| (19) |
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(11) |
EP 1 591 780 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.11.2013 Patentblatt 2013/46 |
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Anmeldetag: 27.04.2005 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Sensor für die Detektion von Flüssigkeiten, und diesen Sensor enthaltende Detektionsvorrichtung
Sensor for detecting fluids, and detection device comprising this sensor
Capteur pour la détection des fluides, et dispositif de détection comprenant ce capteur
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
28.04.2004 DE 102004020829
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.11.2005 Patentblatt 2005/44 |
| (73) |
Patentinhaber: Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung e.V. |
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80686 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Hintsche, Rainer
13127 Berlin (DE)
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Vertreter: Olgemöller, Luitgard Maria et al |
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Patentanwältin
Lindenstraße 12a 81545 München 81545 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
US-A- 5 063 081 US-B1- 6 662 439
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US-A- 6 123 820
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- HINTSCHE R ET AL: "Chip biosensors on thin-film metal electrodes", SENSORS AND ACTUATORS
B: CHEMICAL: INTERNATIONAL JOURNAL DEVOTED TO RESEARCH AND DEVELOPMENT OF PHYSICAL
AND CHEMICAL TRANSDUCERS, ELSEVIER S.A, SWITZERLAND, Bd. 4, Nr. 3-4, 1. Juni 1991
(1991-06-01), Seiten 287-291, XP026553333, ISSN: 0925-4005, DOI: 10.1016/0925-4005(91)80124-3
[gefunden am 1991-06-01]
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Sensor mit einem elektrochemischen
Sensorarray insbesondere in Form eines Elektrodenareals und auf eine Vorrichtung zur
Anwendung in der chemischen oder der biochemischen Analytik. Der Sensor lässt sich
zusammen mit Kontaktelementen und geeigneten Fluidverbindungen als Detektionseinheit
nutzen, mit der als Teil einer Detektionsvorrichtung Bestandteile von Analyseflüssigkeiten
elektrochemisch detektiert werden können. Der Sensor ist im Vergleich zu bekannten
Sensoren dieser Art wesentlich kostengünstiger herstellbar. Sowohl die elektrischen
als auch die fluidischen Verbindungen lassen sich sehr leicht herstellen und wieder
lösen, sodass er auch als austauschbares Einwegelement in diagnostischen Analysegeräten
eingesetzt werden kann. Auch ist seine Handhabung sehr bequem.
[0002] Die Mikrosystemtechnik und Mikrosensorik hat in den letzten 20 Jahren eine Fülle
von biochemischen Chipsensoren entwickelt, die zu einem beträchtlichen Fortschritt
in der miniaturisierten Analytik geführt haben. Insbesondere sind hier die auf optischen
und elektrochemischen Prinzipien basierende Chipsensoren zu nennen, die mit Technologien
aus der Halbleiterfertigung hergestellt werden. Die Verwendung von portablen Geräten
für chemische und biochemische Analysen mit solchen Einwegsensoren erfordert einen
flexiblen Wechsel des Sensorelements und ggf. zugehöriger Reagenzien. Dabei haben
die optischen Systeme produktionstechnische Umsetzung und Markteinführung bereits
erfolgreich durchlaufen, aber die meisten elektrischen Systeme sind bisher nicht über
das Labormusterniveau hinausgekommen. Während optisch-chemische oder optisch-biochemische
Sensorsysteme und optische Biochips kontaktlos mit Lichtstrahlen ausgelesen werden
können, muss bei elektrochemisch basierten Chip-Systemen auf dem sehr kleinen Raum
einer Chipoberfläche die notwendige elektrische Ankopplung zu entsprechenden Messinstrumenten
und die fluidische Ankopplung für die Zuführung von Proben und Flüssigkeit bzw. Reagenzien
gleichzeitig realisiert werden.
[0003] Aus
US 5,063,081 A ist ein Biosensor bekannt, der vor allem für die Messung von Glukose einsetzbar ist.
Er besitzt ein Sensorelement, z.B. einen Silizium-Chip, das sich auf einem Substrat
befindet. Der Sensor weist Elektroden-Arrays auf, die über Kontaktverbindungen mit
Ableitflächen in derselben Ebene verbunden sind. Die Elektroden sind mit einer oder
mehreren Schichten versehen, darunter einer permselektiven oder semipermeablen Schicht,
auf der sich eine "Biolayer" mit aktivem Enzym befindet. Der gesamte Sensor-Aufbau
wird von einer Schicht umhüllt, die dazu vorgesehen ist, dass der Analyt in kontrollierter
Menge zur Schicht mit dem aktiven Enzym gelangt.
[0004] Bei Einsatz planarer elektrochemischer Sensoren, wie z.B. elektrochemischer Sensoren
und Feldeffekt-Transistoren in Siliziumtechnologie oder auch elektrochemischer Sensoren
auf polymeren Trägern oder solchen aus Glas, erfordert ein ggf. erforderlich werdender
Austausch die gleichzeitige Herstellung bzw. Lösung dieser elektrischen und fluidischen
Kontakte. Die elektrische Ankopplung wird in der Regel durch kostenaufwendige Kontaktierung
mittels Bonddrähten von den elektrischen Ableitflächen auf den Sensoren oder Chips
zu den Leiterbahnen auf konventionellen Leiterplatten bzw. zu den Leiterbahnen auf
speziellen Trägem wie Glas oder Polymeren realisiert. Aus dem
US-Patent 5,096,669 ist ein System bekannt, bei dem streifenförmige elektrische Kontakte am Rande mehrer
elektrochemischer Planarsensoren als Steckkontakte zur reversiblen Herstellung der
elektrischen Ableitungen genutzt werden. Der Nachteil dieses Systems besteht in der
Notwendigkeit, elektrische Steckverbinder am Rande eines kleinen planaren Siliziumsensors
anzuordnen, der mechanischen Instabilität der Kante der Si-Chips und einer ungünstigen
Lage der Chips am Rande von Trägersystemen. Die notwendige fluidische Probenzuführung
ist in diesem System durch einen Durchflußkanal realisiert, der über den aktiven Sensorbereich
der Chips geführt wird, so dass große Teile der kostbaren Chipoberfläche zur dauerhaften
Abdichtung verwendet werden müssen und nicht anderweitig zur Verfügung stehen.
[0005] Ein anderes System offenbart die eine Diagnoseeinrichtung betreffende Patentanmeldung
der Firma Siemens
DE 101 11 457 A1. Hier befindet sich ein Sensor oder Chip eingebettet in ein Substrat, durch das ein
oder mehrere sich zur Substratoberfläche hin öffnende Durchflusskanäle verlaufen,
derart, dass das Fluid unter dem Sensor entlang fließt. Das den Chip und die fluidischen
Leitungen beherbergende Substrat wird als Applikator bezeichnet. Die fluidische Ankopplung
erfolgt z.B. durch abdichtendes Aufsetzen eines Oberteils, das ebenfalls Fluidik-Kanäle
besitzt, die mit den Zu- und Ableitungen im Applikator genau zur Passung kommen. Das
Oberteil ist Teil eines Auslesegerätes.
[0006] Die nötige elektrische Verdrahtung und Verpackung des Sensors ist im Detail in der
DE 10 111 458 A1 derselben Anmelderin beschrieben, in der ein Modul für eine Diagnoseeinrichtung offenbart
ist. Die Aufgabenstellung der Erfindung dieser Anmeldung wird damit angegeben, dass
die Verschwendung von aktiver Sensoroberfläche, wie es bei der in der
US 5,096,669 beschriebenen Vorrichtung der Fall ist, vermieden werden soll und kostengünstige
Produkte hergestellt werden können. Dies lasse sich insbesondere dadurch realisieren,
dass sich das Gehäusekonzept so weit wie möglich an der klassischen Mikroelektronik
orientiere. Dementsprechend werden die Sensoren als Chip-Modul mit elektrischen Leitungen
zu einem Träger in Draht-Bond-Technologie realisiert. Doch die Nachteile dieser halbleitertypischen
Technologie sind teure Leiterkarten und kostenaufwendige Bondtechnologien. Häufig
müssen die instabilen Bonddrähte auch noch durch sogenannte Verkappung mit härtbaren
Polymeren stabilisiert werden.
[0007] Ähnlich aufgebaut sind auch die Chipsensoren mit fluidischen Systemen und Ableitkontakten
in diagnostischen Modulen im System der Firma Nanogen, San Diego USA, (siehe die
Anmeldungen US 2004/038420 A1 und
WO 98/24544 A1). Hier werden Ableitkontakte an allen Seiten eines elektrischen Sensorchips mit Bonddrähten
kontaktiert, während die Elektroden des Chips in einer Durchflußkammer angeordnet
sind. Nachteil dieser Einrichtung sind vergleichsweise hohe Fertigungskosten.
[0008] In der bereits erwähnten
DE 101 11 458 A1 findet sich ein anhand einer Figur 6 beschriebener Vorschlag, der von den übrigen
dort genannten Ausführungsformen dadurch abweicht, dass weder die Fluidkanäle noch
die elektrischen Verbindungen durch das den Chip oder Sensor tragende Substrat geführt
werden. Eine Durchflusskammer wird statt dessen dadurch gebildet, dass ein Oberteil
derart auf das den Sensor enthaltende Substrat aufgesetzt wird, dass oberhalb des
Sensors eine Kammer entsteht. Zufluss- und Abflusskanäle im Oberteil ermöglichen den
Durchfluss von Flüssigkeit durch diese Kammer, die seitlich neben dem Chip durch Dichtringe
gegen ungewünschtes Austreten von Flüssigkeit gesichert ist. Auch hier erfolgt eine
elektrische Ableitung vom Chip zum Träger, und zwar seitlich neben dem Chip. Der Chip
liegt auf einem Träger im Kartenkörper und ist durch klassische Hilfsmittel der Flip-Chip-Technologie
in den Kartenkörper eingepasst. Dazu gehören ein PI-Ring, ein Underfill und ein sog.
Bump. Die elektrische Ableitung vom Chip erfolgt über leitfähige Komponenten, die
zwischen dem Bump und einer dem Dichtring des Oberteils gegenüberliegenden Isolierung
hindurch und dann zur Oberfläche des Substrats geführt werden, wobei sie auf Trägermateral
aufliegen und durch weitere Komponenten gestützt werden. Dort kommen sie mit sogenannten
Kontaktköpfen des Oberteils in Berührung, die mit federnd aufsetzbaren elektrischen
Kontakten versehen sind. Zwar ist in dieser Ausgestaltung die Fertigung des Substrats
wesentlich unaufwendiger; statt dessen sind jedoch komplexe Bauteile und Maßnahmen
notwendig, um die fest installierte elektrische Ableitung vom Sensor oder Chip zu
den Kontaktköpfen zu realisieren.
[0009] Die bisher vorgeschlagenen chemisch-biochemische Analysesysteme mit elektrochemischen
Sensoren sind aufgrund der vorstehend erläuterten Baustrukturen bei den zu erwartenden,
für die Si-Technologie relativ geringen Stückzahlen nur unter vergleichsweise hohen
Fertigungskosten zu realisieren. Sie sind im allgemeinen zu teuer, um als Einzelanalysen-Komponenten
oder gar Einwegmaterialien eingesetzt zu werden.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Detektionseinheit für die Detektion von Inhaltsstoffen
von Flüssigkeiten bereitzustellen, deren elektrochemischer Sensor wesentlich kostengünstiger
herzustellen ist als bisherige Sensoren. Seine elektrischen Zu- und Ableitkontakte
sollen dabei leicht lösbar sein, um ihn leicht handhaben und ggf. auch als Einmalkomponente
in einem Analysesystem einsetzen zu können. Die Detektionseinheit soll so ausgestaltet
sein, dass sie zusammen mit dem genannten Sensor Inhaltsstoffe von Flüssigkeiten elektrochemisch
detektieren kann.
[0011] Die Aufgabe wird durch die Bereitstellung einer Detektionseinheit nach Anspruch 1
gelöst. Der Sensor dieser Einheit ist in der Lage, Inhaltsstoffe von Flüssigkeiten
mit Hilfe eines Elektroden-Sensorarrays zu detektieren. Er weist ein Trägerelement
und ein darauf angeordnetes, planares oder im Wesentlichen planares Sensorelement
auf, auf dessen Oberfläche sich das Sensor-Array befindet. Die Elektroden des Sensor-Arrays
sind über elektrisch leitende Verbindungen mit ebenfalls auf der Oberfläche des Sensorelements
befindlichen Ableitflächen verbunden, aber ansonsten ohne elektrische Verbindung zum
Trägerelement. Das Sensorelement ist in Siliciumtechnologie gefertigt. Günstig ist
es, ein Silizium-Chip zu verwenden. Das Trägerelement kann ein billiger, unstrukturierter
und kontaktloser Träger sein.
[0012] Vorzugsweise bilden dünne, elektrisch leitende Metallschichten auf dem Sensorelement
sowohl die Elektroden als auch die Ableitflächen. Sie können in Dünnschichttechnologie
gefertigt sein, z.B. eingelegt in die Chipfläche oder aufgesputtert oder aufgedampft.
Auch die elektrisch leitenden Verbindungen oder Kontakte können in dieser Technologie
hergestellt sein. Dabei können alle drei für die Elektrik benötigten Teile integral
gefertigt werden. Sie befinden sich dann in der Regel auf einer horizontalen Ebene.
[0013] Die elektrische Verbindung zwischen Elektrode und Ableitfläche kann frei auf der
Oberfläche des Sensorelements liegen. Vorteilhaft ist es jedoch, sie gegen die Oberfläche
des Sensorelements zu isolieren. Dies kann beispielsweise durch Aufbringen eines anorganischen,
anorganisch-organischen oder organischen isolierenden Materials, z.B. von Siliziumoxid
oder einem Silicium-Oxynitrid oder einem Kunststoff wie z.B. einem Lack, erfolgen.
Stattdessen kann die elektrisch leitende Verbindung zwischen Elektroden und Ableitflächen
in halbleiterüblicher Technologie z.B. über CMOS-Schaltungen hergestellt werden. Dabei
erfolgt die elektrische Verbindung von den Elektroden in das Siliziummaterial hinein
durch eine isolierende Zwischenschicht zu chipüblichen Strukturen wie z.B. Transistorschaltungen
in CMOS-Technologie, die z.B. als aktive Meßschaltungen für jede Arrayelektrode arbeiten
können. Von diesen integrierten Strukturen wird wieder eine elektrische Durchführung
an die Oberfläche zu den Ableitflächen eingerichtet. Die fluidische und die elektrische
Ankopplung ist damit für beide Sensortypen identisch.
[0014] In beispielhaften Ausgestaltungen, z.B. wenn klassische Si-Dünnfilmtechnologie für
seine Herstellung eingesetzt wird, kann das Sensorelement Abmessungen im Bereich von
etwa 3x3 mm bis 10×10 mm aufweisen. Davon werden üblicherweise ca. 1 x3 mm für das
Elektrodenareal (Elektrodenarray) verwendet. Die Form der metallischen Ableitflächen
kann beliebig gewählt werden; sie können z.B. kreisförmig oder rechteckig sein. Ihre
Dimensionen liegen üblicherweise im Bereich von ca. 0,1 mm
2 bis 2mm
2, vorzugsweise bis 1mm
2. Es soll aber betont werden, dass dies alles nur Beispiele sind; die Größe des Sensors
und seiner Bestandteile kann natürlich entsprechend der vorgesehenen Verwendungsart
frei gewählt werden.
[0015] Die Anzahl der im Sensor-Array vorhandenen Elektroden kann entsprechend dem vorgesehenen
Zweck frei gewählt werden. Günstig ist es, mehrere gleichsinnige Elektroden vorzusehen,
um mehrere Untersuchungen (sei es zur Detektion verschiedener Substanzen, sei es zur
Untersuchung verschiedener Proben auf dieselbe Substanz) gleichzeitig bzw. parallel
vornehmen zu können. Die für elektrochemische Sensoren üblichen Hilfselektroden, z.B.
Gegen- und/oder Referenzelektroden, können ebenfalls auf den Sensoren angeordnet werden.
[0016] Der Sensor ist mit der Abdeckung kombiniert, mit der zusammen er die Detektionseinheit
bildet, die in Verbindung mit einem Analysengerät als Detektionsvorrichtung Inhaltsstoffe
von Flüssigkeiten, insbesondere von solchen biologischer Herkunft, detektieren kann.
[0017] Die Abdeckung ist so ausgestaltet, dass sie zusammen mit dem Sensor einen oder ggf.
mehrere Hohlräume über dem Teil der Oberfläche des Sensorelements bildet, auf dem
sich die Fläche oder zumindest eine Teilfläche einer oder mehrerer Elektroden (letzterer
Fall z.B. für die Untersuchung eines Fluids auf mehrere Inhaltsstoffe) befindet. Mindestens
ein Flüssigkeitskanal in der Abdeckung schafft eine Flüssigkeitsverbindung von mindestens
einem der Hohlräume durch die Abdeckung hindurch. Dieser Flüssigkeitskanal kann mit
Vorrichtungen zum Zuführen und Absaugen von Flüssigkeiten in den jeweiligen Hohlraum
verbunden werden oder kann mit einem Septum verschlossen sein, das sich mit einer
Hohlnadel durchstechen lässt, um Flüssigkeit einzuführen oder abzuziehen. Alternativ
können zwei Flüssigkeitsverbindungen pro Hohlraum vorgesehen sein, von denen eine
als Zufluss und eine als Abfluss fungiert. Der Sensor kann mit der Abdeckung zusammen
dann als Durchfluss-Messzelle genutzt werden.
[0018] Zusätzlich kann auch ein größerer Hohlraum in der Abdeckung als Sammelgefäß für nicht
mehr benötigte Meß- und/oder Probenflüssigkeiten ausgebildet sein und ggf. mit Druck-Ausgleichsöffnungen
nach außen versehen werden.
[0019] In einer anderen Ausbildung können Hohlräume und Kanäle wahlweise auch in dem Sensorträger
mit Verbindung zu Hohlräumen und oder Kanälen in der Abdeckung angeordnet werden.
[0020] Auf dem Sensor selbst ist in der Regel nur das Elektrodenareal (Sensor-Array) für
den Kontakt mit Flüssigkeit vorgesehen. Die elektrische Verbindung zwischen den Elektroden
und den Ableitflächen sollte dagegen davon freigehalten werden. Entweder auf dem Sensor
und/oder auf der Abdeckung sind deshalb in bevorzugter Weise Dichtungselemente vorgesehen.
Insbesondere dann, wenn der Sensor als Einwegmaterial, die Abdeckung aber wiederholt
verwendet werden sollen, ist es wünschenswert, den Sensor von allen nicht unbedingt
notwendigen Komponenten freizuhalten und diese ggf. in die Abdeckung zu integrieren.
Deshalb ist es bevorzugt, dass die Dichtungselemente an der Abdeckung angebracht sind.
Es kann sich dabei beispielsweise um O-Ringe oder Dichtfolien handeln. In ganz bevorzugter,
aber nicht zwingender Weise sind der Hohlraum und die Dichtungselemente so gestaltet,
dass die Flüssigkeit nur die Elekrodenoberfläche berühren kann, aber keine sonstigen
Sensorelement-Oberflächen. Die Dichtungselemente setzen dann bevorzugt auf den Randbereichen
der Elektrodenflächen oder dicht daneben auf.
[0021] Die Abdeckung weist außerdem elektrische Kontaktelemente zur Herstellung lösbarer
elektrischer Verbindungen auf, die mechanisch auf die Ableitflächen des Sensors aufgesetzt
werden können. Über diese elektrischen Kontaktelemente können die Elektroden auf der
Oberfläche des Sensorelements von außen abgefühlt werden. Die Zahl der Kontaktelemente
entspricht in der Regel der Zahl der Ableitflächen und damit der Elektroden.
[0022] Die Abdeckung sollte so ausgestaltet sein, dass ihre Verbindung mit dem Sensor wieder
gelöst werden kann. Zu diesem Zweck kann sie beispielsweise eine Klapp-, Hebel- oder
Klickvorrichtung umfassen, mit der sie mit dem Sensor verbunden und von ihm getrennt
werden kann. Diese kann mit dem Träger verbunden sein oder integraler Bestandteil
des Trägers sein. Alternativ wird sie ausschließlich durch Druckkräfte auf dem Sensor
gehalten.
[0023] Die elektrischen Kontaktelemente bestehen im einfachsten Fall aus einem Metallstift,
der mechanisch auf die Kontaktfläche gedrückt wird und der reversibel beliebig oft
wieder gelöst werden kann. Dadurch wird die sonst übliche fest installierte Kontaktierung
z.B. Bondung der metallischen Ableitflächen auf den Chips zu Leiterbahnen auf Chipträgern
bzw. Substraten überflüssig. Vorteilhaft ist auch die Verwendung von gefederten Nadelkontakten,
die in verschiedenen Ausführungen z.B. mit Durchmessern von 0,8mm erhältlich sind,
als Kontaktelement. Ebenso können einfache Federkontakte, wie sie in Miniatursteckern
Verwendung finden, zur direkten elektrischen Kontaktierung angewendet werden.
[0024] In einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung finden folienartige elektrisch leitende
Kunststoffe oder auch elastische Kunststoffe mit metallisch leitenden Strukturen als
reversible Mikrokontakte Verwendung.
[0025] In allen diesen Fällen können die Kontaktelemente gegebenenfalls zusammen oder in
Gruppen von einem isolierenden Halter gehalten werden.
[0026] Auf Wunsch können die elektrischen Kontaktelemente oder ein Teil oder eine Gruppe
davon auch zusammen mit dem bzw. den Flüssigkeitskanälen der lösbaren Abdeckung in
einer gemeinsamen mechanischen Halterung angeordnet sein.
[0027] In einer alternativen grundlegenden Ausgestaltung der Erfindung ist das Abdeckungselement
bereits Bestandteil des Sensors und mit diesem fest verbunden. Es bildet mit einer
entsprechenden Oberfläche des Sensorelements den Hohlraum, in dem sich die Fläche
oder eine Teilfläche mindestens einer der Elektroden, aber keine Ableitfläche befindet.
Der Hohlraum kommuniziert mit einer Befüllungsöffnung für Flüssigkeiten. Bezüglich
der Zahl und Anordnung des oder der Hohlräume und des darunter liegenden Elektrodenareals
gilt das gleiche, was oben für den bzw. die Hohlräume aus Sensor und lösbarer Abdeckung
gesagt wurde. In vergleichbarer Weise kann auch zusätzlich eine Flüssigkeits-Ableitung
im Abdeckungselement vorgesehen sein, um die Kombination aus Sensor und fest installiertem
Abdeckungselement nach Art einer Durchflusszelle betreiben zu können.
[0028] Das Abdeckungselement ist auf dem Trägerelement und/oder auf dem Sensorelement befestigt,
beispielsweise durch Klebeverbindungen oder Heißsiegeln oder elastische Dichtungen.
Durch diese Befestigung ist insbesondere der Hohlraum über den Elektroden gegen die
restliche Sensorfläche abgedichtet und sind somit die elektrischen Ableitflächen vor
Kurzschlüssen geschützt. Im Bereich der Ableitfläche(n) weist das Abdeckungselement
eine Aussparung auf, so dass die Ableitflächen von oben offen zugänglich sind.
[0029] Nachteil dieser Ausgestaltung ist, dass der Aufwand zur Herstellung des Sensors höher
ist, indem ein zusätzliches Teil, z.B. in konventioneller Spritzguss-Technologie gefertigt
und montiert werden muss. Sie besitzt aber besondere Vorteile. So können innerhalb
des Abdeckungselements Strukturen vorgesehen sein, die die Anzahl der erforderlichen
Arbeitsschritte für die Detektion senkt und das Vorhalten von standardisierten Messlösungen
und/oder die jeweils frische Herstellung wenig stabiler Lösungen überflüssig macht.
So kann zwischen der oder einigen oder jeder Befüllungsöffnung und dem Hohlraum ein
Befüllungskanal vorgesehen sein, der Vorratsnischen zur Aufnahme von Vorratsreagenzien
aufweisen kann.
[0030] Die Vorratsreagenzien können flüssig sein. Alternativ sind sie, fest und können beim
Befüllungsvorgang aufgelöst und in den Hohlraum über den Elektroden transportiert
werden. Hier oder vorher können chemische oder biochemische Reaktionen, die für den
analytischen Vorgang, z.B. ein biochemisches Assay, notwendig sind, stattfinden. Optional
sind Befüllungsöffnungen, Befüllungskanäle und Hohlräume für flüssige und/oder feste
Reagenzien mehrfach in der Abdeckung vorhanden.
[0031] Die Bereitstellung von baugleichen Sensoren mit verschiedenen Reagenzien im Einwegelement
ermöglicht die kosteneffektive Bestimmung verschiedener Zielsubstanzen, wie sie vor
allem in der biochemischen Analytik mit ihrer großen Zahl von molekularen Alternativen
und Affinitätsbindungen gefordert ist.
[0032] Die Hohlräume können typischer Weise z.B. Volumina zwischen 1-100µl haben, während
die Befüllungskanäle in der Regel Durchmesser zwischen 0,1 - 0,5mm haben. Probenvolumina
und Flüssigkeitsportionen sind auf diese Dimensionen bezogen typischerweise 1 - 500µl
groß. Die übrigen Dimensionen entsprechen den Werten, die für die oben beschriebene
Kombination von Sensor und lösbarer Abdeckung angegeben sind.
[0033] Wenn die Vorratsreagenzien flüssig sind, können Gase zu ihrem Transport verwendet
werden. Alternativ kann eine elastische Membran in der Abdeckung über dem oder den
Hohlräumen angebracht sein, die für einen hydraulischen Transport von in den Vorratsnischen
gelagerten Flüssigkeiten verwendet werden kann. Wenn die Vorratsreagenzien fest sind,
können sie beim Befüllen der Kanäle aufgelöst werden. Vor allem für derartige Fälle
ist die erwähnte alternative grundlegende Ausgestaltung mit Flüssigkeits-Ableitung
für den Hohlraum über einer/mehreren/allen Elektroden bzw. Teilbereichen dieser Elektroden
, aber ggf. auch anderen, zusätzlichen Hohlräumen bzw. Kanälen günstig, um so in einfacher
Weise Reaktions-, Spül- und Messschritte vornehmen zu können.
[0034] Wird ein Sensor gemäß der alternativen Ausgestaltung der Erfindung eingesetzt, ist
das einzig zwingend erforderliche zusätzliche Element für die gesamte Detektionseinheit
im obigen Sinne ein elektrisches Kontaktelement pro Ableitfläche des Sensors, das
mechanisch auf diese aufgesetzt werden kann. Die Flüssigkeitszu- und Abführung muss
nicht im selben Element untergebracht sein, das diese(s) Kontaktelement(e) hält. Es
ist aber möglich, einen Träger hierfür vorzusehen, der außerdem die entsprechende
Anzahl von Durchflusskanälen aufweist, die für die Versorgung des bzw. der die Messzelle(n)
bildenden Hohlraums/Hohlräume notwendig sind. Diese Durchflusskanäle sind in bevorzugter
Weise mit Dichtungselementen versehen, um z.B. beim Zusammendrücken der genannten
Teile eine lösbare, aber dichte Verbindung zwischen Durchflusskanal und Befüllungsöffnung
zu gewährleisten. Alternativ können sie beispielsweise als Schlauch ausgestaltet sein,
der auf die Befüllungsöffnung der Abdeckung aufgesteckt werden kann oder umgekehrt.
[0035] Auch bei dieser Ausgestaltung der Erfindung können die oben angeführten optionalen
Ausführungen realisiert sein, z.B. eine oder mehrere Halterungen für die elektrischen
Kontaktelemente und/oder den/die Durchflusskanäle, das Vorsehen einer Klapp-, Hebel-
oder Klickvorrichtung oder dergleichen.
[0036] Die beigefügten Figuren zeigen beispielhafte Ausgestaltungen der Erfindung, wobei
Fig. 1: den Schnitt durch ein Sensor-Array mit mechanischem Element zur Herstellung lösbarer
elektrischer Kontakte in Kombination mit einer lösbaren Abdeckung zur Befüllung mit
Flüssigkeiten zeigt,
Fig. 2: die Draufsicht auf ein Sensor-Array auf einem Trägerelement und ein zugehöriges
mechanisches Element zur gleichzeitigen Herstellung elektrischer Kontakte neben einer
Abdeckung zur Befüllung mit Flüssigkeiten zeigt, und
Fig. 3: den Schnitt durch ein Sensor-Array mit einer fest fixierten Abdeckung und ein zugehöriges
mechanisches Element zur gleichzeitigen Herstellung elektrischer Kontakte neben der
Befüllung mit Flüssigkeiten zeigt.
[0037] Mit der erfindungsgemäßen Kombination aus Sensor und Abdeckung lässt sich ein System
schaffen, das insbesondere den raschen Austausch der vor allem in der biochemischen
Analytik als Einwegelemente benötigten elektrochemischen Sensor-Arrays ermöglicht.
Durch Herstellung lösbarer elektrischer Verbindungen direkt auf dem Sensorelement
selbst können bisher notwendige fest installierte elektrische Verbindungen zwischen
dem Sensorelement und dem Träger, wie man es von Si-Chips auf Leiterkarten oder anderen
Leiterbahnen, z.B. in Form von Bondverbindungen, kennt, entfallen und damit erheblicher
technologischer Aufwand eingespart werden, wobei gleichzeitig auch die Realisierung
der Zu- und Ableitung zu bzw. von den Elektroden extrem einfach gestaltet ist. Erfindungsgemäß
lässt sich ein Sensorelement in einfacher Dünnfilm- Chiptechnik realisieren, was außer
den besonders geeigneten Si-Chips auch die Verwendung einfacher und kostengünstiger
Materialien (z.B. Glas, Keramik, Kunststoff, Papier, Pappe, Leiterkarten, flexible
Gewebe enthaltende Träger u.a.) anstelle bisher benutzter aufwendiger Leiterkarten
oder Leiterbahnen auf sogenanntem Flextape oder Scheckkarten-Technologie ermöglicht.
[0038] Das Problem aller elektrochemischen Sensorelemente ist, einen Flüssigkeitstransport
für die Probenzufuhr gleichzeitig in engster Nachbarschaft zu elektrischen Kontakten
und auf einem vergleichsweise kleinen Si-Chip realisieren zu müssen. Eine Lösung beider
Probleme wird erfindungsgemäß durch abgedichtete Abdeckungen über aktiven Teilen des
Sensorarrays in Kombination mit einer reversiblen elektrischen Kontaktierung direkt
auf der Sensorfläche selbst bewirkt.
[0039] Bei der Erfindung wird mit Hilfe der Abdeckung ein Hohlraum über den elektrochemischen
aktiven Chipelementen, den elektrochemische Sensoren, realisiert, der als Messzelle
dient. Mittels Abdichtung an geeigneter Stelle wird die Flüssigkeits-und Probenzufuhr
nur auf die sensorischen Elemente begrenzt, während die zum Zweck der Kontaktierung
offenen elektrischen Kontaktflächen des Chips geschützt sind. Dies wird entweder durch
die mit einer Abdichtung versehene Abdeckung selbst oder eine dichtende Klebung der
Abdeckung und ein mit Abdichtungen versehenes zusätzliches Element zur Flüssigkeitszufuhr
ermöglicht. Durch Aussparungen in dieser Abdeckung wird eine direkte elektrische Kontaktierung
der elektrischen Ableitflächen auf dem Sensor-Array mittels mechanischer Elemente
ermöglicht.
[0040] Eine weitere vorteilhafte Anwendungsmöglichkeit der Erfindung ist die oben beschriebene
Ausbildung weiterer Hohlräume in der Abdeckung, die mittels Kanälen verbunden sind.
Dabei können die Hohlräume zur Aufnahme von festen und / oder flüssigen Reagenzien
benutzt werden. Über eine oder mehrere Öffnungen in der Abdeckung wird die Flüssigkeitszufuhr
genutzt, um Reagenzien aufzulösen und in der Abdeckung zum elektrochemischen Sensor-Array
zu transportieren und auf diese Weise chemische oder biochemische Reaktionen zu steuern.
Die Öffnungen können auch mit einem Septum bedeckt sein, das mit einer Hohlnadel zum
Einbringen von Flüssigkeiten und Proben durchstochen wird.
[0041] Eine andere vorteilhafte Anwendungsmöglichkeit der Erfindung ist die Nutzung der
Abdeckung zum pneumatischen Transport von Flüssigkeiten. Dazu werden bevorratete Flüssigkeiten
und/oder Reagenzien in der Abdeckung durch Einbringen von Gasen in die Einfüllöffnung
im Hohlraum- und Kanalsystem der Abdeckung transportiert.
[0042] Eine weitere vorteilhafte Anwendungsmöglichkeit der Erfindung ist die Nutzung der
Abdeckung zum hydraulischen Transport von Flüssigkeiten. Dazu wird ein größerer Hohlraum
in der verschlossenen Abdeckung mit einer elastischen Membran bedeckt. Durch mechanischen
Druck von außen auf diese Membran werden in diesem Hohlraum bevorratete Flüssigkeiten
und/oder Reagenzien über entsprechende Kanäle bzw. Hohlräume in der Abdeckung transportiert.
Dabei werden ggf. Öffnungen durch die Abdeckung zum Druckausgleich im fluidischen
System angebracht. In den Ausgestaltungen mit Abdeckungen können verbrauchte und nicht
weiter benötigte Flüssigkeiten, z.B. nach Wasch- und Rektionsschritten im Durchfluss
wieder entnommen oder in der Abdeckung selbst aufbewahrt werden. Dazu können in der
Abdeckung spezielle Hohlräume ausgebildet und über Kanäle befüllbar als Abfallreservoir
genutzt werden.
[0043] Durch die Erfindung wird das Problem reversibler elektrischer Kontaktierung ohne
Bondung gelöst. Mittels verschiedener Arten von Nadel- oder Federkontakten, wie sie
üblicherweise für Prüfzwecke in der Halbleitetechnologie verwendet werden, werden
die Ableitflächen auf dem Chip direkt und reversibel kontaktiert. Die Lage und Größe
dieser Ableitflächen auf dem Chip und ihr Abstand zur Abdeckung mit den Flüssigkeiten
kann durch das Chipdesign angepasst werden. Die Kontakte werden den Arrays entsprechend
einzeln oder in Gruppen verwendet und sind isoliert mechanisch miteinander verbunden.
[0044] Die erfindungsgemäße Kombination von fluidischer und elektrischer Chip-Ankopplung
erlaubt einen einfachen Wechsel von elektrochemischen Sensor-Arrays und macht ihre
Nutzung als Einwegsensoren, auch Disposibles genannt, möglich.
[0045] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der beigefügten Figuren.
[0046] In Fig. 1 ist ein Sensor-Array mit mechanischem Element zur Herstellung lösbarer
elektrischer Verbindungen und einer lösbaren Abdeckung zur Befüllung mit Flüssigkeiten
schematisch im Schnitt dargestellt. Das Sensor-Array besteht aus dem eigentlichen
planaren Sensorchip 1 in Si- oder Glastechnologie mit Dünnfilmelektroden 2 als elektrochemischen
Sensoren auf der Oberfläche sowie metallischen Ableitflächen 3 ebenfalls in Dünschichttechnologie,
wobei 2 und 3 durch eine elektrisch leitende Verbindung 4 miteinander in Kontakt stehen.
[0047] Mit 5 ist ein mechanisch bewegliches, elektrisches Kontaktelement zur Herstellung
lösbarer elektrischer Verbindungen bezeichnet. Wesentlich ist erfindungsgemäß die
Kombination dieser lösbaren elektrischen Kontakte auf dem Chip selbst mit einer gleichzeitigen
Ankopplung von fluidischen Elementen. Die fluidische Ankopplung zu den als sensorische
Elemente wirkenden Elektroden 2 wird in dieser Ausführung durch die Abdeckung 6 erreicht,
die über einen Befüllungskanal 7 mit einem Hohlraum 8 über verbunden ist.
[0048] Der Schutz der elektrischen Kontakte vor Flüssigkeit wird durch Anpressen des Dichtungselementes
9 an den Chip realisiert. Das Dichtungselement 9 kann z.B. ein O-Ring oder eine Dichtungsfolie
sein.
[0049] Das mechanische elektrische Kontaktelementes 5 wird mit dem fluidischen Element,
bestehend aus den Teilen 6 - 9, mechanisch durch einen Träger 11 miteinander verbunden.
11 kann Teil einer einfachen Klapp- oder Hebel- oder Klickvorrichtung sein. Durch
die Kopplung elektrischer und fluidischer Kontaktierung und die einfache Lösbarkeit
vom Sensor-Array ist eine handhabungsfreundliche Auswechslung des Einwegchips zu realisieren.
Die kosteneffektive erfindungsgemäße Anwendungslösung benötigt als Einwegteil nun
nur noch einen billigen Träger, z.B. einen Polymerträger mit einem aufgeklebten Si-Chip.
Die bisher benötigten teuren Leiterplatten und aufwendigen Bondprozesse zur elektrischen
Chipkontaktierung können entfallen. Dies ist besonders von Vorteil für die Si-Chips
in billiger Dünnfilmtechnologie, wo selbst eine Vergrößerung der benötigten Chipfläche
zur Anpassung an die vorgeschlagene Lösung nur einen Bruchteil der eingesparten Material-
und Montagekosten ausmacht.
[0050] In Fig. 2 ist die Draufsicht auf das Sensor-Array 1 in Si- oder Glastechnologie mit
mehreren Dünnfilmelektroden 2, mit mehreren metallischen Ableitflächen 3 und den zugehörigen
elektrisch leitenden Verbindungen 4 auf einem Chip-Träger 10 dargestellt. Der Chip-Träger
10 ist vorteilhaft aus Polymeren, organischen Kuststoffen, Glas oder auch Pappe gefertigt,
ohne dass besondere Strukturen oder Vorkehrungen nötig sind. Die der Anordnung der
Ableitflächen entsprechenden mechanischen Kontaktelemente 5 dienen in diesem Fall
der Herstellung und Lösung mehrerer paralleler elektrischer Verbindungen. Sie sind
im Träger 11, der aus z.B. Polymer oder Metall bestehen kann, isoliert voneinander
befestigt. Unter dem Träger 11 ist die Abdeckung 6 montiert, die eine Aussparung 8
zur Bildung des Hohlraums aufweist. Der entstehende Hohlraum 8 wird mit der Dichtung
9, die wiederum im einfachsten Fall ein O-Ring ist, auf dem Sensor-Array 1 angepresst
und somit abgedichtet. Die Flüssigkeitszufuhr zum Hohlraum 8 erfolgt über den Befüllungskanal
7a. Mit Hilfe des Befüllungskanal 7b kann die Flüssigkeit wieder entnommen und dadurch
die Funktion einer konventionellen Durchflußzelle realisiert werden.
[0051] Die Hohlräume haben typische Volumina zwischen 1-100µl, während die Befüllungskanäle,
z.B. als Stahlröhrchen ausgeführt und im Träger 11 befestigt, in der Regel Durchmesser
zwischen 0,1 - 1 mm haben. Probenvolumina und Flüssigkeitsportionen sind auf diese
Dimensionen bezogen typischerweise 1 - 500µl groß.
[0052] Eine andere Ausgestaltung ist in Fig. 3 als Schnitt dargestellt. Ein Sensor-Array
1 , das wie in Fig. 1 und 2 ausgeführt ist, wird auf dem Chip-Träger 10 z.B. mittels
Klebung befestigt. Zusätzlich wird die Abdeckung 6 mittels Klebung 15 ebenfalls fest
auf dem Chip-Träger 10 fixiert. Hier wird die Befüllung des Hohlraums 8 über den Elektroden
2 mit Flüssigkeiten über eine Befüllungsöffnung 12 und einen Befüllungskanal 13 und
realisiert. Auf dem Verlauf des Befüllungskanals 12 ist ein Hohlraum 14 angeordnet,
der feste oder flüssige Reagenzien enthält. Die festen Reagenzien werden beim Befüllungsvorgang
aufgelöst und in den Hohlraum über den Elektroden transportiert. Hier oder vorher
können chemische oder biochemische Reaktionen, die für den analytischen Vorgang, z.B.
ein biochemisches Assay, notwendig sind, stattfinden. Optional sind Befüllungsöffnungen
12, Befüllungskanäle 13 und Hohlräume mit festen Reagenzien 14 mehrfach in der Abdeckung
vorhanden. Zur Befüllung und Herstellung einer lösbaren fluidischen Ankopplung ist
das Befüllungselement 16 vorgesehen, das mittels Abdichtungen 17 auf die Befüllungsöffnungen
12 angepresst wird. 16 kann ein Schlauch oder ein metallisches Röhrchen sein.
[0053] Die Herstellung lösbarer elektrischer Verbindungen wird mit analogen mechanischen
Elementen 5 erreicht, die den in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Elementen vergleichbar
sind. Wesentlich bei dieser Ausführung ist, dass in der Abdeckung 6 Öffnungen ausgespart
bleiben, die den ungehinderten Zugang der mechanischen Elemente 5 zu den metallischen
Ableitflächen 3 auf dem Sensor-Array 1 ermöglichen.
[0054] Die Hohlräume haben typische Volumina zwischen 1-100µl, während die Befüllungskanäle
in der Regel Durchmesser zwischen 0,1 - 0,5mm haben. Probenvolumina und Flüssigkeitsportionen
sind auf diese Dimensionen bezogen typischerweise 1 - 500µl groß. Die übrigen Materialien
und Dimensionen entsprechen den Werten, die für Fig. 1 und 2 genannt sind.
[0055] Auch bei dieser Ausbildung wird die gleichzeitige und kombinierte Ankopplung von
Befüllungselementen und die Herstellung lösbarer elektrischer Verbindungen erfindungsgemäß
dadurch realisiert, dass das Befüllungselement 16 und das Kontaktelement 5 zur Herstellung
lösbarer elektrischer Verbindungen mechanisch fest miteinander verbunden werden. Dazu
wird der Träger 11 z.B. als klappenförmiger Deckel oder hebelartige Vorrichtung ausgestaltet.
[0056] Es ist somit eine Einrichtung geschaffen, die die kosteneffektive Ausgestaltung und
die einfache Handhabung elektrochemischer Sensor-Arrays als Einmalartikel in der chemischen
und der biochemischen Analytik ermöglicht. Dadurch ist insbesondere die dezentrale
Anwendung dieser Sensoren und ihr Einsatz in der vor Ort Analytik auch durch wenig
ausgebildetes Bedienpersonal möglich.
1. Detektionseinheit für die Detektion von Inhaltsstoffen von Flüssigkeiten mit einem
Sensor, umfassend
- ein Trägerelement(10),
- ein in Siliziumtechnologie gefertigtes Sensorelement (1) auf dem Trägerelement (10),
- ein Sensorarray, das auf der Oberfläche des Sensorelements angeordnet ist und eine
oder mehrere Elektroden (2) umfasst, die jeweils in elektrischem Kontakt (4) mit zugehörigen,
ebenfalls auf der Oberfläche des Sensorelements (1) befindlichen Ableitflächen (3)
stehen, aber im übrigen mit dem Trägerelement (10) elektrisch nicht in Verbindung
stehen, wobei
die Elektroden (2) und die Ableitflächen (3) in die Sensorelement-Oberfläche eingelegt
oder als dünne Metallschicht darauf abgeschieden sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Detektionseinheit weiterhin eine Abdeckung umfasst, wobei der Sensor und die
Abdeckung zusammen einen Hohlraum (8) über demjenigen Teil des Sensorelements bilden,
auf dem sich die Fläche oder zumindest eine Teilfläche einer oder mehrerer der genannten
Elektroden, aber keine Ableitfläche befindet, wobei die Abdeckung einen Flüssigkeitskanal
zur Zuführung oder Absaugung von Flüssigkeit in den von Sensor und Abdeckung gemeinsam
gebildeten Hohlraum aufweist.
2. Detektionseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Kontakte (4) zwischen den Elektroden (2) und den Ableitflächen (3)
in derselben horizontalen Ebene wie diese auf der Oberfläche des Sensorelements (1)
realisiert sind.
3. Detektionseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auch die elektrischen Kontakte (4) zwischen Elektroden (2) und Ableitflächen (3)
in die Sensorelement-Oberfläche eingelegt bzw. als dünne Metallschicht darauf abgeschieden
sind, derart, dass alle genannten Strukturen (2, 3, 4) gemeinsam oder in Folge und
integral hergestellt sind.
4. Detektionseinheit nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Kontakte (4) zwischen den Elektroden (2) und den Ableitflächen (3)
durch ein isolierendes Material zur Oberfläche des Sensorelements (1) hin abgedeckt
sind.
5. Detektionseinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierung als dünne Schicht auf den elektrischen Kontakten (4) realisiert ist.
6. Detektionseinheit nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das isolierende Material zur Oberfläche des Sensorelements (1) hin ein anorganisches
Oxid wie SiO2 oder ein Nitrid oder ein Oxynitrid wie Silizium-oxynitrid ist oder dass es ein organisches
oder anorganisch-organisches Kunststoffmaterial ist.
7. Detektionseinheit nach Anspruch 1, wobei die elektrischen Kontakte (4) als integrierte
Schaltungen im Sensorelement eingebettet sind.
8. Detektionseinheit nach einem der voranstehenden Ansprüche, worin die Abdeckung als
ein mit dem Sensor fest verbundenes Abdeckungselement (6) ausgestaltet ist, das mindestens
eine Befüllungsöffnung (12) aufweist.
9. Detektionseinheit nach Anspruch 8, wobei der Hohlraum (8) durch Dichtungselemente
(15) gegen die anderen Teile des Sensors abgedichtet ist.
10. Detektionseinheit nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckungselement (6) auf dem Trägerelement (10) und/oder auf dem Sensorelement
(1) befestigt ist, insbesondere durch Klebeverbindungen, und im Bereich der Ableitflächen
(3) eine Aussparung aufweist, so dass die Ableitflächen (3) offen liegen.
11. Detektionseinheit nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass jede Befüllungsöffnung (12) über einen Flüssigkeitskanal (13) mit dem Hohlraum (8)
in Verbindung steht, wobei der oder ein oder jeder Flüssigkeitskanal (13) optional
mit einer oder mehreren Vorratsnischen (14) zur Aufnahme von Vorratsreagenzien ausgestattet
ist.
12. Detektionseinheit nach einem der Ansprüche 8 bis 11, worin das Abdeckungselement mindestens
einen Zuflusskanal (12, 13) und mindestens einen Abflusskanal aufweist.
13. Detektionseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7, worin die Abdeckung als lösbare
Abdeckung ausgestaltet ist, die mindestens einen Flüssigkeitskanal (7) für die Zuleitung
sowie mindestens ein Kontaktelement (5) aufweist wobei jedes der Kontaktelemente (5)
so angeordnet ist, dass es beim Verbinden von Sensor und Abdeckung in Kontakt mit
einer entsprechenden Ableitfläche kommt.
14. Detektionseinheit nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktelemente (5) Nadelkontakte oder Federkontakte sind oder dass die Kontaktelemente
(5) als starre Kontakte ausgebildet sind.
15. Detektionseinheit nach Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung mindestens einen Zufluss- und mindestens einen Abflusskanal (7a, 7b)
aufweist.
16. Detektionseinheit nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass sich entweder auf dem Sensor und/oder an der Abdeckung mindestens ein Dichtungselement
(9) befindet, das, ggf. zusammen mit weiteren Dichtungselementen, eine flüssigkeitsdichte
Abdichtung des Hohlraums gewährleisten kann.
17. Detektionseinheit nach Anspruch 16, worin das Dichtungselement ein O-Ring oder eine
Dichtungsfolie ist.
18. Detektionseinheit nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung einen Träger umfasst, durch den der oder die Flüssigkeitskanäle (7,
7a, 7b) hindurch treten und der die übrigen genannten Komponenten hält.
19. Detektionseinheit nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung eine Klapp-, Hebel- oder Klickvorrichtung umfasst, mit der sie mit
dem Sensor verbunden und von ihm getrennt werden kann.
20. Detektionseinheit nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Klapp-, Hebel- oder Klickvorrichtung mit dem Träger (11) verbunden ist.
21. Detektionseinheit nach einem der Ansprüche 18 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger der Abdeckung eine Aussparung (8) aufweist, die Teil des Hohlraums (8)
ist.
22. Detektionseinheit nach einem der Ansprüche 13 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung mindestens ein Abdeckungselement (6) umfasst, durch das der oder die
Flüssigkeitskanäle (7, 7a, 7b) hindurch treten und das zum Sensor hin eine Aussparung
(8) aufweist, wobei die Kontaktelemente (5) beabstandet vom Abdeckungselement (6)
angeordnet sind.
23. Detektionseinheit nach einem der Ansprüche 13 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Flüssigkeitskanäle (7, 7a, 7b) durch ein Septum verschlossen sind, das
mit einer Hohlnadel durchstochen werden kann.
24. Detektionseinheit nach einem der Ansprüche 8 bis 11 sowie
- mindestens ein Kontaktelement (5), wobei jedes der Kontaktelemente (5) so angeordnet
ist, dass es in Kontakt mit einer entsprechenden Ableitfläche (3) des Sensors kommen
kann.
25. Detektionseinheit nach Anspruch 24, worin die Kontaktelemente (5) an einem Träger
(18) befestigt sind, der weiterhin mindestens einen Durchflusskanal (16) aufweist,
derart, dass beim Verbinden von Sensor und Träger (18) jedes der Kontaktelemente (5)
in Kontakt mit einer entsprechenden Ableitfläche kommen kann und jeder Durchflusskanal
(16) mit einem Flüssigkeitskanal (12, 13) kommuniziert.
26. Detektionseinheit nach Anspruch 25, worin jeder Durchflusskanal (16) an seinem unteren
Ende mindestens ein Dichtungselement (17) für ein lösbares, dichtendes Verbinden von
Durchflusskanal (16) und Flüssigkeitskanal (12, 13) aufweist.
27. Detektionseinheit nach einem der Ansprüche 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (18) eine Klapp-, Hebel- oder Klickvorrichtung umfasst, mit der er mit
dem Sensor verbunden und von ihm getrennt werden kann.
28. Detektionseinheit nach einem der Ansprüche 25 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Durchflusskanäle (16) mit einem Septum verschlossen ist, das mit einer
Hohlnadel durchstochen werden kann.
29. Detektionseinheit nach einem der Ansprüche 24 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktelemente (5) Nadelkontakte oder Federkontakte sind oder dass die Kontaktelemente
(5) als starre Kontakte ausgebildet sind.
1. Detection unit for the detection of liquid ingredients having a sensor, comprising:
- a carrier element (10)
- a sensor element (1), prepared in silicon technology, on the carrier element (10),
- a sensor array which is disposed on the sensor element's surface and comprises one
or more electrodes (2), each of the electrodes being in electrical contact with associated
deflection surfaces (3), which are also situated on the surface of the sensor element
(1) but are otherwise not in electrical connection with the carrier element (10),
wherein
the electrodes (2) and the deflection surfaces (3) are laid into the sensor element's
surface or are deposited on top thereof as a thin metallic layer,
characterized in that the detection unit further comprises a cover, wherein the sensor and the cover together
form a hollow space (8) above that part of the sensor element where there is the surface
or a part of a surface of one or more of the said electrodes exposed, wherein the
cover has at least one fluid channel for feeding or withdrawing liquid into the hollow
space commonly formed by the sensor and the cover.
2. Detection unit according to claim 1, characterized in that the electrical contacts (4) are realized between the electrodes (2) and the deflection
surfaces (3) in the same horizontal level as those on the surface of the sensor element
(1).
3. Detection unit according to claim 1, characterized in that also the electrical contacts (4) between electrodes (2) and deflection surfaces (3)
are laid into the sensor element's surface or are deposited ontop thereof as a thin
metallic layer, respectively, such that all of the said structures (2, 3, 4) are manufactured
together or consecutively and integrally.
4. Detection unit according to any of the preceding claims, characterized in that the electrical contacts (4) between the electrodes (2) and the deflection surfaces
(3) are covered in the direction to the surface of the sensor element (1) by an insulating
material.
5. Detection unit according to claim 4, characterized in that the insulation is present as a thin layer on the electrical contacts (4).
6. Detection unit according to claim 4 or 5, characterized in that the insulating material in the direction to the surface of the sensor element (1)
is an inorganic oxide, e.g., SiO2, or a nitride, or an oxynitride, e.g. silicon-oxynitride, or it is an organic or
inorganic-organic plastic material.
7. Detection unit according to claim 1, wherein the electrical contacts (4) are embedded
as integrated circuits in the sensor element.
8. Detection unit according to any of the preceding claims, wherein the cover has the
form of a covering element (6) firmly attached to the sensor, comprising at least
one filling aperture (12).
9. Detection unit according to claim 8, wherein the hollow space (8) is sealed from other
parts of the sensor through sealing elements (15).
10. Detection unit according to claim 8 or 9, characterized in that the covering element (6) is fastened to the carrier element (10) and/or to the sensor
element (1), especially by adhesive joints, and includes a recess in the area of the
deflection surfaces (3), such that the deflection surfaces (3) are exposed.
11. Detection unit according to any of claims 8 to 10, characterized in that each of the filling apertures (12) is connected to the hollow space (8) via a fluid
channel (13), while the or one or each of the fluid channels (13) is optionally equipped
with one or more supply niches (14) for the incorporation of storage reagents.
12. Detection unit according to any of claims 8 to 11, wherein the covering element has
at least one feeding channel (12, 13) and at least one draining channel.
13. Detection unit according to any of claims 1 to 7, wherein the cover is provided as
a detachable cover which has at least one fluid channel (7) for feeding purposes and
at least one contact element (5), wherein each of the contact elements (5) is situated
such that it contacts a corresponding deflection surface upon connection of the sensor
and the cover.
14. Detection unit according to claim 12, characterized in that the contact elements (5) are pin contacts or spring contacts, or in that the contact elements (5) are provided as rigid contacts.
15. Detection unit according to claim 13 or 14, characterized in that the cover has at least one feeding channel and at least one discharge channel (7a,
7b).
16. Detection unit according to any of claims 13 to 15, characterized in that a sealing element (9) is present either on the sensor and/or on the cover, the sealing
element ensuring a liquid-tight sealing of the hollow space, optionally together with
other sealing elements.
17. Detection unit according to claim 16, wherein the sealing element is an O-ring or
a sealing film.
18. Detection unit according to any of claims 13 to 17, characterized in that the cover comprises a carrier through which the fluid channel(s) (7, 7a, 7b) pass
and which carries the remaining of the said components.
19. Detection unit according to any of claims 13 to 18, characterized in that the cover comprises a hinge device, a lever device or a clicking device, by which
it can be connected to the sensor and be separated therefrom.
20. Detection unit according to claim 19, characterized in that the hinge device, lever device or clicking device is connected to the carrier (11).
21. Detection unit according to any of claims 18 or 20, characterized in that the carrier of the cover includes a recess (8) which is part of the hollow space
(8).
22. Detection unit according to any of claims 13 to 20, characterized in that the cover comprises at least one covering element (6), through which the fluid channel(s)
(7, 7a, 7b) pass and which includes a recess (8) in the direction to the sensor, wherein
the contact elements (5) are spaced apart from the covering element (6).
23. Detection unit according to any of claims 13 to 21, characterized in that the fluid channel(s) (7, 7a, 7b) are sealed by a septum which can be punctured with
a hollow needle.
24. Detection unit according to any of claims 8 to 11 and
- at least one contact element (5), wherein each of the contact elements (5) is arranged
in such a manner that it may contact a corresponding deflection surface (3) of the
sensor.
25. Detection unit according to claim 24, wherein the contact elements (5) are fastened
to a carrier (18) which further includes at least one flow channel (16), such that
upon connecting the sensor and the carrier (18) each of the contact elements (5) may
contact a corresponding deflection surface and each flow channel (16) communicates
with a fluid channel (12, 13).
26. Detection unit according to claim 25, wherein each flow channel (16) includes at its
lower end at least one sealing element (17) for a detachable sealing connection between
the flow channel (16) and the fluid channel (12, 13).
27. Detection unit according to any of claims 25 or 26, characterized in that the carrier (18) comprises a hinge device, a lever device or a clicking device, by
which it can be connected to the sensor and can be separated therefrom.
28. Detection unit according to any of claims 25 to 27, characterized in that each of the flow channels (16) is sealed with a septum which can be punctured with
a hollow needle.
29. Detection unit according to any of claims 24 to 28, characterized in that the contact elements (5) are pin contacts or spring contacts or in that the contact elements (5) are provided as rigid (fixed) contacts.
1. Unité de détection pour la détection de matières contenues dans des liquides avec
un capteur, comprenant
- un élément de support (10),
- un élément de capteur (1) fabriqué par la technologie du silicium, sur l'élément
de support (10),
- un réseau de capteurs, qui est disposé sur la surface de l'élément de capteur et
qui comprend une ou plusieurs électrodes (2), qui sont en contact électrique (4) respectivement
avec des faces de décharge correspondantes (3) se trouvant également sur la surface
de l'élément de capteur (1) mais qui pour le reste ne sont pas en liaison électrique
avec l'élément de support (10),
dans laquelle les électrodes (2) et les faces de décharge (3) sont insérées dans la
surface de l'élément de capteur ou sont déposées sur celle-ci sous la forme d'une
mince couche métallique,
caractérisée en ce que l'unité de détection comprend en outre un couvercle, dans laquelle le capteur et
le couvercle forment ensemble une cavité (8) au-dessus de la partie de l'élément de
capteur sur laquelle se trouve la face ou au moins une face partielle d'une ou de
plusieurs desdites électrodes, mais aucune face de décharge, dans laquelle le couvercle
présente un canal de liquide pour l'arrivée ou l'aspiration de liquide dans la cavité
formée ensemble par le capteur et le couvercle.
2. Unité de détection selon la revendication 1, caractérisée en ce que les contacts électriques (4) entre les électrodes (2) et les faces de décharge (3)
sont réalisés dans le même plan horizontal que celui de la surface de l'élément de
capteur (1).
3. Unité de détection selon la revendication 1, caractérisée en ce que les contacts électriques (4) entre des électrodes (2) et des faces de décharge (3)
sont également insérés dans la surface de l'élément de capteur ou sont déposés sur
celle-ci sous la forme d'une mince couche métallique, de telle manière que toutes
les structures mentionnées (2, 3, 4) soient réalisées ensemble ou en séquence et de
manière intégrale.
4. Unité de détection selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les contacts électriques (4) entre les électrodes (2) et les faces de décharge (3)
sont recouverts par un matériau isolant vers la surface de l'élément de capteur (1).
5. Unité de détection selon la revendication 4, caractérisée en ce que l'isolation est réalisée sous la forme d'une mince couche sur les contacts électriques
(4).
6. Unité de détection selon la revendication 4 ou 5, caractérisée en ce que le matériau isolant vers la surface de l'élément de capteur (1) est un oxyde minéral
tel que SiO2 ou un nitrure ou un oxynitrure comme l'oxynitrure de silicium ou en ce qu'il est un matériau synthétique organique ou minéral-organique.
7. Unité de détection selon la revendication 1, dans laquelle les contacts électriques
(4) sont noyés dans l'élément de capteur sous la forme de circuits intégrés.
8. Unité de détection selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle
le couvercle est conçu comme un élément de recouvrement (6) relié de façon fixe au
capteur, qui présente au moins une ouverture de remplissage (12).
9. Unité de détection selon la revendication 8, dans laquelle la cavité (8) est isolée
de façon étanche par rapport aux autres parties du capteur au moyen d'éléments d'étanchéité
(15).
10. Unité de détection selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que l'élément de recouvrement (6) est fixé sur l'élément de support (10) et/ou sur l'élément
de capteur (1), en particulier par des liaisons collées, et présente une découpe dans
la région des faces de décharge (3) de telle manière que les faces de décharge (3)
soient ouvertes.
11. Unité de détection selon l'une quelconque des revendications 8 à 10, caractérisée en ce que chaque ouverture de remplissage (12) est en liaison avec la cavité (8) par un canal
de liquide (13), dans laquelle le ou un ou chaque canal de liquide (13) est en option
doté d'une ou de plusieurs niches de réserve (14) destinées à contenir des réactifs
de réserve.
12. Unité de détection selon l'une quelconque des revendications 8 à 11, dans laquelle
l'élément de recouvrement présente au moins un canal d'arrivée (12, 13) et au moins
un canal d'évacuation.
13. Unité de détection selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, dans laquelle
le couvercle est conçu sous la forme d'un couvercle amovible, qui présente au moins
un canal de liquide (7) pour l'arrivée et au moins un élément de contact (5), dans
laquelle chacun des éléments de contact (5) est disposé de telle manière qu'il vienne
en contact avec une face de décharge correspondante lors de la liaison du capteur
et du couvercle.
14. Unité de détection selon la revendication 12, caractérisée en ce que les éléments de contact (5) sont des contacts à aiguille ou des contacts à ressort,
ou en ce que les éléments de contact (5) sont réalisés sous la forme de contacts rigides.
15. Unité de détection selon la revendication 13 ou 14, caractérisée en ce que le couvercle présente au moins un canal d'arrivée et au moins un canal d'évacuation
(7a, 7b).
16. Unité de détection selon l'une quelconque des revendications 13 à 15, caractérisée en ce qu'il se trouve sur le capteur et/ou sur le couvercle au moins un élément d'étanchéité
(9), qui peut garantir, éventuellement avec d'autres éléments d'étanchéité, une isolation
étanche au liquide de la cavité.
17. Unité de détection selon la revendication 16, dans laquelle l'élément d'étanchéité
est un joint torique ou un film d'étanchéité.
18. Unité de détection selon l'une quelconque des revendications 13 à 17, caractérisée en ce que le couvercle comprend un support, à travers lequel passent le ou les canaux de liquide
(7, 7a, 7b) et maintient les autres composants mentionnés.
19. Unité de détection selon l'une quelconque des revendications 13 à 18, caractérisée en ce que le couvercle comporte un dispositif à clapet, à levier ou à déclic, avec lequel il
peut être relié au capteur et avec lequel il peut être séparé de celui-ci.
20. Unité de détection selon la revendication 19, caractérisée en ce que le dispositif à clapet, à levier ou à déclic est relié au support (11).
21. Unité de détection selon l'une des revendications 18 ou 20, caractérisée en ce que le support du couvercle présente une découpe (8) qui fait partie de la cavité (8).
22. Unité de détection selon l'une quelconque des revendications 13 à 20, caractérisée en ce que le couvercle comporte au moins un élément de recouvrement (6), à travers lequel passent
le ou les canaux de liquide (7, 7a, 7b) et qui présente une découpe (8) vers le capteur,
dans laquelle les éléments de contact (5) sont disposés à distance de l'élément de
recouvrement (6).
23. Unité de détection selon l'une quelconque des revendications 13 à 21, caractérisée en ce que le ou les canaux de liquide (7, 7a, 7b) sont fermés par un septum, qui peut être
percé avec une aiguille creuse.
24. Unité de détection selon l'une quelconque des revendications 8 à 11, qui comporte
au moins un élément de contact (5), dans laquelle chacun des éléments de contact (5)
est disposé de telle manière qu'il puisse venir en contact avec une face de décharge
correspondante (3) du capteur.
25. Unité de détection selon la revendication 24, dans laquelle les éléments de contact
(5) sont fixés à un support (18), qui présente en outre au moins un canal de passage
(16), de telle manière que, lors de la liaison du capteur et du support (18), chacun
des éléments de contact (5) puisse venir en contact avec une face de décharge correspondante
et que chaque canal de passage (16) communique avec un canal de liquide (12, 13).
26. Unité de détection selon la revendication 25, dans laquelle chaque canal de passage
(16) présente à son extrémité inférieure au moins un élément d'étanchéité (17) pour
une liaison étanche amovible du canal de passage (16) et du canal de liquide (12,
13).
27. Unité de détection selon l'une des revendications 25 ou 26, caractérisée en ce que le support (18) comporte un dispositif à clapet, à levier ou à déclic, avec lequel
il peut être relié au capteur et avec lequel il peut être séparé de celui-ci.
28. Unité de détection selon l'une quelconque des revendications 25 à 27, caractérisée en ce que chacun des canaux de passage (16) est fermé avec un septum, qui peut être percé avec
une aiguille creuse.
29. Unité de détection selon l'une quelconque des revendications 24 à 28, caractérisée en ce que les éléments de contact (5) sont des contacts à aiguille ou des contacts à ressort
ou en ce que les éléments de contact (5) sont réalisés sous la forme de contacts rigides.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente