[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Spielbrett gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Aus den DE U - 83 14 166 und DE U - 71 35 606 ist ein Spielbrett für ein Würfelspiel
bekannt, auf dem ein Spielfeld ausgebildet ist, und auf dem am Rand einer Grundplatte
ein Anzeigenfeld mit 9 einzelnen Anzeigen ausgebildet ist. Dabei ist jede Anzeige
aus einem Holzstab gebildet, auf dessen Vorderseite die jeweilige Zahl angebracht
ist. Dies Holzstäbe sind auf der durchgehenden Achse gehalten, welche an der Grundplatte
des Spielbretts befestigt ist. Das Spielfeld selbst ist von einem Holzrahmen begrenzt,
damit die auf das Spielfeld geworfenen Würfel nicht verloren gehen.
[0003] Zum Spielen wirft der Spieler zwei Würfel auf das Spielfeld und addiert die von den
Würfeln angezeigten Augen. Dann wird das jeweilige als Anzeige ausgebildete Stäbchen
mit der entsprechenden Zahl um die Achse verschwenkt und nach unten geklappt. Der
Spieler darf solange weiterwürfeln, wie er in der Lage ist, nach jedem Wurf eine entsprechende
Anzeige umzuklappen. Gelingt dies einmal nicht, ist der nächste Mitspieler and der
Reihe. Es versteht sich, dass an einem solchen Würfelspiel beliebig viele Spieler
teilnehmen können vorausgesetzt, jeder verfügt über ein entsprechendes Spielbrett.
Dabei wird deutlich, dass bei einer größeren Anzahl von Mitspielern die entsprechende
Anzahl von Spielbrettern nicht immer zur Verfügung steht und falls doch, dass in diesem
Falle die Spielbretter sehr viel Platz einnehmen, und somit ein entsprechend großer
Tisch benötigt wird. Außerdem ist es sehr teuer, entsprechend viele Spielbretter vorzuhalten.
[0004] Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, ein Spielbrett
der eingangs genannten Art zu schaffen, mit dem eine Anzahl von Spielern platzsparend
und kostengünstig am Würfelspiel teilnehmen kann.
[0005] Als technische Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß ein Spielbrett gemäß den
Merkmalen des Anspruches 1 vorgeschlagen. Vorteilhafte Weiterbildungen dieses Spielbrettes
sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0006] Ein nach dieser technischen Lehre ausgebildetes Spielbrett hat den Vorteil, dass
bei der Anordnung von vier, fünf oder sechs Anzeigenfeldern um ein einziges Spielfeld
herum alle an dem Spiel beteiligten Mitspieler in und dasselbe Spielfeld nutzen, und
dennoch über ein individuelles Anzeigenfeld verfügen. Durch diese Mehrfachnutzung
des Spielfeldes verringert sich der insgesamt benötigte Platzbedarf, so dass tatsächlich
bis zu sechs Spieler an einem einfachen Küchentisch spielen können.
[0007] Gleichzeitig erhöht diese Nähe der Mitspieler zueinander die Gruppenwirkung und den
Spielspass.
[0008] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Fertigungskosten für ein solches vierer-fünfer-sechser
Spielbrett sehr viel geringer sind, als beispielsweise die Fertigungskosten für vier
Einzelspielbretter.
[0009] Noch ein weiterer Vorteil besteht darin, dass es sehr viel einfacher ist, ein solches
Mehrfach-Spielbrett in den Urlaub mitzunehmen, als eine entsprechende Anzahl Einzelspielbretter.
[0010] Dabei hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, die Anzeigenfelder derart um das
Spielfeld herum anzuordnen, dass eine geschlossene Umrandung entsteht. Hierdurch wird
gewährleistet, dass die auf das Spielfeld geworfenen Würfel nicht verloren gehen und
von allen Mitspielern gut einsehbar sind.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform wird vorgeschlagen, das Spielbrett auf einer
Basisplatte aufzubauen, wobei an jeder der vier, fünf oder sechs Seiten ein Anzeigenfeld
vorgesehen ist. Dabei ist es vorteilhaft, dieses Anzeigenfeld möglichst weit an den
Rand der Basisplatte zu legen, damit in der Mitte ein möglichst großes Spielfeld entsteht.
[0012] Zur kostengünstigen Fertigung hat es sich als vorteilhaft erwiesen, jedes Anzeigenfeld
aus einer Leiste und neun oder 12 mit Zahlen versehenen Anzeigen aufzubauen, wobei
die Leisten benachbarter Anzeigenfelder bündig aneinander stoßen, so dass eine geschlossene
Umrandung entsteht. Durch diese Mehrfachfunktion der Leiste einerseits als Umrandung
und andererseits als Anzeigenfeld kann eine kostengünstige Fertigung des Spielbrettes
erreicht werden.
[0013] In einer bevorzugten Weiterbildung ist am Rand der Basisplatte ein Anschlag vorgesehen.
Dies hat den Vorteil, dass die zum Anzeigenfeld gehörenden Anzeigen beim Umklappen
an diesen Anschlag zur Anlage kommen, und so in einer optisch schönen Weise gelegt
sind.
[0014] Weitere Vorteile des erfindungsgemäßen Spielbrettes ergeben sich aus der beigefügten
Zeichnung und den nachstehend beschriebenen Ausführungsformen. Ebenso können die vorstehend
genannten und die noch weiter ausgeführten Merkmale erfindungsgemäß jeweils einzeln
oder in beliebigen Kombinationen miteinander verwendet werden. Die erwähnten Ausführungsformen
sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften
Charakter. Dabei zeigt die Figur eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen
Spielbrettes für vier Spieler.
[0015] Die in der Zeichnung dargestellte Figur zeigt eine perspektivische Ansicht einer
ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Spielbrettes, wobei auf der quadratischen
Basisplatte 10 an jeder Seite ein Anzeigenfeld 12, 14, 16, 18 angebracht ist. Jedes
Anzeigenfeld 12, 14, 16, 18 umfasst eine Leiste 20, neun mit je einer Ziffer versehene
Anzeigen 22 und einen Anschlag 24. Dabei ist der Anschlag 24 bündig am Rand der jeweiligen
Seite der Basisplatte 10 angeordnet, während die Leiste 20 beabstandet vom Rand senkrecht
von der Basisplatte 10 abstehend angebracht ist. Zwischen der Leiste 20 und dem Anschlag
24 befinden sich die neun Anzeigen 22. Diese Anzeigen 22 sind im Wesentlichen quaderförmig
ausgebildet und sind aufrecht zwischen der Leiste 20 und dem Anschlag 24 angeordnet,
wobei im oberen Bereich der Anzeige 22 sowohl auf der Vorder-, als auch auf der Rückseite
jeweils dieselbe Ziffer aufgebracht ist. Diese Anzeigen 22 werden von einer gemeinsamen
Achse 26 gehalten, welche in den Leisten 20 benachbarter Anzeigenfelder 12, 14, 16,
18 verankert sind.
[0016] Die Leisten 20 reichen über die gesamte Breite der Basisplatte 10 und weisen an ihren
Schnittstellen mit benachbarten Leisten 20 entsprechende Aussparungen auf, so dass
die Leisten 20 benachbarter Anzeigenfelder 12, 14, 16, 18 entsprechend ineinander
greifen. Dabei dient der Bereich der Leiste 20 zwischen dieser Schnittstelle und dem
Rand der Basisplatte 10 zur Verankerung der Achse 26, während der Bereich zwischen
den beiden Schnittstellen die Umrandung eines Spielfeldes 28 bildet, welches in der
Mitte der Basisplatte 10 ausgebildet ist. Dabei bilden die auf der Basisplatte 10
verankerten Leisten 20 eine geschlossene Umrandung des Spielfeldes 28, so dass die
auf das Spielfeld 28 geworfenen Würfel das Spielfeld 28 nicht verlassen können.
[0017] In einer anderen, hier nicht dargestellten Ausführungsform ist das Spielfeld 28 mit
einem Tuch, Filz oder Stoff bezogen.
[0018] In noch einer anderen, hier nicht dargestellten Ausführungsform ist die Basisplatte
fünf- oder sechseckig ausgebildet und weist an ihren Seiten fünf oder sechs Anzeigenfelder
auf, wobei die Anzeigenfelder und das gesamte Spielbrett in analoger Weise aufgebaut
ist.
[0019] In noch einer anderen, bevorzugten Ausführungsform ist das Spielbrett nicht aus Holz,
sondern ganz oder teilweise aus Kunststoff gebildet.
[0020] Andere Ausführungen, wie z. B. Metall, Karton etc. sind denkbar.
1. Spielbrett für ein Würfelspiel, mit einem Spielfeld auf dem gewürfelt werden kann
und mit einem einem Spieler zugewandten Anzeigefeld,
dadurch gekennzeichnet,
dass um das Spielfeld (28) herum vier, fünf oder sechs Anzeigefelder (12, 14, 16, 18)
angeordnet sind.
2. Spielbrett nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anzeigefelder (12, 14, 16, 18) derart um das Spielfeld (28) herum angeordnet
sind, dass die Anzeigefelder (12, 14, 16, 18) eine geschlossene Umrandung bilden.
3. Spielbrett nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine Basisplatte (10) mit vier, fünf oder sechs Seiten, wobei an jeder Seite ein Anzeigefeld
(12, 14, 16, 18) vorgesehen ist, so dass zwischen den Anzeigefeldern (12, 14, 16,
18) das Spielfeld ausgebildet ist.
4. Spielbrett nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Anzeigefeld (12, 14, 16, 18) eine senkrecht von der Basisplatte (10) abstehende
Leiste (20) umfasst, wobei Leisten (20) benachbarter Anzeigenfelder (12, 14, 16, 18)
bündig aneinander stoßen und so die geschlossene Umrandung bilden.
5. Spielbrett nach einem der Ansprüche 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einem Rand der Basisplatte (10) ein Anschlag (24) angebracht ist.