[0001] Die Erfindung betrifft eine Dichtungseinrichtung, vorzugsweise für die Beschickungsöffnung
eines Backofens oder Herdes, mit mindestens einem flexiblen Dichtprofil mit zwei Endabschnitten,
das im Wesentlichen in einer geschlossenen Linie verläuft, so dass zwei im Wesentlichen
benachbarte Endabschnitte eine Stoßstelle bilden, wobei die Dichtungseinrichtung zumindest
einen Eck- oder Krümmungsabschnitt eines Dichtprofils umfasst, welcher ein Versteifungselement
aufweist.
[0002] Eine derartige Dichtungseinrichtung wird beispielsweise in der
GB 2 106 974 A gezeigt.
[0003] Eine herkömmliche Dichtungseinrichtung besteht üblicherweise aus einem länglichen
und zumeist hohlen Dichtprofil, formgebenden oder versteifenden Halteeinrichtungen
wie z.B. (runden) Eckhaken, um das Dichtprofil dem Verlauf einer Backmuffel anzupassen
und es ofenseitig zu befestigen, einem (geraden) Verbinder sowie Silikonkleber zum
Einkleben von Haken und Verbinder.
[0004] Die vorkonfektionierte Profillänge wird mittels des Verbinders zum Ring verklebt.
Der Verbinder ist dabei ein eigenes Bauteil, das in eine untere Profilkammer des Dichtprofils
eingeklebt wird. Durch die Benetzung der gesamten Schnittfläche mit Silikonkleber
wird eine vollflächige Verklebung der Schnittfläche am Dichtungsstoß hergestellt.
Je nach Anforderung kann jedoch auch auf eine vollflächige Verklebung verzichtet werden
- die Verbindung der Profilenden erfolgt in diesem Fall dann nur über den eingeklebten
Verbinder. In beiden Fällen hat der eingeklebte Verbinder die Aufgabe, die Stoßstelle
im Dichtungsring zu verstärken und gegen die auftretenden Zugkräfte am Dichtungsstoß
zu sichern. Eine derartige, herkömmliche Dichteinrichtung umfasst eine Vielzahl einzelner
Bauteile, die in einer Vielzahl von Arbeitsschritten einzeln montiert werden müssen.
Dies geht einher mit hohem Materialaufwand und hohen Montagekosten.
[0005] Ausgehend vom voranstehenden Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zu
Grunde, eine Dichtungseinrichtung der eingangs erwähnten Art zu vereinfachen und die
Herstellung zu erleichtern
[0006] Die
EP-A-277098 offenbart eine Dichtungseinrichtung, vorzugsweise für die Beschickungsöffnung eines
Backofens oder Herdes, mit mindestens einem flexiblen Dichtprofil mit zwei Endabschnitten,
das im Wesentlichen in einer geschlossenen Linie verläuft, so dass zwei im Wesentlichen
benachbarte Endabschnitte eine Stoßstelle bilden. Die Dichtungseinrichtung umfasst
zumindest einen Eck- oder Krümmungsabschnitt eines Dichtprofils, welcher ein Versteifungselement
aufweist, wobei das Versteifungselement einen Krümmungsabschnitt mit im Wesentlichen
konstantem Radius aufweist und wobei das Versteifungselement eine Stoßstelle überbrücken
kann, um benachbarte Endabschnitte zu verbinden. Hierzu ist das Versteifungselement
gemäß Fig. 3b so ausgebildet, dass es einen verlängerten Schenkel aufweist, der sich
an den Krümmungsabschnitt anschließt.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Dichtungseinrichtung mit den Merkmalen des Anspruches
1.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Dichtungseinrichtung überbrückt ein formgebendes Versteifungselement
die Stoßstelle zweier im Wesentlichen benachbarter Endabschnitte eines oder mehrerer
Dichtungsprofile in einem Eck- oder Krümmungsabschnitt der Dichtungseinrichtung. Das
Versteifungselement, das den Krümmungsbereich der Dichtungseinrichtung versteift,
übernimmt dabei zugleich die Aufgabe, die Stoßstelle im Dichtungsring zu verstärken
und gegen die auftretenden Zugkräfte am Dichtungsstoß zu sichern. So kann der Verbinder
eingespart, und die für die erfindungsgemäße Dichtungseinrichtung anfallenden Material-
und Monatgekosten reduziert werden.
[0009] Es erweist sich als günstig, das Versteifungselement fest mit einem abzudichtenden
Bauteil zu verbinden. So fungiert das Versteifungselement gleichzeitig als Befestigungseinrichtung
um ein Dichtungsprofil an einem abzudichtenden Bauteil zu befestigen. Der Dichtungsrahmen
kann dadurch straff gespannt und in Anlage an dem abzudichtenden Bauteil gehalten
werden, was Leckagen verringert und die Dichtungseffizienz der erfindungsgemäßen Dichtungseinrichtung
erhöht. Überdies lässt sich dadurch eine gesonderte Halteeinrichtung einsparen was
den Materialbedarf der erfindungsgemäßen Dichtungseinrichtung weiter senken kann.
[0010] Weiterhin kann es von Vorteil sein, wenn das Dichtprofil im Querschnitt zumindest
abschnittsweise hohl ist. Dies erhöht die Flexibilität und verbessert die Dichtwirkung
des Dichtprofils an der Dichtfläche. Überdies können die Versteifungselemente dann
innerhalb des Dichtprofils angeordnet werden, was die Verbindung zwischen den Versteifungselementen
und dem Dichtungsprofil erheblich verstärkt und die maximale Kraftübertragung zwischen
den Versteifungselementen und dem Dichtungsprofil erheblich erhöht. Die Stoßstelle
wird dadurch wesentlich belastbarer.
[0011] Eine optimale Verbindung zwischen den Endabschnitten der Dichtprofile lässt sich
erreichen, wenn sich das Versteifungselement aus dem Endabschnitt eines zugeordneten
Dichtungsprofils heraus in den benachbarten Endabschnitt hinein erstreckt.
[0012] Eine verbesserte Dichtwirkung lässt sich erzielen, wenn der Dichtungsrahmen dem Verlauf
der Backofenmuffel angepasst ist und dabei im Wesentlichen ein Polygon beschreibt.
Beschickungsöffnungen für Backofen und Herde sind im Normalfall im Wesentlichen rechteckig.
Eine Dichtungseinrichtung, die dem Verlauf der Beschickungsöffnung im Wesentlichen
in geschlossener Linie folgt, hat eine Vielzahl gerader Dichtungsabschnitte. An einem
geraden Dichtungsabschnitt sind die Leckagen erfahrungsgemäß kleiner als bei einem
gekrümmten Dichtungsabschnitt.
[0013] Um das Versteifungselement am Ofen zu befestigen erweist es sich als günstig, wenn
das Versteifungselement eine Befestigungseinrichtung aufweist. Ein am Ofen befestigtes
Versteifungselement spannt und versteift das Dichtprofil und gibt den Dichtungsverlauf
vor. So wird das Dichtprofil besser in Anlage an das abzudichtendes Bauteil gehalten.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform ist zumindest ein Versteifungselement ein Eckhaken.
Derartige Eckhaken sind dazu geeignet, um den Dichtungsrahmen fest in türseitiger
oder ofenseitiger Anlage zu halten und formgebend zu stabilisieren. Durch die Verwendung
von Eckhaken lässt sich eine besonders effiziente Dichtungseinrichtung verwirklichen.
[0015] Es kann von großem Vorteil sein, wenn zumindest ein Versteifungselement einen Krümmungsabschnitt
mit einem im Wesentlichen konstanten Radius aufweist. So kann das Einknicken des Dichtungsprofils
effizient verhindert werden, was Leckagen verringert und die Dichtungseffizienz weiter
erhöht. Gekrümmte Versteifungselemente eignen sich besonders gut, ein Dichtungsprofil
formgebend zu stabilisieren.
[0016] Überdies ist es aus dem Stand der Technik bekannt, wenn zumindest ein Versteifungselement
im Anschluss an einen Krümmungsabschnitt zumindest einen verlängerten Schenkel aufweist.
So werden auch nicht gekrümmte Abschnitte der Dichtungseinrichtung stabilisiert, was
gerade in den Bereichen neben der gekrümmten Versteifungselementen die Formstabilität
des Dichtungsrahmens weiter verbessert.
[0017] In einer besonders günstigen Ausführungsform liegt die Stoßstelle zweier im Wesentlichen
benachbarter Endabschnitte innerhalb des Krümmungsabschnitts eines Versteifungselements.
So kann eines der vorgesehenen Versteifungselemente verwendet werden, ohne dass spezielle
Anfertigungen von Versteifungselementen erforderlich sind.
[0018] In einer nicht zur Erfindung gehörenden Form liegt die Stoßstelle zweier im Wesentlichen
benachbarter Endabschnitte im Bereich eines verlängerten Schenkels eines Versteifungselements.
Bei einer Stossstelle im Schenkelbereich eines Versteifungselements liegen die Schnittflächen
gerade aufeinander und können besser miteinander verklebt werden, als wenn die Schnittebene
im Krümmungsbereich liegt. So werden auch die in der verklebten Stossstelle auftretenden
Spannungen reduziert, was die Lebensdauer der erfindungsgemäßen Dichtungseinrichtung
erhöht.
[0019] Es ist von großem Vorteil, wenn die Versteifungselemente in den Dichtrahmen eingeklebt
sind. So sind die Versteifungselemente mit dem Dichtungsprofil fest verbunden und
ein relatives Verschieben des Dichtungsprofils gegenüber den Halteelementen nicht
mehr möglich. Dies erhöht die Formstabilität des Dichtungsprofils und trägt zur Steigerung
der Dichtungseffizienz bei.
[0020] Eine zusätzliche Sicherung der Stoßstelle kann dadurch erreicht werden, dass der
Dichtungsrahmen an den Schnittflächen der Stoßstelle mit Silikonkleber zum geschlossenen
Profil verklebt wird.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Dichtungsrahmen am Herd befestigt.
[0022] Der Aufbau einer erfindungsgemäßen Dichtungseinrichtung zur Abdichtung einer durch
eine Türe verschließbaren Öffnung eines Herdes wird nachstehend mit Bezug auf die
angehängten Zeichnungen beschrieben.
[0023] Kurze Beschreibung der Zeichnungen.
- Fig. 1
- zeigt eine erfindungsgemäße Dichtungseinrichtung mit Stoßstelle im Radius des Eckhakens.
- Fig. 2
- zeigt eine nicht erfindungsgemäße Dichtungseinrichtung mit Stoßstelle auf dem verlängerten
Schenkel eines Eckhakens.
- Fig. 3
- zeigt ein Dichtungsprofil im Querschnitt.
Ausführliche Beschreibung der Ausführungsbeispiele:
[0024] Der allgemeine Aufbau von Dichtungseinrichtungen wird anhand des in Figur 1 gezeigten
Dichtungseinrichtungsrahmens erläutert. Die Dichtungseinrichtung 1 besteht aus einem
länglichen und zumindest Abschnittsweise hohlen Dichtprofil 2, dessen Querschnitt
in Figur 3 gezeigt wird. Das Dichtprofil 2 ist aus einem hochtemperaturfesten, elastischen
und flexiblen Material gefertigt, vorzugsweise extrudiert. In der erfindungsgemäßen
Dichteinrichtung 1 können verschiedene Dichtprofile 2 aus verschiedenen Materialien
miteinander kombiniert werden. Der aus den hintereinander angeordneten, abschnittsweise
hohlen und elastischen Dichtprofilen 2 erzeugte Dichtrahmen wird dabei so an einem
Ofen befestigt, dass er die Beschickungsöffnung des Brat- und Backrohres des Ofens
in einer geschlossenen Linie umgibt, und dabei im Wesentlichen dem Verlauf der Beschickungsöffnung
folgt.
[0025] Nachstehend wird ein für die erfindungsgemäße Dichtungseinrichtung 1 verwendetes
Dichtprofil 2 mit Bezug auf die Figuren 1 bis 3 beschrieben. Dimensionale Angaben
wie obere(r), untere(r), linke(r) und rechte(r) sind dabei lediglich in Bezug auf
die Ansicht der jeweiligen Figur zu verstehen.
[0026] In Figur 3 ist der Querschnitt eines für die erfindungsgemäße Dichtungseinrichtung
1 verwendeten Dichtprofils 2 dargestellt. Das Dichtprofil 2 hat einen in etwa dreieckigen
Querschnitt und weist eine obere Profilkammer 2a und eine untere Profilkammer 2b auf.
Die untere Profilkammer 2b hat einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt und
erstreckt sich im Wesentlichen parallel zur Anlageseite 2d des Dichtprofils 2, mit
der das Dichtprofil 2 an dem abzudichtenden Ofen (nicht gezeigt) anliegt. Eine entsprechende
Eingriffseinrichtung 2e ist anlageseitig vorgesehen, um das Dichtprofil 2 gegen Verrutschen
zu sichern, und greift in eine entsprechende ofenseitige Anordnung z.B. Nut (nicht
gezeigt) ein. Im Querschnitt bildet der linke obere Schenkel des Dichtprofils 2 die
mit Rillen versehene Dichtseite (nachstehend auch Dichtfläche genannt) 2c.
[0027] Die Spitze 2g im Querschnitt des Dichtprofils verbindet den linken, mit der Dichtfläche
2c versehenen Schenkel mit dem rechten, einen Knick 2f aufweisenden Schenkel des Dichtprofils
2. Wird ein Druck von der Dichtseite auf die Dichtfläche 2c ausgeübt, so knickt der
rechte Schenkel des Dichtprofils 2 beim Knick 2f ein und die Spitze 2g senkt sicht
zur Anlageseite 2d hinunter. Die in der oberen Profilkammer 2a enthaltene Luft kann
über eine Entlüftungsöffnung im Dichtprofil 2 entweichen.
[0028] In der gezeigten Ausführungsform hat die Beschickungsöffnung des Brat- und Backrohres
des Herdes (nachstehend auch Backmuffel genannt), bei dem eine erfindungsgemäße Dichteinrichtung
eingebaut ist, eine rechteckige Form mit abgerundeten Ecken. Die Maße der Beschickungsöffnung
betragen ca. 480 mm * 3150 mm. Das Dichtprofil ist dabei vorkonfektioniert und weist
eine Länge von insgesamt ca.1496 mm auf, wobei die Auflageseite 2d dabei ca. 25 mm
breit ist. An den Enden weist das Dichtprofil 2 ebene Schnittflächen auf, wobei sich
die Schnittebenen im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung des Dichtprofils 2 erstrecken.
Zur Anbringung der Eckhaken 3 am Dichtprofil 2 wird das Dichtprofil 2 auflageseitig
geöffnet. Dazu sind mittig am Dichtprofil 2 an der Auflageseite 2d längliche Schlitze
oder Langlöcher 2h mit einer Länge von jeweils 20 mm +/- 3 mm vorgesehen, die sich
in Längsrichtung des Dichtprofils 2 erstrecken und das Material des Dichtprofil 2
bis zur unteren Profilkammer 2b durchdringen. Der Mittelpunkt des ersten Schlitzes
2h
1 ist von einem ersten Endabschnitt 2i
1 des Dichtprofils 2 ca. 15 mm +/- 2 mm beabstandet. Der Mittelpunkt des zweiten Schlitzes
2h
2 folgt in einem Abstand von 305 mm +/- 3 mm, der des dritten Schlitzes 2h
3 in einem Abstand von weiteren 433 mm +/- 4 mm und der des vierten Schlitzes 2h
4 in einem Abstand von weiteren 315 mm +/- 4 mm. Somit ist der Mittelpunkt des vierten
Schlitzes 2h
4 vom anderen Endabschnitt 2i
2 des Dichtprofils 2 ca. 428 mm +/- 4 mm beabstandet. In der Auflageseite 2d ist in
einem Abstand von ca. 30 mm vom zweiten Endabschnitt 2i
2 des Dichtprofils eine Entlüftungsbohrung 2j mit einem Durchmesser von ca. 2 mm angeordnet,
die das Material des Dichtprofils 2 bis zur oberen Profilkammer 2a durchdringt. Die
Entlüftungsbohrung 2j dient dazu, die durch Verschließen der Backofentür aus der oberen
Profilkammer 2a verdrängte Luft abzulassen, so dass das Dichtprofil 2 unter dem von
der Backofentür ausgeübten Druck nachgibt.
[0029] Die vier Eckhaken 3 dienen zur späteren Befestigung der Dichtung 2 im Herd und geben
dem Dichtprofil 2 einen der Backmuffel angepassten Verlauf. Die Eckhaken sind aus
einem steiferen Material gefertigt als das Dichtprofil.
[0030] Sämtliche Materialien oder Materialkombinationen sind für die Eckhaken 3 denkbar,
bevorzugt sind Thermoplasten oder Metalle, die den hohen Einsatztemperaturen im Dichtungsbereich
standhalten. Die Eckhaken 3 nach dem ersten Ausführungsbeispiel weisen einen Befestigungsabschnitt
3b, der am Ofen befestigt wird auf, von dem sich - dem Dichtungsverlauf folgend -
beiderseits Teile eines bogenförmigen Eingreifabschnitts 3a erstrecken. Der Eingreifabschnitt
3a greift im montierten Zustand über die Öffnungen 2h in die untere Profilkammer 2b
des Dichtprofils 2 ein und ist dort unter Verwendung eines Silikonklebers eingeklebt.
[0031] Die Eckhaken 3 sind ofenseitig in etwa in den Eckpunkten befestigt, in denen sich
die Kanten der Beschickungsöffnung des Ofens treffen. Der Eingreifabschnitt 3a eines
Eckhakens 3 ist bogenförmig gekrümmt und dient zur formgebenden Stabilisierung des
Dichtungsprofils 2. Im Einbauzustand erstreckt sich der Eingreifabschnitt 3a vollständig
innerhalb der unteren Profilkammer 2b des Dichtungsprofils 2 und gibt so den Krümmungsverlauf
im gekrümmten Abschnitt vor. Dem Krümmungsverlauf folgend beschreibt das Dichtprofil
eine Kurve über eine Bogenlänge von etwa 90 Grad mit einem gleichbleibenden Radius
von in etwa 23,4 mm. Dazu weist der sich in der unteren Profilkammer 2b des Dichtprofils
2 erstreckende Eingreifabschnitt 3a ebenso einen Radius von ca. 23,4 mm über eine
Bogenlänge von in etwa 90 Grad auf. Die Länge des Eingreifabschnitts 3a beträgt daher
ca. 36,8 mm.
[0032] Die Position der Stoßstelle ergibt sich durch die Anordnung der Öffnungen 2h
1 bis 2h
4 in Bezug auf die Endabschnitte 2i
1 und 2i
2. Da im ersten Ausführungsbeispiel die Schlitzöffnung 2h
1 in unmittelbarer Nähe des Endabschnitts 2i
1 liegt, überbrückt der bogenförmig gekrümmte Eingreifabschnitt 3a des Eckhakens 3
im linken unteren Eck über die Stoßstelle und verbindet die beiden Endabschnitte 2i
1 und 2i
2 miteinander. Genau gesagt erstreckt sich der Eingreifabschnitt 3a aus dem ersten,
zugeordneten Endabschnitt 2i
1 des Dichtprofils 2 heraus in den zweiten Endabschnitt 2i
2 des Dichtprofils 2 hinein. Um die Stoßstelle zu sichern, wird die vorkonfektionierte
Profillänge im Bereich der Krümmung zu einem geschlossenen Rahmen verklebt. Dabei
sind die Endabschnitte 2i
1 und 2i
2 des Dichtprofils 2 benachbart und die Schnittflächen liegen aufeinander. Durch die
Benetzung der gesamten Schnittfläche des Dichtungsrahmens mit Silikonkleber wird eine
vollflächige Verklebung am Dichtungsstoß hergestellt. Es ist jedoch nicht zwingend
erforderlich, dass die Schnittflächen direkt aufeinander liegen. So kann ein Spalt
zwischen den Endabschnitten 2i
1 und 2i
2 liegen oder ein weiteres Bauteil zwischengeschaltet werden.
[0033] Da der Eckhaken 3 die Aufgabe erfüllt, die im Stand der Technik einem Verbindungselement
zukommt, nämlich die Stossstelle im Dichtungsring zu verstärken und gegen die auftretenden
Zugkräfte am Dichtungsstoß zu sichern, ist ein verbindendes Bauteil nicht unbedingt
notwendig.
[0034] In einem zweiten Beispiel, welches nachstehend mit Bezug auf die Figur 2 beschrieben
ist, welches nicht zur Erfindung gehört, welches jedoch dem Verständnis der Erfindung
dient, ist der Eckhaken 3 am linken unteren Bildrand an einer Seite neben dem Krümmungsabschnitt
verlängert, wobei sich der verlängerte Schenkel im Wesentlichen parallel zur Unterseite
der Beschickungsöffnung des Brat- und Backrohres des Ofens erstreckt.
[0035] Ansonsten gibt es keinen Unterschied zum Eckhaken 3 des ersten Ausführungsbeispiels.
Der verlängerte Abschnitt 3c des Eingriffabschnitts 3a des Eckhakens ist nicht gekrümmt
sondern gerade und hat eine Länge von ca. 25 mm. Der Eingriffabschnitt 3a erstreckt
sich über seine gesamte Länge in der unteren Profilkammer 2b des Dichtprofils. Die
anderen drei Eckhaken 3 des zweiten Beispiels sind zum Eckhaken des ersten Ausführungsbeispiels
identisch. Die Stoßstelle 4 ist im Bereich des verlängerten Schenkels 3c angeordnet.
[0036] Der Querschnitt des unbearbeiteten Dichtprofils 2 im zweiten Beispiel ist zu dem
Querschnitt des unbearbeiteten Dichtprofils 2 im ersten Ausführungsbeispiel identisch.
Das Dichtprofil 2 des zweiten Beispiels unterscheidet sich gegenüber dem Dichtprofil
2 des ersten Ausführungsbeispiels lediglich hinsichtlich der Anordnung der Öffnungen
2h
1 bis 2h
4 zum Einbringen der Eckhaken 3 in Relation zu den Endabschnitten 2i
1 und 2i
2 des Dichtprofils 2.
[0037] Ebenso wie im ersten Ausführungsbeispiel muss das Dichtprofil vorkonfektioniert werden,
so dass die Endabschnitte 2i
1 und 2i
2 an der vorbestimmten Stelle an im Bereich des verlängerten Schenkels zusammentreffen.
Zum Einbringen der Eingriffabschnitte 3a der Eckhaken 3 wird das Dichtprofil 2 im
Bereich der gekrümmten Abschnitte geöffnet. Dazu werden wie im ersten Ausführungsbeispiel
Schlitze oder Langlöcher in den Auflagebereich 2d des Dichtprofils 2 angebracht. Der
Mittelpunkt des ersten Schlitzes 2h
1 ist von einem Endabschnitt 2i
1 des Dichtprofils 2 ca. 35 mm +/- 2mm beabstandet.
[0038] Der Mittelpunkt des zweiten Schlitzes 2h
2 folgt in einem Abstand von 315 mm +/- 3 mm, der des dritten Schlitzes 2h
3 in einem Abstand von weiteren 433 mm +/- 4 mm und der des vierten Schlitzes 2h
4 in einem Abstand von weiteren 315 mm +/- 4 mm. Somit ist der Mittelpunkt des vierten
Schlitzes 2h
4 vom anderen Endabschnitt 2i
2 des Dichtprofils 2 ca. 398 mm +/- 4 mm beabstandet. Wird das Dichtprofil beginnend
mit dem linken unteren Eckhaken im Uhrzeigersinn in einer geschlossenen Linie um die
Backmuffel herum am Ofen befestigt so treffen die Endabschnitte 2i
1 und 2i
2 im Bereich des verlängerten Schenkels des Eingriffabschnitts 3a des Eckhakens 3 aufeinander.
[0039] Nachstehend wird die Funktion und Wirkungsweise einer erfindungsgemäßen Dichtungseinrichtung
beschrieben.
[0040] Bei verschlossener Backmuffel liegt eine die Beschickungsöffnung verschließende Backofentüre
(nicht gezeigt) an der Dichtseite 2c an. Zur besseren Abdichtung des Spalts zwischen
dem Dichtprofil 2 und der anliegenden Backofentüre sind an der Dichtfläche 2c Rillen
angebracht. Der rechte Schenkel des Dichtprofils 2 ist in der Querschnittsansicht
der Figur 3 mit dem Knick 2f versehen, so dass das Dichtprofil 2 unter dem von der
Backofentüre ausgeübten Druck nachgibt und sich die Spitze 2g des Dichtprofils 2 in
Richtung der Anlageseite 2d bewegt. So verkleinert sich der Winkel zwischen der Anlagefläche
der Backofentür und der Dichtfläche 2c des Dichtprofils 2, bis im Idealfall die gesamte
Dichtfläche 2c an der Backofentür anliegt. In dieser Stellung ist die Dichtwirkung
ideal.