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(11) |
EP 1 586 701 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.09.2011 Patentblatt 2011/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.03.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Trockenanordnung
Drying arrangement
Dispositif de séchage
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
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Priorität: |
13.04.2004 DE 102004017818
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.10.2005 Patentblatt 2005/42 |
| (73) |
Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Bubik, Alfred Dr.
88212 Ravensburg (DE)
- Wischmann, Ralf
88368 Bergatreute (DE)
- Lomic, Stevan Dr.
1130 Wien (AT)
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| (74) |
Vertreter: Kunze, Klaus et al |
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Voith Paper Holding GmbH & Co. KG
Abteilung zjp
Sankt Poeltener Strasse 43 89522 Heidenheim 89522 Heidenheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 069 235 DE-A1- 19 915 891 US-B1- 6 189 233
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EP-A- 1 081 277 US-A- 5 972 813
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Trockenanordnung entsprechend des Oberbegriffs nach Anspruch
1.
[0002] In der
US 6,189,233 B1 wird eine Trockenpartie zur Produktion und Behandlung einer Materialbahn beschrieben.
Die Trockenpartie besteht aus mindestens einem beheizbaren Trockenzylinder, der teilweise
von der Materialbahn und einem ersten Stützband umschlungen wird, sowie einem Dichtband,
das ebenfalls zumindest teilweise den Trockenzylinder umschlingt. Dem Troclcenzylinder
ist eine mit einem Medium beaufschlagbare Druckhaube zugeordnet. Die Temperatur des
Mediums ist niedriger als die Temperatur im Bereich außerhalb der Druckhaube. Zusätzlich
ist mindestens ein weiteres zweites Stützband zwischen dem ersten Stützband und dem
Dichtband vorgesehen. Das zweite Stützband weist eine grobere Struktur als das erste
Stützband auf.
[0003] Die
EP1081277 A2 betrifft eine Maschine zur Herstellung und/oder Behandlung einer Materialbahn, wie
insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn. Die Maschine umfasst wenigstens eine heizbare
Einheit, wie insbesondere eine Presswalze, einen Trockenzylinder und/oder dergleichen,
die auf einem Teil ihres Aussenumfangs von der Materialbahn, wenigstens einem Sieb
und einem äusseren Dichtband umschlungen ist, und eine die heizbare Einheit mit einem
unter Druck stehenden fluessigen oder gasfoermigen Medium beaufschlagende Überdruckhaube.
Das Dichtband ist breiter als die Materialbahn und das Sieb, wobei es mit seinen beiden
seitlichen Randbereichen ueber diese hinausragt, so dass seine beiden Randbereiche
durch den in der Druckkammer der Überdruckhaube vorherrschenden Überdruck dichtend
an die Oberflaeche der heizbaren Einheit angepresst werden. Alternativ oder zusaetzlich
kann vorgesehen sein, dass der Druckraum der Überdruckhaube an seinen beiden Stirnseiten
jeweils durch eine Dichtung nach aussen abgedichtet ist, die zwischen einer Stirnwand
der feststehenden Überdruckhaube und einer insbesondere radialen zylinderseitigen
Gegenwand angeordnet ist.
[0004] In der
US5,972,813 wird ein undurchlässiges Band mit einer Rückseite und einer Papierseite beschrieben.
Die Papierseite des Bandes ist strukturiert. Sie verleiht der darauf gefertigten Papierbahn
eine Struktur, mit vorzugsweise unterschiedlicher Dichte.
[0005] Aus der
DE19915891 ist ein Transferband einer Nasspresse mit verlängertem Pressenspalt zur Trocknung
einer Papierbahn bekannt. Das Transferband besteht aus einer gewebten oder gewirkten
Trägerbahn mit einer auf die Trägerbahn filzartig aufgenadelten, schmelzbare Fasern
aufweisenden, im wesentlichen plolymeren Faserstruktur, die auf thermo-mechanischem
Weg mindestens abschnittsweise in eine wasserundurchlässige Polymerschicht umgeformt
wird und einer auf der Polymerschicht angeordneten, faserigen Oberflächenschicht.
[0006] Die
EP1069235A1 betrifft ein Transferband für eine Papiermaschine. Das Transferband weist einen Träger
und eine Beschichtung auf wenigstens einer Flachseite auf. Die Beschichtung weist
eine Innenschicht und eine dazu benachbarte Außenschicht auf, die eine porige Struktur
mit einer zur Außenseite hin offenen Hohlräumen hat.
[0007] Aus der
EP 0 949 377 A2 ist eine Trockenanordnung zum kontinuierlichen Trocknen einer porösen Bahn bekannt.
Die Trockenanordnung umfasst einen Trockenzylinder, der von der Bahn über wenigstens
zwei Drittel seiner Mantelfläche umschlungen wird. Auf der Oberseite des Trockenzylinders
sind neben Düsen zum Aufbringen eines Kühlmittels mehrere rotierende Walzen angeordnet,
die in ihrem Inneren jeweils eine hydraulische Einheit zum Aufbringen eines Anpressdrucks
gegen den Trockenzylinder aufweisen.
[0008] In der
DE 35 32 853 C2 werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Trocknen einer Faserstoffbahn aus Papier,
Karton oder ähnlichem beschrieben. Die Faserstoffbahn wird, während sie an einem Wasser
und Wasserdampf aufnehmenden Zwischenband anliegt, vor Erreichen eines Trocknungsbereichs
einer Entlüftungsbehandlung unterzogen. Das Zwischenband wird in einem Trocknungsbereich
um den Trockenzylinder herumgeführt. Die Faserstoffbahn wird während ihres Umlaufs
um den Trockenzylinder von einem Metallband bedeckt. Das Metallband wird nach dem
Verlassen des Trockenzylinders in einer Rückführschleife zu dem Trocknungsbereich
zurückgeführt. Das Zwischenband wird nach dem Verlassen des Trockenzylinders von kondensiertem
Wasser befreit. Die Faserstoffbahn wird zwischen dem Zwischenband und dem Metallband
um den Trockenzylinder herumgeführt, während dieser gekühlt wird. Die Erwärmung des
Metallbandes erfolgt in der Rücklaufschleife, und das erwärmte Metallband erwärmt
die Außenseite der um den Trockenzylinder umlaufenden Bahn in direktem Kontakt.
[0009] Ferner sind Anordnungen möglich, in denen zwischen einem beheizten Trockenzylinder
und einer oberhalb des Trockenzylinders angeordneten Druckhaube eine Faserstoffbahn
zusammen mit zwei Sieben und einem wasserundurchlässigen Band hindurchgeführt wird.
Dabei gibt die Faserstoffbahn infolge der Erwärmung durch den beheizten Trockenzylinder
Feuchtigkeit an die Siebe ab, die ihrerseits über das undurchlässige Band abgekühlt
werden, so dass die Feuchtigkeit in ihnen kondensiert. Jedes der beiden Siebe muss
ebenso wie das undurchlässige Band nach dem Austritt aus dem von der Druckhaube bedeckten
Bereich des Trockenzylinders einzeln über eine Mehrzahl von Umlenkwalzen zu der Eintrittsstelle
der Faserstoffbahn in den Bereich zwischen der Druckhaube und dem Trockenzylinder
zurückgeführt werden.
[0010] Aus der
WO 98/42913 sind ein Verfahren und eine Trockenanordnung bekannt, in der eine zu trocknende Faserstoffbahn
waagrecht zwischen zwei Bändern hindurchgeführt wird. Das untere Band wird durch eine
mit Wasser gefüllte Kammer gekühlt, während das obere Band durch eine Druckkammer
erwärmt wird. Zwischen dem oberen Band und der Faserstoffbahn wird ein Filzband geführt,
an das die Faserstoffbahn ihre Feuchtigkeit abgibt.
[0011] Es ist die Aufgabe der Erfindung, den Aufbau der eingangs genannten Trockenanordnung
zu vereinfachen.
[0012] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Trockenanordnung der eingangs genannten
Art dadurch gelöst, dass die Bespannung (5) die Oberfläche eines Filzvlieses oder
einer Vlies- oder einer Gewebeschicht auf der der Faserstoffbahn (2) zugewandten Seite
hat, dass sie ein wasseraufsaugendes oder wasseraufnehmendes Gewebe aufweist dass
die Bespannung (5) auf der der Faserstoffbahn (2) zugewandten Seite eine dünne Schicht
aus feinen Vlies- oder Gewebefasern aufweist, mit einem Fasergewicht zwischen 1 und
300 dtex, vorzugsweise mit einem Fasergewicht zwischen 1 und 140 dtex dass die Bespannung
(5), insbesondere auf der der Faserstoffbahn (2) zugewandten Seite, aus einer Mischung
von Fasern unterschiedlicher Dicke und/oder aus unterschiedlichen Materialien, insbesondere
aus einem Kunststoff, aus Kohle- oder Glasfasern, oder aus einem Naturmaterial, insbesondere
aus Wolle oder Seide, besteht. Das Mittel ist insbesondere eine Druckhaube.
[0013] Gemäß der Erfindung wird die Anzahl der Leit- oder Umlenkwalzen reduziert und die
Siebführung vereinfacht. Dadurch werden die Kosten für die Herstellung der Trockenanordnung
gesenkt, aber auch Stillstandszeiten reduziert und der Energieaufwand verringert.
Gemäß der Erfindung werden die Eigenschaften der beiden bisher eingesetzten Siebe
in einem einzigen Sieb vereint.
[0014] Damit vereint die Bespannung die Eigenschaften eines feinmaschigen Siebes, wie es
nach dem Stand der Technik angrenzend an die Oberfläche der Faserstoffbahn eingesetzt
wird, und die Eigenschaften eines groben Siebs, das zur Aufnahme der von der Faserstoffbahn
abgegebenen Feuchtigkeit dient. Die Vliesschicht ist beispielsweise als Wirrvlies
oder als orientiertes Vlies ausgebildet.
[0015] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
der Beschreibung und der Zeichnung.
[0016] Als vorteilhaft erweist sich eine Trockenanordnung, bei der die aufsaugende oder
aufnehmende Bespannung und eine die aufsaugende oder aufnehmende Bespannung gegenüber
dem Mittel abdichtende Bespannung in einem einzigen Band zusammengefasst und integriert
sind. Das Band weist mindestens eine die Feuchtigkeit speichernde Schicht und eine
undurchlässige Schicht auf. Durch diesen einfachen und kompakten Aufbau werden Walzen
für die Umlenkung zweier einzelner Bänder vom Ausgang der Faserstoffbahn aus dem Bereich
zwischen dem Trockenzylinder und der Druckhaube bis zum Einlauf der Faserstoffbahn
in den Bereich zwischen dem Trockenzylinder und der Druckhaube eingespart.
[0017] Das Band besteht vorzugsweise aus einer Mehrzahl von Schichten, die jeweils unterschiedliche
Funktionen erfüllen. Eine der Faserstoffbahn zugewandte Außenschicht sollte entweder
eine hohe Kapillarität haben, um möglichst schnell Feuchtigkeit aus der Faserstoffbahn
aufzusaugen, oder die Schicht hat eine möglichst feine Oberflächenstruktur, um das
Entstehen von Markierungen auf der Faserstoffbahn während des Kontakts mit der Außenschicht
zu vermeiden. Auf die Außenschicht folgt innerhalb des Bandes eine erste Speicherschicht,
die beispielsweise über eine schmale Bindeschicht mit einer zweiten Speicherschicht
zum Speichern des aus der Faserstoffbahn aufgenommenen Wassers verbunden ist. An die
zweite Speicherschicht schließt sich eine undurchlässige Schicht an, die das Band
gegenüber der Druckhaube abdichtet.
[0018] Durch den Filzvlies oder das Gewebe lassen sich Markierungen auf der Faserstoffbahn
ganz oder wenigstens im wesentlichen vermeiden, während das Sieb über eine ausreichende
Speicherkapazität für das durch die Druckhaube oder Pressschuhe aus der Faserstoffbahn
herausgepresste Wasser verfügt. Die Filz- oder Gewebeschicht oder Vliesauflage der
Bespannung übernimmt die Übertragung der senkrecht zur Filzebene wirkenden Druckkraft,
während die ein- oder mehrlagigen Grundgewebe des Filzes die in der Filzebene wirkenden
Kräfte, vor allem die Zugkräfte, aufnimmt. Weitere Funktionen der Filzschicht bestehen
in der Speicherung der aufgenommenen Feuchtigkeit und in einem Verschleißschutz.
[0019] Vorzugsweise besteht die Bespannung aus wenigstens zwei dauerhaft miteinander verbundenen
Filzvliesen oder Vlies- oder Gewebeschichten, die sich auch in Kombination mit einem
Siebgewebe einsetzen lassen. Die einzelnen Bespannungsteile oder Bespannungsschichten
sind unzertrennlich miteinander verbunden. Auch eine Mehrzahl von Siebgeweben kann
zum Einsatz kommen. Eine untrennbare Verbindung zweier Siebgewebe kommt beispielsweise
durch Vernadeln zustande, indem sie mit einem Vlies gemeinsam vernadelt werden.
[0020] Die Filzvliese oder Vlies- oder Gewebeschichten werden vorzugsweise durch Vernadeln,
Verkleben oder durch Verschweißen miteinander verbunden. Zusätzlich kann die Bespannung
auch Schichten aus einem Kunststoff- oder einem Metallgewebe, eine Kunststoff- oder
Metallfolie oder ein dünnes Blech umfassen, die durch Verkleben oder Verschweißen
mit den mindestens zwei Filzvliesen oder Vlies-oder Gewebeschichten verbunden sind.
[0021] Die einzelnen Siebgewebe unterscheiden sich vorzugsweise in ihrer Kapillarität. Die
der Faserstoffbahn zugewandte Seite hat die Funktion, die Faserstoffbahn zu stützen.
Die von der Faserstoffbahn abgewandte Seite hat die Aufgabe, die von der Faserstoffbahn
aufgenommene Feuchtigkeit als Kondensat solange zu binden und solange zu speichern,
bis die Faserstoffbahn von der Bespannung wieder abgeführt wird. Solange die Faserstoffbahn
in Kontakt mit der Bespannung geführt wird, wird das kondensierte Wasser insbesondere
durch die Zentrifugalkraft oder durch Kapillarkräfte daran gehindert, wieder zurück
in die Faserstoffbahn zu fließen.
[0022] Die Kapillarität der Bespannung wird auf der der Faserstoffbahn zugewandten Seite
vorteilhafterweise geringer gewählt als auf der von der Faserstoffbahn abgewandten
Seite. Hierzu weist die Bespannung auf der der Faserstoffbahn zugewandten Seite gröbere
Fasern als auf der anderen Seite auf, auf der die aufgenommene Feuchtigkeit gespeichert
wird.
[0023] Wenn eine kaum Markierungen auf der Faserstoffbahn hinterlassende Oberfläche der
Bespannung erforderlich ist, lässt sich eine zusätzliche dünne Schicht feiner Vlies-oder
Gewebefasern einsetzen, die ein Fasergewicht zwischen 1 und 140 dtex aufweisen. Auch
Fasergewichte bis zu 200 oder 300 dtex sind möglich. Bevorzugt wird jedoch ein Fasergewicht
um 140 dtex. (Die Einheit "dtex" gibt das Fasergewicht in Gramm je 10.000 m Faserlänge
an.) Die Kapillarität der Filzschichten lässt sich unter anderem durch die Dicke der
vlies- oder gewebebildenden Fasern und durch deren Material gezielt einstellen.
[0024] Auch die Wahl der Dicke der vlies- oder gewebebildenden Fasern und deren Material
lässt sich die Kapillarität der Filzschichten einstellen. Vorteilhafterweise wird
für die Bespannung, insbesondere auf der der Faserstoffbahn zugewandten Seite, eine
Mischung von Fasern unterschiedlicher Dicke und/oder aus unterschiedlichen Materialien
eingesetzt, insbesondere aus einem Kunststoff, aus Kohle- oder Glasfasern, oder aus
einem Naturmaterial, insbesondere aus Wolle oder Seide.
[0025] Ebenso erweist es sich als vorteilhaft, die Rückfeuchtung der Faserstoffbahn durch
von der Bespannung aufgenommenes Kondensat zu behindern, indem die Bespannung auf
der der Faserstoffbahn zugewandten Seite aus einem Vlies mit einem hydrophoben Material
besteht.
[0026] Ebenso kann zusätzlich vorgesehen werden, dass die Kapillarität der Bespannung durch
eine mechanische Behandlung, durch eine thermische Behandlung, insbesondere das Schmelzen
von beigemischten Schmelzkörpern, beispielsweise in Faserform, oder durch eine chemische
Behandlung, insbesondere das nachträgliche Einbringen von Chemiewerkstoffen, insbesondere
von Kunstharzen, Lacken oder Appreturen, beeinflusst ist. Auch ist es möglich, mehrere
dieser Verfahren gleichzeitig oder nacheinander einzusetzen.
[0027] Auch eine Membran kann zusätzlich in Verbindung mit dem Sieb oder dem Filzvlies oder
der Gewebeschicht vorgesehen werden.
[0028] Die Bespannung umfasst mindestens ein mit den mindestens zwei Filzvliesen oder Vlies-
oder Gewebeschichten vernadeltes Siebgewebe oder Fadengelege, das ein in Maschinenrichtung
orientiertes Non-woven-Material bildet. Zum Einsatz können hier auch Kunststoffe und
Metallgewebe kommen. Alternativ kann auch eine Kunststofffolie oder eine Metallfolie
oder ein dünnes Blech eingesetzt werden.
[0029] Zur Abdichtung gegenüber der Druckhaube, die den Trockenzylinder auf seiner Mantelfläche
überdeckt, oder gegenüber einem sonstigen Druck auf den Trockenzylinder ausübenden
Mittel ist die Bespannung mit eine r undurchlässige n, insbesondere durch Imprägnieren
mit einem Harz, einem Elastomer, einem Thermoplast, einem Silikonkautschuk, einem
Lack oder dergleichen entstandenen Schicht oder mit einer Kunststoffschicht versehen,
die insbesondere aus Polyurethan, besteht. Die Beschichtung weist vorzugsweise eine
glatte Oberfläche auf, die sie gegenüber der Wandung des Mittels abdichtet. Als undurchlässige
oder impermeable Schicht lässt jedoch auch eine Metallschicht einsetzen, die durch
Verschweißen, Verkleben u. dgl. mit der darunterliegenden Sieb- oder Speicherschicht
verbunden ist.
[0030] Von Vorteil ist eine wasserundurchlässige Lackbeschichtung, die eine glatte, gegenüber
der Wandung der Druckhaube abdichtende Oberfläche aufweist.
[0031] Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Trockenanordnung, insbesondere in einer
der oben beschriebenen Ausgestaltungen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass ein die
Feuchtigkeit der Faserstoffbahn aufnehmendes, mindestens eine aufsaugende oder aufnehmende
Schicht und eine die mindestens eine Schicht gegenüber dem Mittel abdichtende Schicht
umfassendes Band an der Auslaufseite der Faserstoffbahn über mindestens eine Anordnung
zur Abgabe der von der Faserstoffbahn aufgenommenen Feuchtigkeit geführt wird. Hierfür
eignen sich insbesondere sowohl Saugwalzen als Saugkästen, so dass die Anordnung mindestens
eine Saugwalze und/oder einen Saugkasten umfasst. Es versteht sich, dass anstelle
von Umlenkwalzen oder Leitwalzen, um die das Band herumgeführt wird, jeweils Saugwalzen,
insbesondere in Verbindung mit Saugkästen, eingesetzt werden können.
[0032] Falls eine Saugwalze eingesetzt wird, ist der mindestens einen Saugwalze vorzugsweise
ein auslaufseitiger Keil mit einer zwischen dem Band und der Saugwalze einen Unterdruckraum
bildenden Lamelle nachgeordnet. In den Unterdruckraum wird zusammen mit Umgebungsluft
auch Feuchtigkeit aus der Faserstoffbahn angesaugt, die über die in der Saugwalze
enthaltende Unterdruckkammer abtransportiert wird.
[0033] Wenn ein Saugkasten eingesetzt wird, weist dieser mit Vorteil eine einlauf- und eine
auslaufseitig die aufsaugende Schicht des Bandes berührende Leiste auf. Die Leiste
kann verschiedene Formen haben; beispielsweise kann sie in dem an das Band angrenzenden
Bereich gratförmig verjüngt sein oder einen rechteckigen Querschnitt oder einen halbkreisförmigen
Querschnitt aufweisen.
[0034] Nachfolgend wird die Erfindung in Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den Zeichnungen
zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch eine Trockenanordnung, in der ein Siebband und ein undurchlässiges
Band 6 getrennt voneinander zusammen mit der Faserstoffbahn 2 zwischen dem Trockenzylinder
3 und einer Druckhaube 4 hindurchgeführt werden,
- Fig. 2
- den Aufbau eines Bandes 15 mit mehreren Siebschichten 16, 17, 18, 19 und mit einer
undurchlässigen Schicht 20 in der Schnittansicht zusammen mit einer Darstellung des
Verlaufs der Kapillarität über der Dicke des Bandes 15,
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch eine weitere Trockenanordnung, in der ein mindestens eine
Siebschicht und eine undurchlässige Schicht umfassendes Band 15 eingesetzt wird,
- Fig. 4
- einen Keil 28 am Auslauf einer Siebsaugwalze 24 in einer Detailansicht und
- Fig. 5 - 8
- Siebsaugkästen 35 in verschiedenen Ausgestaltungen.
[0035] Eine Trockenanordnung 1 (Fig. 1) in einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn
2 umfasst einen beheizbaren Trockenzylinder 3, der auf seiner Oberseite von einer
Druckhaube 4 umgeben ist, in der eine kühlendes Medium strömt, um die Wärme der von
einer um den Trockenzylinder 3 umlaufenden Bespannung 5 aus der Faserstoffbahn 2 aufgenommenen
Feuchtigkeit aufzunehmen.
[0036] Anstelle der Druckhaube 4 können auch andere Aggregate oberhalb des Trockenzylinders
3 angeordnet sein, beispielsweise Walzen oder Pressschuhe, die in Verbindung mit dem
erhitzten Trockenzylinder 3 und der Bespannung 5 dazu dienen, der Faserstoffbahn 2
Feuchtigkeit zu entziehen. Auch in den Walzen oder den Pressschuhen können Kühlaggregate,
beispielsweise von einem Medium durchflossene Kühlkanäle, vorhanden sein.
[0037] Die Faserstoffbahn 2 wird zusammen mit der Bespannung 5 über den Trockenzylinder
3 geführt. Zusätzlich ist ein ebenfalls mitgeführtes undurchlässiges Band 6 vorhanden,
das zwischen der Bespannung 5 und der Druckhaube 4 läuft.
[0038] Unterhalb des Trockenzylinders 3 sind jeweils unter gleichem Abstand zur senkrechten
Mittelachse A des Trockenzylinders 3 zwei Stützwalzen 7, 8 angebracht, die den Trockenzylinder
3 in Richtung von Pfeilen B, C gegen die in Richtung eines Pfeils D wirkende Gewichtskraft
der Druckhaube 4 abstützen. Die Stützwalzen 7, 8 haben zudem eine Führungsfunktion
für die Faserstoffbahn 2, die Bespannung 5 und das Band 6, indem diese um die Stützwalzen
7, 8 herumgeführt werden, wodurch auch der Einwirkungsbereich des Trockenzylinders
3 auf die Faserstoffbahn 2 vergrößert und dadurch der Wirkungsgrad des Trocknungsprozesses
verbessert wird.
[0039] Die Bespannung 5 wird über Umlenkwalzen 9 bis 14 um den Trockenzylinder 3 und die
Druckhaube 4 herumgeführt. Ebenso sind auch für das Band 6, sofern dessen Funktion
nicht in die Bespannung 5 integriert ist, gesonderte (hier nicht dargestellte) Umlenkwalzen
erforderlich. Der Bespannung 5 wird in (ebenfalls nicht dargestellten) Saug- oder
Pressvorrichtungen die von ihr aus der Faserstoffbahn 2 aufgenommene Feuchtigkeit
wieder entzogen.
[0040] Ein Band 15 (Fig. 2) umfasst eine Außenschicht 16, die, während die Faserstoffbahn
2 über den Trockenzylinder 3 geführt wird, in unmittelbarem Kontakt mit dieser steht
und ihr Feuchtigkeit entzieht. Innerhalb des Bandes 15 wird diese dann an Speicherschichten
17 und 18 weitergeleitet, die über eine Bindeschicht 19 miteinander verbunden sind.
Gegenüber der Druckhaube 4 wird das Band 15 durch eine undurchlässige Schicht 20 abgedichtet.
Die Bindeschicht 19 kann entfallen, wenn die Speicherschichten 17, 18 aufgrund ihrer
Oberflächenbeschaffenheit direkt oder mittels eines Klebstoffs miteinander verbunden
werden können.
[0041] Je nach den gewünschten Eigenschaften der Faserstoffbahn 2 lassen sich verschiedene
Materialien für den Schichtaufbau des Bandes 15 einsetzen.
[0042] Im Regelfall wird eine hohe Kapillarität K in der Außenschicht 16 angestrebt. In
diesem Fall wird ein Verlauf der Kapillarität K über der Dicke des Bandes 15 verwendet,
wie er durch die Kurven 21, 22 wiedergegeben wird. Es zeigt sich, dass in der Regel
die Kapillarität K um so höher ist, je gröber das Gewebe oder die Struktur der jeweiligen
Schicht ist. Im Fall der Außenschicht 16 bedeutet dies, dass Markierungen auf der
Faserstoffbahn 2 in Kauf genommen werden müssen, wenn eine hohe Kapillarität K gewünscht
wird.
[0043] Andererseits wird, wenn Markierungen auf der Faserstoffbahn 2 vermieden werden müssen,
in Kauf genommen, dass eine Außenschicht 16 aus einem feinmaschigen Gewebe eine geringere
Kapillarität K hat, so dass in diesem Fall der Verlauf der Kapillarität K durch eine
Kurve 23 wiedergegeben wird, wobei im Fall der Kurven 21, 22, 23 auch die Verläufe
der Kapillarität K in den anderen Schichten 17 bis 18 individuell durch die Wahl verschiedener
Materialien angepasst werden können. Die Schicht 17 soll, damit in ihr die Feuchtigkeit
möglichst gut gespeichert wird und nicht zurück in die Außenschicht 16 strömt, bevorzugt
eine niedrigere Kapillarität K als die Außenschicht 16 haben.
[0044] Das Band 15 (Fig. 3) lässt sich anstelle der Bespannung 5 und des undurchlässigen
Bandes 6 (vgl. Fig. 1) einsetzen. Es wird wie die Bespannung 5 über Umlenkwalzen 9
bis 12 geführt. Zur Entwässerung dienen im Falle des Bandes 15 beispielsweise Saugwalzen
24, 25, die jeweils eine ortsfeste Saugzone 26 bzw. 27 haben. Zur besseren Absaugung
der Feuchtigkeit sind an den Ausläufen der Saugwalzen 24, 25 jeweils Keile 28, 29
angeordnet.
[0045] Diese sind im einzelnen aufgebaut, wie in Fig. 4 anhand des Keils 28 dargestellt
ist. Der Keil 28 weist einen sich in dem Zwickel zwischen der Mantelwand der Saugwalze
24 und dem Band 15 verjüngenden Körper 30 auf, oberhalb dessen über einen Schlitz
31 in Richtung eines Pfeils E Luft in einen Hohlraum 32 angesaugt wird, die gleichzeitig
Feuchtigkeit aus den Wasser enthaltenden Schichten des Bandes 15 mitreißt. Dieses
Gemisch aus Wasser und Luft wird dann über Bohrungen 33 in der Mantelwand der Saugwalze
24 im Bereich der Saugzone 26 in diese angesaugt und von dort abgeleitet. Zur Bildung
des Hohlraums 32 hat der Keil 28 an seinem vorderen Ende eine lamellenförmige Verdickung
34, die an den Körper 30 angesetzt ist.
[0046] Anstelle des Einsatzes der Saugwalzen 24, 25 oder zusätzlich zu ihnen lässt sich
auch mindestens ein Saugkasten 35 (Fig. 5) einsetzen, um die Feuchtigkeit aus der
Schichtenfolge 16, 17, 19, 18 des Bandes 15 zu entziehen. Der Saugkasten 35 weist
im Inneren eine unter Unterdruck stehende Kammer 36 auf. An das Band 15 grenzt der
Saugkasten 35 jeweils über eine einlauf- bzw. auslaufseitig die aufsaugende oder aufnehmende
Außenschicht 16 des Bandes 15 berührende Leiste 37, 38 oder eine Seitenwand an. Auch
bei der Konstruktion des Saugkastens 35 wird in Richtung von Pfeilen F, G ein Gemisch
von Wasser und Luft angesaugt, das anschließend aus der Kammer 36 abgeführt wird.
[0047] In einer weiteren Alternative haben die Leisten 37, 38 oder Seitenwände in dem Bereich,
in dem sie an das Band 15 angrenzen, halbkreisförmige Abschlüsse 39, 40 (Fig. 6).
In einer weiteren Alternative können auch gratförmig verjüngte Leisten 41, 42 (Fig.
7) vorgesehen werden. Zur Gewährleistung einer ausreichenden Stabilität lassen sich
Stützrippen 43 vorsehen, die dieselbe Breite haben wie die Leisten 37, 38 oder Seitenwände.
In einer anderen Ausführungsform sind auf den Leisten 37, 38 schmale Leisten 44, 45
(Fig. 8) mit einem rechteckigen Querschnitt aufgesetzt.
1. Trockenanordnung (1) mit einem beheizten Trockenzylinder (3) zur Entwässerung einer
Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn (2), oberhalb dessen ein
Druck auf den Trockenzylinder (3) ausübendes Mittel (4), angeordnet ist, wobei die
Faserstoffbahn (2) zwischen dem Trockenzylinder (3) und dem Mittel (4) hindurchführbar
ist, und wobei die Trockenanordnung (1) eine einzige, die Feuchtigkeit aus der Faserstoffbahn
(2) aufsaugende oder aufnehmende Bespannung (5) umfasst, welche zusammen mit der Faserstoffbahn
(2) zwischen dem Trockenzylinder (3) und dem Mittel (4) hindurchführbar ist, dadurch gekennzeichnet,
dass die Bespannung (5) die Oberfläche eines Filzvlieses oder einer Vlies- oder einer
Gewebeschicht auf der der Faserstoffbahn (2) zugewandten Seite hat, dass sie ein wasseraufsaugendes
oder wasseraufnehmendes Gewebe aufweist,
dass die Bespannung (5) auf der der Faserstoffbahn (2) zugewandten Seite eine dünne Schicht
aus feinen Vlies- oder Gewebefasern aufweist, mit einem Fasergewicht zwischen 1 und
300 dtex, vorzugsweise mit einem Fasergewicht zwischen 1 und 140 dtex und
dass die Bespannung (5), insbesondere auf der der Faserstoffbahn (2) zugewandten Seite,
aus einer Mischung von Fasern unterschiedlicher Dicke und/oder aus unterschiedlichen
Materialien, insbesondere aus einem Kunststoff, aus Kohle- oder Glasfasern, oder aus
einem Naturmaterial, insbesondere aus Wolle oder Seide, besteht.
2. Trockenanordnung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die aufsaugende oder aufnehmende Bespannung (5) und eine die aufsaugende oder aufnehmende
Bespannung (5) gegenüber dem Mittel (4) abdichtende Bespannung (20) in einem einzigen
Band (15) zusammengefasst sind, das mindestens eine die Feuchtigkeit speichernde Schicht
(17, 18) und eine undurchlässige Schicht (20) aufweist.
3. Trockenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bespannung (5) aus wenigstens zwei dauerhaft miteinander verbundenen Filzvliesen
oder Vlies- oder Gewebeschichten besteht.
4. Trockenanordnung (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Filzvliese oder die Vlies- oder Gewebeschichten durch Vernadeln, Verkleben oder
Verschweißen miteinander verbunden sind.
5. Trockenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bespannung (5) ein Metall- oder ein Kunststoffgewebe, eine Kunststoff- oder Metallfolie
oder ein dünnes Blech umfasst, die insbesondere durch Verkleben oder Verschweißen
mit den mindestens zwei Filzvliesen oder Vlies- oder Gewebeschichten verbunden sind.
6. Trockenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kapillarität der Bespannung (5) auf der der Faserstoffbahn (2) zugewandten Seite
geringer ist als auf der von der Faserstoffbahn (2) abgewandten Seite.
7. Trockenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
die Bespannung auf der der Faserstoffbahn (2) zugewandten Seite aus einem hydrophoben
Material besteht.
8. Trockenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kapillarität der Bespannung (5) durch eine mechanische Behandlung, durch eine
thermische Behandlung, insbesondere das Schmelzen von beigemischten Schmelzkörpern,
beispielsweise in Faserform, oder durch eine chemische Behandlung, insbesondere das
nachträgliche Einbringen von Chemiewerkstoffen, insbesondere von Kunstharzen, Lacken
oder Appreturen beeinflusst ist.
9. Trockenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bespannung (5) mindestens ein mit den mindestens zwei Filzvliesen oder Vlies-
oder Gewebeschichten vernadeltes Siebgewebe oder Fadengelege umfasst.
10. Trockenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bespannung (5) durch eine undurchlässige, insbesondere durch Imprägnieren mit
einem Harz, einem Elastomer, einem Thermoplast, einem Silikonkautschuk, einem Lack
oder dergleichen entstandene Schicht oder durch eine Kunststoffschicht, insbesondere
aus Polyurethan, oder durch eine Metallschicht gegenüber dem Druck auf den Trockenzylinder
(3) ausübenden Mittel (4) abgedichtet ist und eine glatte gegenüber der Wandung des
Mittels (4) abdichtende Oberfläche aufweist.
11. Trockenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bespannung (5) in Form eines Bandes (15) ausgebildet ist, das eine der Faserstoffbahn
(2) zugewandte Außenschicht (16), eine dem Mittel (4) zugewandte undurchlässige Beschichtung
(20) und mindestens zwei zwischen der Außenschicht (16) und der Beschichtung (20)
angeordnete Speicherschichten (17, 18) aufweist.
12. Trockenanordnung (1)
nach einem der Ansprüche 2 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass das die Feuchtigkeit der Faserstoffbahn (2) aufnehmende, mindestens eine aufsaugende
oder aufnehmende Schicht (17, 18) und eine die mindestens eine Schicht gegenüber dem
Mittel abdichtende Schicht (20) umfassende Band (15) an der Auslaufseite der Faserstoffbahn
(2) über mindestens eine Anordnung (24, 25, 35) zur Abgabe der von der Faserstoffbahn
(2) aufgenommenen Feuchtigkeit geführt wird.
13. Trockenanordnung (1) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anordnung mindestens eine Saugwalze (24, 25) und/oder einen Saugkasten (35) umfasst.
14. Trockenanordnung (1) nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der mindestens einen Saugwalze (24, 25) ein auslaufseitiger Keil (28, 29) mit einer
zwischen dem Band (15) und der Saugwalze (24, 25) einen Unterdruckraum bildenden Lamelle
(34) nachgeordnet ist.
15. Trockenanordnung (1) nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Saugkasten (35) eine einlauf- und eine auslaufseitig die aufsaugende Schicht
des Bandes berührende Leiste (37, 38) oder Seitenwand aufweist.
16. Trockenanordnung (1) nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leisten (37, 38) in dem an das Band (15) angrenzenden Bereich gratförmig verjüngt
sind oder einen rechteckigen Querschnitt aufweisen oder einen schmalen Steg oder einen
halbkreisförmigen Querschnitt aufweisen.
1. Drying arrangement (1) having a heated drying cylinder (3) for dewatering a paper,
board, tissue or other fibrous web (2), above which cylinder a means (4) exerting
pressure on the drying cylinder (3) is arranged, it being possible for the fibrous
web (2) to be led through between the drying cylinder (3) and the means (4), and the
drying arrangement (1) comprising a single fabric (5) which absorbs or captures the
moisture from the fibrous web (2) and which, together with the fibrous web (2), can
be led through between the drying cylinder (3) and the means (4), characterized in that
the fabric (5) has the surface of a felt batt or a nonwoven or woven layer on the
side facing the fibrous web (2),
in that it has a woven fabric absorbing or capturing water,
in that on the side facing the fibrous web (2), the fabric (5) has a thin layer made of fine
nonwoven or woven fibres with a fibre weight between 1 and 300 dtex, preferably with
a fibre weight between 1 and 140 dtex, and
in that in particular on the side facing the fibrous web (2), the fabric (5) is composed
of a mixture of fibres of different thickness and/or of different materials, in particular
of plastic, of carbon or glass fibres or a natural material, in particular of wool
or silk.
2. Drying arrangement (1) according to Claim 1,
characterized in that
the absorbing or capturing fabric (5) and a fabric (20) sealing off the absorbing
or capturing fabric (5) with respect to the means (4) are combined in a single belt
(15), which has at least one layer (17, 18) storing the moisture and an impermeable
layer (20).
3. Drying arrangement (1) according to one of Claims 1 to 2,
characterized in that
the fabric (5) comprises at least two felt batts or nonwoven or fabric layers joined
permanently to each other.
4. Drying arrangement (1) according to Claim 3,
characterized in that
the felt batt or the nonwoven or woven layers are joined to each other by needling,
bonding or welding.
5. Drying arrangement (1) according to one of Claims 1 to 4,
characterized in that
the fabric (5) comprises a metal or plastic fabric, a plastic film or metal foil or
thin metal sheet, which are joined to the at least two felt batts or nonwoven or woven
layers, in particular by bonding or welding.
6. Drying arrangement (1) according to one of Claims 1 to 5,
characterized in that
the capillarity of the fabric (5) on the side facing the fibrous web (2) is lower
than on the side facing away from the fibrous web (2).
7. Drying arrangement (1) according to one of Claims 1 to 6,
characterized in that
on the side facing the fibrous web (2), the fabric consists of a hydrophobic material.
8. Drying arrangement (1) according to one of Claims 1 to 7,
characterized in that
the capillarity of the fabric (5) is influenced by a mechanical treatment, by a thermal
treatment, in particular the melting of admixed melting elements, for example in fibrous
form, or by a chemical treatment, in particular the subsequent introduction of chemical
substances, in particular of synthetic resins, lacquers or finishes.
9. Drying arrangement (1) according to one of Claims 1 to 8,
characterized in that
the fabric (5) comprises at least one screen cloth or yarn structure needled with
the at least two felt batts or nonwoven or woven layers.
10. Drying arrangement (1) according to one of Claims 1 to 9,
characterized in that
the fabric is sealed off with respect to the means (4) exerting pressure on the drying
cylinder (3) by an impermeable layer, in particular one produced by impregnation with
a resin, an elastomer, a thermoplastic, a silicone rubber, a varnish or the like,
or by a plastic layer, in particular of polyurethane, or by a metal layer, and has
a smooth surface sealing off with respect to the wall of the means (4).
11. Drying arrangement (1) according to one of Claims 1 to 10,
characterized in that
the fabric (5) is constructed in the form of a belt (15) which has an outer layer
(16) facing the fibrous web (2), an impermeable coating (20) facing the means (4)
and at least two storage layers (17, 18) arranged between the outer layer (16) and
the coating (20).
12. Drying arrangement (1) according to one of Claims 2 to 11,
characterized in that
a belt (15) capturing the moisture from the fibrous web (2), comprising at least one
absorbent or capturing layer (17, 18) and a layer (20) sealing off the at least one
layer with respect to the means on the outlet side of the fibrous web (2), is led
over at least one arrangement (24, 25, 35) for discharging the moisture captured by
the fibrous web (2).
13. Drying arrangement (1) according to Claim 12,
characterized in that
the arrangement comprises at least one suction roll (24, 25) and/or a suction box
(35).
14. Drying arrangement (1) according to Claim 13, characterized in that
arranged downstream of the at least one suction roll (24, 25) is a wedge (28, 29)
on the outlet side, having a slat (34) forming a negative pressure chamber between
the belt (15) and the suction roll (24, 25).
15. Drying arrangement (1) according to Claim 13,
characterized in that
the suction box (35) has a bar (37, 38) or side wall making contact with the absorbent
layer of the belt on the inlet and outlet sides.
16. Drying arrangement (1) according to Claim 15,
characterized in that
the bars (37, 38) in the region adjoining the belt (15) are tapered in a ridge shape
or have a rectangular cross section or have a narrow web or a semicircular cross section.
1. Dispositif de séchage (1) comportant un cylindre de séchage chauffé (3) pour le séchage
d'une bande de papier, de carton, d'essuie-tout ou d'une autre bande de matière fibreuse
(2), au-dessus duquel est disposé un moyen (4) exerçant une pression sur le cylindre
de séchage (3), dans lequel la bande de matière fibreuse (2) peut être menée entre
le cylindre de séchage (3) et le moyen (4), dans lequel le dispositif de séchage (1)
comprend un seul entoilage (5) aspirant ou absorbant l'humidité hors de la bande de
matière fibreuse (2), qui peut être mené entre le cylindre de séchage (3) et le moyen
(4) en même temps que la bande de matière fibreuse (2), caractérisé en ce que l'entoilage (5) a la surface d'une toile de feutre ou d'une couche de feutre ou de
tissu sur la face tournée vers la bande de matière fibreuse (2), en ce qu'il présente un tissu aspirant ou absorbant l'eau, en ce que l'entoilage (5) présente sur la face tournée vers la bande de matière fibreuse (2)
une couche mince de fines fibres de feutre ou de tissu avec un poids de fibres compris
entre 1 et 300 dtex, de préférence avec un poids de fibres compris entre 1 et 140
dtex, et en ce que l'entoilage (5), en particulier sur la face tournée vers la bande de matière fibreuse
(2), se compose d'un mélange de fibres d'épaisseur différente et/ou de matières différentes,
en particulier en une matière plastique, en fibres de carbone ou de verre, ou en une
matière naturelle, en particulier en laine ou en soie.
2. Dispositif de séchage (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'entoilage aspirant ou absorbant (5) et un entoilage (20) isolant l'entoilage aspirant
ou absorbant (5) par rapport au moyen (4) sont réunis en une seule bande (15), qui
présente au moins une couche (17, 18) accumulant l'humidité et une couche imperméable
(20).
3. Dispositif de séchage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que l'entoilage (5) se compose d'au moins deux toiles de feutre ou de deux couches de
feutre ou de tissu durablement assemblées l'une à l'autre.
4. Dispositif de séchage (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que les toiles de feutre ou les couches de feutre ou de tissu sont assemblées l'une à
l'autre par couture, collage ou soudage.
5. Dispositif de séchage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'entoilage (5) comprend un tissu métallique ou plastique, un film plastique ou métallique
ou une tôle mince, qui sont assemblés notamment par collage ou par soudage auxdites
au moins deux toiles de feutre ou couches de feutre ou de tissu.
6. Dispositif de séchage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la capillarité de l'entoilage (5) est plus faible sur la face tournée vers la bande
de matière fibreuse (2) que sur la face située à l'opposé de la bande de matière fibreuse
(2).
7. Dispositif de séchage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'entoilage se compose d'un matériau hydrophobe sur la face tournée vers la bande
de matière fibreuse (2).
8. Dispositif de séchage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la capillarité de l'entoilage (5) est influencée par un traitement mécanique, par
un traitement thermique, en particulier par la fusion de corps fusibles mélangés,
en particulier sous forme de fibres, ou par un traitement chimique, en particulier
par un apport ultérieur de substances chimiques, en particulier de résines synthétiques,
de laques ou d'apprêts.
9. Dispositif de séchage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'entoilage (5) comprend au moins un tissu de tamis ou un dépôt de fils cousu auxdites
au moins deux toiles de feutre ou couches de feutre ou de tissu.
10. Dispositif de séchage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'entoilage (5)est rendu étanche par rapport au moyen (4) exerçant une pression sur
le cylindre de séchage (3) au moyen d'une couche imperméable formée notamment par
imprégnation avec une résine, un élastomère, une matière thermoplastique, un caoutchouc
silicone, une laque ou analogue, ou au moyen d'une couche de matière plastique, en
particulier en polyuréthane, ou au moyen d'une couche métallique, et présente une
surface lisse étanche en face de la paroi du moyen (4).
11. Dispositif de séchage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'entoilage (5) est réalisé sous la forme d'une bande (15), qui présente une couche
extérieure (16) tournée vers la bande de matière fibreuse (2), un revêtement imperméable
(20) tourné vers le moyen (4) et au moins deux couches d'accumulation (17, 18) disposées
entre la couche extérieure (16) et le revêtement (20).
12. Dispositif de séchage (1) selon l'une quelconque des revendications 2 à 11, caractérisé en ce que la bande (15) absorbant l'humidité de la bande de matière fibreuse (2), comprenant
au moins une couche aspirante ou absorbante (17, 18) et une couche (20) isolant ladite
au moins une couche par rapport au moyen, est guidée sur la face de sortie de la bande
de matière fibreuse (2) sur au moins un dispositif (24, 25, 35) destiné à évacuer
l'humidité absorbée par la bande de matière fibreuse (2).
13. Dispositif de séchage (1) selon la revendication 12, caractérisé en ce que le dispositif comprend au moins un rouleau aspirant (24, 25) et/ou un caisson aspirant
(35).
14. Dispositif de séchage (1) selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'un coin de sortie (28, 29) avec une lamelle (34) formant une chambre de dépression
entre la bande (15) et le rouleau aspirant (24, 25) est disposé après ledit au moins
un rouleau aspirant (24, 25).
15. Dispositif de séchage (1) selon la revendication 13, caractérisé en ce que le caisson aspirant (35) présente une barre (37, 38) ou une paroi latérale touchant
la couche aspirante de la bande côté entrée et côté sortie.
16. Dispositif de séchage (1) selon la revendication 15, caractérisé en ce que les barres (37, 38) sont amincies en forme de nervures dans la région adjacente à
la bande (15) ou présentent une section transversale rectangulaire ou présentent une
nervure étroite ou une section transversale semi-circulaire.
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