[0001] Die Erfindung befasst sich mit einer weiteren Verbesserung oder noch weiteren Ausbildung
der Lagefixierung einer Grifflasche an einem Blechdeckel nach der parallel eingereichten
(co-pending)
PCT-Anmeldung, die von denselben Erfindern und derselben Rechtsnachfolgerin stammen, welche Offenbarung
hier einbezogen wird.
[0003] Im angebrachten Zustand der Grifflasche an dem Blechdeckel spricht der Fachmann von
einem SOT (Stay on Tab), der zum Öffnen eines Öffnungsbereiches im Deckelspiegel (zumeist
"Panel" genannt) vorgesehen ist. Dazu wird mit einer vertikal orientierten Kippbewegung,
angefasst an einem Griffende, die Grifflasche angehoben, um mit ihrem Öffnungsende
den Öffnungsbereich entlang einer Schwächungslinie (zumeist score-line genannt) aufzubrechen.
[0004] Besonderes bei großen Öffnungen (LOE, large opening ends) als Öffnungsbereich ergeben
sich im Stand der Technik Schwierigkeiten, die Positionen der Grifflasche im am Blechdeckel
angebrachten Zustand zu fixieren. Dazu sind bereits Vorschläge gemacht worden, bspw.
aus der
US-A 5,799,816 (Schubert). Dort wird eine Durchbrechung eines Anbringungs-Abschnitts der Grifflasche vorgeschlagen,
welcher Anbringungsabschnitt zumeist "rivet island" genannt wird. Dieser Anbringungsabschnitt
wird über einen ausgeformten Niet an dem Panel des Blechdeckels befestigt und übergreift
dabei mit einer ausgebildeten Öffnung im Anbringungsabschnitt eine rund bis länglich
ausgeformte Sicke, die auch nach dem Anbringen der Grifflasche eingeformt werden kann,
vgl. dort Spalte 3, Zeilen 63-67, Spalte 5, Zeilen 37 bis 44, dortiger Anspruch 3
und die zugehörige grafische Darstellung in der dortigen Figur 2 und 4.
[0005] Aus der
US-A 3,868,918 (Smith) ist ein Blechdeckel dem Fachmann zugänglich, der einen aufwärts eingeprägten Haken
aufweist, vgl. dort Abstract, letztes Drittel. Mit dieser hakenförmigen Ausbildung
aus dem Deckelblech soll die Grifflasche gehalten werden, was in der dortigen Figur
4 veranschaulicht wird. Die Ausbildung einer solchen hakenförmigen Nase, die ein Übergreifen
über den Griffabschnitt des Griffrings verursacht, ist in der dortigen Figurenfolge
5 bis 10 erläutert, wobei nach den dortigen Figuren 11 und 14 ein Haken mit dem übergreifenden
Ende (dort 40) erst durch einen weiteren Prägevorgang ausgebildet wird. Eine Kerblinie
ist dort ebenfalls zu sehen, aber der Zeitpunkt ihrer Einbringung bleibt in der genannten
Schrift offen. Gleichwohl ist ein mehrstufiges Verfahren zur Ausformung des Hakens
dort beschrieben, bestehend aus einem ersten Schritt (dort Figur 5), einem zweiten
Schritt (dort Figur 6), einem weiteren zweiten Schritt (dort Figur 10) und einem dritten
Schritt (dort Figur 11) sowie einem weiteren dritten Schritt (dort Figur 14). Aus
der Anzahl der Schritte mag ermessen werden, welch umfangreiche Umformungen aus dem
1975 noch sehr starken Deckelblech dort vorgenommen werden, welche große Höhen ausgeformt
werden und welch hakenförmiges Gebilde durch viele Vorstufen von Umformungen erst
mit der letzten Umformung nach der dortigen Figur 14 erreicht wird. Mit diesem Haken
wird eine vertikale Sperrung der Grifflasche gegen Anheben erhalten, was dort durch
den Begriff "lock down hook" plakativ erläutert wird, vgl. dortige Spalte 5, Zeilen
19 bis 25 und dortige Spalte 3, Zeilen 10 bis 25.
[0006] Die Erfindung steht vor der
technischen Problemstellung, eine ebensolche Wirkung zu erzielen, aber die Fertigung und die Zuverlässigkeit
der Drehsperre bzw. eine Lageausrichtung der montierten Grifflasche zu verbessern.
Dazu soll ein Verfahren vorgeschlagen werden.
[0007] Vorteilhaft wird die schon vorliegende Randkante an einer üblichen Grifflasche verwendet,
die nicht spezifisch zusätzlich ausgebildet werden muss, um die Drehsperre nach einem
Anbringen der Grifflasche am Panel ("staking") zu erhalten. Die einzige Beeinflussung
findet am Blechdeckel selbst statt, der eine Ausformung erhält, wie sie der Niet im
Vorstadium auch ist, die bevorzugt auch während der Ausbildung des Nietes parallel
mit vorausgeformt und später in einem weiteren Arbeitsvorgang des entstehenden Blechdeckels
umgeformt oder genauer ausgeformt ("reformed") werden kann (Anspruch 1). Der Vorsprung
kann also einstückig mit dem Blechdeckel ausgebildet werden, wie es auch die Befestigungsstelle
durch einstückige Ausbildung für den Anbringungslappen (dem Anbringungsabschnitt)
der Grifflasche ist.
[0008] Der Vorsprung ragt nicht durch eine Öffnung des Anbringungsabschnitts hindurch und
der Anbringungsabschnitt wird nicht zuvor mit einer Öffnung versehen, sondern der
Anbringungsabschnitt bleibt unversehrt und eine von außen auf den Anbringungsabschnitt
einwirkende Sperre wird vorgesehen, vgl. die co-filed WO-Anmeldung, die hier einbezogen
ist.
[0009] Besonders günstig ist die Ausbildung zumindest eines im Querschnitt unsymmetrischen
Vorsprungs, der an seiner zum Anbringungsabschnitt weisenden Flanke steiler ausgebildet
ist als die davon entferntere Flanke (dort Anspruch 17, 18, 19 und 23 oder 24 der
co-filed WO-Anmeldung). Eine solche Ausbildung kann auch bei punktförmigen oder ovalen
Vorsprüngen gewählt werden.
[0010] Bei dem Nachverformen erfolgt bevorzugt eine Dickenreduzierung einer Oberseite des
(streifenförmigen) Vorsprungs (hier Anspruch 3 oder 4). Dadurch entsteht eine Verfestigung
dieses Abschnitts und des gesamten Vorsprungs als solches ebenso. Das betrifft auch
das Verfahren. Nicht zeitgleich mit dem Nachformen kann auch die Kerblinie eingebracht
werden, in zeitlich versetzten Arbeitsgängen. Gleiches gilt für das Vorformen der
Sicke, die nicht zu gleicher Zeit geformt wird wie die Kerblinie eingebracht wird
(Anspruch 1, Anspruch 5).
[0011] Um die Sperrwirkung zu erhalten, die auch eine Begrenzungswirkung sein kann, also
von einer völligen Verhinderung einer Drehbewegung bis zu einer wesentlichen Einschränkung
der Drehbewegung verstanden werden soll, gibt es ein Anschlagen eines Außenrandes
des flächigen Anbringungsabschnitts (rivet island) an dem aus dem Blechdeckel ausgeformten
Vorsprung.
[0012] Der Vorsprung kann streifenförmig (linienförmig) ausgebildet sein und bevorzugt quer
und/oder parallel zu einer Längserstreckung der Grifflasche (Längsachse bzw. Längsebene)
orientiert sein, wobei er an einer entsprechend ausgerichteten Randkante des Anbringungsabschnitts
für seine Sperrwirkung angreift oder ihr ganz eng benachbart ausgebildet ist. In einer
Längserstreckung kann sich der Vorsprung über mehr als 30 %, bevorzugt über mehr als
50 % bis mehr als 80 % der Breite des Anbringungslappens erstrecken.
[0013] Das Vorsehen mehrerer Vorsprünge ist möglich, wobei nicht alle Vorsprünge demselben
Außenrandabschnitt des Befestigungs-Abschnitts zugeordnet sein müssen. Die Vorsprünge
können auch unterschiedlich ausgestaltet sein, so streifenförmig, rund bis oval oder
kombiniert. Ist ein geradliniger Außenrandabschnitt des Anbringungsabschnitts vorgesehen,
kann eine geradlinige (streifenförmige) Vorsprunggestaltung vorteilhaft sein. Die
geradlinige Streifengestaltung kann auch durch Aneinanderreihen von zumindest zwei
punktförmigen Vorsprüngen erreicht werden, die dann eine Gruppe bilden, die demselben
Außenrand des Anbringungsabschnitts zugeordnet ist.
[0014] Sind mehrere Vorsprünge im vorgenannten Sinne vorgesehen, müssen sie nicht an derselben
Randlinie des Anbringungsabschnitts bei Beginn einer Drehbewegung angreifen, sondern
können unterschiedlichen Randkanten zugeordnet sein. Ist eine Streifenform als Vorsprung
vorgesehen, kann sie in ihrer Länge größer als der Durchmesser des fertigen Nietkopfs
ausgebildet werden.
[0015] Nachdem der Anbringungsabschnitt aus einem Stück des Mittenbereichs der Grifflasche
ausgebildet ist, bestehen nur geringe sichtbare Zwischenräume zwischen dem über eine
doppelte Knicklinie nach unten in eine tiefer liegende Ebene verlagerten Anbringungsabschnitt
und der etwas darüber liegenden parallelen Ebene der übrigen Grifflasche. Die Anbringung
der Vorsprünge an zumindest einer der freien, von dem Anbringungsabschnitt nach außen
weisenden Randkanten ist deshalb von außen kaum oder nur schwer einsehbar, so dass
die Drehblockade für den Betrachter nahezu unsichtbar ist. Eine ggf. farbig eingefärbte
Grifflasche wird in ihrer farbigen Gestalt nicht weiter verändert.
[0016] Ausführungsbeispiele erläutern und ergänzen die Erfindung. Auf die Offenbarung der
co-filed WO-Anmeldung (wie einleitend angegeben) wird inhaltlich Bezug genommen.
- Figur 1a, Figur 2a, Figur 3a
- zeigen drei Stufen in einem Herstellungsprozess eines Blechdeckels mit einer Station
der Einbringung der Schwächungslinie 16, einer Station zum Einbringen einer Fingermulde
13 und zusätzlicher Sicken 18a im Öffnungsbereich innerhalb der Schwächungslinie und
einer ersten Station, bei der eine Vorform 20* der Sicke 20 ausformt wird, die eine
Sperre des Drehverhaltens der Grifflasche 30 erreicht.
[0017] Figur 3 und Figuren 4,4a der parallelen
PCT-Anmeldung PCT/DE03/04283 vom 23. Dezember 2003, bzw.
WO2004/065034 vom 5. August 2004, auf die inhaltlich voll Bezug genommen wird, symbolisieren eine nachgelagerte Fertigungsstation,
bei der die Grifflasche über einen einstückig am Deckelblech angeformten Niet 11 angebracht
wird, dies über einen Anbringungsabschnitt 31, der als flächiger Anbringungslappen
(rivet island) der Montage ("staking") dient. Figuren 4/4a liegen der Übersicht halber
hier bei. Einige Bezugszeichen beziehen sich darauf.
[0018] Der hier in dem Verfahren von
Figuren 1a bis 3a entstehende Blechdeckel weist ersichtlich einen Randabschnitt 12 als Falzrand auf,
der zum Falzen an einen Getränkedosenrumpf geeignet ist. Der Blechdeckel selbst ist
aus einem Blech geringer Stärke, meist unter 0.24 mm, hergestellt und hat bereits
vorhergehende Arbeitsstationen durchlaufen, bevor
Figur 1a ihn darstellt. Er weist einen inneren Deckelspiegel (Panel) 10 auf, der vom Falzrand
12 umgeben ist. Innerhalb des Deckelspiegels 10 soll eine Schwächungslinie 16 um einen
Öffnungsbereich herum eingebracht werden, der von einer im wesentlichen U-förmigen
Sicke 18 umgeben wird. Innerhalb dieser Sicke, die sich im Mittenbereich des Panels
öffnet, soll eine im wesentlichen ovale Schwächungslinie 16 als eine Kerblinie (score)
gestaltet werden, die einen Übergangsabschnitt besitzt, der nicht gekerbt ist und
damit als Verbindungsabschnitt zum übrigen Panel 10 dient, wenn ein Öffnungsabschnitt
durch Wirkung einer später erläuterten Grifflasche eingebrochen wird, entlang der
Kerblinie 16. Das veranschaulicht
Figur 2a.
[0019] Etwa mittig im Panel ist eine Befestigungsstelle 11 vorgesehen, die in den Ausschnittsvergrößerungen
der co-filed WO-Anmeldung deutlicher zu erkennen ist. Ihr wird ein Anbringungsabschnitt
als Blechlappen 31 schematisch zugeordnet, der Teil der Grifflasche nach Figur 3 der
co-filed WO-Anmeldung ist, an der er über eine Gelenklinie als Knicklinie 38 einstückig
angeformt ist. Diese Grifflasche besitzt einen Griffabschnitt, hier mit einer kreisförmigen
Öffnung versehen, an der die Grifflasche vom Benutzer betätigt wird, zum Aufbrechen
der Kerblinie 16 nach Figur 2a. Die Grifflasche weist vor dem Anbringungsabschnitt
31 auch eine Öffnungsnase auf, die als Nase zum Einbrechen über dem Öffnungsabschnitt
17 gelegen ist, wozu bei
Figur 3a in einem Arbeitsschritt eine zusätzliche Sicke 18a vorgesehen ist, die den quer liegenden
LOE-Öffnungsbereich verstärkt, um die Öffnungskräfte auf den Einbrech-Startabschnitt
(schlaufenförmig ausgebildetes Ende der Kerblinie 16) aufbringen zu können. Die angeordnete
Grifflasche liegt im wesentlichen parallel zum Panel, der selbst nicht genau in einer
Ebene ausgebildet sein muss, sondern leicht aufgewölbt sein kann, aber der Bereich
um die Befestigungsstelle 11 ist im wesentlichen eben gestaltet und erlaubt hier eine
im wesentlichen parallele Anordnung des Anbringungsabschnitts 31 der Grifflasche.
[0020] Um diese Befestigungsstelle 11 herum werden gemäß den
Figuren zumindest eine, bevorzugt drei streifenförmige Vorsprünge 20 als Sicken nach oben
ragend ausgeformt (also zur Außenseite des Blechdeckels). Die quer zur Mittelebene
100 liegende Sicke 20 ist länger als die beiden benachbarten Sicken, die parallel
zur Mittelebene 100 verlaufen. Sie sind in Figuren 3 und 4 der co-filed WO-Anmeldung
mit 21 a, 21 b verdeutlichend dargestellt, wie dort auch die längere Sicke 20 genauer
in Bezug auf den Anbringungslappen 31 dargestellt ist (Figur 4 liegt auch hier an).
[0021] In einer Station der Fertigung wird die Ausformung der drei Sicken 20 (oder auch
21a, 21b) verbessert oder genauer gestaltet. Dieses "Reforming" führt zu einer Ausbildung
der Sicken (Vorsprünge), wie sie später für die Lagefixierung nach Figur 3 und die
übrigen Figuren der co-filed WO-Anmeldung verwendet wird. In dieser Station erhält
der zumindest eine Vorsprung seine korrekte Profilgeometrie, nachdem zumindest eine
einstückig aus dem Deckelblech (dem Panel) nach
Figur 1a herausgeformt wurde.
[0022] Die Nachformung umfasst eine gestaltende Umformung der Vorform 20* mit einem Coining
(einem Prägevorgang), um die Oberfläche stärker abzuflachen. Bei diesem Nachformen
wird das Werkzeug von oben und von unten gleichermaßen zur Ausbildung eingesetzt.
Dabei kann anhand der links in der ansteigenden Flanke der Vorform 20* erkennbare
leichte Knick nach Figur 8a der co-filed WO-Anmeldung in der unteren endgültigen Form
wieder erkannt werden, woraus auch ersichtlich ist, wie die scharfe Vorderkante 20"
in die zunächst flach ansteigende linke Schräge des eingeformten Walls 20* eingebracht
wird. Rechts von der Querebene 101 wird die zweite Schräge des Walls von unterhalb
nach oberhalb ausgeformt, um etwa beginnend mit dem Rist des Walls 20* eine flache
Oberseite 20c zu bilden, die sanft im Bereich 20b in das übrige Deckelblech 10 überleitet.
[0023] Zusätzlich ist in der fertigen Form schon der am Niet 11 montierte Anbringungsabschnitt
31 und auch der angebrachte Tab nach Figur 3 angeordnet, ebenfalls in Schnittdarstellung.
Dabei liegt der Tab mit seinem Zwischensteg zwischen der linken Öffnung und der Grifföffnung
im wesentlichen oberhalb des quer verlaufenden Vorsprungs 20. Die beiden Öffnungen
des Tabs sind aus Figur 3 ersichtlich, eine Öffnung entsteht durch das Ausbilden des
Anbringungsabschnitts 31, der über die Gelenklinie 38 weiterhin mit der Grifflasche
in Verbindung steht, während die Öffnung für das Eingreifen eines Fingers besonders
ausgebildet wird. Diese Öffnung ist Bestandteil des Griffabschnitts 32, wobei der
zwischen den beiden Öffnungen liegende Steg in der genannten Figur 8a leicht gewölbt
dargestellt ist, mit einer vorderen Kante, die in Beziehung zu der freien Kante des
Anbringungsabschnitts 31 bei der Herstellung stand. Ein Großteil des Vorsprungs 20
liegt damit unterhalb des Steges und ist von außen kaum wahrzunehmen.
[0024] In diesem Zusammenhang der zweistufigen Ausbildung kann neben der Reihenfolge der
Bearbeitung nach den Figuren 1 bis 3 der co-filed WO-Anmeldung auch eine modifizierte
Reihenfolge vorgenommen werden, so zunächst das Einbringen der zumindest einen Vorform,
wie sie anhand der Vorform 20* des oberen Halbbildes der genannten Figur 8a erläutert
ist, in einem ersten Arbeitsgang, noch ohne Einbringen von Ritz- oder Kerblinien (als
Schwächungslinien), wie die Schwächungslinie 16 eine ist.
[0025] Das veranschaulicht für einen Vorsprung 20 mit zugehöriger Vorform 20* die Figurenfolge
Figur 1a, 2a, 3a, wobei die folgende Montage dieselbe sein kann, wie in Figur 3 der co-filed WO-Anmeldung
dargestellt.
[0026] Es werden - sofern eine Mehrzahl von Vorsprüngen zum Sperren von Drehbewegungen der
Grifflasche eingesetzt werden - alle Vorformen 20*
nach Figur 1a ausgebildet. Hier ist nur eine dargestellt. Das Einbringen der ersten Kerblinie findet
erst später in einem gesonderten Arbeitsgang statt, bspw. nach dem Nachformen (weiteren
Ausbilden) des vorgeformten Vorsprungs 20*. Hier erhält der eine Vorsprung das korrekte,
ihm zugewiesene Profil, wie am unteren Halbbild der Figur 8a der co-filed WO-Anmeldung
erläutert. Damit kann erreicht werden, dass ein das Blech stark beanspruchender Kerbvorgang
nicht schon dann erfolgt, wenn die das Deckelblech stark belastende Ausbildung der
Vorform im ersten Arbeitsgang erfolgt. Vor oder nach dem ebenfalls das Blech beanspruchenden
Nachformen kann das Einbringen der Kerblinie vorgenommen werden. Bei der Nachformung
wird - was aus der genannten Figur 8a ersichtlich ist - die Wandstärke auf der Oberseite
des Vorsprungs um etwa 10% bis 15% reduziert, bei gleichzeitig eintretender Verdichtung
und Verfestigung dieses Bereiches, was durch den Prägevorgang (das Coining) von oben
und unten gleichermaßen erreicht wird.
1. Verfahren zum Ausformen eines Blechdeckels für bevorzugt eine Getränkedose, mit einem
Panel (10) und einem darin mit einer Kerblinie (16) definierten Öffnungsbereich sowie
einer Anbringungsstelle (11) für eine Grifflasche zum Einbrechen des Öffnungsbereichs
(17), wobei
(i) zumindest ein im Querschnitt unsymmetrischer Vorsprung (20) der als horizontale
Drehsperre auf dem Panel (10) zweimal geformt wird und an seiner zu einem Anbringungsabschnitt
weisenden Flanke steiler ausgebildet ist als an seiner davon entfernten Flanke, wobei
die zum Anbringungsabschnitt weisende Flanke eine nahezu senkrecht zum Panel (10)
verlaufende, vom Anbringungsabschnitt wegweisende Stufe bildet
(a) einmal zum Ausformen einer Vorform (20*) des Vorsprungs aus einem Panel (10) des
Blechdeckels, welche Vorform nahe dem Anbringungsabschnitt einer Grifflasche (30),
aber entfernt von der Befestigungsstelle (11) gelegen ist,
(b) einmal zur Nachformung zumindest eines vorderen Randes der Vorform (20*) des zumindest
einen Vorsprungs zur Bildung der Drehsperre;
(ii) wobei weder beim Ausformen noch beim Nachformen eine Kerblinie (16) in den Panel
eingebracht wird;
(iii) um eine bessere horizontale Sperre für einen - dem nachgeformten vorderen Rand
zugeordneten - Außenrandabschnitt des Anbringungsabschnitts der Grifflasche zu erhalten.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei ein Einformen der Kerblinie (16) in den Panel (10)
zeitlich nach dem Ausformen der Vorform (20*) des zumindest einen Vorsprungs (20),
insbesondere in einer Folgestation, erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Nachformen eine Prägung umfasst, mit welcher
eine Oberseite des Vorsprungs (20) abgeflacht und versteift wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei die Versteifung ein Reduzierung der Blechdicke um
mindestens 10% ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei ein Einformen der Kerblinie (16) in den Panel
(10) zeitlich nach dem Nachformen der Vorform (20*) des zumindest einen Vorsprungs
(20), insbesondere in einer Folgestation, erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei ein Einformen der Kerblinie (16) in den Panel (10)
zeitlich nach dem Vorformen der Vorform (20*) des zumindest einen Vorsprungs (20)
im selben Panel, insbesondere in einer Folgestation, und zeitlich vor dem Nachformen
der Vorform (20*) des zumindest einen Vorsprungs (20) im selben Panel, insbesondere
in einer vorgelagerten Station, erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei die Folgestation und die vorgelagerte Station dieselbe
sind.
1. A method of forming a sheet metal lid preferably for a drinks can, comprising a panel
(10) and an opening region defined therein by a score (16), and a place (11) for attaching
a handle lug for breaking into the opening region (17), wherein
(i) at least one projection (20), which is non-symmetrical in cross-section, is formed
twice as a horizontal rotation stop on the panel (10) and is configured more steeply
on its flank pointing to an attachment portion than on its flank remote therefrom,
wherein the flank pointing to the attachment portion forms a step extending virtually
perpendicular to the panel (10) and pointing away from the attachment portion,
(a) once in order to form a preform (20*) of the projection from a panel (10) in the metal lid, the preform being situated
near the portion for attaching a handle lug (30) but at a distance from the fastening
place (11), and
(b) once for postforming at least one front edge of the preform (20*) of the at least one projection for forming the rotation stop;
(ii) wherein a score (16) is not made in the panel either during forming or during
postforming;
(iii) in order to obtain a better horizontal stop for an outer edge portion, associated
with the postformed front edge, of the portion for attaching the handle lug.
2. A method according to claim 1, wherein the score (16) is formed in the panel (10)
later, especially in a downstream station, after removal of the preform (20*) for
the at least one projection (20).
3. A method according to claim 1, wherein the postforming process comprises embossing
for flattening and stiffening a top of the projection (20).
4. A method according to claim 3, wherein stiffening comprises reducing the sheet-metal
thickness by at least 10%.
5. A method according to claim 1 or 2, wherein the score (16) is formed in the panel
(10) later, especially in a downstream station, after postforming the preform (20*)
of the at least one projection (20).
6. A method according to claim 1, wherein the score (16) is formed in the panel (10)
later, especially in a downstream station, in the same panel after preforming the
preform (20*) of the at least one projection (20) and earlier, especially in an upstream
station, in the same panel before postforming the preform (20*) of the at least one
projection (20).
7. A method according to claim 6, wherein the downstream station and the upstream station
are the same.
1. Procédé pour former un couvercle en tôle, de préférence pour une canette de boisson,
avec un panneau (10) et une zone d'ouverture qui y est définie par une ligne entaillée
(16) ainsi qu'un point de fixation (11) pour une languette de préhension pour enfoncer
la zone d'ouverture (17), dans lequel
(i) au moins une saillie (20) de section transversale asymétrique, qui sert de moyen
de blocage de rotation horizontal, est façonnée deux fois sur le panneau (10) et présente
une pente plus forte sur son flanc orienté vers un segment d'attache que sur son flanc
qui en est éloigné, dans lequel le flanc orienté vers le segment d'attache forme un
gradin orienté à l'opposé du segment d'attache et s'étendant presque perpendiculairement
au panneau (10),
(a) une fois pour le formage d'une préforme (20*) de la saillie dans un panneau (10)
du couvercle en tôle, ladite préforme étant située près du segment d'attache d'une
languette de préhension (30), mais à distance du point de fixation (11),
(b) une fois pour le post-formage d'au moins un bord avant de la préforme (20*) d'au
moins une saillie pour former le moyen de blocage de rotation;
(ii) dans lequel aucune ligne entaillée (16) n'est pratiquée dans le panneau ni lors
du formage ni lors du post-formage;
(iii) pour obtenir un meilleur moyen de blocage horizontal pour un segment de bord
externe - associé au bord avant post-formé - du segment d'attache de la languette
de préhension.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel un formage de la ligne entaillée (16)
dans le panneau (10) s'effectue dans le temps après formage de la préforme (20*) d'au
moins une saillie (20), en particulier dans une étape suivante.
3. Procédé selon la revendication 1, dans lequel le post-formage comprend un estampage
permettant d'aplatir et de renforcer une face supérieure de la saillie (20).
4. Procédé selon la revendication 3, dans lequel le renforcement est une réduction de
l'épaisseur de tôle d'au moins 10%.
5. Procédé selon la revendication 1 ou 2, dans lequel un formage de la ligne entaillée
(16) dans le panneau (10) s'effectue dans le temps après le post-formage de la préforme
(20*) d'au moins une saillie (20), en particulier à une étape suivante.
6. Procédé selon la revendication 1, dans lequel un formage de la ligne entaillée (16)
dans le panneau (10) a lieu dans le temps après le préformage de la préforme (20*)
d'au moins une saillie (20) dans le même panneau, en particulier à une étape suivante,
et dans le temps avant le post-formage de la préforme (20*) d'au moins une saillie
(20) dans le même panneau, en particulier à une étape précédente.
7. Procédé selon la revendication 6, dans lequel l'étape suivante et l'étape précédente
sont les mêmes.