[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung in einer Bedruckstoffe verarbeitende
Maschine mit einem Registersensor zur Registermessung zwischen wenigstens zwei übereinander
gedruckten auf einem Bedruckstoff vorliegenden Farbauszügen eines Druckbildes, wobei
der Registersensor die Abweichung zwischen zwei übereinander liegenden Farbauszügen
auf dem Bedruckstoff optisch erfasst und an einen Rechner weiterleitet.
[0002] Bei jeder Druckmaschine mit mehreren Druckwerken besteht grundsätzlich die Gefahr,
dass die übereinander gedruckten Farbauszüge nicht exakt übereinander gedruckt werden
und sogenannte Registerabweichungen aufweisen. Deshalb bietet jede Druckmaschine mit
wenigstens zwei Druckwerken die Möglichkeit, diese Registerabweichungen durch Korrektureinrichtungen
zu minimieren. Die veränderten Registereinstellungen können dabei von Hand durch einen
Bediener der Druckmaschine in die Steuerung derselben eingegeben werden oder es ist
eine selbsttätige Regeleinrichtung, eine automatische Registerverstellung, eingebaut,
welche mittels eines Sensors Registerabweichungen erkennt und diese an die Steuerung
der Druckmaschine übermittelt, so dass die Steuerung der Druckmaschine entsprechende
Änderungen an den Einstellungen vornimmt, um die Registerabweichung zu minimieren.
Eine solche Vorrichtung ist aus der
DE 101 32 266 A1 bekannt.
[0003] Die Offenlegungsschrift
DE 100 30 572 A1 zeigt ein Passerregelungssystem für eine bahnverarbeitende Maschine mit einem Sensorsystem
zur Erfassung von Passermarken. Das Passerregelungssystem weist eine Steuereinheit
zur Steuerung des Transports der Bahn in Abhängigkeit der Detektion der Passermarken
durch das Sensorsystem auf. Das Sensorsystem weist wenigstens eine Kamera und ein
Beleuchtungssystem zur Ausleuchtung des Sichtfeldes der Kamera auf. Bei der Kamera
handelt es sich um eine CCD Kamera.
[0004] Das Patent
JP 58-190703 zeigt einen Registermarkensensor für eine Druckmaschine. Dabei ist eine lichtempfindliche
Oberfläche zur Erfassung von Registermarken mittels einer horizontalen und einer schrägen
Linie in vier Gebiete unterteilt, wobei sich die horizontale Linie und die schräge
Linie in der Mitte der kreisrund gestalteten lichtempfindlichen Oberfläche schneiden.
Die lichtempfindliche Oberfläche wird dabei aus vier Fiberglaselementen gebildet,
welche gebündelt sind.
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Registersensoren zu schaffen, welche eine
zuverlässige optische Erkennung der Registerabweichung von allen druckbeteiligten
Farben relativ zueinander ermöglichen.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Patentansprüche 1 und 4 gelöst. Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen und den Zeichnungen
zu entnehmen.
[0007] Die neue Zweiquadranten-Fotodiode zeigt eine Anordnung von zwei lichtempfindlichen
Elementen, auf die durch eine Optik ein zu beleuchtendes Feld, welches auf den Bedruckstoff
vorhanden ist, abgebildet wird. Ein solches Feld ist eine auf dem Bedruckstoff aufgebrachte
Registermarke. Die lichtempfindlichen Elemente wandeln dabei die Abbildung des beleuchteten
Feldes in elektrische Signale um, welche in einer nachgeschalteten Elektronik wie
z. B. einem Steuerungsrechner der Druckmaschine oder einer separaten Messelektronik
in eine Messgröße umgerechnet werden, welche eine Maß für die Größe der Registerabweichung
ist. Je nach dem wie viele Messfelder auf zueinander relativ angeordneten Farbauszügen
auf dem Bedruckstoff vorhanden sind, sind mehrere Messdurchläufe nötig. Mittels der
Zweiquadranten-Fotodiode als Registersensor ist somit eine zuverlässige Erkennung
und Berechnung der Registerabweichung zwischen wenigstens zwei Farbauszügen auf dem
Bedruckstoff möglich.
[0008] Es ist weiterhin vorgesehen, dass die weitgehend rechteckförmigen Auswerteflächen
der Zweiquadranten-Fotodiode schräg in Bezug auf Kanten des geförderten Bedruckstoffes
ausgerichtet sind. Da die Kanten der Registermarken auf dem Bedruckstoff meistens
nicht parallel zu den Kanten des Bedruckstoffs verlaufen, sondern als schräge Keile
ausgebildet sind, kann mit einer schräg angeordneten Fotodiode die Erkennung dieser
schrägen Kanten verbessert werden. Damit werden zwar parallel an den Kanten des Bedruckstoffes
ausgerichtete Linien schlechter erkannt, jedoch kann durch die verbesserte Erkennung
der schrägen Kanten insgesamt eine gleichmäßigeres Signal erreicht werden. So kann
die Fotodiode so ausgerichtet werden, dass das Signal sowohl bei schrägen als auch
bei parallel ausgerichteten Kanten der Registermarken ungefähr gleich ausfällt.
[0009] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Registersensor
eine Vierquadranten-Fotodiode ist, deren Messflächen wenigstens zum Teil schräge Kanten
aufweisen. Mit einer solchen Vierquadranten-Fotodiode ist es im Gegensatz zur parallel
oder schräg ausgerichteten Zweiquadranten-Fotodiode möglich, sowohl schräge als auch
gerade Kanten optimal zu erkennen. Dazu weist die Fotodiode vier Messfelder auf, welche
einmal senkrecht und einmal schräg geteilt sind. Mit einer entsprechenden Verschaltung
der Auswerteelektronik kann so eine optimale Erkennung von parallel als auch schräg
ausgerichteten Registermarken erreicht werden.
[0010] Des Weiteren ist vorgesehen, dass der Registersensor ein CCD-Bildwandler ist, dessen
Signale mittels einer bildverarbeitenden Elektronik ausgewertet und dem Rechner zugeführt
werden. Anstelle der Fotodioden werden hier bildgebende Elemente verwendet, welche
die Signale an eine bildverarbeitende Elektronik abgeben. Die CCD-Bildwandler arbeiten
somit als Videokamera, welche die parallel oder schräg ausgerichteten Kanten der Registermarken
erfasst, wobei das von der Kamera erfasste Bild in der bildverarbeitenden Elektronik
mittels entsprechender Algorithmen so aufgearbeitet wird, dass die Lage der parallelen
und schrägen Kanten der Registermarken dem Rechner der Bedruckstoffe verarbeitenden
Maschine übermittelt werden kann. Auch so ist eine zuverlässige Erkennung von Registermarken
möglich.
[0011] Die vorliegende Erfindung wird nun anhand mehrerer Figuren näher beschrieben und
erläutert:
- Fig. 1:
- eine Druckmaschine mit einer Inlinemessvorrichtung und Registersensoren,
- Fig. 2:
- eine zur Vorderkante des Bedruckstoffs parallel ausgerichtete Zweiquadranten-Fotodiode,
- Fig. 2
- a eine schräg zur Vorderkante des Bedruckstoffs ausgerichtete Zweiquadranten-Fotodiode,
- Fig. 3
- eine Vierquadranten-Fotodiode zur Erkennung von geraden und schrägen Kanten.
[0012] Die Druckmaschine 1 in Fig. 1 ist eine Bogenrotationsdruckmaschine mit einem Anlegermodul
2 zur Förderung von Druckbogen 705 aus einem Bogenstapel in die Druckmaschine 1 sowie
mit einem Ausleger 3 am anderen Ende der Druckmaschine 1, welcher die bedruckten Druckbogen
705 stapelt. Dazwischen liegen in Fig. 1 vier Druckwerke 4, 5, wobei das in Bogentransportrichtung
letzte Druckwerk 5 mit einer Inlinemessvorrichtung ausgerüstet ist. Grundsätzlich
ist jede Anzahl von Druckwerken 4, 5 vorstellbar, wobei die Inlinemessvorrichtung
nicht notwendiger Weise im letzten Druckwerk 5 installiert sein muss. Die Inlinemessvorrichtung
6 dient in erster Linie zur spektralen Vermessung des Druckkontrollstreifen auf den
Druckbögen 705 nach dem Durchlaufen der Druckmaschine 1, um eine automatische Farbregelung
vornehmen zu können. In Fig. 1 sind an der Inlinemessvorrichtung 6, welche die Form
eines Messbalkens aufweist, zwei Registersensoren 15 angebracht, wobei diese Registersensoren
15 grundsätzlich auch in den Messbalken 6 integriert sein können. Die Registersensoren
15 sind in den Randbereichen angebracht, so dass sie jeweils den längs in Bogenlaufrichtung
seitlichen Randbereich der Bogen 705 erfassen. Wenn in der Druckmaschine keine Inlinemessvorrichtung
6 vorhanden ist, so sind die Registersensoren 15 mittels einer separaten Aufhängung
im Druckwerk 5 über dem Transportweg der Druckbogen 705 angebracht. Wichtig ist, dass
die Registersensoren 15 so nahe am Bogentransportpfad angebracht sind, dass sie die
Registermarken auf den Druckbogen 705 problemlos erkennen können und andererseits
nicht zu nah angeordnet sind, so dass die Druckbogen 705 die Registersensoren 15 nicht
berühren und dadurch verschmutzen oder beschädigen. In der Ausführungsform gemäß Fig.
1 sind die Sensoren 15 jedoch am Messbalken 6 der Inlinemessvorrichtung angebracht
und mit diesem zusammen entnehmbar, welcher wiederum in der Nähe des Druckspaltes
100 des letzten Druckwerks 5 eingebaut ist. Dies bietet den Vorteil, dass der Druckbogen
705 bei der Messung durch den Inlinemessbalken 6 oder die Registersensoren 15 immer
von dem Druckspalt 100, welcher aus einem Druckzylinder 8 und einem Gegendruckzylinder
7 gebildet wird, sowie von den Bogengreifern 101 des Gegendruckzylinders 7 gehalten
wird und somit zur Messung stabilisiert wird. Die Druckwerke 4, 5 der Druckmaschine
1 weisen jeweils Seitenwände 14 auf, in denen die Druckzylinder 7, 8 gelagert sind.
Außerdem weist jedes der Druckwerke 4, 5 ein Farbwerk 13 auf. Zur Steuerung der gesamten
Druckmaschine 1 ist ein Rechner 10 vorhanden, welcher zum einen Einstellkommandos
an die Druckmaschine 1 übermittelt und zum anderen die Druckmaschine 1 überwacht,
indem laufend Messwerte aus der Inlinemessvorrichtung 6 und den Registersensoren 15
an den Rechner 10 übermittelt werden. Somit sind die Registersensoren 15 in die Steuerung
und Regelung der Druckmaschine 1 eingebunden, so dass während des Druckprozesses auftretende
Registerabweichungen zwischen einzelnen Farbauszügen auf dem Druckbogen 705 durch
den Rechner 10 ausgeregelt werden können.
[0013] Eine erste Ausführungsform der Registersensoren 15 ist in Fig. 2 zu sehen, welcher
als Zweiquadranten-Fotodiode aufgebaut ist. Normalerweise sind zwei Registersensoren
15 in den seitlichen Bereichen des Druckwerks 5 angebracht, so dass sie die Randbereiche
des Druckbogens 705 mit den Registermarken abtasten können. Die zwei Quadranten der
Fotodiode des Registersensors 15 sind dabei rechteckförmig ausgebildet und parallel
zu der Vorderkante des durch die Druckmaschine 1 geförderten Druckbogens 705 ausgerichtet.
Die beiden Flächen des Registersensors 15 sind so verschaltet, dass die Differenz
der Signale dem Rechner 10 zugeführt wird. Mittels der Ausführungsform gemäß Fig.
2a ist es möglich, das Ausgangssignal des Sensors 15 zur Erkennung schräger Kanten
zu verbessern. Dazu ist die Fotodiode schräg zur Vorderkante des Druckbogens 705 ausgerichtet,
um die schrägen Kanten von Registermarken besser erkennen zu können. Auch wenn dadurch
dann waagrechte Kanten der Registermarken schlechter erkannt werden, so führt die
schräge Anordnung gemäß Fig. 2a doch zu einem gleichmäßigeren Signal, was die Erfassung
der Lage der Registermarken insgesamt verbessert.
[0014] Eine weitere Ausführungsform gemäß Fig. 3 verbindet die Vorteile bei der Erkennung
gerader und schräger Kanten von Registermarken miteinander. Dazu weist der Registersensor
15 eine Vierquadranten-Fotodiode auf, welche eine gerade und eine schräge Unterteilung
aufweisen. Mittels der angeschrägten Registersensorflächen 16 ist es möglich, schräge
Kanten hervorragend zu erkennen, wobei durch die gerade Unterteilung auch gerade Kanten
sehr gut erkannt werden können. Zur Erkennung schräger Kanten werden dabei die Signale
der Flächen 16.1 und 16.3 im Rechner 10 summiert sowie die Signale der Flächen 16.2
und 16.4. Zur Erkennung gerader Kanten werden dagegen die Signale 16.1 und 16.2 summiert
sowie die Signale 16.3 und 16.4. Die aus den Summiervorgängen resultierenden beiden
Signale werden dann subtrahiert. Der Rechner 10 hat daher vier Eingänge für die vier
Felder der Vierquadranten-Fotodiode des Registersensors 15. Die Elektronik zur Auswertung
des Registersensors 15 kann allerdings auch außerhalb des Rechners 10 direkt im Sensor
15 oder dem Messbalken 6 untergebracht sein, wobei dann die Elektronik noch zwei Ausgänge
für gerade und schräge Kanten aufweist, deren Signale an den Rechner 10 weitergegeben
werden.
Bezugszeichenliste
[0015]
- 1
- Druckmaschine
- 2
- Anlegermodul
- 3
- Auslegermodul
- 4
- Druckwerk
- 5
- Druckwerk mit Inlinemessvorrichtung
- 6
- Inlinemessvornchtung
- 7
- Gegendruckzylinder
- 8
- Druckzylinder
- 9
- Transportzylinder
- 10
- Rechner
- 13
- Farbwerk
- 14
- Seitenwand
- 15
- Registersensor
- 16
- angeschrägte Registersensorfläche
- 100
- Druckspalt
- 101
- Bogengreifer
- 705
- Druckbogen
1. Vorrichtung in einer Bedruckstoff verarbeitenden Maschine (1) mit einem Registersensor
(15) zur Registermessung zwischen wenigstens zwei übereinander gedruckten auf einem
Bedruckstoff (705) vorliegenden Farbauszügen eines Druckbildes, wobei der Registersensor
(15) die Abweichungen zwischen zwei übereinander liegenden Farbauszügen auf dem Bedruckstoff
(705) optisch erfasst und an einen Rechner (10) weiterleitet,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Registersensor (15) wenigstens eine Fotodiode mit wenigstens zwei Quadranten
umfasst und dass die weitgehend rechteckförmigen Auswerteflächen der Fotodiode (15)
schräg in Bezug auf die Kanten des geförderten Bedruckstoffs (705) ausgerichtet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Registersensor (15) eine Vierquadranten-Fotodiode ist, deren Messflächen wenigstens
zum Teil schräge Kanten aufweisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Registersensor (15) ein CCD-Bildwandler ist, dessen Signale mittels einer bildverarbeitenden
Elektronik ausgewertet und dem Rechner (10) zugeführt werden.
4. Druckmaschine (1) mit einem Registersensor (15) nach einem der Ansprüche 1 bis 3.
1. Device in a machine (1) processing printing material comprising a register sensor
(15) for measuring the register between at least two colour separations of a printed
image that have been printed on top of each other and are present on a printing material
(705), the register sensor (15) optically detecting the deviations between two colour
separations on top of each other on the printing material (705) and forwarding them
to a computer (10),
characterized in
that the register sensor (15) comprises at least one photodiode with at least two quadrants
and that the evaluation surfaces of the photodiode (15), which are essentially rectangular,
are aligned at an angle relative to the edges of the conveyed printing material (705).
2. Device according to Claim 1,
characterized in
that the register sensor (15) is a four-quadrant photodiode whose measuring surfaces at
least in part have angled edges.
3. Device according to Claim 1 or 2,
characterized in
that the register sensor (15) is a CCD image converter whose signals are evaluated by
an electronic image processing system and fed to the computer (10).
4. Printing press (1) including a register sensor (15) according to one of Claims 1 to
3.
1. Dispositif dans une machine de traitement (1) d'un support imprimé muni d'un capteur
à registre (15) pour mesurer un registre entre au moins deux séparations de couleur
superposées sur un support imprimé (705) d'une image imprimée, le capteur à registre
(15) détectant la différence entre deux séparations de couleur superposées sur le
substrat imprimé (optique) et les transmettant à un ordinateur (10), caractérisé en ce que
le capteur à registre (15) présente une photodiode (15) avec au moins deux quadrants
et en ce que les surfaces d'analyse largement rectangulaires sont orientées de manière inclinée
par rapport aux bords du support imprimé transporté (705).
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le capteur à registre (15) présente une photodiode à quatre quadrants dont les surfaces
de mesure présentent au moins partiellement des bords inclinés.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que le capteur à registre (15) est un convertisseur d'image CCD dont les signaux sont
analysés au moyen d'une électronique de traitement d'image et transmis à l'ordinateur
(10).
4. Machine d'impression (1) comprenant un capteur à registre (15) selon l'une des revendications
1 à 3.