[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Dichtring für insbesondere an einer Flanschfläche
vorgesehene Verschlußschrauben nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Ein Dichtring, der an einer Verschraubung oder einer Verschlußschraube angebracht
werden kann und einen ringförmigen Dichtkörper besitzt, ist bereits anhand der
DE 39 03 780 bekannt geworden. Dieser Dichtring besitzt einen Dichtkörper, der in taschenförmigen
Ausnehmungen an seiner radial außenliegenden Umfangsfläche metallische Einlagen besitzt,
die dazu dienen sollen, das Verquetschen des Dichtrings zu beschränken, wenn der zwischen
der Unterseite einer Schraube und einer Flanschfläche liegende Dichtring beim Anziehen
der Verschlußschraube mit einer axial wirkenden Druckkraft beaufschlagt wird.
[0003] Es bedeutet dies mit anderen Worten, dass beim Anziehen der Verschlußschraube die
in den taschenförmigen Ausnehmungen des Dichtkörpers liegenden metallischen Einlagen
dafür sorgen sollen, dass der elastische Dichtkörper nicht so weit verquetscht wird,
dass er seine Dichtfunktion nicht mehr ausüben kann.
[0004] Die Anordnung der Einlagen am Außenumfang des Dichtkörpers ist dabei so gewählt,
dass die als Stützkörper dienenden Einlagen sowohl an ihrer Oberseite als auch an
ihrer Unterseite vom Elastomerwerkstoff des Dichtkörpers umgeben sind. Wenn nun die
Verschlußschraube angezogen wird, so führt dies zu einer in Axiallängsrichtung der
Schraube wirkenden Druckkraft auf den bekannten Dichtring und - da die Stützelemente
sowohl an ihrer Oberseite als auch an ihrer Unterseite vom Elastomerwerkstoff des
Dichtkörpers umgeben sind - zu einem nicht definierten Nachgeben des bekannten Dichtkörpers
unter der axial wirkenden Druckkraft der Verschlußschraube, so dass kein definiertes
Anzugsmoment der Verschlußschraube mehr festgestellt werden kann. Zudem wird der bekannte
Dichtkörper aufgrund der nicht definierten Situation beim Anziehen der Verschlußschraube
verquetscht, so dass die Situation eintreten kann, dass der bekannte Dichtring seine
ursprüngliche Funktion, nämlich eine Dichtfläche herzustellen, nicht mehr ausüben
kann und außerdem besteht die Gefahr, dass sich der unter der Verschlußschraube beim
Anziehen der Verschlußschraube mitdrehende bekannte Dichtring aus seiner vormals definierten
Position zwischen der Verschlußschraube und der Flanschfläche löst und eine unkontrollierte
und nicht mehr zum Schraubenschaft zentrierte Position einnimmt, was die Gefahr einer
Leckage im Bereich der Dichtfläche des bekannten Dichtrings wiederum erhöht.
[0005] Anhand der
EP 1 391 640 A1 ist ein Dichtungsring bekannt geworden, der eine Ringnut mit einem Fassungsvermögen
besitzt, welches dem Volumen eines am Dichtungsring angebrachten Dichtkörpers entspricht
und eine Verformung des Dichtkörpers zulässt, so dass der Dichtkörper in der Ringnut
aufgenommen werden kann. Damit soll erreicht werden, dass der Dichtkörper beim Verschrauben
zwischen einem Schraubenkopf und einer Auflage in die Ringnut hineingedrückt werden
kann, die radial beidseits von Nutflanken flankiert ist und somit soll der Dichtungskörper
vor einer Beschädigung geschützt werden. Zu diesem Zweck weist der bekannte Dichtungsring
einen Grundkörper aus einem Kunststoffwerkstoff auf, an dem an der Ober- und der Unterseite
eine Ringnut ausgebildet ist, in der jeweils ein Dichtkörper angebracht werden kann.
[0006] Anhand der
GB 2 375 149 A ist eine Dichtung bekannt geworden, die ein ringförmiges radial innenliegendes Stützelement
aufweist, an dem radial außenliegend ein Dichtelement angeformt werden kann und zwar
an einem sich vom Stützelement radial nach außen gerichtet erstreckenden äußeren Abschnitt.
Das Dichtelement weist zwei zur Aufnahme in Ringnuten der abzudichtenden Flanschflächen
aufzunehmende Dichtlippen auf und kann radial auswärtsgerichtet einen Montagevorsprung
besitzen.
[0007] Anhand der
AT 1 66 459 ist eine Abdichtung von Flanschverbindungen an Apparaturen, Rohrleitungen und dergleichen
bekannt geworden, die dadurch gebildet wird, dass in schwalbenschwanzförmige Vertiefungen
der einander gegenüberliegenden Flanschflächen eine aushärtbare Masse gebracht wird,
in deren einander gegenüberliegende Stirnflächen eine Vertiefung angebracht wird zur
Aufnahme einer dazwischen zu legenden Dichtung.
[0008] Anhand der
DE 195 46 739 C2 ist eine Ablassschraube für einen Blechbehälter bekannt geworden, die mittels einer
zwischengelegten Dichtungsscheibe mit dem Blechbehälter verschraubt werden kann.
[0009] Anhand der
DE 37 44 045 A1 ist eine Verbindung bekannt geworden mit zwei Kegelflanschen und einer dazwischen
angeordneten Elastomerdichtung. Diese Dichtung weist dabei zwei Dichtwulste auf, an
denen radial nach innen gerichtet ein Flachdichtteil angeformt ist und radial nach
außen gerichtet ein Außendichtteil, an dem einen der Kegelflansche übergreifend im
rechten Winkel ein Haltebund angeformt ist, sodass die Elastomerdichtung bereits bei
der Montage der Verbindung am Kegelflansch fixiert ist.
[0010] Anhand der
DE 18 28 005 U ist eine Verschlussschraube mit einem an einer Zentrierschulter der Verschlussschraube
angebrachten Dichtungsring bekannt geworden, der um einen geringen Betrag höher ist
als die Höhe der Zentrierschulter.
[0011] Anhand der
DE 199 11 696 A1 ist eine Dichtungsanordnung zum statischen Abdichten einer fluidführenden Verbindung
zwischen zwei miteinander verbundenen Vorrichtungen mit einer die fluidführende Verbindung
umschließenden elastomeren Dichtung bekannt geworden. Die Dichtung weist dabei einen
Steg auf, der in eine Umfangsnut einer Platte einknöpfbar ist und an einer ersten
Vorrichtung vormontierbar ist, damit bei der Montage der zweiten Vorrichtung eine
gleichmäßige Pressung erreicht wird.
[0012] Anhand der
FR-A-2 775 045 ist ein Verfahren zur Montage einer flexiblen Dichtung bekannt geworden und eine
flexible Dichtung, die an einem runden Trägerkörper angebracht ist.
[0013] Anhand der
DE 201 06 824 U1 ist eine modifizierte gekammerte Flachdichtung bekannt geworden, die einen festen
Stützring besitzt und eine in diesen einsetzbare Dichtung.
[0014] Anhand der
US-A-4 674 756 ist ein Dichtring mit einem starren Stützelement bekannt geworden, an dem beidseits
Dichtelemente angeordnet sind und das Stützelement der Aufnahme von Druckkräften bei
der Verschraubung eines ersten Bauteils in der Form eines Ventilkörpers gegen ein
zweites Bauteil in der Form eines Zapfhahnes und eines dritten Bauteils in der Form
einer Schulter dient.
[0015] Anhand der
DE 196 52 782 A1 ist ein Dichtungselement bekannt geworden, an dem zwei konzentrische Dichtringe angeformt
sind, wobei das Dichtungselement aus einer Gummischeibe besteht.
[0016] Anhand der
FR-A-2 549 593 ist eine Dichtungsanordnung an einem Wärmetauscher bekannt geworden, die eine Halteplatte
aufweist mit zwei ringförmigen Dichtungen.
[0017] Ausgehend hiervon liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, den bekannten
Dichtring derart weiterzubilden, dass ein radiales Ausweichen des die Dichtelemente
tragenden, an dem Stützelement angebundenen Elastomerkörpers bei einer Axialdruckbeaufschlagung
des Elastomerkörpers vermieden wird.
[0018] Der zur Lösung dieser Aufgabe geschaffene Dichtring weist die Merkmale des Anspruches
1 auf. Vorteilhafte Ausgestaltungen hiervon sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.
[0019] Die Erfindung schafft nunmehr einen Dichtring mit einem zumindest abschnittsweise
ringförmig ausgebildeten weitgehend starren Stützelement, welches Stützflächen und
radial beidseits benachbart zu den Stützflächen Dichtelemente besitzt, und das Stützelement
nach radial außen gerichtete gleichwinkelig angeordnete untereinander unverbundene
Flächensegmente mit einem im Querschnitt U-förmigen Elastomerkörper mit Dichtelementen
besitzt.
[0020] Wenn der nach der Erfindung geschaffene Dichtring in den Bereich zwischen einer Verschlußschraube
und einer Flanschfläche gebracht wird, dann kommt er beim Festziehen der Verschlußschraube
mit seinem weitgehend starren Stützelement mit der der Flanschfläche zugeordneten
Unterseite des Anlaufbunds der Verschlußschraube und der diesem gegenüberliegenden
Verschraubungsfläche der Flanschfläche in Kontakt, so dass zwischen den beiden Stützflächen
des Stützelements und der Flanschfläche sowie dem Anlaufbund der Verschlußschraube
kein der die Dichtelemente ausbildender Werkstoff vorliegt, also beispielsweise kein
Elastomerwerkstoff vorliegt, der beim Anziehen der Verschlußschraube zu einer unkontrollierten
radialen Verschiebebewegung neigen würde, so dass also eine definierte Lage des Dichtrings
zwischen dem Anlaufbund der Verschlußschraube und der Verschraubungsfläche an der
Flanschfläche gegeben ist.
[0021] Die Anordnung der Dichtelemente am Dichtring ist dabei so gewählt, dass diese einen
Spalt oder eine Spaltfläche in der Flanschfläche radial beidseits gegen die Umgebung
des Spaltes oder der Spaltfläche abdichten. Wenn nun beispielsweise der Dichtring
an der Flanschfläche so aufliegt, dass die der Flanschfläche zugeordnete Stützfläche
des Stützelements an der Spaltfläche der Flanschfläche aufliegt, so kann der Dichtring
mit seinem radial beidseits dieser Spaltfläche angeordneten Dichtelementen das aus
der Spaltfläche austretende Fluid gegenüber der Umgebung beidseits abdichten, so dass
das Fluid, das beispielsweise Motoröl sein kann, einerseits nicht in Richtung nach
außen von der Verschlußschraube weg treten kann und andererseits auch nicht radial
nach innen gerichtet in Richtung zum Schaft der Verschlußschraube treten kann und
sich dort also nicht mit einem im Bereich des Schaftes der Verschlußschraube vorhandenen
zweiten Fluid mischen kann. So kann es sich bei der Verschlußschraube beispielsweise
um die Ablaßschraube für das Kühlmittel eines Verbrennungsmotors handeln, so dass
eine geringe Menge an Kühlmittel an den Gewindegängen des Motorblocks bzw. der Verschlußschraube
vorbeitreten kann, sich aber aufgrund des radial innenliegenden Dichtelements des
Dichtrings nicht mit dem Motoröl aus der Spaltfläche der Flanschfläche mischen kann.
[0022] Die Anordnung der Dichtelemente am Dichtring ist dabei so vorgesehen, dass sie im
unbelasteten Zustand in axialer Richtung des Stützelementes über die Stützflächen
hervor stehen. Es bedeutet dies mit anderen Worten, dass beim Aufsetzen des Dichtrings
an der Verschlußschraube bzw. der Verschraubungsfläche der Flanschfläche die Dichtelemente
mit den jeweiligen Flächen in Kontakt kommen und beim Anziehen der Verschlußschraube
mit einer Axialkraft belastet werden, die zu einem geringfügigen Verbreitern der Dichtelemente
führt, nicht aber zu einem unkontrollierten Verquetschen der Dichtelemente, da beim
stärkeren Anziehen der Verschlußschraube die Stützflächen des Stützelements des Dichtrings
mit der Flanschfläche und dem Anlaufbund der Verschlußschraube in Kontakt kommen und
somit eine definierte Lage des Dichtrings zwischen dem Anlaufbund und der Flanschfläche
erhalten bleibt.
[0023] Die Dichtelemente können dabei nach der Erfindung an einem Elastomerkörper angeformt
sein, der am Stützelement beidseits der Spaltfläche so angebunden ist, dass die Stützflächen
frei sind vom Elastomerkörper.
[0024] Nach der Erfindung ist das Stützelement ein ringförmig ausgebildeter Körper mit radial
nach außen gerichtet winkelig angeordneten Flächensegmenten, die der Anbindung des
Elastomerkörpers mit mindestens einem Dichtelement dienen, so dass der Dichtelemente
aufweisende Elastomerkörper an das ringförmige Stützelement angespritzt werden kann
und an den Flächensegmenten ausreichende Anbindungsfläche findet.
[0025] Wenn es gewünscht ist, sowohl an der dem Anlaufbund der Verschlußschraube zugewandten
Seite als auch der der Flanschfläche zugewandten Seite Dichtelemente vorzusehen, dann
können die Flächensegmente des Stützelements von einem im Querschnitt U-förmigen Elastomerkörper
umgeben sein, der an beiden Schenkeln jeweils ein Dichtelement aufweist.
[0026] Das ringförmige Stützelement kann auch in Richtung nach radial innen gerichtet einen
Elastomerkörper aufweisen, der zur Flanschfläche und zur Verschlußschraube hin ein
Dichtelement besitzt, und sich bis in den Bereich des Schaftes der Verschlußschraube
hin erstreckt. Bei dieser Ausführungsform dient der am Stützelement radial innenliegende
Elastomerkörper aufgrund seiner Erstreckung bis in den Bereich des vorzugsweise ohne
Gewindegänge ausgebildeten Schaftes der Verschlußschraube als Zentrierung für den
Dichtring.
[0027] Das zumindest abschnittsweise ringförmig ausgebildete Stützelement kann sowohl nach
radial außen als auch nach radial innen gerichtete gleichwinkelig angeordnete Flächensegmente
zur Anbindung eines Elastomerkörpers mit mindestens einem Dichtelement aufweisen,
so dass nach einer Weiterbildung der Erfindung die radial außenliegenden Flächensegmente
des Stützelements von einem im Querschnitt U-förmigen Elastomerkörper umgeben sind,
der an beiden Schenkeln des U-förmigen Querschnitts jeweils ein Dichtelement besitzt.
[0028] Das Stützelement kann sich nach der Erfindung dabei nach radial innen gerichtet bis
in den Bereich des Schraubenschaftes erstrecken und zur Zentrierung an diesem anliegen
und zur Flanschfläche und zur Verschlußschraube hin jeweils ein Dichtelement aufweisen,
so dass aufgrund der Zentrierung des Dichtrings an dem Schraubenschaft und dem Aufliegen
des Stützelements über die Stützflächen sowohl am Anlaufbund der Schraube als auch
an der Flanschfläche eine definierte Lage des Dichtrings zwischen Flanschfläche und
Verschlußschraube beim Anziehen der Verschlußschraube erhalten bleibt.
[0029] Das Stützelement kann dabei aus einem metallischen Werkstoff, wie beispielsweise
Stahl oder Aluminium gebildet sein, oder auch aus einem Kunststoffwerkstoff. Die Dichtelemente
können im Querschnitt halbkreisförmig oder beispielsweise in der Form einer Dichtlippe
ausgebildet sein und der nach der Erfindung geschaffene Dichtring kann beispielsweise
zur Anordnung an einer Verschlußschraube an einer Flanschfläche eines Motorblocks
vorgesehen sein, die im Bereich zwischen den Dichtelementen eine Spaltfläche, beispielsweise
aufgrund der Herstellung des Motorblocks aus unterschiedlichen Werkstoffen, aufweist,
und eine Trennfläche bzw. Kontaktlinie zwischen diesen beiden unterschiedlichen Werkstoffen
bildet und entlang der es zu einem Kriechen von Motoröl entlang der Kontaktlinie kommen
kann.
[0030] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt
in:
Fig. 1 eine Schnittdarstellung eines Dichtrings nach einer ersten Ausführungsform,
der zwischen einer Flanschfläche und einer Verschlußschraube angeordnet ist;
Fig. 2 eine nicht von der vorliegenden Erfindung erfasste Darstellung
Fig. 3 eine Ansicht ähnlich Fig. 1 mit einem Dichtring nach einer zweiten Ausführungsform;
und
Fig. 4 ein Stützelement eines Dichtrings in einer Draufsichtansicht; sowie
Fig. 5 das Stützelement nach Fig. 4 in einer perspektivischen Darstellung.
[0031] Fig. 1 der Zeichnung zeigt in einer Schnittdarstellung einen Dichtring 1 nach einer
ersten Ausführungsform, wie er zwischen einer Verschlußschraube 2 und einer Flanschfläche
3 angeordnet ist.
[0032] Bei dem dargestellten Anwendungsfall handelt es sich um eine Verschlußschraube 2,
die als Ablaßschraube für das Ablassen des Kühlmittels aus einem Motorblock dient,
der aus zwei unterschiedlichen Werkstoffen gebildet ist, nämlich im Bereich des Bezugszeichens
4 beispielsweise aus Magnesium beziehungsweise einer Magnesiumlegierung und im Bereich
des Bezugszeichens 5 aus beispielsweise Aluminium beziehungsweise einer Aluminiumlegierung.
Das Bezugszeichen 6 bezeichnet eine Kontaktlinie zwischen den beiden unterschiedlichen
Werkstoffen, entlang der es zu Kriechen von Motoröl aus dem nicht näher dargestellten
Motorblock kommen kann.
[0033] Mit dem Bezugszeichen 7 ist ein Kühlmittelablasskanal aus dem Motorblock bezeichnet,
der zum Ablassen des Kühlmittels aus dem Motorblock während beispielsweise Servicearbeiten
dient.
[0034] Die Verschlußschraube 2 wird mittels eines Gewindes 8 in dem Kühlmittelkanal 7 fixiert,
entlang dem es - da ein Gewinde nicht dichtet - zum Austreten von geringen Mengen
von Kühlmittel kommen kann. Wenn nunmehr nur im radial außerhalb der eine umlaufende
Spaltfläche ausbildenden Kontaktlinie 6 ein Dichtelement vorgesehen ist, kann es zum
unkontrollierten Mischen von Kühlmittel und Motoröl gelangen, was zu vermeiden ist.
[0035] Um nun das unkontrollierte Mischen dieser beiden flüssigen Medien Motoröl und Kühlmittel
zu vermeiden, ist der erfindungsgemäße Dichtring 1 vorgesehen, der bei der in Fig.
1 dargestellten Ausführungsform ein ringförmig ausgebildetes Stützelement 9 aufweist
und mit Stützflächen 10 und 11 an dem Anlaufbund 12 der Verschlußschraube 2 bzw. der
Flanschfläche 3 anliegt.
[0036] Bei der in Fig. 1 der Zeichnung dargestellten Ausführungsform des Dichtringes 1 weist
dieser im radial außenliegenden Bereich des Elements 9 einen im Querschnitt U-förmigen
Dichtkörper 13 auf, der an beiden Schenkeln jeweils ein halbkreisförmig ausgebildetes
Dichtelement 14 besitzt, welches sowohl gegen den Anlaufbund 12 der Verschlußschraube
2 als auch gegen die Flanschfläche 3 abdichtet.
[0037] Am Stützelement 9 ist bei dieser Ausführungsform im radial innenliegenden Bereich
ein zweiter Dichtkörper 15 angeformt mit zwei Dichtelementen 16, die gegenüber dem
Anlaufbund 12 und der Flanschfläche 3 abdichten. Bei dieser Ausführungsform erstreckt
sich der Dichtkörper 16 radial nach innen gerichtet bis in den Bereich 17 des ohne
Gewindegänge ausgebildeten Schraubenschaftes 18, um eine Zentrierung für den Dichtring
1 zu schaffen.
[0038] Fig. 2 der Zeichnung zeigt ein gegenüber der in Fig. 1 dargestellten ersten Ausführungsform
des Dichtrings 1 modifiziertes nicht von der Erfindung erfasstes Beispiel eines Dichtrings
19. Wie es ohne weiteres ersichtlich ist, weist das Stützelement 9 des Dichtrings
19 nach Fig. 2 einen den Kopf 20 der Verschlußschraube 2 übergreifenden Bund 21 auf
und dient somit der Zentrierung des Dichtringes 19 am Schraubenkopf 20.
[0039] Darüber hinaus besitzt der in Fig. 2 dargestellte Dichtring 19 einen am Bund 21 angeformten
Dichtkörper 22, der sich im radial innenliegenden Bereich bis zur Stützfläche 24 erstreckt
und der über der Flanschfläche 3 ein Dichtelement 23 besitzt.
[0040] Da bei dem in Fig. 2 der Zeichnung dargestellten Beispiel des Dichtrings 19 eine
Zentrierung des Dichtringes 19 mittels des Bundes 21 am Schraubenkopf 20 erreicht
wird, erstreckt sich der am Stützelement 9 radial innenliegende Dichtkörper 25 nicht
mehr bis in den Bereich 17 des Schraubenschaftes 18, besitzt aber ähnlich wie der
in Fig. 1 dargestellte Dichtkörper 15 zwei Dichtelemente 26.
[0041] Fig. 3 der Zeichnung zeigt nun einen Dichtring 27 nach einer zweiten Ausführungsform.
[0042] Wie es ohne weiteres ersichtlich ist, ist bei dieser Ausführungsform das Stützelement
9 im Bereich der Stützflächen 10, 11 ringförmig ausgebildet und besitzt nach radial
innen gerichtet und auch nach radial außen gerichtet jeweils einen Steg 28, so dass
das Stützelement 9 im Querschnitt betrachtet auch als doppel T-förmig bezeichnet werden
kann.
[0043] An seinem nach radial außen gerichteten Bereich ist das Stützelement 9 von einem
im Querschnitt U-förmigen Dichtkörper 29 mit zwei Dichtelementen 30 umfaßt und an
seinem nach radial innen gerichteten Bereich weist das Stützelement jeweils einen
Dichtkörper 31 mit zugehörigem Dichtelement 32 auf. Das Stützelement 9 erstreckt sich
bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform des Dichtrings 27 bis in den Bereich
17 des Schraubenschaftes 18 und dient somit der Zentrierung des Dichtrings 27.
[0044] Fig. 4 der Zeichnung zeigt in einer Draufsichtansicht ein Stützelement 9, wie es
bei dem in Fig. 1 der Zeichnung dargestellten Dichtring 1 zum Einsatz kommen kann.
[0045] Wie es ohne weiteres ersichtlich ist, weist das Stützelement 9 an seinem Außenumfang
in gleichen Winkeln angeordnete Anbindungsflächen 33 zur Aufnahme eines Elastomerkörpers
auf, der einen Dichtkörper 13 nach Fig. 1 der Zeichnung ausbildet und an seiner Oberseite
und Unterseite jeweils ein Dichtelement 14 aufweist.
[0046] Wie es Fig. 5 der Zeichnung zeigt, weisen die Anbindungsflächen 33 eine verglichen
mit der Höhe H des Stützelements 9 geringere Höhe auf, so dass sie bei der Herstellung
des Dichtrings 1 von einem Elastomerwerkstoff vollständig umspritzt werden können
und somit eine gute flächige Anbindung des Elastomerwerkstoffs zur Ausbildung des
Dichtkörpers 13 am Stützelement 9 erreicht werden kann.
[0047] Der nach der Erfindung geschaffene Dichtring 1 zeichnet sich nun dadurch aus, dass
er sich verglichen mit dem eingangs geschilderten bekannten Dichtring beim Festziehen
der Verschlußschraube 2 gegen die Flanschfläche 3 nicht verschiebt und eine sichere
Anlage des Dichtrings 1 sowohl am Anlaufbund der Schraube 2 als auch an der Flanschfläche
3 erreicht wird. Darüber hinaus ermöglicht es der erfindungsgemäße Dichtring 2 im
Bereich des Dichtringes vorhandene unterschiedliche flüssige Medien getrennt zu halten,
so dass ein Vermischen eines aus einer Kontaktlinie im Bereich der Flanschfläche austretenden
Mediums mit dem im Bereich des Schraubenschaftes vorhandenen anderen flüssigen Mediums
vermieden wird. Zudem dichtet der erfindungsgemäße Dichtring die beiden unterschiedlichen
Medien gegen die jeweilige Umgebung ab.
[0048] Obwohl bei den dargestellten Ausführungsformen als flüssige Medien einerseits Kühlflüssigkeit
und andererseits Motoröl genannt wurden, ist es auch möglich, den erfindungsgemäßen
Dichtring zum Abdichten anderer Medien, wie beispielsweise Luft und Bremsflüssigkeit
oder dergleichen einzusetzen.
[0049] Hinsichtlich vorstehend im einzelnen nicht näher erläuterter Merkmale der Erfindung
wird im übrigen ausdrücklich auf die Ansprüche und die Zeichnung verwiesen.
1. Dichtring mit einem zumindest abschnittsweise ringförmig ausgebildeten weitgehend
starren Stützelement (9), welches Stützflächen (10, 11) und radial beidseits benachbart
zu den Stützflächen (10, 11) Dichtelemente (14, 16; 30, 32) besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (9) nach radial außen gerichtete gleichwinkelig angeordnete untereinander
unverbundene Flächensegmente (33), die von einem im Querschnitt U-förmigen Elastomerkörper
mit Dichtelementen (14; 30) umgeben sind, besitzt.
2. Dichtring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtelemente (14, 16; 30, 32) in unbelastetem Zustand in axialer Richtung des
Stützelementes (9) über die Stützflächen (10, 11) hervorstehen.
3. Dichtring nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtelemente (14, 16; 30, 32) an einem Elastomerkörper angeformt sind, der am
Stützelement (9) angebunden ist derart, dass die Stützflächen (10,11) frei von Elastomerwerkstoff
sind.
4. Dichtring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (16) an einem am Stützelement (9) nach radial innen gerichteten
Elastomerkörper (15) angeformt ist.
5. Dichtring nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (9) nach radial innen gerichtete gleichwinkelig angeordnete Flächensegmente
zur Anbindung eines Elastomerkörpers mit Dichtelementen ( 32) besitzt.
6. Dichtring nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (9) radial innen zur Zentrierung an einem Schraubenschaft ausgebildet
ist.
7. Dichtring nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtelemente (14, 16; 30, 32) im Querschnitt halbkreisförmig oder in der Form
einer Dichtlippe ausgebildet sind.
8. Flanschfläche (3) mit einer Spaltfläche (6) und Verschlussschraube (2) und einem Dichtring
(1) mit einem zumindest abschnittsweise ringförmig ausgebildeten weitgehend starren
Stützelement (9), welches mit Stützflächen (10,11) an der die Spaltfläche (6) aufweisenden
Flanschfläche (3) und der Verschlussschraube (2) zur Anlage bringbar ist, und radial
beidseits benachbart zu den Stützflächen (10,11) Dichtelemente (14, 16; 30, 32) besitzt,
die die Spaltfläche (6) der Flanschfläche (3) beidseits gegen die Umgebung der Spaltfläche
(6) abdichten, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (9) nach radial außen gerichtete gleichwinkelig angeordnete untereinander
unverbundene Flächensegmente (33), die von einem im Querschnitt U-förmigen Elastomerkörper
mit Dichtelementen (14; 30) umgeben sind, besitzt.
1. Sealing ring with a substantially rigid support element (9) which is annular at least
in portions and has support faces (10, 11) and sealing elements (14, 16; 30, 32) radially
adjacent on both sides to the support faces (10, 11), characterised in that the support element (9) has surface segments (33) unconnected to one another, arranged
in an equiangular manner and directed radially outwardly, which are surrounded by
a cross-sectionally U-shaped elastomer body with sealing elements (14; 30).
2. Sealing ring according to claim 1, characterised in that the sealing elements (14, 16; 30, 32) in the unloaded state project over the support
faces (10, 11) in the axial direction of the support element (9).
3. Sealing ring according to claim 1 or 2, characterised in that the sealing elements (14, 16; 30, 32) are formed on an elastomer body, which is connected
to the support element (9) in such a way that the support faces (10, 11) are free
of elastomer material.
4. Sealing ring according to claim 1, characterised in that the sealing element (16) is formed on an elastomer body (15) directed radially inwardly
on the support element (9).
5. Sealing ring according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the support element (9) has radially inwardly directed surface segments arranged
in an equiangular manner to connect an elastomer body with sealing elements (32).
6. Sealing ring according to claim 5, characterised in that the support element (9) is configured radially inwardly for centring on a screw shank.
7. Sealing ring according to any one of the preceding claims, characterised in that the sealing elements (14, 16; 30, 32) are semicircular in cross-section or configured
in the form of a sealing lip.
8. Flange face (3) with a gap face (6) and closure screw (2) and a sealing ring (1) with
a substantially rigid support element (9) which is annular at least in portions and
can be brought into abutment with support faces (10, 11) on the flange face (3) having
the gap face (6), and on the closure screw (2), and has sealing elements (14, 16;
30, 32) radially adjacent on both sides to the support faces (10, 11), which sealing
elements seal the gap face (6) of the flange face (3) on both sides against the surroundings
of the gap face (6), characterised in that the support element (9) has surface segments (33) which are unconnected to one another,
arranged in an equiangular manner and directed radially outwardly and which are surrounded
by a cross-sectionally U-shaped elastomer body with sealing elements (14; 30).
1. Anneau d'étanchéité comprenant un élément de soutien largement rigide (9), réalisé
au moins par tronçons sous forme annulaire, qui possède des surfaces de soutien (10,
11) et des éléments d'étanchéité (14, 16 ; 30, 32) voisins des surfaces de soutien
(10, 11) radialement sur les deux côtés, caractérisé en ce que l'élément de soutien (9) possède des segments de surface (33) non reliés, orientés
radialement vers l'extérieur et agencés les uns au-dessous des autres sur des angles
égaux, qui sont entourés par un corps élastomère à section en forme de U avec des
éléments d'étanchéité (14 ; 30).
2. Anneau d'étanchéité selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments d'étanchéité (14, 16 ; 30, 32), dans l'état non chargé, dépassent en
direction axiale de l'élément de soutien (9) au-delà des surfaces de soutien (10,11).
3. Anneau d'étanchéité selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les éléments d'étanchéité (14, 16 ; 30, 32) sont conformés sur un corps élastomère,
lequel est relié à l'élément de soutien (9) de telle façon que les surfaces de soutien
(10, 11) sont exemptes de matériau élastomère.
4. Anneau d'étanchéité selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément d'étanchéité (16) est conformé sur un corps élastomère (15) orienté radialement
vers l'intérieur sur l'élément de soutien (9).
5. Anneau d'étanchéité selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'élément de soutien (9) possède des segments de surface dirigés radialement vers
l'intérieur et agencés sous des angles égaux pour la liaison d'un corps élastomère
avec des éléments d'étanchéité (32).
6. Anneau d'étanchéité selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'élément de soutien (9) est réalisé radialement vers l'intérieur pour le centrage
sur une tige filetée.
7. Anneau d'étanchéité selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments d'étanchéité (14, 16 ; 30, 32) sont réalisés sous forme de demi-cercle
ou sous la forme d'une lèvre d'étanchéité.
8. Surface de bride (3) comportant une surface refendue (6) et une vis d'obturation (2)
et un anneau d'étanchéité (1) comprenant un élément de soutien largement rigide (9)
réalisé au moins par tronçons sous forme annulaire, susceptible d'être amené par des
surfaces de soutien (10, 11) en appui contre la surface de bride (3) présentant la
surface refendue (6) et contre la vis d'obturation (2), et possédant au voisinage
des surfaces de soutien (10, 11), radialement des deux côtés, des éléments d'étanchéité
(14, 16 ; 30, 32), qui étanchent la surface refendue (6) de la surface de bride (3)
des deux côtés vis-à-vis de l'environnement de la surface refendue (6), caractérisé en ce que l'élément de soutien (9) possède des segments de surface (33) non reliés, dirigés
radialement vers l'extérieur et agencés sous des angles égaux, qui sont entourés par
un corps élastomère, à section en forme de U, avec des éléments d'étanchéité (14 ;
30).