(19)
(11) EP 1 591 148 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
02.11.2005  Patentblatt  2005/44

(21) Anmeldenummer: 05007219.8

(22) Anmeldetag:  01.04.2005
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7A63F 9/04
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR LV MK YU

(30) Priorität: 28.04.2004 DE 202004006762 U

(71) Anmelder: Germerodt, Hans-Jürgen
37281 Wanfried (DE)

(72) Erfinder:
  • Germerodt, Hans-Jürgen
    37281 Wanfried (DE)

(74) Vertreter: WALTHER, WALTHER & HINZ Patentanwälte - European Patent Attorneys 
Heimradstrasse 2
34130 Kassel
34130 Kassel (DE)

   


(54) Spielbrett für ein Würfelspiel


(57) Die vorliegende Erfindung betrifft ein Spielbrett für ein Würfelspiel, mit einem Spielfeld auf dem gewürfelt werden kann und mit einem einem Spieler zugewandten Anzeigefeld. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass um das Spielfeld (28) herum vier, fünf oder sechs Anzeigefelder (12, 14, 16, 18) angeordnet sind.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Spielbrett gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

[0002] Aus den DE U - 83 14 166 und DE U - 71 35 606 ist ein Spielbrett für ein Würfelspiel bekannt, auf dem ein Spielfeld ausgebildet ist, und auf dem am Rand einer Grundplatte ein Anzeigenfeld mit 9 einzelnen Anzeigen ausgebildet ist. Dabei ist jede Anzeige aus einem Holzstab gebildet, auf dessen Vorderseite die jeweilige Zahl angebracht ist. Dies Holzstäbe sind auf der durchgehenden Achse gehalten, welche an der Grundplatte des Spielbretts befestigt ist. Das Spielfeld selbst ist von einem Holzrahmen begrenzt, damit die auf das Spielfeld geworfenen Würfel nicht verloren gehen.

[0003] Zum Spielen wirft der Spieler zwei Würfel auf das Spielfeld und addiert die von den Würfeln angezeigten Augen. Dann wird das jeweilige als Anzeige ausgebildete Stäbchen mit der entsprechenden Zahl um die Achse verschwenkt und nach unten geklappt. Der Spieler darf solange weiterwürfeln, wie er in der Lage ist, nach jedem Wurf eine entsprechende Anzeige umzuklappen. Gelingt dies einmal nicht, ist der nächste Mitspieler and der Reihe. Es versteht sich, dass an einem solchen Würfelspiel beliebig viele Spieler teilnehmen können vorausgesetzt, jeder verfügt über ein entsprechendes Spielbrett. Dabei wird deutlich, dass bei einer größeren Anzahl von Mitspielern die entsprechende Anzahl von Spielbrettern nicht immer zur Verfügung steht und falls doch, dass in diesem Falle die Spielbretter sehr viel Platz einnehmen, und somit ein entsprechend großer Tisch benötigt wird. Außerdem ist es sehr teuer, entsprechend viele Spielbretter vorzuhalten.

[0004] Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, ein Spielbrett der eingangs genannten Art zu schaffen, mit dem eine Anzahl von Spielern platzsparend und kostengünstig am Würfelspiel teilnehmen kann.

[0005] Als technische Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß ein Spielbrett gemäß den Merkmalen des Anspruches 1 vorgeschlagen. Vorteilhafte Weiterbildungen dieses Spielbrettes sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

[0006] Ein nach dieser technischen Lehre ausgebildetes Spielbrett hat den Vorteil, dass bei der Anordnung von vier, fünf oder sechs Anzeigenfeldern um ein einziges Spielfeld herum alle an dem Spiel beteiligten Mitspieler in und dasselbe Spielfeld nutzen, und dennoch über ein individuelles Anzeigenfeld verfügen. Durch diese Mehrfachnutzung des Spielfeldes verringert sich der insgesamt benötigte Platzbedarf, so dass tatsächlich bis zu sechs Spieler an einem einfachen Küchentisch spielen können.

[0007] Gleichzeitig erhöht diese Nähe der Mitspieler zueinander die Gruppenwirkung und den Spielspass.

[0008] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Fertigungskosten für ein solches vierer-fünfer-sechser Spielbrett sehr viel geringer sind, als beispielsweise die Fertigungskosten für vier Einzelspielbretter.

[0009] Noch ein weiterer Vorteil besteht darin, dass es sehr viel einfacher ist, ein solches Mehrfach-Spielbrett in den Urlaub mitzunehmen, als eine entsprechende Anzahl Einzelspielbretter.

[0010] Dabei hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, die Anzeigenfelder derart um das Spielfeld herum anzuordnen, dass eine geschlossene Umrandung entsteht. Hierdurch wird gewährleistet, dass die auf das Spielfeld geworfenen Würfel nicht verloren gehen und von allen Mitspielern gut einsehbar sind.

[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform wird vorgeschlagen, das Spielbrett auf einer Basisplatte aufzubauen, wobei an jeder der vier, fünf oder sechs Seiten ein Anzeigenfeld vorgesehen ist. Dabei ist es vorteilhaft, dieses Anzeigenfeld möglichst weit an den Rand der Basisplatte zu legen, damit in der Mitte ein möglichst großes Spielfeld entsteht.

[0012] Zur kostengünstigen Fertigung hat es sich als vorteilhaft erwiesen, jedes Anzeigenfeld aus einer Leiste und neun oder 12 mit Zahlen versehenen Anzeigen aufzubauen, wobei die Leisten benachbarter Anzeigenfelder bündig aneinander stoßen, so dass eine geschlossene Umrandung entsteht. Durch diese Mehrfachfunktion der Leiste einerseits als Umrandung und andererseits als Anzeigenfeld kann eine kostengünstige Fertigung des Spielbrettes erreicht werden.

[0013] In einer bevorzugten Weiterbildung ist am Rand der Basisplatte ein Anschlag vorgesehen. Dies hat den Vorteil, dass die zum Anzeigenfeld gehörenden Anzeigen beim Umklappen an diesen Anschlag zur Anlage kommen, und so in einer optisch schönen Weise gelegt sind.

[0014] Weitere Vorteile des erfindungsgemäßen Spielbrettes ergeben sich aus der beigefügten Zeichnung und den nachstehend beschriebenen Ausführungsformen. Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter ausgeführten Merkmale erfindungsgemäß jeweils einzeln oder in beliebigen Kombinationen miteinander verwendet werden. Die erwähnten Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter. Dabei zeigt die Figur eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Spielbrettes für vier Spieler.

[0015] Die in der Zeichnung dargestellte Figur zeigt eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Spielbrettes, wobei auf der quadratischen Basisplatte 10 an jeder Seite ein Anzeigenfeld 12, 14, 16, 18 angebracht ist. Jedes Anzeigenfeld 12, 14, 16, 18 umfasst eine Leiste 20, neun mit je einer Ziffer versehene Anzeigen 22 und einen Anschlag 24. Dabei ist der Anschlag 24 bündig am Rand der jeweiligen Seite der Basisplatte 10 angeordnet, während die Leiste 20 beabstandet vom Rand senkrecht von der Basisplatte 10 abstehend angebracht ist. Zwischen der Leiste 20 und dem Anschlag 24 befinden sich die neun Anzeigen 22. Diese Anzeigen 22 sind im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet und sind aufrecht zwischen der Leiste 20 und dem Anschlag 24 angeordnet, wobei im oberen Bereich der Anzeige 22 sowohl auf der Vorder-, als auch auf der Rückseite jeweils dieselbe Ziffer aufgebracht ist. Diese Anzeigen 22 werden von einer gemeinsamen Achse 26 gehalten, welche in den Leisten 20 benachbarter Anzeigenfelder 12, 14, 16, 18 verankert sind.

[0016] Die Leisten 20 reichen über die gesamte Breite der Basisplatte 10 und weisen an ihren Schnittstellen mit benachbarten Leisten 20 entsprechende Aussparungen auf, so dass die Leisten 20 benachbarter Anzeigenfelder 12, 14, 16, 18 entsprechend ineinander greifen. Dabei dient der Bereich der Leiste 20 zwischen dieser Schnittstelle und dem Rand der Basisplatte 10 zur Verankerung der Achse 26, während der Bereich zwischen den beiden Schnittstellen die Umrandung eines Spielfeldes 28 bildet, welches in der Mitte der Basisplatte 10 ausgebildet ist. Dabei bilden die auf der Basisplatte 10 verankerten Leisten 20 eine geschlossene Umrandung des Spielfeldes 28, so dass die auf das Spielfeld 28 geworfenen Würfel das Spielfeld 28 nicht verlassen können.

[0017] In einer anderen, hier nicht dargestellten Ausführungsform ist das Spielfeld 28 mit einem Tuch, Filz oder Stoff bezogen.

[0018] In noch einer anderen, hier nicht dargestellten Ausführungsform ist die Basisplatte fünf- oder sechseckig ausgebildet und weist an ihren Seiten fünf oder sechs Anzeigenfelder auf, wobei die Anzeigenfelder und das gesamte Spielbrett in analoger Weise aufgebaut ist.

[0019] In noch einer anderen, bevorzugten Ausführungsform ist das Spielbrett nicht aus Holz, sondern ganz oder teilweise aus Kunststoff gebildet.

[0020] Andere Ausführungen, wie z. B. Metall, Karton etc. sind denkbar.


Ansprüche

1. Spielbrett für ein Würfelspiel, mit einem Spielfeld auf dem gewürfelt werden kann und mit einem einem Spieler zugewandten Anzeigefeld,
dadurch gekennzeichnet,
dass um das Spielfeld (28) herum vier, fünf oder sechs Anzeigefelder (12, 14, 16, 18) angeordnet sind.
 
2. Spielbrett nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anzeigefelder (12, 14, 16, 18) derart um das Spielfeld (28) herum angeordnet sind, dass die Anzeigefelder (12, 14, 16, 18) eine geschlossene Umrandung bilden.
 
3. Spielbrett nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine Basisplatte (10) mit vier, fünf oder sechs Seiten, wobei an jeder Seite ein Anzeigefeld (12, 14, 16, 18) vorgesehen ist, so dass zwischen den Anzeigefeldern (12, 14, 16, 18) das Spielfeld ausgebildet ist.
 
4. Spielbrett nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Anzeigefeld (12, 14, 16, 18) eine senkrecht von der Basisplatte (10) abstehende Leiste (20) umfasst, wobei Leisten (20) benachbarter Anzeigenfelder (12, 14, 16, 18) bündig aneinander stoßen und so die geschlossene Umrandung bilden.
 
5. Spielbrett nach einem der Ansprüche 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einem Rand der Basisplatte (10) ein Anschlag (24) angebracht ist.
 




Zeichnung







Recherchenbericht