(19)
(11) EP 1 591 039 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
02.11.2005  Patentblatt  2005/44

(21) Anmeldenummer: 04101739.3

(22) Anmeldetag:  26.04.2004
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7A47B 81/00, A47B 88/14
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL HR LT LV MK

(71) Anmelder: PEKA-METALL AG
6295 Mosen (CH)

(72) Erfinder:
  • Weber, Peter
    5712, Beinwil am See (CH)

(74) Vertreter: Scheuzger, Beat Otto 
Bovard AG Patentanwälte VSP Optingenstrasse 16
3000 Bern 25
3000 Bern 25 (CH)

   


(54) Eckschrankauszugvorrichtung


(57) Eine Schrankauszugvorrichtung, welche in einen Eckschrank (1) einsetzbar ist, bei welchem ein hinterer Teil (10) durch ein benachbartes Schrankelement verdeckt ist, und der vordere Teil (7) durch ein Türelement verschliessbar ist, umfasst einen mit Ablagefächern (6) versehenen äusseren Einbauteil (2), der entlang ersten Führungsmitteln (4) in den vorderen Teil (7) des Eckschrankes (1) einschiebbar und aus diesem herausziehbar ist. Im ausgezogenen Zustand kann der äussere Einbauteil (2) um eine vertikale Schwenkachse (3) ausgeschwenkt werden und gibt den vorderen Teil (7) des Eckschrankes (1) frei. Ein innerer Einbauteil (8), an welchem ebenfalls Ablagefächer (12) anbringbar sind, kann bei ausgezogenem und ausgeschwenktem äusseren Einbauteil (2) entlang von zweiten Führungsmitteln (9) in den vorderen Teil (7) des Eckschrankes verschoben werden. Der innere Einbauteil ist aus zwei senkrecht angeordneten Tragprofilen (13) und (14) gebildet, die über eine obere Querstrebe (15) und eine untere Querstrebe (16) miteinander verbunden sind. An den Tragprofilen (13) und (14) sind Halteprofile (17) und (18) angebracht, die im wesentlichen parallel zur Auszugrichtung des äusseren Einbauteils (2) ausgerichtet sind. An diesen ist jeweils eine Linearführung (20) angebracht, mittels welchen die Ablagefächer (12) des inneren Einbauteils (8), wenn sich dieser im vorderen Teil (7) des Eckschrankes (1) befindet, ausziehbar sind. Die Querstreben (15) und (16) sind lösbar mit den Tragprofilen (13) und (14) verbunden. Die Breite des inneren Einbauteils kann in einfacher Weise an den vorhandenen Platz im Eckschrank (1) angepasst werden, indem lediglich die Querstreben durch Querstreben anderer Länge und Ablagefächer anderer Breite eingesetzt werden müssen.







Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schrankauszugvorrichtung, welche in einem Eckschrank einsetzbar ist, bei welchem ein hinterer Teil durch ein benachbartes Schrankelement verdeckt ist, und der vordere Teil durch ein Türelement verschliessbar ist, umfassend ein mit Ablagefächern versehenen äusseren Einbauteil, der entlang von im Eckschrank befestigbaren ersten Führungsmitteln in den vorderen Teil des Eckschrankes einschiebbar und aus diesem herausziehbar ist, und im ausgezogenen Zustand um eine vertikale Schwenkachse ausschwenkbar ist und den vorderen Teil frei gibt, und einen inneren Einbauteil, an welchem ebenfalls Ablagefächer anbringbar sind, der vom hinteren Teil bei ausgezogenem und ausschwenkbarem äusseren Einbauteil entlang von zweiten Führungsmitteln in den vorderen Teil des Eckschrankes verschiebbar ist, und der aus zwei im wesentlichen senkrecht angeordneten Tragprofilen gebildet ist, die über eine obere Querstrebe und eine untere Querstrebe miteinander verbunden sind, an welchen Querstreben Führungselemente angebracht sind, welche mit den zweiten Führungsmitteln zusammenwirken.

[0002] Derartige Schrankauszugvorrichtungen sind bekannt. Mit derartigen Schrankauszugvorrichtungen kann insbesondere erreicht werden, dass das Raumangebot von Eckschränken, wie sie beispielsweise bei Kücheneinrichtungen zur Anwendung kommen, voll ausgenützt werden kann, wobei die Zugänglichkeit zu den Ablagefächern, auf welchen die Utensilien untergebracht werden, für eine Person gewährleistet ist.

[0003] Eine derartige Schrankauszugvorrichtung ist beispielsweise in der EP-A-0 441 919 dargestellt. Bei dieser Vorrichtung ist der äussere Einbauteil und der innere Einbauteil über ein Hebelsystem miteinander gekoppelt. Dadurch wird erreicht, dass der äussere Einbauteil aus dem Schrank ausgezogen werden kann, und während er um die Vertikalachse ausgeschwenkt wird, wird der innere Einbauteil über das Hebelsystem und die entsprechenden Führungen in den vorderen zugänglichen Teil des Eckschrankes verschoben, wodurch dieser innere Einbauteil zugänglich wird. Hierbei besteht der innere Einbauteil aus einem ebenen Rahmen, gebildet durch zwei im wesentlichen senkrecht angeordnete Tragprofile, die über eine obere Querstrebe und eine untere Querstrebe fest miteinander verbunden sind. An den Tragprofilen sind Einhängeelemente eingebracht, mit welchen die Ablagefächer des inneren Einbauteils an diesem Rahmen eingehängt werden können.

[0004] Da der äussere Einbauteil und der innere Einbauteil dieser bekannten Schrankauszugvorrichtung aus ebenen Rahmen gebildet sind, in welche Ablagefächer einhängbar sind, kann diese Schrankauszugvorrichtung, die entsprechend vorgefertigt ist, für die Lieferung zum Platz, wo diese Schrankauszugvorrichtung in den Schrank eingebaut werden soll, sehr Raum sparend verpackt werden, was den Transportaufwand und die Kosten für den Transport gering halten lässt.

[0005] Aus der WO 03/022100-A ist ebenfalls eine Schrankauszugvorrichtung bekannt, bei welcher der innere Einbauteil kastenförmig aufgebaut ist, in welchen aber die Ablagefächer ausziehbar angeordnet sind. Dadurch können die Ablagefächer des inneren Einbauteils, wenn er sich in der zugänglichen Position befindet, das heisst wenn der äussere Einbauteil ausgezogen und ausgeschwenkt ist, noch ausgezogen werden. Dadurch wird die Zugänglichkeit zu den einzelnen Ablagefächern des inneren Einbauteils zusätzlich verbessert.

[0006] Da dieser innere Einbauteil aber kastenförmig aufgebaut ist, ist eine Raum sparende Verpackung zum Transportieren einer vorgefertigten Vorrichtung zum Platz der Montage nicht möglich.

[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, eine Schrankauszugvorrichtung so zu gestalten, dass die Zugänglichkeit zu den Ablagefächern im in den Eckschrank eingesetzten Zustand optimiert wird, und dass eine Raum sparende Verpackung für den Transport der vorgefertigten Schrankauszugvorrichtung ermöglich wird.

[0008] Zusätzlich dazu soll die Möglichkeit geschaffen werden, dass die Schrankauszugvorrichtung an unterschiedliche Abmessungen des Eckschrankes anpassbar ist, um die Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Platzes zu optimieren.

[0009] Erfindungsgemäss erfolgt die Lösung dieser Aufgabe dadurch, dass an den Tragprofilen Halteprofile angebracht sind, die im wesentlichen parallel zur Auszugrichtung des äusseren Einbauteils ausgerichtet sind, an welchen jeweils ein innerer Teil einer Linearführung befestigt ist, deren äusserer Teil mit dem jeweiligen Ablagefach lösbar verbunden ist, und dass die Querstreben lösbar mit den Tragprofilen verbunden sind.

[0010] Mit dieser Lösung wird eine optimale Zugänglichkeit zu den Ablagefächern des inneren Einbauteils gewährleistet, diese können in der zugänglichen Position noch aus dem Eckschrank ausgezogen werden, zusätzlich, da die Querstreben lösbar mit den Tragprofilen verbunden sind, kann der innere Einbauteil in einfacher Weise so zerlegt werden, dass eine Platz versperrende Verpackung ebenfalls möglich ist.

[0011] Ferner wird mit dieser erfindungsgemässen Lösung erreicht, dass die Breite des inneren Einbauteils mit einfachen Mitteln an die Abmessungen des Eckschrankes angepasst werden kann, hierzu ist es lediglich erforderlich, Querstreben mit anderen Längen einzusetzen und Ablagefächer mit entsprechenden Breiten zu verwenden. Alle anderen Bauteile dieser Schrankauszugvorrichtung können unverändert beibehalten werden. Dadurch erreicht man ein sehr flexibles System.

[0012] In vorteilhafter Weise sind die Halteprofile mit den Tragprofilen fest verbunden, und die obere Querstrebe und die untere Querstrebe jeweils mit den Tragprofilen verschraubbar. Dadurch kann der innere Einbauteil in einfacher Weise auf dem Montageplatz zusammengebaut werden.

[0013] Ein besonders einfaches Montieren wird dadurch erreicht, dass die oberen Querstrebe aus einem Flacheisen gebildet ist, an dessen Enden Seitenlaschen angeordnet sind, in welchen Öffnungen für die Verschraubung mit den Tragprofilen angebracht sind.

[0014] Ebenfalls einen einfachen Aufbau erhält man, indem die untere Querstrebe aus einem Winkelprofil gebildet ist, an dessen einem Schenkel Öffnungen für die Verschraubung mit den Tragprofilen angebracht sind.

[0015] In vorteilhafter Weise sind die Linearführungen als Kugelführungen ausgebildet, wodurch eine einfacher Aufbau und eine optimale Funktion beim Ausziehen der Ablagefächer des inneren Einbauteils gewährleistet ist.

[0016] Um trotz des sehr einfachen Aufbaus des inneren Einbauteils eine gute Stabilität erreichen zu können, sind die Ablagefächer des inneren Einbauteils mit dem äusseren Teil der Linearführungen mittels Verschraubungen miteinander lösbar verbunden. Dadurch kann auch die Flexibilität bezüglich der Breite des inneren Einbauteils gewährleistet werden.

[0017] Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnung beispielhaft näher erläutert.

Es zeigt



[0018] 

Fig. 1 in räumlicher Darstellung eine in einen Eckschrank eingesetzte erfindungsgemässe Schrankauszugvorrichtung, wobei beim Eckschrank aus Übersichtlichkeitsgründen gewisse Abdeckungen weggelassen sind, mit ausgezogenem äusseren Einbauteil und in die zugängliche Position verschobenem inneren Einbauteil;

Fig. 2 in räumlicher Darstellung den inneren Einbauteil mit ausgezogenem unterem Ablagefach;

Fig. 3 eine Schnittdarstellung durch den inneren Einbauteil, wie er in Fig. 2 dargestellt ist;

Fig. 4 in räumlicher Darstellung den inneren Einbauteil ohne Ablagefächer; und

Fig. 5 in räumlicher und auseinander gezogener Darstellung den Aufbau eines inneren Einbauteils ohne Ablagefächer.



[0019] In Fig. 1 ist in räumlicher Darstellung die Schrankauszugsvorrichtung dargestellt, welche in einen Eckschrank 1 eingesetzt ist. Der äussere Einbauteil 2 ist hierbei aus dem Eckschrank 1 ausgezogen, und im voll ausgezogenen Zustand um eine vertikale Schwenkachse 3 ausgeschwenkt. Das Ausziehen dieses äusseren Einbauteils 2 erfolgt in bekannter Weise entlang ersten Führungsmitteln 4, die im Eckschrank befestigbar sind, wobei die unteren ersten Führungsmittel die Ausschwenkbewegung des äusseren Einbauteils 2 mitmachen. In bekannter Weise ist der äussere Einbauteil aus einem Rahmen 5 gebildet, an welchem Ablagefächer 6 einhängbar sind, die im hier dargestellten Ausführungsbeispiel als Drahtkörbe ausgebildet sind.

[0020] In diesem ausgezogenen und ausgeschwenkten Zustand des äusseren Einbauteils 2 um die vertikale Schwenkachse 3 wird der vordere Teil 7 des Eckschrankes 1 freigegeben, welcher im eingefahrenen Zustand des äusseren Einbauteils 2 in den Eckschrank 1 in bekannter Weise durch ein nicht dargestelltes Türelement abgeschlossen werden kann.

[0021] In diesen vorderen Teil 7 kann der innere Einbauteil 8 entlang zweiten Führungsmitteln 9 verschoben werden, und zwar von einem hinteren Teil 10 im Eckschrank 1, in welchem dieser innere Einbauteil 8 bei geschlossener Schrankauszugvorrichtung untergebracht ist. In bekannter Weise ist dieser hintere Teil 10 durch ein nicht dargestelltes benachbartes Schrankelement verdeckt, so dass auf den hinteren Teil 10 des Eckschrankes 1 kein direkter Zugriff möglich ist. Der Zugriff erfolgt, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist, durch den freigegebenen Zugang, und wenn der innere Einbauteil 8 in den vorderen Teil 7 des Eckschrankes 1 verschoben ist.

[0022] Der innere Einbauteil 8 ist ebenfalls aus einem Rahmen 11 gebildet, an welchem ebenfalls Ablagefächer 12 angeordnet sind, was später im Detail noch beschrieben wird. Auch hier sind die Ablagefächer 12 als Drahtkörbe ausgebildet.

[0023] Der äussere Einbauteil 2 und der innere Einbauteil 8 können in bekannter Weise über ein Hebelsystem miteinander gekoppelt werden (in Fig. 1 nicht dargestellt), mit welchem bewirkt wird, dass in der eingeschobenen Position des äusseren Einbauteils 2 sich der innere Einbauteil 8 im hinteren Teil 10 des Eckschrankes befindet, dass beim Ausziehen des äusseren Einbauteils 2 der innere Einbauteil 8 im hinteren Teil 10 verbleibt und erst während des Schwenkens des äusseren Einbauteils 2 um die vertikale Schwenkachse 3 vom hinteren Teil 10 in den vorderen Teil 7 des Eckschrankes 1 verschoben wird. Beim Zurückschwenken und Einschieben des äusseren Einbauteils erfolgt der Bewegungsablauf in umgekehrter Reihenfolge.

[0024] Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist der Rahmen 11, der den inneren Einbauteil 8 bildet, aus zwei im wesentlichen senkrecht angeordneten Tragprofilen 13 und 14 und einer oberen Querstrebe 15 und einer unteren Querstrebe 16 zusammengesetzt, wobei die beiden Tragprofile 13 und 14 über die beiden Querstreben 15 und 16 miteinander verbunden sind. An den beiden Tragprofilen 13 und 14 sind jeweils zwei Halteprofile 17 und 18 befestigt, die senkrecht zum Rahmen 11 ausgerichtet sind bzw. im wesentlichen parallel zur Auszugrichtung des äusseren Einbauteils 2 (Fig. 1) verlaufen. An jedem dieser Halteprofile 17 und 18 ist ein innerer Teil 19 einer Linearführung 20 befestigt, deren äusserer Teil 21 mit dem jeweiligen Ablagefach 12 lösbar verbunden ist. In bekannter Weise ist der äussere Teil 21 bezüglich des inneren Teils 19 der Linearführung 20 über Kugelführungen verschiebbar. Dadurch können die Ablagefächer 12, wenn sich der innere Einbauteil 8 im vorderen Teil 7 des Eckschrankes 1 befindet, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist, ebenfalls noch einzeln ausgezogen werden, wodurch die Zugänglichkeit auf diese beiden Ablagefächer 12 des inneren Einbauteils 8 wesentlich verbessert wird. Selbstverständlich könnten anstelle von Kugelführungen für die Linearführungen 20 auch andere, geschlossene Führungen verwendet werden.

[0025] Wie aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich ist, setzt sich der Rahmen 11 des inneren Einbauteils 8 aus den beiden Tragprofilen 13 und 14 und der oberen Querstrebe 15 und der unteren Querstrebe 16 zusammen. Die beiden Tragprofile 13 und 14 sind aus einem Vierkantprofil gebildet. Die obere Querstrebe 15 besteht aus einem Flacheisen 22, an dessen beiden Enden jeweils eine Seitenlasche 23 angeordnet ist. Diese Seitenlaschen 23 sind mit Öffnungen 24 versehen, über welche die obere Querstrebe 15 mit den Tragprofilen 13 und 14 in bekannter Weise verschraubbar ist.

[0026] Die untere Querstrebe 16 ist aus einem Winkelprofil 25 gebildet, an dessen einem Schenkel 26 Öffnungen 27 angebracht sind, mit welchen die untere Querstrebe 16 mit den Tragprofilen 13 und 14 verschraubbar ist.

[0027] Wie bereits vorgängig erwähnt worden ist, sind an den Tragprofilen 13 und 14 jeweils zwei Halteprofile 17 und 18 befestigt. Diese sind mit dem jeweiligen Tragprofil 13 bzw. 14 fest verbunden, beispielsweise verschweisst.

[0028] In diesen Halteprofilen 17 und 18 ist jeweils eine Linearführung 20 in Form einer Kugelführung befestigt, wie dies aus Fig. 3 ersichtlich ist. Der inneren Teil 19 dieser Linearführung 20 ist hierbei am jeweiligen Halteprofil 17 bzw. 18 befestigt, der äussere Teil 21 der Linearführung 20 ist mit dem entsprechenden Ablagefach 12 über Schrauben 28 lösbar verbunden. Durch das Verschrauben der Ablagefächer 12 mit der Linearführung 20 wird eine sehr stabile Führung dieser Ablagefächer beim Ausziehen und Einschieben erhalten.

[0029] Wie aus den Fig. 3 bis 5 ersichtlich ist, sind an der oberen Querstrebe 15 und an der unteren Querstrebe 16 Rollen 29 angebracht, welche der verschiebbaren Führung des Rahmens 11 entlang der zweiten Führungsmittel 9 dienen. Diese zweiten Führungsmittel 9 sind aus der Fig. 3 ersichtlich, welche an der Rückwand 30 des Eckschrankes 1 befestigt sind. Über diese zweiten Führungsmittel 9 und die Rollen 29 ist der innere Einbauteil 8 im Eckschrank 1 verschiebbar gelagert.

[0030] Derartige Eckschränke 1 können, je nach vorhandenem Platz in einer Küche, unterschiedliche Abmessungen aufweisen. Hierbei kann der vordere Teil 7 des Eckschrankes 1, wie dies aus Fig. 1 ersichtlich ist, eine grössere oder kleinere Breite aufweisen, ebenfalls kann der hintere Teil 10 des Eckschrankes eine grössere oder kleinere Breite aufweisen. Um hierbei den zur Verfügung stehenden Platz innerhalb des Eckschrankes 1 voll ausnützen zu können, müssen Ablagefächer 6 für den äusseren Einbauteil und Ablagefächer 12 für den inneren Einbauteil mit unterschiedlichen Breiten eingesetzt werden können. Während dies beim äusseren Einbauteil 2 in einfacher Weise möglich ist, da hier die Ablagefächer 6 nur einseitig eingehängt sind, muss beim inneren Einbauteil 8 der Rahmen 11 mit den Halteprofilen 17 und 18 ebenfalls angepasst werden, da die Ablagefächer 12 zwischen den beiden Halteprofilen 17 und 18 angeordnet sind und ausziehbar sind. Das Anpassen der Breite des Rahmens 11 kann dadurch geschehen, wie dies insbesondere der Fig. 5 entnehmbar ist, dass die obere Querstrebe 15 und die untere Querstrebe 16 durch entsprechende Querstreben mit grösserer bzw. kleinerer Länge verwendet werden. Alle anderen Bauteile des inneren Einbauteils 8 können bei dieser Änderung der Breite weiter verwendet werden. Durch das Verschrauben der oberen Querstrebe 15 und der unteren Querstrebe 16 mit den beiden Tragprofilen 13 und 14 kann eine derartige Breitenanpassung in sehr einfacher Weise erfolgen. Somit kann der zur Verfügung stehende Platz in einem Eckschrank 1 durch diese Schrankauszugvorrichtung in optimaler Weise ausgenützt werden.

[0031] Die Verschraubung der oberen Querstrebe 15 und der unteren Querstrebe 16 mit den beiden Tragprofilen 13 und 14 erlaubt es auch, dass der Rahmen 11 unmittelbar vor Ort beim Einsetzen der Schrankauszugeinrichtung in einem Eckschrank zusammengesetzt werden kann. Dadurch kann der innere Einbauteil 8, der in einem Herstellungswerk vorgefertigt ist, sehr Platz sparend verpackt werden, die beiden Tragprofile 13 und 14 mit den daran angebrachten Halteprofilen 17 und 18 können so verpackt werden, dass die Halteprofile 17 und 18 aufeinander zu liegen kommen. Dadurch kann eine sehr Raum sparende Verpackung erreicht werden, wodurch der Transport vereinfacht wird und die Transportkosten gering gehalten werden können.

[0032] Mit dieser erfindungsgemässen Schrankauszugvorrichtung, welche in einen Eckschrank einsetzbar ist, wird ein sehr flexibles System erreicht, welches ein optimales Ausnützen des vorhandenen Platzes ermöglicht, mit welchem die Zugänglichkeit auf die Ablagefächer in einer derartigen Schrankauszugvorrichtung für einen Eckschrank in optimaler Weise ermöglicht wird, welches eine grosse Stabilität aufweist und welches sehr Platz sparend für den Transport verpackt werden kann.


Ansprüche

1. Schrankauszugvorrichtung, welche in einem Eckschrank (1) einsetzbar ist, bei welchem ein hinterer Teil (10) durch ein benachbartes Schrankelement verdeckt ist, und der vordere Teil (7) durch ein Türelement verschliessbar ist, umfassend einen mit Ablagefächern (6) versehenen äusseren Einbauteil (2), der entlang von im Eckschrank (1) befestigbaren ersten Führungsmitteln (4) in den vorderen Teil (7) des Eckschrankes (1) einschiebbar und aus diesem herausziehbar ist, und im ausgezogenen Zustand um eine vertikale Schwenkachse (3) ausschwenkbar ist und den vorderen Teil (7) freigibt, und einen inneren Einbauteil (8), an welchem ebenfalls Ablagefächer (12) anbringbar sind, der vom hinteren Teil (10) bei ausgezogenem und ausschwenkbarem äusseren Einbauteil (2) entlang von zweiten Führungsmitteln (9) in den vorderen Teil (7) des Eckschranks (1) verschiebbar ist, und der aus zwei im wesentlichen senkrecht angeordneten Tragprofilen (13, 14) gebildet ist, die über eine obere Querstrebe (15) und eine untere Querstrebe (16) miteinander verbunden sind, an welchen Querstreben (15, 16) Führungselemente (29) angebracht sind, welche mit den zweiten Führungsmitteln (9) zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, dass an den Tragprofilen (13, 14) Halteprofile (17, 18) angebracht sind, die im wesentlichen parallel zur Auszugrichtung des äusseren Einbauteils (2) ausgerichtet sind, an welchen jeweils ein innerer Teil (19) einer Linearführung (20) befestigt ist, deren äusserer Teil (21) mit dem jeweiligen Ablagefach (12) lösbar verbunden ist, und dass die Querstreben (15, 16) lösbar mit den Tragprofilen (13, 14) verbunden sind.
 
2. Schrankauszugvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteprofile (17, 18) mit den Tragprofilen (13, 14) fest verbunden sind, und dass die obere Querstrebe (15) und untere Querstrebe (16) jeweils mit den Tragprofilen (13, 14) verschraubt sind.
 
3. Schrankauszugvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Querstrebe (15) aus einem Flacheisen (22) gebildet ist, an dessen Enden Seitenlaschen (23) angeordnet sind, in welchen Öffnungen (24) für die Verschraubung mit den Tragprofilen (13, 14) angebracht sind.
 
4. Schrankauszugvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Querstrebe (16) aus einem Winkelprofil (25) gebildet ist, an dessen einem Schenkel (26) Öffnungen (27) für die Verschraubung mit den Tragprofilen (13, 14) angebracht sind.
 
5. Schrankauszugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Linearführungen (20) als Kugelführungen ausgebildet sind.
 
6. Schrankauszugvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablagefächer (12) des inneren Einbauteils (8) mit den äusseren Teilen (21) der entsprechenden Linearführungen (20) mittels Verschraubungen miteinander lösbar verbunden sind.
 




Zeichnung



















Recherchenbericht