| (19) |
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(11) |
EP 1 584 092 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.07.2009 Patentblatt 2009/27 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.12.2003 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2003/014941 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/064077 (29.07.2004 Gazette 2004/31) |
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| (54) |
BAUKÖRPER FÜR STRAHLENSCHUTZBAUWERKE
CONSTRUCTION FOR BUILDINGS PROTECTED AGAINST RADIATION
STRUCTURE DE CONSTRUCTION POUR OUVRAGES DE PROTECTION CONTRE LES RAYONNEMENTS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
13.01.2003 DE 10301041 18.06.2003 DE 10327466
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.10.2005 Patentblatt 2005/41 |
| (73) |
Patentinhaber: Forster, Jan |
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85051 Ingolstadt (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Forster, Jan
85051 Ingolstadt (DE)
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| (74) |
Vertreter: Bergmeier, Werner |
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Canzler & Bergmeier
Friedrich-Ebert-Straße 84 85055 Ingolstadt 85055 Ingolstadt (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 940 887
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DE-A- 3 910 440
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 1996, no. 12, 26. Dezember 1996 (1996-12-26) & JP 08
201582 A (TAISEI CORP), 9. August 1996 (1996-08-09)
- DATABASE WPI Section Ch, Week 199839 Derwent Publications Ltd., London, GB; Class
K07, AN 1998-454756 XP002273633 & RU 2 102 802 C (KOCHETKOVA R G), 20. Januar 1998
(1998-01-20)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 015, no. 131 (P-1186), 29. März 1991 (1991-03-29) &
JP 03 013895 A (OHBAYASHI CORP), 22. Januar 1991 (1991-01-22)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Baukörper mit Wänden, Decken und/oder Böden
als Gebäudeteile, insbesondere für Strahlenschutzbauwerke, in welchen die Gebäudeteile
aus Stahlbeton hergestellt sind gemäß Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Strahlenschutzbauwerke werden beispielsweise im medizinischen Bereich benötigt, bei
welchen Räume, in denen Strahlung entsteht, beispielsweise Protonenbehandlungsräume,
so abgeschirmt werden müssen, daß die Strahlung nicht den Behandlungsraum verlassen
kann. Hierzu wird gemäß bekannter Bauweise massiver Stahlbeton mit extrem dicken Wandstärken
für die Räume verwendet. Eine derartige Bauweise ist extrem kostenintensiv und darüber
hinaus ist ein Rückbau des Gebäudes nur mit sehr großem Auf wand möglich.
[0003] Der Rückbau ist unter Umständen erforderlich, da die Protonenbehandlungs-geräte eine
begrenzte Einsatzdauer haben und meist aufgrund ihrer hohen Kosten geleast sind. Der
Abbau der Geräte und somit unter Umständen auch der Rückbau des Gebäudes ist zeitlich
vorhersehbar.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher einen kostengünstigen Baukörper insbesondere
für Strahlenräume zu schaffen, welcher hinsichtlich der Strahlungsabschirmung hohe
Anforderungen erfüllt und ggf. kostengünstig rückgebaut werden kann.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1.
[0006] Erfindungsgemäß ist das Gebäudeteil eines Baukörpers in Sandwich-Bauweise hergestellt.
Aufgrund der Sandwich-Bauweise weist das Gebäudeteil eine Schicht aus Strahlenschutzmaterial
und wenigstens eine weitere Schicht aus Beton auf. Die Betonschicht dient dabei in
erster Linie als eine Art Schalung für den Aufbau des Strahlenschutzmaterials. Darüber
hinaus kann bei einer entsprechenden Ausgestaltung der Betonschicht auch die Betonschicht
zu einer Strahlenabschirmung beitragen. Als Strahlenschutzmaterial wird Gips eingefüllt.
[0007] Ist das Strahlenschutzmaterial zwischen einem Baugrubenverbau, insbesondere einer
Spundwand und der Betonschicht eingefüllt und gegebenenfalls verdichtet, so ist ein
wirksamer Strahlenschutz gegenüber der Umwelt, beispielsweise dem Grundwasser zu erzielen.
[0008] Wenn das Strahlenschutzmaterial zwischen zwei Betonschichten angeordnet ist, wird
die einfache und schnelle Anordnung des Strahlenschutzmaterials ermöglicht, wodurch
ein schneller und kostengünstiger Aufbau des Baukörpers möglich wird.
[0009] Das Strahlenschutzmaterial ist verdichtet. Hierdurch wird vermieden, dass in ungünstigen
Fällen unzulässige Hohlräume entstehen, welche den Strahlenschutz beeinträchtigen
könnten.
[0010] Das Strahlenschutzmaterial befindet sich gemäß einer besonders bevorzugten Ausführung
auf der von dem Strahlungsraum abgewandten Seite der Betonschicht.
[0011] Als Strahlenschutzmaterial hat sich besonders Wasser, insbesondere gebundenes Wasser
bewährt. Um Feuchtigkeit in den Räumen zu vermeiden wird das Wasser an ein festes
Material gebunden, wodurch mindestens die gleiche Strahlenschutzwirkung entsteht wie
bei ungebundenem Wasser.
[0012] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Strahlenschutzmaterial natürliches ungebranntes
Kalziumsulfatdihydrat ist. Kalziumsulfatdihydrat ist natürlicher Gips und eignet sich
durch seine hohe Wasserbindungsfähigkeit besonders gut als Strahtenschutzmaterial.
[0013] Um die Verarbeitung besonders einfach zu ermöglichen ist das Strahlenschutzmaterial
eine Schüttung aus abgebundenem granuliertem Gips. Gips in dieser Form kann einfach
hergestellt, transportiert und verarbeitet werden.
[0014] Weist das Gips-Granulat eine Korngröße von bis zu 40 mm auf, so kann es einfach und
kompakt in die vorgesehenen Hohlräume geschüttet werden. Eine derartige Korngröße
kann kostengünstig hergestellt werden.
[0015] Wird die Dicke der Schicht des Strahlenschutzmaterials abhängig von der abzuschirmenden
Strahlungsintensität gewählt, so kann bei gleichem Material eine unterschiedliche
Strahlenschutzwirkung erzielt werden.
[0016] Vorteilhaft ist es, wenn dem Strahlenschutzmaterial Zusätze aus Gibbsit, Hydrurgillit,
Aluminium-Hydrat oder Magnesium-Sulfat beigefügt sind. Hierdurch kann die Schutzwirkung
weiter erhöht werden.
[0017] Ist die Betonschicht aus einer zweischaligen Doppelwand hergestellt, so kann mit
Betonfertigteilen ein ganz besonders schneller und kostengünstiger Aufbau erfolgen.
Die Verwendung von Betonfertigteilen ist als besonders vorteilhafte und erfinderische
Ausgestaltung der Erfindung anzusehen.
[0018] Durch das Ausfüllen der Doppelwand mit Ortbeton wird eine kompakte und schwere Betonschicht
erhalten, welche eine statisch hoch beanspruchbare Wand schafft, welche zusätzlich
den Strahlenschutz erhöht.
[0019] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Betonschicht und/oder der Ortbeton zum Ausfüllen
der Doppelwand Schwerbeton mit Schwerstoffzusätzen wie Hämatit-, Blei-, Stahl- oder
Eisenstoffen ist. Durch die Eisenzusätze, welche beispielsweise Eiserischrot-Granulat
sein können, wird der Strahlenschutz verstärkt.
[0020] Ist das Gebäudeteil aus zwei Doppelwänden hergestellt, welche beabstandet voneinander
angeordnet sind und ist der Raum zwischen den beiden Doppelwänden mit Strahlenschutzmaterial
ausgefüllt, so ist eine ganz besonders wirtschaftliche Herstellung der Strahlenschutzwand
in Sandwich-Bauweise geschaffen. Die Doppelwände dienen als verlorene Schalung für
den Ortbeton, welcher in den Abstand der beiden Wände eingefüllt wird. Die beiden
Doppelwände ihrerseits bilden wiederum eine verlorene Schalung für das eigentliche
Strahlenschutzmaterial.
[0021] Sind die Doppelwände mit quer zu ihrer Längserstreckung angeordneten Zugankern verbunden,
so wird ein Ausbeulen der Doppelwände beim Einfüllen des Strahlenschutzmaterials vermieden
und die statische Festigkeit der Doppelwände bzw. der Betonschicht erhöht.
[0022] Die Doppelwand ist vorteilhafterweise aus Betonfertigplatten, mit im wesentlichen
parallel verlaufenden und voneinander beabstandeten Wänden hergestellt, bei welchen
die einzelnen Wände insbesondere mittels Wandgitterträger miteinander verbunden sind.
Solche Doppelwände können relativ einfach ' hergestellt und transportiert werden.
[0023] Sind die Anschlusselernente zweier Doppelwandelemente und/oder eines Doppelwandelementes
und eines Deckenelementes miteinander verschweißt oder verschraubt, so wird eine stabile
Schalung für das Ausgießen des Hohlraumes zwischen den Wandelementen und damit eine
einheitliche fugenlose Betonschicht erhalten.
[0024] Sind die Wandgitterträger zwischen den Wandelementen korrosionsgeschützt oder aus
Edelstahl hergestellt, so wird eine unzulässige Korrosion und eine eventuelle statische
Beeinträchtigung der Betonschicht vermieden.
[0025] Zur Abschirmung des Baukörpers gegenüber dem Erdreich ist der Baukörper vorteilhafterweise
auf das Strahlenschutzmaterial gebaut. Eine Verstrahlung des Grundwassers wird dadurch
vermieden.
[0026] Weitere Vorteile der Erfindung sind in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen beschrieben.
Es zeigt
- Figur 1
- einen Grundriss eines erfindungsgemäßen Baukörpers,
- Figur 2
- einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Baukörper und
- Figur 3
- einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Sandwich- Bauweise mit Betondoppelwänden.
[0027] Der Grundriss der Figur 1 zeigt einen Baukörper 1, welcher erfindungsgemäß hergestellt
ist. Der Baukörper 1 ist auf drei Seiten von Erdreich 2 umgeben. Eine Außenmauer 3
des Baukörpers 1 ist beabstandet vom Erdreich 2 angeordnet. Zwischen der Außenmauer
3 und dem Erdreich 2 befindet sich ein Gipsmantel 4. Der Gipsmantel 4 ist die Strahlenschutzschicht
und stellt den wesentlichen Strahlenschutz des Baukörpers 1 nach außen dar.
[0028] Das für den Gipsmantel 4 verwendete Gipsmaterial besteht aus natürlichem ungebrannten
Kalzium-Sulfat-Hydrat und wird in Form von abgebundenem granulierten Gips zwischen
der Außenmauer 3 und dem Erdreich 2 bzw. einer während der Bauphase angeordneten Spundwand,
welche das Erdreich 2 zurückhält, eingefüllt. Die Spundwand wird entfernt, nachdem
das Gipsmaterial in den Zwischenraum eingefüllt und ggf. verdichtet wurde. Der Gipsmantel
4 wird durch den definierten Abstand von Spundwand zur Außenmaurer 3 in einer definierten
Dicke und dadurch mit einem definierten Strahlenschutz gegenüber der Umwelt erhalten.
Der Baukörper 1, in welchem Strahlen erzeugt werden, ist somit gegenüber der Umwelt
abgeschirmt, wodurch Umweltschäden vermieden werden.
[0029] Die Außenmauer 3 besteht vorzugsweise aus einer Betonschicht aus Schwerbeton, welche
Eisenzusätze enthalten kann, um auch hierdurch einen zusätzlichen Strahlenschutz für
die Umwelt zu bewirken.
[0030] Für die Innenwände 5 des Bauwerkes 1 ist eine andere Art der Sandwich-Bauweise gewählt.
Hierbei werden zwei Betonschichten 6 voneinander beabstandet angeordnet. Zwischen
die Betonschichten 6 wird Strahlenschutzmaterial, vorzugsweise in Form von Gips, eingefüllt.
Der granulierte Gips, welcher in einer besonders geeigneten Ausführung Granulat mit
einem Korndurchmesser bis etwa 40 mm aufweist, wird in den Zwischenraum zwischen die
beiden Betonschichten 6 eingefüllt und gegebenenfalls komprimiert.
[0031] Alternativ oder zusätzlich kann anstelle des Granulats auch Gipsplattenware verbaut
werden. Dies kann eine zusätzliche Stabilität und unter Umständen auch einen noch
besseren Strahlenschutz ergeben. Bei manchen Bauformen kann die Gipsplattenware auch
schneller und kostengünstiger verbaut werden.
[0032] Der Gips weist eine große Menge gebundenes Wasser auf, und ist deshalb als Strahlenschutzmaterial
sehr gut geeignet. Die Dicke der Gips- bzw. Strahlenschutzschicht kann in Abhängigkeit
des gewünschten Strahlenschutzes gewählt werden. Bei einer größeren Abschirmung gegenüber
dem Nachbarraum wird eine dickere Gipsschicht gewählt, während bei einer geringeren
Abschirmung eine dünnere Gipsschicht ausreicht. Der Gips 7 kann für eine' noch bessere
Strahlenschutzwirkung mit Zusätzen, beispielsweise Hydrurgellit, Aluminiumhydrat oder
Magnesiumsulfat versetzt sein. Dies wird jedoch nur bei extrem hoher Strahlenschutzwirkung
erforderlich sein. Die Betonschicht 6 kann entweder aus Ortbeton hergestellt sein,
welcher wiederum als Schwerbeton mit Eisenzusätzen ausgeführt sein kann, oder er kann
aus Doppelwänden aufgebaut sein, wie in Figur 3 beschrieben wird.
[0033] Figur 2 zeigt einen Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Baukörper 1. Der Baukörper
1 ist im Erdreich 2 angeordnet. Der Gipsmantel 4 umgibt auch hier das Gebäude gegenüber
dem Erdreich 2 und hält die Strahlung, welche in dem Baukörper 1 erzeugt wurde, von
dem Erdreich 2 fern. Hierdurch wird u.a. eine Grundwasserverstrahlung zuverlässig
vermieden. Die Innenwände 5 des Baukörpers 1 sind wieder aus jeweils zwei Betonschichten
6 und dazwischen angeordnetem Gips 7 ausgebildet. Eine Decke 8 liegt jeweils auf den
Betonschichten 6 auf und schließt den jeweiligen Raum des Baukörpers 1 nach oben hin
ab.
[0034] Um einen Strahlenschutz des Innenraums nach allen Richtungen zu schaffen, ist oberhalb
der Decke 8 eine zusätzliche Gipsdecke 9 angeordnet. Die Gipsdecke 9 verhindert einen
Strahlenaustritt nach oben. Oberhalb der Gipsdecke 9 kann eine übliche Nutzung, beispielsweise
eine Rasenfläche oder ein Parkplatz vorgesehen sein.
[0035] Um zu verhindern, daß durch eine evtl. Setzung des Gipses 7 in den Innenwänden 5
ein unzulässiger Hohlraum entsteht, sind die Deckenöffnungen zwischen den Betonschichten
6 mit der Gipsdecke 9 überschüttet. Hierdurch wird Material aus der Gipsdecke 9 in
den Zwischenraum zwischen den Betonschichten 6 eindringen, falls sich der Gips 7 zwischen
den Betonschichten 6 tatsächlich setzen würde. Das Setzen ist jedoch vermeidbar, wenn
der Gips 7 beim Einfüllen komprimiert wird und somit eine bleibende Dichte aufweist.
[0036] Der Baukörper 1 ist auf einer Bodenplatte 10 aufgebaut, welche ihrerseits wiederum
auf dem Gipsmantel 4 aufsitzt. Die Tragfähigkeit des Gipsmantels 4 ist ausreichend,
um den Baukörper 1 zuverlässig aufnehmen zu können.
[0037] Figur 3 zeigt einen Ausschnitt aus einer erfindungsgemäßen Innenwand 5, welche in
Sandwich-Bauweise hergestellt ist. Die Innenwand 5 besteht aus zwei Betonschichten
6, zwischen welchen Gips 7 angeordnet ist. Die Betonschichten 6 sind aus Doppelwänden
11 hergestellt. Jede Doppelwand 11 besteht aus Betonfertigplatten mit im wesentlichen
parallel verlaufenden und voneinander beabstandeten Wänden 12.
[0038] Die Wände 12 sind mit einem Wandgitterträger 13, welcher aus korrosionsgeschütztem
Stahl oder Edelstahl hergestellt sein kann, miteinander verbunden. Die Wandgitterträger
13 halten die Wände 12 voneinander beabstandet und erlauben hierdurch eine schnelle
Baufertigung. Die Wände 12 werden hierfür aufgestellt und bilden dabei eine Art verlorene
Schalung, zwischen welcher Ortbeton 14 eingefüllt wird. Hierdurch wird eine kompakte
Betonschicht 6 erhalten. Die beiden Betonschichten 6 können aus statischen Gründen
mit einem Zuganker 15 miteinander verbunden werden, um ein Ausbauchen der Betonschichten
6 durch das Einfüllen von Gips 7 zu vermeiden. Vorteilhafterweise wird der Zuganker
15 mit den innenliegenden und nicht mit den außenliegenden Wänden 12 der Doppelwände
11 verbunden, um zu vermeiden, daß Strahlung über die Zuganker 15 ins Freie gelangt.
[0039] An Steife von Ortbeton 14 kann auch vorgesehen werden, daß in die Doppelwand 11 Gips
oder andere Stoffe eingefüllt werden, welche einerseits eine gewisse Verbindung zwischen
aneinandergrenzenden Doppelwänden schaffen und andererseits auch einen verbesserten
Strahlenschutz bewirken. Die Doppelwände 11 könnten dabei entweder durch diese Füllstoffe
oder mit zusätzlichen Verbindungsmitteln, beispielsweise Metallteilen miteinander
verbunden werden.
[0040] Wenn es erforderlich ist mehrere Doppelwände 11 aneinander zu setzen, um eine Innenwand
des Gebäudes herzustellen, so können diese Doppelwände 11 an dafür vorgesehenen Verbindungsstellen
beispielsweise miteinander verschweißt werden, um einen festen Zusammenhalt zu gewährleisten
und ein Verschieben während des Ausfüllens mit Ortbeton 14 zu vermeiden. Durch das
Ausgießen der Doppelwände 11 mit Ortbeton 14 wird bei der Verwendung mehrerer Doppelwände
11 eine einheitliche und durchgehende Betonschicht 6 ohne Fugen erhalten.
[0041] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt.
Insbesondere kann die Sandwich-Bauweise mit den in Figur 3 dargestellten zwei Doppelwänden
11 oder auch aus einer Doppelwand 11 und einer Ortbetonschicht oder einer Spundwand
oder einfach dem das Gebäude umgebenden Erdreich gebildet sein. Die Betonschichten
6 können dabei mit Spezialbeton ausgefüllt werden, welcher seinerseits einen gewissen
Strahlungsschutz gibt. Die Dicke der Gipsschicht 7 kann je nach den Erfordernissen
des Strahlungsschutzes gewählt werden. Sie kann von wenigen Zentimetern bis zu mehreren
Metern sein. Die Betonschicht 6 wird üblicherweise eine Dicke von etwa 30 cm aufweisen.
Diese Dicke kann jedoch ebenfalls je nach den Strahlenschutzbedürfnissen oder statischen
Erfordernissen variiert werden. Als Strahlenschutzschicht kann neben dem beschriebenen
Gips auch ein anderes geeignetes Material verwendet werden, auch wenn natürlicher
Gips als derzeit vorteilhaftestes Material angesehen wird, da er sehr kostengünstig
zu erhalten ist. Die Wände 12 der Doppelwand 11 könne gleiche oder unterschiedliche
Wandstärken aufweisen. Sie können aus herkömmlichem Beton oder auch aus Strahlenschutzbeton,
wie etwa Schwerbeton mit Eisenzusätzen hergestellt sein.
1. Baukörper mit Wänden, Decken und/oder Böden als Gebäudeteile, insbesondere für Strahlenschutzbauwerke,
bei welchem die Gebäudeteile aus Stahlbeton hergestellt sind, wobei eine Schicht des
Gebäudeteiles aus Strahlenschutzmaterial und wenigstens eine weitere Schicht aus Beton
besteht,
dadurch gekennzeichnet,
- daß das Gebäudeteil in Sandwich-Bauweise hergestellt ist,
- daß zumindest ein Strahlenschutzmaterial Gips ist,
- daß das Strahlenschutzmaterial zwischen einem Baugrubenverbau, insbesondere einer Spundwand
und der Betonschicht oder zwischen zwei Betonschichten eingefüllt ist und
- daß das Strahlenschutzmaterial verdichtet ist, indem es einem Verdichtungsschritt unterworfen
wurde.
2. Baukörper nach dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß das Strahlenschutzmaterial Wasser, insbesondere gebundenes Wasser enthält.
3. Baukörper nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Strahlenschutzmaterial natürliches ungebranntes Kalziumsulfatdihydrat ist.
4. Baukörper nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Strahlenschutzmaterial eine Schüttung aus abgebundenem granuliertem Gips ist.
5. Baukörper nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gips-Granulat eine Korngröße von bis zu 40 mm aufweist.
6. Baukörper nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der Schicht des Strahlenschutzmaterials abhängig von der abzuschirmenden
Strahlungsintensität ist.
7. Baukörper nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem Strahlenschutzmaterial Zusätze aus Gibbsit, Hydrurgillit, Aluminium-Hydrat oder
Magnesium-Sulfat beigefügt sind.
8. Baukörper nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Betonschicht aus einer zweischaligen Doppelwand hergestellt ist.
9. Baukörper nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Doppelwand mit Ortbeton ausgefüllt ist.
10. Baukörper nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Betonschicht und/oder der Ortbeton zum Ausfüllen der Doppelwand aus Schwerbeton
mit Schwerstoffzusätzen wie Hämatit-, Blei-, Stahl- oder Eisenstoffen ist.
11. Baukörper nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebäudeteil aus zwei Doppelwänden hergestellt ist, welche beabstandet voneinander
angeordnet sind und der Raum zwischen den beiden Doppelwänden mit Strahlenschutzmaterial
ausgefüllt ist.
12. Baukörper nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Doppelwände mit quer zu ihrer Längserstreckung angeordneten Zugankern verbunden
sind.
13. Baukörper nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Doppelwand aus Betonfertigplatten, mit im wesentlichen parallel verlaufenden
und voneinander beabstandeten Wänden, bei welchen die einzelnen Wände insbesondere
mittels Wandgitterträger miteinander verbunden sind, hergestellt ist.
14. Baukörper nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußelemente zweier Doppelwandelemente und/oder eines Doppelwandelementes
und eines Deckenelementes miteinander verschweißt oder verschraubt sind.
15. Baukörper nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandgitterträger zwischen den Wandelementen korrosionsgeschützt oder aus Edelstahl
sind.
16. Baukörper nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Baukörper auf das Strahlenschutzmaterial gebaut ist.
1. Construction with walls, ceilings and/or floors as parts of a building, especially
for buildings protected against radiation in which the building parts are made of
reinforced concrete wherein one layer of the building part consists of anti-radiation
material and at least one further layer consists of concrete,
characterized in that
- the building part is manufactured in a sandwich design,
- at least one anti-radiation material is gypsum,
- the anti-radiation material is poured between a construction pit structure, in particular
a sheet piling wall, and the concrete layer or between two concrete layers, and
- the anti-radiation material is compressed having been subjected to a step of compression.
2. Construction according to the prior claim, characterized in that the anti-radiation material contains water, especially bound water.
3. Construction according to one of the prior claims, characterized in that the anti-radiation material is natural, unfired calcium sulfate dihydrate.
4. Construction according to one of the prior claims, characterized in that the anti-radiation material consists of poured, hardened granulated gypsum.
5. Construction according to claim 4, characterized in that the gypsum granules are 40 mm and less.
6. Construction according to one of the prior claims, characterized in that the thickness of the layer of anti-radiation material depends on the intensity of
the radiation to be screened.
7. Construction according to one of the prior claims, characterized in that additives consisting of gibbsite, hydragillite, aluminum hydrate or magnesium sulfate
are added to the anti-radiation material.
8. Construction according to one of the prior claims, characterized in that the concrete layer is made of a two-shell double wall.
9. Construction according to claim 8, characterized in that the double wall is filled with site-mixed concrete.
10. Construction according to one of the prior claims, characterized in that the concrete layer and/or the site-mixed concrete to fill the double wall consist
of heavy concrete with heavy additives such as hematite, lead, steel or iron materials.
11. Construction according to one of the prior claims, characterized in that the building part is made of two double walls at a distance from each other, and
the area between the two double walls is filled with anti-radiation material.
12. Construction according to claim 11, characterized in that the double walls are connected with tie rods perpendicular to their lengthwise extension.
13. Construction according to one of the prior claims, characterized in that the double wall consists of prefabricated concrete panels with essentially parallel,
spaced walls, where the individual walls are especially connected with wall lattice
girders.
14. Construction according to one of the prior claims, characterized in that the connecting elements for two double wall elements and/or a double wall element
and a ceiling element are welded or screwed together.
15. Construction according to claim 13, characterized in that the wall lattice girders between the wall elements are corrosion-protected or consist
of high-grade steel.
16. Construction according to one of the prior claims, characterized in that the construction is built on the anti-radiation material.
1. Corps de bâtiment dont les éléments sont des murs, plafonds et/ou planchers, destiné
en particulier à des bâtiments à protection contre les rayonnements et dont les éléments
sont fabriqués en béton armé, dans lequel une couche de l'élément de bâtiment est
constituée d'un matériau de protection contre les rayonnements et d'au moins une couche
additionnelle de béton,
caractérisé en ce que
- l'élément de bâtiment est réalisé en construction multicouche,
- au moins un matériau de protection contre les rayonnements est du gypse,
- le matériau de protection contre les rayonnements est coulé entre une paroi de tranchée,
en particulier un rideau de palplanches, et la couche de béton, ou encore entre deux
couches de béton, et en ce que
- le matériau de protection contre les rayonnements est comprimé en le soumettant
à une phase de compactage.
2. Corps de bâtiment selon la revendication précédente, caractérisé en ce que le matériau de protection contre les rayonnements comporte de l'eau, et en particulier
de l'eau liée.
3. Corps de bâtiment selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau de protection contre les rayonnements est un hydrate de sulfate de calcium
non calciné naturel.
4. Corps de bâtiment selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau de protection contre les rayonnements consiste en du gypse en granulés
coulé en place.
5. Corps de bâtiment selon la revendication 4, caractérisé en ce que les granulés de gypse présentent une granulométrie inférieure ou égale à 40 mm.
6. Corps de bâtiment selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'épaisseur de la couche de matériau de protection contre les rayonnements dépend
de l'intensité du rayonnement dont il faut se protéger.
7. Corps de bâtiment selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau de protection contre les rayonnements comporte des additifs tels que
de l'hydroxyde d'aluminium, de l'hydrargillite, un hydrate d'aluminium ou du sulfate
de magnésium.
8. Corps de bâtiment selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de béton est constituée d'une double cloison à deux panneaux.
9. Corps de bâtiment selon la revendication 8, caractérisé en ce que la double cloison est remplie de béton coulé sur place.
10. Corps de bâtiment selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de béton et/ou le béton coulé sur place pour remplir la double cloison
est un béton lourd à additifs pesants tels que de l'hématite, du plomb, de l'acier
ou du fer.
11. Corps de bâtiment selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de bâtiment est composé de deux double parois, qui sont espacées entre
elles et dont l'espacement est rempli de matériau de protection contre les rayonnements.
12. Corps de bâtiment selon la revendication 11, caractérisé en ce que les double cloisons sont fixées à des tirants d'ancrage disposés perpendiculairement
à l'axe longitudinal des double cloisons.
13. Corps de bâtiment selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la double cloison est constituée de panneaux de béton préfabriqués à parois pratiquement
parallèles, espacées et reliées entre elles, en particulier au moyen de treillis de
cloison.
14. Corps de bâtiment selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments de fixation sont deux éléments à double paroi et/ou un élément à double
paroi et un élément de plafond, soudés ou vissés ensemble.
15. Corps de bâtiment selon la revendication 13, caractérisé en ce que le treillis de cloison disposé entre les éléments de cloison est protégé contre la
corrosion ou est réalisé en acier inoxydable.
16. Corps de bâtiment selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps de bâtiment est construit en matériau de protection contre les rayonnements.