[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schrankauszugvorrichtung, welche
in einem Eckschrank einsetzbar ist, bei welchem ein hinterer Teil durch ein benachbartes
Schrankelement verdeckt ist, und der vordere Teil durch ein Türelement verschliessbar
ist, umfassend ein mit Ablagefächern versehenen äusseren Einbauteil, der entlang von
im Eckschrank befestigbaren ersten Führungsmitteln in den vorderen Teil des Eckschrankes
einschiebbar und aus diesem herausziehbar ist, und im ausgezogenen Zustand um eine
vertikale Schwenkachse ausschwenkbar ist und den vorderen Teil frei gibt, und einen
inneren Einbauteil, an welchem ebenfalls Ablagefächer anbringbar sind, der vom hinteren
Teil bei ausgezogenem und ausschwenkbarem äusseren Einbauteil entlang von zweiten
Führungsmitteln in den vorderen Teil des Eckschrankes verschiebbar ist, und der aus
zwei im wesentlichen senkrecht angeordneten Tragprofilen gebildet ist, die über eine
obere Querstrebe und eine untere Querstrebe miteinander verbunden sind, an welchen
Querstreben Führungselemente angebracht sind, welche mit den zweiten Führungsmitteln
zusammenwirken.
[0002] Derartige Schrankauszugvorrichtungen sind bekannt. Mit derartigen Schrankauszugvorrichtungen
kann insbesondere erreicht werden, dass das Raumangebot von Eckschränken, wie sie
beispielsweise bei Kücheneinrichtungen zur Anwendung kommen, voll ausgenützt werden
kann, wobei die Zugänglichkeit zu den Ablagefächern, auf welchen die Utensilien untergebracht
werden, für eine Person gewährleistet ist.
[0003] Eine derartige Schrankauszugvorrichtung ist beispielsweise in der EP-A-0 441 919
dargestellt. Bei dieser Vorrichtung ist der äussere Einbauteil und der innere Einbauteil
über ein Hebelsystem miteinander gekoppelt. Dadurch wird erreicht, dass der äussere
Einbauteil aus dem Schrank ausgezogen werden kann, und während er um die Vertikalachse
ausgeschwenkt wird, wird der innere Einbauteil über das Hebelsystem und die entsprechenden
Führungen in den vorderen zugänglichen Teil des Eckschrankes verschoben, wodurch dieser
innere Einbauteil zugänglich wird. Hierbei besteht der innere Einbauteil aus einem
ebenen Rahmen, gebildet durch zwei im wesentlichen senkrecht angeordnete Tragprofile,
die über eine obere Querstrebe und eine untere Querstrebe fest miteinander verbunden
sind. An den Tragprofilen sind Einhängeelemente eingebracht, mit welchen die Ablagefächer
des inneren Einbauteils an diesem Rahmen eingehängt werden können.
[0004] Da der äussere Einbauteil und der innere Einbauteil dieser bekannten Schrankauszugvorrichtung
aus ebenen Rahmen gebildet sind, in welche Ablagefächer einhängbar sind, kann diese
Schrankauszugvorrichtung, die entsprechend vorgefertigt ist, für die Lieferung zum
Platz, wo diese Schrankauszugvorrichtung in den Schrank eingebaut werden soll, sehr
Raum sparend verpackt werden, was den Transportaufwand und die Kosten für den Transport
gering halten lässt.
[0005] Aus der WO 03/022100-A ist ebenfalls eine Schrankauszugvorrichtung bekannt, bei welcher
der innere Einbauteil kastenförmig aufgebaut ist, in welchen aber die Ablagefächer
ausziehbar angeordnet sind. Dadurch können die Ablagefächer des inneren Einbauteils,
wenn er sich in der zugänglichen Position befindet, das heisst wenn der äussere Einbauteil
ausgezogen und ausgeschwenkt ist, noch ausgezogen werden. Dadurch wird die Zugänglichkeit
zu den einzelnen Ablagefächern des inneren Einbauteils zusätzlich verbessert.
[0006] Da dieser innere Einbauteil aber kastenförmig aufgebaut ist, ist eine Raum sparende
Verpackung zum Transportieren einer vorgefertigten Vorrichtung zum Platz der Montage
nicht möglich.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, eine Schrankauszugvorrichtung
so zu gestalten, dass die Zugänglichkeit zu den Ablagefächern im in den Eckschrank
eingesetzten Zustand optimiert wird, und dass eine Raum sparende Verpackung für den
Transport der vorgefertigten Schrankauszugvorrichtung ermöglich wird.
[0008] Zusätzlich dazu soll die Möglichkeit geschaffen werden, dass die Schrankauszugvorrichtung
an unterschiedliche Abmessungen des Eckschrankes anpassbar ist, um die Ausnutzung
des zur Verfügung stehenden Platzes zu optimieren.
[0009] Erfindungsgemäss erfolgt die Lösung dieser Aufgabe dadurch, dass an den Tragprofilen
Halteprofile angebracht sind, die im wesentlichen parallel zur Auszugrichtung des
äusseren Einbauteils ausgerichtet sind, an welchen jeweils ein innerer Teil einer
Linearführung befestigt ist, deren äusserer Teil mit dem jeweiligen Ablagefach lösbar
verbunden ist, und dass die Querstreben lösbar mit den Tragprofilen verbunden sind.
[0010] Mit dieser Lösung wird eine optimale Zugänglichkeit zu den Ablagefächern des inneren
Einbauteils gewährleistet, diese können in der zugänglichen Position noch aus dem
Eckschrank ausgezogen werden, zusätzlich, da die Querstreben lösbar mit den Tragprofilen
verbunden sind, kann der innere Einbauteil in einfacher Weise so zerlegt werden, dass
eine Platz versperrende Verpackung ebenfalls möglich ist.
[0011] Ferner wird mit dieser erfindungsgemässen Lösung erreicht, dass die Breite des inneren
Einbauteils mit einfachen Mitteln an die Abmessungen des Eckschrankes angepasst werden
kann, hierzu ist es lediglich erforderlich, Querstreben mit anderen Längen einzusetzen
und Ablagefächer mit entsprechenden Breiten zu verwenden. Alle anderen Bauteile dieser
Schrankauszugvorrichtung können unverändert beibehalten werden. Dadurch erreicht man
ein sehr flexibles System.
[0012] In vorteilhafter Weise sind die Halteprofile mit den Tragprofilen fest verbunden,
und die obere Querstrebe und die untere Querstrebe jeweils mit den Tragprofilen verschraubbar.
Dadurch kann der innere Einbauteil in einfacher Weise auf dem Montageplatz zusammengebaut
werden.
[0013] Ein besonders einfaches Montieren wird dadurch erreicht, dass die oberen Querstrebe
aus einem Flacheisen gebildet ist, an dessen Enden Seitenlaschen angeordnet sind,
in welchen Öffnungen für die Verschraubung mit den Tragprofilen angebracht sind.
[0014] Ebenfalls einen einfachen Aufbau erhält man, indem die untere Querstrebe aus einem
Winkelprofil gebildet ist, an dessen einem Schenkel Öffnungen für die Verschraubung
mit den Tragprofilen angebracht sind.
[0015] In vorteilhafter Weise sind die Linearführungen als Kugelführungen ausgebildet, wodurch
eine einfacher Aufbau und eine optimale Funktion beim Ausziehen der Ablagefächer des
inneren Einbauteils gewährleistet ist.
[0016] Um trotz des sehr einfachen Aufbaus des inneren Einbauteils eine gute Stabilität
erreichen zu können, sind die Ablagefächer des inneren Einbauteils mit dem äusseren
Teil der Linearführungen mittels Verschraubungen miteinander lösbar verbunden. Dadurch
kann auch die Flexibilität bezüglich der Breite des inneren Einbauteils gewährleistet
werden.
[0017] Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden
Zeichnung beispielhaft näher erläutert.
Es zeigt
[0018]
Fig. 1 in räumlicher Darstellung eine in einen Eckschrank eingesetzte erfindungsgemässe
Schrankauszugvorrichtung, wobei beim Eckschrank aus Übersichtlichkeitsgründen gewisse
Abdeckungen weggelassen sind, mit ausgezogenem äusseren Einbauteil und in die zugängliche
Position verschobenem inneren Einbauteil;
Fig. 2 in räumlicher Darstellung den inneren Einbauteil mit ausgezogenem unterem Ablagefach;
Fig. 3 eine Schnittdarstellung durch den inneren Einbauteil, wie er in Fig. 2 dargestellt
ist;
Fig. 4 in räumlicher Darstellung den inneren Einbauteil ohne Ablagefächer; und
Fig. 5 in räumlicher und auseinander gezogener Darstellung den Aufbau eines inneren
Einbauteils ohne Ablagefächer.
[0019] In Fig. 1 ist in räumlicher Darstellung die Schrankauszugsvorrichtung dargestellt,
welche in einen Eckschrank 1 eingesetzt ist. Der äussere Einbauteil 2 ist hierbei
aus dem Eckschrank 1 ausgezogen, und im voll ausgezogenen Zustand um eine vertikale
Schwenkachse 3 ausgeschwenkt. Das Ausziehen dieses äusseren Einbauteils 2 erfolgt
in bekannter Weise entlang ersten Führungsmitteln 4, die im Eckschrank befestigbar
sind, wobei die unteren ersten Führungsmittel die Ausschwenkbewegung des äusseren
Einbauteils 2 mitmachen. In bekannter Weise ist der äussere Einbauteil aus einem Rahmen
5 gebildet, an welchem Ablagefächer 6 einhängbar sind, die im hier dargestellten Ausführungsbeispiel
als Drahtkörbe ausgebildet sind.
[0020] In diesem ausgezogenen und ausgeschwenkten Zustand des äusseren Einbauteils 2 um
die vertikale Schwenkachse 3 wird der vordere Teil 7 des Eckschrankes 1 freigegeben,
welcher im eingefahrenen Zustand des äusseren Einbauteils 2 in den Eckschrank 1 in
bekannter Weise durch ein nicht dargestelltes Türelement abgeschlossen werden kann.
[0021] In diesen vorderen Teil 7 kann der innere Einbauteil 8 entlang zweiten Führungsmitteln
9 verschoben werden, und zwar von einem hinteren Teil 10 im Eckschrank 1, in welchem
dieser innere Einbauteil 8 bei geschlossener Schrankauszugvorrichtung untergebracht
ist. In bekannter Weise ist dieser hintere Teil 10 durch ein nicht dargestelltes benachbartes
Schrankelement verdeckt, so dass auf den hinteren Teil 10 des Eckschrankes 1 kein
direkter Zugriff möglich ist. Der Zugriff erfolgt, wie dies in Fig. 1 dargestellt
ist, durch den freigegebenen Zugang, und wenn der innere Einbauteil 8 in den vorderen
Teil 7 des Eckschrankes 1 verschoben ist.
[0022] Der innere Einbauteil 8 ist ebenfalls aus einem Rahmen 11 gebildet, an welchem ebenfalls
Ablagefächer 12 angeordnet sind, was später im Detail noch beschrieben wird. Auch
hier sind die Ablagefächer 12 als Drahtkörbe ausgebildet.
[0023] Der äussere Einbauteil 2 und der innere Einbauteil 8 können in bekannter Weise über
ein Hebelsystem miteinander gekoppelt werden (in Fig. 1 nicht dargestellt), mit welchem
bewirkt wird, dass in der eingeschobenen Position des äusseren Einbauteils 2 sich
der innere Einbauteil 8 im hinteren Teil 10 des Eckschrankes befindet, dass beim Ausziehen
des äusseren Einbauteils 2 der innere Einbauteil 8 im hinteren Teil 10 verbleibt und
erst während des Schwenkens des äusseren Einbauteils 2 um die vertikale Schwenkachse
3 vom hinteren Teil 10 in den vorderen Teil 7 des Eckschrankes 1 verschoben wird.
Beim Zurückschwenken und Einschieben des äusseren Einbauteils erfolgt der Bewegungsablauf
in umgekehrter Reihenfolge.
[0024] Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist der Rahmen 11, der den inneren Einbauteil 8 bildet,
aus zwei im wesentlichen senkrecht angeordneten Tragprofilen 13 und 14 und einer oberen
Querstrebe 15 und einer unteren Querstrebe 16 zusammengesetzt, wobei die beiden Tragprofile
13 und 14 über die beiden Querstreben 15 und 16 miteinander verbunden sind. An den
beiden Tragprofilen 13 und 14 sind jeweils zwei Halteprofile 17 und 18 befestigt,
die senkrecht zum Rahmen 11 ausgerichtet sind bzw. im wesentlichen parallel zur Auszugrichtung
des äusseren Einbauteils 2 (Fig. 1) verlaufen. An jedem dieser Halteprofile 17 und
18 ist ein innerer Teil 19 einer Linearführung 20 befestigt, deren äusserer Teil 21
mit dem jeweiligen Ablagefach 12 lösbar verbunden ist. In bekannter Weise ist der
äussere Teil 21 bezüglich des inneren Teils 19 der Linearführung 20 über Kugelführungen
verschiebbar. Dadurch können die Ablagefächer 12, wenn sich der innere Einbauteil
8 im vorderen Teil 7 des Eckschrankes 1 befindet, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist,
ebenfalls noch einzeln ausgezogen werden, wodurch die Zugänglichkeit auf diese beiden
Ablagefächer 12 des inneren Einbauteils 8 wesentlich verbessert wird. Selbstverständlich
könnten anstelle von Kugelführungen für die Linearführungen 20 auch andere, geschlossene
Führungen verwendet werden.
[0025] Wie aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich ist, setzt sich der Rahmen 11 des inneren Einbauteils
8 aus den beiden Tragprofilen 13 und 14 und der oberen Querstrebe 15 und der unteren
Querstrebe 16 zusammen. Die beiden Tragprofile 13 und 14 sind aus einem Vierkantprofil
gebildet. Die obere Querstrebe 15 besteht aus einem Flacheisen 22, an dessen beiden
Enden jeweils eine Seitenlasche 23 angeordnet ist. Diese Seitenlaschen 23 sind mit
Öffnungen 24 versehen, über welche die obere Querstrebe 15 mit den Tragprofilen 13
und 14 in bekannter Weise verschraubbar ist.
[0026] Die untere Querstrebe 16 ist aus einem Winkelprofil 25 gebildet, an dessen einem
Schenkel 26 Öffnungen 27 angebracht sind, mit welchen die untere Querstrebe 16 mit
den Tragprofilen 13 und 14 verschraubbar ist.
[0027] Wie bereits vorgängig erwähnt worden ist, sind an den Tragprofilen 13 und 14 jeweils
zwei Halteprofile 17 und 18 befestigt. Diese sind mit dem jeweiligen Tragprofil 13
bzw. 14 fest verbunden, beispielsweise verschweisst.
[0028] In diesen Halteprofilen 17 und 18 ist jeweils eine Linearführung 20 in Form einer
Kugelführung befestigt, wie dies aus Fig. 3 ersichtlich ist. Der inneren Teil 19 dieser
Linearführung 20 ist hierbei am jeweiligen Halteprofil 17 bzw. 18 befestigt, der äussere
Teil 21 der Linearführung 20 ist mit dem entsprechenden Ablagefach 12 über Schrauben
28 lösbar verbunden. Durch das Verschrauben der Ablagefächer 12 mit der Linearführung
20 wird eine sehr stabile Führung dieser Ablagefächer beim Ausziehen und Einschieben
erhalten.
[0029] Wie aus den Fig. 3 bis 5 ersichtlich ist, sind an der oberen Querstrebe 15 und an
der unteren Querstrebe 16 Rollen 29 angebracht, welche der verschiebbaren Führung
des Rahmens 11 entlang der zweiten Führungsmittel 9 dienen. Diese zweiten Führungsmittel
9 sind aus der Fig. 3 ersichtlich, welche an der Rückwand 30 des Eckschrankes 1 befestigt
sind. Über diese zweiten Führungsmittel 9 und die Rollen 29 ist der innere Einbauteil
8 im Eckschrank 1 verschiebbar gelagert.
[0030] Derartige Eckschränke 1 können, je nach vorhandenem Platz in einer Küche, unterschiedliche
Abmessungen aufweisen. Hierbei kann der vordere Teil 7 des Eckschrankes 1, wie dies
aus Fig. 1 ersichtlich ist, eine grössere oder kleinere Breite aufweisen, ebenfalls
kann der hintere Teil 10 des Eckschrankes eine grössere oder kleinere Breite aufweisen.
Um hierbei den zur Verfügung stehenden Platz innerhalb des Eckschrankes 1 voll ausnützen
zu können, müssen Ablagefächer 6 für den äusseren Einbauteil und Ablagefächer 12 für
den inneren Einbauteil mit unterschiedlichen Breiten eingesetzt werden können. Während
dies beim äusseren Einbauteil 2 in einfacher Weise möglich ist, da hier die Ablagefächer
6 nur einseitig eingehängt sind, muss beim inneren Einbauteil 8 der Rahmen 11 mit
den Halteprofilen 17 und 18 ebenfalls angepasst werden, da die Ablagefächer 12 zwischen
den beiden Halteprofilen 17 und 18 angeordnet sind und ausziehbar sind. Das Anpassen
der Breite des Rahmens 11 kann dadurch geschehen, wie dies insbesondere der Fig. 5
entnehmbar ist, dass die obere Querstrebe 15 und die untere Querstrebe 16 durch entsprechende
Querstreben mit grösserer bzw. kleinerer Länge verwendet werden. Alle anderen Bauteile
des inneren Einbauteils 8 können bei dieser Änderung der Breite weiter verwendet werden.
Durch das Verschrauben der oberen Querstrebe 15 und der unteren Querstrebe 16 mit
den beiden Tragprofilen 13 und 14 kann eine derartige Breitenanpassung in sehr einfacher
Weise erfolgen. Somit kann der zur Verfügung stehende Platz in einem Eckschrank 1
durch diese Schrankauszugvorrichtung in optimaler Weise ausgenützt werden.
[0031] Die Verschraubung der oberen Querstrebe 15 und der unteren Querstrebe 16 mit den
beiden Tragprofilen 13 und 14 erlaubt es auch, dass der Rahmen 11 unmittelbar vor
Ort beim Einsetzen der Schrankauszugeinrichtung in einem Eckschrank zusammengesetzt
werden kann. Dadurch kann der innere Einbauteil 8, der in einem Herstellungswerk vorgefertigt
ist, sehr Platz sparend verpackt werden, die beiden Tragprofile 13 und 14 mit den
daran angebrachten Halteprofilen 17 und 18 können so verpackt werden, dass die Halteprofile
17 und 18 aufeinander zu liegen kommen. Dadurch kann eine sehr Raum sparende Verpackung
erreicht werden, wodurch der Transport vereinfacht wird und die Transportkosten gering
gehalten werden können.
[0032] Mit dieser erfindungsgemässen Schrankauszugvorrichtung, welche in einen Eckschrank
einsetzbar ist, wird ein sehr flexibles System erreicht, welches ein optimales Ausnützen
des vorhandenen Platzes ermöglicht, mit welchem die Zugänglichkeit auf die Ablagefächer
in einer derartigen Schrankauszugvorrichtung für einen Eckschrank in optimaler Weise
ermöglicht wird, welches eine grosse Stabilität aufweist und welches sehr Platz sparend
für den Transport verpackt werden kann.
1. Schrankauszugvorrichtung, welche in einem Eckschrank (1) einsetzbar ist, bei welchem
ein hinterer Teil (10) durch ein benachbartes Schrankelement verdeckt ist, und der
vordere Teil (7) durch ein Türelement verschliessbar ist, umfassend einen mit Ablagefächern
(6) versehenen äusseren Einbauteil (2), der entlang von im Eckschrank (1) befestigbaren
ersten Führungsmitteln (4) in den vorderen Teil (7) des Eckschrankes (1) einschiebbar
und aus diesem herausziehbar ist, und im ausgezogenen Zustand um eine vertikale Schwenkachse
(3) ausschwenkbar ist und den vorderen Teil (7) freigibt, und einen inneren Einbauteil
(8), an welchem ebenfalls Ablagefächer (12) anbringbar sind, der vom hinteren Teil
(10) bei ausgezogenem und ausschwenkbarem äusseren Einbauteil (2) entlang von zweiten
Führungsmitteln (9) in den vorderen Teil (7) des Eckschranks (1) verschiebbar ist,
und der aus zwei im wesentlichen senkrecht angeordneten Tragprofilen (13, 14) gebildet
ist, die über eine obere Querstrebe (15) und eine untere Querstrebe (16) miteinander
verbunden sind, an welchen Querstreben (15, 16) Führungselemente (29) angebracht sind,
welche mit den zweiten Führungsmitteln (9) zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, dass an den Tragprofilen (13, 14) Halteprofile (17, 18) angebracht sind, die im wesentlichen
parallel zur Auszugrichtung des äusseren Einbauteils (2) ausgerichtet sind, an welchen
jeweils ein innerer Teil (19) einer Linearführung (20) befestigt ist, deren äusserer
Teil (21) mit dem jeweiligen Ablagefach (12) lösbar verbunden ist, und dass die Querstreben
(15, 16) lösbar mit den Tragprofilen (13, 14) verbunden sind.
2. Schrankauszugvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteprofile (17, 18) mit den Tragprofilen (13, 14) fest verbunden sind, und
dass die obere Querstrebe (15) und untere Querstrebe (16) jeweils mit den Tragprofilen
(13, 14) verschraubt sind.
3. Schrankauszugvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Querstrebe (15) aus einem Flacheisen (22) gebildet ist, an dessen Enden
Seitenlaschen (23) angeordnet sind, in welchen Öffnungen (24) für die Verschraubung
mit den Tragprofilen (13, 14) angebracht sind.
4. Schrankauszugvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Querstrebe (16) aus einem Winkelprofil (25) gebildet ist, an dessen einem
Schenkel (26) Öffnungen (27) für die Verschraubung mit den Tragprofilen (13, 14) angebracht
sind.
5. Schrankauszugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Linearführungen (20) als Kugelführungen ausgebildet sind.
6. Schrankauszugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablagefächer (12) des inneren Einbauteils (8) mit den äusseren Teilen (21) der
entsprechenden Linearführungen (20) mittels Verschraubungen miteinander lösbar verbunden
sind.