| (19) |
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(11) |
EP 1 590 287 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.10.2007 Patentblatt 2007/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.01.2004 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2004/000786 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2004/069712 (19.08.2004 Gazette 2004/34) |
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| (54) |
FADENABZUGSVORRICHTUNG
THREAD TAKE-OFF DEVICE
DISPOSITIF D'APPEL DE FIL
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
05.02.2003 DE 10304598
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.11.2005 Patentblatt 2005/44 |
| (73) |
Patentinhaber: Oerlikon Textile GmbH & Co. KG |
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41069 Mönchengladbach (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BARTKOWIAK, Klaus
44623 Herne (DE)
- NEUMANN, Bernd
42477 Radevormwald (DE)
- STÜTTEM, Manfred
51515 Kürten (DE)
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| (74) |
Vertreter: Rössler, Matthias |
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KNH Patentanwälte,
Kahlhöfer Neumann Herzog Fiesser,
Karlstrasse 76 40210 Düsseldorf 40210 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 454 199 FR-A- 2 527 661
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WO-A-00/21866
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 2000, Nr. 16, 8. Mai 2001 (2001-05-08) -& JP 2001 025868
A (DAIDO STEEL CO LTD), 30. Januar 2001 (2001-01-30)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Fadenabzugsvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 sowie eine Texturiermaschine mit einer erfindungsgemäßen Fadenabzugsvorrichtung.
Derartige Fadenabzugsvorrichtungen sind aus der
WO 00/21866 A2 oder der
US 5,137,059 bekannt. Um in einem Faden verarbeitenden Prozess, in dem ein Faden von einer Vorlagespule
abgezogen und weiterverarbeitet wird, einen kontinuierlichen Prozessablauf zu gewährleisten,
wird das Fadenende der Vorlagespule mit dem Fadenanfang einer Reservespule verbunden.
Dabei wird die Verbindung so ausgeführt, dass der Faden störungsfrei nach Leerlaufen
der Vorlagespule weiter von der Reservespule abläuft.
[0002] Die Verbindung wird in der Regel durch Verknoten oder Verspleißen hergestellt. Die
dabei entstehende Verdickung im Faden stellt eine unvermeidliche Qualitätsminderung
im Folgeprozess dar. Aus diesem Grund schlägt die
WO 00/21866 A2 vor, den Übergang von der Vorlagespule auf die Reservespule durch einen Sensor zu
sensieren, und im Verarbeitungsprozess darauf zu reagieren.
[0003] Dies wird durch einen Sensor, der zwischen den Spulen vorgesehen ist und mittels
eines bewegbaren Fadenführers, dessen Bewegung durch den Fadenwechsel zwischen den
Spulen ausgelöst wird und dessen Position detektiert wird, sensiert. Das Problem,
das hierbei auftritt, ist, dass der bewegliche Fadenführer durch den schnell laufenden
Faden in sehr kurzer Zeit auf eine sehr hohe Geschwindigkeit aus der Ruheposition
in Richtung Meldeposition beschleunigt wird. Dabei ist es möglich, dass der Fadenführer
in der Meldeposition an seinem Anschlag reflektiert wird und in die Ruheposition zurückfallt.
Es ist zwar möglich, diesen kurzen Aufenthalt zu detektieren und elektrisch zu speichern,
jedoch ist es aus der Sicht der schnellen und leichteren Bedienbarkeit und der Betriebssicherheit
bei elektrischen Störungen unerwünscht, dass sich der Fadenführer im freigegebenen
Zustand in der Ruheposition befindet.
[0004] Lösungsansätze wie beispielsweise weich dämpfende Anschlagsmaterialien führen nicht
zum Ziel. Dies gilt auch für Schüttgutfüllungen, die im Fadenführer integriert sind,
oder andere dämpfende aufgebrachte Zusatzmassen. Der Grund ist darin zu suchen, dass
aufgrund der geringen Masse des Fadenführers in Kombination mit einer hohen Geschwindigkeit
bereits eine geringe nicht gedämpfte Restenergie ausreicht, um den Fadenführer in
seine Ruheposition zu reflektieren.
[0005] Ebenfalls sind Luftdämpfung und elektromagnetisch wirkende Dämpfer nicht geeignet,
die geforderten hohen Dämpfungskräfte aufzubringen. Als zusätzliche Schwierigkeit
ist hier die Tatsache anzusehen, dass die Geschwindigkeit, mit der der Fadenführer
in die Meldeposition bewegt wird, sehr stark streut. Daher ist es kaum möglich, beispielsweise
eine Reibbremse so einzustellen, dass sie sowohl bei hohen als auch bei niedrigen
Geschwindigkeiten des Fadenführers gleichermaßen betriebssicher wirkt.
[0006] Aus der
US 5,137,059 sind ebenfalls ein Sensor und ein Fadenführer mit bistabiler Lage bekannt, bei der
Permanentmagneten zu Erzeugung der stabilen Lagen eingesetzt werden. Allerdings sind
zum Überwinden der stabilisierenden Kräfte bei hohen Fadengeschwindigkeiten schon
Kräfte im Bereich der üblichen Fadenzugkräfte ausreichend, so dass eine Reflektion
des Fadenführers nicht sicher ausgeschlossen werden kann.
[0007] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Fadenabzugsvorrichtung mit einem beweglichen
Fadenführer bereitzustellen, bei der der Fadenführer auch bei variierenden Geschwindigkeiten
zuverlässig am Zurückprallen gehindert wird.
[0008] Diese Aufgabe wird erFndungsgemäB dadurch gelöst, dass der Sensor ein Mittel aufweist,
das auf Grund seiner Geometrie den Fadenführer daran hindert, in die Ruheposition
zurückzuprallen. Der Vorteil der Erfindung liegt darin, dass der Fadenführer unabhängig
von der Geschwindigkeit, mit der er in die Meldeposition bewegt wird, ein Zurückprallen
gehindert wird und somit zuverlässig arbeitet. Dies wird dadurch erreicht, dass zusätzlich
zu der Bewegung des Fadenführers von der Ruheposition in die Meldeposition ein zweiter
Bewegungsfreiheitsgrad geschaffen wird. Durch eine entsprechende Koordination des
zweiten Bewegungsfreiheitsgrades mit dem ersten Bewegungsfreiheitsgrad wird erreicht,
dass sich die Bewegung des Fadenführers von der Ruheposition in die Meldeposition
anderes darstellt als in umgekehrter Richtung. In der erfindungsgemäßen Ausführung
der Fadenabzugsvorrichtung wird dies genutzt, um den Rückweg des Fadenführers nach
dem Zurückprallen zu blockieren.
[0009] In einer Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Fadenabzugsvorrichtung wird der
zweite Bewegungsfreiheitsgrad durch eine Klinke realisiert, die bei hoher Geschwindigkeit
des Fadenführers eine Raste in Richtung der Meldeposition überfahren kann, während
sie in umgekehrter Richtung die Bewegung sperrt. Diese Klinke kann sowohl in dem feststehenden
Teil des Sensors integriert sein als auch direkt am Fadenführer vorgesehen sein. Im
Stillstand muss die Sperrung sich aufheben oder manuell entfernt werden können.
[0010] In einer anderen, bevorzugten Ausführungsvariante ist der Fadenführer selbst in zwei
Bewegungsfreiheitsgraden beweglich. Der Fadenführer wirkt mit einer Kurve zusammen,
die die Bewegungsfreiheitsgrade des Fadenführers koordiniert. Diese Kurve ist so gestaltet,
dass der Fadenführer bei seiner Bewegung von der Ruheposition in die Meldeposition
zunächst auf einem ersten Teil der Kurve geführt wird. Bei Erreichen der Meldeposition
wird der Fadenführer auf Grund seiner Geschwindigkeit und Massenträgheit in einen
zweiten Teil der Kurve geleitet, in der eine Bewegung zurück in die Ruheposition blockiert
ist.
[0011] In einer Weiterbildung dieser Ausführungsvariante ist der zweite Teil der Kurve so
geformt, dass der Fadenführer diese Kurve mehrfach durchlaufen kann und somit seine
kinetische Energie durch Reibleistung abbaut. Im idealen Fall weist der zweite Teil
der Kurve eine Kreisbahn auf, die den Fadenführer wiederholt in die Endlage zurückführt,
so dass er die Meldeposition nicht verlässt. Ist der Fadenführer einmal in Ruhe, kann
er dann leicht durch einen Bediener, der die Vorlagespulen wechselt, auf dem ersten
Teil der Kurve in seine Ruheposition zurückgeführt werden.
[0012] Die erfindungsgemäße Fadenabzugsvorrichtung wird an einer Texturiermaschine zum Texturieren
und Aufspulen von Fäden eingesetzt, indem die Texturiermaschine den Faden über ein
Lieferwerk von der Fadenabzugsvorrichtung abzieht.
[0013] Ein Ausführungsbeispiel wird im folgenden unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen
näher beschrieben.
[0014] Es stellen dar:
- Fig. 1
- Eine erfindungsgemäße Fadenabzugsvorrichtung sowie schematisch eine Texturiermaschine,
- Fig. 2
- eine Ausführungsvariante des Sensors der Fadenabzugsvorrichtung,
- Fig. 3
- eine weitere Ausführungsvariante des Sensors der Fadenabzugsvorrichtung.
[0015] In Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Fadenabzugsvorrichtung 1 und schematisch eine
Texturiermaschine (10 bis 17) dargestellt.
[0016] In der Fadenabzugsvorrichtung 1 wird ein kontinuierlicher Faden 2 bereitgestellt.
Dazu wird der Faden 2 von einer Vorlagespule 4.1, die an einer ersten Vorlagestelle
3.1 vorgesehen ist, über einen Fadenführer 9 abgezogen. Das Fadenende 5.1 der Vorlagespule
4.1 ist beim Aufspulen der Vorlagespule in Inneren der Spule aus dem Hubbereich herausgeführt
worden und kann daher mit dem Fadenanfang einer Reservespule 4.2, die an einer zweiten
Vorlagestelle 3.2 vorgesehen ist, mittels einer Bindung 5.3 verbunden werden.
[0017] Ist nun die Vorlagespule 4.1 vollständig abgewickelt, spannt sich die Verbindung
des Fadenendes 5.1 und des Fadenanfangs 5.2, so dass der Faden 2 aus dem Sensor 6
herausgezogen wird. Dieses Ereignis wird von dem Sensor 6 erkannt und als Signal 7
an eine Signalverarbeitung 8 weitergeleitet.
[0018] Nach Verlassen der Fadenabzugsvorrichtung 1 wird der Faden 2 zunächst in der Texturiermaschine
von einem ersten Lieferwerk 10 gefördert, das auch die für den Fadenabzug erforderliche
Fadenspannung aufbaut. In der Texturiermaschine wird der Faden zunächst in einem Heizer
11 erhitzt, und in einer Kühlschiene 12 so abgekühlt, dass ein durch das Texturieraggregat
13 auf den Faden 2 aufgebrachter Drall fixiert wird. Anschließend wird der Faden von
einem zweiten Lieferwerk 14 abgezogen, in einem zweiten Heizer 15 noch einmal erhitzt,
und über ein drittes Lieferwerk 16 der Aufwicklung 17 zugeführt. Die Aufwicklung besteht
aus einer Changierung 17.1, die den Faden 2 quer zur Achse der Spule 17.3 changiert
und einer Treibwalze 17.2, die den Faden 2 auf die Spule 17.3 aufdrückt und diese
zugleich antreibt. Es ist nachvollziehbar, dass eine durch den Prozess durchlaufende
Bindung 5.3 einen Fehler in texturierten Garn darstellt. Daher ist es wichtig, eine
durch den Prozess durchgelaufene Bindung 5.3 mit einem Sensor zu erkennen und entsprechend
zu reagieren. Dies kann dadurch geschehen, dass die zu diesem Zeitpunkt erzeugte Spule
17.3 als fehlerhaft klassifiziert wird, oder dass zu diesem Zeitpunkt auch ein Wechsel
der Spule 17.3 stattfindet, so dass der fehlerhafte Abschnitt des Garnes 2 nicht mit
aufgespult wird.
[0019] In Figur 2 ist im Detail der Sensor 6 dargestellt. Der Sensor 6 besteht im wesentlichen
aus einem in einen Fadenführerträger 18 eingebrachten Einlegeschlitz 19, und einem
Fadenführer 20. Der Fadenführer 20 ist um die Drehachse 21 drehbar gelagert. In der
Figur 2 ist der Fadenführer 20 in der Ruheposition 20.1 dargestellt. Der Faden 2 ist
so hinter dem Fadenführer 20 eingelegt, dass eine Fadenspannung, wie sie beim Übergang
des Fadens von der Vorlagespule 4.1 auf die Reservespule 4.2 aus Figur 1 auftritt,
den Faden 2 aus dem Anlegeschlitz 19 heraus zieht und dabei den Fadenführer 20 von
der Ruheposition 20.1 in die Meldeposition 20.2 mitnimmt. Diese Lageänderung wird
durch einen Schalter 28 detektiert. Stellvertretend für andere Schaltprinzipien, wie
optische, induktive, kapazitive Schalter, ist hier ein mechanischer Nockenschalter
dargestellt. Die Spitze des Fadenführers 20 im Bereich des Einlegeschlitzes 19 ist
hier gabelförmig ausgeführt. Dies hat den Vorteil, dass der Fadenführer 20 beim Einlegen
des Fadens 2 in den Einfädelschlitz 19 in einem Bedienschritt zusammen mit dem Faden
2 von der Meldeposition 20.2 in die Ruheposition 20.1 bewegt wird.
[0020] Nachfolgend wird die Bewegung des Fadenführers 20 beim Übergang des Fadens 2 von
der Vorlagespule 4.1 auf die Reservespule 4.2 beschrieben. Auf Grund der Fadenspannung
wird der Faden 2 seitlich aus dem Einlegeschlitz 19 herausgezogen. Bei hohen Fadengeschwindigkeiten
von mehreren Hundert Metern pro Minute wirken sehr hohe Beschleunigungen auf den Fadenführer
20. Der Fadenführer 20 dreht sich mit hoher Geschwindigkeit um die Drehachse 21 in
Richtung der Meldeposition 20.2. Die Klinke 22, die mittels der Klinkenfeder 23 gegen
die Klinkenkurve 26 gedrückt wird, überfährt die Raste 27. Die steile Flanke auf der
Rückseite der Raste 27 verhindert, dass die Klinke 22 die Raste in der umgekehrten
Richtung überfahren kann und verhindert somit ein Rückprallen des Fadenführers 20
in die Ruheposition 20.1. Ein zusätzliches in den Fadenführer 20 eingebrachtes System
aus einer Zugfeder 25 und einer Masse 24, in der die Klinke 22 und die Klinkenfeder
23 untergebracht sind, bewirkt, dass die Klinke 22 nur bei hohen Geschwindigkeiten
mit der Klinkenkurve 26 zusammenwirkt. Auf Grund der Reibung zwischen der Masse 24
und dem Fadenführer 20 kann diese während des Zurückprallens nicht in ihre Ruhelage
zurückfedern. Erst wenn der Fadenführer 20 zur Ruhe gekommen ist, wird die Masse 24
und damit die Klinke 22 zurückgezogen und der Bediener kann den Fadenführer 20 wie
oben beschrieben in seine Ruheposition 20.1 bewegen. Ebenfalls möglich, aber hier
nicht weiter erläutert, ist eine Integration der Klinke 22 in den feststehenden Fadenführerträger
18. Auch ist es möglich, die beschriebenen Elemente Klinke 22, Klinkenfeder 23, Masse
24 und Feder 25 zum Beispiel durch biegeweiche Festkörpergelenke in den Fadenführer
20 zu integrieren.
[0021] In Figur 3 ist im Detail eine andere Ausführungsvariante des Sensors 6 beschrieben.
Hier ist der Fadenführer 20 mit einem Schub- Drehgelenk 29 mit dem Fadenführerträger
18 verbunden. Ein Nocken 30, der in einer Kurve 31 geführt wird, koordiniert den rotatorischen
und translatorischen Freiheitsgrad. Die Kurve 31 ist in einen ersten Teil 31.1 für
die Bewegung des Fadenführers 20 von der Ruheposition 20.1 in die Meldeposition 20.2
und einen zweiten Teil 31.2 für die Bewegung des Fadenführers 20 nach Erreichen der
Meldeposition 20.2 unterteilt.
[0022] Aufbauend auf der Beschreibung zu Figur 2 wird die Bewegung des Fadenführers 20 beim
Fadenwechsel beschrieben. Zunächst führt der Fadenführer ausgehend von der Ruheposition
20.1 eine Bewegung, die durch die Führung des Nockens 30 in dem ersten Teil 30.1 der
Kurve 31 bestimmt wird, aus. In der Figur 3 ist dies eine Schwenkbewegungum den Drehpunkt
des Schub-Drehgelenkes 29. Dies trifft bis zum Erreichen der Meldeposition 20.2 zu.
Dort wird der Nocken 30 in den zweiten Teil 31.2 der Kurve 31 geführt. Der zweite
Teil 31.2 der Kurve 31 stellt eine Kreisbahn dar. Diese Kreisbahn ist so gestaltet,
dass ein geordnetes Zurückprallen des Fadenführers 20 zulassen wird, jedoch verhindert
wird, dass der Fadenführer 20 den Bereich der Meldeposition 20.2 verlässt. Statt dessen
durchläuft der Nocken 30 ein- oder mehrfach die Kreisbahn und baut dabei die kinetische
Energie des Fadenführers 20 ab. Auf Grund der Kreisbewegung des Nockens 30 führt der
Fadenführer 20 eine kombinierte Schwenk-/ SchubBewegung mit kleiner Amplitude aus.
Durch die Schubbewegung im Schub-Drehgelenk 29 wird auf Grund der Reibung dem Fadenführer
20 Energie entzogen.
[0023] Wegen der geringeren Platzverhältnisse wird der Nocken idealerweise kegelstumpfförmig
ausgeführt. Dadurch kann trotz kleiner Bauform eine hohe Biegefestigkeit des Nockens
erreicht werden.
Bezugszeichenliste
[0024]
- 1.
- Fadenabzugsvorrichtung
- 2.
- Faden
- 3.1 1
- erste Vorlagestelle
- 3.2
- zweite Vorlagestelle
- 4.1
- Vorlagespule
- 4.2
- Reservespule
- 5.1
- Fadenende
- 5.2
- Fadenanfang
- 5.3
- Bindung
- 6.
- Sensor
- 7.
- Signal
- 8.
- Signalverarbeitung
- 9.
- Fadenführer
- 10.
- erstes Lieferwerk
- 11.
- Heizer
- 12.
- Kühlschiene
- 13.
- Texturieraggregat
- 14.
- zweites Lieferwerk
- 15.
- zweiter Heizer
- 16.
- drittes Lieferwerk
- 17.
- Aufwicklung
- 17.1
- Changierung
- 17.2
- Treibwalze
- 17.3
- Spule
- 18.
- Fadenführerträger
- 19.
- Einlegeschlitz
- 20.
- Fadenführer
- 20.1
- Ruheposition
- 20.2
- Meldeposition
- 21.
- Drehachse
- 22.
- Klinke
- 23.
- Klinkenfeder
- 24.
- Masse
- 25.
- Zugfeder
- 26.
- Klinkenkurve
- 27.
- Raste
- 28.
- Schalter
- 29.
- Schub-Drehgelenk
- 30.
- Nocken
- 31.
- Kurve
- 31.1
- erster Teil der Kurve
- 31.2
- zweiter Teil der Kurve
1. Fadenabzugsvorrichtung (1) zum kontinuierlichen Abziehen eines Fadens (2), mit zumindest
zwei Vorlagestellen (3.1, 3.2), wobei eine der Vorlagestellen (3.1) eine Vorlagespule
(4.1) und die andere Vorlagestelle (3.2) eine Reservespule (4.2) trägt, wobei der
Faden (2) von der Vorlagespule (4.1) und von der Reservespule (4.2) abziehbar ist
und wobei das Fadenende (5.1) der Vorlagespule (4.1) mit dem Fadenanfang (5.2) der
Reservespule (4.2) durch eine Bindung (5.3) zusammengeknotet ist, wobei ein Sensor
(6) zwischen den beiden Vorlagestellen (3.1, 3.2) vorgesehen ist, der den Fadenübergang
von dem Garn der Vorlagespule (4.1) zu dem Garn der Reservespule (4.2) erfasst und
signalisiert, wobei der Sensor einen durch den Fadenübergang von einer Ruheposition
(20.1) in eine Meldepostion (20.2) bewegbaren Fadenführer (20) und einen die Position
des Fadenführers (20) detektierenden Lagegeber (28) aufweist, und wobei der Sensor
(6) ein Mittel aufweist, das eine Reflektion des Fadenführers (20) von der Meldeposition
(20.2) in Richtung der Ruheposition (20.1) beim Fadenüberlauf verhindert, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Verhinderung der Reflektion an dem Fadenführer (20) oder an einem
mit dem Fadenführer (20) verbundenen Element einen zusätzlich zu einem zwischen der
Ruheposition (20.1) und der Meldeposition (20.2) vorhandenen ersten Bewegungsfreiheitsgrad
einen zweiten Bewegungsfreiheitsgrad des Fadenführers (20) bereitstellt, und dass
der erste Bewegungsfreiheitsgrad und der zweite Bewegungsfreiheitsgrad so miteinander
koordiniert sind, dass die Reflektion des Fadenführers (20) von der Meldeposition
(20.2) in Richtung der Ruheposition (20.1) verhindert wird.
2. Fadenabzugsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Bewegungsfreiheitsgrad durch eine Klinke (22) erbracht wird, die bei einer
Bewegung des Fadenführers (20) eine Raste (27) in Richtung Meldeposition (20.2) überfahren
kann und in Richtung Ruheposition (20.1) sperrt.
3. Fadenabzugsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinke (22) an dem Fadenführer (20) angebracht ist.
4. Fadenabzugsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinke (22) an dem feststehenden Teil des Sensors (6) angebracht ist.
5. Fadenabzugsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenführer (20) in dem ersten und zweiten Bewegungsfreiheitsgrad bewegbar ist
und dass eine Kurve (31) die Freiheitsgrade so miteinander koordiniert, dass bei der
Bewegung des Fadenführers (20) in die Meldeposition (20.2) ein erster Teil (31.1)
der Kurve durchfahren wird und dass ein Zurückprallen des Fadenführers (20) dazu fuhrt,
dass ein zweiter Teil (31.2) der Kurve durchfahren wird, wobei der zweite Teil (31.2)
der Kurve so gestaltet ist, dass die Massenkräfte des Fadenführers diesen daran hindern,
die Ruheposition (20.1) zu erreichen.
6. Fadenabaugsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Teil (31.2) der Kurve so geformt ist, dass sie mehrfach durchlaufen werden
kann.
7. Fadenabzugsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Teil (31.2) der Kurve näherungsweise einer Kreisbahn entspricht.
8. Texturiermaschine zum Texturieren und Aufwickeln eines Fadens, mit zumindest einem
Lieferwerk (10), das den Faden von einer Fadenabzugsvorrichtung (1) abzieht, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenabzugsvorrichtung (1) eine Fadenabaugsvorrichtuug nach zumindest einem der
vorhergehenden Ansprüche ist.
1. Yarn withdrawal device (1) for continuously unwinding a yarn (2), with at least two
creel positions (3.1, 3.2), wherein one of the creel positions (3.1) mounts a feed
yarn package (4.1) and the other creel position (3.2) a reserve yarn package (4.2),
wherein the yarn (2) can be unwound from the feed yarn package (4.1) and from the
reserve yarn package (4.2), and wherein a trailing yarn end (5.1) of the feed yarn
package (4.1) is knotted to the leading yarn end (5.2) of the reserve yarn package
(4.2) by a tie (5.3), wherein a sensor (6) is provided between the two creel positions
(3.1, 3.2), which detects and signals the transition from the yarn of the feed yarn
package (4.1) to the yarn of the reserve yarn package (4.2), wherein the sensor (6)
includes a yarn guide (20) that is movable by the yarn transition from an inactive
position (20.1) to a signaling position (20.2), and a position sensor (28) that detects
the position of the yarn guide (20), and wherein the sensor (6) includes a means,
which prevents during the yarn transition a reflection of the yarn guide (20) from
the signaling position (20.2) in the direction of the inactive position (20.1),
characterized in that
the means for preventing the reflection on the yarn guide (20) or on an element connected
to the yarn guide (20) makes available a second degree of freedom of movement in addition
to a first degree of freedom of movement of the yarn guide (20) between the inactive
position (20.1) and the signaling position (20.2), and that the first degree of freedom
of movement and the second degree of freedom of movement are coordinated with each
other in such a manner that they prevent the reflection of the yarn guide (20) from
the signaling position (20.2) in the direction of the inactive position (20.1).
2. Yarn withdrawal device of claim 1, characterized in that the second degree of freedom of movement is produced by a pawl (22), which is capable
of overshooting a notch (27) during the movement of the yarn guide (20) in the direction
of the signaling position (20.2), and which blocks in the direction of the inactive
position (20.1).
3. Yarn withdrawal device of claim 2,
characterized in that
the pawl (22) is arranged on the yarn guide (20).
4. Yarn withdrawal device of claim 2,
characterized in that
the pawl (22) is arranged on the stationary part of the sensor (6).
5. Yarn withdrawal device of claim 1,
characterized in that
the yarn guide (20) is adapted for moving in the first and the second degree of freedom
of movement, and that a curve (31) coordinates the degrees of freedom of movement
in such a manner that during the movement of the yarn guide (20) to the signaling
position (20.2), a first portion (31.1) of the curve is traversed, and that a rebound
of the yarn guide (20) results in traversing a second portion (31.2) of the curve,
the second portion (31.2) of the curve being shaped such that the mass forces of the
yarn guide prevent it from reaching the inactive position (20.1).
6. Yarn withdrawal device of claim 5,
characterized in that
the second portion (31.2) of the curve is shaped such that it can be traversed several
times.
7. Yarn withdrawal device of claim 5,
characterized in that
the second portion (31.2) of the curve corresponds approximately to a circular guideway.
8. Texturing machine for texturing and winding a yarn with at least one feed system (10),
which unwinds the yarn from a yarn withdrawal device (1),
characterized in that
the yarn withdrawal device (1) is a yarn withdrawal device of at least one of the
foregoing claims.
1. Dispositif de retrait de fil (1) pour retirer continuellement un fil (2), avec au
moins deux positions d'alimentation (3.1, 3.2), dans quel cas une des positions d'alimentation
(3.1) porte une bobine d'alimentation (4.1) et l'autre position d'alimentation (3.2)
une bobine de réserve (4.2), le fil (2) pouvant être retiré de la bobine d'alimentation
(4.1) et de la bobine de réserve (4.2) et dans quel cas une extrémité du fil (5.1)
de la bobine d'alimentation (4.1) étant nouée avec la tête du fil (5.2) de la bobine
de réserve (4.2) par une liaison (5.3), un capteur (6) étant prévu entre les deux
positions d'alimentation (3.1, 3.2), qui détecte la transition du fil depuis le fil
de la bobine d'alimentation (4.1) jusqu'au fil de la bobine de réserve (4.2) et le
signale, dans quel cas le capteur comporte un guide-fil (20) qui est mobile grâce
à un transfert du fil d'une position de repos (20.1) jusque dans une position de signalisation
(20.2), et un codeur de position (28) détectant la position du guide-fil (20), et
dans le cas duquel le capteur (6) a un moyen qui empêche la réflexion du guide-fil
(20) depuis la position de signalisation (20.2) en direction de la position de repos
(20.1) lors de la transition du fil, caractérisé en ce que le moyen pour empêcher la réflexion sur le guide-fil (20) ou sur un élément relié
au guide-fil (20) met à disposition en plus d'un premier degré de liberté de mouvement
se trouvant entre la position de repos(20.1) et la position de signalisation, un deuxième
degré de liberté de mouvement du guide-fil (20) et en ce que le premier degré de liberté de mouvement et le deuxième degré de mouvement sont coordonnés
entre eux de manière telle que la réflexion du guide-fil (20) est empêchée depuis
la position de signalisation (20.2) en direction de la position de repos (20.1).
2. Dispositif de retrait de fil selon la revendication 1, caractérisé en ce que le deuxième degré de liberté de mouvement est généré par un cliquet (22), qui durant
un mouvement du guide-fil (20) peut traverser un cran (27) en direction de la position
de signalisation (20.2) et le verrouille en direction de la position de repos (20.1).
3. Dispositif de retrait de fil selon la revendication 2, caractérisé en ce que le cliquet (22) est rapporté sur le guide-fil (20).
4. Dispositif de retrait de fil selon la revendication 2, caractérisé en ce que le cliquet (22) est rapporté sur la partie immobile du capteur (6).
5. Dispositif de retrait de fil selon la revendication 1, caractérisé en ce que le guide-fil (20) est amovible dans le premier et deuxième degré de liberté de mouvement
et en ce qu'une courbe (31) coordonne entre eux les degrés de liberté de manière telle que lors
du mouvement du guide-fil (20) dans la position de signalisation (20.2) une première
partie (31.1) de la courbe est traversée et en ce qu'un rebondissement du guide-fil (20) a pour conséquence qu'une deuxième partie (31.2)
de la courbe est traversée, la deuxième partie (31.2) de la courbe étant configurée
de manière telle que les forces de masse du guide-fil empêchent celui-ci d'atteindre
la position de repos (20.1).
6. Dispositif de retrait de fil selon la revendication 5, caractérisé en ce que la deuxième partie (31.2) de la courbe est formée de manière telle, qu'elle peut
être parcourue plusieurs fois.
7. Dispositif de retrait de fil selon la revendication 5, caractérisé en ce que la deuxième partie (31.2) de la courbe correspond approximativement à une trajectoire
circulaire.
8. Machine à texturer destinée à la texturation et à l'enroulement d'un fil, avec au
moins un dispositif d'alimentation (10) qui retire le fil d'un dispositif de retrait
du fil (1), caractérisée en ce que le dispositif de retrait de fil (1) est un dispositif de retrait de fil selon au
moins une des revendications précédentes.
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