[0001] Die vorliegende Patentanmeldung betrifft die Verwendung von schmutzablösevermögendem
Cellulosederivat zur Erhöhung der Wasseraufnahmefähigkeit von Textilien aus synthetischem
Material.
[0002] Bei der Entwicklung des vorliegenden Erfindungsgegenstands ging man von dem Befund
aus, daß Textilien, welche im feuchten Zustand angeschmutzt werden, oft deutlich besser
zu reinigen sind als solche, bei denen die Anschmutzung auf ein völlig trockenes Textil
trifft. Zur Erreichung eines verbesserten Waschergebnisses beim Waschen verschmutzter
Textilien ist folglich ein Textil erstrebenswert, welches zumindest an der Oberfläche
eine gewisse Feuchte aufwies, bevor es mit der Verschmutzung in Kontakt gekommen ist.
Während Textilien aus beispielsweise Baumwolle oder Wolle eine relativ hohe Wasseraufnahmefähigkeit
zeigen und sich daher bei diesen ein Zustand ausreichender Feuchte leicht einstellt,
sind Textilien aus synthetischem Material normalerweise nur zu äußerst geringen Wasseraufnahmen
befähigt. Um auch bei diesen unter Ausnutzung des genannten Effektes zu einer Verbesserung
des Waschergebnisses zu gelangen, muß folglich ihre Wasseraufnahmefähigkeit gesteigert
werden.
[0003] Aus der JP-A-59015573 ist der Einsatz von Hydroxypropylmethycellulose zur Behandlung
synthetischer Textilien bekannt. Die FR-A-14 19 645 offenbart, dass Polyamidgewebe,
das mit einer Mischung aus dem Reaktionsprodukt bestimmter Celluloseether mit Vernetzungsmittel
oder harzartige Präkondensationsprodukte behandelt wurde, ein verbessertes Wasserabsorptionsvermögen
besitzt.
[0004] Überraschenderweise wurde gefunden, daß die Wasseraufnahmefähigkeit von Textilien
aus synthetischem Material zunimmt, wenn man sie in Gegenwart bestimmter schmutzablösevermögender
Cellulosederivate wäscht.
[0005] Gegenstand der Erfindung ist daher die Verwendung von schmutzablösevermögendem Cellulosederivat,
das erhältlich ist durch Alkylierung und Hydroxyalkylierung von Cellulose, zur Erhöhung
der Wasseraufnahmefähigkeit von Textilien aus synthetischem Material.
[0006] bestimmter Celluloseether mit Vernetzungsmittel oder harzartige Präkondensationsprodukte
behandelt wurde, ein verbessertes Wasserabsorptionsvermögen besitzt.
[0007] Bevorzugte Cellulosederivate sind solche, die mit C
1- bis C
10-Gruppen, insbesondere C
1-bis C
3-Gruppen alkyliert sind und zusätzlich C
2- bis C
10-Hydroxyalkylgruppen, insbesondere C
2- bis C
3-Hydroxyalkylgruppen, tragen. Diese können in bekannter Weise durch Umsetzung von
Cellulose mit entsprechenden Alkylierungsmitteln, beispielsweise Alkylhalogeniden
oder Alkylsulfaten, und anschließende Umsetzung mit entsprechenden Alkylenoxiden,
wie beispielsweise Ethylenoxid und/oder Propylenoxid, erhalten werden. In einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung sind im Cellulosederivat gemittelt 0,5 bis 2,5, insbesondere
1 bis 2 Alkylgruppen und 0,02 bis 0,5, insbesondere 0,05 bis 0,3 Hydroxyalkylgruppen
pro Anhydroglykosemonomereinheit enthalten. Die mittlere Molmasse der erfindungsgemäß
eingesetzten Cellulosederivate liegt vorzugsweise im Bereich von 10 000 D bis 150
000 D, insbesondere von 40 000 D bis 120 000 D und besonders bevorzugt im Bereich
von 80 000 D bis 110 000 D. Die Bestimmung des Polymerisationsgrads beziehungsweise
des Molekulargewichts des schmutzablösevermögenden Cellulosederivats basiert auf der
Bestimmung der Grenzviskositätszahl an hinreichend verdünnten wäßrigen Lösungen mittels
einem Ubbelohde Kapillarviskosimeter (Kapillare 0c). Unter Verwendung einer Konstanten
[H. Staudinger und F. Reinecke, "Über Molekulargewichtsbestimmung an Celluloseethern",
Liebigs Annalen der Chemie 535, 47 (1938)] und eines Korrekturfaktors [F. Rodriguez
und L. A.Goettler, "The Flow of Moderately Concentrated Polymer Solutions in Water",
Transactions of the Society of Rheology VIII, 3 17 (1964)] läßt sich hieraus der Polymerisationsgrad
sowie unter Einbezug der Substitutionsgrade (DS und MS) das korrespondierende Molekulargewicht
berechnen.
[0008] Die erfindungsgemäße Verwendung erfolgt vorzugsweise im Rahmen eines Wasch- und/oder
Wäschenachbehandlungsschritts, bei dem das schmutzablösevermögende Cellulosederivat
zum Einsatz kommt. Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren zum
Erhöhen der Wasseraufnahmefähigkeit von Textilien aus synthetischem Material durch
Waschen und/oder Nachbehandeln des Textils in Gegenwart von schmutzablösevermögendem
Cellulosederivat, das erhältlich ist durch Alkylierung und Hydroxyalkylierung von
Cellulose.
[0009] Die erfindungsgemäß verwendeten Cellulosederivate sind wie geschildert auf einfachem
Wege herstellbar und ökologisch sowie toxikologisch unbedenklich. Sie führen zu einer
signifikant höheren Wasseraufnahmefähigkeit von Textilien aus synthetischem Material,
wenn diese mit ihnen behandelt werden, was zu einer Verbesserung des Reinigungsergebnisses,
insbesondere der Fettablösung, bei dem nächsten Waschvorgang und auch bei weiteren
Waschvorgängen des so behandeltenTextils führt. Alternativ können bei gleichbleibendem
Fettablösevermögen bedeutende Mengen an Tensiden eingespart werden.
[0010] Bevorzugt ist, wenn die erfindungsgemäß zu behandelnden Textilien aus Polyester,
Polyamid, Polyacrylnitril, Elastan oder Mischungen aus diesen bestehen oder diese
enthalten. Unter letzterer Variante sind beispielsweise sogenannte Cotton-Blends zu
verstehen, die Baumwolle und synthetisches Material im Mischgewebe enthalten.
[0011] Die erfindungsgemäße Verwendung kann im Rahmen eines Waschprozesses derart erfolgen,
daß man das Cellulosederivat einer waschmittelhaltigen Flotte zusetzt oder vorzugsweise
das Cellulosederivat als Bestandteil eines Waschmittels in die Flotte einbringt.
[0012] Die erfindungsgemäße Verwendung im Rahmen eines Wäschenachbehandlungsverfahrens kann
entsprechend derart erfolgen, daß man das Cellulosederivat der Spülflotte separat
zusetzt, die nach dem unter Anwendung eines Waschmittels erfolgten Waschgang zum Einsatz
kommt, oder es als Bestandteil des Wäschenachbehandlungsmittels, insbesondere eines
Weichspülers, einbringt. Bei diesem Aspekt der Erfindung kann das genannte Waschmittel
ebenfalls ein erfindungsgemäß zu verwendendes Cellulosederivat enthalten, es kann
jedoch auch frei von diesem sein.
[0013] Mittel, die ein erfindungsgemäß zu verwendendes Cellulosederivat enthalten, können
alle üblichen sonstigen Bestandteile derartiger Mittel enthalten, die nicht in unerwünschter
Weise mit dem Cellulosederivat wechselwirken. Vorzugsweise wird das Cellulosederivat
in Mengen von 0,1 Gew.-% bis 5 Gew.-%, insbesondere 0,5 Gew.-% bis 2,5 Gew.-% in Waschmittel
eingearbeitet.
[0014] Überraschenderweise wurde gefunden, daß das erfindungsgemäß verwendete Cellulosederivat
die Wirkung bestimmter anderer Wasch- und Reinigungsmittelinhaltsstoffe positiv beeinflusst
und daß umgekehrt die Wirkung des erfindungsgemäß verwendeten Cellulosederivats durch
bestimmte andere Waschmittelinhaltsstoffe verstärkt wird. Diese Effekte treten insbesondere
bei enzymatischen Wirkstoffen, insbesondere Proteasen und Lipasen, bei wasserunlöslichen
anorganischen Buildern, bei wasserlöslichen anorganischen und organischen Buildern,
insbesondere auf Basis oxidierter Kohlenhydrate, bei Bleichmitteln auf Persauerstoffbasis,
insbesondere bei Alkalipercarbonat, bei synthetischen Aniontensiden vom Sulfat- und
Sulfonattyp und bei Vergrauungsinhibitoren, beispielsweise anderen, insbesondere anionischen
Celluloseethern wie Carboxymethylcellulose, und Wäscheweichmachungswirkstoffen, insbesondere
Esterquats auf, weshalb der Einsatz mindestens eines der genannten weiteren Inhaltsstoffe
zusammen mit der erfindungsgemäß zu verwendenden Kombination bevorzugt ist.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform enthält ein solches Mittel nichtionisches Tensid,
ausgewählt aus Fettalkylpolyglykosiden, Fettalkylpolyalkoxylaten, insbesondere -ethoxylaten
und/oder -propoxylaten, Fettsäurepolyhydroxyamiden und/oder Ethoxylierungs-und/oder
Propoxylierungsprodukten von Fettalkylaminen, vicinalen Diolen, Fettsäurealkylestern
und/oder Fettsäureamiden sowie deren Mischungen, insbesondere in einer Menge im Bereich
von 2 Gew.-% bis 25 Gew.-%.
[0016] Eine weitere Ausführungsform derartiger Mittel umfaßt die Anwesenheit von synthetischem
Aniontensid vom Sulfat- und/oder Sulfonattyp, insbesondere Fettalkylsulfat, Fettalkylethersulfat,
Sulfofettsäureester und/oder Sulfofettsäuredisalze, insbesondere in einer Menge im
Bereich von 2 Gew.-% bis 25 Gew.-%. Bevorzugt wird das Aniontensid aus den Alkyl-
bzw. Alkenylsulfaten und/oder den Alkyl- bzw. Alkenylethersulfaten ausgewählt, in
denen die Alkyl- bzw. Alkenylgruppe 8 bis 22, insbesondere 12 bis 18 C-Atome besitzt.
[0017] Zu den in Frage kommenden nichtionischen Tensiden gehören die Alkoxylate, insbesondere
die Ethoxylate und/oder Propoxylate von gesättigten oder ein- bis mehrfach ungesättigten
linearen oder verzweigtkettigen Alkoholen mit 10 bis 22 C-Atomen, vorzugsweise 12
bis 18 C-Atomen. Der Alkoxylierungsgrad der Alkohole liegt dabei in der Regel zwischen
1 und 20, vorzugsweise zwischen 3 und 10. Sie können in bekannter Weise durch Umsetzung
der entsprechenden Alkohole mit den entsprechenden Alkylenoxiden hergestellt werden.
Geeignet sind insbesondere die Derivate der Fettalkohole, obwohl auch deren verzweigtkettige
Isomere, insbesondere sogenannte Oxoalkohole, zur Herstellung verwendbarer Alkoxylate
eingesetzt werden können. Brauchbar sind demgemäß die Alkoxylate, insbesondere die
Ethoxylate, primärer Alkohole mit linearen, insbesondere Dodecyl-, Tetradecyl-, Hexadecyl-
oder Octadecyl-Resten sowie deren Gemische. Außerdem sind entsprechende Alkoxylierungsprodukte
von Alkylaminen, vicinalen Diolen und Carbonsäureamiden, die hinsichtlich des Alkylteils
den genannten Alkoholen entsprechen, verwendbar. Darüberhinaus kommen die Ethylenoxid-
und/oder Propylenoxid-Insertionsprodukte von Fettsäurealkylestern, wie sie gemäß dem
in der internationalen Patentanmeldung WO 90/13533 angegebenen Verfahren hergestellt
werden können, sowie Fettsäurepolyhydroxyamide, wie sie gemäß den Verfahren der US-amerikanischen
Patentschriften US 1 985 424, US 2 016 962 und US 2 703 798 sowie der internationalen
Patentanmeldung WO 92/06984 hergestellt werden können, in Betracht. Zur Einarbeitung
in die erfindungsgemäßen Mittel geeignete sogenannte Alkylpolyglykoside sind Verbindungen
der allgemeinen Formel (G)
n-OR
12, in der R
12 einen Alkyl- oder Alkenylrest mit 8 bis 22 C-Atomen, G eine Glykoseeinheit und n
eine Zahl zwischen 1 und 10 bedeuten. Derartige Verbindungen und ihre Herstellung
werden zum Beispiel in den europäischen Patentanmeldungen EP 92 355, EP 301 298, EP
357 969 und EP 362 671 oder der US-amerikanischen Patentschrift US 3 547 828 beschrieben.
Bei der Glykosidkomponente (G)
n handelt es sich um Oligo- oder Polymere aus natürlich vorkommenden Aldose- oder Ketose-Monomeren,
zu denen insbesondere Glucose, Mannose, Fruktose, Galaktose, Talose, Gulose, Altrose,
Allose, Idose, Ribose, Arabinose, Xylose und Lyxose gehören. Die aus derartigen glykosidisch
verknüpften Monomeren bestehenden Oligomere werden außer durch die Art der in ihnen
enthaltenen Zucker durch deren Anzahl, den sogenannten Oligomerisierungsgrad, charakterisiert.
Der Oligomerisierungsgrad n nimmt als analytisch zu ermittelnde Größe im allgemeinen
gebrochene Zahlenwerte an; er liegt bei Werten zwischen 1 und 10, bei den vorzugsweise
eingesetzten Glykosiden unter einem Wert von 1,5, insbesondere zwischen 1,2 und 1,4.
Bevorzugter Monomer-Baustein ist wegen der guten Verfügbarkeit Glucose. Der Alkyl-
oder Alkenylteil R
12 der Glykoside stammt bevorzugt ebenfalls aus leicht zugänglichen Derivaten nachwachsender
Rohstoffe, insbesondere aus Fettalkoholen, obwohl auch deren verzweigtkettige Isomere,
insbesondere sogenannte Oxoalkohole, zur Herstellung verwendbarer Glykoside eingesetzt
werden können. Brauchbar sind demgemäß insbesondere die primären Alkohole mit linearen
Octyl-, Decyl-, Dodecyl-, Tetradecyl-, Hexadecyl- oder Octadecylresten sowie deren
Gemische. Besonders bevorzugte Alkylglykoside enthalten einen Kokosfettalkylrest,
das heißt Mischungen mit im wesentlichen R
12=Dodecyl und R
12=Tetradecyl.
[0018] Nichtionisches Tensid ist in Mitteln, welche ein erfindungsgemäß verwendetes Cellulosederivat
enthalten, vorzugsweise in Mengen von 1 Gew.-% bis 30 Gew.-%, insbesondere von 1 Gew.-%
bis 25 Gew.-% enthalten, wobei Mengen im oberen Teil dieses Bereiches eher in flüssigen
Waschmitteln anzutreffen sind und teilchenförmige Waschmittel vorzugsweise eher geringere
Mengen von bis zu 5 Gew.-% enthalten.
[0019] Die Mittel können stattdessen oder zusätzlich weitere Tenside, vorzugsweise synthetische
Aniontenside des Sulfat- oder Sulfonat-Typs, wie beispielsweise Alkylbenzolsulffonate,
in Mengen von vorzugsweise nicht über 20 Gew.-%, insbesondere von 0,1 Gew.-% bis 18
Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Mittel, enthalten. Als für den Einsatz in derartigen
Mitteln besonders geeignete synthetische Aniontenside sind die Alkyl- und/oder Alkenylsulfate
mit 8 bis 22 C-Atomen, die ein Alkali-, Ammonium- oder Alkylbeziehungsweise Hydroxyalkyl-substituiertes
Ammoniumion als Gegenkation tragen, zu nennen. Bevorzugt sind die Derivate der Fettalkohole
mit insbesondere 12 bis 18 C-Atomen und deren verzweigtkettiger Analoga, der sogenannten
Oxoalkohole. Die Alkyl- und Alkenylsulfate können in bekannter Weise durch Reaktion
der entsprechenden Alkoholkomponente mit einem üblichen Sulfatierungsreagenz, insbesondere
Schwefeltrioxid oder Chlorsulfonsäure, und anschließende Neutralisation mit Alkali-,
Ammonium- oder Alkyl- beziehungsweise Hydroxyalkyl-substituierten Ammoniumbasen hergestellt
werden. Derartige Alkyl- und/oder Alkenylsulfate sind in den Mitteln, welche ein erfindungsgemäßes
Polymer auf Urethan-Basis enthalten, vorzugsweise in Mengen von 0,1 Gew.-% bis 15
Gew.-%, insbesondere von 0,5 Gew.-% bis 10 Gew.-% enthalten.
[0020] Zu den einsetzbaren Tensiden vom Sulfat-Typ gehören auch die sulfatierten Alkoxylierungsprodukte
der genannten Alkohole, sogenannte Ethersulfate. Vorzugsweise enthalten derartige
Ethersulfate 2 bis 30, insbesondere 4 bis 10 Ethylenglykol-Gruppen pro Molekül. Zu
den geeigneten Aniontensiden vom sulfonat-Typ gehören die durch Umsetzung von Fettsäureestem
mit Schwefeltrioxid und anschließender Neutralisation erhältlichen α-Sulfoester, insbesondere
die sich von Fettsäuren mit 8 bis 22 C-Atomen, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen, und
linearen Alkoholen mit 1 bis 6 C-Atomen, vorzugsweise 1 bis 4 C-Atomen, ableitenden
Sulfonierungsprodukte, sowie die durch formale Verseifung aus diesen hervorgehenden
Sulfofettsäuren.
[0021] Gewünschtenfalls können die Mittel auch Betaine und/oder kationische Tenside enthalten,
die - falls vorhanden - vorzugsweise in Mengen von 0,5 Gew.-% bis 7 Gew.-% eingesetzt
werden. Unter diesen sind die unten diskutierten Esterquats besonders bevorzugt.
[0022] Als weitere fakultative tensidische Inhaltsstoffe kommen Seifen in Betracht, wobei
gesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure
oder Stearinsäure, sowie aus natürlichen Fettsäuregemischen, zum Beispiel Kokos-,
Palmkern- oder Talgfettsäuren, abgeleitete Seifen geeignet sind. Insbesondere sind
solche Seifengemische bevorzugt, die zu 50 Gew.-% bis 100 Gew.-% aus gesättigten C
12-C
18-Fettsäureseifen und zu bis 50 Gew.-% aus Ölsäureseife zusammengesetzt sind. Vorzugsweise
ist Seife in Mengen von 0,1 Gew.-% bis 5 Gew.-% enthalten. Insbesondere in flüssigen
Mitteln, welche ein erfindungsgemäß verwendetes Cellulosederivat enthalten, können
jedoch auch höhere Seifenmengen von in der Regel bis zu 20 Gew.-% enthalten sein.
[0023] In einer weiteren Ausführungsform enthält ein Mittel, welches eine erfindungsgemäß
zu verwendende Kombination enthält, wasserlöslichen und/ oder wasserunlöslichen Builder,
insbesondere ausgewählt aus Alkalialumosilikat, kristallinem Alkalisilikat mit Modul
über 1, monomerem Polycarboxylat, polymerem Polycarboxylat und deren Mischungen, insbesondere
in Mengen im Bereich von 2,5 Gew.-% bis 60 Gew.-%.
[0024] Ein Mittel, welche ein erfindungsgemäß zu verwendendes Cellulosederivat enthält,
enthält vorzugsweise 20 Gew.-% bis 55 Gew.-% wasserlöslichen und/oder wasserunlöslichen,
organischen und/oder anorganischen Builder. Zu den wasserlöslichen organischen Buildersubstanzen
gehören insbesondere solche aus der Klasse der Polycarbonsäuren, insbesondere Citronensäure
und Zuckersäuren, sowie der polymeren (Poly-)carbonsäuren, insbesondere die durch
Oxidation von Polysacchariden zugänglichen Polycarboxylate der internationalen Patentanmeldung
WO 93/16110, polymere Acrylsäuren, Methacrylsäuren, Maleinsäuren und Mischpolymere
aus diesen, die auch geringe Anteile polymerisierbarer Substanzen ohne Carbonsäurefunktionalität
einpolymerisiert enthalten können. Die relative Molekülmasse der Homopolymeren ungesättiger
Carbonsäuren liegt im allgemeinen zwischen 5000 und 200000, die der Copolymeren zwischen
2000 und 200000, vorzugsweise 50000 bis 120000, bezogen auf freie Säure. Ein besonders
bevorzugtes Acrylsäure-Maleinsäure-Copolymer weist eine relative Molekülmasse von
50000 bis 100000 auf. Geeignete, wenn auch weniger bevorzugte Verbindungen dieser
Klasse sind Copolymere der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Vinylethern, wie Vinylmethylethern,
Vinylester, Ethylen, Propylen und Styrol, in denen der Anteil der Säure mindestens
50 Gew.-% beträgt. Als wasserlösliche organische Buildersubstsanzen können auch Terpolymere
eingesetzt werden, die als Monomere zwei Carbonsäuren und/oder deren Salze sowie als
drittes Monomer Vinylalkohol und/oder ein Vinylalkohol-Derivat oder ein Kohlenhydrat
enthalten. Das erste saure Monomer beziehungsweise dessen Salz leitet sich von einer
monoethylenisch ungesättigten C
3-C
8-Carbonsäure und vorzugsweise von einer C
3-C
4-Monocarbonsäure, insbesondere von (Meth-)acrylsäure ab. Das zweite saure Monomer
beziehungsweise dessen Salz kann ein Derivat einer C
4-C
8-Dicarbonsäure sein, wobei Maleinsäure besonders bevorzugt ist. Die dritte monomere
Einheit wird in diesem Fall von Vinylalkohol und/oder vorzugsweise einem veresterten
Vinylalkohol gebildet. Insbesondere sind Vinylalkohol-Derivate bevorzugt, welche einen
Ester aus kurzkettigen Carbonsäuren, beispielsweise von C
1-C
4-Carbonsäuren, mit Vinylalkohol darstellen. Bevorzugte Terpolymere enthalten dabei
60 Gew.-% bis 95 Gew.-%, insbesondere 70 Gew.-% bis 90 Gew.-% (Meth)acrylsäure bzw.
(Meth)acrylat, besonders bevorzugt Acrylsäure bzw. Acrylat, und Maleinsäure bzw. Maleinat
sowie 5 Gew.-% bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 10 Gew.-% bis 30 Gew.-% Vinylalkohol und/oder
Vinylacetat. Ganz besonders bevorzugt sind dabei Terpolymere, in denen das Gewichtsverhältnis
(Meth)acrylsäure beziehungsweise (Meth)acrylat zu Maleinsäure beziehungsweise Maleat
zwischen 1:1 und 4:1, vorzugsweise zwischen 2:1 und 3:1 und insbesondere 2:1 und 2,5:1
liegt. Dabei sind sowohl die Mengen als auch die Gewichtsverhältnisse auf die Säuren
bezogen. Das zweite saure Monomer beziehungsweise dessen Salz kann auch ein Derivat
einer Allylsulfonsäure sein, die in 2-Stellung mit einem Alkylrest, vorzugsweise mit
einem C
1-C
4-Alkylrest, oder einem aromatischen Rest, der sich vorzugsweise von Benzol oder Benzol-Derivaten
ableitet, substituiert ist. Bevorzugte Terpolymere enthalten dabei 40 Gew.-% bis 60
Gew.-%, insbesondere 45 bis 55 Gew.-% (Meth)acrylsäure beziehungsweise (Meth)acrylat,
besonders bevorzugt Acrylsäure beziehungsweise Acrylat, 10 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise
15 Gew.-% bis 25 Gew.-% Methallylsulfonsäure bzw. Methallylsulfonat und als drittes
Monomer 15 Gew.-% bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 20 Gew.-% bis 40 Gew.-% eines Kohlenhydrats.
Dieses Kohlenhydrat kann dabei beispielsweise ein Mono-, Di-, Oligo- oder Polysaccharid
sein, wobei Mono-, Di- oder Oligosaccharide bevorzugt sind, besonders bevorzugt ist
Saccharose. Durch den Einsatz des dritten Monomers werden vermutlich Sollbruchstellen
in dem Polymer eingebaut, die für die gute biologische Abbaubarkeit des Polymers verantwortlich
sind. Diese Terpolymere lassen sich insbesondere nach Verfahren herstellen, die in
der deutschen Patentschrift DE 42 21 381 und der deutschen Patentanmeldung DE 43 00
772 beschrieben sind, und weisen im allgemeinen eine relative Molekülmasse zwischen
1000 und 200000, vorzugsweise zwischen 200 und 50000 und insbesondere zwischen 3000
und 10000 auf Sie können, insbesondere zur Herstellung flüssiger Mittel, in Form wäßriger
Lösungen, vorzugsweise in Form 30- bis 50-gewichtsprozentiger wäßriger Lösungen eingesetzt
werden. Alle genannten Polycarbonsäuren werden in der Regel in Form ihrer wasserlöslichen
Salze, insbesondere ihre Alkalisalze, eingesetzt.
[0025] Derartige organische Buildersubstanzen sind vorzugsweise in Mengen bis zu 40 Gew.-%,
insbesondere bis zu 25 Gew.-% und besonders bevorzugt von 1 Gew.-% bis 5 Gew.-% enthalten.
Mengen nahe der genannten Obergrenze werden vorzugsweise in pastenförmigen oder flüssigen,
insbesondere wasserhaltigen, Mitteln eingesetzt.
[0026] Als wasserunlösliche, wasserdispergierbare anorganische Buildermaterialien werden
insbesondere kristalline oder amorphe Alkalialumosilikate, in Mengen von bis zu 50
Gew.-%, vorzugsweise,nicht über 40 Gew.-% und in flüssigen Mitteln insbesondere von
1 Gew.-% bis 5 Gew.-%, eingesetzt. Unter diesen sind die kristallinen Alumosilikate
in Waschmittelqualität, insbesondere Zeolith NaA und gegebenenfalls NaX, bevorzugt.
Mengen nahe der genannten Obergrenze werden vorzugsweise in festen, teilchenförmigen
Mitteln eingesetzt. Geeignete Alumosilikate weisen insbesondere keine Teilchen mit
einer Korngröße über 30 mm auf und bestehen vorzugsweise zu wenigstens 80 Gew.-% aus
Teilchen mit einer Größe unter 10 mm. Ihr Calciumbindevermögen, das nach den Angaben
der deutschen Patentschrift DE 24 12 837 bestimmt werden kann, liegt im Bereich von
100 bis 200 mg CaO pro Gramm. Geeignete Substitute beziehungsweise Teilsubstitute
für das genannte Alumosilikat sind kristalline Alkalisilikate, die allein oder im
Gemisch mit amorphen Silikaten vorliegen können. Die in den Mitteln als Gerüststoffe
brauchbaren Alkalisilikate weisen vorzugsweise ein molares Verhältnis von Alkalioxid
zu SiO
2 unter 0,95, insbesondere von 1:1,1 bis 1:12 auf und können amorph oder kristallin
vorliegen. Bevorzugte Alkalisilikate sind die Natriumsilikate, insbesondere die amorphen
Natriumsilikate, mit einem molaren Verhältnis Na
2O:SiO
2 von 1:2 bis 1:2,8. Derartige amorphe Alkalisilikate sind beispielsweise unter dem
Namen Portil® im Handel erhältlich. Solche mit einem molaren Verhältnis Na
2O:SiO
2 von 1:1,9 bis 1:2,8 können nach dem Verfahren der europäischen Patentanmeldung EP
0 425 427 hergestellt werden. Sie werden im Rahmen der Herstellung bevorzugt als Feststoff
und nicht in Form einer Lösung zugegeben. Als kristalline Silikate, die allein oder
im Gemisch mit amorphen Silikaten vorliegen können, werden vorzugsweise kristalline
Schichtsilikate der allgemeinen Formel Na
2Si
xO
2x+1 · yH
2O eingesetzt, in der x, das sogenannte Modul, eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine Zahl
von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind. Kristalline Schichtsilikate,
die unter diese allgemeine Formel fallen, werden beispielsweise in der europäischen
Patentanmeldung EP 0 164 514 beschrieben. Bevorzugte kristalline Schichtsilikate sind
solche, bei denen x in der genannten allgemeinen Formel die Werte 2 oder 3 annimmt.
Insbesondere sind sowohl β- als auch δ-Natriumdisilikate (Na
2Si
2O
5·yH
2O) bevorzugt, wobei β-Natriumdisilikat beispielsweise nach dem Verfahren erhalten
werden kann, das in der internationalen Patentanmeldung WO 91/08171 beschrieben ist.
δ-Natriumsilikate mit einem Modul zwischen 1,9 und 3,2 können gemäß den japanischen
Patentanmeldungen JP 04/238 809 oder JP 04/260 610 hergestellt werden. Auch aus amorphen
Alkalisilikaten hergestellte, praktisch wasserfreie kristalline Alkalisilikate der
obengenannten allgemeinen Formel, in der x eine Zahl von 1,9 bis 2,1 bedeutet, herstellbar
wie in den europäischen Patentanmeldungen EP 0 548 599, EP 0 502 325 und EP 0 425
428 beschrieben, können in Mitteln, welche ein erfindungsgemäß verwendetes Cellulosederivat
enthalten, eingesetzt werden. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Mittel
wird ein kristallines Natriumschichtsilikat mit einem Modul von 2 bis 3 eingesetzt,
wie es nach dem Verfahren der europäischen Patentanmeldung EP 0 436 835 aus Sand und
Soda hergestellt werden kann. Kristalline Natriumsilikate mit einem Modul im Bereich
von 1,9 bis 3,5, wie sie nach den Verfahren der europäischen Patentschriften EP 0
164 552 und/oder der europäischen Patentanmeldung EP 0 294 753 erhältlich sind, werden
in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform von Wasch- oder Reinigungsmitteln, welche
ein erfindungsgemäß verwendetes Cellulosederivat enthalten, eingesetzt. Deren Gehalt
an Alkalisilikaten beträgt vorzugsweise 1 Gew.-% bis 50 Gew.-% und insbesondere 5
Gew.-% bis 35 Gew.-%, bezogen auf wasserfreie Aktivsubstanz. Falls als zusätzliche
Buildersubstanz auch Alkalialumosilikat, insbesondere Zeolith, vorhanden ist, beträgt
der Gehalt an Alkalisilikat vorzugsweise 1 Gew.-% bis 15 Gew.-% und insbesondere 2
Gew.-% bis 8 Gew.-%, bezogen auf wasserfreie Aktivsubstanz. Das Gewichtsverhältnis
Alumosilikat zu Silikat, jeweils bezogen auf wasserfreie Aktivsubstanzen, beträgt
dann vorzugsweise 4:1 bis 10:1. In Mitteln, die sowohl amorphe als auch kristalline
Alkalisilikate enthalten, beträgt das Gewichtsverhältnis von amorphem Alkalisilikat
zu kristallinem Alkalisilikat vorzugsweise 1:2 bis 2:1 und insbesondere 1:1 bis 2:1.
[0027] Zusätzlich zum genannten anorganischen Builder können weitere wasserlösliche oder
wasserunlösliche anorganische Substanzen in den Mitteln, welche ein erfindungsgemäß
zu verwendendes Cellulosederivat enthalten, eingesetzt werden. Geeignet sind in diesem
Zusammenhang die Alkalicarbonate, Alkalihydrogencarbonate und Alkalisulfate sowie
deren Gemische. Derartiges zusätzliches anorganisches Material kann in Mengen bis
zu 70 Gew.-% vorhanden sein.
[0028] Zusätzlich können die Mittel weitere in Wasch- und Reinigungsmitteln übliche Bestandteile
enthalten. Zu diesen fakultativen Bestandteilen gehören insbesondere Enzyme, Enzymstabilisatoren,
Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Komplexbildner für Schwermetalle, beispielsweise
Aminopolycarbonsäuren, Aminohydroxypolycarbonsäuren, Polyphosphonsäuren und/oder Aminopolyphosphonsäuren,
Farbfixierwirkstoffe, Farbübertragungsinhibitoren, beispielsweise Polyvinylpyrrolidon
oder Polyvinylpyrdin-N-oxid, Schauminhibitoren, beispielsweise Organopolysiloxane
oder Paraffine, Lösungsmittel, und optische Aufheller, beispielsweise Stilbendisulfonsäurederivate.
Vorzugsweise sind in Mitteln, welche eine erfindungsgemäß verwendete Kombination enthalten,
bis zu 1 Gew.-%, insbesondere 0,01 Gew.-% bis 0,5 Gew.-% optische Aufheller, insbesondere
Verbindungen aus der Klasse der substituierten 4,4'-Bis-(2,4,6-triamino-s-triazinyl)-stilben-2,2'-disulfonsäuren,
bis zu 5 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 2 Gew.-% Komplexbildner für Schwermetalle,
insbesondere Aminoalkylenphosphonsäuren und deren Salze, bis zu 3 Gew.-%, insbesondere
0,5 Gew.-% bis 2 Gew.-% Vergrauungsinhibitoren und bis zu 2 Gew.-%, insbesondere 0,1
Gew.-% bis 1 Gew.-% Schauminhibitoren enthalten, wobei sich die genannten Gewichtsanteile
jeweils auf gesamtes Mittel beziehen.
[0029] Lösungsmittel, die insbesondere bei flüssigen Mitteln eingesetzt werden, sind neben
Wasser vorzugsweise solche, die wassermischbar sind. Zu diesen gehören die niederen
Alkohole, beispielsweise Ethanol, Propanol, iso-Propanol, und die isomeren Butanole,
Glycerin, niedere Glykole, beispielsweise Ethylen- und Propylenglykol, und die aus
den genannten Verbindungsklassen ableitbaren Ether. In derartigen flüssigen Mitteln
liegt das erfindungsgemäß verwendete Cellulosederivat in der Regel gelöst oder in
suspendierter Form vor.
[0030] Gegebenenfalls anwesende Enzyme werden vorzugsweise aus der Gruppe umfassend Protease,
Amylase, Lipase, Cellulase, Hemicellulase, Oxidase, Peroxidase oder Mischungen aus
diesen ausgewählt. In erster Linie kommt aus Mikroorganismen, wie Bakterien oder Pilzen,
gewonnene Protease in Frage. Sie kann in bekannter Weise durch Fermentationsprozesse
aus geeigneten Mikroorganismen gewonnen werden, die zum Beispiel in den deutschen
Offenlegungsschriften DE 19 40 488, DE 20 44 161, DE 21 01 803 und DE 21 21 397, den
US-amerikanischen Patentschriften US 3 623 957 und US 4 264 738, der europäischen
Patentanmeldung EP 006 638 sowie der internationalen Patentanmeldung WO 91/02792 beschrieben
sind. Proteasen sind im Handel beispielsweise unter den Namen BLAP®, Savinase®, Esperase®,
Maxatase®, Optimase®, Alcalase®, Durazym® oder Maxapem® erhältlich. Die einsetzbare
Lipase kann aus Humicola lanuginosa, wie beispielsweise in den europäischen Patentanmeldungen
EP 258 068, EP 305 216 und EP 341 947 beschrieben, aus Bacillus-Arten, wie beispielsweise
in der internationalen Patentanmeldung WO 91/16422 oder der europäischen Patentanmeldung
EP 384 717 beschrieben, aus Pseudomonas-Arten, wie beispielsweise in den europäischen
Patentanmeldungen EP 468 102, EP 385 401, EP 375 102, EP 334 462, EP 331 376, EP 330
641, EP 214 761, EP 218 272 oder EP 204 284 oder der internationalen Patentanmeldung
WO 90/10695 beschrieben, aus Fusarium-Arten, wie beispielsweise in der europäischen
Patentanmeldung EP 130 064 beschrieben, aus Rhizopus-Arten, wie beispielsweise in
der europäischen Patentanmeldung EP 117 553 beschrieben, oder aus Aspergillus-Arten,
wie beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung EP 167 309 beschrieben, gewonnen
werden. Geeignete Lipasen sind beispielsweise unter den Namen Lipolase®, Lipozym®,
Lipomax®, Lipex®, Amano®-Lipase, Toyo-Jozo®-Lipase, Meito®-Lipase und Diosynth®-Lipase
im Handel erhältlich. Geeignete Amylasen sind beispielsweise unter den Namen Maxamyl®,
Termamyl®, Duramyl® und Purafect® OxAm handelsüblich. Die einsetzbare Cellulase kann
ein aus Bakterien oder Pilzen gewinnbares Enzym sein, welches ein pH-Optimum vorzugsweise
im schwach sauren bis schwach alkalischen Bereich von 6 bis 9,5 aufweist. Derartige
Cellulasen sind beispielsweise aus den deutschen Offenlegungsschriften DE 31 17 250,
DE 32 07 825, DE 32 07 847, DE 33 22 950 oder den europäischen Patentanmeldungen EP
265 832, EP 269 977, EP 270 974, EP 273 125 sowie EP 339 550 und den internationalen
Patentanmeldungen WO 95/02675 und WO 97/14804 bekannt und unter den Namen Celluzyme®,
Carezyme® und Ecostone® handelsüblich.
[0031] Zu den gegebenenfalls, insbesondere in flüssigen Mitteln vorhandenen üblichen Enzymstabilisatoren
gehören Aminoalkohole, beispielsweise Mono-, Di-, Triethanol- und -propanolamin und
deren Mischungen, niedere Carbonsäuren, wie beispielsweise aus den europäischen Patentanmeldungen
EP 376 705 und EP 378 261 bekannt, Borsäure beziehungsweise Alkaliborate, Borsäure-Carbonsäure-Kombinationen,
wie beispielsweise aus der europäischen Patentanmeldung EP 451 921 bekannt, Borsäureester,
wie beispielsweise aus der internationalen Patentanmeldung WO 93/11215 oder der europäischen
Patentanmeldung EP 511 456 bekannt, Boronsäurederivate, wie beispielsweise aus der
europäischen Patentanmeldung EP 583 536 bekannt, Calciumsalze, beispielsweise die
aus der europäischen Patentschrift EP 28 865 bekannte Ca-Ameisensäure-Kombination,
Magnesiumsalze, wie beispielsweise aus der europäischen Patentanmeldung EP 378 262
bekannt, und/oder schwefelhaltige Reduktionsmittel, wie beispielsweise aus den europäischen
Patentanmeldungen EP 080 748 oder EP 080 223 bekannt.
[0032] Zu den geeigneten Schauminhibitoren gehören langkettige Seifen, insbesondere Behenseife,
Fettsäureamide, Paraffine, Wachse, Mikrokristallinwachse, Organopolysiloxane und deren
Gemische, die darüberhinaus mikrofeine, gegebenenfalls silanierte oder anderweitig
hydrophobierte Kieselsäure enthalten können. Zum Einsatz in partikelförmigen Mitteln
sind derartige Schauminhibitoren vorzugsweise an granulare, wasserlösliche Trägersubstanzen
gebunden, wie beispielsweise in der deutschen Offenlegungsschrift DE 34 36 194, den
europäischen Patentanmeldungen EP 262 588, EP 301 414, EP 309 931 oder der europäischen
Patentschrift EP 150 386 beschrieben.
[0033] Eine weitere Ausführungsform eines derartigen Mittels, welches ein erfindungsgemäß
zu verwendendes Cellulosederivat enthält, enthält Bleichmittel auf Persauerstoffbasis,
insbesondere in Mengen im Bereich von 5 Gew.-% bis 70 Gew.-%, sowie gegebenenfalls
Bleichaktivator, insbesondere in Mengen im Bereich von 2 Gew.-% bis 10 Gew.-%. Diese
in Betracht kommenden Bleichmittel sind die in Waschmitteln in der Regel verwendeten
Perverbindungen wie Wasserstoffperoxid, Perborat, das als Tetra- oder Monohydrat vorliegen
kann, Percarbonat, Perpyrophosphat und Persilikat, die in der Regel als Alkalisalze,
insbesondere als Natriumsalze, vorliegen. Derartige Bleichmittel sind in Waschmitteln,
welche ein erfindungsgemäß verwendetes Cellulosederivat enthalten, vorzugsweise in
Mengen bis zu 25 Gew.-%, insbesondere bis zu 15 Gew.-% und besonders bevorzugt von
5 Gew.-% bis 15 Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Mittel, vorhanden, wobei insbesondere
Percarbonat zum Einsatz kommt. Die fakultativ vorhandene Komponente der Bleichaktivatoren
umfaßt die üblicherweise verwendeten N-oder O-Acylverbindungen, beispielsweise mehrfach
acylierte Alkylendiamine, insbesondere Tetraacetylethylendiamin, acylierte Glykolurile,
insbesondere Tetraacetylglykoluril, N-acylierte Hydantoine, Hydrazide, Triazole, Urazole,
Diketopiperazine, Sulfurylamide und Cyanurate, außerdem Carbonsäureanhydride, insbesondere
Phthalsäureanhydrid, Carbonsäureester, insbesondere Natrium-isononanoylphenolsulfonat,
und acylierte Zuckerderivate, insbesondere Pentaacetylglukose, sowie kationische Nitrilderivate
wie Trimethylammoniumacetonitril-Salze. Die Bleichaktivatoren können zur Vermeidung
der Wechselwirkung mit den Perverbindungen bei der Lagerung in bekannter Weise mit
Hüllsubstanzen überzogen beziehungsweise granuliert worden sein, wobei mit Hilfe von
Carboxymethylcellulose granuliertes Tetraacetylethylendiamin mit mittleren Korngrößen
von 0,01 mm bis 0,8 mm, wie es beispielsweise nach dem in der europäischen Patentschrift
EP 37 026 beschriebenen Verfahren hergestellt werden kann, granuliertes 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin,
wie es nach dem in der deutschen Patentschrift DD 255 884 beschriebenen Verfahren
hergestellt werden kann, und/oder nach den in den internationalen Patentanmeldungen
WO 00/50553, WO 00/50556, WO 02/12425, WO 02/12426 oder WO 02/26927 beschriebenen
Verfahren in Teilchenform konfektioniertes Trialkylammoniumacetonitril besonders bevorzugt
ist. In Waschmitteln sind derartige Bleichaktivatoren vorzugsweise in Mengen bis zu
8 Gew.-%, insbesondere von 2 Gew.-% bis 6 Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Mittel,
enthalten.
[0034] Möglich ist auch die Verwendung des genannten schmutzablösvermögenden Cellulosederivats
zusammen mit einem polyesteraktiven schmutzablösevermögenden Polymer aus einer Dicarbonsäure
und einem gegebenenfalls polymeren Diol zur Verstärkung der Reinigungsleistung von
Waschmitteln beim Waschen von Textilien.
[0035] Zu den bekanntlich polyesteraktiven schmutzablösevermögenden Polymeren, die zusätzlich
zum erfindungswesentlichen Cellulosederivat eingesetzt werden können, gehören Copolyester
aus Dicarbonsäuren, beispielsweise Adipinsäure, Phthalsäure oder Terephthalsäure,
Diolen, beispielsweise Ethylenglykol oder Propylenglykol, und Polydiolen, beispielsweise
Polyethylenglykol oder Polypropylenglykol. Zu den bevorzugt eingesetzten schmutzablösevermögenden
Polyestern gehören solche Verbindungen, die formal durch Veresterung zweier Monomerteile
zugänglich sind, wobei das erste Monomer eine Dicarbonsäure HOOC-Ph-COOH und das zweite
Monomer ein Diol HO-(CHR
11-)
aOH, das auch als polymeres Diol H-(O-(CHR
11-)
a)
bOH vorliegen kann, ist. Darin bedeutet Ph einen o-, m- oder p-Phenylenrest, der 1
bis 4 Substituenten, ausgewählt aus Alkylresten mit 1 bis 22 C-Atomen, Sulfonsäuregruppen,
Carboxylgruppen und deren Mischungen, tragen kann, R
11 Wasserstoff, einen Alkylrest mit 1 bis 22 C-Atomen und deren Mischungen, a eine Zahl
von 2 bis 6 und b eine Zahl von 1 bis 300. Vorzugsweise liegen in den aus diesen erhältlichen
Polyestern sowohl Monomerdioleinheiten -O-(CHR
11-)
aO- als auch Polymerdioleinheiten -(O-(CHR
11-)
a)
bO- vor. Das molare Verhältnis von Monomerdioleinheiten zu Polymerdioleinheiten beträgt
vorzugsweise 100:1 bis 1:100, insbesondere 10:1 bis 1:10. In den Polymerdioleinheiten
liegt der Polymerisationsgrad b vorzugsweise im Bereich von 4 bis 200, insbesondere
von 12 bis 140. Das Molekulargewicht beziehungsweise das mittlere Molekulargewicht
oder das Maximum der Molekulargewichtsverteilung bevorzugter schmutzablösevermögender
Polyester liegt im Bereich von 250 bis 100 000, insbesondere von 500 bis 50 000. Die
dem Rest Ph zugrundeliegende Säure wird vorzugsweise aus Terephtalsäure, Isophthalsäure,
Phthalsäure, Trimellithsäure, Mellithsäure, den Isomeren der Sulfophthalsäure, Sulfoisophthalsäure
und Sulfoterephtalsäure sowie deren Gemischen ausgewählt. Sofern deren Säuregruppen
nicht Teil der Esterbindungen im Polymer sind, liegen sie vorzugsweise in Salzform,
insbesondere als Alkali- oder Ammoniumsalz vor. Unter diesen sind die Natrium- und
Kaliumsalze besonders bevorzugt. Gewünschtenfalls können statt des Monomers HOOC-Ph-COOH
geringe Anteile, insbesondere nicht mehr als 10 Mol-% bezogen auf den Anteil an Ph
mit der oben gegebenen Bedeutung, anderer Säuren, die mindestens zwei Carboxylgruppen
aufweisen, im schmutzablösevermögenden Polyester enthalten sein. Zu diesen gehören
beispielsweise Alkylen- und Alkenylendicarbonsäuren wie Malonsäure, Bernsteinsäure,
Fumarsäure, Maleinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Pimelinsäure, Korksäure, Azelainsäure
und Sebacinsäure. Zu den bevorzugten Diolen HO-(CHR
11-)
aOH gehören solche, in denen R
11 Wasserstoff und a eine Zahl von 2 bis 6 ist, und solche, in denen a den Wert 2 aufweist
und R
11 unter Wasserstoff und den Alkylresten mit 1 bis 10, insbesondere 1 bis 3 C-Atomen
ausgewählt wird. Unter den letztgenannten Diolen sind solche der Formel HO-CH
2-CHR
11-OH, in der R
11 die obengenannte Bedeutung besitzt, besonders bevorzugt. Beispiele für Diolkomponenten
sind Ethylenglykol, 1,2-Propylenglykol, 1,3-Propylenglykol, 1,4-Butandiol, 1,5-Pentandiol,
1,6-Hexandiol, 1,8-Octandiol, 1,2-Decandiol, 1,2-Dodecandiol und Neopentylglykol.
Besonders bevorzugt unter den polymeren Diolen ist Polyethylenglykol mit einer mittleren
Molmasse im Bereich von 1000 bis 6000.
[0036] Gewünschtenfalls können die wie oben beschrieben zusammengestzten Polyester auch
endgruppenverschlossen sein, wobei als Endgruppen Alkylgruppen mit 1 bis 22 C-Atomen
und Ester von Monocarbonsäuren in Frage kommen. Den über Esterbindungen gebundenen
Endgruppen können Alkyl-, Alkenyl- und Arylmonocarbonsäuren mit 5 bis 32 C-Atomen,
insbesondere 5 bis 18 C-Atomen, zugrundeliegen. Zu diesen gehören Valeriansäure, Capronsäure,
Önanthsäure, Caprylsäure, Pelargonsäure, Caprinsäure, Undecansäure, Undecensäure,
Laurinsäure, Lauroleinsäure, Tridecansäure, Myristinsäure, Myristoleinsäure, Pentadecansäure,
Palmitinsäure, Stearinsäure, Petroselinsäure, Petroselaidinsäure, Ölsäure, Linolsäure,
Linolaidinsäure, Linolensäure, Eläostearinsäure, Arachinsäure, Gadoleinsäure, Arachidonsäure,
Behensäure, Erucasäure, Brassidinsäure, Clupanodonsäure, Lignocerinsäure, Cerotinsäure,
Melissinsäure, Benzoesäure, die 1 bis 5 Substituenten mit insgesamt bis zu 25 C-Atomen,
insbesondere 1 bis 12 C-Atomen tragen kann, beispielsweise tert.-Butylbenzoesäure.
Den Endgruppen können auch Hydroxymonocarbonsäuren mit 5 bis 22 C-Atomen zugrundeliegen,
zu denen beispielsweise Hydroxyvaleriansäure, Hydroxycapronsäure, Ricinolsäure, deren
Hydrierungsprodukt Hydroxystearinsäure sowie o-, m- und p-Hydroxybenzoesäure gehören.
Die Hydroxymonocarbonsäuren können ihrerseits über ihre Hydroxylgruppe und ihre Carboxylgruppe
miteinander verbunden sein und damit mehrfach in einer Endgruppe vorliegen. Vorzugsweise
liegt die Anzahl der Hydroxymonocarbonsäureeinheiten pro Endgruppe, das heißt ihr
Oligomerisierungsgrad, im Bereich von 1 bis 50, insbesondere von 1 bis 10. In einer
bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung werden Polymere aus Ethylenterephthalat und
Polyethylenoxid-terephthalat, in denen die Polyethylenglykol-Einheiten Molgewichte
von 750 bis 5000 aufweisen und das Molverhältnis von Ethylenterephthalat zu Polyethylenoxid-terephthalat
50:50 bis 90:10 beträgt, zusammen mit der erfindungswesentlichen Kombination verwendet.
[0037] Die schmutzablösevermögenden Polymere sind vorzugsweise wasserlöslich, wobei unter
dem Begriff "wasserlöslich" eine Löslichkeit von mindestens 0,01 g, vorzugsweise mindestens
0,1 g des Polymers pro Liter Wasser bei Raumtemperatur und pH 8 verstanden werden
soll. Bevorzugt eingesetzte Polymere weisen unter diesen Bedingungen jedoch eine Löslichkeit
von mindestens 1 g pro Liter, insbesondere mindestens 10 g pro Liter auf.
[0038] Bevorzugte Wäschenachbehandlungsmittel, die ein erfindungsgemäß zu verwendendes Cellulosederivat
enthalten, weisen als wäscheweichmachenden Wirkstoff ein sogenanntes Esterquat auf,
das heißt einen quaternierten Ester aus Carbonsäure und Aminoalkohol. Dabei handelt
es sich um bekannte Stoffe, die man nach den einschlägigen Methoden der präparativen
organischen Chemie erhalten kann. In diesem Zusammenhang sei auf die internationale
Patentanmeldung WO 91/01295 verwiesen, nach der man Triethanolamin in Gegenwart von
unterphosphoriger Säure mit Fettsäuren partiell verestert, Luft durchleitet und anschließend
mit Dimethylsulfat oder Ethylenoxid quaterniert. Aus der deutschen Patentschrift DE
43 08 794 ist überdies ein Verfahren zur Herstellung fester Esterquats bekannt, bei
dem man die Quaternierung von Triethanolaminestem in Gegenwart von geeigneten Dispergatoren,
vorzugsweise Fettalkoholen, durchführt. Übersichten zu diesem Thema sind beispielsweise
von R.Puchta et al. in Tens.Surf.Det.,
30, 186 (1993), M.Brock in Tens.Surf.Det.
30, 394 (1993), R.Lagerman et al. in J.Am.Oil.Chem.Soc.,
71, 97 (1994) sowie I.Shapiro in Cosm.Toil.
109, 77 (1994) erschienen.
[0039] In den Mitteln bevorzugte Esterquats sind quaternierte Fettsäuretriethanolaminestersalze,
die der Formel (I) folgen,

in der R
1CO für einen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
2 und R
3 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder R
1CO, R
4 für einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine (CH
2CH
2O)
qH-Gruppe, m, n und p in Summe für 0 oder Zahlen von 1 bis 12, q für Zahlen von 1 bis
12 und X für ein ladungsausgleichendes Anion wie Halogenid, Alkylsulfat oder Alkylphosphat
steht. Typische Beispiele für Esterquats, die im Sinne der Erfindung Verwendung finden
können, sind Produkte auf Basis von Capronsäure, Caprylsäure, Caprinsäure, Laurinsäure,
Myristinsäure, Palmitinsäure, Isostearinsäure, Stearinsäure, Ölsäure, Elaidinsäure,
Arachinsäure, Behensäure und Erucasäure sowie deren technische Mischungen, wie sie
beispielsweise bei der Druckspaltung natürlicher Fette und Öle anfallen. Vorzugsweise
werden technische C
12/18-Kokosfettsäuren und insbesondere teilgehärtete C
16/18-Talgbeziehungsweise Palmfettsäuren sowie Elaidinsäure-reiche C
16/18-Fettsäureschnitte eingesetzt. Zur Herstellung der quaternierten Ester können die
Fettsäuren und das Triethanolamin in der Regel im molaren Verhältnis von 1,1 : 1 bis
3 : 1 eingesetzt werden. Im Hinblick auf die anwendungstechnischen Eigenschaften der
Esterquats hat sich ein Einsatzverhältnis von 1,2 : 1 bis 2,2 : 1, vorzugsweise 1,5
: 1 bis 1,9 : 1 als besonders vorteilhaft erwiesen. Die bevorzugt eingesetzten Esterquats
stellen technische Mischungen von Mono-, Di- und Triestern mit einem durchschnittlichen
Veresterungsgrad von 1,5 bis 1,9 dar und leiten sich von technischer C
16/18- Talg- bzw. Palmfettsäure (Iodzahl 0 bis 40) ab. Quaternierte Fettsäuretriethanolaminestersalze
der Formel (I), in der R
1CO für einen Acylrest mit 16 bis 18 Kohlenstoffatomen, R
2 für R
1CO, R
3 für Wasserstoff R
4 für eine Methylgruppe, m, n und p für 0 und X für Methylsulfat steht, haben sich
als besonders vorteilhaft erwiesen.
[0040] Neben den quaternierten Carbonsäuretriethanolaminestersalzen kommen als Esterquats
auch quaternierte Estersalze von Carbonsäuren mit Diethanolalkylaminen der Formel
(II) in Betracht,

in der R
1CO für einen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
2 für Wasserstoff oder R
1CO, R
4 und R
5 unabhängig voneinander für Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, m und n in Summe
für 0 oder Zahlen von 1 bis 12 und X für ein ladungsausgleichendes Anion wie Halogenid,
Alkylsulfat oder Alkylphosphat steht.
[0041] Als weitere Gruppe geeigneter Esterquats sind schließlich die quaternierten Estersalze
von Carbonsäuren mit 1,2-Dihydroxypropyldialkylaminen der Formel (III) zu nennen,

in der R
1CO für einen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
2 für Wasserstoff oder R
1CO, R
4, R
6 und R
7 unabhängig voneinander für Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, m und n in Summe
für 0 oder Zahlen von 1 bis 12 und X für ein ladungsausgleichendes Anion wie Halogenid,
Alkylsulfat oder Alkylphosphat steht.
[0042] Hinsichtlich der Auswahl der bevorzugten Fettsäuren und des optimalen Veresterungsgrades
gelten die für (I) genannten beispielhaften Angaben sinngemäß auch für die Esterquats
der Formeln (II) und (III). Üblicherweise gelangen die Esterquats in Form 50 bis 90
gewichtsprozentiger alkoholischer Lösungen in den Handel, die auch problemlos mit
Wasser verdünnt werden können, wobei Ethanol, Propanol und Isopropanol die üblichen
alkoholischen Lösungsmittel sind.
[0043] Esterquats werden vorzugsweise in Mengen von 5 Gew.-% bis 25 Gew.-%, insbesondere
8 Gew.-% bis 20 Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Wäschenachbehandlungsmittel,
verwendet. Gewünschtenfalls können die erfindungsgemäß verwendeten Wäschenachbehandlungsmittel
zusätzlich oben aufgeführte Waschmittelinhaltsstoffe enthalten, sofern sie nicht in
unzumutbarer Weise negativ mit dem Esterquat wechselwirken. Bevorzugt handelt es sich
um ein flüssiges, wasserhaltiges Mittel, das in einfacher Weise durch Mischen der
Inhaltsstoffe zugänglich ist.
[0044] In einer bevorzugten Ausführungsform ist ein Mittel, in das ein erfindungsgemäß zu
verwendendes Cellulosederivat eingearbeitet wird, teilchenförmig und enthält bis zu
25 Gew.-%, insbesondere 5 Gew.-% bis 20 Gew.-% Bleichmittel, insbesondere Alkalipercarbonat,
bis zu 15 Gew.-%, insbesondere 1 Gew.-% bis 10 Gew.-% Bleichaktivator, 20 Gew.-% bis
55 Gew.-% anorganischen Builder, bis zu 10 Gew.-%, insbesondere 2 Gew.-% bis 8 Gew.-%
wasserlöslichen organischen Builder, 10 Gew.-% bis 25 Gew.-% synthetisches Aniontensid,
1 Gew.-% bis 5 Gew.-% nichtionisches Tensid und bis zu 25 Gew.-%, insbesondere 0,1
Gew.-% bis 25 Gew.-% anorganische Salze, insbesondere Alkalicarbonat und/oder -hydrogencarbonat.
[0045] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein Mittel, in das ein erfindungsgemäß
zu verwendendes Cellulosederivat eingearbeitet wird, flüssig und enthält 10 Gew.-%
bis 25 Gew.-%, insbesondere 12 Gew.-% bis 22,5 Gew.-% nichtionisches Tensid, 2 Gew.-%
bis 10 Gew.-%, insbesondere 2,5 Gew.-% bis 8 Gew.-% synthetisches Aniontensid, 3 Gew.-%
bis 15 Gew.-%, insbesondere 4,5 Gew.-% bis 12,5 Gew.-% Seife, 0,5 Gew.-% bis 5 Gew.-%,
insbesondere 1 Gew.-% bis 4 Gew.-% organischen Builder, insbesondere Polycarboxylat
wie Citrat, bis zu 1,5 Gew.-%, insbesondere 0,1 Gew.-% bis 1 Gew.-% Komplexbildner
für Schwermetalle, wie Phosphonat, und gegebenenfalls Enzym, Enzymstabilisator, Farb-
und/oder Duftstoff sowie Wasser und/oder wassermischbares Lösungsmittel.
[0046] Feste Mittel werden vorzugsweise so hergestellt, daß man ein Teilchen, welches schmutzablösevermögendes
Cellulosederivat enthält, mit weiteren in fester Form vorliegenden Waschmittelinhaltsstoffen
vermischt. Dabei setzt man zur Herstellung des Teilchens, welches das schmutzablösevermögende
Cellulosederivat enthält, vorzugsweise einen Sprühtrocknungsschritt ein. Alternativ
ist auch möglich, einen kompaktierenden Compoundierungsschritt zur Herstellung dieses
Teilchens und gegebenenfalls auch zur Herstellung des fertigen Mittels einzusetzen.
Beispiel
[0047] Nach 5maligem Waschen mit einem von schmutzablösevermögendem Cellulosederivat freien
Universalwaschmittel (UWM) oder mit dem ansonsten gleichen Waschmittel, dem man 0,5
Gew.- % Methyl-hydroxyethylcellulose (DS 1,89; MS 0,15; mittlere Molmasse 100 000)
zugesetzt hatte (UWM + C) bei 40°C wurden mit Hilfe des Steighöhentests nach DIN 53924
folgende in der nachfolgenden Tabelle angegebene Saugfähigkeitsergebnisse an Polyester
Microfaser und einem Baumwolle-Polyester-Mischgewebe (50% CO / 50% PES) erzielt:
| Steighöhe in mm |
PES Microfaser |
|
Mischgewebe |
| nach Min. |
1 |
3 |
5 |
10 |
|
1 |
3 |
5 |
10 |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| UWM |
38 |
62 |
78 |
106 |
|
32 |
50 |
61 |
80 |
| LTWM + C |
45 |
70 |
86 |
115 |
|
39 |
56 |
68 |
88 |