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EP 1 593 599 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.08.2006 Patentblatt 2006/33 |
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Anmeldetag: 05.05.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Mehrfachbündler
Multiple binding apparatus
Appareil de liage multiple
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.11.2005 Patentblatt 2005/45 |
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Patentinhaber: Adolf Mohr Maschinenfabrik GmbH & Co. KG |
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65719 Hofheim am Taunus (DE) |
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Erfinder: |
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- Kaluza, Roland
63225 Langen (DE)
- Weigand, Norbert
65779 Kelkheim (DE)
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Vertreter: Quermann, Helmut et al |
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Quermann + Sturm
Patentanwälte
Unter den Eichen 7 65195 Wiesbaden 65195 Wiesbaden (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 627 610 DE-A- 2 737 106
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DE-A- 2 658 070 DE-U- 29 804 929
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Mehrfachbündler zum Umschließen von nebeneinander angeordneten
Stapeln mittels Banderolen aus thermoplastischem Kunststoff-Bändern, wobei der jeweilige
Stapel mittels mindestens eines Bandes umschlossen wird, das zwischen einer oberhalb
eines Tisches und einer unterhalb des Tisches angeordneten Vorratsrolle durch einen
Tischspalt ragt und unter dem Druck des auf dem Tisch verschobenen und unterhalb einem
Andrückelement hindurch geschobenen Stapels eine Schlaufe bildet, sowie mit dem Andrückelement
eine Heizleiste in Wirkverbindung bringbar ist, die in einem Tischspalt angeordnet
ist, ferner mit Mitteln zum Verschieben der Stapel hinter die den Stapeln zugeordneten
Andrückelemente und Mitteln zum Trennen der geschweißten, geschlossenen Banderolen
von den geschweißt in dem Mehrfachbündler verbleibenden Bändern, wobei jedem Band
eine Einrichtung zum Lagern der oberen Vorratsrolle, eine Einrichtung zum Spannen
des Bandes oberhalb des Tisches, eine Bandbremse zum Bremsen des Bandes oberhalb des
Tisches, eine Einrichtung zum Lagern der unteren Vorratsrolle, eine Einrichtung zum
Spannen des Bandes unterhalb des Tisches und eine Bandbremse zum Bremsen des Bandes
unterhalb des Tisches zugeordnet ist.
[0002] Derartige Maschinen dienen zum Bündeln vorzugsweise von Papiererzeugnissen, wie zum
Beispiel Etiketten, Postkarten, Taschenbüchern, Taschenkalendern, die im Gewicht nicht
zu schwer sind. Für deren Bündelung reicht insbesondere ein PE-Band aus, das als Thermoplast
schweißbar ist und im Übrigen den Vorzug hat, in einer besonders beliebten, durchsichtigen
Klarglas-Farblosigkeit billig auf dem Markt zu sein. Solche Maschinen können eine
Mehrzahl von Bändern nebeneinander enthalten, so dass mit einem einzigen Transportabschnitt
gleichzeitig mehrere Pakete nebeneinander gebündelt werden können. Im Sinne der Erfindung
ist der Begriff des thermoplastischen Kunststoffbandes umfassend zu verstehen. Hierbei
handelt es sich insbesondere um eine Kunststofffolie. Unter den Begriff der Kunststoffbänder
fallen aber durchaus Kraftpapiere, die mit Folie versehen sind.
[0003] Ein Mehrfachbündler der eingangs genannten Art ist aus der deutschen Offenlegungsschrift
26 27 610 bekannt. Bei diesem weist der Tisch zwei parallel zueinander angeordnete,
unveränderliche Tischspalte vorgesehen. Durch den einen Tischspalt sind die diversen
Bänder geführt, während dem anderen Tischspalt die Heizleiste zugeordnet ist, die
zur Durchführung der Schweißvorgänge in dem Spalt anhebbar und hierbei gegen die abgesenkten
Andrückelemente verfahrbar ist. Während des Schweißvorgangs wird der jeweiligen Stapel
mittels eines Niederhalters fixiert.
[0004] Bei dem bekannten Mehrfachbündler sind die oberen Vorratsrollen in einer Achse eines
Portalgerüsts gelagert, entsprechend sind die unteren Vorratsrollen in einer unteren
Achse gelagert, die gleichfalls im Portalgerüst gelagert ist. Die Andrückelemente
sind in einer Traverse gehalten, die in vertikal angeordneten Schienen verfahrbar
ist.
[0005] Nachteilig ist bei diesem Mehrfachbündler, dass das Einrichten eines solchen Mehrfachbündlers
mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden ist, und zudem hierfür erheblicher technischer
Sachverstand erforderlich ist.
[0006] So werden beim Einrichten herkömmlicher Mehrfachbündler in aller Regel zunächst die
oberen Vorratsrollen einzeln eingestellt und dann, aufgrund der eingestellten Maße,
die unteren Vorratsrollen einzeln eingestellt. Es sind dann zwischen den oberen und
unteren Vorratsrollen befindliche Führungsrollen bzw. Führungswinkel entsprechend
den Maßvorgaben von oberen und unteren Vorratsrollen separat einzustellen. Diese Führungsmittel
haben die Aufgabe, die Bänder in der Spur zu halten. Des weiteren sind die Andrückelemente
einzeln einzurichten. Gegebenenfalls kann eine Justierung der Spanneinrichtungen und
der Bandbremsen erforderlich sein.
[0007] Ein Mehrfachbündler ist ferner aus der EP 1 153 831 A2 bekannt.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Mehrfachbündler der eingangs genannten
Art so weiter zu bilden, dass dieser innerhalb kurzer Zeit einfach und präzise auf
zu bündelnde Stapel anderer Formate umgerüstet werden kann.
[0009] Gelöst wird die Aufgabe bei einem Mehrfachbündler der eingangs genannten Art, der
dadurch gekennzeichnet ist, dass obere Kassetten gebildet sind, wobei die dem jeweiligen
Band zugeordnete obere Kassette die Einrichtung zum Lagern der oberen Vorratsrolle,
die Einrichtung zum Spannen des Bandes oberhalb des Tisches und die Bandbremse zum
Bremsen des Bandes oberhalb des Tisches aufnimmt, ferner untere Kassetten gebildet
sind, wobei die diesem Band zugeordnete untere Kassette die Einrichtung zum Lagern
der unteren Vorratsrolle, die Einrichtung um Spannen des Bandes unterhalb des Tisches
und die Bandbremse zum Bremsen des Bandes unterhalb des Tisches aufnimmt, wobei die
Kassetten horizontal verstellbar in einem Rahmen des Mehrfachbündlers gelagert sind.
[0010] Ein wesentlicher Aspekt der vorliegenden Erfindung ist darin zu sehen, dass obere
und untere Kassetten gebildet sind, wobei die jeweilige obere bzw. untere Kassette
eine Funktionseinheit, bezogen auf den oberen bzw. unteren Bereich des Mehrfachbündlers,
darstellt. In der jeweiligen Funktionseinheit sind diejenigen Bauteile zusammengefasst,
die oberhalb bzw. unterhalb des Tisches auf die zugeordnete Vorratsrolle bzw. den
von dieser abgehenden Bandabschnitt einwirken. Demzufolge ist es bei einer Umrüstung
des Mehrfachbündlers nicht erforderlich, die einzelnen Bauteile zu verstellen bzw.
neu zu justieren, sondern es wird nur die jeweilige Kassette verstellt und auf das
gewünschte Maß justiert. Die Umrüstung der Kassette kann demzufolge innerhalb von
Sekunden erfolgen, im Gegensatz zu einer Umrüstung bei bestehenden Mehrfachbündlern,
die oftmals länger als eine Stunde dauert.
[0011] Im Rahmen der Erfindung wird es als ausreichend angesehen, wenn die einem Band zugeordneten
beiden Kassetten unabhängig voneinander verstellbar sind. In diesem Fall wird beispielsweise
die obere Kassette neu positioniert und die untere Kassette entsprechend justiert,
so dass das Band vertikal ausgerichtet ist.
[0012] Es wird aber als besonders vorteilhaft angesehen, wenn die dem jeweiligen Band zugeordneten
beiden Kassetten gekoppelt horizontal verstellbar sind. Dies bedeutet, dass eine Verstellbewegung
der einen Kassette eine entsprechende Verstellbewegung der anderen Kassette bedingt.
Somit muss nur eine Kassette verstellt und auf das gewünschte Maß positioniert werden.
[0013] Die Kopplung der dem jeweiligen Band zugeordneten beiden Kassetten bezüglich deren
horizontalen Verstellbarkeit kann auf unterschiedlichste Art und Weise erfolgen. Eine,
als bevorzugte Variante angesehene Möglichkeit, besteht darin, die dem jeweiligen
Band zugeordneten Kassetten mechanisch zu koppeln. Dies erfolgt beispielsweise über
die Anbindung der jeweiligen Kassette an einen horizontal umlaufenden Riemen, insbesondere
einen Zahnriemen, mit dem die Kassette verbindbar ist, wobei die Bewegung des einen
Riemens über zwei parallele Gleichlaufwellen auf den der anderen Kassetten zugeordneten
Riemen übertragen wird, die mit diesem Riemen in Eingriff bringbar ist. Beim Bandieren
sind die Kassetten stationär bezüglich eines Rahmens des Mehrfachbündlers. Sind die
Kassetten neu zu justieren, wird diese feste Verbindung zum Rahmen aufgehoben und
die Verbindung der Kassetten zu dem Riemen hergestellt, so dass beim Verschieben der
jeweils oberen Kassette die dieser zugeordnete untere Kassette mit horizontal verstellt
wird. Eine entsprechende Verstellung erfolgt bei den neben diesem Kassettenpaar angeordneten
weiteren Kassettenpaaren. Ist das jeweilige Kassettenpaar auf die gewünschte Position
verstellt, wird die Verbindung zum Riemen gelöst und die Verbindung zum Rahmen wieder
hergestellt. Damit ist die Umrüstung dieses Kassettenpaares abgeschlossen, so dass
der Mehrfachbündler unmittelbar wieder in Betrieb gesetzt werden kann.
[0014] Es ist durchaus denkbar, die Kopplung der beiden dem jeweiligen Band zugeordneten
Kassetten auch auf andere Art und Weise als auf mechanische Art und Weise zu bewerkstelligen.
Es können beispielsweise die dem jeweiligen Band zugeordneten Kassetten mittels separater
Stellantriebe verstellbar sind. Im diesem Fall werden die Stellbewegungen der Stellantriebe
über die Ansteuerung der Stellantriebe gekoppelt. Wird über einen Stellmotor, beispielsweise
der Befehl gegeben, die eine Kassette um einen Weg X nach rechts zu verschieben, ergeht
derselbe Stellbefehl an den Stellantrieb der anderen Kassette. Auf diese Art und Weise
lässt sich die Umrüstung des Mehrfachbündlers beliebig automatisieren. Es können beispielsweise
über eine Software die den einzelnen Kassetten zugeordneten Stellmotore entsprechend
einem bestimmten Programm angesteuert werden, um die gewünschte Umrüstung des Mehrfachbündlers
herbei zu führen. Dabei können Daten einer Vorstufe des Mehrfachbündlers berücksichtigt
werden, die an den Mehrfachbündler weiter gegeben werden und unter dem Aspekt des
Formats der zu bündelnden Stapeln sowie weiterer geometrischer Kenngrößen des Stapels
einfließen.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die oberen
Kassetten gemeinsam vertikal verstellbar sind. Demzufolge kann der Mehrfachbündler
auf einfache Art und Weise auf unterschiedlich hohe, zu bündelnde Stapel justiert
werden, und dies gleichzeitig bezüglich aller oberen Kassetten.
[0016] In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist der Mehrfachbündler nicht
nur die betätigbaren Mittel zum Festlegen bzw. Lösen der Kassette bezüglich derer
horizontaler Führung auf, sondern auch Mittel zum Festlegen bzw. Lösen dieser Kassette
bezüglich eines diesem zugeordneten Stellelementes, der insbesondere in vorbeschriebener
Art und Weise als Riemen ausgebildet ist. Diese Mittel zum Festlegen bzw. Lösen der
Kassette bezüglich der horizontalen Führung und des Riemens sind insbesondere als
Funktionseinheit ausgebildet derart, dass bei bezüglich deren horizontaler Führung
festgelegten Kassette diese bezüglich des Riemens gelöst ist, und umgekehrt. Dies
bedeutet, dass die jeweilige Kassette nur zwei Zustände einnehmen kann; sie ist entweder
mit dem Riemen verbunden oder bezüglich der horizontalen Führung festgelegt.
[0017] Baulich lässt sich diese Merkmalskombination auf besonders einfache Art und Weise
verwirklichen, wenn die Mittel zum Festlegen bzw. Lösen der Kassette bezüglich deren
horizontaler Führung und die Mittel zum Festlegen und Lösen der Kassette bezüglich
des Riemens als Pneumatikzylinder, elektromagnetischer Lüfter oder dergleichen ausgebildet
ist, der bei Wirkverbindung mit der Führung außer Wirkung zum Riemen ist und umgekehrt.
[0018] Eine bevorzugte Ausgestaltung der jeweiligen Einrichtung zum Spannen des Bandes sieht
vor, dass diese Einrichtung eine Tänzer-Rolle aufweist, wobei Stellmittel mit der
Spanneinrichtung zusammenwirken, derart, dass sie in einem ersten Zustand die Spanneinrichtung
nicht beaufschlagen und in einem zweiten Zustand die Spanneinrichtung in Spannrichtung
beaufschlagen. Diese Spanneinrichtung ist insbesondere zwischen der Bandbremse und
der Vorratsrolle der jeweiligen Kassette wirksam.
[0019] Der Begriff der Kassette ist im Sinne der Erfindung umfassend zu verstehen. Der Begriff
umschreibt, unabhängig von der baulichen Gestaltung eine Funktionseinheit, die die
dem jeweiligen Band zugeordneten oberhalb bzw. unterhalb des Tisches angeordneten
Bauteile, die zum Einwirken auf das Band und zur Positionierung der Bauteile bezüglich
des Rahmens des Mehrfachbündlers erforderlich sind, aufnimmt.
[0020] Die Bandbremse ist vorzugsweise so ausgebildet, dass sie ein erstes Stellmittel zum
Ausüben der Bremskraft aufweist, wobei die ersten Stellmittel der Bandbremsen zentral
angesteuert werden, sowie die jeweilige Bandbremse ein zweites Stellmittel zum Ausüben
der Bremskraft aufweist, wobei das jeweilige zweite Stellmittel im Sinne einer Feinjustierung
individuell einstellbar ist. - Die jeweiligen ersten Stellmittel sind beispielsweise
elektromagnetisch oder pneumatisch ansteuerbar, womit sich eine zentrale Ansteuerung
der Bandbremsen besonders einfach verwirklichen lässt. Das jeweilige zweite Stellmittel
ist beispielsweise als eine in ihrer Vorspannung einstellbare Feder ausgebildet, die
es somit ermöglicht, eine individuelle Einstellung der Bremskraft im Sinne der Feinjustierung
herbei zu führen, wobei diese Kraft die Kraft des ersten Stellmittels überlagert.
[0021] Eine vorteilhafte Gestaltung des Mehrfachbündlers sieht vor, dass die jeweilige obere
Kassette das Andrückelement aufnimmt. In jeder oberen Kassette ist somit ein Andrückelement
gelagert. Des weiteren sollte die jeweilige obere Kassette einen Niederhalter für
den vorgeschobenen Stapel aufweisen. Diesem Niederhalter ist insbesondere ein Klemmzylinder
zugeordnet, vorzugsweise ein pneumatisch arbeitender Klemmzylinder. Ist der Stapel
hinter das Andrückelement vorgeschoben, wird der Niederhalter auf den Stapel abgesenkt
und klemmt diesen somit gegen den Tisch. Anschließend kann der Schweißvorgang vonstatten
gehen. Vorzugsweise weist die jeweilige obere Kassette ferner ein entgegen der Vorschubrichtung
des Stapels ausfahrbares und ein in Vorschubrichtung einfahrbares Schieberteil auf.
Dieses Schieberteil fährt vor dem Vorschieben des Stapels entgegen der Vorschubrichtung
des Stapels aus und ist insbesondere in geringfügigem Abstand oberhalb des Stapels
angeordnet. Das Schieberteil verhindert das Kippen des Stapels bei dessen Vorschub.
Eingeschoben wird das Schieberteil beim Vorschieben des Stapels durch Kontakt mit
dem Mittel zum Vorschieben der Stapel. Das verfahrbare Schieberteil findet insbesondere
bei Stapeln Verwendung, die, in Vorschubrichtung des Stapels gesehen, nur eine geringe
Erstreckung haben, so dass eine erhöhte Gefahr besteht, dass die Stapel beim Vorschieben
kippen. Weiterhin verhindert das Schieberteil das beim Einschieben des Stapels in
den Bandvorhang die oberen Etiketten sich verschieben oder aufstellen.
[0022] Gemäß einer besonderen Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Tisch
zwei Tischteile aufweist, wobei bei aufeinander zu bewegten Tischteilen ein geringer
Spalt zum Durchführen der Bänder gebildet ist und die Heizleiste unterhalb des Tisches
angeordnet ist, sowie bei auseinander bewegten Tischteilen ein größerer Tischspalt
zur zusätzlichen Aufnahme der angehobenen Heizleiste gebildet ist. Im Unterschied
zu dem eingangs erörterten Stand der Technik sind somit bei dem Mehrfachbündler nicht
zwei Tischspalte vorgesehen, sondern nur ein Tischspalt, der sowohl der Aufnahme des
Bandes bzw. der Bänder als auch der Heizleiste dient. Bei dieser Gestaltung werden
die Stapel somit nicht über die Heizleiste geschoben.
[0023] Grundsätzlich kann das Trennen des verschweißten Bandes durch Aufbringen einer Zugkraft
auf den erwärmten Bereich des Bandes erfolgen. Es wird allerdings als vorteilhaft
angesehen, wenn die Heizleiste in deren Längsrichtung geteilt ausgebildet ist und
zwischen den beiden Heizleistenteilen ein über die den Andrückelementen zugewandte
Fläche der Heizleiste ausfahrbares Trennmesser angeordnet ist. Dieses fährt bei der
Relativbewegung zwischen Heizleiste und Andrückelementen insbesondere in eine im jeweiligen
Andrückelement befindliche Ausnehmung, womit das Trennmesser die Bänder durchtrennt.
[0024] Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen, der Beschreibung der
Figuren und den Figuren selbst dargestellt, wobei bemerkt wird, dass alle Einzelmerkmale
und alle Kombinationen von Einzelmerkmalen erfindungswesentlich sind.
[0025] In den Figuren ist die Erfindung anhand einer Ausführungsform beispielsweise dargestellt,
ohne auf diese beschränkt zu sein. Es zeigt:
- Figur 1
- eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Mehrfachbündlers in Richtung des Pfeiles
I in Figur 2 gesehen,
- Figur 2
- eine Vorderansicht des in Figur 1 gezeigten Mehrfachbündlers, in Richtung des Pfeiles
II in Figur 1 gesehen,
- Figur 3
- eine Draufsicht des in den Figuren 1 und 2 gezeigten Mehrfachbündlers, in Richtung
des Pfeiles III in Figur 1 gesehen, wobei nur eine obere und eine untere der Kassetten
veranschaulicht ist,
- Figur 4
- eine vergrößerte Darstellung einer bei dem Mehrfachbündler Verwendung findenden oberen
Kassette, in einer Seitenansicht gemäß Pfeil I in Figur 2 gesehen, mit dieser Kassette
zusammenwirkenden Bauteilen des Bündlers,
- Figur 5
- einen Arbeitszyklus des Mehrfachbündlers gemäß der Detaildarstellungen a.) bis h.),
in einer Seitenansicht gemäß Pfeil I in Figur 2 gesehen.
[0026] Veranschaulicht ist ein Mehrfachbündler 20 zum Umschließen von nebeneinander angeordneten
Stapeln, von denen nur ein Stapel 21 veranschaulicht ist, mittels Banderolen aus thermoplastischen
Kunststoff-Bändern, von denen das jeweilige Band strichpunktiert dargestellt mit der
Bezugsziffer 22 bezeichnet ist. Der jeweilige Stapel besteht insbesondere aus einzelnen
Papier-Blattlagen, z.B. gestapelten Etiketten.
[0027] Der jeweilige Stapel 21 wird mittels eines Bandes 22 umschlossen, das zwischen einer
oberhalb eines Tisches 23 angeordneten oberen Vorratsrolle 24 und einer unterhalb
des Tisches 23 angeordneten unteren Vorratsrolle 25 durch einen Tischspalt 26 ragt
und unter dem Druck des auf dem Tisch 23 verschobenen und unter einem Andrückelement
27, das als Klemmbalken ausgebildet ist, hindurchgeschobenen Stapels 21 eine Schlaufe
bildet. In dieser Position wird der Stapel 21 mittels eines Niederhalters 73 fixiert.
Mit dem Andrückelement 27 ist eine Heizleiste 28 in Wirkverbindung bringbar, die in
den Tischspalt 26 einfahrbar ist. Verschoben wird der Stapel 21 unter die den nebeneinander
angeordneten Stapeln des Mehrfachbündlers 20 zugeordneten Niederhalter 73 mittels
einer Vorschubeinrichtung 29, die durch einen stationären Pneumatikzylinder 30 und
eine mit dessen Kolbenstange 31 verbundene, vertikale Schieberplatte 32 gebildet ist,
die der Kontaktierung mit den diversen nebeneinander angeordneten Stapeln 21 dient.
Der Heizleiste 28 ist ein Trennmesser 33 zugeordnet, das über die Schweißebene der
Heizleiste ausfährt und die geschweißten, geschlossenen Banderolen von den geschweißten,
in dem Mehrfachbündler verbleibenden Bändern 22 trennt.
[0028] Jedem Band ist eine im Maschinengestell 34 des Mehrfachbündlers 20 gelagerte Einrichtung
35 zum Lagern der oberen Vorratsrolle 24 zugeordnet, die durch mehrere parallel angeordnete
Rollen 35 gebildet ist, auf denen die obere Vorratsrolle 24 aufliegt. Jedem Band 22
ist ferner eine Einrichtung zum Spannen des Bandes 22 oberhalb des Tisches 23 zugeordnet,
wobei diese Spannvorrichtung einen Spannhebel 36, der um eine im Maschinengestell
34 gelagerte Achse 37 schwenkbar ist, und einen am Spannhebel 36 angreifenden Pneumatikzylinder
38 zum Verschwenken des Spannhebels 36 aufweist. Das der Achse 37 abgewandte Ende
des Spannhebels 36 weist eine Rolle 39 - Tänzerrolle 39 - zum Umlenken des Bandes
22 auf. Bei aktiviertem Pneumatikzylinder 38 schwenkt dieser den Spannhebel 36 im
Uhrzeigersinn um seine Achse 37. Ist der Pneumatikzylinder 38 deaktiviert kann der
Spannhebel 36 frei um seine Achse 37 schwenken.
[0029] Jedem Band ist ferner eine Bandbremse 40 zum Bremsen des Bandes 22 oberhalb des Tisches
zugeordnet.
[0030] Entsprechend dem vorbeschriebenen funktionellen Aufbau des Mehrfachbündlers 20, bezogen
auf das jeweilige Band 22 und den Bereich oberhalb des Tisches 23 ist der Mehrfachbündler
20, bezogen auf das jeweilige Band 22, unterhalb des Tisches 23 entsprechend ausgebildet.
Demzufolge sind in ihrer Funktion mit den oberhalb des Tisches 23 angeordneten Bauteilen
übereinstimmende, unterhalb des Tisches 23 angeordnete Bauteile mit entsprechenden
Bezugsziffern, ergänzt um den Buchstaben "a" bezeichnet - siehe die Bezugsziffern
35a bis 40a. Insofern beziehen sich auch nachfolgend verwandte Bezugsziffern mit dem
Zusatz "a" auf Bauteile, die unterhalb des Tisches 23 angeordnet sind, die in derselben
Funktion oberhalb des Tisches verwirklicht sind.
[0031] Der Mehrfachbündler 20 ist so eingerichtet, dass er dem gleichzeitigen Bündeln von
fünf Stapeln 21 mittels fünf Bändern 22 dient. Jedem Band ist eine oberhalb des Tisches
23 angeordnete obere Kassette 41 und eine unterhalb des Tisches 23 angeordnete untere
Kassette 42 zugeordnet. Die obere Kassette 41 ist in vergrößerter Darstellung veranschaulicht.
Der Aufbau der unteren Kassette 42 entspricht grundsätzlich dem der oberen Kassette
41.
[0032] Die jeweilige Kassette 41 bzw. 42 weist zwei Seitenwandungen 43 auf, die durch nicht
näher veranschaulichte Distanzelemente auf Abstand gehalten sind, wobei zwischen den
Seitenwandungen 43 die Funktionselemente der jeweiligen Kassette platziert sind. Es
handelt sich hierbei um die Rollen 35 bzw. 35a zum Lagern der Vorratsrollen 24 bzw.
25, den Spannhebel 36 bzw. 36a, den Pneumatikzylinder 38 bzw. 38a zum Spannen des
Bandes 22, die Bandbremse 40 bzw. 40a.
[0033] Die jeweilige Bandbremse 40 bzw. 40a weist eine Einrichtung 44 bzw. 44a zum gemeinsamen
Verstellen der Bremskraft aller Kassetten 41, 42 auf, die insbesondere elektrisch
angesteuert wird und pneumatisch wirkt. Sie weist ferner eine Feder 45 bzw. 45a auf,
die die Funktion einer Feinjustage der der jeweiligen Kassette 41 bzw. 42 zugeordneten
Bandbremse 40 bzw. 40a darstellt. Die Einrichtung 44 bzw. 44a und 45 bzw. 45a wirkt
auf eine Platte 46 bzw. 46a mit Bremsbelag 47 (nur für die Bandbremse 40 veranschaulicht),
der mit einer feststehenden Gegenrolle 48 bzw. 48a zusammenwirkt, die die Funktion
eines feststehenden Bremsteils besitzt. Über die jeweilige federbelastete Bandbremse
40 bzw. 40a wird die Spannung des Bandierbandes, beim Bündeln des Stapels 21, konstant
gehalten. Die Bremskraft kann durch Druckbeaufschlagung pneumatisch eingestellt werden.
Die Bandbremsen sind immer betätigt. Zusätzlich verfügt jede Bandbremse über die mechanische
Feinjustierung.
[0034] Das jeweilige Band 22 wird, ausgehend von der jeweiligen Vorratsrolle 24 bzw. 25
um eine erste in der jeweiligen Kassette 41 bzw. 42 gelagerte Rolle 49 bzw. 49a umgelenkt,
von dieser zu der die Funktion der Tänzer-Rolle besitzenden Umlenkrolle 39 bzw. 39a
geführt und dort umgelenkt, von dort, nahezu um 180° umgelenkt zu einer weiteren in
der jeweiligen Kassette 41 bzw. 42 gelagerten, frei drehbaren Rolle 50 bzw. 50a geführt,
dort umgelenkt und zwischen dem der Platte 46 bzw. 46a zugeordneten Bremsbelag 47
und der Rolle 48 bzw. 48a hindurchgeführt. Von dort wird das Band 22 um eine Rolle
51 bzw. 51 a umgelenkt. Im Bereich der oberen Kassette 41 erfolgt eine weitere Umlenkung
um eine Rolle 52. Diese ist bei der unteren Kassette 42 nicht vorhanden, weil dort
das Band 22 an einer in einem stumpfen Winkel abgewinkelten Führungsplatte 53 anliegt.
Ausgehend von der Rolle 52 und der Führungsplatte 53 ist das Band 22 unmittelbar durch
den Tischspalt 26 geführt.
[0035] Die jeweilige obere Kassette 41 ist sowohl horizontal als auch vertikal verfahrbar.
Die jeweilige untere Kassette 42 ist nur horizontal verfahrbar. Beim Verfahren der
dem jeweiligen Band 22 zugeordneten oberen Kassette 41 wird die untere Kassette 42
entsprechend horizontal mitbewegt, und umgekehrt. - Die zuvor genannten Abläufe sind
nachfolgend im einzelnen beschrieben:
[0036] Das Maschinengestell 34 nimmt zwei parallele, auf jeder Seite des Bündlers angeordnete
vertikal gerichtete Spindeln 54 auf, die der Höhenverstellbarkeit eines Lagerrahmens
55 dienen, der die fünf oberen Kassetten 41 horizontal verschiebbar aufnimmt. Seitliche
Gewindebuchsen 56 des Lagerrahmens 55 wirken mit den beiden Spindeln 54 zusammen.
Im unteren Bereich des Maschinengestells 34 ist eine Einrichtung 57 gelagert, die
der Synchronisierung der Drehbewegung der beiden Spindeln 54 dient. Es handelt sich
hierbei um ein Getriebe, wobei ein Zahnriemen 58 die beiden mit den Spindeln 54 verbundenen
Zahnräder 59 umschlingt. Über einen nicht näher veranschaulichten seitlichen Handantrieb
oder Motorantrieb können die Spindeln 54 synchron bewegt und damit der Lagerrahmen
54 parallel nach unten bzw. oben verfahren werden.
[0037] Die fünf unteren Kassetten 42 sind in einem Lagerrahmen 60 horizontal verfahrbar
gelagert, der unmittelbar im Maschinengestell 34 befestigt, somit nicht vertikal verfahrbar
ist.
[0038] Parallel zu den beiden Spindeln 54 sind im Maschinengestell 34 des weiteren, zwei
vertikal orientierte, im Maschinengestell 34 gelagerte Vielkeilwellen 61 angeordnet,
wobei die jeweilige Vielkeilwelle 61 oben ein dem oberen Lagerrahmen 55 zugeordnetes
Zahnrad 62 und unten ein dem unteren Lagerrahmen 60 zugeordnetes Zahnrad 63 durchsetzt.
Die oberen Zahnräder 62 sind so im Lagerrahmen 55 gelagert, dass sie bei vertikaler
Verstellung des Lagerrahmens 55 in Längsrichtung der Vielkeilwelle 61 verschoben werden.
Die beiden Zahnräder 62 umschlingt ein Zahnriemen 64, die beiden Zahnräder 63 ein
Zahnriemen 65.
[0039] Der oberen Lagerrahmen 55 weist zwei Lagerholme 66 und 68 auf, in denen über Führungen
67 und 69 die fünf oberen Kassetten 41 horizontal bezüglich des oberen Lagerrahmens
55 verschiebbar sind. Entsprechend weist der untere Lagerrahmen 60 zwei Lagerholme
66 und 68 auf, in denen über Führungen 67 und 69 die fünf unteren Kassetten 42 horizontal
verfahrbar sind. In der jeweiligen Kassette 41 bzw. 42 ist ein Pneumatikzylinder oder
elektromagnetischer Lüfter 70 bzw. 70a vorgesehen, der wie im einzelnen bezüglich
des Lüfters 70 dargestellt, bei Überführung seines Stellteils 71 in der einen Richtung
A einen Form- oder Kraftschluss zwischen Stellteil 71 und Zahnriemen 64 herbeiführt,
indem der Zahnriemen 64 zwischen dem Stellteil 71 und einem Anschlag 72 dieser Kassette
41 geklemmt wird, während bei Betätigung des Stellteils 71 in die entgegengesetzte
Richtung gemäß Pfeil B diese Verbindung im Bereich des Zahnriemens 64 gelöst wird
und stattdessen die bisher nicht erfolgte Klemmung zwischen dem anderen Ende des Stellteils
71 und dem Lagerholm 68 bzw. der Führung 69 herbeigeführt wird, so dass dort der Form-
bzw. Kraftschluss erfolgt. Die vorstehenden detaillierten Ausführungen gelten entsprechend
für die Fixierung der unteren Kassetten 42 durch den dort befindlichen elektromagnetischen
Lüfter 70a.
[0040] Soll beispielsweise das in der Figur 2 rechts dargestellte Kassettenpaar, das durch
die obere Kassette 41 und die untere Kassette 42 gebildet ist, verschoben werden,
ist es nur erforderlich, durch Ansteuerung der Lüfter 70 und 70a die Klemmung des
Stellteils 71 bzw. 71 a bezüglich der Führung 69 bzw. des Lagerholms 68 aufzuheben,
womit unmittelbar der Form- oder Kraftschluss des anderen Endes des Stellteils 71
bzw. 71 a mit dem Zahnriemen 64 bzw. 65 herbeigeführt wird. Demzufolge kann diese
obere Kassette 41 von Hand horizontal verschoben werden, wobei die Verschiebebewegung
der Kassette 41 zu einer Verfahrbewegung des oberen Zahnriemens 64 führt, der über
die beiden Vielkeilwellen 61 den unteren Zahnriemen 65 antreibt und damit die form-
oder kraftschlüssig mit diesem Zahnriemen verbundene untere Kassette 42 entsprechend,
d.h. um dasselbe Maß in derselben Richtung verfährt wie es die obere Kassette 41 vorgibt.
Ist die obere Kassette 41 in der gewünschten Position brauchen die beiden Lüfter 70
und 70a nur umgesteuert werden, so dass der Kontakt mit den beiden Zahnriemen 64 und
65 aufgehoben wird und stattdessen der Form- oder Kraftschluss mit den Lagerholmen
68 wieder herbeigeführt wird.
[0041] Im vorbeschriebenen Sinne sind die obere Kassette 41 und die untere Kassette 42,
die dem jeweiligen Band 22 zugeordnet sind, gekoppelt horizontal verstellbar.
[0042] Die jeweilige obere Kassette 41 nimmt in ihrem unteren Bereich den Niederhalter 73
für den vorgeschobenen Stapel 21 auf. Dieser ist über einen Pneumatikzylinder 74,
der gleichfalls in der oberen Kassette 41 gelagert ist, vertikal verfahrbar. Im Bereich
des Niederhalters 73 weist die jeweilige obere Kassette 41 ferner ein horizontal verfahrbares
Schieberteil 75 zum Verhindern des Kippens des Stapels 21 beim Vorschieben auf. Weiterhin
verhindert das Schieberteil 75, dass beim Einschieben des Stapels 21 in den Bandvorhang
22 die oberen Etiketten sich verschieben oder aufstellen. Dieses Schieberteil 75 ist
aus der in Figur 4 gezeigten zurückgefahrenen Stellung horizontal nach rechts ausfahrbar.
Der Abstand des Schieberteils 75 vom Tisch 23 ist geringfügig größer als die Höhe
des Stapels 21. Beim Vorschieben der Schieberplatte 32 zwecks Vorschieben des Stapels
21 kontaktiert die Schieberplatte 32 das Schieberteil 75 und schiebt es in seine Ausgangsstellung
gemäß Figur 4 zurück, in der es beim Absenken des Niederhalters 73 durch diesen in
eine Raststellung überführt wird bis es beim nächsten Bandiervorgang wieder ausgefahren
wird.
[0043] Der Tisch 23 weist zwei Tischteile 76 und 77 auf. Das vordere Tischteil 76 ist mittels
zweier Antriebe 78 horizontal verfahrbar, so dass zwischen den beiden Tischteilen
der mehr oder weniger große Tischspalt 26 gebildet ist. Bei zwischen den beiden Tischteilen
76 und 77 gebildetem größeren Tischspalt ist die Heizleiste 28 zusätzlich in den Tischspalt
26 anhebbar. Die Heizleiste 28 ist in deren Längsrichtung geteilt ausgebildet und
es ist zwischen den beiden Heizleistenteilen 79 und 80 das Trennmesser 33 positioniert,
das gleichfalls über einen Antrieb 81 der Schweißeinrichtung bewegt wird und die Bänder
22 des Mehrfachbündlers 20 zwischen den Heizleistenteilen 79 und 80 trennt. Der eigentliche
Trennzyklus des Trennmessers 33 - Anheben des Trennmessers, Trennvorgang, Absenken
des Trennmessers - wird durch vier Pneumatikzylinder 83 bewirkt, die zwischen der
Heizleiste 28 und dem Trennmesser 33 wirksam sind. Beim Trennen der Bänder 22 durchsetzt
das Trennmesser 33 eine Ausnehmung 82 im sich über die Breite des Tisches 23 erstreckenden
Andrückelement 27.
[0044] Ein Arbeitszyklus des Mehrfachbündlers 20 ist in der Figur 5 beschrieben. Die dort
veranschaulichten Pfeile 1 bis 14 und 15 bis 17 veranschaulichen Bewegungsrichtungen
der vorstehend diskutierten Bauteile. Mit der Ziffer 13 ist der Schweißvorgang symbolisch
verdeutlicht.
[0045] Wie in Figur 5 unter a.) dargestellt, wird das Tischteil 76 in Richtung des Pfeiles
1 in Richtung des hinteren Tischteils 77 bewegt und damit die Breite des Tischspaltes
26 auf ein geringes Maß reduziert. Gemäß Pfeil 2 wird der Stapel 21 mittels der Vorschubeinrichtung
29 vorgeschoben. Gemäß Pfeil 3 wird der Niederhalter 73 angehoben und dadurch das
Schieberteil 75 entrastet, dann fährt gemäß Pfeil 4 das Schieberteil 75 in Richtung
der Vorschubeinrichtung 29 aus, das Schieberteil 75 ist damit geringfügig oberhalb
des Stapels 21 positioniert (b.)). Gemäß Pfeil 5 wird der Stapel 21 weiter vorgeschoben
und hierbei durch das Schieberteil 75 am Kippen gehindert, selbst dann, wenn die Abmessungen
des Stapels 21 in seiner Vorschubrichtung gering sind. Ferner wird verhindert, dass
die oberen Etiketten sich verschieben oder aufstellen. Da der Stapel 21 gegen den
durch das Band 22 gebildeten Vorhang bewegt wird, führt dies dazu, dass das Band sowohl
von der oberen Vorratsrolle 24 als auch der unteren Vorratsrolle 25 in Richtung des
Pfeiles 6 abgewickelt wird. Da die Pneumatikzylinder 38 und 38a kraftlos sind, können
die Spannhebel 36 bzw. 36a mit zugeordneter Tänzer-Rolle 39 bzw. 39a nachgeben (c.)).
Dann wird gemäß Pfeil 7 der Niederhalter 73 auf den Stapel 21 abgesenkt und fixiert
diesen bezüglich des Tischteils 77 und verrastet das Schieberteil 75 in der hinteren
Stellung (d.)). Das vordere Tischteil 76 wird vom hinteren Tischteil 77 gemäß Pfeil
8 wegbewegt und die Vorschubeinrichtung 29 gemäß Pfeil 9 zurückgefahren (e.)). Die
Heizleiste 28 mit Trennmesser 33 wird in den zwischen den beiden Tischteilen 76 und
77 gebildeten breiteren Tischspalt 26 eingefahren, im Sinne des Pfeiles 10, gleichzeitig
wird, im Sinne des Pfeiles 11 das Andrückelement 27 abgesenkt und kontaktiert die
beiden Heizleistenteile 79 und 80. Hierbei wird von oben weiteres Band 22 nachgezogen,
indem der obere Spannhebel 36 mit Tänzer-Rolle 37 weiter in Richtung des Pfeiles 12
schwenkt (f.)). Es erfolgt der Schweißvorgang gemäß Stromzuführungssymbol 13 und nach
einer anschließenden Kühlzeit das Trennen der geschweißten, geschlossenen Banderole
von dem geschweißten, in dem Mehrfachbündler verbleibenden Band 22 mittels des Trennmessers
33. Es werden die beiden Spannhebel 36 und 36a mittels der Pneumatikzylinder 38 und
38a zurückbewegt, womit die beiden Tänzer-Rollen 39 und 39a eine definierte Bandstrecke
von der oberen Vorratsrolle 24 bzw. unteren Vorratsrolle 25 abziehen (Pfeil 14). Pfeil
15 verdeutlicht den Trennzyklus des Trennmessers 33 (g.)). Dann wird, im Sinne des
Pfeiles 16 das Andrückelement 27 wieder angehoben und im Sinne des Pfeiles 17 die
Heizleiste 28 wieder aus dem Tischspalt 26 herausgefahren, somit abgesenkt (h.)).
Es folgt dann der neue Zyklus, wobei mittels des nächsten zu bandierenden Stapels
21 der zuvor bandierte Stapel auf dem Tischteil 77 weiter vorgeschoben wird.
1. Mehrfachbündler zum Umschließen von nebeneinander angeordneten Stapeln (21) mittels
Banderolen aus thermoplastischen Kunststoff-Bändern (22), wobei der jeweilige Stapel
(21) mittels mindestens eines Bandes (22) umschlossen wird, das zwischen einer oberhalb
eines Tisches (23) und einer unterhalb des Tisches (23) angeordneten Vorratsrolle
(24, 25) durch einen Tischspalt (26) ragt und unter dem Druck des auf dem Tisch (23)
verschobenen und unterhalb einem Andrückelement (27) hindurch geschobenen Stapels
(21) eine Schlaufe bildet, sowie mit dem Andrückelement (27) eine Heizleiste (28)
in Wirkverbindung bringbar ist, die in einem Tischspalt (26) angeordnet ist, ferner
mit Mitteln (29) zum Verschieben der Stapel (21) hinter die den Stapeln (21) zugeordneten
Andrückelemente (27) und Mitteln (33) zum Trennen der geschweißten, geschlossenen
Banderolen von den geschweißt in dem Mehrfachbündler verbleibenden Bändern (22), wobei
jedem Band (22) eine Einrichtung (35) zum Lagern der oberen Vorratsrolle (24), eine
Einrichtung (36, 38, 39) zum Spannen des Bandes (22) oberhalb des Tisches (23), eine
Bandbremse (40) zum Bremsen des Bandes (22) oberhalb des Tisches (23), eine Einrichtung
(35a) zum Lagern der unteren Vorratsrolle (25), eine Einrichtung (36a, 38a, 39a) zum
Spannen des Bandes (22) unterhalb des Tisches (23) und eine Bandbremse (40a) zum Bremsen
des Bandes (22) unterhalb des Tisches (23) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass obere Kassetten (41) gebildet sind, wobei die dem jeweiligen Band (22) zugeordnete
obere Kassette (41) die Einrichtung (35) zum Lagern der oberen Vorratsrolle (24),
die Einrichtung (36, 38, 39) zum Spannen des Bandes (22) oberhalb des Tisches (23)
und die Bandbremse (40) zum Bremsen des Bandes (22) oberhalb des Tisches (23) aufnimmt,
ferner untere Kassetten (42) gebildet sind, wobei die diesem Band (22) zugeordnete
untere Kassette (42) die Einrichtung (35a) zum Lagern der unteren Vorratsrolle (25),
die Einrichtung (36a, 38a, 39a) zum Spannen des Bandes (22) unterhalb des Tisches
(23) und die Bandbremse (40a) zum Bremsen des Bandes (22) unterhalb des Tisches (23)
aufnimmt, wobei die Kassetten (41, 42) horizontal verstellbar in einem Rahmen (34)
des Mehrfachbündlers gelagert sind.
2. Bündler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Kassette (41) und die untere Kassette (42), die dem jeweiligen Band (22)
zugeordnet sind, gekoppelt horizontal verstellbar sind.
3. Bündler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die dem jeweiligen Band (22) zugeordneten Kassetten (41, 42) mechanisch gekoppelt
verstellbar sind.
4. Bündler nach Anspruch 2,dadurch gekennzeichnet, dass die dem jeweiligen Band (22) zugeordneten Kassetten (41, 42) mittels separater Stellantriebe
verstellbar sind, wobei die Stellbewegungen der Stellantriebe über die Ansteuerung
der Stellantriebe gekoppelt sind.
5. Bündler nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die oberen Kassetten (41) gemeinsam vertikal verstellbar sind.
6. Bündler nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass obere (66) und untere (68) horizontale Führungen für die oberen und unteren Kassetten
(41, 42) vorgesehen sind, sowie jede Kassette (41, 42) betätigbare Mittel (70, 71)
zum Festlegen bzw. Lösen der Kassette (41, 42) bezüglich deren horizontaler Führung
(66, 68) aufweisen.
7. Bündler nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (70, 71) zum Festlegen bzw. Lösen der Kassette (41, 42) einen in der Kassette
(41, 42) gelagerten Pneumatikzylinder, elektromagnetischen Lüfter (70) oder dergleichen
aufweisen, der in Wirkverbindung mit der Kassettenführung bringbar ist.
8. Bündler nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass den oberen Kassetten (41) und den unteren Kassetten (42) jeweils ein horizontal angeordneter,
umlaufender Riemen (64, 65) zugeordnet ist, wobei die Riemen (64, 65) mittels eines
Gleichlaufmechanismus (61, 62, 63) mechanisch miteinander gekoppelt sind, sowie Mittel
(70, 71) zum Festlegen bzw. Lösen der Kassette (41, 42) bezüglich des zugeordneten
Riemens (64, 65) vorgesehen sind.
9. Mehrfachbündler nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die der jeweiligen Kassette (41, 42) zugeordneten Mittel (70, 71) zum Festlegen bzw.
Lösen der Kassette (41, 42) bezüglich deren horizontaler Führung (66, 68) und die
dieser Kassette (41, 42) zugeordneten Mittel (70, 71) zum Festlegen bzw. Lösen dieser
Kassette (41, 42) bezüglich des zugeordneten Riemens (64, 65) eine Funktionseinheit
bilden derart, dass bei bezüglich deren horizontaler Führung (66, 68) festgelegter
Kassette (41, 42) diese bezüglich des Riemens (64, 65) gelöst ist und bei bezüglich
deren horizontaler Führung (66, 68) gelöster Kassette (41, 42) diese bezüglich des
Riemens (64, 65) festgelegt ist.
10. Bündler nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (70, 71) zum Festlegen bzw. Lösen der Kassette (41, 42) bezüglich deren
horizontaler Führung (66, 68) und die Mittel (70, 71) zum Festlegen und Lösen der
Kassette (41, 42) bezüglich des Riemens (64, 65) als Pneumatikzylinder, als elektromagnetischer
Lüfter (70) oder dergleichen ausgebildet sind, der bei Wirkverbindung mit der Führung
(66, 68) außer Wirkung zum Riemen (64, 65) ist und bei fehlender Wirkverbindung mit
der Führung (66, 68) in Wirkverbindung zum Riemen (64, 65) ist.
11. Bündler nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Einrichtung (36, 38, 39; 36a, 38a, 39a) zum Spannen des Bandes (22)
eine Tänzer-Rolle (39; 39a) aufweist, wobei ein Stellmittel (38; 38a) mit der Spanneinrichtung
zusammenwirkt derart, dass es in einem ersten Zustand die Spanneinrichtung nicht beaufschlagt
und in einem zweiten Zustand die Spanneinrichtung in Spannrichtung beaufschlagt.
12. Bündler nach einem der Ansprüche 1 bis 11,dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Bandbremse (40; 40a) ein erstes Stellmittel (44; 44a) zum Ausüben der
Bremskraft aufweist, wobei die ersten Stellmittel (44; 44a) der Bandbremsen (40; 40a)
zentral angesteuert werden sowie die jeweilige Bandbremse ein zweites Stellmittel
(45; 45a) zum Ausüben der Bremskraft aufweist, wobei das jeweilige zweite Stellmittel
individuell einstellbar ist, insbesondere im Sinne einer Feinjustierung individuell
einstellbar ist.
13. Bündler nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Andrückelement (27) über die Breite des Tisches (23) erstreckt.
14. Bündler nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige obere Kassette (41) einen Niederhalter (73) für den vorgeschobenen
Stapel (21) und/oder eine entgegen der Vorschubrichtung des Stapels (21) und entgegengesetzt
verfahrbares Schieberteil (75) aufweist.
15. Bündler nach einem der Ansprüche 1 bis 14,dadurch gekennzeichnet, dass der Tisch (23) zwei Tischteile (76, 77) aufweist, wobei bei aufeinander zu bewegten
Tischteilen ein geringer Spalt (26) zum Durchführen der Bänder (22) gebildet ist und
die Heizleiste (28) unterhalb des Tisches angeordnet ist, sowie bei auseinander bewegten
Tischteilen ein größerer Tischspalt (26) zur zusätzlichen Aufnahme der angehobenen
Heizleiste (28) gebildet ist.
16. Bündler nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizleiste (28) in deren Längsrichtung geteilt ausgebildet und zwischen den beiden
Heizleistenteilen (79, 80) ein über die den Andrückelementen (27) zugewandte Fläche
der Heizleiste (28) ausfahrbares Trennmesser (33) angeordnet ist.
1. Multiple bundling machine for enclosing stacks (21) arranged alongside one another
by means of strapping made of thermoplastic tapes (22), wherein the respective stack
(21) is enclosed by means of at least one tape (22) which projects through a gap (26)
between respective supply reels (24, 25) arranged one above a table (23) and one below
the table (23) and forms a loop under the pressure of the stack (21) displaced on
the table (23) and pushed through below a pressure element (27), and a heated bar
(28) which is arranged in a gap (26) can be operatively connected to the pressure
element (27), and furthermore to means (29) for displacing the stacks (21) behind
the pressure elements (27) associated with the stacks (21) and means (33) for separating
the welded, closed strapping from the welded tapes (22) remaining in the multiple
bundling machine, wherein a device (35) for supporting the upper supply reel (24),
a device (36, 38, 39) for tensioning the tape (22) above the table (23), a brake (40)
for braking the tape (22) above the table (23), a device (35a) for supporting the
lower supply reel (25), a device (36a, 38a, 39a) for tensioning the tape (22) below
the table (23) and a brake (40a) for braking the tape (22) below the table (23) are
associated with each tape (22), characterised in that upper cassettes (41) are formed, wherein the upper cassette (41) associated with
the respective tape (22) receives the device (35) for supporting the upper supply
reel (24), the device (36, 38, 39) for tensioning the tape (22) above the table (23)
and the brake (40) for braking the tape (22) above the table (23), and that furthermore
lower cassettes (42) are formed, wherein the lower cassette (42) associated with this
tape (22) receives the device (35a) for supporting the lower supply reel (25), the
device (36a, 38a, 39a) for tensioning the tape (22) below the table (23) and the brake
(40a) for braking the tape (22) below the table (23), the cassettes (41, 42) being
mounted in a horizontally adjustable manner in a frame (34) of the multiple bundling
machine.
2. Bundling machine according to claim 1, characterised in that the upper cassette (41) and the lower cassette (42) associated with the respective
tape (22) are horizontally adjustable in the coupled state.
3. Bundling machine according to claim 2, characterised in that the cassettes (41, 42) associated with the respective tape (22) are adjustable in
the mechanically coupled state.
4. Bundling machine according to claim 2, characterised in that the cassettes (41, 42) associated with the respective tape (22) are adjustable by
means of separate actuators, the actuating movements of the actuators being coupled
by means of the control of the actuators.
5. Bundling machine according to one of claims 1 to 4, characterised in that the upper cassettes (41) are jointly vertically adjustable.
6. Bundling machine according to one of claims 1 to 5, characterised in that upper (66) and lower (68) horizontal guides are provided for the upper and lower
cassettes (41, 42), and each cassette (41, 42) comprises means (70, 71) which can
be actuated to fix or release the cassette (41, 42) relative to its horizontal guide
(66, 68).
7. Bundling machine according to claim 6, characterised in that the means (70, 71) for fixing or releasing the cassette (41, 42) comprise a pneumatic
cylinder, electromagnetic fan (70) or the like supported in the cassette (41, 42),
which can be operatively connected to the cassette guide.
8. Bundling machine according to one of claims 3 to 7, characterised in that respective horizontally arranged continuous belts (64, 65) are associated with the
upper cassettes (41) and the lower cassettes (42), the belts (64, 65) being mechanically
coupled together by means of a synchronising mechanism (61, 62, 63), and means (70,
71) are provided for fixing or releasing the cassette (41, 42) relative to the associated
belt (64, 65).
9. Bundling machine according to one of claims 6 to 8, characterised in that the means (70, 71) associated with the respective cassette (41, 42) for fixing or
releasing the cassette (41, 42) relative to its horizontal guide (66, 68) and the
means (70, 71) associated with this cassette (41, 42) for fixing or releasing this
cassette (41, 42) relative to the associated belt (64, 65) form a functional unit
in such a manner that, when the cassette (41, 42) is fixed relative to its horizontal
guide (66, 68), it is released relative to the belt (64, 65) and, when the cassette
(41, 42) is released relative to its horizontal guide (66, 68), it is fixed relative
to the belt (64, 65).
10. Bundling machine according to claim 9, characterised in that the means (70, 71) for fixing or releasing the cassette (41, 42) relative to its
horizontal guide (66, 68) and the means (70, 71) for fixing and releasing the cassette
(41, 42) relative to the belt (64, 65) are designed as a pneumatic cylinder, an electromagnetic
fan (70) or the like, which, when it is operatively connected to the guide (66, 68),
is not operatively connected to the belt (64, 65) and, when it is not operatively
connected to the guide (66, 68), is operatively connected to the belt (64, 65).
11. Bundling machine according to one of claims 1 to 10, characterised in that the respective device (36, 38, 39; 36a, 38a, 39a) for tensioning the tape (22) comprises
a dancer roller (39; 39a), an actuating means (38; 38a) cooperating with the tensioning
device in such a manner that it does not actuate the tensioning device in a first
state and actuates the tensioning device in the tensioning direction in a second state.
12. Bundling machine according to one of claims 1 to 11, characterised in that the respective brake (40; 40a) has a first actuating means (44; 44a) for exerting
the braking force, the first actuating means (44; 44a) of the brakes (40; 40a) being
centrally controlled, and the respective brake has a second actuating means (45; 45a)
for exerting the braking force, the respective second actuating means (45; 45a) being
individually adjustable, in particularly individually adjustable from the point of
view of fine adjustment.
13. Bundling machine according to one of claims 1 to 12, characterised in that the pressure element (27) extends over the width of the table (23).
14. Bundling machine according to one of claims 1 to 13, characterised in that the respective upper cassette (41) has a clamping device (73) for the advanced stack
(21) and/or a pusher part (75) movable against the feed direction of the stack (21)
and in the opposite direction.
15. Bundling machine according to one of claims 1 to 14, characterised in that the table (23) comprises two parts (76, 77), wherein, when the parts are moved towards
one another, a small gap (26) is formed for the passage of the tapes (22) and the
heated bar (28) is arranged below the table and, when the parts are moved away from
one another, a larger gap (26) is formed for additionally receiving the raised heated
bar (28).
16. Bundling machine according to claim 15, characterised in that the heated bar (28) is divided in its longitudinal direction and a cutting knife
(33) which can be moved out over the surface of the heated bar (28) directed towards
the pressure elements (27) is arranged between the two heated bar parts (79, 80).
1. Appareil de liage multiple destiné à entourer des piles (21) juxtaposées à l'aide
de banderoles constituées de rubans de matière plastique thermoplastiques (22), dans
lequel la pile respective (21) est entourée à l'aide d'au moins un ruban (22) qui
sort par une fente de table (26) entre un rouleau d'alimentation (24, 25) situé au-dessus
d'une table (23) et un rouleau d'alimentation situé en dessous de la table (23), et
qui forme une boucle sous la pression de la pile (21) déplacée sur la table (23) et
poussée à travers celle-ci au-dessous d'un élément de pression (27), et une barre
chauffante (28) peut être mise en liaison active avec l'élément de pression (27),
laquelle barre chauffante est disposée dans la fente de la table (26), en outre avec
des moyens (29) destinés à déplacer les piles (21) derrière les éléments de pression
(27) associés aux piles (21) et des moyens (33) destinés à séparer les banderoles
soudées et fermées des rubans (22) restant soudés dans l'appareil de liage multiple,
dans lequel est associé à chaque ruban (22) un dispositif (35) destiné au montage
du rouleau d'alimentation supérieur (24), un dispositif (36, 38, 39) destiné à tendre
le ruban (22) au-dessus de la table (23), un frein à ruban (40) destiné à freiner
le ruban (22) au-dessus de la table (23), un dispositif (35a) destiné au montage du
rouleau d'alimentation inférieur (25), un dispositif (36a, 38a, 39a) destiné à tendre
le ruban (22) au-dessous de la table (23) et un frein à ruban (40a) destiné à freiner
le ruban (22) au-dessous de la table (23),
caractérisé par
des cassettes supérieures (41) la cassette supérieure (41) associée au ruban respectif
(22) logeant le dispositif (35) destiné au montage du rouleau d'alimentation supérieur
(24), le dispositif (36, 38, 39) destiné à tendre le ruban (22) au-dessus de la table
(23) et le frein à ruban (40) destiné à freiner le ruban (22) au-dessus de la table
(23), et en outre des cassettes inférieures (42), la cassette inférieure (42) associée
à ce ruban (22) logeant le dispositif (35a) destiné au montage du ruban inférieur
(25), le dispositif (36a, 38a, 39a) destiné à tendre le ruban (22) au-dessous de la
table (23) et le frein à ruban (40a) destiné à freiner le ruban (22) au-dessous de
la table (23), et les cassettes (41, 42) étant montées dans un cadre (34) de l'appareil
de liage multiple de façon à pouvoir être mobiles horizontalement.
2. Appareil de liage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la cassette supérieure (41) et la cassette inférieure (42), qui sont associées au
ruban respectif (22), sont couplées de façon à pouvoir être mobiles horizontalement.
3. Appareil de liage selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
les cassettes (41, 42) associées au ruban respectif (22) sont couplées mécaniquement
de façon à pouvoir être mobiles.
4. Appareil de liage selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
les cassettes (41, 42) associées au ruban respectif (22) sont mobiles à l'aide d'actionneurs
distincts, et les mouvements d'actionnement des actionneurs sont couplés par la commande
des actionneurs.
5. Appareil de liage selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
les cassettes supérieures (41) peuvent être mobiles ensemble verticalement.
6. Appareil de liage selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce qu'
on prévoit des glissières horizontales supérieures (66) et inférieures (68) pour les
cassettes supérieures et inférieures (41, 42), et chaque cassette (41, 42) présente
des moyens pouvant être actionnés (70, 71) destinés à fixer ou détacher la cassette
(41, 42) par rapport à sa glissière horizontale (66, 68).
7. Appareil de liage selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
les moyens (70, 71) destinés à fixer ou détacher la cassette (41, 42) présentent un
vérin pneumatique monté dans la cassette (41, 42), un ventilateur électromagnétique
(70) ou similaires qui peut être mis en liaison active avec la glissière de cassette.
8. Appareil de liage selon l'une quelconque des revendications 3 à 7,
caractérisé en ce qu'
une courroie circulaire (64, 65) disposée horizontalement est associée aux cassettes
supérieures (41) et aux cassettes inférieures (42) respectivement, et les courroies
(64, 65) peuvent être couplées les unes aux autres mécaniquement à l'aide d'un mécanisme
de synchronisme (61, 62, 63), et des moyens (70, 71) sont prévus pour fixer ou détacher
la cassette (41, 42) par rapport à la courroie associée.
9. Appareil de liage multiple selon l'une quelconque des revendications 6 à 8,
caractérisé en ce que
les moyens (70, 71) associés à la cassette respective (41, 42) destinés à fixer ou
détacher la cassette (41, 42) par rapport à sa glissière horizontale (66, 68) et les
moyens (70, 71) associés à cette cassette (41, 42) destinés à fixer ou détacher cette
cassette (41, 42) par rapport à la courroie associée (64, 65) forment une unité fonctionnelle
de sorte que celle-ci est détachée par rapport à la courroie (64) lorsque la cassette
(41, 42) est fixée par rapport à sa glissière horizontale (66, 68) de cassette spécifique
(41, 42) et celle-ci est détachée par rapport à la courroie (64, 65) lorsque la cassette
(41, 42) est détachée par rapport à sa glissière horizontale (66, 68).
10. Appareil de liage selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
les moyens (70, 71) destinés à fixer ou détacher la cassette (41, 42) par rapport
à sa glissière horizontale (66, 68) et les moyens (70, 71) destinés à fixer et détacher
la cassette (41, 42) par rapport à la courroie (64, 65) sont des vérins pneumatiques,
des ventilateurs électromagnétiques (70) ou similaire qui lors d'une liaison active
avec la glissière (66, 68) est inactif par rapport à la courroie (64, 65) et lors
d'une liaison active défaillante avec la glissière (66, 68) est en liaison active
par rapport à la courroie (64, 65).
11. Appareil de liage selon l'une quelconque des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que
le dispositif respectif (36, 38, 39 ; 36a, 38a, 39a) destiné à tendre le ruban (22)
présente un rouleau libre (39 ; 39a), et un moyen de réglage (38 ; 38a) coopère avec
le dispositif de tension de sorte que dans un premier état il ne sollicite pas le
système de tension et dans un deuxième état il sollicite le système de tension dans
la direction de tension.
12. Appareil de liage selon l'une quelconque des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que
le frein à ruban respectif (40 ; 40a) présente un premier moyen d'actionnement (44
; 44a), et les premiers moyens d'actionnement (44 ; 44a) des freins de ruban (40 ;
40a) sont commandés centralement, et le frein à ruban respectif présente un second
moyen d'actionnement (45 ; 45a) destiné à exercer la force de freinage, dans lequel
le second moyen de réglage respectif peut être réglé individuellement, en particulier,
dans le sens d'un ajustement de précision individuel.
13. Appareil de liage selon l'une quelconque des revendications 1 à 12,
caractérisé en ce que
l'élément de pression (27) s'étend sur la largeur de la table (23).
14. Appareil de liage selon l'une quelconque des revendications 1 à 13,
caractérisé en ce que
la cassette supérieure respective (41) présente un dispositif de pressage (73) pour
la pile avancée (21) et/ ou un élément à tiroir (75) pouvant être déplacé en sens
inverse de la direction d'avance de la pile (21) et pouvant être déplacé à l'opposé.
15. Appareil de liage selon l'une quelconque des revendications 1 à 14,
caractérisé en ce que
la table (23) présente deux parties de table (76, 77), dans lequel est formée une
petite fente (26) pour passer les rubans (22) lorsque les parties de table sont déplacées
l'une sur l'autre et la barre chauffante (28) est disposée au-dessous de la table,
et une plus grande fente (26) pour recevoir en plus la barre chauffante soulevée (28)
est formée lorsque les parties de table sont séparées l'une de l'autre.
16. Appareil de liage selon la revendication 15,
caractérisé en ce que
la barre chauffante (28) est répartie dans sa direction longitudinale, et un couteau
séparateur déplaçable (33) est disposé sur la surface de la barre chauffante (28)
tournée vers les éléments de pression (27).