[0001] Die Erfindung geht aus von einer Luftfilterpatrone für ein Lufteinlasssystem einer
Brennkraftmaschine sowie von einem Lufteinlasssystem für eine Brennkraftmaschine gemäß
den Merkmalen der Oberbegriffe der Ansprüche 1 und 5.
[0002] Zur Reinigung der von einem Verbrennungsmotor angesaugten bzw. zugeführten Verbrennungsluft
sind Lufteinlasssysteme mit einer darin angeordneten Luftfilterpatrone bekannt (siehe
z.B. DE 197 56 247 Al). Die Luftfilterpatrone weist dabei beispielsweise ein in Längsrichtung
gefaltetes Papierfilterelement auf, welches den mit der angesaugten Luft mitgeführten
Staub oder andere Verunreinigungen zurückhält.
[0003] Es ist weiterhin allgemein bekannt - in Strömungsrichtung gesehen - hinter dem Luftfiltergehäuse
die dem Motor zugeführte Verbrennungsluftmenge durch einen Luftmassenmesser, z.B.
in Form eines HFM, zu bestimmen, damit der für eine optimale Verbrennung erforderliche
Kraftstoff zugeführt werden kann. Untersuchungen haben gezeigt, dass über die Lebensdauer
der Luftfilterpatrone das HFM-Signal verfälscht wird. Eine mögliche Ursache dafür
liegt darin, dass sich der Strömungsverlauf der zugeführten Verbrennungsluft aufgrund
der im vorderen Bereich der Luftfilterpatrone beginnenden Verschmutzung des Luftfilterpapiers
verändert, so dass eine entsprechende Kennliniendrift des Luftmassenmessers feststellbar
ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, sicherzustellen, dass über die Lebensdauer der
Luftfilterpatrone das Signal des Luftmassenmessers entsprechend der zugeführten Luftmasse
unverfälscht bleibt.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung wird durch die im Anspruch 1 sowie im Anspruch 5 angegebenen
Merkmale gelöst.
[0006] Dadurch, dass in der Luftfilterpatrone eine Drosselblende angeordnet ist, kann die
Kennlinie des Luftmassenmessers über die gesamte Lauf- bzw. Lebenszeit des Luftfilters
konstant gehalten werden, so dass eine stabile, sichere und emissionsarme Verbrennung
sichergestellt ist.
[0007] Weitere, die Erfindung ausgestaltende Merkmale sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
[0008] Eine für die Erfassung des HFM-Signals optimale Lage der Drosselblende ergibt sich,
wenn diese -bezogen auf die Längsachse der Luftfilterpatrone- im wesentlichen senkrecht
dazu und -bezogen auf die Länge I der Luftfilterpatrone- im wesentlichen mittig im
Hohlraum der Luftfilterpatrone angeordnet ist.
[0009] Die Drosselblende ist vorteilhaft aus einer Lochscheibe mit kreisförmigen Öffnungen
gebildet.
[0010] Der Mantelkörper der Luftfilterpatrone weist eine Rippenstruktur auf, aus der die
Lochscheibe einstückig herausgebildet ist. Dabei ist die Rippenstruktur vorzugsweise
aus einem Kunststoff hergestellt.
[0011] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Lufteinlasssystem für eine Brennkraftmaschine
mit einem Luftfiltergehäuse, das einen Reinluftauslass und Rohlufteinlass aufweist,
wobei im Luftfiltergehäuse eine Luftfilterpatrone gemäß einem der Ansprüche 1 bis
4 aufgenommen ist.
[0012] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, das nachstehend
näher beschrieben ist.
[0013] Es zeigen
- Fig. 1
- eine Perspektivansicht eines Lufteinlasssystems für eine Brennkraftmaschine,
- Fig. 2
- das teilweise im Schnitt dargestellte Lufteinlasssystem,
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch eine Luftfilterpatrone des Lufteinlasssystems und
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch die Luftfilterpatrone.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0014] In Fig. 1 ist ein Lufteinlasssystem für eine Brennkraftmaschine dargestellt, das
ein Luftfiltergehäuse 2 aufweist, in dem eine Luftfilterpatrone 4 angeordnet ist.
Die im Querschnitt ovalförmig ausgebildete Luftfilterpatrone 4 ist dabei über einen
am Luftfiltergehäuse 2 vorgesehenen Gehäusedeckel 6 zugänglich. Das Luftfiltergehäuse
2 weist einen Einlassstutzen 8 für die Rohluft sowie ein Auslassrohr 10 für die durch
die Luftfilterpatrone 4 gereinigte Verbrennungsluft auf. Das Auslassrohr 10 ist dabei
mit einem nicht dargestellten Drosselklappengehäuse verbunden, über das die Verbrennungsluft
entsprechend dosiert, dem Zylinderkopf der Brennkraftmaschine zugeführt wird. In Strömungsrichtung
gesehen hinter dem Auslassrohr 10 ist ein Luftmassenmesser, z.B. in Form eines HFM
befestigt, der den Luftmassenstrom entsprechend erfasst, bevor er über das Drosselklappengehäuse
in den Brennraum gelangt.
[0015] Die Luftfilterpatrone 4 weist einen Mantelkörper 12 aus einer Rippenstruktur 12a
auf. Die einzelnen Rippen der Rippenstruktur 12a sind dabei voneinander beabstandet
und bilden dazwischen entsprechende Hohlräume 12b aus, über die Verbrennungsluft -
wie anhand der Pfeile in Fig. 2 dargestellt - über das auf der Mantelfläche der Luftfilterpatrone
4 angeordnete Filterpapier 14 in den Innenraum bzw. Hohlraum 15 der Luftfilterpatrone
4 gelangt. Von dort aus strömt die gefilterte bzw. gereinigte Rohluft als Reinluft
über das Auslassrohr 10 in den Ansaugtrakt der Brennkraftmaschine. Wie insbesondere
in den Fig. 3 und 4 erkennbar, ist - bezogen auf die Längsachse 16 der Luftfilterpatrone
4 - im wesentlichen senkrecht dazu und -bezogen auf die Länge I der Luftfilterpatrone
4- im wesentlichen mittig eine Drosselblende 18 angeordnet, die in Form einer Lochscheibe
mit kreisförmigen Öffnungen 20 ausgebildet ist. Die Lochscheibe 18 ist dabei einstückig
aus der Rippenstruktur 12a des Mantelkörpers 12 herausgebildet, wobei die Rippenstruktur
12a vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial besteht.
1. Luftfilterpatrone (4) für ein Lufteinlasssystem einer Brennkraftmaschine, mit einem
einen Hohlraum (15) bildenden Mantelkörper (12), auf dessen Mantelfläche ein Filterelement
(14) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Hohlraum (15) eine Drosselblende (18) angeordnet ist.
2. Luftfilterpatrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drosselblende (18) - bezogen auf die Längsachse der Luftfilterpatrone (4) - im
wesentlichen senkrecht dazu und -bezogen auf die Länge I der Luftfilterpatrone (4)-
im wesentlichen mittig im Hohlraum (15) der Luftfilterpatrone (4) angeordnet ist.
3. Luftfilterpatrone nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drosselblende (18) aus einer Lochscheibe mit kreisförmigen Öffnungen (20) besteht.
4. Luftfilterpatrone nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantelkörper (12) der Luftfilterpatrone (4) eine Rippenstruktur (12a) aufweist,
aus der die Lochscheibe (18) einstückig herausgebildet ist.
5. Lufteinlasssystem für eine Brennkraftmaschine mit einem Luftfiltergehäuse (2), das
einen Reinluftauslass (10) und einen Rohlufteinlass (8) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass im Luftfiltergehäuse (2) eine Luftfilterpatrone (4) gemäß einem der Ansprüche 1 bis
4 angeordnet ist.