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(11) |
EP 1 589 152 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.12.2007 Patentblatt 2007/50 |
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Anmeldetag: 22.04.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Hochwasserschutzsystem
High water protection system
Système de protection contre les crues
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
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Priorität: |
22.04.2004 CH 6972004
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.10.2005 Patentblatt 2005/43 |
| (73) |
Patentinhaber: O. Aeschlimann AG |
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4800 Zofingen (CH) |
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Erfinder: |
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- Aeschlimann, Heinz
6362 Stansstad (CH)
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| (74) |
Vertreter: EGLI-EUROPEAN PATENT ATTORNEYS |
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Horneggstrasse 4
Postfach 8034 Zürich 8034 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 10 240 687 DE-C- 48 642 DE-U- 20 313 425
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DE-A- 19 531 922 DE-U- 7 831 215 FR-A- 2 295 174
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Hochwasserschutzsystem typischerweise mit einer Vielzahl
von Schutzelementen, bei dem durch hochklappbare Schutzelemente ein Hochwasserschutz
errichtet wird.
[0002] Hochwasserschutz ist insbesondere in dichtbesiedelten Gebieten, die durch Flüsse,
Seen oder auch durch ihre Meeresnähe hochwassergefährdet sind, ein bekanntes Problem.
Aber auch zum Schutz wichtiger ziviler oder sogar militärischer Anlagen und Einrichtungen
ist ein funktionierender Hochwasserschutz eine immer wichtiger werdende Aufgabe. Während
in Gebieten mit häufigem oder ständigem Gefährdungspotential, insbesondere in Küstengebieten
mit Sturmflutgefahr, üblicherweise Deiche mit einer dem maximalen Gefährdungspotential
entsprechenden Schutzhöhe zum Einsatz kommen, wurde lange Zeit in Gebieten mit nur
gelegentlichem Hochwassergefährdungspotential auf Notmassnahmen, z.B. mit dem Schutz
von Gebieten mit Sandsäcken oder ausnahmsweise mit Dammbalken, bei akuter Gefahr zurückgegriffen.
[0003] Insbesondere an Flüssen und anderen Gewässern mit ähnlichem Gefährdungspotential
war aber seit langem auch ein anderer Hochwasserschutz bekannt und üblich, nämlich
die Flutung von speziellen Überflutungsgebieten, bei denen, z.B. als Wiesen, kein
nennenswerter Schaden zu befürchten war. Durch dieses gesteuerte Fluten wurde der
Hochwasserpegel an den gefährdeten Stellen massiv gesenkt und damit das akute Gefährdungspotential
vermindert.
[0004] Durch gestiegenen Zivilisationsdruck aber wurde die Ausweisung von entsprechenden
Überflutungsgebieten immer schwieriger, so dass in den letzten Jahren an vielen Stellen
der Welt Überschwemmungen auch von besiedeltem Gebiet mit untragbar grossen Schäden
auftraten. Zudem ist auch das von den Gewässern ausgehende Gefährdungspotential dadurch
angestiegen, dass insbesondere Flüsse mehr und mehr begradigt, kanalisiert oder auf
andere Art eingeengt wurden, so dass ihnen ihre natürlichen Ausweichmöglichkeiten
im Hochwasserfall genommen wurden.
[0005] Grundsätzlich ist es möglich, mit Dämmen und Deichen entsprechender Bauhöhe die Gefährdung
von besiedeltem Gebiet zu mindern oder ganz auszuschalten. Allerdings verlaufen die
Grenzen zwischen dem Gewässer, von dem die Gefährdung ausgeht und den gefährdeten
Zonen in vielen Fällen gerade in besiedeltem Gebiet, so dass eine Verbauung mit solchen
Dämmen und Deichen nicht auf die zur Sicherung notwendige Akzeptanz stösst. Zumeist
wird zudem gewünscht oder verlangt, dass die baulichen Massnahmen nicht oder nur wenig
störend wirken, wenn die Gefährdung nicht akut ist, also bei normalem oder nur gering
erhöhtem Wasserstand.
[0006] Seit langem ist es bekannt, mit baulichen Massnahmen Schutzzonen gegen Überschwemmungen
zu schaffen, wobei die Schutzelemente ohne akute Gefährdung ganz oder teilweise abgesenkt
werden können. Dabei gibt es grundsätzlich verschiedene Schutzmöglichkeiten, wie das
vertikale Ausfahren von Schutzwänden oder das Hochklappen von Schutzelementen, wobei
- je nach den baulichen und bedrohungsseitigen Rahmenbedingungen - einer der Möglichkeiten
der Vorzug zu geben ist.
[0007] Aus der
DE-195 14 205 A1 ist z.B. eine bauliche Massnahme mit klappbaren Elementen bekannt, bei der eine Aufnahmekammer
einerseits eine flutbare Schwimmkammer und andererseits eine Einschwenkkammer umfasst
und das Schwenkelement aus der Horizontalen in die Vertikale geschwenkt wird. Die
dort beschriebene bauliche Massnahme basiert auf der Grundidee, das Ausschwenken durch
das Aufschwimmen der als Pontonteile ausgebildeten Schutzwand in der Schwimmkammer
zu bewirken oder zumindest zu unterstützen. Dies hat sich aber nicht als vorteilhaft
herausgestellt. Weiterhin soll die Fläche der Schutzelemente zu den Zeitpunkten, in
denen keine akute Gefährdung stattfindet, für andere Zwecke genutzt werden, wie z.B.
als Fusswege, als Fahrwege etc.
[0008] Aus der
WO 99/24675 A1 ist ein Hochwasserschutz bekannt, bei dem auf die Schwimmkammer bereits verzichtet
werden kann und bei dem mit Hilfe einer Antriebseinrichtung die Schutzstellung im
aufgeklappten Zustand oder die Ruhestellung eingenommen werden kann. Im aufgeklappten
Zustand wird dabei ein Teil der Klappwand in einen Kanalunterbau abgesenkt. In der
WO 99/24675 A1 wird dabei vorgeschlagen, die Antriebseinrichtung im oder am Drehlager wirksam werden
zu lassen.
[0009] Aus dem deutschen Gebrauchsmuster
DE-202 04 097 U1 ist ein aus der
WO 99/24675 A1 weiterentwickelter Hochwasserschutz mit klappbaren Elementen bekannt, der ebenso
einen Kanal zum Absenken eines Teils der Klappelemente und zur Aufnahme der Antriebselemente
aufweist.
[0010] Bei einer Abschätzung der Durchführbarkeit von solchen permanenten Hochwasserschutzsystemen
hat sich nun ergeben, dass der Aufwand - und damit die Kosten - für einen solchen
Hochwasserschutz so erheblich sein kann, dass eine planmässige Verbauung insbesondere
über eine grössere Schutzlänge nicht realisiert werden kann. Damit wird der Wert der
vorstehend diskutierten Schutzsysteme nicht in Frage gestellt, lediglich bei längeren
Verbauungslinien sind auch Alternativen permanenter Hochwasserschutzverbauung mit
beweglichen, in Ruhestellung nicht störenden Schutzelementen zu suchen.
[0011] Weiterhin wird von dem durch die vorliegende Erfindung vorgeschlagenen Hochwasserschutzsystem
verlangt werden müssen, dass eine Verbauung einfach und schnell ausgeführt werden
können muss und dass das "Aufrichten" der Schutzelemente mit einfachen Mitteln durchgeführt
werden kann.
[0012] In der
DE-A-102 40 687 ist eine Schutzanlage für den Einsatz bei Hochwasser vorgeschlagen worden, bei der
die nebeneinander zu verlegenden Elemente jeweils aus einem geneigten Schild und einem
horizontalen Schild bestehen, die durch Gelenke verbunden sind. Die Neigung des geneigten
Schildes wird dabei durch eine Stütze bewirkt, die am Ende des horizontalen Schildes
durch ein Gelenk befestigt ist und das geneigte Schild mit Hilfe eines Elementes aus
einem Winkeleisen stützt. Dieser Vorschlag bildet gemäss der vorliegenden Erfindung
den nächstliegenden Stand der Technik und ist deshalb im Oberbegriff von Anspruch
1 reflektiert.
[0013] Als weiteres Problem hat sich herausgestellt, dass die eingesetzten Schutzelemente
im Boden so gut verankert sein müssen, dass sie auch bei einem Anschwellen des Grundwasserpegels
fest in ihrer Verankerung verbleiben. Insbesondere ist es wünschenswert, dass im eingeklappten
Zustand des Hochwasserschutzsystems die Verbauungslinie strassenartig befahrbar sein
soll. Bei der Verlegung sind weiterhin Massnahmen vorzusehen, die ein Einfrieren durch
Regenwasser und damit ein ungestörtes Aufklappen auch in einem solchen Zustand verhindern.
Wie sich herausgestellt hat, sind diese Aufgaben mit der
DE-A-102 40 687 noch nicht gelöst.
[0014] Die vorstehend beschriebenen Probleme mit den bestehenden, zuvor vorgeschlagenen
Hochwasserschutzsystemen gilt es also durch die vorliegende Erfindung zu lösen.
[0015] Die Erfindung löst die Aufgabe durch einen Hochwasserschutz nach Anspruch 1 und ein
Verfahren nach Anspruch 16. Dabei haben die Massnahmen der Erfindung zunächst einmal
zur Folge, dass die Grundplatten gegeneinander abgedichtet sind und dass eine relativ
einfache und wenig aufwendige Konstruktion standardisiert implementiert werden kann,
ohne dass an den Schutzanforderungen gegenüber der Hochwasserbedrohung irgendwelche
Abstriche gemacht werden müssten. Als weiteres haben die Massnahmen der Erfindung
zur Folge, dass auf ein eigenes, allenfalls anfälliges Antriebssystem für das Aufrichten
der Schutzelemente verzichtet werden kann, ohne dass dabei ein hoher händischer Aufwand
notwendig wird. Dazu tragen die Massnahmen der Erfindung in ihrer Kombination bei.
Durch die spezielle Art des Zusammenspiels der Elemente ist insbesondere berücksichtigt,
dass ein Festfrieren der Elemente durch eingedrungenes Regenwasser etc. ein sicheres
Öffnen verhindert. Bei einer entsprechenden Auslegung der Dicke der Elemente ist zudem
ein sicheres Befahren ohne Beschädigung der Elemente im eingeklappten Zustand möglich,
da - im Gegensatz zu der in der
DE-A-102 40 687 vorgeschlagenen Lösung - eine sich berührende Klappfläche gewährleistet werden kann.
[0016] Das Hochwasserschutzsystem umfasst eine Vielzahl von Schutzelementen, die jeweils
zumindest eine erste, schwenkbare Schutzplatte zur Ausbildung einer Schutzwand in
einem in eine Schrägstellung geschwenkten Zustand und zur Ausbildung einer im wesentlichen
ebenen Fläche in einem horizontalen, schutzwirkungsfreien Zustand, eine zweite, in
etwa waagerecht am Boden festinstallierte Grundplatte, zumindest zwei Stützmittel
- vorzugsweise Schwerlastdeckenstützen mit Kopfplatten - zum Abstützen der Schutzplatten
in der in Schrägstellung geschwenktem Zustand, Dichtmittel zum Abdichten der Schutzplatte
gegen die Grundplatte und zum Abdichten von zwei nebeneinander angeordneten Schutzplatten
gegeneinander, nämlich Dichtbänder, die ohne Reibungsfläche eingesetzt werden können.
Die Dichtmittel wirken dann dichtend, wenn sich die Schutzplatten in aufgeschwenkten
Schutzzustand befinden.
[0017] Nicht unterschätzt werden sollte das Merkmal, dass die Schutzplatten überlappende
Fugen aufweisen, die dann beim Wasseranstau durch den Wasserdruck verstärkend abdichten.
[0018] Weiterhin nicht unterschätzt werden sollte das Merkmal, dass die Grundplatten unten
jeweils zu der Seite der benachbarten Grundplatte angefast sind, da sie so zuverlässig
mit minimalem Abstand durch den Einsatz von Hilfsmitteln (z.B. Hubstaplern) verlegt
werden können.
[0019] Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
dargelegt.
[0020] Die vorgenannten sowie die beanspruchten und in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen
beschriebenen erfindungsgemäss zu verwendenden Elemente unterliegen in ihrer Größe,
Formgestaltung, Materialverwendung und technischen Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen,
so dass die in dem jeweiligen Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt
Anwendung finden können.
[0021] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung der dazugehörigen Zeichnungen, in denen -
beispielhaft - ein Hochwasserschutzsystem zur vorliegenden Erfindung erläutert wird.
[0022] In den Zeichnungen zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht der Hochwasserschutzanordnung gemäss einem ersten Ausführungsbeispiel
zur vorliegenden Erfindung;
- Figur 2
- eine Vorderansicht von mehreren Elementen nach Figur 1;
- Figur 3
- eine Ansicht von nebeneinander liegenden Bodenplatten der Hochwasserschutzanordnung
gemäss der bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung;
- Figur 4
- eine Detailansicht einer Scharnieranordnung von der Seite zur Hochwasserschutzanordnung
gemäss der bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung;
- Figur 4a
- eine Ansicht nach Figur 4 von oben;
- Figur 5
- eine Ansicht der Stützenauflager in der Grundplatte und der Schutzplatte gemäss der
bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung;
- Figur 6
- eine Detailansicht der Verbindung zwischen zwei Grundplatten gemäss der vorliegenden
Erfindung, von der Landseite;
- Figur 7
- eine Ansicht nach Figur 6, vor dem Einbringen der Vergussbetonmasse, mit den Bewehrungselementen;
- Figur 8
- eine Detailansicht der Verbindung zwischen zwei Grundplatten gemäss der vorliegenden
Erfindung, von der Wasserseite, mit Darstellung der Anfasung im Bereich des Scharniersystems;
- Figur 9
- eine Ansicht nach Figur 8, vor dem Einbringen der Vergussbetonmasse, mit den Bewehrungselementen;
- Figur 10
- eine Ansicht des wasserseitig eingelegten Fugendichtprofils bei den Grundplatten im
Anfasungsbereich.
[0023] Das in Figur 1 als Ganzes mit 100 bezeichnete Hochwasserschutzsystem besteht aus
einem Bodenelement als auf einem L-förmigen Stahlbetonfundament 60 aufgebrachte Grundplatte
30 und einen an der Grundplatte 30 aus armiertem Beton mit einer Scharnier 40 schwenkbar
befestigten Schutzplatte 20 - ebenfalls aus armierten Beton. An der vorderen Seite,
die im Einbau der Trockenseite entspricht, ist ein Abschlussfundament 210 zu sehen,
üblicherweise ein Strassen- oder Bauwerksabschluss. An der hinteren Seite, die beim
Einbau der Wasserseite entspricht, bildet das Abschlussfundament 220 zu den Plattenseiten
hin einen Kanal aus, um ein problemloses Schwenken der Schutzplatte 20 zu ermöglichen.
[0024] In der Bodenplatte 30 sind Verankerungsbohrungen 36 - im vorliegenden Ausführungsbeispiel
weist jede Grundplatte 30 vier Verankerungsbohrungen auf - zu sehen, mit denen die
Grundplatte 30 am - im vorliegenden Ausführungsbeispiel L-förmigen - Stahlbetonfundament
60 mit Hilfe von Verbundankern befestigt ist. In Figur 2 sind die im vorliegenden
Ausführungsbeispiel verwendeten Schutzplatten 20 zu sehen.
[0025] In Figur 3 sind entsprechend die nebeneinander angeordneten Grundplatten 30 dargestellt,
die untereinander mit einer Vergussbetonmasse 72 abgedichtet sind. Die Vergussbetonmasse
72 hat dabei ein E-Modul, das so ausgewählt ist, dass die Ausbetonierung erfolgt,
ohne dass Schwindrisse auftreten. Die Vergussbetonmasse wird dabei in einen Bereich
eingefüllt, die durch Aussparungen jeweils an den Rändern der Grundplatten 30 ausgebildet
sind und in die hinein Anschlussarmierungsbügel stehen, die sich nach der fertigen
Montage der Elemente gegenseitig überlappen. In Querrichtung der Betonelemente werden
so genannte Verteilungseisen eingesetzt bevor die Ausbetonierung mit dem speziellen
Vergussbeton mit Dichtungszusatz vorgenommen wird.
[0026] Figur 4 zeigt die Scharniereinrichtung 40 für die Schwenkbewegung der Schutzplatte
20 gegen die Grundplatte 30. Es hat sich herausgestellt, dass für eine Platte mit
einer Länge von 6 m (bezogen auf die Bodenplatte 30) zwei Chromstahlscharniere mit
einer Länge von 150 mm und einer Dicke von 20 mm ausreichen. Im Ausführungsbeispiel
sind - besonders vorteilhaft - Verankerungsplatten 42 und 43 mit einer Dicke von 20
mm und einer Tiefe von typischerweise 70 bis 120 mm - im Ausführungsbeispiel von 90
mm - in die Schutzplatte 20 bzw. in die Grundplatte 30 in einem Winkel von ca. 45°
eingearbeitet. Wie auch aus der Figur 4 hervorgeht, sind die beiden Platten 20 und
30 mit einem Winkel von ca. 30° und einer Tiefe von ca. 370 mm angefast, um einen
Öffnungsbereich für das Öffnen des Scharniers und damit des Aufschwenkens der Schutzplatte
20 zu ermöglichen. In diesem angefasten Bereich, im beschriebenen Ausführungsbeispiel
in etwa in der Mitte, sind sowohl an der Grundplatte 30 wie auch an der Schutzplatte
20 über die gesamte Länge der Platten Dichtbänder 70 angeordnet. Dieser Zusammenhang
geht auch aus Fig. 10 hervor.
[0027] In Figur 5 ist die Ausgestaltung der Stützenauflager 52 dargestellt. Die Stützenauflager
52 weisen seitlich eine Halterung 58 auf, in die die Kopfplatten 56 der Schwerlastdeckenstützen
50 eingeschoben werden. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind Schwerlastdeckenstützen
nach DIN 4424 vorgesehen, um allenfalls ein Standardteil verwenden zu können. Die
Stützenauflager 52 sind in den Schutzplatten 20 wie auch in den Bodenplatten 30 mit
Hilfe der Kopfbolzendübel 54 verankert und weisen im vorliegenden Ausführungsbeispiel
einen Winkel von 30° bis 45° gegenüber der Plattenoberfläche auf, damit sie die Kopfplatten
56 der Schwerlastdeckenstützen 50 eben abstützen können.
[0028] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind in den Bodenplatten 30 Aussparungen zur
Aufnahme der Schwerlastdeckenstützen 50 im Ruhezustand des Hochwasserschutzsystems
vorgesehen.
[0029] Aus den vorstehend beschriebenen geometrischen Verhältnissen ergibt sich der besonders
vorteilhafte Schutzmechanismus des erfindungsgemässen Hochwasserschutzsystems, bei
dem nämlich ein Aufschwenken der Schutzplatte 20 um ca. 60° vorgesehen ist. Falls
dieser Winkel abgeändert werden soll, muss - neben der Länge der nachstehend beschriebenen.
Stützen 50 und der Einbauanordnung - dazu der Winkel der Anfasung der beiden Platten
20 und 30 geändert werden. Allerdings hat sich herausgestellt, dass ein Aufschwenken
der Schutzplatten 20 um 55° bis 65°, vorzugsweise in etwa 60° die besten statischen
Verhältnisse ermöglicht.
[0030] Das Aufrichten der Schutzplatten 20 ist gemäss der vorliegenden Erfindung mit Hilfe
einer Hebeeinrichtung (Schwenkkran) vorgesehen, die die einzelnen Schutzplatten 20
des Hochwasserschutzsystems nacheinander aufrichtet und somit einen Schutzwall herstellt.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel müssen selbstverständlich die Schutzplatten 20
mit der oben ausgebildeten Verbreiterung jeweils zuerst aufgerichtet werden. Grundsätzlich
ist für das hier beschriebene Hochwasserschutzsystem auch ein händisches Aufrichten
der Schutzplatten 20 möglich, allerdings erfordert dies einen Einsatz von einigen
Personen. Nach dem Aufrichten der Schutzplatten 20 werden sodann jeweils zwei der
vorstehend beschriebenen Schwerlastdeckenstützen 50 pro Schutzplatte 20 in die Halterung
für die Kopfplatten eingeschoben und können allenfalls noch durch ein Sicherungselement
(Befestigungsmittel wie Schraubbolzen, Splint oder ähnliches) gesichert werden.
[0031] Im Weiteren wird beschrieben, wie die Hochwaaserechutzelemente seitlich an bestehende
Bauten etc. angeschlossen werden können. Dabei werden die Bauten zum Beispiel mit
Einrichtungen versehen, die den Fugendichtungen zwischen den einzelnen Schutzplatten
20 entsprechen bzw. gleichwirkend sind. Dies kann durch schräge Vorsprünge wie bei
den Schutzplatten 20 bewirkt werden. Möglich und vorgesehen ist es aber auch, dass
die schräg aufgerichteten Schutzplatten nach dem Aufrichten temporär dichtend mit
den entsprechenden Bauten verbunden werden, z.B. durch Metallwinkel etc. Dazu sind
dann Gewindeelemente in den äusseren Schutzplatten 20 vorgesehen, um solche Winkel
an den Schutzplatten dichtend zu befestigen.
[0032] Bei einer Richtungsänderung der Verbauungslinie des Hochwasserschutzsystems gemäss
dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen,
an Stelle der Grundplatten ein der Liegehöhe der Schutzplatte entsprechendes Fundament,
z.B. mit dem vorgesehenen Winkel der Richtungsänderung, bereitzustellen. Weiterhin
ist für ein solches Teilstück vorgesehen, mit vorgefertigten, entsprechend der Änderung
der Verbauungslinie geformten Blechplatten die entsprechende Schutzlücke zu schliessen.
Solche Blechplatten werden, wie oben für die Metallwinkel beschrieben, an die aufgerichteten
Schutzplatten angeschraubt.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 20
- Schutzplatte
- 24
- überlappende Fuge
- 26
- Verbreiterung
- 28
- Verbreiterung
- 30
- Bodenplatte
- 36
- Verankerungsbohrungen
- 40
- Scharnier
- 42
- Verankerungsplatte
- 43
- Verankerungsplatte
- 50
- Schwerlastdeckendübel
- 52
- Stützenauflager
- 54
- Kopfbolzendübel
- 58
- Halterung
- 60
- Stahlbetonfundament
- 70
- Dichtband
- 72
- Aussparung (vergossen)
- 210
- Abschlussfundament
- 220
- Abschlussfundament
1. Hochwasserschutzsystem mit einer Vielzahl von Schutzelementen, wobei die Schutzelemente
zumindest umfassen
- eine erste, schwenkbare Schutzplatte (20) zur Ausbildung einer Schutzwand in einem
in eine Schrägstellung geschwenkten Zustand und zur Ausbildung einer im wesentlichen
ebenen Fläche in einem horizontalen, schutzwirkungsfreien Zustand,
- eine zweite, in etwa waagerecht am Boden festinstallierte Grundplatte (30), wobei
die Schutzplatte (20) und die Grundplatte (30) mit einem Dreh- oder Schwenklagermittel
(40) schwenkbar verbunden sind und wobei die Grundplatte (30) Mittel zur Verankerung
im Boden aufweist,
- Stützmittel (50) zum Abstützen der Schutzplatte (20) in der in Schrägstellung geschwenktem
Zustand,
- ein erstes Dichtmittel (70) zum Abdichten der Schutzplatte (20) gegen die Grundplatte
(30), wobei das Dichtmittel zumindest dann dichtend wirkt, wenn sich die Schutzplatte
(20) im aufgeschwenkten Schutzzustand befindet,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Grundplatte (30) Mittel aufweist, mit der sie mit jeweils einer benachbart angeordneten
Grundplatte verbunden werden kann, wobei
- die Mittel zumindest eine Aussparung am Rand der Grundplatte und in die Aussparung
hineinragende Bewehrungselemente umfassen,
- die Aussparung so dimensioniert ist, dass zwei nebeneinanderliegende Grundplatten
durch Vergussbeton miteinander verbunden werden können.
2. Hochwasserschutzsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewehrungselemente als Anschlussarmierungsbügel vorgesehen sind und die Grundplatten
so miteinander durch Vergussbeton verbunden sind, dass die Armierungsbügel und die
Aussparungen vergossen sind.
3. Hochwasserschutzsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als vergussbeton ein Material bezüglich des E-Moduls so ausgewählt ist, dass die
Ausbetonierung ohne Auftreten von Schwindrissen ausgeführt werden kann.
4. Hochwasserschutzsystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte unten jeweils zu der Seite der benachbarten Grundplatte angefast
sind.
5. Hochwasserschutzsystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte und die Schutzplatte jeweils im Bereich ihrer Verbindungslinie gegeneinander
zusammen genommen etwa um den vorgesehenen Schwenkwinkel angefast sind.
6. Hochwasserschutzsystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein zweites Dichtmittel (70) zum Abdichten von zwei nebeneinander angeordneten Schutzplatten
(20) gegeneinander, wobei das zweite Dichtmittel dann dichtend wirkt, wenn sich die
Schutzplatten (20) im aufgeschwenkten Schutzzustand befinden.
7. Hochwasserschutzsystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtmittel Dichtbänder (70) umfassen.
8. Hochwasserschutzsystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplatten (20) überlappende Fugen (24) aufweisen.
9. Hochwasserschutzsystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite, als Dichtbänder (70) ausgebildete Dichtmittel in einer überlappenden
Fuge (24) zwischen jeweils zwei Schutzplatten (20) ausgebildet ist.
10. Hochwasserschutzsystem nach Anspruch 8 oder 9, gekennzeichnet durch Schutzplatten (20) unterschiedlichen Typs, wobei ein Typ von Schutzplatte (20) zu
beiden Seiten eine im liegenden Zustand unten herausragende Verbreiterung (26) und
der andere Typ von Schutzplatte (20) zu beiden Seiten eine im liegenden Zustand oben
herausragende Verbreiterung (28) aufweist und wobei die Verbreiterungen (26, 28) in
etwa die halbe Dicke der Schutzplatten (20) einnehmen.
11. Hochwasserschutzsystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützmittel (50) jeweils als Schwerlastdeckenstütze mit Kopfplatten (56) ausgebildet
sind.
12. Hochwasserschutzsystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplatte (20) und die Grundplatte (30) jeweils Stützenauflager (52) mit Kopfbolzen
(54) und eine Halterung (58) für die Kopfplatten (56) der Stützen (50) aufweisen.
13. Hochwasserschutzsystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (30) eine Wasserabfluesrinne (32) aufweist.
14. Hochwasserschutzsystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Grundplatte (30) mit Verbundankern an einem Fundament befestigt ist, wobei das
Fundament vorzugsweise als L-förmiges Stahlbetonfundament (60) ausgebildet ist.
15. Hochwasserschutzsystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Justiereinrichtungen an den Grundplatten (30) zum Einjustieren
der Platten auf dem Fundament (60).
16. Verfahren zum Versetzen von Schutzelementen eines Hochwasserschutzsystems, wobei die
Schutzelemente zumindest umfassen
- eine erste, schwenkbare Schutzplatte (20) zur Ausbildung einer Schutzwand in einem
in eine Schrägstellung geschwenkten Zustand und zur Ausbildung einer im wesentlichen
ebenen Fläche in einem horizontalen, schutzwirkungsfreien Zustand,
- eine zweite, in etwa waagerecht am Boden festinstallierte Grundplatte (30), wobei
die Schutzplatte (20) und die Grundplatte (30) mit einem Dreh- oder Schwenklagermittel
(40) schwenkbar verbunden sind und wobei die Grundplatte (30) Mittel zur Verankerung
im Boden aufweist,
- Stützmittel (50) zum Abstützen der Schutzplatte (20) in der in Schrägstellung geschwenktem
Zustand,
- ein erstes Dichtmittel (70) zum Abdichten der Schutzplatte (20) gegen die Grundplatte
(30), wobei das Dichtmittel zumindest dann dichtend wirkt, wenn sich die Schutzplatte
(20) im aufgeschwenkten Schutzzustand befindet,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Grundplatte (30) mit jeweils einer benachbart angeordneten Grundplatte verbunden
wird, wobei
- eine Aussparung am Rand der Grundplatte mit in die Aussparung hineinragende Bewehrungselemente
durch Vergussbeton miteinander verbunden wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass als Bewehrungselemente Anschlussarmierungsbügel verwendet werden und die Grundplatten
miteinander durch Vergussbeton verbunden werden, wobei die Armierungsbügel und die
Aussparungen vergossen sind.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass als Vergussbeton ein Material bezüglich des E-Moduls verwendet wird, dass die Ausbetonierung
ohne Auftreten von Schwindrissen ausgeführt werden kann.
1. High-water protection system having a plurality of protective elements, wherein the
protective elements comprise at least
- a first, pivotable, protective plate (20), for constituting a protective wall when
said plate has been pivoted into an oblique position, and for constituting a substantially
flat surface when said plate is in a horizontal state without protective effect,
- a second, base plate (30), which is installed on the ground in a fixed and approximately
horizontal manner, the protective plate (20) and the base plate (30) being pivotally
connected to a rotary or pivoting bearing means (40), and the base plate (30) having
means for anchorage in the ground,
- support means (50), for supporting the protective plate (20) when said plate has
been pivoted into an oblique position,
- a first sealing means (70), for sealing the protective plate (20) in respect of
the base plate (30), the sealing means acting with sealing effect at least when the
protective plate (20) has been pivoted up into the protective state,
characterized in that
- the base plate (30) has means by which it can be connected, respectively, to an
adjacently arranged base plate,
- the means comprising at least one recess at the edge of the base plate, and reinforcing
elements which project into the recess,
- the recess being of such dimensions that two mutually adjacent base plates can be
connected to each another by grout concrete.
2. High-water protection system according to claim 1, characterized in that the reinforcing elements are provided as connection reinforcement stirrups and the
base plates are connected to each other by grout concrete in such a way that the reinforcement
stirrups and the recesses are sealed-in.
3. High-water protection system according to claim 2, characterized in that as grout concrete a material is selected such, in respect of the modulus of elasticity,
that the filling with concrete can be performed without the occurrence of contraction
cracks.
4. High-water protection system according to any one of the preceding claims, characterized in that each base plate is bevelled at the bottom, on the side facing the adjacent base plate.
5. High-water protection system according to any one of the preceding claims, characterized in that the base plate and the protective plate, each in the region of their connection line,
are bevelled approximately about the designated pivot angle.
6. High-water protection system according to any one of the preceding claims, characterized by a second sealing means (70), for sealing two mutually adjacent protective plates
(20) in respect of each other, the second sealing means acting with sealing effect
when the protective plates (20) have been pivoted up into the protective state.
7. High-water protection system according to any one of the preceding claims, characterized in that the sealing means comprise sealing strips (70).
8. High-water protection system according to any one of the preceding claims, characterized in that the protective plates (20) have overlapping joints (24).
9. High-water protection system according to claim 8, characterized in that the second sealing means realized as sealing strips (70) is realized in an overlapping
joint (24) between, respectively, two protective plates (20).
10. High-water protection system according to claim 8 or 9, characterized by protective plates (20) of differing types, one type of protective plate (20) having,
on both sides, an extension (26) which projects at the bottom when in the horizontal
state, and the other type of protective plate (20) having, on both sides, an extension
(28) which projects at the top when in the horizontal state, and the extensions (26,
28) having a thickness which is approximately half that of the protective plates (20).
11. High-water protection system according to any one of the preceding claims, characterized in that the support means (50) are each realized as heavy-duty props with top plates (56).
12. High-water protection system according to claim 11, characterized in that the protective plate (20) and the base plate (30) each have support bearings (52)
with top bolts (54) and a holder (58) for the top plates (56) of the supports (50).
13. High-water protection system according to any one of the preceding claims, characterized in that the base plate (30) has a water drainage channel (32).
14. High-water protection system according to any one of the preceding claims, characterized in that each base plate (30) is fastened to a foundation by means of composite anchors, the
foundation preferably being realized as an L-shaped reinforced-concrete foundation
(60).
15. High-water protection system according to any one of the preceding claims, characterized by a plurality of adjusting devices on the base plates (30), for adjusting the plates
on the foundation (60).
16. Method for moving protective elements of a high-water protection system, wherein the
protective elements comprise at least
- a first, pivotable, protective plate (20), for constituting a protective wall when
said plate has been pivoted into an oblique position, and for constituting a substantially
flat surface when said plate is in a horizontal state without protective effect,
- a second, base plate (30), which is installed on the ground in a fixed and approximately
horizontal manner, the protective plate (20) and the base plate (30) being pivotally
connected to a rotary or pivoting bearing means (40), and the base plate (30) having
means for anchorage in the ground,
- support means (50), for supporting the protective plate (20) when said plate has
been pivoted into an oblique position,
- a first sealing means (70), for sealing the protective plate (20) in respect of
the base plate (30), the sealing means acting with sealing effect at least when the
protective plate (20) has been pivoted up into the protective state,
characterized in that
- the base plate (30) is connected, respectively, to an adjacently arranged base plate,
- a recess at the edge of the base plate and reinforcing elements which project into
the recess are connected to each other by grout concrete.
17. Method according to claim 16, characterized in that connection reinforcement stirrups are used as reinforcing elements and the base plates
are connected to each other by grout concrete, the reinforcement stirrups and the
recesses being sealed-in.
18. Method according to claim 17, characterized in that as grout concrete a material is used whose modulus of elasticity permits the filling
with concrete without the occurrence of contraction cracks.
1. Système de protection contre les crues comportant une pluralité d'éléments de protection,
les éléments de protection comprenant au moins
- une première plaque de protection (20) pivotante destinée à former une paroi de
protection lorsqu'elle a été pivotée dans une position inclinée et à former une surface
essentiellement plane lorsqu'elle est horizontale et n'exerce pas d'action de protection,
- une deuxième plaque de base (30) installée de façon fixe au sol à peu près horizontalement,
la plaque de protection (20) et la plaque de base (30) étant reliées de façon à pouvoir
pivoter avec un moyen de palier rotatif ou pivotant (40) et la plaque de base (30)
présentant des moyens d'ancrage dans le sol,
- des moyens de support (50) destinés à supporter la plaque de protection (20) lorsqu'elle
a été pivotée dans la position inclinée,
- un premier moyen d'étanchéité (70) destiné à assurer l'étanchéité de la plaque de
protection (20) par rapport à la plaque de base (30), le moyen d'étanchéité assurant
au moins l'étanchéité lorsque la plaque de protection (20) se trouve en position de
protection après avoir été pivotée vers le haut,
caractérisé en ce que
- la plaque de base (30) présente des moyens par lesquels elle peut être respectivement
reliée à une plaque de base disposée de manière contiguë,
- les moyens comprenant au moins un évidement au bord de la plaque de base et des
éléments d'armature pénétrant dans l'évidement,
- l'évidement étant dimensionné de telle manière que deux plaques de base situées
l'une à côté de l'autre peuvent être reliées entre elles par du béton coulé.
2. Système de protection contre les crues selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments d'armature sont prévus sous la forme d'étriers d'armature de raccordement
et les plaques de base sont reliées entre elles par du béton coulé de telle manière
que les étriers d'armature et les évidements sont coulés.
3. Système de protection contre les crues selon la revendication 2, caractérisé en ce que comme béton coulé on choisit un matériau dont le module d'élasticité permet de réaliser
le bétonnage sans l'apparition de fissures de retrait.
4. Système de protection contre les crues selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la plaque de base est chanfreinée en bas du côté de la plaque de base contiguë.
5. Système de protection contre les crues selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la plaque de base et la plaque de protection, chacune dans la zone de leur ligne
de liaison, sont chanfreinées et que l'angle formé conjointement correspond à peu
près à l'angle de pivotement prévu.
6. Système de protection contre les crues selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par un deuxième moyen d'étanchéité (70) destiné à assurer l'étanchéité l'une par rapport
à l'autre de deux plaques de protection (20) disposées l'une à côté de l'autre, le
deuxième moyen d'étanchéité assurant l'étanchéité lorsque les plaques de protection
(20) se trouvent en position de protection après avoir été pivotées vers le haut.
7. Système de protection contre les crues selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les moyens d'étanchéité comprennent des bandes d'étanchéité (70).
8. Système de protection contre les crues selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les plaques de protection (20) présentent des joints (24) chevauchant.
9. Système de protection contre les crues selon la revendication 8, caractérisé en ce que le deuxième moyen d'étanchéité réalisé sous la forme de bandes d'étanchéité (70)
est réalisé dans un joint (24) chevauchant entre deux plaques de protection respectives
(20).
10. Système de protection contre les crues selon la revendication 8 ou 9, caractérisé par des plaques de protection (20) de types différents, un type de plaque de protection
(20) présentant des deux côtés un élargissement (26) dépassant en bas dans la position
allongée et l'autre type de plaque de protection (20) présentant des deux côtés un
élargissement (28) dépassant en haut dans la position allongée et les élargissements
(26, 28) occupant environ la moitié de l'épaisseur des plaques de protection (20).
11. Système de protection contre les crues selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les moyens de support (50) sont réalisés chacun sous la forme de support de plafond
supportant des charges lourdes avec des plaques de tête (56).
12. Système de protection contre les crues selon la revendication 11, caractérisé en ce que la plaque de protection (20) et la plaque de base (30) présentent chacune des appuis
de support (52) avec des boulons à tête (54) et une fixation (58) pour les plaques
de tête (56) des supports (50).
13. Système de protection contre les crues selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la plaque de base (30) présente une gouttière d'écoulement d'eau (32).
14. Système de protection contre les crues selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que chaque plaque de base (30) est fixée avec des ancrages composites sur une fondation,
la fondation étant réalisée de préférence sous la forme de fondation en béton armé
(60) en forme de L.
15. Système de protection contre les crues selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par une pluralité de dispositifs d'ajustement sur les plaques de base (30) destinés à
ajuster les plaques sur la fondation (60).
16. Procédé pour déplacer des éléments de protection d'un système de protection contre
les crues, les éléments de protection comprenant au moins
- une première plaque de protection (20) pivotante destinée à former une paroi de
protection lorsqu'elle a été pivotée dans une position inclinée et à former une surface
essentiellement plane lorsqu'elle est horizontale et n'exerce pas d'action de protection,
- une deuxième plaque de base (30) installée de façon fixe au sol à peu près horizontalement,
la plaque de protection (20) et la plaque de fond (30) étant reliées de façon à pouvoir
pivoter avec un moyen de palier rotatif ou pivotant (40) et la plaque de base (30)
présentant des moyens d'ancrage dans le sol,
- des moyens de support (50) destinés à supporter la plaque de protection (20) lorsqu'elle
a été pivotée dans la position inclinée,
- un premier moyen d'étanchéité (70) destiné à assurer l'étanchéité de la plaque de
protection (20) par rapport à la plaque de base (30), le moyen d'étanchéité assurant
au moins l'étanchéité lorsque la plaque de protection (20) se trouve en position de
protection après avoir été pivotée vers le haut,
caractérisé en ce que
- chaque plaque de base (30) est reliée à une plaque de base disposée de manière contiguë,
- un évidement au bord de la plaque de base étant relié par du béton coulé à des éléments
d' armature pénétrant dans l'évidement.
17. Procédé selon la revendication 16, caractérisé en ce que, comme éléments d'armature, on utilise des étriers d'armature de raccordement et
les plaques de base sont reliées entre elles par du béton coulé, les étriers d'armature
et les évidements étant coulés.
18. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce que, comme béton coulé, on utilise un matériau dont le module d'élasticité permet la
réalisation du bétonnage sans l'apparition de fissures de retrait.
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