[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Fuge, insbesondere eine Bewegungsfuge, der im
Oberbegriff von Anspruch 1 erläuterten Art.
[0002] Eine derartige Fuge ist aus der US 5 187 910 bekannt. Die bekannte Fuge ist als Bewegungsfuge
ausgebildet und enthält eine Dichteinrichtung mit Abdeckblechen, die an den Bauteilen
befestigt sind und die Fuge überspannen, und einem bahn- oder mattenförmigen Brandschutzmaterial.
Das Brandschutzmaterial ist diagonal in der Fuge angeordnet, weist eine bestimmte
Dicke mit freien, gegenüberliegenden Stimflächen auf, wobei eine der Stimflächen an
das Abdeckblech an einer Seite der Fuge und die andere Stirnfläche an das Abdeckblech
der anderen Seite der Fuge anstößt. Zwischen jedem Abdeckblech und dem Brandschutzmaterial
ist jeweils ein Luftspalt ausgebildet, der sich im Brandfalle stark erwärmt. Diese
Erwärmung kann auch durch das Brandschutzmaterial nicht verhindert werden, da das
Brandschutzmaterial aus einer Matte aus Keramikfasem besteht, die im Brandfall ihre
Abmessung beibehält.
[0003] Aus der GB 1 434 649 ist eine Fuge mit einer Dichteinrichtung bekannt, die ein U-förmig
gebogenes Federelement aus Stahl, das sich im Inneren der Fuge verklemmt, sowie eine
Mehrzahl von Pfropfen aus Asbest oder einem anderen Brandschutzmaterial enthält. Es
ist weiterhin eine Dichtung gegen Wasser und Gas vorgesehen. Die Fuge ist schließlich
mit einem Abdeckblech mit Bewegungsreserve überbrückt, die eine Öffnung der Fuge abschließt.
Die Dichtung gegen Wasser und Gas befindet sich an derjenigen Seite des Federelements,
die dem Abdeckblech zugewandt ist, während sich das Federelement an der am weitesten
vom Abdeckblech entfernten Seite der Dichteinrichtung befindet. Das Federelement ist
an seiner dem Feuer zugewandten (und dem Abdeckblech abgewandten) Seite mit Brandschutzmaterial
in Form einer Asbestbeschichtung oder eines Asbestpflasters beschichtet. In einem
Ausführungsbeispiel besteht die Dichtung gegen Wasser und Gas aus einer Membran, mit
der das Abdeckblech hinterlegt ist. Die Membran besteht jedoch aus einem Elastomermaterial.
[0004] Eine weitere Dichteinrichtung für eine Fuge ist aus der EP 811 098 B1 bekannt. Die
Dichteinrichtung der bekannten Fuge enthält mattenförmiges, aufblähbares Brandschutzmaterial
der bekannten Art, das ein- oder mehrlagig in die Fuge eingelegt und mit den gegenüberliegenden
Begrenzungsflächen der Bauteile verklebt ist. Das Brandschutzmaterial deckt die Fuge
beidseitig ab und bildet die Außenoberfläche der Fuge. Das Brandschutzmaterial wird
so verlegt, dass es mit seinem Eigengewicht durchhängt, so dass eine gewisse Bewegungsreserve
für eine Bewegung der Bauteile geschaffen wird. Als Klebevermittler zum Verbessern
der Klebehaftung kann das Brandschutzmaterial mit einem wärmebeständigen Material,
wie beispielsweise einer Metallfolie kaschiert werden. Die Metallfolie liegt naturgemäß
an der verklebten Seite, d.h. an wenigstens einer nach außen weisenden Seite der Fuge.
Metall ist jedoch wärmeleitend. Im Falle eines Brandes wird somit die Wärme direkt
an die Klebeverbindung geleitet. Darüber hinaus wird die beim Brand entstehende Wärme
sogar zur Rückseite der Bauteile geleitet, wenn das metallfolienkaschierte Brandschutzmaterial
in einem mehr oder weniger geschlossenen Kreis die gesamte Fuge ausfüllt. Um dies
zu verhindern, wird die Folie an einer Seite mit einem Schlitz versehen, der die Wärmeleitung
unterbrechen soll. Dieser Schlitz bietet dann jedoch auch einen direkten Zugang zum
Inneren der Fuge.
[0005] Weiterhin ist die bekannte Dichteinrichtung so ausgebildet, dass sie die gesamte
Fuge ausfüllen muss. Dies ist besonders dort nachteilig, wo bereits existierende Fugen
brandschutztechnisch nachgerüstet werden müssen. Die bekannten Dichtvorrichtungen
erfordem es, dass zu diesem Zweck die gesamte ursprüngliche Fugenverfüllung ausgekratzt
und durch die bekannte Dichteinrichtung wieder verfüllt wird. Dies ist äußerst aufwendig.
[0006] Eine weitere Fuge mit einer Dichteinrichtung aus Brandschutzmaterial ist aus der
EP 730 695 B1 bekannt. Die Dichteinrichtung dieser Fuge besteht aus einer leicht zusammendrückbaren
Röhre, die aus einer Zusammensetzung besteht, die hauptsächlich aus einer Mischung
aus einem elastomeren Material und einem blähfähigen Material besteht. Auch hier ist
es erforderlich, dass die gesamte Fuge leer geräumt werden muss, wenn die Fuge brandschutztechnisch
nachgerüstet werden muss.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fuge und eine Dichteinrichtung dafür
bereitzustellen, die brandschutztechnisch äußerst wirksam und einfach einbaubar ist.
[0008] Die Aufgabe wird durch die Fuge nach Anspruch 1 gelöst.
[0009] Durch die erfindungsgemäße Verwendung eines Abdeckblechs mit Bewegungsreserve, das
durch ein mit blähfähigem Material beschichtetem Brandschutzmaterial hinterlegt ist,
wird auf konstruktiv einfache Weise eine sehr wirksame Brandschutzsicherung geschaffen,
bei der nicht die Gefahr besteht, dass durch die Materialien der Dichteinrichtung
selbst oder durch zu viel verbleibende Luft in der Fuge Hitze auf die gegenüberliegende
Seite der Bauteile übertragen wird. Die Dichteinrichtung kann relativ dünnwandig ausgebildet
sein, so dass sie in einer Fuge nur einen geringen Platzbedarf aufweist, und bietet
weiterhin durch das Abdeckblech einen massiven Schutz gegen Beschädigung im normalen
Gebrauch, d.h. nicht im Brandfalle, ohne dass dieser massive Schutz im Brandfalle
zur Zerstörung oder Beschädigung der Dichteinrichtung führen könnte, da das Abdeckblech
eine Bewegungsreserve aufweist Als Brandschutzmaterial wird eine der handelsüblichen
Bahnen oder Matten verwendet, die mit blähfähigem Material beschichtet sind. Als Brandschutzmaterial
kann beispielsweise das in der DE 197 18 876 A1 beschriebene Material verwendet werden,
das aus Bahnen oder Matten aus zellulosen Fasern besteht, die flammfest gemacht wurden,
und anschließend mit blähfähigen Zusammensetzungen beschichtet wurden, wobei die blähfähigen
Zusammensetzungen bevorzugt Blähgraphit enthalten. Als Brandschutzmaterial kann jedoch
auch ein Material verwendet werden, wie es beispielsweise in der DE 201 06 009 U als
Brandsicherung für Rohrleitungen eingesetzt wurde.
[0010] Vorteilhafte Weiterbildungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0011] Das Abdeckblech kann ohne Beeinträchtigung der Funktion über die Fuge hinausreichen
und an den Bauteilen außerhalb der Fuge befestigt werden. Auf diese Weise wird der
Platzbedarf im Inneren der Fuge weiter verringert.
[0012] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Abdeckblech auch außerhalb der Fuge mit Brandschutzmaterial
hinterlegt ist, da sich dadurch der Brandschutz über die Fuge hinaus erstreckt, und
die Abdichtwirkung verbessert.
[0013] Steht dabei das Brandschutzmaterial über das Abdeckblatt vor, so wird eine noch bessere
Abdichtung zwischen Bauteil und Abdeckblech erreicht.
[0014] Wird das Brandschutzmaterial am Abdeckblech befestigt, so wird der Einbau der erfindungsgemäßen
Dichteinrichtung weiter erleichtert.
[0015] Um die Brandschutzwirkung zu verbessern, kann das Brandschutzmaterial im Inneren
der Fuge eine höhere Dicke aufweisen als außerhalb der Fuge.
[0016] Das Brandschutzmaterial kann, wo es erforderlich oder gewünscht ist, mehrlagig verwendet
werden, was insbesondere im Inneren der Fuge notwendig sein kann.
[0017] Das Brandschutzmaterial kann jedoch auch als Umhüllung für ein weiteres Dichtmaterial
ausgebildet sein, mit dem die Fuge gefüllt werden kann. Da als Brandschutzmaterial
das oben beschriebene blähfähige Material verwendet wird, muss das weitere Dichtmaterial
nicht unbedingt ebenfalls brandgeschützt, sondernkann sogar brennbar sein. Trotzdem
erfüllt die Fuge die Anforderungen an eine Brandschutzsicherung.
[0018] Das Abdeckblech kann bevorzugt mit mechanischen Befestigungsmitteln, wie beispielsweise
Schrauben, Nieten, Ankern oder Dübeln an den Bauteilen befestigt werden, was die Montage
weiter erleichtert.
[0019] Die Bewegungsreserve des Abdeckbleches kann durch die unterschiedlichsten Maßnahmen,
einzeln oder in Kombination, verwirklicht werden. Im bevorzugten Ausführungsbeispiel
besteht das Abdeckblech aus wenigstens zwei Teilen, die über eine Bewegungsverbindung
miteinander verbunden sind.
[0020] Die Bewegungsverbindung kann durch eingelegtes Brandschutzmaterial zusätzlich abgedichtet
werden.
[0021] Die Bewegungsreserve kann jedoch auch im Bereich der Befestigungsmittel des Abdeckbleches
erzielt werden, beispielsweise indem Löcher für mechanische Befestigungsmittel wie
Schrauben oder Bolzen oder Nieten größer ausgebildet werden, als dies dem Durchmesser
des Befestigungsmittels entsprechen würde.
[0022] Die Bewegungsreserve des Abdeckbleches kann jedoch auch durch eine dehnbare Ausgestaltung
des Abdeckbleches verwirklicht werden, was bevorzugt durch in das Abdeckblech eingeformte
Rillen oder Wellen geschieht, die sich unter der Einwirkung von Zugkräften begradigen.
Die Herstellung des Abdeckblechs aus einem durch geringe Zugkräfte elastisch oder
plastisch verformbaren Material ist jedoch ebenfalls denkbar.
[0023] Die erfindungsgemäße Dichteinrichtung kann problemlos vorgefertigt und in vorgefertigtem
Zustand auf die Baustelle geliefert werden, so dass dadurch der Einbau weiter erleichtert
wird.
[0024] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Fuge im Schnitt,
- Fig. 2
- die Draufsicht auf die Fuge gemäß Fig. 1 mit variierenden Ausgestaltungen einer Bewegungsreserve,
- Fig. 3
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Fuge im Schnitt,
- Fig. 4
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Fuge im Schnitt,
- Fig. 5
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Fuge im Schnitt,
- Fig. 6
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Fuge im Schnitt, und
- Fig. 7
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Fuge im Schnitt, und
- Fig. 8
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Fuge im Schnitt.
[0025] Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Fuge 1, die mit
einer Dichteinrichtung 2 versehen ist. Die Fuge 1 ist als Zwischenraum 3 mit der Breite
b zwischen einander zugewandten Begrenzungsflächen 4a bzw. 5a zweier Bauteile 4 bzw.
5 ausgebildet. Die Bauteile 4, 5 können aus Schaumbeton, Beton, Mauerwerk oder dgl.
bestehen. Die Fuge ist als Bewegungsfuge ausgebildet, d.h. es ist damit zu rechnen,
dass sich der Abstand zwischen den beiden Begrenzungsflächen 4a, 5a ändert, wobei
die Dichteinrichtung 2 diese Änderungen ohne Funktionsverlust mitmachen muss. Die
Bewegungsmöglichkeit der Fuge wird konstruktionsbedingt vorgegeben.
[0026] Die Dichteinrichtung 2 enthält ein Abdeckblech 6, das aus einem nicht-brennbaren
Material , wie z.B. Metall, besteht und beispielsweise ein verzinktes Blech oder auch
ein Edelstahlblech sein kann. Das Abdeckblech ist breiter als der Abstand b zwischen
den Begrenzungsflächen 4a, 5a und reicht bis über die quer zu den Begrenzungsflächen
4a bzw. 5a verlaufenden Flächen der Bauteile 4, 5. Dort ist das Abdeckblech 6 mit
Hilfe von mechanischen Befestigungsmitteln 7, die nur strichpunktiert angedeutet sind,
an den Bauteilen 4, 5 befestigt. Die Befestigungsmittel 7 können beliebig ausgewählt
werden und können beispielsweise Schrauben, Dübel, Anker, Nieten oder dgl. sein.
[0027] Das Abdeckblech 6 enthält zwei Teile 6a bzw. 6b, die über eine Bewegungsverbindung
8 miteinander verbunden sind. Die Bewegungsverbindung 8 ist so ausgebildet, dass sie
eine Relativbewegung der beiden Teile 6a, 6b des Abdeckbleches 6 entlang des Pfeiles
D, d.h. in diejenige Richtung gestattet, in der eine Dehnungsbewegung der Fuge 1 zu
erwarten ist. Diese Bewegung wird durch eine Bewegungsreserve R möglich, die in der
Bewegungsverbindung 8 vorhanden ist. Die Bewegungsverbindung 8 wird im dargestellten
Ausführungsbeispiel durch zwei U-förmig umgebogene und mit Spiel in Richtung D ineinander
greifende Randbereiche 9, 10 der Teile 6a, 6b des Abdeckbleches 6 gebildet. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel befindet sich die Bewegungsverbindung 8 in der Mitte des Abstandes
b, sie kann jedoch an jeder Stelle innerhalb der Fuge 1 vorgesehen sein. Die Bewegungsreserve
R ist so bemessen, dass sie die konstruktionsseitig vorgegebenen Bewegungen der Fuge
gestattet.
[0028] Die Dichteinrichtung 2 enthält weiterhin Brandschutzmaterial. Als Brandschutzmaterial
wird ein blähfähiges Material eingesetzt, das auf einen geeigneten Träger aufgebracht
wurde. Das Brandschutzmaterial liegt als Matte oder Bandage oder als bahnförmiges
Material vor und enthält bevorzugt einen Träger aus unbrennbaren Fasern, beispielsweise
ein Glasfasergewebe, ein Glasfaservlies oder dgl., auf den ein- bzw. beidseitig ein
Dämmschichtbildner, bevorzugt ein handelsüblicher Anstrichstoff auf der Basis von
Blähgraphit, aufgebracht wird. Der Dämmschichtbildner sollte so ausgewählt werden,
dass er bei ca. 200°C aufschäumt und einen Aufschäum- oder Blähfaktor zwischen etwa
200 bis etwa 250 aufweist, d.h. seine Schichtdicke um das 200- bis 250-fache vergrößert.
Die Auftragsdicke des Dämmschichtbildners auf dem Träger sollte bei etwa 1500 g/m
2 (Nassauftrag) der Trägerfläche liegen. Die Auftragsmenge ist von der zu erzielenden
Dicke nach dem Aufschäumen abhängig, die wiederum abhängig ist von den brandschutztechnischen
Vorgaben und den verwendeten Materialien. Eine Aufschäumdicke von etwa 10 cm ist anzustreben.
Als Brandschutzmaterial können jedoch auch andere Materialien eingesetzt werden, beispielsweise
das in der DE 197 18 876 A1 beschriebene textile Brandschutzmaterial oder, für geringe
Anforderungen an den Brandschutz, auch weniger wirksamer Materialien wie die sogenannte
Kabelbandage (DE 197 21 533 A1).
[0029] Die Dichteinrichtung 2 enthält eine erste Lage 11 eines dieser Brandschutzmaterialien,
die in Form einer Matte an der dem Fugenhohlraum 3 zugewandten Seite am Abdeckblech
6 befestigt ist und sich über die gesamte Breite des Abdeckblechs 6 mit der Bewegungsverbindung
8 erstreckt. Die Befestigung der Brandschutzmaterial-Lage 11 erfolgt bevorzugt durch
Ankleben am Abdeckblech 6 außerhalb der Bewegungsverbindung 8. Im Bereich der Bewegungsverbindung
8 hängt die Lage 11 durch, wie dies bei 11 a gezeichnet ist, so dass sich auch hier
eine Bewegungsreserve ergibt und die Lage 11 die Bewegung des Abdeckbleches 6 bzw.
die Vergrößerung und Verkleinerung des Hohlraums 3 mitmachen kann, d.h. die Bewegungsreserve
11a der Lage 11 ist gleich oder größer als die Bewegungsreserve R. Die Lage 11 aus
Brandschutzmaterial ist etwas größer als das Abdeckblech 6, so dass sie mit einem
Überstand u von einem bis mehreren Millimetern unter dem Abdeckblech 6 hervorragt.
Dadurch wird am Rand des Abdeckbleches im Brandfall eine ungehinderte Aufschäumung
des Brandschutzmaterials gestattet, wodurch der Zwischenraum zwischen dem Abdeckblech
6 und dem Bauteil 4, 5 besser gegen das Ein- bzw. Ausdringen von Rauch abgedichtet
wird.
[0030] Die Lage 11 des Brandschutzmaterials kann jedoch auch mit Hilfe der Befestigungsmittel
7 mit dem Abdeckblech 6 verbunden werden.
[0031] Bevorzugt befindet sich im Inneren des Hohlraums 3 weiteres Brandschutzmaterial,
im dargestellten Ausführungsbeispiel zwei weitere Lagen 12 und 13 des bereits für
die Lage 11 verwendeten Brandschutzmaterials. Die Lagen 12 und 13 sind schmaler als
die Lage 11, jedoch etwas bereiter als der Abstand b zwischen den Begrenzungsflächen
4a, 5a, so dass die Lagen 12, 13 beidseitig gut an den Begrenzungsflächen 4a, 5a anliegen
und im Bereich der Bewegungsverbindung 8 analog der Lage 11 durchhängen. Die Lagen
12, 13 sind beidseitig der Bewegungsverbindung 8 über nur strichpunktiert dargestellte
Verbindungsstellen 14 mit der ersten Lage 11 bzw. dem Abdeckblech 6 so verbunden,
dass die Ränder der Lagen 12, 13 gegen die Begrenzungsflächen 4a, 5a gepresst werden
und eine ausreichende Bewegungsreserve im Bereich der Bewegungsverbindung 8 erzielt
wird. Die Verbindungsstellen 14 können geklebt werden oder Drahtverbinder oder dgl.
sein.
[0032] Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf die Fuge 1 gemäß Fig. 1 mit nachfolgend beschriebenen
Abwandlungen. Wie Fig. 2 zeigt, kann die Bewegungsreserve R des Abdeckbleches 6 nicht
nur im Bereich der Bewegungsverbindung 8 verwirklicht werden, sondern auch im Bereich
der Verbindungen 7 zwischen dem Abdeckblech 6 und dem jeweils anliegenden Bauteil
4, 5; und zwar durch entsprechend gestaltete Aufnahmelöcher 15 für mechanische Befestigungselemente,
wie beispielsweise Schrauben, Nieten, Anker oder Dübel oder dgl.
[0033] Fig. 2 zeigt beispielsweise eine erste Aufnahmeöffnung 15a in Form eines Langlochs,
das sich in Richtung D erstreckt. Die Bewegungsreserve R wird demzufolge durch die
Länge des Langlochs 15a abzüglich dem Durchmesser des entsprechenden Befestigungsmittels
7 bestimmt. Eine Aufnahmeöffnung 15b in Form eines Langlochs quer zur Bewegungsrichtung
D kann Bewegungen in dieser Richtung aufnehmen. Eine Aufnahmeöffnung 15c in Form einer
kreisrunden Öffnung mit einem wesentlich größeren Durchmesser als die Befestigungselemente
7 bietet eine Bewegungsreserve R in allen denkbaren Richtungen. Schließlich können
Aufnahmeöffnungen 15d mit einem Durchmesser vorgesehen sein, der etwa dem Durchmesser
der Befestigungsmittel 7 entspricht, können jedoch von Wellen oder Riffelungen 16
umgeben sein, die sich unter Zugbeanspruchung glätten und somit die Bewegungsreserven
R bilden. Schließlich können Aufnahmeöffnungen 15e vorgesehen sein, die in ihrem Durchmesser
den Befestigungsmitteln 7 entsprechen und von einem leicht formbaren Bereich 17 des
Abdeckbleches 6, beispielsweise mit verringerter Stärke, umgeben sein, so dass die
Bewegungsreserve R durch die Verformung des Materials des Abdeckbleches 6 selbst bereitgestellt
wird.
[0034] Es sind noch weitere Möglichkeiten denkbar, die Bewegungsreserve R im Abdeckblech
6 vorzusehen. So können beispielsweise anstelle der Bewegungsverbindung 8 Wellungen
oder Riffelungen oder Aufbiegungen oder dgl. direkt in das Abdeckblech 6 eingeformt
werden, die sich, wie dies anhand der Wellungen 16 beschrieben wurde, unter Zugbelastung
glätten.
[0035] Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Fuge 20, die
bis auf die nachfolgend beschriebenen Einzelheiten der Fuge 1 aus Fig. 1 entspricht,
wobei gleiche bzw. vergleichbare Merkmale mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet
und nicht nochmals erläutert sind. Die Fuge 20 mit ihrer Dichteinrichtung 2 ist im
Prinzip wie die Fuge 1 ausgebildet, enthält jedoch zusätzlich ein weiteres Dichtmaterial
21, das ein herkömmliches Dichtmaterial sein kann, das den Hohlraum 3 vollständig
oder teilweise auffüllt. Das Dichtmaterial 21 kann beispielsweise auch ein brennbares
oder sich bei höheren Temperaturen nachteilig veränderndes Material, wie beispielsweise
Styropor, sein. Das zusätzliche Dichtmaterial 21 kann in einem Abstand a unterhalb
der Dichteinrichtung 2 angeordnet sein, wobei der Abstand a so bemessen ist, dass
er die berechnete und erwünschte Aufschäumhöhe der Lagen 12, 13 und 11 gestattet.
Bei verformbaren Dichtmaterialien 21, wie beispielsweise bei Styropor oder anderen
z.B. mineralischen Dämmstoffen, ist jedoch der Aufschäumdruck (in der Größenordnung
von 8 N/mm
2) ausreichend, das zusätzliche Dichtmaterial zu verformen und auch dann eine ausreichende
Schaumhöhe zu erreichen, wenn der Abstand a nicht eingehalten wird.
[0036] In Fig. 3 ist klar ersichtlich, dass sich die erfindungsgemäße Dichteinrichtung 2
auch besonders zum Nachrüsten bereits bestehender Fugen eignet, wobei der Hohlraum
3 nur dann oberflächlich ausgekratzt werden muss, wenn das Dichtmaterial 21 auch bei
Temperaturen ab 200° nicht komprimierbar ist. Vorteilhaft wäre dann, die Anzahl der
Lagen 12 und 13 zu reduzieren.
[0037] Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Fuge 30, die
bis auf die nachfolgend beschriebenen Einzelheiten der Fuge 1 der Fig. 1 entspricht,
so dass gleiche bzw. vergleichbare Bauteile mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet
und nicht nochmals erläutert sind. Bei der Fuge 30 wird der Hohlraum 3 unterhalb der
Dichteinrichtung durch ein Gitter 31 abgesperrt, dessen Gitteröffnungen so groß sein
sollten, dass der Schaum beim Aufschäumen des Brandschutzmaterials hindurchtreten
kann. Maschendraht, wie er beispielsweise als Kaninchendraht im Handel ist, ist für
den vorliegenden Zweck gut geeignet. Durch den Einbau dieses Gitters 31 könnten unter
Umständen die Befestigungen 14 der Lagen 12 und 13 des Brandschutzmaterials entfallen,
so dass das Brandschutzmaterial lagenweise lediglich in den Hohlraum 3 zwischen dem
Gitter 31 und dem Abdeckblech 6 eingelegt werden muss.
[0038] Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Fuge 40, die
bis auf die nachfolgend beschriebenen Einzelheiten der Fuge 1 gemäß Fig. 1 entspricht,
wobei gleiche bzw. vergleichbare Merkmale mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet
und nicht nochmals erläutert sind. Die Fuge 40 enthält eine Dichteinrichtung 41, bei
der die erste Lage 11', die am Abdeckblech 6 befestigt ist, in die Bewegungsverbindung
8 integriert ist, wobei die Bewegungsreserve der Lage 11' durch eine sich in der Bewegungsreserve
R des Abdeckbleches 6 im Inneren der Bewegungsverbindung 8 befindende Schlaufe 11'a
gebildet wird. Auf diese Weise wird die Bewegungsverbindung 8 durch das Brandschutzmaterial
zusätzlich abgedichtet.
[0039] Fig. 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Fuge 50, die
bis auf die nachfolgend beschriebenen Einzelheiten der Fuge 1 gemäß Fig. 1 entspricht,
wobei gleiche bzw. vergleichbare Merkmale mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet
und nicht nochmals erläutert sind.
[0040] Die Fuge 50 unterscheidet sich von der Fuge 1 durch eine abgewandelte Dichteinrichtung
51, wobei die Wirkung der beiden zusätzlichen Lagen 12, 13 im Inneren des Hohlraums
3 durch eine Schlaufe 52 der ersten Lage 11 übernommen wird. Zu diesem Zweck wird
die Lage 11 so am Abdeckblech 6, gegebenenfalls mit der durchhängenden Überbrückung
11a der Bewegungsverbindung 8, verbunden, dass eine Schlaufe 52 gebildet wird, die
in zweilagiger Ausgestaltung die Breite b des Hohlraums 3 überbrückt. Die Schlaufe
52 kann an jeder beliebigen Stelle innerhalb des Hohlraums 3 angeordnet sein und kann,
insbesondere bei der in Fig. 6 dargestellten Lage der Fuge 50 mit Befestigungsmitteln
ähnlich den Befestigungsmitteln 14, d.h. mit Draht oder Klebstoff, mit dem Abdeckblech
6 und/oder der am Abdeckblech 6 befestigten Lage 11 verbunden werden.
[0041] Fig. 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Fuge 60, die
sich von der Fuge 1 gemäß Fig. 1 durch die nachfolgend beschriebenen Einzelheiten
unterscheidet, wobei gleiche bzw. vergleichbare Merkmale mit den gleichen Bezugszeichen
gekennzeichnet und nicht nochmals erläutert sind.
[0042] Die Fuge 60 unterscheidet sich von der Fuge 1 durch einen Dichtkörper 61, der anstelle
der beiden Lagen 12, 13 des Brandschutzmaterials vorgesehen ist. Der Dichtkörper 61
enthält ein Dichtmaterial 62, wie beispielsweise Styropor, oder Mineralfaser- bzw.
Glasfasermatten oder dgl., das mit einer bevorzugt doppelten Lage 63a, 63b umgeben
ist, wobei die doppelte Lage 63a, 63b durch eine doppelte Umwicklung mit einem matten-
oder bandagenförmigen Brandschutzmaterial erreicht wird. Dieser Dichtkörper 61 wird
ggfs. in zusammengedrücktem Zustand, unterhalb des Abdeckbleches 6 so in den Hohlraum
3 eingelegt, dass das Brandschutzmaterial aufschäumen kann und dass die gesamte Breite
b des Hohlraums 3 ausgefüllt wird.
[0043] Bei allen Ausführungsbeispielen kann das Abdeckblech 6 mit zumindest der ersten Lage
11 außerhalb der Baustelle vorgefertigt und in einbaufertigem Zustand an die Baustelle
geliefert werden. Bei bestimmten Ausführungsbeispielen ist es weiterhin möglich, auch
die Lagen 12, 13 die Schlaufe 52 oder sogar den Dichtkörper 61 vorzufertigen und mit
dem Abdeckblech 6 verbunden vorab bereitzustellen. Die erfindungsgemäße Dichteinrichtung
2 muss dann anschließend nur noch in den entsprechend vorbereiteten Fugenhohlraum
3 eingesetzt werden, wobei, wie anhand Fig. 3 beschrieben wurde, es nicht notwendig
ist, beim Nachrüsten bereits bestehender Fugen das gesamte ursprüngliche Füllmaterial
aus dem Fugenhohlraum zu entfernen.
[0044] Fig. 8 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Fuge 70, die
bis auf die nachfolgend beschriebenen Einzelheiten der Fuge 1 aus Fig. 1 entspricht,
wobei gleiche bzw. vergleichbare Merkmale mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet
und nicht nochmals erläutert sind. Die Fuge 70 enthält eine Dichteinrichtung 71, die
sich von der Dichteinrichtung gemäß Fig. 1 durch eine abweichend konstruierte Bewegungsverbindung
72 unterscheidet. Die Bewegungsverbindung 72 wird durch eine einfache, geradlinige
Überlappungsstelle der Randbereiche der beiden Teile 6a, 6b des Abdeckbleches 6 gebildet.
Die Bewegungsreserve R wird durch die Möglichkeit und das Ausmaß verwirklicht, mit
dem sich die beiden Randbereiche der Teile 6a, 6b in Richtung des Doppelpfeiles D
relativ zueinander verschieben können. Die beiden Randbereiche der Teile 6a, 6b im
Bereich der Bewegungsverbindung 72 verlaufen parallel zueinander, wobei einer der
Randbereiche etwas nach außen bzw. nach innen gekröpft ist, um einen Ausgleich für
die Materialstärke des anderen Randbereichs zu bieten, wie dies auch bereits in den
vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen der Fall ist. Ist eine verbesserte
Lagesicherung erwünscht, so können die beiden Randbereiche der Teile 6a, 6b im Bereich
der Bewegungsverbindung 72 durch eine eine Relativverschiebung gestattende Verbindung
73 miteinander verbunden werden, wobei die Verbindung 73 bevorzugt Befestigungsmittel,
wie beispielsweise Schrauben, Nieten oder Bolzen enthält, die sich durch wenigstens
ein Langloch in einem der Teile 6a, 6b erstrecken. Die erste Lage 11 wird, wie bereits
beschrieben, mit dem Abdeckblech 6 verbunden, wobei auch hier wieder ein durchhängender
Bereich 11 a für die notwendige Bewegungsreserve sorgt.
[0045] Die erfindungsgemäße Dichteinrichtung kann bei Fugenbreiten b bis zu 180 mm und mehr
eingesetzt werden. Die erforderliche Mindesttiefe der Fuge richtet sich nach den Brandschutzanforderungen,
sollte jedoch mindestens 100 mm betragen.
[0046] In Abwandlung der beschriebenen und gezeichneten Ausführungsbeispiele können die
anhand der einzelnen Figuren beschriebenen Merkmale untereinander ausgetauscht und/oder
in Kombination miteinander verwendet werden. Unter Umständen ist es ausreichend, außer
der ersten Lage am Abdeckblech nur eine einzige, weitere Lage aus Brandschutzmaterial
vorzusehen. Für kleinere Fugen, beispielsweise bei einer Fugenbreite um 30 mm, könnte
das Abdeckblech einteilig ausgebildet werden und die Bewegungsverbindung entfallen,
wenn sichergestellt ist, dass die erforderlich Bewegungsreserve beispielsweise allein
durch entsprechend mit einer Bewegungsreserve ausgestattete Aufnahmeöffnungen für
die Befestigungsmittel und/oder durch eine Wellung, Riffelung oder eine sonstige Ausbildung
des Abdeckbleches bereitgestellt werden kann. Bei größeren Unebenheiten des Untergrunds
kann zur zusätzlichen Abdichtung ohne weiteres ein zusätzliches Dichtband zwischen
das Abdeckblech und die Bauteile eingelegt werden, an das nicht unbedingt Anforderungen
bezüglich Brandschutz gestellt werden müssen. Bei bestimmten Anforderungen könnte
beispielsweise auch das bereits mit dem Abdeckblech verbundene Brandschutzmaterial
zur brandschutztechnischen Ausrüstung der Fuge ausreichen. Schließlich kann auch die
erste Lage des Brandschutzmaterials nur im Bereich des Fugenhohlraums vorgesehen sein.
1. Fuge, insbesondere Bewegungsfuge, zwischen gegenüberliegenden Begrenzungsflächen (4a,
5a) eines ersten und eines zweiten Bauteils (4, 5), mit einer Dichteinrichtung (2,
41, 51, 71) zum Abdichten eines Fugenhohlraums (3), wobei die Dichteinrichtung (2,
41, 51, 71) ein Brandschutzmaterial enthält, und wenigstens ein Abdeckblech (6) mit
einer Bewegungsreserve (R) vorgesehen ist, das an den Bauteilen (4, 5) befestigt ist
und den Fugenhohlraum (3) abdeckt, wobei die Dichteinrichtung (2, 41, 51, 71) das
Abdeckblech (6) und wenigstens eine Lage (11) des bahn- oder mattenförmigen Brandschutzmaterials
enthält, mit dem das Abdeckblech (6) wenigstens im Fugenhohlraum (3) hinterlegt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Brandschutzmaterial mit blähfähigem Material beschichtet ist.
2. Fuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Abdeckblech (6) über den Fugenhohlraum (3) hinausstreckt und auf sich quer
zu den Begrenzungsflächen (4a, 5a) erstreckenden Flächen der Bauteile (4, 5) befestigt
ist.
3. Fuge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckblech (6) auch außerhalb des Fugenhohlraums (3) mit Brandschutzmaterial
(11) hinterlegt ist.
4. Fuge nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Brandschutzmaterial (11) über das Abdeckblech (6) vorsteht.
5. Fuge nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Brandschutzmaterial (11) an der dem Fugenhohlraum (3) zugewandten Seite mit einer
Bewegungsreserve (11a) am Abdeckblech (6) befestigt ist.
6. Fuge nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Brandschutzmaterial im Inneren des Fugenhohlraums (3) eine höhere Dicke als außerhalb
des Fugenhohlraums (3) aufweist.
7. Fuge nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Brandschutzmaterial in mehreren, bevorzugt zwei oder drei Lagen (11, 12, 13,
52, 63a, 63b) verwendet ist.
8. Fuge nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Brandschutzmaterial als Umhüllung (63a, 63b) für ein weiteres Dichtmaterial (62)
ausgebildet ist.
9. Fuge nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckblech (6) mit mechanischen Befestigungsmitteln (7) an den Bauteilen (4,
5) befestigt ist.
10. Fuge nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsreserve (R) durch wenigstens ein erstes und ein zweites Teil (6a, 6b)
des Abdeckblechs (6) gebildet ist, die über eine Bewegungsverbindung (8, 72) miteinander
verbunden sind.
11. Fuge nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsreserve (R) durch eine Bewegungsverbindung (15) zwischen Befestigungsmitteln
(7) des Abdeckblechs (6) und wenigstens einem der Bauteile (4, 5) gebildet ist.
12. Fuge nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass in der Bewegungsverbindung (8, 15, 72) Brandschutzmaterial (11'a, 11) angeordnet
ist.
13. Fuge nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsreserve (R) durch eine dehnbare Ausgestaltung des Abdeckblechs (6) gebildet
ist.
14. Dichteinrichtung für eine Fuge nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei die Dichteinrichtung
ein Abdeckblech (6) mit Bewegungsreserve (R) und eine an einer ersten Seite des Abdeckblechs
(6) mit einer Bewegungsreserve (11a, 11'a) angeordnete, erste Lage (11), eines bahn-
oder mattenförmigen Brandschutzmaterials enthält, dadurch gekennzeichnet, dass das Brandschutzmaterial mit blähfähigem Material beschichtet ist und die erste Seite
des Abdeckblechs (6) bedeckt.
1. Joint, in particular a movement joint, between oppositely lying boundary surfaces
(4a, 5a) of a first and a second component (4, 5), with a seal mechanism (2, 41, 51,
71) for sealing a joint cavity (3), which seal mechanism (2, 41, 51, 71) contains
a fireproof material, and at least one cover plate (6) is provided with a movement
capacity (R), which is secured to the components (4, 5) and covers the joint cavity
(3), and the seal mechanism (2, 41, 51, 71) contains the cover plate (6) and at least
one layer (11) of the web-shaped or mat-shaped fireproof material with which the cover
plate (6) is lodged at least in the joint cavity (3), characterised in that the fireproof material is coated with a material capable of foaming.
2. Joint as claimed in claim 1, characterised in that the cover plate (6) extends beyond the joint cavity (3) and is secured to surfaces
of the components (4, 5) extending transversely to the boundary surfaces (4a, 5a).
3. Joint as claimed in claim 1 or 2, characterised in that the cover plate (6) is also fitted outside the joint cavity (3) together with fireproof
material (11).
4. Joint as claimed in claim 3, characterised in that the fireproof material (11) protrudes beyond the cover plate (6).
5. Joint as claimed in one of claims 1 to 4, characterised in that the fireproof material (11) is secured to the cover plate (6) on the side facing
the joint cavity (3) with extra material for movement (11a).
6. Joint as claimed in one of claims 3 to 5, characterised in that the fireproof material has a bigger thickness in the interior of the joint cavity
(3) than outside the joint cavity (3).
7. Joint as claimed in one of claims 1 to 6, characterised in that the fireproof material is used in several, preferably two or three, layers (11, 12,
13, 52, 63a, 63b).
8. Joint as claimed in one of claims 1 to 7, characterised in that the fireproof material is provided in the form of a casing (63a, 63b) for another
sealing material (62).
9. Joint as claimed in one of claims 1 to 8, characterised in that the cover plate (6) is secured to the components (4, 5) by mechanical fixing means
(7).
10. Joint as claimed in one of claims 1 to 9, characterised in that the movement capacity (R) is formed by at least a first and a second part (6a, 6b)
of the cover plate (6), which are connected to one another by means of a moving connection
(8, 72).
11. Joint as claimed in one of claims 1 to 10, characterised in that the movement capacity (R) is provided in the form of a moving connection (15) between
fixing means (7) of the cover plate (6) and at least one of the components (4, 5).
12. Joint as claimed in claim 10 or 11, characterised in that fireproof material (11'a, 11) is disposed in the moving connection (8, 15, 72).
13. Joint as claimed in one of claims 1 to 12, characterised in that the movement capacity (R) is provided in the form of an extendable design of the
cover plate (6).
14. Sealing mechanism for a joint as claimed in one of claims 1 to 13, which sealing mechanism
contains a cover plate (6) with a movement capacity (R), and a first layer (11) of
a web-shaped or mat-shaped fireproof material disposed with extra material for movement
(11a, 11'a) on a first face of the cover plate (6), characterised in that the fireproof material is coated with a material capable of foaming and covers the
first face of the cover plate (6).
1. Joint, en particulier joint de dilatation, entre des surfaces périphériques opposées
(4a, 5a) d'un premier et d'un second élément de construction (4, 5), avec un dispositif
d'étanchéité (2, 41, 51, 71) pour l'étanchéité d'une cavité de joint (3), étant précisé
que le dispositif d'étanchéité (2, 41, 51, 71) contient un matériau pare-feu et qu'il
est prévu au moins une tôle de recouvrement (6) qui est pourvue d'une réserve de déplacement
(R), qui est fixée aux éléments de construction (4, 5) et qui couvre la cavité de
joint (3), et étant précisé que le dispositif d'étanchéité (2, 41, 51, 71) contient
la tôle de recouvrement (6) et au moins une couche (11) du matériau pare-feu en forme
de bande ou de mat, avec laquelle la tôle de recouvrement (6) est doublée au moins
dans la cavité de joint (3), caractérisé en ce que le matériau pare-feu est recouvert d'un matériau expansible.
2. Joint selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tôle de recouvrement (6) s'étend au-delà de la cavité de joint (3) et est fixée
sur des surfaces des éléments de construction (4, 5) qui sont transversales par rapport
aux surfaces périphériques (4a, 5a).
3. Joint selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la tôle de recouvrement (6) est aussi doublée de matériau pare-feu (11) en dehors
de la cavité de joint (3).
4. Joint selon la revendication 3, caractérisé en ce que le matériau pare-feu (11) dépasse de la tôle de recouvrement (6).
5. Joint selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le matériau pare-feu (11) est fixé à la tôle de recouvrement (6) sur le côté qui
est tourné vers la cavité de joint (3) et qui présente une réserve de déplacement
(11a).
6. Joint selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que le matériau pare-feu présente à l'intérieur de la cavité de joint (3) une plus grande
épaisseur qu'en dehors de ladite cavité (3).
7. Joint selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le matériau pare-feu est utilisé en plusieurs couches (11, 12, 13, 52, 63a, 63b),
de préférence deux ou trois.
8. Joint selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le matériau pare-feu est conçu comme une enveloppe (63a, 63b) pour un matériau d'étanchéité
supplémentaire (62).
9. Joint selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la tôle de recouvrement (6) est fixée aux éléments de construction (4, 5) à l'aide
de moyens de fixation mécaniques (7).
10. Joint selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la réserve de déplacement (R) est formée par au moins une première partie et une
seconde partie (6a, 6b) de la tôle de recouvrement (6), qui sont reliées par une liaison
de déplacement (8, 72).
11. Joint selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que la réserve de déplacement (R) est formée par une liaison de déplacement (15) entre
les moyens de fixation (7) de la tôle de recouvrement (6) et l'un au moins des éléments
de construction (4, 5).
12. Joint selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce qu'un matériau pare-feu (11'a, 11) est disposé dans la liaison de déplacement (8, 15,
72).
13. Joint selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que la réserve de déplacement (R) est formée grâce à une configuration extensible de
la tôle de recouvrement (6).
14. Dispositif d'étanchéité pour un joint selon l'une des revendications 1 à 13, ce dispositif
d'étanchéité contenant une tôle de recouvrement (6) avec une réserve de déplacement
(R) et une première couche (11) de matériau pare-feu en forme de bande ou de mat,
qui est disposée sur un premier côté de la tôle (6) avec une réserve de déplacement
(11a, 11'a), caractérisé en ce que le matériau pare-feu est couvert d'un matériau expansible et couvre le premier côté
de la tôle de recouvrement (6).