[0001] Die Erfindung betrifft einen Verpackungsbehälter, insbesondere eine Verpackungstube
für pastöse Packstoffe mit einem Originalitätskennzeichen nach dem Oberbegriff des
Patenanspruches 1.
[0002] Verpackungstuben aus Kunststoff (Kunststofftuben) haben sich neben Metalltuben zur
Verpackung, Bewerbung und Andienung technischer, kosmetischer und pharmazeutischer
pastöser Packstoffe weitgehend durchgesetzt. Wegen ihrer Diffusionsresistenz waren
Metalltuben zur Verpackung oxidationsempfindlicher Packstoffe den Kunststofftuben
überlegen. Mit der Entwicklung neuer Kunststoffe und Laminate, beispielsweise zur
Herstellung von Folien für die Tubenrohrherstellung, sei es durch Extrusion oder sogenanntes
Längsnahtschweissen, wurde die Ueberlegenheit der Metalltube weitgehend eliminiert,
so dass Metall- und Kunststofftuben als eine verformbare Verpackung für beispielsweise
oxidationsempfindliche Packstoffe als gleichwertig anzusehen sind. Zur Entwicklung
neuer Kunststoffe und Laminate (Tubenwerkstoffe) tritt die hochentwickelte, fehlerfreie
Tuben gewährleistende Fertigungstechnik für Kunststofftuben hinzu. Tubenwerkstoffe
und Fertigungstechnik resultieren in verformbaren Tuben, mit denen eine gleichbleibende
Qualität des Packstoffes von der Befüllung bis zur Entleerung der Tuben gewährleistet
ist, die Tube eignet sich neben ihrer Funktion als Packmittel weiterhin als Werbeträger,
wobei die dort dargestellte Werbung die Packstoffidentifikation und andere herkunftsrelevante
Angaben umschliessen kann. Bei Massenartikeln, biespielsweise Zahnpasten, ist die
Werbung auf den Tuben neben dem Namen des Produktes gestalterisch herkunfts- d.h.
produzentenspezifisch ausgestaltet, so dass Konsumenten auf Grund einer optischen
Identifikation entscheiden, welches Produkt sie von welchem Hersteller erwerben, in
der Erwartung, ein gleiches Produkt gleicher Qualität zu erwerben. Mit dieser Erwartungshaltung
ist diese optische Identifikation oberflächlich, was für den Packstoffhersteller und/oder
Abpacker hinsichtlich seiner Gewährleistung für Herkunft, Güte und Qualitätskonstanz
gegenüber Nachahmern zu Problemen führt. Nachahmer können zum Beispiel Verpackungstuben
fast originalgetreu ausstatten, unter Ausstatten wird hier Nachbau einer besonderen
Tubenform mit zum Original gleicher Bedruckung verstanden, wobei diese Nachbauten
in der Regel Tuben und Inhalte, d.h. Packstoffe, anderer Qualität als die der Originalhersteller
aufweisen. Kennzeichnen sich Nachbauten durch für den Konsumenten erkennbare Qualitätseinbussen
hinsichtlich Tuben und/oder Packstoff, so rechnen die Verbraucher diese Qualitätsabstriche
in Unkennntnis einen Nachbau erworben zu haben dem Originalhersteller zu, ein Umstand,
der für letzteren hinsichtlich Herkunft, Güte und Garantie seiner Produkte zu Problemen
führt.
[0003] Aus der
US 3,356,263 A ist eine Verpackungstube bekannt, bei der ein Tubenkopf mit einer gestuften Umfangsfläche
mit dem Innenumfang eines Tubenrohres über einen farbigen Ring aus Kunststoff verbunden
ist.
[0004] Vor diesem Hintergrund hat sich der Erfinder die Aufgabe gestellt, eine Tube mit
Originalitätskennzeichen (folgend kurz auch Kennzeichen oder Kennzeichnung genannt)
wobei sich die Tube mit diesem Kennzeichen auch bei oberflächlicher Betrachtung augenfällig
als Original darstellt und wobei eine hohen Ansprüchen genügende Verbindung zwischen
dem Tubenkopf und dem Tubenrohr gegeben ist. Diese Aufgabe wird für die Tube mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der
erfindungsgemässen Tube kennzeichnen die dem Anspruch 1 folgenden Ansprüche 2 bis
5.
[0005] Zwei Techniken beherrschen die Technik der Herstellung von Tuben aus Kunststoffen.
Die Fertigkopftechnik stellt auf die Verbindung eines vorgefertigten Tubenkopfes mit
einem Tubenrohr ab, indem als eine Art der Verbindung das Rohr unter Anwendung von
Wärme und Druck an den Kopf angeschmolzen, bei der anderen Art Kopf und Rohr durch
einen Spritzgiessvorgang miteinander verbunden werden. Bei der Anformtechnik wird
das Tubenrohr mit einem Tubenkopf während seiner Ausformung in einer Matrize verbunden,
wobei die Ausformung durch Umformung einer plastifizierten Materialportion oder durch
Spritzgiessen erfolgen kann. Bekannt ist auch ein Verfahren, dass zur Herstellung
von Tuben die Verbindung vorgefertigter Tubenköpfe mit plastifizierten, zu verpressenden
Materialportionen verbindet. Die Entwicklungen dieser Herstellverfahren verfolgen
zwei Zielrichtsetzungen, und zwar technischer und aesthetischer Art. Angestrebt von
der Fachwelt wird einerseits die Herstellung dichter und mechanisch belastbarer Verbindungen,
die andererseits optisch unauffällig sein müssen. Zur Ausstattung einer Tube mit einem
Originalitätskennzeichen bricht die Erfindung mit der vorstehend umrissenen Vorstellung
der Fachwelt, indem sie die mechanischen Qualitäten einer Verbindungsnaht zwischen
Kopf und Rohr beibehält, die Verbindungsnaht oder Teile davon jedoch sichtbar macht.
Nach der Erfindung trägt der Kopf eine Kennzeichnung anderer Farbgebung. Bevorzugt
ist die Kennzeichnung als ein auf der Schulter des Kopfes umlaufender Ring ausgebildet,
der während der Verbindung zwischen Rohr und Kopf durch Verpressen einer ringförmigen
Portion plastifizierten Kunststoffes anderer Farbgebung als die Schulter des Kopfes
und gegebenenfalls des Tubenrohres auf der Schulter sichtbar entsteht. Vorteilhafterweise
wird zur Herstellung von Tuben mit vorstehend dargestellter Kennzeichnung ein Verfahren
benutzt, bei dem ein vorgefertigter Kopf mit einem Tubenrohr vermittels einer ringförmigen
Portion plastifizierten Kunststoffes, vorzugsweise runden oder linsenförmigen Querschnittes,
in dem die Portion entlang des inneren Umfanges eines aufragenden Randabschnittes
des Rohres und zwischen oder teilweise auf dem äusseren Umfang der Schulter des Kopfes
abgelegt und unter Umlage des aufragenden Randabschnittes in Richtung eines Ausgusses
des Tubenkopfes vermittels eines Dornes und einer Matrize verpresst wird. Nach der
Verpressung schliesst sich die ringförmige Kennzeichnung unmittelbar, d.h. an die
Stirnkante des Randabschnittes an, so dass der Ring um die Länge des Randabschnittes
von der Umlenkstelle beabstandet liegt. Dies hat den Vorteil, dass die Lage der Kennzeichnung
entsprechend der Länge des Randabschnittes auf der äusseren Schulterfläche variiert
werden kann. Damit kann die aesthetische Gesamtgestaltung beeinflusst und vermittels
der Lagedifferenzierung die Identifikation von Fertigungsserien der Tuben vorgenommen
werden.
[0006] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung der Tuben, des Verfahrens und einer Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens und der Zeichnungen, es zeigen:
- Fig. 1
- lediglich erläufend zum besseren Verständnis eines in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiels
der Erfindung;
- Fig. 2
- lediglich erläufend zum besseren Verständnis des in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiels
der Erfindung;
- Fig. 3
- lediglich erläufend zum besseren Verständnis des in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Fig. 4
- einen Dorn mit Kopf mit der Umfangsfläche in Schräg stellung;
- Fig. 5
- lediglich erläuferd zum besseren Verständnis des in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel
der Erfindung eine Matrize vor dem Pressvorgang;
- Fig. 6
- lediglich erläuferd zum besseren Verständnis des in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel
der Erfindung eine Matrize nach erfolgter Verpressung;
[0007] Fig 1 zeigt das kopfseitige Ende einer Verpackungstube 10, folgend kurz Tube 10 genannt.
die Tube 10 ist aus einem Tubenrohr 11, folgend Rohr 11 genannt, gebildet, mit dem
ein Tubenkopf 12, auch als Kopf 12 bezeichnet, mit aufgebrachtem Verschluss 13 in
Eingriff steht. Der Kopf 12 umfasst eine Schulter 14 und einen Ausguss 16 (Fig. 2).
Die Schulter 14 trägt auf ihrer dem Tubeninneren abgewandten, d.h. auf ihrer äusseren
sichtbaren Oberfläche eine nach der Erfindung ausgebildete Kennzeichnung 15. Je nach
Anforderung an die Diffusionsresistenz der Tube 10 besteht das Rohr 11 aus einer Kunststoffmonofolie,
Kunststoff-Folienlaminaten oder einem Kunststoff-Metallfolienlaminat, die in Streifenform
zu einem Rohr 11 gebogen entlang der Längskanten der Streifen verschweisst werden.
Rohre 11 können auch extrudiert sein, in diesem Falle entfällt die Längsnahtschweissung.
Die Rohre 11 sind an einem ihrer offenen Enden mit vorgefertigten Köpfen 12 in Eingriff
gebracht. Die Köpfe 12 werden durch Spritzgiessen von der Tubenfertigung getrennt
aus Kunststoff hergestellt. Der Kopf 12 umfasst eine scheibenförmige Schulter 14 mit
von der Schulter 14 abragendem Ausguss 16, der vermittels des Verschlusses 13 geöffnet
und geschlossen werden kann.
[0008] Der äussere Durchmesser der Schulter 14 des Kopfes 12 ist etwas kleiner als der innere
Durchmesser des Rohres 11, und zwar so bemessen, dass das zur Verbindung benutzte
Material während des Pressformvorganges die umlaufende Kante der Schulter 14 unter
gleichzeitiger Füllung eines Ringspaltes zwischen umlaufender Kante der Schulter 14
und der inneren Oberfläche des Rohres 11 umfliessen kann. Verbunden werden Kopf 12
und Rohr 11 mit einer Materialportion 17 aus plastifiziertem Kunststoff, der so zu
wählen ist, dass er sich unter Anwendung von Druck und gegebenenfalls Wärme mit dem
Kunststoff des Kopfes 10 und dem Kunststoff des Rohres 11, im Falle eines Laminates
mit der inneren Schicht des Rohres 11 verbindet.
[0009] Fig. 2 zeigt schematisch dargestellt als Teil eines Presswerkzeuges einen runden
Dorn 20, auf dessen in axialer Richtung verlaufenden Umfangsfläche ein Tubenrohr 11
aufgeschoben ist. Das obere freie Ende des Dornes 20 ist so gestaltet (konturiert),
dass auf ihm der Tubenkopf 12 vollständig mit seiner inneren Oberfläche aufliegt.
Der Tubenkopf 12 wird von der scheibenförmigen Schulter 14 gebildet, von der der hohlzylindrische
Ausguss 16 abragt, in den zum Dorn 20 zentrischen, abragenden Dornfortsatz 21 eingreift,
so dass der Tubenkopf 12 genau zentrisch auf dem konturierten freien Ende des Dornes
20 gehalten ist.
[0010] Gemäss Fig. 2 überragt in axialer Richtung des Dornes 20 ein ringförmiger Abschnitt
22 des Tubenrohres 11 den Uebergang 23 der Dornschräge 24 zum äusseren Umfang 25 des
Dornes 20 die Stirnfläche. Die axiale Erstreckung des ringförmigen Abschnittes 22
richtet sich, siehe Fig. 4, nach dem Abstand A, mit dem die freie Umlaufkante 26 des
Abschnittes 22 - gesehen von der Mittellinie des Kopfes 12 - zur Auflage und damit
eine äussere umlaufende Abgrenzung 27 der Kennzeichnung 15 bildend zur Auflage kommen
soll. Der Kopf 11 gemäss Fig. 2 weist auf seiner äusseren Oberfläche eine Stufung
29 auf, die den äusseren Umfang der Schulter 14 umläuft und deren zum Ausguss 16 aufragende
Fläche 30 die innere umlaufende Abgrenzung 28 bildet.
[0011] Erfindungsgemäss kann es zweckmässig sein, den Uebergang 23 der Dornschräge 24 zum
äusseren Umfang 25 des Dornes 20, den Dorn 20 umlaufend mit einer Mehrkammer-Stufung
31 zu versehen. Zweckmässigerweise umfasst die Mehrkammerstufung 31 (folgend kurz
auch Stufung 31 genannt) zwei Kammern 32, 33, wobei die erste Kammer 32 vom äusseren
Umfang des Dornes 20 in Form einer Schräge in Richtung auf die Mittellinie M ausgehend
in die zweite Kammer 33 übergeht, die ihrerseits in die Dornschräge 24 ausmündet.
Dabei ist der der Mittellinie M nächstliegende Durchmesser der Ausmündung, also der
Umfang der zweiten Kammer 33, so bemessen, dass er vom äusseren Umfang der Schulter
14 des Kopfes 12 überdeckt wird, so dass die Kammer 33 bei auf den Dorn 10 aufgebrachtem
Tubenkopf 12 mit der Schulter 14 eine in die Stirnfläche eingebrachte Hinterschneidung
34 bildet, während in axialer Richtung gesehen die erste Kammer 32 in Verbindung mit
der inneren Umfangsfläche des Abschnittes 22 des Rohres 11 und dem äusseren Umfang
der Schulter 14 des Tubenkopfes 12 einen zur Schulter 14 offenen, axial zum Dorn 20
verlaufenden Ringraum 35 bildet. Wie Fig. 3 verdeutlicht, wird so durch die zweite
Kammer 33, die die Schulter 14 untergreift, und dem mit der zweiten Kammer 33 verbundenen
Ringraum 35 (erste Kammer 32) ein Formgebungsraum geschaffen, in den die durch Wärme
plastifizierte Portion 17 aus Verbindungsmaterial, d.h. Kunststoff anderer Farbgebung
als die des Kopfes und gegebenenfalls des Rohres 11, gepresst wird.
[0012] Fig. 4 zeigt eine gegenüber einer parallel zur Mittellinie eines Tubenkopfes 12 verlaufenden
Umfangsfläche (nicht gezeigt), als Schräge 36 zur Mittellinie ausgebildete Umfangsfläche.
[0013] Die Fig. 2, 3 und 4 zeigen verschieden ausformbare Verbindungen zwischen Tubenrohr
11 und Kopf 12. Die Verbindung nach Fig. 2 genügt normalen Ansprüchen an eine Verbindung,
während die nach Fig. 4 höheren Ansprüchen als die Verbindung nach Fig. 2 genügt,
dies weil die Schräge 36 eine grössere einseitige Verbindungsfläche als die parallel
verlaufende Fläche nach Fig. 2 darstellt. Für hochbeanspruchte Verbindungen zwischen
Kopf 12 und Rohr 11 ist die Verbindung nach Fig. 3 ausgelegt, die in die Verbindung,
durch die Hinterschneidung 34, die innere Oberfläche (zum Tubeninneren gerichtete
Oberfläche) des Kopfes 12 als Zusatz zu den Flächen des Ringraumes 35 einbezieht.
Die in Fig. 2 gezeigte Stufung 29 auf der äusseren Oberfläche der Schulter 14 des
Kopfes 12 kann auch bei den Köpfen 12 nach den Fig. 3 und 4 vorgesehen werden. Bevorzugt
ist die in den Fig. 2, 3 und 4 gezeigte Materialportion 17 als ein Ring, gleichermassen
bevorzugt kreis-, linsenförmigen oder tropfenförmigen Querschnittes zweckmässigerweise
an der inneren Oberfläche des ringförmigen Abschnittes 22 Ringräume 35 überdeckend
anliegt.
[0014] Die Fig. 5 und 6 zeigen die Mittel zur Verbindung des Tubenrohres 11 mit dem Kopf
12. Mit 39 ist in Fig. 5 eine ringförmige Matrize bezeichnet, in die ein Dorn 20 mit
aufgebrachten Rohr 11, Kopf 12 und Materialportion 17 eingefahren ist, und zwar vor
Beginn des Pressvorganges, dessen Abschluss in Fig. 6 dargestellt ist. Die Matrize
39 (nur schematisch dargestellt) kann einen in Bewegungsrichtung des Dornes 20 vorzugsweise
federvorgespannt verschiebbaren Innenring 40, der als Niederhalter des Kopfes 12 auf
dem Dorn 20 und mit seinem Aussendurchmesser als eine axial verschiebbare Formgebungswandung
dient und auf der Schulter 14 aufliegend, z.B. eine innere umlaufende Abgrenzung 28
bildet. Die Formgebungskontur der Matrize 39 wird aus einem zylindrischen Abschnitt
41 und einem radiusförmigen Abschnitt 42 gebildet. Der Innendurchmesser des zylindrischen
Abschnittes 41 entspricht dem Aussendurchmesser des Dornes 20 mit aufgeschobenem Rohr
11. Der radiusförmige Abschnitt 42 ist so bemessen, dass er einen hinteren Teil des
ringförmigen Abschnittes 22 als radiusförmigen Uebergang von Rohr 11 zu Kopf 12 abbildet,
während dessen vorderer Teil in Eingriff mit der äusseren Oberfläche der Schulter
14 während des Pressvorganges gebracht wird.
[0015] Das Verfahren zur Verbindung eines vorgefertigten Kopfes 12 an ein Rohr 11 unter
Bildung der ringförmigen Verbindung auf der Schulter 14 des Kopfes 12 läuft im wesentlichen
in sechs Teilschritten ab. Der erste Teilschritt besteht aus der Beladung des Dornes
20 mit einem Tubenrohr 11, in der Weise, dass ein ringförmiger Abschnitt 22 des Rohres
11 den Uebergang 23 der Dornschräge 24 zum äusseren Umfang 25 des Dornes 20 überragt.
Die axiale Länge des Abschnittes 22 bemisst sich danach, welchen radialen Abstand
die frei umlaufende Kante 26 des Abschnittes 22, die äussere umlaufende Abgrenzung
27 bildend, nach der Verpressung aufweisen soll. Mit Verlängerung des Abschnittes
22 steigt die Lage der äusseren umlaufenden Abgrenzung 27 in Richtung auf den Ausguss
16 auf, während bei dessen Verkürzung die Abgrenzung in Richtung auf den Uebergang
23, also in Richtung des äusseren Umfanges der Dornschräge 24 abfällt. In einem zweiten
Teilschritt wird der vorgefertigte Kopf 12 auf den Dorn 20 aufgeracht, wobei dieser
über die Oeffnung des Ausgusses 16 und Dornfortsatz 21 zentrisch auf dem Dorn 20 gehalten
und von dem ringförmigen Abschnitt 22 umlaufen ist. In einem dritten Teilschritt wird
die Materialportion 17 aus Verbindungsmaterial auf die der Dornschräge 24 abgewandten
Seite der Schulter 14, d.h. der sichtbaren Aussenseite der Schulter 14 aufgebracht.
Bevorzugt ist, dass die Materialportion 17 am inneren Umfang des Abschnittes 22 anliegt
und an letzterem vollständig umläuft. Die Materialportion 17 besteht aus einem plastifizierten
Kunststoff, der in seiner Zusammensetzung so zu wählen ist, dass er sich unter Anwendung
von Druck und gegebenenfalls Wärme mit dem Kunststoff des Kopfes 12 und dem des Rohres
11, im Falles eines Lamites mit der inneren Kunststoffschicht des Rohres 11 verbindet.
Die Materialportion kann vorgefertigt und eingelegt oder durch Extrusion auf die Schulter
14, vorzugsweise Ringräume 35 überdeckend aufgebracht sein. Bevorzugt sind Materialportionen
17, die ringförmig, d.h. als geschlossene Ringe ausgebildet sind und deren Querschnitt
vorzugsweise kreis-, linsen- oder tropfenförmig ausgestaltet ist. Zur Erzeugung einer
Kennzeichnung 15 auf der Schulter 14 hat der Kunststoff der Materialportion 17 eine
Farbgebung, die sich deutlich sichtbar von der Farbe des Kunststoffes des vorgefertigten
Kopfes 12 und gegebenenfalls der Farbe des Rohres 11 unterscheidet. Ein Dorn 20 beladen
mit Tubenrohr 11, Tubenkopf 12 und einer Materialportion 17 fährt in einem vierten
Teilschritt in die offene ringförmige Matrize 39 ein. Ist ein Innenring 40 vorgesehen,
kommt die äussere Oberfläche der Schulter 14 mit dem Innenring 40 in Eingriff und
schiebt diesen während der Einfahrbewegung des Dornes 20 in die Matrize 39 gegen seine
Federvorspannung in die Matrize zurück. Die Verpressung und Bildung der Kennzeichnung
15 erfolgt während des fünften Verfahrensschrittes. Während dieses Schrittes wird
durch Einfahren des Dornes 20 in die Matrize 39 die Materialportion 17 in Ringräume
35, Stufungen 29 und in die Kammern 32, 33 der Mehrkammerstufung 31 unter Verbindung
von Kopf 12 und Rohr 11 unter Einbiegung des ringförmigen Abschnittes 20 in Richtung
auf die äussere Oberfläche der Schulter 14 verpresst. Der Pressvorgang ist abgeschlossen,
wenn die innere Oberfläche des Abschnittes 22 in Eingriff mit der äusseren Oberfläche
der Schulter 14 gebracht ist. Während der Einbiegung wird ein Teil der Materialportion
17 durch den ringförmigen Abschnitt 22 in Richtung auf den Ausguss 16 fliessend verdrängt,
bis der über die Oberfläche der Schulter verdrängte Kunststoff beispielsweise an die
aufstrebende Fläche 30 der Stufung 29 oder an den äusseren Umfang des Innenringes
40 aufläuft. In Teilschritt fünf ist die Verbindung von Rohr 11 und Kopf 12 erfolgt,
der ringförmige Abschnitt 22 ist vermittels des in Richtung des Ausgusses 16 verdrängten
Kunststoffes der Materialportion 17 mit der Schulter 14 verbunden und es ist eine
ringförmige Kennzeichnung 15 auf der Oberfläche der Schulter 14, den Ausguss 16 beabstandet
umlaufend gebildet, die durch eine innere 28 und äussere umlaufende Abgrenzung 27
abgregrenzt wird. Mittel (aufstrebende Fläche 30, Innenring 40) zur Bildung der inneren
umlaufenden Abgrenzung 28 sind zur präzisen Darstellung der Kennzeichnung 15 bevorzugt,
möglich ist aber auch , den vor der frei umlaufenden Kante 26 des Abschnittes 22 in
Richtung auf den Ausguss verdrängten Kunststoff frei auf der Schulter 14 auslaufen
zu lassen. Im sechsten Teilschritt wird der Dorn 20 mit Verpackungstube 10 aus der
Matrize 39 ausgefahren und die Tube 10 vom Dorn 20 abgezogen, worauf sich der Fertigungsvorgang,
d.h. das Verfahren zur Herstellung einer Tube 10 mit Kennzeichnung 15 wiederholt.
1. Verpackungsbehälter, insbesondere Verpackungstube mit Originalitätskennzeichen für
pastöse Packstoffe, umfassend ein aus einer biegsamen Kunststoffolie oder aus einer
biegsamen Kunststoff-Metallaminatfolie gebildetes Tubenrohr mit einends des Tubenrohres
angeordnetem, aus Kunststoff vorgefertigten, starren Tubenkopf, bestehend aus einer
eine Umfangsfläche aufweisenden Schulter und einem von der Schulter abragenden verschliessbaren
Ausguss, wobei die Schulter vermittels einer verpressten Materialportion aus plastifiziertem
Kunststoff, einen äusseren Umfang der Schulter mit einer inneren Oberfläche eines
Rohrendes verbindend, am Tubenrohr angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Schulter (14) eine die Schulter (14) umlaufende, ringförmige Kennzeichnung
(15) angeordnet und die ringförmige Kennzeichnung (15) aus einem Teil der verpressten
Materialportion (17) anderer Farbgebung als die der Schulter (14) gebildet ist, und
dass die Umfangsfläche der Schulter (14) als Schräge (36) zur Mittellinie der Tube
ausgebildet ist, und dass die Schräge (36) eine Verbindungsfläche zu der verpressten
Materialportion darstellt.
2. Verpackungstube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kennzeichnung (15) durch eine äussere umlaufende Abgrenzung (27) und eine innere
umlaufende Abgrenzung (28) begrenzt ist.
3. Verpackungstube nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kennzeichen (15) durch eine äussere umlaufende Abgrenzung (27) und eine innere
umlaufende Abgrenzung (28) begrenzt ist, wobei die innere umlaufende Abgrenzung (28)
durch in Richtung auf den Ausguss (16) verdrängten, auf der Schulter (14) frei ausgelaufenen
Kunststoff gebildet ist.
4. Verpackungstube nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere umlaufende Abgrenzung (27) durch eine frei umlaufende Kante (26) eines
ringförmigen Randabschnittes (26) des Tubenrohres (11) und die innere umlaufende Abgrenzung
durch eine in Richtung des Ausgusses aufstrebende Fläche (30) einer auf der äusseren
Fläche der Schulter (14) angeordneten Stufung (29) gebildet ist.
5. Verpackungstube nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der ringförmige Randabschnitt (26) einen Ringraum (35) zwischen Schulter (14) und
Randabschnitt (26) abdeckend in Richtung auf die Schulter (14) umgelegt ist.
1. Packaging container, in particular a packaging tube having anti-counterfeiting features,
for pasty packaging materials, comprising a tube body, which is made of a flexible
plastics material foil or of a flexible plastics-material-metal laminate foil and
has, arranged at one end of the tube body, a rigid tube head, which is prefabricated
from plastics material and consists of a shoulder comprising a circumferential surface
and of a closable outlet extending from said shoulder, the shoulder being arranged
on the tube body by means of a pressed material portion of plasticised plastics material
connecting an outer circumference of the shoulder to an inner surface of one end of
the tube body, characterised in that an annular feature (15) encircling the shoulder (14) is arranged on the shoulder
(14) and the annular feature (15) is formed from a part of the pressed material portion
(17) of a colouring different from that of the shoulder (14), and in that the circumferential surface of the shoulder (14) is formed as a bevel (36) to the
centre-line of the tube and in that the bevel (36) is a connection surface to the squeeze-formed material portion.
2. Packaging tube according to claim 1, characterised in that the feature (15) is delimited by an outer circumferential demarcation (27) and an
inner circumferential demarcation (28).
3. Packaging tube according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the feature (15) is delimited by an outer circumferential demarcation (27) and an
inner circumferential demarcation (28), the inner circumferential demarcation (28)
being formed by plastics material, spilt out freely on the shoulder (14), being displaced
in the direction of the outlet (16).
4. Packaging tube according any one of the preceding claims 1 to 3, characterised in that the outer circumferential demarcation (27) is formed by a freely encircling edge
(26) of an annular edge portion (26) of the tube body (11) and the inner circumferential
demarcation is formed by a surface (30), rising up towards the outlet, of a stepping
(29) arranged on the outer surface of the shoulder (14).
5. Packaging tube according to any one of the preceding claims 1 to 4, characterised in that the annular edge portion (26) is folded in the direction of the shoulder (14) so
as to cover an annular space (35) between the shoulder (14) and the edge portion (26).
1. Boîte d'emballage, en particulier tube d'emballage avec des marquages d'originalité
pour des matières emballées pâteuses, comprenant un tuyau de tube formé par une feuille
de plastique flexible ou par une feuille flexible en plastique/métal laminé avec une
tête de tube disposée à une extrémité du tuyau de tube, préfabriquée en plastique
et rigide, constituée d'un épaulement présentant une surface périphérique et d'un
bec s'étendant depuis l'épaulement, pouvant être fermé, l'épaulement étant agencé
au niveau du tuyau de tube au moyen d'une portion de matériau comprimée en plastique
plastifié, reliant une périphérie extérieure de l'épaulement avec une surface intérieure
d'une extrémité du tuyau, caractérisé en ce qu'un marquage (15) en forme d'anneau, entourant l'épaulement, est agencé sur l'épaulement
(14) et en ce que le marquage (15) en forme d'anneau est formé par une partie de la portion de matériau
(17) comprimée d'une autre coloration que celle de l'épaulement, et en ce que la surface périphérique de l'épaulement (14) est formée sous la forme d'un biseau
(36) par rapport à la ligne médiane du tube, et en ce que le biseau (36) représente une surface de liaison à la portion de matériau comprimée.
2. Tube d'emballage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le marquage (15) est délimité par une frontière (27) extérieure circulaire et une
frontière (28) intérieure circulaire.
3. Tube d'emballage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le marquage (15) est délimité par une frontière (27) extérieure circulaire et une
frontière (28) intérieure circulaire, le frontière (28) intérieure circulaire étant
formée par de la matière plastique refoulée vers le bec (16), ayant coulée librement
sur l'épaulement (14).
4. Tube d'emballage selon l'une des revendications précédentes 1 à 3, caractérisé en ce que la frontière (27) extérieure circulaire est formée par une arête (26) périphérique
libre d'un tronçon de bord (26) en forme d'anneau du tuyau de tube (11) et la frontière
intérieure circulaire par une surface (30) en expansion vers le bec, d'une marche
agencée sur la surface extérieure de l'épaulement (14).
5. Tube d'emballage selon l'une des revendications précédentes 1 à 4, caractérisé en ce que le tronçon de bord (26) en forme d'anneau est rabattu vers l'épaulement (14) de manière
à recouvrir un espace en forme d'anneau (35) entre l'épaulement (14) et le tronçon
de bord (26).