereinander gefördert werden. Erkennbar ist das Umlenkrad
der Umlenkeinrichtung 12a im Vordergrund von Fig. 3. Zu dem Umlenkrad gehört noch
ein zweites Umlenkrad, das in Fig. 3 nicht dargestellt ist und das sich links außerhalb
der Fig. 3 befindet. Wie auch das entsprechende Umlenkrad-Paar der Umlenkeinrichtung
12b werden beide Umlenkräder eines Paars angetrieben und zwar mit der gleichen Drehfrequenz
bei gleichem Außenumfang.
[0058] Die Förderkörper 4 sind entlang einer Längsachse langgestreckt ausgestaltet, wobei
sich die Längsachse senkrecht zur Förderrichtung erstreckt (in der Darstellung gemäß
Fig. 3 von rechts vorne nach links hinten). Die Förderkörper 4 weisen an ihren Enden
in Längsrichtung jeweils ein Unterstützungselement 5 auf, das über eine Querstütze
24 mit einem zentralen Teil des Förderkörpers 4 verbunden ist. Dies ist am besten
aus Fig. 4 und Fig. 5 erkennbar. Die Querstütze 24 kann insbesondere eine massive
Stange oder ein Rohr sein, die bzw. das sich in der Längsrichtung der Förderkörper
4 über deren gesamte Länge erstreckt. Wie aus Fig. 4 und Fig. 5 erkennbar ist, ist
der Querträger 24 jedoch nicht direkt mit dem Unterstützungselement verbunden. Vielmehr
endet der Querträger 24 an einem Verbindungselement 11, das in dem Ausführungsbeispiel
als Kettenlasche ausgestaltet ist. Mit dem Verbindungselement 11 wiederum ist das
Unterstützungselement 5 verbunden.
[0059] Diese Verbindung ist bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel als Schraubverbindung
realisiert. Ein Befestigungselement 20 weist einen Schraubenkopf 21 auf, der außenseitig
angeordnet ist. Das Befestigungselement 20 erstreckt sich durch eine Durchgangsöffnung
27 (siehe auch Figur 8) und durch das gesamte Unterstützungselement 5 hindurch bis
zu dem Verbindungselement 24. Es erstreckt sich weiter durch ein Befestigungsloch
17 des Verbindungselements 11a bzw. 11c (siehe Figur 6) hindurch und ist durch eine
auf das Ende des Befestigungselements aufgeschraubte Mutter 22 gesichert. In Fig.
4 sind der Erkennbarkeit der Anordnung wegen nur drei der Unterstützungselemente 5
mit dem Befestigungselement 20 dargestellt.
[0060] Wie ebenfalls aus Fig. 4 und Fig. 5 erkennbar ist, ist parallel zu dem Verbindungselement
11 a ein zweites Verbindungselement 11 b angeordnet. Die Querstütze 24 erstreckt sich
durch jeweils ein Stützloch 9 des zweiten Verbindungselements 11b und des ersten Verbindungselements
11a hindurch. Auf diese Weise werden zumindest die in Förderrichtung vorne liegenden
Enden der Verbindungselemente 11a, 11b parallel zueinander gehalten. Die Querstütze
24 erlaubt keine Relativbewegung zwischen den parallelen Verbindungselementen 11 a,
11b und relativ zwischen der Querstütze und den Verbindungselementen 11a, 11b.
[0061] Im Gegensatz zu Fig. 4 zeigt Fig. 5 die Anordnung bei größerem Abstand zwischen den
Förderkörpem 4, also beispielsweise in Förderrichtung hinter dem Steuerrad 16a (siehe
Figur 2 und Fig. 3).
[0062] Wie am besten aus der in Fig. 6 dargestellten Anordnung der Querstützen 24 und der
Verbindungselemente 11 von insgesamt sechs aufeinander folgenden Förderkörpem erkennbar
ist, weisen die Verbindungselemente 11 an ihrem hinteren Ende jeweils ein Langloch
13 auf, dessen Längsachse sich in Förderrichtung erstreckt. Weiterhin erstrecken sich
die Querträger 24 jeweils durch die Langlöcher 13 des in Förderrichtung davor liegenden
Förderpaares von Verbindungselementen 11c, 11d hindurch. Da die Querträger 24 sich
in der Längsrichtung der Langlöcher 13 relativ zu den Verbindungselementen 11 c, 11
d bewegen können, kann sich der Abstand der Querstützen 24 und damit der Abstand der
Förderkörper 4 verändern.
[0063] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 bis 6 ist jeweils ein Paar von unmittelbar
aufeinander folgenden Förderkörpem hinsichtlich der Anordnung der Verbindungselemente
11 und Querstützen 24 gleich aufgebaut. Jeweils eines der Paare von Verbindungselementen
11 a, 11 b ist mit seinen vorderen bzw. in Förderrichtung hinten liegenden Enden zwischen
den Enden des nächst benachbarten Paares von Verbindungselementen 11 c, 11d angeordnet.
[0064] Es sind diverse andere und abgewandelte Ausführungsformen der Verbindungselemente
und der damit kombinierten Querstützen möglich. Beispielsweise können die Langlöcher
in Förderrichtung vorne an den Verbindungselementen angeordnet sein. Weiterhin kann
das Langloch 33 in den Verbindungselementen 31 a, 31b, 31c, 31 d beispielsweise wie
in Fig. 10 dargestellt ausgeführt werden. Dort weisen die Langlöcher 33 mehrere Vertiefungen
37a, 37 b, 37c an ihrem unteren Rand auf, die in Förderrichtung hintereinander angeordnet
sind. Dadurch kann der Abstand zwischen den Querstützen 24 und damit zwischen den
Förderkörpern 4 insgesamt stabil eingestellt sein.
[0065] Die in Fig. 10 dargestellte Ausführungsform der Verbindungselemente 31 erläutert
das Prinzip, der auf unterschiedliche, insbesondere stabile Werte einstellbaren Abstände.
In der Praxis können weitere Ausgestaltungen vorgenommen sein. Z.B. kann eine in Fig.
10 nicht dargestellte Sicherungseinrichtung vorgesehen sein, die die Querstützen 24
in der dargestellten Position, in der die Querstützen 24 jeweils in den mittleren
Vertiefungen 37b liegen, gegen ein unbeabsichtigtes Heraustreten aus der Vertiefung
37b sichert. Beispielsweise wird die Sicherungseinrichtung bei Erreichen eines der
Steuerräder entsichert, so dass die Abstände zwischen den Förderkörpem sich auf dem
weiteren Förderweg bzw. an dem Steuerrad verändern können.
[0066] Anstelle eines Steuerrades kann auch eine andere Einrichtung vorgesehen sein, die
eine Veränderung des Abstandes auslöst, wenn ein Förderkörper die am Förderweg liegende
Einrichtung erreicht. Z. B. kann im Bereich unter den Querstützen 24 eine schräg ansteigende
Erhebung vorgesehen sein, die fest positioniert ist. Die Erhebung ist derart ausgestaltet,
dass die jeweilige Querstütze 24 auf der Erhebung aufläuft, wenn sie die Erhebung
erreicht. Auf diese Weise wird die Querstütze 24 nach oben aus der Vertiefung 37 hinausgedrückt.
[0067] Auch kann anstelle der in Fig. 4 bis 6 und in Fig. 10 dargestellten Langlöcher eine
andere Ausgestaltung der Verbindungselemente vorgenommen werden. Allgemein formuliert
weisen die Verbindungselemente oder deren Kombination eine Struktur auf, die eine
Veränderung des Abstandes der unmittelbar aufeinander folgenden Förderkörper ermöglicht.
[0068] Fig. 3 zeigt bei einem Teil der Förderkörper 4, dass diese jeweils eine Auflage 19
mit einer ebenen Oberfläche aufweisen, die beispielsweise aus Stein besteht. Dadurch
dass die Förderkörper 4 auf dem in Fig. 3 oben dargestellten hohen Fördemiveau in
Förderrichtung aneinander angrenzen, besteht kein Abstand oder allenfalls ein vernachlässigbar
kleiner Abstand zwischen den Auflagen 19, die somit eine im Wesentlichen durchgehende
ebene Oberfläche bilden. Auf diese ebene Oberfläche können die Fördergegenstände aufgelegt
werden.
[0069] Weiterhin zeigt Fig. 3, dass das Umlenkrad der Umlenkeinrichtung 12a und das Steuerrad
16a jeweils an ihrem Außenumfang Ausnehmungen aufweisen, die in Umfangsrichtung einen
konstanten Abstand (Teilung) zueinander haben. In diese Ausnehmungen greifen diejenigen
Abschnitte der Querstützen 24 ein, die zwischen den parallelen Verbindungselementen
11 angeordnet sind. Da zu einem beliebigen Zeitpunkt nur eine der Querstützen 24 in
eine der Ausnehmungen des Steuerrades 16a eingreift, kann die Wirkung des Steuerrades
16a auf den Abstand der Förderkörper 4 durch Variation der Umfangsgeschwindigkeit
des Steuerrades 16a eingestellt werden. Dagegen legt die Teilung des Umlenkrades zumindest
im Bereich der Umlenkung den Abstand der Unterstützungselemente 5 und damit der Förderkörper
4 fest.
[0070] In Fig. 3 ist auch ein Begrenzungselement 18 dargestellt, das langgestreckt ist und
dessen Längsachse parallel zu der Förderrichtung verläuft. Es ist derart zwischen
den parallelen Verbindungselementen 11a, 11b (siehe Fig. 4 und Fig. 5) angeordnet,
dass eine Bewegung der Querstützen 24 nach oben begrenzt ist. Hierdurch kann ein unbeabsichtigtes
Abheben der Querstützen 24 und damit der Förderkörper 4 vermieden werden.
[0071] Aus Fig. 7 ist erkennbar, dass der Druckkörper 3 einen sich in der Förderrichtung
(senkrecht zur Bildebene von Fig. 7) erstreckenden Hohlraum 6 aufweist. An seiner
Oberseite weist der Druckkörper 3 eine Mehrzahl von Austrittsöffnungen 8 auf, durch
die das in dem Hohlraum 6 unter Druck stehende Fluid während des Betriebes der Endlosfördereinrichtung
kontinuierlich austritt. Dass die Austrittsöffnungen 8 gleichmäßig über die Oberseite
des Druckkörpers 3 verteilt sind, ist aus Fig. 9 erkennbar.
[0072] Das Querschnittsprofil des insbesondere als Rohr ausgestalteten Druckkörpers 3 ist
beispielsweise rechteckig. Es kann jedoch auch eine andere Form haben. Vorzugsweise
ist das Querschnittsprofil des Hohlraumes 6 über die gesamte Länge des Druckkörpers
3, d. h. in Förderrichtung konstant. Das in Fig. 7 dargestellte Unterstützungselement
5 hat an seiner Unterseite und an seiner Oberseite ein der Außenkontur des Druckkörpers
3 entsprechendes, jedoch negatives Profil. In dem Ausführungsbeispiel ist der Druckkörper
3 an seiner Oberseite nach oben konvex aufragend ausgeführt. Dementsprechend ist das
Profil des Unterstützungselements 5 an seiner Unterseite konkav eingebuchtet. Insbesondere
weisen die einander gegenüberstehenden Oberflächen des Druckkörpers 3 und des Unterstützungselements
5 hierzu zwei Knicklinien 26a, 26b bzw. 26c, 26d auf, die sich in Förderrichtung erstrecken
und an denen die jeweilige Oberfläche abgewinkelt ist.
[0073] Es sind Abwandlungen diese Ausführungsform oder andere Ausgestaltungen möglich. Beispielsweise
kann die Oberfläche des Druckkörpers 3 eingebuchtet bzw. konkav sein und die Oberfläche
des Unterstützungselements dementsprechend ausgebucht bzw. konvex sein.
[0074] Wie ebenfalls aus Fig. 7 und auch aus Fig. 8 erkennbar ist, ist das Unterstützungselement
5 bezüglich einer horizontalen Schnittebene spiegelbildlich ausgestaltet. Insbesondere
ist die Oberfläche an der Oberseite des Unterstützungselements 5 genauso ausgestaltet
wie die Oberfläche an der Unterseite. Dadurch ist einerseits die Herstellung und Montage
des Unterstützungselements 5 erleichtert. Andererseits kann das Unterstützungselement
5, nachdem es umgelenkt wurde, auch an der nun unten liegenden Oberseite durch ein
Fluid unterstützt werden. Dabei kann insbesondere ein Druckkörper verwendet werden,
der genauso ausgestaltet ist, wie der in Fig. 7 dargestellte Druckkörper 3. Ein solcher
Druckkörper ist der in Fig. 3 dargestellte Druckkörper 3d. Der oben in Fig. 3 dargestellte
Druckkörper ist mit dem Bezugszeichen 3b bezeichnet. Bei den Druckkörpern 3b, 3d ist
der besseren Erkennbarkeit wegen in Fig. 3 nur ein Teil dargestellt. Insbesondere
ist eine Zuführung zum Zuführen des Fluids zu den Druckkörpern 3b, 3d nicht dargestellt.
Vorzugsweise bezieht eine solche Zuführung das Fluid aus dem Raum, in dem sich die
Endlosfördereinrichtung befindet, sodass ein offener Umlaufbetrieb stattfindet.
[0075] Fig. 8 zeigt, dass das Unterstützungselement an seiner Oberseite (und wegen seiner
spiegelbildlichen Konstruktion auch an der Unterseite) eine in sich geschlossen umlaufende
Umrandung 25 aufweist, die über das Niveau der Oberfläche hinausragt. Wenn das Fluid
aus dem Druckkörper 3 austritt, bildet sich in dem durch die Umrandung 25 umrandeten
Raum ein Stau des Fluids aus, der die Wirkung eines Luftkissens hat. Aus Fig. 8 ist
auch die Durchgangsöffnung 27 erkennbar, durch die sich das Befestigungselement 20
gemäß Fig. 4 erstreckt. Die Durchgangsöffnung 27 befindet sich etwa in der Mitte der
einen seitlichen Wand des Unterstützungselements 5. An der gegenüberliegenden seitlichen
Wand des Unterstützungselements 5 befindet sich eine weitere, nicht dargestellte Durchgangsöffnung
27.
[0076] Die Unterstützungselemente 5 sind vorzugsweise so dimensioniert, dass sie in der
in Fig. 4 dargestellten Betriebsweise, in der die Förderkörper 4 einen minimalen Abstand
in Förderrichtung zueinander haben, aneinander angrenzen. Dadurch kann kein Fluid
zwischen den Unterstüfzungselementen 5 hindurchtreten.
[0077] Wie in Fig. 7 angedeutet ist, wird das Unterstützungselement 5 aus zwei gleichen,
spiegelbildlichen Hälften zusammengesetzt und werden die Hälften miteinander verbunden,
beispielsweise über eine Schweißnaht 29 in der Spiegelebene. Da das Unterstützungselement
5 in Förderrichtung vorne und hinten offen ist, kann es auf diese Weise besonders
einfach hergestellt werden. Insbesondere ist es möglich, das Unterstützungselement
aus einem Blech zu fertigen. Dadurch ist das Unterstützungselement auch besonders
leicht.
[0078] In Fig. 9 ist nochmals die in Fig. 7 gezeigte Anordnung dargestellt, jedoch in perspektivischer
Ansicht. Dabei sind einige der im Betrieb hintereinander angeordneten Unterstützungselemente
5 weggelassen, um die Oberseite des Druckkörpers 3 zu zeigen.
[0079] Durch das Zusammenwirken der positiv bzw. entsprechend negativ geformten Oberflächen
des Druckkörpers und des Unterstützungselements wird die Förderkette in der Förderrichtung
geführt. Vorzugsweise ist jedoch eine zusätzliche Führung vorgesehen, durch die Verbindungselemente,
insbesondere die Verbindungselemente 11, und/oder andere Elemente der Förderkörper
in Förderrichtung geführt werden. Beispielsweise sind hierzu zwei parallel zueinander
angeordnete Schienen vorgesehen, in deren Zwischenraum die Verbindungselemente geführt
werden. Die Schienen können entlang dem Förderweg unterbrochen sein, z. B. im Bereich
einer Einrichtung zum Verändern des Abstandes der Förderkörper. Weiterhin ist es möglich,
zumindest eine der Schienen mit einer Oberfläche auszustatten, die eine geringe Reibung
erwarten lässt. An einer solchen Gleitschiene (z. B. aus Kunststoff oder mit Kunststoffoberfläche)
können die Förderkörper ohne nennenswerte Reibungsverluste entlang gleiten.
[0080] Insbesondere ist der parallel zu dem Druckkörper 3 an dem gegenüberliegenden Ende
der Förderkörper 4 angeordnete Druckkörper anders als der Druckkörper 3 ausgestaltet.
Vorzugsweise sind die Oberflächen des parallelen Druckkörpers und des von dem Druckkörper
durch ausströmendes Fluid unterstützten Unterstützungselements über ihre gesamte Breite
eben. Dies erlaubt eine seitliche Verschiebung, Kontraktion und/oder Ausdehnung quer
zur Förderrichtung.
[0081] Aus Fig. 11 ist erkennbar, dass der Abstand zwischen Förderkörpem 4 der Förderkette
auch mehrfach verändert werden kann, ohne die Förderkette umzulenken. Die dargestellte
Anordnung weist eine Umlenkeinrichtung 12 mit einem Umlenkrad auf. Ferner ist in Förderrichtung
davor ein weiteres angetriebenes Rad 32 vorgesehen. In Förderrichtung vor dem angetriebenen
Rad 32 sowie zwischen dem angetriebenen Rad 32 und der Umlenkeinrichtung 12 ist jeweils
ein Steuerrad 16b bzw. 16a angeordnet. Insbesondere werden die Steuerräder 16a, 16b
derart betrieben, dass sie eine durch die Umlenkeinrichtung 12 und durch das angetriebene
Rad 32 angetriebene Bewegung der Förderkörper 4 gesteuert bremsen. Daher wird die
Förderkette in dem Abschnitt A vor dem angetriebenen Rad 32 und in dem Abschnitt C
vor der Umlenkeinrichtung 12 gezogen und wird die Förderkette in dem Abschnitt B in
Förderrichtung hinter dem angetriebenen Rad 32 geschoben. Dementsprechend ist der
Abstand der Förderkörper 4 in dem Abschnitt A größer als in dem Abschnitt B. Entsprechendes
gilt für die Abschnitte C und D. Dementsprechend ist auch die Umfangsgeschwindigkeit
der Steuerräder 16a, 16b kleiner als die Umfangsgeschwindigkeit des Umlenkrades und
des angetriebenen Rades 32.
[0082] Anhand von Fig. 12 bis Fig. 18 wird nun eine besonders bevorzugte Ausführungsform
einer Endlosfördereinrichtung beschrieben. Die im Folgenden beschriebenen technischen
Merkmale können jedoch einzeln oder in beliebiger Kombination auch bei anderen Ausgestaltungen
einer Endlosfördereinrichtung vorgesehen sein. Die gesamte in den Figuren 12 bis 18
gezeigte Anordnung befindet sich in einem Ofen, z. B. einem Tunnelofen.
[0083] Die perspektivische Darstellung gemäß Fig. 12 zeigt jeweils drei Kettenglieder 212,
213 von zwei Förderketten 210, 211, wobei drei Traversen 216 zwischen den Kettengliedern
212, 213 angeordnet sind. Die Darstellung zeigt lediglich einen Teil einer gesamten
Endlosfördereinrichtung. Ähnlich der Darstellung von Fig. 3 gehört zu der Endlosfördereinrichtung
eine Vielzahl weiterer Kettenglieder und Traversen.
[0084] Wie noch näher beschrieben wird, weisen die Traversen 216 Auflagen auf, auf denen
die eigentlichen Fördergegenstände während des Betriebes aufliegen. Die Traversen
216 erstrecken sich zwischen den Förderketten 210, 211. Außerhalb der Förderkette
210, 211 sind Gleitschuhe 201 mit einem Teil der Kettenglieder verbunden. Die Gleitschuhe
201 tragen das Gewicht der mit ihnen verbundenen Kettenglieder und Traversen. Sie
gleiten während des Betriebes auf einem Gaskissen, das durch von unten gegen die Oberfläche
der Gleitschuhe 201 strömendes Gas erzeugt wird.
[0085] Der Begriff Gleitschuh ist nicht auf die gezeigte Ausführungsform beschränkt. Vielmehr
umfasst der Begriff sämtliche Unterstützungselemente, die eine für eine Fluid-Unterstützung
geeignete Unterseite und an ihrer Oberseite ein Verbindungselement aufweisen, über
das sie mit einem oder mehreren Kettenglieder verbunden werden können. Insbesondere
kann das Unterstützungselement wie in dem dargestellten Fall plattenförmig sein. Insbesondere
kann dabei die nach unten weisende Oberfläche der Platte (wie auch die Oberfläche
des Druckkörpers, aus dem das Gas ausströmt) poliert oder auf andere Weise geglättet
sein, damit ein geringer Abstand zwischen der Platte und dem Druckkörper erzielt werden
kann.
[0086] Wie gut aus Fig. 13 erkennbar ist, kann das Verbindungselement 205 winkelförmig gestaltet
sein, mit einem hoch aufragenden langen Schenkel des Winkels und einem kurzen Schenkel,
der mit der Platte befestigt ist. Der lange Schenkel weist im Bereich seines freien
oberen Endes eine Durchgangsöffnung (Bohrung 206), siehe auch Fig. 18. Durch die Durchgangsöffnung
ist ein Zapfen 207 (z. B. eine Stange) oder ein anderes vorspringendes Teil oder Element
geführt, das eine Längsachse definiert, um die eine Drehbewegung möglich ist. Der
Zapfen 207 ist fest mit einem Kettenglied 212 verbunden. Der lange Schenkel des Verbindungselements
205 kann eine Drehbewegung um die Längsachse ausführen. Im Ergebnis ist eine RelativDrehbewegung
des Gleitschuhs 201 und des Kettengliedes 212 möglich. In Richtung der Längsachse
ist die Relativbewegung z. B. durch den gezeigten Sicherungsstift 204 und einen nicht
erkennbaren weiteren Sicherungsstift auf der gegenüberliegenden Seite des langen Schenkels
verhindert oder begrenzt.
[0087] Die Verbindungselemente 205 sind vorzugsweise aus Bronze gefertigt, insbesondere
aus einem für den Einsatz im Vakuum geeigneten Bronze-Material. Bronze hat den Vorteil,
dass es bei geeigneter Oberflächengestaltung einen besonders niedrigen Reibungskoeffizienten
aufweist. Somit kann es ohne erheblich Reibungsverluste an der Führung 248 gleiten
(s.u.).
[0088] Wie am besten aus Fig. 12 und Fig. 15 erkennbar ist, ist nur mit jedem zweiten Kettenglied
in der Reihenfolge der Kettenglieder ein Zapfen 207 und somit ein Gleitschuh 201 verbunden.
Die Kettenglieder kann man unterscheiden in Außenglieder 212 und Innenglieder 213.
Jedes der Kettenglieder weist zwei Kettenlaschen 214a, 214b auf, die über zwei in
Förderrichtung voneinander beabstandete Kettenstäbe 218 miteinander verbunden sind
(Fig. 13). Über jeden Kettenstab 218 sind die Kettenlaschen 214 auch mit dem folgenden
bzw. vorausgehenden Kettenglied verbunden. Auf diese Weise liegen jeweils zwei Kettenlaschen
214 innen und zwei Kettenlaschen 214 außen (diese decken die innenliegenden Kettenlaschen
214 beidseits außenseitig ab). Daher wechseln sich in der Reihenfolge der Kette die
Innenglieder 213 und die Außenglieder 212 ab. Alle Außenglieder 212 sind über jeweils
einen Zapfen 207 mit einem Gleitschuh 201 verbunden.
[0089] Alle Kettenglieder 212, 213 sind (wie in Fig. 14 dargestellt) mit einer Traverse
216 verbunden. Im Ausführungsbeispiele werden hierzu jeweils eine an der Kettenlasche
214b befestigte Konsole 215a und eine an der Traverse 216 befestigte Konsole 215b
verwendet, die z. B. über zwei Schrauben 217 miteinander verschraubt werden. Somit
weist jede Traverse 216 jeweils an ihren gegenüberliegenden Enden quer zur Förderrichtung
eine Verbindung zu einem Kettenglied auf. Dabei ist das Kettenglied an einem Ende
ein Innenglied 213 und das Kettenglied an dem anderen Ende ein Außenglied 212. Jede
Traverse 216 ist daher nur an einem Ende unmittelbar über ein Kettenglied 212 mit
einem Gleitschuh 201 verbunden. Durch diese versetzte Anordnung der Gleitschuhe 201
wird eine stabile Tragkonstruktion für die Traversen 216 geschaffen und kann dennoch
mit lediglich der Hälfte der maximal möglichen Gleitschuhe 201 ausgekommen werden.
Zwar ist es denkbar, dass die Förderkette durch eine Knickbewegung zwischen zwei Kettengliedern
geringfügig einknickt. Beim Betrieb kann dies jedoch durch eine entsprechende Zugspannung
in Förderrichtung ausgeglichen werden, die beispielsweise von zwei Kettenrädern aufgebracht
wird.
[0090] Fig. 14 und Fig. 12 zeigen außerdem, dass die Traversen 216 jeweils eine Tragkonstruktion
mit zwei parallel zueinander verlaufenden stabförmigen, sich quer zur Förderrichtung
erstreckenden Abstützungen 221, einer Mehrzahl von Stegen 220 und einer Mehrzahl von
Steinauflagen 219 aufweisen. Auf die Steinauflagen 219 werden die Fördergegenstände
aufgelegt, z. B. Backwaren wie Pizza. Die Steinauflagen 219 benachbarter Traversen
216 bilden eine nahezu durchgehende Oberfläche. Die Steinauflagen 219 werden beispielsweise
unter Verwendung von Sicherungsdrähten an den Stegen 220 befestigt.
[0091] Fig. 15 zeigt einen Teil der Endlosfördereinrichtung mit insgesamt vier Traversen
216 und zwei außenseitig an den Kettengliedem 212, 213 befestigten Gleitschuhen 201.
Die Gleitschuhe 201 werden während ihrer Bewegung in Förderrichtung (von rechts nach
links oder von links nach rechts im Bild) von der im Bild vorn gezeigten Unterstützungseinrichtung
unterstützt. An der anderen Seite der Traversen 216 ist eine gleichartig aufgebaute
Unterstützungseinrichtung angeordnet.
[0092] Die Unterstützungseinrichtung weist eine Gaszuführung 240 auf, die auch als Druckkörper
bezeichnet werden kann, da ein Hohlraum der Gaszuführung 240 während des Betriebes
unter Druck steht und dementsprechend unter Druck stehende Gas von unten gegen die
Oberfläche der plattenförmigen Unterstützungselemente 203 strömt. Die Gaszuführung
240 erstreckt sich (wie auch aus Fig. 16 erkennbar ist) in Förderrichtung.
[0093] Entlang einem Förderweg zwischen zwei Kettenrädern (eines der Kettenräder ist in
Fig. 17 dargestellt) ist die Gaszuführung 240 ununterbrochen. An ihrer Oberseite strömt
in einer in Förderrichtung verlaufenden Reihe von hintereinander liegenden Ausströmeröffnungen
Gas aus, wobei die Öffnungen düsenförmig ausgestaltet sind. Dabei hat sich überraschenderweise
gezeigt, dass eine einzige Reihe von hintereinander liegenden Ausströmeröffnungen
242 ausreicht, um bei der Oberflächengestaltung gemäß dem einer Querschnitt von Fig.
18 mit ebenen Oberflächen von Unterstützungselement 203 und Oberfläche des Druckkörpers
240 ein gleichmäßiges Gaskissen zu erzeugen. Jede einzelne Ausströmeröffnung 242 erstreckt
sich von unten nach oben durch eine Abdeckung 244 (bzw. Decke des Gaszuführungskanals)
der Gaszuführung 240. Das an der Oberseite der Ausströmeröffnungen 242 austretende
Gas bildet das erwähnte Gaskissen zwischen der Abdeckung 244 und dem Unterstützungselement
203. Da die aufeinander folgenden Unterstützungselemente 203 Hinterkante an Vorderkante
unmittelbar aneinander anschließen, kann das Gas lediglich seitlich wie durch einen
nach rechts und einen nach links weisenden Pfeil angedeutet aus dem Zwischenraum zwischen
der Abdeckung 244 und dem Unterstützungselement 203 austreten. Dort tritt es in einen
Sammelkanal ein, der durch die Außenwand der Gaszuführung 240 und eine diese außenseitig
umschließende Ummantelung 246 gebildet wird. Die Ummantelung 246 deckt außerdem das
Unterstützungselement 203 an seiner Oberseite ab und lässt oben lediglich einen in
Förderrichtung verlaufenden schlitzförmigen Spalt offen (siehe Fig. 15), durch den
sich die Verbindungselemente 205 hindurch erstrecken. Dabei bildet die Ummantelung
246 eine Führung 248 zur Führung der Bewegung der Verbindungselemente 205 in Förderrichtung.
Im Ausführungsbeispiel ist die Führung 248 als Knickprofil ausgebildet, das sich an
der Oberseite des Sammelkanals in Förderrichtung erstreckt.
[0094] Das Unterstützungselement 203 wird so mit dem Gewicht der Förderkette und der Traversen
belastet, dass es frei von Drehmomenten über der Oberfläche der Abdeckung 244 gleiten
kann. Dies gewährleistet, dass der Abstand zwischen dem Unterstützungselement 203
und der Abdeckung 244 gleichmäßig ist. Bei der Vermeidung solcher Drehmomente oder
entsprechender Fehlstellungen ist besonders auf die Fixierung des Verbindungselements
205 in Längsrichtung der Drehachse des Zapfens 207 zu achten. Insbesondere bei einer
Drehbewegung des Verbindungselements 205 um den Zapfen 207 darf sich die Relativposition
in der Längsrichtung nicht ändern.
[0095] Das in den Sammelkanal eintretende Gas wird zu einer Quelle zurückgeführt und wird
dort wieder unter Druck gesetzt und wieder in die Gaszuführung 240 eingespeist. Das
Gas ist vorzugsweise Luft.
[0096] Fig. 17 zeigt schematisch von der Seite das Ende eines Vorlaufs einer Förderkette,
ein Kettenrad 223 und den Beginn eines Rücklaufs der Förderkette. Oben im Figurenteil
erkennt man die Außenseite der Ummantelung 246 einer Unterstützungseinrichtung. Unten
im Figurenteil ist die Außenseite der Ummantelung 246 einer weiteren Unterstützungseinrichtung
dargestellt. Die Unterstützungseinrichtungen sind beispielsweise wie zuvor anhand
von Fig. 15, Fig. 16 und Fig. 18 beschrieben aufgebaut. Dementsprechend werden während
des Betriebes der Endlosfördereinrichtung Kettenglieder 212 mit daran befestigten
Unterstützungselementen 203 oben im Figurenteil von links nach rechts bis zu dem Kettenrad
223 gefördert. Zähne des Kettenrades greifen in die Zwischenräume zwischen den Kettenstäben
218 ein und die Kette wird entlang dem Außenumfang des Kettenrades 223 umgelenkt und
zu dem Rücklauf geführt. Die Drehachse des Kettenrades 223 ist mit dem Bezugszeichen
224 bezeichnet. Das Kettenrad 223 führt in der Darstellung von Fig. 17 eine Drehbewegung
im Uhrzeigersinn um die Drehachse 224 aus.
[0097] Dabei führen die Kettenglieder 212 und die Unterstützungselemente 203 relativ zueinander
eine Drehbewegung um die Drehachse des jeweiligen Zapfens aus, der sie miteinander
verbindet. Um die Drehbewegung zu steuern und insbesondere dabei ein Abknicken der
Kettenglieder gegeneinander zu ermöglichen, weisen die Unterstützungselemente 203
jeweils einen seitlich abstehenden Stift 208 auf, wie aus der Darstellung von Fig.
18 erkennbar ist. In Fig. 17 sind die Stifte 208 jeweils übertrieben deutlich durch
einen schwarzen Kreis dargestellt. Die Stifte sind dabei im Vorlauf am vorderen Ende
des Unterstützungselements 203 seitlich abragend angeordnet. Sobald ein Unterstützungselement
203 das Ende der Unterstützungseinrichtung erreicht hat, gelangt der Stift 208 in
Auflage auf eine obere Führung 226 (z. B. eine Schiene). Im Verlauf der folgenden
Drehbewegung des zugehörigen Kettengliedes 212 am Außenumfang des Kettenrades 223
beginnt sich das Kettenglied 212 im Uhrzeigersinn um die Drehachse 224 zu drehen.
Da der Stift 208 jedoch zunächst weiterhin auf der oberen Führung 226 aufliegt und
diese leicht nach oben verläuft, wird das vordere Ende des Unterstützungselement 203
angehoben, wodurch das Unterstützungselement 203 eine leichte Drehbewegung im Gegenuhrzeigersinn
um den Verbindungs-Zapfen zu dem zugehörigen Kettenglied 212 ausführt (siehe Stellung
des zweiten Unterstützungselements, das die obere Unterstützungseinrichtung verlassen
hat). Im Ergebnis wird Platz für die Drehbewegung des Kettengliedes um die Drehachse
224 geschaffen. Das Unterstützungselement 203 würde sonst die Drehbewegung blockieren,
da es bündig an der Kante des in Förderrichtung hinten benachbarten Unterstützungselements
anliegen würde.
[0098] Im weiteren Verlauf der Drehbewegung des Kettengliedes am Außenumfang des Kettenrades
223 endet der Gleitkontakt zwischen dem Stift 208 und der oberen Führung 226. Das
Unterstützungselement 203 kann nun frei um die Drehachse des Zapfens pendeln. Auf
Grund der Tatsache, dass der Schwerpunkt des Unterstützungselements 203 und des Verbindungselements
205 außerhalb der Drehachse des Zapfens liegt, erreicht das Unterstützungselement
203 eine Drehstellung, in der es unterhalb der Drehachse des Zapfens liegt und der
lange Schenkel des Verbindungselements etwa senkrecht nach unten verläuft.
[0099] Später im Verlauf der Drehbewegung des Kettengliedes erreicht der Stift 208 eine
untere Führung 227 (z. B. Schiene) und gelangt in Gleitkontakt mit der Unterseite
der Führung 227. Dadurch wird das Unterstützungselement 203 auf einer Bahn geführt,
sodass es wieder bündig in Anlage zu dem unmittelbar vorauseilenden Unterstützungselement
203 gelangt und die Unterstützungselemente 203 mit ihrer Unterseite wieder eine ebene
durchgehende Oberfläche bilden. Diese durchgehende Oberfläche wird von der unteren
Unterstützungseinrichtung zur Gasdruck-Unterstützung genutzt.
1. Endlosfördereinrichtung zum Transportieren von Gegenständen, mit
a) einer Antriebseinrichtung zum Antreiben zumindest eines Förderkörpers,
b) dem zumindest einen Förderkörper (216), der ausgestaltet ist, zumindest einen Fördergegenstand
mitzunehmen,
c) einer Unterstützungseinrichtung (240, 246) zur Unterstützung des zumindest einen
Förderkörpers (216), wobei die Unterstützungseinrichtung (240, 246) zumindest einen
Druckkörper (240) aufweist, der ausgestaltet ist, ein Unterstützungselement (203),
d. h. den zumindest einen Förderkörper und/oder ein mit dem zumindest einen Förderkörper
verbundenes erstes Element, durch ein unter Druck aus dem Druckkörper (240) ausströmendes
Fluid zu unterstützen.
2. Endlosfördereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer Vielzahl
der Unterstützungselemente (203), wobei die Endlosfördereinrichtung derart ausgestaltet
ist, dass eine Mehrzahl der Unterstützungselemente (203) in der Förderrichtung hintereinander
gefördert werden können, wobei die Mehrzahl der Unterstützungselemente (203) eine
durchgehende Oberfläche bildet, die von dem ausströmenden Fluid unterstützt wird.
3. Endlosfördereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Unterstützungselement
(5) eine während der Unterstützung durch das Fluid dem Druckkörper (3) zugewandte
erste Oberfläche aufweist, wobei die erste Oberfläche eine Ausnehmung und/oder eine
von der ersten Oberfläche in Richtung des Druckkörpers abragende Umrandung aufweist.
4. Endlosfördereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Endlosfördereinrichtung
zwei Förderketten (210, 211) aufweist, die beim Betrieb der Endlosfördereinrichtung
von der Antriebseinrichtung angetrieben werden und endlos umlaufen, wobei die Förderketten
(210, 211 ) jeweils eine Vielzahl von Kettengliedern (212, 213) aufweisen, wobei der
Förderkörper (216) derart an einander gegenüberliegenden Seiten mit jeweils einer
der Förderketten (210, 211) verbunden ist, dass der Förderkörper (216) von den Förderketten
(210, 211) getragen wird, wobei eine Vielzahl der Unterstützungselemente (203) jeweils
derart mit einem der Kettenglieder (212) verbunden ist, dass die Förderketten (210,
211) von den Unterstützungselementen (203) getragen werden.
5. Endlosfördereinrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei eine Vielzahl der
Unterstützungselemente (erste Unterstützungselemente) (203), die mit einer der Förderketten
(erste Förderkette) (210) verbunden sind, eine durchgehende Oberfläche bildet, die
beim Betrieb der Endlosfördereinrichtung von dem ausströmenden Fluid unterstützt wird,
wobei die ersten Unterstützungselemente (203) in Förderrichtung hintereinander gefördert
werden und wobei unmittelbar hintereinander geförderte erste Unterstützungselemente
(203) nicht mit unmittelbar aufeinander folgenden Kettengliedern (212, 213) der ersten
Förderkette (210) verbunden sind, sondern zwischen zwei Kettengliedern (212), die
mit den unmittelbar hintereinander geförderten ersten Unterstützungselementen (203)
verbunden sind, zumindest ein Kettenglied (213) angeordnet ist, das mit keinem Unterstützungselement
(203) verbunden ist.
6. Endlosfördereinrichtung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei zumindest
eines der Unterstützungselemente (203) drehbeweglich mit einem der Kettenglieder (212)
verbunden ist.
7. Endlosfördereinrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Drehachse der
Drehbewegung quer zur Förderrichtung verläuft.
8. Endlosfördereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Vielzahl
der Unterstützungselemente (erste Unterstützungselemente) (203) beim Betrieb der Endlosfördereinrichtung
entlang einer ersten Förderstrecke hintereinander gefördert werden und eine durchgehende
Oberfläche bilden, die beim Betrieb der Endlosfördereinrichtung von dem ausströmenden
Fluid unterstützt wird, und wobei eine Auslenkungseinrichtung (226) vorgesehen ist,
die ausgestaltet ist am Ende der ersten Förderstrecke mit jedem einzelnen der ersten
Unterstützungselemente (203) zusammenzuwirken und das Unterstützungselement relativ
zu dem Förderkörper (216) auszulenken, sodass das Unterstützungselement (203) nicht
mehr die durchgehende Oberfläche bildet.
9. Endlosfördereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Unterstützungselement
(203) eine Unterseite aufweist, an der es durch das aus dem Druckkörper (240) austretende
Fluid unterstützt wird, wobei das Unterstützungselement (203) an einer Oberseite ein
Verbindungselement (205) aufweist, über das es mit dem Förderkörper (216) verbunden
ist.
10. Endlosfördereinrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Verbindungselement
(205) beim Betrieb der Endlosfördereinrichtung mit einer Führung (248) zusammenwirkt,
sodass eine Bewegung des Unterstützungselements und des Förderkörpers (216) entlang
einem Förderweg auf einer definierten Bahn geführt ist.
11. Anordnung mit der Endlosfördereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der zumindest eine Druckkörper der Endlosfördereinrichtung in einem Durchlaufofen
angeordnet ist und wobei die Anordnung eine Fluid-Umwälzeinrichtung aufweist, die
ausgestaltet ist, zumindest einen Teil des Fluids aus einem Innenraum des Durchlaufofens
unter Erhöhung des Fluiddruckes in den zumindest einen Druckkörper zu leiten.
12. Verfahren zum Transportieren von Gegenständen auf einer Endlosfördereinrichtung, wobei
die Endlosfördereinrichtung eine Antriebseinrichtung zum Antreiben zumindest eines
Förderkörpers aufweist, der ausgestaltet ist, zumindest einen Fördergegenstand mitzunehmen,
und wobei der zumindest eine Förderkörper durch ein aus einem Druckkörper ausströmendes
Fluid unterstützt wird, während er den zumindest einen Fördergegenstand mitnimmt.
13. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Endlosfördereinrichtung in einem
Ofen angeordnet ist.