[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1 sowie auf eine Vakuumverpackungsmaschine gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
5.
[0002] Für die Steuerung des Evakuiervorgangs bei Vakuumverpackungsmaschinen werden bisher
folgende Methoden verwendet:
Im einfachsten Fall erfolgt eine Zeitsteuerung, d.h. der Evakuiervorgang wird nach
einer vorgegebenen, beispielsweise an der Maschine vorwählbaren Zeitdauer zwangsläufig
beendet. Das hierbei erzielte Endresultat ist sehr ungenau. Die Ungenauigkeit dieser
reinen Zeitsteuerung resultiert aus einer Vielzahl von Parametern, die den Verlauf
des Evakuiervorgangs beeinflussen, insbesondere auch daraus, dass sich das Kammervolumen
in Abhängigkeit von der Menge des eingebrachten Verpackungsguts, durch eventuelles
Einbringen oder Herausnehmen von Ausgleichsplatten usw. verändert. Soll ein bestimmtes
Vakuum mit Sicherheit erreicht werden, so ist es bei dieser Methode notwendig, die
Evakuierdauer großzügig einzustellen, allerdings mit dem Nachteil einer erheblichen
Reduzierung der Leistung einer Vakuumverpackungsmaschine (Anzahl der verpackten Einheiten
je Zeiteinheit).
[0003] Eine weitere bekannte Methode besteht darin, dass der Evakuiervorgang bei Erreichen
eines an einem Zeigermessgerät (Vakuumuhr) angezeigten Druckes beendet wird. Der wesentliche
Nachteil dieser Methode besteht darin, dass der sehr niedrige Druck am Ende des Evakuiervorgangs
(Enddruck) mit derartigen Messgeräten nur sehr ungenau erfasst werden kann.
[0004] Bekannt sind weiterhin Sensorsteuerungen, bei denen der in einer Kammer der Verpackungsmaschine
herrschende Druck ständig mit einem Sensor erfasst und dadurch der Evakuiervorgang
gesteuert wird. Geeignete Sensoren und die zugehörige Auswertelektronik sind jedoch
teuer und insbesondere auch störanfällig.
[0005] Aus der
WO 03/016169 A1 ist ein Verfahren zur Steuerung einer Vakuumverpackungsmaschine zur Aufbewahrung
von Lebensmitteln unter Vakuum bekannt. Zur Steuerung des Evakuiervorganges wird das
Vorliegen eines ersten und zweiten Referenzdruckes verifiziert und die Zeitdauer vom
Vorliegen des ersten Referenzdruckes bis zum Erreichen des zweiten Referenzdruckes
bestimmt. Ausgehend hiervon wird die Restzeitdauer des Evakuierungsvorganges bis zum
Erreichen des vorgegebenen Zieldruckes bestimmt.
[0006] Ferner ist der
US 6,256,968 B1 eine Vakuumverpackungsmaschine bekannt, bei zur Ansteuerung eines vorgegebenen Zielvakuumlevels
innerhalb eines Behälters zunächst das Vorliegen eines ersten und zweiten Vakuumlevels
ermittelt wird, wobei insbesondere die Zeitdauer zwischen dem Erreichen des ersten
und zweiten Vakuumlevels bestimmt wird. Abhängig von der ermittelten Zeitdauer wird
die erforderliche Restzeitdauer des Evakuierungsvorganges bis zum Erreichen des Zielvakuumlevels
mittels eines algorithmischen Faktors bestimmt, der eine numerische Konstante darstellt,
die abhängig vom verwendeten Vakuumpumpentyp, dem ersten und zweiten Vakuumlevel sowie
dem Zielvakuumlevels gewählt ist.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren aufzuzeigen, mit dem insbesondere auch
mit vereinfachten Mitteln eine optimierte Steuerung des Evakuiervorgangs bzw. der
Rückbegasung bei einer Vakuumverpackungsmaschine möglich ist. Zur Lösung dieser Aufgabe
ist ein Verfahren entsprechend dem Patentanspruch 1 ausgebildet. Eine Vakuumverpackungsmaschine
ist Gegenstand des Patentanspruches 5.
[0008] Bei der Erfindung erfolgt die Steuerung des Evakuiervorgangs unter Berücksichtigung
des Signals beispielsweise eines einzigen Sensors, der nach Art eines Schalters von
einem Zustand in einem zweiten Zustand übergeht, sobald der Druck in dem evakuierten
bzw. rückbegasten Raum einen vorgegebenen Schwellwert oder Schaltdruck erreicht hat.
Der Schaltdruck liegt dabei bei der Evakuierung deutlich über dem angestrebten Enddruck.
So liegt der Schaltdruck beispielsweise in der Größenordnung von 200 mbar, während
als Enddruck ein Druck von 20 mbar oder 2 mbar angestrebt wird.
[0009] Aus der Zeitdauer zwischen der Einleitung des Evakuiervorgangs und dem Zeitpunkt,
an dem der Schaltdruck erreicht wird (Schalt- oder Ansprechzeit), wird dann von einer
Steuer- und Auswertelektronik durch Extrapolation die noch bis zum gewünschten Enddruck
benötigte Evakuierzeit oder aber die gesamte Evakuierzeit ermittelt. Mit dieser Zeit
wird dann z.B. ein in der Steuer- oder Auswertelektronik gebildeter Timer entsprechend
eingestellt, so dass dann nach Ablauf der Evakuierzeit bzw. Rückbegasungszeit der
Evakuier- oder Rückbegasungsvorgang beendet wird. Die Gesamtzeit, nach der der Evakuiervorgang
beendet wird, ist durch die folgende Funktion bestimmt: Tges = K x F x ts, wobei K
eine Konstante, ts die Schaltzeit und F ein Faktor sind, der seinerseits als Funktion
von der Schaltzeit tabellarisch in einem Speicher einer eine Vakuumquelle, z.B. Vakuumpumpe
steuernden Steuer- und Auswertelektronik abgelegt ist, und wobei der Enddruck durch
schrittweise oder stufenweise Änderung des Faktors F eingestellt wird.
[0010] Weiterbildung der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Erfindung wird
im Folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. es zeigen:
- Fig. 1
- in sehr vereinfachter schematischer Darstellung eine Vakuumverpackungsmaschine;
- Fig. 2
- zur Erläuterung der Steuerung des Evakuiervorgangs den Zeit-Druck-Verlauf beim Evakuieren
der Kammer der Verpackungsmaschine, bei unterschiedlichen Parametern, wie Kammervolumen
und/oder Luftfeuchtigkeit und/oder Lufttemperatur und/oder Zustand der Verpackungsmaschine
usw.
[0011] Die in der Figur 1 sehr schematisch dargestellte Vakuumverpackungsmaschine 1, die
zum Verpacken von Lebensmittel in vakuumdichten Verpackungen oder Behältern 2 dient,
besitzt eine in einer Verpackungslinie vorgesehenen Vakuumkammer 3, in der die zu
verpackenden Behälter 2 eingebracht und nach dem Evakuieren verschlossen werden. Die
Vakuumkammer 3 ist über eine Vakuumleitung 4 mit einer Quelle für das Vakuum verbunden,
d. h. mit einer Vakuumpumpe 5.
[0012] Die Steuerung der Evakuierzeit erfolgt mittels einer Auswert- und Steuerelektronik
6 und des Signals eines Drucksensors 7, der bei der dargestellten Ausführungsform
an der Vakuumkammer 3 vorgesehen ist und auf den in der Vakuumkammer 3 herrschenden
Unterdruck anspricht. Selbstverständlich kann der Sensor 7 auch an anderer Stelle,
beispielsweise in der Vakuumleitung 4 oder in einer gesonderten, mit dem Innenraum
der Kammer 3 in Verbindung stehenden Messleitung vorgesehen sein.
[0013] Der Sensor 7 ist als einfacher auf einen Unterdruck bzw. Schwellwertdruck oder Schaltdruck
p
s ansprechender Schalter ausgebildet, der bei Erreichen des Drucks p
s von einem elektrischen Zustand in einen anderen elektrischen Zustand übergeht, beispielsweise
ein- oder ausschaltet. Der Sensor 7 besteht beispielsweise aus einer mechanischen
und mit einem Schalter zusammenwirkenden Druckmesselement, beispielsweise Druckdose
oder mit Federkraft beaufschlagter Zylinder oder gekrümmte Röhre (Rohrfeder), die
in Abhängigkeit vom Innendruck ihren Krümmungsradius ändert. Auch andere Ausführungen
sind denkbar.
[0014] Dargestellt sind in der Figur 2 drei unterschiedliche Kurven, die dort mit "Evakuiervorgang
x, Evakuiervorgang y und Evakuiervorgang z bezeichnet sind und jeweils den Verlauf
des Drucks in der Kammer 3 in Abhängigkeit von der Zeit beim Evakuieren wiedergeben.
Durch verschiedene Parameter, wie z. B. Volumen der Kammer 3, Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur,
Zustand der Verpackungsmaschine und insbesondere der Pumpe 5 usw. ist der Verlauf
dieser Kurven unterschiedlich.
[0015] Unabhängig hiervon ist aber sämtlichen Kurven gemeinsam, dass die Abnahme des Drucks
P in der Kammer 3 in Abhängigkeit von der Evakuierzeit grundsätzlich exponentiell
erfolgt. Hierdurch besteht nun die Möglichkeit einer besonders einfachen Steuerung
des Evakuiervorgangs, und zwar dadurch, dass nach dem Einleiten des Evakuiervorgangs
zum Zeitpunkt t
0 die Schaltzeit t
s gemessen wird, an der derjenige Druck p
s erreicht ist und der Sensor 7 anspricht bzw. ein Sensorsignal an die Auswert-und
Steuerelektronik 6 liefert.
[0016] Die Schaltzeiten sind für den unterschiedlichen Verlauf der Evakuierung in der Figur
2 mit dem zusätzlichen Index x, y bzw. z, d. h. mit t
sx, t
sy und t
sz bezeichnet. Unter Berücksichtigung der Schaltzeit, innerhalb der der Sensor 7 nach
dem Einleiten des Evakuiervorgangs anspricht, d. h. der Differenz zwischen der Zeit
t
s und der Zeit to, und unter Berücksichtigung des grundsätzlichen Verlaufs der Druck-Zeit-Kurve
des Evakuiervorgangs kann dann diejenige Zeit bestimmt werden, bei der ein gewünschter
Enddruck, beispielsweise ein Druck von 20 mbar oder 2 mbar erreicht ist und bei dem
der Evakuiervorgang beendet werden kann. Der Schaltdruck p
s, an dem der Sensor 7 anspricht, beträgt beispielsweise 200 mbar und liegt damit deutlich
über dem angestrebten Enddruck, der dann beispielsweise nur 10% oder weniger als der
Schaltdruck beträgt.
[0017] Dies bedeutet, dass die Steuerung des Evakuiervorgangs eine reine Zeitsteuerung ist,
aber keine Zwangssteuerung sondern eine Steuerung, bei der unter Berücksichtigung
der Schaltzeit bis zum Erreichen des Druckes p
s, und unter Berücksichtigung des grundsätzlichen exponentiellen Druck-Zeit-Verlaufs
der Zeitpunkt der Beendigung des Evakuiervorgangs bestimmt wird. Bei dieser Art der
Steuerung werden nicht nur die durch die Konstruktion der Verpackungsmaschine 1 fest
vorgegebenen Parameter, nämlich z. B. Volumen der Kammer 3 und Fördervolumen der Vakuumpumpe
5 usw., sondern auch sich ändernde Parameter, wie beispielsweise Luftfeuchtigkeit,
Lufttemperatur, Zustandsänderungen der Maschine, z. B. der Vakuumpumpe 5 berücksichtigt.
[0018] Aufgrund der Parameter können sich beispielsweise folgende Zeitwerte bis zum Erreichen
des Schaltdruckes p
s ergeben:
- Evakuiervorgang x:
- Zeitdauer der Evakuierung von Atmosphärendruck bis auf ps z.B. 6 Sekunden
- Evakuiervorgang y:
- Zeitdauer der Evakuierung von Atmosphärendruck bis auf ps z.B. 8 Sekunden
- Evakuiervorgang z:
- Zeitdauer der Evakuierung von Atmosphärendruck bis auf ps z.B. 10 Sekunden
[0019] Wird beispielsweise ein Vakuum bzw. Unterdruck von 20 mbar angestrebt, so beträgt
die Gesamtevakuierzeit:
- Evakuiervorgang x:
- Gesamtevakuierzeit z.B. 15 Sekunden
- Evakuiervorgang y:
- Gesamtevakuierzeit z.B. 20 Sekunden
- Evakuiervorgang z:
- Gesamtevakuierzeit z.B. 25 Sekunden
[0020] Wird beispielsweise ein Vakuum bzw. Unterdruck von 2 mbar angestrebt, so beträgt
die Gesamtevakuierzeit:
- Evakuiervorgang x:
- Gesamtevakuierzeit z.B. 30 Sekunden
- Evakuiervorgang y:
- Gesamtevakuierzeit z.B. 40 Sekunden
- Evakuiervorgang z:
- Gesamtevakuierzeit z.B. 50 Sekunden
[0021] Die Zeitdauer, über die der Evakuiervorgang nach Erreichen des Schaltdruckes p
s bis zur endgültigen Beendigung des Evakuiervorgangs aufrecht erhalten wird, wird
dann beispielsweise in der Steuereinrichtung 6 unter Berücksichtigung der bis zum
Erreichen des Schaltdrucks p
s vergangenen Schaltzeit t
s und unter Berücksichtigung des am Ende des Evakuiervorgangs gewünschten Drucks (z.
B. 20 mbar oder 2 mbar) ermittelt, und zwar unter Berücksichtigung einer dort gespeicherten
Rechenregel oder aber unter Verwendung von in einem Speicher 6.1 der Steuereinrichtung
6 z. B. tabellarisch abgelegten Daten oder Datensätzen, die die Gesamtevakuierzeit
als Funktion der Schaltzeit enthalten.
[0022] Im Detail erfolgt die Steuerung beispielsweise derart, dass die Gesamtzeit T
ges des Evakuiervorgangs, d.h. die Gesamtzeit vom Einschalten der Vakuumpumpe bis zum
Ausschalten dieser Pumpe nach einer bestimmten Funktion erfolgt, nämlich:

wobei K eine Konstante ist, beispielsweise mit dem Wert von 0,5 oder 1,0 und F ein
Faktor ist, der seinerseits eine Funktion der Zeit t
s ist, und zwar in der Form, dass bei einem bestimmten Wert für den Faktor F unabhängig
von dem Füllvolumen der Vakuumkammer und damit unabhängig von dem zu evakuierenden
Luftvolumen der Kammer jeweils ein bestimmter Enddruck beim Abschalten der Vakuumpumpe
erreicht ist. Hierfür ist im Speicher 6.1 der Mess- und Steuerelektronik 6 tabellarisch
für unterschiedliche Zeiten t
s die Werte für den Faktor F abgelegt, die für die jeweilige Ausführung der Verpackungsmaschine
beispielsweise durch Messung ermittelt wurden.
[0023] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist das beim Abschalten der Vakuumpumpe erreichbare
Vakuum für unterschiedliche Anwendungen der Verpackungsmaschine einstellbar, und zwar
beispielsweise an einer Einstelleinrichtung, z.B. Drehschalter usw., und zwar durch
schrittweises oder stufenweises Ändern des Faktors F in der Weise, dass bei jeder
Einstellung unabhängig von dem Befüllgrad der Vakuumkammer 3, d.h. unabhängig von
dem zu evakuierenden Luftvolumen jeweils das dieser Einstellung entsprechende Vakuum
erreicht wird. Auch bei dieser Ausführung sind in der Mess- und Steuerelektronik 6
bzw. in einem dortigen Speicher 6.1 tabellarisch für unterschiedliche Zeiten t
s die jeweils einem bestimmten Vakuum zugeordneten Werte für unterschiedliche Faktoren
F abgelegt.
[0024] Die Logik der Mess- und Steuerelektronik 6 dann beispielsweise so ausgebildet ist,
dass bei einer gemessenen Zeit t
s, die nicht einem in der Tabelle abgelegten Zeitwert exakt entspricht, den nächsthöheren,
in der der Tabelle enthaltenen Zeitwert t
s und den diesem zugeordneten Faktor F für die Berechnung der Gesamtzeit T
ges verwendet.
[0025] Weiterhin kann die Logik der Mess- und Steuerelektronik beispielsweise auch für eine
Berechnung von Zwischenwerten aus der in der Tabelle abgelegten Werten ausgebildet
sein.
[0026] Die Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Es versteht
sich, dass zahlreiche Änderungen möglich sind, ohne das dadurch der der Erfindung
zugrunde liegende Erfindungsgedanke verlassen wird.
[0027] So ist es beispielsweise möglich, anstelle von nur einem einzigen Sensor 7 zwei oder
mehr als zwei derartige Sensoren vorzusehen, die dann bei einem unterschiedlichen
Schaltdruck p
s schalten oder ansprechen, sodass durch Ermittlung zweier oder mehrerer Schaltzeiten
t
s der zu erwartende Verlauf des Evakuiervorgangs noch genauer errechnet bzw. extrapoliert
werden kann und dadurch eine weitere Optimierung der Steuerung des Evakuiervorgangs
erreichbar ist.
[0028] Die Messung der Zeit t
s startet beispielsweise noch bei Atmosphärendruck, z.B. mit dem Schließen der Kammer
3 durch einen entsprechenden dieses Schließen Kontakt oder Sensor, oder aber nach
dem Schließen und Einschalten der Vakuumpumpe bei Erreichen eines vorgegebenen ersten
Druck-Schwellwertes.
[0029] Weiterhin ist es beispielsweise auch eine Messung des sich in Abhängigkeit von dem
Druck ändernden Schalpegels möglich.
[0030] Bei Einrichtungen oder Maschinen mit Rückbegasung kann das erfindungsgemäße Verfahren
auch in umgekehrter Weise ausgeführt werden. Vorstehend wurde die Erfindung im Zusammenhang
mit einer Vakuumverpackungsmaschine beschrieben, bei der der Evakuiervorgang in einer
Kammer 3 vorgenommen wird. Auch andere Ausbildungen sind denkbar.
[0031] Vorstehend wurde weiterhin davon ausgegangen, dass die Steuerung des Evakuiervorgangs,
d. h. der Beginn und das Ende des Evakuiervorgangs jeweils durch Ansteuerung der Vakuumpumpe
5 erfolgen. Grundsätzlich besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit, zur Steuerung
des Evakuiervorgangs eine Ventilanordnung vorzusehen, über die zur Einleitung des
Evakuiervorgangs der Innenraum der Kammer 3 mit der Vakuumquelle, d. h. z. B. mit
der Pumpe 5 verbunden und bei Beendigung des Evakuiervorgangs der Innenraum der Kammer
3 von der Vakuumquelle abgetrennt und mit der Atmosphäre verbunden wird.
1. Verfahren zur Steuerung des Evakuiervorgangs in einem Behandlungsraum (3) einer Vakuumverpackungsmaschine,
bei dem die Zeitdauer (Schaltzeit) (ts) ab Einleitung des Evakuiervorgangs bis zum Erreichen eines vorgegebenen Schwellwert-
oder Schaltdruckes (ps) in dem Behandlungsraum (3) ermittelt, dann aus dieser Schaltzeit (ts) die bis zur Erreichung eines vorgegebenen oder eingestellten Enddruckes notwendige
Evakuierdauer extrapoliert und bei Erreichen dieser Evakuierdauer der Evakuiervorgang
beendet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtzeit Tges, nach der der Evakuiervorgang beendet wird, durch die folgende Funktion bestimmt
ist: Tges = K x F x ts,
wobei K eine Konstante, ts die Schaltzeit und F ein Faktor sind, der seinerseits als Funktion von der Schaltzeit
(ts) tabellarisch in einem Speicher (6.1) einer eine Vakuumquelle, z.B. Vakuumpumpe steuernden
Steuer- und Auswertelektronik (6) angelegt ist, und wobei der Enddruck durch schrittweise
oder stufenweise Änderung des Faktors F eingestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass nach Einleitung des Evakuiervorgangs jeweils die Schaltzeiten (ts) bis zum Erreichen eines ersten und wenigstens eines zweiten Schaltdruckes (ps) ermittelt werden, und dass dann aus diesen Schaltzeiten (ts) die Evakuierdauer extrapoliert wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass mit wenigstens einem Sensor der Druck im Behandlungsraum (3) der Verpackungsmaschine
erfasst wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Evakuierung der Schaltdruck (ps) um ein Vielfaches, beispielsweise wenigstens etwa um den Faktor 10 größer als der
Enddruck ist.
5. Vakuumverpackungsmaschine mit wenigstens einem mit einem Vakuum oder einem Unterdruck
während eines Evakuiervorgangs beaufschlagbaren Behandlungsraum (3), mit wenigstens
einem auf den Druck im Behandlungsraum (3) ansprechenden, beispielsweise als Druckschalter
ausgebildeten Sensor (7) sowie mit einer den Evakuiervorgang in Abhängigkeit von dem
Signal des Sensors (7) steuernden Steuer- und Auswertelektronik (6), bei der der Sensor
(7) einen ersten sowie einen zweiten elektrischen Zustand aufweist und bei Erreichen
eines Schwellwert- oder Schaltdruckes (p
s) im Behandlungsraum (3) von dem ersten in den zweiten Zustand übergeht, bei der die
Steuer- und Auswertelektronik (6) Mittel zum Messen der Schaltzeit (t
s) zwischen dem Einleiten des Evakuiervorgangs und dem Ansprechen des wenigstens einem
Sensors (7) bei Erreichen des Schaltdruckes (p
s) sowie weitere Mittel aufweist, um aus der wenigstens einen Schaltzeit (t
s) und unter Berücksichtigung eines vorgegebenen oder eingestellten Enddruckes ein
Zeitsignal für die Beendigung des Evakuiervorgangs zu bilden,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und Auswertelektronik (6) die Gesamtzeit T
ges, nach der der Evakuiervorgang beendet wird, durch die folgende Funktion bestimmt:

wobei K eine Konstante, t
s die Schaltzeit und F ein Faktor sind, der seinerseits als Funktion der Schaltzeit
(t
s) tabellarisch in einem Speicher (6.1) der eine Vakuumquelle, z.B. Vakuumpumpe steuernden
Steuer- und Auswertelektronik (6) abgelegt ist, und dass die Vakuumverpackungsmaschine
eine Einstelleinrichtung zur Einstellung des Enddruckes aufweist, wobei mittels der
Einstelleinrichtung der Faktor F schrittweise oder stufenweise geändert wird.
6. Vakuumverpackungsmaschine nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch wenigstens zwei Sensoren (7), die bei unterschiedlichen Schaltdrücken (ps) und damit bei unterschiedlichen Schaltzeiten (ts) ansprechen, und dass die Steuer- und Auswertelektronik (6) unter Berücksichtigung
der wenigstens zwei Schaltzeiten (ts) das Zeitsignal für die Beendigung des Evakuiervorgangs bildet.
1. Method for controlling the evacuation process in a processing chamber (3) of a vacuum
packing machine, in which the length of time (switching time) (ts) from the introduction
of the evacuation process up to reaching a predetermined threshold value or switching
pressure (ps) in the processing chamber (3) is determined, then the evacuation period
required to reach a predetermined or set final pressure is extrapolated from this
switching time (ts) and on reaching this evacuation period the evacuation process
is terminated, characterised in that the total time Tges after which the evacuation process is terminated is decided by
the following function: Tges = K x F x ts,
in which K is a constant, ts is the switching time and F is a factor which in turn
is filed in table form as a function of the switching time (ts) in a memory (6.1)
of a control and evaluation electronics unit (6) which controls a vacuum source, e.g.
a vacuum pump, and in which the final pressure is set by a stepwise or gradual change
of the factor F.
2. Method according to claim 1 characterised in that after introducing the evacuation process the switching times (ts) up to reaching
a first and at least a second switching pressure (ps) are each determined, and that
then the evacuation period is extrapolated from these switching times (ts).
3. Method according to one of the preceding claims characterised in that the pressure in the processing chamber (3) of the packing machine is detected by
at least one sensor.
4. Method according to one of the preceding claims characterised in that during evacuation the switching pressure (ps) is greater by a multiple, by way of
example by at least approximately the factor 10, than the final pressure.
5. Vacuum packing machine with at least one processing chamber (3) which can be charged
with a vacuum or an underpressure during an evacuation process, with at least one
sensor (7) designed by way of example as a pressure switch and responding to the pressure
in the processing chamber (3) as well as with a control and evaluation electronics
unit (6) which controls the evacuation process in dependence on the signal of the
sensor (7), wherein the sensor (7) has a first and a second electrical state and on
reaching a threshold or switching pressure (ps) in the processing chamber (3) changes
from the first to the second state, wherein the control and evaluation electronics
unit (6) has means for measuring the switching time (ts) between the introduction
of the evacuation process and the response of the at least one sensor (7) on reaching
the switching pressure (ps), as well as further means in order to form from the at
least one switching time (ts) and taking into consideration a predetermined or set
final pressure a time signal for ending the evacuation process,
characterised in that the control and evaluation electronics unit (6) determines the total time Tges after
which the evacuation process is terminated, by the following function:

wherein K is a constant, ts is the switching time and F is a factor which in turn
is recorded in table form as a function of the switching time (ts) in a memory (6.1)
of the control and evaluation electronics unit (6) which controls a vacuum source,
e.g. a vacuum pump, and that the vacuum packing machine has a setting device for setting
the final pressure, wherein the factor F is changed stepwise or gradually by means
of the setting device.
6. Vacuum packing machine according to claim 5 characterised by at least two sensors (7) which respond in the event of different switching pressures
(ps) and thus in the event of different switching times (ts), and that the control
and evaluation electronics unit (6) forms the time signal for terminating the evacuation
process taking into consideration the at least two switching times (ts).
1. Procédé pour commander le processus de production du vide dans un espace de traitement
(3) d'une machine d'emballage sous vide, pour lequel la durée (temps de manoeuvre)
(t
s) à partir de l'introduction du processus de production du vide jusqu'à l'atteinte
d'une pression de valeur seuil ou de manoeuvre (p
s) prescrite dans l'espace de traitement (3) est déterminée, puis à partir de ce temps
de manoeuvre (t
s), la durée de production du vide nécessaire à l'atteinte d'une pression finale réglée
ou prescrite est extrapolée et lors de l'atteinte de cette durée de production du
vide, le processus de production du vide est terminé,
caractérisé en ce que la durée totale T
ges, après laquelle le processus de production du vide est terminé, est déterminée par
la fonction suivante :

K étant une constante, t
s étant le temps de manoeuvre et F un facteur qui est enregistré de son côté en fonction
du temps de manoeuvre (t
s) sous forme de tableau dans une mémoire (6.1) d'une électronique de commande et d'évaluation
(6) commandant une source de vide par exemple une pompe à vide, et la pression finale
étant réglée par modification progressive ou graduelle du facteur F.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'après l'introduction du processus de production du vide, respectivement les temps
de manoeuvre (ts) jusqu'à l'atteinte d'une première et au moins d'une seconde pression de manoeuvre
(ps) sont déterminés et en ce qu'ensuite, à partir de ces temps de manoeuvre (ts), la durée de production du vide est extrapolée.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'avec au moins un capteur, la pression dans l'espace de traitement (3) de la machine
d'emballage est détectée.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que lors de la production du vide, la pression de manoeuvre (ps) est supérieure d'un multiple, par exemple d'au moins à peu près le facteur 10 à
la pression finale.
5. Machine d'emballage sous vide avec au moins un espace de traitement (3) pouvant être
alimenté par un vide ou une dépression pendant un processus de production du vide,
avec au moins un capteur (7) réalisé par exemple comme un interrupteur manométrique,
réagissant à la pression dans l'espace de traitement (3) ainsi qu'avec une électronique
de commande et d'évaluation (6) commandant le processus de production du vide en fonction
du signal du capteur (7), pour laquelle le capteur (7) présente un premier ainsi qu'un
second état électrique et lors de l'atteinte d'une pression de manoeuvre ou de valeur
seuil (ps) dans la salle de traitement (3) passe du premier au second état, pour laquelle l'électronique
de commande et d'évaluation (6) présente des moyens pour mesurer le temps de manoeuvre
(ts) entre l'introduction du processus de production du vide et la réaction de l'au moins
un capteur (7) lors de l'atteinte de la pression de manoeuvre (ps) ainsi que d'autres moyens afin de former à partir de l'au moins un temps de manoeuvre
(ts) et en tenant compte d'une pression finale prescrite ou réglée un signal temporel
pour la fin du processus de production du vide, caractérisée en ce que l'électronique de commande et d'évaluation (6) détermine la durée totale (Tges), après laquelle le processus de production du vide est terminé, par la fonction
suivante : Tges = K x F x ts,
K étant une constante, ts étant le temps de manoeuvre et F un facteur qui est enregistré de son côté en fonction
du temps de manoeuvre (ts) sous forme de tableau dans une mémoire (6.1) d'une électronique de commande et d'évaluation
(6) commandant une source de vide par exemple une pompe à vide, et en ce que la machine d'emballage sous vide présente un dispositif de réglage pour régler la
pression finale, le facteur F étant modifié de manière progressive ou graduelle à
l'aide du dispositif de réglage.
6. Machine d'emballage sous vide selon la revendication 5, caractérisée par au moins deux capteurs (7) qui réagissent en cas de pressions de manoeuvre (ps) différentes et ainsi en cas de temps de manoeuvre (ts) différents et en ce que l'électronique de commande et d'évaluation (6) forme en
tenant compte de l'au moins deux temps de manoeuvre (ts) le signal temporel pour la fin du processus de production du vide.