Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zünden eines Gasstromes und eine Anordnung
zur Durchführung dieses Verfahrens, wie sie bei Gasregelarmaturen für einen Gasheizofen
benutzt werden können.
Stand der Technik
[0002] Gasregelarmaturen für einen Gasheizofen oder dergleichen gibt es in einer Vielzahl
von Ausführungen. Sie dienen zur Zündung und zur Regelung eines einem Brenner zufließenden
Gasstromes.
[0003] Aus der
GB 2 351 341 A ist eine Ventileinrichtung zur Steuerung der Zündung eines Gasbrenners bekannt. Eine
Betätigungsspindel wird per Hand in die Zündstellung bewegt, wobei das Zündsicherungsventil
geöffnet wird. Die Betätigungsspindel braucht nur kurze Zeit in dieser Stellung gehalten
werden, da bei der Bewegung der Betätigungsspindel ein Mikroschalter eingeschaltet
wird. Das bewirkt, dass über ein Netzteil eine Spannung zum Halten des Magneteinsatzes
bereitgestellt wird. Die Zündung erfolgt über eine piezoelektrische Funkenzündung.
Das Netzteil wird ausgeschaltet, wenn der von einem Thermoelement bereitgestellte
Thermostrom zum Halten des Zündsicherungsventils in Offenstellung ausreicht.
[0004] Bei dieser Lösung ist es von Nachteil, dass die Betätigung der Ventileinrichtung
nur von Hand erfolgen kann, was insbesondere bei ungünstigen Einbaulagen oder häufigeren
Betätigungen nicht befriedigt. Außerdem ist ein zusätzlicher Aufwand für die Durchführung
der piezoelektrischen Funkenzündung notwendig. Desweiteren besteht das Problem, dass,
insbesondere bei einem größeren leitungsmäßigen Abstand zwischen Zündsicherungsventil
und Brenneröffnung, zum Zeitpunkt der Zündung noch kein zündfähiges Gasgemisch an
der Brenneröffnung vorliegen kann, da der Zeitraum zwischen der Öffnung des Zündsicherungsventils
und dem Zünden relativ gering ist.
[0005] Desweiteren ist in der
DE 93 07 895 U ein Mehrfunktionsventil mit thermoelektrischer Sicherung für Gasbrenner von Heizungsanlagen
beschrieben. Dieses Mehrfunktionsventil nutzt zu seiner Betätigung die vorhandene
Netzstromversorgung eines Raumes. Um den Gasstrom zu zünden, wird über einen Drucktaster
ein Magnetventil erregt, wodurch das Zündsicherungsventil geöffnet wird. Gleichzeitig
erfolgt die Zündung des Gasstromes. Ein im Bereich der entzündeten Gasflamme befindliches
Thermoelement wird erwärmt und bringt über den dadurch entstehenden Thermostrom einen
Magneteinsatz in den erregten Zustand. Der Magnet hält einen Anker fest und somit
ebenfalls das mit dem Anker verbundene Zündsicherungsventil in Offenstellung. Nunmehr
kann der Drucktaster losgelassen und das Magnetventil entregt werden.
[0006] Hier ist es von Nachteil, dass der Drucktaster so lange gehalten werden muss, bis
durch den Thermostrom das Zündsicherungsventil in Offenstellung gehalten wird. Ebenfalls
von Nachteil ist, dass auf Grund dessen, dass das Magnetventil diese Zeit über die
Netzstromversorgung erregt bleiben muss, der Stromverbrauch relativ hoch ist.
[0007] Weitere Anordnungen und Verfahren zum Zünden eines Gasstromes sind aus
US 5 722 823 und aus
EP 1 070 919 bekannt.
Darstellung der Erfindung
[0008] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Verfahren zum Zünden eines Gasstromes
und eine Anordnung zur Durchführung dieses Verfahrens zu entwickeln, das eine Zündung
mittels einer Fernbedienung ermöglicht. Desweiteren soll der notwendige Stromverbrauch
so gering gehalten werden, dass eine integrierbare Spannungsquelle zum Einsatz kommen
kann. Weiterhin soll der Aufbau möglichst einfach gestaltet sein.
[0009] Erfindungsgemäß wird das Problem dadurch gelöst, dass zum Zünden eines Gasstromes
mittels Betätigung einer von einer Spannungsquelle gespeisten elektronischen Steuereinheit
ein Zündsicherungsmagnet durch Erzeugung eines Haltestromes zur Offenhaltung eines
den Gasstrom absperrenden thermoelektrischen Zündsicherungsventils angesteuert wird.
Sobald der Zündsicherungsmagnet erregt ist wird ein Elektromagnet kurzzeitig mit einem
Spannungsimpuls erregt, wodurch eine Betätigungsstange das Zündsicherungsventil öffnet
und dabei den Anker des Zündsicherungsmagneten anlegt. Der Anker wird durch den von
der Spannungsquelle kommenden Haltestrom solange gehalten, bis ein Thermoelement nach
erfolgter Zündung des Gasstromes den notwendigen Haltestrom zur Verfügung stellt oder
aber eine festgelegte Haltezeit überschritten ist.
[0010] Dazu besteht die Anordnung zum Zünden eines Gasstromes aus einer von einer Spannungsquelle
gespeisten elektronischen Steuereinheit, einem den Gasstrom absperrenden thermoelektrischen
Zündsicherungsventil, einem Zündsicherungsmagneten und einer zum Zündsicherungsventil
fluchtenden Betätigungsstange. Dabei ist der Ventilteller des Zündsicherungsventils
auf einer Ventilstange gelagert und durch eine Rückstellfeder in Schließrichtung belastet.
Mit der Ventilstange ist der Anker des Zündsicherungsmagneten fest verbunden. Weiterhin
liegt die Wicklung des Zündsicherungsmagneten einerseits im Stromkreis eines von der
Gasflamme beheizten Thermoelements und ist andererseits über die elektronische Steuereinheit
ansteuerbar.
[0011] Die zum Zündsicherungsventil fluchtende.Betätigungsstange ist durch einen Elektromagneten
so weit in Längsrichtung gegen die Kraft einer Rückholfeder bewegbar, dass der Anker
des Zündsicherungsmagneten anliegt und sich der Ventilteller in Offenstellung befindet.
Der Elektromagnet ist mit der elektronischen Steuereinheit verbunden und über einen
Spannungsimpuls für die Dauer des Impulses erregbar.
[0012] Desweiteren ist eine Antriebseinheit vorhanden, die über einen Schalter die zu einem
Hauptbrenner strömende Gasmenge steuert.
[0013] Damit wurde eine Lösung gefunden, mit der die weiter oben genannten Nachteile des
Standes der Technik beseitigt wurden. Durch eine kurze Betätigung der elektronischen
Steuereinheit ist eine Zündung des Gasstromes möglich. Dabei ergibt sich auf Grund
der unabhängig von der Dauer der Betätigung der Steuerungseinheit nur impulsartigen
Betätigung des Elektromagneten ein sehr geringer Strombedarf. Weiterhin ist es möglich
zur Erzeugung des Zündfunkens auf die Spannungsquelle zurückzugreifen, so dass der
zusätzliche Aufwand für eine piezoelektrische Zündeinrichtung entfallen kann.
[0014] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den anderen Patentansprüchen
hervor.
[0015] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens ergibt sich, wenn bei bereits brennender
Zündflamme die genannten Schritte übersprungen werden und die elektronische Steuereinheit
eine Antriebseinheit derart ansteuert, dass sich die zum Hauptbrenner strömende Gasmenge
erhöht. Dadurch, dass bei brennender Zündflamme automatisch eine Erhöhung der zum
Hauptbrenner fließenden Gasmenge erfolgt, sind Aufbau und Bedienung vereinfachbar.
[0016] Auf Grund des geringen Strombedarfs erweist es sich desweiteren als besonders günstig,
wenn selbst bei Gewährleistung einer ausreichenden Lebensdauer die Spannungsquelle
aus einer Batterie besteht, die von den Abmessungen her so klein ausgeführt sein kann,
dass sie sich zusammen mit der elektronischen Steuereinheit in einer Fernbedienung
befinden kann.
Ausführungsbeispiel
[0017] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Zünden eines Gasstromes und die Anordnung zur
Durchführung des Verfahrens werden nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher
erläutert. Das Ausführungsbeispiel zeigt in schematischer Darstellung eine Gasregelarmatur
für einen Gasheizofen mit einer erfindungsgemäßen Anordnung zum Zünden eines Gasstromes.
Die einzelnen Darstellungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Ausführung einer Gasregelarmatur in geschnittener Darstellung in Ge- schlossenstellung,
- Fig. 2
- eine Ausführung einer Gasregelarmatur in geschnittener Darstellung mit aktivierter
Inbetriebnahme,
- Fig. 3
- eine Ausführung einer Gasregelarmatur in geschnittener Darstellung in Zündstellung,
- Fig. 4
- eine Ausführung einer Gasregelarmatur in geschnittener Darstellung in Of- fenstellung.
[0018] Die in Fig. 1 dargestellte beispielhafte erfindungsgemäße Gasregelarmatur ist ein
Schalt- und Regelgerät, das vorzugsweise für den Einbau in einen gasbeheizten Kaminofen
oder dergleichen bestimmt ist. Sie ermöglicht die Bedienung und Überwachung eines
Brenners, indem die zum Brenner strömende Gasmenge gesteuert wird. Der Brenner besteht
in diesem Ausführungsbeispiel aus einem Zündbrenner 42 und einem Hauptbrenner 44.
[0019] Diese Gasregelarmatur besteht aus einem Gehäuse 1, das einen Gaseingang 2, einen
Zündgasausgang 3 und einen Hauptgasausgang 4 aufweist. In dem Gehäuse 1 befinden sich
die einzelnen Funktionseinheiten.
[0020] Zur Ansteuerung dient eine elektronische Steuereinheit 5, die sich in diesem Ausführungsbeispiel
zusammen mit einer Spannungsquelle in einem separaten ortsunabhängigen Gehäuse einer
Fernbedienung 6 befindet.
[0021] In der dargestellten Gasregelarmatur sind folgende Funktionseinheiten untergebracht:
- Inbetriebnahme 7 mit Zündsicherung
- Steuerungseinheit 8 für die zum Hauptbrenner 44 strömende Gasmenge
[0022] Für die Inbetriebnahme 7 ist in einer Lagerstelle 9 des Gehäuses 1 eine Betätigungsstange
10 längsbeweglich geführt, die über einen auf dem Gehäuse 1 angeordneten Elektromagneten
11 mittels der Fernbedienung 6 betätigbar ist, wobei zum Beispiel durch Rundringe
12 die notwendige Gasdichtheit gewährleistet wird.
[0023] Die Bewegung in Längsrichtung ist dabei nur gegen die Kraft einer sich im Gehäuse
1 abstützenden Rückholfeder 13 möglich. Die unter der Kraft der Rückholfeder 13 einzunehmende
Ausgangsstellung wird durch ein an der Betätigungsstange 10 befindliches Gegenlager
14 erreicht, das in Ausgangsstellung an einem nicht dargestellten Anschlag anliegt.
Die Betätigungsstange 10 reicht mit ihrem Ende ins Innere des Gehäuses 1.
[0024] Das Innere des Gehäuses 1 wird durch eine Trennwand 15 in verschiedene Räume unterteilt.
Fluchtend in Verlängerung der Betätigungsstange 10 weist die Trennwand 15 eine erste
Öffnung 16 auf, die zu einem Zündsicherungsventil 17 gehört. Das Zündsicherungsventil
17 wird durch einen in einer Lagerstelle des Gehäuses 1 gasdicht angeordneten thermoelektrischen
Zündsicherungsmagneten 18 beeinflusst, der sich stromab des Gaseinganges 2 befindet.
Der thermoelektrische Zündsicherungsmagnet 18 wirkt auf einen Anker 19, der starr
mit einer Ventilstange 20 verbunden ist, auf der der Ventilteller 21 des Zündsicherungsventils
17 befestigt ist. Über die elektronische Steuereinheit 5, sowie über ein der Zündflamme
ausgesetztes Thermoelement 22 ist der thermoelektrische Zündsicherungsmagnet 18 erregbar.
[0025] Der Aufbau und die Wirkungsweise des Zündsicherungsmagneten 18 sind im übrigen dem
Fachmann geläufig, so dass auf die Beschreibung weiterer Einzelheiten verzichtet werden
kann. Hervorzuheben ist nur noch, dass eine Rückstellfeder 23 bestrebt ist, den Anker
19 über den als Federlager dienenden Ventilteller 21 vom Zündsicherungsmagneten 18
abzuziehen.
[0026] In Strömungsrichtung hinter der Inbetriebnahme 7 befindet sich innerhalb des Gehäuses
1 ein Schalter 24. Der Schalter 24 weist eine einseitig doppelt geschlitzte Springfeder
25 auf, die sich einerseits mit ihren auf der geschlitzten Seite befindlichen beiden
äußeren Enden in einer im Gehäuse 1 befindlichen ersten Lagerstelle 26 abstützt, während
sie andererseits mit ihrer nichtgeschlitzten Seite mit einer Lyrafeder 27 verbunden
ist, die sich in einer im Gehäuse 1 befindlichen zweiten Lagerstelle 28 abstützt.
Auf der der Lyrafeder 27 zugewandten Seite ist in einer ersten Führungsbohrung ein
einem ersten Ventil 29 zugeordneter erster Ventilschließkörper 30 gelagert, dem ein
in der Trennwand 15 befindlicher erster Ventilsitz 31 zugeordnet ist. Desweiteren
ist auf der zwischen den beiden äußeren Enden befindlichen federnden Zunge der Springfeder
25 ein einem zweiten Ventil 32 zugeordneter, in einer zweiten Führungsbohrung befindlicher
zweiter Ventilschließkörper 33 gelagert, dem ein in der Trennwand 15 befindlicher
zweiter Ventilsitz 34 zugeordnet ist. Ein sich im Gehäuse 1 befindlicher Hebel 35,
der von einem Stößel 36 beaufschlagt wird, wirkt mit seinem anderen Ende auf die Zunge
der Springfeder 25 ein. Der Hub des Schalters wird durch die Bewegung der Springfeder
25 begrenzende nicht dargestellte Anschläge festgelegt.
[0027] Der Schalter 24 ist so ausgeführt, dass eine modulierende Steuerung über das Ventil
32 mit sprungförmiger Ein- und Ausschaltung im Teillastbereich über das Ventil 29
bewirkt wird. Dabei wird der Teillastdurchfluss durch den Querschnitt der in der Trennwand
befindlichen Öffnung 37 begrenzt.
[0028] Der mit dem Schalter 24 in kraftschlüssiger Verbindung stehende und längsbewegliche
Stößel 36 ragt aus dem gleichzeitig eine Lagerstelle 38 für ihn bildenden Gehäuse
1 heraus. Durch zum Beispiel einen Rundring 39 wird die notwendige Gasdichtheit nach
Außen gewährleistet. Mit seinem dem Schalter 24 abgewandten Ende ist der Stößel 36
mit einer nicht näher erläuterten, da für den Fachmann bekannten Antriebseinheit 40
verbunden. Die Ansteuerung der Antriebseinheit 40 erfolgt mittels der Fernbedienung
6 über die elektronische Steuereinheit 5.
[0029] Zur Durchführung des Verfahrens erfolgt über die Fernbedienung 6 eine Betätigung
der elektronischen Steuereinheit 5. Bei bereits brennender Zündflamme erfolgt durch
die elektronische Zündeinheit 5 eine sofortige Ansteuerung der Antriebseinheit 40.
In einer später näher erläuterten Art und Weise wird dadurch die Menge des zum Hauptbrenner
44 strömenden Gases erhöht.
[0030] Wenn die Zündflamme nicht brennt wird zusätzlich aus Sicherheitsgründen vor dem Zünden
durch die elektronische Steuereinheit 5 die Antriebseinheit 40 dahingehen überprüft,
ob die beiden Ventile 29/32 geschlossen sind bzw. so angesteuert, dass beide Ventile
29/32 geschlossen werden. Danach wird der Elektromagnet 11 mittels eines elektrischen
Impulses derart betätigt, dass die Betätigungsstange 10 in Richtung des Zündsicherungsventils
17 bewegt wird und dieses so weit öffnet, dass der Anker 19 am Zündsicherungsmagneten
18 anliegt (Fig. 2). Außerdem wird über die elektronische Steuereinheit 5 der Zündsicherungsmagnet
18 erregt, so dass ab dem Zeitpunkt des Auftreffens des Ankers 19 auf den Zündsicherungsmagneten
18 der Anker 19 durch den fließenden Haltestrom in dieser Lage, d.h. in der Offenstellung
des Zündsicherungsventils 17 gehalten wird, während die Betätigungsstange 10 auf Grund
des nach dem beendeten Impuls entregten Elektromagneten 11 und unter der Wirkung der
Rückholfeder 13 wieder die Ausgangsstellung einnimmt. Das Zündgas kann nunmehr über
die Zündgasleitung 41 zum Zündbrenner 42 strömen, wo es mittels der Zündelektrode
43 entzündet wird. (Fig. 3).
[0031] Durch die brennende Zündflamme wird das Thermoelement 22 erwärmt. Die entstehende
Größe des Thermostromes wird durch die elektronische Steuereinheit 5 überprüft. Sobald
der Thermostrom ausreicht, um den Anker 19 zu halten, wird der von der Spannungsquelle
kommende Haltestrom abgeschaltet.
[0032] Sollte innerhalb einer vorgegebenen Zeit keine Zündung des Zündgases erfolgen, so
wird durch die elektronische Steuereinheit 5 der von der Spannungsquelle kommende
Haltestrom abgeschaltet, wodurch der Zündsicherungsmagnet 18 entregt wird und das
Zündsicherungsventil 17 schließt.
[0033] Nachdem die Zündflamme brennt, kann über die Fernbedienung 6 und die elektronische
Steuereinheit 5 die Antriebseinheit 40 betätigt werden. Dadurch öffnet der Schalter
24 in bekannter Art und Weise, indem es zu einem schlagartigen Abheben des Ventilschließkörpers
30 vom Ventilsitz 31 kommt. Die durch die Öffnung 37 begrenzte konstante Gasmenge
strömt über den Hauptgasausgang 4 zum Hauptbrenner 44 und wird über die Zündflamme
gezündet. Die Flammen brennen mit einer Minimalhöhe. Bei einer weiteren Betätigung
der Antriebseinheit 40 wird die zum Hauptgasbrenner 44 strömende Gasmenge gleichmäßig
vergröβert, da nunmehr der Ventilschließkörper 33 vom Ventilsitz 34 abhebt, wodurch
eine gleichmäßige Erhöhung der durch das Ventil 32 durchströmenden Gasmenge erreicht
wird. Der Schalter 24 befindet sich nunmehr im modulierenden Bereich und das Ventil
32 wird gleichmäßig geöffnet, bis die maximale Gasmenge erreicht ist (Fig. 4).
[0034] Das erfindungsgemäße Verfahren und die Anordnung zur Durchführung des Verfahrens
sind selbstredend nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Vielmehr
sind Änderungen, Abwandlungen und Kombinationen möglich, ohne den Rahmen der Erfindung
zu verlassen.
[0035] So versteht es sich, dass die Gasregelarmatur beispielsweise noch weitere Funktionseinheiten,
wie beispielsweise einen Druckregler o.ä., außer den genannten aufweisen kann. Auch
die Übermittlung der Steuersignale kann, wie bei Fernbedienungen allgemein bekannt,
mittels Infrarot, Ultraschall, Funkwellen o.ä erfolgen.
[0036] Desweiteren ist es möglich, dass keine Fernbedienung 6 verwendet wird, sondern dass
sich die elektronische Steuereinheit 5 am bzw. im Gehäuse 1 befindet.
Aufstellung der Bezugszeichen
[0037]
- 1
- Gehäuse
- 2
- Gaseingang
- 3
- Zündgasausgang
- 4
- Hauptgasausgang
- 5
- Steuereinheit
- 6
- Fernbedienung
- 7
- Inbetriebnahme
- 8
- Steuerungseinheit
- 9
- Lagerstelle
- 10
- Betätigungsstange
- 11
- Elektromagnet
- 12
- Rundring
- 13
- Rückholfeder
- 14
- Gegenlager
- 15
- Trennwand
- 16
- Öffnung
- 17
- Zündsicherungsventil
- 18
- Zündsicherungsmagnet
- 19
- Anker
- 20
- Ventilstange
- 21
- Ventilteller
- 22
- Thermoelement
- 23
- Rückstellfeder
- 24
- Schalter
- 25
- Springfeder
- 26
- Lagerstelle
- 27
- Lyrafeder
- 28
- Lagerstelle
- 29
- Ventil
- 30
- Ventilschließkörper
- 31
- Ventilsitz
- 32
- Ventil
- 33
- Ventilschließkörper
- 34
- Ventilsitz
- 35
- Hebel
- 36
- Stößel
- 37
- Öffnung
- 38
- Lagerstelle
- 39
- Rundring
- 40
- Antriebseinheit
- 41
- Zündgasleitung
- 42
- Zündbrenner
- 43
- Zündelektrode
- 44
- Hauptbrenner
1. Verfahren zum Zünden eines Gasstromes, bei dem mittels Betätigung einer von einer
Spannungsquelle gespeisten elektronischen Steuereinheit (5) ein Zündsicherungsmagnet
(18) durch Erzeugung eines Haltestromes zur Offenhaltung eines den Gasstrom absperrenden
thermoelektrischen Zündsicherungsventils (17) angesteuert wird und ein Elektromagnet
(11) kurzzeitig mit einem Spannungsimpuls erregt wird, derart, dass eine Betätigungsstange
(10) das Zündsicherungsventil (17) öffnet und dabei einen Anker (19) des Zündsicherungsmagneten
(18) anlegt, der dann durch den von der Spannungsquelle kommenden Haltestrom solange
gehalten wird, bis ein Thermoelement (22) nach erfolgter Zündung des Gasstromes den
notwendigen Haltestrom zur Verfügung stellt oder eine definierte Haltezeit überschritten
ist.
2. Verfahren zum Zünden eines Gasstromes nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei bereits brennender Zündflamme eine sofortige Ansteuerung der Antriebseinheit
(40) derart erfolgt, dass sich die zum Hauptbrenner (44) strömende Gasmenge erhöht.
3. Anordnung zum Zünden eines Gasstromes zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch
1 oder 2, bestehend aus einer von einer Spannungsquelle gespeisten elektronischen
Steuereinheit (5), einem den Gasstrom absperrenden thermoelektrischen Zündsicherungsventil
(17), dessen Ventilteller (21) auf einer Ventilstange (20) gelagert und durch eine
Rückstellfeder (23) in Schließrichtung belastet ist, einem Zündsicherungsmagneten
(18), dessen Wicklung im Stromkreis eines von der Gasflamme beheizten Thermoelements
(22) liegt, und dessen Anker (19) fest mit der Ventilstange (20) verbunden ist, einer
zum Zündsicherungsventil (17) fluchtenden Betätigungsstange (10), die durch einen
Elektromagneten (11), der durch die elektronische Steuereinheit (5) über einen Spannungsimpuls
kurzzeitig gegen die Kraft einer Rückholfeder (13) betätigbar und derart in Längsrichtung
bewegbar ist, dass der Anker (19) des Zündsicherungsmagneten (18) anliegt und sich
der Ventilteller (21) in Offenstellung befindet, dadurch gekennzeichnet, dass der Zündsicherungsmagnet (18) über die elektronische Steuereinheit (5) ansteuerbar
ist, und dass eine Antriebseinheit (40) vorgesehen ist, welche über einen Schalter
(24) die zu einem Hauptbrenner strömende Gasmenge steuert.
4. Anordnung zum Zünden eines Gasstromes nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannungsquelle aus einer Batterie besteht.
1. Process for igniting a stream of gas, whereby by operating an electronic control unit
(5) fed from an electricity source an ignition locking magnet (18) is controlled by
generating a holding current to keep open a thermoelectric ignition locking valve
(17) blocking off the gas flow and an electromagnet (11) is briefly energised by an
electric pulse, so that an actuating strut (10) opens the ignition locking valve (17)
and positions an anchor (19) of the ignition locking magnet (18), which is then held
long enough by the holding current from the electricity source for a thermocouple
(22) to provide the necessary holding current after the gas flow has been ignited
or a defined holding period has been exceeded.
2. Process for igniting a gas stream in accordance with patent claim 1, characterised by the fact that with a pilot light already alight drive unit (40) is immediately triggered so that
the gas volume flowing to the main burner (44) is increased.
3. Arrangement for igniting a gas stream to carry out the process in accordance with
patent claim 1 or 2, consisting of an electronic control unit (5) fed from an electricity
source, a thermoelectric ignition locking valve (17) blocking off the gas flow (17),
whose valve disc (21) is seated on a valve rod (20) and loaded by a restoring spring
(23) in the direction of closure, an ignition locking magnet (18), whose winding lies
in the circuit of a thermocouple (22) heated by the gas flame, and whose anchor (19)
is firmly connected to the valve rod (20), an actuating strut (10) aligned with the
ignition locking valve (17), which is movable in such a way in a longitudinal direction
by a solenoid (11), which is briefly operable by the electronic control unit (5) via
an electric impulse against the force of a restoring spring (13), that the anchor
(19) of the ignition locking magnet (18) bears against it and the valve disc (21)
is in the open position, characterised in that the ignition locking magnet (18) is controllable by the electronic control unit (5),
and that a control unit (40) is provided, which controls the volume of gas flowing
to a main burner (44) via a switch (24).
4. Arrangement for igniting a gas stream in accordance with patent claim 3, characteristised by the fact that the electricity source consists of a battery.
1. Procédé pour l'allumage d'un flux de gaz pour lequel, en actionnant une unité de commande
électronique (5) alimentée par une source de tension, un aimant de sécurité d'allumage
(18) est actionné en produisant un courant de maintien pour maintenir ouverte une
des soupapes de sécurité d'allumage thermoélectrique (17) bloquant le flux de gaz
et un électroaimant (11) est excité un court instant par une impulsion de tension
de telle manière qu'une tige d'actionnement (10) ouvre la soupape de sécurité d'allumage
(17) et crée à cet effet un induit (19) de l'aimant de sécurité d'allumage (18) qui
est ensuite maintenu par le courant de maintien venant de la source de tension jusqu'à
ce qu'un élément thermique (22) mette à disposition le courant de maintien suffisant
après l'allumage du flux de gaz ou jusqu'à ce qu'un temps de maintien défini soit
dépassé.
2. Procédé pour l'allumage d'un flux de gaz selon la revendication de brevet 1, caractérisé par le fait qu'en présence d'une flamme d'allumage il se produit une excitation immédiate de l'unité
d'entraînement (40) de telle sorte que la quantité de gaz affluant vers le brûleur
principal (44) augmente.
3. Disposition pour l'allumage d'un flux de gaz pour réaliser le procédé selon la revendication
de brevet 1 ou 2, se composant d'une unité de commande électronique (5) alimentée
par une source de tension, d'une soupape de sécurité d'allumage thermoélectrique (17)
bloquant le flux de gaz et dont la tête (21) se trouve sur une tige de soupape (20)
et qui est contrainte par un ressort de renvoi (23) en position fermée, d'un aimant
de sécurité d'allumage (18) dont la bobine se situe dans le circuit électrique d'un
élément thermique (22) chauffé par la flamme du gaz et dont l'induit (19) est raccordé
avec la tige de soupape (20), d'une tige d'actionnement (10) dans l'alignement de
la soupape de sécurité d'allumage (17), tige d'actionnement qui peut être actionnée
un court instant contre la force d'un ressort de renvoi (13) par un électroaimant
(11) activé par l'unité de commande électronique (5) par une impulsion de tension
et qui peut bouger longitudinalement de telle manière que l'induit (19) de l'aimant
de sécurité d'allumage (18) soit appliqué et que la tête de soupape (21) soit en position
ouverte, caractérisée par le fait que l'aimant de sécurité d'allumage (18) peut être excité par l'unité de commande électronique
(5) et par le fait qu'une unité d'entraînement (40) est prévue permettant de piloter la quantité de gaz
affluant vers un brûleur principal (44) au moyen d'un contacteur (24).
4. Disposition pour l'allumage d'un flux de gaz selon la revendication de brevet 3, caractérisée par le fait que la source de tension provient d'une batterie.