| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 594 106 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
03.11.2010 Patentblatt 2010/44 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.04.2005 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Etikett und Verfahren zur Herstellung eines solchen Etiketts
Label and method of manufacturing the same
Etiquette et méthode pour sa fabrication
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU MC NL PL PT RO SE SI
SK TR |
| (30) |
Priorität: |
07.05.2004 DE 202004007293 U
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
09.11.2005 Patentblatt 2005/45 |
| (73) |
Patentinhaber: Jung, Olaf |
|
42477 Radevormwald (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Jung, Olaf
42477 Radevormwald (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Mentzel, Norbert |
|
Patentanwälte Dipl.-Phys. Mentzel
Dipl.-Ing. Ludewig,
Kleiner Werth 34 42275 Wuppertal 42275 Wuppertal (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 585 029 DE-A1- 19 726 982 FR-A- 2 655 916 US-B1- 6 371 521
|
WO-A-99/59827 DE-U1- 29 907 323 US-A- 5 984 778
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein mehrlagiges Etikett umfassend eine obere Lage mit mindestens
einem von außen sichtbaren Informationsfeld sowie mindestens eine weitere untere Lage
mit weiteren Informationsfeldern und ein Verfahren zu dessen Herstellung.
[0002] Etiketten sind weit verbreitet und dienen der Kennzeichnung von Produkten des täglichen
Lebens, wie auch Waren für den gewerblichen Gebrauch. Ein solches Etikett enthält
die verschiedensten Informationen, u.a. den Produktnamen, den Hersteller und Verkaufspreis,
darüber hinaus sind in vielen Fällen gesetzlich vorgeschriebene Inhaltsstoffe und
Sicherheitshinweise anzugeben. Will ein Hersteller seine Produkte in mehreren Ländern
anbieten, so müssen diese Hinweise für die Käufer in verschiedenen Ländern lesbar
sein. Einige Sicherheitshinweise oder Qualitätsstandards lassen sich über allgemein
verständliche Symbole darstellen, andere Hinweise müssen in die entsprechenden Sprachen
übersetzt werden. Für ein in der Europäischen Union vertriebenes Produkt waren bisher
bereits neben den deutschen Textinformationen gleichlautende Informationen für ca.
10 Länder notwendig. Mit der geplanten Erweiterung der Europäischen Union verdoppelt
sich die Anzahl der zu übersetzenden Hinweise. Bei ausreichend großen Produkten lässt
sich dieses durch eine Vergrößerung des Etiketts leicht bewerkstelligen. Bei anderen
Produkten ist die Größe des Etiketts durch die Abpackungsgröße vorgegeben. Dies trifft
insbesondere bei losen Waren zu, die in vorgegebenen Verpackungsgrößen im Handel angeboten
werden, beispielsweise Flüssigkeiten in Flaschen bzw. chemische Erzeugnisse, Farben
und Lacke in Dosen. Bei diesen Produkten kann die Größe des für das Etikett zur Verfügung
stehenden Platzes nicht verändert werden. In diesen Fällen müssten für die verschiedenen
Länder unterschiedliche Etiketten gedruckt werden. Dies bedeutet für den Hersteller
einen zusätzlichen Aufwand.
[0004] US-A-5 984 778 offenbart ein Etikett wobei lösbaren Klebeverbindungen außerhalb Informationsfelder
vorgesehen sind und ein Abheben einer oberen Lage von einer unteren Lage sowie ein
Wiederverbinden der Lagen ermöglicht, wobei sich benachbart zur Aufreißlasche eine
permanente Klebeverbindung und eine lösbare Klebeverbindung befindet, und wobei sich
benachbart zur Aufreißlasche an der Unterseite des von der unteren Lage abgehobenen
Teils der oberen Lage Leimpunkte als lösbare Klebeverbindung befinden.
[0005] DE 197 26 982 A1 offenbart ein Etikett wobei mehr als eine untere Lage vorgesehen ist, wobei diese
unteren Lagen untereinander angeordnet sind.
DE 197 26 982 A1 und
DE 100 52 418 A1 offenbaren ein Etikett, wobei eine obere Lage beim Abklappen mit einer unteren Lage
mittels permanenter Klebeverbindungen zwischen den Lagen mit einem Produkt verbunden
bleibt.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein verbessertes Etikett zur Verfügung zu stellen,
das bei gleicher Größe mehr Informationen enthält.
[0007] Diese Aufgabe wird mit einem Etikett mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erfüllt. Das
erfindungsgemäße Etikett besteht aus mehreren Lagen. Die obere Lage entspricht dem
bekannten Etikett, welches mindestens ein Informationsfeld besitzt, vorzugsweise mehrere
Informationsfelder, nämlich für einen verkaufsfördernd gestalteten Bereich mit dem
Produktnamen, dem Herstellernamen sowie dem Logo und für einen weiteren Bereich mit
technischen Informationen, wie z.B. Inhaltsstoffe, Sicherheitshinweise, beispielsweise
in 10 Sprachen. Des Weiteren besitzt das Etikett eine weitere Lage, die sich unterhalb
der oberen Lage befindet und mit dieser beispielsweise über eine Klebeverbindung verbunden
ist. Diese untere Lage wird im Normalfall von der oberen Lage abgedeckt, kann jedoch
im Bedarfsfall, insbesondere durch vorgesehene Öffnungsmittel, zugänglich gemacht
werden. Die dann sichtbaren Informationsfelder der unteren Lage und eventuell auf
der Rückseite der oberen Lage weisen vorzugsweise weitere technische Hinweise in weiteren
Sprachen auf. Bei besonders kleinen Etiketten kann auch mehr als eine untere Lage
vorgesehen werden, d.h. es können beispielsweise zwei Lagen unterhalb der oberen Lage
angeordnet sein. Darüber hinaus ist es auch möglich, insbesondere bei Dosenbanderolen,
mehrere benachbarte untere Lagen vorzusehen. Zwischen diesen Lagen und/ oder am äußeren
Seitenrand einer unteren Lage ist ein Spalt angeordnet. Dieser Spalt verhindert, dass
sich Spannungen bei dem auf der Dose aufgeklebten Etikett aufbauen können, die zum
Ablösen des Etikettes führen könnten.
[0008] In einem Beispiel der Stand der Technik besitzen die obere und untere Lage die gleiche
Größe. Dies vereinfacht den Fertigungsprozess. In dem Fall, wo nicht die gesamte Größe
der unteren Lage für Informationsfelder benötigt wird, kann auch nur ein begrenzter
Bereich der unteren Lage zugänglich gemacht werden. Dies wird durch das Anordnen der
Verbindungsstellen zwischen den Lagen realisiert. Im einfachsten Fall werden die Lagen
durch Kleben verbunden. Diese Klebeverbindungen befinden sich in Bereichen außerhalb
der Informationsfelder der unteren Lage. Es können zum einen permanente Klebeverbindungen
vorgesehen sein, beispielsweise im Randbereich beider Lagen, zumindest an einem Seitenrand.
Des Weiteren ist eine Verbindung der Lagen durch lösbare Klebeverbindungen möglich.
Permanente Klebeverbindungen haben den Vorteil, dass beide Lagen beim Abklappen der
oberen Lage von der unteren Lage miteinander verbunden bleiben. In diesem Fall kann
beispielsweise auch die Rückseite der oberen Lage mit Informationsfeldern versehen
sein.
[0009] Eine Ausführungsform besitzt permanente Klebeverbindungen an zwei gegenüberliegenden
Seitenkanten des Etikettes und benachbart zur Öffnungsstelle auch lösbare Klebeverbindungen
in Form von Leimpunkten. Diese Leimpunkte werden vorzugsweise auf der Unterseite der
oberen Lage vorgesehen. In diesem Fall bleibt die obere Lage beim Abklappen mit der
unteren Lage verbunden. Sie kann jedoch an der Öffnungsstelle mit Hilfe von Öffnungsmitteln
soweit von der unteren Lage abgehoben werden, dass die Informationsfelder der unteren
Lage sichtbar werden. Nach Studium der Information kann die untere Lage wieder durch
die obere Lage abgedeckt werden. Eine solche Ausführungsform hat den Vorteil, dass
die untere Lage aus einem preiswerten Material hergestellt werden kann und ausschließlich
die obere Lage mit einer Schutzschicht versehen wird. Durch das Wiederverbinden der
oberen Lage mit der unteren Lage bleiben auch die Sicherheitshinweise und Informationen
auf den Informationsfeldern der unteren Lage beim Handling der Ware geschützt.
[0010] Eine weitere besonders vorteilhafte Ausführungsform besitzt zwei benachbart angeordnete
untere Lagen, die jeweils an ihrem linken Seitenrand eine permanente Klebeverbindung
mit der oberen Lage besitzen, die gegebenenfalls auch benachbart zur Öffnungsstelle
liegt, wenn die entsprechende untere Lage Informationsfelder besitzt. Zwischen der
Öffnungsstelle und den Informationsfeldern kann in gleicher Weise wie oben beschrieben
eine lösbare Klebeverbindungen in Form von Leimpunkten vorgesehen werden. Auf eine
permanente Klebeverbindung am rechten Seitenrand des Etiketts kann verzichtet werden,
wenn eine Aussparung an diesem Seitenrand vorgesehen wird. Auf diese Weise wird beim
Anbringen des Etikettes, beispielsweise einer Dosenbanderole an der Dose, durch Beleimen
der Rückseite des Etikettes eine Verbindung zwischen dieser Rückseite und der Dose
sowie gleichzeitig eine Verbindung zwischen den überlappenden Seitenrändern, d.h.
der Oberfläche des linken Seitenrand der oberen Lage mit den Rückseiten der rechten
Seitenrändern sowohl der unteren als auch der oberen Lage, erzielt.
[0011] Um Zugang zu den Informationsfeldern der unteren Lage und/ oder den Informationsfeldern
auf der Rückseite der oberen Lage zu erhalten, muss in der oberen Lage eine Öffnungsstelle
vorgesehen sein, um ein Teil der oberen Lage von der unteren Lage abzuziehen. In dem
Fall, dass nur ein Teil der oberen Lage abgehoben wird, sind in der oberen Lage Perforationen
vorgesehen, entweder einreihig oder vorzugsweise zur Bildung einer Aufreißlasche zweireihig.
[0012] Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand von zeichnerisch veranschaulichten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf ein Etikett der Stand der Technik
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des Etiketts gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf das geöffnete Etikett gemäß Fig. 1,
- Fig. 4
- eine Rückansicht eines erfindungsgemäßen Etiketts,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Etiketts gemäß Fig. 4,
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf ein weiteres erfindungsgemäßes Etikett.
[0013] Eine Ausführungsform des mehrlagigen Etiketts 10 der Stand der Technik ist in den
Fig. 1 bis 3 dargestellt. In der Fig. 1 sieht man die obere Lage 20 des Etiketts 10
mit den Informationsfeldern 21, 22, 23. Diese Informationsfelder 21, 22, 23 können
für unterschiedliche Informationen und Hinweise dienen. Handelt es sich, wie in diesem
Ausführungsbeispiel, um eine Dosenbanderole, so wird vorzugsweise ein großes Feld
21 als verkaufsfördernder Blickfang gestaltet, vorzugsweise enthaltend die Bezeichnung
des Produktes und den Herstellernamen sowie die Abfüllmenge. Bei einem bekannten Markenprodukt
wird des Weiteren ein Bereich des Informationsfeldes 21 für den Markennamen bzw. das
Logo 27 verwendet. Dieser Teil des Etiketts 10 stellt bei einer Dose die Vorderseite
dar, die in einem Verkaufsregal den Kunden anlocken soll. In der Regel ist dieser
Bereich des Etiketts besonders aufwendig gestaltet durch ein ansprechendes Design
und möglicherweise durch Verwendung von unterschiedlicher Farben und Lackierungen.
Die rechte Seite des Etiketts 10 bildet die Rückseite einer Dose und ist in diesem
Beispiel in zwei Informationsfelder 22 und 23 für insbesondere technische Informationen
aufgeteilt. Das Informationsfeld 22 kann beispielsweise verschiedene standardisierte
Symbole enthalten, die Hinweise geben, wie mit dem Inhalt der Dose verfahren werden
soll. Des Weiteren bildet das Informationsfeld 22 Platz für eine Strichkodierung.
In einem weiteren Informationsfeld 23 können entsprechende Gebrauchshinweise zum sicheren
Umgang für den Anwender aufgeführt sein und/oder die Zusammensetzung des in der Dose
eingefüllten flüssigen, pastösen oder pulverförmigen Produktes angegeben sein. Da
solche Sicherheitshinweise für jeden Anwender verständlich sein müssen, sind diese
Hinweise im Informationsfeld 23 in verschiedenen Sprachen aufgeführt, dies ist durch
die Symbole D für Deutsch, F für Französisch, NL für Holländisch, DK für Dänisch,
1 für Italienisch, GB für Englisch, E für Spanisch und SE für Schwedisch in der Fig.
1 angedeutet. Selbstverständlich können die vorgenannten Informationen beliebig auf
der Sichtseite der oberen Lage 20 des Etiketts angeordnet sein, je nach Wunsch des
Herstellers. Diese obere Lage 20 des Etiketts besteht vorzugsweise aus einem hochwertigen
Material, beispielsweise einem Spezialpapier, welches mit einer Schutzbeschichtung
versehen ist oder aus einer hochwertigen Folie. Bei dieser Schutzschicht kann es sich
um eine Lackschicht handeln, die dafür sorgt, dass die durch ein Druckverfahren aufgebrachte
Beschriftung des Etiketts auch bei Einwirkung von Feuchtigkeit oder chemischen Substanzen
möglichst lange erhalten bleibt.
[0014] Der Fig. 2 ist zu entnehmen, dass dieses Etikett 10 aus zwei Lagen besteht, der oberen
Lage 20 und einer unteren Lage 30. Beide Lagen 20, 30 haften aneinander, dafür sorgen
Klebeverbindungen 25, 26. Bei den Klebeverbindungen 25 handelt es sich vorzugsweise
um permanente Klebeverbindungen, die nur unter Zerstörung des Verbundes gelöst werden
kann. Diese Klebeverbindungen 25 sind im Randbereich des Etikettes 10 vorgesehen,
in der Fig. 1 durch die gestrichelten Linien angedeutet, neben den Klebeverbindungen
25 an den Rändern zur Seitenkante 28 und 29 des Etiketts 10 ist eine weitere Klebeverbindung
25 benachbart zu einer Aufreißlasche 40 angeordnet.
[0015] Diese Aufreißlasche 40 wird durch zwei parallele über die gesamte Breite des Etiketts
10 verlaufende Perforationslinien 24 gebildet, die ausschließlich in der oberen Lage
20 vorgesehen sind. Durch das Heraustrennen der Aufreißlasche 40 in Pfeilrichtung,
d.h. entweder von oben nach unten bzw. von unten nach oben, erhält man Zugang zu den
Informationsfeldern 31, 32 der unteren Lage 30. In diesem Beispiel sind keine Informationsfelder
auf der Rückseite der oberen Lage vorgesehen, was bei größerem Informationsumfang
möglich wäre.
[0016] Diese Informationsfelder 31, 32 können die Informationen der Informationsfelder 22
und/oder 23 enthalten, jedoch in einer weiteren Sprache. Im Informationsfeld 32 der
Fig. 3 ist dies durch die Zeichen CZ für Tschechisch, GR für Griechisch, H für Ungarisch,
RO für Rumänisch und P für Portugiesisch angedeutet. Um bei geschlossenem Etikett
sofort zu wissen, dass zusätzliche Informationen auf der unteren Lage 30 in einer
gewünschten Sprache zu finden sind, können diese Sprachkürzel auch zusätzlich auf
der Abreißlasche vermerkt werden. Dann ist für jeden Nutzer offensichtlich, welche
zusätzlichen Informationen auf den Informationsfeldern 31, 32 der unteren Lage 30
zu erwarten sind.
[0017] Im Beispiel der Fig. 3 wird ausschließlich eine Hälfte der oberen Lage 20 durch die
Abreißlasche von der unteren Lage 30 abgehoben. Sie wird nicht vollständig entfernt,
da an der Seitenkante 29 die permanente Klebeverbindung 25 angeordnet ist. Auf diese
Weise gehen die Informationen auf der oberen Lage 20 des Etiketts 10 beim Öffnen des
Etiketts nicht verloren. Die untere Lage 30 kann aus einem preiswerten Material hergestellt
werden, beispielsweise ein entsprechendes Papier oder eine billige Folie. Um diese
untere Lage 30 nicht mit einer Schutzschicht versehen zu müssen, kann die obere Lage
20 so ausgerüstet sein, dass sie beim Abdecken der unteren Lage 30 sich wieder mit
dieser verbindet, beispielsweise über eine lösbare Klebeverbindung 26, hier in der
Fig. 3 angedeutet durch Leimpunkte. Diese können entweder auf der Unterseite der oberen
Lage 20 oder auf der unteren Lage 30, vorzugsweise außerhalb der Informationsfelder
31, 32 vorgesehen sein.
[0018] Die Figuren 4 und 5 zeigen eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Etiketts
10'. Die obere Lage 20 wurde gegenüber dem vorbeschriebenen Beispiel, gezeigt in den
Fig. 1 bis 3, nicht verändert. Jedoch wird keine zur oberen Lage 20 gleich große untere
Lage 30, sondern zwei benachbart angeordnete untere Lagen 30' und 30" vorgesehen,
die nicht die gesamte Rückseite der oberen Lage 20 bedecken. Zwischen beiden unteren
Lagen 30' und 30" ist ein Spalt 33 vorgesehen und am rechten Seitenrand der unteren
Lage 30" eine Aussparung 34. Dieser Spalt 33 soll insbesondere bei Etiketten 10',
die nicht auf ebene Oberflächen einer Ware aufgebracht werden, den Aufbau von Spannungen,
die zum Ablösen des Etikettes 10' führen können, verhindern. Wird ein Etikett 10 mit
einer oberer Lage 20 und einer unterer Lage 30 gleicher Größe sowie mit permanenten
Klebeverbindungen 25 in den Randbereichen, gezeigt in den Fig. 1 bis 3, beispielsweise
als Dosenbanderole eingesetzt, so werden sich nach Befestigung des Etiketts 10 um
die Dose die Seitenränder der oberen Lage 30 überlappen und diese obere Lage wird
fest an der Dose anliegen. Die untere Lage 30 würde bei einer solchen Verbindung der
sich überlappenden Seitenränder, wobei sich aus dem ebenen Etikett 10 ein Zylinder
bildet, in den Bereichen, wo sie nicht mit der oberen Lage 20 verbunden ist, in den
Zylinderinnerraum ausweichen, da sich für die untere, nunmehr innere Lage ein geringerer
Umfang als für die obere, äußere Lage ergibt. Diese Ausweichmöglichkeit ist bei der
Verbindung des Etiketts 10 mit der Dose nicht vorhanden, dies führt zum Aufbau von
Spannungen. Beim Vorhandensein eines Spaltes 33 hat die untere Lage 30' eines als
Dosenbanderole aufgebrachten Etiketts 10' die Möglichkeit in Richtung des Spaltes
33 auszuweichen, d.h. der Spalt 33 verkleinert sich beim Umlegen des Etiketts 10'
um die Dose.
[0019] Ein solcher Spalt 33 wird vorzugsweise bei mehreren benachbart angeordneten unteren
Lagen 30', 30" jeweils zwischen diesen, also z.B. rechts von jedem Seitenrand einer
unteren Lage 30', 30" und dann auch am äußeren rechten Seitenrand angeordnet. Im Beispiel
der Fig. 4 und 5 ist am äußeren rechten Seitenrand, dem rechten Seitenrand der unteren
Lage 30", eine Aussparung 34 vorgesehen. Durch diese Aussparung wird einen Teil der
Rückseite der oberen Lage 20 sichtbar. Diese Aussparung 34 ist insbesondere im mittleren
Bereich des Seitenrandes vorgesehen und besitzt vorzugsweise eine Breite, die einer
möglichen Überlappung der Seitenränder bei Anwendung als Dosenbanderole entspricht.
Im oberen und unteren Bereich befindet sich ein Spalt von geringerer Breite zwischen
den Begrenzungsrändern 35 der unteren Lage 30" und dem rechten Rand des Etiketts 10',
der durch die obere Lage 20 gebildet ist. Dieser Spalt hat die gleiche Funktion wie
der Spalt 33. Die Aussparung 34 dient dazu, dass auf eine Klebeverbindung zwischen
der unteren Lage 30" und der oberen Lage 20 am rechten Rand verzichtet werden kann.
Beim Beleimen der Rückseite des Etikettes 10' wird sowohl die Rückseite der unteren
Lagen 30', 30" als auch die Rückseite der oberen Lage 20 im Bereich des Spaltes 33
und des rechten Seitenrandes befeuchtet. Beim Anbringen des Etikettes 10' an der Dose
kann sich einerseits der rechte Rand der unteren Lagen 30', 30" in Richtung Spalt
33 bzw. Aussparung 34 verschieben und andererseits wird eine Verbindung zwischen der
Rückseite des Etikettes 10' und der Dose sowie gleichzeitig eine Verbindung zwischen
den überlappenden Seitenrändern, d.h. der Oberfläche des linken Seitenrand der oberen
Lage 20 mit den Rückseiten der rechten Seitenrändern sowohl der unteren 30'' als auch
der oberen Lage 20, erzielt.
[0020] In der Fig. 4 ist gezeigt, dass es beabsichtigt ist, nur ein Teil der oberen Lage
20 von der unteren Lage 30" abzuheben. Die untere Lage 30' besitzt in diesem Beispiel
keine Informationsfelder. Um die Hälfte der oberen Lage 20 abzuheben, ist mittels
der Abreißlasche 40 eine Öffnung in die obere Lage 20 einzubringen. Die abgehobene
Hälfte der oberen Lage 20 wird dann nicht vollständig entfernt, wenn das Etikett 10'
über die vorbeschriebene Leimung an der Dose befestigt ist, da der Bereich, der die
Aussparung 34 abdeckt, eine Verbindung zur Dose oder mit dem gegenüberliegenden Seitenrand
herstellt. Auf diese Weise gehen die Informationen auf der oberen Lage 20 des Etiketts
10 beim Öffnen des Etiketts 10' nicht verloren. Die untere Lage 30" ist so ausgerüstet,
dass sie sich aufgrund einer lösbaren Klebeverbindung 26' beim Abdecken wieder mit
der oberen Lage 20 verbindet. Diese Klebeverbindung 26' ist rechts von der Aufreißlasche
40 und links, d.h. außerhalb, der Informationsfelder der unteren Lage 30" angeordnet.
Rechts von der Aufreißlasche 40 ist eine permanente Klebeverbindung 25' zu finden,
die bei abgezogener Aufreißlasche 40 den linken Seitenrand der rechten unteren Lage
30" mit dem rechten Seitenrand der nicht abgehobenen linken Hälfte der oberen Lage
20 verbindet.
[0021] Sind auf beiden unteren Lagen 30' und 30" Informationsfelder vorgesehen, kann eine
weitere Aufreißlasche 40 in der oberen Lage 20 angeordnet werden.
[0022] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis Fig. 5 wird nur ein Teil
der oberen Lage 20 von der unteren Lage 30, 30" abgehoben. Bei kleineren Etiketten
kann es auch notwendig sein, dass der gesamte Bereich der unteren Lage für Informationsfelder
zur Verfügung stehen muss. In diesem Fall kann, wie in Beispiel der Fig. 6 gezeigt,
die Abreißlasche 40 im Bereich einer Seitenkante, hier der Seitenkante 28, vorgesehen
sein. Durch das Abtrennen der Aufreißlasche 40 wird der gesamte Bereich der unteren
Lage 30 sichtbar und kann als Informationsträger dienen.
[0023] Die gezeigten Ausführungsformen des Etiketts 10, 10' geben den Gegenstand der Erfindung
nur beispielsweise wieder. Es ist selbstverständlich auch denkbar, andere Etikettenformen
zu wählen, die Aufreißlasche in anderen Bereichen anzuordnen, statt der Aufreißlasche
nur eine Perforationslinie vorzusehen oder die gesamte obere Lage abzutrennen. Auch
ist die Anordnung der Klebestellen beliebig wählbar. Bevorzugt sind Ausführungsformen,
wo permanent und/oder lösbare Klebeverbindungen außerhalb der Informationsfelder 31,
32 der unteren Lage 30, 30" vorgesehen werden oder es wird ein durchsichtiger Klebstoff
für die lösbaren Klebeverbindungen eingesetzt. Des Weiteren ist es möglich, mehrere
untere Lagen 30 untereinander unterhalb der oberen Lage 20 anzuordnen. Der Zugang
zu den Informationen dieser einzelnen Lagen erfolgt entweder durch das einmalige Aufreißen
der Aufreißlasche 40 in der oberen Lage 20 oder es sind weitere Öffnungsmöglichkeiten
in den unter der oberen Lage 20 angeordneten Lagen vorgesehen.
[0024] Ein auf diese Weise hergestelltes Etikett bietet bei gleichen Maßen mehr Platz für
Informationen, insbesondere können bedeutend mehr technische Daten und Hinweise auf
dem Etikett untergebracht werden, ohne dass der gestalterische Blickfangbereich (Informationsfeld
21), der bei einer Dose die Vorderseite bildet, eingeschränkt werden muss. Es ist
ausreichend Platz für weitere Informationsfelder auf der Rückseite der oberen Lage
und auf der unteren Lage. Das Mehr an Informationen wird auch nicht durch ein wesentlich
aufwendigeres und damit teureres Etikett erkauft, da die untere Lage als zusätzlicher
Informationsträger aus einem preiswerten Material herstellbar ist.
[0025] Die Herstellung erfolgt beispielsweise dadurch, dass wie bei bekannten Etiketten
eine Lage Spezialpapier oder Folie durch ein Offsetverfahren bedruckt wird. Dies stellt
beim fertigen Etikett 10 die oberen Lage 20 dar. In einem zweiten Verfahrensschritt
werden, wenn gewünscht, Perforationen 24 in der oberen Lage 20 eingebracht und auf
der Unterseite der oberen Lage 20 die entsprechenden Klebestellen 25, 26 vorgesehen,
so dass in einem dritten Verfahrensschritt die zweite Lage 30 an der oberen Lage 20
befestigt werden kann.
[0026] Bei dem Offsetdruckverfahren der oberen Lage 20 kann es sich um ein bekanntes Offlineverfahren,
nämlich das Auftragen von konventioneller Öldruckfarbe handeln, die dann anschließend
mit einer UV-Lackschicht zum Schutz überdeckt wird. Auch können für ein bestimmtes
Design partielle Lackierungen auf der Sichtseite vorgenommen werden.
[0027] Denkbar ist auch ein Inlineverfahren zum Bedrucken, bei welchem Hybriddruckfarben
für UV-Trocknung auf die obere Lage 20 aufgebracht werden. Diese Hybridfarben härten
durch UV-Strahlen aus, so dass in einem Verfahrensschritt das Druckbild und die Schutzschicht
aufgetragen werden. Egal mit welchem Verfahren und wie aufwendig die obere Lage des
Etiketts gestaltet wird, für das mehrlagige Etikett ist nur ein geringer Mehraufwand,
nämlich, wenn gewünscht, das Einbringen der Perforation 24 und das Hinterkleben dieser
oberen Lage 20 mit einer preiswerten bedruckten unteren Lage 30 durchzuführen.
[0028] Das Bedrucken der Etikettenlagen ist nicht auf Offsetdruckverfahren beschränkt. Je
nach Wunsch des Kunden können auch andere bekannte Druckverfahren zum Bedrucken der
Lagen der Etiketten eingesetzt werden.
[0029] Die Anwendung dieser Etiketten ist nicht beschränkt. Vorteilhaft lassen sie sich
jedoch dort einsetzen, wo für ein Etikett nur ein beschränkter Platz auf den Waren
oder Produkten vorhanden ist, wie beispielsweise auf standardisierten Verpackungen,
wie beispielsweise Dosen oder Flaschen.
Bezugszeichenliste :
[0030]
- 10, 10'
- Etikett
- 20
- obere Lage
- 21
- Informationsfeld
- 22
- Informationsfeld
- 23
- Informationsfeld
- 24
- Öffnungsmittel, Perforation
- 25, 25'
- Klebeverbindung, permanent
- 26, 26'
- Klebeverbindung, lösbar
- 27
- Logo
- 28
- Seitenkante
- 29
- Seitenkante
- 30, 30', 30"
- untere Lage
- 31
- Informationsfeld
- 32
- Informationsfeld
- 33
- Spalt
- 34
- Aussparung
- 35
- Begrenzungsrand
- 40
- Aufreißlasche
1. Etikett zur Anbringung auf einem Produkt umfassend eine obere Lage (20) mit Informationsfeldern,
wobei mindestens ein von außen sichtbares Informationsfeld (21, 22, 23) vorhanden
ist,
sowie mindestens eine weitere untere Lage (30) mit mindestens einem Informationsfeld
(31, 32),
wobei die Rückseite der unteren Lage (30) zur Festlegung am Produkt dient,
wobei die untere Lage (30) unter der oberen Lage (20) angeordnet ist sowie von dieser
oberen Lage (20) im geschlossenen Zustand abgedeckt ist,
wobei die Lagen (20, 30) bereichsweise über lösbare Klebeverbindungen (26) miteinander
verbunden sind, wobei in die obere Lage (20) mindestens einreihig Perforationen als
Öffnungsmittel eingebracht sind,
wobei im geöffneten Zustand durch Abklappen zumindest eines Teils der oberen Lage
(20) Zugang zu den von außen nicht sichtbaren Informationsfeldern auf der Rückseite
der oberen Lage (20) und/ oder zu den von außen nicht sichtbaren Informationsfeldern
(31, 32) der unteren Lage (30) ermöglicht wird,
dadurch gekennzeichnet dass die obere Lage (20) beim Abklappen mit der unteren Lage (30) mittels permanenter
Klebeverbindungen (25) zwischen den Lagen (20, 30) und mittels permanenter Klebeverbindungen
zwischen den Lagen (20, 30) und dem Produkt verbunden bleibt,
wobei die permanente Klebeverbindung zwischen der oberen Lage (20) und dem Produkt
in Bereichen vorliegt, wo die unteren Lage (30) einen Spalt aufweist.
2. Etikett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine untere Lage (30) und der Spalt(33) zusammen die gleiche Größe
wie die obere Lage (20) ergeben.
3. Etikett nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die permanenten Klebeverbindungen (25) im Randbereich beider Lagen (20, 30) und außerhalb
der Informationsfelder (31, 32) vorgesehen sind.
4. Etikett nach einem der Ansprüche 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die lösbaren Klebeverbindungen (26) außerhalb der Informationsfelder (31, 32) vorgesehen
sind und ein Abheben der oberen Lage (20) von der unteren Lage (30) sowie ein Wiederverbinden
der Lagen (20, 30) ermöglicht.
5. Etikett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung einer Aufreißlasche (40) zweireihig Perforationen als Öffnungsmittel
(24) in die obere Lage (20) eingebracht sind.
6. Etikett nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufreißlasche (40) im Randbereich einer Seitenkante (28) und / oder Seitenkante
(29) der oberen Lage (20) vorgesehen ist, wobei sich zwischen der Aufreißlasche (40)
und der Seitenkante (28, 29) eine Klebeverbindung (25) befindet.
7. Etikett nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufreißlasche (40) abhängig von der Größe der Informationsfelder (31, 32) im
mittleren Bereich der oberen Lage (20) vorgesehen ist, so dass nach dem Abtrennen
der Aufreißlasche (40) ausschließlich der Bereich mit den Informationsfelder (31,
32) der unteren Lage (30) sichtbar wird.
8. Etikett nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich benachbart zur Aufreißlasche (40) eine permanente Klebeverbindung (25) und eine
lösbare Klebeverbindung (26) befindet.
9. Etikett nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich benachbart zur Aufreißlasche (40) an der Unterseite des von der unteren Lage
(30) abgehobenen Teils der oberen Lage (20) Leimpunkte als lösbare Klebeverbindung
(26) befinden.
10. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mehr als eine untere Lage (30) vorgesehen ist, wobei diese unteren Lagen untereinander
angeordnet sind.
11. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mehr als eine untere Lage (30) vorgesehen ist, wobei diese unteren Lagen (30', 30")
nebeneinander angeordnet sind und zwischen diesen unteren Lagen (30', 30") der Spalt
(33) vorgesehen ist.
12. Etikett nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass am zum Spalt (33) benachbarten Seitenrand der unteren Lage (30') keine Klebeverbindung
zwischen unterer Lage (30') und oberer Lage (20) vorgesehen ist und am zum Spalt (33)
benachbarten Seitenrand der unteren Lage (30") eine permanente Klebeverbindung (25')
zwischen unterer Lage (30") und oberer Lage (20) vorgesehen ist.
13. Etikett nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die permanente Klebeverbindung (25') so angeordnet ist, dass sie parallel zum rechts
liegenden Seitenrand der unteren Lage (30") und parallel zur links angeordneten Aufreißlasche
(40) der oberen Lage (20) vorgesehen ist.
14. Etikett nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass rechts neben der Aufreißlasche (40) eine weitere lösbare Klebeverbindung (26') zwischen
der unteren Lage (30") und der oberen Lage (20) angeordnet ist.
15. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Lage (30, 30") an ihrem rechten, äußeren Seitenrand eine den Spalt verbreiternde
Aussparung (34) besitzt.
16. Etikett nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (34)
im mittleren Bereich des Seitenrandes der untere Lage (30, 30") vorgesehen ist und
im oberen bzw. unteren Bereich des Seitenrandes die Begrenzungsränder (35) der untere
Lage (30, 30") nicht oder nur geringfügig gegenüber dem Seitenrand der oberen Lage
(20) zurückversetzt sind.
17. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Lage (30, 30', 30") aus einem preiswertem Material besteht.
18. Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Lage (20) aus einem hochwertigen Material, vorzugsweise einem Spezialpapier
oder einer Folie besteht.
19. Etikett nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Lage (20) mit einer Schutzschicht versehen ist.
20. Verfahren zur Herstellung eines Etiketts gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
eine als obere Lage 20 vorgesehene Lage sowie eine oder mehrere als untere Lage 30,
30" vorgesehene Lage mindestens einseitig bedruckt wird, anschließend in die obere
bedruckte Lage Perforationen 24 eingebracht werden und die untere Lage mit Klebestellen
25, 26 versehen wird und
dann die obere Lage an der unteren Lage befestigt wird.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass als obere Lage 20 ein Spezialpapier oder eine Folie eingesetzt wird.
22. Verfahren nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Lage 20 mittels eines Offsetdruckverfahrens offline oder inline bedruckt
wird.
23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass im Offlineverfahren konventionelle Öldruckfarben aufgetragen werden, die anschließend
mit einer UV-Lackschicht überdeckt werden.
24. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass im Inlineverfahren Hybriddruckfarben aufgebracht werden.
1. Label for attachment to a product, comprising an upper ply (20) with information fields,
whereby at least one information field (21, 22, 23) is present which is visible from
outside,
as well as a further, bottom ply (30) with at least one information field (31, 32),
whereby the reverse side of the bottom ply (30) serves to affix it to the product,
whereby the bottom ply (30) is arranged below the upper ply (20) and in closed state
is likewise covered by this upper ply (20),
whereby the plies (20, 30) are connected with each other in places by means of detachable
adhesive bonds (26), whereby inserted into the upper ply (20) as a means of opening
is at least one row of perforations,
whereby in an open state, enabled by folding-in at least one part of the upper ply
(20) is access to the information fields not visible from the outside on the reverse
side of the upper ply (20) and/or access to the-likewise not visible from the outside-information
fields (31, 32) of the bottom ply (30),
thereby characterized in that
the upper ply (20), when folding-in with the bottom ply (30), remains connected by
means of permanent adhesive bonds (25) between the plies (20, 30) and by means of
permanent adhesive bonds between the plies (20, 30) and the product,
whereby the permanent adhesive bond between the upper ply (20) and the product is
present in areas where the bottom ply (30) exhibits a gap.
2. Label pursuant to Claim 1, thereby characterized in that the at least one bottom ply (30) and the gap (33) together yield the same size as
the upper ply (20).
3. Label pursuant to Claim 1 or 2, thereby characterized in that the permanent adhesive bonds (25) in the edge area of both plies (20, 30) and outside
the information fields (31, 32) are intended.
4. Label pursuant to Claim 1 or 3, thereby characterized in that the detachable adhesive bonds (26) outside the information fields (31, 32) are intended
and thereby enable a detachment of the upper ply (20) from the bottom ply (30) as
well as a reattachment of the plies (20, 30).
5. Label pursuant to Claim 1, thereby characterized in that inserted into the upper ply (20) in order to form a tear flap (40) are two rows of
perforations as means of opening (24).
6. Label pursuant to Claim 5, thereby characterized in that the tear flap (40) in the rim area of a side edge (28) and / or side edge (29) of
the upper ply (20) is intended, whereby found between the tear flap (40) and the side
edge (28, 29) is an adhesive bond (25).
7. Label pursuant to Claim 5, thereby characterized in that the tear flap (40), depending on the size of the information fields (31, 32) in the
middle area of the upper ply (20), is intended, so that subsequent to detaching the
tear flap (40), only the area with the information fields (31, 32) of the bottom ply
(30) is visible.
8. Label pursuant to claims 5 to 7, thereby characterized in that found mutually adjacent to the tear flap (40) is a permanent adhesive bond (25) and
likewise a detachable adhesive bond (26).
9. Label pursuant to one of the claims 5 to 7, thereby characterized in that found mutually adjacent to the tear flap (40) on the underside of the part of the
upper ply (20) which has been lifted from the bottom ply (30) are gluing points as
detachable adhesive bonds (26).
10. Label pursuant to one of the claims 1 to 9, thereby characterized in that more than one bottom ply (30) is intended, whereby said bottom plies are arranged
one below the other.
11. Label pursuant to one of the claims 1 to 9, thereby characterized in that more than one bottom ply (30) is intended, whereby these bottom plies (30', 30")
are arranged next to each other, and between these bottom plies (30', 30") the gap
(33) is intended.
12. Label pursuant to Claim 11, thereby characterized in that on the bottom ply (30') side-edge adjacent to the gap (33) no adhesive bond is intended
between the bottom ply (30') and the upper ply (20), and on the bottom ply (30") side-edge
adjacent to the gap (33) a permanent adhesive bond (25') is intended between the bottom
ply (30") and the upper ply (20).
13. Label pursuant to Claim 12, thereby characterized in that the permanent adhesive bond (25') is arranged such that it is intended to be parallel
to the right-lying side-edge of the bottom ply (30") and parallel to the left-lying
tear flap (40) of the upper ply (20).
14. Label pursuant to Claim 13, thereby characterized in that arranged on the right next to the tear flap (40) is a further detachable adhesive
bond (26') between the bottom ply (30") and the upper ply (20).
15. Label pursuant to one of the claims 1 to 14, thereby characterized in that the bottom ply (30, 30") has on its right, outer side-edge a cutout (34) which extends
the gap.
16. Label pursuant to Claim 15, thereby characterized in that the cutout (34) is intended to be in the middle area of the side-edge of the bottom
ply (30, 30") and, in the upper i.e. bottom area of the side-edge, the border edges
(35) of the bottom ply (30, 30") are not recessed or only slightly so vis-à-vis the
side-edge of the upper ply (20).
17. Label pursuant to one of the claims 1 to 16, thereby characterized in that the bottom ply (30, 30', 30") is made of an inexpensive material.
18. Label pursuant to one of the claims 1 to 17, thereby characterized in that the upper ply (20) is made of a high-grade material, preferably a special paper or
a foil.
19. Label pursuant to Claim 18, thereby characterized in that the upper ply (20) has been provided with a protective coating.
20. Process for producing a label pursuant to Claim 1, thereby characterized in that a ply intended as upper ply (20) and likewise one or more plies intended as bottom
ply (30, 30") are printed on at least one side;
subsequently perforations (24) are inserted into the upper, printed ply, and the bottom
ply is provided with gluing points (25, 26), and then the upper ply affixed to the
bottom ply.
21. Process pursuant to Claim 20, thereby characterized in that as upper ply (20) a special paper or a foil is employed.
22. Process pursuant to Claim 20 or 21, thereby characterized in that the upper ply (20) is printed by means of an offset printing procedure offline or
inline.
23. Process pursuant to Claim 22, thereby characterized in that in the offline procedure conventional oil print colors are applied which are subsequently
covered with a UV lacquer coat.
24. Process pursuant to Claim 22, thereby characterized in that in the inline procedure hybrid print colors are applied.
1. Étiquette à fixer sur un produit, comprenant une couche supérieure (20) à champs d'information,
sachant qu'est présent au moins un champ d'informations (21, 22, 23) visible de l'extérieur,
ainsi qu'au moins une autre couche inférieure (30) comportant au moins un champ d'information
(31, 32),
sachant que le verso de la couche inférieure (30) sert à fixer l'étiquette contre
le produit,
sachant que la couche inférieure (30) est agencée sous la couche supérieure (20) et
qu'elle est recouverte par ladite couche supérieure (20) lorsque à l'état fermé,
sachant que les couches (20, 30) sont reliées entre elles localement via des jonctions
collées (26) détachables, la couche supérieure (20) comportant au moins une rangée
de perforations qui officient de moyen d'ouverture,
sachant qu'à l'état ouvert le fait de rabattre au moins une partie de la couche supérieure
(20) ouvre accès aux champs informatifs non visibles de l'extérieur, situés au verso
de la couche supérieure (20) et/ou aux champs informatifs (31, 32), invisibles de
l'extérieur, situés sur la couche inférieure (30),
caractérisée en ce que la couche supérieure (20), lorsque rabattue, reste reliée avec la couche inférieure
(30) par des liaisons collées (25) permanentes entre les couches (20, 30) et par des
liaisons collées permanentes entre les couches (20, 30) et le produit,
sachant que la liaison collée permanente entre la couche supérieure (20) et le produit
se trouve dans des zones où la couche inférieure (30) présente un interstice.
2. Étiquette selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins la couche inférieure (30) et l'interstice (33) donnent ensemble la même dimension
que la couche supérieure (20).
3. Étiquette selon les revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que les liaisons collées (25) permanentes ont été prévues dans la zone périmétrique des
deux couches (20, 30) et hors des champs informatifs (31,32).
4. Étiquette selon l'une des revendications 1 ou 3, caractérisée en ce que les jonctions collées (26) détachables sont prévues hors des champs informatifs (31,
32) et qu'elles permettent de décoller la couche supérieure (20) de la couche inférieure
(30), ainsi que de rétablir la liaison entre couches (20, 30).
5. Étiquette selon la revendication 1, caractérisée en ce que pour former une languette de déchirure (40), deux rangées de perforations ont été
ménagées dans la couche supérieure (20) comme moyens d'ouverture (24).
6. Étiquette selon la revendication 5, caractérisée en ce que la languette de déchirure (40) est prévue dans la zone périmétrique d'un bord latéral
(28) et/ou bord latéral (29) de la couche supérieure (20), sachant qu'une liaison
collée (25) se trouve entre la languette de déchirure (40) et le bord latéral (28,
29).
7. Étiquette selon la revendication 5, caractérisée en ce que la languette de déchirure (40) est prévue, en fonction de la taille des champs informatifs
(31, 32), dans la zone médiane de la couche supérieure (20), de sorte qu'après avoir
sectionné la languette de déchirure (40) seule la zone comportant les champs informatifs
(31, 32) de la couche inférieure (30) devient visible.
8. Étiquette selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisée en ce qu'une liaison collée (25) permanente et une liaison collée (26) détachable se trouvent
au voisinage de la languette de déchirure (40).
9. Étiquette selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisée en ce qu'au voisinage de la languette de déchirure (40) des points de colle formant une jonction
collée (26) détachable se trouvent contre le verso de la partie de la couche supérieure
(20) qui s'est détachée de la couche inférieure (30).
10. Étiquette selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que plus d'une couche inférieure (30) a été prévue, ces couches inférieures étant agencées
les unes en dessous des autres.
11. Étiquette selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que plus qu'une couche inférieure (30) a été prévue, sachant que ces couches inférieures
(30', 30") sont agencées les unes à côté des autres et que l'interstice (33) a été
prévu entre ces couches inférieures (30', 30").
12. Étiquette selon la revendication 11, caractérisée en ce que contre le bord latéral de la couche inférieure (30') voisin de l'interstice (33),
aucune liaison collée n'a été prévue entre la couche inférieure (30') et la couche
supérieure (20) et en ce que contre le bord latéral de la couche inférieure (30") voisin de l'interstice (33)
une liaison collée (25') permanente est prévue entre la couche inférieure (30") et
la couche supérieure (20).
13. Étiquette selon la revendication 12, caractérisée en ce que la liaison collée permanente (25') est agencée de sorte qu'elle est prévue parallèle
au bord latéral droit de la couche inférieure (30") et parallèle à la languette de
déchirure (40), agencée à gauche, de la couche supérieure (20).
14. Étiquette selon la revendication 13, caractérisée en ce que sur le côté droit de la languette de déchirure (40) est agencée une autre liaison
collée (26') détachable entre la couche inférieure (30") et la couche supérieure (20).
15. Étiquette selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisée en ce que la couche inférieure (30, 30") comporte, contre son bord latéral extérieur droit,
un évidement (34) élargissant l'interstice.
16. Étiquette selon la revendication 15, caractérisée en ce que l'évidement (34) est prévu dans la zone médiane du bord latéral de la couche inférieure
(30, 30"), et en ce que dans la zone supérieure et/ou inférieure du bord latéral les bords délimiteurs (35)
de la couche inférieure (30, 30") ne sont pas en retrait, ou que peu seulement, par
rapport au bord latéral de la couche supérieure (20).
17. Étiquette selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisée en ce que la couche inférieure (30, 30', 30") se compose d'un matériau bon marché.
18. Étiquette selon l'une des revendications 1 à 17, caractérisée en ce que la couche supérieure (20) se compose d'un matériau de haute qualité, de préférence
un papier spécial ou une feuille.
19. Étiquette selon la revendication 18, caractérisée en ce que la couche supérieure (20) est dotée d'une couche protectrice.
20. Procédé pour la fabrication d'une étiquette selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une couche prévue comme couche supérieure (20) ainsi qu'une ou plusieurs couche(s)
prévue(s) comme couche(s) inférieure(s) (30, 30") sont imprimées au moins d'un côté,
puis que des perforations (24) sont pratiquées dans la couche supérieure imprimée,
et que la couche inférieure reçoit des zones de collage (25, 26), puis que la couche
supérieure est fixée contre la couche inférieure.
21. Procédé selon la revendication 20, caractérisé en ce qu'un papier spécial ou une feuille sert à former la couche supérieure (20).
22. Procédé selon la revendication 20 ou 21, caractérisé en ce que la couche supérieure (20) est imprimée hors ligne ou en ligne au moyen d'un procédé
d'impression offset.
23. Procédé selon la revendication 22, caractérisé en ce que dans le procédé hors ligne sont appliquées des encres d'imprimerie conventionnelles
à base d'huile, encres que vient recouvrir ensuite une couche de laque séchée aux
UV.
24. Procédé selon la revendication 22, caractérisé en ce que dans le procédé en ligne sont appliquées des encres d'imprimerie hybrides.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente