[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Innenstrahlen von Rohren, insbesondere Torsionsrohren,
im axial äußeren Endbereich des Rohrinneren zur Erzeugung einer Oberflächenvergütung
in diesem Bereich der inneren Oberfläche, wobei ein Strahlmittel auf die Oberfläche
des Rohrinneren gestrahlt wird.
[0002] Ein aus der einschlägigen Praxis bekanntes Verfahren der eingangs genannten Art verwendet
eine oder mehrere Strahldüsen, die mit Druckluft und Strahlmittel beaufschlagt werden.
Die Düse oder Düsen werden von außen in das Rohr hineinbewegt, um die zu strahlenden
Bereiche der inneren Oberfläche des Rohres mit dem Strahlmittel zu beaufschlagen.
Strahldüsen haben den Vorteil, daß sie relativ klein sind und deshalb auch in Rohre
eingeführt werden können, die einen relativ kleinen Durchmesser haben, der das Einführen
einer anderen Strahlvorrichtung nicht gestattet. Nachteilig ist aber bei dem bekannten
Verfahren, daß es einen sehr hohen Energieverbrauch aufweist, also insgesamt eine
relativ geringe Wirtschaftlichkeit besitzt. Außerdem ist das erzielbare Ergebnis des
Strahlens nicht immer gleichmäßig und zuverlässig reproduzierbar, weil insbesondere
Druckschwankungen der Druckluft und Verschleiß an den Düsen sich negativ auf das Ergebnis
des Strahlens auswirken.
[0003] Für die vorliegende Erfindung stellt sich deshalb die Aufgabe, ein Verfahren der
eingangs Art zu schaffen, das die dargelegten Nachteile vermeidet und mit den bei
einem geringeren Energieverbrauch ein gleichmäßiges und reproduzierbares Strahlergebnis
erreicht wird, auch wenn eine großen Anzahl von Rohren gestrahlt wird.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe gelingt erfindungsgemäß mit einem Verfahren der eingangs
genannten Art, das dadurch gekennzeichnet ist, daß das Strahlmittel in Form eines
durch eine Schleuderrad-Strahlvorrichtung erzeugten Strahlmittelstrahls von außerhalb
des Rohres her unter einem vorgebbaren Winkel α zur Längsmittelachse des Rohres in
dieses eingestrahlt wird.
[0005] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird zunächst eine erhebliche Energieeinsparung
erreicht, weil dieses Verfahren zur Erzielung einer gleichen Strahlleistung im Vergleich
mit dem aus dem Stand der Technik bekannten Strahlverfahren mit Strahldüsen nur etwa
1/10 bis 1/20 des Energieaufwandes erfordert. Damit ist das erfindungsgemäße Verfahren
im Vergleich zum bekannten Stand der Technik wesentlich wirtschaftlicher. Ein zweiter
wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß es zu gleichmäßigen
und zuverlässig reproduzierbaren Strahlergebnissen führt, weil bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren weder Druckluftschwankungen noch ein Düsenverschleiß auftreten können. Damit
wird eine gleichbleibende Qualität auch beim Strahlen einer großen Zahl von Rohren
gewährleistet, was ein weiterer Beitrag zur einen hohen Wirtschaftlichkeit ist. Aufwendige
Kontrollen des Strahlergebnisses an den gestrahlten Rohren können zumindest erheblich
reduziert werden. Dabei hat sich auch für die Fachwelt überraschend gezeigt, daß eine
ausreichende "Wirktiefe" in das hohle Innere des Rohres hinein erreicht wird, obwohl
der Strahlmittelstrahl von außerhalb des Rohres in dessen hohles Innere eingestrahlt
wird. Die erreichbare "Wirktiefe" in axialer Richtung des Rohres in dieses hinein
hängt dabei vom Winkel α des Strahlmittelstrahls zur Längsmittelachse des Rohres sowie
vom lichten Innendurchmesser des zu strahlenden Rohres ab. Für viele praktische Anwendungsfälle,
beispielsweise bei den oben erwähnten Torsionsrohren, muß lediglich deren axial äußerer
Endbereich zur Oberflächenvergütung gestrahlt werden. Dieser zu strahlende Endbereich
ist mit dem vom außen in das Innere des Rohres eingeleiteten Strahlmittelstrahl mit
vollkommen ausreichender Wirkung zu erreichen.
[0006] Zwar sind Schleuderrad-Strahlvorrichtungen aus dem Stand der Technik seit langem
bekannt, jedoch werden bisher derartige Schleuderrade-Strahlvorrichtungen entweder
zur Bearbeitung der äußeren Oberflächen von Werkstücken oder zur Bearbeitung der inneren
Oberfläche von so großen Werkstücken verwendet, daß die komplette Schleuderrad-Strahlvorrichtung
in das Innere des hohlen Werkstücks paßt. Bei den mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
zu strahlenden Rohren geht es um solche Rohre, deren lichter Innendurchmesser für
die Aufnahme einer Schleuderrad-Strahlvorrichtung zu klein ist.
[0007] In weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, daß das
Rohr und der Strahlmittelstrahl während des Strahlens relativ zueinander bewegt werden.
Durch die Bewegung von Rohr und Strahlmittelstrahl relativ zueinander wird die Möglichkeit
geschaffen, den Strahlmittelstrahl auf unterschiedliche Flächenbereiche der inneren
Oberfläche des zu strahlenden Rohres auftreffen zu lassen oder den Strahlmittelstrahl
unter unterschiedlichen Auftreffwinkeln auf die innere Oberfläche des zu strahlenden
Rohrbereichs zu richten.
[0008] Die Bewegung von Rohr und Strahlmittelstrahl relativ zueinander kann z. B. mindestens
eine lineare Bewegung sein, wobei die lineare Bewegung vorzugsweise quer zur und/oder
in Richtung der Längsmittelachse des Rohres verläuft.
[0009] Alternativ oder zusätzlich kann die Bewegung von Rohr und Strahlmittelstrahl relativ
zueinander eine rotierende Bewegung sein.
[0010] Bevorzugt wird dabei das Rohr um seine Längsmittelachse um einen Winkel von bis zu
360°gedreht. Hiermit wird erreicht, daß das Rohr über den gesamten Umfang seiner inneren
Oberfläche mit dem Strahlmittel beaufschlagt werden kann, wenn eine in Umfangsrichtung
vollständige Strahlung gewünscht ist. Wenn in Umfangsrichtung kleinere Bereiche gestrahlt
werden sollen, wird der Winkel entsprechend verkleinert.
[0011] Weiterhin besteht im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens die Möglichkeit, daß
der Winkel α, unter dem der Strahlmittelstrahl in das Rohr eingestrahlt wird, während
des Strahlens verändert wird. Durch Veränderung dieses Winkels α wird einerseits der
Auftreffwinkel, unter dem das Strahlmittel auf die innere Oberfläche des Rohres trifft,
verändert. Außerdem wird so die "Wirktiefe" in das hohle Innere des Rohres hinein
verändert, da bei einem flacheren Winkel, also einem kleineren Winkel α, die Partikel
des Strahlmittels weiter in das Rohrinnere gelangen, bevor sie auf die innere Oberfläche
des Rohres treffen.
[0012] Eine weitere Maßnahme zur Optimierung des Strahlvorganges besteht darin, daß in Anpassung
an den Durchmesser und/oder den Formverlauf der zu strahlenden inneren Oberfläche
des Rohrendbereichs der Durchmesser und/oder der Öffnungswinkel des Strahlmittelstrahl
vor dem Strahlen passend eingestellt und/oder während des Strahlens gezielt verändert
wird.
[0013] Eine bevorzugte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, daß das
Strahlmittel im Strahlmittelstrahl mit einer solchen Geschwindigkeit und unter einem
solchen Winkel α in das Rohr eingestrahlt wird, daß die einzelnen Partikel des Strahlmittelstrahls
durch Abprallen von der inneren Oberfläche des Rohres diese innere Oberfläche jeweils
mehrfach mit einer zur Erzeugung der gewünschten Oberflächenvergütung ausreichenden
Aufprallenergie treffen. In dieser Ausführung des Verfahrens wird die Energie, die
jedem Partikel des Strahlmittels von der Schleuderrad-Strahlvorrichtung mitgegeben
wird, für mehrere "Zusammenstöße" zwischen dem Strahlmittelpartikel und der inneren
Oberfläche des zu strahlenden Bereiches des Rohres genutzt. Auf diese Weise wird die
gewünschte Strahlwirkung an der inneren Oberfläche des Rohres mit kürzerer Strahlzeit
erreicht und es wird eine größere "Wirktiefe" in das hohle Innere des Rohres hinein
erzielt. Gleichzeitig wird hiermit vermieden, daß das Strahlmittel unter einem ungünstig
flachen Winkel auf die innere Oberfläche des zu strahlenden Bereichs des Rohres trifft.
Vielmehr kann der Strahlmittelstrahl unter einem relativ steilen Winkel auf die innere
Oberfläche des Rohres gerichtet werden, wobei die gewünschte, ausreichend großen "Wirktiefe"
in axialer Richtung des Rohres in dessen Inneres hinein durch das mehrfache Abprallen
oder "Reflektieren" der Partikel des Strahlmittels erreicht wird.
[0014] Um das eingesetzte Strahlmittel möglichst einfach wiedergewinnen zu können, ist weiter
vorgesehen daß das an dem einen Rohrendbereich in das Rohr eingestrahlte Strahlmittel
nach Abgabe seiner Bewegungsenergie an die innere Oberfläche des Rohres an dem entgegengesetzten
Rohrendbereich abgesaugt wird. Das abgesaugte Strahlmittel kann, wie dies an sich
bekannt ist, der Schleuderrad-Strahlvorrichtung wieder zugeführt werden, wobei gegebenenfalls
eine Reinigung des Strahlmittels vor dem Rückführen zur Strahlvorrichtung erfolgt.
[0015] In einer technisch einfacheren Alternative ist vorgesehen, daß das Rohr beim Strahlen
so ausgerichtet wird, daß das an dem einen Rohrendbereich in das Rohr eingestrahlte
Strahlmittel nach Abgabe seiner Bewegungsenergie an die innere Oberfläche des Rohres
mittels Schwerkraftwirkung zu dem entgegengesetzten Rohrendbereich rutscht oder fällt
und dort das Rohrinnere verläßt. Das aus dem Rohr austretende Strahlmittel kann beispielsweise
in einem Sammelbehälter oder einem Sammeltrichter aufgefangen werden, von wo aus es
dann chargenweise oder stetig der Strahlvorrichtung wieder zugeführt werden kann.
[0016] Für solche Anwendungsfälle des Verfahrens, bei denen beide Endbereiche des Rohres
gestrahlt werden sollen, ist bevorzugt vorgesehen, daß das Rohr horizontal ausgerichtet
wird, daß der eine Endbereiche und der andere Endbereich des Rohrinneren gleichzeitig
gestrahlt werden und daß das von den beiden Seiten her in das Rohr eingestrahlte Strahlmittel
nach Abgabe seiner Bewegungsenergie an die innere Oberfläche des Rohres während des
Strahlens im axial mittleren Bereich des Rohrinneren gesammelt und nach dem Strahlen
aus dem Rohrinneren ausgeschüttet oder abgesaugt wird. Durch dieses gleichzeitige
Strahlen beider Endbereiche des Rohres wird eine besonders hohe Wirtschaftlichkeit
bei der Bearbeitung erreicht. Das hohle Innere des Rohres dient dabei als vorübergehender
Sammelbereich für das eingestrahlte Strahlmittel. Falls die Menge des eingesetzten
Strahlmittels größer ist als die Aufnahmefähigkeit des hohlen Inneren des Rohres,
kann zweckmäßig der Strahlvorgang kurz unterbrochen werden, um das Strahlmittel aus
dem Rohr zu entfernen; danach kann das gleichzeitige Strahlen der beiden Rohrendbereiche
fortgeführt werden.
[0017] Zur Erzielung der gewünschten Oberflächenvergütung ist bevorzugt das Strahlen ein
Kugelstrahlen und als Strahlmittel werden vorzugsweise Kugel aus einem harten metallischen
oder mineralischen Material, vorzugsweise aus Stahl oder Glas, verwendet.
[0018] Im folgenden wird das Verfahren anhand einer Zeichnung beispielhaft erläutert. Die
einzige Figur der Zeichnung zeigt ein Rohr und eine dieses strahlende Strahlvorrichtung.
[0019] Rechts in der Zeichnungsfigur ist der linke Endbereich 11 eines Rohres 1 in Seitenansicht,
teils in aufgebrochener Darstellung sichtbar. Bei dem hier gezeigten Rohr 1 handelt
es sich um ein Torsionsrohr, das beispielsweise als federnde Achse bei einem Kraftfahrzeug
eingesetzt wird.
[0020] Zur Oberflächenvergütung der inneren Oberfläche 12 im hohlen Inneren 13 des Endbereichs
11 des Rohres 1 wird diese innere Oberfläche 12 mit einem Strahlmittelstrahl 20 gestrahlt.
[0021] Der Strahlmittelstrahl 20 wird von einer Strahlvorrichtung 2, die als Schleuderrad-Strahlvorrichtung
ausgeführt ist, erzeugt. Dabei wird, wie die Zeichnung veranschaulicht, der Strahlmittelstrahl
20 von außerhalb des Rohres 1 her durch dessen nach links weisende offene Stirnseite
in den Endbereich 11 des hohlen Inneren 13 eingestrahlt. Wie im oberen, aufgebrochen
dargestellten Bereich des Rohres 1 erkennbar ist, treffen die Strahlmittelpartikel
des Strahlmittelstrahls 20 auf die inneren Oberfläche 12 des Endbereichs 11 des Rohres
1 auf und sorgen dort mittels ihres Aufprallens für die gewünschte Oberflächenvergütung.
Wie durch gestrichelt dargestellte Bewegungspfeile dargestellt ist, prallen die Strahlmittelpartikel
an der inneren Oberfläche 12 ab und setzen nach Abgabe eines Teils ihrer Bewegungsenergie
ihre Bewegung in Richtung zum Inneren des Rohres 1, das heißt in Zeichnung nach rechts,
fort. Dabei treffen die Strahlmittelpartikel an einer tiefer im Inneren des Rohres
1 liegenden Stelle erneut auf die innere Oberfläche 12 und sorgen dort ebenfalls,
wenn auch mit etwas verringerter Bewegungsenergie, für die gewünschten Oberflächenvergütung,
bis die Energie der Strahlmittelpartikel verbraucht ist.
[0022] Wie die Zeichnungsfigur weiter verdeutlicht, tritt der Strahlmittelstrahl 20 unter
einen Winkel α zur Längsmittelachse 10 des Rohres 1 in dessen hohles Innere 13 ein.
Je nach Bedarf kann der Winkel α für den Strahlvorgang auf einen festen günstigen
Wert gesetzt werden; alternativ besteht auch die Möglichkeit, den Winkel α während
eines Strahlvorganges zu verändern, indem die Ausrichtung der Längsmittelachse 10
des Rohres 1 relativ zum Strahlmittelstrahl 20 verändert wird.
[0023] Das in das hohle Innere 13 des Rohres 1 eingestrahlte Strahlmittel kann an dem in
der Zeichnung nicht sichtbaren, entgegengesetzten Rohrende abgesaugt und der Strahleinrichtung
2 wieder zugeführt werden.
[0024] Neben einer Veränderung des Winkels α können das Rohr 1 und der Strahlmittelstrahl
20 bzw. die Strahlvorrichtung 2 in weiteren Richtungen relativ zueinander bewegt werden,
beispielsweise in linearer Richtung parallel oder senkrecht zur Längsmittelachse 10
des Rohres 1 oder auch im Sinne einer Drehbewegung des Rohres 1 um seine Längsmittelachse
10. In der Praxis ist die Strahlvorrichtung 2 zweckmäßig lagefest angeordnet, während
das Rohr 1 mit Hilfe einer hier nicht dargestellten Halterung in der gewünschten Weise
relativ zum Strahlmittelstrahl 20 bewegt und transportiert wird.
[0025] Zur Vermeidung eines unkontrollierten Austritts von Strahlmittelpartikeln in die
Umgebung ist zweckmäßig die Anordnung aus Rohr 1 und Strahlvorrichtung 2 gekapselt
untergebracht, wie dies von Strahlvorrichtungen an sich bekannt ist und deshalb in
der Zeichnung nicht eigens dargestellt ist.
[0026] Die Zeichnungsfigur macht anschaulich deutlich, daß, obwohl die Strahlvorrichtung
2 deutlich größer als der lichte Innendurchmesser des Rohres 1 ist, mit dieser Strahlvorrichtung
2 und dem vorstehend beschriebenen Strahlverfahren die innere Oberfläche 12 des Endbereichs
11 des Rohres 1 über einen ausreichend großen axialen Längenbereich wirksam gestrahlt
werden kann
1. Verfahren zum Innenstrahlen von Rohren (1), insbesondere Torsionsrohren, im axial
äußeren Endbereich (11) des Rohrinneren (13) zur Erzeugung einer Oberflächenvergütung
in diesem Bereich der inneren Oberfläche (12), wobei ein Strahlmittel auf die Oberfläche
(12) des Rohrinneren (13) gestrahlt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Strahlmittel in Form eines durch eine Schleuderrad-Strahlvorrichtung (2) erzeugten
Strahlmittelstrahls (20) von außerhalb des Rohres (1) her unter einem vorgebbaren
Winkel α zur Längsmittelachse (10) des Rohres (1) in dieses eingestrahlt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (1) und der Strahlmittelstrahl (20) während des Strahlens relativ zueinander
bewegt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung von Rohr (1) und Strahlmittelstrahl (20) relativ zueinander mindestens
eine lineare Bewegung ist.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung von Rohr (1) und Strahlmittelstrahl (20) relativ zueinander eine rotierende
Bewegung ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (1) um seine Längsmittelachse (10) um einen Winkel von bis zu 360° gedreht
wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel α, unter dem der Strahlmittelstrahl (20) in das Rohr (1) eingestrahlt
wird, während des Strahlens verändert wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in Anpassung an den Durchmesser und/oder den Formverlauf der zu strahlenden inneren
Oberfläche (12) des Rohrendbereichs (11) der Durchmesser und/oder der Öffnungswinkel
des Strahlmittelstrahl (20) vor dem Strahlen passend eingestellt und/oder während
des Strahlens gezielt verändert wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Strahlmittel im Strahlmittelstrahl (20) mit einer solchen Geschwindigkeit und
unter einem solchen Winkel α in das Rohr (1) eingestrahlt wird, daß die einzelnen
Partikel des Strahlmittelstrahls (20) durch Abprallen von der inneren Oberfläche (12)
des Rohres (1) diese innere Oberfläche (12) jeweils mehrfach mit einer zur Erzeugung
der gewünschten Oberflächenvergütung ausreichenden Aufprallenergie treffen.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das an dem einen Rohrendbereich (11) in das Rohr (1) eingestrahlte Strahlmittel nach
Abgabe seiner Bewegungsenergie an die innere Oberfläche (12) des Rohrs (1) an dem
entgegengesetzten Rohrendbereich abgesaugt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (1) beim Strahlen so ausgerichtet wird, daß das an dem einen Rohrendbereich
(11) in das Rohr (1) eingestrahlte Strahlmittel nach Abgabe seiner Bewegungsenergie
an die innere Oberfläche (12) des Rohrs (1) mittels Schwerkraftwirkung zu dem entgegengesetzten
Rohrendbereich rutscht oder fällt und dort das Rohrinnere verläßt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (1) horizontal ausgerichtet wird, daß der eine Endbereiche (11) und der
andere Endbereich des Rohrinneren (13) gleichzeitig gestrahlt werden und daß das von
den beiden Seiten her in das Rohr (1) eingestrahlte Strahlmittel nach Abgabe seiner
Bewegungsenergie an die innere Oberfläche (12) des Rohrs (1) während des Strahlens
im axial mittleren Bereich des Rohrinneren (13) gesammelt und nach dem Strahlen aus
dem Rohrinneren (13) ausgeschüttet oder abgesaugt wird.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Strahlen ein Kugelstrahlen ist und daß als Strahlmittel Kugeln aus einem harten
metallischen oder mineralischen Material, vorzugsweise aus Stahl oder Glas, verwendet
werden.