[0001] Die Erfindung betrifft einen Innenspanner zum Spannen einer Schraubendruckfeder gemäß
den Merkmalen im Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind insbesondere für den Kraftfahrzeugbereich Innenspanner
für Schraubendruckfedern bekannt, mit denen diese Schraubendruckfedern aus entsprechenden
Aufnahmen des Fahrwerks demontiert und auch wieder eingesetzt werden können.
[0003] Die DE 37 20 018 offenbart einen gattungsgemäßen Innenspanner für Schraubendruckfedern,
welcher aus einem zentrisch innerhalb einer zu spannenden Schraubendruckfeder positionierbaren
und mittels eines Spannantriebs in seiner wirksamen Länge veränderbaren Spannelement
sowie aus zwei sich axial gegenüber dem Spannelement abstützenden Spanntellern zur
Anlage an jeweils einer Federwindung der Schraubendruckfeder besteht. Beide Spannteller
weisen eine zentrale Bohrung auf, wobei sich der antriebsseitige 2. Spannteller im
montierten Zustand an einem Absatz des Spannelements abstützt. Das Spannelement umfasst
eine Gewindespindel in einem Gewinderohr, wobei an einem Ende des Spannelements ein
Antrieb und am gegenüberliegenden Ende radial nach außen ragende Finger vorgesehen
sind. Der am Spannelement an dem mit Radialfingern besetzten Ende zu montierende 1.
Spannteller weist von der zentralen Bohrung ausgehende, radial nach außen weisende
Ausnehmungen auf, die mit der zentralen Bohrung eine gemeinsame, in etwa sternförmige
Öffnung bilden, so dass das mit Radialfingern besetzte Ende des Spannelements durch
die hierdurch gebildete Öffnung hindurchgeführt werden kann. Winklig versetzt zu den
nach außen ragenden Ausnehmungen des 1. Spanntellers sind in die Oberfläche des 1.
Spanntellers Vertiefungen eingebracht, in denen die Radialfinger im montierten Zustand
des Innenspanners formschlüssig gehalten sind.
[0004] Im praktischen Gebrauch zeigt sich, dass die Montage dieser Federspannvorrichtung
aufwendig ist und insbesondere das Einfädeln des mit den Radialfingern versehenen
Endes des Spannelements im Hinblick auf eine Serienmontage schwer zu händeln ist.
[0005] Die Radialfinger und die Vertiefungen ermöglichen zwar eine gewisse Relativverschwenkung
des Gewinderohrs zum 1. Spannteller. Durch die im Prinzip dreipunktförmige Auflage
der Radialfinger in den Vertiefungen des 1. Spanntellers kann es jedoch beim Schwenken
zu einem Abheben kommen. Dadurch ist ein sicheres Spannen einer Schraubendruckfeder
nicht grundsätzlich gewährleistet.
[0006] Der Erfindung liegt - ausgehend vom Stand der Technik - die Aufgabe zugrunde, einen
Innenspanner zum Spannen einer Schraubendruckfeder zu schaffen, der auch bei Relativverschwenkungen
zwischen dem Spannantrieb und dem durch die Schraubendruckfeder belasteten 1. Spannteller
ein einwandfreies Spannen der Schraubendruckfeder gewährleistet.
[0007] Diese Aufgabe wird mit den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen
gelöst.
[0008] Dadurch, dass nunmehr an einem verdickten 1. Ende des Spannantriebs kugelabschnittsförmige
Oberflächen und an einem quergeschlitzten 1. Spannteller an diese Oberflächen angeglichene
kugelabschnittsförmige Innenflächen in einer Kalotte vorgesehen sind, wird eine nahezu
vollflächige Anlage des verdickten 1. Endes in der Kalotte erzielt, und zwar in allen
Schwenkstellungen des Spannantriebs relativ zum 1. Spannteller. Das 1. Ende bildet
gewissermaßen einen Pendelkopf des Spannantriebs.
[0009] Die Erfindung macht sich sowohl mit Vorteil bei einem Innenspanner bemerkbar, bei
dem der Spannantrieb aus einer zentralen Gewindespindel, einer entlang der Gewindespindel
verlagerbaren Gewindehülse sowie einer einen Längenabschnitt der Gewindespindel und
der Gewindehülse übergreifenden Schutzhülse besteht, wobei die Schutzhülse mit dem
2. Spannteller und das freie Ende der Gewindehülse mit dem 1. Spannteller koppelbar
sind, als auch bei einem Innenspanner mit einer Gewindespindel, einem Druckstück und
einer Spannmutter, wobei das verdickte 1. Ende der Gewindespindel mit dem 1. Spannteller
und das Druckstück mit dem 2. Spannteller koppelbar sind.
[0010] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Grundgedankens besteht
entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 2 darin, dass das 1. Ende des Spannantriebs
zum 2. Ende hin halbkugelig ausgebildet und eine ebene Stirnseite am Umfang von geraden
Kanten und kreisabschnittsförmigen Übergangskanten begrenzt ist. Von den geraden Kanten
einerseits sowie den kreisabschnittsförmigen Übergangskanten andererseits aus erstrecken
sich kugelabschnittsförmige Oberflächen in Richtung zur Längsachse des Spannantriebs.
Diese Oberflächen sind erfindungsgemäß so gestaltet, dass der Radius der Oberflächen
zwischen den geraden Kanten und der Längsachse größer als der Radius der Oberflächen
zwischen den Übergangskanten und der Längsachse bemessen ist. Hingegen entspricht
der Radius der Innenflächen der Kalotte gleich dem Radius der Oberflächen zwischen
den geraden Kanten und der Längsachse.
[0011] Von Vorteil ist es nach Anspruch 3 femer, dass die in Umfangsrichtung des 1. Endes
gemessene Länge der Oberflächen mit dem größeren Radius etwa dem Sechsfachen der Länge
der Oberflächen mit dem kleineren Radius entspricht.
[0012] Eine verdrehsichere Einbettung des 1. Endes in der Kalotte des 1. Spanntellers wird
gemäß den Merkmalen des Anspruchs 4 dadurch erzielt, dass die Innenflächen der Kalotte
mit geraden Kanten und kreisabschnittsförmigen Übergangskanten in die der Kalotte
benachbarte Außenseite des 1. Spanntellers münden.
[0013] Nach den Merkmalen des Anspruchs 5 sind an einem schaftartigen Längenabschnitt des
Spannantriebs benachbart des 1. Endes zwei durch einen Umfangswulst voneinander getrennte
Einschnürungen vorgesehen. Der Durchmesser dieser Einschnürungen ist kleiner als die
Breite des Querschlitzes in dem 1. Spannteller. Der Durchmesser des Umfangswulstes
ist zwar größer als die Breite des Querschlitzes bemessen, jedoch kleiner als der
Durchmesser des kreisabschnittsförmigen inneren Endes des Querschlitzes. Auf diese
Weise kann der 1. Spannteller problemlos zwischen zwei Federwindungen der Schraubendruckfeder
quer eingeführt werden. Anschließend kann dann der Spannantrieb in Längsrichtung der
Schraubendruckfeder verlagert werden, bis dass das 1. Ende in die Kalotte des 1. Spanntellers
eingreift. Danach kann mit Hilfe des Spannantriebs die Schraubendruckfeder zwischen
dem 1. und dem 2. Spannteller verspannt werden.
[0014] Um es einem Monteur zu ermöglichen, an beiden Enden des Spannantriebs Werkzeuge zum
Verdrehen bzw. zum Gegenhalten ansetzen zu können, sehen die Merkmale des Anspruchs
6 vor, dass am 1. Ende und/oder am 2. Ende des Spannantriebs axiale Vorsprünge mit
Schlüsselflächen vorgesehen sind.
[0015] Eine zweckmäßige Gestaltung des Spannantriebs ist nach Anspruch 7 dadurch gekennzeichnet,
dass das verdickte 1. Ende, die Einschnürungen sowie der Umfangswulst direkt an der
Gewindespindel vorgesehen sind. Der Gewindeabschnitt der Gewindespindel ist mit einer
Längsnute zur Aufnahme einer Gleitfeder als Bestandteil eines mit einer Spannmutter
längsverlagerbaren Druckstücks des Spannantriebs versehen. Um die Reibkräfte zwischen
der Spannmutter und dem Druckstück auf ein Mindestmaß zu beschränken, ist hierbei
in einer hülsenartigen Verlängerung der Spannmutter ein Axialdrucklager angeordnet,
an welchem das Druckstück zur Anlage kommt.
[0016] Das Druckstück ist gemäß Anspruch 8 vorteilhaft mit einer kugelabschnittsförmigen
Druckfläche zum Eingriff in eine entsprechend konkav konfigurierte Kalotte umfangsseitig
einer zentralen Durchbrechung in dem 2. Spannteller versehen. Auf diese Weise können
relativen Schwenkbewegungen zwischen dem durch die Schraubendruckfeder belasteten
2. Spannteller und dem Druckstück Rechnung getragen werden. Die Kalotte befindet sich
auf der dem 2. Ende zugewandten Außenseite des 2. Spanntellers.
[0017] Um Raumproblemen beim Spannen einer Schraubendruckfeder im Bereich des geschlitzten
1. Spanntellers wirksam begegnen zu können, sehen die Merkmale des Anspruchs 9 in
einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vor, dass der 1. Spannteller auf der
der Kalotte abgewandten Innenseite mit einer Aufstandsfläche für eine Federwindung
versehen ist, deren Steigung in Umfangsrichtung des 1. Spanntellers der Steigung der
Schraubendruckfeder angeglichen ist. Ferner ist es in diesem Zusammenhang von Bedeutung,
dass die vorsprunglos in den Außenumfang des 1. Spanntellers übergehende Aufstandsfläche
zum inneren Ende des Querschlitzes hin durch einen in die Federwindung fassenden Ringwulst
begrenzt ist. Das heißt, dass die Federwindung nicht am äußeren Umfang des 1. Spanntellers
von einem dort vorgesehenen Rand umgriffen wird, sondern nur am inneren Umfang einwandfrei
am Ringwulst zentriert ist.
[0018] Der 2. Spannteller ist gemäß Anspruch 10 auf der der Kalotte abgewandten Innenseite
mit einer Aufstandsfläche für eine Federwindung versehen, deren Steigung in Umfangsrichtung
des 2. Spanntellers der Steigung der Schraubendruckfeder angeglichen ist, wobei die
vorsprungslos in den Außenumfang des 2. Spanntellers übergehende Aufstandsfläche zur
Mittelachse des 2. Spanntellers hin durch einen in eine Federwindung fassenden Ringwulst
begrenzt ist. Auch hier am 2. Spannteller findet die Schraubendruckfeder durch den
Ringwulst eine einwandfreie Zentrierung.
[0019] Besonders vorteilhaft ist es, wenn nach Anspruch 11 die Mittelachse des Ringwulstes
zur gemeinsamen Mittelachse des 2. Spanntellers und der zentralen Durchbrechung in
die der randseitigen Aussparung abgewandte Richtung versetzt ist. Hierdurch wird auch
bei eingeengten räumlichen Verhältnissen die Handhabung des Innenspanners erleichtert.
[0020] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- die Einzelteile eines Innenspanners zum Spannen einer Schraubendruckfeder, teilweise
in schematischer Perspektive, teilweise in schematischer Ansicht;
- Figur 2
- in schematischer Seitenansicht einen Längenabschnitt des Innenspanners der Figur 1
in montiertem Zustand;
- Figur 3
- einen Längsschnitt durch die Darstellung der Figur 2 entlang der Linie III-III in
Richtung der Pfeile IIIa gesehen;
- Figur 4
- eine Ansicht auf die Innenseite eines 2. Spanntellers des Innenspanners der Figur
1;
- Figur 5
- eine Seitenansicht des 2. Spanntellers gemäß dem Pfeil V der Figur 4;
- Figur 6
- einen Querschnitt durch den 2. Spannteller der Figur 4 entlang der Linie VI-VI in
Richtung der Pfeile VIa gesehen;
- Figur 7
- in der Ansicht einen weiteren Längenabschnitt des Innenspanners der Figur 1 vor der
Kopplung mit einem 1. Spannteller;
- Figur 8
- eine Draufsicht auf die Darstellung der Figur 7 in Richtung des Pfeils VIII gesehen;
- Figur 9
- eine Ansicht auf die Innenseite des 1. Spanntellers des Innenspanners der Figur 1;
- Figur 10
- in der Perspektive den 1. Spannteller von der Außenseite her betrachtet und
- Figur 11
- eine Seitenansicht des 1. Spanntellers der Figur 9 in Richtung des Pfeils XI gesehen.
[0021] Mit 1 ist in der Figur 1 generell ein Innenspanner zum Spannen einer Schraubendruckfeder
2 bezeichnet, wie er beispielsweise zur Demontage und Montage einer Schraubendruckfeder
2 zum Einsatz gelangt, die Bestandteil des Fahrwerks eines Kraftfahrzeugs bildet.
[0022] Der Innenspanner 1 setzt sich aus einem Spannantrieb 3 mit Gewindespindel 4, Druckstück
5 und Spannmutter 6 sowie aus zwei mit dem Spannantrieb 3 koppelbaren Spanntellern
7, 8 zusammen.
[0023] Die aus den Figuren 1 bis 3, 7 und 8 erkennbare Gewindespindel 4 weist über den größten
Teil ihrer Länge einen Gewindeabschnitt 9 mit einem Rechteckgewinde 10 (Figur 3) auf.
Stirnseitig des Gewindeabschnitts 9 befindet sich ein axialer Vorsprung 11 mit Schlüsselflächen
12 zum Ansetzen eines Werkzeugs.
[0024] Der Gewindeabschnitt 9 wird am Umfang parallel zur Längsachse 13 der Gewindespindel
4 von einer Längsnute 14 durchsetzt. Die Längsnute 14 dient dem Eingriff einer Gleitfeder
15, die sich in dem Druckstück 5 befindet (Figuren 1 bis 3). Das Druckstück 5 kann
über den Gewindeabschnitt 9 gleiten. Es liegt mit einem Ringkranz 16 an einem Axiallager
17, das in die Spannmutter 6 eingesetzt ist (Figur 3). In der Figur 1 ist das Axiallager
17 nicht dargestellt. Die Spannmutter 6 kann über Schlüsselflächen 18 mit Hilfe eines
geeigneten Werkzeugs entlang des Gewindeabschnitts 9 verlagert werden.
[0025] Am anderen Ende besitzt das Druckstück 5 eine kugelabschnittsförmige konvexe Druckfläche
19 zum Eingriff in eine entsprechend konkav konfigurierte Kalotte 20 in der Außenseite
21 des 2. Spanntellers 8 umfangsseitig einer zentralen Durchbrechung 22 (Figuren 1
bis 6).
[0026] Auf der der Kalotte 20 abgewandten Innenseite 23 ist der 2. Spannteller 8 mit einer
vorsprungslos in den Außenumfang 24 des 2. Spanntellers 8 übergehenden Aufstandsfläche
25 versehen. Die Steigung der Aufstandsfläche 25 entspricht annähernd der Steigung
der Schraubendruckfeder 2. Zur Mittelachse 26 des 2. Spanntellers 8 hin wird die Aufstandsfläche
25 durch einen Ringwulst 27 begrenzt. Der Ringwulst 27 geht über eine konkave Kehle
28 in die Aufstandsfläche 25 über.
[0027] Die Aufstandsfläche 25 wird durch eine randseitige Aussparung 29 unterbrochen. Diese
sich umfangsseitig über den Winkel α erstreckende Aussparung 29 dient dem Durchtritt
des Federdrahts der Schraubendruckfeder 2 von der Innenseite 23 auf die Außenseite
21 des 2. Spanntellers 8. Die die Aussparung 29 in Umfangsrichtung begrenzenden Flächen
30 erstrecken sich in Radialebenen, welche die Mittelachse 31 des Ringwulstes 27 schneiden.
Diese Mittelachse 31 ist zur gemeinsamen Mittelachse 26 des 2. Spanntellers 8 und
der zentralen Durchbrechung 22 um ein Maß X in die der Aussparung 29 abgewandte Richtung
versetzt.
[0028] Der Gewindeabschnitt 9 der Gewindespindel 4 geht gemäß insbesondere den Figuren 7
und 8 in einen schaftartigen Längenabschnitt 32 über. Dieser weist eine Einschnürung
33 auf, an die sich ein Umfangswulst 34 anschließt. Zwischen dem Umfangswulst 34 und
einem verdickten 1. Ende 35 der Gewindespindel 4 befindet sich eine weitere Einschnürung
36. Der Durchmesser D der Einschnürungen 33, 36 ist gleich groß bemessen.
[0029] Das 1. Ende 35 ist zum Gewindeabschnitt 9 hin halbkugelig ausgebildet. Seine ebene
Stirnseite 37 ist am Umfang von geraden Kanten 38 und kreisabschnittsförmigen Übergangskanten
39 begrenzt. Von den geraden Kanten 38 aus erstrecken sich kugelabschnittsförmige
Oberflächen 40 in Richtung zur Längsachse 13 der Gewindespindel 4. Schmalere kugelabschnittsförmige
Oberflächen 41 erstrecken sich von den kreisabschnittsförmigen Übergangskanten 39
in Richtung zur Längsachse 13. Der Radius R der Oberflächen 40 zwischen den geraden
Kanten 38 und der Längsachse 13 ist größer als der Radius R1 der Oberflächen 41 zwischen
den Übergangskanten 39 und der Längsachse 13 bemessen. Die in Umfangsrichtung des
1. Endes 35 gemessene Länge der Oberflächen 40 mit dem größeren Radius R entspricht
etwa dem Sechsfachen der Länge der Oberflächen 41 mit dem kleineren Radius R1.
[0030] Stirnseitig des 1. Endes 35 ist ein axialer Vorsprung 42 mit Schlüsselflächen 43
zum Ansetzen eines Werkzeugs vorgesehen.
[0031] Mit dem verdickten 1. Ende 35 der Gewindespindel 4 ist der 1. Spannteller 7 koppelbar,
der aus den Figuren 1 und 9 bis 11 näher erkennbar ist. Der 1. Spannteller 7 besitzt
einen Querschlitz 44, dessen inneres Ende 45 kreisabschnittsförmig ausgebildet ist.
Umfangsseitig des inneren Endes 45 ist benachbart der Außenseite 46 eine Kalotte 47
ausgebildet, die mit an die Konfiguration der Oberflächen 40, 41 des 1. Endes 35 angeglichenen
kugelabschnittsförmigen breiteren Innenflächen 48 und demgegenüber schmaleren Innenflächen
49 ausgestattet ist. Der Radius aller Innenflächen 48, 49 der Kalotte 47 entspricht
dem Radius R der Oberflächen 40 zwischen den geraden Kanten 38 und der Längsachse
13 am 1. Ende 35. Die breiten Innenflächen 48 münden über gerade Kanten 59 und die
demgegenüber schmaleren Innenflächen 49 über kreisabschnittsförmige Übergangskanten
60 in die Außenseite 46 des 1. Spanntellers 7.
[0032] Femer lassen die Figuren 1, 9 und 11 erkennen, dass der 1. Spannteller 7 auf der
der Kalotte 47 abgewandten Innenseite 50 mit einer vorsprungslos in den Außenumfang
51 übergehenden Aufstandsfläche 52 für eine Federwindung 53 der Schraubendruckfeder
2 versehen ist, deren Steigung in Umfangsrichtung des 1. Spanntellers 7 der Steigung
der Schraubendruckfeder 2 angeglichen ist. Die Aufstandsfläche 52 ist zur Mittelachse
54 des Spanntellers 7 hin durch einen in eine Federwindung 53 fassenden Ringwulst
55 begrenzt. Die den Ringwulst 55 unterbrechende Aussparung 56 am Umfang des Spanntellers
7 dient dem Übertritt des Federdrahts der Schraubendruckfeder 2 von der Außenseite
56 auf die Innenseite 50. Sie erstreckt sich über einen Winkel β von etwa 90° zwischen
den Flächen 57. Die Flächen 57 erstrecken sich in Radialebenen, die die Mittelachse
54 des 1. Spanntellers 7 schneiden.
[0033] Der Durchmesser D der Einschnürungen 33, 36 am schaftartigen Längenabschnitt 32 der
Gewindespindel 4 ist kleiner als die Breite B des Querschlitzes 44 in dem 1. Spannteller
7 bemessen. Der Durchmesser D1 des Umfangswulstes 34 ist größer als die Breite B des
Querschlitzes 44, jedoch kleiner als der Durchmesser D2 des kreisabschnittsförmigen
inneren Endes 45 des Querschlitzes 44 (Figuren 7, 8 und 9).
[0034] Zum Spannen der Schraubendruckfeder 2 wird zunächst der 2. Spannteller 8 zwischen
zwei Federwindungen 53 in der Nähe des 2. Endes 58 der Gewindespindel 4 quer eingeschoben.
Anschließend wird die Gewindespindel 4 in Längsrichtung der Schraubendruckfeder 2
durch die zentrale Durchbrechung 22 des 2. Spanntellers 8 geschoben und dann mit dem
Druckstück 5 sowie der Spannmutter 6 versehen. Anschließend wird der 1. Spannteller
7 ebenfalls zwischen zwei Federwindungen 53 der Schraubendruckfeder 2 quer eingefädelt,
wobei die Einschnürung 33 in den Querschlitz 44 fasst. Danach kann die Gewindespindel
4 in Längsrichtung verlagert werden, wobei der Umfangswulst 34 durch das innere Ende
45 des Querschlitzes 44 gleitet, bis das 1. Ende 35 in die Kalotte 47 des 1. Spanntellers
7 fasst. Nunmehr kann durch Verdrehen der Spannmutter 6 die Schraubendruckfeder 2
zwischen dem
1. Spannteller 7 und dem 2. Spannteller 8 axial gespannt, das heißt verkürzt werden.
Die Schraubendruckfeder 2 ist hierbei durch die Ringwulste 27 und 55 exakt lagefixiert.
Bezugszeichenaufstellung
[0035]
- 1 -
- Innenspanner
- 2 -
- Schraubendruckfeder
- 3 -
- Spannantrieb
- 4 -
- Gewindespindel
- 5 -
- Druckstück
- 6 -
- Spannmutter
- 7 -
- 1. Spannteller
- 8 -
- 2. Spannteller
- 9 -
- Gewindeabschnitt
- 10 -
- Rechteckgewinde
- 11 -
- Vorsprung an 9
- 12 -
- Schlüsselflächen an 11
- 13 -
- Längsachse v. 4
- 14 -
- Längsnute in 9
- 15 -
- Gleitfeder in 5
- 16 -
- Ringkranz v. 5
- 17 -
- Axiallager in 6
- 18 -
- Schlüsselflächen an 6
- 19 -
- Druckfläche an 5
- 20 -
- Kalotte in 8
- 21 -
- Außenseite v. 8
- 22 -
- Stirnseite v. 8
- 23 -
- zentrale Durchbrechung in 8
- 24 -
- Außenumfang v. 8
- 25 -
- Aufstandsfläche an 8
- 26 -
- Mittelachse v. 8
- 27 -
- Ringwulst an 8
- 28 -
- Kehle zw. 27 u. 25
- 29 -
- Aussparung in 8
- 30 -
- Flächen v. 29
- 31 -
- Mittelachse v. 27
- 32 -
- schaftartiger Längenabschnitt v. 4
- 33 -
- Einschnürung an 32
- 34 -
- Umfangswulst an 32
- 35 -
- verdicktes 1. Ende v. 4
- 36 -
- Einschnürung an 32
- 37 -
- Stirnseite v. 35
- 38 -
- gerade Kanten an 37
- 39 -
- Übergangskanten an 37
- 40 -
- kugelabschnittsförmige Oberflächen an 35
- 41 -
- kugelabschnittsförmige Oberflächen an 35
- 42 -
- Vorsprung an 35
- 43 -
- Schlüsselflächen an 42
- 44 -
- Querschlitz in 7
- 45 -
- inneres Ende v. 44
- 46 -
- Außenseite v. 7
- 47 -
- Kalotte in 7
- 48 -
- breite Innenflächen v. 47
- 49 -
- schmale Innenflächen v. 47
- 50 -
- Innenseite v. 7
- 51 -
- Außenumfang v. 7
- 52 -
- Aufstandsfläche an 7
- 53 -
- Federwindung v. 2
- 54 -
- Mittelachse v. 7
- 55 -
- Ringwulst an 7
- 56 -
- Aussparung an 7
- 57 -
- Flächen v. 56
- 58 -
- 2. Ende v. 4
- 59 -
- gerade Kanten v. 48
- 60 -
- Übergangskanten v. 49
- B -
- Breite v. 39
- D -
- Durchmesser v. 28, 31
- D1 -
- Durchmesser v. 29
- D2 -
- Durchmesser v. 40
- R -
- Radius v. 35, 43, 44
- R1 -
- Radius v. 36
- α -
- Winkel zw. 30
- β -
- Winkel zw. 57
- x -
- Versetzung v. 31 zu 26
1. Innenspanner zum Spannen einer Schraubendruckfeder (2), insbesondere als Bestandteil
eines Fahrwerks eines Kraftfahrzeugs, welcher einen Spannantrieb (3) mit integrierter
Gewindespindel (4) sowie zwei relativ zueinander verlagerbare Spannteller (7, 8) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Spannantrieb (3) ein verdicktes 1.Ende (30) mit kugelabschnittsförmigen Oberflächen
(35, 36) zum Eingriff in eine zentrale Kalotte (42) eines quer geschlitzten 1.Spanntellers
(7) aufweist, wobei die Kalotte (42) mit an die Konfiguration der Oberflächen (35,
36) angeglichenen kugelabschnittsförmigen Innenflächen (43, 44) ausgestattet ist.
2. Innenspanner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das 1.Ende (30) des Spannantriebs (3) halbkugelig ausgebildet und seine ebene Stirnseite
(32) am Umfang von geraden Kanten (33) und kreisabschnittsförmigen Übergangskanten
(34) begrenzt ist, von denen aus sich die kugelabschnittsförmigen Oberflächen (35,
36) in Richtung zur Längsachse (13) des Spannantriebs (3) erstrecken, wobei der Radius
(R) der Oberflächen (35) zwischen den geraden Kanten (33) und der Längsachse (13)
größer als der Radius (R1) der Oberflächen (36) zwischen den Übergangskanten (34)
und der Längsachse (13) bemessen ist, und dass der Radius der Innenflächen (43, 44)
der Kalotte (42) dem Radius (R) der Oberflächen (35) zwischen den geraden Kanten (33)
und der Längsachse (13) entspricht.
3. Innenspanner nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die in Umfangsrichtung des 1.Endes (30) gemessene Länge der Oberflächen (35) mit
dem größeren Radius (R) etwa dem Sechsfachen der Länge der Oberflächen (36) mit dem
kleineren Radius (R1) entspricht.
4. Innenspanner nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenflächen (43, 44) der Kalotte (42) mit geraden Kanten (50) und kreisabschnittsförmigen
Übergangskanten (51) in die der Kalotte (42) benachbarte Stirnseite (41) des 1.Spanntellers
(7) münden.
5. Innenspanner nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an einem schaftartigen Längenabschnitt (27) des Spannantriebs (3) benachbart des
1.Endes (30) zwei durch einen Umfangswulst (29) voneinander getrennte Einschnürungen
(28, 31) vorgesehen sind, deren Durchmesser (D) kleiner als die Breite (B) des Querschlitzes
(39) in dem 1.Spannteller (7) ist, wobei der Durchmesser (D1) des Umfangswulstes (29)
größer als die Breite (B) des Querschlitzes (39), jedoch kleiner als der Durchmesser
(D2) des kreisabschnittsförmigen inneren Endes (40) des Querschlitzes (39) ist.
6. Innenspanner nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass am 1.Ende (30) und/oder am 2.Ende (52) des Spannantriebs (3) Vorsprünge (37, 11)
mit Schlüsselflächen (38, 12) vorgesehen sind.
7. Innenspanner nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das verdickte 1.Ende (30), die Einschnürungen (28, 31) sowie der Umfangswulst (29)
direkt an der Gewindespindel (4) des Spannantriebs (3) vorgesehen sind und der Gewindeabschnitt
(9) der Gewindespindel (4) mit einer Längsnute (14) zur Aufnahme einer Gleitfeder
(15) als Bestandteil eines mit einer Spannmutter (6) entlang des Gewindeabschnitts
(9) verlagerbaren Druckstücks (5) versehen ist.
8. Innenspanner nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckstück (5) mit einer kugelabschnittsförmigen Druckfläche (19) zum Eingriff
in eine entsprechend konfigurierte Kalotte (20) umfangsseitig einer zentralen Durchbrechung
(21) in dem 2.Spannteller (8) versehen ist.
9. Innenspanner nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der 1.Spannteller (7) auf der der Kalotte (42) abgewandten Stirnseite (45) mit einer
Aufstandsfläche (46) für eine Federwindung (24) versehen ist, deren Steigung in Umfangsrichtung
des 1.Spanntellers (7) der Steigung der Schraubendruckfeder (2) angeglichen ist, wobei
die Aufstandsfläche (46) zur Achse (47) des Spanntellers (7) hin durch einen in eine
Federwindung (24) fassenden ringabschnittsförmigen Wulst (48) begrenzt ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86(2) EPÜ.
1. Innenspanner zum Spannen einer Schraubendruckfeder (2), die insbesondere Bestandteil
eines Fahrwerks eines Kraftfahrzeugs sein kann, welcher einen Spannantrieb (3) mit
integrierter Gewindespindel (4) sowie zwei relativ zueinander verlagerbare Spannteller
(7, 8) aufweist, wobei der Spannantrieb (3) ein verdicktes 1.Ende (35) mit halbkugelig
ausgebildeten Oberflächen (40, 41) zum Eingriff in eine zentrale Kalotte (47) eines
quer geschlitzten 1.Spanntellers (7) aufweist, wobei die Kalotte (47) mit an die Konfiguration
der Oberflächen (40, 41) angeglichenen kugelabschnittsförmigen Innenflächen (48, 49)
ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das 1.Ende (35) des Spannantriebs (3) an seiner ebenen Stirnseite (37) am Umfang
von geraden Kanten (38) und kreisabschnittsförmigen Übergangskanten (39) begrenzt
ist, von denen aus sich die kugelabschnittsförmigen Oberflächen (40, 41) in Richtung
zur Längsachse (13) des Spannantriebs (3) erstrecken, wobei der Radius (R) der Oberflächen
(40) zwischen den geraden Kanten (38) und der Längsachse (13) größer als der Radius
(R1) der Oberflächen (41) zwischen den Übergangskanten (39) und der Längsachse (13)
bemessen ist, und dass der Radius der Innenflächen (48, 49) der Kalotte (47) dem Radius
(R) der Oberflächen (40) zwischen den geraden Kanten (38) und der Längsachse (13)
entspricht.
2. Innenspanner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in Umfangsrichtung des 1.Endes (35) gemessene Länge der Oberflächen (40) mit
dem größeren Radius (R) etwa dem Sechsfachen der Länge der Oberflächen (41) mit dem
kleineren Radius (R1) entspricht.
3. Innenspanner nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenflächen (48, 49) der Kalotte (47) mit geraden Kanten (59) und kreisabschnittsförmigen
Übergangskanten (60) in die der Kalotte (47) benachbarte Stirnseite (46) des 1.Spanntellers
(7) münden.
4. Innenspanner nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an einem schaftartigen Längenabschnitt (32) des Spannantriebs (3) benachbart des
1.Endes (35) zwei durch einen Umfangswulst (34) voneinander getrennte Einschnürungen
(31, 33) vorgesehen sind, deren Durchmesser (D) kleiner als die Breite (B) des Querschlitzes
(44) in dem 1.Spannteller (7) ist, wobei der Durchmesser (D1) des Umfangswulstes (34)
größer als die Breite (B) des Querschlitzes (44), jedoch kleiner als der Durchmesser
(D2) des kreisabschnittsförmigen inneren Endes (45) des Querschlitzes (44) ist.
5. Innenspanner nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass am 1.Ende (35) und/oder am 2.Ende (58) des Spannantriebs (3) Vorsprünge (42, 11)
mit Schlüsselflächen (43, 12) vorgesehen sind.
6. Innenspanner nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das verdickte 1.Ende (35), die Einschnürungen (33, 36) sowie der Umfangswulst (34)
direkt an der Gewindespindel (4) des Spannantriebs (3) vorgesehen sind und der Gewindeabschnitt
(9) der Gewindespindel (4) mit einer Längsnute (14) zur Aufnahme einer Gleitfeder
(15) als Bestandteil eines mit einer Spannmutter (6) entlang des Gewindeabschnitts
(9) verlagerbaren Druckstücks (5) versehen ist.
7. Innenspanner nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckstück (5) mit einer kugelabschnittsförmigen Druckfläche (19) zum Eingriff
in eine entsprechend konfigurierte Kalotte (20) umfangsseitig einer zentralen Durchbrechung
(23) in dem 2.Spannteller (8) versehen ist.
8. Innenspanner nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der 1.Spannteller (7) auf der der Kalotte (47) abgewandten Stirnseite (50) mit einer
Aufstandsfläche (52) für eine Federwindung (53) versehen ist, deren Steigung in Umfangsrichtung
des 1.Spanntellers (7) der Steigung der Schraubendruckfeder (2) angeglichen ist, wobei
die Aufstandsfläche (52) zur Achse (54) des Spanntellers (7) hin durch einen in eine
Federwindung (53) fassenden ringabschnittsförmigen Wulst (55) begrenzt ist.