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(11) |
EP 1 587 987 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.02.2015 Patentblatt 2015/07 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.12.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2003/013863 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/067845 (12.08.2004 Gazette 2004/33) |
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VERFAHREN ZUM EINRICHTEN EINES FERTIGTEILES UND MESSVORRICHTUNG
METHOD FOR INSTALLING A PRE-FABRICATED UNIT AND MEASURING DEVICE
PROCEDE D'INSTALLATION D'UN ELEMENT PREFABRIQUE ET DISPOSITIF DE MESURE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
27.01.2003 DE 10303177
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.10.2005 Patentblatt 2005/43 |
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Patentinhaber: Max Bögl Bauunternehmung GmbH & Co. KG |
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92301 Neumarkt (DE) |
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Erfinder: |
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- FREITÄGER, Ullrich
92318 Neumarkt (DE)
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| (74) |
Vertreter: Bergmeier, Werner |
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Canzler & Bergmeier
Friedrich-Ebert-Straße 84 85055 Ingolstadt 85055 Ingolstadt (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 780 514 DE-A1- 10 045 468
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DE-A- 10 048 842 GB-A- 2 268 021
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Bemerkungen: |
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Die Akte enthält technische Angaben, die nach dem Eingang der Anmeldung eingereicht
wurden und die nicht in dieser Patentschrift enthalten sind. |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verfahren zum Einrichten eines Fertigteiles,
insbesondere einer Fertigteilplatte zum Bau einer Festen Fahrbahn, das zusammen mit
mehreren hintereinander angeordneten Fertigteilen eine Strecke bildet, mit Polygonpunkten,
welche eine äußere Geometrie des Verlaufs der Strecke bestimmen und eine Vorrichtung
zur Aufnahme von mehreren Messprismen, welche an einem Fertigteil, insbesondere einer
Fertigteilplatte zum Bau einer Festen Fahrbahn angeordnet ist.
[0002] Aus der
EP 0 780 514 B1 ist ein Verfahren zum räumlich genauen Positionieren von Fertigungseinrichtungen
bekannt, welche unter Verwendung von Referenzpunkten so gesteuert wird, daß Schienenbefestigungskörper
mit der gewünschten Genauigkeit an der gewünschten Stelle angeordnet werden. Die Fertigungseinrichtung
ist ortsveränderlich und kann messtechnisch bei ausgewählten Positionen mindestens
einen Referenzpunkt erfassen. Das Anordnen der Schienenbefestigungskörper wird von
der Fertigungseinrichtung aus in Abhängigkeit von der Lage zu den Referenzpunkten
gesteuert. Auf der Fertigungsvorrichtung sind hierzu Sensoren als Fernsehkameras ausgebildet,
welche die Höhenlage der Fertigungseinrichtung im Vergleich zur Höhe des jeweiligen
zugehörigen Referenzpunktes feststellt. Die Abweichung der Ist- von der Soll-Position
wird berechnet, woraufhin die Fertigungsvorrichtung in Längs- und Querrichtung in
die Soll-Position verschoben wird. Anschließend wird der Schienenbefestigungskörper
positioniert und befestigt.
[0003] Nachteilig bei dieser Vorrichtung ist es, daß für eine präzise Verlegung der Schienenbefestigungskörper
eine Vielzahl von Referenzpunkten erforderlich ist, um die Positionierung des Schienenbefestigungskörpers
in der für Hochgeschwindigkeitsbahnen erforderlichen Genauigkeit durchführen zu können.
Die Referenzpunkte müssen entlang der Strecke angeordnet werden, damit sich die Fertigungseinrichtung
daran orientieren kann. Es ist daher ein hoher Arbeitsaufwand erforderlich, um die
Referenzpunkte zu erstellen. Darüber hinaus wird mit dem vorgeschlagenen Verfahren
zwar die Position einer Fertigungseinrichtung exakt bestimmt. Ob die Fertigungseinrichtung
anschließend jedoch den Schienenbefestigungskörper richtig positioniert, wird mit
dem vorgeschlagenen Verfahren nicht überprüft.
[0004] Des Weiteren offenbart die
DE 100 45 468 A1 eine Gleismesseinrichtung mit einem Gleismesswagen zur Ermittlung der relativen und/oder
absoluten Lage eines Gleises für Schienenfahrzeuge, wobei der Gleismesswagen eine
Langsehnenmesseinrichtung aufweist, die in Längsrichtung des Gleises ausgerichtete
ist. Die Langsehnenmesseinrichtung erlaubt eine zusätzliche, relative Vermessung des
Gleises.
[0005] In der
DE 100 48 842 A1 ist eine Schwellenjustiereinrichtung offenbart, die zum Positionieren einer Mehrzahl
von in einer Schienenfahrbahnlängsrichtung aufeinander folgend über einer Tragplatte
angeordneten Schwellen in einer zum Einbau in eine Füllmateriallage vorgesehenen Einbaulage
geeignet ist. Diese umfasst eine in der Schienenfahrbahnlängsrichtung verlegbare Rahmenanordnung
und eine sich in der Schienenfahrbahnlängsrichtung über alle bei einem Justiervorgang
zu positionierenden Schwellen hinweg erstreckende, zur Anlage an den Schienenauflagebereichen
der Schwelle vorgesehene und in ihrer Höhenlage und seitlichen Lage bezüglich der
Schienenfahrbahnlängrichtung einstellbare Schwellenanlageanordnung. Ferner umfasst
die Schwellenjustiereinrichtung eine Schwellenfixieranordung, durch welche bei an
den Schienenauflagebereichen der bei einem Justiervorgang zu positionierenden Schwellen
anliegender Schwellenanlageanordnung jede der zu positionierenden Schwellen bezüglich
der Schwellenanlageanordnung fixierbar ist.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher ein Verfahren und eine Messvorrichtung
zu schaffen, mit welchen oben genannte Nachteile vermieden und insbesondere eine schnelle
und zuverlässige Einrichtung von Fertigteilplatten mit wenig Personalaufwand ermöglicht
wird. Weiterhin ist es eine Aufgabe der Erfindung einfache und standardisierte Messgeräte
für eine präzise Messung und Einrichtung der Fertigteile verwenden zu können.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche.
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren dient zum Einrichten eines Fertigteiles, insbesondere
einer Fertigteilplatte zum Bau einer Festen Fahrbahn. Mehrere hintereinander angeordnete
Fertigteile bilden eine Strecke. Die aus den Fertigteilen zusammengesetzte Strecke
weist Polygonpunkte auf, welche eine äußere Geometrie des Verlaufs der Strecke bestimmen.
Erfindungsgemäß wird an einem ersten Polygonpunkt ein Messgerät, insbesondere ein
Tachymeter an einem ersten Polygonpunkt aufgestellt und bezüglich mindestens eines
Zielpunktes orientiert, so dass hierdurch eine Orientierungslinie augebaut wird. Anschließend
werden Messpunkte des Fertigteiles ausgehend von dieser Zielpunktorientierung hinsichtlich
ihrer Ist-Position in Bezug zur Orientierungslinie vermessen und mit ihrer Soll-Position
verglichen. Entsprechend der Differenz zwischen Ist- und Soll-Position wird das Fertigteil
anschließend eingerichtet. Die Orientierung des Tachymeters und die Vermessung der
Ist-Position der Messpunkte des Fertigteiles geschieht dadurch, daß zwischen dem Tachymeter
und dem Zielpunkt eine Ziellinie bzw. Orientierungslinie geschaffen wird, von welcher
ausgehend die Position der Messpunkte ermittelt wird. Hierzu wird der Winkel zwischen
der Orientierungslinie und der Linie zwischen Tachymeter und Messpunkt sowie die Entfernung
des Messpunktes von dem Tachymeter festgestellt und mit Sollwerten verglichen. Stimmen
diese Sollwerte nicht mit den geforderten Istwerten überein, so wird das Fertigteil
in seiner Lage korrigiert. Im Gegensatz zu den einzelnen Polygonpunkten, welche die
äußere Geometrie des Streckenverlaufs bestimmen, sind die Ziellinien der einzelnen
Fertigteile Bestandteile der inneren Geometrie des Streckenverlaufs, d.h. sie bestimmen
die Nachbarschaftsgenauigkeit aufeinander folgender Fertigteile.
[0009] Erfindungsgemäß werden die Polygonpunkte nahe der Achse der Strecke gewählt. Diese
achsnahen Polygonpunkte unterliegen den Parametern der einzuhaltenden inneren Geometrie
in bezug auf deren Nachbarschaftsgenauigkeit. Dies bedeutet, daß benachbarte Polygonpunkte
nur eine äußerst geringe Abweichung von der geforderten inneren Geometrie aufweisen.
Insge-samt stellen die Polygonpunkte die äußere Geometrie des Streckenabschnittes
dar und können diesbezüglich eine größere Toleranz zulassen. Größenordnungen für die
Toleranz, die mit dem erfinderischen Messsystem ohne weiteres erreichbar sind, sind
bei Fertigteilen für den Bau einer Festen Fahrbahn hinsichtlich der Nachbarschaftsgenauigkeit
bzw. inneren Geometrie etwa +/- 0,2 mm. Die achsnahen Polygonpunkte haben den Vorteil,
daß sie die äußere Geometrie der Strecke abbilden und somit die tatsächliche Verlegung
der Strecke auf der durch die Polygonpunkte festgelegten Achse ermöglichen.
[0010] Vorteilhafterweise werden die Messpunkte hinsichtlich ihrer Lage zur Linie zwischen
Tachymeter und Zielpunkt vermessen. Maßgebend hierfür ist die Strecke zwischen Tachymeter
und Messpunkt und der Winkel zwischen der Ziellinie und der Linie von Tachymeter zum
Messpunkt. Für die Streckenmessung des Abstandes zwischen Tachymeter und Messpunkt
ist eine Toleranz von etwa +/- 1 mm bei der Verlegung einer Festen Fahrbahn unbedeutend.
Anstelle der Winkelabweichung von der Ziellinie kann auch die Querabweichung von der
Ziellinie zur Beurteilung der Genauigkeit des Messpunktes herangezogen werden. Dies
ist häufig sogar der bessere und einfachere Weg die Position des Messpunktes zu bestimmen.
Eine Toleranz von +/- 0,1 mm kann hierbei zulässig sein.
[0011] Mit diesen Toleranzen ist die Lage des Fertigteiles bzw. dessen Messpunkte von der
Soll-Linie, d. h. bezüglich der inneren Geometrie mit sehr hoher Genauigkeit gegeben.
Die Knicke zwischen den einzelnen Streckenabschnitten, welche durch die Fertigteile
bestimmt werden, sind hierdurch besonders gering. Es wird dabei davon ausgegangen,
daß die Fertigteile in sich sehr genau gefertigt sind. Der Betrieb schnell fahrender
Züge auf den Fertigteilen der Festen Fahrbahn ist somit sehr komfortabel und sicher
durchzuführen.
[0012] Die Messpunkte des Fertigteiles sind vorteilhafterweise Messprismen, welche an dem
Fertigteil angeordnet sind. Sie können entweder mit einer Lehre, welche beispielsweise
die Oberkante der Schienen simuliert, auf dem Fertigteil aufgesetzt sein und somit
indirekt die Position des Fertigteiles angeben, oder direkt an dem Fertigteil angeordnet
sein und somit die Lage des Fertigteiles unmittelbar angeben.
[0013] Besonders vorteilhaft ist es, wenn als Zielpunkt ein an einem Polygonpunkt angeordnetes
Messprisma verwendet wird. Das Messprisma eignet sich besonders gut zum Anvisieren
durch das Messgerät bzw. das Tachymeter. Ist das Messprisma an einem Polygonpunkt
angeordnet, so bildet die Linie zwischen Tachymeter und Polygonpunkt die Orientierungs-
bzw. Ziellinie, an welcher das Fertigteil ausgerichtet wird. Bei einer entsprechend
genauen Positionierung der einzelnen Polygonpunkte, des Tachymeters und des Messprismas
an dem jeweiligen Polygonpunkt wird eine ausreichend genaue Ziellinie geschaffen,
welche die Verlegung von Fertigteilen mit nur geringen Knicken ermöglicht.
[0014] Ist der Zielpunkt an einem fein gerichteten, vorzugsweise an dem zuletzt fein gerichteten
Fertigteil aufgestellt, so wird die Verlegung der aufeinanderfolgenden Fertigteile
noch genauer ermöglicht als dies bei der Anordnung des Zielpunktes an einem Polygonpunkt
der Fall ist. Eine mögliche Ungenauigkeit bei der Verlegung des zuletzt fein gerichteten
Fertigteiles wird damit ausgeglichen. Die tatsächliche innere Geometrie wird hierdurch
zusätzlich geglättet.
[0015] Vorteilhafterweise wird das Fertigteil mittels Justierelementen, insbesondere Spindeln
auf einem Untergrund, insbesondere einer hydraulisch gebundenen Tragschicht (HGT)
getragen. Durch ein Verdrehen der Spindeln wird das Fertigteil entsprechend den Vorgaben
der Vermessung in seine Soll-Position gebracht.
[0016] Werden die Justierelemente, insbesondere Spindeln vor dem Messen der Ist-Position
auf Bodenkontakt geschraubt, so wird eine definierte Lage der Spindeln und des Fertigteiles
geschaffen, von welcher ausgehend das Einrichten des Fertigteiles vorgenommen werden
kann.
[0017] Besonders einfach ist es, wenn der Bodenkontakt der Spindel über ein vordefiniertes
Drehmoment an der Spindel festgestellt wird. Sobald dieses Drehmoment an der Spindel
bzw. dem Schrauber anliegt, wird eine definierte Position der Spindel und des Fertigteiles
erhalten, von welcher ausgehend die Einstellung des Fertigteiles anschließend erfolgt.
Um eine zusätzliche Sicherheit beim Feinrichten der Fertigteile zu erhalten, ist es
vorteilhaft, wenn die Differenz zwischen Ist- und Soll-Position zuerst angezeigt wird
und vor dem tatsächlichen Einrichten des Fertigteiles freigegeben wird. Hierdurch
wird vermieden, daß bei einer fehlerhaften Messung das Fertigteil falsch eingerichtet
wird und die Messung und das Einrichten des Fertigteiles komplett neu durchgeführt
werden muß. Durch die Anzeige kann eine Plausibilitätskontrolle durchgeführt werden
und ggf. die Messung erneut erfolgen.
[0018] Werden die Spindeln mit automatisch angesteuerten Stellschraubern verstellt, so ist
eine sehr personalsparende, schnelle und zuverlässige Einrichtung des Fertigteiles
möglich.
[0019] Besonders einfach und vorteilhaft ist es, wenn die Vermessung der Messpunkte automatisch
erfolgt. Der Tachymeter führt die Feststellung der Ist-Position in allen Messpunkte
selbständig durch und zeigt anschließend die Justier- bzw. Stelldaten der Justierelemente,
insbesondere der Spindeln mittels einer Anzeigevorrichtung an. Das manuelle Anzielen
der einzelnen Messpunkte durch einen Bediener ist hierdurch nicht mehr erforderlich.
Nachdem die Ist-Position festgestellt, mit der Soll-Position verglichen und die Differenz
errechnet wurde, wird die Einrichtung des Fertigteiles, insbesondere durch die Verstellung
der Justierelemente, insbesondere der Spindeln vorgenommen. Anschließend werden die
Messpunkte erneut vermessen und mit deren Soll-Position verglichen. Ist die Differenz
immer noch außerhalb der zulässigen Toleranz, so wird der Feinrichtvorgang wiederholt,
bis die Differenz zwischen Ist- und Soll-Position einen vorbestimmten Wert nicht mehr
überschreitet.
[0020] Die letzten Messwerte des Feinrichtvorganges werden vorteilhafterweise als Messprotokoll
abgespeichert, um die Lage des Fertigteiles dokumentieren zu können und ggf. gegenüber
dem Bauherren belegen zu können.
[0021] Eine erfindungsgemäße Messvorrichtung, welche bei der Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens zum Einrichten eines Fertigteiles eingesetzt werden kann, weist die Merkmale
des Anspruchs 15 auf.
[0022] Die Messvorrichtung weist den besonderen Vorteil auf, daß sie bei mehreren Messprismen
die Zuordnung der einzelnen Messprismen zuei-nander schafft und somit eine Einstellung
dieser Messprismen zueinander bei dem Feinrichten eines Fertigteiles nicht mehr erforderlich
macht. Die Messvorrichtungbildet sozusagen eine Messlehre für das Einrichten des Fertigteiles.
Die Messprismen befinden sich hierbei an definierten Positionen in bezug auf das Fertigteil
und können somit bei der Vermessung einer beliebigen Anzahl von Fertigteilen eingehalten
werden. Nachdem ein Fertigteil eingerichtet worden ist, wird die Messvorrichtungvon
diesem Fertigteil entfernt und auf das nächste Fertigteil verbracht. Dort muß sie
nur grob positioniert werden, um in der Lage zu sein, die Zielpunkte für die Vermessung
des Fertigteiles zu schaffen.
[0023] Vorteilhafterweise ist das Messprisma der Messvorrichtungim Bereich einer Tragspindel
des Fertigteiles angeordnet. Hierdurch kann der gemessene Wert an dem Messprisma direkt
in eine Verstellung der Tragspindel umgesetzt werden. Es liegt hierdurch fest, daß
bei einer Verstellung der Spindel um einen bestimmten Betrag auch die Position des
Messprismas um diesen Betrag verändert wird. Eine zusätzliche Umrechnung ist damit
nicht erforder-lich.
[0024] Ist das Messprisma im Bereich eines Schienenstützpunktes angeordnet, so kann hierdurch
die Auflagerung einer Schiene auf dem Fertigteil einer Festen Fahrbahn vermessen werden.
Das Messprisma kann dabei direkt auf dem Schienenstützpunkt aufgesetzt werden oder
gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführung in einem vorbestimmten Abstand von
dem Schienenstützpunkt angeordnet sein und hierdurch beispielsweise dem Abstand der
Oberkante der Schiene von dem Fertigteil entsprechen.
[0025] Durch die Anordnung des Messprismas in einem definierten Abstand von dem Fertigteil
wird die später eingebaute Schiene simuliert und nach diesem für den Fahrbetrieb des
Zuges maßgebenden Punkt ausgerichtet.
[0026] Erfindungsgemäß sind an dem Messprismenträger zumindest zwei Messprismen angeordnet,
welche den Abstand zweier paralleler Schienen zueinander beschreiben, so wird die
Fertigteilplatte entsprechend dem Schienenverlauf ausgerichtet. Dies sorgt für einen
besonders komfortablen Betrieb des Schienenfahrzeuges, da Stöße vermieden werden.
Außerdem sind zusätzliche besondere Einstellmaßnahmen und Ausgleichsmaßnahmen an den
Schienen bei deren Montage kaum mehr erforderlich. Durch diese Anordnung werden auch
Höhenunterschiede in der Oberfläche des Fertigteiles in Spindelnähe ausgeglichen und
bewirken somit einen gleichmäßigen definierten Verlauf der Schienen.
[0027] Eine gute Vermessung und Positionierung der Messvorrichtungkann sichergestellt werden,
wenn der Messprismenträger erfindungsgemäß eine Einrichtung für das Messprisma aufweist,
welche auf einen Schienenstützpunkt aufsetzbar ist und dann dem Abstand eines Schienenkopfes
von dem Schienenstützpunkt entspricht. Die Einrichtung definiert somit einen Schienenkopf
in dem vordefinierten Abstand von seinem Lagerpunkt. Es kann hierbei auch ein Unterbau,
welcher beispielsweise in Form von Gummiplatten unter dem Schienenfuß angeordnet wird,
bei dem entsprechenden Abstand mit berücksichtigt werden.
[0028] Um mehrere Fertigteile nacheinander vermessen zu können, ist es besonders vorteilhaft,
wenn die Messvorrichtungauf dem Fertigteil verschiebbar ist. Hierzu können beispielsweise
Räder mit der Messvorrichtungverbunden sein, welche die Messvorrichtungauf dem Fertigteil
führen und nach dem Einrichten des Fertigteiles auf das nachfolgende Fertigteil geschoben
werden kann.
[0029] Ist an der Messvorrichtungzumindest ein Stellmotor zum Verstellen einer Tragspindel
des Fertigteiles angeordnet, so ist das Einrichten des Fertigteiles sehr schnell und
einfach durchzuführen. Bei einem entsprechenden Signal an den Stellmotor wird dieser
in Bewegung versetzt und dreht die Tragspindel des Fertigteiles um ein vorbestimmtes
Maß, um das Fertigteil anzuheben oder abzusenken.
[0030] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Stellmotor das Fertigteil sowohl in der Höhe
als auch quer zur Längsachse des Fertigteiles ausrichtet. Hierzu kann der selbe oder
ein weiterer Stellmotor vorgesehen sein, wobei ein Stellmotor für die Höhenverstellung
und ein weiterer Stellmotor für die Querverstellung des Fertigteiles bestimmt ist.
[0031] Für eine automatische Einstellung der Position des Fertigteiles ist vorteilhafterweise
vorgesehen, daß der Stellmotor über einen Computer oder eine Auswerteeinrichtung des
Tachymeters gesteuert ist. Die aus dem Tachymeter erhaltenen Messwerte können dabei
über die Steuerung direkt an die Stellmotoren weitergegeben werden und eine entsprechende
Verstellung des Fertigteiles in seine Soll-Position bewirken.
[0032] Mit einem Querneigungssensor kann in vorteilhafter Weise die Messung in Verbindung
mit einem aus drei in Reihe angeordneten Messprismen erfolgen und somit alternativ
die Lage des Fertigteiles bestimmen.
[0033] Weitere Vorteile der Erfindung sind in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen beschrieben.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine Draufsicht auf eine Messeinrichtung,
- Figur 2
- eine Querschnitt durch eine Fertigteilplatte mit einer Messvorrichtung und
- Figur 3
- die Draufsicht auf eine weitere Messanordnung.
[0034] Figur 1 zeigt eine Draufsicht auf eine Messanordnung an drei aufeinanderfolgenden
Fertigteilplatte 1 einer Festen Fahrbahn für schienengeführte Fahrzeuge. Jede der
Fertigteilplatten 1 weist Schienenstützpunkte 2 auf, auf welchen nach dem Einrichten
der Fertigteilplatte 1 Schienen für das schienengeführte Fahrzeug montiert werden.
Die links in der Figur teilweise eingezeichnete Fertigteilplatte 1 befindet sich bereits
in ihrer Soll-Lage, während die mittlere und rechte Fertigteilplatte 1' und 1" noch
eingerichtet werden müssen. Die Figur 1 zeigt das Einrichten der mittleren Fertigteilplatte
1'.
[0035] Zwischen den Fertigteilplatten 1 sind Polygonpunkte 3 bzw. 3' angeordnet. Die Polygonpunkte
markieren im wesentlichen die äußere Geometrie der Fahrstrecke. Innerhalb der äußeren
Geometrie, welche relativ große Abweichungen von der Soll-Geometrie aufweisen kann,
muß die innere Geometrie, d.h. der Verlauf des Polygons, das sich aus der Aneinanderreihung
einer Vielzahl von Fertigteilplatten 1 ergibt, möglichst gleichmäßig sein, um den
Fahrbetrieb des Fahrzeugs besonders komfortabel durchführen zu können.
[0036] Der Polygonpunkt 3 befindet sich zwischen der bereits eingerichteten Fertigteilplatte
1 und der einzurichtenden Fertigteilplatte 1'. Er diente für die Einrichtung der Fertigteilplatte
1 als Standpunkt für einen Tachymeter 4. Dieser Tachymeter 4 befindet sich nunmehr
auf dem Polygonpunkt 3' zum Einrichten der Fertigteilplatte 1'. Zum Orientieren des
Tachymeters 4 zielt der Tachymeter 4 mit einem Strahl auf ein Zielprisma 5, welches
sich auf dem Polygonpunkt 3 befindet. Zwischen dem Tachymeter 4 und dem Zielprisma
5 wird hierdurch eine Orientierungslinie 6 aufgebaut, nach welcher die Fertigteilplatte
1' ausgerichtet wird.
[0037] Auf der Fertigteilplatte 1' befindet sich eine Messvorrichtung 10. An der Messvorrichtung
10 sind sechs Messprismen 11.1 bis 11.6 angeordnet. Die Messprismen 11.1 bis 11.6
befinden sich an Stützpunkten 2 der Fertigteilplatte 1'. Außerdem befinden sich die
Messprismen 11.1 bis 11.6 in der Nähe von Spindeln 12, welche für die Justierung der
Fertigteilplatte 1' vorgesehen sind. Die Justierung der Spindeln 12 erfolgt mit Stellmotoren
13, welche die Spindel 12 mehr oder weniger weit in einem Gewinde dreht und somit
die Fertigteilplatte 1' hebt oder senkt.
[0038] Zum Messen der Ist-Lage der Fertigteilplatte 1 wird ausgehend von der Orientierungslinie
6 die Abweichung der einzelnen Messprismen 11.1 bis 11.6 mit Hilfe des Tachymeters
4 ermittelt. Hierzu wird der Abstand der einzelnen Messprismen 11.1 bis 11.6 vom Tachymeter
4 gemessen sowie der Winkel α zwischen der Orientierungslinie 6 und dem Messstrahl
14.1 bis 14.6 zu den einzelnen Messprismen 11.1 bis 11.6 festgestellt. Die Werte werden
verglichen mit einem vorgegebenen Soll-Wert. Liegen die beiden Werte innerhalb einer
zulässigen Toleranz, so ist die Fertigteilplatte 1' eingerichtet. Andernfalls wird
über ein Signal an die Stellmotoren 13 die jeweilige Spindel 12 betätigt und die Fertigteilplatte
1' in ihrer Lage verändert. Anschließend werden erneut Messungen auf die Messprismen
gestartet und die nunmehr vorliegende Position mit dem Soll-Wert verglichen. Dieses
Vorgehen geschieht solange bis sich die Soll- und die Ist-Werte in einem zulässigen
Toleranzbereich befinden.
[0039] Wenn die Fertigteilplatte 1' eingerichtet ist, wird die Messvorrichtung 10 abgebaut
und zur Fertigteilplatte 1" gebracht. Dies geschieht dadurch, daß das Tachymeter 4
auf einen nächsten Polygonpunkt 3 umgesetzt wird. Das Zielprisma 5 wird auf den Polygonpunkt
3' aufgesetzt und die Messvorrichtung 10 wird von der Fertigteilplatte 1' auf die
Fertigteilplatte 1" verfahren. Hierfür weist die Messvorrichtung 10 Räder 15 auf,
welche auf der Fertigteilplatte 1' und 1" abrollen können. Zur Spurhaltung der Messvorrichtung
10 weist sie neben den Rädern 15 noch Abstützräder 16 auf, welche seitlich an den
Fertigteilplatten 1 angreifen und somit die Messvorrichtung 10 auf der Fertigteilplatte
1 zentrieren. Die Messvorrichtung 10 wird anschließend auf der Fertigteilplatte 1"
so positioniert, daß die Stellmotoren 13 an den Spindeln 12 angreifen können und diese
zur Positionierung der Platte 1" drehen können. Der Messvorgang zum Einrichten der
Fertigteilplatte 1" wird dann in gleicher Weise wie bei der Platte 1' durchgeführt.
[0040] Alternativ oder zusätzlich zu diesen Messungen kann die Messung nur eines Richtstranges,
d.h. nur der Messprismen einer Reihe, also Messprismen 11.2, 11.4 und 11.6 oder 11.1,
11.3 und 11.5 durchgeführt werden. Als zusätzliche Messwerte werden dabei die Werte
von Querneigungssensoren 110 verwendet, welche die Querneigung der Platte 1 ausgehend
von den gemessenen Messprismen angeben. Auch hierdurch kann eine sehr genaue Feststellung
der Lage der Fertigteilplatte 1 erfolgen. Die Querneigungssensoren, auch Inklinometer
genannt, sind beispielsweise auf den Verbindungsstreben der Messvorrichtung 10 angeordnet.
Aus deren Signalen kann in Verbindung mit den Werten der Messprismen die erforderliche
Einstellung der Spindeln 17 errechnet werden.
[0041] Die Figur 2 zeigt einen Schnitt durch eine Fertigteilplatte 1, welche mit Spindeln
12 auf einer hydraulisch gebundenen Tragschicht 20 angeordnet ist. Die Spindeln 12
stützen die Fertigteilplatte 1 auf der Oberseite der Tragschicht 20 ab. In der Tragschicht
20 ist der Polygonpunkt 3 angeordnet, welcher die äußere Geometrie des Streckenverlaufs
definiert. An dem Polygonpunkt 3 ist das Tachymeter 4 angeordnet. Das Tachymeter 4
schickt einen Messstrahl 14.1 und 14.2 auf die Messprismen 11.1 und 11.2. Aus der
Lage dieser Messprismen 11.1 und 11.2 zu einer Soll-Lage wird die Lage der Fertigteilplatte
1 bestimmt.
[0042] Die Messprismen 11.1 und 11.2 befinden sich an der Messvorrichtung 10. Sie sind auf
die Stützpunkte 2 der Fertigteilplatte 1 mit Hilfe von Füßen 21 angeordnet. Die Füße
21 simulieren das später auf die Stützpunkte 2 montierte Gleis. Die Messprismen 11.1
und 11.2 sind somit auf einer Höhe, welche dem späteren Schienenkopf entspricht. Um
die Spurweite des Gleises ebenfalls bei der Vermessung der Fertigteilplatte 1 berücksichtigen
zu können, sind die beiden Messprismen 11.1 und 11.2 mit einer Verbindungsstange 22
verbunden.
[0043] Um das Verlegen der Messvorrichtung 10 von einer eingerichteten Fertigteilplatte
1 zu einer neuen Fertigteilplatte 1 zu befördern, weist die Messvorrichtung 10 Räder
15 auf. Die Füße 21, die Verbindungsstange 22 sowie die Stellmotoren 13 sind an der
Messvorrichtung 10 angeordnet. Die Verschiebung der Messvorrichtung 10 kann hierdurch
sehr schnell und ohne großen Personalaufwand durchgeführt werden.
[0044] Figur 3 zeigt ein Messverfahren, welches prinzipiell dem Messverfahren der Figur
1 entspricht, jedoch noch genauer hinsichtlich der inneren Geometrie arbeitet. Die
Festlegung der Orientierungslinie geschieht nicht mit dem Anpeilen eines Polygonpunktes
3, welcher nahe einer bereits eingerichteten Fertigteilplatte 1 ist. Die Orientierungslinie
6' wird vielmehr auf Punkte gerichtet, welche bereits exakt eingerichtet sind und
welche sich auf der Fertigteilplatte 1 befinden. Es wird hierzu eine Hilfsvorrichtung
25 auf Stützpunkten 2 der Fertigteilplatte 1 angeordnet, welche Zielprismen 5' aufweist.
Das Tachymeter 4 orientiert sich nunmehr an diesen Zielprismen 5', wodurch zwei Orientierungslinien
6' entstehen. Die Vermessung der Messprismen 11.1 bis 11.6 erfolgt nunmehr ausgehend
von den Orientierungslinien 6'. Eine Ungenauigkeit, welche zwischen dem Polygonpunkt
3 und der tatsächlich verlegten Fertigteilplatte 1 vorhanden ist, wird durch dieses
Einrichtverfahren eliminiert, da die tatsächliche Fertigteilplatte 1, welche bereits
eingerichtet ist, maßgebend ist.
[0045] Ein weitere Unterschied dieses Messverfahren im Vergleich zum Messverfahren gemäß
Figur 1 besteht darin, daß das Tachymeter 4 nicht am nächstgelegenen Polygonpunkt
3, sondern an einem weiter entfernten Polygonpunkt 3 angeordnet ist. Hierdurch entsteht
ein längerer Messstrahl, welcher eine genauere Messung und damit einen geringeren
Messfehler bewirkt. Die Fertigteilplatte 1' kann hierdurch noch genauer eingerichtet
werden.
[0046] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt,
insbesondere kann eine Kombination der beiden in Figur 1 und Figur 3 dargestellten
Ausführungen der Erfindung erfolgen. So kann beispielsweise das Tachymeter 4 näher
an der einzurichtenden Fertigteilplatte angeordnet werden als es in Figur 3 dargestellt
ist. Außerdem ist es nicht in jedem Falle erforderlich, daß die Einstellung der Spindeln
12 mittels Stellmotoren 13 erfolgt. Die Verstellung der Spindeln 12 kann selbstverständlich
auch manuell erfolgen. Im Übrigen ist es in den meisten Fällen ausreichend, wenn lediglich
eine Höheneinstellung mit den Spindeln 12 erfolgt. Die seitliche Justierung der Fertigteilplatte
mit den Spindeln 17 und ggf. daran angeschlossene Stellmotoren 13 wird nicht in jedem
Falle erforderlich sein. Sie kann auch manuell über entsprechende Justiereinrichtungen
eingestellt werden. An Stelle der Spindeln kann selbstverständlich auch ein anderes
gleichwirkendes Justierelement verwendet werden. Es eignen sich hierfür beispielsweise
Hydraulik- oder Pneumatikzylinder, welche die Fertigteilplatte in die gewünschte Position
bringen.
1. Verfahren zum Einrichten eines Fertigteiles (1), insbesondere einer Fertigteilplatte
zum Bau einer Festen Fahrbahn, das zusammen mit mehreren hintereinander angeordneten
Fertigteilen (1) eine Strecke bildet, mit Polygonpunkten (3), welche eine äußere Geometrie
des Verlaufs der Strecke bestimmen, dadurch gekennzeichnet, daß die Polygonpunkte (3) nahe der Achse der Strecke gewählt werden, daß ein Messgerät,
insbesondere ein Tachymeter (4) an einem ersten Polygonpunkt (3) aufgestellt wird,
daß das Messgerät bezüglich mindestens eines Zielpunktes (5; 5') orientiert wird,
so dass hierdurch eine Orientierungslinie (6, 6') aufgebaut wird, daß anschließend
mehrere Messpunkte des Fertigteiles (1) hinsichtlich ihrer Ist-Position in Bezug zur
Orientierungslinie (6, 6') vermessen und mit der Soll-Position verglichen werden,
und daß das Fertigteil (1) entsprechend der Differenz zwischen Ist- und Soll-Position
eingerichtet wird.
2. Verfahren nach dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß benachbarte Polygonpunkte (3) eine vorbestimmte Toleranz zur äußeren Geometrie nicht
überschreiten.
3. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Messpunkte an dem Fertigteil (1) angeordnete Messprismen (11) sind.
4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zielpunkt (5, 5') ein an einem Polygonpunkt (3) angeordnetes Messprisma (5) ist.
5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zielpunkt (5, 5') an einem feingerichteten, vorzugsweise an dem zuletzt feingerichteten
Fertigteil (1) aufgestellt wird.
6. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Fertigteil (1) mittels eines Justierelementes, insbesondere Spindeln (12) auf
einem Untergrund getragen wird.
7. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Justierelemente, insbesondere die Spindeln (12) vor dem Messen der Ist-Position
auf Bodenkontakt geschraubt werden.
8. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bodenkontakt der Spindel (12) über ein vorbestimmtes Drehmoment an der Spindel
(12) festgestellt wird.
9. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Differenz zwischen Ist- und Soll-Position und/oder Einstellwerte der Justierelemente,
insbesondere der Spindeln (12) angezeigt und vor dem Einrichten freigegeben werden.
10. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindeln (12) mit automatisch angesteuerten Stellschraubern (13) verstellt werden.
11. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vermessung der Messpunkte automatisch erfolgt.
12. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Feinrichtvorgang wiederholt wird, bis die Differenz zwischen Ist- und Soll-Position
einen vorbestimmten Wert nicht mehr überschreitet.
13. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die letzten Messwerte des Feinrichtvorganges als Messprotokoll abgespeichert werden.
14. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Messprisma (11) im Bereich des Justierelementes, insbesondere der Tragspindel
(12) des Fertigteiles (1) angeordnet wird.
15. Messvorrichtung (10) zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der
vorherigen Ansprüche 1 bis 14 mit mehreren, Messpunkte bildenden Messprismen (11),
wobei die Messvorrichtung (10) zur Anordnung an einer Fertigteilplatte (1) zum Bau
einer Festen Fahrbahn vorgesehen ist, wobei die Fertigteilplatte (1) eine Vielzahl
von in zwei Reihen angeordneten Schienenstützpunkten (2) für zwei parallel verlaufende
Schienen eines Gleises aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Messvorrichtung (10) voneinander in Längsrichtung der Messvorrichtung (10) beabstandete
Messprismenträger aufweist, welche jeweils zumindest zwei Messprismen (11.1; 11.2)
in Querrichtung der Messvorrichtung (10) zueinander in einem Abstand halten, der dem
Abstand der zwei später zu montierenden parallelen Schienen zueinander entspricht
und daß die Messprismenträger jeweils eine Einrichtung (21) für die Messprismen (11.1;
11.2) aufweisen, mittels derer der Messprismenträger derart auf den dafür vorgesehenen
und zu vermessenden Schienenstützpunkten (2) der Fertigteilplatte (1) aufsetzbar ist,
dass die Messprismen (11.1; 11.2) von dem entsprechenden Schienenstützpunkt (2) im
Abstand eines Schienenkopfes der später zu montierenden parallelen Schiene gehalten
sind.
16. Messvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Messvorrichtung (10) auf dem Fertigteil (1) verschiebbar ist.
17. Messvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Messvorrichtung (10) zumindest ein Stellmotor (13) zum Verstellen eines Justierelementes,
insbesondere einer Tragspindel (12) des Fertigteiles (1) angeordnet ist.
18. Messvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellmotor (13) das Fertigteil (1) in der Höhe und/oder quer zur Längsachse des
Fertigteiles (1) ausrichtet.
19. Messvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellmotor (13) von einem Computer oder einer Auswerteeinrichtung gesteuert ist.
20. Messvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Messvorrichtung (10) einen Querneigungssensor (110) aufweist.
1. A method for setting up a finished part (1), particularly a prefabricated slab for
building a solid roadway, forming a road together with a plurality of finished parts
(1) disposed one after the other, having polygon points (3) determining an external
geometry of the course of the road, characterized in that the polygon points (3) are selected near the axis of the road, that a measuring device,
particularly a tachymeter (4), is set up at a first polygon point (3), that the measuring
device is oriented with respect to at least one target point (5; 5'), so that an orientation
line (6, 6') is thereby established, that a plurality of measurement points of the
finished part (1) are subsequently measured in terms of the actual position thereof
relative to the orientation line (6, 6') and compared to the specified position, and
that the finished part (1) is set up according to the difference between the actual
and specified position.
2. The method according to the preceding claim, characterized in that adjacent polygon points (3) do not exceed a predefined tolerance to the external
geometry.
3. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the measurement points are measuring prisms (11) disposed on the finished part (1).
4. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the target point (5, 5') is a measuring prism disposed at a polygon point (3).
5. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the target point (5, 5') is set up on a precisely aligned finished part (1), preferably
the most recently precisely aligned finished part (1).
6. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the finished part (1) is supported by means of an adjusting element, particularly
spindles (12) on a subgrade.
7. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the adjusting elements, particularly the spindles (12), are screwed into contact
with the soil before measuring the actual position.
8. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the soil contact of the spindles (12) is determined by means of a predefined torque
on the spindle (12).
9. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the difference between the actual and the specified positions and/or the adjusting
values of the adjusting elements, particularly the spindles (12), are displayed and
approved prior to setting up
10. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the spindles (12) are adjusted by means of automatically controlled adjusting screwing
tool (13).
11. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the measuring of the measurement points takes place automatically.
12. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the precision aligning process is repeated until the difference between the actual
and specified positions no longer exceeds a predefined value.
13. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the last measured values of the precision aligning process are saved as a measurement
record.
14. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the measuring prism (11) is disposed in the region of the adjusting element, particularly
the support spindle (12) of the finished part (1).
15. A measuring device (10) for performing the method according to any one or more of
the preceding claims 1 through 14, having a plurality of measuring prisms (11) forming
measurement points, the measuring device (10) being provided for disposing on a finished
part (1) for constructing a solid roadway, the prefabricated slab (1) comprising a
plurality of rail support points (2) disposed in two rows for two rails of a track
running in parallel, characterized in that, the measuring device (10) comprises measuring prism supports spaced apart from each
other in the longitudinal direction of the measuring device (10), each holding at
least two measuring prisms (11.1; 11.2) spaced apart from each other in the transverse
direction of the measuring device (10) at a distance corresponding to the spacing
of the two parallel rails to be installed subsequently, and that the measuring prism
supports each comprise a device (21) for the measuring prisms (11.1; 11.2), by means
of which the measuring prism support can be placed on the rail support points (2)
of the prefabricated slab (1) that are provided for this purpose and that are to be
measured, such that the measuring prisms (11.1; 11.2) are held by the corresponding
rail support point (2) at the distance of a rail head of the parallel rails to be
installed subsequently.
16. The measuring device according to any one of the preceding claims, characterized in that the measuring device (10) can be displaced on the finished part (1).
17. The measuring device according to any one of the preceding claims, characterized in that at least one adjusting motor (13) for adjusting an adjusting element, particularly
a support spindle (12) of the finished part (1), is disposed on the measuring device
(10).
18. The measuring device according to any one of the preceding claims, characterized in that the adjusting motor (13) aligns the finished part (1) vertically and/or transversely
to the longitudinal axis of the finished part (1).
19. The measuring device according to any one of the preceding claims, characterized in that the adjusting motor (13) is controlled by a computer or an evaluation device.
20. The measuring device according to any one of the preceding claims, characterized in that the measuring device (10) comprises a transverse slope sensor (110).
1. Procédé pour ajuster un élément de construction préfabriqué (1), en particulier une
dalle préfabriquée pour la construction d'une voie de roulement rigide, qui constitue
un tronçon avec plusieurs éléments de construction préfabriqués (1) disposés les uns
après les autres, avec des points de polygone (3), qui déterminent une géométrie extérieure
de l'allure du tronçon, caractérisé en ce que les points de polygone (3) sont choisis près de l'axe du tronçon, qu'un appareil
de mesure, en particulier un tachymètre (4), est dressé à un premier point de polygone
(3), que l'appareil de mesure est orienté par rapport à au moins un point de visée
(5, 5') de sorte qu'une ligne d'orientation (6, 6') soit de ce fait établie, que la
position réelle de plusieurs points de mesure de l'élément de construction préfabriqué
(1) par rapport à la ligne d'orientation (6, 6') est ensuite mesurée et comparée avec
la position théorique, et que l'élément de construction préfabriqué (1) est ajusté
en fonction de la différence entre la position réelle et la position théorique.
2. Procédé selon la revendication précédente, caractérisé en ce que des points de polygone voisins (3) ne dépassent pas une tolérance prédéterminée par
rapport à la géométrie extérieure.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les points de mesure sont des prismes de mesure (11) disposés sur l'élément de construction
préfabriqué (1).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le point de visée (5, 5') est un prisme de mesure disposé à un point de polygone
(3).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le point de visée (5, 5') est dressé à un élément de construction préfabriqué (1)
précisément ajusté, de préférence au dernier élément de construction préfabriqué (1)
précisément ajusté.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de construction préfabriqué (1) est supporté par un élément d'ajustage,
en particulier des broches (12), sur un support.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments d'ajustage, en particulier les broches (12), sont boulonnés en contact
avec le sol avant la mesure de la position réelle.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le contact avec le sol des broches (12) est constaté via un couple de rotation prédéterminé
à la broche (12).
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la différence entre la position réelle et la position théorique et/ou les valeurs
de réglage des éléments d'ajustage, en particulier des broches (12), sont affichées
et validées avant l'ajustage.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les broches (12) sont réglées par des visseuses de réglage (13) à commande automatique.
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la mesure des points de mesure s'effectue automatiquement.
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'opération d'ajustage de précision est répétée jusqu'à ce que la différence entre
la position réelle et la position théorique ne dépasse plus une valeur prédéterminée.
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les dernières valeurs de mesure de l'opération d'ajustage de précision sont enregistrées
en tant que rapport de mesure.
14. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le prisme de mesure (11) est disposé dans la zone de l'élément d'ajustage, en particulier
des broches de support (12) de l'élément de construction préfabriqué (1).
15. Dispositif de mesure (10) pour l'exécution du procédé selon l'une ou plusieurs des
revendications 1 à 14 précédentes, avec plusieurs prismes de mesure (11) formant des
points de mesure, sachant que le dispositif de mesure (10) est destiné à être disposé
sur une dalle préfabriquée (1) pour la construction d'une voie de roulement rigide,
sachant que la dalle préfabriquée (1) présente une multitude de points d'appui de
rail (2) pour deux rails d'une voie ferrée s'étendant parallèlement, caractérisé en ce que le dispositif de mesure (10) présente des porte-prismes de mesure distancés les uns
des autres dans le sens longitudinal du dispositif de mesure (10), qui portent respectivement
au moins deux prismes de mesure (11.1 ; 11.2) dans le sens transversal du dispositif
de mesure (10) à une distance qui correspond à la distance entre les deux rails parallèles
devant être montés ultérieurement, et que les porte-prismes de mesure présentent respectivement
un dispositif (21) pour les prismes de mesure (11.1 ; 11.2), à l'aide duquel le porte-prisme
de mesure peut être posé sur les points d'appui de rail (2) de la dalle préfabriquée
(1) prévus à cet effet et devant être mesurés de sorte que les prismes de mesure (11.1
; 11.2) soient portés par le point d'appui de rail correspondant (2) à une certaine
distance d'un champignon de rail du rail parallèle devant être monté ultérieurement.
16. Dispositif de mesure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de mesure (10) est déplaçable sur l'élément de construction préfabriqué
(1).
17. Dispositif de mesure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un moteur de réglage (13) pour le réglage d'un élément d'ajustage, en particulier
d'une broche de support (12) de l'élément de construction préfabriqué (1), est disposé
au dispositif de mesure (10).
18. Dispositif de mesure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moteur de réglage (13) positionne l'élément de construction préfabriqué (1) en
hauteur et/ou perpendiculairement à l'axe longitudinal de l'élément de construction
préfabriqué (1).
19. Dispositif de mesure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moteur de réglage (13) est commandé par un ordinateur ou un dispositif d'évaluation.
20. Dispositif de mesure selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de mesure (10) comporte un capteur d'inclinaison transversale (110).
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