[0001] Gegenstand der Erfindung ist eine kombinierte Wärmestrahlungs- und Beleuchtungseinrichtung.
[0002] Die Entwicklungsgeschichte der elektrischen Strahlungswärme zum Beheizen von Raumbereichen
ist von Stagnation gekennzeichnet, das Gewerbe fördernde innovative Weiterentwicklungen
werden in der Branche seit langem vermisst.
[0003] So sind die dunkelrot abstrahlenden stabförmigen Infrarotstrahler in entsprechend
gestreckten, abstrahlseitig offenen Gehäusen zum Beheizen etwa von Cafe-Terrassen
schon seit Generationen unverändert im Einsatz. Unabhängig davon werden dort für die
erforderliche Betriebshelligkeit Leuchten gesondert installiert. Das stellt einen
erheblichen installationstechnischen Aufwand dar, ganz abgesehen davon, daß die Wärmestrahler
und die in deren Nachbarschaft angeordneten Lichtstrahler gestalterisch wenig miteinander
harmonieren.
[0004] In Bräunungskabinen werden im Wechsel mit den einzelnen unter der Decke installierten
UV-Lampenkolben für das Bräunen der Haut, und unabhängig davon, individuelle Infrarotlampenkolben
installiert, um einer Unterkühlung während des Bräunungsaufenthaltes vorzubeugen.
[0005] In Hotels der einfachen Kategorie mit nur mäßig ausgestatteten Naßzellen trifft man
zuweilen noch einen unter dem Waschbecken installierten elektrischen Radiator an,
den der Gast gewissermaßen morgens vor dem Aufstehen einschalten muß, um später nach
dem Aufstehen einen einigermaßen temperierten Baderaum anzutreffen.
[0006] Das Problem des angenehm temperierten Badezimmers ist aber auch allerorten in den
größeren Wohnanlagen jedenfalls zu den Übergangs-Jahreszeiten anzutreffen. Denn um
die Sonnenseiten des Gebäudekomplexes für Wohnbereiche nutzen zu können, sind dort
ja die Naßzellen nach Norden hin orientiert oder sogar ganz ins Gebäudeinnere verlegt.
Außerhalb der Betriebsperiode für die Zentralheizungsanlage, also vom späten Frühjahr
über den Sommer bis in den Herbst hinein, ist es in diesen Badezimmern jedenfalls
Morgens zum Aufstehen unangenehm kalt. Das gilt selbst während der Heizperiode, wenn
etwa aufgrund eines Eigentümerbeschlusses aus Sparsamkeitsgründen die Nachtabsenkung
der Heizungssteuerung relativ spät, etwa erst nach 06.00 Uhr früh, wieder aufgehoben
wird, da die Warmwasserradiatoren der Zentralheizung den umgebenden Raum nur vergleichsweise
sehr langsam erwärmen. Dadurch wird eine für die Morgenwäsche angenehme Temperatur
im Bad erst erreicht, wenn der Bewohner das Haus schon zur Arbeit verlassen hat. Eine
individuelle zusätzliche Installation einer Elektroheizung verbietet sich insbesondere
bei Mietwohnungen wegen der damit einhergehenden Zerstörung von Wandfliesen; Außerdem
sind die vielen Wohnungen nicht nur einfachen Standards im Bad gewöhnlich nur mit
einer einzigen Steckdose ausgestattet, die dann nacheinander für den Rasierer, für
die Zahndusche, für den Föhn u. dgl. benötigt wird, die also nicht dauernd einer nachträglich
installierten Elektroheizung zur Verfügung stehen kann; zumal Schutzkontakt-Doppelstecker
seit langem verboten sind und der Gebrauch der stattdessen angebotenen, über ein Kabel
beweglich angeschlossenen Steckdosenleisten im Nassraum sicherheitstechnisch sehr
bedenklich wäre.
[0007] Hinsichtlich der spärlichen Ausstattung mit Elektroinstallation und der Raumtemperatur
vergleichbar mißliche Gegebenheiten sind aber auch sehr häufig im Aufenthalts-Vorraum
zu einer Privatsauna anzutreffen.
[0008] In Erkenntnis dieser sicherheitsbedenklichen und dem Wohlbefinden abträglichen Mangelsituation
sollen unter Überwindung der skizzierten Hindernisse Dekorations-, Arbeits- und insbesondere
Nassräume im Badezimmer-, Sauna- und sonstigen Wellnessbereich mit einer (insbesondere
zusätzlichen), auf die tatsächlichen örtlichen Bedürfnisse abstellbaren Wärmequelle
ausgestattet werden können. Vorliegender Erfindung liegt deshalb die technische Problemstellung
zugrunde, dem geschilderten Mißstand durch eine technologisch harmonische Gesamtlösung
abzuhelfen.
[0009] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch eine integrierte Lösung für einen Wärme-
und Licht-Strahler gemäß der im Hauptanspruch angegebenen Kombination der wesentlichen
Merkmale gelöst. Für diese apparativ geradezu genial einfach realisierbare Lösung
ist von der Überlegung ausgegangen, daß in einem üblichen Badezimmer gewöhnlich im
Mittenbereich der Decke ein elektrischer Anschluß für das Speisen einer Deckenleuchte
zugänglich ist, die von der Tür aus geschaltet wird. Es ist also handwerklich unproblematisch,
diese standardmäßig vorhandene Leuchte abzuklemmen und durch die gerätetechnische
Einrichtung mit der erfindungsgemäßen Kombination von elektrisch zusammengeschalteten
und strahlungstechnisch integral wirkenden Wärme- und Licht-Strahlern zu ersetzen,
indem der Wärmestrahler zugleich Licht etwa im Spektralbereich des Lichtstrahlers
durch eine gemeinsame Schutzscheibe hindurch liefert. Die Stromkreise der beiden Strahlungsquellen
werden somit einander parallel geschaltet über den schon vorhandenen Schalter gemeinsam
betrieben, also ohne daß es zu irgendwelchen Beschädigungen infolge etwaiger Installationsarbeiten
für den zusätzlichen Wärmestrahler käme. Der Wärmestrahler liefert seine Wärme und
sein Licht (wie der Lichtstrahler das Licht) praktisch sofort mit dem Einschalten
des Kombinationsgerätes, und zwar nicht rundum sondern relativ gut konzentriert in
den ausgerichteten Abstrahlbereich auf eine Nutzposition zu. Die liegt typischerweise
vor dem Badezimmerspiegel, so daß auch während lediglich kuren Aufenthaltes etwa zum
Rasieren oder zum Schminken mit dem Einschalten des Deckengerätes abgesehen von der
Raumausleuchtung sofort angenehme Wärme über den Rücken der dort operierenden Person
strömt. Um die Abstrahlrichtung der Wärme den Grundriß- und Ausstattungsgegebenheiten
des Raumes optimal anpassen zu können, ist der Wärmestrahler vorzugsweise in an sich
bekannter Weise vor einem räumlich verschwenkbaren Konvergenzreflektor eingebaut;
was für die Raumlicht-Abstrahlung seitens des gesonderten Lichtstrahlers nicht erforderlich
ist.
[0010] Diese erfindungsgemäße Lösung ist deshalb nicht nahegelegt durch den Vorschlag aus
DE 3208458 Al, die Seitenwände eines mit seiner größeren Basis unter die Decke eines
Raumes montierten Pyramidenstumpfes elektrisch erwärmbar zu beschichten und in die
kleinere Basis eine Glühlampe einzuschrauben, die unabhängig vom eigenständig geschalteten
Wärmestromkreis bestromt und geschaltet wird. Denn ein solches System ist nicht ohne
nachträgliche Installationsarbeiten bei einem einzigen vorhandenen Stromkreis nachzurüsten,
und es liefert auch keinen in vorstehendem Sinne integralen Helligkeitsbeitrag aus
dem Wärmestrahler - es führt also geradezu von vorliegender Erfindung fort.
[0011] Für Gelegenheiten, zu denen es der Strahlungswärme von der Raumdecke her einmal nicht
bedarf, ist der Wärmestrahler dieser erfindungsgemäßen Einrichtung vorzugsweise trotz
eingeschalteten Hauptstromkreises, also trotz Betriebes des Lichtstrahlers, abschaltbar.
Dafür sind die wie beschrieben unerwünschten Installationsarbeiten vermeidbar, wenn
bei dem Gerät hinter der Netzspannungseinspeisung in die Parallelschaltung der Stromkreise
für die Lichtabstrahlung und für die Wärmeabstrahlung ein fernbedienbarer Schalter
vorgesehen wird. Im Rahmen vorliegender Erfindung kann dabei eine mechanische Fernbedienung,
etwa mittels einer Zugschnur, erfolgen; zu bevorzugen ist aber eine immaterielle Fernbedienung
über elektromagnetische Sendeenergie im Ultraschall-, im Infrarot- oder im Funkbereich
des elektromagnetischen Spektrums. Der Fernsteuer-Impuls braucht dafür nicht kodiert
zu sein, da es nur darum geht, die Schaltstrecke in der Kombinationseinrichtung nach
Art der Funktion eines Stromstoßrelais aus dem gerade eingenommenen in den anderen
stabilen Schaltzustand umzuschalten. Solch ein kleinbauender, manuell zu bedienender
Impulssender kann einfach im Badezimmer abgelegt oder z.B. bei der Tür in der Nähe
des vorhandenen (Licht-) Schalters an die Wand geklebt werden. Irgendwelche Installationserfordernisse
bestehen nicht, da dieser extrem genügsame weil jeweils nur sehr kurzzeitig aktivierte
Sender praktisch über eine beliebig lange Zeiträume hinweg aus einem eingebauten Ladungsspeicher
(Batterie oder Akkumulator) oder sogar unerschöpflich aus einem von der taktilen Betätigungskraft
angeregten Piezogenerator betrieben werden kann.
[0012] Zusätzliche vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind nachstehend beschrieben
und auch Gegenstand von Unteransprüchen.
[0013] Die grundsätzliche Lösung ist nachstehend anhand der Zeichnungsskizze für ein bevorzugtes
apparatives Realisierungsbeispiel näher erläutert, die auf das Funktionswesentliche
reduziert und nicht ganz maßstabsgerecht eine erfindungsgemäß ausgestattete kombinierte
Wärmestrahlungs- und Beleuchtungs-Einrichtung zeigt, nämlich in
- Fig.1
- in Ansicht gegen ihre Abstrahlung und in
- Fig.2
- im Querschnitt.
[0014] Die beispielshalber in Fig. 1 in Ansicht der Abstrahlung entgegen und in Fig.2 quer
zu ihrer Längserstreckung skizzierte Einrichtung 11 weist ein im Verhältnis zu ihrer
Gesamtlänge relativ schmales und flaches, etwa U-profilförmiges aber stirnseitig geschlossenes
Gehäuse 12 auf. Das ist abstrahlseitig verschlossen oder wenigstens distanziert überdeckt,
nämlich von einer wärme- und lichtdurchlässigen, hitzeresistenten Scheibe 13. Die
Breite der Scheibe 13 kann sich auch erheblich über die Breite des Gehäuses 12 hinaus
erstrecken, und entsprechend auch die Länge. Hinter der Mittellängsachse der Scheibe
13 ist beim Zentrum des Gehäuses 12 etwa konzentrisch zu ihr als Wärmestrahler 14
bevorzugt ein linearer Infrarot-Wärmestab mit gleißend hell erstrahlendem Rohr oder
Heizwendel 15 zwischen stirnseitigen Halterungs- und Anschluß-Sockeln 14a angeordnet.
Ein etwa erforderliches Vorschaltgerät kann in oder vorzugsweise hinter (vgl. Fig.2)
diesem Gehäuse 12 untergebracht sein.
[0015] Außerdem ist das Gehäuse 12 der kombinierten Wärmestrahlungs- und Beleuchtungs-Einrichtung
11 an den Längsseiten und/oder wie skizziert stirnseitig neben den Wärmestrahler-Sockeln
14a mit Sockeln 16a ausgestattet, die der mechanischen Halterung und dem elektrischen
Anschluß wenigstens einer ähnlich wie der Wärmestrahler 14 gleißend hell abstrahlenden,
vorzugsweise ebenfalls gestreckten aber im Vergleich zur Länge des Wärmestabes doch
kurzen Lampe als Lichtstrahler 16 dienen. Der ist vorzugsweise ausgelegt als einseitig
gesockelte sog. Hochspannungs-Halogenlampe (also ausgelegt für Netzbetrieb), die sich
außerhalb des Gehäuses 12 oder wie skizziert in ihm, dann in koaxialer Verlängerung
des Wärmestabes vor dessen Stirnende und seinem Sockel 14a, erstreckt. Die Scheibe
13 ihrerseits erstreckt sich gegebenenfalls (je nach den Bestückungsorten der Lichtstrahler
16) wie schon erwähnt in Längs- oder in Querrichtung der Einrichtung 11 über die Lampensockel
16a hinaus, dadurch auch die Lichtstrahler 16 bei den Seiten- oder Stirnwänden des
Gehäuses 12 abstrahl- und sichtseitig kaschierend.
[0016] Als Lichtstrahler 16 neben dem Wärmestrahler 14 kann in diesem erfindungsgemäßen
Kombinationsstrahler statt der Halogenlampe oder zusätzlich zu ihr auch eine hinsichtlich
ihres ausgesuchten Strahlungsspektrums vornehmlich über die Augen therapeutisch wirkende
Lampe der Bauart nach Dr. Dr. Weth vorteilhaft eingesetzt werden, die in der WO 98/19327
Al näher beschrieben ist, um die gerade in innenliegenden Badezimmern oder vor Kellersauna-Wellnessbereichen
ansonsten fehlende gesundheitsfördernde Wirkung des natürlichen Sonnenlichts wenigstens
vorübergehend zu ersetzen.
[0017] Mindestens eine der herkömmlichen oder therapeutisch wirkenden Lampen ist also längs-
oder querseitig außen am, vorzugsweise jedoch wie skizziert innen im Gehäuse 12 in
Längsrichtung in Verlängerung des Wärmestrahlungs-Stabes, angeordnet. In jedem Falle
strahlt sie ihr Licht zusätzlich zu dem etwa von der Heizwendel 15 ausgehenden Licht
des Wärmestrahlers 14 durch die Scheibe 13 ab, im skizzierten Realisierungsbeispiel
praktisch in kolinearer Fortsetzung der Heizwendel 15 durch eine der Lampe jeweils
räumlich (dort also stirnseitig) zugeordnete seitliche Beleuchtungszone 17 in der
Scheibe 13. Die erstreckt sich somit in seitlicher Fortsetzung neben der zentralen
Wärmeabstrahlungszone vor dem leuchtenden Wärmestrahler 14 auch über die benachbart
angeordneten reinen Lichtstrahler 16. Deshalb kann die Scheibe 13 vorteilhaft aus
verschiedenen Materialien zusammengefügt oder zusammengesetzt sein, um einerseits
den Wärmedurchgang vom Wärmestrahler 14 und andererseits den Lichtdurchgang von den
beiden Strahlungsquellen 14/16 her beeinflussen, insbesondere hinsichtlich Intensität
und Farbeindruckes einander anpassen oder sonst wie für einen integralen Beleuchtungseindruck
optimieren zu können; wenngleich jedoch im Rahmen vorliegender Erfindung zu bevorzugen
ist, daß die Lichtabstrahlungen von den Lampen bei den beiden Seitenwänden oder bei
den beiden Stirnenden des Gehäuses 12 und zwischen ihnen die Lichtabstrahlung vom
Wärmestrahler 14 etwa im selben sichtbaren Strahlungsspektrum erfolgen und deshalb
jenseits der Scheibe 13 ohnehin wie eine fast einheitliche da integral durchgehende,
im Mittenbereich spektral besonders warme Lichtquelle wirken. Vor allem dient die
Scheibe 13 deshalb als Schutz gegen Berühren oder Bespritzen der extrem heißen Glaskolben
des Wärmestrahlers 14 und der Lichtstrahler 16.
[0018] Zum visuellen Kaschieren der Bereiche der Sockel 14a-16a hinter der Scheibe 13 kann
die Scheibe 13 hier mit einer Mattierung oder Musterung versehen sein. Im skizzierten,
zu bevorzugenden Ausführungsbeispiel ist statt dessen als Kaschierung ein besonders
großflächiger Rändelkopf 18 einer Schraube vorgesehen, die mit ihrem Gewindeschaft
19 ein Loch in der Scheibe 13 durchgreift, um zum Haltern der Scheibe 13 vor dem Gehäuse
12 - der Abstrahlrichtung entgegen, also in Blickrichtung - manuell problemlos in
einen Gewindeblock 20 zwischen den beiden Sockeln 14a-16a hinter der Scheibe 13 eingeschraubt
werden zu können, wie aus Fig.2 ersichtlich.
[0019] In Fig.2 ist außerdem berücksichtigt, daß es zur Beeinflussung von vorzugsweise übereinstimmenden
Abstrahlcharakteristiken bei gemäß Fig.1 kolinearer Anordnung der Wärme- und Lichtstrahler
14-16 in einem gemeinsamen Umgehäuse 12 zweckmäßig sein kann, hinter ihnen einen im
Querschnitt durchgehend, etwa parabolisch, ausgelegten Konvergenz-Reflektor 21 etwa
aus entsprechend gebogenem Blech mit polierter Oberfläche im Gehäuse 12 anzuordnen.
Der Reflektor 21 kann entgegen der Prinzipskizze auch unsymmetrisch bezüglich der
Längsachse des Wärmestrahlers 14 ausgelegt sein, etwa wenn in Hinblick auf die räumlichen
Gegebenheiten in der Montageumgebung eine gegenüber der Normalen auf die Scheibe 13
geneigte Abstrahlung wünschenswert ist. Aus gleichem Grunde kann der Reflektor 21
im Gehäuse 12 um dessen Längsachse verschwenkbar angeordnet sein, nämlich um die Richtung
von wenigstens der Wärmeabstrahlung (samt ihrer Lichtabstrahlung) in Anpassung an
die örtlichen Gegebenheiten variieren zu können.
[0020] Der Wärmestab als der leuchtende Wärmestrahler 14 und die Lampen als die Lichtstrahler
16 werden schon beim Gehäuse 12 einander parallelgeschaltet direkt mit Netzspannung
betrieben, um bei der Installation dieser kombinierten Wärmestrahlungs- und Beleuchtungs-Einrichtung
11 mit einem einzigen Anschlußvorgang auszukommen. Zweckmäßigerweise befindet sich
aber in den Stromkreisen ein Schalter 22 oder Umschalter, mit dem wahlweise nur der
Wärmestrahler 14, nur die Lichtstrahler 16 oder beide Strahlungsquellen einschaltbar
sind. Zu bevorzugen ist, wie eingangs beschrieben, beide Strahlungsquellen 14/16 generell
über den raumseitigen Schalter in dem einen bauseitig vorhandenen Stromkreis zur Deckenbeleuchtung
der Rauminstallation einander parallel zu betreiben und dabei bedarfsweise den Wärmestrahler
14 mittels eines in seinem Stromkreis gelegenen femsteuerbaren Schalters 22 z.B. über
eine Funkverbindung ab- und wieder zuzuschalten, um dafür nicht den Montageort unter
der Decke des Raumes manuell erreichen zu müssen. So müssen bei nachträglicher Installation
dieser kombinierten Wärmestrahlungs- und Beleuchtungs-Einrichtung 11 etwa in einem
Badezimmer, in einem Saunavorraum oder in einem sonstigen zumeist gefliesten Wellnessbereich
dafür keine zusätzlichen elektrischen Installationen zwischen Schaltort und Anschlußort
verlegt werden, es genügt für die Betätigung des Schalters 22 im Heizkreis das Aufkleben
einer handelsüblichen Funkfernsteuerung auf die Wand des Raumes, etwa bei der Tür.
[0021] Dieser fernbedienbare Schalter 22 befindet sich zweckmäßigerweise, wie in Fig.2 berücksichtigt,
nicht im Gehäuse 12 selbst, sondern zur Minderung der thermischen Beanspruchung, zusammen
mit dem Vorschaltgerät oder dergleichen elektronischen Betriebsschaltung 23 für den
Wärmestrahler 14 diesem gegenüber relativ temperaturgeschützt in einem aus Lochblech
erstellten oder mit sonstigen Öffnungen für kühlende Luftzirkulation versehenen, im
Vergleich zum Auftragen des Gehäuses 12 flachen Anschlußkasten 24 hinter dem U-Joch
des Gehäuses 12.
[0022] Zur erfindungsgemäß wahlweise sowohl thermischen wie auch lichttechnischen Bestrahlung
etwa eines Wellness-, Arbeits- oder Dekorationsbereiches ist also hinter der Berührungsschutz-Scheibe
13 der vorzugsweise gesondert abschaltbare und vorzugsweise gestreckt röhrenförmige
elektrische Wärmestrahler 14 angeordnet, neben dem (z.B. in dessen axialer Verlängerung
im selben Gehäuse 12 dieser kombinierten Strahlungs-Einrichtung 11) ebenfalls hinter
der Scheibe 13 wenigstes eine etwa ebenso gleißend hell wie der Wärmestrahler 14 strahlende
Lampe als Lichtstrahler 16 für optisch und / oder therapeutisch wirksame Bestrahlung
dem netzseitig Heizkreis elektrisch parallelgeschaltet betrieben wird.
1. Kombinierte elektrische Wärmestrahlungs- und Beleuchtungs-Einrichtung (11) mit einer
wärme- und lichtdurchlässigen Scheibe (13), hinter der wenigstens ein hell abstrahlender
elektrischer Lichtstrahler (16) in Nachbarschaft zu wenigstens einem ebenfalls hell
abstrahlenden elektrischen Wärmestrahler (14) angeordnet ist, deren Stromkreise zur
Netzspanunkseinspeisung parallelgeschaltet sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Lichtstrahler (16) eine gestreckte Lampe und als Wärmestrahler (14) ein Wärmestab
vorgesehen sind.
3. Einrichtung nach dem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß Lampen beiderseits des Wärmestabes in dessen axialer Verlängerung angeordnet sind.
4. Einrichtung nach einem der vorangehenden Annsprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Lichtstrahler (14) vorgesehen ist, der ein am Spektrum des Sonnenlichts orientiertes
therapeutisches Licht liefert.
5. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein wenigstens über die Länge des Wärmestrahlers (14) sich erstreckender Reflektor
(21) vorgesehen ist, der vorzugsweise um seine Längsachse verschwenkbar angeordnet
ist.
6. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens der Wärmestrahler (14) in einem Gehäuse (12) angeordnet ist, hinter dem
ein Anschlußkasten (24) mit einem fernsteuerbaren Schalter (22) im Stromkreis des
Wärmestrahlers (14) vorgesehen ist.
7. Strahlungseinrichtung nach dem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß ein funkgesteuerter Schalter (22) vorgesehen ist.
8. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Scheibe (13) im Bereich vor Sockeln (14a, 16a) für den Wärmestrahler (14)
und gegebenenfalls für die Lichtstrahler (16) eine Kaschierung vorgesehen ist.
9. Einrichtung nach dem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß als Kaschierung der Kopf (18) einer Schraube zur Befestigung der Scheibe (13) vorgesehen
ist.
10. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (13) für Wärmedurchgang und für Lichtdurchgang optimierte Zonen aufweist.