[0001] Die Erfindung betrifft ein Hörgerät, insbesondere zur Anbringung hinter dem Außenohr
eines Benutzers.
[0002] Hinter dem Außenohr des Benutzers anzubringende Hörgeräte, sogenannte HdO-Hörgeräte,
weisen im Allgemeinen einen Hörgerätteil mit Mikrofon, Verstärker und Lautsprecher
sowie einen von dem Hörgerätteil ausgehenden Schallschlauch auf, der in den Gehörgang
des Benutzers geführt wird. Hierbei ist am Ende des Schallschlauches z.T. ein Schmalzabweiser
bzw. Cerumen Defenser vorgesehen, der in den Gehörgang gesteckt wird.
[0003] Die Einstecktiefe des Schmalzabweisers ist derartig zu wählen, dass er hinreichend
fest im Gehörgang sitzt und eine gute Schalleinleitung ermöglicht, jedoch für den
Benutzer keine Verletzungsgefahr z. B. am Trommelfell auftreten kann. Bei einer Belastung
des Schallschlauches durch z.B. zufällige Berührung kann dieser jedoch aus dem Gehörgang
gezogen oder in den Gehörgang hinein gedrückt werden, so dass die gewählte Position
verändert wird.
[0004] Die EP 1 377 113 A2 zeigt einen Head-Set zur Befestigung einer Funktionseinrichtung,
die z.B. ein Mikrofon oder ein Hörgerät sein kann. Hierbei wird ein Einsatzkörper
in die Concha gelegt und ein von dem Einsatzkörper ausgehender, biegsamer, steifer
Bügel in der Concha verspannt, z. B. gegen die Anthelix des Ohres.
[0005] Weiterhin sind aufwändige Befestigungen und Schalleinleitungen durch Otoplastiken
bekannt, welche zunächst aufwändig und kostspielig an die Anatomie des Gehörganges
und Außenohres des Benutzers anzupassen sind. Die DE 100 50 766 A1 zeigt in Fig. 1
bis 5 eine derartige individuell angepasste, steife Otoplastik, die mit einem Ende
in den Gehörgang eingesetzt wird und ein in einen Schallschlauch gestecktes Winkelstück
vollständig aufnimmt; hierdurch wird der Einsatz eines Schmalzabweisers überflüssig.
Mit ihrem anderen, äußeren Ende wird die Otoplastik an den äußeren Rand der Concha
gelegt. Gemäß hierzu alternativer Ausführungsformen der DE 100 50 766 A1 kann die
Otoplastik auch einen abgewinkelten Schallschlauch aufnehmen, der gegebenenfalls an
seinem Ende einen kurzen Schmalzabweiser bzw. Cerumen defenser zum Einsetzen in den
Gehörgang aufweist.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Hörgerät und ein Verfahren zur Befestigung
des Hörgerätes am Außenohr zu schaffen, die eine sichere Positionierung des Schmalzabweisers
gewährleisten.
[0007] Diese Aufgabe wird durch ein Hörgerät nach Anspruch 1 und ein Verfahren nach Anspruch
16 gelöst. Die Unteransprüche beschreiben bevorzugte Weiterbildungen.
[0008] Erfindungsgemäß wird eine sichere Fixierung des Schmalzabweisers durch den aufgesetzen
Bügelclip erreicht, der im Außenohr verspannt wird. Ein tieferes Eindringen des Schmalzabweisers
in den Gehörgang kann durch den aufgesetzten Bügelclip verhindert werden.
[0009] Der Bügelclip ist vorteilhafterweise in Längsrichtung auf dem Schmalzabweiser verschiebbar,
so dass eine freie Länge des Schmalzabweisers zum Einsatz in den Gehörgang individuell
angepasst werden kann. Hierdurch ist eine sichere, schnelle und individuelle Anpassung
möglich, bei der sowohl ein Herausrutschen bzw. Herausziehen des Schmalzabweisers
als auch ein tieferes Eindringen in den Gehörgang sicher verhindert wird.
[0010] Anders als bei herkömmlichen Systemen kann die Fixierung des Schmalzabweisers somit
durch die Verklemmung des Bügels und nicht durch einen für den Benutzer zum Teil schmerzhaften
Reibschluss des Schmalzabweisers in dem Gehörgang erfolgen. Der freie Längenbereich
des Schmalzabweisers kann grundsätzlich sogar ganz ohne Reibschluss in den Gehörgang
eingesetzt werden und hierdurch auch die Aufnahme zusätzlicher Schallwellen aus dem
umgebenden Raum ermöglichen.
[0011] Erfindungsgemäß kann der die Schallsignale in Schallwellen umwandelnde Lautsprecher
in dem Hörgerätteil vorgesehen sein, das mit dem Schmalzabweiser über einen Schallschlauch
verbunden ist. Alternativ hierzu kann der Lautsprecher auch direkt in dem Schmalzabweiser
vorgesehen sein, so dass das Hörgerätteil mit dem Schmalzabweiser über Leitungen,
z.B. ein Drahtbündel, verbunden ist. Erfindungsgemäß kann die Verbindung zwischen
Hörgerätteil somit grundsätzlich indirekt erfolgen.
[0012] Der Schmalzabweiser ist vorteilhafterweise abgewinkelt ausgebildet mit zwei Schenkeln,
von denen einer als Anschlussschenkel zur Verbindung mit dem Schallschlauch bzw. Drahtbündel
und der andere als Einsatzschenkel zur Aufnahme des Bügelclips und Einsatz in den
Gehörgang dient. Die Abwinklung kann hierbei einen Anschlag für den Bügelclip darstellen,
so dass ein Verrutschen des Bügelclips sicher begrenzt wird.
[0013] Der Bügelclip ist vorteilhafterweise aus einem biegsamen, elastischen, insbesondere
steifen, Kunststoffmaterial, z. B. Silikon, gefertigt und bewirkt somit keine wesentliche
Gewichtserhöhung. Grundsätzlich kann der Schmalzabweiser auch einteilig mit dem Schallschlauch
ausgebildet sein. Er ist somit ohne individuelle Anpassung direkt im Außenohr durch
Biegen einsetzbar und bewirkt durch seine Verspannung in der Concha eine sichere Fixierung.
[0014] Vorteilhafterweise weist der Bügel des Bügelclips vom seinem Durchgangsloch bis zu
seinem Ende eine Länge von 3,5 cm bis 5 cm auf.
[0015] Das Hörgerät kann insbesondere ein HdO-Hörgerät mit in dem Hörgerätteil aufgenommenem
Mikrofon und Verstärker sein; grundsätzlich kann in dem Hörgerätteil jedoch z.B. auch
ein Empfänger zur Aufnahme von drahtlos übermittelten Signalen und Weiterleitung an
einen Verstärker und den Lautsprecher vorgesehen sein.
[0016] Das Hörgerätteil kann vorteilhafterweise hinter das Außenohr des Benutzers setzbar
sein.
[0017] Vorteilhafterweise ist am äußeren Ende des Schmalzabweisers ein Sieb zum Abhalten
von Ohrschmalz vorgesehen.
[0018] Die Verspannung des Bügels gegen die Concha bewirkt vorteilhafterweise eine den Schmalzabweiser
gegen eine Wand des Gehörgangs drückende Kraft.
[0019] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der beiliegenden Zeichnungen an einigen Ausführungsformen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- die Anordnung eines erfindungsgemäßen Hörgerätes am Außenohr eines Benutzers;
- Fig. 2
- den Schnitt II - II aus Figur 1 durch den Einsatzbereich des Schmalzabweisers in den
Gehörgang;
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf den Bügelclip aus Figur 2;
- Fig. 4
- eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung gemäß einer weiteren Ausführungsform.
[0020] Ein Hörgerät 1 weist ein Hörgerätteil 2 zur Anbringung hinter einem Außenohr 3 eines
Benutzers, einen von dem Hörgerätteil 2 abgehenden Schallschlauch 4, einen mit dem
Schallschlauch 4 in einer Steckverbindung 5 verbundenen Schmalzabweiser 6 bzw. cerumen
defenser aus z. B. Silikon und einen auf den Schmalzabweiser 6 gesteckten Bügelclip
9 aus z. B. Silikon auf.
[0021] Das Hörgerätteil 2 weist in an sich bekannter Weise ein Gehäuse 10 und in dem Gehäuse
10 - in Figur 1 lediglich funktionell angedeutet - ein Mikrofon 11 zur Aufnahme von
Schallwellen und Ausgabe erster Schallsignale S1, eine Verstärkereinrichtung 12 zur
Aufnahme der ersten Schallsignale S1 und Ausgabe verstärkter Schallsignale S2 und
einen Lautsprecher 14 zur Aufnahme der verstärkten Schallsignale S2 und Ausgabe von
Schallwellen SW in den an das Gehäuse 10 angebundenen Schallschlauch 4 auf. Der Schallschlauch
4 leitet die Schallwellen SW in den mittleren Bereich des Außenohres 3, z. B. bereits
in die Nähe der Concha 15 des Außenohres 3, wo er in der Steckverbindung 5 mit dem
Schmalzabweiser 6 verbunden ist.
[0022] Wie aus Figur 2 ersichtlich, weist der Schmalzabweiser 6 eine Abwinklung 18 und von
der Abwinklung 18 unter z. B. einem rechten Winkel abgehend einen als Anschlussschenkel
dienenden Steckerschenkel 19 mit einem Stecker-Ende 20 zum Einsatz in den Schallschlauch
4 unter klemmender Aufweitung dessen Endbereiches sowie einen Einsatzschenkel 22 zum
Einsatz in den von der Concha 15 ausgehenden Gehörgang 24 des Benutzers auf. Der Einsatzschenkel
22 verläuft hierbei zumindest im Wesentlichen gradlinig, vorzugsweise vollständig
gradlinig. Der Schmalzabweiser 6 leitet somit von dem Schallschlauch 4 aufgenommene
Schallwellen SW durch seinen abgewinkelten Schallkanal 26 direkt in den Gehörgang
24. Am Endbereich seines Einsatzschenkels 22 kann der Schmalzabweiser 6 zwei von seinem
Schallkanal 26 rechtwinklig abgehende Löcher 27 aufweisen.
[0023] Der Bügelclip 9 weist einen Aufsatzbereich 30 mit einem Durchgangsloch 31 auf, durch
das der Einsatzschenkel 22 des Schmalzabweisers 6 gesteckt ist. Vorteilhafterweise
ist der Einsatzschenkel 22 mit einem leichten Übermaß gegenüber dem Durchgangsloch
31 ausgebildet, so dass der Bügelclip 9 mit einem hinreichenden Reibschluss bzw. einer
hinreichenden Klemmwirkung auf den Einsatzschenkel 22 aufgeschoben ist. Der Bügelclip
9 weist weiterhin einen von dem Aufsatzbereich 30 zumindest im Wesentlichen vertikal
zu dem Durchgangsloch 31 ausgehenden Bügel 33 mit vorzugsweise rundem Querschnitt
auf. Der Bügel 33 ist hierbei biegsam und dennoch steif. Der gesamte Bügelclip 9 ist
aus elastischem Silikon gefertigt, wobei der Bügel 33 sich vom Durchgangsloch 31 aus
zunächst verjüngt und anschließend bis zu seinem Ende unter leichter weiterer Verjüngung
oder auch mit konstantem Querschnitt verläuft. Der Bügel 33 weist vom Durchgangsloch
31 ausgehend bis zu seinem Ende eine Länge von z. B. 3,5 cm bis 5 cm und in seinem
Endbereich einen Durchmesser von z. B. etwa 2 mm auf. In Figur 2 ist der Bügel 33
hierbei zur Veranschaulichung noch nicht in die Concha 15 des Außenohres 3 eingesetzt.
Im eingesetzten Zustand der Figur 1 ist der Bügel 33 in die Concha 15 des Außenohres
3 eingelegt und gegen die Anthelix 35, ggf. zusätzlich auch die Crus Helicis 36, verspannt.
[0024] Der Bügelclip 9 ist mit seinem Aufsatzbereich 30 in Längsrichtung des Einsatzschenkels
22 verschiebbar, wobei der Verschiebeweg durch die Abwinklung 18 begrenzt ist, in
der der Aufsatzbereich 30 gegen den Anfang des Steckerschenkels 19 stößt.
[0025] Zur Anpassung des Hörgerätes 1 an das Außenohr 3 des Benutzers wird das Hörgerätteil
2 hinter das Außenohr 3 gesetzt und vorher oder nachher der Schmalzabweiser 6 in den
Schallschlauch 4 eingesteckt und der Bügelclip 9 auf den Schmalzabweiser 6 aufgeschoben.
[0026] Vor dem Einsetzen des Schmalzabweisers 6 in den Gehörgang 24 des Benutzers wird eine
freie Länge I des Einsatzschenkels 22 des Schmalzabweisers 6 durch Verschieben des
Bügelclips 9 an den Benutzer bzw. dessen Tiefe des Gehörganges 24 angepasst, so dass
der Einsatzschenkel 22 mit einer geeigneten Eindringtiefe t in den Gehörgang 24 des
Benutzers gesetzt wird. Hierbei kann die freie Länge I etwas größer als die Eindringtiefe
t sein, wenn der Bügelclip 9 nicht ganz an der Concha 15 anliegt.
[0027] Die Eindringtiefe t kann derartig gewählt werden, dass eine sichere und gute Schalleinleitung
in den Gehörgang 24 erfolgt, ohne hierbei den Benutzer, z. B. sein Trommelfell zu
beschädigen. Die Geräteposition wird durch Klemmwirkung des Bügelclips 9 auf dem Einsatzschenkel
22 und die Verspannung durch den Bügel 33 des Bügelclips 9 in der Concha 27 sicher
fixiert.
[0028] Bei der Ausführungsform der Fig. 4 ist in dem Hörgerätteil 2 lediglich das Mikrofon
11 zur Aufnahme von Schallwellen und Ausgabe erster Schallsignale S1 und die Verstärkereinrichtung
12 zur Aufnahme der ersten Schallsignale S1 und Ausgabe verstärkter Schallsignale
S2 vorgesehen. Der Schmalzabweiser 38 aus Metall oder Kunststoff weist einen Anschlussschenkel
39 und einen Einsatzschenkel 40 zum Einsatz in den Gehörgang 14 auf.
[0029] Das Gehäuse 10 des Hörgerätteils 2 ist über ein Drahtbündel 42 mit einzelnen Leitungen
43 mit dem Schmalzabweiser 38 verbunden, in dessen Einsatzschenkel 40 der Lautsprecher
44 vorgesehen ist. Hierbei kann das Drahtbündel 42 bis in den Anschlussschenkel 39
hineinragen. Am äußeren Ende des Einsatzschenkels 40 kann zum Schutz des Lautsprechers
44 ein Sieb 46 - das z.B. auch ein Gitter oder Netz sein kann - zur Verhinderung von
Ohrschmalzeintritt angebracht sein.
[0030] Bei dieser Ausführungsform werden Schallsignale S2 über das Drahtbündel 42 zu dem
Lautsprecher 44 übertragen und von dem Lautsprecher 44 direkt in den Gehörgang ausgegeben.
[0031] Der Bügelclip 9 ist bei dieser Ausführungsform unverändert. Auch die Anbringung und
Anpassung bzw. Einstellung des Bügelclips 9 und Schmalzabweisers 38 entspricht derjenigen
der ersten Ausführungsform.
1. Hörgerät, das mindestens aufweist:
ein Hörgerätteil (2) zur Anbringung am Außenohr (3) eines Benutzers und Erzeugung
von Schallsignalen (S1, S2),
einen mit dem Hörgerätteil (2) verbundenen Schmalzabweiser (6, 38) zum Einsatz in
den Gehörgang (24) des Benutzers und zur Einleitung von Schallwellen (SW) in den Gehörgang
(24) des Benutzers, und
einen auf den Schmalzabweiser (6, 38) aufgesetzten Bügelclip (9), der einen Aufsatzbereich
(30) zum Aufsatz auf den Schmalzabweiser (6, 38) und einen steifen, biegsamen Bügel
(33) zur Anlage in der Concha (15) des Außenohres (3) des Benutzers aufweist, wobei
der Schmalzabweiser (6, 38) durch Biegen des Bügels (33) und eine Verspannung des
Bügels (33) in der Concha (15) des Außenohres (3) des Benutzers fixierbar ist.
2. Hörgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (33) entlang zumindest eines Teilbereichs seiner Länge gegen die Anthelix
(35) des Außenohrs (3) verklemmbar ist.
3. Hörgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (33) über dem Großteil seiner Länge unter Ausbildung der Spannkraft an
die Anthelix (35) anlegbar ist.
4. Hörgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmalzabweiser (6, 38) eine Abwinklung (18), einen von der Abwinklung (18) abgehenden
Anschlussschenkel (19, 39) zum Anschluss an den Hörgerätteil (2) und einen von der
Abwinklung (18) abgehendem Einsatzschenkel (22, 40) zum Einsatz in den Gehörgang (24)
aufweist,
wobei der Aufsatzbereich (30) des Bügelclips (9) mit einem Durchgangsloch (31) auf
den Einsatzschenkel (22) aufgeschoben ist.
5. Hörgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatzbereich (30) des Bügelclips (9) auf dem Schmalzabweiser (6, 38) längsverschiebbar
ist unter Ausbildung einer variablen freien Länge (I) des Schmalzabweisers (6, 38)
zum Einsatz in den Gehörgang (24).
6. Hörgerät nach Anspruch 4 und Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwinklung (18) des Schmalzabweisers (6, 38) einen Anschlag für den Verschiebeweg
des Aufsatzbereiches (30) des Bügelclips (9) bildet.
7. Hörgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
in dem Hörgerätteil (2) ein Lautsprecher (14) zur Aufnahme der Schallsignale (S1)
und zur Ausgabe der Schallwellen (SW) vorgesehen ist,
von dem Hörgerätteil (2) zu dem Schmalzabweiser (6) ein Schallschlauch (4) zur Weiterleitung
der Schallwellen (SW) abgeht, und der Schmalzabweiser (6) einen Schallkanal (26) zur
Weiterleitung der Schallwellen (SW) in den Gehörgang (24) des Benutzers aufweist.
8. Hörgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmalzabweiser (6) mit dem Schallschlauch (4) in einer Steckverbindung (5) verbunden
ist.
9. Hörgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
von dem Hörgerätteil (2) zu dem Schmalzabweiser (38) elefctrische Leitungen (42, 43)
verlaufen, und
in dem Schmalzabweiser (38) ein Lautsprecher (44) zum Aufnehmen der Schallsignale
(S2) und Aussenden der Schallwellen (SW) in den Gehörgang (24) des Benutzers vorgesehen
ist.
10. Hörgerät nach Anspruch 9 und einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Lautsprecher (44) in dem Einsatzschenkel (40) vorgesehen ist.
11. Hörgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Hörgerätteil (2) ein Mikrofon (11) zur Aufnahme von Schallwellen und Aussenden
von Schallsignalen (S1) und ein Verstärker (12) zur Aufnahme der Schallsignale (S1)
und Ausgabe verstärkter Schallsignale (S2) an den Lautsprecher (14, 44) vorgesehen
sind.
12. Verfahren zum Befestigen eines Hörgerätes nach einem der vorherigen Ansprüche an dem
Außenohr (3) eines Benutzers, mit mindestens folgenden Schritten:
Anbringen des Hörgerätteils (2) hinter dem Außenohr und Aufsetzen des Bügelclips (9)
auf den Schmalzabweiser (6, 38), Einsetzen des Schmalzabweisers (6, 38) in den Gehörgang
(24) des Benutzers, und
Verklemmen des Bügels (33) des Bügelclips (9) in der Concha (15) des Außenohres (3).
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass beim Aufsetzen des Bügelclips (9) auf den Schmalzabweiser (6, 38) eine freie Länge
(I) des Schmalzabweisers (6, 38) zum Einsatz in den Gehörgang (24) des Benutzers eingestellt
wird